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Diese
Erfindung betrifft die Verwendung einer bestimmten Polymerzusammensetzung
zum Beispiel beim Rotationsformen, sowie auch die Polymerzusammensetzung
selbst, Rotationsformverfahren unter deren Verwendung und rotationsgeformte
Gegenstände,
die aus dieser Polymerzusammensetzung hergestellt wurden. Insbesondere
betrifft die Erfindung die Verwendung einer Polymerzusammensetzung,
die mindestens zwei Komponenten umfaßt, die durch Katalyse mit
einheitlichen aktiven Zentren erzeugt worden sind, die eine bestimmte
Molekulargewichtsverteilung, Comonomerzusammensetzung und Dichte
aufweisen.
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Das
Rotationsformen ist ein Formgebungsverfahren, bei dem ein partikelförmiges Polymer,
das Preßpulver,
in eine Form gefüllt
wird, die in einen Ofen gegeben und so gedreht wird, daß das Polymer
schmilzt und die Innenseite der Form überzieht. Um zu sichern, daß das Formprodukt
mängelfrei
ist, muß das
Preßpulver eine
relativ geringe Partikelgröße aufweisen
und sollte vorzugsweise eine gleichmäßige Partikelgröße und Zusammensetzung
haben. Wenn das Preßpulver,
wie es üblich
ist, färbende
Mittel oder andere Zusätze,
z.B. Stabilisatoren, enthalten soll, wird das Preßpulver
herkömmlich
hergestellt, indem Polymergranulat, das aus einem stabilisierten
körnigen
Pulver aus einem Reaktor extrudiert worden ist, auf die für das Rotationsformen exakte
Partikelgröße gemahlen
werden, dabei werden die Farben und andere Zusätze, die mit dem Polymergranulat
zugesetzt werden, gewöhnlich
in das gemahlene und Preßpulver
gemischt.
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Durch
Rotationsformen kann eine große
Vielzahl von Gegenständen
hergestellt werden. Das Rotationsformen wird insbesondere bei der
Herstellung von großen
Gegenständen,
wie Flüssigkeitsbehälter, z.B. Tanks,
Booten, sowie auch auf vielen Gebieten im Haushalt, z.B. bei der
Herstellung von Spielzeug, angewendet.
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Die
Art des rotationsgeformten Polymers hängt sehr stark von der Art
des herzustellenden Gegenstandes ab. Wenn zum Beispiel ein Chemikalientank
hergestellt wird, sollte das verwendete Polymer eines sein, das
durch die Chemikalie nicht beeinträchtigt wird, und ein solches
sein, das bestimmte mechanische Eigenschaften aufweist, so daß der Behälter unter
Belastung nicht reißt.
Für die
Herstellung von Spielzeugen verwendete Polymere müssen vollkommen
ungiftig sein und wiederum fest sein, um das Zerbrechen zu verhindern.
Gegenstände
für die
Verwendung im Freien, wie Boote, müssen auch gegenüber dem
Abbau durch Elemente, wie Sonnenlicht, Regen, Frost oder Meerwasser,
resistent sein. Die mechanischen Eigenschaften von Preßpulvern
sind folglich kritisch.
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Eine
weitere wichtige Eigenschaft ist das Fließverhalten, und es ist ebenfalls
kritisch, daß dies
günstig ist.
Das Fließverhalten
ist ein Merkmal einer Blockströmung
mit Nicht-Newtonschen Verhalten, und es ist entscheidend, daß die Strömung innerhalb
bestimmter Grenzwerte ist, um sicherzugehen, daß die Eigenschaften des Produktes
ideal sind.
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Bei
der Herstellung von Gegenständen,
bei denen eine gut definierte Form erforderlich ist, ist es zudem
auch erwünscht,
daß sich
das abschließende
rotationsgeformte Produkt nicht verzieht, d.h. daß die Seiten des
Produktes ihre Form beibehalten.
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Eine
Vielzahl von Polymeren kann erfolgreich rotationsgeformt werden,
obwohl insbesondere Homo- und Copolymere von Ethylen und Homo- und
Copolymere von Propylen genannt werden können. Die Art des Katalysators,
der für
die Herstellung des Polymers verwendet wurde, hat jedoch eine große Bedeutung
für die Eignung
des Polymers für
das Rotationsformen.
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Beim
Rotationsformen führen
Polymere, die von Katalysatoren mit einheitlichen aktiven Zentren
erzeugt wurden, zu Produkten mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften
und ermöglichen
es, das Rotationsformen innerhalb eines viel kürzeren Zeitraums durchzuführen. Von
Katalysatoren mit einheitlichen aktiven Zentren hergestellte Polymere
neigen zu einer engen Molekulargewichtsverteilung, und von Katalysatoren
mit einheitlichen aktiven Zentren hergestellte Copolymere neigen
zu einer engen Comonomerverteilung. Diese Eigenschaften führen zu
einer besseren Beständigkeit
gegenüber
der umgebungsbeeinflußten
Spannungsrißbildung
und zu Verbesserungen von anderen mechanischen Eigenschaften.
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Die
enge Verteilung der Comonomere im Vergleich zu einem von Ziegler-Natta
erzeugten Polymer führt
jedoch zu einem viel eingeschränkteren
Schmelz- und Kristallisationsverhalten. Das deutliche Schmelzverhalten
macht das Polymer für
die Behandlungstemperatur sehr empfindlich, und ohne an eine Theorie
gebunden sein zu wollen, wird angenommen, daß dies das deutliche Verziehen
bei rotationsgeformten Produkten verursacht. Die Vorteile der mechanischen
Eigenschaften bei der Verwendung eines Polymers, das durch die Katalyse
mit einheitlichen aktiven Zentren erzeugt wurde, werden folglich
durch das zunehmende Verziehen kompensiert.
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Polymere,
die unter Verwendung von Ziegler-Natta-Katalysatoren hergestellt
werden, haben viel weitere Schmelz/Kristallisations-Fenster als
Polymere, die durch eine Katalyse mit einheitlichen aktiven Zellen
erzeugt wurden, und neigen folglich zur Erzeugung von rotationsgeformten
Produkten mit einem viel geringeren Verziehen. Aufgrund der weiten
Comonomerverteilung und der weiten Moleku largewichtsverteilung sind
jedoch die mechanischen Eigenschaften, insbesondere die ESCR und
das Fließverhalten,
nicht so vorteilhaft.
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In
AU 1999/21290 wird eine Zusammensetzung für das Rotationsformen beschrieben,
in der mindestens zwei Polyethylene vorhanden sind, wobei eins durch
die Metallocentechnologie erzeugt worden ist, das eine Dichte im
Bereich von 0,870 bis 0,960 g/cm3 und einen
MFI von 1,5 bis 30 g/10 min aufweist.
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US 6 111 023 beschreibt
Gegenstände,
die aus Polyethylencopolymerkomponenten hergestellt sind.
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Folglich
besteht noch immer Bedarf, ein Polymer zu finden, das für das Rotationsformen
geeignet ist und das zu Produkten führen kann, die sowohl ein geringes
Verziehen als auch hervorragende rheologische und mechanische Eigenschaften
aufweisen.
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Es
wurde nunmehr überraschenderweise
festgestellt, daß durch
Formen, z.B. Mischen, einer bestimmten Mischung von Polymeren, die
vorzugsweise durch Katalyse mit einheitlichen aktiven Zentren hergestellt
wurden, eine Polymerzusammensetzung hergestellt werden kann, die
nicht nur hervorragende mechanische und rheologische Eigenschaften
aufweist, sondern sich auch nach dem Rotationsformen nicht verzieht, da
deren Verarbeitungsfenster weiter geworden ist. Es wurde überraschenderweise
festgestellt, daß ein
Gemisch von Polymeren, die in Abhängigkeit von den beteiligten
Monomeren ähnliche
Molekulargewichte und Schmelzfließraten, jedoch unterschiedliche
Dichten, Schmelzpunkte oder Comonomerverteilungen haben, zu einer
Zusammensetzung führt,
die insgesamt eine enge Molekulargewichtsverteilung und folglich
hervorragende mechanische und rheologische Eigenschaften aufweist
und ein weiteres Verarbeitungsfenster hat, womit das Verziehen eliminiert
wird, das normalerweise mit Materialien von einheitlichen aktiven
Zentren verbunden ist.
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Nach
einem Gesichtspunkt stellt die Erfindung folglich eine Polymerzusammensetzung
bereit, die für das
Rotationsformen geeignet ist, welche umfaßt:
- I)
ein Ethylenhomopolymer mit einer Schmelzfließrate von 0,5 bis 30, vorzugsweise
von 3 bis 15, insbesondere von 6 bis 8, einer Molekulargewichtsverteilung
(Mw/Mn) von weniger als 4, vorzugsweise weniger als 3,5, insbesondere
weniger als 3, einem Mw von 50.000 bis 110.000, einer Dichte von
0,940 bis 0,970 g/cm3 und einem Schmelzpunkt
von 100 bis 145°C;
und
- II) ein Ethylencopolymer mit mindestens einem C3-10-α-Olefin mit
einer Schmelzfließrate
innerhalb von ±40%,
vorzugsweise 20%, der Schmelzfließrate der Komponente (I), einer
Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) von weniger als 4, einem Mw
innerhalb von ±30%,
vorzugsweise 20%, der Mw der Komponente (I), einer Dichte von 0,880
bis 0,940 g/cm3, vorzugsweise von 910 bis
0,930 g/cm3, wobei diese Dichte mindestens
0,010 g/cm3 niedriger als die Dichte der
Komponente (I) ist, und einem Schmelzpunkt, der mindestens 5°C, vorzugsweise
mindestens 10%, niedriger als der der Komponente (I) ist.
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Nach
einem weiteren Gesichtspunkt gibt die Erfindung die Verwendung einer
Polymerzusammensetzung, wie sie hier beschrieben ist, beim Rotationsformen
an.
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Nach
einem weiteren Gesichtspunkt gibt die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung eines Gegenstandes an, das das Rotationsformen einer
Zusammensetzung umfaßt,
wie sie hier vorstehend beschrieben ist.
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Nach
einem weiteren Gesichtspunkt stellt die Erfindung einen rotationsgeformten
Gegenstand bereit, der eine Polymerzusammensetzung umfaßt, wie
sie hier vorstehend beschrieben ist.
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Wenn
es nicht anders angegeben ist, wird die Dichte gemäß ISO 1183-1987 (E) gemessen.
Die MFR wird gemäß ISO 1133-1997
(D – für PE) gemessen.
Der Schmelzpunkt von Polyethylen wird gemessen, indem das Polymer
bei einer Erwärmungsrate
von 10°C/min
von Raumtemperatur auf 200°C
erwärmt
wird. Das Polymer wird 5 min bei 200°C gehalten und dann bei einer
Abkühlungsrate
von 10°C/min
auf –10°C abgekühlt und
1 min bei –10°C gehalten.
Danach wird das Polymer bei einer Erwärmungsrate von 10°C/min auf
200°C erwärmt, und
der Schmelzpunkt wird bei diesem zweiten Erwärmungsvorgang erfaßt. Die
GPC-Analysen erfolgten bei folgenden Bedingungen:
Ausrüstung: Waters
150 CV plus Nr. 1115
Detektor: Detektor für den Brechungsindex (Richtung)
und die Viskosität
Eichung:
PS mit einer engen Molekulargewichtsverteilung
1. Säulen: 3 × HT6E Styragel
von Waters (140°C)
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Die
Komponente (II) ist ein Copolymer von Ethylen mit mindestens einem
anderen C3-10-α-Olefin. Geeignete Comonomere
schließen
Propylen, 1-Buten, 1-Hexen, 1-Octen usw. ein. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform
ist die Komponente (II) ein Copolymer von Ethylen mit Octen, Buten
oder Hexen, insbesondere Buten oder Hexen.
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Die
Polymerkomponenten (I) und (II) sollten ähnliche Schmelzfließraten aufweisen,
d.h. die Schmelzfließrate
der Komponente (II) sollte sich von der Schmelzfließrate der
Komponente (I) nicht um mehr als 40%, z.B. 20%, vorzugsweise nicht
mehr als 10%, insbesondere nicht mehr als 5% unterscheiden. Die
Schmelzfließrate
der Komponenten sollte im Bereich von 0,5 bis 30, vorzugsweise von
1 bis 20, stärker
bevorzugt von 3 bis 15, z.B. von 4 bis 10, insbesondere von 6 bis
8, ganz besonders bei etwa 6 liegen. Bei einer stark bevorzugten Ausführungsform
haben beide Komponenten (I) und (II) eine MFR von etwa 6.
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Die
Schmelzfließrate
der gesamten Zusammensetzung sollte ebenfalls im Bereich von 0,5
bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20, stärker bevorzugt von 2 bis 15,
z.B. von 4 bis 10, insbesondere von 6 bis 8, ganz besonders bei
etwa 6 liegen.
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Die
Molekulargewichtsverteilung (MWD) beider Komponenten sollte ungefähr gleich
sein, zum Beispiel innerhalb von 10%, und die MWD muß eng sein,
zum Beispiel ein (Mw/Mn) von weniger als 4, vorzugsweise weniger
als 3,5, insbesondere weniger als 3. Die MWD der gesamten Zusammensetzung
sollte ebenfalls vorzugsweise weniger als 4, insbesondere weniger
als 3,5 betragen.
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Obwohl
die Bereiche von Mw und Mn innerhalb weiter Grenzwerte variieren
können,
bleibt das Verhältnis
von Mw/Mn gering, d.h. bei weniger als 4. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform
sind das Mw und das Mn beider Komponenten ebenfalls ähnlich.
Für ein
Polyethylenhomopolymer oder -copolymer liegen geeignete Mw-Werte im Bereich
von 50.000 bis 110.000, insbesondere von 65.000 bis 85.000.
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Die
Dichte der beiden Komponenten sollte unterschiedlich sein, d.h.
die Komponente (II) sollte eine Dichte aufweisen, die mindestens
0,010 g/cm3, insbesondere 0,020 g/cm3 von der der Komponente (I) verschieden
ist. Die Komponente (I) sollte vorzugsweise eine Dichte im Bereich
von 0,940 bis 0,970 g/cm3 aufweisen, und
die Komponente (II) sollte eine Dichte im Bereich von 0,880 bis
0,940 g/cm3, vorzugsweise im Bereich von
0,910 bis 0,930 g/cm3 aufweisen, wobei diese
Dichte vorzugsweise mindestens 0,010 g/cm3 niedriger als
die Dichte der Komponente (I) ist.
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Die
Dichte der gesamten Zusammensetzung liegt vorzugsweise im Bereich
von 0,925 bis 0,950 g/cm3, vorzugsweise
von 930 bis 0,940 g/cm3.
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Die
beiden Komponenten müssen
auch unterschiedliche Eigenschaften bezüglich der Kristallinität haben,
d.h. die Komponenten (I) und (II) sollten unterschiedliche Schmelzpunkte
aufweisen. Das kann erreicht werden, wenn Copolymere mit unterschiedlichem
Comonomergehalt bereitgestellt werden.
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Die
Komponente (II) sollte einen Schmelzpunkt haben, der sich von dem
der Komponente (I) um mindestens 5°C, vorzugsweise mindestens 10°C, insbesondere
mindestens 20°C
unterscheidet.
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Folglich
ist eine besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzung eine Zusammensetzung,
bei der die Komponente (I) ein Ethylenhomopolymer mit einer MFR
von 6 bis 8, einer Molekulargewichtsverteilung von weniger als 3,
einem Mw von 65.000 bis 100.000, einem Mn von 20.000 bis 60.000,
einer Dichte von 0,945 bis 0,970 g/cm3 und
einem Schmelzpunkt von 125 bis 135°C ist, und die Komponente (II)
ein Ethylencopolymer mit Hexen mit einer MFR von 6 bis 8, einer
Molekulargewichtsverteilung von weniger als 3, einem Mw von 65.000
bis 100.000, einem Mn von 20.000 bis 60.000, einer Dichte von 0,910
bis 0,940 g/cm3 und einem Schmelzpunkt von
100 bis 125°C
ist.
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Um
das erforderliche Polymer für
das Rotationsformen herzustellen, können die Komponenten (I) und (II)
unter Anwendung einer herkömmlichen
Technologie zum Vermischen oder Vermengen gemischt werden. Die Komponenten
(I) und (II) können
in irgendeinem geeigneten Verhältnis
gemischt werden, damit gesichert ist, daß die gewünschten Eigenschaften erreicht
werden. Das Verhältnis
zwischen der Komponente (I) und der (II) beträgt vorzugsweise 95:5 bis 5:95,
vorzugsweise 9:1 bis 1:9, insbesondere 4:1 bis 1:4, insbesondere
1:2 bis 2:1.
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Die
Komponenten (I) und (II) können
auch in Verbindung mit anderen Polymeren im Gemisch verwendet werden,
wie mit Polymersorten für
das Rotationsformen und einigen Ziegler-Natta-Polymeren. Außerdem liegt
es im Umfang dieser Erfindung, eine weitere Polymerkomponente (III)
zu verwenden, die auch eine MWD und eine MFR aufweist, die denen
der Komponenten (I) und (II) ähnlich
sind, jedoch noch eine andere Comonomerverteilung hat, womit folglich
eine multimodale Comonomerverteilung erzeugt wird.
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Die
vorstehend beschriebene Polymerzusammensetzung führt zu rotationsgeformten Gegenständen mit
hervorragenden mechanischen und rheologischen Eigenschaften und
einem geringen Verziehen.
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Die
Komponenten werden vorzugsweise unter Verwendung eines Katalysators
mit einheitlichen aktiven Zentren, z.B. eines Metallocenkatalysators,
hergestellt. Die Komponente (I) kann jedoch durch eine Ziegler-Natta-Katalyse
erzeugt werden. Das ist jedoch nicht bevorzugt. Für die Verwendung
in dieser Erfindung geeignete Metallocenkatalysatoren können irgendwelche
herkömmlichen
Metallocenkatalysatoren sein. Der Begriff "Metallocen" betrifft hier alle katalytisch aktiven
Metall:η-Liganden-Komplexe,
bei denen ein Metall durch einen, zwei oder mehr η-Liganden
mit offener Kette oder geschlossenem Ring im Komplex gebunden ist.
Die Verwendung von Metallocenen mit 2 überbrückten η-Liganden, "Halbmetallocenen" mit einzelnen η-Liganden und "Skorpionat"-Metallocenen mit überbrückten η-σ-Liganden ist besonders bevorzugt.
Das Metall in solchen Komplexen ist vorzugsweise ein Metall der
Gruppe 4A, 5A, 6A, 7A oder 8A oder ein Lanthanoid oder Actinid, insbesondere
ein Metall der Gruppe 4A, 5A oder 6A, insbesondere Zr, Hf oder Ti.
Der η-Ligand
umfaßt
vorzugsweise eine offene η4- oder η5-Kette oder einen η5-Cyclopentadienylring,
wobei gegebenenfalls ein Kohlenstoffatom des Rings oder der Kette
durch ein Heteroatom (z.B. N, B, S oder P) ersetzt ist, der gegebenenfalls mit
gebundenen oder kondensierten Ringsubstitu enten substituiert ist
und gegebenenfalls über
eine Brücke (z.B.
eine Brücke
mit 1 bis 4 Atomen, wie (CH2)2,
C(CH3)2 oder Si(CH3)2) an einen weiteren,
gegebenenfalls substituierten homo- oder heterocyclischen Cyclopentadienylring
gebunden ist. Die Ringsubstituenten können zum Beispiel Halogenatome
oder Alkylgruppen sein, bei denen Kohlenstoffatome gegebenenfalls
durch Heteroatome, wie O, N und Si, insbesondere Si und O, ersetzt
sind, und die gegebenenfalls mit mono- oder polycyclischen Gruppen,
wie Phenyl- oder Naphthylgruppen, substituiert sind. Zu geeigneten η-Liganden
gehören jene
der vorstehend erläuterten
Formel II. Beispiele solcher homo- oder heterocyclischen Cyclopentadienyl-Liganden
sind auf diesem Fachgebiet allgemein bekannt (siehe z.B. EP-A-416815,
WO 96/04290, EP-A-485821,
EP-A-485823, US-A-5276208 und US-A-5145819).
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Der
gemäß dieser
Erfindung verwendete Metallocenkomplex kann neben dem η-Liganden
andere Liganden einschließen;
diese können
typischerweise Halogenid, Hydrid, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Aryloxy,
Amid, Carbamid oder andere zwei Elektronen abgebende Gruppen sein.
Irgendein Hydrocarbyl-Ligand enthält hier im allgemeinen bis
zu 20 Kohlenstoffatome, vorzugsweise bis zu 10 Kohlenstoffatome,
z.B. bis zu 6 Kohlenstoffatome.
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Metallocenkatalysatoren
werden herkömmlich
in Gegenwart eines Cokatalysators verwendet. Geeignete Cokatalysatoren
sind allgemein bekannt, und dazu gehören Metallalkylverbindungen,
insbesondere Alumoxane. Zu geeigneten Alumoxanen gehören C1-10-Alkylalumoxane, z.B. Methylalumoxan
(MAO) und Isobutylalumoxane (z.B. Tetra- und Hexaisobutylalumoxan,
TIBAO und HIBAO), insbesondere MAO. Cokatalysatoren aus Alumoxan
werden von Hoechst in WO-A-94/28034 beschrieben. Diese werden als
cyclische oder käfigartige
Oligomere mit bis zu 40, vorzugsweise 3 bis 20 Struktureinheiten
in Form von -[Al(R'')O]- angesehen (wobei
R'' Wasserstoff, C1-10-Alkyl, vorzugsweise Methyl, oder C6-18-Aryl oder Gemische davon ist).
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Falls
erwünscht
kann das Metallocen oder das Metallocen/Cokatalysator-Gemisch in
ungetragener Form verwendet werden, oder es kann gefällt und
als solches verwendet werden. Das Metallocen oder dessen Reaktionsprodukt
mit dem Cokatalysator wird jedoch vorzugsweise in getragener Form,
z.B. in einem porösen partikelförmigen Träger imprägniert,
in den Polymerisationsreaktor eingeführt, wie es auf diesem Fachgebiet allgemein
bekannt ist.
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Das
verwendete partikelförmige
Trägermaterial
ist vorzugsweise ein organisches oder anorganisches Material, z.B.
ein Polymer (wie zum Beispiel Polyethylen, Polypropylen, ein Ethylen-Propylen-Copolymer,
ein anderes Polyolefin oder Polystyrol oder eine Kombination davon).
Solche polymeren Träger
können
durch Fällen
eines Polymers oder durch Vorpolymerisation, z.B. von Monomeren,
die bei der Polymerisation verwendet werden, für die der Katalysator gedacht
ist, erzeugt werden. Der Träger
ist jedoch besonders bevorzugt ein Metall- oder Pseudometalloxid,
wie Siliciumdioxid, Aluminiumoxid oder Zirconiumdioxid, oder ein
Mischoxid, wie Siliciumdioxid-Aluminiumoxid, insbesondere Siliciumdioxid,
Aluminiumoxid oder Siliciumdioxid-Aluminiumoxid.
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Besonders
bevorzugt ist der Träger
ein poröses
Material, so daß das
Metallocen in die Poren des Trägers
eingebracht werden kann, wobei zum Beispiel ein Verfahren angewendet
wird, das denen analog ist, die in WO 94/14856 (Mobil), WO 95/12622
(Borealis) und WO 96/00243 (Exxon) beschrieben sind. Die Partikelgröße ist nicht
kritisch, liegt jedoch vorzugsweise im Bereich 5 bis 200 μm, stärker bevorzugt
von 10 bis 80 μm.
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Vor
dem Beladen wird das partikelförmige
Trägermaterial
vorzugsweise kalziniert, d.h. wärmebehandelt,
vorzugsweise unter einem nicht-reaktiven Gas, wie Stickstoff. Diese
Behandlung erfolgt vorzugsweise bei einer Temperatur von mehr als
100°C, stärker bevor zugt
bei 200°C
oder mehr, z.B. 200 bis 800°C,
insbesondere bei etwa 300°C.
Die Kalzinierbehandlung erfolgt vorzugsweise über einige Stunden, z.B. 2
bis 30 Stunden, stärker
bevorzugt etwa 10 Stunden.
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Der
Cokatalysator, z.B. ein Alumoxan oder ein ionischer Aktivator für den Katalysator
(wie eine Bor- oder Aluminiumverbindung, insbesondere ein Fluorborat)
kann ebenfalls mit dem Trägermaterial
für den
Katalysator gemischt oder auf diesen aufgebracht werden. Das kann
nach dem Beladen mit dem Metallocen oder stärker bevorzugt gleichzeitig
damit erfolgen, indem zum Beispiel der Cokatalysator in der Lösung des
Metallocens enthalten ist oder indem das mit Metallocen beladene
Trägermaterial
mit einer Lösung
des Cokatalysators oder des Aktivators für den Katalysator, z.B. einer
Lösung
in einem organischen Lösungsmittel,
in Kontakt gebracht wird. Nach einer anderen Ausführungsform
kann jedoch irgendein solches weiteres Material dem mit Metallocen
beladenen Trägermaterial
im Polymerisationsreaktor oder kurz vor dem Dosieren des Katalysatormaterials
in den Reaktor zugesetzt werden.
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In
diesem Zusammenhang kann es als Alternative zu einem Alumoxan bevorzugt
sein, einen Aktivator für
den Katalysator aus einem Fluorborat zu verwenden, insbesondere
eine B(C6F5)3- oder insbesondere eine θB(C6F5)4-Verbindung,
wie C6H5N(CH3)2H:B(C6F5)4 oder (C6H5)3C:B(C6F5)4.
Andere Borate der allgemeinen Formel (Kation+)a(borat–)b können ebenfalls
verwendet werden, wobei a und b positive Zahlen sind.
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Die
Polymerisation erfolgt typischerweise in Gegenwart eines Verdünnungsmittels.
Als Verdünnungsmittel
kann ein linearer, verzweigter oder cyclischer gesättigter
Kohlenwasserstoff, wie Butan, Propan, Pentan, Hexan, Heptan, Octan,
Cyclohexan oder Methylcyclohexan, verwendet werden.
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Die
Polymerisation für
die Herstellung des Polymers für
die Verwendung in dieser Erfindung kann in der Suspension, in Lösung oder
in der Gasphase erfolgen. Die Suspensionspolymerisation kann bei üblichen Suspensionsbedingungen
erfolgen.
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Für Suspensionsreaktoren
liegt die Reaktionstemperatur im allgemeinen im Bereich von 60 bis
110°C (z.B.
80 bis 110°C),
der Reaktordruck liegt im allgemeinen im Bereich von 5 bis 80 bar
(z.B. 25 bis 65 bar), und die Verweilzeit liegt im allgemeinen im
Bereich von 0,3 bis 5 Stunden (z.B. 0,5 bis 2 Stunden). Das verwendete Verdünnungsmittel
ist im allgemeinen ein aliphatischer Kohlenwasserstoff mit einem
Siedepunkt im Bereich von –70
bis +100°C,
insbesondere Isobutan oder Propan.
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Für Lösungsphasen-Reaktoren
liegt die angewendete Reaktionstemperatur im allgemeinen im Bereich
von 130 bis 270°C,
der Reaktordruck liegt im allgemeinen im Bereich von 20 bis 400
bar, und die Verweilzeit liegt im allgemeinen im Bereich von 0,1
bis 1 Stunde. Das verwendete Lösungsmittel
ist gewöhnlich ein
Kohlenwasserstoff mit einem Siedepunkt im Bereich von 80 bis 200°C.
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Für Gasphasenreaktoren
liegt die angewendete Reaktionstemperatur im allgemeinen im Bereich
von 60 bis 115°C
(z.B. 70 bis 110°C),
der Reaktordruck liegt im allgemeinen im Bereich von 10 bis 25 bar
und die Verweilzeit beträgt
im allgemeinen 1 bis 8 Stunden. Das verwendete Gas ist gewöhnlich ein
nicht-reaktives Gas, wie Stickstoff, zusammen mit Monomer (z.B.
Ethylen).
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Damit
gesichert ist, daß die
Copolymerpartikel die exakte Größe für das Rotationsformen
haben, können
die Produkte irgendeiner Polymerisationsreaktion in Pulverform überführt oder
zu einer Partikelgröße von etwa
0,1 bis 0,5 mm, vorzugsweise 0,3 mm, granuliert werden, wobei eine übliche Technologie
angewendet wird.
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Folglich
kann durch Mahlen Granulat mit einer geeigneten Größe hergestellt
werden.
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In
einer anderen Ausführungsform
können
Mikropellets hergestellt werden, wobei die in WO 00/35646 beschriebene
Technik angewendet wird. Nach diesem Verfahren wird ein Gemisch
aus Polyolefin und gegebenenfalls mindestens einem Zusatz in geschmolzener
Form durch eine Düse
extrudiert und granuliert, wodurch Partikel mit einer bestimmten
Größenverteilung
erhalten werden. Die Partikel werden dann bis auf sehr niedrige
Feuchtigkeitswerte getrocknet, um die Eignung für das Rotationsformen zu verbessern.
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Bei
einer Ausführungsform
der Erfindung kann das Rotationsformen durchgeführt werden, indem entsprechend
der Beschreibung von WO 00/11065 Polymerpulver direkt mit einer
Stammischung eines mit einem UV-Stabilisator beladenen Polyolefinpulvers
kombiniert wird.
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Das
Polymerpulver oder Granulat kann irgendwelche üblichen Zusätze umfassen, zum Beispiel
einen oder mehrere, die aus färbenden
Mitteln, Stabilisatoren, Antioxidantien, UV-Absorptionsmitteln,
antistatischen Mitteln, Gleitmitteln und Füllstoffen ausgewählt sind.
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Das
Rotationsformen kann bei üblichen
Bedingungen erfolgen. Das Polymerpulver wird in die Form gegeben,
die dann in einen Ofen gebracht und, vorzugsweise um zwei Achsen,
gedreht wird, um das Polymerpulver auf den heißen Oberflächen der Form zu verteilen.
Der Erwärmungszyklus
wird fortgesetzt, bis das gesamte Pulver geschmolzen ist und innerhalb
der Form eine dicke durchgängige
Schicht erzeugt worden ist. Dann wird die Form aus dem Ofen genommen
und abgekühlt,
bis das Harz fest geworden ist. Danach wird das Formteil entnommen.
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Der
Zeitraum, in dem die Form erwärmt
werden muß,
hängt von
der Art des Gegenstandes, der geformt wird, der vorhandenen Harzmenge
und der Temperatur des Ofens ab. Typische Temperaturen für das Rotationsformen
betragen 230 bis 350°C,
insbesondere 260 bis 320°C.
Die Erwärmungszeit
wird so gewählt, daß die Temperatur
der Innenluft in der Form 160 bis 300°C, stärker bevorzugt 170 bis 250°C beträgt. Diese Temperatur
kann mit einem Rotolog® oder einer ähnlichen
Ausrüstung
für die Überwachung
der Temperatur gemessen werden, oder sie kann auf der Basis der
bisherigen Erfahrung ausgewählt
werden. Das Abkühlen kann
unter einem Luftstrom, Besprühen
mit Wasser oder Nebel oder einfach in Umgebungsluft bei Raumtemperatur
erfolgen. Es kann auch eine Kombination dieser Verfahren angewendet
werden. Das Kühlen
wird vorzugsweise unter Anwendung einer Kombination aus einem Luftstrom,
gefolgt von Umgebungsluft oder nur durch einen Luftstrom erreicht.
Die Abkühlungszeiten
haben normalerweise eine ähnliche
Größenordnung
wie die Erwärmungszeiten
oder sind etwas länger.
Ein langsames Abkühlen
verringert das Ausmaß des
Verziehens, das bei einem rotationsgeformten Gegenstand vorliegt,
es ist jedoch Zweck dieser Erfindung, Polymerzusammensetzungen bereitzustellen,
die im Vergleich mit herkömmlichen
Polymeren von einheitlichen aktiven Zentren schneller abgekühlt werden
können,
ohne daß das
Verziehen zunimmt. Der geformte Tank kann zu irgendeinem geeigneten
Zeitpunkt aus seiner Form genommen werden, obwohl es bevorzugt ist,
ihn zu entnehmen, wenn er auf eine Temperatur von 60 bis 100°C abgekühlt ist.
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Der
Fachmann kann die Temperatur, die Zeit und das Rotationsgeschwindigkeits/Verhältnis innerhalb einer
Vorrichtung für
das Rotationsformen beeinflussen, um die Herstellung von gut geformten
Formgegenständen
zu sichern.
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Besonders
bevorzugte Bedingungen für
das Rotationsformen sind eine Rotationsgeschwindigkeit von 9/1,4
U/min; das 13minütige
Erwärmen in
einem Ofen bei 270°C;
das von einem Gebläse
unterstütze
Abkühlen für 10 Minuten,
gefolgt vom Abkühlen
in Umgebungsluft für
6 Minuten.
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Die
Erfindung wird nunmehr unter Bezugnahme auf die folgenden nicht
begrenzenden Beispiele und Figuren weiter erläutert.
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Beispiel 1
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Zwei
Polymerkomponenten A und B wurden wie im nachfolgenden Anhang 1
beschrieben hergestellt. Der verwendete Katalysator wurde aus (nBu-Cp)ZrCl2 und MAO hergestellt, die auf einem Träger aus
kalziniertem Siliciumdioxid imprägniert
wurden. Die Polymerisation erfolgte in einem halbkontinuierlichen
Laborreaktor mit vorher eingemischtem Wasserstoff, die Komponente
A ist ein Ethylenhomopolymer, das von einem Katalysator mit einheitlichen
aktiven Zentren hergestellt wurde, mit einer Dichte von 0,957 g/cm3, einem Mw von 77.000, einem Mn von 28.000,
was ein Mw/Mn von 2,7 ergibt, einem Schmelzpunkt von 132°C und einer MFR
von 6.
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Die
Komponente B ist ein Ethylen/Hexen-Copolymer mit einer Dichte von
0,923 g/cm3, einem Mw von 67.000 und einem
Mn von 31.000, was ein Mw/Mn von 2,1 ergibt, einer MFR von 8 und
einem Schmelzpunkt von 120°C.
Diese Komponenten wurden miteinander, gegebenenfalls mit weiteren
Polyethylenpulvern für
den Reaktor, RP1 und RP2 mit einer Dichte von 0,934 g/cm3 und einer MFR von 6 oder einer Dichte von
0,939 g/cm3 und einer MFR von 6, vermengt.
Das Polymergemisch wurde durch den Zusatz eines Antioxidans und eines
Gleitmittels komplettiert.
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Die
hergestellten Polymergemische sind in der nachfolgenden Tabelle
1 aufgeführt:
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Alle
Gemische wurden mit insgesamt 4 kg hergestellt, was zu etwa 3,8
kg Granulat führte.
Diese Gemische wurden dann gemahlen, wobei mindestens 2,8 kg Pulver
zurückblieben.
Die gesamte Dichte jedes Gemischs betrug 0,934 g/cm3,
abgesehen von 934Y, das eine Dichte von 0,940 g/cm3 aufwies.
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Außerdem wurden
einige handelsübliche
Polymersorten für
das Rotationsformen bereitgemacht.
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RM
8403, ein Ethylen/Hexen-Copolymer, das von Borealis A/S erhältlich ist,
ist ein Polymer, das von einem Metallocenkatalysator erzeugt wird,
mit folgenden Eigenschaften: Mw = 75.000, Mn = 34.000, MWD = 2,2,
MFR 6, Dichte 940 g/cm3, Schmelzpunkt 125°C, Schmelzwärme 194
J/g, Kristallisationstemperatur 110°C, Kristallisationswärme –158 J/g.
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RM
8343, ein Ethylen/Hexen-Copolymer, das von Borealis A/S erhältlich ist,
ist ein Polymer, das von einem Metallocenkatalysator erzeugt wird,
mit folgenden Eigenschaften: Mw = 76.000, Mn = 34.000, MWD = 2,2,
MFR 6, Dichte 934 g/cm3, Schmelzpunkt 123°C, Schmelzwärme 176
J/g, Kristallisationstemperatur 108°C, Kristallisationswärme –156 J/g.
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ME8152,
ein Ethylen/Buten-Copolymer, das von Borealis A/S erhältlich ist,
ist ein Polymer, das von einem Ziegler-Natta-Katalysator erzeugt
wird, mit folgenden Eigenschaften: Mw = 101.000, Mn = 25.000, MWD =
4,1, MFR 3,5, Dichte 934 g/cm3, Schmelzpunkt
125°C, Schmelzwärme 180
J/g, Kristallisationstemperatur 110°C.
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Die
Eigenschaften jedes Gemischs sind in der nachfolgenden Tabelle weiter
erläutert.
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Beispiel 2
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Proben
wurden bei einem oder mehreren der folgenden Sätze von Bedingungen rotationsgeformt,
um Kästen
zu formen.
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Rotationsformen Serie
1
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Kein
Vorwärmen;
Rotationsgeschwindigkeit 9/1,4 U/min; Erwärmen für 13 Minuten in einem Ofen
mit 270°C;
von einem Gebläse
unterstütztes
Abkühlen
für 10
Minuten, gefolgt von 6 Minuten Abkühlen in der Umgebung ohne einen
Lüfter.
700 g Polymer wurden verwendet; maximale Formtemperatur 227°C, Formtemperatur
zu Beginn 35°C.
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Rotationsformen Serie
3
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Die
Form wurde auf 60°C
vorgewärmt;
Rotationsgeschwindigkeit 4/2; Erwärmen für 13 Minuten in einem Ofen
mit 270°C;
von einem Gebläse
unterstütztes
Abkühlen
für 30
Minuten. Es wurden 700 g Polymer verwendet; maximale Formtemperatur
227°C, Formtemperatur
zu Beginn 60°C.
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Die
durch das Rotationsformen entstandenen Kästen waren Würfel mit
einer Seitenlänge
von etwa 20 cm. Die Kanten der Kästen
wurden zugerichtet.
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Beispiel 3
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Das
Verziehen der rotationsgeformten Kästen wurde an fünf der sechs
Wände des
Würfels
gemessen (die obere Wand nicht). Es wurde ein Lineal mit Mikrometern
diagonal auf jeder Seite des Kastens benutzt. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 2 in bezug auf die Ergebnisse angegeben, die mit ME8152
erreicht wurden.
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Diese
Ergebnisse sind in 1 graphisch dargestellt.
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Beispiel 4
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Die
Veränderung
der Dicke in den Wänden
der Kästen
wurde gemessen, indem bei jeder Seite der Kästen fünf Messungen der Wanddicke
vorgenommen wurden. Die durchschnittliche Veränderung der Dicke ist die Standardabweichung
für alle
Punkte jedes Kastens im Verhältnis
zu ME8152. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle 3 aufgeführt.
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Die
gesammelten Daten, um diese Ergebnisse zu erhalten, sind im beigefügten Anhang
2 dargestellt, in dem 9_1.4 std für das Rotationsformen Serie
1 und 4_2 volles Abkühlen
für das
Rotationsformen Serie 3 steht.
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Erläuterung
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Gemische
mit der weitesten Comonomerverteilung haben ein deutlich geringeres
Verziehen und eine deutlich geringere Schwankung der Dicke als die
Bezugsmaterialien. Außerdem
zeigt eine Analyse der Kristallgitterstruktur von 934A eine viel
feinere Kristallstruktur, die das Material für morphologische Veränderungen robuster
machen sollte. Das Aussehen der Kästen, die mit 934A hergestellt
worden waren, war ebenfalls besser, und im rotationsgeformten Gegenstand
werden weniger Luftblasen erzeugt.
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Beispiel 5
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Mechanische
Eigenschaften. Die folgenden Tests dienten dazu, die mechanischen
Eigenschaften der hergestellten Kästen zu testen.
Zugmodul:
ISO527-1 (1993)
Gerät
mit fallendem Gewicht (IFW) ISO 6603-2: 1989
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Kreisförmige Scheiben
mit einem Durchmesser von 60 mm werden mit einem halbkugelförmigen Prallstück mit einer
Masse von 10 kg und 20 mm Durchmesser verwendet. Fallhöhe 1 m bei
einer Geschwindigkeit von 4,4 m/s bei –20°C. Das Reißen war geschmeidig.
ESCR – ASTM D1693-97/ISO
1872-2: 1997
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Standardisierte
Proben werden gekerbt und belastet, bevor sie in eine Lösung eines
Detergens mit 50°C
abgesenkt werden (Detergens 10% Antarox (Igepal) CO-630. Probendicke
2 mm. Prüfung
alle 4 Stunden, und die Berechnung basiert auf der Möglichkeit
von 50% zerbrochenen Proben.
Dichte – ISO 1183: 1987
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934Y
hat die vorteilhaftesten Zug- und Schlagzähigkeitseigenschaften, jedoch
auch eine geringere ESCR. Insgesamt zeigen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
ein besseres Verziehen, eine bessere Steifigkeit, Morphologie und
eine vergleichbare oder bessere ESCR. Bei der Sorte 934A wurde auch
festgestellt, daß sie
eine bessere Steifigkeit bei hohen Temperaturen hat.
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Beispiel 6
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Die
Werte für
das Verziehen und die Dicke für
das Rotationsformen Serie 1 sind im Anhang 3 für alle Gemische aufgeführt. Die
Werte für die
Serie 3 sind im Anhang 4 aufgeführt.
Diese Ergebnisse sind in 2 graphisch dargestellt.
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Wie
ersichtlich ist, sind die Ergebnisse für das Verziehen für die Zusammensetzungen
934Y, 934A, 934B, 934C und 934D besser als die Ergebnisse, die unter
Verwendung von handelsüblichen
Sorten erreicht wurden.
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Anhang
2 9_1.4 std gegenüber
4_2 vollständiges
Abkühlen
(Rota. 1 gegenüber
Rota. 3)
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Anhang
3 (Ergebnisse Rota. Serie 1)
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Anhang
4 (Ergebnisse Rota. Serie 3)