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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Verarbeitungsvorrichtung zum
Bilden eines Metallmaterials und insbesondere eine Verarbeitungsvorrichtung, welche
die Eigenschaften des Metalls verbessern kann.
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Die
Eigenschaften von Metallmaterialien ändern sich abhängig von
dem Metallbildungsprozess und es werden sowohl ein Komponenteneinstellverfahren
als auch Heiz-, Abkühl-
und Walzverfahren eingesetzt, um diese Eigenschaften zu steuern.
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Im
Fall des Erhitzens und Abkühlens
können die
Kristalle, der Teilchendurchmesser der Kristalle, die Komponentenverteilung
der Kristalle und dergleichen, die von den Eigenschaften des Stahls
abhängen,
durch Steuern der Erhitzungsmuster und Abkühlungsmuster verändert werden.
Dabei ist die Berücksichtigung
der Temperatur der Abkühlungsmuster
wichtiger, wenn sie sich mit dem Modifikationspunkt des Metallmaterials überschneidet.
Ferner vermindert die Erhöhung
der Abkühlungsgeschwindigkeit
die Teilchengröße der Kristalle
und die Strukturgröße der Metallmaterialien,
wodurch die Festigkeit und Zähigkeit
von Metallmaterialien verbessert werden.
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Es
ist auch bekannt, dass die Erhöhung
der Abkühlungsgeschwindigkeit
die Teilchengröße der Kristalle
und die Strukturgröße von Metallmaterialien vermindert,
wenn sich geschmolzene Metalle verfestigen. Insbesondere führt ein
schnelles Abkühlen
zur Bildung amorpher Metalle. Folglich ist das Auswählen eines
Abkühlungsverfahrens
und eines Kühlmittels
für jeden
Zweck wichtig, um Materialien mit den erforderlichen Eigenschaften
zu erhalten.
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Bezüglich der
Kühlmittel
werden Gase, Dampf, Sprühnebel,
kaltes Wasser, destilliertes Wasser, geschmolzenes Salz, Blei, Zinn
und dergleichen verwendet, um diese wie einen Strahl direkt auf
Metallmaterialien zu sprühen,
oder um sie in einem Behälter
zu lagern, um Metallmaterialien darin einzutauchen.
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Bei
anderen vorgeschlagenen Kühlverfahren werden
die Metallmaterialien mit einer Metallkühlwalze in Kontakt gebracht
und die Metallmaterialien werden in flüssiges metallisches Natrium
eingetaucht.
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Das
Erhitzungs/Abkühlungsverfahren,
bei dem flüssiges
metallisches Natrium als Kühlmittel verwendet
wird, wird in einer kontinuierlichen Anlassvorrichtung zum Abkühlen von
Stahl verwendet. Daher ist der Primärzweck des Einsatzes des flüssigen metallischen
Natriums in dieser Anlassvorrichtung ein Wärmetausch oder eine Energieeinsparung.
In diesem Fall wird das flüssige
metallische Natrium gekühlt,
wenn sich der Stahl in einem Erhitzungsprozess befindet, und das
flüssige
metallische Natrium wird erhitzt, wenn sich der Stahl in einem Abkühlungsprozess
befindet, was als Wärmetauscher
des Gegenstromtyps bekannt ist. Der Stahl und das flüssige metallische
Natrium bewegen sich in entgegengesetzter Richtung. Wie es aus dem
in der 1 veranschaulichten Temperaturübergangsmuster ersichtlich
ist, erzeugt das auf einen Wärmetausch
gerichtete herkömmliche
Verfahren eine große
Temperaturdifferenz (ΔT)
zwischen der Temperatur des Stahls und der Temperatur des flüssigen metallischen
Natriums. Dadurch besteht bezüglich
der Abkühlungsgeschwindigkeit
zur Bildung eines Metallmaterials mit den gewünschten Eigenschaften eine
bestimmte Beschränkung.
Mit flüssigem
metallischen Natrium kann nur unter Schwierigkeiten gearbeitet werden.
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Beispielsweise
explodiert es beim Kontakt mit Wasser. Daher wurde die Verwendung
von flüssigem
metallischen Natrium kritischen Anwendungen wie z.B. in Kernkraftwerken
vorbehalten.
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US 3,430,680 beschreibt
eine Vorrichtung zur Durchführung
eines kontinuierlichen Gießverfahrens,
bei dem ein flüssiges
geschmolzenes Metall durch Strömenlassen
eines Stroms von geschmolzenem Metall in einem Wärmeübertragungskontakt mit einem
Strom oder mehreren Strömen
eines Kühlflüssigkeitsformmaterials
wie z.B. Natrium stromgegossen wird, wodurch das flüssige geschmolzene
Metall durch das flüssige
Natrium abgekühlt
und verfestigt wird.
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US 3,845,805 beschreibt
ein Verfahren, bei dem Metallfilamente durch eine schnelle Verfestigung
eines geschmolzenen Strahls in einem Fluidmedium gebildet werden
und Filamente metastabiler Legierungen wie z.B. amorpher Metalle
und Filamente mit einer feinkörnigen
Struktur und einer neuen Orientierung erhalten werden können.
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US 3,256,119 beschreibt
ein kontinuierliches Verfahren zum Anlassen von Stahlbändern durch Schicken
des Bands durch ein heißes
flüssiges
Metall wie z.B. Natrium.
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US 2,797,177 beschreibt
ein Verfahren zum Wärmebehandeln
relativ dünner
eisenhaltiger Metallkörper,
wobei das Verfahren das Einbringen der Metallkörper in ein flüssiges Bad
von Natrium mit konstanter Zusammensetzung mit einem relativ niedrigen
Schmelzpunkt und einem hohen Siedepunkt, wobei das Bad Zonen mit
nach und nach ansteigender Temperatur aufweist, um das Metall einheitlich auf
eine geeignete Anlasstemperatur zu erhitzen, und Herausziehen des
eisenhaltigen Metalls durch das Bad zu einem Austrittspunkt, der
mindes tens teilweise von dem Ort der höchsten Temperatur in Richtung
des Eintrittspunkts entfernt ist, umfasst, um das eisenhaltige Metall
zu kühlen.
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DE 35 05 689 A1 beschreibt
ein Verfahren zum Abschrecken spezifischer austenitischer Stähle, die
gegen eine interkristalline Korrosion nur bis zu einem gewissen
Ausmaß beständig sind,
wenn diese Stähle
herkömmlich
in Luft oder Wasser abgeschreckt werden, wobei das Verfahren das
Abschrecken der spezifischen austenitischen Stähle mit Natrium, Kalium oder
einer Legierung davon umfasst.
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Patent
Abstracts of Japan, Band 008, Nr. 071, 3. April 1984 und
JP 58 224120 A beschreiben ein
Verfahren zum einheitlichen und kontinuierlichen Anlassen eines
Metallbands durch Einspeisen von Elektrizität in metallisches Na zu dem
Metallband auf einer Hochtemperaturseite und elektrisches Erhitzen des
Metallbands auf die Anlasstemperatur, und dann schnell Abkühlen des
Bands mit dem geschmolzenen Na.
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Die
vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die vorstehend genannten
Umstände
gemacht und soll die vorstehend genannten Probleme lösen. Insbesondere
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Bereitstellung einer
Verarbeitungsvorrichtung zum Bilden eines Metallmaterials, das ein
Metallmaterial mit feinen Kristallteilchen und einer feinen Struktur
aufweist. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die
Bereitstellung einer Verarbeitungsvorrichtung für ein Metallmaterial, die aus Metallmaterialien
amorphe Metalle bilden kann.
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Die
vorstehend genannten Aufgaben werden durch die Verarbeitungsvorrichtung
gemäß Anspruch 1
und das Verfahren gemäß Anspruch
11 der vorliegenden Erfindung gelöst. Weiterentwicklungen der vorliegenden
Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen
angegeben.
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Weitere
Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung sind aus der detaillierten
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
zusammen mit den beigefügten
Figuren der Zeichnungen ersichtlich.
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Die
beigefügten
Zeichnungen, die in diese Beschreibung einbezogen sind und einen
Teil der Beschreibung bilden, veranschaulichen mehrere bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung zur Erläuterung
der Prinzipien der Erfindung.
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1 ist
ein Graph, der den Temperaturübergang
einer Stahlplatte und von flüssigem
metallischen Natrium in einer herkömmlichen kontinuierlichen Anlassvorrichtung
zeigt, wenn flüssiges
metallisches Natrium die Stahlplatte erhitzt und abkühlt.
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2 ist
eine perspektivische Ansicht, die eine Verarbeitungsvorrichtung
für ein
Metallmaterial gemäß einer
ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt.
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3 ist
ein Graph, der den Oberflächentemperaturübergang
einer Stahlplatte zeigt, wenn flüssiges
metallisches Natrium oder Wasser bei 800°C auf die Stahlplatte gesprüht wird.
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4 ist
ein Graph, der die Temperaturübergänge von
zwei Flüssigkeiten
bei verschiedenen Temperaturen bezüglich zwei Wärmetauschertypen zeigt:
Eines Parallelstromtyps, bei dem die beiden Flüssigkeiten in der gleichen
Richtung fließen,
und eines Gegenstromtyps, bei dem die beiden Flüssigkeiten in entgegengesetzten
Richtungen fließen.
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5 ist
ein Diagramm, das eine Verarbeitungsvorrichtung für ein Metallmaterial
gemäß einer zweiten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt.
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6 ist
ein Diagramm, das eine Verarbeitungsvorrichtung für ein Metallmaterial
gemäß einer dritten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt.
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7 ist
ein Diagramm, das eine Verarbeitungsvorrichtung für ein Metallmaterial
gemäß einer vierten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt.
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Nachstehend
werden bevorzugte Ausführungsformen
einer erfindungsgemäßen Verarbeitungsvorrichtung
für ein
Metallmaterial spezifisch und detaillierter unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen
beschrieben. Wenn möglich
werden in den Zeichnungen die gleichen Bezugszeichen verwendet,
um ähnliche
oder gleiche Teile zu bezeichnen.
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Erste Ausführungsform
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In
einer ersten Ausführungsform
wird zur Erläuterung
als Beispiel ein plattenartiges Metallmaterial verwendet. In dieser
Ausführungsform
kann jedoch auch ein stabartiges Metallmaterial, ein drahtartiges Metallmaterial
und dergleichen verwendet werden.
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Eine
Verarbeitungsvorrichtung für
Metallmaterialien gemäß der ersten
Ausführungsform
führt einen
Erhitzungsprozess und einen Abkühlungsprozess
für ein
kontinuierlich zugeführtes Metallmaterial durch.
Gemäß der 2 umfasst
die Verarbeitungsvorrichtung 100 eine Heizwanne 2 als
Metallmaterial-Heizeinrichtung. Diese Heizwanne 2 kann
den Stahl 1, bei dem es sich um ein Beispiel für die Metallmaterialien
handelt, über
seinen Modifikationspunkt erhitzen. D.h. die Heizwanne 2 kann
den Stahl 1 auf eine Temperatur von mehr als 700°C erhitzen.
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Die
Verarbeitungsvorrichtung 100 umfasst auch Sprühdüsen 5 als
Natriumzuführungseinrichtung
und eine Kühlwanne 3.
Die Sprühdüsen 5 können flüssiges metallisches
Natrium auf den Stahl 1 sprühen, der durch die Heizwanne 2 erhitzt
worden ist, wodurch der Stahl 1 schnell abgekühlt wird.
Die Kühlwanne 3 enthält das flüssige metallische
Natrium 4 und der durch die Sprühdüsen 5 schnell abgekühlte Stahl 1 wird
weiter abgekühlt,
während
er sich unter dem flüssigen
metallischen Natrium 4 in der Kühlwanne 3 bewegt.
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Gassprühdüsen 12 sind
als Inertgassprühvorrichtung
so angeordnet, dass sie das flüssige
metallische Natrium auf dem Stahl 1 entfernen, der aus der
Kühlwanne 3 herausgezogen
worden ist, und zwar durch Sprühen
von Inertgas auf den Stahl 1. Mit den Gassprühdüsen 12 ist
ein Inertgaszuführungsrohr 13 verbunden.
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Eine
Umwälzeinrichtung
für flüssiges metallisches
Natrium 20 wälzt
flüssiges
metallisches Natrium 4 in der Kühlwanne 3 um. Diese
Umwälzeinrichtung 20 wird
so gesteuert, dass das flüssige
metallische Natrium 4 in der Kühlwanne 3 in der gleichen Richtung
fließt,
wie sich der Stahl 1 bewegt.
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Insbesondere
ist die Umwälzeinrichtung 20 mit
einem Ansaugrohr 7, einer Kühleinrichtung für flüssiges metallisches
Natrium 8, einer Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9,
einem Abgaberohr 6 und einer Umwälzpumpe 10 ausgestattet.
Das Ansaugrohr 7 saugt das flüssige metallische Natrium 4 von
dem Abschnitt angrenzend an die Stelle an, bei welcher der Stahl
aus der Kühlwanne 3 herausgezogen
wird. Die Kühleinrichtung
für flüssiges metallisches
Natrium 8 kühlt
das flüssige
metallische Natrium 4, das von dem Ansaugrohr 7 angesaugt
worden ist. Die Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 entfernt
Verunreinigungen von dem flüssigen
metallischen Natrium 4. Das Abgaberohr 6 führt das
flüssige metallische
Natrium 4, das gekühlt
worden ist und von dem die Verunreinigungen entfernt worden sind, zu
den Sprühdüsen 5.
Die Umwälzpumpe 10 wälzt das
flüssige
metallische Natrium 4 von dem Ansaugrohr 7 zu
dem Abgaberohr 6 um.
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Über dem
flüssigen
netallischen Natrium 4 in dem Kühlrohr 3 befindet
sich ein Raum 11, der mit einem Inertgas wie z.B. Stickstoff,
Argon und dergleichen gefüllt
ist. Der Raum 11 ist von der Luft mit einem Deckel (nicht
gezeigt) isoliert, jedoch weist der Deckel einen Eintritt und einen
Austritt auf, die es dem Stahl 1 ermöglichen, durch diesen hindurchzutreten.
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Nachstehend
wird ein Verfahren zur Bereitstellung des Stahls 1 mit
einer feinen Struktur durch Anwenden von Erhitzungs- und Abkühlungsprozessen
erläutert.
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Als
erstes wird der Stahl 1 in der Heizwanne 2 auf
eine vorgegebene Temperatur von mehr als 700°C erhitzt. Danach wird der Stahl 1 in
die Kühlwanne 3 eingetaucht
und das abgekühlte
flüssige metallische
Natrium 4 von den Sprühdüsen 5 wird
auf den Stahl 1 gesprüht,
so dass der Stahl 1 abgekühlt wird.
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Dabei
befindet sich das flüssige
metallische Natrium 4 in der flüssigen Phase, deren Temperatur im
Bereich von 98°C
bis 886°C
liegt. Daher wird kein Dampffilm aus dem flüssigen metallischen Natrium 4 auf
dem Stahl 1 gebildet, obwohl das flüssige metallische Natrium 4 den
Stahl 1 kontaktiert, der eine Temperatur von über 700°C aufweist.
Dadurch kann dessen Wärmeleitfähigkeit
in geeigneter Weise aufrechterhalten werden.
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Die
Temperatur des flüssigen
metallischen Natriums 4, das von der Kühleinrichtung für flüssiges metallisches
Natrium 8 gekühlt
worden ist, erreicht den niedrigsten Wert, und die Temperatur des
Stahls 1, der durch die Heizwanne 2 erhitzt wird,
erreicht den höchsten
Wert. Daher erreicht die Temperaturdifferenz zwischen dem Stahl 1 und
dem flüssigen
metallischen Natrium 4 an der Position der Sprühdüsen 5 den
maximalen Wert.
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Wie
es vorstehend erläutert
worden ist, kann durch Sprühen
des flüssigen
metallischen Natriums 4 auf den Stahl 1 eine hohe
Abkühlungsgeschwindigkeit
wie z.B. mehr als 10000°C/s
erreicht werden, wodurch eine rasche Abkühlung auf weniger als 300°C stattfindet.
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Die 3 ist
ein Graph, der den Oberflächentemperaturübergang
des Stahls 1 zeigt, wenn flüssiges metallisches Natrium 4 oder
Wasser bei 800°C
auf den Stahl 1 gesprüht
wird. Dabei stellt eine durchgezogene Linie in der Figur den Fall
dar, bei dem flüssiges
metallisches Natrium als Kühlmittel verwendet
wird (vorliegende Erfindung), und die gestrichelte Linie den Fall,
bei dem Wasser als Kühlmittel
verwendet wird (herkömmliches
Verfahren). Wie es aus der 3 ersichtlich
ist, liegt eine beträchtliche
Differenz bei der Abkühlungsgeschwindigkeit
im Bereich von 600°C
bis 800°C
vor.
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In
der vorliegenden Erfindung fließt
das flüssige
metallische Natrium 4 in der Kühlwanne 3 in der gleichen
Richtung, wie sich der Stahl 1 bewegt. Dies ermöglicht es,
dass die Tempera turübergänge des Stahls 1 und
des flüssigen
metallischen Natriums 4 der durchgezogenen Linie in der 4 folgen,
d.h. einem Parallelstromwärmetauschermuster.
Dieses Muster ermöglicht
das Erreichen einer größeren Temperaturdifferenz
(ΔT1) als
die Temperaturdifferenz (ΔT2)
eines Wärmetauschermusters
des Gegenstromtyps.
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Somit
kann der Stahl 1, der eine Temperatur aufweist, die dem
Modifikationspunkt entspricht oder höher als dieser ist, wie z.B.
mehr als 700°C,
schnell auf eine Temperatur unter dem Modifikationspunkt gekühlt werden.
Daher kann die Struktur des Stahls 1 fein sein. Insbesondere
wird ein Stahl 1 mit Kristallteilchen erhalten, deren Durchmesser
im Bereich von 1 μm
bis 10 μm
liegen.
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Inertgas
wird auf den Stahl 1 an der Position gesprüht, bei
welcher der Stahl 1 aus dem flüssigen metallischen Natrium 4 herausgezogen
wird und es befindet sich in dem Raum 11, der mit einem
Inertgas gefüllt
ist. Das flüssige
metallische Natrium 4 auf dem Stahl 1 wird entfernt
und dann wird der Stahl 1 an die Luft bewegt. Gemäß dieses
Verfahrens wird das flüssige
metallische Natrium 4 nicht von der Kühlwanne 3 an die Luft
bewegt und dadurch wird eine Verbrennung vermieden.
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Wie
es vorstehend erläutert
worden ist, strömt
das flüssige
metallische Natrium 4, das durch die Sprühdüsen 5 zugeführt und
in der Kühlwanne 3 gelagert
wird, in die gleiche Richtung wie sich der Stahl 1 bewegt
und wird von dem Ansaugrohr 7 gesammelt, das von den Sprühdüsen 5 entfernt
ist. Da die Temperatur des flüssigen
metallischen Natriums 4 aufgrund des Wärmetauschs mit dem Stahl 1 erhöht wird,
wird das flüssige
metallische Natrium 4 durch die Kühleinrichtung für das flüssige metallische Natrium 8 gekühlt. Nach
der Entfernung von Verunreinigungen wie z.B. Oxiden, Hydroxiden,
Carbiden und dergleichen durch die Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 und
nach dem Beaufschlagen mit Druck durch die Umwälzpumpe 10 wird das
flüssige metallische
Natrium 4 von dem Abgaberohr 6 der Kühlwanne 3 zugeführt.
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Es
sollte beachtet werden, dass ein fettgedruckter Pfeil in der 2 die
Bewegungsrichtung des Stahls 1 und ein dünngedruckter
Pfeil die Fließrichtung
des flüssigen
metallischen Natriums darstellt.
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In
der vorliegenden Erfindung wird der Stahl 1, der auf dessen
Modifikationspunkt oder darüber erhitzt
worden ist, durch das aufgesprühte
flüssige metallische
Natrium 4 sofort unter den Modifikationspunkt abgekühlt. Daher
kann die Struktur des Stahls 1 fein sein, wodurch die Festigkeit
und die Zähigkeit des
Stahls 1 verbessert werden. In dem herkömmlichen Ver fahren wurde ein
Stahl mit einem Durchmesser von 10 μm bis 100 μm erhalten, wohingegen in der
vorliegenden Erfindung ein Stahl mit einem Durchmesser von 1 μm bis 10 μm erhalten
werden kann.
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Das
flüssige
metallische Natrium 4 wird aus Natrium hergestellt, wodurch
das flüssige
metallische Natrium 4 einfach erhalten werden kann. Dessen
Abfall kann unter Verwendung von Chlorwasserstoffsäure als
Neutralisationsmittel behandelt werden, wodurch eine Umweltverschmutzung
vermieden wird. Das flüssige
metallische Natrium 4 weist aktive Eigenschaften auf und
vereinigt sich mit Verunreinigungen wie Sauerstoff, Wasserstoff,
Kohlenstoff und dergleichen. Daher werden Beläge, die gewöhnlich aus Oxid, usw., bestehen,
selbst dann nicht erzeugt, wenn das flüssige metallische Natrium 4 mit
dem Stahl 1 in Kontakt kommt. Daher kann eine Belagentfernungseinrichtung
weggelassen werden, die gewöhnlich
für diese
Art von Vorrichtung erforderlich war, und die wirtschaftlichen Vorteile
können
verbessert werden. Es können
auch jegliche Chemikalien für
die Belagentfernungsvorrichtung vermieden werden, wodurch auch in
dieser Hinsicht eine Umweltverschmutzung verhindert werden kann.
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Gemäß der ersten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
fließt
das flüssige
metallische Natrium 4 in der Kühlwanne 3 in der gleichen
Richtung, wie sich der Stahl 1 bewegt. Dies bedeutet, dass
der Temperaturübergang
für den
Stahl 1 und das flüssige metallische
Natrium 4 mit dem des Parallelstromwärmetauschertyps identisch ist.
Bei diesem Typ kann die Temperaturdifferenz (ΔT1) einen größeren Wert aufweisen als die
Temperaturdifferenz (ΔT2),
wodurch der Stahl 1 mit einer feinen Struktur erhalten wird.
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Zweite Ausführungsform
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Eine
Verarbeitungsvorrichtung für
Metallmaterialien gemäß einer
zweiten Ausführungsform
wird unter Bezugnahme auf die 5 erläutert. In
dieser Ausführungsform
wird ein drahtartiges Metallmaterial als Beispiel zur Erläuterung
verwendet, jedoch kann in dieser Ausführungsform auch ein plattenartiges Metallmaterial,
ein stabartiges Metallmaterial und dergleichen verwendet werden.
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Gemäß der 5 umfasst
die Verarbeitungsvorrichtung 200 gemäß der zweiten Ausführungsform
zwei Wannen, d.h. eine Heizwanne 112 als Metallmaterialheizvorrichtung
und die Kühlwanne 3.
Entsprechend der vorstehenden Ausführungsform enthält die Kühlwanne 3 flüssiges metallisches
Natrium 4 für
Kühlzwecke
und das flüssige
metallische Natrium 4 fließt durch die Umwälzeinrichtung
für das flüssige metallische
Natrium 20 in der gleichen- Richtung, wie sich der Draht 101 in
der Kühlwanne 3 bewegt.
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Die
Umwälzeinrichtung 20 ist
mit der Kühleinrichtung
für das
flüssige
metallische Natrium 8, der Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 und der
Umwälzpumpe 10 ausgestattet.
Das flüssige
metallische Natrium 4, das die durch die Kühleinrichtung 8 erreichte
minimale Temperatur aufweist, wird durch die Sprühdüsen 5 auf den Draht 101 gesprüht.
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Die
Kühlwanne 3 weist
einen U-förmigen
Abschnitt auf und die Abdichtungswalzen 103 sind in jedem
Ende der Kühlwanne 3 angeordnet,
bei dem der Draht 101 eintritt oder austritt. Auf der Abdichtungswalze 103 auf
der Austrittsseite der Kühlwanne 3 ist ein
Austrittsraum 106 mit einem Inertgas gefüllt. Die Gassprühdüsen 12 sind
in dem Austrittsraum 106 angeordnet. Der Austrittsraum 106 ist
von der Luft durch eine weitere Abdichtungswalze 110 isoliert
und die Bedingungen in dem Austrittsraum 106 werden durch
ein Inertgas gesteuert.
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In
dem unteren Strom des Austrittsraums 106 sind eine Waschwanne 107 und
eine Aufwickelvorrichtung 108 angeordnet. Die Waschwanne 107 enthält Wasser
oder ein Neutralisationswaschmittel. Die Aufwickelvorrichtung 108 wickelt
den verarbeiteten Draht 101 auf.
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Die
Heizwanne 112 gemäß der zweiten
Ausführungsform
enthält
das flüssige
metallische Natrium 113 für Heizzwecke, das eine Temperatur
aufweist, die gleich dem Modifikationspunkt des Drahts 101 oder
höher als
dieser ist. Das flüssige
metallische Natrium 113 in der Heizwanne 112 wird
durch eine Umwälzeinrichtung
für das
flüssige
metallische Natrium 111 umgewälzt und erhitzt.
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Die
Umwälzeinrichtung 111 umfasst
eine Heizeinrichtung für
das flüssige
metallische Natrium 109, die Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 und
die Umwälzpumpe 10.
Die Heizeinrichtung für flüssiges metallisches
Natrium 109 erhitzt das flüssige metallische Natrium 113,
das in der Nähe
des Abschnitts abgegeben wird, bei dem der Draht 101 herausgezogen
wird. Die Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 entfernt
Verunreinigungen von dem flüssigen
metallischen Natrium 113. Die Umwälzpumpe 10 wälzt das
flüssige
metallische Natrium 113, das erhitzt worden ist und von
dem die Verunreinigungen entfernt worden sind, zu der Eintrittsseite der
Heizwanne 112 um.
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Die
Heizwanne 112 weist einen U-förmigen Abschnitt auf und die
Abdichtungswalzen 103 sind in jedem Ende der Heizwanne 112 angeordnet,
bei dem der Draht 101 eintritt oder austritt. Auf der Abdichtungswalze 103 auf
der Austrittsseite der Heizwanne 112 ist ein mit einem Inertgas
gefüllter
Eintrittsraum 104 bereitgestellt. Der Eintrittsraum 104 ist
von der Luft durch eine weitere Abdichtungswalze 110 isoliert und
die Bedingungen in dem Eintrittsraum 104 werden durch ein
Inertgas gesteuert.
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In
dem oberen Strom der Abdichtungswalze 101, die sich in
der Nähe
des Eintrittsraums 104 befindet, lagert eine Spindelvorrichtung 102 den
Draht 101, der noch nicht verarbeitet worden ist.
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Darüber hinaus
ist zwischen der Heizwanne 112 und der Kühlwanne 3 eine
Thermoisolierwanne 105 angeordnet. Diese Thermoisolierwanne 105 ist mit
dem Austritt der Heizwanne 112 und dem Eintritt der Kühlwanne 3 durch
die dazwischen angeordneten Abdichtungswalzen 103 verbunden.
Das Innere der Thermoisolierwanne 105 ist von der Luft
isoliert und wird durch ein Inertgas gesteuert. Daher kann die Temperatur
des Inertgases gesteuert werden, um die Temperatur des Drahts 101 durch
die Thermoisolierwanne 105 konstant zu halten.
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Nachstehend
wird ein Verfahren zur Verfeinerung der Struktur des Drahts, das
durch Erhitzen und Abkühlen
unter Verwendung der Verarbeitungsvorrichtung der zweiten Ausführungsform
durchgeführt
wird, erläutert.
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Als
erstes wird der Draht 101, der von der Spindelvorrichtung 102 zugeführt wird,
durch den Eintrittsraum 104 zu der Heizwanne 112 geführt. Der Draht 101 kommt
in direktem Kontakt mit dem flüssigen
metallischen Natrium 113 und wird durch Wärmetausch
bis zu einer bestimmten Temperatur erhitzt. Der Draht 101 wird
dann zu der Thermoisolierwanne 105 geführt und deren Temperatur wird
in einem vorgegebenen Zeitraum konstant gehalten.
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Danach
tritt der Draht 101 in die Kühlwanne 3 ein und
wird durch das von den Sprühdüsen 5 versprühte flüssige metallische
Natrium 4 schnell abgekühlt.
Dabei weist das versprühte
flüssige
metallische Natrium 4 die niedrigste Temperatur in dem Kreislauf
auf. Der Draht 101 wird dann in der Kühlwanne 3 in das flüssige metallische
Natrium 4 eingetaucht und dessen Temperatur wird für einen
vorgegebenen Zeitraum konstant gehalten.
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Der
durch die Kühlwanne 3 verarbeitete Draht 101 wird
in den Austrittsraum 106 geführt und jegliches flüssige metallische
Natrium auf dem Draht 101 wird durch das von den Sprühdüsen 12 versprühte Inertgas
entfernt. Der durch den Austrittsraum 106 hindurch getretene
Draht 101 wird dann zu der Waschwanne 107 geführt. Nach
dem Waschvorgang in der Waschwanne 107 wird ein Trocknungsvorgang
durchgeführt
und schließlich
wird der Draht 101 in der Aufwickelvorrichtung 108 aufgewickelt.
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Es
wird ein Wärmetausch
zwischen dem flüssigen
metallischen Natrium 112 in der Heizwanne 113 und
dem Draht 101 durchgeführt.
Das durch diesen Wärmetauschprozess
gekühlte
flüssige
metallische Natrium 113 wird aus der Heizwanne 112 entfernt
und zu der Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9, der
Umwälzpumpe 10 und
der Heizeinrichtung für
das flüssige
metallische Natrium 112 geführt. Das flüssige metallische Natrium 113 in
der Heizeinrichtung 112 wird auf eine bestimmte Temperatur
erhitzt und der Heizwanne 112 kontinuierlich zugeführt. Andererseits
entzieht das flüssige
metallische Natrium 4 in der Kühlwanne 3 dem Draht 101 Wärme und wird
aus der Kühlwanne
entfernt. Das flüssige
metallische Natrium 3 wird dann in die Kühleinrichtung
für das
flüssige
metallische Natrium 8, die Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 und
die Umwälzpumpe 10 geführt und
erneut zu der Kühlwanne 3 zurückgeführt. Das
flüssige
metallische Natrium 3 wird ebenfalls kontinuierlich verwendet.
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In
dieser Ausführungsform
ist der Eintrittsraum 104 auf der Eintrittsseite der Heizwanne 112 derart
angeordnet, dass das flüssige
metallische Natrium 113 aus Sicherheitsgründen nicht
mit der Luft in Kontakt kommt. Selbst wenn das flüssige metallische Natrium 113 oder
dessen Dampf aus der Heizwanne 112 austritt, wird es sicher
in dem Eintrittsraum 104 gesammelt.
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Das
flüssige
metallische Natrium 4 kann an dem Draht 101 haften,
wenn dieser von dem Austritt der Heizwanne 112 zu dem Eintritt
der Kühlwanne 3 geführt wird.
Die Thermoisolierwanne 105, die gegen die Luft isoliert
ist und durch ein Inertgas gesteuert wird, ist jedoch an dieser
Stelle angeordnet. Dadurch kann der Draht 101 dort sicher
geführt
werden, ohne Sprühdüsen zu verwenden.
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Gemäß der zweiten
Ausführungsform
kann der gleiche Effekt wie in der ersten Ausführungsform erreicht werden.
Ferner wird der Draht 101 in der zweiten Ausführungsform
durch das für
Heizzwecke in der Heizwanne 112 verwendete flüssige metallische
Natrium 113 erhitzt. Dadurch können die gesamten Heizvorrichtungen
kleiner sein. In der zweiten Ausführungsform kann in dem Heizverfahren
jeglicher Belag wie z.B. ein Oxid auf dem Draht 101 vermieden
werden, wodurch eine Belagentfernungseinrichtung in dem Erhitzungsprozess
weggelassen werden kann, die gewöhnlich
für diese
Art von Vorrichtung erforderlich war. Ferner kann der Draht 101 durch
das flüssige
metallische Natrium 113 in einer kurzen Zeit erhitzt werden,
wodurch die Produktivität eines
solchen Drahts 101 erhöht
wird.
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Dritte Ausführungsform
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Eine
Verarbeitungsvorrichtung für
Metallmaterialien gemäß einer
dritten Ausführungsform
wird unter Bezugnahme auf die 6 erläutert.
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Eine
Verarbeitungsvorrichtung 300 gemäß der dritten Ausführungsform
ist so aufgebaut, dass ein Metallmaterial wie z.B. ein Stahl 204 durch
eine Art von Heißwalzen
und/oder Kaltwalzen, während sich
der Stahl 204 bewegt, verarbeitet wird. Gemäß der 6 sind
in dem oberen Strom der Bewegung des Stahls 204 stromaufwärts liegende
Walzen 202a und Stützwalzen 201a angeordnet.
In dem unteren Strom der Bewegung des Stahls 204 sind stromabwärts liegende
Walzen 202b und Stützwalzen 201b angeordnet.
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Ferner
umfasst die Verarbeitungsvorrichtung 300 die Sprühdüsen 5 und
die Gassprühdüsen 12. Die
Sprühdüsen 5,
die zwischen den stromaufwärts liegenden
Walzen 202a und den stromabwärts liegenden Walzen 202b angeordnet
sind, können
flüssiges
metallisches Natrium auf den Stahl 204 sprühen, wodurch
der Stahl 204 schnell abgekühlt wird. Die Gassprühdüsen 12 können das
flüssige
metallische Natrium 4 für
Kühlzwecke
auf dem Stahl 4 durch Sprühen von Inertgas auf den Stahl
schnell entfernen: Das Inertgaszuführungsrohr 13 ist
mit den Gassprühdüsen 12 verbunden.
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Sowohl
die Sprühdüsen 5 als
auch die Gassprühdüsen 12 sind
von der Luft durch eine Abkühlungskammer 206,
die einen Deckel 205 aufweist, isoliert. Auf beiden Seiten
der Abkühlungskammer 206,
in die der Stahl 204 geführt wird, sind Abdichtungswalzen 203a bzw. 203b angeordnet.
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Die
Umwälzeinrichtung
für flüssiges metallisches
Natrium 20 in der Verarbeitungsvorrichtung 300 ist
mit der Kühleinrichtung
für flüssiges metallisches
Natrium 8, der Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 und
der Umwälzpumpe 10 ausgestattet.
Die Umwälzeinrichtung 20 gewinnt
das flüssige metallische
Natrium 4 zurück,
das in dem unteren Teil der Abkühlungskammer 206 gesammelt
worden ist, und führt
das flüssige
metallische Natrium 4, das abgekühlt worden ist und von dem
die Verunreinigungen entfernt worden sind, zu den Sprühdüsen 5 zurück.
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Nachstehend
wird ein Verfahren zur Bereitstellung des Stahls 204 mit
einer feinen Struktur durch den Einsatz von Erhitzungs- und Abkühlungsprozessen
erläutert.
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Als
erstes wird der Stahl 204 in eine heiße Atmosphäre wie z.B. ein Heißbandwalzwerk
geführt, um
ihn durch die stromaufwärts
liegenden Walzen 202a zu einer vorgegebenen Dicke zu walzen.
Der Stahl 204 wird dann durch die Abkühlungswalze 203a zu
dem Raum 11 in der Abkühlungskammer 206 geführt und
durch das von den Sprühdüsen 5 versprühte flüssige metallische
Natrium 4 rasch abgekühlt.
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Das
Inertgas wird von den Gassprühdüsen 12 auf
beide Seiten des Stahls 204 gesprüht, so dass jegliches flüssige metallische
Natrium 4 auf dem Stahl 204 entfernt wird. Der
Stahl 204 wird durch die Abdichtungswalzen 203b aus
dem Raum 11 herausgeführt,
gegebenenfalls durch die Walzen 202b gewalzt und aufgewickelt.
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Das
von den Sprühdüsen 5 versprühte flüssige metallische
Natrium 4 wird entweder im unteren Teil der Abkühlungskammer 206 oder
in einem Lagertank (nicht gezeigt) gesammelt, der mit einem Ablaufrohr
(nicht gezeigt) mit der Abkühlungskammer 206 verbunden
ist. Das gesammelte flüssige
metallische Natrium 4 wird dann durch die Kühleinrichtung für das flüssige metallische
Natrium 8 abgekühlt
und Verunreinigungen wie z.B. Oxide, Hydroxide, Carbide und dergleichen
werden durch die Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 entfernt.
Schließlich wird
das flüssige
metallische Natrium 4 durch die Umwälzpumpe 10 mit Druck
beaufschlagt und den Sprühdüsen 5 zugeführt.
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Gemäß der dritten
Ausführungsform
kann der gleiche Effekt wie bei der ersten und der zweiten Ausführungsform
erreicht werden. Da der Stahl 204 ferner durch die Walzen 202a und/oder 202b unmittelbar
vor und/oder nach dem schnellen Abkühlen gewalzt wird, können Kristallteilchen
und die Struktur des Stahls 204 physikalisch fein sein.
Darüber
hinaus kann durch die Ausübung
einer Spannungsenergie auf den Stahl 204 die Anzahl von
Kristallkeimen erhöht
werden, wodurch der Stahl 204 mit feineren Kristallteilchen
und einer feineren Struktur ausgestattet wird.
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Vierte Ausführungsform
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Eine
Verarbeitungsvorrichtung für
Metallmaterialien gemäß einer
vierten Ausführungsform
wird unter Bezugnahme auf die 7 erläutert.
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Die
Verarbeitungsvorrichtung 400 in der vierten Ausführungsform
dient vorzugsweise zur Herstellung eines amorphen Metalls. Gemäß der 7 umfasst
die Vorrichtung 400 einen Schmelztiegel 301 und
eine Kühlwalze 304.
Der Schmelztiegel 301 enthält ein geschmolzenes Metallmaterial 302 und
das Metallmaterial 302 fließt durch eine Austrittsdüse 303 an
dem Schmelztiegel 301 auf die Oberfläche der Kühlwalze 304. Die Kühlwalze 304 ist
drehbar und ist bis auf den oberen Spitzenabschnitt in dem flüssigen metallischen
Natrium 4 in der Kühlwanne 3 eingetaucht.
Es sollte beachtet werden, dass der Schmelztiegel 301 einen
Teil der Metallmaterial-Heizeinrichtung bildet, die in der 7 nicht
gezeigt ist.
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Die
Verarbeitungsvorrichtung 400 umfasst erste Sprühdüsen 5a und
zweite Sprühdüsen 5b.
Die ersten Sprühdüsen 5a können das
flüssige
metallische Natrium 4 direkt auf eine Oberfläche des
Metallmaterials 305 sprühen,
das sich auf der Kühlwalze 304 verfestigt,
wodurch das Metallmaterial 305 schnell abgekühlt wird.
Die zweiten Sprühdüsen 5b können das
flüssige
metallische Natrium 4 direkt auf die Kühlwalze 304 und eine
andere Oberfläche
des Metallmaterials 305 sprühen, das sich auf der Kühlwalze 304 verfestigt,
wodurch das Metallmaterial 305 schnell abgekühlt wird.
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Die
Umwälzeinrichtung
für das
flüssige
metallische Natrium 20, die das flüssige metallische Natrium 4 in
der Kühlwanne 3 umwälzt, ist
mit dem Ansaugrohr 7, der Kühleinrichtung für das flüssige metallische
Natrium 8, der Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9,
dem Abgaberohr 6 und der Umwälzpumpe 10 ausgestattet.
Das Ansaugrohr 7 saugt das flüssige metallische Natrium 4 von
der Kühlwanne 3 an.
Die Kühleinrichtung
für das
flüssige
metallische Natrium 8 kühlt
das von dem Ansaugrohr 7 angesaugte flüssige metallische Natrium 4.
Die Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 entfernt Verunreinigungen
von dem flüssigen
metallischen Natrium 4. Das Abgaberohr 6 führt das
flüssige
metallische Natrium 4, das abgekühlt worden ist und von dem
die Verunreinigungen entfernt worden sind, den Sprühdüsen 5a und 5b zu.
Die Umwälzpumpe 10 wälzt das flüssige metallische
Natrium 4 von dem Ansaugrohr 7 zu dem Abgaberohr 6 um.
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Über dem
flüssigen
metallischen Natrium 4 in der Kühlwanne 3 ist der
Raum 11 mit einem Inertgas wie z.B. Stickstoff, Argon und
dergleichen gefüllt. Der
Raum 11 ist von der Luft durch einen Deckel (nicht gezeigt)
isoliert. Der Deckel weist jedoch einen Eintritt und einen Austritt
auf, der nur dem Metallmaterial 302 und 305 das
Hindurchtreten durch den Deckel ermöglicht.
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Nachstehend
wird ein Verfahren zur kontinuierlichen Bildung amorpher Metallmaterialien
durch die Verarbeitungsvorrichtung 400 gemäß der vierten Ausführungsform
erläutert.
In der vorliegenden Erfindung kann eine Abkühlungsgeschwindigkeit von mehr
als etwa 10000°C/s
erhalten werden. Um ein amorphes Metall zu erhalten, ist jedoch
eine höhere Abkühlungsgeschwindigkeit
wie z.B. 100000 bis 1000000°C/s
erforderlich und die vorliegende Erfindung kann eine solche Abkühlungsgeschwindigkeit realisieren.
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Das
Metallmaterial 302, das in dem Schmelztiegel 301 geschmolzen
worden ist, fließt durch
eine Austrittsdüse 303 auf
die Oberfläche
der Kühlwalze 304.
Das Metallmaterial 302 wird rasch abgekühlt, sobald es die Kühlwalze 304 und
das von den Sprühdüsen 5a und 5b versprühte flüssige metallische
Natrium 4 kontaktiert. Das Metallmaterial 302 wird
in das flüssige
metallische Natrium 4 in der Kühlwanne 3 eingetaucht,
da sich die Kühlwalze 304 dreht,
und auf eine bestimmte Temperatur abgekühlt. Das verarbeitete Metallmaterial 302 wird
aus der Kühlwanne 3 entnommen.
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Das
flüssige
metallische Natrium 4 wird von dem Ansaugrohr 7 angesaugt
und zum Abkühlen
zu der Kühleinrichtung
für das
flüssige
metallische Natrium 8 geführt. Danach werden Verunreinigungen
in dem flüssigen
metallischen Natrium 4 durch die Verunreinigungsentfernungsvorrichtung 9 entfernt. Dann
wird das flüssige
metallische Natrium 4 durch die Umwälzpumpe 10 mit Druck
beaufschlagt und durch die Sprühdüsen 5a und 5b versprüht.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
wird das geschmolzene Metallmaterial 302 der Kühlwalze 304 zugeführt und
das flüssige
metallische Natrium 4 wird direkt auf beide Oberflächen des
Metallmaterials 302 auf der Kühlwalze 304 gesprüht. Daher
wird kein Dampffilm, der die Kühlleistung
des Metallmaterials 302 verschlechtert, auf dem Metallmaterial 302 gebildet.
Ferner wird auch jeglicher Belag auf dem Metallmaterial 302 vermieden,
so dass die Chemikalien zur Entfernung eines solchen Belags vermindert
werden können.
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Darüber hinaus
kann ein amorphes Metall kontinuierlich in Form dickerer Platten
und von Drähten
ausgebildet werden, die mit herkömmlichen
Verfahren kaum erhalten werden können,
und ein amorphes Metall mit einer feineren Struktur kann kontinuierlich
gebildet werden.
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Als
Modifizierung dieser Ausführungsform kann
ein anderes Walzverfahren eingesetzt werden, bei dem das verfestigte
Metallmaterial 305 gewalzt wird, um die Struktur und die
Dicke des Metallmaterials 305 zu steuern und einzustellen.
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Gemäß dieser
Modifizierung können
die Kristallteilchen in dem verfestigten Metallmaterial physikalisch
fein gemacht werden. Darüber
hinaus kann durch die Ausübung
einer Spannungsenergie auf das Metallmaterial die Anzahl der Kristallkeime erhöht werden,
wodurch Produkte bereitgestellt werden, die eine vorgegebene Dicke
und Größe sowie feinere
Kristallteilchen und Strukturen aufweisen.
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Fünfte Ausführungsform
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Es
wird eine Verarbeitungsvorrichtung für Metallmaterialien gemäß einer
fünften
Ausführungsform
erläutert.
In dieser Ausführungsform
wird das geschmolzene Metallmaterial in das flüssige metallische Natrium eingetaucht,
so dass das Metallmaterial zur Verfestigung schnell abgekühlt wird
und dadurch ein amorphes Metall bildet. D.h., unter Bezugnahme auf
die 7 ist die fünfte
Ausführungsform mit
dem Fall identisch, dass das geschmolzene Metallmaterial 302 in
dem Schmelztiegel 301 direkt in das flüssige metallische Natrium 4 angesaugt
wird, ohne die Kühlwalze 305 zu
kontaktieren.
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Der
direkte Kontakt des geschmolzenen Metallmaterials mit dem flüssigen metallischen
Natrium wird durch Zuführen
des geschmolzenen Metallmaterials zu der mit dem flüssigen metallischen
Natrium gefüllten
Wanne durchgeführt,
wie es vorstehend beschrieben worden ist, oder das flüssige metallische Natrium
wird direkt auf das geschmolzene Metallmaterial gesprüht.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
wird das flüssige
metallische Natrium zum Kühlen
des Metallmaterials verwendet. Daher wird ein Dampffilm, der die
Kühlleistung
des Metallmaterials verschlechtert, nicht auf dem Metallmaterial
gebildet. Ferner wird auch jeglicher Belag auf dem Metallmaterial
vermieden, so dass die Chemikalien zur Entfernung eines solchen
Belags vermindert werden können.
Entsprechend der vierten Ausführungsform
ermöglicht
auch diese Ausführungsform
die kontinuierliche Bildung eines amorphen Metalls mit einer feineren
Struktur.
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Wie
es vorstehend detailliert beschrieben worden ist, ermöglicht die
vorliegende Erfindung durch das In-Kontakt-Bringen von flüssigem metallischen
Natrium mit dem Metallmaterial, das eine Temperatur aufweist, die
mit dessen Modifikationspunkt identisch oder höher als dieser ist, so dass
das Metallmaterial schnell auf eine Temperatur unter dem Modifikationspunkt
gekühlt
wird, die Bereitstellung eines Metallmaterials mit feinen Kristallteilchen
und einer feinen Struktur.
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Die
vorliegende Erfindung ermöglicht
durch In-Kontakt-Bringen von flüssigem
metallischen Natrium mit dem Metallmaterial, so dass das Metallmaterial
rasch abgekühlt
und verfestigt wird, auch die Bereitstellung eines amorphen Metalls.
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Die
vorstehende Diskussion offenbart und beschreibt lediglich eine Anzahl
beispielhafter Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung. Dem Fachmann ist klar, dass die vorliegende
Erfindung auch in anderen spezifischen Formen ausgeführt werden
kann, ohne. von den wesentlichen Eigenschaften der vorliegenden
Erfindung abzuweichen. Demgemäß dient
die Offenbarung der vorliegenden Erfindung lediglich der Veranschaulichung
und ist bezüglich
des Schutzbereichs der Erfindung, der in den beigefügten Ansprüchen dargelegt
ist, nicht beschränkend
aufzufassen. Folglich kann die vorliegende Erfindung innerhalb des
Schutzbereichs der Erfindung in verschiedener Weise ausgeführt werden.
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Die
gesamte Offenbarung der japanischen Patentanmeldung H11-156827,
die am 3. Juni 1999 angemeldet worden ist, wird unter Bezugnahme
in diese Beschreibung einbezogen.