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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abschrecken
eines metallischen Materials und insbesondere eine Abschreckvorrichtung, die
in der Lage ist, die Festigkeit, Härte und Dimensionspräzision eines
metallischen Materials wie einer mechanischen Komponente zu verbessern
und hierdurch den Abrieb und die Korrosion der Oberfläche des
metallischen Materials zu begrenzen.
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2. Beschreibung des Stands
der Technik
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In
einem Abschreckverfahren kann ein metallisches Material mittels
eines elektrischen Ofens, eines Gasofens, eines Vakuumofens, eines
Flammofens oder eines Induktionsofens erhitzt werden und anschließend mittels
eines Kühlmittels
wie etwa Gas, Wasser, Öl
oder eines Polymers abgekühlt
werden. Das Verhalten eines gehärteten
metallischen Materials hängt
von der Atmosphäre
wie der Abkühlgeschwindigkeit,
der Abkühltemperatur
oder dem Abkühlmuster
basierend auf Geschwindigkeit und Temperatur ab.
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Um
die Abkühlgeschwindigkeit
zu erhöhen, wird
das Kühlmittel,
in das das metallische Material eingetaucht wird, vermischt, oder
das Kühlmittel
wird aus einer Jetdüse
auf ein metallisches Material gesprüht. Davon unabhängig können geschmolzenes Salz,
geschmolzenes Zinn oder geschmolzenes Blei, die nicht bei hoher
Temperatur kochen, ein metallisches Material schnell abkühlen.
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Es
wird berichtet, dass die gleichmäßige und schnelle
Abkühlung
von metallischem Material zur Verbesserung von dessen Eigenschaften
wichtig ist. Wenn die Temperatur jedoch die Siedepunkte der oben
erwähnten
Kühlmittel übersteigt,
sieden diese Kühlmittel
und erzeugen einen Dampffilm auf einem Abschnitt des metallischen
Materials. Zusätzlich kann
die Temperatur des Abschnitts nicht schnell absinken. Hierdurch
weist das bearbeitete metallische Material Oberflächenbereiche
auf, die große
Temperaturdifferenzen aufweisen.
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Insbesondere
dann, wenn ein metallisches Material, das auf 800°C erhitzt
wurde, durch Wasser, Öl
oder ein Polymer gehärtet
wird, wird ein Dampffilm auf der Oberfläche des metallischen Materials
bei einer Temperatur von mehr als 550°C erzeugt. Dies senkt die Abkühlgeschwindigkeit
des metallischen Materials ab, da die Abkühlgeschwindigkeit gemäß Experimenten
dann sich entwickelt, wenn der Dampffilm bei niedriger Temperatur
verschwindet.
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Darüber hinaus
verschwindet eine erzeugter Dampffilm schrittweise von Kantenbereichen
eines metallischen Materials aus. Somit werden Dampffilme in einigen
Abschnitten erzeugt und werden nicht in anderen Abschnitten erzeugt
und die Temperaturunterschiede hiervon sind bekannter Weise bei
etwa 200°C
bis etwa 300°C.
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Gemäß diesen
Temperaturdifferenzen tritt eine thermische Schrumpfung des metallischen
Materials auf und das metallische Material wird deformiert, erzeugt
Risse, verbiegt sich oder wird verzerrt. Dieses Phänomen kann
insbesondere bei der Verwendung von Wasser zum Abschrecken beobachtet werden.
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Um
dieses Problem beim Wasserabschrecken zu überwinden, werden üblicherweise
Gas, Öl oder
ein Polymer ausgewählt.
Die Abkühlgeschwindigkeit
kann jedoch bei der Verwendung von Gas nicht ausreichend erhöht werden
und die hierdurch erhaltene Härte
eines metallischen Materials ist vergleichsweise niedrig. Im Falle
der Verwendung eines Öls
oder eines Polymers werden eine Deformation, eine Rissbildung, Verbiegung
und Verzerrung im Vergleich mit dem im Falle der Verwendung von
Wasser vermieden. Diese Verbesserung ist jedoch nicht ausreichend
und die Abkühlgeschwindigkeit
wird nicht ausreichend erhöht.
Darüber
hinaus fällt
die kompressive Restbelastung der Oberfläche eines gehärteten Materials
im Vergleich mit der Wasserabschreckung ab und in einigen Fällen tritt
eine Restzugbelastung auf, wodurch die Bruchfestigkeit abgesenkt wird.
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Geschmolzenes
Salz erzeugt keine Dampffilme. Die Hochtemperaturbedingung bei der
Verwendung von geschmolzenem Salz erfordert jedoch Anstrengungen
beim Abschrecken und die Handhabung des geschmolzenen Salzes belastet
die Umwelt. Ähnlich
muss die Prozesstemperatur bei der Substitution durch Zinn oder
Blei höher
als deren Schmelzpunkt sein, was ebenso Anstrengungen bei der Abschreckung
erfordert und ein derartiges Schwermetall muss zudem sorgsam behandelt
werden, um Umweltbedingungen Rechnung zu tragen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die oben erwähnten Umstände gemacht
und soll die oben erwähnten
Probleme lösen.
Insbesondere ist ein Zweck der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
zum Abschrecken eines metallischen Materials zur Verfügung zu
stellen, die in der Lage ist, Deformationen, Rissbildungen, Verbiegungen
und Verzerrungen des zu härtenden
metallischen Materials zu begrenzen und hierdurch einen Abrieb und
eine Korrosion des metallischen Materials zu minimieren. Diese Probleme
werden mittels einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und eines Verfahrens
gemäß Anspruch
25 gelöst.
Detaillierte Ausführungsformen sind
in den abhängigen
Ansprüchen
definiert.
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Zusätzliche
Zwecke und Vorteile der Erfindung werden dem Fachmann aus der nachfolgenden Beschreibung
ersichtlich oder können
durch Ausübung
der Erfindung erlernt werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung zum Abschrecken eines
metallischen Materials zur Verfügung,
welche beinhaltet: einen Erhitzer, der das metallische Material
erhitzt; eine Kammer für flüssiges metallisches
Natrium, in der ein flüssiges metallisches
Natrium zugeführt
wird, und das metallische Material auf eine erste Temperatur in
dem flüssigen
metallischen Natrium abgekühlt
wird; eine Inertgaskammer, in die ein Inertgas zugeführt wird
und in der das metallische Material auf eine zweite Temperatur in
dem Inertgas abgekühlt
wird; sowie einen Entferner, der das flüssige metallische Natrium auf dem
metallischen Material entfernt.
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Das
flüssige
metallische Natrium kann des Weiteren ein flüssiges metallisches Natrium-Kalium oder
ein flüssiges
metallisches Natrium-Lithium beinhalten.
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Der
Erhitzer kann in einem Aufheizofen angeordnet sein. Der Aufheizofen
kann ein Aufkohlungs-Abschreckofen, ein Induktionsofen oder dergleichen
sein. Der Erhitzer kann das metallische Material auf mehr als beispielsweise
700°C erhitzen.
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Die
erste Temperatur kann etwa 100°C
betragen und die zweite Temperatur kann die Raumtemperatur sein.
Die erste Temperatur kann zwischen 100°C und 250°C vorliegen. Die erste Temperatur
kann ebenso zwischen 150 und 200°C
vorliegen.
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Der
Erhitzer kann ein flüssiges
metallisches Natrium oder ein flüssiges
metallisches Lithium zum Erhitzen des metallischen Materials beinhalten.
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Ein
Inertgas kann zur Kammer mit flüssigem metallischen
Natrium zugeführt
werden.
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Der
Entferner kann eine Entfernungskammer für flüssiges metallisches Natrium
beinhalten. Ein Inertgas kann zu der Entfernungskammer für flüssiges metallisches
Natrium zugeführt
werden.
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Der
Entferner kann Wasser beinhalten. Wasser kann gespeichert werden,
in das das metallische Material zur Entfernung des verbleibenden
flüssigen metallischen
Natrium auf dem metallischen Material eingetaucht wird.
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Die
Vorrichtung kann des Weiteren eine Zirkulationsleitung für flüssiges metallisches
Natrium beinhalten, die das zur Kammer für flüssiges metallisches Natrium
zugeführte
metallische Natrium zirkuliert. Die Zirkulationsleitung für flüssiges metallisches Natrium
kann eine Zirkulationspumpe beinhalten.
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Die
Vorrichtung kann des Weiteren eine Temperatursteuerung umfassen,
die die Temperatur des zur Kammer für flüssiges metallisches Natrium zugeführte flüssige metallisches
Natrium konstant hält.
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Die
Vorrichtung kann des Weiteren einen Verunreinigungsentferner umfassen,
der eine Verunreinigung in dem zu der Kammer für flüssiges metallisches Natrium
zugeführten
flüssigen
metallischen Natrium entfernt.
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Die
Vorrichtung kann des Weiteren einen Mischer umfassen, der das in
die Kammer für
flüssiges
metallisches Natrium zugeführte
flüssige
metallische Natrium vermischt.
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Die
Vorrichtung kann des Weiteren einen Mischer umfassen, der das in
die Entfernungskammer für
flüssiges
metallisches Natrium zugeführte
Inertgas vermischt.
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Die
Vorrichtung kann des Weiteren einen Mischer umfassen, der das in
die Entfernungskammer für
flüssiges
metallisches Natrium zugeführte
Inertgas vermischt.
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Die
Vorrichtung kann des Weiteren eine Abschirmung umfassen, die einen
Kontakt des flüssigen metallischen
Natriums mit Luft verhindert.
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Die
Vorrichtung kann des Weiteren einen Transporter umfassen, der das
metallische Material für
die Prozesse transportiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ebenso eine Vorrichtung zum Abschrecken
eines metallischen Materials zur Verfügung, welche beinhaltet: einen
Erhitzer für
eine erste Temperatur; eine erste Kammer stromabwärts des
Erhitzers, die ein flüssiges
metallisches Natrium bei einer zweiten Temperatur enthält, welche
niedriger als die erste Temperatur ist; eine zweite Kammer stromabwärts der
ersten Kammer, die ein Inertgas bei einer dritten Temperatur, die
niedriger als die zweite Temperatur ist, enthält; sowie einen Entferner für flüssiges metallisches
Natrium stromabwärts
der zweiten Kammer.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ebenso eine Vorrichtung zum Abschrecken
eines metallischen Materials zur Verfügung, welche beinhaltet: einen
Erhitzer zum Erhitzen des metallischen Materials auf eine erste
Temperatur; eine erste Kammer, die ein flüssiges metallisches Natrium
bei einer zweiten Temperatur, die niedriger als die erste Temperatur
ist, zum Abkühlen
des auf die erste Temperatur erhitzten metallischen Materials, enthält; eine
zweite Kammer, die ein Inertgas bei einer dritten Temperatur, die
niedriger als die zweite Temperatur ist, zum Abkühlen des metallischen Materials
enthält;
sowie einen Entferner für
flüssiges
metallisches Natrium zur Entfernung eines flüssigen metallischen Natriums
von dem metallischen Material.
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Darüber hinaus
stellt die vorliegende Erfindung ebenso ein Verfahren zum Abschrecken
eines metallischen Materials zur Verfügung, welches beinhaltet: Aufheizen
des metallischen Materials auf eine erste Temperatur; Abkühlen des
metallischen Materials in einer ein flüssiges metallisches Natrium
umfassenden Flüssigkeit
auf eine zweite Temperatur, die niedriger als die erste Temperatur
ist; Abkühlen
des metallischen Materials in einem Inertgas auf eine dritte Temperatur,
die niedriger als die zweite Temperatur ist, und Entfernen des flüssigen metallischen
Natriums von dem metallischen Material, das auf zumindest die dritte
Temperatur abgekühlt
wurde.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
anhängenden
Zeichnungen, die hier beinhaltet sind und einen Teil dieser Offenbarung
darstellen, illustrieren verschiedene bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung und dienen zusammen mit der Erläuterung der Prinzipien der
Erfindung.
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1 ist
ein Graph, der die Temperaturübergänge eines
zu kühlenden
Materials unter verschiedenen Kühlmitteln
zeigt.
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2 ist
ein Flow-Chart, welches Abschreckprozesse zeigt, die von einer Vorrichtung zum
Abschrecken eines metallischen Materials gemäß der vorliegenden Erfindung
angewendet werden.
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3 ist
ein schematisches Diagramm, das eine Vorrichtung zum Abschrecken
eines metallischen Materials gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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4 ist
ein schematisches Diagramm, das eine Vorrichtung zum Abschrecken
eines metallischen Materials gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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5 ist
ein schematisches Diagramm, das eine Vorrichtung zum Abschrecken
eines metallischen Materials gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Eine
Bearbeitungsvorrichtung zum Abschrecken eines metallischen Materials
gemäß der vorliegenden
Erfindung wird nunmehr speziell detailliert unter Bezugnahme auf
die beiliegenden Zeichnungen erläutert.
Wo immer dies möglich
ist, werden die gleichen Bezugszeichen durch die Zeichnungen hinweg
verwendet, um auf gleiche oder ähnliche
Teile zu verweisen.
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2 ist
ein Flow-Chart, das Abschreckprozesse zeigt, welche von einer Vorrichtung
zum Abschrecken eines metallischen Materials gemäß der vorliegenden Erfindung
ausgeführt
werden.
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In
Schritt 1 wird ein metallisches Material mittels eines Ofens auf
eine Temperatur von mehr als etwa 700°C aufgeheizt. Dieser Aufheizprozess
wird beispielsweise für
einige Minuten bis einige Stunden unter Verwendung eines Gases oder über einige
Sekunden bis einige Minuten unter Verwendung von geschmolzenem Salz
ausgeführt.
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In
Schritt 2 wird das auf mehr als etwa 700°C erhitzte metallische Material
schnell über
wenige Minuten auf zwischen 100°C
und 250°C,
möglicherweise
zwischen 150°C
und 200°C
als erste Temperatur unter Verwendung eines flüssigen metallischen Natrium
in einer Speicherkammer für
flüssiges
metallisches Natrium abgekühlt.
Die Kammer für
flüssiges metallisches
Natrium liegt somit stromabwärts
des Prozesses vom Ofen, obwohl dies nicht notwendigerweise physikalisch
stromabwärts
sein muss. Der Begriff "stromabwärts" bezieht sich somit
auf den Prozessablauf und nicht notwendigerweise auf die physikalische
Anordnung.
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Hier
kann flüssiges
metallisches Natrium-Kalium (NaK) oder flüssiges metallisches Sodium-Lithium
(NaLi), welches eine eutektische Legierung ist, die durch Vermischung
von Natrium mit Kalium oder Lithium gewonnen wird, anstelle des
flüssigen
metallischen Natriums angewendet werden. In dem Fall, in dem ein
flüssiges
metallisches Natrium-Kalium (NaK) verwendet wird, wird das metallische
Material weiter auf weniger als 100°C abgekühlt.
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Wenn
das so abgekühlte
metallische Material aus der Speicherkammer herausgezogen wird, verbleibt
das flüssige
metallische Natrium immer noch auf dem metallischen Material. Schritt
3 ist ein Prozess zur Begrenzung der chemischen Aktivierung des
verbleibenden flüssigen
metallischen Natriums. Das metallische Material tritt in einer in
Inertgas enthaltende Gasabkühlkammer
ein und wird über
wenige Minuten auf etwa Raumtemperatur aus zweite Temperatur als
zweite Temperatur abgekühlt.
Die Gasabkühlkammer
liegt somit stromabwärts
im Prozessablauf in Bezug auf die Kammer für flüssiges metallisches Natrium.
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In
Schritt 4 wird das metallische Material zu einer Entfernungskammer
für flüssiges metallisches Natrium
bewegt und das verbleibende flüssige
metallische Natrium auf dem metallischen Material wird unter Verwendung
von Dampf oder Wasser in wenigen Minuten entfernt. Diese Entfernungskammer
für flüssiges metallisches
Natrium liegt somit stromabwärts im
Prozessablauf in Bezug auf die Gasabkühlkammer.
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Gemäß den angegebenen
Prozessen wird flüssiges
metallisches Natrium angewendet, um ein metallisches Material abzuschrecken.
Daher erreicht dann, wenn ein auf mehr als 700°C erhitztes metallisches Material
gehärtet
wird, das flüssige
metallische Natrium niemals seinen Siedepunkt und hierdurch wird
kein Dampffilm auf dem metallischen Material erzeugt. Darüber hinaus
ist es ebenso möglich,
ein metallisches Material derart zu härten, dass die Temperaturdifferenzen
auf dem metallischen Material kaum unter Bezugnahme auf den in 1 gezeigten Fortschritt
der schnellen Abkühltemperatur
auftritt.
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Dementsprechend
können
Deformationen, Rissbildungen, Verbiegungen und Verzerrungen des metallischen
Materials im Abschreckprozess inklusive eines Aufkohlungsabschreckens,
eines Induktionsabschreckens oder dergleichen eingeschränkt werden.
Abrieb und Korrosion des metallischen Materials können ebenso
minimiert werden.
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3 ist
ein schematisches Diagramm, das eine Vorrichtung zum Abschrecken
eines metallischen Materials gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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Wie
in 3 gezeigt, beinhaltet eine Abschreckvorrichtung 100 gemäß der ersten
Ausführungsform
einen Aufheizofen 3, eine Kühlkammer 5 mit flüssigen metallischen
Natrium, eine Gaskühlkammer 6 sowie
eine Entfernungskammer für
flüssiges
metallisches Natrium. Oberhalb der Kammern 3, 5, 6 und 11 ist
ein Transporter 4 angeordnet. Der Transporter 4 kann
metallische Materialien 1 vertikal und horizontal unter
Verwendung eines Korbs 2 transportieren.
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Der
Betrieb der Abschreckvorrichtung 100 wird im Anschluss
beschrieben.
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Die
metallischen Materialien 2, die gehärtet werden sollen, wie etwa
beispielsweise Stahl, werden in dem Korb 2 gespeichert
und durch eine Abschirmung 19a hindurch in den Aufheizofen 3 eingesetzt.
Die metallischen Materialien 1 werden in dem Aufheizofen 3 für eine vorab
festgelegte Zeitdauer bei einer vorab festgelegten Temperatur erhitzt.
Dabei ist anzumerken, dass ein Zuführer 21 für Atmosphärengas sowie
eine Vakuumpumpe 22 mit dem Aufheizofen 3 verbunden
sind.
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Hierdurch
ist es möglich,
ein flüssiges
metallisches Natrium oder ein flüssiges
metallisches Lithium mit hoher Temperatur zur Erhitzung der metallischen
Materialien 1 bereitzustellen. Der Siedepunkt des flüssiges metallisches
Natriums beträgt
etwa 883°C
und der Siedepunkt des flüssiges
metallisches Lithiums beträgt
etwa 1300°C.
Hierdurch können
die metallischen Materialien 1 auf mehr als 700°C leicht erhitzt
werden.
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Die
so bearbeiteten metallischen Materialien 1 werden anschließend zu
der Abkühlkammer 5 mit flüssigem metallischen
Natrium transferiert. Hier spült
ein Inertgas eine Inertgaskammer 7, die an dem oberen Raum
der Abkühlkammer 5 mit
flüssigem
metallischen Natrium und der Gasabkühlkammer 6 angeordnet
ist. Daher sind die Kühlkammer 5 mit
flüssigem
metallischen Natrium und die Gasabkühlkammer 6 von der
Atmosphäre
isoliert. Wenn die metallischen Materialien 1 in die Kühlkammer 5 mit
flüssigem
metallischen Natrium eingesetzt werden, wird zuerst eine Abschirmung 8 auf
der Inertgaskammer 7 und danach eine Abschirmung 10 auf
der Abkühlkammer 5 mit
flüssigem
metallischen Natrium geöffnet.
Die metallischen Materialien 1 werden in das zur Abkühlkammer 5 mit
flüssigem
metallischen Natrium zugeführte
flüssige
metallische Natrium 9 eingetaucht und die Abschirmung 8 wird
aufgrund der Verhinderung von Lufteintritt in die Abkühlkammer 5 mit flüssigem metallischen
Natrium verschlossen.
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Die
metallischen Materialien 1, die aus der Abkühlkammer 5 mit
flüssigem
metallischen Natrium herausgezogen wurden, werden zur Inertgaskammer 7 transferiert
und durch eine Abschirmung 19b hindurch in die Gasabkühlkammer 6 eingesetzt.
Die Gasabkühlkammer 6 ist
mit Inertgas befüllt
und die metallischen Materialien 1 werden schrittweise
auf Raumtemperatur abgekühlt.
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Die
abgekühlten
metallischen Materialien 1 werden aus der Abkühlkammer 6 und
der Inertgaskammer 7 herausgezogen und anschließend durch eine
Abschirmung 19c hindurch in die Entfernungskammer 11 für flüssiges metallisches
Natrium eingesetzt. Die Entfernungskammer 11 für flüssiges metallisches
Natrium kann das flüssige
metallische Natrium, das auf den Materialien 1 verbleibt,
durch Aufsprühen
von Dampf, Nebel und/oder Wasser entfernen.
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Die
Inertgaskammer 7 ist vorzugsweise mit einer Inertgaszufuhr 23 und
einer Pumpe 24 verbunden und empfangt Inertgas wie etwa
Stickstoff, Argon oder dergleichen auf kontinuierliche Art und Weise. Darüber hinaus
ist die Entfernungskammer 11 für flüssiges metallisches Natrium
mit einer Inertgaszufuhr 25 sowie einer Dampfzufuhr 26 verbunden.
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Hierbei
ist es möglich,
Wasser in der Entfernungskammer 11 für flüssiges metallisches Natrium zum
Entfernen des auf den metallischen Materialien 1 verbleibenden
flüssigen
metallischen Natriums durch Eintauchen in das Wasser zu speichern.
Wasserstoff kann durch die Reaktion des verbliebenen flüssigen metallischen
Natriums und des Wassers erzeugt werden; das Inertgas wird jedoch
oberhalb des Wassers eingefüllt
und hierdurch kann eine Explosion unterbunden werden.
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Wie
in 3 gezeigt, wird das flüssige metallische Natrium 9 in
einem Speichertank 20 für
flüssiges
metallisches Natrium gespeichert, welcher außerhalb der Abkühlkammer 5 mit
flüssigem
metallischen Natrium angeordnet ist. Die Temperatur des flüssigen metallischen
Natriums 9 wird mittels einer Temperatursteuerung 13 in
der Zirkulationsleitung 12 für flüssiges metallisches Natrium,
die eine Zirkulationspumpe 18 aufweist, konstant gehalten.
Ein Verunreinigungsentfernen 14 entfernt Verunreinigungen in
dem flüssigen
metallischen Natrium 9.
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In
der Abkühlkammer 5 mit
flüssigem
metallischen Natrium hält
ein Mischer 15 die Temperatur des flüssigen metallischen Natriums
konstant und steuert die Abkühlgeschwindigkeit
der metallischen Materialien 2. Der Speichertank 20 für flüssiges metallisches
Natrium ist mit der Abkühlkammer 5 für flüssiges metallisches
Natrium und der Zirkulationsleitung 12 für flüssiges metallisches
Natrium über
ein Ventil verbunden.
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In
der Gasabkühlkammer 6 steuern
ein Mischer 16 sowie eine Inertgas-Sprühdüse 17 die Abkühlgeschwindigkeit
der metallischen Materialien 2.
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Die
Bewegung des Transporters 4, der die metallischen Materialien 1 von
dem Aufheizofen 3 zu der Entfernungskammer 11 für flüssiges metallisches Natrium
transferiert, sowie die Öffnungs-/Verschließbewegung
der Abschirmungen 8, 10, 19a, 19b und 19c werden
vorab programmiert und mittels eines Computers gesteuert. Daher
kann die Abschreckvorrichtung 100 die metallischen Materialien 1 automatisch
bearbeiten.
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Insbesondere
werden zumindest die Abschirmung 8, 10 und 19b vorzugsweise
strikt gesteuert, da diese Abschirmungen einen Luftkontakt des flüssigen metallischen
Natrium verhindern und somit die Verbrennung unterdrücken.
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Infolgedessen
werden die in 2 gezeigten Prozessschritte
durch den Aufheizofen 3, die Abkühlkammer 5 mit flüssigem metallischen
Natrium, die Gasabkühlkammer 6 sowie
die Entfernungskammer 11 für flüssiges metallisches Natrium
in 3 ausgeführt.
Ein (nicht gezeigter) Computer kann diese Prozessschritte automatisch
steuern.
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Gemäß der vorliegenden
Ausführungsform verwendet
die Abschreckvorrichtung flüssiges
metallisches Natrium und bewegt dieses basierend auf den oben erläuterten
Prozessen. Daher können
Deformationen, Rissbildungen, Verbiegungen und Verzerrungen des
metallischen Materials im Abschreckprozess begrenzt werden und hierdurch
können
ein Abrieb und eine Korrosion eines metallischen Materials minimiert
werden.
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4 ist
ein schematisches Diagramm, das eine Vorrichtung zum Abschrecken
eines metallischen Materials gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt. Diese Ausführungsform ist ein Beispiel,
bei dem eine Aufkohlungsabschreckung angewendet wird.
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Wie
in 4 gezeigt, weist die Abschreckvorrichtung 200 eine
Vakuumkammer 30 auf. Die Vakuumkammer 30 beinhaltet
einen Aufheizofen 33, eine Abkühlkammer 38 mit flüssigem metallischen Natrium,
sowie einen Sammelbehälter 40 für flüssiges metallisches
Natrium. Ein Transporter 36 sowie ein Hoister 37 transferieren
die metallischen Materialien 1 in die Vakuumkammer 30 hinein.
Ein Gaszuführer 44 führt Inertgas
wie etwa Stickstoff oder Argon zu der Vakuumkammer 30 zu.
Vakuumpumpen 43a und 43b sind mit der Vakuumkammer 30 und
dem Aufheizofen 33 verbunden.
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Der
Betrieb der Abschreckvorrichtung 200 wird im Anschluss
beschrieben.
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Die
metallischen Materialien 1 treten in die Vakuumkammer 30 von
einer Eintritts-/Austrittstür 41 ein.
Unter Verwendung des Transporters 36 sowie des Hoisters 37 verlaufen
die metallischen Materialien 1 durch einen Bereich 46 hindurch
und treten in den von Isolationswänden 31 und 32 umgebenen Aufheizofen 33 ein.
In dem Aufheizofen 33 erhitzt ein Aufheizer 34 die
metallischen Materialien 1 unter Verwendung von Gasenergie
oder elektrischer Energie. Im Anschluss erwärmt das von einem Aufkohlungsgaseinsteller 35 über eine
vorab festgelegte Zeitdauer zugeführte Gas die metallischen Materialien
weiter. Die metallischen Materialien 1 werden dann zu dem
Aufheizofen 33 durch den Bereich 46 mittels des Transporters 36 herausgeschickt.
Der Hoister 37 senkt die metallischen Materialien 1 ab
und taucht diese in das flüssige
metallische Natrium 9 in der Abkühlkammer 38 mit flüssigem metallischen
Natrium hinein, welche mittels einer Abschirmung 42 isoliert ist.
Das flüssige
metallische Natrium 9 kühlt
die metallischen Materialien 1 schnell ab.
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Die
metallischen Materialien 1 werden mittels des Hoisters 37 von
der Abkühlkammer 38 mit flüssigem metallischen
Natrium angehoben und anschließend
in dem Bereich 46 unter Verwendung eines Gebläses 39 auf
Raumtemperatur abgekühlt. Das
flüssige
metallische Natrium 9, das auf den metallischen Materialien 1 verbleibt,
wird verdampft und wird kondensiert und erstarrt auf dem Sammelbehälter 40 für flüssiges metallisches
Natrium. Dabei ist anzumerken, dass ein Kühlgas-Zulieferer 45 das Kühlgas zur
Kondensation des flüssigen
metallischen Natriums 9 zum Sammelbehälter 40 zuführt. Die
metallischen Materialien 1, die frei von flüssigem metallischen
Natrium 9 sind, werden aus der Vakuumkammer 30 über die
Eintritts-/Austritts-Tür 41 herausbewegt.
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Gemäß der in 4 gezeigten
Ausführungsform
liegt der Bereich 46 sowohl stromaufwärts als auch stromabwärts im Prozessablauf
in Bezug auf die Kühlkammer 38 vor.
Darüber
hinaus ist der Bereich 46 sowohl eine Kammer, die Inertgas
enthält, als
auch ein Entferner für
flüssiges
metallisches Natrium.
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Die
Zirkulationspumpe 18 kann das flüssige metallische Natrium 9 in
der Kühlkammer 38 mit
flüssigem
metallischen Natrium zirkulieren. Während der Zirkulation hält die Temperatursteuerung 13 die
Temperatur des flüssigen
metallischen Natriums 9 konstant und der Verunreinigungsentfernen 14 entfernt die
Verunreinigungen im flüssigen
metallischen Natrium 9.
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Ein
(nicht gezeigter) Computer kann diese Prozessschritte, die in 2 gezeigt
sind, automatisch steuern.
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Gemäß der vorliegenden
Ausführungsform verwendet
die Abschreckvorrichtung flüssiges
metallisches Natrium und bewegt dieses basierend auf den oben erläuterten
Prozessen. Daher können
Deformationen, Rissbildungen, Verbiegungen und Verzerrungen des
metallischen Materials in dem Aufkohlungs-Abschreckprozess begrenzt werden und
hierdurch kann ein Abrieb und die Korrosion des metallischen Materials
minimiert werden.
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5 ist
ein schematisches Diagramm, das eine Vorrichtung zum Abschrecken
eines metallischen Materials gemäß einer
dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt. Diese Ausführungsform ist ein Beispiel,
bei dem eine Induktionsabschreckung angewendet wird.
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Wie
in 5 gezeigt, weist die Abschreckvorrichtung 300 eine
Induktionsaufheizkammer 50 auf. Die Induktionsaufheizkammer 50 beinhaltet
eine Induktionsspule 51, die Kammer 38 mit flüssigem metallischen
Natrium sowie den Sammelbehälter 40 für flüssiges metallisches
Natrium. Ein Hochgeschwindigkeitsantrieb ist so angeordnet, dass
er die metallischen Materialien 1 in die Induktionsaufheizkammer 50 transferiert.
Eine Gaszuführung 44 führt Inertgas
wie etwa Stickstoff oder Argon zu der Induktionsaufheizkammer 50 zu.
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Der
Betrieb der Abschreckvorrichtung 300 wird im Anschluss
erläutert.
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Die
metallischen Materialien 1 treten durch eine Eintritts-/Austritts-Tür 46 in
die Induktionsaufheizkammer 50 ein. Die Induktionsspule 51 erhitzt
die Oberfläche
der metallischen Materialien 1 schnell. Der Hochgeschwindigkeitsantrieb 53 taucht
die erhitzten metallischen Materialien 1 schnell in das
flüssige
metallische Natrium 9 in der Kammer 38 mit flüssigem metallischen
Natrium ein, welche mittels einer Abschirmung 52 isoliert
ist. Daher werden die metallischen Materialien 1 schneller
abgekühlt.
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Hier
wird der schnelle Geschwindigkeitsantrieb 53 mittels einer
Steuerung 55 gesteuert, um diesen mit einer Induktionsenergiequelle 54 zu
synchronisieren, welche elektrische Energie zur Induktionsspule 51 zuführt. Dies
ermöglicht
die Steuerung und Einstellung der Aufheizzeitdauer für die metallischen Materialien 1.
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Die
Zirkulationspumpe 18 kann das flüssige metallische Natrium 9 in
der Abkühlkammer 38 mit flüssigem metallischen
Natrium zirkulieren. Während der
Zirkulation hält
die Temperatursteuerung 13 die Temperatur des flüssigen metallischen
Natriums 9 konstant und der Verunreinigungsentferner 14 entfernt
Verunreinigungen in dem flüssigen
metallischen Natrium 9.
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Die
metallischen Materialien 1 werden anschließend von
der Abkühlkammer 38 mit
flüssigem metallischen
Natrium angehoben und in der Induktionsaufheizkammer 50 unter
Verwendung des Gebläses 39 auf
Raumtemperatur abgekühlt.
Das auf den metallischen Materialien 1 verbleibende flüssige metallisches
Natrium 9 wird verdampft und kondensiert und erstarrt auf
dem Sammelbehälter 40 für flüssiges metallisches
Natrium.
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Ein
(nicht gezeigter) Computer kann diese Prozessschritte, die in 2 gezeigt
sind, automatisch steuern.
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Die
Induktionsaufheizkammer 50 ist somit ein Erhitzer, eine
Inertgaskammer sowie ein Entferner für flüssiges metallisches Natrium.
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Gemäß der vorliegenden
Ausführungsform verwendet
die Abschreckvorrichtung flüssiges
metallisches Natrium und bewegt dieses basierend auf den oben erläuterten
Prozessen.
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Daher
können
Deformationen, Rissbildungen, Verbiegungen und Verzerrungen des
metallischen Materials im Induktionsabschreckprozess beschränkt werden
und hierdurch können
Abrieb und Korrosion des metallischen Materials minimiert werden.