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Diese
Erfindung betrifft ein Bond-Werkzeug zur Verwendung mit einem Ultraschallwandler,
um einen feinen Draht an ein Substrat zu bonden, sowie ein Verfahren
zur Herstellung eines solchen Bond-Werkzeugs.
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BESCHREIBUNG
DES STANDES DER TECHNIK
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Eine
moderne elektronische Anlage beruht stark auf Leiterplatten, auf
denen Halbleiterchips oder integrierte Schaltungen (ICs) montiert
sind. Die mechanischen und elektrischen Verbindungen zwischen dem Chip
und dem Substrat haben für
Chipkonstrukteure Herausforderungen gestellt. Drei gut bekannte
Verfahren zum Verbinden der IC mit dem Substrat sind: Drahtbonden,
Automatikfilmbonden (TAB) und Flip-Chip.
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Der üblichste
dieser Prozesse ist das Drahtbonden. Beim Drahtbonden wird eine
Vielzahl von Bondkontaktstellen in einem Muster auf der oberen Oberfläche des
Substrats montiert, wobei der Chip in der Mitte des Musters von
Bondkontaktstellen angeordnet wird und die obere Oberfläche des
Chips von der oberen Oberfläche
des Substrats abgewandt ist. Feine Drähte (die Aluminium- oder Golddrähte sein
können)
werden zwischen den Kontakten auf der oberen Oberfläche des
Chips und den Kontakten auf der oberen Oberfläche des Substrats verbunden.
Insbesondere werden die Verbindungsdrähte durch eine Kapillare, ein
Bond-Werkzeug das nachstehend weiter beschrieben wird, zum Chip
und zum Substrat geliefert und an diese gebondet.
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Kapillaren
werden zum Kugelbonden des Drahts an elektronische Vorrichtungen,
insbesondere an Bondkontaktstellen von Halbleitervorrichtungen,
verwendet. Solche Kapillaren sind im Allgemeinen aus einem Keramikmaterial,
hauptsächlich
Aluminiumoxid, Wolframcarbid, Rubin, mit Zirkon gehärtetem Aluminiumoxid (ZTA),
mit Aluminiumoxid gehärtetem
Zirkon (ATZ) und anderen Materialien gebildet. Ein sehr dünner Draht, im
Allgemeinen in der Größenordnung
von etwa einem mil Gold-, Kupfer oder Aluminiumdraht, wird durch
einen axialen Durchlass in der Kapillare gefädelt, wobei eine kleine Kugel
an einem Ende des Drahts gebildet wird, wobei die Kugel außerhalb
der Kapillarspitze angeordnet wird. Die anfängliche Aufgabe besteht darin, die
Kugel an eine Kontaktstelle an der Halbleitervorrichtung zu bonden
und dann einen Abschnitt, der weiter entlang des Drahts liegt, an
einen Leiterrahmen oder dergleichen zu bonden. Während des Bondzyklus erfüllen die
Kapillaren mehr als eine Funktion.
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Nachdem
die Kugel gebildet ist, muss die Kapillare zuerst zum Bondkontaktstellenzielen
die Kugel teilweise innerhalb der Kapillare zentrieren. Bei einem
ersten Bondschritt wird die Kugel an eine Kontaktstelle an einer
Halbleitervorrichtung gebondet. Wenn die Kapillare die Kugel auf
die Bondkontaktstelle aufsetzt, wird die Kugel gequetscht und flacht
sich ab. Da die Bondkontaktstellen im Allgemeinen aus Aluminium
bestehen, bildet sich ein dünnes
Oxid auf der Oberfläche
der Bondkontaktstelle. Um eine korrekte Bondstelle zu bilden, ist es
bevorzugt, die Oxidoberfläche
zu durchbrechen und die Aluminiumoberfläche freizulegen. Eine wirksame Weise
zum Durchbrechen des Oxids besteht darin, die Oberfläche des
Oxids mit der Drahtkugel zu "scheuern". Die Drahtkugel
wird auf der Oberfläche
des Aluminiumoxids angeordnet und die Kapillare bewegt sich auf
der Basis der Ausdehnung und Zusammenziehung eines piezoelektrischen
Elements, das innerhalb des Ultraschallhorns angeordnet ist, an
dem die Kapillare befestigt ist, schnell in einer linearen Richtung.
Die schnelle Bewegung zusätzlich
zur Wärme,
die durch die Bondstelle aufgebracht wird, bildet eine wirksame
Bondstelle durch Übertragen
von Molekülen
zwischen dem Draht und der Bondkontaktstelle.
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Die
Kapillare handhabt dann den Draht während der Schleifenführung, wobei
der Bonddraht gleichmäßig sowohl
aus der Kapillare als auch dann in die Kapillare zurück geführt wird.
Die Kapillare bildet dann eine "Stich"-Bondstelle und eine "Heft"- oder "Schwanz"-Bondstelle.
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Derzeit
ist kombiniertes Thermokompressions- und Ultraschall-Drahtbonden
der Prozess der Wahl für die
Verbindung von Halbleitervorrichtungen mit ihren Trägersubstraten.
Der kombinierte Thermokompressions- und Ultraschall-Bondprozess
hängt teilweise
von der Übertragung
von Ultraschallenergie vom Wandler, der an einem beweglichen Bondkopf
befestigt ist, durch ein Werkzeug, z. B. Kapillare oder Keil, auf
die Kugel oder den Draht, die/der an die Halbleitervorrichtung oder
das Trägersubstrat
geschweißt
wird, ab.
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In
herkömmlichen
Kapillaren (Bond-Werkzeugen) ist die Geometrie des Bond-Werkzeugs nicht so konstruiert,
dass die Energieübertragung
auf die Kugel/Draht-Verbindungskontaktstellen-Grenzfläche modifiziert
wird. Der Erfinder der vorliegenden Erfindung hat festgestellt,
dass die Steuerung der Ultraschalldämpfung der Spannungs/Dehnungs-Welle,
die auf das Werkzeug aufgrund des Ultraschallwandlers aufgebracht wird,
für die
Steuerung des Bondprozesses und seiner Leistung entscheidend ist.
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Die
herkömmliche
Bond-Werkzeug-Konstruktion ist jedoch unzulänglich, da die herkömmliche Bond-Werkzeug-Konstruktion
auf einem Verbindungsrastermaß und
einer Drahtbondschleifenhöhe
basiert und die Steuerung der Ultraschalldämpfung nicht berücksichtigt.
An sich sind herkömmliche
Bond-Werkzeuge nicht energieeffizient.
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1 ist
eine Darstellung eines herkömmlichen
Bond-Werkzeugs, wie aus US-A-5 894 643 bekannt. Wie in 1 gezeigt,
weist das Bond-Werkzeug 100 einen zylindrischen Körperabschnitt 102 und
einen konischen Abschnitt 104 auf. Ein axialer Durchlass 108 erstreckt
sich vom Ende 110 zur Spitze 106 des Bond-Werkzeugs 100.
Ein Bonddraht (nicht dargestellt) verläuft durch den axialen Durchlass 108 und
durch die Spitze 106 zum letztlichen Bonden an ein Substrat
(nicht dargestellt).
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Um
die vorstehend erwähnten
Nachteile von herkömmlichen
Bond-Werkzeugen zu lösen,
betrifft die vorliegende Erfindung ein energieeffizientes Bond-Werkzeug
zum Bonden eines feinen Drahts an ein Substrat, wie durch Anspruch
1 definiert.
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Das
Bond-Werkzeug umfasst einen ersten zylindrischen Abschnitt mit einem
ersten Durchmesser; einen zweiten zylindrischen Abschnitt, der mit
einem Ende des ersten zylindrischen Abschnitts gekoppelt ist, wobei
der zweite zylindrische Abschnitt einen zweiten Durchmesser aufweist,
der geringer ist als der erste Durchmesser; und einen konischen
Abschnitt, der mit einem Ende des zweiten zylindrischen Abschnitts
gekoppelt ist.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der zweite zylindrische Abschnitt
eine Nut.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der zweite zylindrische
Abschnitt eine Vielzahl von Nuten.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weisen die Nuten einen
im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Nut gegen einen
Schlitz ausgetauscht.
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Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt der konische Abschnitt
unmittelbar benachbart zum zweiten zylindrischen Abschnitt.
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Ein
Verfahren zur Herstellung eines solchen Bond-Werkzeugs ist durch
Anspruch 30 definiert.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
Erfindung wird am besten aus der folgenden ausführlichen Beschreibung verstanden,
wenn sie in Verbindung mit der begleitenden Zeichnung gelesen wird.
Es wird betont, dass gemäß der üblichen
Praxis die verschiedenen Merkmale der Zeichnung nicht maßstäblich sind.
Im Gegenteil sind die Abmessungen der verschiedenen Merkmale der
Deutlichkeit halber willkürlich
vergrößert oder
verkleinert. In der Zeichnung sind die folgenden Fig. enthalten:
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1 ist
eine Seitenansicht eines herkömmlichen
Bond-Werkzeugs, wie aus US-A-5 894 643 bekannt.
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2 ist
eine Darstellung einer Bond-Werkzeug-Reaktion in Bezug auf die Wandlerbewegung;
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3A–3D sind
verschiedene Ansichten eines Bond-Werkzeugs gemäß beispielhaften Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung;
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4 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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5 ist
ein Graph, der den Effekt der Ultraschallenergie für ein Bond-Werkzeug
gemäß der beispielhaften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufträgt;
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6 ist
ein Graph, der die Ultraschallenergie als Funktion der Resonanzfrequenz
für ein
Bond-Werkzeug gemäß der beispielhaften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufträgt;
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7 ist
ein Graph, der die Kapillarverlagerung für ein Bond-Werkzeug gemäß der beispielhaften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufträgt;
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8 ist
eine teilweise Seitenansicht eines Bond-Werkzeugs gemäß einer
zweiten beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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9 ist
eine teilweise Seitenansicht eines Bond-Werkzeugs gemäß einer
dritten beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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10A–10C sind verschiedene Ansichten eines Bond-Werkzeugs
gemäß einer
vierten beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
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11 ist
eine teilweise Seitenansicht eines Bond-Werkzeugs gemäß einer
fünften
beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG
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Die
vorliegende Erfindung beseitigt die Mängel von herkömmlichen
Kapillar-Bond- Werkzeugen
durch Verändern
der Massenverteilung entlang der Länge des Bond-Werkzeugs. Das resultierende
Bond-Werkzeug erfordert weniger Ultraschallenergie, um eine Bondstelle
auf einem Substrat auszubilden, im Vergleich zu herkömmlichen
Bond-Werkzeugen.
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Die
Konstruktion von Ultraschall-Bond-Werkzeugen kann durch mathematisches
Beschreiben der Bewegung des durch einen Ultraschallwandler angetriebenen
Werkzeugs bewerkstelligt werden. Ein solches System wird durch einen
Auslegerbalken dargestellt, wie in Gleichung (1) gezeigt:
wobei E der Elastizitätsmodul
ist, I das Trägheitsmoment
ist, m die Massenverteilung ist, z der Abstand vom Bewegungsträger ist,
x die Verlagerung senkrecht zum Balken ist und x
0 die
Bewegung des Bewegungsträgers beschreibt.
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2 stellt
die Reaktion eines Bond-Werkzeugs gemäß Gleichung (1) dar. Wie in 2 gezeigt,
stellt für
die Bond-Werkzeug-Konstruktion der Auslegerbalken 200 das
Bond-Werkzeug dar, 204 die Bewegung x0 des
Wandlers 202 und 206 die Bond-Werkzeug-Reaktionsbewegung x(z, t).
Da die Masse und das Trägheitsmoment
entlang des Balkens variieren lassen werden, können diese Parameter verwendet
werden, um die Zusammensetzung und "Form" eines
Bond-Werkzeugs zu entwerfen, um eine gewünschte Bond-Ultraschallbewegung
zu erzeugen.
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Wie
vorstehend erwähnt,
werden in herkömmlichen
Konstruktionen das Trägheitsmoment
I und die Massenverteilung m nicht für den Zweck der Ultraschalldämpfung gesteuert,
sondern streng zum Ermöglichen des
erforderlichen Verbindungsrastermaßes und der Drahtbondschleifenhöhe. In der
beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Querschnittsform und die Massenverteilung
festgelegt, um die Ultraschalldämpfung
zu steuern.
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Verschiedene
Beispiele des Effekts der Konstruktion des Flächenträgheitsmoments I und der Massenverteilung
m werden gegeben. Tabelle 1 ist eine Zusammenfassung einer experimentellen
Arbeit, die der Überprüfung dieses
Konzepts mit einer mit Nut versehenen Geometrie mit Bezug auf 3A–3B zugeordnet ist.
Die Erfindung ist jedoch nicht so begrenzt und es wird in Erwägung gezogen,
dass andere Geometrien verwendet werden können.
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3A ist
eine Seitenansicht eines Bond-Werkzeugs 300 gemäß einer
ersten beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Wie in 3A gezeigt,
weist das Bond-Werkzeug 300 einen zylindrischen oberen
Körperabschnitt 302 und
einen unteren Körperabschnitt 304 auf.
Der untere Körperabschnit 304 umfasst
einen zylindrischen Abschnitt 308 und einen konischen Abschnitt 306,
der sich vom zylindrischen Abschnitt 306 zur Spitze 310 des
Bond-Werkzeugs 300 erstreckt. Zwischen dem oberen Körperabschnitt 302 und dem
unteren Körperabschnitt 304 ist
eine Nut 312 angeordnet. Die Nut 312 ist über der
Spitze 310 in einem Abstand 314 zwischen etwa
0,1490 In. und 0,1833 In. (3,785–4,656 mm) angeordnet. Die
Nut 312 ist vom oberen Körperabschnitt und vom unteren
Körperabschnitt
derart eingefügt,
dass die Nut 312 einen Durchmesser 318 zwischen
etwa 0,0083 In. und 0,0155 In. (0,211–0,394 mm) aufweist. Die Höhe 316 der
Nut 312 ist zwischen etwa 0,0136 In. und 0,0200 In. (0,345–0,508 mm).
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3B ist
eine Schnittseitenansicht eines Bond-Werkzeugs 300. Wie
in 3B gezeigt, erstreckt sich ein axialer Durchlass 320 vom
Ende 322 zur Spitze 310 des Bond-Werkzeugs 300.
In der beispielhaften Ausführungsform
weist der axiale Durchlass 320 eine im Wesentlichen kontinuierliche
konische Form mit einem vorbestimmten Winkel 326 von etwa
14° auf.
Die Erfindung ist jedoch nicht so begrenzt, und es wird in Erwägung gezogen,
dass der axiale Durchlass 320 einen im Wesentlichen konstanten
Durchmesser aufweisen kann oder nur über einen Abschnitt der Länge des
Bond-Werkzeugs 200 konisch sein kann. Das letztere kann erwünscht sein,
um die Drahteinführung
am oberen Ende 322 des Bond-Werkzeugs 300 zu erleichtern.
Beispiele von solchen alternativen axialen Durchlässen sind
in 3C und 3D dargestellt.
Wie in 3C gezeigt, weist der axiale
Durchlass 320 einen im Wesentlichen konstanten Durchmesser 330 entlang
der Länge des
Bond-Werkzeugs 300 auf.
In 3D weist die Bohrung 320 einen im Wesentlichen
konstanten Durchmesser 340 entlang eines Abschnitts der
Länge des
Bond-Werkzeugs 300 auf
und weist eine Verjüngung 342 benachbart
zum Ende 322 des Bond-Werkzeugs 300 auf.
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Um
die strukturelle Integrität
des Bond-Werkzeugs 300 aufrechtzuerhalten, muss der Abstand
zwischen der Nut 312 und der Bohrung 320 während der
Konstruktion des Bond-Werkzeugs 300 betrachtet werden.
Der Erfinder bezeichnet diesen Abstand als "Minimale Wanddicke" (MWT) 324. Mit Bezug nun auf 4 ist
ein vergrößerter Querschnitt
des Bond-Werkzeugs 300 gezeigt, der die MWT 324 detailliert
darstellt. Wie in 4 gezeigt, kann die Nut 312 einen
Radius 402 an einem inneren Abschnitt des Schlitzes 312 aufweisen. Dies
liegt hauptsächlich
am Profil der Vorrichtung, die verwendet wird, um die Nut 312 auszubilden.
Es wird in Erwägung
gezogen, dass die Nut 312 unter Verwendung eines Blatts
wie beispielsweise eines Sägeblatts
ausgebildet werden kann. Die Ausbildung der Nut 312 ist
nicht so begrenzt und sie kann unter Verwendung von anderen herkömmlichen
Verfahren, wie z. B. Drehen oder Formen, ausgebildet werden.
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Mit
erneutem Bezug auf 3A kann in einer bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung der Abstand 314 zwischen etwa
0,140 und 0,143 In. (3,556–3,632
mm) liegen, die Höhe 316 kann
zwischen etwa 0,0160 und 0,0190 In. (0,406–0,483 mm) liegen, der Durchmesser 318 kann
zwischen etwa 0,0154 und 0,0160 In. (0,391–0,406 mm) liegen und die MWT 324 ist
größer als
0,098 In. In der am meisten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist der Abstand 314 etwa 0,142 In. (3,61 mm),
die Höhe 316 ist
etwa 0,0170 In. (0,432 mm), der Durchmesser 318 ist etwa
0,0157 In. (0,399) und die MWT 324 ist etwa 0,0100 In.
(0,254 mm).
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Mit
Bezug auf 5 ist ein Graph 500 dargestellt.
In 5 trägt
der Graph 500 den Effekt der Nut 312 auf die Verlagerung 206 (in 2 gezeigt)
des Bond-Werkzeugs 300 aufgrund der Beaufschlagung mit
einer Ultraschallwelle entlang der Länge des Bond-Werkzeugs 300 von
der Wandlerhalterung (nicht dargestellt) zum freien Bondende (Spitze 310)
auf. In 5 ist die Ordinate die Position
von der Unterseite des Wandlers in Inch und die Abszisse ist die
Verlagerung des Bond-Werkzeugs in μm. Der Graph 500 ist
für eine
Vielzahl von Bond-Werkzeugen aufgetragen, bei denen sich die Position
und Geometrie der Nut 312 ändern. In 5 ist die
Position der Werkzeugbewegung mit einer Verlagerung von Null aufgrund
von Ultraschallenergie mit einer festen Frequenz als Knoten 502 gezeigt.
In der vorliegenden Erfindung ist die Nut 312 im Bond-Werkzeug 300 am
Knoten 502 angeordnet. Der Erfinder hat festgestellt, dass
die Anordnung der Nut 312 am Knoten 502 den Bond-Werkzeug-Wirkungsgrad
maximiert. In 5 stellt das Diagramm 504 die
Reaktion eines herkömmlichen
Bond-Werkzeugs (Referenz-Bond-Werkzeugs)
dar und die Diagramme 506–518 stellen die Reaktion
von Bond-Werkzeugen
gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar.
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In 6 trägt der Graph 600 die
Ultraschallenergie als Funktion der Resonanzfrequenz für eine feste Werkzeugspitzenverlagerung
auf. In 6 sind Resonanzpunkte 602–624 gezeigt
und als Kurve 626 aufgetragen. Wie in 6 dargestellt,
stellt der Punkt 624 das herkömmliche Referenzwerkzeug dar
und gibt eine signifikant höhere
Energieanforderung im Vergleich zu den erfindungsgemäßen Werkzeugen
(als Punkte 602–622 gezeigt)
an. Der Graph 600 stellt dar, dass die Anordnung einer
Nut 312 im Bond-Werkzeug 300 die Energieanforderung
signifikant verringert.
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In 7 trägt ein Graph 700 die
Verlagerung von Bond-Werkzeugen gemäß der vorliegenden Erfindung
und eines herkömmlichen
Bond-Werkzeugs auf. Wie in 7 gezeigt,
ist die Verlagerung eines Bond-Werkzeugs, wobei seine Geometrie
durch die Steuerung des Flächenträgheitsmoments
I durch die maschinelle Bearbeitung einer Nut optimiert ist, größer als
jene eines Bond-Werkzeugs mit Standardschaft (ohne Nut). Die Untersuchung
von 7 zeigt, dass zum Drahtbonden das Diagramm der
Spitzenverlagerung sowohl vor (Kurve 702) als auch nach
(Kurve 704) der Verwendung der erfindungsgemäßen Kapillare
mit gesteuerter Geometrie größer ist
als jene eines Standard-Bond-Werkzeugs (Kurve 706).
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Der
Erfinder hat auch festgestellt, dass die niedrigere Energieanforderung
des beispielhaften Bond-Werkzeugs zu Bondstellen mit höherer Qualität führt. Tabelle
2 ist eine Zusammenstellung von Daten, die unterschiedliche Bond-Werkzeuge,
Bondenergie (Ultraschallenergie), Bondkraft und Scherkraft, die
zum Zerstören
der Bondstelle erforderlich ist, darstellen. Wie deutlich dargestellt
ist, schaffte das beispielhafte Bond-Werkzeug, während weniger als 50% der Energie
eines herkömmlichen
Bond-Werkzeuges verwendet wurde, Bondstellen, die einen überlegenen
Scherwiderstand aufweisen.
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Tabelle
3 ist eine Zusammenstellung von Daten, die den überlegenen Zugwiderstand von
Bondstellen, die durch Bond-Werkzeuge gemäß der vorliegenden Erfindung
ausgebildet werden, im Vergleich zu einem herkömmlichen Bond-Werkzeug darstellen.
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8 ist
eine teilweise Seitenansicht einer zweiten beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In 8 umfasst
die Nut 312 ein gekrümmtes
Profil 802. In allen anderen Aspekten ist die zweite beispielhafte
Ausführungsform ähnlich zur
ersten beispielhaften Ausführungsform.
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9 ist
eine teilweise Seitenansicht einer dritten beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In 9 umfasst
die Nut 312 des Bond-Werkzeugs 300 zwei Nuten 902, 904.
Obwohl in 9 zwei Nuten gezeigt sind, ist
die Erfindung nicht so begrenzt und kann mehr als zwei Nuten umfassen,
falls erwünscht.
In der beispielhaften Ausführungsform
weist jede Nut einen gekrümmten
Abschnitt 910 auf. Wie vorstehend in Bezug auf die erste
beispielhafte Ausführungsform
erörtert,
hängt das
Profil der Nuten 902, 904 von dem Prozess ab,
der verwendet wird, um die Nut auszubilden, und muss keinen gekrümmten Abschnitt
umfassen. In 9 können die Kanten 906, 908 abgeschrägt oder
abgerundet sein, falls erwünscht,
um scharfe Kanten zu entfernen, die sich aus der Ausbildung von
Nuten 902, 904 ergeben. In allen anderen Aspekten
ist die dritte beispielhafte Ausführungsform ähnlich zur ersten beispielhaften
Ausführungsform.
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10A und 10B sind
eine teilweise Seitenansicht bzw. Draufsicht einer vierten beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In 10 ersetzen
Schlitze 1000 die Nut 312 des Bond-Werkzeugs 300.
Die Breite 1002, Länge 1004,
Tiefe 1006 und Anzahl von Schlitzen 1000 basieren
auf der gewünschten
Reaktion des Bond-Werkzeugs 300. Die Schlitze können zur
Längsachse
des Bond-Werkzeugs
im Wesentlichen parallel sein oder können im Körper des Bond-Werkzeugs 300 in
einem vorbestimmten Winkel angeordnet sein, wie in 10C gezeigt. In allen anderen Aspekten ist die
vierte beispielhafte Ausführungsform ähnlich zur
ersten beispielhaften Ausführungsform.
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11 ist
eine Seitenansicht einer fünften
beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In 11 liegt
der konische Abschnitt 308 unmittelbar benachbart zur Nut 312.
In allen anderen Aspekten ist die fünfte beispielhafte Ausführungsform ähnlich zur
ersten beispielhaften Ausführungsform.