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DE60130883T2 - Hydraulische vorrichtung - Google Patents

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Publication number
DE60130883T2
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve body
hydraulic
valve
annular
passages
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60130883T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60130883D1 (de
Inventor
Hakan Olsson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Morphic Technologies AB
Original Assignee
Morphic Technologies AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Family has litigation
First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=20279916&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE60130883(T2) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Application filed by Morphic Technologies AB filed Critical Morphic Technologies AB
Publication of DE60130883D1 publication Critical patent/DE60130883D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60130883T2 publication Critical patent/DE60130883T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03CPOSITIVE-DISPLACEMENT ENGINES DRIVEN BY LIQUIDS
    • F03C1/00Reciprocating-piston liquid engines
    • F03C1/007Reciprocating-piston liquid engines with single cylinder, double-acting piston
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25DPERCUSSIVE TOOLS
    • B25D9/00Portable percussive tools with fluid-pressure drive, i.e. driven directly by fluids, e.g. having several percussive tool bits operated simultaneously
    • B25D9/06Means for driving the impulse member
    • B25D9/12Means for driving the impulse member comprising a built-in liquid motor, i.e. the tool being driven by hydraulic pressure
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25DPERCUSSIVE TOOLS
    • B25D9/00Portable percussive tools with fluid-pressure drive, i.e. driven directly by fluids, e.g. having several percussive tool bits operated simultaneously
    • B25D9/14Control devices for the reciprocating piston
    • B25D9/16Valve arrangements therefor
    • B25D9/20Valve arrangements therefor involving a tubular-type slide valve

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  • Fluid-Driven Valves (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)
  • Servomotors (AREA)
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  • Multiple-Way Valves (AREA)

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Vorrichtung umfassend: ein Ventilgehäuse mit einem beweglichen Ventilkörper, der innerhalb des Ventilgehäuses angeordnet ist, mindestens eine Hydraulikkammer (115), die innerhalb des Ventilgehäuses bereitgestellt ist und mindestens einen Steuermechanismus zur Steuerung des beweglichen Ventilkörpers, wobei das Ventilgehäuse eine Vielzahl kombinierter Elemente umfasst, wobei mindestens zwei der Elemente koaxial zueinander angeordnet sind, so dass ein ringförmiger Raum zwischen den zwei Teilen gebildet wird; der Ventilkörper ist im Wesentlichen hülsenförmig und innerhalb des ringförmigen Raums im Ventilgehäuse angeordnet; und der Ventilkörper ist mit einer Vielzahl von Durchlässen versehen, um einen Fluss von Hydraulikflüssigkeit in radialer Richtung durch den Ventilkörper zu ermöglichen.
  • Stand der Technik
  • In vielen bekannten Anwendungen besteht ein Bedarf, eine schnelle Stoßbewegung durchzuführen und/oder eine gesteuerte Bewegung durchzuführen, während starke Kräfte übertragen werden sollen, wobei häufig eine Art Hydraulikvorrichtung bevorzugt ist (wobei hydraulische Kraftübertragung verwendet wird). Gemäß dem Stand der Technik werden derartige hydraulische Vorrichtungen durch ein Servoventil gesteuert/eingestellt, das für große Öldurchflüsse bei hohen Drücken geeignet ist, was dazu führt, dass das Ventil sehr teuer ist. Des Weiteren bildet es in einer Entfernung von der hydraulischen Vorrichtung eine eigene Einheit. Häufig kommen Servoventile mit großen Außenabmessungen in Betracht, die daher sehr sperrig sind und ein Gewicht von hunderten Kilo aufweisen können. Des Weiteren muss oft ein Hydraulikschlauch zwischen dem Servoventil und der hydraulischen Vorrichtung verwendet werden, der als solches ein erhöhtes Beschädigungsrisiko einschließt. Die hohen Drücke, die großen Öldurchflüsse und die Kompressibilität der Hydraulikschläuche bedeuten ebenso, dass es schwierig sein wird, die hohen Anforderungen an Schnelligkeit und Genauigkeit zu erfüllen. Außerdem benötigen derartige Servoventile eine vergleichsweise hohe Einstellzeit bzw. Umstellungszeit, häufig bis zu 100 ms, was in vielen Anwendungen ungenügend ist.
  • Eine Anwendung, in der lange Umstellungszeiten ungenügend sind, sind Stoßpressen. Stoßpressen sind bereits bekannt durch z. B. US 3,965,799 , US 4,028,995 und US 4,635,531 , die Anordnungen mit schnellen Umstellungen zeigen, aber in denen der Hydraulikkolben ein Teil der Ventilfunktion ist. Folglich kann die Funktion des Hydraulikkolbens nicht nach Belieben gesteuert werden, sondern die Funktion des Hydraulikkolbens ist mit der Position des Hydraulikventils innerhalb des Ventilgehäuses verbunden. Gemäß dem Gebiet der Anwendungen sind diese Vorrichtungen demnach auf reversierende Maschinen beschränkt, hauptsächlich auf Hammer, die sich schnell zwischen zwei Positionen ohne irgendeine Möglichkeit der Steuerung dazwischen bewegen.
  • Diese bekannte Art von Stoßpressen ist nicht zum Umformen unter Verwendung hoher kinetischer Energie geeignet, was eine Art Materialbehandlung ist, wie z. B. Schneiden und Stanzen, Umformen von Metallkomponenten, Pulververdichtung und ähnliche Arbeitsvorgänge, bei denen der Initialstoß bzw. der erste Stoß entscheidend ist, und da die Geschwindigkeit des Presskolbens ungefähr 100 mal oder mehr größer sein kann, als in herkömmlichen Pressen. Diese Tatsache stellt sehr große Anforderungen an die Ventilanordnung, da es möglich sein muss, extrem schnelle Anpassungen von großen Durchflüssen durchzuführen, während hohe Drücke in dem Hydrauliksystem herrschen, um in der Lage zu sein, starke Kräfte passend hervorzubringen. Das Arbeitsprinzip basiert auf der Erzeugung von kurzzeitiger aber sehr hoher kinetischer Energie. Es ist nicht unüblich, dass die Kraft bei der Beschleunigung des Stoßkolbens mindestens 20 bis 30 KN in einer mittelgroßen Stoßpresse umfasst. Um in der Lage zu sein, eine derartige Maschine zu vermarkten, ist es notwendig in der Lage zu sein, eine robuste Konstruktion anzubieten, und gleichzeitig ist es erwünscht, in der Lage zu sein, eine Ventilanordnung anzubieten, die günstiger ist und die weniger Platz benötigt.
  • Eine Bedingung zum Erreichen einer derartigen Ventilfunktion ist die Bereitstellung eines hülsenförmigen Ventilkörpers zwischen zwei koaxialen Teilen des Ventilgehäuses, der daher einen ringförmigen Raum bildet, in der der hülsenförmige Ventilkörper bereitgestellt ist. In der Tat ist dieses Prinzip schon durch US 4,559,863 bekannt, aber die Veröffentlichung bezieht sich auf einen Prägehammer, bei dem die Hydraulik grundsätzlich nur zum Heben des Hammers verwendet wird. Der einzige Druck, der den Hammer nach unten treibt, ist ein Restdruck bzw. verbleibender Druck, der in einem Niederdruckakkumulator nach einer schnellen Rückführung angesammelt ist. In einer derartigen Vorrichtung führt die Gravitation, und nicht die Hydraulik den wesentlichen Arbeitsvorgang in Verbindung mit dem Stoß aus. Daher ist eine derartige Konstruktion nicht zum Bilden und Verwenden von hoher kinetischer Energie geeignet, worin extrem hohe Beschleunigungen notwendig sind. Ein anderer Nachteil der bekannten Vorrichtung ist, dass sie keine schnellen Anpassungen bzw. Einstellungen ermöglicht. Des Weiteren ermöglicht sie es nicht, den Arbeitsvorgang des hydraulischen Kolbens unabhängig von der Position des hydraulischen Kolbens zu steuern. Des Weiteren ist die bekannte Vorrichtung bezüglich der radial wirkenden Kräfte nicht symmetrisch bzw. ausgeglichen, was unaufhaltsam zu Problemen führt, wenn extrem hohe Hydraulikdrücke angelegt werden.
  • Es ist zu beachten, dass die zuvor erwähnte Anwendung nur eine aus vielen Anwendungsbereichen ist, in dem Spielraum für wichtige Verbesserungen bezüglich der Ventilanordnung und seiner Arbeitsweise besteht. Daher ist es offenkundig, dass der Probleme, die in Verbindung mit Stoßpressen erkannt wurden, auch in vielen anderen Arbeitsgebieten anzutreffen sind, wobei es ebenso wichtig ist, eine Lösung der Probleme, oder zumindest einiger der erkannten Probleme, zu finden. Ein Beispiel für eines solchen anderen Gebiets sind hydraulische Einstellmittel, die, gemäß der zuvor beschriebenen Servoventilanordnung, heutzutage oft eine teure und/oder zu sperrige Lösung, und/oder eine zu langsam arbeitende Vorrichtung sind.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es, die zuvor erwähnten Probleme zu eliminieren oder zumindest zu minimieren, was durch eine hydraulische Vorrichtung gemäß der obigen Beschreibung erreicht wird, wobei sie dadurch gekennzeichnet ist, dass der Ventilkörper innerhalb des Ventilgehäuses derart platziert ist, dass es im Wesentlichen, vorzugsweise vollständig, bezüglich der in radialer Richtung wirkenden hydraulischen Kräfte ausgeglichen ist, dass der Ventilkörper in der Nähe der Durchlässe mit zusammenwirkenden Randlinienteilen bzw. Randabschnitten bzw. Kantenabschnitten sowohl an der inneren als auch an der äußeren Oberfläche des Ventilkörpers versehen sind, wobei Randlinienteile mit Randlinienteilen und Kanälen zusammenwirken, die innerhalb des Ventilgehäuses platziert sind, so dass es der Hydraulikflüssigkeit möglich ist, von jedem dieser Kanäle und darüber hinaus und zwischen jedem Randlinienteil zu fließen, wenn der Ventilkörper in dem Ventilgehäuse positioniert ist, um einen Flüssigkeitsfluss zur Hydraulikkammer hin und von ihr weg zu ermöglichen und dass die Randlinienteile in einer zweiten Position des Ventilkörpers auf abdichtende Weise zusammenwirken, so dass die Hydraulikflüssigkeit nicht zur oder von der Hydraulikkammer weg fließen kann.
  • Dank der Lösung gemäß der Erfindung werden sehr kurze Fließpassagen erreicht, die extrem schnelle Prozesse ermöglichen. Des Weiteren ist es gemäß der Erfindung ebenso möglich, den hydraulischen Kolben unabhängig von der Position des hydraulischen Kolbens zu steuern. In diesem Zusammenhang ist es ein Vorteil, dass der Ventilkörper wie ein hülsenförmiges Mittel gebildet ist, weil große Fließdurchlässe mit vergleichsweise kleinen Bewegungen erreicht werden können.
  • Es wird dank der Erfindung erreicht, dass eine Lösung mit all den erreichten Vorteilen, in vielen verschiedenen Anwendungen verwendet werden kann.
  • Gemäß weiteren möglichen Aspekten der Erfindung:
    das Randlinienteil des Ventilkörpers ist ein integrierter Bestandteil von mindestens einem der Durchlässe
    • – der Ventilkörper ist im Wesentlichen symmetrisch geformt bezüglich einer Ebene, die zentral durch den Ventilkörper verläuft;
    • – die maximal nötige Bewegung des Ventilkörpers im Ventilgehäuse, um den Ventilkörper von einer geschlossenen zu einer offenen Position zu bewegen, liegt zwischen 0,1 und 3% des Außendurchmessers der Hülse, vorzugsweise unter 2% und mehr bevorzugt unter 1%;
    • – die Bewegung des Ventilkörpers zwischen der geschlossenen und der offenen Position wird zumindest im Wesentlichen in axialer Richtung bezüglich des Hydraulikkolbens durchgeführt;
    • – die Umstellungszeit des Ventilkörpers von einer Endposition zu der anderen Endposition liegt unter 10 ms, vorzugsweise unter 5 ms.
    • – der Hydraulikkolben ist mit mindestens zwei ringfömigen Kraftübertragungsflächen versehen, die einander gegenüberliegen, wobei die obere ringförmige Fläche vorzugsweise größer ist als die andere;
    • – der hydraulische Kolben umfasst drei koaxiale integrierte Einheiten mit verschiedenen Außendurchmessern, wobei der mittlere Teil mit dem größten Durchmesser versehen ist;
    • – mindestens ein Steuermechanismus wird auf hydraulische Weise betätigt;
    • – der Steuermechanismus umfasst Mittel, die bereitgestellt sind, um im Stande zu sein, den Ventilkörper zu bewegen, wobei die Mittel in den Durchlässen in dem Ventilgehäuse bewegbar sind, wobei die Durchlässe im Wesentlichen der Gestalt dieser Mittel entsprechen, und dass diese Durchlässe mit einem ringförmigen Kanal in Verbindung stehen, der vorgesehen ist, durch Hydrauliköl unter Druck gesetzt zu werden;
    • – die Mittel weisen eine kreisförmige, äußere Mantelfläche auf, und diese Durchlässe bestehen aus kreisförmigen Löchern, die sich in axialer Richtung erstrecken;
    • – der Steuermechanismus wird auf magnetische Weise betätigt;
    • – der Steuermechanismus umfasst mindestens einen ferromagnetischen Teil, der am Ventilkörper bereitgestellt ist, und mindestens ein Elektromagnet ist am Ventilgehäuse bereitgestellt;
    • – der Elektromagnet wird durch Hydrauliköl gekühlt;
    • – das Ventilgehäuse ist mit Druckverbindung und einer Tankverbindung in einer oder mehreren Seitenwänden versehen;
    • – die Vorrichtung ist Teil von Stoß/Druck-Mitteln, die schnelle Stöße ausführen und starke Kräfte übertragen sollen, wobei der Ventilkörper einen Minimaldurchmesser zwischen 3 und 500 mm, vorzugsweise über 50 mm und weiter bevorzugt über 80 mm aufweist;
    • – mindestens eines der Randlinienteile ist mit symmetrisch angeordneten Aussparungen versehen, die bei kleiner Bewegung des Ventilkörpers aus seiner geschlossenen Position das Auftreten eines kleinen Durchflusses in radialer Richtung durch den Ventilkörper ermöglichen;
    • – die Länge der Randlinienteile und damit die Gesamtfläche der Durchlässe kann durch Variieren der Position des Ventilkörpers in der Rotationsrichtung variieren;
    • – der Ventilkörper wird durch den Hydraulikdruck platziert, der auf die ringförmigen Oberflächen wirkt, wobei das Hydraulikfluid zu mindestens einer der Flächen durch einen Ventilschieber gesteuert wird, der in dem Ventilkörper bereitgestellt ist und gemäß bekannter Prinzipien für Folgeventile (copying valves) arbeitet, so dass der umgebende Ventilkörper dem Ventilschieber sklavisch folgt, der wiederum durch einen doppelt-wirkenden Elektromagneten platziert wird.
    • – ein Hydraulikkolben ist in der Hydraulikkammer mit mindestens einer nach Außen gerichteten Endfläche bereitgestellt, wobei der Hydraulikkolben in dem Ventilgehäuse auf koaxiale Weise platziert ist;
    • – das Ventilgehäuse ist mit zwei getrennten bzw. separaten Hydraulikkammern versehen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die Erfindung wird detaillierter beschrieben mit Bezug auf die eingeschlossenen Zeichnungen, in denen:
  • 1 im axialen Querschnitt eine erste Ausführungsform einer hydraulischen Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;
  • 2 einen Querschnitt entlang der Linie A-A von 1 zeigt;
  • 3 einen Querschnitt entlang der Linie B-B von 1 zeigt;
  • 4 einen Querschnitt in axialer Richtung einer bevorzugten Ausführungsform gemäß der Erfindung zeigt, die besonders für schnelle Bewegungen geeignet ist;
  • 5 einen Querschnitt entlang der Linie A-A von 4 zeigt;
  • 6 einen Querschnitt entlang der Linie B-B von 4 zeigt;
  • 7 einen Querschnitt entlang der Linie C-C von 4 zeigt;
  • 8 im axialen Querschnitt eine alternative Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;
  • 9 in Form eines Diagramms den Effekt einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zeigt;
  • 10 eine alternative Ausführungsform gemäß der Erfindung zeigt;
  • 11 eine vergrößerte Ansicht von bestimmten Details in 10 zeigt;
  • 12 im axialen Querschnitt eine modifizierte hydraulische Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;
  • 13 eine bevorzugte Ausführungsform einer hydraulischen Vorrichtung gemäß der Prinzipien der Vorrichtung in 1 zeigt; und
  • 14 ein bevorzugtes Funktionsprinzip bzw. Arbeitsprinzip für eine Vorrichtung gemäß 13 veranschaulicht.
  • In 1 ist eine hydraulische Stoß/Druckvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung gezeigt, wobei diese Ausführungsform besonders geeignet zum Durchführen von langen Stoßbewegungen ist. Die Vorrichtung umfasst ein Ventilgehäuse 1, einen Hydraulikkolben 3, der zentral bzw. mittig im Ventilgehäuse eingerichtet ist, einen Ventilkörper 2, der in dem Ventilgehäuse 1 eingerichtet ist, aber den Hydraulikkolben umgibt, und einen Steuermechanismus 4.
  • Das Ventilgehäuse 1 umfasst eine Vielzahl von zusammengebauten Teilen, umfassend einen oberen Teil 102, der an einer oberen Kappe 101 (nicht gezeigt) eingerichtet ist. Am unteren Ende des oberen Teils 102 trifft ein innerer Ventilsitzteil 103 auf einen äußeren Ventilsitzteil 104. Am unteren Ende der beiden Teile 103, 104 befindet sich eine gemeinsame Kappe 106. Zentral entlang der Mittelachse des Ventilgehäuses 1 befindet sich eine kreisförmige Aussparung 116, eine erste hydraulische Kammer, in der der Hydraulikkolben 3 bereitgestellt ist. Diese kreisförmige Aussparung 116 hat einen Durchmesser, der an den Mittelteil 34 des Hydraulikkolbens angepasst ist, wobei der Teil den größten Durchmesser des Hydraulikkolbens zeigt. Oberhalb dieses Mittelteils 34 des Hydraulikkolbens befindet sich ein oberer Teil 35, wobei dessen Durchmesser kleiner ist, als der des Mittelteils 34, so dass eine ringförmige, nach oben gerichtete Fläche 30 gebildet wird. Diese Fläche 30 ist eine Kraft- bzw. Energieübertragungsfläche für Hydrauliköl, welches in dem ringförmigen Schlitz unter Druck gesetzt wird, der zwischen dem oberen Teil 35 des Hydraulikkolbens und der inneren Mantelfläche des Ventilgehäuses existiert.
  • Ein wesentlicher Teil der inneren Mantelfläche 134 des inneren Ventilsitzteils 103 hat denselben Durchmesser wie die zentrale bzw. mittige Aussparung 116 um oberen Teil 102, wodurch es für den Hydraulikkolben 3 möglich ist, zusammen mit dem Mittelteil 34 eine wesentliche Strecke entlang der mittleren Aussparung 115 zu bewegen, welche die zweite Hydraulikkammer in dem inneren Ventilsitzteil 103 bildet. Der untere Teil 33 des Hydraulikkolbens 3 hat einen Durchmesser, der geringer ist als der obere Teil 35. Daher wird eine nach unten gerichtete ringförmige Fläche 33 gebildet, deren Fläche größer ist als die nach oben gerichtete, ringförmige Fläche 30. Diese Fläche 30 kann mittels der axialen Kanäle 129 und der radialen, oberen Kanäle 124 einen konstanten Druck mittels des Druckeinlasses 107 ausgesetzt werden.
  • Der untere Teil des inneren Ventilsitzteils ist mit einem kreisförmigen Durchlass verstehen, dessen Durchmesser dem Durchmesser des unteren Teils 33 des Hydraulikkolbens angepasst ist, so dass ein im Wesentlichen dichte Anpassung dazuwischen besteht. Vorzugsweise ist in diesem Teil eine Art Dichtung bereitgestellt, um Undichtigkeit zu minimieren (nicht gezeigt). Im äußeren Teil 104 des Ventilsitzes ist mindestens ein Einlass 107 für Hydraulikflüssigkeit, ebenso wie ein Auslass 119 für die Hydraulikflüssigkeit. In direkter Verbindung zum Einlass 107 ist ein ringförmiger Kanal 151 (siehe auch 2). In Verbindung mit diesem ringförmigen Kanal 151 ist zwischen dem äußeren Ventilsitzteil 104 und dem inneren Ventilsitzteil 103 ein geschlitzter, zylindrischer Raum 128, wobei der Raum für den Ventilkörper vorgesehen ist. Auf der gegenüberliegenden Seite und auf der anderen Seite dieses Schlitzes 128 ist eine zusätzliche ringförmige Kammer 150 im inneren Ventilsitzteil 103 bereitgestellt.
  • Unter der ringförmigen Kammer 151, zwischen dem Einlass 107 und dem Auslass 119, im äußeren Ventilsitzteil 104 ist ein ringförmiger Teil mit nach Innen gerichteten scharfen Kanten bereitgestellt, wobei ein oberes dichtendes, ein ringförmiger Ecken/Kantenteil 104A und eine untere dichtende, ringförmige Ecke gebildet wird. Auf entsprechende Weise sind innerhalb des geschlitzten Raumes 138 und gegenüber dieses ringförmigen Ecken/Kantenteils ringförmige Randlinienteile im inneren Ventilsitzteil 103 durch ein oberes ringförmiges Randlinienteil 103A und ein unteres ringförmiges Randlinienteil 103B gebildet. Diese ringförmigen Ecken/Kantenteile 103A, 103B, 104A, 104B wirken mit dem axial bewegbaren Ventilkörper 2 und den Durchlässen 250, 251, 252 zusammen, um die gewünschte Anpassung bzw. Einstellung zu erreichen (siehe 2). Die oberen 250 bzw. unteren 251 Durchlässe im Ventilkörper 2 sind in einer Vielzahl bereitgestellt, um einen freien hydraulischen Fluss in ausgeglichener Weise zu ermöglichen. Ebenso ist die mittlere Reihe 252 der Durchlässe mit einer Vielzahl von Durchlässen hergestellt (siehe 3). Diese Durchlässe 252 sind vorzugsweise mit geraden unteren und oberen Randlinien bzw. Kanten ausgestattet, um in der Lage zu sein mit diesen Ecken/Kantenteilen auf effizientere Weise zusammenzuwirken. Kanäle 152, 155 und die Durchlässe 251 sind in der gleichen Weise in Verbindung mit dem Auslass zu einem Tank 11 angeordnet, die sich auf die Kanäle beziehen, die mit dem unter Druck gesetzten Auslass 107 in Verbindung stehen, so dass im Prinzip eine Spiegelsymmetrie um eine Ebene P1 existiert, die durch das Zentrum der Durchlässe 153 zu der unteren Druckkammer 115 verläuft.
  • Ein Eisenring 41 ist an dem unteren Ende des Ventilkörpers 2 angebracht. Unter dem Eisenring und koaxial dazu ist/sind ein (oder mehrere) Elektromagneten 42 zur Steuerung des Ventilkörpers 2 bereitgestellt. Der Ventilkörper ist ebenso mit einer kleinen, ringförmigen Fläche 207 an seinem oberen Teil versehen, wobei die ringförmige Fläche 207 impliziert, dass eine nach oben gerichtete Kraft immer durch die ringförmige Fläche 207 wirken wird, wenn der Druck innerhalb der Kammer 151 wirkt. Dank der beschränkten Bewegungsanforderung kann die Steuerung/Bewegung des Ventilkörpers 2 vorteilshafterweise auf magnetische Weise erfolgen.
  • Eine Anzahl von axial angeordneten Kanälen 129 ist bereitgestellt, um die Druckkammer 151 mit der oberen, ringförmigen Aussparung 116 im Ventilgehäuse 1 zu verbinden, wobei die Kanäle über radiale Bohrungen 124 in den oberen Teil des Ventilgehäuses in den ringförmigen Durchlass/Schlitz 116 fallen.
  • Das Ventil funktioniert folgendermaßen. In der Position 1, die in 1 gezeigt ist, findet kein Öltransport in irgendeiner Richtung statt, sondern der Hydraulikkolben 3 wird in einer ausgeglichenen Position sein, da Öl, das durch die Kanäle 129 hervorgebracht wurde, gegen die obere Fläche 30 drückt, was durch das Öl, das in der inneren unteren Kammer 115 eingeschlossen ist, gegen-ausgeglichen wird, und das über die nach unten gerichtete ringförmige Fläche 31 wirkt. Die Position dieser Gleichgewichtsposition, in der der Kolben dadurch stillsteht, kann wahlweise angepasst werden und hängt daher von der Ölmenge ab, die in der unteren Kammer 115 eingeschlossen ist. Wenn jetzt eine erhöhte Spannung an den Elektromagneten 42 angelegt wird, wird dies eine Kraft über den Eisenring 41 ausüben, die den Ventilkörper 2 nach unten treiben wird.
  • Wenn dies passiert, werden Durchlässe zwischen den beiden unteren ringförmigen Kanten 104B, 103B und dem Ventilkörper 201 und der Kante bei den mittleren Durchlässen 252 erzeugt, so dass Öl von dem unteren, ringförmigen Raum 115 über die Durchlässe/Kanäle 153, 154, 252 und hinaus in den ringförmigen Kanal 152 fließen kann, und dann weiter durch den Auslass 119 in einen Tank hinaus fließt. Zur selben Zeit dichten die oberen, ringförmigen Randlinienteile 104 103A gegen den Ventilkörper 201 ab, so dass kein Öl von der Druckkammer 151 hinunter, dem Einlassdurchgang 154 entgegen in die innere untere ringförmige Kammer 115 fließen kann. Andererseits wird der Öldruck durch die axialen Kanäle 129 und die radialen Kanäle 124 in der ringförmigen, oberen Kammer 116 konstant gehalten, die gegen die obere ringförmige Fläche 30 wirken. Daher wird dies zu einer Bewegung des Kolbens in einer Abwärtsrichtung führen, so dass seine untere Endfläche 32 nach unten bewegt wird und möglicherweise einen Stoß auszuführen. Dieser Stoß in Abwärtsrichtung wird stärker werden als die Aufwärtsbewegung, da die Gesamtfläche der oberen Fläche 30 größer ist, als die Fläche unter und in dieser unteren Fläche 31. Es sollte wieder beachtet werden, dass die Durchlässe 252 in der Mitte des Ventilkörpers passend mit flachen bzw. ebenen oberen und unteren Flächen entworfen sind, so dass eine kleine Bewegung des Ventilkörpers eine große Änderung der Durchlässe impliziert, die freigegeben werden, damit das Öl von der Kammer 115 hinaus, dem Auslass 119 entgegen bewegt wird.
  • Gemäß dem gezeigten Beispiel beträgt der Außendurchmesser D des Ventilkörpers 100 mm, der, wenn der Ventilkörper nur um 1 mm bewegt wird, einen sehr großen Fließdurchlass im Verhältnis zur Bewegung ergibt. (Die Gesamtfläche wird ca. 600 mm2 betragen (D × π × 1 mm, wenn zwei Kanten verwendet werden), da das Kantenteil bzw. Randteil komplett umlaufend ist. Wenn die Stoßbewegung vollendet ist (oder die erwünschte Position erreicht wurde, oder das Drücken), wird die Stromversorgung zum Elektromagneten 42 abgebrochen (reduziert), so dass der Druck, der auf die Fläche 207 des Ventilkörpers 2 wirkt, die Magnetkraft überwindet, was dazu führt, dass der Ventilkörper schnell nach oben bewegt wird. Auf diese Weise wird ein entgegengesetzter Ölfluss stattfinden, da jetzt Durchlässe zwischen den oberen, ringförmigen Teilen 104A, 103A und dem Ventilkörper 201 erzeugt werden. Daher wird das Öl in der Druckkammer 151 in der Lage sein, frei durch die Durchlässe 252 des Ventilkörpers hinunterzufließen und weiter in und durch die ringförmige Kammer 154, und dann über die radialen Durchlässe 153 in die untere, ringförmige Druckkammer 115 zu fließen. Als Folge des erhöhten Drucks in der unteren, ringförmigen Kammer 115 (wobei der Druck der gleiche ist wie in der oberen, ringförmigen Kammer 116), wird sich der Kolben nach oben bewegen, da die untere, ringförmige Fläche 31 eine viel größere Fläche hat, als die obere, ringförmige Fläche 30. Wenn die Umkehrbewegung zur gewünschten Position stattgefunden hat, wird der Steuermechanismus wieder betätigt, um einen neuen Stoß (oder Drücken) in Übereinstimmung mit dem zuvor erwähnten möglich zu machen. Wenn stattdessen die Vorrichtung als Einstellmittel verwendet wird, wird die Stromversorgung zum Elektromagneten nur soweit verändert, dass das Ventil schließt (die Position gemäß 1), wobei der Kolben 3 in der gewünschten Position anhält.
  • Es muss erwähnt werden, dass der Ventilkörper in radialer Richtung immer in einem ausgeglichenen bzw. ausbalancierten Zustand ist, da die radial freigegebenen Flächen des Ventilkörpers an jedem gewählten Punkt einer gleich großen entgegen gerichteten Kraft an der gegenüberliegenden Seite des Ventilkörpers 2 ausgesetzt sind. Das wird dank der ringförmigen Aussparungen erreicht, die auf symmetrische Weise um den Ventilkörper herum und zu den Durchlässen im Ventilkörper erzeugt wurden, was eine Verbindung zwischen diesen ringförmigen Räumen ermöglicht. Wie schon eingangs der Beschreibung von 1 erwähnt, ist diese Ausführungsform speziell für eine Vorrichtung mit langem Stoß geeignet.
  • Die bevorzugte Ausführungsform gemäß 4 zeigt viele wesentliche Ähnlichkeiten zur Ausführungsform gemäß 1, aber ist besser geeignet für kurze und schnelle Bewegungen. Ein erster wichtiger Unterschied ist, dass man nicht konstant in jede Richtung Druck ausübt, sondern sich verändernde Druckausübungen um den Kolben herum verwendet, um ihn in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. Ein anderer wichtiger Unterschied ist, dass der. Ventilkörper 201 gemäß dieser Ausführungsform an sich magnetisch ist und demnach kein zusätzlicher Eisenring 41 benötigt wird, sondern die Elektromagneten 42A, 42B (zwei) auf jeder Seite des Ventilkörpers 2 verwendet werden können, um die Position des Ventilkörpers 2 zu steuern. Ein zusätzlicher Unterschied ist, dass es zwei Auslässe 119A, 119B gibt, die zu einem Tank führen. Da das grundsätzliche Prinzip für das Zusammenspiel der Details der Konstruktion in der schon beschriebenen Ausführungsform gemäß 1 und der Ausführungsform gemäß 4 grundsätzlich gleich ist, wird nur „eine Hälfte" der symmetrisch-konstruierten Vorrichtung nachstehend beschrieben. Dies wird unter Betrachtung des Kolbens in nur eine Richtung durchgeführt. Zunächst werden jedoch zusätzliche Unterschiede bezüglich der Ausführungsform gemäß 1 beschrieben werden. Das Ventilgehäuse 104, 103 bzw. der Ventilkörper 2, sind mit vier paarweise angeordneten, ringförmigen Kantenmitteln bzw. Randmitteln versehen, von denen nur zwei zur gleichen Zeit auf offene Weise wechselwirken, während die anderen beiden Paare auf schließende Weise miteinander wechselwirken. Unterhalb, nur das Paar 103A, 104A, bzw. 103C, 104C, (auf offene Weise) wechselwirkt, wenn der Kolben 3 einen Stoß in Abwärtsrichtung durchführt. Ähnlich der Ausführungsform von 1, gibt es eine Vielzahl von Durchlässen oder Öffnungen 252 im Ventilkörper 2, die zentral bzw. mittig bereitgestellt sind. Diese Öffnung soll den Druck ausgleichen und schnelle, kurze Fließwege schaffen (siehe auch 7). Des Weiteren wird gezeigt, dass eine Vielzahl von Einlässen für Hydraulikflüssigkeit 107 existiert. Es kann auch gesehen werden, dass eine ringförmige Aussparung 260 in der inneren Mantelfläche des Ventilkörpers 2 vorhanden ist, um ein Druckgleichgewicht an dieser Mittelebene P1 zu erreichen. Auf jeder Seite der Reihe von mittigen Durchlässen 252 im Ventilkörper 2, ist eine Anzahl von radialen Durchlässen 261 bzw. 262 in dem Ventilkörper 2 auf symmetrischem bezüglich der Mittelebene P1 bereitgestellt (siehe auch 6). Diese Durchlässe erzeugen eine Verbindung zwischen einer äußeren 163 bzw. 164 ringförmigen Kammer, die in dem äußeren Ventilsitzteil 104 bereitgestellt ist, und einer inneren, ringförmigen Kammer 161 bzw. 160, die in dem inneren Ventilsitzteil 103 bereitgestellt ist. Diese inneren Kammern 160 bzw. 161 stehen mit den Durchlässen 124 bzw. 153 in Verbindung, die zur jeweiligen Druckkammer 115 bzw. 116 führen. Schließlich ist gezeigt, dass der Ventilkörper mit einem zusätzlichen Satz von radialen Durchlässen 263 bzw. 264 versehen ist, die symmetrisch bezüglich der Ebene P1 angeordnet sind, und die in einer inneren, ringförmigen Kammer 162 bzw. einer oberen, ringförmigen Kammer 165 bereitgestellt sind. Diese untere bzw. obere ringförmige Kammer steht in direkter Verbindung mit einem unteren 119A bzw. einen oberen 119B Auslass, die zu einem Tank führen (siehe auch 5).
  • Eine Vorrichtung gemäß der bevorzugten Ausführungsform in 4 funktioniert folgendermaßen. Der Druck liegt über die Einlässe 107 an (selbstverständlich, kann n auch nur ein Einlass verwendet werden) und setzt dadurch die ringförmige Kammer 151 in Verbindung stehend mit dem Mitteldurchlass 252 in dem Ventilkörper unter Druck. Wenn die Position gemäß 4 erreicht wurde, findet keine Bewegung des Hydraulikkolbens in irgendeiner Richtung statt. da alle Fließwege aus der ringförmigen Kammer 151 bzw. 260 heraus, abgedichtet sind, da die Kanten sich ein wenig überlappen. Wenn daher der obere Elektromagnet 42 mit Strom versorgt wird, wird das Magnetfeld den Ventilkörper 2 in eine Aufwärtsrichtung bewegen, wie in der Figur gesehen wird. In diesem Zusammenhang werden Durchlässe zwischen den ringförmigen Randlinienteilen 271A, 271B bzw. 272A, 272B des Ventilkörpers entlang der gesamten Randlinien erzeugt, so dass Öl zwischen den ringförmigen Schlitzen fließen kann, die zwischen den Randteilen bzw. Kantenteilen 104, 271B bzw. 103A, 271A von der mittleren ringförmigen Kammer 151 bzw. 260, aufwärts in die beiden ringförmigen Kanäle 161 bzw. 163 erzeugt werden. Von dort aus kann dann das unter Druck stehende Öl frei in die innere, obere, ringförmige Kammer 116 über die radialen Durchlässe 124 fließen und dann den Kolben über die obere Fläche 30 nach unten drücken. Zeitgleich werden die dazugehörigen Schlitze 104C, 272A bzw. 103C, 272B am Boden geöffnet, wobei Öl aus der unteren, ringförmigen Kammer 115 über die radialen Durchlässe 153 in und durch den ringförmigen Kanal 160 und entweder direkt hinunter durch den inneren ringförmigen Schlitz 160 oder durch die Durchlässe 261 in den Ventilkörper 2 über den anderen Schlitz 104 hinunter zur unteren ringförmigen Kammer 162 und durch den Auslass 119A in einen Tank fließen kann. Dadurch findet ein augenblickliches unter Druck setzen der oberen ringförmigen Kammer 116 statt, während der Abfluss der unteren ringförmigen Kammer 115 durchgeführt wird. Infolge dieses Prozesses wird der Kolben 3 eine schnelle nach unten gerichtete Bewegung durchführen, und die Endfläche 132 des Kolbens kann dann einen mächtigen Stoß bewirken. Wenn dadurch der Stoß mittels der unteren Magnetvorrichtung 42A ausgeführt wurde, wird die Bewegung des Ventilkörpers 2 umgedreht und eine entgegen gesetzte Druckbeaufschlagung bzw. Abfluss, findet statt, so dass der Kolben sich stattdessen nach oben bewegt. Es muss beachtet werden, dass die ununterbrochen wechselwirkenden Kantenlinien z. B. 104C und 272A voraussetzen, dass eine extrem kleine Bewegung des Ventilkörpers 2 zu einem großen Durchlass führt, d. h. dass ein großer ringförmiger Schlitz gebildet wird, so dass große Durchflüsse erreicht werden können. Es muss auch beachtet werden, dass dank der Bereitstellung der Fläche 30 (anstatt der Verwendung von Endflächen des Kolbens 3) eine vergleichsweise kleine Änderung des Volumens erreicht wird, wenn man den Kolben in irgendeine Richtung bewegt, was die Geschwindigkeit der Vorrichtung weiter verbessert. Aber es muss beachtet werden, dass die Vorrichtung nicht auf die beiden Endflächen des Kolbens hervorstehend aus dem Ventilgehäuse 1 beschränkt ist. Weiter, wie aus den Schnittansichten zu sehen ist, kann das Ventilgehäuse vorteilhafterweise in rechteckiger Außenform entworfen werden.
  • In 8 ist eine zusätzliche Ausführungsform der hydraulischen Vorrichtung gemäß der Erfindung gezeigt. Da das grundlegende Prinzip größtenteils gleich dem schon zuvor beschriebenen ist, werden anschließend nur wichtige Unterschiede diskutiert. Ein erster wichtiger Unterschied ist, dass der Ventilkörper 2 gemäß der Erfindung nicht vollständig ausgeglichen bzw. ausbalanciert ist. Daher ist diese Vorrichtung weniger geeignet, als ein Servoventil, wenn eine sehr hohe Genauigkeit benötigt wird, da der Ventilkörper in gewissem Ausmaß gegen den mittleren hervorstehenden Teil des inneren Sitzteils 103 drücken wird, wenn der Einlass 107 für die Druckflüssigkeit immer unter Druck steht. Aber der wichtigste Unterschied ist der Steuermechanismus 4 für die Bewegung des Ventilkörpers 2. Gemäß dieser Ausführungsform ist gezeigt, dass ein hydraulischer Steuermechanismus 4 verwendet wird. Dies wird durch die Tatsache erreicht, dass eine Anzahl der hervorstehenden Mittel 280 bzw. 290 auf beiden Seiten des Ventilkörpers 2, auf sowohl der oberen als auch auf der unteren Seite bereitgestellt sind, wobei die Mittel den Ventilkörper in beide Richtungen drücken können. Geeigneter Weise sind sie rund und verlaufen auf abdichtende Weise in kreisförmigen Bohrungen 122 bzw. 125 im Ventilgehäuse 1. Durch die Bereitstellung von ringförmigen Kanälen 123 bzw. 126 in Verbindung mit den Bohrungen 122 bzw. 125 kann man durch abwechselndes Druckausüben der ringförmigen Kanäle den Ventilkörper 20 dazu bringen, sich in beiden Richtungen zu bewegen. Das Druckbeaufschlagen der ringförmigen Kanäle 123 bzw. 126 wird geeigneterweise über die Einlässe 132A bzw. 132B durchgeführt, um die Verbindung in der Nähe zueinander zu haben. Aber sie werden vorzugsweise nicht in derselben Ebene platziert (die Figuren zeigen dies nur, um die Funktion besser veranschaulichen zu können). Daher existieren axiale Kanäle 127 bzw. 130 von jedem Einlass zum Steuermechanismus, wobei die Kanäle durch radiale Bohrungen 121A, 121B zu den ringförmigen Kanälen 123 bzw. 126 verlaufen. Daher muss beachtet werden, dass die radialen Bohrungen 121A, 121B an den Enden verschlossen sein müssen, so dass kein Öl aus dem Ventilgehäuse 1 heraus fließen kann. Ähnlich zu 4 ist in 8 eine Ausführungsform gezeigt, in der eine wechselnde Druckbeaufschlagung einer der beiden Kammern durchgeführt wird, während die nicht-druckbeaufschlagte Kammer dadurch entleert wird, dass sie mit einem Tank in Verbindung steht.
  • In 9 ist eine Darstellung gezeigt, die den Effekt einer Ausführungsform klarstellt, die die Steuerbarkeit für alle Anwendungen verbessert, wobei das umgebende Ventil als Servoventil dienen wird, d. h. zum Positionieren des Hydraulikkolbens. Als Beispiel wird nachstehend auf 1 Bezug genommen, aber es muss verstanden werden, dass das Prinzip auch für andere Ausführungsformen angewendet werden kann. Der Effekt wird zum Beispiel dadurch erreicht, dass die Kanten bzw. Randlinien 103A, 103B, 104A, 104B, die sich um den Durchlass des Ölflusses zu den ringförmigen Ringbereichen (z. B. 154) kümmern, teilweise schräg hergestellt sind, so dass die Durchlasskanten während der ersten Bewegung aus der Mittelposition, z. B. ungefähr 0,2 mm, nur z. B. 10% des Umfangs umfasst, und dass sie es nach der Öffnungsbewegung von ungefähr 0,2 mm dem Ventil ermöglichen, den gesamten Umfang herum zu öffnen. Auf diese Weise wird eine genauere Steuerung bei geringen Geschwindigkeiten (oder Stillstand) erreicht, da kleine Durchflüsse einen ruhigeren Steuerungsprozess ergeben. Zusätzlich dazu verringert sich die Undichtigkeit entlang des langen Umfangs. Es ist wichtig, dass die Änderung der Kantenteile symmetrisch durchgeführt wird, so dass das Gleichgewicht bzw. die Balance gut ist. Es ist zu beachten, dass es viele Alternativen zum Abschrägen der Kantenregion gibt, z. B. symmetrisch platzierte Einrückungen in den Kantenregionen, etc.
  • In 10 ist eine zusätzliche Ausführungsform/Modifikation der Erfindung gezeigt, wobei ein Folgeventilmechanismus in der umgebenden Ventilhülse 2 eingebaut ist. Das grundlegende Prinzip und die Bauweise der hydraulischen Vorrichtung ist im Wesentlichen die gleiche, wie zuvor beschrieben, und deshalb wurden schon viele Bezeichnungen, die man in 10 findet, in Verbindung mit den zuvor beschriebenen Figuren genannt. Deshalb wird nachstehend nur auf die wichtigen Änderungen eingegangen. Des Weiteren ist nur ein begrenzter Teil einer derartigen hydraulischen Vorrichtung gezeigt, z. B. wird kein Hydraulikkolben oder keine bodenplatte in der Figur gezeigt, sondern es muss beachtet werden, dass die Prinzipien dieser Details ebenso wie von den anderen notwendigen umgebenden Details die gleichen sind, wie zuvor beschrieben. Prinzipiell wird, ähnlich zu dem was zuvor beschrieben wurde, ein zweifach-wirkender Elektromagnet verwendet, um die Ventilvorrichtung zu beeinflussen bzw. zu steuern, aber in diesem Fall über eine Folgeventilstange 41A. Andere Details, die Teile des Folgeventilmechanismus bilden, werden bezüglich 11 detaillierter beschrieben. Ein vertikaler Kanal 298 ist durch die bewegbare Ventilhülse 2 bereitgestellt, so dass ein niedrigerer Druck entsprechend dem Auslassdruck zu einem Tank (T) auf der oberen Seite des geschlitzten Raumes 128 existiert, in der sich die Ventilhülse 2 bewegt. Wie man in 11 sieht, ist eine hülsenförmige Auskleidung 291 bereitgestellt und fest innerhalb der Ventilhülse 2 befestigt. Der Durchmesser des longitudinalen Durchlasses innerhalb der Ventilhülse 291 ist der gleiche (mit einer bestimmten Passgenauigkeit) wie der Durchmesser der Folgeventilstange 41A. In der gezeigten Position erstreckt sich die Folgeventilstange 41A mit ihrem oberen Ende 41C über den oberen Randlinienteil 291A und dem unteren Kantenteil 291B der Auskleidung. In dem Raum zwischen dem oberen Kantenteil 291B der Auskleidung ist die Stange 41A mit einem engeren Steg 41B versehen, so dass Dichtkanten bzw. Dichtleisten sowohl auf dem unteren 291B als auch auf dem oberen 291A Kantenteil der Auskleidung gegen die Kantenteile an den Enden des Stegs 41B angebildet werden. Ein sich radial erstreckender Durchlass 295 ist in der Mitte der Auskleidung bereitgestellt, wobei der Durchlass mit einem geschlitzten Raum 292 die Auskleidung 291 umrundend in Verbindung steht. Der Raum 292 steht wiederum in Verbindung mit einem ringförmigen Kanal 293 über einen Durchlass 294 in der Ventilhülse 2. Die Ventilhülse 2 strebt eine Aufwärtsbewegung an, weil der Druck P in der umgebenden Kammer auf die Fläche Ai der Ventilhülse 2 wirkt. Dieser Druck, der damit über den Kanal 107 übermittelt wird, erreicht auch die untere Kante der Auskleidung 291 über den geschlitzten Raum zwischen der Folgeventilstange 41A und der Ventilhülse 2. In Übereinstimmung mit dem bisher beschriebenem, existiert der untere Tankdruck auf der oberen Seite der Auskleidung 291. Wenn sich die Folgeventilstange 41A nach oben bewegt, wird die Hydraulikkammer 293 mit einem Tank T über den oberen geschlitzten Raum 128 verbunden, der über den Kanal 298 immer einen geringen Druck T aufweist. Wenn die Folgeventilstange 41A bezüglich der Ventilhülse 2 nach unten bewegt wird, wird die Hydraulikkammer 293 über den Kanal 107 unter Druck gesetzt P. Dieser Druck beeinflusst die Fläche Ay der Ventilhülse 2, die innerhalb der Hydraulikkammer 293 bereitgestellt ist. Die Fläche Ay, die nach oben gerichtet ist, ist größer als die nach unten gerichtete Fläche Ai, wobei die Flächen dadurch Teilkräfte in unterschiedliche Richtungen (F = p × A) ausgeben, vorzugsweise ist Ay = 2 × Ai. Deshalb hängt der Druck in der Kammer 293 davon ab, in welche Richtung das Öl in die Kammer 293 fließt; entweder ein geringer Druck T über die Dichtkante bzw. Dichtleiste 291A oder ein hoher Druck P über die Dichtleiste 291B, wobei der Druck dann zum inneren Durchlass 295, dem Kanal 292 und schließlich durch den äußeren Durchlass 294 übertragen wird, was dazu führt, dass die Ventilhülse 2 sich in die gleiche Richtung bewegt, in der sich die Ventilstange 41A bewegt hat, bis ihre Gleichgewichtsposition durch die Ventilkanten 291A, 291B erreicht ist und die jeweilige Dichtleiste am Steg 41B wieder schließt, wobei dadurch ein Folgen der Bewegung der Ventilstange erreicht wird.
  • In 12 ist eine alternative Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung gezeigt, wobei es offensichtlich ist, dass die Ventilvorrichtung nicht unbedingt den Hydraulikkolben 3 innerhalb des Ventilgehäuses aufweisen muss. In vielen Anwendungen kann es erwünscht sein das Ventilgehäuse 1 und den Hydraulikkolben/Zylinder voneinander zu trennen. Die Prinzipien der Ventilfunktion sind exakt die gleichen wie bezüglich 4 beschrieben. Daher wurden die gleichen Bezeichnungen verwendet wie in 4, aber bestimmte Teile der Vorrichtung gemäß 12 sind schematischer gezeigt. Nachstehend wird demnach nur auf die Unterschiede bezüglich 4 eingegangen. Wie schon erwähnt, ist der Hydraulikkolben 3 nicht innerhalb des Ventilgehäuses 1 bereitgestellt. Stattdessen ist der Mittelteil 103E wie eine homogene Einheit gebildet. Die untere Druckkammer 115 steht in Verbindung mit einem Auslass 115A, der in Verbindung mit einem Durchgang steht, vorzugsweise einem Hydraulikschlauch 115B, der zu einer entsprechenden unteren Druckkammer im Hydraulikzylinder (nicht gezeigt) führt, der mit dem Hydraulikkolben 3 (nicht gezeigt) bereitgestellt ist. Der Hydraulikkolben 3 und der Zylinder sind prinzipiell passend in vollständig konventioneller Weise ausgelegt, wobei die Bauart bzw. das Design, das von der Anwendung abhängt, an die gewünschte funktionelle Struktur angepasst werden kann, z. B. um dem Hydraulikkolben 3 ein funktionelles Muster gemäß irgend einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen zu geben. Auf entsprechende Weise ist die obere Druckkammer 116 mit einem oberen Auslass 116A verbunden, der mit einem oberen Hydraulikdurchgang 116B verbunden ist, vorzugsweise auch ein Hydraulikschlauch, der zu einer entsprechenden oberen Hydraulikkammer innerhalb des Hydraulikzylinders führt, der mit dem Hydraulikkolben 3 versehen ist. Daher wird die Funktion exakt die Gleiche werden, wie sie bezüglich 4 beschrieben wurde, aber mit dem Unterschied, dass der Hydraulikzylinder mit dem Hydraulikkolben 3 in einer Entfernung vom Ventilgehäuse 1 angeordnet ist. Des Weiteren kann man aus 12 sehen, dass die Ventilhülse 2 vorteilshafterweise mit der gleichen, oder zumindest fast gleichen Wanddicke entlang seiner Gesamtausdehnung ausgelegt werden kann.
  • In 13 ist eine bevorzugte Ausführungsform der Ventilvorrichtung gemäß der Erfindung mit dem Hydraulikkolben 3, der koaxial innerhalb des Ventilgehäuses 1 bereitgestellt ist, gezeigt, wobei ein konstanter Druck in einer Druckkammer verwendet wird. Im Gegensatz zum in 1 gezeigten, ist es gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform, die untere Kammer 115, auf die ein konstanter Druck ausgeübt wird. Diese Ausführungsform beinhaltet wesentliche und in bestimmter Hinsicht überraschende Vorteile im Vergleich mit einer Anordnung gemäß 1. Die Prinzipien der Bauweise bzw. des Designs des Ventilgehäuses 1 und des Ventilgehäuses 2 sind im Wesentlichen die gleichen wie zuvor beschrieben und werden demnach nicht detailliert bezüglich dieser Figur beschrieben. Andererseits ist der Hydraulikkolben 3 anders ausgelegt, da die obere, ringförmige nach oben gerichtete Fläche 30 im wesentlich größer ist, als die ringförmige Fläche 31, die in die entgegengesetzte Richtung gerichtet ist. Der Hydraulikkolben ist innerhalb des Ventilgehäuses 1 bereitgestellt, so dass die kleinere Fläche 31 sich innerhalb der unteren Druckkammer 115 befindet, die immer über Kanäle 153 in den inneren Ventilsitzteil 103 mit dem Druckeinlass 107 in Verbindung steht. Die obere Kammer 116 kann durch die Kanäle 124 in dem inneren Ventilsitz 103 mit entweder dem Druckeinlass 107 oder dem Auslass 119 zu einem Tank in Verbindung stehen, oder vollständig von der Verbindung abgeschnitten sein, was von der Position des Ventilkörpers 2 gemäß den zuvor beschriebenen Prinzipien abhängt.
  • In 14 ist die Vorrichtung gemäß 13 schematisch gezeigt, um in der Lage zu sein das funktionelle Prinzip auf einfachere Weise zu beschreiben. Es ist gezeigt, dass das Ventilgehäuse 1 vorteilshafterweise mit Dichtungen S1, S2, S3 versehen ist, um die Druckkammern 115, 116 gegeneinander und ebenso gegenüber der Umgebung abzudichten. Zusätzlich ist der Ventilkörper 2 als eine getrennte bzw. separate Einheit gezeigt, die außerhalb des Ventilgehäuses bereitgestellt ist. Aber es muss beachtet werden, dass es eine allgemeine Zeichnung ist, die auf keine Weise die Erfindung beschränkt, sondern dass es für den Fachmann offensichtlich ist, dass ein integrierter Ventilkörper 2 oder eine extern angeordnete Ventileinheit 2 verwendet werden kann, um die Vorteile der Vorrichtung gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform zu verwenden. Es ist gezeigt, dass die Ventilmittel 2 in einer Richtung federbeeinflusst sind (Spannfeder), so dass der externe Einfluss die Position, die in 14 gezeigt ist, einnimmt, d. h. eine Position, in der ein Durchgang L3 (bei dem es sich auch um Kanäle innerhalb eines Ventilgehäuses handeln kann) mittels einer ersten Verbindung V in den Ventilmitteln 2, den Kanal 124 nahe der oberen Druckkammer 116 mit der Druckquelle P über einen Durchgang L2 (bei dem es sich auch teilweise um Kanäle innerhalb des Ventilgehäuses handeln kann) verbindet. Ohne einen externen Einfluss wird die Feder das Ventil 4 derart positionieren, dass die obere Kammer nicht unter Druck steht, was vom Sicherheitsaspekt her vorteilhaft ist. Wie aus der Figur zu sehen ist, ist die Druckquelle P mit einem Speichertank bzw. Akkumulatortank P versehen, der sicherstellt, dass der Druck in der Druckleitung bzw. im Druckdurchgang L2 immer auf dem gewünschten Niveau liegt. Wie in 14 gezeigt ist, wird daher der Kolben durch eine wesentlich größere abwärtsgerichtete als eine aufwärts gerichtete Kraft beeinflusst, so dass eine schnelle abwärtsgerichtete Beschleunigung erzielt wird. Wenn die Position der Ventilmittel 2 dann verändert wird, so dass der obere Durchgang L3 in Verbindung mit einem Durchgang L4 zum Tank T, über V2 steht, wird dadurch ein wesentlich geringerer Druck in dieser oberen Kammer 116 anliegen. Da immer vollständiger Systemdruck in der unteren Kammer 115 anliegt, wird dann der Hydraulikkolben 3 einer aufwärtsgerichteten beschleunigenden Kraft unterliegen, so dass der Hydraulikkolben 3 einen Rückstoß bzw. Zurückstoß durchführt. Aber die Beschleunigung des Rückstoßes ist nicht so groß wie Stoßbewegung, da die nach oben gerichtete Druckfläche 30 mehr als zweimal so groß ist als die nach unten gerichtete Druckkraft 31. Dank dieser Anordnung wird der sehr wichtige Vorteil erzielt, dass eine wesentlich geringere Ölmenge aus der unteren Druckkammer 115 bei einer Stoßbewegung evakuiert bzw. entzogen werden muss, als wenn eine Anordnung gemäß 1 verwendet wird. Des Weiteren wird der Vorteil erzielt, dass während eines Stoßes kein Rückfluss zum Tank besteht, da der Ölrückfluss von der unteren Druckkammer 115 zur oberen Druckkammer 116 über L1, V1, und L3 durchgeführt wird. Dies verringert die Kapazitätsanforderungen des Hydrauliksystems und eliminiert den Bedarf an großen Rückflussdurchgängen bzw. Rückflussleitungen, um den großen Rückfluss zu bewältigen, der sonst entstehen würde. Ein anderer offensichtlicher Vorteil ist, dass die Sicherheit stark verbessert ist. Wenn man den Kolben verwendet, der immer in der oberen Druckkammer 116 unter Druck steht, besteht immer ein Risiko, dass ein Stoß mit hohem Energieinhalt entstehen könnte, wenn ein Defekt in der Vorrichtung auftritt. Wenn stattdessen der Stoßkolben, wie in den gemäß der bevorzugten Ausführungsform 13 und 14 gezeigt ist, immer an der Unterseite unter Druck steht, ist dieses Risiko eliminiert. Des Weiteren wird ein zusätzlicher Schutz gegen Betriebsstörungen durch das Anordnen einer doppelten Anzahl von Ventilen erzielt, die die obere Seite des Kolbens mit einem Tank verbinden. Auch bezüglich der anderen Aspekte, gibt eine Ausführungsform gemäß 13 und 14 eine verbesserte Sicherheit, d. h. weil das Risiko eines Dieselbrandes vermieden wird. In Verbindung mit einer Vorrichtung gemäß 1, wird in der Tat eine große Ölsäule bei einem Stoß beschleunigt, wobei die Säule die untere Kammer 115 mit hoher Geschwindigkeit verlässt, wenn der Kolben abrupt während des Betriebs abgebremst wird, was dazu führt, dass ein Ölverlust in der unteren Kammer im Verlauf von einigen Millisekunden auftreten kann, was zu einem negativen Druck führt. Das kann bedeuten, dass Komponenten, z. B. Drucksensoren, die nicht für negative Drücke ausgelegt bzw. gemacht sind, versagen. Des Weiteren können Dichtungen, die aus weichen Materialien gemacht sind, aufgrund der negativen Drücke beschädigt werden und leckschlagen, d. h. an ihnen werden Lochfraßbeschädigungen auftreten. Der negative Druck bedeutet auch, dass das Öl gebundene Luft freisetzt. Dadurch werden freie Luftblasen gebildet, die sich dann entzünden können, wenn sich der Druck erhöht, d. h. ein Dieselbrandeffekt, der bestenfalls nur Öl und Dichtungen entzündet. Mit einer Ausführungsform gemäß 13 und 14 werde alle diese Nachteile eliminiert, da nur eine sehr geringe Ölsäulenmenge bei einer Stoßbewegung aus der Kammer 115 evakuiert wird. Wie zuvor angezeigt, muss beachtet werden, dass dieses Prinzip, um eine schnelle Stoßbewegung in Verbindung mit der Behandlung bei hohen Geschwindigkeiten zu erreichen, nicht auf eine Vorrichtung mit einem Ventilkörper 2 gemäß der bevorzugten Ausführungsformen, die zuvor beschrieben wurden, beschränkt ist, sondern dass dieses Prinzip auch in Verbindung mit einer externen Ventilvorrichtung hauptsachlich jedes Typs verwendet werden kann, der schnell genug ist, um die Erfordernisse innerhalb dieses Anwendungsgebiets zu erfüllen.
  • Die Erfindung ist nicht auf die vorhergehende Beschreibung beschränkt, sondern kann innerhalb des Schutzbereichs der nachfolgenden Patentansprüche variiert werden. Zum Beispiel muss beachtet werden, dass die Funktionsprinzipien der hydraulischen Vorrichtung auch durch einen Ventilkörper erreicht werden kann, der gedreht/rotiert wird, anstatt axial bewegt wird. Auch Unterformen, z. B. eine helikale Bewegung sind vorstellbar. Bei einer Drehbewegung des Ventilkörpers wird er geeigneterweise durch einen Elektromagneten bewegt, z. B. auf die gleiche Weise wie ein Elektromotor, vorzugsweise durch Festmachen eines Rotors auf einer Hülse, geeigneterweise ein Satz von Permanentmagneten mit radial gerichteten Magnetflüssen, und einem Stator im Ventilgehäuse. Geeigneterweise ist ein Winkelsensor irgendeines Typs auf der Hülse bereitgestellt. Dadurch ist es auch möglich mit einer derartigen Lösung, die Position des Ventilkörpers, und damit auch die Position bzw. die Wirkungsweise der hydraulischen Vorrichtung wahlweise zu steuern.

Claims (21)

  1. Hydraulische Vorrichtung, umfassend ein Ventilgehäuse (1) mit einem beweglichen Ventilkörper (2), der innerhalb des Ventilgehäuses angeordnet ist, mindestens eine Hydraulikkammer (115), die innerhalb des Ventilgehäuses (1) bereitgestellt ist und mindestens einen Steuermechanismus (4) zur Steuerung des beweglichen Ventilkörpers (2), wobei das Ventilgehäuse (1) eine Vielzahl kombinierter Elemente (102, 103, 104) umfasst, wobei mindestens zwei der Elemente (103, 104), die einen inneren Ventilsitzteil (103) und einen äußeren Ventilsitzteil (104) bilden, koaxial zueinander angeordnet sind, so dass ein ringförmiger Raum (128) zwischen den zwei Teilen gebildet wird; der Ventilkörper (2) ist im Wesentlichen hülsenförmig und innerhalb des ringförmigen Raums (128) im Ventilgehäuse (1) angeordnet; und der Ventilkörper (2) ist mit einer Vielzahl von Durchlässen (250, 251, 252; 206, 202) versehen, um einen Fluss von Hydraulikflüssigkeit in radialer Richtung durch den Ventilkörper (2) zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, dass der innere und äußere Ventilsitzteil (103, 104) mit ringförmigen Kanälen (150, 151; 160, 164) versehen sind, wobei der Ventilkörper (2) derart innerhalb des Ventilgehäuses (1) bereitgestellt ist, dass er hauptsächlich, vorzugsweise vollständig, bezüglich der hydraulischen Kräfte entlastet ist, die in radialer Richtung wirken; dass der Ventilkörper (2) und die Ventilsitzteile (103, 104) in der Nähe der Durchlässe versehen sind mit zusammenwirkenden Randlinienteilen (272A/103C, 272B/104C) sowohl an der inneren als auch an der äußeren Oberfläche des Ventilkörpers (2), so dass es der Hydraulikflüssigkeit möglich ist, von jedem Kanal und darüber hinaus und zwischen jedem Randlinienteil durch spaltförmige Durchlässe zu fließen, wenn der Ventilkörper (2) innerhalb des Ventilgehäuses (1) platziert ist, um einen Flüssigkeitsfluss von und zur hydraulischen Kammer (115) zu ermöglichen; und dass die Randlinienteile an einer zweiten Position des Ventilkörpers (2) auf abdichtende Weise zusammenwirken, so dass die Hydraulikflüssigkeit nicht zur oder von der Hydraulikkammer (115) weg fließen kann.
  2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Randlinienteil des Ventilkörpers (2) ein integrierter Teil von mindestens einem der Durchlässe ist.
  3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (2) hauptsächlich symmetrisch bezüglich einer Ebene (P1) ausgelegt ist, die zentral über den Ventilkörper verläuft.
  4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die maximal notwendige Verschiebung des Ventilkörpers (2) innerhalb des Ventilgehäuses (1) zwischen 0,1% und 3% des Außendurchmessers (D) der Hülse, vorzugsweise 2% und besonders bevorzugt weniger als 1% beträgt, um den Ventilkörper (2) von einer geschlossenen in eine offene Position zu bewegen.
  5. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuermechanismus (4) eingerichtet ist, um die Position und/oder die Verschiebung eines Kolbens (3) unabhängig von der Position des Kolbens (3) und vorzugsweise derart zu steuern, dass die Verschiebung des Ventilkörpers (2) zwischen der geschlossenen und der offenen Position zumindest im Wesentlichen in axialer Richtung bezüglich des Hydraulikkolbens (3) vollzogen wird.
  6. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellzeit für den Ventilkörper (2) von einer Endposition zur anderen Endposition unterhalb von 10 ms, vorzugsweise unterhalb von 5 ms liegt.
  7. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuermechanismus (4) eingerichtet ist, um die Position und/oder die Verschiebung eines Kolbens (3) unabhängig von der Position des Kolbens (3) zu steuern, und der Hydraulikkolben in der Hydraulikkammer mit mindestens einer nach Außen gerichteten Endfläche (32) bereitgestellt ist, wobei der Hydraulikkolben (3) koaxial innerhalb des Ventilgehäuses (1) angeordnet ist.
  8. Vorrichtung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikkolben (3) drei koaxiale, integrierte Einheiten (33, 34, 35) mit verschiedenen Außendurchmessern umfasst, wobei der Zentralteil (34) mit dem größten Durchmesser versehen ist.
  9. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Steuermechanismus (4) auf hydraulische Art und Weise betätigt wird.
  10. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuermechanismus (4) Mittel (280, 290) umfasst, die eingerichtet sind in der Lage zu sein, den Ventilkörper (2) zu bewegen, wobei die Mittel in den Durchlässen (122, 125) in dem Ventilgehäuse (1) beweglich sind, wobei die Durchlässe (122, 125) im Wesentlichen der Form dieser Mittel entsprechen, und wobei die Durchlässe (122, 125) mit einem ringförmigen Kanal (123, 126) in Verbindung stehen, der dazu gedacht ist, durch Hydrauliköl mit Druck beaufschlagt zu werden.
  11. Vorrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (280, 290) eine kreisförmige, äußere Mantelfläche aufweisen; und dass die Durchgänge (122, 125) ringförmige Löcher sind, die sich in axialer Richtung erstrecken.
  12. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Steuermechanismus auf magnetische Art und Weise betätigt wird.
  13. Vorrichtung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuermechanismus (4) mindestens einen ferromagnetischen Teil (41) umfasst, der am Ventilkörper platziert ist, und mindestens einen Elektromagneten (42) umfasst, der am Ventilgehäuse bereitgestellt ist.
  14. Vorrichtung gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet (42) durch das Hydrauliköl gekühlt wird.
  15. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (1) mit einer Druckverbindung (107) bzw. einer Tankverbindung (119) in einer oder mehreren seiner Seitenwände versehen ist.
  16. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät Teil von Stoß/Druck-Mitteln ist, die dazu gedacht sind, um schnelle Stöße durchzuführen und große Kräfte zu übertragen, wobei der Ventilkörper (2) einen Mindestdurchmesser zwischen 3 und 500 mm aufweist, vorzugsweise mehr als 50 mm, und besonders bevorzugt mehr als 80 mm.
  17. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Randlinienteile mit symmetrisch angeordneten Aussparungen versehen ist, die, bei kleiner Verschiebung des Ventilkörpers (2) von seiner geschlossenen Position, das Auftreten eines geringen Fluss in radialer Richtung durch den Ventilkörper (2) zulassen.
  18. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Randteils und damit der gesamte Öffnungsbereich durch Verändern der Position des Ventilkörpers in Drehrichtung verändert werden kann.
  19. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (2) durch den Hydraulikdruck platziert wird, der auf die ringförmigen Oberflächen (Ai, Ay) wirkt, wobei das Hydraulikfluid zu mindestens einer der Oberflächen durch einen Ventilschieber (41A) gesteuert wird, der im Ventilkörper (2) bereitgestellt ist und gemäß bekannter Prinzipien für Folgeventile (copying valves) arbeitet, so dass der umgebende Ventilkörper dem Ventilschieber (41A) sklavisch folgt, der wiederum durch einen doppelt-wirkenden Elektromagneten platziert wird.
  20. Vorrichtung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikkolben (3) mit mindestens zwei ringförmigen, kraftübertragenden Oberflächen (30, 31) versehen ist, die einander gegenüber liegen, wobei die obere ringförmige Oberfläche (30) vorzugsweise größer ist, als die andere.
  21. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (1) mit zwei separaten Hydraulikkammern (115, 116) versehen ist.
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