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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung für die Pflege
und/oder zur Behandlung und/oder als Make-up für die Haut, einschließlich der
Kopfhaut, und/oder menschliche Lippen und/oder Keratinsubstanzen
wie Keratinfasern, die eine flüssige
Fettphase enthält,
die durch ein spezielles Polymer, das ein Heteroatom enthält, strukturiert
ist. Diese Zusammensetzung kann dauerhaft stabil bleiben und in
Form einer Tube oder als Make-up-Stift wie als Lippenstift vorliegen,
wobei durch das Auftragen der Zusammensetzung eine glänzende Abscheidung
mit guter Haftung oder Langzeitbeständigkeit gebildet werden kann.
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Üblicherweise
liegt eine strukturierte, d. h. gelierte und/oder verfestigte, flüssige Fettphase
in kosmetischen oder dermatologischen Produkten vor; das ist insbesondere
in festen Zusammensetzungen wie Deodorants, Lippenbalsamen, Lippenstiften,
Abdeckprodukten, Lidschatten und gegossenen Grundierungen der Fall.
Das Strukturieren kann mithilfe von Wachsen und/oder Füllstoffen
erreicht werden. Leider neigen diese Wachse und Füllstoffe
dazu, die Zusammensetzung matt wirken zu lassen, was nicht immer,
insbesondere für einen
Lippenstift oder einen Lidschatten, gewünscht wird. Die Verbraucher
sind beständig
auf der Suche nach einem Lippenstift in Form eines Stiftes, mit
dem ein Film mit guter Haftung oder Langzeitbeständigkeit abgeschieden wird,
der gleichzeitig stark glänzend
ist.
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Im
Rahmen der Erfindung bedeutet der Ausdruck "flüssige
Fettphase" eine
Fettphase, die bei Raumtemperatur (25°C) und Atmosphärendruck
(760 mmHg, d. h. 101 KPa) flüssig
ist, die aus einer oder mehreren, bei Raumtemperatur flüssigen Fettsubstanzen
zusammengesetzt ist, die auch Öle
genannt werden, und die allgemein mit einander verträglich sind,
d. h. eine makroskopisch homogene Phase bilden. Der Ausdruck "flüssige Fettsubstanz" bezeichnet ein nicht
wässriges
flüssiges
Medium, das in keinem Anteil mit Wasser mischbar ist, z. B. eine
Verbindung auf Kohlenwasserstoffbasis, die eine oder mehrere Kohlenstoffketten
enthält,
von denen jede mindestens 5 Kohlenstoffatome und gegebenenfalls
mindestens eine polare Gruppe aufweist, die unter Carbonsäure, Hydroxy,
Polyol, Amin, Amid, Phosphorsäure,
Phosphat, Ester, Ether, Harnstoff, Carbamat, Thiol, Thioether und
Thioester ausgewählt
ist; eine Siliconverbindung, die gegebenenfalls Kohlenstoffketten am
Ende oder als Seitenketten enthält,
wobei diese Ketten gegebenenfalls mit einer Gruppe substituiert
sind, die unter Fluor, Perfluor, (Poly)aminosäure, Ether, Hydroxy, Amin,
Säuregruppen
oder Estergruppen ausgewählt
ist; oder eine Fluor- oder Perfluorverbindung wie Fluorkohlenwasserstoffe
oder Perfluorkohlenwasserstoffe mit mindestens 5 Kohlenstoffatomen,
die gegebenenfalls ein unter N, O, S und P ausgewähltes Heteroatom
enthalten und gegebenenfalls mindestens eine funktionelle Gruppe
enthalten, die unter Ether, Ester, Amin, Säure, Carbamat, Harnstoff, Thiol
und Hydroxy ausgewählt
ist.
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Durch
das Strukturieren der flüssigen
Fettphase kann insbesondere erreicht werden, ihr Ausschwitzen (oder
Synärese)
aus festen Zusammensetzungen einzuschränken, insbesondere in heißer oder
feuchter Umgebung, und darüber
hinaus nach dem Auftragen auf die Haut oder die Lippen die Migration
dieser Phase in die Falten oder Fältchen zu begrenzen, eine Eigenschaft,
die für
einen Lippenstift oder Lidschatten besonders günstig ist. Der Grund dafür liegt
darin, dass eine größere Migration
der flüssigen
Fettphase, insbesondere wenn sie mit Farbmitteln versehen ist, zu
einem unschönen
Erscheinungsbild um die Lippen und die Augen führen kann, was Falten und Fältchen besonders
hervorhebt. Oft stellt diese Migration für die Verbraucher einen wesentlichen
Nachteil von gewöhnlichen
Lippenstiften und Lidschatten dar. Der Ausdruck "Migration" bedeutet, dass sich die Zusammensetzung über ihren
ursprünglichen
Auftragungsbereich hinaus bewegt.
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Der
Glanz eines Lippenstifts oder eines anderen kosmetischen Produkts
steht im Allgemeinen in Verbindung mit der flüssigen Fettphase. Somit kann
die Menge an Wachsen und/oder Füllstoffen
in der Zusammensetzung verringert werden, um so den Glanz eines
Lippenstifts zu erhöhen,
wobei dadurch aber auch die Migration der flüssigen Fettphase ansteigen
kann. Anders gesagt bedeutet das, dass die Mengen an Wachsen und
Füllstoffen,
die zur Herstellung eines Stifts von geeigneter Härte benötigt werden,
der bei Raumtemperatur nicht ausschwitzt, einen einschränkender
Faktor für
den Glanz beim Auftragen darstellen. Die Druckschrift
US 4 871 536 offenbart eine kosmetische
Zusammensetzung auf Wachsbasis, die kationische Polyamine, Polyamide
etc. enthält.
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Um
zumindest einen dieser Nachteile auszuräumen, haben die Erfinder vorgesehen,
zur Strukturierung der flüssigen
Fettphase alle oder einige der Wachse und/oder Füllstoffe durch Polymere vom
Polyamidtyp, Polyharnstofftyp oder Polyurethantyp zu ersetzen. Leider
neigen die so erhaltenen Stifte mehr oder weniger stark zum Ausschwitzen.
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Ferner
sollten Schminkzusammensetzungen eine gute Haftung oder Langzeitbeständigkeit
aufweisen, nämlich
nur ein geringes Verblassen oder Verändern der Farbe über einen
längeren
Zeitraum oder eine allmähliche
oder homogene Änderung
der Abscheidung im Laufe der Zeit. Das Verblassen oder die Farbänderung
der Auftragung kann, bei Lippenstiften, aus der Wechselwirkung mit
dem Speichel und, bei Grundierungen und Lidschatten, aus einer Wechselwirkung
mit aus der Haut abgesondertem Schweiß oder Talg herrühren. Gerade
eine Zusammensetzung, die nicht lange hält oder keine Langzeitbeständigkeit
aufweist, zwingt den Benutzer, sich regelmäßig er neut zu schminken. Die
Verbraucher möchten
jedoch heutzutage bei möglichst
geringem Zeitaufwand die Schönheit
ihres Gesichts oder ihres Körpers
hervorheben.
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Es
besteht also nach wie vor der Bedarf für eine Zusammensetzung, die
zumindest einen dieser oben aufgeführten Nachteile nicht zeigt,
die selbst in heißen
und feuchten Ländern
eine hohe zeitliche Stabilität
hat und die auf der Haut oder den Lippen zu einer Abscheidung führt, die
lang anhaftet oder langzeitbeständig
ist und die glänzend
aussieht. Darüber
hinaus kann diese Zusammensetzung leicht hergestellt werden und
die Abscheidung fühlt
sich sowohl beim Auftragen als auch über einen gewissen Zeitraum
nicht austrocknend an.
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Ein
Gegenstand der Erfindung ist eine Zusammensetzung für die Pflege
und/oder zur Behandlung und/oder als Make-up für die Gesichtshaut und/oder
die Lippen und/oder für
die Hautanhangsgebilde, d. h. Keratinsubstanzen wie Nägel oder
Keratinfasern, die es ermöglicht,
zumindest einen der oben angeführten
Nachteile zu überwinden.
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Die
Erfinder haben überraschenderweise
festgestellt, dass es durch die Verwendung von zumindest einem speziellen
Polymer entsprechend der Formel (I) in Kombination mit zumindest
einem Gelbildner und weniger als 5 % Wachs für eine flüssige Fettphase möglich ist,
einen Stift zu erhalten, der nach dem Auftragen auf die Lippen eine
Abscheidung bildet, die bemerkenswerte kosmetische Eigenschaften
aufweist. Insbesondere kann das aufgetragene Produkt zumindest eine
der folgenden Eigenschaften haben, nämlich glänzend, geschmeidig, angenehm
oder "migrationsresistent" sein. Darüber hinaus
kann die Zusammensetzung dauerhaft stabil bleiben, wobei es sich
herausgestellt hat, dass sie bei Raumtemperatur nicht ausschwitzt.
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Der
Begriff "stabil" bezieht sich auf
eine Zusammensetzung, für
die festgestellt wurde, dass sie bei Raumtemperatur (25°C) für mindestens
2 Monate, z. B. für
mindestens 9 Monate, nicht ausschwitzt.
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Die
Erfindung betrifft nicht nur Schminkprodukte für die Lippen, wie Lippenstifte,
Lipglosse und Lippenkonturenstifte, sondern auch Produkte für die Pflege
und/oder zur Behandlung der Haut, inklusive der Kopfhaut, und der
Lippen, wie pflegende Sonnenschutzprodukte für das menschliche Gesicht,
den Körper
oder die Lippen, beispielsweise in Form eines Stifts, Abschminkprodukte
für die
Haut des Gesichts und des Körpers, Schminkprodukte
für die
Haut sowohl des Gesichts als auch des Körpers, wie Grundierungen, die
gegebenenfalls in Stiftform oder Tiegelform gegossen sind, Abdeckprodukte,
Rouge, Lidschatten, Gesichtspuder, Transfer-Tattoos, Körperpflegeprodukte
(d. h. Produkte, die nicht die Pflege, das Make-up oder die Behandlung
von Keratinsubstanzen betreffen) wie Deodorants, z. B. in Form eines
Sticks, Haarwaschmittel, Konditioner und Schminkprodukte für die Augen
wie Eyeliner, Augenkonturenstifte und Mascaras, z. B. in Form eines
Blocks ebenso wie Schminkprodukte und Pflegeprodukte für die Hautanhangsgebilde,
z. B. Keratinfasern wie Haare, Wimpern sowie Augenbrauen oder Nägel.
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Ein
anderer Gegenstand der Erfindung ist eine strukturierte Zusammensetzung,
die zumindest eine flüssige
Fettphase aufweist, die (i) zumindest ein strukturgebendes Polymer
der Formel (I) und (ii) zumindest einen Gelbildner für die flüssige Fettphase
und weniger als 5 % Wachs enthält.
Der Ausdruck "zumindest
ein" bedeutet hier
ein oder mehrere und umfasst damit einzelne Bestandteile genauso
wie Gemische/Kombinationen.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann in Form einer Paste, eines Feststoffs oder einer mehr oder
weniger viskosen Creme vorliegen. Sie kann eine Einfach- oder Mehrfachemulsion
sein, wie eine Öl- in-Wasser-Emulsion
oder eine Wasser-in-Öl-Emulsion
oder eine Öl-in-Wasser-in-Öl-Emulsion
oder eine Wasser-in-Öl-in-Wasser-Emulsion,
oder ein starres oder weiches Gel, das eine kontinuierliche Ölphase enthält. Die
flüssige
Fettphase kann zum Beispiel die kontinuierliche Phase der Zusammensetzung
sein. In einer Ausführungsform
ist die Zusammensetzung wasserfrei. In einer Ausführungsform
liegt die Zusammensetzung in Form eines gegossenen Stiftes oder
Tiegels, z. B. fest, vor und als weiteres Beispiel in Form eines öligen starren
Gels, wie etwa als wasserfreies Gel, z. B. als wasserfreier Stift.
In einer anderen Ausführungsform
liegt die Zusammensetzung in Form eines trüben oder durchscheinenden starren
Gels vor (abhängig
vom Vorliegen oder Fehlen von Pigmenten), und in einem speziellen
Beispiel bildet die flüssige
Fettphase die kontinuierliche Phase. In einer Ausführungsform
ist die Zusammensetzung unter geformten und gegossenen Stiften ausgewählt.
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Die
Strukturierung der flüssigen
Fettphase kann je nach Art des verwendeten Polymers der Formel (I), das
ein Heteroatom enthält,
und dem verwendeten Gelbildner modifiziert werden, und kann so sein,
dass eine starre Struktur in Form eines Stiftes erhalten wird. Wenn
die Stifte farbig sind, können
sie nach dem Auftragen zu einer gleichmäßig gefärbten und glänzenden
Abscheidung führen,
die nicht migriert und/oder eine gute Beständigkeit, insbesondere der
Farbe über
einen längeren
Zeitraum, aufweist.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann eine Zusammensetzung für
die Lippen sein, etwa eine Zusammensetzung für einen Lippenstift in Stiftform.
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Strukturgebendes Polymer
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In
einer Ausführungsform
ist das zumindest eine strukturgebende Polymer der Formel (I) in
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
ein Feststoff, der bei Raumtemperatur (25°C) und Atmosphärendruck
(760 mmHg, d. h. 101 KPa) nicht verformbar ist. In einer weiteren
Ausführungsform
ist das zumindest eine strukturgebende Polymer der Formel (I) in
der Lage, der Zusammensetzung Struktur zu geben, ohne diese zu trüben. Der
Erfinder nimmt an, dass dies auf der Tatsache beruht, dass das Polymer
nicht kristallisiert. Ferner rührt
die Strukturierung der flüssigen
Fettphase von Wasserstoffbrücken
zwischen zwei Molekülen
des Polymers und/oder zwischen dem Polymer und der flüssigen Fettphase
her. Wie oben bereits definiert wurde, weist das zumindest eine
strukturgebende Polymer der Formel (I) der vorliegenden Erfindung
ein Polymergerüst
auf, das zumindest eine sich wiederholende Einheit auf Kohlenwasserstoffbasis
enthält,
die zumindest ein Heteroatom aufweist.
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In
einer weiteren Ausführungsform
hängt die
Beschaffenheit und der Anteil der zumindest einen sich wiederholenden
Einheit auf Kohlenwasserstoffbasis mit einem Heteroatom von der
Art der flüssigen
Fettphase der Zusammensetzung ab und ist z. B. der Beschaffenheit
der Fettphase ähnlich.
Es könnte
beispielsweise so sein, dass, je polarer die sich wiederholenden
Einheiten auf Kohlenwasserstoffbasis mit einem Heteroatom sind,
und wenn es sich um einen hohen Anteil handelt, d. h. einige Heteroatome
vorliegen, desto größer die Affinität des zumindest
einen strukturgebenden Polymers zu polaren Ölen ist. Umgekehrt bedeutet
das, je mehr nichtpolare, oder sogar apolare, und je geringere Anteile
an sich wiederholenden Einheiten auf Kohlenwasserstoffbasis mit
einem Heteroatom vorliegen, desto größer ist die Affinität des Polymers
zu apolaren Ölen.
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In
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine strukturierte Zusammensetzung, die zumindest
eine flüssige
Fettphase enthält,
die mit zumindest einem strukturgebenden Polymer strukturiert ist, wobei
das zumindest eine strukturgebende Polymer ein Polyamid der unten
angeführten
Formel (I) ist. Die flüssige
Fettphase enthält
darüber
hinaus zumindest einen Gelbildner zum Gelieren der flüssigen Fettphase.
Die zumindest eine flüssige
Fettphase, das zumindest eine strukturgebende Polyamid der Formel
(I) und der zumindest eine Gelbildner bilden zusammen ein physiologisch
akzeptables Medium.
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Das
strukturgebende Polymer der Formel (I) kann eine gewichtsmittlere
Molmasse von weniger als 100 000, etwa weniger als 50 000 haben.
In einer anderen Ausführungsform
kann die gewichtsmittlere Molmasse im Bereich von 1 000 bis 30 000,
wie 2 000 bis 20 000, und ferner von 2 000 bis 10 000 liegen.
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Dennoch
kann die gewichtsmittlere Molmasse bis zu 500 000 und sogar bis
zu 1 000 000 betragen. Das strukturgebende Polymer der Formel (I)
ist in Wasser oder in einer wässrigen
Phase nicht löslich.
In einer anderen Ausführungsform
weist das strukturgebende Polymer keine ionische Gruppe auf.
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In
einer Ausführungsform
können
die Polyamidpolymere der Formel (I) aufgrund des Vorhandenseins von
zumindest einer Kette in Ölen
(d. h. flüssigen,
mit Wasser nicht mischbaren Verbindungen) leicht löslich sein
und deshalb selbst bei einem hohen Gehalt (mindestens 25 %) der
Polyamidpolymere makroskopisch homogene Zusammensetzungen ergeben,
anders als bestimmte Polymere des Standes der Technik, die nicht solche
Alkyl- oder Alkenylketten am Ende des Polyamidgerüsts enthalten.
Wie hier definiert ist, ist eine Zusammensetzung löslich, wenn
sie bei 25°C
eine Löslichkeit
von größer als
0,01 g pro 100 ml Lösung
aufweist.
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Das
strukturgebende Polymer ist unter Polyamidpolymeren ausgewählt, die
in dem US-Patent Nr. 5 783 657 beschrieben sind, bei denen es sich
um Polyamidpolymere der Formel (I) handelt:
worin:
- – n
eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet, die die Zahl der Amideinheiten
angibt;
- – die
Gruppen R1, die gleich oder verschieden
sind, jeweils unter Alkylgruppen mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen
und Alkenylgruppen mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen ausgewählt sind;
in einer Ausführungsform
enthält
die Alkylgruppe 4 bis 24 Kohlenstoffatome und die Alkenylgruppe
4 bis 24 Kohlenstoffatome.
- – die
Gruppen R2, die gleich oder verschieden
sind, jeweils unter C4-42-Gruppen auf Kohlenwasserstoffbasis ausgewählt sind,
mit der Maßgabe,
dass mindestens 50 % aller Gruppen R2 unter
C30-42-Gruppen auf Kohlenwasserstoffbasis
ausgewählt
sind;
- – die
Gruppen R3, die gleich oder verschieden
sind, jeweils unter organischen Gruppen ausgewählt sind, die Atome enthalten,
die unter Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff ausgewählt sind,
mit der Maßgabe,
dass R3 mindestens 2 Kohlenstoffatome enthält; und
- – die
Gruppen R4, die gleich oder verschieden
sind, jeweils unter Wasserstoffatomen, C1-10-Alkylgruppen und
einer direkten Bindung zu zumindest einer Gruppe ausgewählt sind,
die unter R3 oder einer anderen Gruppe R4 ausgewählt
ist, in der Weise, dass das Stickstoffatom, an das sowohl R3 als auch R4 gebunden sind,
einen Teil der heterocyclischen Struktur bildet, die zum Teil von R4-N-R3 gebildet wird,
wenn die zumindest eine Gruppe unter einer anderen Gruppe R4 ausgewählt
ist, mit der Maßgabe,
dass mindestens 50 % der Gruppen R4 unter
Wasserstoff ausgewählt
sind.
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In
dem Polymer der Formel (I) sind die endständigen Fettketten, die gegebenenfalls
für die
Zwecke der Erfindung funktionalisiert sind, endständige Ketten,
die an das letzte Heteroatom, in diesem Fall Stickstoff, des Polyamidgerüsts gebunden
sind.
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In
einer Ausführungsform
liegen die Estergruppen der Formel (I), die für die Zwecke der Erfindung
einen Teil der endständigen
Fettketten und/oder als Seitenketten vorliegenden Fettketten bilden,
in einer Menge von 15 bis 40 % der Gesamtzahl der Ester und Amidgruppen
(d. h. Heteroatomgruppen), wie im Bereich von 20 bis 35 %, vor.
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In
einer Ausführungsform
kann in der Formel (I) n eine ganze Zahl von 1 bis 5 und zum Beispiel
eine ganze Zahl von 3 bis 5 sein. In der vorliegenden Erfindung
können
die Gruppen R1, die gleich oder verschieden sind,
zum Beispiel jeweils unter C12-22-Alkylgruppen,
wie unter C16-22-Alkylgruppen, ausgewählt sein.
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In
der vorliegenden Erfindung können
die Gruppen R2, die gleich oder verschieden
sind, zum Beispiel jeweils unter C10-42-Gruppen
auf Kohlenwasserstoffbasis, z. B. unter Alkenylgruppen ausgewählt sein.
Mindestens 50 % aller Gruppen R2, zum Beispiel
mindestens 75 % der Gruppen R2, die gleich
oder verschieden sind, können
zum Beispiel jeweils unter Gruppen ausgewählt sein, die 30 bis 42 Kohlenstoffatome
aufweisen. In den zwei zuvor genannten Ausführungsformen können die
verbleibenden Gruppen R2, die gleich oder
identisch sind, zum Beispiel jeweils unter C4-18-Gruppen,
etwa unter C4-12-Gruppen ausgewählt werden.
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Die
Gruppen R3, die gleich oder verschieden
sind, können
zum Beispiel jeweils unter C2-36-Gruppen auf
Kohlenwasserstoffbasis und Polyoxyalkylengruppen ausgewählt werden.
In einem anderen Beispiel können
die Gruppen R3, die gleich oder verschieden
sind, zum Beispiel jeweils unter C2-12-Gruppen
auf Kohlenwasserstoffbasis ausgewählt werden. In einer anderen
Ausführungsform
können
die Gruppen R4, die gleich oder verschieden
sein können,
alle Wasserstoffatome sein.
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Wie
der Begriff hier verwendet wird, sind die Gruppen auf Kohlenwasserstoffbasis
unter geradkettigen, cyclischen und verzweigten, gesättigten
und ungesättigten
Gruppen ausgewählt.
Die Gruppen auf Kohlenwasserstoffbasis können unter aliphatischen und
aromatischen Gruppen ausgewählt
sein. In einem Beispiel sind die Gruppen auf Kohlenwasserstoffbasis
unter aliphatischen Gruppen ausgewählt. Die Alkylgruppen und Alkylengruppen
können
unter geradkettigen, cyclischen und verzweigten, und gesättigten
und ungesättigten
Gruppen ausgewählt
sein.
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Im
Allgemeinen können
die als Seitenkette vorliegenden Fettketten und die endständigen Fettketten unter
geradkettigen, cyclischen und verzweigten, gesättigten und ungesättigten
Gruppen ausgewählt
sein. Die als Seitenketten vorliegenden Fettketten und endständigen Fettketten
können
unter aliphatischen und aromatischen Gruppen ausgewählt sein.
In einem Beispiel sind die als Seitenketten vorliegenden Fettketten
und endständigen
Fettketten unter aliphatischen Gruppen ausgewählt.
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Erfindungsgemäß wird das
Strukturieren der flüssigen
Fettphase mithilfe von mindestens einem strukturgebenden Polymer
erreicht, wie etwa dem zumindest einen Polymer der Formel (I). Das
zumindest eine Polyamidpolymer der Formel (I) kann beispielsweise
in Form eines Polymerengemisches vorliegen, wobei dieses Gemisch
ebenfalls eine Verbindung der Formel (I) enthalten kann, in der
n gleich Null ist, d. h. einen Diester.
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Nicht
einschränkend
zu verstehende Beispiele für
das zumindest eine Polyamidpolymer, das in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendet werden kann, schließen
die im Handel erhältlichen
Produkte mit der Bezeichnung Uniclear 80 und Uniclear 100 von der
Firma Arizona Chemical ein. Diese werden in Form eines 80 %igen
(als wirksame Substanz ausgedrückt)
Gels in einem Mineralöl
bzw. in Form eines 100 %igen Gels (als wirksame Substanz ausgedrückt) verkauft
oder hergestellt. Die Polymere haben einen Erweichungspunkt von
88 bis 94°C
und können
Gemische von Copolymeren sein, die von Monomeren von (i) C36-Disäuren und
(ii) Ethylendiamin abgeleitet sind und eine gewichtsmittlere Molmasse
von etwa 6 000 aufweisen. Die endständigen Estergruppen gehen aus
der Veresterung der verbleibenden endständigen Säuregruppen mit zumindest einem
Alkohol hervor, der unter Cetylalkohol und Stearylalkohol ausgewählt ist.
Ein Gemisch aus Cetylalkohol und Stearylalkohol wird gelegentlich
als Cetylstearylalkohol bezeichnet.
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Das
zumindest eine strukturgebende Polymer der Formel (I) in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
kann einen Erweichungspunkt von höher als 50°C haben, etwa von 65 bis 190°C, und zum
Beispiel weniger als 150°C,
wie von 70 bis 130°C
und beispielsweise 80 bis 105°C.
Der Erweichungspunkt kann niedriger als derjenige der im Stand der
Technik verwendeten strukturgebenden Polymere liegen, was die Verwendung
des zumindest einen strukturgebenden Polymers der vorliegenden Erfindung
erleichtern und die Zersetzung der flüssigen Fettphase begrenzen
kann. Die Polymere können
nicht wachsartige Polymere sein.
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Der
Erweichungspunkt kann durch die bekannte Methode der "Differential Scanning
Calorimetry" (d. h.
DSC Methode) mit einer Temperaturrampe von 5 bis 10°C/min gemessen
werden.
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Das
zumindest eine strukturgebende Polymer der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
entspricht den Polyamidpolymeren der Formel (I). Aufgrund der Fettkette(n)
können
diese Polymere in Öl
leicht löslich sein
und somit zu Zusammensetzungen führen,
die selbst bei einem hohen Gehalt (mindestens 25 %) an zumindest
einem strukturgebenden Polymer makroskopisch homogen sind, im Gegensatz
zu Polymeren, die keine Fettkette enthalten.
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Das
zumindest eine strukturgebende Polymer der Formel (I) kann in der
Zusammensetzung in einer Menge von beispielsweise 0, 5 bis 80 Gew.-%
vorliegen, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, wie
beispielsweise von 2 bis 60 Gew.-% und insbesondere 5 bis 40 Gew.-%.
In einer weiteren Ausführungsform
kann das zumindest eine strukturgebende Polymer in der Zusammensetzung
in einer Menge von beispielsweise 5 bis 25 Gew.-% vorliegen, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
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In
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine strukturierte
Zusammensetzung, die zumindest eine flüssige Fettphase aufweist, die
mit zumindest einem strukturgebenden Polymer der Formel (I) strukturiert
ist und weniger als 5 % Wachs enthält.
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Ferner
bezieht sich eine Ausführungsform
der Erfindung auf eine Zusammensetzung zur Pflege, zur Behandlung
oder als Make-up der Haut, der Lippen oder von Keratinfasern, die
eine strukturierte Zusammensetzung mit zumindest einer flüssigen Fettphase
enthält,
die mit zumindest einem strukturgebenden Polymer der Formel (I)
strukturiert ist, und zumindest einen Gelbildner zum Gelieren der
flüssi gen
Fettphase enthält, wobei
die Zusammensetzung weniger als 5 % Wachs aufweist.
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Ferner
bezieht sich eine Ausführungsform
der Erfindung auf eine Zusammensetzung für die Pflege oder als Make-up
der Haut, der Lippen oder der Keratinfasern, die eine strukturierte
Zusammensetzung enthält,
die zumindest eine flüssige
Fettphase aufweist, die mit zumindest einem strukturgebenden Polymer
der Formel (I) strukturiert ist, zumindest einen Gelbildner zum
Gelieren der flüssigen
Fettphase sowie zumindest ein Farbmittel enthält, wobei die Zusammensetzung
weniger als 5 % Wachs aufweist.
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Des
Weiteren bezieht sich eine Ausführungsform
der Erfindung auf eine Zusammensetzung für die Pflege und/oder zur Behandlung
und/oder als Make-up von Keratinsubstanzen, die eine Zusammensetzung beinhaltet,
die zumindest eine flüssige
Fettphase enthält,
die (i) zumindest ein strukturgebendes Polymer der Formel (I) und
(ii) zumindest einen Gelbildner enthält, wobei der zumindest eine
Gelbildner nicht Stearalkonium Hectorite ist und wobei die Zusammensetzung
weniger als 5 % Wachs enthält.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf Mascara, Eyeliner, Grundierungen,
Lippenstifte, Rouge, Abschminkprodukte, Make-up für den Körper, Lidschatten,
Gesichtspuder, Abdeckprodukte, Haarwaschmittel, Konditioner, Sonnenschutzprodukte
oder Pflegeprodukte für
die Lippen, die Haut oder die Haare, die eine Zusammensetzung enthalten,
die zumindest eine flüssige
Fettphase in der Mascara, dem Eyeliner, der Grundierung, dem Lippenstift,
dem Rouge, dem Abschminkprodukt, dem Make-up für den Körper, dem Lidschatten, dem
Gesichtspuder, dem Abdeckprodukt, dem Haarwaschmittel, dem Konditioner,
dem Sonnenschutzprodukt oder dem Pflegeprodukt für die Haut, die Lippen oder
die Haare aufweist, die enthält:
- (i) mindestens ein strukturgebendes Polymer
der Formel (I), und
- (ii) mindestens einen Gelbildner,
wobei die Zusammensetzung
weniger als 5 % Wachs enthält.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf ein Deodorant oder ein Pflegeprodukt
für die
Haut oder den Körper,
die eine wasserfreie Zusammensetzung enthalten, die zumindest eine
flüssige
Fettphase in dem Produkt aufweist, die enthält:
- (i)
zumindest ein strukturgebendes Polymer der Formel (I), und
- (ii) zumindest einen Gelbildner,
wobei die Zusammensetzung
weniger als 5 % Wachs enthält.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung betrifft eine Zusammensetzung für die Lippen, die eine wasserfreie
Zusammensetzung mit zumindest einer flüssigen Fettphase in dem Produkt
enthält,
mit:
- (i) zumindest einem strukturgebenden Polymer
der Formel (I), und
- (ii) zumindest einem Gelbildner,
wobei die Zusammensetzung
weniger als 5 % Wachs aufweist.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf eine Zusammensetzung für einen
Lippenstift in Form eines Stiftes, die zumindest eine kontinuierliche
flüssige
Fettphase, zumindest einen Gelbildner für die Fettphase und zumindest
ein nicht wachsartiges strukturgebendes Polymer enthält, das
eine gewichtsmittlere Molmasse von weniger als 100 000 hat, wobei
die kontinuierliche flüssige
Fettphase, der zumindest eine Gelbildner für die Fettphase und das zumindest
eine nicht wachsartige strukturgebende Polymer in der Zusammensetzung
für den
Lippenstift vorliegen.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Pflege, zum Schminken oder
zur Behandlung von Keratinsubstanzen, das das Auftragen einer wasserfreien
Zusammensetzung auf die Keratinsubstanzen umfasst, die zumindest
eine flüssige
Fettphase enthält,
die aufweist:
- (i) zumindest ein strukturgebendes
Polymer der Formel (I), und
- (ii) zumindest einen Gelbildner, wobei der zumindest eine Gelbildner
nicht Stearalkonium Hectorite ist,
wobei die Zusammensetzung
weniger als 5 % Wachs enthält.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Pflege, zum Schminken oder
zur Behandlung von Keratinfasern, der Lippen oder der Haut, das
das Auftragen einer Zusammensetzung auf die Keratinfasern, die Lippen
oder die Haut umfasst, die zumindest eine flüssige Fettphase enthält, die
aufweist:
- (i) zumindest ein strukturgebendes
Polymer der Formel (I), das ein Polymergerüst umfasst, das zumindest eine
sich wiederholende Einheit auf Kohlenwasserstoffbasis aufweist,
die zumindest ein Heteroatom enthält; und
- (ii) zumindest einen Gelbildner,
wobei die Zusammensetzung
weniger als 5 % Wachs enthält.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bereitstellen einer wasserfreien
Zusammensetzung, die zumindest eine Eigenschaft aufweist, die unter
den folgenden Eigenschaften ausgewählt ist: sie schwitzt nicht
aus, glänzt
und lässt
sich auf Keratinsubstanzen leicht auftragen, die unter den Lippen,
der Haut und den Keratinfasern ausgewählt sind, wobei das Verfahren
umfasst, in die Zusammensetzung mindestens eine flüssige Fettphase
einzuarbeiten, die enthält:
- (i) zumindest ein strukturgebendes Polymer
der Formel (I); und
- (ii) zumindest einen Gelbildner,
wobei die Zusammensetzung
weniger als 5 % Wachs umfasst.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Schminken oder
zur Pflege der Haut, der Lippen oder der Keratinfasern, das das
Auftragen einer strukturierten Zusammensetzung auf die Haut, die
Lippen oder die Keratinfasern umfasst, die zumindest eine flüssige Fettphase
enthält,
die mit zumindest einem strukturgebenden Polymer der Formel (I)
strukturiert ist und die zumindest einen Gelbildner zum Gelieren
der flüssigen
Fettphase enthält,
wobei die Zusammensetzung weniger als 5 % Wachs enthält.
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Eine
andere Ausführungsform
der Erfindung bezieht sich auf eine Zusammensetzung, die zumindest eine
flüssige
Fettphase aufweist, die enthält:
- (i) zumindest ein strukturgebendes Polymer
der Formel (I), und
- (ii) zumindest einen Gelbildner,
wobei die Zusammensetzung
weniger als 5 % Wachs enthält.
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Je
nach beabsichtigter Auftragungsart, etwa als Stift, kann auch auf
die Härte
der Zusammensetzung geachtet werden. Die Härte der Zusammensetzung kann
beispielsweise in Gramforce (gf) ausgedrückt werden Die Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung kann beispielsweise eine Härte von
20 bis 2 000 gf, wie etwa von 20 bis 900 gf und insbesondere von
20 bis 600 gf aufweisen.
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Die
Härte wird
auf eine von zwei Arten gemessen. Ein erster Härtetest entspricht einem Verfahren,
bei dem eine Sonde in die Zusammensetzung eindringt, wobei insbesondere
ein Texturanalysegerät
verwendet wird (zum Beispiel TA-XT2 i von Rheo), das mit einem Hartgummizylinder
von 25 mm Höhe
und 8 mm Durchmesser ausgestattet ist. Die Härtemessung wird bei 20°C in der
Mitte von 5 Proben der Zusammensetzung durchgeführt. Der Zylinder wird in jede
Probe der Zusammensetzung mit einer Anfangsgeschwindigkeit von 2 mm/s
und anschließend
mit einer Geschwindigkeit von 0,5 mm/s und schließlich mit
einer Endgeschwindigkeit von 2 mm/s eingebracht, wobei die Gesamtverschiebung
1 mm beträgt.
Der auf gezeichnete Härtewert
entspricht dem erhaltenen Peakmaximum. Der Messfehler beträgt ±50 gf.
-
Der
zweite Härtetest
ist das "Käseschneidedraht-Verfahren", das umfasst, eine
Stiftzusammensetzung mit einem Durchmesser von 8,1 mm oder vorzugsweise
12,7 mm zu schneiden und ihre Härte
bei 20°C
mit einem DFGHS 2 Zugprüfgerät von Indelco-Chatillon
Co. bei einer Geschwindigkeit von 100 mm/min zu messen. Der Härtewert
dieses Verfahrens wird in Gramm als die Scherkraft ausgedrückt, die
unter den obengenannten Bedingungen zum Schneiden eines Stiftes
benötigt
wird. Nach diesem Verfahren liegt die Härte der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen,
die in Stiftform vorliegen können,
beispielsweise im Bereich von 30 bis 300 gf, wie von 30 bis 250
gf und insbesondere von 30 bis 200 gf.
-
Die
Härte der
erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann so sein, dass die Zusammensetzungen selbsttragend sind und
sich leicht ablösen,
um eine zufriedenstellende Abscheidung an Keratinsubstanzen zu bilden.
Zusätzlich
kann eine solche Härte
den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen,
die in Stift- oder Tiegelform geformt oder gegossen werden können, eine
hohe Stoßfestigkeit
geben.
-
Der
Fachmann kann mindestens einen der oben beschriebenen Härtetests
zur Prüfung
einer Zusammensetzung je nach der vorgesehenen Anwendung und der
gewünschten
Härte wählen. Wenn
im Hinblick auf die beabsichtigte Anwendung mit zumindest einem
dieser Härtetests
ein akzeptabler Härtegrad
erhalten wird, liegt die Zusammensetzung im Rahmen der Erfindung.
-
Es
ist selbstverständlich,
dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzung
zum Beispiel so hart sein kann, dass die Zusammensetzung vorteilhafterweise
selbsttragend ist und leicht abgelöst werden kann, um eine zufriedenstellende
Abscheidung auf der Haut und/oder den Lippen und/oder den Hautanhangsgebilden, wie
Keratinfasern, zu ermöglichen.
Des Weiteren kann die Zusammensetzung der Erfindung mit dieser Härte eine
gute Stoßfestigkeit
aufweisen.
-
Erfindungsgemäß kann die
Zusammensetzung in Form eines Stiftes die Eigenschaften eines verformbaren,
flexiblen elastischen Feststoffs haben, der eine bemerkenswerte
elastische Weichheit beim Aufbringen zeigt. Die Zusammensetzungen
in Stiftform des Standes der Technik weisen diese Eigenschaften
bezüglich der
Elastizität
und Flexibilität
nicht auf.
-
Amphiphile Verbindung
-
Das
Polymer kann mit zumindest einer amphiphilen Verbindung kombiniert
werden, die bei Raumtemperatur flüssig und nicht flüchtig ist
und einen HLB-Wert (hydrophilic/lipophilic balance) von weniger
als 12, wie von 1 bis 8 und besser von 1 bis 5 aufweist. Erfindungsgemäß können eine
oder mehrere amphiphile Verbindungen verwendet werden. Die Aufgabe
dieser amphiphilen Verbindungen besteht darin, die strukturgebenden Eigenschaften
des Polymers, das ein Heteroatom enthält, zu verstärken, die
Verwendung des Polymers zu erleichtern und die Eignung des Stifts
oder der Tube zum Abscheiden zu verbessern. Es ist jedoch auch möglich, einen
Stift mit guten mechanischen und/oder thermischen Eigenschaften
zu erhalten, ohne zumindest eine amphiphile Verbindung einzuarbeiten.
-
Die
zumindest eine amphiphile Verbindung, die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendet werden kann, kann zum Beispiel einen lipophilen Teil aufweisen,
der an einen polaren Teil gebunden ist, wobei der lipophile Teil
eine Kette auf Kohlenstoffbasis mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen,
zum Beispiel 18 bis 32 Kohlenstoffatomen oder 18 bis 28 Kohlenstoffatomen
enthält.
In einer Ausführungsform
kann der polare Teil der zumindest einen amphiphilen Verbindung
der Rest einer Verbindung sein, die ausgewählt ist unter Alkoholen und
Polyolen, die 1 bis 12 Hydroxygruppen enthalten, und Polyoxyalkylenen,
die mindestens 2 Alkylenoxideinheiten aufweisen und 0 bis 20 Propylenoxideinheiten
und/oder 0 bis 20 Ethylenoxideinheiten enthalten. Beispielsweise
kann die zumindest eine amphiphile Verbindung ein Ester sein, der
ausgewählt
ist unter Hydroxystearaten, Oleaten und Isostearaten von Glycerol,
Sorbitan und Methylglucose und verzweigten C12-26-Fettalkoholen
wie Octyldodecanol. Von diesen Estern können Monoester und Gemische
von Mono- und Diestern ebenfalls verwendet werden.
-
Der
jeweilige Mengenanteil des lipophilen Gelbildners, des Polymers
der Formel (I), das ein Heteroatom enthält, und gegebenenfalls der
amphiphilen Verbindung werden je nach der gewünschten Härte der Zusammensetzung und
entsprechend der speziellen vorgesehenen Anwendung ausgewählt.
-
Der
jeweilige Mengenanteil des Polymers der Formel (I), des Gelbildners
und gegebenenfalls der amphiphilen Verbindung sollten so gewählt sein,
dass ein Stift gebildet wird, der ganz aufgebraucht werden kann. In
der Praxis liegt die Menge des Polymers beispielsweise im Bereich
von 0,5 bis 80 % des Gesamtgewichts der Zusammensetzung, etwa von
2 bis 60 % und insbesondere von 5 bis 40 %. Die Menge der amphiphilen Verbindung
liegt in der Praxis zum Beispiel im Bereich von 0,1 bis 35 % des
Gesamtgewichts der Zusammensetzung, zum Beispiel von 1 bis 20 %
und als ein weiteres Beispiel von 1 bis 15 %, falls sie enthalten
ist.
-
Der
zumindest eine Gelbildner und/oder das zumindest eine strukturgebende
Polymer der Formel (I) zeigen eine Affinität zur Fettphase und insbesondere
zu einem chemischen Teil eines der Öle, die die flüssige Fettphase
der Zusammensetzung bilden, und zwar in der Weise, dass physikalische
Bindungen zu den Ölen, wie
Wasserstoffbindungen, ausgebildet werden.
-
In
einer Ausführungsform
ist der Gelbildner nicht unter Kieselsäure, Methyl-12-hydroxystearat,
12-Hydroxystearinsäure
und Stearalkonium Hectorite ausgewählt.
-
Flüssige Fettphase
-
In
einer Ausführungsform
kann die zumindest eine Flüssigkeit
zumindest ein Öl
enthalten. In einer Ausführungsform
zeigt das zumindest eine Öl
eine Affinität
zum strukturgebenden Polymer der Formel (I) und/oder zum Gelbildner.
Das zumindest eine Öl
kann zum Beispiel unter polaren Ölen
und apolaren Ölen
ausgewählt
sein, wobei flüssige Öle auf Kohlenwasserstoffbasis
und bei Raumtemperatur ölige
Flüssigkeiten
eingeschlossen sind. In einer Ausführungsform enthält die Zusammensetzung
der Erfindung zumindest ein strukturgebendes Polymer der Formel
(I) und zumindest ein polares Öl.
Die polaren Öle
der Erfindung können
zum Beispiel zu den apolaren Ölen
hinzugegeben werden, wobei die apolaren Öle insbesondere als Colösungsmittel
für die
polaren Öle
fungieren.
-
Erfindungsgemäß kann die
Strukturierung der zumindest einen flüssigen Fettphase mithilfe zumindest eines
Polymers der Formel (I) erhalten werden. Im Allgemeinen können die
Polymere der Formel (I) in Form von Polymerengemischen vorliegen,
wobei diese Gemische gegebenenfalls ein synthetisches Produkt enthalten,
das einer Verbindung der Formel (I) entspricht, in der n gleich
0 ist, d. h., einen Diester.
-
Die
flüssige
Fettphase der Erfindung kann mehr als 30 %, zum Beispiel mehr als
40 %, beispielsweise 50 bis 100 % flüssige(s) Öl(e) enthalten, die eine Gruppe
aufweisen, die den Einheiten mit einem He teroatom des strukturgebenden
Polymers der Formel (I) ähnlich
sind. In einer Ausführungsform
enthält
die flüssige
Fettphase, die mit einem Grundgerüst vom Polyamidtyp der Formel
(I) strukturiert ist, eine große
Menge, d. h. mehr als 30 %, zum Beispiel mehr als 40 % oder 50 bis
100 % von zumindest einem apolaren Öl, etwa einem Öl auf Kohlenwasserstoffbasis,
bezogen auf das Gesamtgewicht der flüssigen Fettphase. Für die Zwecke
der Erfindung bedeutet der Ausdruck "Öl
auf Kohlenwasserstoffbasis" ein Öl, das im
Wesentlichen Kohlenstoff- und Wasserstoffatome enthält, gegebenenfalls
mit zumindest einer Gruppe, die unter Hydroxy-, Ester-, Carboxy- und
Ethergruppen ausgewählt
ist. Bei einer solchen Fettphase kann der zumindest eine Gelbildner
beispielsweise eine Aminogruppe, Amidgruppe oder Urethangruppe enthalten.
-
Das
zumindest eine polare, für
die Erfindung zweckmäßige Öl kann zum
Beispiel ausgewählt
sein unter:
- – pflanzlichen Ölen auf
Kohlenwasserstoffbasis mit einem hohen Gehalt an Triglyceriden,
die Glycerylfettsäureester
umfassen, in denen die Fettsäuren
unterschiedliche Kettenlängen
von 4 bis 24 Kohlenstoffatome aufweisen, wobei die Ketten gegebenenfalls
unter geradkettigen und verzweigten, gesättigten und ungesättigten
Ketten ausgewählt
sind; diese Öle
können
zum Beispiel ausgewählt
werden unter Weizenkeimöl,
Maisöl,
Sonnenblumenöl,
Sheabutter, Ricinusöl,
Süßmandelöl, Macadamianussöl, Aprikosenkernöl, Sojaöl, Baumwollöl, Alfalfaöl, Mohnöl, Kürbiskernöl, Sesamöl, Zucchiniöl, Rapsöl, Avocadoöl, Haselnussöl, Traubenkernöl, Johannisbeerkernöl aus schwarzen
Johannisbeeren, Nachtkerzenöl,
Hirseöl,
Gerstenöl, Quinoaöl, Olivenöl, Roggenöl, Färberdistelöl, Kukuinussöl, Passionsblumenöl und Wildrosenöl; oder
alternativ unter Capryl/Caprinsäure-Triglyceriden wie
diejenigen, die von Stearineries Dubois erhältlich sind oder diejenigen,
die unter den Namen Miglyol 810, 812 und 820 von Dynamit Nobel erhältlich sind;
- – synthetischen Ölen oder
Estern der Formel R5COOR6,
in der R5 unter geradkettigen und verzweigten
Fettsäureresten
mit 1 bis 40 Kohlenstoffatomen und R6 beispielsweise
unter einer Kette auf Kohlenwasserstoffbasis mit 1 bis 40 Kohlenstoffatomen
ausgewählt
ist, mit der Maßgabe,
dass R5 + R6 ≥ 10 ist, wie
beispielsweise Purcellinöl
(Ketostearyloctanoat), Isononylisononanoat, C12-15-Alkylbenzoaten,
Isopropylmyristat, 2-Ethylhexylpalmitat, Isostearylisostearat und
Alkyl- oder Polyalkyloctanoaten,
Alkyl- oder Polyalkyldecanoaten oder Alkyl- oder Polyalkylricinoleaten; hydroxylierten
Estern wie Isostearyllactat und Diisostearylmalat; sowie Pentaerythritylestern;
- – synthetischen
Ethern mit 10 bis 40 Kohlenstoffatomen;
- – C8-26-Fettalkohlen wie Oleylalkohol; und
- – C8-26-Fettsäuren wie Ölsäure, Linolensäure oder
Linolsäure.
-
Das
erfindungsgemäße zumindest
eine apolare Öl
ist zum Beispiel ausgewählt
unter Siliconölen,
die unter bei Raumtemperatur flüssigen,
flüchtigen
und nicht flüchtigen,
geradkettigen und cyclischen Polydimethylsiloxanen (PDMS); Polydimethylsiloxanen
mit Alkylgruppen oder Alkoxygruppen, die als Seitenketten und/oder
am Ende der Siliconkette vorliegen, wobei jede Gruppe 2 bis 24 Kohlenstoffatome
enthält;
Phenylsiliconen wie Phenyltrimethiconen, Phenyldimethiconen, Phenyltrimethylsiloxydiphenylsiloxanen,
Diphenyldimethiconen, Diphenylmethyldiphenyltrisiloxanen und 2-Phenylethyltrimethylsiloxysilicaten
ausgewählt
sind; Kohlenwasserstoffen, die unter geradkettigen und verzweigten,
flüchtigen
und nichtflüchtigen
Kohlenwasserstoffen synthetischen und mineralischen Ursprungs ausgewählt sind,
wie flüchtigen
flüssigen
Paraffinen (etwa Isoparaffinen und Isododecan) oder nichtflüchtigen
flüssigen
Paraffinen und deren Derivaten, flüssiger Vaseline, flüssigem Lanolin,
Polydecenen, hydriertem Polyisobuten wie Parleam®, und
Squalan, sowie deren Gemischen. Die strukturierten Öle, zum
Beispiel die Öle,
die mit Polyamiden z.B. der Formel (I) oder Polyurethanen oder Polyharnstoffen
oder Polyharnstoff-Urethanen strukturiert sind, können, in
einer Ausfüh rungsform,
apolare Öle
sein, wie ein Öl
oder ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffölen, die unter den Ölen mineralischen
oder synthetischen Ursprungs ausgewählt sind, die unter Kohlenwasserstoffen
wie Alkane wie Parleamöl®,
Isoparaffinen einschließlich
Isododecan sowie Squalan und deren Gemischen ausgewählt sind.
-
Die
strukturierten Öle,
zum Beispiel die, die mit Polyamiden z.B. der Formel (I) oder Polyurethanen oder
Polyharnstoffen oder Polyharnstoff-Urethanen strukturiert sind,
können
in einer Ausführungsform
apolare Öle
sein, etwa ein Öl
oder ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffölen, die unter denen mineralischen
und synthetischen Ursprungs ausgewählt sind, die unter Kohlenwasserstoffen
wie Alkanen wie etwa hydriertem Polybuten, z. B. Parleamöl® von
Nippon Oil Fats, Isoparaffinen einschließlich Isododecan, und Squalan,
sowie deren Gemische ausgewählt
sind. Diese Öle
können
in einer Ausführungsform
mit zumindest einem Phenylsiliconöl kombiniert werden.
-
In
einer Ausführungsform
enthält
die flüssige
Fettphase zumindest ein nicht flüchtiges Öl, das zum
Beispiel unter Ölen
auf Kohlenwasserstoffbasis mineralischer, pflanzlicher oder synthetischer
Herkunft, synthetischen Estern oder synthetischen Ethern, Siliconölen und
deren Gemischen ausgewählt
ist.
-
In
der Praxis kann die gesamte flüssige
Fettphase zum Beispiel in einer Menge von 1 bis 99 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, zum Beispiel 5 bis 99
%, 5 bis 95,5 %, 10 bis 80 % oder von 20 bis 75 %, enthalten sein.
-
Für die Zwecke
der Erfindung bedeutet der Ausdruck "flüchtiges
Lösungsmittel
oder Öl" jedes nicht wässrige Medium,
das bei Kontakt mit der Haut oder den Lippen in weniger als einer
Stunde bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck verdampfen kann. Das/die
flüchtige(n)
Lösungsmittel
der Erfindung sind organische Lösungsmit tel
wie flüchtige
kosmetische Öle,
die bei Raumtemperatur flüssig
sind und bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck einen Dampfdruck ungleich
Null haben, der insbesondere im Bereich von 10–2 bis 300
mmHg (1,33 bis 40 000 Pa) liegt und zum Beispiel mehr als 0,03 mmHg
(4 Pa) und als weiteres Beispiel mehr als 0,3 mmHg (40 Pa) beträgt. Der
Ausdruck "nicht
flüchtiges Öl" bezeichnet ein Öl, das bei
Raumtemperatur und Atmosphärendruck
für zumindest
einige Stunden auf der Haut oder den Lippen zurückbleibt, wie etwa die Öle, die
einen Dampfdruck von weniger von 10–2 mmHg
(1,33 Pa) aufweisen.
-
Erfindungsgemäß können diese
flüchtigen
Lösungsmittel
das Anhaften oder die Langzeitbeständigkeit der Zusammensetzung
auf der Haut, den Lippen oder den Hautanhangsgebilden wie Nägeln oder
Keratinfasern erleichtern. Diese Lösungsmittel können unter
Lösungsmitteln
auf Kohlenwasserstoffbasis, siliconhaltigen Lösungsmitteln mit gegebenenfalls
Alkylgruppen oder Alkoxygruppen, die als Seitenketten oder am Ende
der Siliconkette vorliegen, sowie einem Gemisch dieser Lösungsmittel
ausgewählt
werden.
-
Das
(die) flüchtige(n) Öl(e) können, in
einer Ausführungsform,
in einer Menge von 0 bis 95,5 % vorliegen, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, wie etwa von 2 bis 75 % oder zum Beispiel von 10
bis 45 %. Diese Menge kann von einem Fachmann entsprechend des gewünschten
Haftungseigenschaften oder der gewünschten Langzeitbeständigkeit
angepasst werden.
-
Die
zumindest eine flüssige
Fettphase der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann ferner eine Dispersion von Lipidvesikeln enthalten. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ebenso zum Beispiel in Form eines fluiden wasserfreien Gels,
eines starren wasserfreien Gels, einer fluiden Einfachemulsion,
einer fluiden Mehrfachemulsion, einer starren Einfachemulsion oder
einer starren Mehrfachemulsion vorliegen. Die Einfachemulsion oder
Mehrfachemulsion kann eine kontinuierliche Phase enthalten, die
unter einer wässrigen Phase
ausgewählt
ist, die gegebenenfalls dispergierte Lipidvesikel enthält, oder
einer Fettphase, die gegebenenfalls dispergierte Lipidvesikel enthält. In einer
Ausführungsform
enthält
die Zusammensetzung eine kontinuierliche Ölphase oder Fettphase und ist
genauer eine wasserfreie Zusammensetzung in beispielsweise Form
eines Stiftes oder Tiegels. Eine wasserfreie Zusammensetzung enthält weniger
als 10 Gew.-% Wasser, etwa zum Beispiel weniger als 5 Gew.-%.
-
Gelbildner
-
Die
Zusammensetzung der Erfindung enthält ferner zumindest ein lipophiles
Mittel zum Gelieren der flüssigen
Fettphase. Dieser zumindest eine Gelbildner ist unter fettlöslichen
und fettdispergierbaren rheologischen Stoffen ausgewählt, wie
Stoffen, die in der Fettphase löslich
oder dispergierbar sind, die bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck
flüssig
ist. Der zumindest eine Gelbildner kann unter Gelbildnern in polymerer Form
und Gelbildnern in anorganischer Form ausgewählt werden. In einer Ausführungsform
kann der zumindest eine Gelbildner in anorganischer Form in Partikelgrößen vorliegen,
die wenig oder gar keine Lichtstreuung verursachen. So ist es möglich, eine
lichtdurchlässige
oder sogar transparente Zusammensetzung herzustellen.
-
In
einer Ausführungsform
ist der zumindest eine Gelbildner in der wässrigen Phase oder in Wasser nicht
löslich.
-
Die
Gelbildner oder rheologischen Stoffe für die Fettphase, die für die Erfindung
verwendet werden können,
können
unter fettdispergierbaren anorganischen Partikeln wie gegebenenfalls
modifizierten Tonen und gegebenenfalls modifizierter Kieselsäure, die
zum Beispiel hyd rophob behandelt wurden, sowie polymeren Gelbildnern
wie ganz oder teilweise vernetzten elastomeren Polyorganosiloxanen
mit dreidimensionaler Struktur; Galactomannanen mit 1 bis 6 Hydroxygruppen
pro Saccharid, zum Beispiel 2 bis 4 Hydroxygruppen, die mit einer
gesättigten
oder ungesättigten
Alkylkette substituiert sind; Polymeren oder Copolymeren, die aus der
Polymerisation oder Copolymerisation eines ethylenischen Monomers
hervorgehen, das ein oder mehrere ethylenische Bindungen, vorzugsweise
konjugierte Bindungen (oder Diene) enthält; Silicongummis; Ethylcellulose,
wie den unter dem Namen Ethocel von Dow Chemical erhältlichen
Produkten; sowie deren Gemischen ausgewählt sein.
-
Als
verwendbare modifizierte Tone können
Hectorite, die mit einem Ammoniumchlorid einer C10-22-Fettsäure modifiziert
sind, wie mit Distearyldimethylammoniumchlorid modifizierter Hectorit,
der auch als Quaternium-18 Bentonit bekannt ist, wie die Produkte
der Firma Rheox, die unter dem Namen Bentone 34 verkauft oder hergestellt
werden, Claytone XL, Claytone 34 und Claytone 40, die von der Firma
Southern Clay verkauft oder hergestellt werden, die modifizierten
Tone, die unter der Bezeichnung Quaternium-18 Benzalkonium Bentonite
bekannt sind und von der Firma Southern Clay unter den Bezeichnungen
Claytone HT, Claytone GR und Claytone PS verkauft oder hergestellt
werden, die mit Stearyldimethylbenzoylammoniumchlorid modifizierten Tone,
die als Stearalkonium Bentonite bekannt sind, wie die von der Firma
Southern Clay unter den Bezeichnungen Claytone APA und Claytone
AF erhältlichen
oder hergestellten Produkte, sowie Baragel 24, das von der Firma
Rheox verkauft oder hergestellt wird, genannt werden.
-
Als
erfindungsgemäß verwendbare
Polyorganosiloxane können
die vernetzten elastomeren Polyorganosiloxane genannt werden, die
in der Anmeldung EP-A-0 295 886 beschrieben werden. Gemäß dieser
Anmeldung werden sie in Gegenwart eines Katalysators vom Platin typ
durch Addition und Vernetzung zumindest der folgenden Verbindungen
erhalten:
- – (a)
einem Polyorganosiloxan, das zumindest zwei niedere C2-6-Alkenylgruppen
pro Molekül
aufweist; und
- – (b)
einem Polyorganosiloxan, das zumindest zwei Wasserstoffatome pro
Molekül
aufweist, die an ein Siliciumatom gebunden sind.
-
Es
ist ebenfalls möglich,
die in der Druckschrift
US 5
266 321 beschriebenen Polyorganosiloxane zu verwenden,
wobei auf die darin enthaltene Offenbarung hier als Referenz Bezug
genommen wird. Gemäß diesem
Patent werden sie insbesondere ausgewählt unter:
- (i)
Polyorganosiloxanen mit R2SiO-Einheiten
und RSiO1,5-Einheiten und gegebenenfalls
R3SiO0,5-Einheiten und/oder
SiO2-Einheiten,
in denen die Gruppen R, jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind
unter Wasserstoff, Alkyl wie Methyl, Ethyl oder Propyl, Aryl wie
Phenyl oder Tolyl, einer ungesättigten
aliphatischen Gruppe wie Vinyl, wobei das Gewichtsverhältnis der
Einheiten R2SiO zu den Einheiten RSiO1,5 im Bereich von 1/1 zu 30/1 liegt;
- (ii) Polyorganosiloxanen, die in Siliconöl unlöslich und quellbar sind, die
durch Addition eines Polyorganohydrogenosiloxans (1) und eines Polyorganosiloxans
(2) erhalten werden, das ungesättigte
aliphatische Gruppen enthält,
so dass die Menge an Wasserstoff bzw. an ungesättigten aliphatischen Gruppen
in (1) und (2) im Bereich von 1 bis 20 Mol-% liegt, wenn das Polyorganosiloxan
nicht cyclisch ist, und im Bereich von 1 bis 50 Mol-%, wenn das
Polyorganosiloxan cyclisch ist. Gegebenenfalls können die Polyorganosiloxane 1
bis 40 Oxyalkylengruppen enthalten, wie Oxypropylengruppen und/oder
Oxyethylengruppen.
-
Als
Beispiele für
Polyorganosiloxane, die erfindungsgemäß verwendet werden können, können die Verbindungen
genannt werden, die von Shin-Etsu unter den Bezeichnungen KSG6 verkauft
oder hergestellt werden, Trefil E-505C oder Trefil E-506C von Dow
Corning, Gransil von Grant Industries (SR-CYC, SR DMF10, SR-DC556)
oder die Produkte, die in Form von vorgefertigten Gelen von Shin-Etsu
erhältlich
sind (KSG15, KSG17, KSG16, KSG18, KSG21), Gransil SR 5CYC Gel, Gransil
SR DMF 10 Gel, Gransil SR DC556 Gel, SF 1204 und JK 113 von General
Electric. Es kann ebenso ein Gemisch dieser im Handel erhältlichen Produkte
verwendet werden.
-
Als
erfindungsgemäß verwendbare
Alkylgalactomannane können
Guargummi oder Johannisbrotkernmehl genannt werden, die mit C1-6-Gruppen alkyliert sind, zum Beispiel
C1-3-Alkylketten, wie Ethyl- oder Propylguar,
das einen Substitutionsgrad von 2 bis 3 hat, zum Beispiel von etwa
2,5 bis 2,8, das in der Druckschrift EP-A 708 114 beschrieben wird
und von der Firma Aqualon unter der Bezeichnung N-Hance-AG 200® oder N-Hance
AG 50® verkauft
oder hergestellt wird.
-
Als
Polymere oder Copolymere, die bei der Polymerisation oder Copolymerisation
eines ethylenischen Monomers gebildet werden, können Vinylcopolymere, Acrylcopolymere
oder Methacrylcopolymere verwendet werden, die als Blockcopolymere,
wie Zweiblock- oder Dreiblock-Copolymere,
oder sogar Multiblock-Copolymere Starburst-Copolymere oder radiale
Copolymere vorliegen können.
Der zumindest eine ethylenische Gelbildner kann beispielsweise einen
Styrolblock (S), einen Alkylstyrolblock (AS), einen Ethylen/Butylenblock (EB),
einen Ethylen/Propylenblock (EP), einen Butadienblock (B), einen
Isoprenblock (I), einen Acrylatblock (A), einen Methacrylatblock
(MA) oder eine Kombination dieser Blöcke enthalten.
-
In
einer Ausführungsform
wird als Gelbildner oder ethylenischer rheologischer Stoff ein Copolymer verwendet,
das zumindest einen Styrolblock aufweist. Es kann auch ein Dreiblock-Copolymer
verwendet werden und insbesondere diejenigen vom Polystyrol/Polyisoprentyp
oder vom Polystyrol/Polybutadientyp, wie die, die von BASF unter
der Bezeichnung "Luvitol
HSB" verkauft oder
hergestellt werden, sowie solche vom Polystyrol/Copoly(ethylen-propylen)typ
oder alternativ vom Polystyrol/Copoly(ethylen-butylen)typ, wie die
von Shell Chemical Co. unter der Bezeichnung "Kraton" verkauften oder hergestellten Copolymere
oder Gelled Permethyl 99A von Penreco. Es können ferner Styrol-Methycrylat-Copolymere
verwendet werden.
-
Als
in der Zusammensetzung der Erfindung verwendbare ethylenische rheologische
Stoffe können zum
Beispiel genannt werden: Kraton G1650 (SEBS), Kraton G1651 (SEBS),
Kraton G1652 (SEBS), Kraton G1657X (SEBS), Kraton G1701X (SEP),
Kraton G1702X (SEP), Kraton G1726X (SEB), Kraton G1750X (EP) multiarm,
Kraton G1765X (EP) multiarm, Kraton D-1101 (SBS), Kraton D-1102
(SBS), Kraton D-1107 (SIS), Gelled Permethyl 99A-750, Gelled Permethyl
99A-753-58 (Gemisch eines Starburst-Blockpolymers und eines Dreiblockpolymers),
Gelled Permethyl 99A-753-59 (Gemisch eines Starburst-Blockpolymers
und eines Dreiblockpolymers), Versagel 5970 und Versagel 5960 von
Penreco (Gemisch eines Starburst-Polymers
und eines Dreiblockpolymers in Isododecan) und OS 129880, OS 129881
und OS 84383 von Lubrizol (Styrol-Methacrylat-Copolymer).
-
Als
weitere rheologische Stoffe, die erfindungsgemäß verwendet werden können, können Silicongummis
genannt werden. Der Silicongummi kann der folgenden Formel entsprechen:
in der:
R
7,
R
8, R
11 und R
12 gleich oder verschieden sind und jeweils
unter Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ausgewählt sind,
R
9 und R
10 gleich
oder verschieden sind und jeweils unter Alkylgruppen, die 1 bis
6 Kohlenstoffatome enthalten, und Arylgruppen ausgewählt sind,
X
unter Alkylgruppen, die 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthalten, einer
Hydroxygruppe und einer Vinylgruppe ausgewählt ist,
n und p so ausgewählt sind,
dass sie dem Silicongummi eine Viskosität von größer als 100 000 mPa·s, wie etwa
größer als
500 000 mPa·s
verleihen.
-
Im
Allgemeinen können
n und p jeweils Werte im Bereich von 0 bis 5 000 haben, wie von
0 bis 3 000.
-
Unter
den Silicongummis, die erfindungsgemäß verwendet werden können, sind
diejenigen zu nennen, in denen bedeuten:
- – die Gruppen
R7 bis R12 und X
eine Methylgruppe, p = 0 und n = 2 700, wie etwa das von der Firma
General Electric unter der Bezeichnung SE30 erhältliche oder hergestellte Produkt,
- – die
Gruppen R7 bis R12 und
X eine Methylgruppe, p = 0 und n = 2 300, wie etwa das von der Firma
Wacker unter der Bezeichnung AK 500 000 erhältliche oder hergestellte Produkt,
- – die
Gruppen R7 bis R12 eine
Methylgruppe, die Gruppe X eine Hydroxygruppe, p = 0 und n = 2 700,
als 13 %ige Lösung
in Cyclopentasiloxan, wie das von der Firma Dow Corning unter der
Bezeichnung Q2-1401 erhältliche
oder hergestellte Produkt,
- – die
Gruppen R7 bis R12 eine
Methylgruppe, die Gruppe X eine Hydroxygruppe, p = 0 und n = 2 700,
als 13 %ige Lösung
in Polydimethylsiloxan, wie das von der Firma Dow Corning unter
der Bezeichnung Q-1403 erhältliche
oder hergestellte Produkt, und
- – die
Gruppen R7, R8,
R11, R12 und X eine
Methylgruppe und die Gruppen R9 und R10 eine Arylgruppe, sodass das Molekularge wicht
des Gummis in etwa 600 000 beträgt,
wie zum Beispiel das von der Firma Rhône-Poulenc (Rhodia Chimie)
unter der Bezeichnung 761 erhältliche
oder hergestellte Produkt.
-
Als
weiterer erfindungsgemäß verwendbarer
Gelbildner oder rheologischer Stoff kann Kieselsäure, wie etwa pyrogene Kieselsäure, genannt
werden. Die pyrogene Kieselsäure
hat eine Partikelgröße, die
im Nanometerbereich bis Mikrometerbereich liegen kann, zum Beispiel
im Bereich von etwa 5 bis 200 nm.
-
Die
pyrogenen Kieselsäuren
können
durch Hochtemperaturhydrolyse einer flüchtigen Siliconverbindung in
einer Wasserstoff-Sauerstoff-Flamme
erhalten werden, wobei eine fein verteilte Kieselsäure entsteht. Dieses
Verfahren ermöglicht
die Herstellung von hydrophilen Kieselsäuren, die eine große Zahl
an Silanolgruppen auf ihrer Oberfläche aufweisen. Solche hydrophilen
Kieselsäuren
werden zum Beispiel unter den Bezeichnungen "Aerosil 130®", "Aerosil 200®", "Aerosil 255®", "Aerosil 300®" und "Aerosil 380®" von der Firma Degussa sowie "CAB-O-SIL HS-5®", "CAB-O-SIL EH-5®", "CAB-O-SIL LM-130®", "CAB-O-SIL MS-55®" und "CAB-O-SIL M-5®" von der Firma Cabot
verkauft oder hergestellt.
-
Somit
ist es möglich,
die Oberfläche
der hydrophilen Kieselsäure
durch eine chemische Reaktion chemisch zu modifizieren, wobei eine
Verringerung der Anzahl der Silanolgruppen herbeigeführt wird.
Die Silanolgruppen können
so beispielsweise durch hydrophobe Gruppen ersetzt werden: es entsteht
auf diese Wiese eine hydrophobe Kieselsäure. Die hydrophoben Gruppen
können
sein:
- – Trimethylsiloxylgruppen,
die insbesondere durch Behandlung von pyrogener Kieselsäure in Gegenwart von
Hexamethyldisilazan erhalten werden. Die so behandelten Kieselsäuren sind
als "Silica Silylate" nach CTFA (6. Edition,
1995) bekannt. Sie werden zum Beispiel von der Firma Degussa unter
der Bezeichnung "Aerosil R812®" und von der Firma
Cabot unter der Bezeichnung "CAB-O-SIL TS-530®" hergestellt oder
verkauft;
- – Dimethylsilyloxylgruppen
oder Polydimethylsiloxangruppen, die insbesondere durch Behandlung
von pyrogener Kieselsäure
in Gegenwart von Polydimethylsiloxan oder Dimethyldichlorosilan
erhalten werden. Die so behandelten Kieselsäuren sind nach CTFA (6. Edition,
1995) als "Silica
Dimethyl Silylate" bekannt. Sie
werden beispielsweise von der Firma Degussa unter der Bezeichnung "Aerosil R972®" und "Aerosil R974®" sowie von der Firma
Cabot unter den Bezeichnungen "CAB-O-SIL
TS-610®" und "CAB-O-SIL TS-720®" hergestellt und
verkauft;
- – Gruppen,
die bei der Reaktion von pyrogener Kieselsäure mit Silanalkoxiden oder
Siloxanen gebildet werden. Diese so behandelten Kieselsäuren werden
zum Beispiel von der Firma Degussa unter der Bezeichnung "Aerosil R805®" hergestellt oder
verkauft.
-
Erfindungsgemäß kann eine
hydrophobe Kieselsäure
wie eine pyrogene Kieselsäure
als lipophiler Gelbildner oder rheologischer Stoff verwendet werden.
Die Verwendung von pyrogener Kieselsäure ermöglicht es, bei Fehlen von trübenden Partikeln
wie etwa Wachsen, Füllstoffen
oder Pigmenten (einschließlich
Perlglanzpigmenten) eine lichtdurchlässige oder sogar transparente
Zusammensetzung zu erhalten, insbesondere in Form eines Stiftes,
der nicht ausschwitzt.
-
Das
zumindest eine fettlösliche
rheologische Mittel ermöglicht
es, das Ausschwitzen der Zusammensetzung einzuschränken und
ihre Stabilität
zu erhöhen,
währenddessen
gleichzeitig das glänzende
Erscheinen der Zusammensetzung erhalten bleibt, was mit Wachsen,
wie sie üblicherweise
auf dem Gebiet der Kosmetik und Dermatologie verwendet werden, nicht
möglich
ist. Diese Gelbildner können
zum Beispiel in Konzentrationen von 0,05 bis 35 %, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zusammensetzung, zum Beispiel von 0,5 bis 20 %
oder von 1 bis 10 % verwendet werden.
-
Ergänzende Zusatzstoffe
-
Die
Zusammensetzung der Erfindung kann ferner jeden Zusatzstoff enthalten,
der üblicherweise
auf dem betrachteten Gebiet verwendet wird und der insbesondere
unter Antioxidantien, etherischen Ölen, Konservierungsmitteln,
Parfums, Wachsen, Füllstoffen,
Produkten, die bei Raumtemperatur pastös oder viskos sind, neutralisierenden
Bestandteilen, fettlöslichen
Polymeren und Polymeren, die im Medium dispergierbar sind, kosmetischen
und dermatologischen Wirkstoffen wie zum Beispiel Emollientien,
Hydratisierungsmitteln, Vitaminen, essentiellen Fettsäuren, Sonnenschutzfiltern,
Dispergiermitteln wie Poly(2-hydroxystearinsäure), sowie deren Gemische
ausgewählt
ist. Diese Zusatzstoffe können
in der Zusammensetzung in einem Mengenanteil im Bereich von 0 bis
20 % (wie etwa von 0,01 bis 20 %), bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, und insbesondere von 0,01 bis 10 % vorliegen
(sofern sie verwendet werden).
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ferner als Zusatz eine wässrige
Phase mit Wasser enthalten, die gegebenenfalls mit einem Verdickungsmittel
oder Gelbildner für
die wässrige
Phase angedickt oder geliert ist und/oder in Wasser lösliche Substanzen
enthält.
Das Wasser kann in einem Anteil von 0,01 bis 50 %, zum Beispiel
von 0,5 bis 30 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
vorliegen.
-
Selbstverständlich wird
ein Fachmann darauf achten, die möglichen ergänzenden Zusatzstoffe und/oder
ihre Mengen so auszuwählen,
dass die vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
nicht oder nicht wesentlich durch den vorgesehenen Zusatz negativ
beeinflusst werden.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann in Form einer getönten
oder nicht getönten
dermatologischen Zusammensetzung vorlie gen oder als Zusammensetzung
zur Pflege von keratinischen Substanzen wie der Haut, den Lippen
und/oder den Hautanhangsgebilden, in Form einer Sonnenschutzzusammensetzung oder
einer Körperpflegezusammensetzung,
insbesondere in Form eines deodorierenden Produkts oder eines Abschminkprodukts
in Stiftform. Insbesondere kann sie als eine pflegende Grundierung
für die
Haut, die Hautanhangsgebilde oder die Lippen verwendet werden (Lippenbalsame,
zum Schutz der Lippen gegen Kälte und/oder
Sonne und/oder Wind, oder als Pflegecreme für die Haut, die Nägel oder
die Haare). Wie der Begriff hier definiert ist, versteht man unter
einem deodorierenden Produkt ein Hygieneprodukt und bezieht sich
nicht auf die Pflege, das Make-up oder die Behandlung von keratinischen
Materialien, einschließlich
keratinischer Fasern.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ferner in Form eines gefärbten
Make-up-Produkts für die
Haut vorliegen, insbesondere als Grundierung, die gegebenenfalls
pflegende oder behandelnde Eigenschaften aufweist, als Rouge, als
Gesichtspuder, als Lidschatten, als Abdeckprodukt, als Eyeliner,
als Make-up für
den Körper;
als Make-up für die Lippen
wie etwa als Lippenstift, der gegebenenfalls pflegende oder behandelnde
Eigenschaften aufweist; als Make-up für die Hautanhangsgebilde wie
etwa die Nägel
oder die Wimpern, insbesondere in Form einer Mascara, oder für die Augenbrauen
und die Haare, insbesondere in Form eines Stiftes.
-
Selbstverständlich sollte
die erfindungsgemäße Zusammensetzung
in kosmetischer oder dermatologischer Hinsicht akzeptabel sein,
d. h. sie sollte ein nicht toxisches physiologisch akzeptables Medium
enthalten und sollte auf die Haut, die Hautanhangsgebilde oder die
Lippen eines Menschen aufgetragen werden können. Im Rahmen der Erfindung
bedeutet der Ausdruck "kosmetisch
akzeptabel" eine
Zusammensetzung, die angenehm aussieht, angenehm duftet, sich angenehm
anfühlt
und angenehm schmeckt.
-
Vorteilhafterweise
enthält
die Zusammensetzung zumindest ein kosmetisch wirksames Mittel und/oder zumindest
ein dermatologisch wirksames Mittel, d. h. einen Stoff, der einen
vorteilhaften Einfluss auf die Haut, die Lippen oder die Hautanhangsgebilde
hat, und/oder zumindest ein Farbmittel.
-
Farbmittel
-
Die
erfindungsgemäßen Farbmittel
können
unter lipophilen Farbstoffen, hydrophilen Farbstoffen, Pigmenten
und perlglänzenden
Pigmenten (d. h. Perlglanzpigmenten), die gewöhnlich in kosmetischen oder
dermatologischen Zusammensetzungen verwendet werden, sowie deren
Gemischen ausgewählt
werden. Die Farbmittel liegen im Allgemeinen in einem Anteil von
0,01 bis 50 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
wie etwa von 0,5 bis 40 % und besser von 5 bis 30 % vor, sofern
sie enthalten sind. Für
den Fall, dass die Zusammensetzung in Form eines losen oder kompakten
Puders vorliegt, beträgt
die Menge des Farbmittels in Form von festen Partikeln, die in dem
Medium unlöslich
sind (Perlglanzpigmente und/oder Pigmente) bis zu 90 %, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
-
Die
fettlöslichen
Farbstoffe sind zum Beispiel Sudan-Rot, D&C Red 17, D&C Green 6, β-Carotin, Sojabohnenöl, Sudan-Braun,
D&C Yellow 11,
D&C Violet 2,
D&C Orange 5,
Chinolingelb oder Rocou. Sie können in
einer Menge von 0,1 bis 20 %, zum Beispiel von 0,1 bis 6 % des Gewichts
der Zusammensetzung vorliegen (sofern sie enthalten sind). Die wasserlöslichen
Farbstoffe können
beispielsweise Rote-Beete-Saft
oder Methylenblau sein und bis zu 6 % des Gesamtgewichts der Zusammensetzung
ausmachen.
-
Die
Pigmente können
weiß oder
gefärbt,
anorganisch und/oder organisch sowie umhüllt oder nicht umhüllt sein.
Von den anorganischen Pigmenten können Titandioxid, das gegebenenfalls
oberflächenbehandelt ist,
Zirconiumoxid, Zinkoxid oder Ceroxid, ebenso wie Eisenoxid, Chromoxid,
Manganviolett, Ultramarinblau, Chromhydrat und Eisenblau genannt
werden. Von den organischen Pigmenten können Ruß, Pigmente vom D&C-Typ, Lacke auf
Cochenille-Karminbasis oder auf Basis von Barium, Strontium, Calcium
oder Aluminium genannt werden. Die Pigmente liegen in einer Menge
von 0,1 bis 50 %, wie etwa von 0,5 bis 40 % und insbesondere von
2 bis 30 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vor,
sofern sie enthalten sind.
-
Die
Perlglanzpigmente können
unter weißen
Perlglanzpigmenten wie mit Titan oder Bismutoxidchlorid beschichtetem
Glimmer, farbigen Perlglanzpigmenten wie Titan-Glimmer-Pigmenten
mit Eisenoxiden, Titan-Glimmer-Pigmenten mit insbesondere Eisenblau
oder Chromoxid, Titan-Glimmer-Pigmenten mit einem organischen Pigment
vom bereits beschriebenen Typ, ebenso wie unter Perlglanzpigmenten
auf Basis von Bismutoxidchlorid ausgewählt sein. Sie können beispielsweise
in einer Menge von 0,1 bis 20 % und insbesondere von 0,1 bis 15
% vorliegen, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
sofern sie enthalten sind.
-
In
einer Ausführungsform
ist das Farbmittel ein Pigment (Perlglanzpigment oder nicht).
-
Wachse
-
Gegebenenfalls
kann die Zusammensetzung ein oder mehrere Wachse enthalten, um die
Strukturgebung in Form eines Stiftes zu verbessern, obwohl diese
starre Form auch ohne Wachs erhalten werden kann. Im Rahmen der
vorliegenden Erfindung ist ein Wachs eine li pophile Fettverbindung,
die bei Raumtemperatur (25°C)
und Atmosphärendruck
(760 mmHg, d. h. 101 KPa) fest ist, die einer reversiblen Zustandsänderung fett/flüssig unterliegt,
einen Schmelzpunkt über
40°C und
insbesondere über
55°C hat,
der bis zu 200°C
betragen kann, und in festem Zustand eine anisotrope kristalline
Anordnung zeigt. Die Größe der Kristalle
ist so, dass die Kristalle das Licht beugen und/oder streuen, was
die Zusammensetzung trübe,
mehr oder weniger opak erscheinen lässt. Durch Erwärmen des
Wachses auf seinen Schmelzpunkt wird es möglich, es mit Öl mischbar
zu machen und ein mikroskopisch homogenes Gemisch zu bilden, wobei
jedoch beim Senken der Temperatur des Gemisches auf Raumtemperatur
eine Rekristallisation des Wachses in den Ölen des Gemisches erfolgt.
Diese Rekristallisation im Gemisch ist für die Verringerung des Glanzes
eines solchen Gemisches verantwortlich. Daher enthält die Zusammensetzung
vorteilhafterweise wenig oder gar kein Wachs, und insbesondere weniger
als 5 % Wachs.
-
Für die Zwecke
der Erfindung werden die Wachse verwendet, die allgemein auf dem
kosmetischen und dermatologischen Gebiet verwendet werden; sie sind
zum Beispiel natürlichen
Ursprungs, wie beispielsweise Bienenwachs, Carnaubawachs, Candelillawachs,
Ouricurywachs, Japanwachs, Korkfaserwachs, Zuckerrohrwachs, Paraffinwachs,
Lignitwachs, mikrokristalline Wachse, Lanolinwachs, Montanwachs,
Ozokerite und hydrierte Öle
wie gehärtetes
Jojobaöl,
Wachse synthetischen Ursprungs, beispielsweise Polyethylenwachse,
die bei der Polymerisation von Ethylen gebildet werden, Wachse,
die durch Fischer-Tropsch-Synthese hergestellt werden, Fettsäureester
und Glyceride, die bei 40°C
fest sind, zum Beispiel über
55°C, Siliconwachse,
wie Alkyl- und Alkoxypolydimethylsiloxane und/oder Polydimethylsiloxanester,
die bei 40°C
fest sind, zum Beispiel bei mehr als 55°C.
-
Erfindungsgemäß entsprechen
die Schmelzpunktwerte dem Schmelzpunktpeak, der mit dem "Differential Scanning
Calorimetry"-Verfahren
bei einem Temperaturanstieg von 5 oder 10°C/min gemessen wird.
-
Fettlösliche oder dispergierbare
Polymere
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ferner zumindest ein Polymer enthalten, das fettlöslich ist
oder im Medium dispergierbar ist, bei dem es sich um ein anderes
Polymer handelt als das strukturgebende Polymer und das zumindest
eine rheologische Mittel, wobei es filmbildende Eigenschaften haben
und beispielsweise eine gewichtsmittlere Molmasse von 500 bis 1
000 000, wie etwa von 1 000 bis 500 000 und beispielsweise insbesondere
von 5 000 bis 100 000 und besser von 5 000 bis 20 000 aufweisen
kann. Dieses zumindest eine fettlösliche Polymer kann zur Erhöhung der
Viskosität
und/oder zur Verbesserung der Haftungseigenschaft des Films beitragen.
Das zumindest eine fettlösliche
Polymer kann einen Erweichungspunkt von nicht mehr als 30°C haben.
-
Als
Beispiele für
erfindungsgemäß verwendbare
fettlösliche
Polymere können
genannt werden: Polyalkylene, insbesondere Polybuten, Poly(meth)acrylate,
Alkylcellulosen mit einer geradkettigen oder verzweigten, gesättigten
oder ungesättigten
C1-8-Alkylgruppe, wie etwa Ethylcellulose
und Propylcellulose, Siliconpolymere, die mit der Fettphase verträglich sind,
und Vinylpyrrolidon(VP)-Copolymere sowie deren Gemische.
-
Als
Vinylpyrrolidon-Copolymere können
Copolymere mit einem C2-30-Alken, wie etwa einem
C3-22-Alken sowie ihren Kombinationen verwendet
werden. Als Beispiele für
VP-Copolymere, die erfindungsgemäß verwendet
werden können,
können
VP/Vinylacetat, VP/Ethylmethacrylat, butyliertes Polyvinylpyrrolidon
(PVP), VP/Ethylmeth acrylat/Methacrylsäure, VP/Eicosen, VP/Hexadecen,
VP/Triaconten, VP/Styrol oder VP/Acrylsäure/Laurylmethacrylat-Copolymer
genannt werden.
-
Das
PVP/Hexadecen-Copolymer mit einer gewichtsmittleren Molmasse von
7 000 bis 7 500 oder alternativ dazu das PVP/Eisosen Copolymer mit
einer gewichtsmittleren Molmasse von 8 000 bis 9 000 kann nicht
nur für
die Haftungseigenschaften, sondern auch für die Eigenschaften des Films
im Hinblick auf das Anfühlen
und die Konsistenz verwendet werden.
-
Die
fettlöslichen
oder dispergierbaren Polymere in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
können
in einer Menge von 0,01 bis 20 % (als wirksame Substanz) wie etwa
zum Beispiel von 1 bis 10 % vorliegen, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, sofern sie enthalten sind.
-
Pastöse Fettverbindung
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ferner zumindest eine Fettverbindung enthalten, die bei Raumtemperatur
pastös
ist. Im Rahmen der Erfindung bezeichnet der Ausdruck "pastöse Fettsubstanzen" Fettsubstanzen mit
einem Schmelzpunkt im Bereich von 20 bis 55°C, wie etwa von 25 bis 45°C oder von
25 bis 40°C,
und/oder einer Viskosität
bei 40°C
im Bereich von 0,1 bis 40 Pa·s
(1 400 Poise), wie etwa von 0,5 bis 25 Pa·s, wobei zur Messung ein
Contraves TV oder Rheomat 80 Viskosimeter verwendet wird, das für 60 Hz
mit einer bei 240 min–1 rotierenden Spindel
oder für
50 Hz mit einer bei 200 min–1 rotierenden Spindel
ausgestattet ist. Der Fachmann kann auf Basis seines allgemeinen
Wissens die Spindel zum Messen der Viskosität unter den Spindeln MS-r3
und MS-r4 so auswählen,
dass die Messung der getesteten pastösen Verbindung durchgeführt werden
kann.
-
Erfindungsgemäß wird zumindest
eine pastöse
Fettsubstanz verwendet. Die zumindest eine pastöse Fettsubstanz kann unter
Verbindungen auf Kohlenwasserstoffbasis, gegebenenfalls vom polymeren
Typ ausgewählt
werden; sie können
ferner unter Siliconverbindungen und/oder Fluorverbindungen ausgewählt werden;
sie können
auch in Form eines Gemisches von Verbindungen auf Kohlenwasserstoffbasis
und/oder Siliconverbindungen und/oder Fluorverbindungen vorliegen.
Im Fall eines Gemisches verschiedener pastöser Fettsubstanzen können die
pastösen
Verbindungen auf Kohlenwasserstoffbasis (die überwiegend Wasserstoffatome
und Kohlenstoffatome und gegebenenfalls Estergruppen enthalten)
einen Hauptanteil ausmachen.
-
Von
den in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendbaren pastösen
Verbindungen können
Lanoline und Lanolinderivate wie acetylierte Lanoline oder propoxylierte
Lanoline oder Isopropyllanolat mit einer Viskosität von 18
bis 21 Pa·s,
wie etwa 19 bis 20,5 Pa·s
und/oder einem Schmelzpunkt von 30 bis 55°C, wie etwa von 30 bis 40°C, sowie
deren Gemische genannt werden. Es können ferner Ester von Fettsäuren oder
von Fettalkoholen verwendet werden, die zum Beispiel 20 bis 65 Kohlenstoffatome
enthalten (mit einem Schmelzpunkt von etwa 20 bis 35°C und/oder
einer Viskosität
von 0,1 bis 40 Pa·s
bei 40°C),
wie etwa Triisostearylcitrat oder Cetylcitrat; Arachidylpropionat;
Polyvinyllaurat; Cholesterylester, wie Triglyceride pflanzlichen Ursprungs
wie gehärtete
Pflanzenöle,
viskose Polyester wie Poly(12-hydroxystearinsäure), sowie deren Gemische.
Triglyceride pflanzlichen Ursprungs, die verwendet werden können, sind
hydrierte Ricinusölderivate wie
etwa "Thixinr" von Rheox.
-
Es
können
auch pastöse
Siliconfette genannt werden, wie Polydimethylsiloxane (PDMS), die
Seitenketten vom Alkyltyp oder Alkoxytyp mit 8 bis 24 Kohlenstoffatome
enthalten und einen Schmelzpunkt von 20 bis 55°C und beispielsweise von 20
bis 40°C
haben, wie Stearyldimethicone, wie zum Beispiel die Produkte, die
von der Firma Dow Corning unter den Bezeichnungen DC2503 und DC25514
erhältlich
sind, sowie deren Gemische.
-
Die
pastöse(n)
Fettsubstanz(en) können
in einem Anteil von 0,1 bis 60 Gew.-%, wie etwa von 1 bis 45 Gew.-%
und insbesondere von 2 bis 30 Gew.-% in der Zusammensetzung vorliegen,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, sofern sie enthalten
sind.
-
Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann mithilfe der bekannten Verfahren hergestellt werden, die im
Allgemeinen in der Kosmetik oder Dermatologie verwendet werden.
Sie kann nach einem Verfahren hergestellt werden, das die Schritte
umfasst: Aufheizen des Polymers auf zumindest seinen Erweichungspunkt, Hinzugeben
(des) der Gelbildner(s), der amphiphilen Verbindung(en), des (der)
Farbmittel und Zusatzstoff(e) und anschließendes Mischen bis zum Erhalt
einer klaren, transparenten Lösung.
Nach Senken der Temperatur werden das/die flüchtigen Lösungsmittel zu dem erhaltenen
Gemisch gegeben. Das so erhaltene homogene Gemisch kann anschließend in
eine geeignete Form, wie in eine Lippenstiftform oder direkt in
die Verpackungsbehältnisse
gegossen werden (Behältnis
oder Tiegel im Besonderen).
-
Ein
anderer Gegenstand der Erfindung ist eine Lippenstiftzusammensetzung
in Form eines Stiftes, die zumindest eine kontinuierliche flüssige Fettphase,
die mit zumindest einem nicht wachsartigen strukturgebenden Polymer
mit einer gewichtsmittleren Molmasse von weniger als 100 000 strukturiert
ist, und zumindest einen Gelbildner für die flüssige Fettphase enthält, wobei
die flüssige
Fettphase, das strukturgebende Polymer und der Gelbildner ein physiologisch
akzeptables Medium bilden, wobei der Gelbildner und das strukturgebende
Polymer der Zusammensetzung die Konsistenz eines verformbaren elastischen
Feststoffs mit einer Härte von
30 bis 300 gf, etwa von 30 bis 250 gf und besser von 30 bis 200
gf geben, selbst ohne Wachs. Die Härte wird mit dem bereits beschriebenen "Käsedrahtverfahren" gemessen. Das nicht
wachsartige Polymer kann ein Polymer sein, dessen Struktur Einheiten
mit einem enthaltenen Heteroatom aufweist, wie sie vorangehend definiert
wurden, und kann insbesondere ein Polyamid sein, das (eine) Alkylendgruppe(n)
enthalten kann, die über
eine Estergruppe an das Gerüst
gebunden sind.
-
Diese
Lippenstiftzusammensetzung in Form eines Stiftes kann einen Zusatzstoff
enthalten, der unter bei Raumtemperatur pastösen Fettverbindungen, fettlöslichen
Polymeren und deren Gemischen ausgewählt ist, wie sie vorangehend
bestimmt wurden.
-
Ein
Gegenstand der Verbindung ist ferner ein Verfahren zur Pflege, zum
Schminken oder zur Behandlung der Keratinsubstanzen von Menschen,
und insbesondere der Haut, der Lippen oder den Hautanhangsgebilden,
das das Auftragen einer Zusammensetzung, insbesondere einer kosmetischen
Zusammensetzung, wie sie vorangehend beschrieben wurde, auf die
Keratinsubstanzen umfasst.
-
Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Kombination von zumindest
einem Polymer mit einer gewichtsmittleren Molmasse von weniger als
100 000, wie etwa weniger als 50 000, das enthält a) ein Polymergerüst mit sich
wiederholenden Einheiten auf Kohlenwasserstoffbasis, die zumindest
ein Heteroatom enthalten, und b) gegebenenfalls zumindest eine als
Seitenkette vorliegende Fettkette und/oder zumindest eine endständige Fettkette
aufweist, die gegebenenfalls funktionalisiert sind, die 8 bis 120
Kohlenstoffatome enthalten und an die Einheiten auf Kohlenwasserstoffbasis
gebunden sind, und zumindest einem Gelbildner für die flüssige Fettphase in einer kosmetischen
Zusammensetzung oder für
die Herstellung einer physiologisch akzeptablen Zusammensetzung,
um eine feste Zusammensetzung zu erhalten, wie etwa eine wachsfreie
Zusammensetzung, die nicht ausschwitzt und/oder eine glänzende und/oder
angenehme Abscheidung auf Keratinsubstanzen bilden kann.
-
Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können ferner Wasser enthalten,
das gegebenenfalls mit einem Verdickungsmittel für die wässrige Phase angedickt oder
mit einem Gelbildner geliert ist und/oder in Wasser lösliche Bestandteile
enthält.
-
Die
Erfindung wird in den folgenden Beispielen genauer erläutert. Die
Mengen sind in Massenprozent angegeben. Beispiel
1: Lippenstift Phase
A
| – Uniclear
100 | 18
% |
| – Isononylisononanoat | 5
% |
| – Diisostearylmalat | 17
% |
| – gehärtetes Polybuten | 4
% |
Phase
B
| – hydrophobe
Kieselsäure
(Aerosil R972) | 3
% |
| – gehärtetes Polybuten | 25
% |
| – Isononylisononanoat | 12
% |
Phase
C
| – Pigmente | 7
% |
| – gehärtetes Polybuten | 9
% |
-
Vorgehensweise
-
Uniclear
100 wurde bei 100°C
in einem Gemisch von geschmolzenen Ölen und Wachs solubilisiert (oder
gelöst),
anschließend
wurden die Pigmente und Füllstoffe
hinzugefügt.
Das ganze Gemisch wurde unter Verwendung eines entflockenden Turbomischers
(Raynerie) gemischt und für
1 Stunde 30 Minuten gerührt. Das
erhaltene Produkt wurde anschließend in Formen für Lippenstifte
in Stiftform gegossen.
- a) Kieselsäuregel (Phase
B): Das Gel wurde unter Rühren
mit einem Rayneri-Rührer
bei 60°C
unter Verwendung einer Heizplatte durch portionsweises Hinzugeben
der Kieselsäure
in die ölige
Mischung hergestellt, die gebildet wird aus:
- b) Gemahlenes pigmenthaltiges Material (Phase C)
-
Die
Pigmente wurden mit dem auf 60°C
erwärmten Öl gemischt;
das Gemisch wurde dreimal in einer Dreiwalzenmühle gemahlen.
-
Die
erhaltenen Lippenstift-Stifte haben einen Durchmesser von 8,1 mm
und eine Härte
von 46 ± 5
gf, die unter Verwendung des "Käsedrahtes" gemessen wurde.
Diese Lippenstifte wurden von Testpersonen als glänzend mit
guten Haftungseigenschaften bewertet. Die Stabilität der Zusammensetzungen
wurde getestet, wobei der hier beschriebene Test verwendet wurde.
Die Zusammensetzung zeigte eine gute Stabilität, wobei für 2 Monate kein Ausschwitzen
bei Raumtemperatur (25°C),
bei 37°C
oder bei 47°C
festgestellt wurde. Beispiel
2: Lippenstifte Phase
A
Phase
B
| – Bentonit
38V | 3
% |
| – Diisostearylmalat | 16,3
% |
| – Isononylisononanoat | 2,3
% |
| – gehärtetes Polybuten | 36,4
% |
| – hydrophobe
Kieselsäure
(Aerosil R972) | 3
% |
Phase
C
| – Pigmente | 7
% |
| – Isononylisononanoat | 14
% |
-
Die
Kieselsäure
wurde in ein Heizgefäß eingebracht
und anschließend
in dem Ölgemisch
der Phase B mithilfe eines Rayneri-Rührers dispergiert, wobei auf
etwa 60°C
geheizt wurde. Sobald das erhaltene Gel homogen war, wurde Bentonit
zugegeben. Das Gemisch wurde solange gerührt, bis, wie bei der Phase
B, eine homogene Masse erhalten wurde. Die Phase C wurde durch Mahlen
der Pigmente im gehärteten
Polybuten hergestellt, wobei eine Dreiwalzenmühle verwendet worden ist.
-
Phase
A wurde anschließend
mit Phase B auf 100°C
erhitzt. Sobald das erhaltene Gemisch homogen war, wurde das gemahlene
Material C hinzugefügt
und das erhaltene Gemisch für
1 Stunde 30 Minuten unter Rühren
mit einem Magnetrührer
erhitzt. Die Masse wurde dann in eine Form für Lippenstifte in Stiftform
gegossen.
-
Die
erhaltenen Lippenstift-Stifte hatten einen Durchmesser von 8,1 mm
und eine Härte
von 49 ± 5
gf. Diese Lippenstift-Stifte schwitzten bei Raumtemperatur oder
bei 37°C
für mehrere
Monate oder bei 47°C
einen Monat lang nicht aus. Mit ihnen ließ sich ein glänzender
Film abscheiden, der gute Haftungseigenschaften hatte und nicht
ausschwitzte.
-
Beispiel 3
-
Es
wurden fünf
klare, wasserfreie Sonnenschutzstifte hergestellt, die erfindungsgemäße Zusammensetzungen
enthielten. Die unten aufgeführten
Tabellen zeigen die Bestandteile, die verwendet wurden.
-
-
KLARER
WASSERFREIER SONNENSCHUTZ (mit öllöslichen
Polymeren)