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Die
vorliegende Erfindung versteht sich als Schuhlöffelaufsatz für einen
Schuh, im Besonderen als Schuhlöffelaufsatz,
der einfach an einem Schuh befestigt werden kann. Ist er einmal
angepasst, führt er
die Ferse des Trägers,
während
dieser den Fuß in den
Schuh steckt. Solch ein Aufsatz erleichtert es dem Träger, den
Schuh anzuziehen und verhindert außerdem, dass der Schuh beschädigt wird.
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Es
gibt viele verschiedene Schuhdesigns, aber normalerweise gehören sie
immer zu einem von zwei Schuhtypen. Der erste Schuhtyp ist mit einem Verschluss
ausgestattet, entweder einem Schnürsenkel oder einer Schnalle.
Der Träger
zieht solch einen Schuh normalerweise mit offenem Verschluss an,
erst dann schließt
er den Verschluss, damit der Schuh genau sitzt. Um den Schuh zu
schließen, muss
der Träger
sich bücken
und das kann, zum Beispiel für
einen älteren
oder behinderten Menschen, schwierig sein. Ein Schnürschuh oder
Schnallenschuh sitzt normalerweise sehr locker am Fuß des Trägers, wenn
er nicht geschnürt
oder die Schnalle nicht geschlossen ist. Darum ist es gefährlich herum zu
laufen, wenn die Verschlüsse
nicht richtig geschlossen sind.
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Da
der Verschluss wieder geöffnet
werden muss, muss der Träger
sich auch bücken,
um einen solchen Schuh wieder auszuziehen.
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Ein
anderer Schuhtyp ist der Slipper, der keinen Verschluss hat. Um
einen Slipper anzuziehen, steckt der Träger den Fuß einfach in den Schuh und der
Schaft verformt sich, um den Fuß des
Trägers aufzunehmen
und fest zu umfassen.
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Mit
einem Slipper wird vermieden, dass der Träger sich bücken muss, um den Schnürsenkel,
die Schnalle oder einen andersartigen Verschluss zu schließen. Trotzdem
muss der Träger
sich bücken, um
den Schuh anzuziehen, da er die Verse in den Schuh hineinführen muss.
Das kann man auch tun, indem man ein passendes Hilfsmittel, zum
Beispieleinen Schuhlöffel,
zwischen dem hinteren Teil der Ferse des Trägers und dem Schaft einsetzt,
während
der Schuh angezogen wird; auch kann der Träger einen Finger zwischen dem
hinteren Teil seiner Ferse und dem Schaft hin- und herbewegen, während er
den Schuh anzieht. Macht man das nicht, neigt man dazu, durch das
Anziehen der Schuhe die Hinterkappe zu zerdrücken. Tut man das wiederholt,
wird der Schuh beschädigt.
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Bekanntermaßen gibt
es Schuhe, bei denen der Schaft hinten offen ist, sodass der Schaft
nicht den ganzen Fuß des
Trägers
umschließt.
Diese Schuhe kann man anziehen, ohne dass der Träger sich bücken muss. Da aber der Schaft
den Fuß nicht ganz
umschließt,
kann der Fuß des
Trägers
sich entsprechend im Schuh bewegen oder sogar ganz aus dem Schuh
herausgleiten. Daher ist der Gebrauch von Schuhen dieser Art nur
sehr eingeschränkt
möglich.
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In
vielen Fällen
benötigen ältere oder
behinderte Menschen Hilfe, um ihre eigenen Schuhe an- und auszuziehen.
In einem Krankenhaus zum Beispiel bedeutet das für die Krankenschwestern einen immensen
Zeitaufwand, um ihren Patienten zu helfen, ihre Schuhe an- und auszuziehen.
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UK
Patentanmeldung GB-A-2 235360 offenbart einen Schuh mit einem integrierten
Schuhlöffel. Der
Schuhlöffel
wird in das Grundmodell eingebaut und soll den Fuß des Trägers führen, während er
den Schuh anzieht, und damit eine Beschädigung des Schaftes verhindern.
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US
Patent Nr. 3 643 350 offenbart einen Schuhlöffel für die Einarbeitung in einen
fertigen Schuh als fester Bestandteil dessen, zum Beispiel durch
Einsetzen des Schuhlöffels
zwischen der Sohle und dem Innenfutter des Schuhs. Obwohl angedeutet
wird, dass der Träger
den Schuhlöffel
in den vorhandenen Schuh einsetzen kann, wird dieser dann zum festen
Bestandteil des Schuhs. Der Schuhlöffel wird aus einer flachen
,tap portion', zum
Beispiel aus Leder, geformt.
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US
Patent Nr. 3 097 438 offenbart einen „dauerhaft eingebauten Schuhlöffel", der dauerhaft im
Schuh befestigt werden soll, zum Beispiel durch die Verwendung eines
Haftmittels. Der Schuhlöffel wird
aus einer flachen ,tap portion',
zum Beispielaus Leder, geformt.
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GB-A-2
090 723 offenbart einen ,Schuhlöffel ähnlichen
Einsatz', der fest
in einen Schuh eingefügt wird,
meistens durch Einarbeiten des Schuhlöffeleinsatzes in das Grundmodell
des Schuhs während
seiner Fertigung. Obwohl der Träger
den Schuhlöffeleinsatz
in den vorhandenen Schuh einpassen kann, wird der Schuhlöffeleinsatz
fest an die Innensohle des Schuhs geheftet.
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US
Patent Nr. 1 782 620 offenbart einen Schuh mit einem Schuhlöffel, der
mit dem Innenfutter des Schuhs geformt, und fester Bestandteil des Schuhs
ist. Der Schuhlöffel ist
aus Leder und der Träger
muss sich bücken
und den Schuhlöffel
halten, während
er den Schuh anzieht. Daher ist der Schuhlöffel nicht für kranke
oder behinderte Menschen geeignet.
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Die
vorliegende Erfindung bietet einen Schuhlöffelaufsatz für einen
Schuh, wobei der Aufsatz folgende Bestandteile aufweist: Einen konturierten
Teil, der so strukturiert und aufgebaut ist, dass er die Ferse des
Trägers
umschließt,
einschließlich
eines hinteren Teils, linken und rechten Seitenteilen eines hinteren,
oberen Teils (2a), dass sich schräg vom hinteren Teil weit über den
Schuhrand des Trägers
hinaus verlängert,
wenn der Aufsatz am Schuh des Trägers
angebracht ist, wobei der obere, hintere Teil während des Gebrauchs elastisch
verstellbar ist, um die Ferse zu führen, wenn der Fuß des Trägers in
den Schuh eingeführt
wird; und Befestigungselemente, die mindestens an einem hinteren,
linken oder rechten Teil angebracht sind, um den Aufsatz so am Schuh
des Trägers
zu befestigen, dass er einfach abzunehmen ist.
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Ein
Schuhlöffelaufsatz
wie in der vorliegenden Erfindung kann an jeden vorhandenen Schuh
angepasst werden. Wenn das erfolgt ist, kann der Träger den
Schuh anziehen, ohne sich bücken
zu müssen,
da der Schuhlöffelaufsatz
den Fuß den
Trägers in
den Schuh einführt.
Der Träger
kann den Schuh ebenfalls wieder ausziehen, ohne sich bücken zu müssen. Außerdem verhindert
der Schuhlöffelaufsatz,
dass der hintere Teil des Schaftes deformiert wird, wenn der Schuh
angezogen wird und verhindert damit die Beschädigung des Schuhs.
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Erleidet
ein Mensch eine Behinderung, kann er diesen Schuhlöffelaufsatz
in jeden seiner vorhandenen Schuhe einpassen und damit die Notwendigkeit
zum Kauf von speziellen Schuhen, wie im UK Patentantrag GB-A-2 235
360 offenbart, umgehen.
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Bevorzugte
Eigenschaften der vorliegenden Erfindung werden in den abhängigen Patentansprüchen dargelegt.
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Bevorzugte
Ausführungen
der vorliegenden Erfindung werden nun mit Hilfe von veranschaulichenden
Beispielen unter Bezugnahme der begleitenden Abbildungen, wobei:
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1 die
schematische, perspektivische Darstellung eines Schuhs ist, dem
der Schuhlöffelaufsatz
der vorliegenden Erfindung eingepasst wurde.
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2 die
schematische Darstellung eines Trägers ist, der seinen Fuß in den
Schuh von 1 einführt.
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3 die
schematische Darstellung eines Trägers ist, der den Schuh von 1 auszieht.
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4 die
schematische, perspektivische Darstellung eines Schuhlöffelaufsatzes
aus der vorliegenden Erfindung ist.
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4a ein
Beispiel für
eine passende Befestigung zeigt, um den Schuhlöffelaufsatz der vorliegenden
Erfindung an einem Schuh zu befestigen.
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4b ein
schematischer Querschnitt des Schuhlöffelaufsatzes von 4 ist.
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5 die
schematische, perspektivische Darstellung eines anderen Schuhlöffelaufsatzes
entsprechend der vorliegenden Erfindung ist.
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6 die
schematische, perspektivische Darstellung eines Schuhs ist, dem
eine Variante des Schuhlöffelaufsatzes
der vorliegenden Erfindung eingepasst wurde.
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7 die
schematische, perspektivische Darstellung eines Schuhs ist, der
kein Bestandteil der vorliegenden Erfindung ist, und der ein fest
eingebautes Führungselement
hat, und
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8 die
schematische, perspektivische Darstellung eines Schuhs ist, dem
ein anderer Schuhlöffelaufsatz
der vorliegenden Erfindung eingepasst wurde.
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Ähnliche
Referenzziffern kennzeichnen ähnliche
Komponenten in allen Zeichnungen.
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1 stellt
einen Schuh dar (1), dem ein erster Schuhlöffelaufsatz
(8) der vorliegenden Erfindung eingepasst wurde. Es kann
sich dabei um jeden konventionellen Schuh handeln, dessen Sohle
normalerweise mit 21, und dessen Schaft normalerweise mit 20 angegeben
ist. Seine Ausführung
wird nicht im Detail beschrieben. 1 zeigt
einen Slipper, aber die Erfindung kann genauso gut an einem Schuh
angebracht werden, der Verschlüsse,
wie zum Beispiel Schnürsenkel
oder Schnallen, hat.
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Der
Schuhlöffelaufsatz
ist in 4 dargestellt. Wie man den 1 und 4 entnehmen kann,
soll der Schuhlöffelaufsatz
(8) in den hinteren Teil eines Schuhs eingesetzt und dann
befestigt werden. Der Aufsatz ist so bemessen, dass er bequem in den
hinteren Teil eines Schuhs passt und gewöhnlich so geformt, dass er
mit den Konturen des hinteren Teils eines menschlichen Fußes übereinstimmt.
Der Schuhlöffelaufsatz
(8) hat eine Rückseite
(2) und linke und rechte Seitenteile (10). 1 zeigt,
dass die Seitenteile (10) im Wesentlichen genauso hoch
sind, wie der Rand (4) des Schafts (20). 1 stellt
den Schuhlöffelaufsatz
(8) von 4 im Gebrauch. Die Rückseite
(2) des Schuhlöffelaufsatzes
(8) ist jedoch höher,
als der hintere Teil des Schafts. Daher ragt der obere, hintere
Teil (2a) des Aufsatzes über den Schuhrand (4)
hinaus, wenn sich der Aufsatz (8) im Schuh befindet. Die
Länge der
Seiten (10) des Schuhlöffelaufsatzes
entspricht gewöhnlich
der Länge
des Fersenteils (16) der Schuhsohlen (1), wie
in 1. Allerdings können die Seiten (10)
des Schuhlöffelaufsatzes
auch wahlweise länger,
oder kürzer, sein,
als die Fersenteile (16) der Schuhsohle (1). Die beiden
Seiten (10) des Schuhlöffelaufsatzes
müssen nicht
gleich lang sein. Prinzipiell kann der Aufsatz auch nur ein Seitenteil
(10) haben.
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Die
Seitenteile (10) stehen so weit auseinander, dass die Gesamtbreite
des Aufsatzes im Wesentlichen die gleiche Breite hat, wie der Innenschuh. Außerdem sind
die Seitenteile (10) und der hintere Teil (2)
möglichst
so konturiert, dass sie eng anliegend im Schaft sitzen. Im Wesentlichen
wird das äußere Profil
jedes Seitenteils (10) nach Möglichkeit auf das innere Profil
der Seitenwände
des Schafts abgestimmt. Darüber
hinaus hat normalerweise die Innenseite der menschlichen Ferse ein
anderes Profil als die Außenseite
der Ferse, da man dazu neigt, mehr Gewicht auf die innere Ferse
zu legen. Der Schuhlöffelaufsatz
ist möglichst
so konturiert, dass er dem Rechnung trägt und damit das Profil jeder
Innenfläche
der Seitenteile (10) generell dem äußeren Profil der entsprechenden
Seite des Fußes
entspricht. Infolge dessen passt ein Schuhlöffelaufsatz für den linken
Fuß nicht
in den rechten Schuh, und umgekehrt. Daher sollten die Aufsätze als
Paare hergestellt werden, mit einem Aufsatz für den linken und einem für den rechten
Fuß.
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Die
weibliche Ferse ist normalerweise anders geformt, als die Männliche.
Daher sollten bei der Herstellung die Aufsätze für Frauen anders geformt werden,
als die Aufsätze
für Männer.
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Wie
oben erwähnt,
haben die linken und rechten Seitenteile (10) im Wesentlichen
die gleiche Höhe,
wie der Rand (4) der Hinterkappe (20). Daher ist
es sinnvoll, mindestens zwei Aufsätze mit verschieden hohen Seitenteilen
herzustellen. Ein Träger kann
dann den Aufsatz auswählen,
der am besten zur Höhe
der Hinterkappe seines Schuhs passt.
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Um
den Schuhlöffelaufsatz
(8) am Schuh (1) zu befestigen, werden Befestigungselemente
(13) mitgeliefert. In der Ausführungsart von 4 sind selbstklebende
Befestigungselemente dargestellt. In 4 wird eine
Ausführung
gezeigt, in der die Befestigung aus Klebestreifen (13)
besteht, die auf der Außenfläche des
Schuhlöffelaufsatzes
(8) aufliegen. Wenn der Aufsatz in den Schuh eingepasst
wird, befestigen die Klebestreifen den Aufsatz am Schaft.
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4 zeigt
zwei Klebestreifen (13), die jeweils auf einer Außenseite
(10) des Aufsatzes aufliegen. Die Erfindung ist aber nicht
auf diese genaue Anzahl an Klebestreifen begrenzt. Die Anwendung der
Klebestreifen ist auch nicht auf die Seitenteile (10) des
Aufsatzes beschränkt.
Es könnten
zum Beispiel weitere Klebestreifen an den hinteren Teil (2) des
Aufsatzes angebracht werden, wie in 1 (die Abbildung
zeigt zwei Klebestreifen als gestrichelte Linien, die im Wesentlichen
horizontal an der Aufsatzaußenseite
des hinteren Teils (2) befestigt wurden).
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Die
Streifen (13) können
zur einfacheren Handhabung selbstklebend sein. 4a ist
ein schematischer Querschnitt durch eine Ausführungsart eines selbstklebenden
Streifens (13), der an dem Seitenteil (10) des
Aufsatzes befestigt ist. 4a zeigt
einen selbstklebenden Streifen (13), der aus einem Trägermaterial
(18) zwischen der ersten und zweiten Klebeschicht (17, 19)
besteht. Mit der ersten Klebeschicht (17) wird das Trägermaterial
(18) mit einem passenden Haftmittel (nicht dargestellt)
am Aufsatz befestigt. Die zweite Klebeschicht (19) wird
an der Außenseite
des Trägermaterials
(18) angebracht. Wenn nun der Aufsatz in den Schuh eingepasst
wird, klebt die zweite Schicht am Schaft fest, um so den Aufsatz
an der richtigen Stelle zu befestigen. Die Befestigungselemente
in 4a können
aus jedem handelsüblichen
doppelseitigen Klebeband bequem hergestellt werden.
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Besteht
der Wunsch, den Aufsatz wieder zu entfernen, sollte man bei der
Wahl des äußeren Klebestreifens
(19) darauf achten, dass dieser nicht zu stark klebt. Er
sollte stark genug kleben, um eine sichere Verbindung mit der Schuhinnenseite
zu haben, aber nicht so stark, dass er bei der Entfernung des Aufsatzes
den Schaft beschädigt.
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Der
Aufsatz kann mit den angebrachten Klebeschichten oder Klebestreifen
(13) verkauft werden. Der Träger muss dann nur den Aufsatz
in einen Schuh hinein legen und die Klebestreifen am Schaft festdrücken. Um
den Aufsatz richtig zu befestigen, muss dieser fest an den Schaft
gedrückt
werden, sodass die Streifen im Schuh festkleben.
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Die
Klebeschichten oder Streifen haben zunächst eine Schutzfolie (nicht
dargestellt) um die Verminderung des Klebefilms zu verhindern, bevor
der Schuhlöffelaufsatz
in den Schuh eingebaut wird. Wenn der Träger den Schuhlöffelaufsatz
in den Schuh einbauen möchte,
entfernt er die Folie, legt den Aufsatz in den Schuh und drückt diesen
fest gegen den Schaft, sodass die Klebestreifen im Inneren des Schuhs
festkleben.
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Die
Erfindung ist nicht beschränkt
auf die Nutzung von Klebestreifen zur Befestigung. Um den Schuhlöffelaufsatz
(8) im Schuh zu befestigen, kann jede passende Befestigungsart
benutzt werden.
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Die
obere Partie (2a) des hinteren Teils (2) des Schuhlöffelaufsatzes
ist wie ein üblicher
Schuhlöffel
geformt und dazu da, den Fuß des
Trägers
in den Schuh einzuführen.
Daher muss der Träger
sich nicht bücken,
um den Schuh anzuziehen. Wenn außerdem der Träger seinen
Fuß in
den Schuh steckt, schütz
der Schuhlöffelaufsatz
(8) den Schaft vor Verformungen, da der Fuß des Trägers nur
den Schuhlöffelaufsatz
berührt,
speziell den oberen Teil (2a) der Aufsatzrückseite,
und nicht mit dem Schaft. Dies wird in 2 verdeutlicht,
in der ein Träger
gezeigt wird, der seinen Schuh (1) anzieht. Man sieht,
wie die Ferse (7) den oberen Teil (2) des Schuhlöffelaufsatzes (8)
berührt.
Die Form des oberen (2a), hinteren Teils des Aufsatzes
bewirkt ein leichtes Zurückweichen der
Hinterkappe durch den Druck, den die Ferse des Trägers auf
den Schuh ausübt.
Das erleichtert dem Träger
den Einstieg in den Schuh und in den Schuhlöffelaufsatz. Sobald der Fuß des Trägers ganz
im Schuh ist, übt
er keinen Druck mehr auf den oberen Teil (2a) des Aufsatzes
aus, der Schuh geht zurück
in seine ursprüngliche
Form und umschließt
sicher den Fuß des
Trägers.
Die Ferse (7) des Trägers
berührt außerdem nicht
die Hinterkappe des Schuhs (wie oben erwähnt), sodass eine Verformung
und Beschädigung
des Schafts verhindert wird.
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4b ist
ein Querschnitt des Aufsatzes aus 4. Wie man
sieht, ist der untere (2), hintere Teil des Aufsatzes so
konturiert, dass er auf den Fuß des
Trägers
passt. Er hat somit ein konkaves Profil. Sobald der Träger seinen
vollständig
in den Schuh steckt, wird seine Ferse vom Aufsatz umfasst.
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Ein
Schuhlöffelaufsatz
(8), wie in der vorliegenden Erfindung, erleichtert es
dem Träger,
seinen Schuh auszuziehen. 3 verdeutlicht
das Ausziehen eines Schuhs. Wie man sehen kann, kann der Träger einen
Schuh (1) ausziehen, indem er die Zehen des anderen Fußes (6)
gegen den oberen, hinteren Teil (2a) des Aufsatzes (8)
drückt.
Wenn der Träger
nun sein Bein (5) aus dem Schuh zieht, verhindert der Druck
des anderen Fußes
(6) auf den Schuhlöffelaufsatz
(8), dass der Schuh sich bewegt, während der Träger sein
Bein aus dem Schuh zieht. Jetzt kann der Träger einfach seinen Schuh ausziehen, ohne
sich bücken
zu müssen.
Um einen normalen Slipper auszuziehen, ohne sich zu bücken, muss
der Träger
außerdem
den einen Fuß gegen
die Hinterkappe des anderen Schuhs drücken, damit der Schuh sich
nicht bewegt. Dadurch kann der Schaft beschädigt werden. Mit der vorliegenden
Erfindung jedoch, berührt
der andere Fuß des
Trägers
(6) den Schaft nicht, sondern nur den Hinterkappenaufsatz. Es
gibt daher kein Risiko, den Schaft zu beschädigen.
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Anstatt
seinen anderen Fuß gegen
den Aufsatz (8) zu legen, wie in 3, kann
der Träger
den oberen Teil (2a) des Schuhlöffelaufsatzes gegen einen passenden
Gegenstand legen, zum Beispiel eine Stuhllehne oder ein anderes
Möbelstück, eine Krücke oder
einen Spazierstock.
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Um
das Ausziehen des Schuhs zu erleichtern, kann der Schuhlöffelaufsatz
mit einem Teil (2c) ausgestattet werden, dass hinten über den
oberen Teil (2a) der Aufsatzrückseite herausragt. Die gestrichelten
Linien in 4b zeigen dieses. Der überstehende
Teil (2c) erhöht
die Außenfläche des
Aufsatzes, sodass es für
den Träger
einfacher ist, den Aufsatz an einen Gegenstand zu drücken, während er den
Schuh auszieht.
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Der
Schuhlöffelaufsatz
wird am besten aus einem elastischen, nachgiebigen Material hergestellt, sodass
sich der hintere Teil (2) und die Seitenteile (10)
so biegen können,
dass sie sich dem Fußgelenk des
Trägers
anpassen können,
während
der Schuh angezogen wird. Damit die Hinterkappe trotzdem gestützt wird,
muss die vertikale Festigkeit erhalten bleiben. Der Aufsatz kann
gewöhnlich
aus Kunststoff geformt werden. Es können alle Kunststoffe verwendet werden,
die fest genug sind und sich leicht formen lassen. Ein geeignetes
Material ist PVC. Es hat sich gezeigt, dass eine Stärke von
ungefähr
1 mm genug Festigkeit für
den unteren, hinteren Teil (2) und die Seitenteile (10)
hat, wenn ein harter Kunststoff benutzt wird, um den Aufsatz auszuformen.
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Während man
einen Schuh an- oder auszieht, können
beträchtliche
Kräfte
auf den oberen Teil (2a) des hinteren Aufsatzteils ausgeübt werden.
Um trotzdem genügend Festigkeit
zu bieten, muss der obere Teil (2a) des hinteren Aufsatzteils
eventuell eine größere Stärke haben,
als der hintere Teil und die Seitenteile (10). Macht man
also den oberen Teil (2a) der Rückseite im Verhältnis dicker,
hat das einen weiteren Vorteil. Die obere Kante des Aufsatzes kann ein
rundes Profil bekommen und damit scharfe Kanten vermieden werden,
die für
den Träger
unbequem sein könnten.
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5 zeigt
eine alternative Ausbildungsform des Schuhlöffelaufsatzes der vorliegenden
Erfindung. Grundsätzlich
gleicht sie dem Aufsatz in 4, bis auf
einen zusätzlichen
Basisteil (9). Im Gegensatz zu dem Aufsatz in 4,
der unten offen ist (sodass die Ferse des Trägers auf der Innensohle des
Schuhs aufliegt).
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Der
Aufsatz in 5 kann ebenfalls auf jede geeignete
Art und Weise befestigt werden. Wird der Aufsatz mit einem Haftmittel
im Schuh befestigt, wäre
es möglich,
dieses sowohl auf der Unterseite des Basisteils (9), als
auch auf den Außenflächen der Seitenteile
(10) und den unteren, hinteren Teilen (2) zu verteilen.
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6 zeigt
einen Schuh, bei dem eine weitere Ausbildungsform des Schuhlöffelaufsatzes
(8) eingepasst wurde. Der Aufsatz (8) in 6 gleicht grundsätzlich dem
Aufsatz in 4. Nur die Seitenteile (10)
der Einlage (8) in 4 wurden
durch Halteelemente (15) ersetzt, die über dem obersten Schuhrand
(4) befestigt werden sollen. Die Elemente (15)
haben einen Querschnitt, der üblicherweise
einem umgekehrten „V" entspricht, und
werden über dem
obersten Schuhrand (4) befestigt. Der Aufsatz (8)
kann ebenfalls auf jede geeignete Art und Weise befestigt werden.
Wenn der Aufsatz zum Beispielaus einem passenden Kunststoff geformt
wurde, ist es möglich,
die Halteelemente über
den obersten Rand des Schaftes zu heften und damit den Aufsatz am Schuh
zu befestigen. Wahlweise ist es auch möglich, ein Haftmittel an der
Außenfläche des
hinteren Teils (2) der Einlage zu verwenden und/oder unter
den Elementen (15).
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8 zeigt
einen Schuh, bei dem eine weitere Ausbildungsform des Schuhlöffelaufsatzes
(8) der Erfindung eingepasst wurde. Der Aufsatz (8)
in 8 gleicht grundsätzlich dem Aufsatz in 6, bis
auf zusätzlich
angebrachte Flügel
(11), die an den Halteelementen (15) des Schuhlöffels befestigt
sind. Diese können
für dekorative
Zwecke gebraucht werden, zum Beispiel bei einem Kinderschuh. Allerdings sind
die Flügel
nach außen
abgewinkelt und bieten daher etwas Schutz für das Fußgelenk des Trägers.
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Wie
oben erklärt,
besteht ein Nutzen des Schuhlöffelaufsatzes
der vorliegenden Erfindung darin, es behinderten Menschen zu ermöglichen,
ihre vorhandenen Schuhe zu modifizieren, sodass sie ihre Schuhe
an- und ausziehen können,
ohne sich bücken
zu müssen.
Es ist natürlich
durchaus möglich,
dass ein behinderter Mensch Schnürschuhe
hat und einen Schuhlöffelaufsatz
der vorliegenden Erfindung sowohl an Schnürschuhen, als auch an Slippern
anwenden möchte.
Prinzipiell ist es durchaus möglich,
einen Schnürschuh
mit einem Schuhlöffelaufsatz
der vorliegenden Erfindung zu versehen und damit ein An- und Ausziehen
des Schuhs zu ermöglichen,
ohne dass der Träger
sich bücken
muss.
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Ein
Problem bei Anbringung der vorliegenden Erfindung an einen Schnürschuh ist,
das sich die Zunge des Schuhs zusammenrollt, wenn der Fuß in den
Schuh gedrückt
wird, sodass die Zunge nicht in ihrer korrekten Position landet.
Das könnte
für den Träger unbequem
sein und außerdem
die Zunge beschädigen.
Dieses Problem wird wahrscheinlich nur bei Schnürschuhen auftreten, da die
Zunge bei einem Slipper weit entfernt vom Zeh an den unteren Seiten
des Schuhs angenäht
wird, sodass die Zunge sich wahrscheinlich nicht verdreht, wenn
der Fuß nach
vorne in den Schuh gedrückt
wird. In welchen Ausmaß sich
die Zunge voraussichtlich zusammenrollt, wenn die Erfindung angewandt
wird, hängt
von dem Material ab, aus dem die Zunge hergestellt wurde.
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Um
das Zusammenrollen der Zunge zu verhindern, ist es möglich, die
Zunge mit einer zusätzlichen
Auflage zu versehen. Einen Schnürschuh
würde der
Träger
zuerst anziehen und dann schnüren, wenn
er die Schnürriemen
angeglichen hat, damit der Schuh bequem passt. Der Träger kann
dann den Schuh ausziehen, und die Zunge am Schaft festmachen. Die
Zunge wird damit in der richtigen Position gehalten und kann sich
nicht aufrollen, wenn der Träger
den Schuh das nächste
Mal anzieht.
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Eine
geeignete Methode zur Befestigung der Zunge an der Schaftunterseite
ist der Gebrauch eines Haftmittels. Zum Beispiel kann man ein doppelseitiges
Klebeband zwischen die Oberseite der Zunge und die Unterseite des
Schaftes legen. Das Klebeband wird die Zunge stützen und auf ihrem Platz halten
und damit verhindern, dass die Zunge zurückrollt, wenn der Fuß des Trägers vorwärts und
abwärts
in den Schuh gedrängt
wird.
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Eine
Schuhlöffeleinlage
der vorliegenden Erfindung ermöglicht
somit den Menschen, ihre vorhandenen Schuhe in Slipper umzubauen,
die an- und ausgezogen werden können,
ohne das der Träger sich
bücken
muss. Erleidet ein Träger
eine Behinderung, muss er daher keine speziellen Schuhe in einer Ausführung kaufen,
wie sie in der UK Patentanmeldung GB-A-2 235360 offenbart ist. Ist
ein Träger
nur zeitweise behindert – zum
Beispiel nach einem Unfall – und
später
wieder genesen, kann er außerdem
den Schuhlöffelaufsatz
aus den Schuhen entfernen, ohne den Schuh zu beschädigen, falls
er das wünscht.
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Ein
weiterer Nutzen der vorliegenden Erfindung ist das „Einlaufen" eines neuen Schuhpaares. Manchmal
ist das Tragen von neuen Schuhen unbequem, da die Hinterkappe steif
sein kann und gegen die Ferse des Trägers scheuert. Das kann verhindert werden,
indem man einen Schuhlöffelaufsatz
der vorliegenden Erfindung in der ersten Zeit nach dem Schuhkauf
in den Schuh einsetzt. Sind die Schuhe einige Zeit getragen worden
und haben sich in Form und Größe dem Trägerfuße angepasst,
können
sie, falls gewünscht,
entfernt werden.