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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anbringen von
Füllungsmitteln
auf glatten Zahnoberflächen
und insbesondere auf interproximalen Zahnoberflächen.
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STAND DER TECHNIK
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Es
ist bekannt, dass Füllungsmittel,
die auf Zähnen
angebracht werden, den Zahnfäuleprozess verhindern
und anhalten. Beispielsweise kann man mit einer Bürste oder
einer Ausgabevorrichtung eine Schicht Füllungsmittel auf den leicht
zugänglichen okklusalen
Oberflächen
und in ähnlicher
Weise, falls gewünscht,
auf den bukkalen und lingualen Zahnoberflächen anbringen. Die Füllungsmittel
können
daher die Gestalt einer dünnen
Kunststofffolie haben.
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Füllungsverfahren
für den
okklusalen Bereich mit dem Ziel, die Okklusalkaries CARO (siehe 1)
zu beenden bzw. zu verhindern, sind nicht effizient für Anbringungen,
bei denen der Zugang schwierig ist, etwa auf den interproximalen
Oberflächen.
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Zum
Anbringen einiger nichtstarrer Schutzprodukte (z.B. Wachs, hydrophile
oder hydrophobe, verformbare Folie usw.) wird manchmal auch Zahnseide
verwendet.
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Es
besteht daher Bedarf an einem Produkt und einem Verfahren, welches
das Anbringen einer dauerhaften schützenden Deckschicht in biokompatibler
Form auf den als glatt bezeichneten Oberflächen, und insbesondere auf
den interproximalen Oberflächen,
ermöglicht.
Ein Großteil
der Zahnkaries befindet sich zwischen den interproximalen Oberflächen in
der Nähe
des Kontaktpunktes zwischen zwei benachbarten Zähnen; daher soll durch einen
Schutz dieser Region der Prozess der interproximalen Karies CARI
verhindert bzw. beendet werden.
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In
dem Beitrag "Plastic
Sealing of Proximal Surfaces of Teeth, A New Technique [Journal
of Baltimore College of Dental Surgeons, J.M. de Davila, R.F. Sisca,
N. Tinanoff, D.V. Provenza, 1975 July 30(1), pp. 40–47] geht
es um eine Füllungsanbringungsvorrichtung,
die zum Abdichten von interproximalen Oberflächen bestimmt ist. Diese Anbringungsvorrichtung
umfasst ein flaches Polyurethan-Band, das in seiner Mitte ein Stück absorbierendes
Gewebe mit einer Dicke von 250 Mikrometern und an den Seiten dieses
Gewebestücks
zwei seitliche Abschnitte mit einer Dicke von 60 Mikrometern aufweist.
Die beschriebene Technik ist folgende: Zuerst wird ein Ätzmittel
unter Verwendung des absorbierenden Gewebes auf die Zähne aufgebracht,
dann wird eine andere Anbringungsvorrichtung verwendet, mit deren
eigenem absorbierenden Gewebe die selbstpolymerisierende Füllung angebracht
wird. Die noch nicht polymerisierte Füllung wird dann während der
Polymerisation mit einem der seitlichen Polyurethan-Abschnitte der
Anbringungsvorrichtung abgedeckt.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anbringungsvorrichtung
bereitzustellen, die das Anbringen einer Füllung mit biokompatibler Morphologie
auf einer glatten Zahnoberfläche
ermöglicht,
sowie ein Verfahren zum Anbringen dieser Füllung. Die behandelte Zahnoberfläche, auf
der diese Füllung
angebracht wird, kann Zahnfäule
(Karies) aufweisen oder gesund sein. Insbesondere handelt es sich
bei der glatten Zahnoberfläche
um eine interproximale Oberfläche.
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Entsprechend
der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Anbringen einer
Füllung mit
biokompatibler Morphologie auf einer glatten Zahnoberfläche bereitgestellt.
Diese Vorrichtung umfasst in erster Linie eine geschlossene Fläche sowie Mittel
zum Positionieren der geschlossenen Fläche gegen eine zu behandelnde
Zahnoberfläche,
Mittel zum Halten der geschlossenen Fläche in Position gegen die Zahnoberfläche und
ein Füllungsmittel,
das geeignet ist, an der Zahnoberfläche anzuhaften.
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Entsprechend
der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Anbringen einer
Füllung auf
einer interproximalen Oberfläche
eines Zahnes bereitgestellt, umfassend eine geschlossene Fläche, Positioniermittel
zum Positionieren der geschlossenen Fläche gegen eine zu behandelnde
interproximale Oberfläche
eines Zahns, ein Füllungsmittel,
das geeignet ist, zwischen der geschlossenen Fläche und der interproximalen
Oberfläche
positioniert zu werden und an der interproximalen Oberfläche anzuhaften,
und Mittel, um die geschlossene Fläche während des Aushärten des
Füllungsmittels
gegen die interproximale Oberfläche
an ihrer Position zu halten, wobei das Füllungsmittel nach dem Aushärten wenigstens
einen Teil der auf der interproximalen Oberfläche angebrachten Füllung bildet.
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Außerdem wird
entsprechend der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zum Anbringen
einer Füllung
auf einer interproximalen Oberfläche
eines Zahnes bereitgestellt, umfassend eine geschlossene Fläche, Positionierungmittel
zum Positionieren der geschlossenen Fläche gegen eine zu behandelnde interproximale
Oberfläche
eines Zahns, wobei die geschlossene Fläche geeignet ist, zu ermöglichen, dass
ein Füllungsmittel
generell zwischen der geschlossenen Fläche und der interproximalen
Oberfläche
aufgenommen wird, und Haltemittel, um die geschlossene Fläche während des
Aushärten
des Füllungsmittels
gegen die interproximale Oberfläche
zu halten, wobei das Füllungsmittel
nach dem Aushärten
an der interproximalen Oberfläche
anhaftet und wenigstens einen Teil der an der interproximalen Oberfläche angebrachten
Füllung
bildet.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Nach
dieser generellen Beschreibung der Eigenschaften der Erfindung wird
nun eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben:
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1 ist
eine interproximale Ansicht eines Zahnes und einer Positionierung
anatomischer Elemente.
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2 ist
eine perspektivische Ansicht von Zähnen in Kontakt mit einem gewöhnlichen
Rekonstruktionsband, das durch diese Zähne hindurchgeführt ist,
wobei auch Querschnittslinien als Referenz dargestellt sind.
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2A ist
ein Querschnitt entlang der horizontalen Querschnittsebene A aus 2.
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2B ist
ein Querschnitt entlang der vertikalen Querschnittsebene B aus 2.
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2C ist
ein Querschnitt ähnlich 2A, wobei
jedoch die Zähne
separat gezeigt werden und die nichtanatomische Kontur der Füllung gezeigt wird.
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2D ist
ein Querschnitt ähnlich 2B, wobei
jedoch die Zähne
separat gezeigt werden und die nichtanatomische Kontur der angebrachten
Füllung
gezeigt wird.
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3A ist
ein Querschnitt entlang der Querschnittsebene A aus 2,
wobei die Zähne
separat gezeigt werden, und ist 2C ähnlich,
stellt allerdings anstelle des gewöhnlichen Bandes eine Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung dar.
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3B ist
ein Querschnitt entlang der Querschnittsebene B aus 2,
zeigt die Zähne
separat und ist 2 ähnlich, stellt allerdings anstelle
des gewöhnlichen
Bandes eine Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung dar.
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4A, 4B, 4C und 4D sind schematische
Querschnitte ähnlich 3B und
zeigen der vorliegenden Erfindung entsprechende Beispiele der Füllungsanbringung
auf einem Zahn.
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5 ist
eine perspektivische Gesamtansicht der bevorzugten Ausführungsform
der Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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6 ist
eine perspektivische Gesamtansicht einer Variante der Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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6A ist
eine interproximale Ansicht der Variante aus 6, die an
einem Zahn angeordnet ist.
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6B ist
eine bukkale Ansicht der Variante aus 6, die an
einem Zahn angeordnet ist (einem Prämolaren, der derselbe ist wie
in 6A).
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7A ist
ein Querschnitt entlang der Querschnittsebene A aus 2 und
zeigt zwei Zähne
separat sowie die Füllungsanbringungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei die beiden Zähne
zu behandeln sind.
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7B ist
ein Querschnitt entlang der Querschnittsebene B aus 2 und
zeigt zwei Zähne
separat sowie die Füllungsanbringungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei die beiden Zähne
zu behandeln sind.
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8 ist
eine perspektivische Gesamtansicht der beiden Zähne in Kontakt mit einem Zahnsteinschaber.
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9 ist
eine perspektivische Gesamtansicht der beiden Zähne aus 8, jedoch
während der
Verwendung der Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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10 eine
perspektivische Gesamtansicht einer Variante der Füllungsanbringungsvorrichtung entsprechend
der vorliegenden Erfindung.
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11 ist
eine perspektivische Gesamtansicht einer weiteren Variante der Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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12 ist
eine perspektivische Gesamtansicht einer weiteren Variante der Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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13 ist
eine perspektivische Gesamtansicht einer weiteren Variante der Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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14 ist
eine perspektivische Gesamtansicht einer weiteren Variante der Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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15 ist
eine perspektivische Gesamtansicht einer weiteren Variante der Füllungsanbringungsvorrichtung
entsprechend der vorliegenden Erfindung.
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DEFINITIONEN
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- Behandelter Zahn DT: Zahn, auf welchem eine Füllung S
angebracht wird.
- Angrenzender Zahn DA: an den behandelten Zahn DT angrenzender
Zahn.
- Kontaktfläche
CO: Kontaktpunkt oder -fläche
zwischen zwei aneinander angrenzenden Zähnen.
- Gewöhnliches
Band BR: Band, das während
der Zahnrekonstruktion als Stützmatrize
verwendet wird.
- Enamel EM: natürlicher,
auf dem Zahn vorhandener Zahnschmelz.
- Dentin DE.
- Pulpakammer P.
- Gingiva G.
- Behandelte Oberfläche
ST: Region der glatten Oberfläche,
die anfälliger
für Zahnfäule ist
und die durch die mit der vorliegenden Erfindung angebrachte Füllung S
geschützt
werden soll.
- Okklusalkaries CARO: Karies, die vollständig oder teilweise an der
okklusalen Oberfläche
des Zahnes zu finden ist.
- Interproximalkaries CARL: Karies, die vollständig oder teilweise an der
interproximalen Oberfläche
des Zahnes zu finden ist.
- Wurzelkaries CAR: Karies, die vollständig oder teilweise an der
Oberfläche
der Zahnwurzel zu finden ist.
- Glatte Zahnoberfläche:
Hierbei kann es sich um eine mesiale, distale, bukkale oder linguale
Zahnoberfläche
handeln; diese Oberfläche
kann restauriert worden sein oder kann vollständig oder teilweise eine Pulpafläche sein.
- Kontaminationsstoffe: krevikuläre Flüssigkeiten, Speichel, Blut,
Zahnbelag, Zahnstein, Sauerstoff oder jeder andere in der behandelten
Region vorhandene Stoff, der die adäquate Anbringung der Füllung auf
der glatten Oberfläche
behindert; diese Kontaminationsstoffe können die Polymerisation und/oder
die Haftung und/oder die Anbringung des Füllungsmittels behindern.
- Füllungsmittel
AS: Hierzu gehören,
allerdings nicht ausschließlich,
jedes Dentaladhäsiv,
jeder dentale Zement, jede Zahnfüllung,
Kunstharz vom BIS-GMA-Typ, andere für die Restaurierung gebräuchliche
Materialien, andere Zementierungsmaterialien oder andere Materialarten,
die eine Deckschicht bilden können.
Diese Materialien können (z.B.
mit Mikropartikeln) angereichert oder unangereichert sein. Diese
Materialien können
eine oder mehrere förderliche
Substanzen (z.B. Fluor) enthalten oder auch nicht. Diese Materialien
können
bei Licht oder UV-Licht polymerisiert werden oder selbstpolymerisierend
sein, oder auch nicht. Das Füllungsmittel
AS muss längere
Zeit (mehrere Monate) an einer Zahnoberfläche haften können.
- Schutzfolie FP: Diese Folie besteht aus einem kohäsiven Produktteil
der Füllung
S und zielt auf eine Verbesserung der Effizienz der Füllung S.
Diese Folie wird vor oder während
der Anbringung der Füllung
S in das Volumen des Oberflächenhohlraums
eingeführt.
Diese Folie kann aus einem einzelnen Stück oder mehreren Produktfragmenten
bestehen. Diese Folie kann aus einem polymerisierten Füllungsmittel, aus
einer Metallfolie (z.B. Gold, Metalllegierung, Titan) oder aus jeder
anderen biokompatiblen schützenden
Substanz mit Schutzwirkung bestehen.
- Konditioniermittel AC: Zu den Konditioniermitteln AC gehören unter
anderem eine Säurelösung wie
z.B. Phosphorsäure,
Zitronen- oder Maleinsäure,
selbstätzende
Primer, konditionierende Primer, die auf das Enamel, das Dentin
oder den Zement des Zahnes für eine
bestimmte Dauer aufgebracht werden können, um die Oberfläche vor
der Verwendung des Füllungsmittels
AS zu präparieren.
Dieses Mittel kann vor der Anbringung dieses Füllungsmittels durch Spülen (z.B.
mit Wasser) entfernt werden oder durch eine mit dem Füllungsmittel
AS verträgliche
Substanz (z.B. eine neutralisierende Base oder ein anderer Neutralisierungsstoff)
neutralisiert werden oder auch nicht. Bei dem Konditioniermittel
AC kann es sich auch um einen Feststoff oder eine Flüssigkeit
handeln, die bzw. der das Einführen
des Füllungsmittels
AS vereinfacht, indem sie bzw. er vor oder gleichzeitig mit dem
Füllungsmittel
eingeführt
wird (z.B. Absorptionspulver, absorbierende, schwammartige Substanz,
Alkohol, Aceton usw.).
- Füllung
S: Kohäsives
Produkt, das nach dem Anbringungsvorgang und als Ergebnis dieser
Anbringung auf der Zahnoberfläche
verbleibt. Dazu können
eines oder mehrere der folgenden Elemente bzw. Komponenten dieser
Elemente gehören:
Füllungsmittel
AS, Schutzmittel, Konditioniermittel AC, Schutzfolie, geschlossene
Fläche
SF (siehe Beschreibung unten) oder andere.
- Anmerkung: Die günstigen
Eigenschaften eines Füllungsmittel
AS können
sein: kurze Polymerisationszeit, starke Haftung am Enamel und Härte in dünner Schicht.
Bevorzugt enthält
das Füllungsmittel
AS Fluor oder andere Mittel, die sich günstig auf den Zahn und/oder
das Periodontium auswirken. Vollständige Polymerisation in dünner Schicht
und geringe Anfälligkeit
für Kontamination
(z.B. Sauerstoff, Feuchtigkeit usw.). Außerdem kann das Füllungsmittel
AS von einer Farbe sein, die für
einen Kliniker leicht zu erkennen ist.
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Geschlossene Fläche SF
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In
diesem Abschnitt wird der Hauptteil der Erfindung beschrieben, und
verschiedene Varianten werden ebenfalls erläutert.
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Die
geschlossene Fläche
SF besteht aus einem oder mehreren Materialien, die eine dreidimensionale
Gestalt ausbilden, wie z.B. eine Form, welche die zu behandelnde
Oberfläche
des Zahnes ST formen kann (ohne sie notwendigerweise zu berühren), während ein
oder mehrere Hohlräume
bleiben, die zwischen der Zahnoberfläche ST und dieser geschlossenen
Fläche
SF erzeugt werden.
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Die
Oberflächen
der geschlossenen Fläche SF,
die den Oberflächen
des behandelten Zahnes zugewandt sind, werden als Innenflächen bezeichnet.
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Das
Volumen des Hohlraums oder der Gesamtheit der Hohlräume bei
der Polymerisation des Füllungsmittels
AS wird als Hohlraumschicht FC bezeichnet. Diese Hohlraumschicht
FC dient als Form (begrenzt durch die behandelte Oberfläche ST und die
geschlossene Fläche
SF) in biokompatibler Form für
das Füllungsmittel
AS. Die Hohlraumschicht FC hat eine sehr geringe durchschnittliche
Dicke, idealerweise mit einem Durchschnitt um 15 Mikrometer, die
aber durchschnittlich zwischen 1 und 150 Mikrometern variabel ist.
In 3A und 3B findet
sich ein schematischer Querschnitt der geschlossenen Fläche SF und
der Hohlraumschicht FC an dem behandelten Zahn DT.
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Die
geschlossene Fläche
SF ist so gestaltet, dass, wenn sie adäquat gegen die Oberfläche des
zu behandelnden Zahnes ST angeordnet wird, die Umfangsabschnitte
ihrer Innenfläche
sich im Durchschnitt näher
oder ebenso nah an der Zahnoberfläche befinden wie die anderen
Abschnitte der inneren Oberfläche.
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Die
Füllung
S (4A bis 4D), die
aus dem Formen mit der Hohlraumschicht FC entsteht, hat eine Gestalt,
die mit der biologischen Gestalt der Zahnoberfläche in Einklang steht, die
sie bedeckt und schützt.
Bei der Füllung
S handelt es sich somit um eine dünne Schicht von einigen Mikrometern
Dicke, die nach gegenwärtigen
klinischen Bewertungskriterien klinisch akzeptabel ist und infolgedessen
keine wesentliche Veränderung
der ursprünglichen
Zahnform darstellt und keine beträchtlichen Zwischenräume aufweist.
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Da
die Morphologie glatter Zahnoberflächen bei Patienten inter- und
intraindividuell stark variiert, ist eine speziell für die Anpassung
an die zu behandelnde Zahnoberfläche
ST konzipierte geschlossene Fläche
SF besonders wünschenswert.
Möglich
ist dies durch die Verwendung eines verformbaren (z.B. Mylar®-Folie
von Dupont mit ca. 25 Mikrometern Dicke) oder elastischen Materials.
Bei der Erzeugung dieser geschlossenen Fläche SF ist es möglich, dass das
Füllungsmittel
AS oder die Schutzfolie oder die anderen Hilfsmittel sich zwischen
dem Zahn und der Innenfläche
der geschlossenen Fläche
SF befinden.
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Die
geschlossene Fläche
SF ist somit eine 3D-Struktur, die einen definierten Umriss aufweist und
die Zahnoberfläche
nachformt. Die Peripherie dieser Struktur passt sich sehr eng an
die Zahnoberfläche
an, lässt
dabei aber einen Hohlraum bestehen, der als Hohlraumschicht FC bezeichnet
wird und als Form für
das Füllungsmittel
AS dient.
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Es
existieren zahlreiche Varianten dieser geschlossenen Fläche SF,
und die Eigenschaken dieser Varianten werden unten beschrieben.
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Angepasste Oberfläche
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Es
ist möglich,
eine geschlossene Fläche
SF mit adäquater
Anpassung an die Gesamtheit oder einen Teil der glatten Oberflächen bereitzustellen.
In diesem Fall ist es möglich,
so vorzugehen, dass der Durchschnitt der in die Gesamtheit aufzunehmenden Oberflächen ermittelt
wird, und auch so, dass ein dreidimensionaler, proportionaler Durchschnitt
der Oberflächen
gebildet wird, dann eine benachbarte Oberfläche gewählt wird und die geschlossene
Fläche
SF darin konzipiert wird. Alternativ ist ein Vorgehen gemäß "Versuch und Irrtum" möglich, um
eine geschlossene Fläche
SF zu entwickeln, die zu der größten Anzahl
glatter Oberflächen
in der ausgewählten
Gruppe passt.
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Anpassbare Oberfläche
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Ebenso
ist es möglich,
eine geschlossene Basisfläche
SF aus einem anpassbaren Material herzustellen, die der Benutzer
an die behandelte Zahnoberfläche
DT anpassen kann, z.B. Mylar®, rostfreier Stahl, Gold
usw.
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Nichthaftende oder haftende geschlossene
Fläche SF
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Die
geschlossene Fläche
kann aus einem Material gefertigt sein, das nicht an dem Füllungsmittel
AS haftet, falls gewünscht
wird, dass die Füllung S
von der geschlossenen Fläche
SF gelöst
werden kann (4A). Es könnte jedoch interessant sein – beispielsweise
um eine bessere Oberflächenbeschaffenheit
zu erzielen, eine widerstandsfähigere Deckschicht
zu erzielen oder aus anderen Gründen – eine geschlossene
Fläche
SF zu erzeugen, die vollständig
oder teilweise an dem Füllungsmittel
AS haftet und die somit einen integralen Bestandteil der Füllung S
bildet (4B).
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Mit Textur versehene geschlossene
Fläche
SF
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Ebenso
ist es möglicherweise
vorteilhaft, die Innenfläche
der geschlossenen Fläche
SF mit Mikro- oder Makrotextur zu versehen, so dass eine Hohlraumschicht
FC gebildet wird, die durch zahlreiche Hohlräume bestimmt ist, oder eine
mit Textur versehene, nichtglatte Oberflächenbeschaffenheit bestimmt
wird. Dies kann erfolgen, um die Leichtigkeit der Anpassung an verschiedene
Typen glatter Oberflächen
zu erhöhen,
oder um die Polymerisation bestimmter Füllungen durch Verringerung
der Oberflächenspannung
zu begünstigen.
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Geschlossene Fläche SF mit
einer zuvor angebrachten Folie
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Ebenso
ist es möglich,
zuvor eine Schutzfolie FP an der Oberfläche der geschlossenen Fläche SF anzubringen,
die das Volumen der Hohlraumschicht FC vollständig oder teilweise ausfüllt. Die
Schutzfolie FP ist eine flexible Schutzfolie, die den Oberflächenschutz
erhöht,
indem sie das Füllungsmittel
und/oder die Oberfläche
des Zahnes in den Regionen mit mangelnder bzw. ohne Aushärtung des
Füllungsmittels AS
während
oder nach dem Anbringungsvorgang abdeckt. Das Anbringen der Schutzfolie
FP kann vor oder nach der Behandlung, während der Herstellung der geschlossenen
Fläche
SF oder durch den Benutzer erfolgen. 4C zeigt
die Füllung
S, welche die Schutzfolie FP und das Füllungsmittel AS umfasst, während 4D eine
Füllung
S darstellt, welche die geschlossene Fläche SF (zusätzlich zu der Schutzfolie FP
und dem Füllungsmittel
AS aus 4C) aufweist.
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Geschlossene Fläche SF mit
vorangehendem Anbringen einer Komponente eines Füllungsmittels
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Ebenso
ist ein vorangehendes Anbringen einer Komponente des Füllungsmittels
AS an der geschlossenen Fläche
SF vor oder nach der Behandlung, während der Herstellung oder
durch den Benutzer möglich.
Ziel ist dabei die Kontrolle der Polymerisationszone.
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Geschlossene Fläche SF mit
vorangehendem Anbringen des Konditioniermittels AC
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Ebenso
ist ein vorangehendes Anbringen eines Konditioniermittels AC möglich, das
während oder
nach der Behandlung, während
der Herstellung oder durch den Benutzer angebracht werden kann.
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Geschlossene Fläche SF mit
Aussparungen V
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Ebenso
kann die geschlossene Fläche
Aussparungen V aufweisen (z.B. Löcher
oder Schlitze), die unter anderem zum Brechen der Spannungen in der
geschlossenen Fläche
SF dienen können,
welche die enge Anpassung dieser geschlossenen Fläche SF an
die Zahnoberfläche
behindern.
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Die
wenigen oben beschriebenen Varianten der geschlossenen Fläche SF können in
verschiedenen Materialien oder Kombinationen von Materialien ausgeführt sein,
beispielsweise Kunststoff oder Zelluloid (Mylar®, Polyester,
Nylon...), Metalle (rostfreier Stahl, Goldlegierungen, NI-TI, Titan
und andere), selbst- oder fotopolymerisierende Materialien (Polysiloxan-Abdruckmaterialien,
z.B. Reprosil®,
Alginat, Kunstharz oder andere), dehnbare Folien (vom SaranWrap®-Typ,
vom Gummityp, Urethan, PTFE oder andere), vorpolymerisierte Materialien
(aus einem polymerisierten Füllungsmittel
oder aus einer Schutzfolie).
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Damit
die zuvor beschriebene geschlossene Fläche SF einfach und effizient
verwendet werden kann, können
verschiedene Komponenten hinzugefügt werden. Die folgenden Abschnitte
beschreiben Komponenten, die einzeln oder in Kombination mit anderen
zu der geschlossenen Fläche
SF hinzugefügt
werden können.
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Seitenteile AL
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Um
die Handhabung und Positionierung der geschlossenen Fläche SF zu
ermöglichen,
können Seitenteile
AL zu der geschlossenen Fläche
SF hinzugefügt
werden (siehe 5, 6, 7A, 10 und 11).
Die Seitenteile AL können
verschiedene Gestalt haben, von einem einfachen Faden (z.B. Zahnseide)
bis zu einem Band. Die Seitenteile AL können aus einem Material oder
mehreren Materialien ähnlich
demjenigen, welches die geschlossene Fläche SF bildet, bestehen.
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Die
Seitenteile AL können
mit Hilfe einer Vorrichtung von der Art eines Matrizenspanners um
den Zahn DT herum festgezogen werden (z.B. Tofflemire®-Matrizenhalter
PMT1, s. 6, 9 und 10).
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Eines
der Seitenteile AL kann durch die Kontaktfläche CO zwischen den Zähnen geführt werden (1, 6A und 6B),
so dass dahinter die geschlossene Fläche SF auf der abzudichtenden
Region in der Zahnoberfläche
ST gleitend mitgeführt wird.
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Die
Seitenteile AL können
nötigenfalls
zur Ausübung
einer Kraft auf die geschlossene Fläche SF dienen, damit diese
in engem Kontakt mit der Zahnoberfläche ST bleibt.
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Verankerungssystem
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Oft
ist es erforderlich, die geschlossene Fläche, sobald sie adäquat positioniert
ist, für
die gesamte Dauer der Polymerisation des Füllungsmittels AS unbeweglich
zu halten. Dementsprechend ist es möglich, ein oder mehrere Verankerungssysteme
zu verwenden, die vor Anordnung der Behandlung vorübergehend
oder dauerhaft mit der geschlossenen Fläche SF verbunden bzw. neben
ihr angeordnet werden. Das Folgende sind einige Verankerungssysteme.
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Verankerung mit Band oder
Faden F
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An
der gingivalen Seite der geschlossenen Fläche SF wird ein längliches
Element F (Band oder Faden) vorübergehend
oder dauerhaft angebracht bzw. neben dieser Seite angeordnet. Dieses
längliche
Element F (5 und 10) hat
zum Ziel, den behandelten Zahn DT auf der gingivalen Ebene fest zu
umschließen,
um die geschlossene Fläche
SF festzuhalten, und es kann damit eine Abdichtung erzielt werden,
welche die geschlossene Fläche
SF gegen Flüssigkeiten
isoliert, die aus dem gingivalen Teil kommen. Das längliche
Element F kann um den Zahn DT herum mit Hilfe eines Matrizenhalters
gespannt werden, z.B. Tofflemire®-Matrizenspanner PMT2
(siehe 5 und 10) usw. Das längliche Element
F kann aus einer Substanz bestehen bzw. eine solche aufweisen, welche
die Straffheit begünstigt
(z.B. gummiartige Substanz).
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Verankerung mit Holzkeil CB
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Ein
Element in Gestalt eines gewöhnlichen dentalen
Holzkeils CB (11) kann einfach vorübergehend
oder dauerhaft mit der geschlossenen Fläche SF verbunden bzw. neben
ihr angeordnet werden, um die geschlossene Fläche SF in Position zu halten.
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Ebenso
erlaubt das System eine gewisse Isolierung der geschlossenen Fläche SF vom
gingivalen Bereich. Der Holzkeil CB wird wie gewohnt durch Keilwirkung
in dem proximalen Zwischenraum angeordnet.
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Verankerung mit Band an angrenzendem
Zahn
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Anstatt
mit dem oben beschriebenen länglichen
Element F den behandelten Zahn DT zu umschließen, kann es auch dazu bestimmt
sein, einen der Zähne
DA angrenzend an den behandelten Zahn DT zu umschließen.
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Verankerung mit Extension
am Kontaktpunkt
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Die
geschlossene Fläche
SF kann von einer Extension gehalten werden, die von der okklusalen Seite
der geschlossenen Fläche
SF ausgeht und dazu bestimmt ist, durch Keilwirkung an den Kontaktpunkt
bzw. die Kontaktfläche
CO geführt
zu werden. Der Druck der Zähne
auf diese Struktur ermöglicht es,
die Gesamtheit der geschlossenen Fläche SF in Position zu halten.
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Diese
Extension kann aus einer dünnen
Folie bestehen, die aus einem oder mehreren Materialien gefertigt
ist (z.B. denselben Materialien, welche die geschlossene Fläche SF bilden
können).
Die Dicke dieser Extension kann zwischen 0,0005 und 0,010 Zoll variieren.
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Diese
Extension kann in bestimmten Situationen auch zur Beabstandung von
Zähnen
dienen.
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Verankerung mit Stiel
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Ein
Stiel MAN (13) kann vorübergehend oder dauerhaft mit
der geschlossenen Fläche
SF verbunden oder einfach neben ihr angeordnet werden, um die geschlossene
Fläche
SF gegen die behandelte Oberfläche
ST anzuordnen und zu halten. Der Stiel MAN kann aus einer oder mehrerer
Materialarten bestehen. Als Stiel MAN kann ein ähnliches Instrument verwendet
werden wie ein Probennehmer oder eine Sonde, wobei das Ende ausreichend
dünn ist,
um in den interproximalen Zwischenraum oder in dessen Nähe eingeführt zu werden.
Der Stiel MAN kann auch einen inneren Schlauch zum Zuführen der
verschiedenen Produkte aufweisen, die für das Anbringungsverfahren
erforderlich sind (z.B. die Nadel einer Spritze, das Ende eines
Luftabrasionssystems usw.).
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Verankerung mit Aushärtesystem
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Eine
Substanz, die fähig
ist, ein elastisches Gedächtnis
anzunehmen oder ausreichend zu erstarren (z.B. Abdruckpaste, fotopolymerisisierende oder
selbstpolymerisierende Kunstharze usw.) wird um die geschlossene
Fläche
SF herum angeordnet oder gedrückt,
um sowohl als Verankerungssystem als auch als geschlossene Fläche SF zu
dienen.
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Verankerung mit Armsystem
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Ein
System von Armen, die einer "dauerhaften
Verformung" unterzogen
werden können
(vom Gelenkarmtyp), mit oder ohne ein aktives Kraftaufbringungssystem
(z.B. Feder) kann dazu verwendet werden, die geschlossene Fläche SF in
Position zu halten. Dieser Arm kann an einer in der Nähe befindlichen
Struktur der behandelten Oberfläche
ST (oder einer anderen Region desselben Zahns, anderen Zähnen, der
Gingiva G usw.) befestigt werden.
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Verankerung mit okklusaler
Extension
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Eine
okklusale Extension EO (5, 6A, 6B und 12)
kann zu der geschlossenen Fläche
hinzugefügt
werden, um das manuelle Halten der geschlossenen Fläche SF ohne
Anwendung von Druck von der Kontaktfläche CO zu ermöglichen.
Der Benutzer hält
dann die Extension EO mit Hilfe eines bestimmten Instruments (z.B.
einer Pinzette).
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Verankerung mit aufblasbarer
Struktur
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Ein
gingivaler Beutel (z.B. aufblasbarer Schlauch) kann an der geschlossenen
Fläche
SF befestigt werden und in den interproximalen Zwischenraum eingeführt werden.
Sobald der Beutel aufgeblasen ist, hält der die geschlossene Fläche SF durch Druck
in Position. Dieser Beutel kann auch als Isoliersystem dienen.
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Die
bisher beschriebenen Komponenten ermöglichen es, die geschlossene
Fläche
SF zu handhaben und in Position zu halten. Zusätzliche Komponenten, die nun
folgen, stehen mit anderen wichtigen Aspekten bei der Umsetzung
einer adäquaten
Anbringung in Verbindung, beispielsweise der Isolierung.
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Isoliersystem
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Ein
Isoliersystem ermöglicht
die Verhinderung der Kontamination des Volumens der Hohlraumschicht
FC, wenigstens während
der kritischen Phasen der Anbringung (z.B. Polymerisation des Füllungsmittels
usw.). Dieses System ermöglicht
in erster Linie die Verhinderung einer Kontamination von der Gingiva
her. Dieses System kann vor oder während der Behandlung vorübergehend
oder dauerhaft mit der geschlossenen Fläche SF verbunden werden oder
neben dieser angeordnet werden.
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Manchmal
ist es möglich,
dass die Isolierung durch ein anderes Element des Systems der vorliegenden
Erfindung erfolgt, ohne dass ein zusätzliches, eigenes Isoliersystem
erforderlich wäre.
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Es
können
ein oder mehrere Isoliersysteme verwendet werden, um eine geeignete
Isolierung zu erzielen. Es folgen Beispiele.
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Isolierung mit physischem
Element
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Zur
Schaffung dieser Isolierung kann eine physische Barriere verwendet
werden, beispielsweise kann eine abdichtendes Verbindungselement
E (5) in das Verankerungssystem integriert werden (z.B.
an dem länglichen
Element F) oder für
sich in einer zusätzlichen
Komponente bestehen. Beispielsweise kann eine elastische oder schwammartige Membran
die Außenfläche der
geschlossenen Fläche
SF abdecken und sich am Umfang über
letztere hinaus erstrecken, wodurch eine abdichtendes Verbindungselement
an der Gesamtheit des Umfangs entsteht.
-
Isolierung mit aktivem System
-
Ein
aktives System zum aktiven Einleiten von Luft oder anderem Gas kann
mit einem in der geschlossenen Fläche SF gebildeten Loch oder
mit einer Peripherie davon verbunden werden, um Gas unter Druck
einzuleiten. Das Ziel dabei ist ein aktives Austreiben der Kontaminationsstoffe.
-
Ebenso
ist es möglich,
ein aktives Absaugsystem zu verwenden (z.B. Absaugen aus der Dentalapparatur),
das in seiner Ausgestaltung und Installation dem oben beschriebenen
System zur Lufteinleitung ähnlich
ist, jedoch mit Absaugen anstatt mit Einleiten funktioniert.
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Hemmmittel
-
Um
das Anbringen einer Füllung
S in einer unerwünschten
Region zu kontrollieren, ist es zweckmäßig, ein Hemmmittel I (5)
in einer physikalischen Gestalt oder Substanz anzuordnen, wodurch die
Polymerisation des Füllungsmittels
AS gehemmt wird. Dies hat den Vorteil, dass der Überschuss begrenzt wird und
der Umriss der angebrachten Füllung S
weicher wird. Beispielsweise wird auf die Innenflächen der
Anbringungsvorrichtung entsprechend der Erfindung und peripher zu
der geschlossenen Fläche SF
vor oder während
der Behandlung, während
der Herstellung oder durch den Benutzer ein Hemmmittel (z.B. Wasser,
Talkumpulver, Urethan, Öl,
Sauerstoff usw.) angebracht. Das Hemmmittel I kann auch in der Form
einer Textur oder von Lochungen bereitgestellt werden, die mit der
Polymerisation des verwendeten Füllungsmittels
unvereinbar sind.
-
Injektionssystem
-
Angesichts
dessen, dass das beschriebene Verfahren das Aufbringen von flüssigen und
gasförmigen
Produkten einschließt,
kann ein System von Kanälen
in das Anbringungssystem entsprechend der Erfindung integriert werden,
um das Anbringen von verschiedenen Produkten zu vereinfachen, die während des
Anbringungsverfahrens erforderlich sind. Hier folgen einige Beispiele.
-
Öffnungen
TI (5, 14 und 15), die
durch die geschlossene Fläche
SF oder durch die Region peripher zu der geschlossenen Fläche SF hindurch
ausgebildet sind, können
während
des Anbringungsverfahrens einen Zugang für die verschiedenen verwendeten
Produkte bilden (z.B. Wasser, Säure,
Luft, Konditioniermittel AC, Füllungsmittel
AS, Schleifmittel usw.). Es ist dann möglich, die verschiedenen Produkte
vermittels einer Spritze SI durch die Öffnungen TI zu injizieren (14).
-
Alternativ
können
ein oder mehrere Röhrchen
TUY (15) mit den Öffnungen
TI verbunden werden, da die Röhrchen
TUY den Zugang zu der Öffnung
TI oder zu den Öffnungen
TI/TE vereinfachen (z.B. für
den Zugang zum okklusalen Bereich). Diese Schritte können sogar
von außerhalb
des Mundes durchgeführt
werden; dementsprechend würde der
Benutzer die Hände
an dem bzw. den Röhrchen TUY
haben und müsste
lediglich die verwendeten Produkte in das bzw. die entsprechenden
Röhrchen TUY
injizieren. Die Röhrchen
TUY könnten
somit die geschlossene Fläche
SF mit den Händen
des Klinikers verbinden; dieser könnte dementsprechend die erforderlichen
Produkte zur Anbringung von außerhalb
des Mundes her injizieren.
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Ebenso
ist es möglich,
eine oder mehrere Kapsel(n) SAC (5) zu verwenden,
die vorab mit den während
der Anbringung verwendeten Produkten gefüllt sind und mit den oben beschriebenen Röhrchen TUY
verbunden sind. Durch Druck auf diese Kapseln SAC würden die
gewünschten
Produkte in das Volumen der Hohlraumschicht FC eingeführt.
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Evakuierungssystem
-
Um
die Verdrängung
der verwendeten Produkte zu vereinfachen (z.B. Konditioniermittel
AC, Wasser, Füllungsmittel
AS usw.), können
Evakuierungslöcher
TE (5, 14 und 15) durch die
geschlossene Fläche
SF oder durch ihre Peripherie vorgesehen werden.
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Lichtleitfasern
-
Lichtleitfasern
können
dauerhaft oder vorübergehend
mit der Füllungsanbringungsvorrichtung verbunden
bzw. neben ihr angeordnet werden, um die elektromagnetischen Wellen
bereitzustellen, die für
die Polymerisation des Füllungsmittels
AS erforderlich sind, das bei über
Lichtleitfasern übertragenem
Licht, UV-Licht oder anderem polymerisiert. Diese Lichtleitfasern
können
dazu angeordnet werden, die Polymerisation des Füllungsmittels AS zu steuern,
um Polymerisation auf der gewünschten
Oberfläche
zu erzielen. Die Wellenquelle wird so angeordnet, dass sie dem Ende
zugewandt ist, welches einem der geschlossenen Fläche SF nahen
gegenüberliegt.
-
Anpassungssystem für Vertiefungen
-
Manche
Zähne weisen
eine oder mehrere Vertiefung(en) oder Konkavität(en) DEP (7A und 7B)
an ihren glatten Oberflächen
auf, wodurch die adäquate
Anbringung der Füllung
S behindert werden kann (und Bereiche mit Ober- oder Unterschuss
entstehen).
-
Die
geschlossene Fläche
SF kann eine Gestalt C aufweisen (5, 6A, 7A, 7B und 10),
die der Gestaltung einer solchen Konkavität folgt. Ist dies nicht der
Fall, so kann eine Form vorgesehen werden, die neben der geschlossenen Fläche SF,
und insbesondere neben dem Gingival und neben dem Okklusal dieser
geschlossenen Fläche
SF angeordnet oder damit verbunden wird und zum Formen der auf der
Zahnoberfläche
ST vorhandenen Vertiefung(en) geeignet ist. Diese Form C kann aus
einem flexiblen, schwammartigen, kompressiblen Material bestehen
(z.B. Schaum, Gummi usw. oder demselben Material, das die geschlossene Fläche SF bildet).
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Positionierungsführung
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Vorzugsweise
sind peripher zu der geschlossenen Fläche SF oder an anderen Stellen
an der Anbringungsvorrichtung visuelle und/oder physische Führungen
M (10) vorgesehen, um dem Benutzer dabei zu helfen,
die geschlossene Fläche
SF gegen die Region der zu behandelnden glatten Zahnoberfläche zu positionieren.
Die Führungen
M werden vor oder während
des Anbringungsverfahrens vorübergehend
oder dauerhaft neben der geschlossenen Fläche SF angeordnet oder mit
ihr verbunden.
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Diese
Führungen
M können
in bzw. auf die geschlossene Fläche
SF oder auf eine oder mehrere der benachbarte(n) Komponente(n) aufgedruckt,
geprägt
oder gestanzt sein.
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Es
kann eine dreidimensionale Struktur in die Erfindung aufgenommen
werden, die als visuelle und taktile Führung M dient. Diese Struktur
kann an benachbarte Strukturen der behandelten Oberfläche ST angelehnt
sein und dementsprechend dem Benutzer dabei helfen, die geschlossene
Fläche
SF korrekt zu positionieren.
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Absorptionselement
-
Es
ist möglich,
vorübergehend
oder dauerhaft ein Arbsorptionsmittel, welches eine Vereinfachung
der Verdrängung
oder Rückhaltung
der verwendeten Fluidprodukte ermöglicht, neben der geschlossenen
Fläche
SF anzuordnen bzw. es mit dieser zu verbinden. Dieses Absorptionsmittel
kann die Kontrolle über
das Produkt und/oder die Kontaktzeit des Produktes mit der Zahnoberfläche erhöhen oder die
Evakuierung von Fluiden vereinfachen.
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Abstandsmittel
-
Das
Abstandsmittel AE (5) ist eine Substanz oder ein
Instrument, das zum Beabstanden der Zähne während des Anbringungsverfahrens
dient, wenn dies nötig
ist.
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Dieses
Mittel kann vorübergehend
oder dauerhaft in die Anbringungsvorrichtung integriert werden.
Beispielsweise kann eine okklusale Extension EO der geschlossenen
Fläche
SF in der Weise integriert werden, dass sie zwischen den Zähnen auf
der Ebene der Kontaktfläche
CO eingeführt
werden kann und so die Zähne
beabstandet.
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Ein
Abstandsmittel SA für
Zähne kann
auch völlig
unabhängig
verwendet werden (12), z.B. Matrize, Palodent®-Spacer,
Holzkeil CB usw.
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Mittel zum Anzeigen und Regulieren
des auf die geschlossene Fläche
SF ausgeübten
Drucks
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Es
kann sinnvoll sein, eine Kraft einer bestimmten Größe auf die
geschlossene Fläche
SF gegen die Zahnoberfläche
ST auszuüben.
Je nach Art der verwendeten Füllung
AS muss manchmal eine Kraft einer spezifischen Größe ausgeübt werden.
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An
den Seitenteilen AL und/oder an dem Verankerungssystem und/oder
an jeder anderen Struktur des Anbringungsystems kann ein System
(z.B. Gummibänder
oder Federn) vorgesehen werden, das es ermöglicht, die auf die geschlossene
Fläche SF
ausgeübte
Kraft aktiv einzustellen.
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Ebenso
ist es möglich,
an den Seitenteilen AL und/oder an dem Verankerungssystem oder an
jeder anderen Struktur der Erfindung ein Dynamometer oder ein entsprechendes
System vorzusehen, das dem Benutzer die Größe der ausgeübten Kraft
anzeigen kann, so dass er in die Lage versetzt wird, die ausgeübte Kraft
entsprechend einzustellen, falls nötig.
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Feuchtigkeitsanzeigevorrichtung
-
Es
kann sehr sinnvoll sein, das Feuchtigkeitsniveau in der Hohlraumschicht
FC während
verschiedener Schritte der Anbringung zu kennen (z.B. vor der Anbringung
der verschiedenen Konditioniermittel AC und Füllungsmittel AS). Daher können eine oder
mehrere Feuchtigkeitsanzeigevorrichtungen (z.B. absorbierendes Blatt
mit einem auf Feuchtigkeit reagierenden Mittel, elektronische Anzeige,
absorbierendes Blatt allein usw.) vorübergehend oder dauerhaft in
das Anbringungsystem integriert werden, wobei sie sogar zu verschiedenen
Zeitpunkten vor dem Anordnen des Anbringungsverfahrens integrierbar
sind.
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Straffheitsanzeigevorrichtung
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Um
zu bestimmen, ob die geschlossene Fläche SF ausreichend an die Oberfläche ST des
Zahnes DT angepasst ist, können
verschiedene Systeme in die Erfindung integriert werden.
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Beispielsweise
kann eine Luftdruckanzeigevorrichtung durch eine oder mehrere Öffnungen
mit der Hohlraumschicht FC verbunden werden, wobei sie durch die
geschlossene Fläche
SF oder durch ihre Peripherie hindurchgeführt wird. Durch Injektion von
Gas oder Fluid (z.B. Umgebungsluft) unter Druck in diese Hohlraumschicht
FC durch eine oder mehrere Öffnungen
wird es ermöglicht,
dass eine mit der Hohlraumschicht FC verbundene Druckanzeigevorrichtung
den Druck anzeigt, indem die Druckdifferenz zwischen dem Einlass
und dem Auslass berechnet wird. Eine nicht korrekte Anpassung bewirkt
ein Austreten, das zu einem Abfall des relativen Drucks führt. Eine
korrekte Anpassung bewirkt dagegen ein geringeres Austreten, das
zu einem hohen relativen Druck führt.
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Adstringens
-
Um
die Risiken einer Kontamination zu begrenzen, die manchmal von gingivaler
Blutung herrühren,
kann es sinnvoll sein, ein Adstringens zu verwenden.
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Ein
Adstringens (z.B. Hemodent®, Cut-Roll® usw.)
kann in die Anbringungsvorrichtung entsprechend der vorliegenden
Erfindung in einer Struktur integriert werden, die gingival zu der
geschlossenen Fläche
SF liegt. Beispielsweise können
die die Gingiva G berührenden
Teile des Verankerungssystems und/oder Seitenteile AL vorab damit
imprägniert
werden.
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Eine
Rückhaltesubstanz
absorbierender Art kann zum besseren Rückhalten des Adstringens verwendet
werden.
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Schleifmittel
-
Um
die Oberflächenbearbeitung
zu vereinfachen, kann ein Schleifmittel auf eines der Elemente des
Systems angebracht werden.
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Für das Periodontium förderliches
Mittel
-
Eine
oder mehrere Komponente(n) der Füllung
S können
ein für
das Periodontium förderliches Mittel
enthalten. Die Füllung
S kann auch nur wegen ihrer periodontalen Wirkung angebracht werden
(z.B. antimikrobielles Mittel, Knochenwachstumsfaktor, entzündungshemmendes
Mittel usw.). Die Füllung
S könnte
in diesen Fällen
eher gingival angebracht werden.
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Weitere Anmerkungen
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Mit
den gewählten
Materialien und der gewählten
Ausgestaltung können
eine oder mehrere Anbringung(en) mit demselben System entsprechend
der Erfindung vorgenommen werden.
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Es
ist möglich,
mehrere geschlossene Flächen
SF in derselben Anbringungsvorrichtung zu verbinden, um mehrere
Anbringungen an mehreren verschiedenen Zahnoberflächen ST
vorzunehmen.
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Außer für die Anbringung
der Füllung
S kann die vorliegende Erfindung auch für eine kontrollierte Aufbringung
eines Schutzmittels oder eines kosmetischen Mittels (z.B. eines
Weißmittels)
auf den Zahnoberflächen
für eine
längere
Zeit (z.B. Minuten oder Stunden) verwendet werden.
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Ein
zusätzliches
Band, das durch die Hohlraumschicht FC geführt wird, kann hinzugefügt werden.
Dieses Band (das z.B. die Gestalt eines interproximalen dentalen
Schleifstreifens hat) ist geeignet zur Präparierung der Zahnoberfläche ST (z.B.
Säuberungsschleifmittel,
Absorptionsmittel mit einem Konditionierungsmittel AC usw.) und
kann durch den Zwischenraum zwischen der Innenfläche der geschlossenen Fläche SF und
der Zahnoberfläche
ST geführt
werden.
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In
Anbetracht dessen, dass die Anbringungsvorrichtung entsprechend
der vorliegenden Erfindung eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Anpassung an die
glatten Zahnoberflächen
aufweist, könnte
sie für
Restaurierungstechniken für
glatte Zahnoberflächen
verwendet werden.
-
Es
ist darauf hinzuweisen, dass beispielsweise die Verwendung gegenwärtig in
der Zahnrekonstruktion verwendeter Produkte kein Anbringen einer
Füllung
mit biokompatibler Morphologie im interproximalen Bereich unter
Berücksichtigung
der Anatomie des zu behandelnden Zahnes erlaubt. Würde beispielsweise
für das
Anbringen eines Füllungsmittels
AS (siehe die verschiedenen 2) ein gewöhnlicher
Rekonstruktionsstreifen BR verwendet, oder würde auch nur versucht, eine
Bürste
zu verwenden, so käme
es dadurch zu mangelnder Polymerisation aufgrund der Kontamination
der dünnen Schicht
mit Sauerstoff oder Feuchtigkeit, Überschüssen EX (2D)
und einer Gestalt, welche die Anatomie des Zahnes (siehe 2C und 2D)
nicht berücksichtigt,
wodurch möglicherweise
beim Kauen periodontale und funktionale Probleme auftreten würden.
-
Dagegen
ist die Anbringung einer Füllung
auf der interproximalen Zahnoberfläche mit der vorliegenden Erfindung
möglich,
deren Eigenschaften oben entsprechend dem folgenden Anbringungsverfahren
beschrieben wurden.
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VERFAHREN ZUM ANBRINGEN DER
FÜLLUNG
IM INTERPROXIMALEN BEREICH
-
Identifikation und Beurteilung
der zu behandelnden Oberfläche
-
Zunächst muss
sichergestellt werden, dass keine Kontraindikation gegen die Behandlung
vorliegt (z.B. Vorliegen einer sehr großen Karies, eine typische Morphologie,
medizinische Kontraindikationen usw.).
-
Säuberung
der zu behandelnden Oberfläche
(8)
-
Mit
einem Schaber CUR und/oder einem Schleifmittelstreifen oder mit
jedem anderen geeigneten Instrument säubert der Benutzer die zu behandelnde
Oberfläche
ST wie bei einer gewöhnlichen Reinigung.
-
Einrichten der Anbringungsvorrichtung
(9)
-
Die
geschlossene Fläche
SF wird, nötigenfalls
unter Verwendung der Seitenteile AL, eingerichtet. Das Einführen erfolgt
durch Einführen
eines der Seitenteile AL durch die Kontaktfläche CO, wobei die geschlossene
Fläche
SF anschließend
gleitend an ihre Position gebracht wird.
-
Verankerung der geschlossenen
Fläche
SF der Anbringungsvorrichtung
-
Die
längliche
Anbringungsvorrichtung und damit die geschlossene Fläche SF werden
durch Zusammenziehen um den Zahn DT mit Hilfe des Tofflemire®-Matrizenhalters
PMT2 fixiert.
-
Beabstandung der Zähne
-
Im
Falle der Verwendung der bevorzugten Ausführungsform erfolgt eine ausreichende
Beabstandung durch das Abstandsmittel AE (das die Gestalt der okklusalen
Extension EO der geschlossenen Fläche SF annehmen kann) während des
Einführens des
oberen Abschnittes davon über
der geschlossenen Fläche
SF zwischen den Zähnen
gegenüber
den Kontaktflächen
CO. Ist die Beabstandung der Zähne unzureichend,
so kann auch das Abstandsystem SA verwendet werden.
-
Vorbereitung der Zahnoberfläche DT
-
Anschließend wird
die zu behandelnde Zahnoberfläche
ST nötigenfalls
mit einer oder mehreren der folgenden Substanzen bearbeitet.
-
Ätzen der zu behandelnden Zahnoberfläche
-
37-prozentige
Phosphorsäure
(oder ein anderes Ätzmittel)
wird für
einige Sekunden in das Volumen zwischen der Innenfläche der
geschlossenen Fläche
SF und der zu behandelnden Zahnoberfläche DT eingebracht.
-
Spülen
-
Danach
wird ein Spülen
für einige
Sekunden durchgeführt.
Im Falle der Verwendung eines selbstätzenden Primers (wobei also
kein Spülen
erforderlich ist) erübrigt
sich das Spülen.
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Trocknen
-
Falls
nötig erfolgt
ein Trockenvorgang. Eine teilweise oder vollständige Trocknung des Volumens der
Hohlraumschicht FC kann mit einem komprimierten Gas vorgenommen
werden (z.B. Umgebungsluft der Dentalapparatur). Ein Strahl komprimierter
Luft wird dann mit der Wasser-Luft-Spritze SAE (9) zwischen
die geschlossene Fläche
SF und die Oberfläche
ST des Zahnes DT gerichtet. Die Seiteneile AL können bei der Ausrichtung des
Luftstrahls helfen. Ein Absorptionsabschnitt kann zu einer vollständigen oder
teilweisen Durchführung
der Trocknung verwendet werden. Im Falle einer hydrophilen Füllung S
ist eine teilweise Trocknung der Hohlraumschicht FC erwünscht.
-
Aufbringen des Primers, falls nötig
-
Ein
Primer wird für
einige Sekunden in das Volumen zwischen der Innenfläche der
geschlossenen Fläche
SF und der zu behandelnden Zahnoberfläche ST eingeführt und
dann einige Sekunden lang mit Luft getrocknet.
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Einrichten des Füllungsmittels AS
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Ein
Füllungsmittel
AS (9), z.B. Scotch Bond Multi Purpose PlusTM von 3M, wird angebracht, indem passiv
ein Tropfen des Füllungsmittels
zurückgelassen
wird, oder durch Einspritzen desselben unter Druck an der Grenzfläche zwischen
der geschlossenen Fläche
SF und der Oberfläche
ST des Zahnes DT.
-
Sodann
füllt man,
falls nötig,
durch leichtes Versetzen der geschlossenen Fläche SF gegen die Oberfläche ST des
Zahnes DT in einer Vorwärts-Rückwärts-Bewegung,
mit Hilfe der Seitenteile AL so weit wie möglich das Volumen der Hohlraumschicht
FC.
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Anwendung einer Kraft
-
Nötigenfalls
kann während
der Polymerisation unter anderem wegen der Seitenteile AL eine mittlere
Kraft in Richtung der Oberfläche
ST des Zahnes DT auf die geschlossene Fläche SF ausgeübt werden.
Der Matrizenhalter PMT1 kann zum Zusammenziehen der Seitenteile
AL um den Zahn DT verwendet werden.
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Entfernen der Anbringungsvorrichtung
-
Sobald
die Polymerisation beendet ist, wird die Anbringungsvorrichtung
entfernt, wobei die Füllung
S gegen die Zahnoberfläche
ST in Position bleibt.
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Entfernen von Überschuss und Oberflächenbehandlung
-
Es
wird eine Überprüfung der
behandelten Oberfläche
ST mit Hilfe einer Zahnsonde durchgeführt (z.B. Periodontalsonde,
Explorersonde usw.). Wenn Überschüsse festgestellt
werden, werden diese anschließend
mit einem Schaber und/oder einem Schleifstreifen entfernt. Sodann
kann die Oberfläche ST
mit Hilfe eines Polierstreifens (z.B. eines mittleren bis feinen
Schleifmittelstreifens) poliert werden.
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Nach
dieser allgemeinen Beschreibung des Verfahrens als Ganzes folgen
nun einige mögliche Varianten
und/oder Eigenschaften des Verfahrens.
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Mehrere Bänder für dieselbe Anbringung
-
Es
können
für dasselbe
Anbringungsverfahren eine oder mehrere Anbringungsvorrichtungen verwendet
werden.
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Wiederholtes
Entfernen und Wiedereinsetzen der Anbringungsvorrichtung während des
Verfahrens Beispielsweise kann nach dem Ätzen die Anbringungsvorrichtung
entfernt werden, um sicherzustellen, dass sich kein Säurerückstand
daran befindet.
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Anbringung an einer nicht-interproximalen
glatten Oberfläche
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Bei
einer nicht-interproximalen (z.B. bukkalen oder lingualen) Oberfläche bleibt
das Verfahren dasselbe, wobei allerdings das Beabstanden der Zähne weniger
nötig ist.
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Luftabrasionssystem zum Säubern der
Oberfläche
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Anstelle
einer Säuberung
der Oberfläche
vor dem Einführen
der Vorrichtung ist es auch möglich, die
Anbringungsvorrichtung zu installieren und dann einen Abrasivstrahl
mit einem Luftabrasionssystem zu verwenden, um die Zahnoberfläche ST zu
säubern
und mit der Präparation
beginnen. Hierdurch ist es möglich,
nur die zu behandelnde Zahnoberfläche ST zu säubern, indem sie mit der Anbringungsvorrichtung
isoliert wird. Dies lässt
sich auch mit einem (derzeit auf dem Markt befindlichen) Laserinstrument oder
mit einem Bohrer durchführen.
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Verwendung eines Stiels und
eines Schlauchs
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In
dem Fall, dass es sich bei dem Verankerungssystem um einen Stiel
MAN handelt, der mit der geschlossenen Fläche SF verbunden ist, variiert
das Anbringungsverfahren wesentlich. Diese Variante der Erfindung
erlaubt eine einfachere Abdichtung der leichter zu erreichenden
Oberflächen.
Der Benutzer kann den Stiel MAN so halten, dass die geschlossene
Fläche
SF während
der verschiedenen Verfahrensschritte mit dem Zahn DT in Kontakt
steht.
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Zur
Beförderung
der verwendeten Produkte und des Füllungsmittels AS kann der Benutzer
neben allen anderen oben beschriebenen Verfahren und Möglichkeiten
auch die geschlossene Fläche
SF in die verschiedenen verwendeten Produkte tauchen.
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Die
Eigenschaften des Stiels MAN können während des
Verfahrens variieren.