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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft vorgefertigte atembare hypoxische
(sauerstoffarme) Zusammensetzungen, Systeme und ein Verfahren zur Brandverhütung und
-bekämpfung
nach den Oberbegriffen der Ansprüche
1, 5, 8 und 18.
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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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Gegenwärtige Brandbekämpfungssysteme setzen
entweder Wasser, chemische Mittel, gasförmige Mittel (wie etwa Halon
1301, Kohlendioxid, und Heptafluorpropan) oder eine Kombination
davon ein. Praktisch alle davon sind ozonabbauend, giftig und nicht
umweltfreundlich. Überdies
können
diese Systeme nur nach der Entzündung
eingesetzt werden. Sogar das jüngste
Erscheinen des Bekämpfungssystems
Fire Master 200 (FM 200) (erhältlich
von Kidde-Fenwal Inc. in den USA) ist immer noch chemisch abhängig und
verzögert
nur den Fortschritt des Brands um einige Minuten. Sobald dieses
brandverzögernde
Gas erschöpft
ist, folgt ein Sprinklersystem, das zur dauerhaften Zerstörung von
elektronischen Einrichtungen und anderen Wertgegenständen führt.
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Die
Belastung durch FM-200 und andere Brandbekämpfungsmittel ist weniger bedenklich
als die Belastung durch die Produkte ihres Zerfalls, die zum größten Teil
hochgiftig und lebensbedrohend sind. Folglich ist gegenwärtig keine
Brandbekämpfungs/Löschzusammensetzung
erhältlich,
die sowohl sicher als auch wirksam ist.
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Hinsichtlich
von Bahn-, Schiffs- oder Flugzeugbränden schafft die Unfähigkeit,
Passagiere rasch zu evakuieren, eine besonders gefährliche
Situation. Die Mehrheit der Passagiere, die beim Brand im französischen
Mont-Blanc-Tunnel starben, erstickte innerhalb von Minuten. In diesem
Fall war das Problem außerdem
mit dem Vorhandensein von Lüftungsschächten verbunden.
Ursprünglich
dazu bestimmt, eingeschlossenen Personen atembare Luft bereitzustellen,
wiesen diese Schächte
die unglückliche
Nebenwirkung auf, dass sie die Ausbreitung des Brandes dramatisch
beschleunigten. Besonders verheerend ist der "Kamineffekt", der in Tunneln mit einem Gefälle auftritt.
Ein Beispiel dafür
war der Brand, der im Schitunnel in Kaprun in den österreichischen Alpen
ausbrach.
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Zusätzlich erhöhen Lüftungsschächte (die
in praktisch allen Gebäuden
und industriellen Anlagen mit mehreren Ebenen vorhanden sind) die
Gefahr des Einatmens von Schadstoffen deutlich. Dieses Problem ist
außerdem
damit verbunden, dass häufig brennbare
Materialien vorhanden sind, die die Ausbreitung eines Brands dramatisch
beschleunigen können.
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Obwohl
die Verbreitung von Fernsensoren zu bedeutenden Durchbrüchen bei
der frühen
Brandfeststellung geführt
hat, waren die Verbesserungen bei der Verhütung/Bekämpfung von Bränden bestenfalls
schrittweise. Zum Beispiel wird das fortschrittlichste Bekämpfungssystem
zur Bekämpfung
von Tunnelbränden
durch Domenico Piatti (PCT IT 00/00125) unter robogat@in.it angeboten.
Beruhrend auf dem raschen Einsatz eines automatisierten Fahrzeugs
(ROBOGAT), bewegt sich der Robogat durch den betroffenen Tunnel
zum Brandort. Bei seiner Ankunft gibt er eine begrenzte Versorgung
mit Wasser und Schaum frei, um die Brandbekämpfung zu beginnen. Nötigenfalls
kann der Robogat eine Sonde in die innere Wasserversorgung des Tunnels
für die
fortgesetzte Brandbekämpfung
einsetzen. Dieses System ist aus den folgenden Gründen streng
beschränkt:
- – Die
Zeit, die zwischen dem Ausbruch des Brands und der Ankunft des Robogat
vergeht, ist unannehmbar.
- – Die
hohen Temperaturen, die für
Tunnelbrände charakteristisch
sind, werden eine Verformung und eine Zerstö rung der Laufschiene, der Wasser-
und der Telekommunikationsleitungen verursachen.
- – Die
Feuerbeständigkeit
des Robogat ist höchst zweifelhaft.
- – Die
Verwendung von Wasser und Schaum bei Hochtemperatur-Tunnelbränden ist
nur teilweise wirksam und wird zur Entwicklung von hochgiftigen
Dämpfen
führen,
die die Sterblichkeit eingeschlossener Personen erhöhen.
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Einer
der Hauptsicherheitsmängel
in modernen Passagierflugzeugen, der immer noch ungelöst bleibt,
ist ein Mangel an einer geeigneten Brandbekämpfungs- und Brandverhütungsausrüstung.
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Tatsächlich sind
es nicht die mit Bränden
an Bord verbundenen Flammen, die die meisten Flugbesatzungen und
Passagiere töten,
sondern ist es vielmehr der mit Giftstoffen wie Benzen, Schwefeldioxid, Formaldehyd,
Wasserstoffchlorid, Ammoniak und Wasserstoffcyanid gesättigte Rauch.
Obwohl diese und andere Chemikalien tödlich sind, sterben die meisten
Opfer an Kohlenmonoxid. Dieses farb- und geruchlose Gas, das während Bränden im Überfluss erzeugt
wird, insbesondere in geschlossenen Abteilen mit unzureichender
Lüftung,
ist selbst in geringen Konzentrationen von weniger als einem Prozent äußerst tödlich.
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Giftige
Verbrennungsprodukte, die in ein geschlossenes Abteil wie etwa eine
Flugzeugkabine mit keinem leicht verfügbaren Fluchtmittel freigesetzt werden,
stellen in der Lufttransportindustrie eine bedeutende Sorge dar.
Diese Sorge ist aufgrund der ständig
wachsenden Flugzeugkapazität
und der steigenden Anzahl von Passagieren, die ihnen ausgesetzt
sein können,
für Passagierflugzeuge
von besonderer Wichtigkeit.
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Die
Verbreitung von giftigen Chemikalien in modernen fortgeschrittenen
Materialien führt
zu einer Kabinengestaltung, die vollständig aus Kunststoffen, Stoffen,
Verdrahtungen und Verkleidungen erzeugt ist, welche äußerst gefährlich sein
können,
wenn sie ausreichend erhitzt werden, um Gase zu erzeugen. Das Überleben
in einer giftigen Umgebung wie dieser ist auf nur einige wenige
Minuten beschränkt.
Eine statistische Analyse für
die letzten Dekaden zeigt, dass etwa 70 bis 80 Prozent der Brandtodesopfer
auf das Einatmen von giftigem Rauch zurückzuführen sind.
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Ein
modernes Passagierflugzeug ist völlig mit
elektrischen und elektronischen Einrichtungen durchsetzt, die durch
viele Meilen von Drähten
und Kabeln verbunden sind. Ausnahmezustände verschiedensten Ursprungs
können
zu elektrischen Kurzschlüssen
mit daraus folgender Entzündung
der isolierenden Überzugs-
und der umgebenden brennbaren Materialien führen. Dem folgt eine massive
Erzeugung von giftigen Aerosolen, die gemäß der Erfahrung mit menschlichen
Brandtodesopfern die Hauptgefahr darstellen.
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Obwohl
die wichtigsten Überlebenssysteme für ein Flugzeug,
wie etwa die Gasturbinen und die Kraftstofftanks, ausreichend mit
automatischen Brandbekämpfungssystemen
ausgerüstet
sind, mangelt es der Passagierkabine und dem Cockpit kritisch an
Brandverhütungsmitteln.
Die Verwendung von Standard-Feuerlöschsubstanzen, wie etwa Halon 2000
oder dergleichen, kann das Problem aufgrund der hohen Giftigkeit
der Produkte ihrer Pyrolyse nicht lösen. Die US-Patentschrift Nr.
4,726,426 (Miller) lehrt Verfahren der Feuerlöschung in einer Flugzeugkabine,
die Lüftungskanälen vom
Frachtfeuerlöschsystem
verwenden, was die Passagiere möglicherweise
tödlichen
Kombinationen von Rauch, Brandbekämpfungsmitteln und hochgiftigen
Produkten ihrer Pyrolyse aussetzen würde.
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Im
Fall eines Brands an Bord müssen
die Piloten eine Notfallprüfliste
durchgehen, um den Ursprung des Brands ausfindig zu machen. Eine
Piloten-Notfallprüfliste
ist zu lang, um die Besatzung Brände
in der Luft kontrollieren zu lassen. Für die Besatzung des Flugs Swissair
111, der 1998 in der Nähe von
Nova Scotia abstürzte,
wobei 299 Menschen getötet
wurden, dauerte es nach der ersten Meldung von Rauch 20 Minuten
bis zum Absturz, während
30 Minuten nötig
sind, um die Standard-Prüfliste
durchzugehen.
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Es
wird angenommen, dass Sauerstoffmasken Passagiere und Flugbesatzungen
vor dem Einatmen von Giftstoffen schützen würden. In Wirklichkeit sind
Piloten angewiesen, die Masken nicht freizugeben, wenn die Gefahr
eines sauerstoffgespeisten Brands die Situation verschlimmern würde. Überdies sind
diese Masken gegen giftige Gase von einer Verbrennung praktisch
nutzlos. Standard-Sauerstoffmasken für Flugbesatzungen und Passagiere
weisen Öffnungen
auf, um die Kabinenluft mit der Sauerstoffversorgung zu mischen,
wodurch sie tödlichen
Gasen einen direkten Weg zum Erreichen der Lungen gestatten. Darüber hinaus
stellt die Sauerstoffversorgung in einem Passagierflugzeug weniger
als 20% des Sauerstoffstroms bereit, der für die Atmung benötigt wird,
und hält
sie nur einige wenige Minuten an.
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Alternativ
wird das Erhöhen
der Frischluftversorgung, wie es durch das System ECHO Air von Indoor
Air Technologies Inc. in Kanada angeboten wird, einen Brand nur
ausbreiten und seine Tödlichkeit
beschleunigen. Ihre unter www.indoorair.ca bereitgestellte Patentanmeldung
lehrt, dass ein verbessertes Luftbelüftungssystem die Beseitigung
von verschmutzter Luft gestatten wird und Frischluft wirksamer in
eine Flugzeugkabine liefern wird. Obwohl dieses Verfahren eine Verbesserung
bei der Brandsicherheit behauptet, vermehrt es in der Praxis die Sauerstoffanreicherung
einer Brandquelle.
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Eine
jüngste
Studie der US Air Line Pilots Association (ALPA) behauptet, dass
im Jahr 1999 im Durchschnitt ein US-Linienflugzeug pro Tag eine Notlandung
aufgrund eines Kurz schlusses vorgenommen hat, der zu einer Funkenbildung
mit sich daraus ergebendem Rauch und Feuer in der unter Druck stehenden
Kabine geführt
hat. Eine fehlerhafte Verdrahtung ist der Hauptschuldige daran.
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Einige
Organisationen haben drastische Maßnahmen ergriffen, um dieses
Problem zu behandeln. 1987 befahl die US-Marine die Entfernung der anfälligsten
Verdrahtung aus ihren Flugzeugen, und 1999 erteilte die NASA ihrer
gesamten Flotte an Spaceshuttles Startverbot, als ein Verdrahtungsfehler
dazu führte,
dass ein Start abgebrochen wurde. Dennoch werden immer noch jeden
Tag Millionen von Passagieren durch Verkehrsflugzeuge befördert, die
mit einer alten Verdrahtung ausgerüstet sind, welche nicht richtig
auf Fehler geprüft
werden kann. In den USA hat die Federal Aviation Administration (FAA)
die Probleme untersucht, die Flugzeuge befallen können, welche
seit mehr als 20 Jahren fliegen. Das Aging Aircraft Program, das
durch einen Unfall ausgelöst
wurde, bei sich im Himmel über
Hawaii ein Teil des Dachs von einer alternden Boeing 737 löste, läuft seit
1988. 1996 stürzte
der Flug 800 der TWA vor der Küste
von Long Island ab, wobei alle 230 Menschen an Bord getötet wurden.
Fehlerhafte Drähte
in einem Kraftstofftank wurden dafür als wahrscheinlichste Ursache
der Explosion verantwortlich gemacht. Als Folge dieses Absturzes
führten
Prüfungen
bei anderen Fluglinien in der ganzen Welt zur Entdeckung mehrerer
anderer Flugzeuge, bei denen die Isolierung an einer alternden Verdrahtung,
die zu Sensoren in Kraftstofftanks führt, durch Schwingungen weggescheuert
worden war oder während
der Routinewartung beschädigt
worden war.
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Es
gibt gegenwärtig
nur vier Verfahren zur Brandbekämpfung
in Einrichtungen, die von Menschen belegt sind:
- – die Verwendung
von Wasser
- – die
Verwendung von Schaum
- – die
Verwendung von chemischen Flammenhemmstoffen,
- – die
Verwendung von gasförmigen
Flammenhemmstoffen.
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EO-0
301 464 offenbart eine Zusammensetzung, ein System und ein Verfahren
nach dem Oberbegriff der Ansprüche
1, 5, 8 und 18. Dieses Dokument beschreibt eine atembare feuerlöschende
Atmosphäre,
die eine Sauerstoffkonzentration im Bereich von 8 bis 15% aufweist
und Kohlendioxid und ein anderes träges Gas (z.B. Stickstoff oder
Helium) umfasst. Diese Atmosphäre
wird durch Einbringen einer wirksamen Menge eines Löschgases,
das Kohlendioxid und ein anderes träges Gas, z.B. Stickstoff oder
Helium, umfasst, in den geschlossenen Raum erreicht. WO 99/47210A
lehrt ein Verfahren zur Verringerung des Sauerstoffgehalts in geschlossenen Räumen über die
Einbringung von reinem Stickstoff oder eines trägen Gasgemischs oder das Entziehen von
Sauerstoff aus diesem Raum.
FR
2748396 offenbart ein feuerlöschendes Gasgemisch, das z.B.
52% N, 40% Ar und 8% CO
2 umfasst. Das heißt, dass
alle diese Dokumente das Einspritzen eines trägen Gases oder eines Gasgemischs
aus trägen
Gasen in geschlossene Räume,
um den Sauerstoffgehalt im geschlossenen Raum auf einen bestimmten
Pegel zu verdünnen,
aber keine hypoxische Zusammensetzung, die Sauerstoff umfasst, lehren.
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US 5,887,439 gibt nur einen
vagen Hinweis auf eine brandverhütende
Eigenschaft von sauerstofffreien oder beinahe sauerstofffreien Umgebungen
und offenbart keine konkrete technische Lehre zur Verwendung einer
sauerstoffhaltigen atembaren Zusammensetzung, um Brände zu verhüten oder
zu bekämpfen.
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Das
technische Problem, das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt,
ist, eine sichere Zusammensetzung, ein System und ein Verfahren
bereitzustellen, um einen Brand in geschlossenen Räumen zu
verhüten
bzw. zu bekämpfen,
wobei der Bedarf an einer teuren elektronischen Rückkopplungseinrichtung
beseitigt ist.
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KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Das
zugrundeliegende Problem wird durch eine Zusammensetzung, ein System
und ein Verfahren nach den Merkmalen von Anspruch 1, 5, 8 und 18 überwunden.
Vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind auch den abhängigen
Ansprüchen
ersichtlich.
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Die
vorliegende Erfindung setzt einen radikal anderen Ansatz ein: die
Verwendung von hypoxischer atembarer Luft zur Brandverhütung und
-bekämpfung.
Diese hypoxische Umgebung beseitigt die Entzündung und Verbrennung aller
brennbaren Materialien völlig. Überdies
ist sie völlig
sicher für
die menschliche Atmung (klinische Studien haben bewiesen, dass die
Langzeit-Einwirkung einer hypoxischen Umgebung bedeutende gesundheitliche
Vorteile aufweist). Hypoxische atembare Luft kann durch den Entzug
von Sauerstoff aus der Umgebungsluft billig in der nötigen Menge
erzeugt werden.
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Hinsichtlich
der Brandverhütung
kann eine ständig
aufrechterhaltene hypoxische Umgebung die Möglichkeit eines Brands völlig beseitigen,
während sie
gleichzeitig eine äußerst gesunde
Umgebung bereitstellt. Hinsichtlich der Bekämpfung kann diese Erfindung
eine normoxische Umgebung absolut ohne nachteilige Auswirkungen
auf das menschliche Leben augenblicklich in eine hypoxische Umgebung verwandeln.
Dies ist im Fall von aufflammenden Bränden oder Explosionen äußerst nützlich.
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Beruhend
auf der Ausnutzung der grundlegenden Unterschiede zwischen der menschlichen Physiologie
und der chemophysikalischen Eigenschaften der Verbrennung löst dieser
gänzlich
neue Ansatz den inhärenten
Widerspruch zwischen der Brandverhütung und der Bereitstellung
einer sicheren atembaren Umgebung für Menschen vollständig. Folglich
stellt diese Erfindung einen radikalen Fortschritt bei der Behandlung
von Bränden
dar und wird sie alle gegenwärtigen
chemischen Systeme obsolet machen.
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Hypoxische
Brandverhütungs-
und -bekämpfungssysteme
werden die massiven gesellschaftsökonomischen Verluste, die sich
aus dem Ausbruch von Bränden
ergeben, vollständig
verhindern.
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Das
erfinderische System ist völlig
ungiftig, voll automatisiert und gänzlich selbsttragend. Folglich
ist es ideal zur Bereitstellung eines vollständigen Brandschutzes für Häuser, Industriekomplexe, Transporttunnels,
Fahrzeuge, Archive, Computerräume
und andere geschlossene Umgebungen geeignet.
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Da
der Großteil
von Bränden
(sowohl industriell als auch nichtindustriell) an Orten mit einer
wesentlichen Menge an elektronischer Ausrüstung auftritt, weist dieses
Fire Prevention and Suppression System (Brandverhütungs- und
-bekämpfungssystem,
FirePASSTM) den zusätzlichen Vorteil auf, dass es
absolut kein Wasser, keinen Schaum oder kein anderes beschädigendes
Mittel benötigt.
Es kann daher vollständig
eingesetzt werden, ohne einen Schaden an der komplexen elektronischen
Ausrüstung
(und ihrer gespeicherten Daten), die durch herkömmliche Brandbekämpfungssysteme
zerstört
wird, zu verursachen.
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Während dies
für technologisch
aufwendige Unternehmen wie Banken, Versicherungsgesellschaften,
Kommunikationsgesellschaften, Hersteller, Bereitsteller medizinischer
Versorgung und militärische
Anlagen äußerst wichtig
ist, nimmt es viel größere Bedeutung
an, wenn man die direkte Beziehung zwischen dem Vorhandensein an
elektronischer Ausrüstung
und der erhöhten
Brandgefahr in Betracht zieht.
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Die
Hauptaufgaben dieser Erfindung sind wie folgt:
- • Die Bereitstellung
einer atembaren feuerlöschenden
Zusammensetzung.
- • Ein
Verfahren zur Erzeugung einer brandverhütenden hypoxischen Atmosphäre in Umgebungen,
die von Menschen belegt sind.
- • Die
Bereitstellung einer sauerstoffabbauenden Ausrüstung, die atembare hypoxische
Luft mit Feuerlöscheigenschaften
erzeugt. Diese Ausrüstung
setzt die Verfahren der Molekularsiebadsorption, der Membrantrennung
und anderer Sauerstoffentzugstechnologien ein.
- • Die
Bereitstellung von atembaren feuerlöschenden Zusammensetzungen
für die
fortlaufende oder episodische Verwendung in Umgebungen, die von
Menschen belegt sind.
- • Die
Bereitstellung der Ausrüstung
und des Verfahrens zur augenblicklichen Erzeugung einer brandbekämpfenden,
sauerstoffverarmten Atmosphäre,
in der Menschen sicher atmen können (ohne
Mittel zur Unterstützung
der Atmung).
- • Die
Bereitstellung eines Verfahrens zur Erzeugung einer brandverhütenden Atmosphäre in hermetisch
abgedichteten Objekten mit gesteuertem Temperatur- und Feuchtigkeitsgrad.
Dies kann durch Einbringen eines trägen Ballasts in die künstliche
Atmosphäre
und Verändern
der ursprünglichen
Einstellung von gegenwärtigen
Lebenserhaltungssystemen und ihr Neuprogrammieren bewerkstelligt
werden.
- • Die
Bereitstellung von hypoxischen Umgebungen zur Brandverhütung/bekämpfung in
Tunneln, Fahrzeugen, Privathäusern
(einzelnen Räumen oder
gesamten Aufbauten), öffentlichen/industriellen
Einrichtungen und allen anderen Anwendungen für nichthermetische Umgebungen,
die von Menschen belegt sind.
- • Die
Bereitstellung eines Brandbekämpfungssystems,
das augenblicklich ein gespeichertes sauerstoffverarmtes Gasgemisch
aus einem pneumatischen Hochdrucksystem oder einem autonomen Behälter freigibt.
- • Die
Bereitstellung eines Verfahrens und der Fähigkeit, einen Brandort durch
die Verwendung von Fallvorhängen,
Türen oder
anderen Mitteln der physischen Trennung lokal zu begrenzen, wobei anschließend atembare
brandbekämpfende
Gasgemische freigegeben werden.
- • Die
Bereitstellung eines Flugzeugbrandbekämpfungssystems, das ein hypoxisches
Brandbekämpfungsmittel
verwendet, um an Bord eine atembare Atmosphäre zu erzeugen, die feuerlöschende
Eigenschaften aufweist.
- • Die
Bereitstellung eines Flugzeugbrandbekämpfungssystems, das einen biegsamen
aufblasbaren Behälter
zur Lagerung des hypoxischen Brandbekämpfungsmittels aufweist.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
eine schematische Ansicht der Dichte der Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle in einer hypobarischen
oder natürlichen
Höhenumgebung.
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2 zeigt
eine schematische Ansicht der Dichte der Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle in einer hypoxischen
normbarischen Umgebung mit Normaldruck und dem gleichen Sauerstoff-Teildruck.
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3 zeigt
eine schematische Ansicht der Dichte der Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle in einer normoxischen
normbarischen Umgebung; oder in der Umgebungsluft auf Meereshöhe.
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4 veranschaulicht
ein Arbeitsprinzip des normbarischen hypoxischen Brandverhütungs- und -bekämpfungssystems
schematisch.
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5 zeigt
eine schematische Ansicht des Arbeitsprinzips des hypoxischen Generators HYP-100/F.
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6 bietet
eine zukünftige
Abwandlung des gleichen Generators, wie er in 5 gezeigt
ist.
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7 veranschaulicht
ein Arbeitsprinzip eines Membrantrennungsmoduls.
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8 veranschaulicht
den Vergleich einer Flammenlöschkurve
und einer Hämoglobin/Sauerstoff-Sättigungskurve
bei der Einbringung von Luft mit verringertem Sauerstoff in eine
gesteuerte Umgebung.
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9 zeigt
eine schematische Ansicht des erfundenen Systems für Wohnhäuser.
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10 zeigt
eine schematische Ansicht des erfundenen Systems für Gebäude mit
mehreren Ebenen.
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11 zeigt
eine schematische Ansicht des erfundenen Systems für Industriegebäude.
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12 zeigt
eine schematische Ansicht eines tragbaren Brandbekämpfungssystems
für ausgewählte Räume in jeder
beliebigen Art von Gebäude.
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13 veranschaulicht
die einzigartigen Eigenschaften des erfundenen Systems in der mobilen Abwandlung.
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14 zeigt
eine schematische Ansicht des erfundenen Systems, wenn es im Belüftungssystem einer
unterirdischen Militäranlage
ausgeführt
ist.
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15 zeigt
eine schematische Ansicht des Arbeitsprinzips des Systems in einem
Kraftfahrzeugtunnel.
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16 zeigt
eine schematische Querschnittansicht eines Tunnels mit einem System
zur Ausbringung begrenzender Vorhänge.
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17 zeigt
eine schematische Ansicht des erfundenen Systems für Tunnel
einer elektrischen Eisenbahn oder U-Bahn.
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18 zeigt
eine Vorderansicht des Eingangs des Tunnels mit einer Trenntür.
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19 zeigt
eine schematische Ansicht des erfundenen Systems für Tunnel
von Bergschibahnen oder Standseilbahnen.
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20 zeigt
eine schematische Ansicht des On-Board FirePASS, das in Zügen, Bussen, U-Bahn-Waggons
oder anderen Passagierfahrzeugen verwendet werden kann.
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21 veranschaulicht
die Ausführung
der FirePASS-Technologie im Belüftungssystem
eines gegenwärtigen
Passagier-Verkehrsflugzeugs.
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22 zeigt
die Ausführung
des FirePASS in der nächsten
Generation von Verkehrsflugzeugen, die über der Erdatmosphäre fliegen
können
(oder für Raumfahrzeuge).
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23 veranschaulicht das allgemeine Arbeitsprinzip
des autonomen Luftwiederaufbereitungssystems für hermetische Räume, die
von Menschen belegt sind.
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24 zeigt
die Ausführung
der hypoxischen FirePASS-Technologie
in einem autonomen luftwiederaufbereitenden System eines Militärfahrzeugs.
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25 zeigt
eine schematische Ansicht einer hypoxischen feuerlöschenden
atembaren Zusammensetzung als Teil der inneren Atmosphäre einer
Raumstation.
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26 zeigt
eine schematische Ansicht des Systems Marine FirePASS zur Verwendung
in Seefahrzeugen wie z.B. Tankern, Fracht- oder Kreuzfahrtschiffen
oder militärischen
Schiffen.
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27 veranschaulicht
das Arbeitsprinzip des Marine FirePASS.
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28 zeigt
die Ausführung
des Aircraft Fire Suppression Systems (Flugzeugbrandbekämpfungssystems)
bei der Flugzeugkabinengestaltung.
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29, 30, 31 und 32 veranschaulichen
das Arbeitsprinzip des AFSS schematisch.
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33 veranschaulicht
die Veränderung
der Sättigung
des Oxyhämoglobins
bei 10% O2 in der eingeatmeten Luft, die
in einem Fall die CO2-Konzentration der
Umgebungsatmosphäre
und in einem anderen Fall einen bis auf 4% erhöhten CO2-Gehalt enthält.
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34 zeigt
ein Diagramm, das eine durchschnittliche physiologische Reaktion
auf die Einwirkung der erfundenen atembaren hypoxischen Brandbekämpfungszusammensetzung
in einer Höhe
von 2,5 km oder an Bord eines modernen Passagierflugzeugs darstellt.
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BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung beruht auf einer Entdeckung, die während der Forschungen gemacht
wurde, die in einem von Hypoxico Inc., hergestellten Hypoxic Room
System (hypoxichen Raumsystem) durchgeführt wurden. Der Erfinder entdeckte,
dass sich die Vorgänge
der Entzündung
und der Verbrennung in einer normbarischen hypoxischen Umgebung
sehr vom Entzündungs-
und Verbrennungsvorgang unterscheiden, der in einer hypobarischen
oder natürlichen
Höhenumgebung
mit dem gleichen Sauerstoff-Teildruck auftritt.
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Zum
Beispiel kann Luft mit einem Sauerstoff-Teildruck von 4,51 Zoll
(114,5 mm Quecksilber) bei einer Höhe von 9.000 Fuß (2700
m) das Brennen einer Kerze oder die Entzündung von Papier leicht unterstützen.
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Doch
wenn wir eine entsprechende normbarische Umgebung mit dem gleichen
Sauerstoff-Teildruck (4,51 Zoll oder 114,5 mm Quecksilber) erzeugen,
wird eine Kerze nicht brennen und wird sich Papier nicht entzünden. Sogar
ein Streichholz wird nach der Erschöpfung der sauerstofftragenden
Chemikalien, die sich an seiner Spitze finden, augenblicklich erlöschen. In
der Tat wird jegliches Feuer, das in diese normbarische hypoxische
Umgebung eingebracht wird, augenblicklich gelöscht. Sogar ein Propangasfeuerzeug
oder ein Gasbrenner wird sich in dieser Umgebung nicht entzünden.
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Diese überraschende
Beobachtung führt
zur naheliegenden Frage: "Warum
bewirken zwei Umgebungen, die identische Sauerstoff-Teildrücke (eine identische
Anzahl von Sauerstoffmolekülen
pro spezifischem Volumen) enthalten, die Vorgänge der Entzündung und
der Verbrennung so unterschiedlich?".
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Die
Antwort ist einfach: "Der
Unterschied in der Sauerstoffkonzentration in diesen beiden Umgebungen
verringert die Verfügbarkeit
von Sauerstoff, um die Verbrennung zu unterstützen. Dies liegt an Stickstoffmolekülen, die
die kinetischen Eigenschaften der Sauerstoffmoleküle beeinträch tigen". Mit anderen Worten
stellt die erhöhte
Dichte an Stickstoffmolekülen
eine "Pufferzone" bereit, die die
Verfügbarkeit
von Sauerstoff behindern.
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1 zeigt
eine schematische Ansicht der Dichte der Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle in einer hypobarischen
oder natürlichen
Umgebung in einer Höhe
von 9.000 Fuß/2,7
km (alle anderen atmosphärischen
Gase werden außer
Acht gelassen, um die folgenden Erklärungen zu vereinfachen). Dunkle Kreise
stellen Sauerstoffmoleküle
dar, und hohle Kreise stellen Stickstoffmoleküle dar.
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2 zeigt
die Dichte der Moleküle
in einer hypoxischen Umgebung mit dem gleichen Sauerstoff-Teildruck
(4,51 Zoll oder 114,5 mm Quecksilber), aber bei einem Standard-Atmosphäredruck
von 760 mm Quecksilber.
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Wie
ersichtlich ist, enthalten beide Umgebungen identische Mengen an
Sauerstoffmolekülen pro
spezifischem Volumen. Doch im zweiten Fall (in 2 gezeigt)
beträgt
die relative Menge an Stickstoffmolekülen in Bezug auf Sauerstoffmoleküle ungefähr 6 : 1
gegenüber
4 : 1.
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Wenn
die kinetischen Eigenschaften beider Gase verglichen werden, wird
entdeckt, dass Stickstoffmoleküle
sowohl langsamer als auch weniger durchlässig (um einen Faktor von 2,5)
als Sauerstoffmoleküle
sind. Dieser relative Anstieg in der Anzahl der trägen Stickstoffmoleküle behindert
das kinetische Verhalten der Sauerstoffmoleküle. Dies verringert ihre Fähigkeit,
eine Entzündung
und eine Verbrennung zu unterstützen.
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3 zeigt,
dass die Sauerstoff/Stickstoff-Zusammensetzung in der Umgebungsluft
auf Meereshöhe
einen größeren Sauerstoff-Teildruck (159,16
mm Quecksilber) als die Luft aufweist, die sich in 9.000 Fuß (114,5
mm) findet. Es sollte bemerkt werden, dass die Umgebungsluft in
jedem beliebi gen Abschnitt der Erdatmosphäre (von der Meereshöhe bis zum
Mount Everest) eine Sauerstoffkonzentration von 20,94% aufweist.
Doch die Umgebungsluft, die sich auf Meereshöhe findet, steht unter einem
wesentlich höheren
Druck. Daher nimmt die Anzahl der Gasmoleküle pro spezifischem Volumen zu,
während
der Abstand zwischen den Gasmolekülen verringert wird.
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Die "hypoxische Schwelle" und ihr physiologischer Hintergrund
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Während der
letzten Dekade wurde eine wesentliche Menge an Daten über die
physiologischen Auswirkungen von hypoxischen Umgebungen gesammelt.
Umfassende Laborversuche zusammen mit eingehenden klinischen Untersuchungen
haben die deutlichen Vorteile von normbarischer hypoxischer Luft
beim Fitnesstraining und bei der Verhütung von Krankheiten festgestellt.
Die Sauerstoffkonzentrationen in der normbarischen Atemluft (in
Höhen bis zu
2600 m) mit dem entsprechenden Sauerstoff-Teildruck weisen absolut
keine schädlichen
Nebenwirkungen auf den menschlichen Körper auf (Peacock 1998).
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Diese
Höhe wird
ohne nachteilige Gesundheitsauswirkungen von Millionen von Menschen
in der ganzen Welt bewohnt (Hochachka 1998).
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Die
Analyse von Daten, die aus zahlreichen Versuchen durch den Erfinder
erlangt wurden, hat zur Schlussfolgerung geführt, dass es unter normbarischen
Bedingungen möglich
ist, eine künstliche
Umgebung mit atembarer hypoxischer Luft zu erzeugen, die gleichzeitig
eine Entzündung
und eine Verbrennung unterdrücken
kann.
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Es
wurden zahlreiche Versuche durchgeführt, die sich auf die Entzündungsunterdrückung und
die Flammenauslöschung
in einer normbarischen Umgebung von hypoxischer atembarer Luft konzentrierten.
Es wurde herausgefunden, dass die Entzündung von gewöhnlichen
brennbaren Materialien unmöglich
war, sobald der Sauerstoffgehalt unter 16,8% fiel. Während Verbrennungsversuchen
wurden diffuse Flammen von verschiedenen geprüften Materialien vollkommen
gelöscht,
sobald der Sauerstoffgehalt unter 16,2% fiel.
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Diese
Entdeckung rechtfertigt die Schaffung eines neuen wissenschaftlichen
Begriffs, "hypoxische
Schwelle", der die
absoluten Entflammbarkeitsgrenzen jedes beliebigen Kraftstoffs in
einer künstlichen
Atmosphäre
mit einem Sauerstoffgehalt von 16,2% darstellt. Die Flammenauslöschung bei
der hypoxischen Schwelle führt
zur sofortigen Beseitigung der Verbrennung, einschließlich einer
beschleunigten Unterdrückung
des Glühens.
Dies führt zur
fortgesetzten Unterdrückung
von giftigen Dämpfen
und Aerosolen.
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Diese
Versuche beweisen eindeutig, dass eine atembare menschenfreundliche
Umgebung mit einem Sauerstoffgehalt unter 16,2% eine Entzündung und
eine Verbrennung vollständig
unterdrücken wird.
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Hinsichtlich
des Sauerstoff-Teildrucks entspricht die hypoxische Schwelle (16,2%
O2) einer Höhe von 2200 Metern. Dies ist
mit der Höhe
identisch, die verwendet wird, um Passagierflugzeuge während Routineflügen mit
Druck zu beaufschlagen. Sie hat sich als völlig sicher erwiesen, selbst
für Menschen
mit chronischen Krankheiten wie etwa Herz-Lungen-Insuffizienz (Peacock
1998).
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Eine
normbarische Umgebung bei der hypoxischen Schwelle stellt eine brandverhütende Atmosphäre bereit,
die für
Privathäuser
oder den Arbeitsplatz völlig
sicher ist. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die physiologischen
Auswirkungen einer milden normbarischen Hypoxie mit den Auswirkungen
identisch sind, die sich in der entsprechenden na türlichen
Höhe zeigen.
Millionen von Menschen urlauben ohne schädliche Nebenwirkungen in diesen Höhen.
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Das
schematische Diagramm, das in 8 bereitgestellt
ist, vergleicht die unterschiedlichen Reaktionen von zwei sauerstoffabhängigen Systemen (einer
Flamme und einem menschlichen Körper), wenn
diese einer hypoxischen Umgebung ausgesetzt sind.
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Die
Kurve Y stellt die Abnahme der Verbrennungsstärke (die der Höhe einer
stabilen Diffusionsflamme entspricht) in Bezug auf den abnehmenden Sauerstoffgehalt
in einer gesteuerten Umgebung dar. 100% entspricht der maximalen
Höhe einer
Flamme bei einem Sauerstoffgehalt der Umgebungsatmosphäre von 20,94%.
Wenn der Sauerstoffgehalt in der gesteuerten Atmosphäre unter
18% fällt,
kann eine deutliche Abnahme in der Flammenhöhe beobachtet werden. Bei der
hypoxischen Schwelle X (16,2% O2) sind die
Flamme und ihr zugehöriges
Glühen
vollständig
gelöscht.
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Hinsichtlich
der Verhütung
kann die hypoxische Schwelle auf 16,8% gesetzt werden. Dies ist
auf den Umstand zurückzuführen, dass
eine diffuse Flamme ergänzenden
Sauerstoff durch eine Kombination aus einer Konvektion und der Herstellung
freier Radikale aus dem zerfallenden Brennstoff erhält – Faktoren,
die bis nach der Entzündung
nicht vorhanden sind. Doch um einen maximalen Schutz sicherzustellen,
wird jede zukünftige
Ausführungsform
eine Umgebung mit einem Sauerstoffgehalt bei oder unter der "hypoxischen Schwelle" (16,2%) erfordern.
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Die
Kurve Z veranschaulicht die Veränderung
der Sauerstoffsättigung
des Hämoglobins
im Bezug auf den Teildruck des eingeatmeten Sauerstoffs. In der
Umgebungsluft (auf Meereshöhe)
beträgt
die durchschnittliche Hämoglobinsättigung
im lebenden Organismus 98%. Beim dynamischen Gleichgewicht binden
sich Moleküle
von Sauerstoff mit der gleichen Rate an Häme (den aktiven, sauerstofftragenden
Teil des Hämoglobins),
mit der Sauerstoffmoleküle
freigegeben werden. Wenn der PO2 (der Sauerstoffteildruck) erhöht wird, übersteigt
die Rate, mit der sich Sauerstoffmoleküle an Hämoglobin binden, die Rate,
mit der sie freigegeben werden. Wenn der PO2 abnimmt, werden Sauerstoffmoleküle von Hämoglobin
mit einer Rate freigegeben, die die Rate, mit der sie gebunden werden, übersteigt.
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Unter
normalen Wärmebedingungen
bleibt die Sättigung
des Hämoglobins über 90%,
sogar, wenn es einem alveolären
PO2 von 60 mm Hg (was einer Höhe
von 3300 Metern oder 14% O2 in normbarischer
hypoxischer Luft entspricht) ausgesetzt ist. Das bedeutet, dass
der Sauerstofftransport trotz einer deutlichen Abnahme des Sauerstoffgehalts
der alveolären
Luft bei einer annehmbaren Rate bleiben wird.
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Es
ist wichtig, zu bemerken, dass ein Teildruck des eingeatmeten Sauerstoffs
nur die Hämoglobinsättigung
in den Alveolen bestimmen kann. Der gesamte folgende Sauerstofftransport
und der Metabolismus hängen
nur vom Gleichgewicht zwischen dem zellulären Bedarf und der vaskulären Lieferkapazität des Körpers ab.
Unter Standardatmosphärebedingungen
weist der Teildruck der neutralen verdünnenden Gase keinen Einfluss
auf den Metabolismus und den Transport von Sauerstoff auf.
-
Im
Gegensatz dazu wird die Fähigkeit
der Sauerstoffmoleküle,
eine Verbrennung zu unterstützen,
wesentlich beeinflusst, wenn die relative Konzentration der neutralen
oder trägen
Gase (in diesem Fall Stickstoff) zunimmt.
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Die
grundlegend unterschiedlichen Eigenschaften dieser sauerstoffabhängigen Systeme
sind der entscheidende Faktor, der gestattet, dass eine hypoxische
Umgebung bei der hypoxischen Schwelle für das menschliche Leben völlig sicher
ist, aber keine Verbrennung unterstützt.
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Das
in 8 gezeigte Diagramm veranschaulicht deutlich,
dass die hypoxische Schwelle die Sättigung des Hämoglobins
im lebenden Organismus nicht wesentlich verändert. Im Gegensatz dazu löscht die
hypoxische Schwelle augenblicklich jegliche Flamme. Es sollte bemerkt
werden, dass die Kurve Z die Hämoglobinsättigungskurve
einer Einzelperson darstellt, die ohne vorherige Anpassung einer Hypoxie
ausgesetzt wird. In Fällen,
in denen eine hypoxische Umgebung proaktiv (zur Brandverhütung) verwendet
wird, passen sich Einzelpersonen rasch an den verringerten Sauerstoffpegel
an und werden sie normale Hämoglobinsättigungsgrade
aufweisen.
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Folglich
besteht absolut keine Gefahr für Personen,
die einen ausgedehnten Zeitraum in einer hypoxischen Umgebung verbringen.
Tatsächlich
beschreiben zahlreiche medizinische Veröffentlichungen die deutlichen
Gesundheitsvorteile, die mit einer Langzeiteinwirkung einer normbarischen
Hypoxie verbunden sind. Mehr Informationen über diese Studien lassen sich
auf der Webseite von Hypoxico Inc. (www.hypoxico.com) finden.
-
Zusätzlich zeigen
weitere Studien an, dass hohe Grade an Feuchtigkeit die Fähigkeit
einer hypoxischen Umgebung zur Unterdrückung einer Verbrennung verbessern.
Dies ist auf den Umstand zurückzuführen, dass
sich schnell bewegende Wassermoleküle eine sekundäre Pufferzone
schaffen, die Sauerstoffmoleküle
weniger dazu verfügbar
macht, eine Entzündung
oder eine Verbrennung zu unterstützen.
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4 zeigt
eine schematische Ansicht eines grundlegenden Konzepts eines brandgeschützten normbarischen
(oder geringfügig
hyperbarischen), von Menschen belegten Raums 11 zum Leben
oder Arbeiten.
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4 veranschaulicht
einen besonderen Fall eines Raums 11, der Gestelle mit
elektronischer Ausrüstung 13 (oder
ge lagerten brennbaren Materialien) aufweist, die sich in einer normbarischen
Umgebung mit einer Sauerstoffkonzentration bei oder unter der hypoxischen
Schwelle befinden. Diese Umgebung stellt durch
- • Verhindern,
dass sich brennbare Materialien entzünden,
- • augenblickliches
Unterdrücken
von elektrischen oder chemischen Feuern,
absolute Feuersicherheit
bereit.
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Hypoxische
Umgebungen mit einem Sauerstoffgehalt von 17% bis 18% können ebenfalls
einen begrenzten Schutz gegen eine Entzündung und eine Verbrennung
bereitstellen. Für öffentliche
Bereiche (z.B. Museen, Archive, usw.) ist es jedoch ratsam, eine
Sauerstoffkonzentration bei einem Pegel von 15% bis 16,8% zu halten.
Für von
Menschen belegte öffentliche
Einrichtungen, die einen höheren
Brandschutz benötigen,
ist ein Sauerstoffgehalt von 14% bis 15% empfohlen. Einrichtungen,
die nur kurze periodische menschliche Besuche benötigen, können Umgebungen
mit einem Sauerstoffgehalt einsetzen, der von 12% bis 14% reicht.
Dies entspricht einer Höhe
von 3 km bis 4,5 km (10.000 bis 14.500 Fuß).
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Die
hypoxische Luft im Inneren des Computerraums 11 wird durch
eine geteilte Klimatisierungseinheit (14) bei ungefähr 67°F (18°C) gehalten
und ist durch einen Schlauch 16 an einen äußeren Wärmeaustauscher
(15) angeschlossen. Warme Luft betritt die Einheit 14 durch
eine Ansaugöffnung 17,
wird gekühlt,
und verlässt
die Einheit dann durch einen Auslass 18. Heißes Kältemittel
und Wasserkondensation (von der Luft) werden durch einen Verbindungsschlauch 16 in
eine äußere Einheit 15 übertragen.
An diesem Punkt wird das Kältemittelgas
gekühlt
und die Kondensation entweder verdampft oder beseitigt. Das Arbeitsprinzip
einer geteilten Klimatisierungseinheit ist wohlbekannt und soll
in diesem Patent nicht beschrieben werden. Eine geeignete Vorrichtung – PAC/GSR – wird von
der italienischen Firma DeLonghi hergestellt. Größere geteilte Klimatisierungseinheiten
sind ebenfalls leicht erhältlich.
Für Einrichtungen,
die keine Computerausrüstung
enthalten, wird keine Klimatisierung benötigt.
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Ein
hypoxischer Generator 20 ist außerhalb eines Raums 11 eingerichtet.
Der Generator 20 nimmt Umgebungsluft durch eine Ansaugöffnung 21 auf
und entzieht Sauerstoff. Sauerstoffangereicherte Luft wird dann
durch einen Auslass 22 abgegeben. Das verbleibende hypoxische
Gasgemisch wird durch den Zufuhrauslass 23 ins Innere des
Raums 11 übertragen. Überschüssige hypoxische
Luft verlässt den
Raum 11 durch eine Tür 12,
um den atmosphärischen
Druck im Inneren des Raums 11 mit der Außenumgebung
auszugleichen.
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Die
Tür 12 für den Zugang
durch Personal ist nicht luftdicht, was überschüssiger Luft gestattet, den Raum
zu verlassen. Für
einen Raum von 20 Kubikmetern ist ein Zwischenraum von ungefähr 5 mm
für einen
sofortigen Druckausgleich ausreichend. Für manche Anwendungen ist es
vorteilhaft, eine leicht hyperbarische Umgebung zu schaffen. Dies
kann leicht bewerkstelligt werden, indem der Raum 11 luftdicht
gemacht wird und Zwischenräume
um die Tür 12 beseitigt
werden. Andere Möglichkeiten
sind in früheren
US-Patentschriften mit den Nummern 5,799,652 und 5,887,439 beschrieben.
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Die
Anzahl der hypoxischen Generatoren, die für einen Raum 11 benötigt wird,
hängt von
einer Kombination seiner Größe und der
Anzahl der Personen, die ihn belegen, ab. Der Generator, der für einen Raum
von 20 m3 am besten geeignet ist, wäre der HYP-100/F.
Er ist gegenwärtig
von Hypoxico Inc., New York, erhältlich.
Der HYP-100/F setzt eine PSA(Druckschwingadsorptions)-Technologie
ein, die Sauerstoff aus der Umgebungsluft entzieht. Diese wartungsfreie
Einheit wiegt nur 55 Pfund (25 kg) und benötigt nur 450 W. Ein Stick stoffgenerator
mit der gleichen Fähigkeit
würde drei
Mal so schwer sein und zwei bis drei Mal mehr Leistung verbrauchen.
Ein zusätzlicher
Vorteil des hypoxischen Generators ist seine Fähigkeit, die Feuchtigkeit der
hypoxischen Luft zu erhöhen.
Um Unfälle
zu vermeiden, kann die Einstellung der Sauerstoffkonzentration nicht
durch den Benutzer verändert
werden.
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5 veranschaulicht
das Arbeitsprinzip des hypoxischen Generators 20. Der Kompressor 24 nimmt
Umgebungsluft durch ein Ansaugfilter 21 auf und setzt sie
unter einen Druck von 18 psi. Die Druckluft wird dann in einem Kühler 25 gekühlt und
durch eine Leitung 26 in ein Verteilerventil 27 übertragen. Dieses
ist über
eine Sammelleitung 28 an mehrere Trennbehälter oder
Molekularsiebbetten 29 angeschlossen. Abhängig von
Gestaltungserfordernissen können
diese in einer linearen oder in einer kreisförmigen Weise eingerichtet sein.
Die Anzahl der Molekularsiebbetten kann von einem bis zu zwölf schwanken.
Der HYP-100/F ist mit zwölf
Molekularsiebbetten in einer kreisförmigen Anordnung gestaltet,
die in drei Zyklen, vier Betten zu einer Zeit, mit Druck beaufschlagt
werden. Dies wird durch ein Drehverteilerventil 27 bewerkstelligt.
In diesem besonderen Fall treibt ein kleiner elektrischer Betätigungsmotor 30 ein Drehventil 27 an.
Sowohl die Gestaltung als auch das Arbeitsprinzip von Drehverteilerventilen,
Motoren und Betätigungselementen
ist wohlbekannt und wird nicht näher
beschrieben werden. Alle diese Teile sind von Ventilgroßhändlern weit
verbreitet erhältlich.
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Jedes
Molekularsiebbett 29 (oder jede Gruppe von Betten im Fall
des HYP-100/F) wird über
ein Ventil 27, das Druckluft ausgewählt in jedes Bett umleitet,
in Zyklen mit Druck beaufschlagt. Diese Betten 29 sind
mit einem Molekularsiebmaterial (vorzugsweise Zeolithe) gefüllt, das
Sauerstoff gestattet, hindurchzuverlaufen, während die meisten anderen Gase
einschließlich
Wasserdämpfen
(dies ist für
das Endpro dukt wichtig) adsorbiert werden. Der Sauerstoff (oder
die sauerstoffangereicherte Fraktion), der (die) durch die Zeolithe
verläuft,
wird im Sammler 31 gesammelt und durch ein Freigabeventil 32 freigegeben.
Er (sie) wird dann durch einen Auslass in die Atmosphäre abgegeben.
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Wenn
die Zeolithe in einem der Betten 29 mit sauerstoffverarmter
Luft gesättigt
werden, wird die Zufuhr der Druckluft durch ein Ventil 27 blockiert.
Dieses Bett wird dann vom Druck befreit, wodurch der sauerstoffverarmten
Luft gestattet wird, von den Zeolithen im Bett 29 zu entweichen.
Sie wird dann durch eine Sammelleitung 28 in eine Zufuhrleitung 29 für hypoxische
Luft übertragen.
Dieses Einweg-Freigabeventil 32 hält die sauerstoffangereicherte
Fraktion im Sammler 31 unter einem minimalen Druck (ungefähr 5 psi).
Dies stellt sicher, dass während
der Druckverminderung des Betts 29 ausreichend Sauerstoff
wiedereintreten kann. Dies reinigt die Zeolithe, die mit Stickstoff
und Wasser verschmutzt sind, wodurch ihre Absorptionsfähigkeit
gesteigert wird.
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Ein
motorisiertes Drehbetätigungselement 30 kann
durch ein lineares Betätigungselement
mit einem mechanischen Luftverteilerventil 27 ersetzt werden.
Das motorisierte Betätigungselement 30 kann
auch durch einen Satz von magnetisch oder elektrisch betriebenen
Luftventilen 27 ersetzt werden. Doch wird dies die Hinzufügung einer
Schaltkreisplatte erfordern, was den Generator 20 teurer und
weniger verläßlich macht.
Magnetventile, mechanische Ventile, elektrische Ventile und lineare
Betätigungselemente
sind weit verbreitet erhältlich
und werden nicht näher
beschrieben werden.
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6 zeigt
einen hypoxischen Generator 40, der von Hypoxico Inc. erhältlich ist.
Dieses Modell ist an Druckluft tätig,
die durch einen Kompressor 24 bereitgestellt wird, und
benötigt
keine zusätzlichen Elektromotoren,
Schalter oder Schaltkreisplatten. In diesem Fall besteht das Vertei lerventil 47 aus
einem oder mehr luftgesteuerten Ventilen, die an einer Sammelleitung 48 angebracht
sind. Die luftgesteuerten Ventile werden durch Druckluft angetrieben
und benötigten
keine zusätzliche
Unterstützung.
Die Druckluft wird durch ein langlebiges HEPA-Filter 49 gereinigt,
das von Hypoxico Inc. erhältlich
ist. Geeignete luftgesteuerte Ventile sind von Humphrey Products, Kalamazoo,
MI, USA, erhältlich.
Im Verteilerventil 47 können
zahlreiche Kombinationen eingesetzt werden, um Druckluft in einer
zyklischen Weise zu verteilen. Ein geeignetes Ventil kann aus der
Gruppe gewählt
werden, die elektrische, mechanische, luftgesteuerte oder magnetische
Ventile umfasst. Sowohl lineare als auch drehende Gestaltungen sind
mit Betätigungselementen
verfügbar,
die durch Druck, mechanische Federn, Motoren oder Zeitgeber gesteuert werden.
Es ist nicht möglich,
in diesem Patent alle möglichen
Luftverteilerlösungen
zu behandeln. Die Anzahl der Molekularsiebbetten in diesem Modell kann
von 1 bis 12 (oder mehr) schwanken.
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Der
HYP-100/F stellt hypoxische Luft mit 15% Sauerstoff bei einer Rate
von 100 Liter pro Minute bereit (unterschiedliche Einstellungen
von 10% bis 18% sind verfügbar
und müssen
in der Fabrik voreingestellt werden). Der HYP-100/F ist manipulationssicher, da eine
unbefugte Person die Sauerstoffeinstellung nicht verändern kann.
Generatoren mit größerer Größe bis zu
1200 l/min sind ebenfalls von Hypoxico Inc. erhältlich.
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Der
hypoxische Generator 200 liefert hypoxische Luft mit ungefähr 15% höherer Feuchtigkeit
als jener der umgebenden Umgebungsluft. In milden Klimaten stellt
dieser erhöhte
Grad an Feuchtigkeit zusammen mit der passenden Temperatur eine
perfekte Umgebung für
Computer bereit. In trockeneren Klimaten, oder wenn anstelle des
hypoxischen Generators 20 ein Stickstoffgenerator verwendet
wird, ist es ratsam, einen Befeuchter 19 (in anderen Fällen optional)
einzurichten, um den Raum bei einer relativen Feuchtigkeit von unge fähr 40% zu
halten. Jeder beliebige Befeuchter, der für die allgemeine Verwendung
zugelassen ist, ist annehmbar.
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Mehrere
Generatoren 20 können
in einem besonderen Generatorraum mit seinem eigenen Klimatisierungssystem
und einer Frischluftzufuhr von mehr als 500 Kubikfuß/h (14
m3/Stunde) pro HYP-100/F angeordnet werden.
Dies ist für
größere Einrichtungen
mit mehreren Räumen 11 geeignet.
In diesem Fall sollten größere Klimatisierungseinheiten eingerichtet
werden, die im Kreislaufmodus arbeiten. Die hypoxischen Generatoren
werden eine ausreichende Belüftung
und Frischluftzufuhr bereitstellen. Jeder hypoxische Generator ist
mit einem HEPA(Hochleistungs-Schwebeteilchenabscheidungs)-Filter
ausgerüstet,
das beinahe sterile Luft bereitstellt. Zusätzlich ist diese "saubere Umgebung" auch für die Brandverhütung vorteilhaft,
das sie Staubansammlungen auf Computerausüstungen wesentlich verringert.
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Der
Raum 111 kann auch einen Computerschrank 13 darstellen,
In diesem Fall wird hypoxische Luft, die durch einen Kleingenerator 20 geliefert
wird, durch ein kleines Wärmeaustauschermodul 14 gekühlt (beide
werden von Hypoxico Inc. erhältlich sein).
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Anstelle
eines hypoxischen Generators kann jede beliebige Sauerstoffentzugsvorrichtung
wie etwa ein Stickstoffgenerator oder eine Sauerstoffanreicherungsvorrichtung
verwendet werden. Dies wird jedoch bedeutende Nachteile schaffen.
PSA(Druckschwingadsorptions)- und Membrantrennungs-Stickstoffgeneratoren
benötigen
viel höhere
Drücke.
Das Ergebnis ist eine weniger leistungswirksame Einheit, die schwerer,
lauter und teurer zu unterhalten ist. Überdies sind Stickstoffgeneratoren
nicht leistungsfähig
und erzeugen sie ein äußerst trockenes
Produkt, das eine umfassende Befeuchtung benötigten würde. Andere Sauerstoffentzugstechnologien,
wie etwa die Temperaturschwing- oder die Stromschwingabsorption,
können
ebenfalls in der Sauerstoffentzugsvorrichtung 20 eingesetzt
werden. Die meisten dieser Technologien stützen sich auf die Verwendung einer
Luftpumpe und eines Lufttrennmoduls. Die Gestaltung und das Arbeitsprinzip
derartiger Lufttrennmodule (die sowohl Molekularsiebadsorptions- als auch Membrantrennungstechnologien
einsetzen) sind wohlbekannt und weit verbreitet erhältlich.
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7 zeigt
eine schematische Ansicht eines Stickstoffgenerators oder einer
Sauerstoffanreicherungsvorrichtung, der/die ein Sauerstoffanreicherungsmembranmodul 50 einsetzt.
Entzogener Sauerstoff wird durch einen Auslass 53 abgegeben.
Trockene Druckluft wird über
einen Einlaß 51 in
ein Hohlfaser-Membranmodul 50 geliefert. Sich schnell bewegende
Sauerstoffmoleküle
unter Druck diffundieren durch die Wände der Hohlfasern und treten
durch den Auslass 53 aus. Trockener Stickstoff oder ein stickstoffangereichertes
Gasgemisch verläuft
durch die Hohlfasern und wird durch einen Auslass 52 in den
Raum 11 übertragen.
Das Einsetzen dieser Technologie im hypoxischen FirePASS-System
würde eine
zusätzliche
Befeuchtung der Umgebung des Raums 11 benötigen.
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Sowohl
Stickstoffgeneratoren als auch Sauerstoffanreicherungsvorrichtungen
benötigten eine
hochentwickelte computerisierte Überwachungsausrüstung, um
die Sauerstoffpegel zu steuern und zu überwachen. Dies macht sie für Einrichtungen,
die von Menschen belegt sind, unsicher.
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Das
Prinzip einer normbarischen hypoxischen Umgebung zur Brandverhütung und
-bekämpfung
könnte
auf jeden beliebigen Raum angewendet werden. Einschließungen von
jeder beliebigen Form und Größe einschließlich von
Gebäuden,
Seefahrzeugen, Frachtcontainern, Verkehrsflugzeugen, Raumfahrzeugen/Raumstationen,
Computerräumen, Privathäusern und
den meisten anderen industriellen und nichtindustriellen Einrichtungen
werden aus einer brandverhütenden
hypoxischen Umgebung Nutzen ziehen.
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In
einer großen
Computereinrichtung wird jedes Gestell mit Computerausrüstung 13 in
seinem eigenen hypoxischen Raum 11 eingeschlossen sein. Diese
energiesparende Strategie wird zwischen den Gestellen 13 eine
normoxische Umgebung bereitstellen. Zusätzlich wird sie ein gegenwärtiges Brandbekämpfungssystem
der Einrichtung nicht beeinträchtigen. Überdies
kann die Einrichtung ein viel billigeres Sprinklersystem verwenden,
da Wasser nicht fähig sein
wird, Computerausrüstung
zu beschädigen,
die in den wasserdichten Platteneinschließungen des hypoxischen Raums
eingeschlossen ist. Hypoxico Inc., New York, stellt geeignete modulare
Platteneinschließungen
jeder beliebigen Größe her.
In diesem Fall wird die Klimatisierung für jede Einschließung optional,
da die Einrichtung bereits ausreichend gekühlt sein kann.
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8 veranschaulicht
einen Vergleich der Flammenlöschkurve
Y und der Hämoglobinsättigungskurve
Z in einer gesteuerten Atmosphäre
während
der allmählichen
Verringerung des Sauerstoffs (dies wurde früher erklärt).
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9 zeigt
eine schematische Ansicht eines Privathauses mit einer Doppelmodus-Abwandlung des
FirePASS-Systems. Das System kann in den Verhütungsmodus oder in den Bekämpfungsmodus gestellt
werden.
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Ein
Haus 91, in dem das Home FirePASS-System eingerichtet ist,
wird einen hypoxischen Generator 91 mit einer Außenluftansaugöffnung 93 und
einer Verteilerrohrleitung 94 umfassen. In jedem Raum werden
Ablassdüsen 95 angeordnet sein.
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Diese
Art von hypoxischem Generator 92 beinhaltet einen zusätzlichen
Kompressor (nicht gezeigt), der gestattet, dass hypoxische Luft über ein Rohr 96 gespeichert
und in einem Hochdruck-Lagerbehälter 97 gelagert
wird.
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Hypoxische
Luft, die im Brandverhütungsmodus
verwendet wird, sollte einen Sauerstoffgehalt von ungefähr 16% aufweisen.
Im Bekämpfungsmodus
sollte der Sauerstoffgehalt in der Innenatmosphäre (nach dem Einsatz des FirePASS)
zwischen 12% und 14% liegen.
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Rauch-
und Feuermelder 98, die im Haus eingerichtet sind, werden
das Home FirePASS im Bekämpfungsmodus
in Betrieb setzen (im Verhütungsmodus
ist eine Brandentzündung
unmöglich).
Die gesamte Melde- und Steuerausrüstung ist auf dem Markt erhältlich und
wird nicht näher
beschrieben werden.
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Der
Lagerbehälter 97 kann
hypoxische Luft unter einem Druck von ungefähr 100 Bar (oder höher) enthalten,
wenn ein kleinerer Tank gewünscht ist.
Der Behälter 97 sollte
außerhalb
des Hauses 91, vorzugsweise in einem schützenden
Gehäuse,
eingerichtet sein. Hochdruckgaslagerbehälter und Kompressoren sind
leicht auf dem Markt erhältlich.
Der hypoxische Generator 92 für das Home FirePASS ist von
Hypoxico Inc. erhältlich.
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Das
Arbeitsprinzip des Systems kann wie folgt beschrieben werden. Der
hypoxische Generator 92 zieht frische Außenluft
durch die Ansaugöffnung 93 und
führt hypoxische
Luft durch einen eingebauten Kompressor in einen Hochdruckbehälter 97.
Der empfohlene Lagerdruck im Tank beträgt ungefähr 100 Bar.
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Das
System verfügt über zwei
Betriebsmodi, den Verhütungsmodus
und den Bekämpfungsmodus.
Wenn das Haus unbewohnt gelassen ist (während der Arbeitsstunden oder
während
Urlauben) wird durch Drücken
eines Knopfs am Hauptbedienungsfeld (nicht gezeigt) ein Brandverhütungsmodus in
Betrieb gesetzt. Dies setzt das System in Betrieb, indem der hypoxische
Generator gestartet wird und die langsame Freigabe von hypoxischer
Luft vom Behälter 97 in
die Verteilerrohrleitung 94 gestattet wird. Düsen 95 befinden
sich in jedem Raum des Hauses. Als Folge kann in ungefähr 15 Minuten
eine brandverhütende
Umgebung (mit einem Sauerstoffgehalt von 16%) hergestellt werden.
Zusätzlich
kann eine hypoxische Umgebung mit einer Sauerstoffkonzentration
unter 10% geschaffen werden. Dies ist eine sehr wirksame Abschreckung
gegen Eindringlinge, da es eine sehr unangenehme Umgebung für den Aufenthalt
ist. Wenn die Menschen nach Hause zurückkehren, können sie durch Öffnen der
Fenster oder Verwenden eines Belüftungssystems
(nicht gezeigt) rasch eine normoxische Atmosphäre herstellen. Wenn die brandverhütende Umgebung
erzeugt ist, wird der Generator 92 den Behälter 97 wieder
mit hypoxischer Luft nachfüllen.
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Falls
gewünscht,
kann dauerhaft eine hypoxische brandverhütende Atmosphäre hergestellt
werden, was den Behälter 97 obsolet
macht. Im Verhütungsmodus
wird der Generator 92 des Home FirePASS ständig eine
menschenfreundliche normbarische hypoxische Umgebung mit einem Sauerstoffgehalt
von 16% bereitstellen. Dies entspricht einer Höhe von 2200 m über Meereshöhe. Diese
atembare brandverhütende
Atmosphäre
stellt eine Anzahl von Gesundheitsvorteilen (auf www.hypoxico.com
beschrieben) bereit und schließt
die Möglichkeit
einer Verbrennung aus (selbst das Rauchen im Haus 91 wird
nicht möglich
sein). Zu Kochzwecken müssen elektrische
Geräte
verwendet werden. Haushalts-Heizgeräte, die mit Gas oder flüssigem Brennstoff
laufen, können
durch Einrichten einer Luftversorgungsleitung, die gestattet, dass
für die
Verbrennung Außenluft
angezogen wird, betriebsfähig
gemacht werden.
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Der
Brandbekämpfungsmodus
des Systems ist direkt an Rauch- oder
Wärmemelder 98 gebunden,
die in jedem Raum des Hauses eingerichtet sind. Ein Signal von einem
Rauchmelder 98 wird zum Hauptbedienungsfeld übertragen,
das ein automatisches Freigabeventil (nicht gezeigt) öffnet. Dies
führt zur
schnellen Einbringung des hypoxischen Gasgemischs vom Behälter 97.
Freigabedüsen 95 können mit
kleinen luftbetriebenen Sirenen ausgerüstet sein, die bei der Freigabe
der hypoxischen Luft aktiviert werden. Es wird empfohlen, dass das
hypoxische Gas gleichzeitig in alle Räume freigegeben wird. Doch
zur Verringerung der Größe des Behälters 97 kann
die Freigabe der hypoxischen Luft auf den Raum beschränkt sein,
in dem der Rauch festgestellt worden war. In Anbetracht der Reaktionszeit
des FirePASS von weniger als einer Sekunde sollte dies mehr als
ausreichend sein, um einen lokal begrenzten Brand zu bekämpfen. Ein
konzentrierteres hypoxisches Brandbekämpfungsmittel mit einem Sauerstoffgehalt
von 0,1% bis 10% kann ebenfalls verwendet werden, um die Größe des Lagerbehälters 97 zu verringern.
Die genaue Größe und die
Menge des Brandbekämpfungsmittels
sollte so berechnet werden, dass das Mittel dann, wenn es freigegeben
ist, eine atembare brandbekämpfende
Atmosphäre
erzeugt, die eine Sauerstoffkonzentration von 10% bis 16% aufweist.
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Um
die Kosten zu verringern, kann das Home FirePASS im Bekämpfungsmodus
ohne die Einrichtung des Generators 92 tätig sein.
In diesem Fall wird das System aus einem Hochdrucktank 97, einer
Gaszufuhrrohrleitung 94 und einem Melde- und Steuersystem 98 bestehen.
Eine lokale Wartungsgesellschaft kann die notwendige Wartung und
das Nachfüllen
des Lagertanks 97 bereitstellen.
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10 ist
eine schematische Ansicht eines Gebäudes 101 mit mehreren
Ebenen, wobei das Building FirePaSS im Brandbekämpfungsmodus eingerichtet ist.
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Ein
größerer FirePASS-Block
(erhältlich
von Hypoxico Inc.), der auf dem Dach des Gebäudes 101 eingerichtet
ist, weist einen hypoxischen Generator 102 auf, der durch
den Entzug von Sauerstoff aus der Umgebungsluft hypoxische Luft
(oder ein Feuerlöschmittel)
bereitstellt. Der Generator 102 steht mit einem Kompressor 103 in
Verbindung, der hypoxische Luft mit einem hohen Druck zum Lagerbehälter 104 liefert.
Sobald sie sich dort befindet, wird sie unter einem konstanten Druck
von ungefähr
200 Bar (oder höher)
gehalten.
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Wie
in 10 gezeigt kann eine senkrechte Brandmittelzufuhrleitung 105,
die in jedem Stockwert Ablassdüsen 106 aufweist,
entweder außen
oder in einem Liftschacht durch das gesamte Gebäude hindurch eingerichtet sein.
Die Ablassdüsen 106 sind mit
Schalldämpfern
eingerichtet, um das Geräusch, das
durch die Freigebe des Hochdruck-Brandmittels erzeugt wird, zu verringern.
-
Wenn
ein Brand festgestellt wird, setzt ein Signal von einem zentralen
Bedienungsfeld das Öffnen eines
Freigabeventils 107 in Betrieb, welches gespeicherte hypoxische
Luft (ein Brandmittel) in das Verteilerrohr 105 drängt. In
Anbetracht der schnellen Reaktionszeit des FirePASS sollte die Erzeugung
einer atembaren brandbekämpfenden
Umgebung im betroffenen Stockwert ausreichend sein. Doch als zusätzliche
Vorkehrung sollte das hypoxische Mittel auch in die benachbarten
Stockwerke freigegeben werden. Das Building FirePASS wird eine ausreichende
Menge des hypoxischen Brandbekämpfungsmittels
(mit einem Sauerstoffgehalt unter 10%) in die gewünschten
Stockwerke freigeben und eine atembare brandbekämpfende Atmosphäre mit einem Sauerstoffgehalt
von ungefähr
12% bis 15% erzeugen.
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Der Überdruck
der hypoxischen Atmosphäre wird
ihr Eindringen in alle Apartments garantieren und wird eine Brandquelle
in irgendeinem Raum augenblicklich unterdrücken. Zusätzlich wird ein Brand durch
die Herstellung einer hypoxischen Umgebung in den benachbarten Stockwerken
nicht fähig
sein, sich auf den oberen Abschnitt des Gebäudes auszubreiten. Ein Schlüsselvorteil
dieses Systems ist, dass es in die Feuermelde/Feuerlöschausrüstung, die
gegenwärtig
vorhanden ist (wie sie durch ein Sprinklersystem, ein Gasbekämpfungssystem
usw. eingesetzt wird) aufgenommen werden kann.
-
Wie
in 10 unten gezeigt können getrennte Stockwerke ein
eigenes Feuermeldesystem aufweisen, das an ein eigenes Floor FirePASS
angeschlossen ist. Hochdruckbehälter 108 für hypoxisches
Gas können
das hypoxische Mittel über
eine Verteilerrohrleitung 109 mit Ablassdüsen in jedem Raum
freigeben. Um den Lagerdruck und die Größe des Behälters zu verringern, kann im
gespeicherten Gas eine sehr niedrige Sauerstoffkonzentration verwendet
werden, sofern in jedem Raum eine sichere atembare Atmosphäre mit einem
Sauerstoffgehalt von 12% bis 15% hergestellt werden wird. Freistehende
Feuerlöscheinheiten
mit einem hypoxischen Brandmittel können in ausgewählten Räumen im
Gebäude
verwendet werden. Derartige Einheiten sind später in Verbindung mit 12 beschrieben.
-
11 zeigt
eine schematische Ansicht eines industriellen Gebäudes 110.
Das Erdgeschoß weist
keine Trennwände
auf und kann, z.B. für
das Ausladen, zur Außenatmosphäre hin offen
sein. In diesem Fall sollte das FirePASS Trennabschnitte oder Vorhänge 115 umfassen,
die im Fall eines Brands fallen gelassen werden können oder
dauerhaft eingerichtet sind (z.B. in Form von weichen durchsichtigen
Klappen).
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Der
Block 111 aus dem hypoxischen Generator und dem Kompressor
und der Gaslagerbehälter 112 sind
auf dem Dach oder außerhalb
des Gebäudes 110 eingerichtet.
Das Building FirePASS liefert hypoxische Luft durch eine Verteilerrohrleitung 113 und
Ablassdüsen 114.
Im Fall eines lokal begrenzten Brands (in einem Raum oder in einem
oberen Stockwerk) wird das FirePASS augenblicklich hypoxische Luft
in einem Ausmaß abgeben,
das ausreichend ist, um die hypoxische Schwelle von 16,8% herzustellen, aber
bequem genug für
die menschliche Atmung ist (empfohlen sind 14 bis 15%, oder für manche
Anwendungen 10 bis 14%).
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Wenn
Rauch und/oder Feuer im Erdgeschoß festgestellt wird, werden
Vorhänge 115 (die
in Vorhanghaltern 116 untergebracht sind) freigegeben, wodurch
das Geschoß in
lokal begrenzte Bereiche getrennt wird. Dies wird die Belüftung und
die Bewegung der Luft blockieren. Wenn ein Brand festgestellt wird,
sollte das Belüftungssystem
des Gebäudes
sofort abschaltet werden. Dann wird augenblicklich hypoxische Luft
in den betroffenen Bereich (und den benachbarten Bereich) freigegeben,
wodurch verursacht wird, dass der Brand rasch gelöscht wird.
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Die
Vorhänge 15 sollten
aus einem feuerbeständigen
synthetischen Material hergestellt sein, das weich und durchsichtig
ist. Senkrechte Klappen der Vorhänge 115 werden
den raschen Abgang von Personen, die im betroffenen Bereich gefangen
sind, gestatten.
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Das
FirePASS-System kann in einem bestimmten Stockwerk oder über das
gesamte Gebäude
hinweg eine hypoxische Umgebung unter der hypoxischen Schwelle herstellen.
Nötigenfalls
kann diese völlig
atembare, brandbekämpfende
Atmosphäre auf
unbegrenzte Zeit aufrechterhalten werden, was eine Lebensader für Personen,
die im Inneren gefangen sind, bereitstellt. Diese Ausführungsform
ist zur Bereitstellung von brandverhütenden und brandbekämpfenden
Umgebungen für
zahlreiche Anwendungen geeignet.
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Zum
Beispiel könnten
Kernenergieanlagen in einem brandverhütenden Zustand gehalten werden.
Wenn es zu einem Unfall kommt, sollte der Sauerstoffgehalt auf ungefähr 10% verringert
werden. Diese äußerst hypoxische
Umgebung ist immer noch für
ein Minimum von 20 Minuten sicher, was gefangenen Personen Zeit
gibt, um zu entkommen, und ihre Körper vor Strahlung schützt, die
weniger Schaden anrichtet, wenn die Oxyhämoglobinsättigung auf unter 80% fällt. Wenn
niedrigere Sauerstoffkonzentrationen verwendet werden, kann das Hinzufügen von Kohlendioxid
zum Brandbekämpfungsmittel
die Atmung weiter anregen.
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Sowohl
das Home FirePASS als auch das Building FirePASS kann in einem streng
verhütenden Modus
eingerichtet werden. In diesem Fall werden die Lagerbehälter 97, 104 und 112 optional,
da der Generator fortwährend
hypoxische Luft in die Verteilerrohrleitung pumpen wird. Dies erzeugt
eine dauerhaft brandschützende
Umgebung.
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Eine
andere kostenwirksame Lösung
wäre die
Versorgung jedes Raums mit seiner eigenen automatischen Brandbekämpfungsvorrichtung. 12 zeigt
eine freistehende Feuerlöscheinheit 121,
die in ihrem Inneren einen Gaslagerbehälter 122 aufweist. Ein
Freigabeventil 123 (vorzugsweise vom Berstscheibentyp)
kann durch einen elektroexplosiven Auslöser 124 geöffnet werden,
welcher durch eine Wärme/Rauchmeldevorrichtung
am Steuerblock 125 betätigt
wird. Wenn Rauch oder Feuer festgestellt wird, betätigt ein
Signal vom Steuerblock 125 den Auslöser 124. Dies verursacht,
dass sich das Ventil 123 öffnet und die hypoxische Feuerlöschzusammensetzung
durch Ablassdüsen 126 in
jeden Raum freigibt. Eine Batterie mit verlängerter Lebensdauer mit einem
optionalen Wechselstromleistungsanschluss kann den Steuerblock 125 speisen.
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Der
Lagerbehälter 122 enthält die passende Menge
des hypoxischen Brandbekämpfungsmittels unter
hohem Druck. Der Sauerstoffgehalt in der Brandbekämpfungszusammensetzung
liegt ungefähr
unter 10%, so dass diese dann, wenn sie freigegeben wird, eine atembare
brandbekämpfende
Atmosphäre
bei oder geringfügig
unter der hypoxischen Schwelle bereitstellen wird. Die Menge des
hypoxischen Brandbekämpfungsmittels
im Behälter 122 kann
durch Verändern
des Gaslagerdrucks leicht für
jeden Raum reguliert werden.
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Dem
brandbekämpfenden
Mittel kann Kohlendioxid in notwendigen Mengen beigegeben werden,
wodurch der entsprechende Teil an Stickstoff ersetzt wird. Dies
wird den Atmungsvorgang anregen, wenn die hypoxische Atmosphäre einen
Sauerstoffgehalt unter 14% aufweist. Die Menge des Kohlendioxids,
die dem Brandmittel beigegeben werden kann, sollte so berechnet
werden, dass sein Gehalt in der erzeugten brandbekämpfenden
Atmosphäre
ungefähr
4% bis 5% erreichen wird.
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Der
Behälter 122 ist
von einem Schutz-Füllmaterial 127 umgeben,
das ihn gegen Schläge
polstert und ihm einen Wärmeschutz
bereitstellt. Die Ablassdüsen 126 sind
mit Schalldämpfern
oder Geräuschfallen
ausgerüstet,
um das Geräusch
vom abgelassenen Gas zu verringern.
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Die
Einheiten 121 können
zeitweilig eingerichtet werden und sind eine hervorragende Alternative
zu teuren Brandbekämpfungssystemen,
die eine dauerhafte Einrichtung benötigen.
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13 zeigt
die einzigartigen Fähigkeiten
eines mobilen FirePASS-Systems für
industrielle Anwendungen. Zum Beispiel kann ein beschädigter Tank
oder Behälter 130,
der eine Luke 131 aufweist, in einer hypoxischen Umgebung
geschweißt
werden. Dies ist unter Verwendung gegenwärtiger Bekämpfungssysteme nicht durchführbar, da
ein leerer Behälter
immer noch explosive Dämpfe
enthalten kann.
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Eine
Mobile FirePASS-Einheit 132, die ungefähr zwei Kubikmeter hypoxische
Luft pro Minute erzeugt, würde
den Sauerstoffgehalt des Tanks 130 rasch auf 14% verringern.
Diese hypoxische Feuerlöschzusammensetzung
wird schwerer als die explosiven Dämpfe in der Umgebungsluft sein.
Folglich wird sie als eine Decke wirken, die die Oberfläche der brennbaren
Flüssigkeit
bedeckt. Daher wird im Tank 130 eine vollkommen sichere
Arbeitsumgebung geschaffen werden. Niedrigere Sauerstoffkonzentrationen
können
verwendet werden, wenn der Schweißer über eine zweckbestimmte Atemversorgung
verfügt. In
diesem Fall wird der Schweißer
Luft mit einem Sauerstoffgehalt von ungefähr 16,5% ausatmen. Dieser Pegel
liegt nahe an der hypoxischen Schwelle und wird die umgebende Umgebung
nicht nachteilig beeinflussen.
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In
dieser Ausführungsform
können
alle Arten des Schneidens oder Schweißens, einschließlich des elektrischen
Schweißens
und von Sauerstoff-Acetylen-Brennern, sicher eingesetzt werden.
Selbst wenn ein Funke oder geschmolzenes Metall mit dem Kerosin
in Berührung
kommt, wird es nicht zu einer Entzündung kommen.
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Ähnliche
bewegliche FirePASS-Einheiten können
in zahlreichen Anwendungen verwendet werden, bei denen Reparaturarbeiten
in einer explosiven oder feuergefährlichen Umgebung, z.B. im
Inneren eines Seetankers, eines unterirdischen Benzinbehälters, eines
Rohölleitungsrohrs
usw., durchgeführt werden
müssen.
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14 zeigt
eine schematische Ansicht einer unterirdischen Militäranlage 140,
die in einer dauerhaften hypoxischen brandverhütenden Umgebung gehalten wird.
Diese wird durch ein besonderes Underground FirePASS-System bereitgestellt.
Atmosphäreluft
von der Umgebung wird über
eine Lüftungsansaugöffnung 141,
die an einer entfernten Stelle eingerichtet ist, aufgenommen. Sie
wird dann durch einen Lüftungsschacht 142 in
ein hypoxisches Generatormodul 143 geliefert. Eine stromabwärts befindliche
Filtereinheit 144 reinigt die Luft und beseitigt chemische
und bakteriologische Verunreinigungen.
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Hypoxische
Luft, die einen Sauerstoffgehalt von ungefähr 15% aufweist, wird von einem
Generator 143 in Lüftungsleitungen 145 mit
Ablassdüsen 146,
die gleichmäßig über die
Anlage 140 hinweg verteilt sind, geliefert. Dies versorgt
jeden Raum mit einer autonomen atembaren brandverhütenden Atmosphäre bei einem
geringfügig
positiven barometrischen Druck. Überschüssige hypoxische
Atmosphäre
verlässt
die unterirdische Anlage 140 über einen Liftschacht 147 mit
einer geschützten
Einweg-Lüftungsöffnung an
der Oberseite (nicht gezeigt). Wenn die Ausgangsabdeckung 148 des
Schachts 147 aufgleitet, verhindern der Überdruck
und die höhere Dichte
der hypoxischen Luft, dass Außenluft
hereindrängt,
was ein zusätzliches
wichtiges Merkmal des Systems bereitstellt. Diese brandverhütende Atmosphäre stellt
einen zusätzlichen
Schutz vor einer Explosion (z.B. durch eine eindringende Bombe oder
einen inneren Unfall) bereit, indem sie einen Brand an einer Ausbreitung
im Inneren der Einrichtung hindert.
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15 zeigt
eine schematische Ansicht des Tunnel FirePASS-Systems für Kraftfahrzeugtunnel. Dieses
Brandbekämpfungssystem
ist selbstregulierbar und vollständig
automatisch.
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Ein
Hochdruckrohr 152 verläuft
durch die Länge
des Tunnels 151. Es kann entlang einer Wand 151 oder
unter der Decke eingerichtet sein. Das Rohr 152 ist mit
einem Hochdruckbehälter 153 außerhalb des
Tunnels 151 verbunden. Das Ergebnis dieser Gestaltung ist
ein vollständig
geschlossener Hochdruckgaskreis 152 bis 153. Für längere Tunnel
ist es ratsam, über
gesonderte Systeme an jedem Ende zu verfügen. Zusätzliche Systeme können nötigenfalls in
ausgewählten
Abschnitten hinzugefügt
werden. Zum Beispiel würde
ein 25 km langer Tunnel, der jüngst
in Norwegen eröffnet
wurde, zumindest zehn zusätzliche
FirePASSEinheiten benötigen,
die über seine
Länge hinweg
eingerichtet sind.
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Gasablassdüsen 154 sind
gleichmäßig über die
gesamte Länge
des Tunnels hinweg verteilt. Jede Düse 154 bedient einen
gesonderten Abschnitt des Tunnels, z.B. A, B, C, usw. Ein Belüftungssystem
des Tunnels ist in dieser Zeichnung nicht gezeigt, um die Darstellung
zu vereinfachen. Im Fall eines Brands kann jeder Abschnitt mit weichen
Klappenvorhängen 155,
die normalerweise in Vorhanghaltern 156 gehalten werden,
abgetrennt werden.
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Ein
hypoxischer Generator 157 ist außerhalb des Tunnels eingerichtet
und steht durch den Kompressorblock 158 mit einem Hochdruckbehälter 153 in
Verbindung. Der Hochdruckbehälter 153 und
ein Rohr 152 enthalten atembare hypoxische Luft mit einem
Sauerstoffgehalt unter 15%. Durch den hypoxischen Generator 157 erzeugt
und über
den Kompressorblock 158 in einen Behälter 153 geliefert,
befindet sich diese Luft bei einem barometrischen Druck von ungefähr 200 bis
300 Bar. Längere
Tunnel erfordern wie in 15 gezeigt
die Einrichtung mehrerer Tunnel FirePASS-Einheiten.
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Das
Arbeitsprinzip dieser Ausführungsform kann
wie folgt erklärt
werden. Wenn es im Abschnitt C zu einem Brand kommt, wird dieser
sofort durch Hitze/Rauchmelder 159, die in Abständen von
5 Metern über
den Tunnel hinweg verteilt sind, festgestellt werden. Die Vorhanghalter 156,
die sich zwischen den Abschnitten A, B, C, D und E befinden, werden biegsame,
durchsichtige Vorhänge
freigeben. Dies wird den Brand im Abschnitt C vom Rest des Tunnels trennen.
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Wie
in 16 gezeigt werden die Vorhänge 155 aus einem
synthetischen Material hergestellt sein und weiche durchsichtige
Klappen aufweisen. Diese Vorhänge 155 können durch
eine Hochdruckgaspatrone oder eine pyrotechnische Patrone augenblicklich
aufgeblasen werde. Diese Patronen werden jenen ähnlich sein, die in aufblasbaren
Kraftfahrzeug-Airbags verwendet werden. Die Patrone wird durch ein
Signal von den Rauch/Feuermeldern ausgelöst werden. Eine geeignete Feststellausrüstung ist
von zahlreichen Herstellern erhältlich.
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Gleichzeitig
wird sich das innere Belüftungssystem
des Tunnels abschalten und wird die Ablassdüse 154 im Abschnitt
C hypoxische Luft unter hohem Druck freigeben. Diese hypoxi sche
Luft ist im Rohr 152 und im Behälter 153 gelagert.
Das Volumen der hypoxischen Luft, die in den Abschnitt C freigegeben
wird, wird das Volumen des Abschnitts C mehrere Male übersteigen.
Daher werden die Abschnitte B, C und D einen vollständigen Luftaustausch
erfahren, was die rasche Herstellung einer atembaren brandbekämpfenden
Umgebung sicherstellt. In kürzeren Tunneln
(unter 1000 m) sollte das Volumen der hypoxischen Luft ausreichend
sein, um den gesamten Tunnel auszufüllen.
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Um
die Menge der hypoxischen feuerlöschenden
Zusammensetzung, die vom Kreis 152 bis 153 in
die Abschnitte B, C und D freigegeben werden muss, zu berechnen,
sollte in der brandbekämpfenden
Atmosphäre,
wo diese freigesetzt werden sollte, eine endgültige Konzentration von 13%
bis 15% Sauerstoff verwendet werden. Dies entspricht einer Höhe zwischen
2700 und 3800 Metern, was für
die menschliche Atmung immer noch geeignet ist. Diese hypoxische
Umgebung wird jeglichen Brand augenblicklich unterdrücken: dies
beinhaltet chemische Brände,
elektrische Brände,
Brände,
die durch brennbare Flüssigkeiten
herbeigeführt
werden, und Brände
von Gasdetonationen. Zusätzlich
wird diese Umgebung einen Brand von einer Exploxion augenblicklich
unterdrücken.
Dies stellt einen bedeutenden Schutz gegenüber einem terroristischen Angriff
bereit.
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Die
Düsen 154 sind
mit besonderen Schalldämpfern
ausgerüstet,
um das Geräusch,
das sich aus der Hochdruckgasfreigabe ergibt, zu unterdrücken. Um
Personen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Tunnels zu alarmieren,
wird auch empfohlen, dass an den Schalldämpfern Luftsirenen angebracht
werden. Zusätzlich
werden mit dem Fallen des Sauerstoffgehalts unter die hypoxische
Schwelle die Verbrennungsmotoren der gefangenen Kraftfahrzeuge nicht
einsatzfähig
werden. Als Folge wird für viele
Stunden ausreichend atembare Luft vorhanden sein.
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Die
Gasfreigabe von den Düsen 154 wird durch
ein automatisiertes System von Feuermeldern 159 in Betrieb
gesetzt. Es wird empfohlen, dass das Volumen der hypoxischen Luft
im System 152 bis 153 ausreichend ist, um den
gesamten Tunnel auszufüllen.
Falls dies nicht durchführbar
ist, sollte das Volumen groß genug
sein, um den betroffenen Abschnitt und die dazu benachbarten auszufüllen.
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In
manchen Anwendungen kann das Rohr 152 bei Standarddruck
gehalten werden, wodurch sein Gewicht verringert wird. Dies kann
bewerkstelligt werden, indem die hypoxische Hochdruckluft streng im
Behälter 153 gehalten
wird. Sie wird dann im Fall eines Brands in das Rohr 152 freigegeben.
Als Folge kann an den Düsen 154 ein
leichterer und billigerer Ablassmechanismus verwendet werden. Doch
dies erfordert die Einrichtung eines computerisierten Brandmelde-
und Gasfreigabesystems, das das Freigabeventil vom Behälter 153 automatisch öffnet und die
hypoxische Luft in das Rohr 152 führt, welche Luft dann durch
die Düse 154 in
die Abschnitte, die sie benötigen,
freigegeben wird.
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Wenn
im Tunnel 151 ein Brand ausbricht, würden begrenzende Fallvorhänge 155 über den
gesamten Tunnel hinweg freigegeben werden (vorzugsweise alle 50
bis 100 Meter). Dies wird über
den Tunnel hinweg eine atembare brandbekämpfende hypoxische Umgebung
bereitstellen und zudem jegliche Lüftung verhindern. Zusätzlich werden
Unfälle
vermieden werden, da die hypoxische Umgebung die Verbrennung in
Kraftfahrzeugmotoren verhindert.
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Nachdem
das geeignete Personal den Tunnel für sicher erklärt hat,
wird das Ablasssystem geschlossen werden und werden die Vorhänge 155 in die
Vorhanghalter 156 zurückgezogen
werden. Dann wird das Belüftungssystem
des Tunnels 151 wieder geöffnet werden, wodurch Frischluft
eingebracht wird.
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Der
Sauerstoffgehalt im Inneren des Tunnels wird rasch auf 20,9% (die
normale Umgebungskonzentration in jeder Höhe) ansteigen, wodurch Verbrennungsmotoren
gestattet wird, den normalen Betrieb wiederaufzunehmen.
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Drucküberwachungs-Messwandler,
die am Behälter 153 eingerichtet
sind, werden den hypoxischen Generator 157 und den Kompressorblock 158 einschalten,
falls der Lagerdruck abfällt,
was während
der Wartung oder bei einem Brandnotfall vorkommen kann. Dieses automatische
Nachfüllen
stellt sicher, dass das System stets bereit sein wird, einen Brand
zu bekämpfen.
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Der
hypoxische Generator 157 saugt Umgebungsluft von der Außenatmosphäre an und
entzieht ihr einen Teil des Sauerstoffs. Dann richtet er die sauerstoffverarmte
Luft mit einem O2-Gehalt unter 15% zum Kompressorblock 158.
Sobald sie dort ist, wird sie auf einen barometrischen Druck von
ungefähr 200
Bar komprimiert und dann in den Behälter oder den Lagerbehälter 153 geliefert,
der direkt (oder durch ein Freigabeventil) mit dem Rohr 152 in
Verbindung steht.
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Wie
vorher erwähnt
sollten die Vorhänge
aus einem synthetischen Material hergestellt sein. Sie sollten weich,
durchsichtig und voll aufblasbar sein. Sie sollten lange senkrechte
Klappen aufweisen, die einander waagerecht überlappen (wie in 16 gezeigt
ist).
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Diese
Anforderungen stellen den leichten Durchgang von Fahrzeugen durch
die Vorhänge 155 sicher,
da ihre durchsichtige Natur die Sicht eines Fahrers nicht behindern
wird. Sie werden eine ausreichende Trennung in Abschnitte bereitstellen,
selbst wenn ein Lastwagen direkt unter ihnen hält. Ähnliche Vorhänge wurden
durch das Hypoxic Room System von Hypoxico Inc. erfolgreich verwendet,
um die hypoxische Umgebung von der Außenatmosphäre zu trennen.
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16 ist
eine Querschnittansicht eines zylinderförmigen Tunnels 151,
die sich auf die bevorzugte Ausführungsform
des Vorhangausbringungssystems konzentriert.
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Der
Vorhang 155 ist im Inneren des Vorhanghalters 156 gefaltet.
Ein Signal vom Rauch/Feuermeldesystem setzt eine Hochdruck- oder
pyrotechnische Patrone 161 in Betrieb, was zur Freigabe
von Gas führt.
Dies verursacht, dass sich der Vorhang 155 aufbläst. Der
sich aufblasende Vorhang 155 drückt die Abdeckung 162 des
Vorhanghalters 156 auf und fällt auf das Pflaster herab. Über jeder
Fahrspur können
gesonderte Patronen 161 eingerichtet sein.
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Zusätzliche
Trennabschnitte 163 sind an beiden Seiten des Vorhangs, über und
unter dem Pflaster eingerichtet und gestatten Verbindungskabeln und
Rohren, hindurchzuverlaufen. Die Abschnitte 163 sind nur
an Stellen eingerichtet, an denen Vorhänge 155 eingerichtet
sind. Diese Kombination stellt eine wesentliche Blockierung der
Luft zwischen getrennten Abschnitten bereit, wodurch die natürliche Lüftung verhindert
wird. Die Vorhänge 155 verhindern
jedoch nicht, dass hypoxische Luft, die durch das FirePASS freigegeben
wird, durch sie hindurch verläuft.
Die senkrechten Abschnitte 163 sollten aus einem weichen
Kunststoffmaterial hergestellt sein, um eine Beschädigung an
Fahrzeugen zu verhindern.
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Elektronische
Schalter, Wärme/Rauchmelder,
Ventile und Überwachungen,
die im Inneren des Tunnels eingerichtet sind, werden die Freigabe
des hypoxischen Mittel in Betrieb setzen. Diese Bestandteile sind
weit verbreitet erhältlich,
weshalb sie nicht näher
beschrieben werden. Allein von Hypoxico Inc., New York, werden verschiedenste
Modelle von hypoxischen Generatoren 157 angeboten. Für diese
Anwendung können
verschiedenste Sauerstoffentzugsvorrichtungen einschließlich, aber
ohne Beschränkung
darauf, Druckschwingabsorbern, Membrantrennungsvorrichtungen, und
Einheiten, die Stromschwingabsorptionstechnologien benutzen, verwendet
werden. Mehrstufenkompressoren 158, die Luft bis auf 200
Bar oder höher
komprimieren, sind ebenfalls von zahlreichen Herstellern auf der
ganzen Welt erhältlich.
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In
bestimmten Fällen
können
berechnete Mengen an Stickstoff verwendet werden, um das Hochdrucksystem
zu füllen.
Dies wird die Größe und das
Gewicht des Systems verringern, aber eine zusätzliche Sicherheits- und Überwachungsausrüstung benötigen. Wenn
sie freigegeben wird, würde
sich die genaue Menge an Stickstoff mit der Innenluft vermischen,
um eine hypoxische Umgebung mit einem Sauerstoffgehalt von 15% oder,
nötigenfalls,
niedriger bereitzustellen.
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17 zeigt
eine schematische Ansicht eines kostenwirksamen Tunnel FirePASS
für elektrisch betriebene
Züge und
andere Fahrzeuge, die keine Verbrennungsmotoren verwenden. Diese
Ausführungsform
gestattet, dass das Innere des Tunnels 171 in einer brandverhütenden Umgebung
bei oder unter der hypoxischen Schwelle gehalten wird. Doch diese
Ausführungsform
ist nicht für
Kraftfahrzeugtunnel geeignet, da Verbrennungsmotoren in einer derartigen
hypoxischen Umgebung nicht arbeiten werden.
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Der
Tunnel 171 ist mit zwei Trenntüren 172, einer an
jedem Ende, in der geschlossenen Stellung ausgerüstet. Wenn sich ein Zug dem
Tunnel 171 nähert, öffnet sich
die erste Tür 172,
gestattet dem Zug den Durchgang, und schließt sich danach. Wenn sich der
Zug dem Ende des Tunnels nähert, öffnet sich
die zweite Tür
und gestattet dem Zug die Ausfahrt. Ein oder mehr hypoxische Generatoren
führen
hypoxische Luft ins Innere des Tunnels 171. Die hypoxische Luft
mit einem Sauerstoffgehalt zwischen 14 und 15% wird durch den Generator
erzeugt und dann durch eine Rohrleitung 174 und Düsen 175 ins
Innere des Tunnels 171 geliefert. Dies hält eine
konstante brandverhütende
Umgebung im Tunnel aufrecht und überträgt sie ins
Innere des Zugs, da dessen Inneres mit der hypoxischen Luft belüftet wird.
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Die
Türen 172 können in
unterschiedlichen Formen hergestellt sein, z.B. Gleit-, Schwing-
oder Falttüren,
die senkrecht oder waagerecht geöffnet werden.
Derartige Türen
sind von zahlreichen Herstellern erhältlich. Die Türen sollten
ungefähr
10 bis 20 Meter innerhalb des Tunnels eingerichtet sein, um zu verhindern,
dass sie durch Schnee oder Eis blockiert werden. Das elektrische
Kontaktkabel 176 kann an den Türen 172 oder anderen
Verbindungen oder Hindernissen unterbrochen sein.
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18 zeigt
eine Vorderansicht des Eingangs des Tunnels mit einer geschlossenen
Tür.
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19 zeigt
eine schematische Ansicht eines Schibahntunnels 191, der
dem in Kaprun, Österreich
(in dem im November 2000 159 Menschen in einem Feuer starben) ähnlich ist.
Mit einer Länge
von 3,3 km weist dieser Tunnel mit einem Durchmesser von 3,6 Metern
eine durchschnittliche Steigung von 39° auf. Dies verursachte einen "Kamineffekt", der Luft von der
Unterseite des Tunnels ansaugte, wodurch die Flammen angefacht wurden.
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Türen 192 werden
einen derartigen Zug verhindern, wodurch die brandverhütende Umgebung im
Inneren des Tunnels 191 aufrechterhalten wird. Ein hypoxischer
Generator 193 wird den Tunnel durch ein Rohr 194 und
gleichmäßig (alle
50 Meter) verteilte Ablassdüsen 195 mit
einer atembaren feuerlöschenden
Zusammensetzung mit einem Sauerstoffgehalt von 15 bis 16% versorgen. Ähnlich wie
die Türen 172 in
der vorhergehenden Ausführungsform öffnen sich
automatische Türen 192,
wenn sich die Bahn nähert.
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Zusätzlich kann
die sauerstoffangereicherte Fraktion, die während des Entzugsprozesses
erzeugt wird, zu Abwasserbe handlungsanlagen, Fischzuchtanlagen,
metallurgischen Anlagen, Papierbleich- und Nahrungsmittelverarbeitungsanlagen,
und anderen Unternehmen befördert
werden, was einen großen Nutzen
für die
lokale Wirtschaft bereitstellt.
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20 zeigt
eine schematische Ansicht eines On-Board FirePASS-Systems für Passagierzüge, Busse,
U-Bahn-Waggons und andere Passagierfahrzeuge.
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Diese
Ausführungsform
zeigt die Einrichtung eines Brandbekämpfungssystems im Inneren eines Eisenbahnpassagierwaggons 201.
Ein Hochdruck-Lagerbehälter 202,
der mit dem hypoxischen Brandbekämpfungsmittel
gefüllt
ist, ist unter der Decke oder auf dem Dach des Waggons 201 angebracht.
Ein Behälter 202 ist
mit einem Ablassventil ausgerüstet,
das an eine Verteilerrohrleitung 203 angeschlossen ist.
Das hypoxische Mittel wird dann durch Ablassdüsen 204 abgelassen.
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Wenn
ein Brand festgestellt wird, wird ein Berstscheiben-Ablassventil (nicht
gezeigt) durch einen elektroexplosiven Auslöser in Betrieb gesetzt werden.
Berstscheiben-Ablassventile
und elektroexplosive Auslöser
sind von Kidde-Fenwal
Inc., USA, erhältlich.
Geeignete Behälter,
Rohrleitungen und Düsen
sind ebenfalls von zahlreichen Herstellern erhältlich.
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Ein
hypoxisches Brandbekämpfungsmittel mit
einem Sauerstoffgehalt unter der hypoxischen Schwelle ist im Behälter 202 unter
einem barometrischen Druck von ungefähr 100 Bar gelagert. Es können viel
niedrigere Sauerstoffkonzentrationen (von 0,01 bis 10% O2) verwendet werden, da es leicht ist, das
Volumen des Brandmittels zu berechnen, das bei der Freigabe nötig ist,
um eine atembare brandbekämpfende
Umgebung bei der hypoxischen Schwelle zu erzeugen. Dieser niedrigere
Sauerstoffgehalt gestattet die Verringerung sowohl des Volumens
als auch des Gewichts des Hochdruck-Lagerbehälters 202.
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Zum
Beispiel würde
ein Auto- oder Businneres mit einem Volumen von 200 m3 zum
Erreichen einer Brandbekämpfung
bei einem Sauerstoffgehalt von 16% ungefähr 75 m3 eines
hypoxischen Gasgemischs mit 2% Sauerstoff benötigen. Bei einem Druck von
100 atm würde
dies nur einen 700-Liter-Lagerbehälter oder sieben 100-Liter-Lagerbehälter erfordern.
Der letztere Behälter
wäre wesentlich leichter
in einem Waggon 201 einzurichten. Reiner Stickstoff kann
ebenfalls verwendet werden, solange er zur besseren Verteilung durch
mehrere Düsen
freigegeben wird. In diesem Fall muss der Sauerstoffgehalt im Inneren
des Waggons bei zwischen 12% und 16% bleiben. Dies würde nur
60 m3 Stickstoff erfordern. Dieser kann
in einem 600-Liter-Behälter
bei 100 amt (oder einem 300-Liter-Behälter bei 200 atm) gelagert
werden.
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Alle
Düsen müssen mit
Schalldämpfern
ausgerüstet
sein, um das Geräusch,
das durch die Freigabe von Hochdruckgas erzeugt wird, zu verringern.
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Das
On-Board FirePASS kann an Bussen, Fähren, Standseilbahnen und anderen
Passagierfahrzeugen eingerichtet werden. Unter Verwendung der gleichen
Lösung
können
auch persönliche Brandbekämpfungssysteme
aufgebaut werden.
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Das
erfolgreiche Bekämpfen
eines Feuers an Bord eines Flugzeugs während des Flugs ist äußerst schwierig,
da der Großteil
dieser Feuer durch elektrische Fehler im Inneren des Flugzeugs verursacht
wird.
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Um
Gewicht zu sparen, ist der Aufbau eines Flugzeugs nicht stark genug,
um auf Meereshöhe
unter Druck gesetzt zu werden. Als Folge sind alle Passagierflugzeuge
auf Höhen,
die von 2 bis 3 km reichen, unter Druck gesetzt. Dies verringert
den Druckunterschied zwischen der inneren und der äusseren Atmosphäre, während sich
das Flugzeug im Flug befindet. Als Ergebnis davon weist die innere
Atmosphäre
des Flugzeugs einen geringeren Sauerstoff-Teildruck auf. Die innere
Atmosphäre
weist jedoch immer noch einen Sauerstoffgehalt von 20,94% auf. Daher
müsste
zum Erreichen eines Brandverhütungszustands
(der hypoxischen Schwelle) eine Atmosphäre erzeugt werden, die einer
Höhe von
ungefähr
4 km entspricht. Dies wäre
für die
meisten Passagiere zu unbequem. Dieser unglückliche Zustand beschränkt die
Verwendung des FirePASS-Systems im Verhütungsmodus in gegenwärtigen Passagierflugzeugen.
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21 zeigt
die Ausführung
der FirePASS-Technologie im Belüftungssystem
eines Passagierflugzeugs 211. Alle diese Flugzeuge sind
für Frischluft
von der Außenatmosphäre abhängig. Dies macht
ein kompliziertes Luftansaugsystem erforderlich, das hier nicht
beschrieben werden wird. Ein Belüftungssystem
mit einer Verteilerrohrleitung 212 und Düsen 213 stellt
ein normales Gemisch an wiederverwendeter Luft (zusammen mit einer
geringen Menge an Frischluft) bereit. Die Rohrleitung 212 steht
mit einem Hochdruck-Lagerbehälter 214 in
Verbindung, der mit einem hypoxischen brandbekämpfenden Mittel gefüllt ist.
Der Behälter 214 ist
mit einem Freigabeventil ausgerüstet,
das durch eine elektroexplosive Vorrichtung, die in der in 20 gezeigten
vorhergehenden Ausführungsform
beschrieben ist, in Betrieb gesetzt wird.
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Im
Fall eines Brands stellt das Bord-Brand/Rauchmeldesystem ein Signal
bereit, das die Betätigung
des Berstscheiben-Ventils
durch eine elektroexplosive Vorrichtung in Gang setzt. Das hypoxische
Brandbekämpfungsmittel
wird in das Belüftungssystem
freigegeben und wird gleichmäßig über das
Flugzeug verteilt. Der obere Abschnitt von 21 zeigt
die Bewegung der hypoxischen Luft durch das Flugzeug. Die Menge
des hypoxischen Mittels, das freigegeben wird, muss über das
gesamten Flugzeug hinweg eine hypoxische Schwelle bereitstellen.
Das Signal vom Feuer/Rauchmeldesystem wird auch die Ansaugventile
schließen,
die Frischluft gestatten, in das Flugzeug einzutreten. Ein Lagerbehälter (oder
mehrere Behälter 214),
der (die) das hypoxische Mittel bei einem barometrischen Druck von
ungefähr
50 Bar enthält
(enthalten), sollte mit einem Ventil für eine allmähliche Freigabe und einem Schalldämpfer ausgerüstet sein.
-
Überschüssige innere
Atmosphäre
wird durch ein druckempfindliches Überdruckventil 215, das
durch einen Druckanstieg im Inneren des Flugzeugs in Betrieb gesetzt
wird, aus dem Flugzeug freigegeben. Dies wird einen ausreichenden
Luftwechsel im Inneren des Flugzeugs bereitstellen und Rauch oder
giftige Dämpfe
von der Brandquelle entfernen. Die Atmosphäre an Bord des Flugzeugs wird sich
nun bei der hypoxischen Schwelle befinden und wird für einen
begrenzten Zeitraum sogar für
Kranke und ältere
Personen zur Atmung geeignet sein. Diese begrenzte Atmungszeit wird
ausreichend sein, da ein Brand innerhalb von nur Sekunden unterdrückt werden
wird. Doch wenn die Einwirkung der hypoxischen Umgebung verlängert werden
muss, wird die gleichzeitige Freigabe von Sauerstoffmasken Passagieren gestatten,
beschwerdefrei zu bleiben. Um die Auswirkung der Hypoxie auf den
menschlichen Körper
auszugleichen, kann dem hypoxischen Brandmittel eine erforderliche
Menge an Kohlendioxid hinzugefügt werden,
die bei ihrer Freigabe eine atembare brandbekämpfende Atmosphäre mit 4%
bis 5% Kohlendioxid erzeugen wird. Dies wird das sichere Aufrechterhalten
einer derartigen Atmosphäre
für Stunden
ohne Unbequemlichkeit oder Gefahr für die Gesundheit der Passagiere
gestatten. Die Auswirkung des ergänzenden Kohlendioxids ist in 33 und 34 näher erklärt.
-
Dieses
Verfahren der Brandbekämpfung wird
jedweden Brand sofort ersticken. Sogar Rauch, der durch ein Restglühen erzeugt
werden kann, wird beseitigt werden. Als Folge wird die Sicherheit
der Personen an Bord des Flugzeugs garantiert werden.
-
22 zeigt
das FirePASS-System an Bord der nächsten Generation von Flugzeugen,
die über der
Erdatmosphäre
fliegen werden (einschließlich Raumschiffen).
Diese Fahrzeuge, die dem Spaceshuttle der NASA ähnlich sind, hängen nicht
vom Ansaugen von Frischluft ab, da sie mit autonomen Luftwiederaufbereitungssystemen
ausgerüstet
sind. Als Folge sind diese Fahrzeuge auf Meereshöhe unter Druck gesetzt.
-
Seit
Dekaden haben Forscher der NASA (zusammen mit anderen Raumfahrtbehörden) versucht, eine
menschenfreundliche Lösung
zur Bekämpfung von
Bränden
an Bord von Raumfahrzeugen (und Raumstationen) zu finden. Die fortgeschrittenste Brandbekämpfungstechnologie,
die gegenwärtig
verfügbar
ist, verwendet Kohlendioxid als Brandbekämpfungsmittel. Der Vorteil
der Verwendung von Kohlendioxid ist, dass es durch Absorber, die
in Lebenserhaltungssystemen benutzt werden, leicht aus der geschlossenen
Atmosphäre
entfernt werden kann. Doch der Hauptnachteil von Kohlendioxid ist, dass
die Atmosphäre
bei seiner Freigabe nicht atembar wird.
-
Die
Ausführung
des FirePASS-Systems an Bord eines derartigen Flugzeugs (oder eines
Spaceshuttles 221) erfordert die anfängliche Herstellung und Aufrechterhaltung
der hypoxischen Schwelle in der Atmosphäre an Bord des Fahrzeugs. Am
Boden wurde das Fahrzeug 22 mit hypoxischer Luft durchlüftet, die
durch den mobilen FirePASS-Generator 222 geliefert wurde.
Passagiere können
das Fahrzeug zur gleichen Zeit durch eine Schleuse vom Vorkammertyp
betreten.
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Beim
Abschluss des vollständigen
Luftaustauschs wird sich die Atmosphäre bei der hypoxischen Schwelle
befinden. Die Tür
des Fahrzeugs 221 kann nun geschlossen werden, und die
Kabine kann unter Druck gesetzt werden. Die innere Atmosphäre wird
nun durch ein autonomes Luftwiederaufbereitungssystem 223 wiederverwendet.
Dieses System 223 enthält
einen besonderen chemischen Absorber (eine Komplexzusammensetzung
aus Lithium- und Kaliumsuperoxiden), der Kohlendi oxid absorbiert
und Sauerstoff erzeugt. Das Steuersystem ist darauf eingestellt,
den Sauerstoffgehalt beim gewünschten
Pegel (empfohlen sind 15%) zu halten.
-
Einer
der Schlüsselvorteile
der FirePASS-Technologie ist die Leichtigkeit, mit der sie in Fahrzeugen
dieser Art eingerichtet werden kann, da keine Hardware-Abänderungen
nötig sein
werden. Die Umgebung kann durch Erhöhen des Stickstoffgehalts der
inneren Atmosphäre
verändert
werden. Das Luftsteuersystem kann umprogrammiert werden, um die
künstliche
Atmosphäre
bei oder unter der hypoxischen Schwelle zu halten. Diese hypoxische
Zusammensetzung wird eine gesunde, bequeme Umgebung mit 100% Schutz
vor Bränden
bereitstellen.
-
Andere
träge Gase
wie etwa Argon oder Xenon usw. (oder Gemische davon) können ebenfalls als
Feuerlöschballast
verwendet werden. Doch die hypoxische Schwelle wird für jedes
Gasgemisch geringfügig
unterschiedlich ein.
-
Die
gleiche brandverhütende
Zusammensetzung ist für
alle hermetischen Objekte einschließlich Raumstationen, interplanetarer
Kolonien und Unterwasser/unterirdischer Anlagen geeignet. In der
Zukunft werden die meisten Gebäude
eine künstliche Atmosphäre enthalten,
die durch Herstellung einer hypoxischen Umgebung mit einem Sauerstoffgehalt unter
16,8% vor Bränden
geschützt
werden kann.
-
23 zeigt ein hermetisches Objekt mit einer
künstlichen
Atmosphäre.
Das Lebenserhaltungssystem (nicht gezeigt) an Bord enthält das autonome Luftwiederaufbereitungssystem 231,
das eine gesunde bequeme Umgebung bei der hypoxischen Schwelle aufrechterhält.
-
Der
Wiederaufbereitungsblock 232 sammelt ausgeatmete Luft durch
Luftansaugöffnungen 233 und
eine Rohrleitung 234. Die Ausrüstung an diesem Block 232 entfernt
einen Teil des Was sers und sendet diesen zum Wasseraufbereitungsblock
des Hauptlebenserhaltungssystems. Die entfeuchtete Luft wird in den
wiederaufbereitenden Absorber 232 des Blocks gesendet,
wo überschüssiges Kohlendioxid
absorbiert wird. Zusätzlich
wird eine passende Menge an Sauerstoff hinzugefügt, wodurch sichergestellt
wird, dass die innere Atmosphäre
bei der hypoxischen Schwelle gehalten wird. Eine computerisierte
Steuereinheit 235 hält
die Temperatur, die Feuchtigkeit und die Sauerstoff/Kohlendioxid-Balance
im Luftversorgungssystem 237 aufrecht. Düsen 238 sind
gleichmäßig über den
geschlossenen Raum hinweg oder in jedem geschlossenen Abteil verteilt.
Ergänzender Sauerstoff
(und nötigenfalls
Stickstoff) ist in Behältern 239 gelagert.
Doch sobald der träge
Ballast an Stickstoff in die innere Atmosphäre eingebracht ist, wird er
dort verbleiben, ohne eine weitere Aufbereitung zu benötigen. Dieser
Ballast wird automatisch verhindern, dass der Sauerstoffgehalt über die
anfänglichen
Einstellungen ansteigt, was eine zusätzliche Sicherheit im Fall
eines Versagens der computerisierten Steuerausrüstung bereitstellt.
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Die
gleiche atembare brandverhütende
Zusammensetzung kann in Unterseebooten, unterirdischen und Unterwasseranlagen,
Raum- und interplanetaren Stationen verwendet werden.
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Diese
Umgebungen haben eines gemeinsam: sie können sich für die Belüftung oder den Luftaustausch
nicht auf die Außenatmosphäre verlassen.
Brände
in derartigen Umgebungen sind äußerst gefährlich und
schwierig zu bekämpfen.
Sauerstoff wird typischerweise durch chemische, biologische oder
elektrolytische Mittel erzeugt. In einem modernen Raumschiff (oder
einer Raumstation) muss Sauerstoff vor dem Start an Bord des Fahrzeugs
gelagert werden.
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Wenn
das Aufrechterhalten einer konstanten hypoxischen Umgebung (Brandverhütungsmodus) nicht
durchführbar
ist, kann das System in seinem Brandbekämpfungsmodus gehalten werden. Es kann
dann eingesetzt werden, wenn es benötigt wird. Abhängig von
der Größe der Umgebung
kann das Fahrzeug in Brandbekämpfungszonen
unterteilt werden. Die lokale Begrenzung kann durch das Abteilen unterschiedlicher
Abschnitte der Umgebung mit aufblasbaren Luftvorhängen, hermetischen
Türen oder Luken
erreicht werden. Im Fall eines Brands wird die nötige Menge des hypoxischen
Brandbekämpfungsmittels
in den lokal begrenzten Abschnitt eingebracht werden, wodurch augenblicklich
eine hypoxische Umgebung unter der hypoxischen Schwelle erzeugt wird.
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24 zeigt
die Ausführung
der FirePASS-Technologie im autonomen luftaufbereitenden System
eines Militärfahrzeugs.
Der Panzer 241 weist eine hermetisch abgedichtete Umgebung
mit einer inneren atembaren Atmosphäre unter der hypoxischen Schwelle
auf. Das Arbeitsprinzip dieses Systems ist mit dem, das in der vorhergehenden
Ausführungsform
(23) beschrieben worden war, identisch.
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Das
Luftaufbereitungssystem 242 setzt ein chemisches Absorptionsmittel
ein, das Kohlendioxid absorbiert und die entsprechende Menge an
Sauerstoff freigibt. Dies hält
die innere Atmosphäre
des Fahrzeugs unter der hypoxischen Schwelle (vorzugsweise von 12
bis 13%). Militärpersonal
kann sich durch Schlafen in einem von Hypoxico Inc. hergestellten
Hypoxic Room System (oder Hypoxic Tent System) leicht an diese Umgebungen
anpassen.
-
Das
gleiche Konzept gilt für
militärische
Flugzeuge, Unterseeboote und andere Fahrzeuge. Einer der Schlüsselvorteile
des Einsetzens einer hypoxischen, feuerlöschenden Zusammensetzung in
Militärfahrzeugen
ist, dass sie eine feuersichere innere Umgebung für den Soldaten
bereitstellt, selbst wenn das Fahrzeug von Munition durchschlagen
wird.
-
Die
hypoxischen Brandverhütungszusammensetzungen
und Verfahren, die die FirePASS-Technologie einsetzen, garantie ren,
dass sich unter keinerlei Umständen
ein Feuer entzündet.
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25 ist
eine schematische Ansicht einer Raumstation 251, die eine
atembare hypoxische brandverhütende
Zusammensetzung als ihre ständige
innere Atmosphäre
einsetzt. Das Luftwiederaufbereitungssystem 252 sammelt
fortlaufend ausgeatmete Luft von den Bewohnern der Station. Sie
stellt dann eine bequeme brandverhütende Atmosphäre mit einem
Sauerstoffgehalt bei oder unter der hypoxischen Schwelle (empfohlen
ist ein Pegel von 15%) bereit. Das Arbeitsprinzip dieses Systems
ist in 23 schematisch gezeigt.
-
Der
größte Vorteil
zur Ausführung
einer atembaren, brandbekämfenden
Zusammensetzung in einer hermetischen, von Menschen belegten Umgebung
ist ihre Fähigkeit,
die hypoxische Schwelle automatisch beizubehalten. Sobald es eingebracht wurde,
wird das träge
Stickstoffgas von der hypoxischen Zusammensetzung in einer derartigen
künstlichen
Atmosphäre
stets in seiner ursprünglichen
Konzentration vorhanden sein, es wird kein Nachfüllen oder keine Aufbereitung
benötigt.
Es kann durch die Bewohner nicht verbraucht oder durch ein Luftaufbereitungssystem
nicht adsorbiert werden. Dieser Faktor hält die hypoxische Schwelle
(oder einen niedrigeren Pegel an Sauerstoff in einem atembaren Bereich) in
einer hermetischen künstlichen
Atmosphäre,
die bei einem konstanten barometrischen Druck gehalten wird, automatisch
aufrecht.
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26 zeigt
eine schematische Ansicht eines Seefahrzeugs 261 wie etwa
eines Tankers, eines Frachtschiffs, eines Kreuzfahrtschiffs oder
eines militärischen
Schiffs. Ein Schiff kann nicht vollständig durch eine brandverhütende Atmosphäre geschützt werden,
da manche Räume
häufig
mit normoxischer Luft belüftet
werden müssen.
Als Folge muss das Marine FirePASS in einem Doppelmodus eingerichtet werden.
Das FirePASS (das in seinem Bekämpfungsmodus
tätig ist)
kann Räume
schützen,
die häufig
geöffnet
und/oder belüftet
werden. Das Folgende ist eine kurze Liste des passenden Betriebsmodus
in einem gegebenen Bereich:
- – Brandbekämpfungskreis
(z.B. Maschinen- und Oberdeck-Personalräume),
- – Brandverhütungskreis
(z.B. Flüssig-
oder Trockenfrachtbereich, Waffenlager, Computerzentrum und Hardwarelagerräume an Bord
eines militärischen
Schiffs).
-
Das
Marine FirePASS besteht aus einem hypoxischen Generator 262,
der Umgebungsluft ansaugt und die atembare hypoxische brandverhütende Zusammensetzung
durch den Brandverhütungskreis 263 liefert.
Ablassdüsen 264 befinden
sich in jedem Fracht- oder Militärhardware-Abteil.
Das System hält
durch die fortlaufende Versorgung mit Luft mit einem Sauerstoffgehalt
unter der hypoxischen Schwelle ständig eine brandverhütende Atmosphäre aufrecht. Überschüssige Luft
tritt durch einfache Lüftungsöffnungen
oder Druckausgleichventile (nicht gezeigt) aus.
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Der
Brandbekämpfungskreis
des Marine FirePASS besteht aus einem Hochdruckbehälter 265,
einem Kompressor 266 und einer Verteilerrohrleitung 267.
Düsen 268 befinden
sich in jedem Raum und in allen zusätzlichen Bereichen, die durch
den Kreis abgedeckt werden.
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Das
Arbeitsprinzip des Marine FirePASS ist in 27 schematisch
gezeigt. Der Generator 262 saugt Umgebungsluft an, entzieht
den Sauerstoff, und liefert dann die sauerstoffverarmte Fraktion
zum Brandverhütungskreis 271.
Der abgedeckte Bereich 272 wird ständig mit frischer hypoxischer
Luft belüftet,
die die geschützte
Umgebung 272 durch eine Lüftungsöffnung 273 verlässt.
-
Die
brandbekämpfende
Zusammensetzung wird durch einen Kompressor 266 unter Hochdruck
in einem Lagerbehälter 265 gehalten.
Im Fall eines Brands betätigt
ein früher
beschriebener elektroexplosiver Auslöser ein Freigabeventil 274.
Dies verursacht, dass die hypoxische brandbekämpfende Zusammensetzung vom
Behälter 265 die
Atmosphäre im
Bereich 275 des Brandbekämpfungsbereichs ersetzt (oder
verdünnt).
Als Folge wird über
den Kreis hinweg eine atembare brandbekämpfende Atmosphäre mit einem
Sauerstoffgehalt unter der hypoxischen Schwelle (vorzugsweise zwischen
10% und 14%) hergestellt.
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Das Advanced Aircraft
Fire Suppression System (fortgeschrittene Flugzeugbrandbekämpfungssystem)
-
Das
im Rest dieses Dokuments beschriebene Aircraft Fire Suppression
System (AAFS) stellt eine kostenwirksame, hochverläßliche und
praktische Lösung
des Brandbekämpfungsproblems
an Bord jedes beliebigen Flugzeugs, besonders heutiger Passagierflugzeuge,
die eine Druckbeaufschlagung auf eine Höhe von 2 bis 3 km benötigen, bereit, die
eine Abänderung
der früher
in 21 gezeigten Ausführungsform darstellt.
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28 zeigt
eine schematische Querschnittansicht einer Passagierflugzeugkabine 281,
die einen AFSS(Aircraft Fire Suppression System)-Gasmittel-Lagerbehälter 282 aufweist,
der im oberen Rumpfabschnitt hinter der Decke eingerichtet ist.
-
Einige
Flugzeuggestaltungen bieten nicht genug Raum für die Einrichtung des Behälters 282 im oberen
Rumpfabschnitt. In solchen Fällen
kann der Behälter 282 im
unteren Rumpfabschnitt oder irgendwo sonst im Flugzeugrumpf eingerichtet
werden. Der Behälter 282 kann
jede beliebige Form und Erscheinung aufweisen – er kann in mehrfacher Anzahl
als Isolierungsplatten unter der Haut des Flugzeugs eingerichtet
werden. Bei einem vorhandenen Flugzeug kann er zur Verrin gerung
der Kosten für
die Umwandlung in einem der Standard-Luftfrachtcontainer, die in den Frachtraum
des Flugzeugs passen, eingerichtet werden.
-
Die
bevorzugteste Ausführungsform
des Behälters 282 besteht
aus einer leichten starren Kunststoff-, Metall-, oder Verbundhaut 283,
die im Inneren einen weichen aufblasbaren Gaslagerbeutel 284 enthält, der
aus einem dünnen
und leichtgewichtigen synthetischen oder Verbundmaterial hergestellt
ist. Während
des normalen Flugzeugbetriebs ist der Lagerbeutel 284 aufgeblasen
und enthält
er ein atembares brandbekämpendes
Mittel, das aus hypoxischer (sauerstoffverarmter) Luft mit einem
erhöhten Kohlendioxidgehalt
besteht, unter geringem Druck. Um eine genauere Fachausdrucksweise
zu verwenden, besteht das AFSS-Brandbekämpfungsmittel aus einem Gemisch
aus Sauerstoff, Stickstoff und Kohlendioxid mit dem möglichen
Zusatz anderer atmosphärischer
Gase, wobei der Stickstoff zum Teil oder zur Gänze durch ein anderes träges Gas
oder Gasgemisch ersetzt werden kann.
-
Der
Sauerstoffgehalt in der atembaren hypoxischen Brandbekämpfungsatmosphäre der Druckkabine
nach der Freigabe des Brandbekämpfungsmittels
muss unter der hypoxischen Schwelle von 16,8% und vorzugsweise im
Bereich von 14% bis 16% (abhängig
vom Druckbeaufschlagungsgrad im Inneren des Flugzeugs) oder für manche
besonderen Fälle,
die weiter unten beschrieben sind, niedriger liegen. Der Kohlendioxidgehalt
in dieser inneren Atmosphäre
sollte ungefähr
4 bis 5% betragen. Der Rest des Gasgemischs (79% bis 82%) besteht
aus Stickstoff und anderen atmosphärischen Gasen.
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29 veranschaulicht
das Arbeitsprinzip des AFSS, das direkt an Rauch- oder Wärmemelder 285 gebunden
ist, die über
die Druckkabine 281 hinweg verteilt sind, schematisch.
Ein Signal von einem Melder 285 öffnet ein lokales automatisches
Freigabeventil 286 (oder alle auf einmal, falls ge wünscht) und
wird auch zum Hauptbedienungsfeld übertragen, das automatisch
ein Gebläse 287 einschaltet,
welches das AFSS betreibt. Um die Verlässlichkeit des Systems zu erhöhen, sollte
ein Signal von irgendeinem Melder 285 alle Freigabeventile 286 öffnen. Doch
in manchen Fällen
kann ein Melder 285, der Feuer oder Rauch feststellt, zuerst
nur ein lokales Ventil oder eine Gruppe von Ventilen 286 öffnen.
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Das Öffnen der
Freigabeventile 286 führt
zur raschen Einbringung des hypoxischen Brandbekämpfungsmittels vom Lagerbeutel 284 in
die Druckkabine 281. Im gleichen Augenblick saugt ein Hochleistungsgebläse 287 mit
Rauch verschmutzte Luft von der Kabine durch das Luftsammelsystem 289 ab und
setzt sie im Behälter 282 unter
Druck, wodurch der Beutel 284 vollständig entleert wird und die
gesamte Menge des hypoxischen Brandmittels aus dem Beutel 284 und über eine
Leitung 288 und die Freigabeventile 286 in die
Kabine 281 gedrängt
wird.
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Als
eine Option kann das durch das Gebläse 287 betriebene
Luftsammelsystem 289 zur Beseitigung von Spuren von Rauch
und anderen Pyrolyseprodukten aus der Kabine seine Tätigkeit
selbst dann fortsetzen, wenn der Beutel 284 vollständig entleert ist.
In diesem Fall wird der Druck im Inneren des Behälters 282 ansteigen,
bis ein bestimmter Wert, der durch ein optionales Überdruckventil
(hier nicht gezeigt) gesteuert ist, überschüssiges Gasgemisch in die Außenatmosphäre freigibt.
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Während des
normalen Flugzeugbetriebs steht der Behälter 282 durch das
Gebläse 287 mit
der Druckkabine 281 in Verbindung, was einen Ausgleich seines
Drucks während
eines Flugs gestattet.
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Es
wird empfohlen, dass das hypoxische Mittel gleichzeitig in die gesamte
Kabinenräumlichkeit freigegeben
wird. Doch zur Verringerung der Größe des Behälters 282 kann die
Frei gabe des hypoxischen Brandmittels auf den Raum beschränkt sein,
in dem Rauch oder Feuer festgestellt wurde. In Anbetracht der Reaktionszeit
des AFSS von weniger als einer Sekunde sollte dies mehr als ausreichend
sein, um einen lokal begrenzten Brand zu bekämpfen. Nötigenfalls kann die Druckkabine 281 wie
in den in 11, 15 und 16 gezeigten
Ausführungsformen
beschrieben auch durch Unterteilungsvorhänge in unterschiedliche Abschnitte
getrennt werden.
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Die
Ablassdüsen 286 sind
jeweils mit einem Freigabeventil ausgerüstet, das einen elektrischen oder
elektroexplosiven Auslöser
aufweist. Im Fall eines Stromausfalls ist auch ein manueller Betrieb möglich – nötigenfalls
kann ein Besatzungsmitglied das nächstgelegenste Freigabeventil
aufziehen. Geeignete Magnet- oder Berstscheiben-Ventile, Auslöser und
Melder sind von einer Anzahl von Brandausrüstungsherstellern erhältlich.
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Ein Überdruckventil 290,
das im Allgemeinen in einem Flugzeug eingerichtet ist, stellt eine
Garantie bereit, dass der barometrische Druck 281 im Inneren
der Kabine während
der Freigabe des hypoxischen brandbekämpfenden Mittels innerhalb
der Sicherheitsgrenzen gehalten werden wird. Es ist nötig, das
Belüftungssystem
(aufgrund seiner Komplexität hier
nicht gezeigt) der Kabine 11 abzuschalten, wenn das AFSS
in Betrieb gesetzt wird. Das Belüftungssystem
kann nach 5 bis 10 Minuten wieder eingeschaltet werden, was mehr
als genug ist, um die bekämpfte
Brandquelle festzustellen und sie an einer Wiederentzündung zu
hindern.
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Während 29 das
AFSS zu Beginn des Einsatzes zeigt, zeigt 30 die
gleiche Ausführungsform
nahe des Endes, wenn der Gaslagerbeutel 284 fast entleert
ist und das Feuer gelöscht
ist.
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Um
das AFSS zu vereinfachen, können
die lokalen Ablassdüsenventile 286 wie
in 31 und 32 gezeigt
durch nur ein Hauptventil im oberen Abschnitt der Zufuhrrohrleitung 288 ersetzt
werden.
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Die
in 31 und 32 gezeigte
Ausführungsform
zeigt die gleiche Lösung,
wobei aber zwei aufblasbare Beutel 302 und 303 verwendet
werden, die in einem nicht luftdichten Behälter oder Rahmen 304 eingerichtet
sind, der nur benötigt
wird, um die Beutel an ihrer Stelle zu halten. Wenn das AFSS eingesetzt
wird, pumpt das Gebläse 307 Luft
von der Kabine 301 in den Beutel 303, der anfänglich entleert ist.
Während
des Aufblasens übt
der Beutel 303 Druck auf den Beutel 302 aus, der
bereits mit dem Ablassen des hypoxischen brandbekämpfenden
Mittels durch ein Ventil 311 und Düsen 306 beginnt. Das Ventil 311 öffnet sich
durch ein Signal von Feuer/Rauchmeldern 305 oder manuell
durch ein Besatzungsmitglied. Das Aufblasen des Beutels 303 wird den
Beutel 302 vollständig
entleeren, was den Austritt des gesamten Gases aus dem System gestattet. Ein Überdruckventil 310 wird
den gewünschten Druck
in der Kabine 301 garantieren.
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Das
atembare brandbekämpfende
Mittel sollte an Bord des Flugzeugs in einer Menge verfügbar sein,
die, falls möglich,
für einen
vollständigen Luftaustausch
in der Kabine ausreicht. Der anfängliche
Sauerstoffgehalt im Brandmittel und sein Lagerdruck im Beutel 14 können schwanken.
Dies hängt von
der Lagerraumverfügbarkeit
an Bord des Flugzeugs ab. In jedem Fall werden diese Parameter in einer
solchen Weise berechnet, dass sie bei der Freigabe des Brandmittels
an Bord eine brandbekämpfende
Atmosphäre
mit einem Sauerstoffgehalt von etwa 15% bereitstellen werden. Der
Gaslagerdruck kann vom Standard-Atmosphäredruck um bis zu 2 bis 3 Bar
oder sogar noch höher
schwanken.
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Sobald
das AFSS eingesetzt wird, muss das Frischluftversorgungssystem der
Kabine automatisch abgeschaltet werden. Es wird auch empfohlen, es
während
des Rests des Flugs nicht zu verwenden. Dies wird das Zurückbehalten
der Feuerlöschatmosphäre im Fall
des Wiederaufflammens des Brands gestatten, wozu es während elektrischer
Zwischenfälle
gewöhnlich
kommt. Frischluft kann in genau gesteuerten Mengen hinzugefügt werden,
um den Sauerstoffgehalt in der Kabinenatmosphäre zwischen 15% und 16% zu
halten.
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Das
hypoxische brandbekämpfende
Mittel kann nötigenfalls
durch einen von Hypoxico Inc. hergestellten hypoxischen Bord-Generator
während
des Flugs erzeugt werden, oder das in 22 gezeigte Bodenwartungsfahrzeug 222 kann
das System nachfüllen.
Das Fahrzeug ist mit einem hypoxischen Generator und Zylindern mit
gelagertem Kohlendioxid ausgerüstet.
Das Arbeitsprinzip des hypoxischen Generators ist früher in dieser
Beschreibung und in den oben bereitgestellten vorherigen Patentanmeldungen
zur Gänze
erklärt.
Das Fahrzeug 222 stellt eine Bodenwartung des AFSS und
nötigenfalls
ein Nachfüllen
des Systems mit der atembaren feuerlöschenden Zusammensetzung bereit.
Diese Zusammensetzung besteht aus einem Gemisch von hypoxischen Luftgasen,
die vor Ort aus der Umgebungsluft erzeugt werden, und dem Gemisch
hinzugefügtem Kohlendioxid.
Der hypoxische Generator benutzt die Molekularsiebadsorptionstechnologie,
die gestattet, dass ein genauer Teil des Sauerstoffs aus der Umgebungsluft
entzogen wird und sauerstoffverarmte Luft mit einem genauen Sauerstoffgehalt
bereitgestellt wird. Die Konzentration des Sauerstoffs in der feuerlöschenden
Zusammensetzung kann von 16% bis zu 1% oder sogar noch niedriger
hinab schwanken und ist stets vorbestimmt, damit die Atmosphäre in der Kabine
des Flugzeugs bei der Freigabe ungefähr 15% Sauerstoff (kann für Militärfahrzeuge
niedriger sein) enthalten wird.
-
Eine
hypoxische Atmosphäre
mit einem Sauerstoffgehalt von 15% bei einem barometrischen Druck
von 2,5 km ist für
die allgemeine Öffentlichkeit (sogar
ohne ergänzenden
Sauerstoff) für
die Zeit, die benötigt
wird, um die Brandquelle ausfindig zu machen und zu kontrollieren
(zumindest 15 Minuten), oder die das Flugzeug braucht, um zu einer
geringeren Höhe
zu sinken, die den barometrischen Druck an Bord erhöhen und
die Auswirkung der Hypoxie ausgleichen wird, absolut sicher.
-
Doch
der Zusatz von nur 4 bis 5% Kohlendioxid zum hypoxischen Gasgemisch
wird das Erhalten einer brandbekämpfenden
Atmosphäre
für Stunden
ohne negative Nebenwirkungen auf die Gesundheit der Passagiere gestatten.
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Das
in 33 gezeigte Diagramm zeigt die Veränderung
der Sauerstoffsättigung
des Hämoglobins
in Bezug auf den Abfall des Sauerstoffgehalts in der eingeatmeten
Luft von 20,9% der Umgebung auf 10% unter den folgenden zwei Bedingungen:
- a) bei einem Kohlendioxidgehalt der Umgebungsatmosphäre von 0,035%,
und
- b) bei einem erhöhten
Kohlendioxidgehalt von 4%.
-
Diese
Darstellung wird durch die Ergebnisse einer umfassenden Untersuchung, "CO2 – O2 Interactions
In Extention Of Tolerance To Acute Hypoxia", bestätigt, die 1995 durch das Medizinische
Zentrum der Universität
Pennsylvania (Lambertsen, C. J.) für die NASA durchgeführt wurde.
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Die
Kurve R veranschaulicht einen Abfall in der arteriellen Oxyhämoglobinsättigung
von 98% auf den Pegel von etwa 70% während der Einwirkung von 10%
O2 in der eingeatmeten Luft, die den Kohlendioxidgehalt
der Umgebungsatmosphäre
aufwies.
-
Die
Kurve S stellt die physiologische Reaktion auf die wiederhergestellte
Normokapnie in der Hypoxie dar, als dem eingeatmeten hypoxischen
Gasgemisch, das 10% O2 aufwies, 4% CO2 hinzugefügt wurden. Sie zeigt deutlich
die Wirksam keit der kohlendioxidbewirkten akuten physiologischen
Anpassung an die Hypoxie.
-
Nach
dem Untersuchungsbericht für
die NASA "... kann
Kohlendioxid den Blutfluss im Gehirn und die Sauerstoffaufsättigung
durch Erweitern der Blutgefäße im Gehirn
erhöhen.
Dieser erhöhte Blut(sauerstoff)fluss
stellt eine akute, nützliche
Anpassung an andernfalls unerträgliche
Grade einer Hypoxie bereit."
-
"Bei der Einwirkung
der Hypoxie kann ein Anstieg im arteriellen Kohlendioxiddruck die
Sauerstoffaufsättigung
des Gehirns und die geistige Leistung aufrechterhalten."
-
All
dies bestätigt,
dass ein Zusatz von 4 bis 5% CO2 zum atembaren
feuerlöschenden
Mittel die Garantie bereitstellen kann, dass die Verwendung eines
derartigen Mittels an Bord eines Flugzeugs absolut sicher ist. Überdies
bestätigt
eine Anzahl von Forschern, dass die Einwirkung eines derartigen
Hyperkapniegrads, der für
viele Tage andauert, für
den menschlichen Organismus keinerlei Schaden bereitstellt.
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34 zeigt
ein Diagramm, das eine durchschnittliche physiologische Reaktion
auf die Einwirkung der erfundenen atembaren hypoxischen brandbekämpfenden
Zusammensetzung in einer Höhe
von 2,5 km darstellt, was aufgrund seiner Druckbeaufschlagung auf
diese Höhe
dem barometrischen Druck an Bord eines modernen Passagierflugzeugs entspricht.
-
Während des
Flugs beträgt
eine durchschnittliche Sauerstoffsättigung des Hämoglobins etwa
96%. Nach ungefähr
20 Minuten im Anschluss an die Freigabe des atembaren hypoxischen
brandbekämpfenden
Gasgemischs kann die arterielle Oxyhämoglobinsättigung im Durchschnitt auf
93% fallen, wie durch die Kurve Q im Diagramm gezeigt ist, sofern
das Gasgemisch etwa 15% O2 und 4% CO2 enthält.
Ein derartiger unbedeutender Abfall der Oxihämoglobinsätigung kann während mäßiger Gymnastik auf
Meereshöhe,
die völlig
sicher ist, beobachtet werden.
-
Das
AFSS gestattet nötigenfalls
das Aufrechterhalten der hypoxischen brandhemmenden Umgebung während des
Rests des Flugs, indem einfach die Frischluftansaugung und die Belüftungssysteme
der Druckkabine abgeschaltet gehalten werden. Frischluft kann automatisch
in begrenzten Mengen hinzugefügt
werden, um den Sauerstoffgehalt in der Flugzeugkabine bei einem
Pegel von etwa 16% zu halten. Ein derartiges automatisches System
kann durch Ausführen
eines Sauerstoffmesswandlers einfach aufgebaut werden.
-
In
der Gegenwart haben neue Verbundmaterialien gestattet, dass stärkere und
leichtere Flugzeuge gestaltet werden, ohne dass es nötig ist,
den inneren atmosphärischen
Druck durch eine Druckbeaufschlagung auf höhere Höhen zu verringern. Derartige Flugzeuge
werden während
des Flugs an Bord einen Standardatmosphäredruck bereitstellen und können auch
mit einem geringfügigen
Anstieg des inneren Drucks umgehen. Ein Einsatz des AFSS an Bord
eines derartigen Flugzeugs wird einen durchschnittlichen Abfall
des arteriellen Hämoglobins
von 98% auf etwa 95% bewirken, was für einen Passagier kaum bemerkbar
wäre.
-
Das
erfundene Hypoxic FirePASS, AFSS und die atembaren hypoxischen Feuerlöschzusammensetzungen
können
in jedem beliebigen, von Menschen belegten geschlossenen Raum einschließlich, aber
ohne Beschränkung
darauf, Räumen
für die
Datenverarbeitung, Telekommunikationsvermittlungen, Prozesssteuerungs-
und Internet-Servern, Banken/Finanzinstituten, Museen, Archiven,
Bibliotheken und Kunstsammlungen, militärischen und Meereseinrichtungen,
Passagier/Militärflugzeugen, Raumfahrzeugen/Stationen,
unterirdischen/Unterwasseranlagen; Seefahrzeugen; Einrichtungen,
die mit brennbaren/explosiven Materialien tätig sind, Kernenergieanlagen,
Transporttunneln und - fahrzeugen,
Wohnungs- und Bürokomplexen,
Spitälern,
Privathäusern
und anderen isolierten, von Menschen belegten Objekten für Leben,
Arbeit, Reise, Sport, Unterhaltung, und weitere menschliche Aktivitäten eingesetzt
werden. Weitere Informationen sind im Internet unter www.firepass.com
bereitgestellt.