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BEREICH DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein den Bereich Wasserschnorchel
zum Schwimmen und Tauchen und insbesondere einen Schnorchel mit einem
verbesserten System zum Verhindern des Eindringens von Wasser in
das Atemrohr beim Gebrauch und zum Ausspülen von Wasser aus diesem.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
Verwendung eines Atemrohrs, das es zulässt, dass ein Schwimmer sein
Gesicht unter der Oberfläche
des Wassers hält,
ist gut bekannt. Schnorchel sind in klarem Wasser nützlich,
um das Leben von Unterwasserpflanzen und -tieren zu beobachten.
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Ein
Schwimmer macht seine Schwimmzüge dann
mit idealer Effizienz, wenn sich sein Gesicht im Wasser befindet,
aber der Hinterkopf außerhalb
des Wassers bleibt. Viele Schwimmer finden das Atmen schwierig,
wenn sie eine ideale Schwimmform beibehalten, da das Schieben des
Kinns nach vorne, um den Hinterkopf aus dem Wasser herauszuheben,
die Luftröhre
belastet.
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Außerdem sinken
Hüften
und Beine ins Wasser, wenn ein Schwimmer den Kopf zum Atmen hebt. Ein
vertikales Heben des Kopfes um zwei Zoll kann zu einem Absinken
der Hüften
um vier bis sechs Zoll und ein entsprechendes Absinken der Füße um acht bis
zwölf Zoll
führen.
Diese Abweichung von der idealen Schwimmform kann den dem Wasser
entgegengebrachten Frontflächenbereich
verdoppeln, so dass sich der vom Schwimmer erfahrene Wasserwiderstand
verdoppelt.
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Weil
es ein Schnorchel dem Schwimmer ermöglicht zu atmen, ohne den Kopf
zu heben, werden Schnorchel von Athleten verwendet, um ihnen beim Trainieren
für Wettkämpfe zu
helfen. Unter diesen Umständen
ist es wichtig, dass der Schwimmer beim Gebrauch Wasser leicht aus
dem Atemrohr ausspülen
kann, um eine Trainingsunterbrechung zu verhüten.
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Traditionelle,
zum Tauchen benutzte Spülventildesigns
sind für
die Verwendung beim Schwimmen nicht geeignet. Um ein konventionelles
Tauchspülventil
zu aktivieren, muss das Reservoir um das Ventil herum bis über den
Mundbereich mit Wasser gefüllt
werden. Wenn der Benutzer kräftig
ausatmet, dann wird Wasser im Schnorchel nach oben gedrückt und
erzeugt genügend
Gegendruck, um externen Wasserdruck zu verdrängen und das Spülventil
zu aktivieren. Angesammelte(s) Luft und Wasser werden hinausgedrückt und
der Schwimmer kann wieder atmen.
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Wenn
ein Sporttaucher einen Schnorchel benutzt, dann ist normalerweise
der gesamte Schnorchel mit Wasser gefüllt und das herkömmliche
Spülventil
arbeitet ausreichend. Wenn jedoch ein Schnorchel hauptsächlich für Oberflächenaktivitäten wie Schwimmen
und Schnorcheln benutzt wird, dann enthält der Schnorchel etwas Wasser,
ist aber gewöhnlich
nicht damit gefüllt.
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Die
US 6 085 744 beschreibt
einen Doppelkanal-Schnorchel
mit einem oberen Ventil mit einem Paar flexibler Materialklappen.
Diese Klappen lassen einen Fluss normalerweise nur in entgegengesetzten Richtungen
durch die jeweiligen Kanäle
zu. Um Wasser aus dem Schnorchel zu spülen, atmet der Benutzer kräftig aus
und bewirkt, dass sich beide Klappen nach außen biegen und Wasser über die
oberen Enden beider Kanäle
aus dem Schnorchel getrieben wird.
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Die
herkömmliche
Tauchspülung
ist somit zum Schwimmen und Schnorcheln ungeeignet, da sich im Schnorchel
ein relativ großes
Wasservolumen ansammeln muss, bevor er gespült werden kann. Dieses angesammelte
Wasser nimmt wertvollen Luftraum ein und verringert den Luftstrom,
der dem Schwimmer zur Verfügungs
steht. Angesammeltes Wasser kann auch in die Atemwege des Schwimmers
spritzen und das Atmen beschwerlich machen.
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Es
besteht somit in der Technik Bedarf an einem Schnorcheldesign, das
es einem Schwimmer erlaubt, beim Gebrauch Wasser effizient aus dem Schnorchel
zu spülen,
ohne warten zu müssen,
bis sich der Schnorchel mit einem relativ großen Wasservolumen gefüllt hat.
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Die
vorliegende Erfindung ist in den Ansprüchen 1 und 23 nachfolgend definiert,
auf die nunmehr Bezug genommen werden sollte. Bevorzugte Ausgestaltungen
sind in den Unteransprüchen
definiert.
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Die
Erfindung wird nun beispielhaft mit Bezug auf die Begleitzeichnungen
beschrieben. Dabei zeigt:
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1A eine
Perspektivansicht eines Schnorchels, der die Grundsätze der
vorliegenden Erfindung nutzt;
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1B eine
perspektivische Frontansicht des Schnorchels von 1A,
die den am Kopf eines Schwimmers befestigten Schnorchel zeigt;
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1C und 1D Perspektivansichten des
oberen Endes des Schnorchels von 1A, so modifiziert,
dass er einen zusätzlichen
Spritzschutz aufweist;
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1E bis 1G Perspektivansichten
des oberen Endes des Schnorchels von 1A, so
modifiziert, dass er eine zweite Variation eines Spritzschutzes
aufweist;
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2A eine
Draufsicht auf den unteren Abschnitt des Schnorchels von 1A im
Querschnitt;
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2B eine
Draufsicht auf den oberen Abschnitt des Schnorchels von 1A im
Querschnitt;
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2C eine
Draufsicht auf die Region des oberen Abschnitts, die sich neben
der Kappe des Schnorchels von 1A befindet,
im Querschnitt;
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2D eine
Draufsicht auf die Kappe des Schnorchels von 1A von
unten;
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3 eine
Perspektivansicht des Schnorchels von 1A von
unten;
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4 eine
Perspektivansicht des unteren Abschnitts des Schnorchels von 1A,
die den unteren Abschnitt teilweise weggeschnitten zeigt, um das
Innere zu zeigen;
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5A und 5B Querschnittsseitenansichten
des Spülventils
der Ausgestaltung von 1A; 5B eine
schematische Darstellung des Ventils, während es durch ein kräftiges Ausatmen durch
den Benutzer aufgedrückt
wird;
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6A eine
Perspektivansicht des obersten Abschnitts des Schnorchels von 1A mit
Details des Rückschlagventils;
die Kappe ist der Deutlichkeit halber nicht dargestellt;
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6B eine
Draufsicht auf die Platte für
das Rückschlagventil
von 6A;
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6C eine
Perspektivansicht der Feder für das
Rückschlagventil
von 6A;
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7A und 7B Seitenrissansichten
der Platten- und Federkomponenten der Rückschlagventilbaugruppe von 6A;
in 7A ist die Feder so positioniert, dass der Platte
ein höherer
Widerstand gegen ein Schwenken in die geschlossene Position entgegengebracht
wird; in 7B ist die Feder für einen
reduzierten Widerstand der Platte gegen ein Schwenken und somit
für ein
leichteres Spülen
des Systems positioniert;
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8A eine
Perspektivansicht des Rückschlagventils
des oberen Abschnitts des Schnorchels von 1A, die
die Kappe angebracht zeigt;
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8B eine
Perspektivansicht ähnlich 8A,
die ferner Schwimmkörper
zeigt, die vorhanden sein können;
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9 die
Kopfposition eines den Schnorchel von 1A tragenden
Schwimmers beim Spülen;
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10, 11 und 12 perspektivische Frontansichten
alternativer Ausgestaltungen von Schnorcheln, die die Grundsätze der
vorliegenden Erfindung nutzen, wobei die Ausgestaltungen der 10 und 11 zwei
Atemrohre benutzen und die Ausgestaltung von 12 zwei
Atemrohre mit Spritzschutz benutzt.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Die 1A und 1B zeigen
einen Schnorchel gemäß einer
ersten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung. Der Schnorchel 100 beinhaltet
ein hohles Atemrohr 102 mit einem oberen Abschnitt 104 und
einem unteren Abschnitt 106, die sich an einer Verbindungsstelle 108 treffen.
Der Schnorchel 100 kann mit einem dünnen, verstellbaren Gummiriemen 130 (1B)
mit einer einfachen Klammer am Kopf eines Benutzers befestigt werden.
Beim Tragen kann das Schnorchelrohr wie gezeigt an der Seite des
Kopfes des Schwimmers entlang verlaufen oder kann sich in einer
anderen Position befinden, wie z.B. entlang der mittleren Achse
des Gesichts des Schwimmers.
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Der
untere Abschnitt 106 des Atemrohrs 102 ist aus
einer Weichplastikschale aus einem leichten und flexiblen Material
wie Polyurethan hergestellt. In dem Polyurethan ist vorzugsweise
ein flexibles Geflecht eingebettet, um den unteren Abschnitt 106 zu verstärken. Alternativ
kann zur Verstärkung
des unteren Abschnitts eine Reihe von internen Rippen oder eine
andere Metallabstützung
(starr oder flexibel) verwendet werden.
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Weil
Schale und Geflecht aus flexiblen Materialien bestehen, kann sich
die Form des unteren Abschnitts 106 leicht an die Kontur
des Gesichts eines bestimmten Benutzers anpassen. Außerdem kann der
untere Abschnitt 106 mit einer Form in der allgemeinen
Gestalt eines Gesichts hergestellt werden. Formen verschiedener
Größen können zum
Modellieren der Gesichter von Kindern, Heranwachsenden und Erwachsenen
verwendet werden.
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Der
untere Abschnitt 106 des Atemrohres 102 hat eine
Querschnittsgestalt, die so gewählt
ist, dass die hydrodynamische Effizienz des Schnorchels beim Bewegen
durch das Wasser optimiert wird. Zu diesem Zweck kann eine halbkreisförmige, tragflächenförmige, halbmondförmige oder äquivalente Querschnittsgestalt
zum Einsatz kommen. Der in 2A gezeigte
halbkreisförmige
Querschnitt ist dahingehend nützlich,
dass er hydrodynamisch ist, sich aber auch leicht über die
gerade Fläche 106a biegen lässt, um
ein Formen des unteren Abschnitts passend zum Gesicht des Schwimmers
zu erleichtern.
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Der
untere Abschnitt 106 beinhaltet ein Mundstück 114,
das sich vor einer Atemkammer 116 befindet, und ein eingelassenes
Spülventil 118.
Verformbare Drahtelemente 115 (3), vorzugsweise mit
Silikongummi oder Plastik umhüllt,
befinden sich auf gegenüberliegenden
Seiten des Mundstücks 114. Jedes
Drahtelement endet in einer Gummizunge 117. Beim Gebrauch
legt der Benutzer seine Lippen um das Mundstück 115 und biegt die
Drahtelemente 115 zur Innenseite seiner Wangen hin, während er nach
unten auf die mit Silikon umhüllten
Drähte
beißt, um
den Schnorchel festzuhalten, um den Schnorchel 100 noch
besser im Mund festzuhalten.
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4 zeigt
den unteren Abschnitt 106 des Schnorchels 100.
Im unteren Abschnitt 106 befindet sich eine Atemkammer 116 mit
einer Innenwand 119, die eine Spülkammer 121 teilweise
vom Rest der Atemkammer isoliert. Die Spül-/Dränagekammer 116 endet
in einer Öffnung 123.
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Das
Spülventil 118 ist
ein flexibles Schirmventil mit einer flexiblen Gummiklappe 136,
die in der Mitte am Schnittmittelpunkt der Stäbe 138 befestigt ist.
Der periphere Rand der Kappe 136 liegt an der Plastikbegrenzung 139 der Öffnung 123 an.
Diese Ränder
sind von den Stäben 138 weg
nach außen flexibel.
Wenn der Benutzer mit genügend
Kraft ausatmet, um den Außendruck
zu überwinden,
dann verbiegt sich die Klappe 136 nach außen und
lässt einen Strom
von Luft und Wasser aus dem Schnorchel wie in 5B gezeigt
zu. Die Stäbe 138 und
die Plastikbegrenzung der Öffnung 121 verhindern
jedoch eine Einwärtsbewegung
der Klappe und verhindern somit einen Umkehrstrom von Wasser oder
Luft zurück
in den Schnorchel. Ein äußeres Rohr 125 (in 4 nicht
zu sehen, siehe 3) umgibt das Spülventil 138 auf
der Außenseite
der Vorrichtung, um ein Biegen der Klappe 136 als Reaktion
auf äußere Wasserbewegungen
zu verhüten.
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In 1A besteht
der obere Abschnitt 104 des Atemrohres 102 aus
einem harten und steifen spritzgegossenen Kunststoff. Eine Öffnung 105 (6A und 8A)
ist am oberen Ende des oberen Abschnitts 104 ausgebildet.
Entlang dem größten Teil seiner
Länge ist
der obere Abschnitt 104 für eine hydrodynamische effiziente
Bewegung durch das Wasser gestaltet und kann wie in 2B gezeigt
eine ovale Querschnittsgestalt oder alternativ eine „tragflächenartige", halbkreisförmige oder äquivalente Gestalt
haben. In der Region 104a unmittelbar unter der Öffnung 105 verjüngt sich
der Querschnitt vorzugsweise zu der in 2C gezeigten
halbkreisförmigen
Gestalt.
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Eine
becherförmige
Kappe 210 (1A, 1B und 8A)
ist am Ende des oberen Abschnitts 104 an der Öffnung 105 montiert.
Die Kappe 210 ist so ausgerichtet, dass ihre Öffnung nach
unten zeigt. Wie in der Bodenansicht von 2D gezeigt, hat
der Boden der Kappe 210 einen ovalen Querschnitt mit zwei
großen
gekrümmten
Wandregionen 210a, 210b. Da der obere Abschnitt 104 einen
halbkreisförmigen
Querschnitt an der Öffnung 105 hat,
ist die eine gekrümmte
Wand 210a der Kappe an der gekrümmten Wand des oberen Abschnitts 104 angebracht
(siehe 2C) und die andere gekrümmte Wand 210b der
Kappe verläuft über die
gerade Wand des oberen Abschnitts hinaus wie in den 1A und 8A gezeigt.
Diese Orientierung der Kappe verhütet, dass Wasser über das
obere Ende des Schnorchels spritzt und durch die obere Öffnung 105 eintritt.
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Gemäß den 1C und 1D kann
ein Schnorchel auch einen zusätzlichen
Spritzschutz 111 in Form eines Bechers mit einer nach oben
weisenden Öffnung 111a haben,
die unterhalb der Kappe 110 positioniert ist. Der Spritzschutz 111 schirmt
die Luftöffnung
noch besser vor Wasserspritzern ab. Durch eine kleine Öffnung 111b im
Boden des Spritzschutzes 111 kann in den Becher fallendes
Wasser abfließen.
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Die 1E bis 1F zeigen
eine weitere Variation des Spritzschutzes. In dieser Ausgestaltung hat
der Spritzschutz 111 die zusätzliche Funktion, dass er das
Eintreten von Wasser in das Atemrohr 102 minimiert, wenn
der Schnorchel eingetaucht wird, wie z.B. dann, wenn ein Schwimmer
eine Rollwende ausführt.
Der Spritzschutz 111 (in 1E nicht
zu sehen) kann über
eine in der Seite des Atemrohrs 102 ausgebildete Spur 113 verschoben
werden. Der Spritzschutz 111 ist zwischen der in 1F gezeigten
geschlossenen Position und der in 1G gezeigten
offenen Position verschieblich. Wenn sich der Spritzschutz in der
geschlossenen Position befindet, dann erhält die Kappe 110 wie
in 1F gezeigt einen Verschließkontakt mit der Innenfläche des Spritzschutzes.
Ferner ist ein Dichtungselement 109 so positioniert, dass
es die untere Öffnung 116 des Spritzschutzes
abdichtet, wenn sich der Spritzschutz in der geschlossenen Position
befindet.
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Wenn
der Schwimmer untertaucht, gleitet der Spritzschutz nach oben und
bewirkt, dass der Spritzschutz 111 gegen die Kappe 110 und
die Dichtung 109 abdichtet. Dadurch wird verhindert, dass Wasser
beim Untertauchen in das Atemrohr 102 eindringt. Wenn der
Schnorchel aus dem Wasser austritt, dann wird durch das Ausatmen
des Schwimmers und das Gewicht des Wassers, das in dem kleinen, im
Spritzschutz 111 zwischen der Dichtung 109 und der
Kappe 110 gebildeten Reservoir verbleibt, bewirkt, dass
sich der Spritzschutz in die offene Position (1G)
bewegt.
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Gemäß 6A weist
der obere Abschnitt 104 ein internes Rückschlagventil 140 auf.
Das interne Rückschlagventil 140 ist
ein spannungsgeregeltes Ventil, das es dem Benutzer gestattet, genügend Gegendruck
in der Atemkammer 116 zu erzeugen, um angesammeltes Wasser
durch das Spülventil 118 aus
dem Schnorchel zu verdrängen.
Die Platte 142 des Ventils 140 ist vorzugsweise
mit Stiftelementen 143 in der obersten Sektion 104a des
oberen Abschnitts 104 an dem Punkt angebracht, an dem die Kappe 210 am
oberen Abschnitt 104 montiert ist. Das interne Rückschlagventil 140 kann
sich jedoch an jeder beliebigen Stelle im Rohr des oberen oder unteren
Abschnitts befinden. Die Platte 142 ist um die Stiftelemente 143 herum
drehbar. Die Platte 142 hat eine halbkreisförmige Gestalt,
die dem Querschnitt der Sektion 104a entspricht.
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Ein
Plastikfederelement 144 ist an der Außenseite der Sektion 104a mit
einer Flügelschraube 146 (in 6A der
Deutlichkeit halber nicht dargestellt) befestigt. Das Federelement 144 hat
ein freies Ende 148, das sich in die Öffnung 105 windet
und die Platte 142 kontaktiert. In seinem Ruhezustand drückt das
Federelement 144 die Platte 142 nach unten in die
obere Sektion 104 und lässt
das Atemrohr für
die Passage von Luft in den und aus dem Schnorchel unbehindert.
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Wenn
der Benutzer angesammeltes Wasser beseitigen möchte, dann dreht sich der Schwimmer beim
normalen Schwimmverlauf auf die Seite und atmet kräftig aus.
Durch dieses kräftige
Ausatmen wird die Platte 142 gegen die Vorspannung des
Federelementes 144 nach oben gedrückt und bewirkt, dass die Platte 142 das
Atemrohr gegen die Passage von Luft in beiden Richtungen verschließt. Das
Verschließen
des Rückschlagventils 140 auf
diese Weise erzeugt einen Innendruck im Schnorchel, der größer ist als
der externe Wasserdruck, so dass Luft und angesammeltes Wasser aus
dem eingelassenen Spülventil 118 entweichen
können.
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Mit
der verstellbaren Schraube 146 kann der Benutzer das Ausmaß des auf
die Platte 142 aufgebrachten Federdrucks einstellen. Der
Benutzer kann die Schraube 146 lösen und die Feder 144 aufwärts entlang
der Außenseite
des oberen Abschnitts 104 verschieben, oder kann die Feder 144 etwas
herausziehen. Dadurch wird die Menge an Rotationswiderstand verändert, die
die Feder auf die Platte aufbringt.
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So
wird ein erfahrener Schwimmer beispielsweise die Feder so einstellen,
dass die Feder 144 relativ zur Platte 142 nach
unten bewegt wird und so einen Druck gegen die Platte an einer Stelle
ausübt, die
näher am
Drehpunkt der Platte liegt (d.h. Stifte 143), wie in 7A gezeigt
ist, so dass ein Ausatmen mit größerer Kraft
erforderlich ist, um das Rückschlagventil 140 zu
aktivieren und den Schnorchel 100 zu spülen.
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Umgekehrt
wird ein Schwimmer mit weniger Ausatemkraft die Feder 144 relativ
zum Atemrohr 102 und zur Platte 142 nach oben
schieben. In dieser Position (7B) erhält die Feder
mit der Platte 142 an einem Punkt relativ weit von dem
Stift 143, um den die Platte 142 rotiert, Kontakt,
so dass weniger Atemdruck notwendig ist, um die Klappe 142 in
die geschlossene Position zu treiben.
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Gemäß 8B können ein
oder mehrere Schwimmkörper 152 mit
Stäben 154 verbunden
sein, die mit der Platte 142 gekoppelt sind und durch Schlitze 156 in
der Kappe 110 verlaufen. Eine Feder 158 ist am
Innern des Schnorchels angebracht. Wenn der Schnorchel eingetaucht
wird, ziehen die Schwimmkörper 152 die
Platte 142 in die geschlossene Position, in der die Feder 158 daran
angreift, wodurch die Menge an Wasser minimal gehalten wird, die
nach dem Eintauchen in das Atemrohr fließt. Wenn der Schwimmer an die
Oberfläche
zurückkommt
und einatmet, dann wird durch dieses Einatmen das Rückschlagventil
durch Lösen
der Platte 142 von der Feder 158 geöffnet.
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9 zeigt
eine Perspektivansicht des Schnorchels 100 beim Ausspülen. Der
Schwimmer S hat sich so umgedreht, dass das eingelassene Spülventil
den niedrigsten Punkt des Schnorchels einnimmt. Angesammeltes Wasser
strömt
daher zum Spülventil
und wird durch kräftiges
Ausatmen aus dem Schnorchel ausgestoßen.
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Die
Erfindung wurde zwar in Verbindung mit einer speziellen bevorzugten
Ausgestaltung beschrieben, aber es ist zu verstehen, dass die Erfindung
gemäß den Ansprüchen nicht
auf solche speziellen Ausgestaltungen begrenzt ist. Es werden für die Fachperson
verschiedene andere Modifikationen und Änderungen im Hinblick auf Struktur
und Funktion der Erfindung offensichtlich sein, ohne vom Umfang
der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
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So
illustriert beispielsweise 10 eine zweite
Ausgestaltung des Schnorchels gemäß der vorliegenden Erfindung.
In 10 beinhaltet der Schnorchel 200 zwei Atemrohre 202a, 202b,
die auf beiden Seiten des Mundstücks
positioniert sind. Jedes Atemrohr 202a, 202b hat
das Querschnittsprofil des oben beschriebenen Atemrohrs 102 gemäß der ersten
Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung.
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Die
Atemrohre 202a, 202b vereinigen sich an der Oberseite
des Kopfs und definieren eine obere Öffnung 205. Die obere Öffnung 205 ist
nach hinten orientiert und öffnet
abwärts über den
Kopf des Schwimmers. Die Verwendung eines Schnorcheldesigns gemäß dieser
zweiten Ausgestaltung ermöglicht
einen stärkeren
Luftstrom zum Schwimmer und eine verbesserte strukturelle Stabilität für den Schnorchel.
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Der
Schnorchel 200 weist auch zwei Kammern 212a, 212b auf,
wobei jede Kammer ein separates Spülventil 218a, 218b ähnlich dem
oben beschriebenen Spülventil 118 aufweist.
Dieses Merkmal vergrößert das
Volumen der dem Schwimmer zur Verfügung stehenden Abflusskammer,
so dass der Schwimmer längere
Zeit schwimmen kann, bevor angesammeltes Wasser ausgespült werden
muss. Dieses Merkmal leitet auch überschüssiges Wasser vom Mund des
Schwimmers weg, während
der Schwimmer durch das Mundstück
einatmet.
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Auch
der Schnorchel 200 beinhaltet ein Paar Rückschlagventile ähnlich dem
oben beschriebenen Rückschlagventil 140,
wobei jedes Ventil auf einer gegenüberliegenden Seite der Öffnung 205 positioniert
ist.
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Falls
gewünscht,
kann der Schnorchel 200 so konfiguriert werden, dass das
Atemrohr 200a ein Lufteinlassrohr und das Atemrohr 200b ein
Ausatmungsrohr ist. Ein Einwegklappenventil 221a ähnlich dem
Ventil 136 kann im Lufteinlassrohr 200a positioniert
werden, um einen Luftstrom in die Atemkammer 216 zuzulassen.
Ein zweites Einwegklappenventil 221b befindet sich im Ausatmungsrohr 200b,
um einen Luftstrom aus der Atemkammer 216 zuzulassen. Alternativ
kann auch eine Reihe verschiedener anderer Ventilkonfigurationen
zum Einsatz kommen. Wie bei der früheren Ausgestaltung, würde ein
kräftiges Ausatmen
das Rückschlagventil
am oberen Ende der Atemrohre verschließen, um zu bewirken, dass Wasser
durch die Spülventile 218a,
b ausgespült
wird.
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Alternativ
kann der Schnorchel mit einem Paar separaten Atemrohren 302a, 302b (11) versehen
werden, die jeweils dem Rückschlagventil 140 der
ersten Ausgestaltung ähnlich
sind. Ein Schnorchel mit zwei Atemrohren kann verschiedene der hierin
beschriebenen Merkmale aufweisen, wie z.B. das mit Bezug auf die
Ausgestaltung von 10 beschriebene Ventilsystem,
das ein Einatmen durch ein Rohr und ein Ausatmen durch das andere
Rohr bewirkt, und/oder den in 12 gezeigten
Spritzschutz.
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Gemäß 13 kann
ein wasserdichtes Radio und/oder ein Midi-Player 466 am
Atemrohr 402 des Schnorchels positioniert werden. Das Radio kann
einen AM/FM-Empfänger
und/oder einen Empfänger
beinhalten, mit dem der Schwimmer Kommunikationen von einem Lehrer
oder Trainer über
Ohrteile 468 empfangen kann. Im Falle einer Ausgestaltung
mit zwei Atemrohren können
zwei solcher Ohrteile verwendet werden. Der Begriff „Radio" soll hier einen
drahtlosen AM/FM-Empfänger, Midi-Player,
Minidisk-Player oder ein ähnliches
Gerät bedeuten,
das zum Erzeugen von Ton zu einem Headset verwendet wird. Bei einer
Ausgestaltung mit zwei Atemrohren könnten in einem Gehäuse am zweiten
Atemrohr (entsprechend dem Ort des Radios 466 am ersten Atemrohr 402)
zusätzliche
Batterien für
das Radio 466 aufbewahrt werden, um längere Gebrauchsperioden zu
ermöglichen.