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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein leistungssteuerndes Netzelement
zur Verwendung in optischen Kommunikationssystemen. Die Erfindung
betrifft ferner ein Verfahren zum Hinzufügen eines Kanals zu einem derartigen
Element.
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Herkömmliche
optische Kommunikationssysteme wenden heutzutage routinemäßig die
Wellenlängen-Multiplextechnik
(Wavelength Division Multiplexing – WDM) an, bei der eine Strahlungsausbreitung
in den Systemen in eine Vielzahl von Wellenbereichen zerteilt wird,
wobei jeder Wellenbereich einem optischen Kanal des Systems zugeordnet
ist. Künftige
Kommunikationssystemkonzepte enthalten beispielsweise 32 Kanäle, die
mit Wellenlängenintervallen
von 0,8 nm voneinander beabstandet sind. Ein derartiger Abstand
entspricht einer Kanalfrequenzteilung von ca. 100 GHz für optische
Strahlung mit einer nominalen Wellenlänge von 1,5 μm.
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Bei
Ausbreitung optischer Strahlung in den Systemen breitet sich die
optische Strahlung durch eine Reihe optischer Komponenten aus, die
ungleichmäßige Spektralempfindlichkeiten
aufweisen, mit der Tendenz, Strahlungsleistung, die mit einigen
Kanälen
gegenüber
anderen Kanälen
verbunden ist, zu verstärken. Eine
derartige Verstärkung
kann zu Problemen in erbiumdotierten Faserverstärkern (erbium doped fibre amplifiers – EDFAs)
führen,
die in herkömmlichen
Systemen zur Verstärkung
von Strahlungspegeln angewendet werden, z.B. bei Verstärkerknoten
in den Systemen.
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Ein
weiteres in den Kommunikationssystemen angetroffenes Problem besteht
im Hinzufügen
und Entfernen von Kanälen,
ohne dabei eine Unterbrechung in bestehenden aufgebauten Kanälen oder
aber Anstiege in der Strahlungsleistung zu verursachen, die in EDFAs
verstärkten
bestehenden Kanälen
zu Störungen
führen kann.
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EDFAs
sind naturgemäß nichtlineare
Vorrichtungen. Zusammengesetzte Strahlung umfassend eine Anzahl
von Strahlungskomponenten, die in einen EDFA eingegeben werden,
wobei eine der Komponenten eine Amplitude aufweist, die bedeutend
größer ist
als die der anderen Komponenten, kann dazu führen, dass der EDFA seine Pumpeingangsenergie überwiegend
zur Verstärkung
der Komponente mit der größeren Amplitude
verwendet, was zu Lasten der anderen Kanäle geht und zu Datenfehlern
in den anderen Kanälen
führt.
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Die
US 5,907,429 offenbart einen
EDFA zur Verwendung in einem optischen WDM-Übertragungssystem,
das eine konstante Leistung selbst bei einer Änderung der Anzahl der Eingangswellenlängenkanäle beibehält. Eine
Steuereinheit steuert die Verstärkung
des Verstärkers über das
Pumplicht, so dass die gemessene Lichtleistung aus dem Verstärker gleich
einem festgelegten Referenzwert zur Aufrechterhaltung des Lichtleistungspegels
auf einem vorbestimmten Pegel ist. Um Änderungen in der Anzahl von
Eingangskanälen
Rechnung zu tragen, wird der Eingangslichtpegel des Wellenlängenmultiplexsignals
am Eingang des Verstärkers gemessen
und der festgelegte Referenzwert in Abhängigkeit des Eingangslichtpegels
geändert.
In einer zweiten Ausführungsform
lehrt die
US 5,907,429 das
Bestimmen, welche Wellenlängenkanäle im Eingangs-WDM-Signal
vorliegen, sowie das Hinzufügen
eines optischen Ausgleichssignals, das Strahlungskomponenten einer
Wellenlänge
umfasst, die jedem Kanal entspricht, der nicht im Eingangssignal
enthalten ist, zu dem Eingangs-WDM-Signal, um einen konstanten Eingangslichtpegel
zum Verstärker
aufrechtzuerhalten. Da der Pegel der Lichtleistung zum Verstärker konstant
bleibt, selbst wenn sich die Anzahl der Eingangswellenlängenkanäle ändert, kann
der Ausgangslichtpegel auf einem vorbestimmten Pegel aufrechterhalten
werden.
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Die
US 5,805,322 offenbart ein
optisches Multiplexkommunikationssystem, in dem ein WDM-Signal in Abhängigkeit
der Anzahl von Wellenlängenkanälen, die
in dem übertragenen
WDM-Signal vorliegen, verstärkt wird.
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Um
diese Problem anzugehen, hat sich der Erfinder ein leistungssteuerndes
Netzelement ausgedacht, das in der Lage ist, die Kanalstrahlungsamplitude
zu steuern sowie Kanäle
in kontrollierter Weise hinzuzufügen und
zu entfernen, ohne dabei Überlastungsauswirkungen
in optischen Geräten
wie EDFAs zu verursachen, die Strahlung von dem Netzelement empfangen.
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Erfindungsgemäß ist ein
leistungssteuerndes Netzelement für ein Wellenlängenmultiplex-(wavelength division
multiplex – WDM)-Kommunikationssystem
vorgesehen, in welchem sich im System ausbreitende Strahlung in
eine Vielzahl von Wellenbereichen unterteilt wird, wobei jeder Wellenbereich
einem optischen Kanal zugeordnet ist, das Element zur Steuerung
der Leistung eines oder mehrerer optischer Kanäle, die über das Element übertragen
wird, sowie zur Steuerung der Leistung eines oder mehrerer optischer
Kanäle,
die am Element hinzugefügt
werden, vorgesehen ist, das Element Erzeugungsmittel umfasst für die Erzeugung
und Steuerung der Leistung des einen oder der mehreren optischen
Kanäle,
die am Element hinzugefügt
werden, sowie für
das Aussenden des einen oder der mehreren optischen Kanäle zum Ausgang,
wobei das Element gekennzeichnet ist durch: Messmittel zum Messen
der Leistung jedes optischen Kanals, die vom Element ausgegeben
wird; eine Kanalsteuereinheit für
die selektive Übertragung
zum Ausgang des Elements der Eingangsstrahlung des einen oder der
mehreren optischen Kanäle,
die vom System empfangen wird, und für die selektive Dämpfung der
Leistung des einen oder der mehreren optischen Kanäle, die
an den Ausgang übertragen
wird, und Steuermittel zum Empfangen von Daten vom Messmittel, die
bezeichnend sind für
die Leistung jedes optischen Kanals, die vom Element ausgegeben
wird, und die ausführbar
sind, die Kanalsteuereinheit und das Erzeugungsmittel zu instruieren,
die Leistung jedes optischen Kanals innerhalb vorbestimmter Leistungsgrenzen
zu steuern, und wobei das Steuermittel ausführbar ist, das Erzeugungsmittel
zu instruieren, den einen oder die mehreren optischen Kanäle, die
am Element hinzugefügt
werden, in einer schrittweise zunehmenden Weise zu erzeugen, wodurch
ein Leistungsüberschuss
in dem einen oder den mehreren optischen Kanälen, die am Element hinzugefügt werden,
reduziert wird.
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Wenn
ein optischer Kanal am Element neu hinzugefügt werden soll, ist das Steuermittel
in vorteilhafter Weise ausführbar,
das Erzeugungsmittel zu instruieren, den neuen optischen Kanal zunächst mit
einem Leistungspegel zu erzeugen, der für das Messmittel ausreichend
ist, existierende optische Kanäle,
die vom Element übertragen
oder erzeugt werden, zu erkennen, jedoch nicht ausreichend ist,
diese zu unterbrechen. Das Element bietet den Vorteil, dass es in
der Lage ist, einen oder mehrere neue optische Kanäle (Strahlungskomponenten)
hinzuzufügen,
ohne dass dabei eine Überlastung
oder ein Überschuss
im Element und dem stromabwärts
verbundenen System verursacht wird.
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Wenn
der neue optische Kanal zunächst
einen Leistungspegel aufweist, der für das Messmittel zum Erkennen
ausreichend ist, ist das Messmittel vorzugsweise weiterhin ausführbar ist,
die Wellenlänge
des neuen optischen Kanals zu messen, und das Steuermittel ist ausführbar zu
bestimmen, ob der neue Kanal falsch abgestimmt ist, und wenn festgestellt
wird, dass der neue optische Kanal korrekt abgestimmt ist, das Steuermittel
ausführbar
ist, das Erzeugungsmittel dann zu instruieren, die Strahlungsleistung
des neuen Kanals in der schrittweise zunehmenden Weise zu erhöhen.
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Das
Steuermittel ist vorzugsweise ausführbar, das Erzeugungsmittel
zu instruieren, die Strahlungsleistung des neuen optischen Kanals
zunächst
in relativ größeren zunehmenden
Leistungsschritten zu erhöhen und
dann anschließend
in fortschreitend kleineren Leistungsschritten, wenn die Strahlungsleistung
des neuen optischen Kanals sich einem vorbestimmten Leistungspegel
nähert.
Die Verwendung von abgestuften zunehmenden Leistungsschritten gewährleistet,
dass die Leistung des neuen optischen Kanals so zeitnah als möglich erhöht wird,
während
ein Überschuss
vermieden wird.
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Wenn
der neue optische Kanal hinzugefügt
worden ist, ist es für
das Steuermittel vorteilhaft, das Erzeugungsmittel zu instruieren,
den Strahlungsleistungspegel des einen oder der mehreren neuen optischen Kanäle innerhalb
eines Toleranzbandes einschließlich
des vorbestimmten Leistungspegels aufrechtzuerhalten. Durch die
Steuerung innerhalb eines Toleranzbandes werden bekannte Beschränkungen
auferlegt, über denen
die Strahlungsleistung aufrechterhalten wird.
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Das
Steuermittel ist vorzugsweise ausführbar, ein Warnsignal zu erzeugen,
wenn es das Erzeugungsmittel instruieren muss, den Leistungspegel
des einen oder der mehreren neuen optischen Kanäle kumulativ um mehr als das
Toleranzband zu modifizieren. Die Erzeugung eines derartigen Warnsignals
ermöglicht
es dem System, gegebenenfalls korrigierende Maßnahmen zu ergreifen, z.B.
das Element aufzufordern, den einen oder mehrere neue Kanäle abzuschalten.
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Das
Toleranzband ist in vorteilhafter Weise modifiziert zur Erfassung
längerfristiger
Alterung sowie zum Driften innerhalb des Elements. Eine derartige
Erfassung von Alterungseffekten ermöglicht es dem Element, kontinuierlich über lange
Zeiträume,
z.B. Jahre, zu laufen, ohne dass eine Alterung des Elementteils
auftritt, die eine ungewollte Funktion des Elements verursacht.
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Die
am Messmittel empfangene Strahlung ist vorzugsweise ein Teil der
Strahlung, die vom Element an das Kommunikationssystem ausgegeben
wird. Durch Abtasten des Strahlungsausgangs aus dem Element ist das
Element in der Lage, das Wellenlängenverhalten
sämtlicher
Teile, das die Strahlungsausbreitung im Element beeinflusst, zu
korrigieren. Das Element umfasst in vorteilhafter Weise ferner optische
Verstärkungsmittel zum
Verstärken
der Strahlung, die aus der Kanalsteuereinheit ausgegeben wird, und
das Erzeugungsmittel für die
Bereitstellung der vom Element ausgegebenen Strahlung, wobei das
Verstärkungsmittel
einen Nebenausgang für
die Bereitstellung des Teils der Strahlung für das Messmittel umfasst. Der
Einschluss des Verstärkungsmittels
ermöglicht
es dem Element, eine hierin auftretende Dämpfung auszugleichen, beispielsweise
im Erzeugungsmittel, wenn es optische Kanäle überträgt, die am Element vom stromaufwärts angeordneten
System empfangen wurden.
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Das
Steuermittel ist vorzugsweise ausführbar ist, Instruktionen wiederholt
an die Kanalsteuereinheit und das Erzeugungsmittel auszugeben, wobei
die Instruktionen ein Identifizierungsmittel umfassen, das inkrementiert
wird, wenn ein neuer Befehl ergeht. Eine derartige Vorgehensweise
bietet den Vorteil, dass die Instruktionen wiederholt ausgesendet
werden, so dass eine zeitweilige Unterbrechung der Instruktionen
nicht notwendigerweise bedeutet, dass Befehle nicht korrekt beantwortet
werden.
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In
dem Element ist es von Bedeutung, dass aufgebaute optische Kanäle beim
Hinzufügen
eines oder mehrerer neuer Kanäle
nicht unterbrochen werden. Vorsorglich ist es bevorzugt, dass das
Steuermittel ausführbar
ist zum (a) Überwachen
von Daten entsprechend der am Messmittel empfangenen Strahlung;
(b) zum Bestimmen, ob unbeabsichtigte Strahlung mit Strahlungswellenlängen, die
optischen Kanälen
entsprechen, vorliegt oder nicht, zu deren Übertragung bzw. Erzeugung die
Kanalsteuereinheit und/oder das Erzeugungsmittel nicht instruiert
wurde; und (c) zum Instruieren der Kanalsteuereinheit und/oder des
Erzeugungsmittels, Strahlung mit Strahlungswellenlängen, die
dem unbeabsichtigten optischen Kanal entsprechen, nicht zu übertragen
oder abzugeben.
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Das
Unterbrechen aufgebauter optischer Kanäle, die Kommunikationsverkehr
befördern,
kann Systemkunden gegenüber
als Systemunzuverlässigkeit
erscheinen und sollte deshalb vorzugsweise vermieden werden.
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Um
das Element physikalisch kompakt zu machen, ist es wünschenswert,
dass das Steuermittel als eine feldprogrammierbare Gatteranordnung
(field programmable gate array – FPGA)
implementiert ist. Die Verwendung der FPGA ermöglicht, falls erforderlich,
eine Rekonfigurierung es Elements, damit es auf alternative Weise
betrieben werden kann, ohne Hardwarekomponenten des Elements umgestalten
zu müssen.
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Im
folgenden wird eine Ausführungsform
der Erfindung lediglich anhand eines Beispiels mit Bezugnahme auf
die folgenden Diagramme beschrieben, in denen
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1 eine
schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen leistungssteuernden Netzelements ist,
und
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2 ein
Diagramm einer leistungsausgleichenden Steuerung ist, die durch
das Element der 1 bereitgestellt wird.
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In
der 1 ist ein leistungssteuerndes Netzelement 10 gezeigt,
das sich in einer gestrichelten Linie 15 befindet. Das
Element 10 umfasst einen erbiumdotierten optischen Faserverstärker (EDFA) 20,
einen optischen Detektor 30, eine feldprogrammierbare Gatteranordnung
(FPGA) 40, die mit einem IEEE1394-Datenbus 50 verbunden ist,
eine Kanalsteuereinheit (Channel Control Unit – CCU) 60, einen Erweiterungseinschub 70, einen
Erweiterungsbereich 80 sowie drei Transponder 90, 92, 94.
Das Element 10 umfasst ferner einen ersten optischen Faserwellenleiter 100,
der von einem stromaufwärts
liegenden Kommunikationsgerät
(nicht gezeigt) mit einem optischen Eingabeanschluss der CCU 60 verbunden
ist, einen zweiten optischen Faserwellenleiter 110, der
mit einem optischen Ausgabeanschluss des EDFA 20 verbunden
ist, um eine Strahlung an ein stromabwärts liegendes Kommunikationsgerät (nicht
gezeigt) bereitzustellen, sowie dritte und vierte optische Faserwellenleiter 120, 130,
die von dem Einschub 70 bzw. dem Bereich 80 in
einen fünften
optischen Faserwellenleiter 135 hinein verbunden sind,
der von einem optischen Ausgangsanschluss der CCU 60 mit
einem optischen Eingangsanschluss des EDFA 20 verbunden
ist. Das Element 10 umfasst zusätzlich sechste, siebente und
achte optische Faserwellenleiter 140, 150, 160,
die von optischen Ausgangsanschlüssen
der Transponder 90, 92, 94 mit dem fünften Wellenleiter 135 verbunden
sind. Das Element 10 enthält schließlich einen neunten optischen
Faserwellenleiter 170, der von einem Ausgangsabgriffspunkt
O1 des EDFA 20 mit einem optischen Eingangsanschluss
O2 des Detektors 20 verbunden ist.
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Die
FPGA 40 ist über
ihren Bus 50 elektrisch mit Steuereingängen der CCU 60, mit
Modulen im Einschub 70 und dem Erweiterungsbereich 80 sowie
mit den drei Transpondern 90, 92, 94 verbunden.
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Die
CCU 60 ist ein proprietäres
Modul, hergestellt von der Marconi Communications Ltd., und enthält ein Subsystem,
hergestellt von einem Verkäufer
in den USA. Die CCU 60 umfasst Optiken freier Weglängen, optische
Filter und eine Flüssigkristallmatrix
von Fenstern, die so gesteuert werden kann, dass sie auf selektive Weise
die dort empfangene und durch diese hindurch übertragene Strahlung dämpft. Die
Filter sind so ausgeführt,
dass sie die Strahlung, die bei der CCU 60 vom Faserwellenleiter 100 empfangen
wird, in eine Vielzahl von Strahlen trennt, wobei jeder Strahl einem
der 32 Kanäle
des Elements 10 entspricht. Jedes Fenster der Matrix kann
seinen assoziierten Strahl empfangen und somit Strahlung entsprechend
seines assoziierten Kanals an den Faserwellenleiter 135 selektiv übertragen
und dämpfen.
Die CCU 60 übt
eine minimale Einfügungsdämpfung von
6 dB aus, und die Strahlung jedes Kanals, die dort hindurchtritt,
kann in einem Bereich von 6 bis 36 dB gedämpft werden. Die Matrix weist
mit ihr assoziierte elektronische Steuerschaltungen auf, die eine
Schnittstelle zum Bus 50 oder direkt zu Firmware (nicht
gezeigt) bilden.
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Die
Funktionsweise des Netzelements 10 soll nun in einer Übersicht
beschrieben werden. Das Element 10 ist ausgestaltet, eine
leistungsausgleichende Steuerung von bis zu 32 Kommunikationskanälen, die in
dem Element 10 untergebracht sind, bereitzustellen, wobei
die Kanäle
in Wellenlängenabständen von
im wesentlichen 100 GHz vorliegen. „Ausgleichen" bezieht sich hier
auf das Steuern der Strahlungsleistung der jedem der Kanäle entsprechenden
Strahlung innerhalb vorbestimmter Grenzen. Das Element 10 wird
von einer Firmware (in 1 nicht gezeigt) gesteuert,
die entweder über
die FPGA 40 oder direkt mit der CCU 60, den Transpondern 90, 92, 94 und
den im Erweiterungseinschub 70 enthaltenen Modulen und
dem Erweiterungsbereich 80 kommuniziert. Die Firmware instruiert
sie bezüglich
der Kommunikationskanäle,
die sie für
die Ausgabe von Strahlung verwenden können, und verwaltet die Zeitpunkte
des Startens und Beendens der Übertragung
von Kommunikationsverkehr auf einem bestimmten diesen zugeordneten
Kanal. Die Firmware versucht, den gleichzeitigen Betrieb von zwei
oder mehreren der Module, Transponder oder der CCU auf identischen
Kanälen
zu verhindern, was zu einer Strahlungsstörung im EDFA 20 und
einem anschließenden
Informationsverlust bezüglich
derartiger Kanäle
führen
würde.
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Die
durch die CCU übertragene
Strahlung von Kanälen
und der Strahlungsausgang aus den Transpondern 90, 92, 94 und
den Modulen des Erweiterungseinschubs 70 und des Erweiterungsbereichs 80 wird als
zusammengesetzte Strahlung in die Faser 135 gekoppelt und
breitet sich zum EDFA 20 aus. Der EDFA 20 verstärkt die
zusammengesetzte Strahlung und gibt eine verstärkte zusammengesetzte Strahlung
an seinem Ausgangsanschluss in den Faserwellenleiter 110 aus.
Ein Teil der verstärkten
zusammengesetzten Strahlung wird an den Ausgangsabgriffspunkt O1 gekoppelt, von wo aus der Teil durch den
Faserwellenleiter 170 an den optischen Eingangsanschluss
O2 des Detektors 30 weitergeleitet
wird. Der Detektor 30 ist ausgeführt, um die Strahlungsleistung
des Strahlungseinganges am Anschluss O2 zu
messen sowie um Daten, welche die Leistungsstrahlung in jedem der
Kanäle
definieren, an die FPGA 40 auszugeben. Unter der Kontrolle
der Firmware instruiert die FPGA 40 die CCU 60,
die Transponder 90, 92, 94 sowie die
Module im Erweiterungseinschub 70 und den Erweiterungsbereich 80 hinsichtlich
der Strahlungswellenlänge
und des Leistungspegels, dass sie Strahlung übertragen oder emittieren können. Die
FPGA 40 sendet ihre Instruktionen über den Bus 50 aus.
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Die
FPGA 40 sorgt somit für
eine Leistungssteuerung, die gewährleistet,
dass im EDFA 20 keine Strahlungskollisionen auftreten und
dass die Kanäle
im Betrieb über
ihnen zugeordnete Strahlung einer gegenseitig ähnlichen Strahlungsleistung
verfügen,
so dass der EDFA 20 und ähnliche EDFAs, die stromabwärts mit
dem Faserwellenleiter 110 verbunden sind, nicht überlastet
werden. Die FPGA 40 ist ebenfalls zur Überprüfung ausgestaltet, ob die Transponder 90, 92, 94 und
die Module falsch abgestimmt sind oder nicht, wenn sie mit der Übertragung
mit der Wellenlänge
eines der von der FPGA 40 angegebenen Kanäle beginnen.
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Bei
der Durchführung
ihrer Ausgleichungsfunktion kommuniziert die FPGA 40 mit
der CCU 60, den Transpondern 90, 92, 94 sowie
den Modulen in einem Intervall von 1 ms. Die FPGA 40 sendet
wiederholt einen Strom von 32 Bytes an Befehlsdaten, wie in Tabelle
1 angegeben. Kanal-1-Daten werden zu Beginn des Stroms gesendet,
Kanal-2-Daten danach usw., bis hin zu den Kanal-32-Daten am Ende
des Stroms.
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Somit
umfasst der Strom insgesamt 32 Bytes und wird jede 1 ms wiederholt.
Jedes Byte ist wie in Tabelle 2 angegeben aufgebaut (s. Ende der
Beschreibung) und enthält
Bit 0 bis Bit 7, wobei das Bit 7 ein führendes Bit und das Bit 0 ein
Endbit jedes Bytes ist.
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Da
jedes Byte unter Verwendung isochroner Datenpakete von der FPGA 40 gesendet
wird, gibt es keine Bestätigung
zurück
an die FPGA 40, dass das Byte sein beabsichtigtes Ziel
erreicht. Beispielsweise kann ein Verlust von Daten auftreten, die von
der FPGA 40 gesendet werden, wenn der Bus 50 aus
irgendeinem Grund zurückgesetzt
wird.
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Endbit
0 und Bit 1 werden verwendet um sicherzustellen, dass Datenbefehle
bei der CCU 60, den Transpondern 90, 92, 94 und
den Modulen ausgeführt
werden. Die Bits 0, 1 bilden einen Binärwert ID, wobei Bit 1 höherwertig
ist als Bit 0. Wann immer ein neuer Befehl von der FPGA 40 gesendet
wird, wird der ID-Wert um 1 Zahl erhöht. Erreicht der ID-Wert einen
Binärwert 11,
wird er auf dem nächsten
Befehl auf einen Binärwert 00
erhöht,
d.h. der ID-Wert wird in einer Modulo-4-Weise erhöht. Somit
wird der Strom auf einer Basis von 1 ms mit einem ähnlichen
ID-Wert so lange wiederholt, bis die FPGA 40 den Strom
mit einem neuen Befehl aktualisiert, wenn sie den ID-Wert erhöht. Eine
derartige Aktualisierung entspricht einem von der FPGA 40 ausgegebenen
neuen Befehl und wird in einem Zeitintervall in einem Bereich von
1 ms bis 1 Sekunde ausgeführt. Der
sich wiederholende Strom wird bei der CCU 60, den Transpondern 90, 92, 94 und
den Modulen empfangen, die den Strom überwachen und erkennen, wenn
ein neuer Befehl von der FPGA 40 herausgegeben wird, und
die den Befehl speichern und auf diesen hin in geeigneter Weise
tätig werden.
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Wenn
während
einer Unterbrechung des Busses 50 die CCU 60,
die Transponder 90, 92, 94 und die Module
mehrere Ströme
verpassen, z.B. 10 aufeinanderfolgende Ströme, werden sie die neuen ID-Bits
nicht empfangen. Ist die Unterbrechung beendet, empfangen die CCU 60,
die Transponder 90, 92, 94 und die Module
erneut neue ID-Werte und reagieren auf den neuen Befehl in geeigneter
Weise.
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Bit
2 wird von der FPGA 40 verwendet um anzugeben, ob ein Byte
in dem Strom auf die Transponder 90, 92, 94 oder
die CCU 60 bezogen ist. Ein Wert 0 für Bit 2 entspricht der CCU 60,
während
ein Wert 1 den Transpondern 90, 92, 94 oder
den oben erwähnten
Modulen entspricht.
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Die
Bits 3 bis 6 bestimmen den Befehl selbst und betreffen eine schrittweise Änderung
in emittierter Strahlungsleistung oder eine Einstellung absoluter
emittierter Leistung, z.B. „Kanal
Aus". In dem Datenstrom beförderte schrittweise Änderungen werden
größenmäßig relativ
abgestuft, nämlich
ein winziger Schritt befindet sich an einem ersten unteren Grenzmaß und ein
riesiger Schritt befindet sich an einem zweiten hohen Grenzmaß. Klein,
mittel, groß,
extragroß (X-Large)
sind aufeinanderfolgende Zwischenschrittgrößen von der ersten zur zweiten
Grenze. Eine Null, nämlich
Bits 6-3 sind jeweils 0000, wird übertragen, wenn keine Korrektur des
emittierten oder übertragenen
Strahlungsleistungsausgangs erforderlich ist. Jedoch wird ein „Kanal-Aus"-Befehl übertragen,
nämlich
Bits 6-3 sind jeweils 0001, wenn ein Kanal ausgeschaltet werden
soll. Bei der Ausgabe von „Null-„ und „Kanal-Aus"-Befehlen wird Bit 7 auf einen Nullwert
gesetzt, um zu vermeiden, dass die Befehle als „Absolutleistungs"-Befehle interpretiert
werden.
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Das
Bit 7 bestimmt, ob ein Byte in dem Strom einer Instruktion für die schrittweise
Erhöhung
emittierter Strahlungsleistung oder das Setzen der CCU 60,
der Transponder 90, 92, 94 oder der Module
auf einen Absolutpegel der emittierten Strahlungsleistung entspricht.
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Wie
oben beschrieben, ist die FPGA 40 ausgestaltet zur Überwachung
von Strahlungsleistung in Kanälen,
die von dem EDFA 20 ausgegeben werden. Die FPGA 40 funktioniert
dahingehend, dass sie überwacht, ob
auf ihre letzten Befehle, die über
den Bus 50 ausgegeben wurden, reagiert wurde oder nicht.
Gibt die FPGA 40 beispielsweise über den Bus 50 an
die CCU 60 einen Befehl aus, die Übertragung der Strahlungsleistung durch
diese für
einen bestimmten Kanal um 1 dB zu ändern, so überwacht die FPGA 40 den
Teil der zusammengesetzten Strahlung, der in den Detektor 30 eingegeben
wurde, bis hin zu vier Wiederholungen des Stroms, um zu prüfen, ob
die Änderung
implementiert worden ist. Wurden mindestens 50% der Änderung
innerhalb dieser vier Wiederholungen implementiert, so wird angenommen,
dass korrekt auf den Befehl reagiert wurde.
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Die
CCU 60, die Transponder 90, 92, 94 und
die Module sind ebenfalls für
die Überwachung
des bei ihnen von dem Bus 50 empfangenen Stroms ausgeführt. Treten
keine Änderungen
im ID-Wert auf, so funktionieren die CCU 60, die Transponder 90, 92, 94 und
die Module dahingehend, dass sie ein derartiges Fehlen von Änderungen
als Ausfall der FPGA 40 oder deren zugeordneten Bus 50 interpretieren.
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Im
folgenden wird die Funktionsweise des Netzelements 10 bei
Addieren oder Abziehen eines Kanals beschrieben. Beim Addieren oder
Hinzufügen
eines Kanals zu dem Netzelement 10, wobei in dem Element 10 zu
diesem Zeitpunkt weniger als 32 Kanäle zugeordnet sind und die
maximal mögliche
Grenze, wie oben beschrieben, 32 beträgt, wird ein Verfahren für den Betrieb
des Elements 10 so angepasst, dass keine Unterbrechung
bestehender aufgebauter Kanäle
auftritt.
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Das
Hinzufügen
eines neuen Kanals erfordert eine Wechselwirkung zwischen der Firmware
und der FPGA 40 in bezug auf den Teil des Elements 10,
der die Strahlung entsprechend dem neuen Kanal ausgeben soll. Die
Firmware prüft über den
Bus 50, ob der Teil des Elements 10, z.B. der
Transponder 90, momentan in dem Strom von der FPGA 40 „Kanal-Aus"-Befehle empfängt. Ist
dies nicht der Fall, so befördert
der Teil zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich Kommunikationsverkehr,
und ein Rücksetzen
würde den
aufgebauten Kommunikationsverkehr, der durch das Element 10 hindurchläuft, unterbrechen.
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Sobald
die FPGA 40 der Firmware gegenüber bestätigt, dass der neue Kanal hinzugefügt werden kann,
sendet die Firmware über
den IEEE1394-Bus eine Reihe von Meldungen an den Teil des Elements 10 und
instruiert diesen, das Hinzufügen
des neuen Kanals durchzuführen.
Anschließend
folgt eine Steuerungsabfolge von Befehlen, wobei die FPGA 40 eine
schrittweise Erhöhung
der Ausgangsstrahlungsleistung entsprechend dem neuen Kanal steuert.
Die Befehlsabfolge stellt sicher, dass die Leistung des neuen Kanals
zeitnah auf eine vorbestimmte Grenze erhöht wird, ohne dass ein Überschuss
der Leistung auftritt oder ein plötzlicher Stoß der Strahlungsleistung
zum EDFA 20 stattfindet, der dessen Betrieb unterbricht
und den momentan durch diesen geleiteten Kommunikationsverkehr verstümmelt. Die
Befehlsabfolge umfasst die folgenden Schritte:
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SCHRITT 1:
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Die
FPGA 40 sendet einen Befehl über den durch Bus 50 beförderten
Strom an den Teil des Elements 10, um diesen auf einen
Absolutpegel (Bit 3 = 1) zu setzen. Der Teil reagiert mit dem Emittieren
von Strahlung mit einer Wellenlänge,
die dem neuen Kanal entspricht, jedoch mit einem niedrigen Strahlungsleistungspegel „niedrig", der gerade ausreichend
groß ist,
dass der Detektor 30 Nichtnull-Leistungsmessungen erkennt
und an die FPGA 40 bereitstellt, der jedoch nicht genügend leistungsfähig ist,
um die aufgebauten Kanäle
zu unterbrechen, falls der Teil falsch abgestimmt ist und eine Ausgangsstrahlung
mit einer Wellenlänge
erzeugt, die nicht mit dem neuen Kanal übereinstimmt. „Niedrig" im Zusammenhang
mit dem Element 10 bezieht sich auf den Bereich von –25 dBm.
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SCHRITT 2:
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Die
FPGA 40 prüft
daraufhin, ob das Senden der Befehle an den Teil zu einer Leistungserhöhung entsprechend
dem neuen Kanal geführt
hat. Eine derartige Prüfung
ist notwendig, da, falls der Teil falsch abgestimmt ist, weitere
Leistungserhöhungen
bestehende aufgebaute Kanäle
im Element 10 unterbrechen könnten.
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SCHRITT 3:
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Hat
die FGPA 40 festgestellt, dass der Teil Strahlung mit einer
Wellenlänge
entsprechend dem neuen Kanal aussendet, gibt die FPGA 40 über den
Bus 50 Befehle an den Teil aus, zunächst beginnend mit relativ größeren Schrittgrößen, z.B.
riesigen oder extragroßen
Schritten, um dann fortschreitend kleinere Schrittgrößen zu verwenden,
z.B. kleine Schritte, um den Strahlungsleistungsausgang aus dem
Teil, der vom Detektor 30 für den neuen Kanal erkannt wird,
zu erhöhen.
Die Befehle werden von der FPGA 40 solange ausgegeben, bis
sich die Strahlungsleistung des neuen Kanals einem vorbestimmten
Sollleistungspegel nähert.
Eine derartige abgestufte Leistungserhöhung hat den Vorteil, dass
ein Überschuss
der Strahlungsleistung für
den neuen Kanal im wesentlichen vermieden wird. Ein Überschuss
würde zwangsweise
auftreten, wenn die FPGA 40 Befehle nur in riesigen oder
großen
Schritten senden müsste.
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SCHRITT 4:
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Emittiert
der Teil vom EDFA 20 verstärkte Strahlung in einem kleinen
Schritt des Sollleistungspegels, schaltet die FPGA 40 auf
einen Betriebssteuermodus um, bei dem eine relativ schmale 1 dB-Grenze
für eine Stufe
gesetzt wird, wobei der Teil instruiert werden kann, seinen Strahlungsausgang
auf diese Stufe zu reduzieren oder zu erhöhen. In dem Steuermodus ist
die Strahlungsleistung in dem neuen Kanal nicht mehr als eine kleine
Schrittgröße vom Zielleistungspegel
entfernt. Jeder aktive Kanal des Netzelements 10 besitzt
ein ihm zugeordnetes internes Leistungsdriftregister in der FPGA 40.
Ein Register für
den neuen Kanal wird auf einen Nullwert gesetzt, und der neue Kanal
kann in bezug auf seinen Strahlungsausgangsleistungspegel driften.
Die FPGA 40 erstellt für
jeden aktiven Kanal innerhalb des Netzelements 10 ein Protokoll
sämtlicher Schrittgrößen zusammen,
die sie in Befehlen über
den Bus 50 ausgibt. Würden
z.B. die folgenden Schritte in Befehlen ausgegeben, +0,02 dB, +0,02
dB, +0,02 dB, –0,08
dB, +0,04 dB, würde
ein Register, in dem diese Befehle protokolliert werden, einen Wert
+0,02 dB enthalten. Ist der Strahlungsleistungspegel für den neuen Kanal
etwas niedrig, und es ist erforderlich, dass ein Aufwärtsschritt
von der FPGA 40 ausgegeben wird, damit der neue Kanal innerhalb
der oben erwähnten
1-dB-Grenzen wieder aufgebaut wird, prüft die FPGA 40 das Leistungsdriftregister
für den
neuen Kanal, um festzustellen, ob er überlaufen würde oder nicht, wenn der Aufwärtsschritt
als Befehl ausgegeben würde.
Beim Auftreten eines Überlaufens
würde die
FPGA 40 eine Schrittgröße auswählen, die
kein Überschreiten
der oben erwähnten
1-dB-Grenzen durch das Leistungsdriftregister verursachen würde. Die
FPGA 40 löst
einen Alarm aus, dass sich die Kanalsteuerung außerhalb des Bereiches befindet,
wenn eines oder mehrere der Leistungsdriftregister sich an der oder über der
1-dB-Grenze befindet. Ein solches Merkmal hindert die FPGA 40 daran, überhöhte Aufwärtsbefehle über den
Bus 50 auszugeben, um zeitweilige Dämpfungseffekte auszugleichen,
z.B. eine zeitweilige Dämpfung,
die durch einen abgeknickten oder gebrochenen Wellenleiter entsteht.
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Die
FPGA 40 ist jedoch auch derart konzipiert, dass ihr der
Ausgleich der Lebensdauer des Elementteile 10 in bezug
auf die voraussichtliche Leistungsdrift möglich ist. Um einen solchen
langfristigen Ausgleich zu erreichen, werden die Leistungsdriftregister
periodisch geprüft,
um zu bestimmen, ob sie Werte von 0,75 dB oder mehr enthalten. Enthält eines
oder mehrere von ihnen einen solchen Wert, werden die Werte dieses
einen oder der mehreren Register um 0,01 dB reduziert, wodurch das
eine oder die mehreren Register über
ein längeres
Zeitmaß hinweg
zurück
zu Null driften. Ein derartiges Driften zum Nullwert erlaubt es
der FPGA 40, eine langsame Dämpfung oder Leistungsdrift
innerhalb des Elements 10 und Kommunikationsteilen, die
mit diesem verbunden sind, aufzufangen. „Langsam" bedeutet in diesem Zusammenhang eine
Geschwindigkeit von weniger als 0,01 dB/Sekunde.
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SCHRITT 5:
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Die
FPGA 40 erhält
die Strahlungsleistung auf einer Pro-Kanal-Basis nicht nur für den neuen
Kanal aufrecht, sondern auch für
existierende aufgebaute Kanäle
des Elements 10. Obgleich der Strom jede 1 ms über den
Bus 50 übertragen
wird, weisen unterschiedliche Teile des Elements 10 gegenseitig
unterschiedliche Ansprechzeiten auf. Beispielsweise sind die Transponder 90, 92, 94 in
der Lage, innerhalb weniger zehn Millisekunden zu reagieren, während die
CCU 60 für
eine Reaktion bis zu 200 ms benötigen
kann, aufgrund der Zeit, die erforderlich ist, damit sich die Kapazität der Matrix
unter der elektronischen Steuerung ändern kann. Die FPGA 40 ist
ausgeführt,
um diesen unterschiedlichen Ansprechzeiten gewachsen zu sein.
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Die
obigen SCHRITTE 1 bis 5 beschreiben die Abfolge.
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Nachdem
der neue Kanal hinzugefügt
und sein Pegel anschließend
gesteuert wurde, protokolliert die FPGA 40 Details hinsichtlich
des Kanals und des Teils, der seine Strahlung bereitstellt. Eine
solche Protokollierung hindert die FPGA 40 über einen
längeren
Zeitraum daran, Instruktionen zur Erhöhung der Strahlungsleistung
kumulativ auf mehr als 1 dB bereitzustellen, obgleich, wie oben
beschrieben, eine langfristige Drift von mehr als 1 dB von der FPGA 40 aufgefangen
wird. Diese Protokollierung schützt
den EDFA 20 vor Überlastung über eine
relativ kürzere
Zeitspanne. Im folgenden soll ein beispielhaftes Szenario beschrieben
werden:
Die Strahlung für
den neuen Kanal wird von einem Modul im Erweitungseinschub 70 bereitgestellt.
Der neue Kanal wird im Steuermodus gesteuert. Der Faserwellenleiter 120 wird
dann gestört
und verursacht eine Erhöhung
der Dämpfung.
Die FPGA 40 versuch daraufhin, eine Korrektur zum Verringern
der dem neuen Kanal zugeordneten Strahlung, die im Detektor 30 erkannt
wird, vorzunehmen, indem sie die Strahlungsausgangsleistung des
Moduls erhöht.
Wenige Minuten später
wird der Wellenleiter 120 erneut gestört und die Dämpfung im
Wellenleiter 120 reduziert sich zurück auf ihren ursprünglichen
Pegel vor der Störung.
Die Leistung in dem neuen Kanal, die vom EDFA 20 empfangen
wird, beträgt
nun 1 dB, was dazu führen
kann, dass sich die Verstärkung
für andere
Kanäle,
die sich durch den EDFA 20 ausbreiten, konsequenterweise
aufgrund des Leistungsabfalls im EDFA 20 verringert. Die
FPGA 40 kann in solchen Fällen einen Alarm auslösen und über den Bus 50 Befehle
ausgeben, damit das Modul die Strahlung des neuen Kanals abschaltet
und das Emittieren der Strahlung mit der dem neuen Kanal zugeordneten
Wellenlänge
beendet.
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Um
schwere Abfalleffekte unter Fehlerbedingungen zu vermeiden, wurden
die oben genannten Grenzen auf einen Wert von 1 dB für eine kürzerfristige
Drift gesetzt.
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Soll
der neue Kanal aus dem Element 10 entfernt werden, sendet
die Firmware über
den Bus 50 eine Meldung an das Modul, in der „Kanal-Aus"-Befehle enthalten
sind, auf welche das Modul reagiert.
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Aus
Sicherheitsgründen,
für den
Fall, dass eine mit dem Element 10 verbundene Faser bricht,
z.B. die Faser 100, wird ein ALS-Befehl an die FPGA 40 ausgegeben,
die über
den Bus unverzüglich
Befehle an sämtliche
Teile des Elements 10 ausgibt, damit diese das Emittieren
oder Übertragen
von Strahlung beenden.
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Der
EDFA 20 und der Detektor 30 sind getrennt temperaturgesteuert.
Insbesondere ist der EDFA 20 temperaturgesteuert, damit
er nicht bei relativ hohen Temperaturen betrieben werden kann, die
die betriebliche Lebensdauer einschränkt.
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Der
Detektor 30 muss in einem Temperaturbereich arbeiten, in
dem er eine akkurate Messung des Strahlungsleistungsausgangs aus
dem EDFA 20 für
jeden der Kanäle
bereitstellt. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass das Element 10 eine Überlastung
in stromabwärts
angeordneten optischen Kommunikationsgeräten verursachen kann. Das Element 10 ist
so ausgestaltet, dass es der Firmware mitteilen kann, dass es sich
in einer Temperaturkalibrierung befindet, mit anderen Worten in
einer „Temperatursperre". Driftet das Element 10 anschließend von
der Temperatursperre ab, löst
es einen Alarm aus, da es seine leistungsausgleichenden Funktionen
für seine
Kanäle
nicht länger
garantieren kann. Die FPGA 40 gibt in einer solchen Situation
im Strom Null-Befehle an sämtliche
Teile des Elements 10 aus, die eine Kanalstrahlung erzeugen
oder übertragen können. Ein
derartiger Vorgang wird als „Freilauf"-Modus bezeichnet.
Die Firmware oder ein Betreiber können dann entscheiden, das
Element 10 abzuschalten oder es in seinem „Freilauf"-Modus weiterlaufen
zu lassen.
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Die
FPGA 40 ist derart ausführbar,
dass sie die am EDFA 20 ausgegebene Strahlung von Kanälen überwacht,
die nominell abgeschaltet sein sollten. Erkennt die FPGA 40 in
Kombination mit dem Detektor 30 eine Strahlung, die einem
oder mehreren dieser abgeschalteten Kanäle entspricht, so sendet die
FPGA 40 ein Alarmsignal an die Firmware, dass der eine
oder die mehreren Kanäle
nicht benutzt werden sollten.
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Die
FPGA 40 ist ferner derart ausführbar, dass sie die am EDFA 20 ausgegebene
Strahlung von Kanälen überwacht
und Befehle zum Abschalten solcher Kanäle ausgibt, deren Strahlungsleistung
einen vorbestimmten Leistungspegel übersteigt.
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Die
FPGA umfasst auch eine digitale Mittelung zur Filterung von Rauschen
und Leistungsschwankungen im Datenverkehr, die mit dem Messen der
Strahlungsleistung am Ausgang des EDFA 20 verbunden sind. Fügt die FPGA 40 einen
neuen Kanal hinzu, so weist eine derartige Mittelung eine ihre zugeordnete
kürzere Zeitkonstante
relativ zu der Mittelung auf, die durchgeführt wird, wenn sich der neue
Kanal unter der Ausgleichssteuerung innerhalb seiner 1-dB-Grenzen
befindet. Eine derartige Änderung
der Zeitkonstanten ermöglicht
es dem Element 10 schneller zu reagieren, wenn sich Pegel
der Kanalstrahlungsleistung ändern
sollen, z.B. bei Hinzufügen
eines neuen Kanals.
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Zur
weiteren Erläuterung
der Funktionsweise des Elements 10 mit Bezug auf die obigen
Schritte 1 bis 5 soll nunmehr Bezug genommen werden auf die 2,
die ein Schaltbild der Leistungsausgleichsteuerung darstellt, die
von dem in 1 gezeigten Element 10 bereitgestellt
wird. Das Schaltbild ist mit 300 bezeichnet und enthält eine
x-Achse 310, welche die Zeit bezeichnet, sowie eine y-Achse 320,
welche die Strahlungsausgangsleistung in dem neuen Kanal bezeichnet,
die am Ausgang des EDFA 20 gemessen wird. Entlang der Achse 310 sind
vier Zeitpunkte markiert, nämlich
t0, t1, t2, t3, wobei der
Punkt t0 dem Punkt t3 zeitmäßig vorausgeht.
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Während eines
Zeitintervalls zwischen den Punkten t0 und
t1 überprüft die Firmware,
ob ein Teil des Elements 10, das für die Bereitstellung von Strahlung
für den
neuen Kanal erkannt wurde, momentan „Kanal-Aus"-Befehle empfängt. Während eines Zeitintervalls
zwischen den Punkten t1 und t2 gibt
der Teil eine Strahlung mit einem Pegel von –25 dBm aus, deren Leistung
nicht ausreicht, um aufgebaute Kanäle innerhalb des Elements 10 zu
unterbrechen, die jedoch ausreichend leistungsfähig ist, um von dem Detektor 30 in
Kooperation mit der FPGA 40 erkannt zu werden. Die FPGA 40 prüft, ob die
Strahlung mit einer Wellenlänge
ausgegeben wird, die dem neuen Kanal entspricht. In einem Zeitintervall
zwischen den Punkten t2 und t3 gibt
die FPGA 40 schrittweise Befehle zur Leistungserhöhung an
den Teil aus, z.B. beginnend mit riesigen Schritten, deren Schrittgrößen dann
fortschreitend auf groß und
dann auf klein reduziert werden, um ein Überschuss zu vermeiden. Nach
dem Zeitpunkt t3 geht das Element 10 zurück zum Ausgleichssteuerungsvorgang
, bei dem eine Sollleistung von PT innerhalb der 1-dB-Leistungsgrenzen
beibehalten werden soll.
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Es
versteht sich, dass das Netzelement 10 modifiziert werden
kann, ohne dabei vom Umfang der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise
können
die den Bits 6 bis 3 entsprechenden Schrittgrößen gegenüber denen gemäß Tabelle
2 geändert
werden. Ferner kann sich die 1-dB-Leistungsgrenze für die Ausgleichssteuerung
in einem Bereich von 0,5 bis 2 dB befinden, wenn das Element toleranter
gegenüber Strahlungsleistungsänderungen
konzipiert ist. Der Bereich kann jedoch erweitert werden, wenn das
Element 10 und das mit ihm verbundene System höhere Überlastungsstufen
tolerieren soll. Obgleich in der 1 lediglich
drei Transponder 90, 92, 94 dargestellt
sind, kann das Element 10 eine andere Anzahl von Transpondern
umfassen. Der Erweiterungseinschub 70 und der Erweiterungsbereich 80 können mit
einer Auswahl unterschiedlicher Modularten für die Ausgabe von Kanalstrahlung
ausgestattet sein. Ferner kann das Element 10 dahingehend
betrieben werden, dass es gleichzeitig mehr als einen neuen Kanal
hinzufügt.
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