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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Zahnabdrucklöffels
für die zahnärztliche
Verwendung und einen Zahnabdrucklöffel, der unter Verwendung
dieses Verfahrens erhalten worden ist.
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Für die Herstellung
von Zahnprothesen, Zahnkorrekturvorrichtungen und dergleichen werden Abdrucke
des Zahnbogens normalerweise unter Verwendung von Alginaten oder
anderen Abdruckmaterialien hergestellt. Dann wird in die Abdrucke
Gips eingegossen, um das Modell zur Wiedergabe der Eigenschaften
der Zähne
des Patienten zu bilden. Für die
Ausbildung des Abdruckes wird ein geeignet gemischtes Material in
einen Löffel
gegeben, der einen Trog zur Aufnahme des Abdruckmaterials hat, und zwar
mit einer solchen Form und Größe, dass
der gesamte Zahnbogen des Patienten aufgenommen werden kann. Der
Löffel
ist darüber
hinaus mit einem befestigten Handgriff ausgerüstet, mittels welchem der Trog,
welcher das Abdruckmaterial enthält,
in die Mundhöhle
des Patienten eingesetzt wird.
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Für die oberen
und unteren Zahnbögen
werden jeweils Löffel
mit unterschiedlichen Formen verwendet. Der Abdrucklöffel, welcher üblicherweise
mit dem Abdruckmaterial gefüllt
ist, wird zwischen den Zähnen
des Patienten ergriffen, so dass alle Zähne von einem der zwei Zahnbögen in dem
Abdruckmaterial eingebettet sind. Wenn die notwendige Aushärtzeit erst
einmal abgelaufen ist, wird der Abdrucklöffel herausgenommen.
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Stand der
Technik
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Abdrucklöffel bestehen
im Allgemeinen aus Metall und dienen für eine mehrfache Verwendung. Es
ist daher notwendig, sie zwischen der Verwendung bei unterschiedlichen
Pa tienten sorgfältig
zu reinigen und zu sterilisieren, unter anderem und insbesondere,
um eine Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten zu verhindern,
die in gewissen Fällen sehr
gefährlich
sein können
und mittels biologischer Fluide und insbesondere Blut übertragen
werden können.
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Die
Abdrucklöffel,
die derzeit bekannt sind, haben eine Reihe von befestigten Elementen,
die es schwierig, wenn nicht unmöglich
machen, eine korrekte Reinigung und Sterilisation dieses Löffels zwischen
der Verwendung an einem Patienten und dem nächsten durchzuführen. Nur
durch die Verwendung von Löffeln,
die durch Gießen
hergestellt sind, ist es möglich,
Hinterschneidungen und Oberflächennischen
zu beseitigen, in welchen sich das Pastenmaterial, Speichel und
Blut sammeln können
und die praktisch unmöglich
zu reinigen sind. Löffel,
die durch Gießen
hergestellt sind, haben jedoch extrem hohe Kosten und aus diesem
Grund sind sie auf dem Markt nicht populär und tatsächlich werden sie in einem
sehr begrenzten Maß verwendet.
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Die
US-A-2 564 167 (MCLAUGHLIN NEIL) offenbart ein Verfahren zur Herstellung
eines Abdrucklöffels
sowie auch den resultierenden Löffel,
der so ausgebildet ist, dass der ganze Zahnbogen aufgenommen werden
kann, mit einem Trog für
das Abdruckmaterial, mit einem Boden und einer Schulter, wobei der
Löffel
mittels Falten eines einzigen Blattes geschnittenen, laminaren Materials
gebildet ist, mit einem mittleren Teil, der dazu dient, den Boden
zu bilden und zwei symmetrischen Seitenteilen, die dazu dienen,
die Schultern des Troges zu bilden; wobei die symmetrischen Seitenteile
entlang gekrümmter
Faltlinien gefaltet sein können,
die sich an den mittleren Teil anschließen und die symmetrischen Seitenteile Zonen.
haben, die mit einer entsprechenden Kante enden; wobei das Verfahren
die Schritte aufweist, Falten der symmetrischen Seitenteile entlang
der gekrümmten
Faltlinien, bis sie in eine Position annähernd rechtwinklig zu dem mittleren
Teil gebracht sind; und Falten der Zonen der Seitenteile entlang
einer zylindrischen Oberfläche,
bis sie die vordere Zone der Trogschulter schließen, indem diese Kanten der
Seitenteile in eine Stoßan-Stoßanordnung
in der vorderen Zone des Löffels
gebracht werden.
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Normalerweise
ist daher der Löffel
mittels eines oder mehrerer Vorgänge
unter Verwendung eines Teils eines gezogenen Metallblechs hergestellt, das
den Trog bildet, in welchem die Abdruckpaste angeordnet wird. Der
Handgriff, mittels welchem der Zahnarzt den Löffel handhabt, ist mit dem
Trog durch Schweißen
verbunden. Dies führt
einerseits zu dem Nachteil, dass zwischen dem Handgriff und dem Trogkörper Nischen
erzeugt werden, die während des
Waschens und Sterilisierens nicht erreicht werden können und
andererseits infolge der Notwendigkeit von mehreren Vorgängen zur
Erzielung des fertigen Produktes zu hohen Produktionskosten.
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Aufgabe der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Zahnabdrucklöffel für zahnärztliche
Verwendung und ein Verfahren zur Herstellung desselben, bei dem
die Nachteile der herkömmlichen
Löffel
vermieden sind.
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Genauer
gesagt, ist es eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
schnelleres und ökonomischeres
Herstellungsverfahren und daher einen kostengünstigeren Löffel zu schaffen.
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Eine
zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Zahnabdrucklöffel zu schaffen,
der funktioneller und leichter zu reinigen und zu sterilisieren
ist.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Zahnabdrucklöffel zu
schaffen, bei dem das abdruckbildende Material zuverlässig im
Inneren des Troges während
der Trennung des Abdrucks von dem Zahnbogen des Patienten gehalten wird.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Diese
und weitere Aufgaben und Vorteile, die für den Fachmann beim Lesen des
folgenden Textes klar verständlich
werden, werden unter Verwendung eines Verfahrens erzielt, bei dem
der Druck und der Handgriff des Löffels mittels Falten eines
einzigen Zuschnittes aus geschnittenem laminarem Material bestehen.
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Genauer
gesagt, weist gemäß einer
möglichen
Ausführungsform
der Erfindung das Verfahren die Schritte auf Bilden eines Zuschnittes
aus laminarem Material mit einem mittleren Teil, der dazu dient, den
Boden des Troges zu bilden, einer vorderen Verlängerung, die da zu dient, den
Handgriff zu bilden, und zwei symmetrischen Seitenteilen, die dazu
dienen, die Ansätze
des Troges zu bilden, die teilweise mit dem mittleren Teil entlang
gekrümmter
Faltlinien verbunden sind; und Falten der Seitenteile entlang dieser
gekrümmten
Faltlinien, bis diese in eine Position ungefähr rechtwinklig zu dem mittleren
Teil gebracht sind, Falten der Seitenteile entlang einer zylindrischen
Fläche,
bis sie die vordere Zone des Trogansatzes vervollständigen.
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Mit
dem Verfahren gemäß der Erfindung
wird ein Zahnabdrucklöffel
für zahnärztliche
Verwendung geschaffen, mit einem Trog zur Aufnahme des Abdruckmaterials
und einem Handgriff zur Handhabung des Löffels, wobei der Handgriff
und der Trog aus einem einzigen Blatt aus geschnittenem, laminarem Materials
bestehen. Dies reduziert die Kosten des Löffels und erleichtert die Sterilisation.
Die Seitenteile des Blattes geschnittenen, laminaren Materials (typischerweise
Stahlblech), die die Seitenansätze
des Troges bilden, können
entlang ihrer Kanten, die Stoß-an-Stoß angeordnet
sind, und entlang der unteren Kante des Troges zusammengeschweißt sein. Dies
ist jedoch nicht wesentlich. Die Abwesenheit einer Schweißung führt zusätzlich dazu,
dass ein Produkt geschaffen wird, das niedrigere Kosten hat und vom
Hygienestandpunkt aus sicherer ist, zu zwei weiteren Vorteilen:
Erstens trägt
der Schlitz, der zwischen den Ansätzen und dem Boden des Troges
verbleibt, dazu bei, das Abdruckmaterial bei Ausbilden des Abdruckes
zu halten. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich der Abdruck
nicht von dem Löffel
löst, wenn
letzterer von den Zähnen
des Patienten abgenommen wird. Zweitens ermöglichen die Ansätze, die
nicht zusammengeschweißt
sind, und vom Boden des Troges teilweise getrennt sind, eine Anpassung
mittels einer plastischen Verformung der Form des Troges an die
Gestalt der Zahnbögen
der Patienten, welche vorstehende Schneidezähne haben. Der Schlitz, welcher
zwischen den verschiedenen Teilen des Trogbodens und den Ansätzen verbleibt,
welche Stoß-an-Stoß angeordnet
sind, hat eine Tiefe gleich der Dicke des Blechmaterials, welches
den Löffel
bildet, und ist von beiden Seiten her zugänglich. Dies vermeidet jegliche
Hygiene- und Sterilisationsprobleme.
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Weitere
vorteilhafte Merkmale und Ausführungsformen
des Verfahrens und des Produktes gemäß der vorliegenden Erfindung
werden in den begleitenden Patentansprüchen beschrieben.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird anhand der Beschreibung und der begleitenden Zeichnungen
besser verständlich,
die ein praktisches, nicht begrenzendes Beispiel der Erfindung zeigen.
In den Zeichnungen zeigt:
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1 die
Abwicklung in der Draufsicht des laminaren Materialzuschnittes,
aus welchem der Zahnabdrucklöffel
gebildet ist; und
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2 und 3 zwei
perspektivische Ansichten aus zwei unterschiedlichen Winkeln des Zahnabdrucklöffels, der
unter Verwendung des laminaren Materialzuschnitts gemäß 1 erzielt
wird.
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Detaillierte
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
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Das
halbfertige Ausgangsmaterial für
die Herstellung des Zahnabdrucklöffels
ist ein Blechzuschnitt aus laminarem Material, der allgemein mit 1 bezeichnet
ist und in der 1 gezeigt ist. Das laminare
Blech hat einen mittleren Teil 3, der dazu dient, den Boden
des Troges für
die Aufnahme des Abdruckmaterials zu bilden. An den mittleren Teil 3 schließen sich
entlang einer Faltlinie 7 zwei symmetrische Seitenteile 5 an,
die sich seitlich zum mittleren Teil 3 erstrecken. Der
vordere mittlere Teil 3 ist durch eine vordere Verlängerung 9 verlängert, die
dazu dient, den Handgriff zum Ergreifen und Handhaben des Löffels zu
bilden.
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Der
Zahnabdrucklöffel
wird durch Falten des in der 1 gezeigten
Metallblechzuschnittes erhalten. Genauer gesagt, werden die Seitenteile 5 entlang
der Faltlinien 7 so lange gefaltet, bis sie eine Position
annähernd
rechtwinklig zu dem mittleren Teil 3 erreichen. Darüber hinaus
wird die Zone jedes Seitenteils 5, die nicht entlang der
Linie 7 sich an den mittleren Teil 3 anschließt, entlang
einer zylindrischen Fläche
so gebogen, dass die zwei Enden 5A der zwei Seitenteile 5 in
der vorderen Zone des Löffels
gegenüber
dem Handgriff Stoß-an-Stoß angeordnet
werden.
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Das
Ergebnis dieser plastischen Verformungsvorgänge ist in den 2 und 3 dargestellt.
Die Seitenteile 5, die entlang der zylindrischen Fläche gekrümmt sind,
bilden den seitlichen und vorderen Ansatz des Troges – im Allgemeinen
mit 11 bezeichnet – des
Löffels 13.
Der Handgriff, welcher durch die Verlängerung 9 gebildet
ist, erstreckt sich unterhalb der Ansätze gegenüber den Stoß-an-Stoß angeordneten Kanten 5A der
Seitenteile 5. Bei dem dargestellten Beispiel ist der mittlere
Teil 3 mittig so tief gezogen, dass ein mittlerer, gerundeter
Teil 15 entsprechend dem Gaumen, erzielt ist. Für den Fall, bei
dem der Löffel
für Abdrucke
des unteren Zahnbogens verwendet wird, wird der Trog eine freie
mittlere Zone für
die Zunge des Patienten haben.
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Zwischen
jedem Seitenteil 5 und dem mittleren Teil 3 bleibt
ein Schlitz 17, der Abmessungen von beispielsweise ungefähr 0,15
mm haben kann. Ein ähnlicher
Schlitz 19 ist zwischen den Stoß-an-Stoß angeordneten Kanten 5A der
Seitenteile 6 gebildet. Diese Schlitze können durch
Schweißen
geschlossen werden. Um jedoch einen weiteren Herstellungsschrittzyklus
zu vermeiden, kann dieser Schweißvorgang weggelassen werden.
Dadurch werden weitere Vorteile erhalten, d.h.:
- – eine größere Hygiene,
da die Schweißnaht
raue Oberflächen
hat, die schwierig zu reinigen und zu sterilisieren sind;
- – die
Möglichkeit
der plastischen Verformung der Vorderkanten der Seitenteile 5,
um den Löffel
an besonders schwierige Zahnformen (stark vorstehende Schneidezähne) anzupassen;
- – die
Schlitze 17, 19 bilden Zonen zum Halten des Abdruckmaterials,
das so an dem Trog fester anhaftet und nicht dazu neigt, von diesem
während des
Herausnehmens aus der Mundhöhle
getrennt zu werden. Das Vorsehen von Haltezungen oder Hohlräumen entlang
des Bodens oder der Ansätze
des Troges 11, das normalerweise bei herkömmlichen
Zahnabdrucklöffeln
erforderlich ist, wird somit überflüssig.
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Die
Dicke des Metallblechs, welches den Löffel bildet, ist so, dass die
Tiefe der Schlitze 17 und 19 begrenzt ist. Da
diese von beiden Seiten her zugänglich
sind, können
diese Schlitze anders als Hohlräume
und Hinterschneidungen, die beispielsweise zwischen der Bodenfläche des
Troges und dem Handgriff bei herkömmlichen Löffeln, die aus zwei Teilen
bestehen, ausgebildet sind, leicht gereinigt und sterilisiert werden.
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Der
Löffel,
welcher durch plastische Verformung des Metallblechs gemäß 1 erhalten
wird, kann ferner so fertig gestellt werden, dass scharfe Kanten
eliminiert werden (wenn diese nicht während des vorhergehenden Stanzvorganges
beseitigt worden sind), kann poliert oder in jedem Fall unter Verwendung
von an sich bekannten Verfahren behandelt werden.
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Es
ist zu ersehen, dass die Zeichnung nur ein Beispiel zeigt, welches
lediglich zur praktischen Demonstration der Erfindung vorgesehen
ist, wobei die Formen und Anordnungen der Erfindung Gegenstand von
Variationen sind, ohne dass dadurch vom Umfang der Erfindung, wie
er in den anhängenden Patentansprüchen definiert
ist, abgewichen wird. Die Anwesenheit von Bezugsziffern in den begleitenden Patentansprüchen dient
nur zur Erleichterung des Lesens der Ansprüche unter Bezugnahme auf die Beschreibung
und die Zeichnung und stellt keine Begrenzung des Schutzumfanges,
wie er durch die Patentansprüche
repräsentiert
ist, dar.