DE60124675T2 - Dachrinnen - Google Patents
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Description
- Diese Erfindung bezieht sich auf boxenförmige Ablaufrinnen und insbesondere auf Verbindungsstücke für boxenförmige Ablaufrinnen zu aussenliegenden Ablaufrinnen.
- Die
US 5406756 offenbart ein Verbindungsstück für boxenförmige Ablaufrinnen in der Form einer Wanne, welche einen ersten und einen zweiten Schenkel zum Verbinden mit Ablaufrinnen aufweist, wobei ein Schenkel der Verbindung mit einer boxenförmigen Ablaufrinne dient und Nuten in seiner äusseren Oberfläche für ein Dichtungsmittel aufweist, um zwischen dem Verbindungsstück und der boxenförmigen Ablaufrinne abzudichten. - Boxenförmige Ablaufrinnen sind im allgemeinen zwischen einem Dach, welches sich nach unten zu einer bestehenden Wand neigt oder zwischen zwei Dächern, welche sich nach unten zueinander neigen, angeordnet. Diese boxenförmigen Ablaufrinnen führen zu herkömmlichen Dachrinnen an der Aussenseite eines Gebäudes oder Daches. Es ist jedoch wichtig, sicherzustellen, dass die Dichtung zwischen einer boxenförmigen Ablaufrinne und ihrer Verbindung zu der äusseren Ablaufrinne wasserdicht ist. Andernfalls kann es für Wasser geeignet sein, zwischen der boxenförmigen Ablaufrinne und dem Verbindungsstück durchzudringen und in den Zwischenraum unterhalb der boxenförmigen Ablaufrinne, d.h., in das Innere des Gebäude einzudringen.
- Verbindungsstücke werden verwendet, um zwei Ablaufrinnenabschnitte miteinander zu verbinden und das Verbindungsstück in die boxenförmige Ablaufrinne ist im allgemeinen mit einem Dichtungsmittel oder Klebemittel, üblicherweise aus Silikon, abgedichtet. Jedoch ist es bei herkömmlichen Verbindungstücken für boxenförmige Ablaufrinnen möglich, dass das Klebemittel zwischen dem Verbindungsstück und der boxenförmigen Ablaufrinne ungleichmässig ausgedehnt wird und Lufttaschen ausgebildet werden. Somit können Schwächen in der Verbindung zwischen der boxenförmigen Ablaufrinne und dem Verbindungsstück auftreten, welche letztendlich versagt und Wassereintritt zwischen diesen beiden Elementen ermöglicht.
- Ein Ziel dieser Erfindung ist es, ein verbessertes Verbindungsstück zur Verbindung von boxenförmigen Ablaufrinnen mit aussenliegenden Ablaufrinnen vorzusehen, wodurch grössere Beständigkeit beim Erzielen einer wasserdichten Dichtung möglich ist.
- Das Problem wird durch die technischen Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
- Bevorzugt weist das Verbindungsstück eine oder mehrere Nuten in seiner oberen Oberfläche auf, welche dazu dienen, Klebemittel zu pressen und auszudehnen, wenn das Verbindungsstück in die boxförmige Ablaufrinne gleitet. Bevorzugt sind zwei voneinander beabstandete Nuten vorgesehen. Die Nut oder Nuten weist oder weisen bevorzugt eine erste Fläche auf, welche im wesentlichen senkrecht zu der äusseren Oberfläche des Verbindungsstückes verläuft und eine zweite Fläche, welche von der ersten Fläche in Richtung des freien Endes des Verbindungsschenkels gewinkelt nach vorne verläuft.
- Das freie Ende des Verbindungsschenkels zum Verbinden mit der boxenförmigen Ablaufrinne ist an seiner äusseren Oberfläche bevorzugt auch gestuft ausgebildet. Die Stufe an der Basis der Wanne ist bevorzugt enger ausgebildet, als die Stufen an den Seiten des Verbindungsstücks.
- Obere Kanten des Verbindungsschenkels für die boxförmige Ablaufrinne sind bevorzugt aus dem Bereich der Nuten im wesentlichen nach unten geneigt ausgebildet, wodurch das Verbindungsstück über dem Dichtungsmittel bis zu einem gewissen Ausmass während der Installation des Verbindungsstückes laufen kann.
- Die Einrichtung zum Drücken des Schenkels auf das Klebemittel, wenn sich dieser in Position befindet, kann jedwede geeignete Form annehmen, z. B., drehbare Gelenkhebel, welche gedreht werden können, um mit Teilen der boxförmigen Ablaufrinne zusammenzuwirken, Keile, kämmende Nockenelemente oder Metallstreifen. Die Position der Drückelement ist wichtig, um physikalischen Zugang zu ihnen zu ermöglichen, und um geeigneten Druck auf das Klebemittel/Dichtungsmittel zu erzielen, um eine gewünschte Dicke und Ausdehnung des Klebemittels/Dichtungsmittel zwischen dem Verbindungsstück und der boxförmigen Ablaufrinne zu erzeugen.
- Das Verbindungsstück weist bevorzugt Anschlagelement zum genauen Beabstanden des Verbindungsstückes relativ zu einem Träger für die äussere Ablaufrinne auf. Üblicherweise kann ein Zapfen an dem Schenkel des Verbindungsschenkels zum Verbinden mit der äusseren Ablaufrinne vorgesehen werden, um beispielsweise an den Dachüberhangbalken anzugrenzen, an welchem die äussere Ablaufrinne angeordnet ist.
- Verbindungsstücke der Erfindung können Verbindungen für ein nach unten verlaufendes Rohr umfassen.
- Idealerweise werden die Verbindungsstücke für boxförmige Ablaufrinnen der Erfindung durch Spritzgiessen hergestellt.
- Diese Erfindung wird nun, nur beispielhaft, mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen weiter beschrieben, in welchen:
-
1 ein Verbindungsstück für boxenförmige Ablaufrinnen von oben zeigt; -
2 das Verbindungsstück nach1 von unten zeigt; -
3 eine Seitenansicht des Verbindungsstückes für boxenförmige Ablaufrinnen nach1 zeigt; -
4 ein Detail des Verbindungsstückes nach1 zeigt; -
5 das Verbindungsstück nach1 zeigt, welches an eine boxenförmige Ablaufrinne herangeführt ist; -
6 das Verbindungsstück zeigt, welches in eine boxenförmige Ablaufrinne eingepasst wurde, und -
7 und8 die zusammengebaute boxenförmige Ablaufrinne mit dem Verbindungsstück zeigen. - Bezugnehmend auf die begleitenden Zeichnungen ist ein Verbindungsstück
10 für boxenförmige Ablaufrinnen zur Verwendung beim Verbinden einer boxenförmigen Ablaufrinne12 mit einer äuseren Ablaufrinne14 gezeigt. Das Verbindungsstück10 ist in der Draufsicht eine im wesentlichen L-förmige Wanne. Das Verbindungsstück weist einen ersten Schenkel16 zum Verbinden mit der Ablaufrinne14 und einen zweiten Schenkel18 zum Verbinden mit der boxenförmigen Ablaufrinne12 auf. In seiner Ecke weist das Verbindungsstück eine Öffnung19 auf, welche zu einem nach unten verlaufenden, rohrförmigen Verbindungsstück20 führt. - Die Ablaufrinne
14 ist an einem Dachüberhangbalken22 mittels Auflagewinkeln24 angeordnet. Ein innerer Versteifungsstreifen26 ist gezeigt. Die boxenförmige Ablaufrinne12 kann an einer Seite an einer Wand od. dgl. Struktur und an seiner gegenüberliegenden Seite mit einem Dachüberhangbalken eines Daches befestigt sein. Alternativ dazu kann die boxenförmige Ablaufrinne14 zwischen zwei Dächern angeordnet sein, welche sich zueinander nach unten neigen. - Der erste Schenkel
16 des Verbindungsstückes weist ein Profil auf, welches ihm ermöglicht, auf der Aussenseite der Ablaufrinne14 gleitzupassen. Mit anderen Worten, das Ende des ersten Schenkels16 ist gestuft, um die Ablaufrinne aufzunehmen. Geeignete Dichtungselemente werden für gewöhnlich zwischen dem Verbindungsstück und der Ablaufrinne vorgesehen, wie beispielsweise ein deformierbarer elastomerischer Streifen in der Nut27 des gestuften Endes des Verbindungsstückes. - Die boxenförmige Ablaufrinne weist auf sich gegenüberliegenden Seiten innere, umgedreht L-förmige Rippen
28 auf und der zweite Schenkel18 des Verbindungsstückes weist eine Grösse auf, um mit seinen sich gegenüberliegenden oberen Kanten in die boxenförmige Ablaufrinne unter die Rippen28 einzufahren, so dass das Verbindungsstück10 bis zu einem gewünschten Ausmass in die boxenförmige Ablaufrinne eingesetzt ist. Die äussere Seite30 ist bei32 gestuft und auf der am Dachüberhangbalken22 liegenden Seite des ersten Schenkels16 ist ein Anschlag34 vorgesehen, welcher an den Dachüberhangbalken22 anschlägt, wenn das Verbindungsstück eingesetzt ist. - Der zweite Schenkel
18 weist in seiner äusseren Oberfläche ein paar Nuten36 auf. Die Nuten36 weisen eine erste Fläche40 , welche im wesentlichen senkrecht zu den Seiten des Schenkels verläuft, und eine zweite gewinkelte Fläche42 (4 ) auf. Der Grund für diese Ausbildung der Nuten wird später erklärt werden. - Das freie Ende des Schenkels
18 weist eine gestufte äussere Fläche auf. Die Stufung ist an seiner Randfläche schmaler und an seinen Seiten breiter. Auch der Grund hierfür wird später erklärt werden. Der Schenkel18 weist eine obere Kante auf, welche sich von dem Bereich der Nuten36 in Richtung seines freien Endes leicht nach unten neigt (45 ), wobei die Seiten nach unten gerichtete Schlitze46 für Gelenkhebel48 aufweisen. - Die Verbindung zwischen dem Verbindungsstück
10 und der boxenförmigen Ablaufrinne14 wird mittels Klebemittel/Dichtungsmittel hergestellt. Das Klebemittel50 wird auf die innere Fläche der boxenförmigen Ablaufrinne in, beispielsweise, zwei Streifen in einem Bereich aufgetragen, über welchen die Nuten36 fahren, wenn das Verbindungsstück vollständig eingepasst ist. Die Menge an Klebemittel/Dichtungsmittel, welches verwendet wird, kann abgemessen oder vorbemessen sein, um eine gewünschte Dicke dessen zu erzielen. Das Verbindungsstück10 wird dann in das Ende der boxenförmigen Ablaufrinne gedrückt und aufgrund der Neigung der oberen Kanten des Verbindungsstückes wird es in die boxenförmige Ablaufrinne in einem leicht nach oben gerichteten Winkel (siehe6 ) hineinfahren. Dies hilft zusammen mit den geformten Nuten 36 dem Verbindungsstück, um anfänglich über das Klebemittel zu streichen, bis das Dichtungsmittel auf die Nuten trifft, welche eine Schneepflug-Wirkung begünstigen, um das Klebemittel zwischen das Verbindungsstück und die boxenförmige Ablaufrinne zu verteilen. Da die Nuten vertikale Flächen14 aufweisen, welche gegen das Klebemittel drücken, wird das Klebemittel in die Nuten gezwängt, um einen Verbindungskeil zu ergeben. Des weiteren ist die Stufung an dem Ende des Verbindungsschenkels18 vorgesehen, um den Fluss und die Verteilung des Klebemittels zwischen Verbindungsstück und der boxenförmigen Ablaufrinne zu verbessern. In der Tat wirkt das Verbindungsstück über seine Nuten36 und das gestufte Ende wie ein Schneepflug beim im wesentlichen gleichmässigen Ausdehnen des Klebemittels/Dichtungsmittels zwischen das Verbindungsstück und die boxenförmige Ablaufrinne. - Wenn das Verbindungsstück vollständig in die boxenförmige Ablaufrinne gepresst wurde, und während das Klebemittel halb flexibel ist, werden die Gelenkhebel
48 verwendet, um das Verbindungsstück nach unten in das Klebemittel zu pressen. - Die Gelenkhebel
48 weisen einen Hebel60 und einen Nocken62 an sich gegenüberliegenden Seiten eines Drehstiftes auf. Der Hebel des Gelenkhebels48 weist zum Einpassen des Verbindungsstückes nach unten, so dass der Nocken62 nicht wirksam ist. Wenn die Hebel60 des Gelenkhebels um 90° nach oben gedreht werden, wirkt der Nocken62 gegen die Unterseite der Rippen28 , um das Verbindungsstück nach unten zu drücken. Die Hebel60 des Gelenkhebels sind in Position arretiert, wenn sie Anschläge64 an den Seiten des Verbindungsstückes überfahren. Das hat den Effekt des Auspressens von Luft, welche in dem Klebemittel eingeschlossen ist, durch die Anwendung eines nach unten gerichteten Druckes und des Haltens des Verbindungsstückes an Ort und Stelle, während das Klebemittel aushärtet. Jedweder Überschuss des Klebemittels/Dichtungsmittels50 , welches aus der Verbindung ausgedrückt wird, läuft spitz zu, wie in8 gezeigt. - Das freie Ende des Schenkels
18 des Verbindungsstückes weist für zusätzliche Festigkeit innere Rippen70 auf sich gegenüberliegenden Seiten auf. Die Rippen70 verhindern, dass sich die Seiten und die Basis des Verbindungsstückes unter dem Druck, welcher durch die Gelenkhebel ausgeübt wird, biegen.
Claims (14)
- Verbindungsstück (
10 ) für boxenförmige Ablaufrinnen in der Form einer Wanne, welches einen ersten und einen zweiten Verbindungsschenkel (16 ,18 ) zum Verbinden von Ablaufrinnen aufweist; wobei ein Verbindungsschenkel (18 ) zum Verbinden mit einer boxförmigen Ablaufrinne (12 ) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Verbindungsschenkel (18 ) eine derartig geformte äussere Oberfläche aufweist, um ein Ausdehnen und Verkeilen von Klebemittel/Dichtungsmittel zwischen dem Verbindungsstück (10 ) und der boxförmigen Ablaufrinne zu unterstützen, wobei der eine Verbindungsschenkel (18 ) mit Elementen (46 ,48 ) zum Drücken des einen Verbindungsschenkels (18 ) auf das Klebemittel/Dichtungsmittel versehen ist, wenn dieses sich in Position befindet. - Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach Anspruch 1, wobei der eine Verbindungsschenkel (
18 ) eine oder mehrere Nuten (36 ) als die geformte äussere Oberfläche aufweist, wobei die Nut oder Nuten dazu dienten, Klebemittel zu pressen und zu verbreiten, wenn das Verbindungsstück (10 ) in die boxförmige Ablaufrinne eingeschoben wird. - Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach Anspruch 2, wobei zwei voneinander beabstandete Nuten (
36 ) vorgesehen sind. - Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach Anspruch 2 oder 3, wobei die oder jede Nut (
36 ) eine erste Fläche (40 ) aufweist, welche im wesentlichen senkrecht zu der äusseren Oberfläche des einen Verbindungsschenkels (18 ) verläuft, und eine zweite Fläche (42 ), welche von der ersten Fläche in Richtung des freien Endes des einen Verbindungsschenkels (18 ) gewinkelt nach vorne verläuft. - Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach Anspruch 4, wobei das freie Ende des einen Verbindungsschenkels (
18 ) zum Verbinden mit der boxförmigen Ablaufrinne an seiner äusseren Oberfläche gestuft ausgebildet ist. - Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach Anspruch 5, wobei die Stufe an der Basis der Wanne enger ausgebildet ist, als die Stufen an den Seiten des Verbindungsstücks.
- Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei obere Kanten (
45 ) des einen Verbindungsschenkels (18 ) für die boxförmige Ablaufrinne aus dem Bereich der Nuten (36 ) im wesentlichen nach unten geneigt ausgebildet sind. - Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Drückelemente drehbare Gelenkhebel (
48 ) umfassen, welche gedreht werden können, um mit Teilen (28 ) der boxförmigen Ablaufrinne zusammenzuwirken. - Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Drückelemente Keile umfassen.
- Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Drückelemente kämmende Nockenelemente umfassen.
- Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach einem Ansprüche 1 bis 7, wobei die Drückelemente Metallstreifen umfassen.
- Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach einem Ansprüche 1 bis 11, welches einen Zapfen (
34 ) an dem Schenkel des Verbindungsstücks zum Verbinden mit einer äusseren Ablaufrinne aufweist, um bspw. an den Dachüberhangbalken anzugrenzen, an welchem die äussere Ablaufrinne angeordnet ist. - Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 12, welches eine Verbindung (
19 ,20 ) für ein nach unten verlaufendes Rohr umfasst. - Verbindungsstück für eine boxförmige Ablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 13, welches durch Spritzgiessen hergestellt ist.
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