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DE60126048T2 - Massenspektrometer und massenspektrometrisches Verfahren - Google Patents

Massenspektrometer und massenspektrometrisches Verfahren Download PDF

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DE60126048T2
DE60126048T2 DE60126048T DE60126048T DE60126048T2 DE 60126048 T2 DE60126048 T2 DE 60126048T2 DE 60126048 T DE60126048 T DE 60126048T DE 60126048 T DE60126048 T DE 60126048T DE 60126048 T2 DE60126048 T2 DE 60126048T2
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DE
Germany
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mass
lens
ion source
mass spectrometer
spectrometer according
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DE60126048T
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Martin Bowden Green
Michael Warrington Jackson
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Micromass UK Ltd
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Micromass UK Ltd
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J49/00Particle spectrometers or separator tubes
    • H01J49/26Mass spectrometers or separator tubes
    • H01J49/34Dynamic spectrometers
    • H01J49/40Time-of-flight spectrometers
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J49/00Particle spectrometers or separator tubes
    • H01J49/02Details
    • H01J49/06Electron- or ion-optical arrangements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Other Investigation Or Analysis Of Materials By Electrical Means (AREA)
  • Electron Tubes For Measurement (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Massenspektrometer und ein Massenspektrometrieverfahren.
  • Verschiedene Arten von Massenspektrometern sind bekannt, die einen Massenanalysator verwenden, welcher einen Zeit-Digital-Konverter ("TDC"), der auch als Ionen-Ankunfts-Zähler bekannt ist, beinhaltet. Zeit-Digital-Konverter werden z. B. bei Flugzeit-Massenanalysatoren verwendet, bei denen Pakete von Ionen mit im wesentlichen derselben kinetischen Energie in eine feldfreie Driftregion ejiziert bzw. ausgestoßen werden. In der Driftregion bewegen sich Ionen mit unterschiedlichen Masse-Ladungs-Verhältnissen in jedem Ionenpaket mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und erreichen daher einen Ionendetektor, der an dem Ausgang der Driftregion angeordnet ist, zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Eine Messung der Ionen-Transitzeit bestimmt daher das Masse-Ladungs-Verhältnis dieses speziellen Ions.
  • Momentan ist einer der am üblicherweise meisten verwendeten Ionendetektoren in Flugzeit-Massenspektrometern ein Einzelion-Zähl-Detektor, bei dem ein Ion, das eine Detektionsoberfläche beaufschlagt, einen Elektronenpuls mittels beispielsweise eines Elektronenvervielfachers erzeugt. Der Elektronenpuls wird typischerweise von einem Verstärker verstärkt und ein resultierendes elektrisches Signal wird produziert. Das elektrische Signal, das von dem Verstärker produziert bzw. erzeugt wird, wird verwendet, um die Transitzeit des Ions, welches den Detektor beaufschlagt hat, mittels eines Zeit-Digital-Konverters, welcher gestartet wird, sobald ein Ionenpaket das erste Mal in die Driftregion beschleunigt wird, zu bestimmen. Der Ionendetektor und eine zugehörige Schaltung sind daher in der Lage, ein einzelnes Ion zu detektieren, das auf den Detektor auftrifft bzw. diesen beaufschlagt.
  • Jedoch weisen solche Ionendetektoren eine gewisse Totzeit nach einem Ionenaufschlag bzw. -treffen auf, währenddessen der Detektor nicht auf einen anderen Ionenaufschlag reagieren kann. Eine typische Detektor-Totzeit kann in der Größenordnung von 1 bis 5 ns liegen. Wenn während der Ermittlung eines Massenspektrums Ionen während der Detektor-Totzeit ankommen, werden diese in der Folge nicht detektiert und dies wird einen störenden Effekt auf die resultierenden Massenspektren haben.
  • Es ist bekannt, Totzeit-Korrektursoftware zu verwenden, um Störungen in den Massenspektren zu korrigieren. Jedoch sind Softwarekorrekturtechniken nur in der Lage, einen begrenzten Korrekturgrad bereitzustellen. Sogar nach der Anwendung von Totzeit-Korrektursoftware werden Ionensignale, die zu mehr als einer Ionenankunft im Mittel pro Ausstoßereignis bei einem vorgegebenen Masse-Ladungswert führen, eine Sättigung des Ionendetektors ergeben und daher zu einer nichtlinearen Antwort und einer ungenauen Massenbestimmung führen.
  • Dieses Problem wird insbesondere bei der Gaschromatographie und ähnlichen Massenspektrometrieanwendungen wegen der schmalen Chromatographie-Peaks bzw. -Spitzen, welche typi scherweise dem Massenspektrometer präsentiert werden, welche z. B. an der Basis zwei Sekunden breit sein können, verstärkt.
  • Bekannte Flugzeit-Massenspektrometer leiden daher an einem begrenzten Dynamikbereich insbesondere bei gewissen besonderen Anwendungen.
  • Die US 5,300,774 offenbart ein Flugzeit-Massenspektrometer mit einer Öffnung, das eingestellt werden kann, um einen Trade-Off bzw. einen Ausgleich zwischen der Sensitivität und der Auflösung einzustellen.
  • Es ist daher wünschenswert, ein verbessertes Massenspektrometer und verbesserte Massenspektrometrieverfahren anzugeben.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Massenspektrometer gemäß Anspruch 1 vorgeschlagen.
  • Das erfindungsgemäße Massenspektrometer bietet einen erweiterten Dynamikbereich des Detektors. Insbesondere ist es möglich, zwischen zwei oder mehr Sensitivitätsbereichen während einer Aufnahme zu wählen bzw. umzuschalten. Ein Bereich ist bzw. wird eingestellt, um eine hohe Sensitivität aufzuweisen bzw. zu bieten. Ein zweiter Bereich ist bzw. wird eingestellt, um bei einer um einen Faktor von bis zu 100 niedrigeren Sensitivität als der erste Bereich zu arbeiten. Vorzugsweise ist die Sensitivitätsdifferenz zwischen dem ersten und dem zweiten Sensitivitätsmodus wenigstens ein Faktor x10, x20, x30, x40, x50, x60, x70, x80, x90 oder x100.
  • Genaue Massenmessungen können durchgeführt werden, indem eine einzelne Punktverschluss- bzw. Point-Lock-Masse verwendet wird, die sowohl dem hohen als auch dem niedrigen Sensitivitätsbereich gemeinsam ist.
  • Obwohl bei der bevorzugten Ausführungsform die Sensitivität mittels der Betätigung einer z-Linse verändert wird, sind andere Ausführungsformen ebenfalls denkbar, bei denen bei einer allgemeineren Anordnung das ionenoptische System zwischen der Ionenquelle und dem Massenanalysator geändert oder verändert wird, so dass Ionen, die dort hindurch passieren, fokussiert/defokussiert werden, wodurch die Ionentransmissions-Effektivität verändert wird. Es ist möglich, die Ionentransmissions-Effektivität mittels einer Anzahl von Verfahren zu verändern, einschließlich (i) Verändern einer y-fokussierenden Linse, welche eine Einzel-Linse sein kann; (ii) Verändern einer z-fokussierenden Linse, welche eine Einzel-Linse sein kann; (iii) Verwenden einer stigmatischen fokussierenden Linse, vorzugsweise mit einer kreisförmigen Öffnung, welche einen Ionenstrahl sowohl in der y- als auch in der z-Richtung fokussiert/defokussiert; und (iv) Verwenden einer Gleichspannungs-Quadrupol-Linse, welche in der y-Richtung und/oder der z-Richtung wie gewünscht fokussieren/defokussieren kann.
  • Das Verwenden einer z-Fokussierung ist gegenüber anderen Arten der Veränderung der Ionentransmissions-Effektivität bevorzugt, weil sich erwiesen hat, dass es eine Veränderung bei der Auflösung, der Massenposition und dem spektralen Versatz, welche andernfalls mit dem Fokussieren/Ablenken des Ionenstrahls in der y-Richtung verknüpft zu sein scheinen, minimiert. Jedoch kann bei weniger bevorzugten Ausführungsformen der Ionenstrahl in der y-Richtung entweder an stelle der z-Richtung oder zusätzlich zu der z-Richtung verändert werden.
  • Mit der bevorzugten Ausführungsform kann ein Anstieg von wenigstens einer Größenordnung beim Dynamikbereich erreicht werden. Es ist gezeigt worden, dass der Dynamikbereich von ungefähr 3,25 Größenordnungen auf ungefähr 4,25 Größenordnungen bei einer GC-Peakbreite (Gaschromatographie-Peakbreite) von ungefähr 1,5 Sekunden bei halber Höhe erweitert werden kann.
  • Die Ionenquelle ist vorzugsweise eine kontinuierliche Ionenquelle. Weiter vorzugsweise ist die Ionenquelle ausgewählt aus der Gruppe, die umfasst: (i) eine Elektronenstoß-Ionenquelle ("EI-Ionenquelle"); (ii) eine Chemische-Ionisations-Ionenquelle ("CI-Ionenquelle"); und (iii) eine Feldionisations-Ionenquelle ("FI-Ionenquelle"). All diese Ionenquellen können mit einer Gaschromatographie-Quelle (GC-Quelle) verbunden sein. Alternativ und insbesondere bei Verwendung einer Flüssigkeitschromatographie-Quelle (LC-Quelle) kann eine Elektrospray-Ionenquelle oder eine Atmosphärendruck-Ionenquelle mit chemischer Ionisation ("APCI-Ionenquelle") verwendet werden.
  • Vorzugweise umfasst der Massenanalysator einen Zeit-Digital-Konverter.
  • Vorzugweise ist der Massenanalysator ausgewählt aus der Gruppe, die umfasst: (i) einen Quadrupol-Massenanalysator; (ii) einen Magnetsektor-Massenanalysator; (iii) einen Ionenfallen-Massenanalysator; (iv) einen Flugzeit-Massenanalysator, vorzugsweise einen Orthogonalbeschleunigungs-Flugzeit-Massenanalysator.
  • Das Massenspektrometer weist ferner Steuerungsmittel auf, welche angeordnet bzw. eingerichtet werden können, um die z-Linse, oder allgemeiner die Ionenoptiken, alternierend oder auf andere Weise regelmäßig hin und her zwischen wenigstens dem ersten und dem zweiten Modus umzuschalten. Bei dieser Anordnung werden zwei Datenströme als zwei diskrete Funktionen, die zwei diskrete Datensätze darstellen, gespeichert. Sobald das Verhältnis der Daten mit hoher Sensitivität zu den Daten mit niedriger Sensitivität bestimmt worden ist, können die Daten verwendet werden, um lineare quantitative Kalibrierungskurven über vier Größenordnungen zu erreichen. Ferner kann das System angeordnet bzw. eingerichtet werden, so dass exakte Massendaten aus jeder Spur extrahiert werden können. Wenn daher ein spezieller Eluent einen Massenspektral-Peak erzeugt, der in dem Datensatz mit hoher Sensitivität gesättigt ist, und daher eine geringe Massenmessgenauigkeit zeigt, kann derselbe Massenspektral-Peak ungesättigt sein und die Masse in der Spur mit geringerer Sensitivität korrekt gemessen werden. Durch Verwendung einer Kombination von beiden Spuren, wie sie eine Probe eluiert, können exakte Massenmessungen über einen weiten Bereich einer Probenkonzentration erzeugt werden.
  • Die relativen Aufenthaltszeiten in dem Modus mit hoher und niedriger Sensitivität können entweder dieselben sein, oder mehr Zeit kann in dem Modus mit höherer Sensitivität als in dem Modus mit niedrigerer Sensitivität verbracht werden.
  • Z. B. kann die relative Zeit, die in einem Modus mit hoher Sensitivität im Vergleich zu einem Modus mit niedriger Sensitivität verbracht wird, zumindest 50:50, 60:40, 70:30, 80:20 oder 90:10 sein. Mit anderen Worten kann zumindest 50%, 60%, 70%, 80% oder 90% der Zeit in dem Modus mit höherer Sensitivität im Vergleich zu dem Modus mit niedrigerer Sensitivität verbracht werden.
  • Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können die Steuerungsmittel eingerichtet sein, um die z-Linse oder allgemeiner die Ionenoptik bzw. -optiken aus dem ersten Modus in den zweiten Modus zu schalten, wenn sich der Detektor einer Sättigung nähert oder eine erfährt und/oder die z-Linse oder allgemeiner die Ionenoptiken aus dem zweiten Modus in den ersten Modus zu schalten, wenn eine höhere Sensitivität möglich ist, ohne dass der Detektor im wesentlichen im ersten Modus sättigt. Gemäß der bevorzugten Ausführungsform können Niedrigmassenpeaks bei der Bestimmung, ob die Sensitivitäten umgeschaltet werden sollen oder nicht, ignoriert werden, und bei einer Ausführungsform ereignet es sich nur, dass die Steuerungsmittel die Sensitivitätsmoden umschalten, wenn Massenpeaks, die in einen speziellen Massen-Ladungs-Bereich (z. B. m/z ≥ 50 oder 75 oder 100) fallen, sättigen oder sich einer Sättigung nähern. Zusätzlich/alternativ zum Ignorieren einer Sättigung von Niedrigmassenpeaks und zum Konzentrieren auf Massenpeaks in einem oder mehreren speziellen Massenbereichen (welche vorzugsweise vorbestimmt sind, aber bei weniger bevorzugten Ausführungsformen dies nicht notwendigerweise sein müssen) können die Steuerungsmittel die Sensitivitätsmodi basierend darauf, ob sich spezielle, vorzugsweise vorbestimmte, Massenpeaks einer Sättigung annähern oder gesättigt sind, oder wenn ein verbessertes Massenspektrum einschließlich dieses speziellen Massenpeaks durch Umschalten in einen anderen Sensitivitätsmodus erhalten werden könnte, umschalten.
  • Vorzugsweise weist das Massenspektrometer ferner eine Energieversorgung auf, die in der Lage ist, die z-Linse mit Gleichspannung von –100 bis +100 Volt zu versorgen. Bei einer Ausführungsform kann die z-Linse eine dreiteilige Einzel-Linse sein, bei der die fordere und hintere Elektrode auf im wesentlichen derselben Gleichspannung, z. B. für positive Ionen ungefähr –40 V Gleichspannung, gehalten werden und eine mittlere Elektrode variiert werden kann, für positive Ionen von ungefähr –100 V Gleichspannung in dem (fokussierenden) Modus mit hoher Sensitivität bis zu ungefähr +100 V Gleichspannung in dem (defokussierenden) Modus mit niedriger Sensitivität. Z. B. kann bei dem Modus mit niedriger Sensitivität eine Spannung von –50 V Gleichspannung, 0 V Gleichspannung, 25 V Gleichspannung, 50 V Gleichspannung oder 100 V Gleichspannung an die zentrale Elektrode angelegt werden.
  • Vorzugsweise wird der Ionenstrahl divergiert, um ein Profil oder eine Fläche aufzuweisen, welche im wesentlichen das Profil oder die Fläche einer Eingangsöffnung bzw. –apertur zu dem Massenanalysator um wenigstens einen Faktor x2, x4, x10, x25, x50, x75 oder x100 übersteigt, wenn die z-Linse einen Ionenstrahl, der durch die z-Linse passiert, defokussiert.
  • Vorzugsweise werden in dem ersten Modus zumindest 85%, 90%, 95%, 96%, 97%, 98%, 99% oder im wesentlichen 100% der Ionen angeordnet bzw. eingerichtet bzw. ausgerichtet, um durch die Eingangsöffnung zu passieren.
  • Vorzugsweise werden in dem zweiten Modus weniger als oder gleich 15%, 10%, 5%, 4%, 3%, 2% oder 1% der Ionen angeord net bzw. eingerichtet bzw. ausgerichtet, um durch die Eingangsöffnung zu passieren.
  • Vorzugsweise ist der Sensitivitätsunterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Modus zumindest x10, x20, x30, x40, x50, x60, x70, x80, x90 oder x100.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Massenspektrometrieverfahren gemäß Anspruch 20 vorgeschlagen.
  • Gemäß einer Ausführungsform wird bzw. ist das ionenoptische System angeordnet und eingerichtet, um in wenigstens drei verschiedenen Sensitivitätsmodi betrieben zu werden. Bei weiteren Ausführungsformen können vier, fünf, sechs usw. bis zu praktisch einer unendlichen Anzahl von Sensitivitätsmodi vorgesehen sein.
  • Verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun rein beispielhaft und mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
  • 1 eine Anordnung von y-Fokussierungslinsen und einer z-Linse stromaufwärts eines Massenanalysators zeigt;
  • 2(a) und 2(b) Seitenansichten eines Massenspektrometers gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zeigen;
  • 3 eine Draufsicht bzw. ebene Ansicht eines Massenspektrometers, das mit einem Gaschromatographen verbunden ist, zeigt; und
  • 4 experimentelle Daten zeigt, die den erweiterten Dynamikbereich zeigen, welcher mit der bevorzugten Ausführungsform erreichbar ist.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird im folgenden beschrieben. 1 zeigt eine Ionenquelle 1, vorzugsweise eine Elektronenstoß- oder chemische Ionisiations-Ionenquelle. Ein Ionenstrahl 2, der aus der Ionenquelle 1 emittiert wird, bewegt sich entlang einer Achse, die üblicherweise als die x-Achse bezeichnet wird. Die Ionen in dem Strahl 2 werden in einer ersten y-Richtung, wie in der Figur gezeigt, durch die y-Fokussierungs- und Kollimations bzw. Bündellinsen 3 fokussiert. Eine z-Linse 4, vorzugsweise stromabwärts der y-Linse 3, ist angeordnet bzw. eingerichtet, um die Ionen in eine zweite z-Richtung, welche senkrecht sowohl zu der ersten y-Richtung als auch zu der x-Achse verläuft, abzulenken oder zu fokussieren. Die z-Linse 4 kann eine Anzahl von Elektroden aufweisen und kann bei einer Ausführungsform eine Einzel-Linse aufweisen, bei der die vordere und hintere Elektrode im wesentlichen auf derselben festen Gleichspannung gehalten werden und die Gleichspannung, die an eine mittlere Elektrode angelegt wird, variiert werden kann, um den Grad der Fokussierung/Defokussierung eines Ionenstrahls 2, der hindurch passiert, zu verändern. Eine Einzel-Linse kann auch für die y-Linse 3 verwendet werden. Bei weniger bevorzugten Anordnungen können entweder eine z-Linse 4 oder eine y-Linse 3 (aber nicht beide) vorgesehen werden.
  • Die 2(a) und 2(b) zeigen Seitenansichten eines Massenspektrometers. In 2(a) ist gezeigt, dass der Ionenstrahl 2, der von einer Ionenquelle 1 emittiert wird, durch die y-Fokussierungs- und Bündellinse 3 passiert. Die z-Linse 4, die in einem ersten Modus (mit höherer Sensitivität) arbeitet, fokussiert den Strahl 2 im wesentlichen innerhalb der Akzeptanzfläche und des Akzeptanzwinkels eines Eingangsschlitzes 10 des Massenanalysators 9, so dass ein wesentlicher Anteil der Ionen (d. h. eine Normalintensität) in der Folge in den Analysator 9 eindringt, welcher stromabwärts des Eingangsschlitzes 10 angeordnet ist.
  • 2(b) zeigt die z-Linse 4, die in einem zweiten Modus (mit niedrigerer Sensitivität) arbeitet, wobei die z-Linse 4 den Ionenstrahl 2 defokussiert, so dass der Ionenstrahl 2 einen viel größeren Durchmesser oder eine viel größere Fläche als der Eingangsschlitz 10 in den Massenanalysator 9 hat. Dementsprechend wird ein viel kleinerer Anteil der Ionen (d. h. eine reduzierte Intensität) in der Folge in den Analysator 9 in diesem Betriebsmodus im Vergleich zu dem Betriebsmodus, der in 2(a) gezeigt ist, eindringen, weil ein großer Prozentsatz der Ionen außerhalb der Akzeptanzfläche und des Akzeptanzwinkels des Eingangsschlitzes 10 liegen wird.
  • 3 zeigt eine Draufsicht einer bevorzugten Ausführungsform. Eine entfernbare Ionenquelle 1 ist zusammen mit einer Gaschromatographieschnittstelle oder Wiedereintrittsröhre 7 gezeigt, welche mit einem Gaschromatographieofen 6 in Verbindung steht. Ein Verschlussmasseninlet ist typischerweise vorhanden, aber nicht gezeigt. Ein Ionenstrahl 2, der von der Ionenquelle 1 emittiert wird, passiert durch den Linsenstapel und die Bündelplatten 3, 4, welche eine schaltbare z-Linse 4 aufweisen. Die z-Fokussierungslinse 4 ist in einer feldfreien Region der Optik angeordnet und mit einer schnell schaltenden Energieversorgung, die eine Gleichspannung von –100 bis +100 V anlegen kann, verbunden. Bei positiven Ionen wird eine Gleichspannung von –100 V einen Ionenstrahl 2, der hindurch passiert, fokussieren und eine positivere Spannung, z. B. bis zu +100 V Gleichspannung, wird einen Ionenstrahl 2, der hindurch passiert, im wesentlichen defokussieren und dadurch die Intensität der Ionen, die in den Analysator 9 eindringen, reduzieren.
  • Anfangs kann das System auf eine volle (hohe) Sensitivität eingestellt werden. Die Spannung an der z-Fokussierungslinse kann anschließend variiert werden, vorzugsweise manuell, bis die erwünschte niedrigere Sensitivität erreicht ist. Bei einer Anordnung führt die Aufnahme anschließend zu einem schnellen Umschalten der z-Linsen-Energieversorgung zwischen zwei (oder mehr) vorbestimmten Spannungen, um wiederholt zwischen dem Betriebsmodus mit hoher Sensitivität und dem Betriebsmodus mit niedriger Sensitivität umzuschalten. Spektren mit hoher Sensitivität und mit niedriger Sensitivität können als getrennte Funktionen gespeichert werden, um nachbearbeitet zu werden. Bei der bevorzugten Ausführungsform schaltet die z-Linse 4 nur zwischen dem Modus mit höherer Sensitivität und dem Modus mit niedrigerer Sensitivität um (und umgekehrt), wenn entweder der Detektor 13 in einem Modus gesättigt ist oder die Sensitivität in einem anderen Modus ohne Sättigung erhöht werden kann.
  • Stromabwärts der Ionenoptik bzw. Ionenoptiken 3, 4 ist ein automatisches pneumatisches Isolationsventil 8 angeordnet. Der Ionenstrahl 2, der durch die Ionenoptiken 3, 4 passiert ist, passiert anschließend durch einen Eingangsschlitz oder eine Öffnung 10 in den Analysator 9. Ionenpakete werden dann in die Driftregion des bevorzugen Orthogonalbeschleu nigungs-Flugzeit-Massenanalysators 9 durch eine Druckplatte 11 injiziert. Ionenpakete werden anschließend vorzugsweise von einem Reflektron reflektiert. Die Ionen, die in einem Paket enthalten sind, werden temporär in der Driftregion getrennt und anschließend von dem Detektor 13 detektiert, welcher vorzugsweise einen Zeit-Digital-Konverter in seiner angeschlossenen Schaltung enthält.
  • 4 zeigt experimentelle Daten, die zeigen, dass der Dynamikbereich von ungefähr 3,25 Größenordnungen auf ungefähr 4,25 Größenordnungen (für eine GC-Peakbreite von 1,5 Sekunden bei halber Höhe) unter Verwendung einer Kombination der Daten aus sowohl dem Datensatz mit hoher Sensitivität als auch aus dem Datensatz mit niedriger Sensitivität erweitert werden kann. In diesem speziellen Fall wurde das System eingestellt, um ein Verhältnis von ungefähr 80:1 zwischen dem Datensatz mit hoher Sensitivität und dem Datensatz mit niedriger Sensitivität zu bieten. Das Experiment ermöglichte eine gleiche Aufnahmezeit für beide Datensätze durch Alternieren zwischen den zwei Sensitivitätsbereichen zwischen den Spektren.
  • Standardlösungen in einem Konzentrationsbereich von 10 pg bis 100 ng HCB (Hexachlorbenzol) wurden über den Gaschromatographen injiziert. Die Peakflächenantwort (äquivalent zur Ionenzahl bzw. -Zählung) für das wiederhergestellte Ionenchromatogramm eines Masse-Ladungs-Verhältnisses von 283,8102 wurde gegen die Konzentration aufgetragen. Die Ergebnisse aus den Datensätzen mit niedriger Sensitivität wurden vor der Auftragung mit einem Faktor x80 multipliziert, um sie auf den Datensatz mit hoher Sensitivität zu normalisieren.

Claims (20)

  1. Massenspektrometer mit: einer Ionenquelle (1); einer Linse (4) stromabwärts der Ionenquelle (1), wobei die Linse (4) in einem ersten Betriebsmodus mit relativ hoher Sensitivität einen Ionenstrahl (2) fokussiert und die Linse (4) in einem zweiten Betriebsmodus mit relativ niedriger Sensitivität einen Ionenstrahl (2) defokussiert; und einem Massenanalysator (9) stromabwärts der Linse (4), wobei der Massenanalysator (9) einen Ionendetektor (13) aufweist; und gekennzeichnet durch Steuerungsmittel, die angeordnet sind, um die Linse (4) aus dem ersten Modus mit relativ hoher Sensitivität in den zweiten Modus mit relativer niedriger Sensitivität auf die Bestimmung hin, dass bestimmte Massenpeaks in einem Massenspektrum gesättigt werden oder sich einer Sättigung nähern und/oder Massenpeaks innerhalb eines bestimmten Massenbereichs in einem Massenspektrum gesättigt werden oder sich einer Sättigung nähern, umzuschalten.
  2. Massenspektrometer gemäß Anspruch 1, bei dem die Linse (4) eine y-Fokussierungslinse umfasst.
  3. Massenspektrometer gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem die Linse (4) eine z-Fokussierungslinse umfasst.
  4. Massenspektrometer gemäß Anspruch 2 oder 3, bei dem die Linse (4) eine Einzel-Linse mit einer vorderen, mittleren und hinteren Elektrode umfasst, wobei die vordere und die hintere Elektrode während der Verwendung im wesentlichen auf derselben Gleichspannung gehalten werden und die mittlere Elektrode auf einer anderen Spannung als die vordere und hintere Elektrode gehalten wird.
  5. Massenspektrometer gemäß Anspruch 4, bei dem die vordere und hintere Elektrode bei der Verwendung für positive Ionen zwischen –30 und –50V Gleichspannung gehalten werden und die mittlere Elektrode von einer Spannung im ersten Modus mit hoher Sensitivität von ≤ –80V Gleichspannung in eine Spannung ≥ 0V Gleichspannung im zweiten Modus mit niedriger Sensitivität umschaltbar ist.
  6. Massenspektrometer gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, ferner mit einer Energieversorgung, die in der Lage ist, die Linse (4) mit eine Spannung von –100 bis +100V Gleichspannung zu versorgen.
  7. Massenspektrometer gemäß Anspruch 1, bei dem die Linse (4) aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus: (i) einer stigmatischen Fokussierungslinse; und (ii) einer Gleichstrom-Quadrupollinse.
  8. Massenspektrometer gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem ein Ionenstrahl (2) in dem zweiten Modus mit niedriger Sensitivität divergiert wird, um ein Profil aufzuweisen, welches im wesentlichen über das Profil oder die Fläche einer Eintrittsöffnung (10) zu dem Massenanalysator (9) hinausgeht.
  9. Massenspektrometer gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem in dem ersten Modus mit hoher Sensitivität wenigstens 85%, 90%, 95%, 96%, 97%, 98%, 99% oder im wesentlichen 100 der Ionen in einem Ionenstrahl (2) ausgerichtet werden, um durch eine Eintrittsöffnung (10) zu dem Massenanalysator (9) zu passieren.
  10. Massenspektrometer gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem im zweiten Modus mit niedriger Sensitivität weniger als oder gleich 15%, 10%, 5%, 4%, 3%, 2% oder 1% der Ionen in einem Ionenstrahl (2) ausgerichtet werden, um durch eine Eintrittsöffnung (10) zu dem Massenanalysator (9) zu passieren.
  11. Massenspektrometer gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der Unterschied in der Sensitivität zwischen dem ersten Modus mit hoher Sensitivität und dem zweiten Modus mit niedriger Sensitivität wenigstens ein Faktor x10, x20, x30, x40, x50, x60, x70, x80, x90 oder x100 ist.
  12. Massenspektrometer gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem Ionenquelle (1) eine kontinuierliche Ionenquelle ist.
  13. Massenspektrometer gemäß Anspruch 12, bei dem die Ionenquelle (1) ausgewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus: (i) einer Elektronenstoß-Ionenquelle ("EI- Ionenquelle"); (ii) einer Chemische-Ionisations-Ionenquelle ("CI-Ionenquelle"); und (iii) einer Feldionisations-Ionenquelle ("FI-Ionenquelle").
  14. Massenspektrometer gemäß Anspruch 13, bei dem die Ionenquelle (1) mit einem Gaschromatographen verbunden ist.
  15. Massenspektrometer gemäß Anspruch 12, bei dem die Ionenquelle (1) ausgewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus: (i) einer Elektrosprayionenquelle; und (ii) einer Quelle für chemische Ionisation bei Atmosphärendruck ("APCI").
  16. Massenspektrometer gemäß Anspruch 15, bei dem die Ionenquelle (1) mit einem Flüssigkeitschromatographen verbunden ist.
  17. Massenspektrometer gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der Massenanalysator (9) einen Zeit-Digital-Konverter aufweist.
  18. Massenspektrometer gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der Massenanalysator (9) ausgewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus: (i) einem Quadrupol-Massenanalysator; (ii) einem Magnetsektor-Massenanalysator; (iii) einem Ionenfallen-Massenanalysator; (iv) einem Flugzeit-Massenanalysator; und (v) einem Orthogonalbeschleunigungs-Flugzeit-Massenanalysator.
  19. Massenspektrometer gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der spezielle Massenbereich einen Bereich mit einem Masse-Ladungs-Verhältnis ("m/z") einschließt, das ausgewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus: (i) m/z ≥ 40; (ii) m/z ≥ 50; (iii) m/z ≥ 60; (iv) m/z ≥ 70; (v) m/z ≥ 80; (vi) m/z ≥ 90; (vii) m/z ≥ 100; und (viii) m/z ≥ 110.
  20. Massenspektrometrie-Verfahren mit den Schritten: Bereitstellen einer Ionenquelle (1); Bereitstellen einer Linse (4) stromabwärts der Ionenquelle (1), wobei die Linse (4) in einem ersten Betriebsmodus mit relativ hoher Sensitivität einen Ionenstrahl fokussiert und die Linse (4) in einem zweiten Betriebsmodus mit relativ niedriger Sensitivität einen Ionenstrahl im wesentlichen defokussiert; und Bereitstellen eines Massenanalysators (9) stromabwärts der Linse (4), wobei der Massenanalysator (9) einen Ionendetektor (13) aufweist; und gekennzeichnet durch Einrichten bzw. Vorsehen, die Linse (4) aus dem ersten Modus mit hoher Sensitivität in den zweiten Modus mit niedriger Sensitivität zu schalten auf die Bestimmung hin, dass bestimmte Massenpeaks in einem Massenspektrum gesättigt werden oder sich einer Sättigung nähern und/oder Massenpeaks innerhalb eines bestimmten Massenbereichs in einem Massenspektrum gesättigt werden oder sich einer Sättigung nähern.
DE60126048T 2000-11-29 2001-11-29 Massenspektrometer und massenspektrometrisches Verfahren Expired - Lifetime DE60126048T2 (de)

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GB0108187 2001-04-02
GB0108187A GB2369721B (en) 2000-11-29 2001-04-02 Mass spectrometer and method of mass spectrometry

Publications (2)

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