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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Gleitsportarten und genauer
auf das des Alpinskilaufens. Sie betrifft eine Geometrie eines Skibretts
mit reduzierter Größe, das
sich dennoch als besonders wendig erweist, wobei es ein Verhalten
bewahrt, welches im wesentlichen gleichwertig dem eines Skis mit
herkömmlicher
Größe ist.
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Stand der Technik
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Auf
herkömmliche
Weise wird die optimale Länge
eines Skis in Abhängigkeit
von der Größe des Benutzers,
seinem Gewicht und seinem technischen Niveau bestimmt.
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So
ist man gegenwärtig
der Auffassung, daß ein
Ski eine Länge
aufweisen muß,
die im wesentlichen zwischen etwa 10 und 20 Zentimetern größer als
die Größe des Benutzers
ist.
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Je
länger
ein Ski ist, desto eher neigt er nämlich dazu, seine Laufrichtung
beizubehalten und eine präzise
Führung
zuzulassen. Je kürzer
dagegen ein Ski ist, desto eher beobachtet man Flattererscheinungen,
insbesondere wenn man bei großer
Geschwindigkeit Ski fährt.
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Allerdings
reduziert die Verlängerung
der Skier ihre Wendigkeit und erfordert größere Anstrengungen seitens
des Skifahrers, insbesondere in der Phase der Kurvenführung.
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Folglich
ist bekannt, daß die
Frage der Größe eines
Skis es erlauben muß,
einen Kompromiß zwischen der
Wendigkeit und der Präzision
der Führung
zu erhalten.
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Zahlreiche
Entwicklungen bei der Geometrie und der Bestimmung der Längen der
Skier wurden bereits vorgeschlagen, ohne zu ermöglichen, optimale Lösungen zu
erreichen.
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So
wurde bereits vorgeschlagen, bei einem "Kompaktski" genannten Skisegment die Länge eines
Skis erheblich zu reduzieren, um etwa 20 Zentimeter in bezug auf
die herkömmliche
Länge,
und die Schaufel zu verbreitern. Derartige Skier waren zur Verwendung
durch Skifahrer auf mittlerem Niveau bestimmt, um einen vielseitigen
Ski zu ermöglichen.
Diese Skier waren ziemlich leicht zu fahren, jedoch relativ wenig
leistungsfähig.
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In
der Druckschrift
FR 2 559 673 wurden
ebenfalls andere Entwicklungen im Skibereich vorgeschlagen, die
insbesondere in dem sehr starken Einschnüren der Seitenlinie besteht,
um eine Technik der geschnittenen Kurvenfahrten zu erlauben. Diese
Technik erfordert eine sehr gute physische Kondition. Derartige
Skier sind also vergleichsweise wenig leicht zu fahren, bei gerader
Fahrt mit flachen Skiern instabil und nicht vielseitig.
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Ein
anderer Parameter, der bei der Konzeption eines Skis eine Rolle
spielt, ist seine Biegesteifigkeit. Diese Steifigkeit erlaubt es,
das Gewicht des Skifahrers auf dem Schnee zu verteilen. Sie wird
mehr oder weniger empirisch durch die Skihersteller derart definiert,
daß bei
flach angeordnetem Ski die maximale Last sich unterhalb der Füße des Skifahrers
befindet, wobei diese Last in Richtung der Enden des Skis abnimmt.
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Diese
verschiedenen Parameter gehen in die Ausarbeitung eines Skis ein,
meist mit gegenläufigen Auswirkungen.
Folglich:
- – kann
eine Reduzierung der Länge
eine Reduzierung des Gewichts, folglich der Stabilität des Skis
hervorrufen, aber auch eine Reduzierung der Trägheit, was seine Wendigkeit
fördert;
- – hat
ein kleiner Radius der Seitenlinie die Steigerung der Masse der
Skienden zur Folge und folglich die Steigerung der Trägheit des
Skis, aber auch die Beeinträchtigung
der Stabilität
des Skis, wenn er flach auf dem Schnee liegt.
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Man
hat insbesondere in der Druckschrift
US
5 603 522 versucht, die tragende Oberfläche des Skis in bezug auf sein
polares Trägheitsmoment
zu bestimmen, um seine Wendigkeit zu verbessern, indem die zur Schwungauslösung erforderlichen
Kräfte
reduziert werden. Die tragende Oberfläche ist ein Parameter, der
sich nur auswirkt, wenn der Ski flach liegt. Während einer Kurve stützt sich
ein Ski über
seine Kantenlinie ab, so daß diese
Druckschrift keinerlei nützliche
Lehre zur Verbesserung des Verhaltens während der Kurve vermittelt.
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Eine
der Aufgaben der Erfindung ist es, für eine gegebene Größe des Benutzers
einen kürzeren
Ski als die herkömmlich
verwendeten Skier zu schaffen, der eine gute Führungspräzision durch wirksame Übertragung
der durch den Skifahrer ausgeübten
Kräfte über die
gesamte Länge
der Seitenlinien erlaubt.
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Unter
Seitenlinie oder Kantenlinie wird die Kurve verstanden, die durch
den Scheitel der Kante von einem Ende zum anderen des Skis definiert
wird. Sie wird allgemein gemessen, indem die Abweichung des Abstandes
des Scheitels der Kante in bezug auf die mittlere Längsebene
des Skis bestimmt wird.
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Offenbarung der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft also einen Alpinski, der sich über seine
Länge in
eine Schaufelzone, eine Standzone und eine Endzone unterteilt und
dessen Seitenlinie derart ist, daß die Standzone einen Bereich
minimaler Breite aufweist, die Schaufelzone einen vorderen Bereich
maximaler Breite und die Endzone einen hinteren Bereich maximaler
Breite aufweist.
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Ein
erfindungsgemäßer Alpinski
ist durch die Kombination mehrerer mechanischer dimensioneller Parameter
gekennzeichnet, die es ermöglichen,
das gleiche Verhalten wie bei herkömmlichen Skiern, die etwa 20
Zentimeter länger
sind, zu erhalten, jedoch seine Wendigkeit zu verbessern.
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So
liegt gemäß der Erfindung
der Radius der Seitenlinie, berechnet ausgehend von drei Punkten
der Seitenlinie im hinteren Bereich maximaler Breite, im vorderen
Bereich maximaler Breite bzw. in der Mitte dieser zwei Bereiche,
zwischen 7 und 21 Metern.
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Ferner
ist die Druckverteilung auf der Kante einer der beim guten Funktionieren
eines Skis überwiegenden
Parameter, d.h. bei seiner Fähigkeit,
sich in eine Kurve einzuprägen
und seine Laufrichtung ohne Abrutschen oder Rattern beizubehalten.
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Wenn
nämlich
der Ski auf einer ebenen Oberfläche
angeordnet ist, so daß sein
Belag einen Winkel von 45° mit
der genannten ebenen Oberfläche
bildet und wenn der Ski im Bereich der Schuhmitte eine Kraft von
400 Newton rechtwinklig zu seiner Gleitoberfläche aufnimmt, weist der erfindungsgemäße Ski eine
derartige Kanten-Druckverteilung entlang der Seitenlinie auf, daß die entlang
der Seitenlinie gemessenen Drücke um
weniger als 10% von dem Mittelwert der drei Drücke, gemessen jeweils in dem
hinteren Bereich maximaler Breite, in dem Bereich minimaler Breite
der Standzone und in dem vorderen Bereich maximaler Breite, abweichen.
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Anders
gesagt sind dank des erfindungsgemäßen Skis die durch den Skifahrer
ausgeübten
Belastungen, insbesondere wenn er eine Kurve fährt, sehr regelmäßig und
nahezu gleichförmig
entlang der Kantenlinie verteilt, was eine optimale Kurvenführung sicherstellt.
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Tatsächlich weisen
die Skier des Standes der Technik eine derartige Druckverteilung
auf der Kantenlinie auf, daß der
Hauptteil der Belastungen im Bereich der Standzone und genauer senkrecht
zum Schuh übertragen
wird, wogegen die vorderen und hinteren Zonen des Bretts nur einen
sehr geringen Teil der Belastungen übertragen.
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Diese
Einstellung der Steifigkeit wird korrekterweise entweder durch Einfügung von
Verstärkungen
in die entsprechenden Zonen oder durch Einstellen der Dicke des
Skis zur Variation des Abstands der Verstärkungen von der neutralen Achse
erreicht.
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Vorteilhafterweise
ist in der Praxis die Verteilung der Drücke entlang der Seitenlinie
derart, daß der
im Bereich der maximalen Breite am Skiende gemessene Druckwert etwas
höher ist
als der im Bereich der maximalen Breite der Schaufel gemessene Druckwert.
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Anders
gesagt verteilen sich die durch den Skifahrer bei einer Kurve aufgebrachten
Belastungen nahezu gleichförmig
zwischen dem vorderen und hinteren Bereich des Skis, da während der
Kurve die durch den Skifahrer ausgeübte Belastung vor der Mitte
des Schuhs positioniert ist, was die charakteristische Druckverteilung
kompensiert, die mit einer statischen Last genau im Bereich der
Schuhmitte bestimmt wird.
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Es
wurde beobachtet, daß das
Verhalten des Skis sehr vorteilhaft ist, wenn der im Bereich maximaler Breite
des Skiendes gemessene Druckwert um etwa 10% größer ist als der im Bereich
maximaler Breite der Schaufel gemessene Druckwert.
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Ferner
weisen die erfindungsgemäßen Skier
eine geringere Größe als herkömmliche
Skier auf. Dennoch sind sie nicht gleichwertig mit herkömmlichen,
aber kürzeren
Skiern, d.h. Skiern, die normalerweise von Personen geringer Größe oder
sogar von Kindern oder auch von Personen mit geringem Gewicht oder
geringer Muskelmasse verwendet werden.
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Tatsächlich muß der erfindungsgemäße Ski biegesteifer
sein, um große
Lasten und stärkere
Impulse auszuhalten.
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So
wurde festgestellt, daß,
unter Berücksichtigung
der tragenden Länge
des Skis, definiert zwischen den vorderen und hinteren Kontaktlinien,
die Steifigkeit des erfindungsgemäßen Skis derart ist, daß, wenn
der Ski flach zwischen zwei Abstützungen
angeordnet und eine Kraft von 400 Newton rechtwinklig auf die Oberseite
des Skis in der Mitte des Abstands zwischen den zwei Abstützungen
aufgebracht wird, der in der Mitte des Abstands zwischen den Abstützungen
befindliche Punkt sich, bezogen auf die Situation, in der die Last abwesend
ist, nach unten verlagert,
- • um einen Abstand zwischen
60 und 70 Millimeter, wenn die Abstützungen an der hinteren Kontaktlinie
beziehungsweise bei 5/18 der tragenden Länge, gerechnet von der hinteren
Kontaktlinie, angeordnet sind; um einen zwischen 50 und 60 Millimeter
liegenden Abstand, wenn die Abstützungen
bei 5/18 der tragenden Länge,
gerechnet von der hinteren Kontaktlinie, beziehungsweise bei 13/18
der tragenden Länge,
gerechnet von der hinteren Kontaktlinie, angeordnet sind;
- • um
einen Abstand zwischen 65 und 75 Millimeter, wenn die Abstützungen
an der vorderen Kontaktlinie und bei 5/18 der tragenden Länge, gerechnet
von der vorderen Kontaktlinie, angeordnet sind.
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Eine
derartige Steifigkeit trägt
folglich dazu bei, dem Ski mit geringerer Länge ein zu dem eines längeren Skis
gleichwertiges Verhalten zu verleihen.
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In
der Praxis weisen die erfindungsgemäßen Skier eine Gesamtlänge auf,
gemessen zwischen dem vorderen und hinteren Ende des Skis, die zwischen
1300 und 1740 Millimeter liegt.
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Es
handelt sich um einen Bereich, der einem Bereich herkömmlicher
Skier mit etwa 20 Zentimeter mehr entspricht.
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Vorteilhafterweise
weist der erfindungsgemäße Ski in
der Praxis eine derartige Seitenlinie auf, daß
- • seine im
vorderen Bereich maximaler Breite gemessene Breite zwischen 102
und 108 Millimeter liegt;
- • seine
im Bereich der minimalen Breite gemessene Breite zwischen 64 und
70 Millimeter liegt;
- • seine
im hinteren Bereich maximaler Breite gemessenen Breite zwischen
92 und 100 Millimeter liegt.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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Die
Art der Ausführung
der Erfindung sowie die sich daraus ergebenden Vorteile gehen gut
aus der Beschreibung der folgenden Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Zeichnungen hervor, in denen:
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1 eine
Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Ski ist;
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2 eine
schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Skis ist;
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3 eine
schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Skis ist, gezeigt während der
Testmessung der Druckverteilung auf der Kantenlinie;
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4 ein
Diagramm ist, das die Druckschwankung entlang der Seitenlinie an
dem erfindungsgemäßen Ski
zeigt;
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5 ein
gleichwertiges Diagramm ist, das einem Ski des Standes der Technik
entspricht.
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Ausführungsform der Erfindung
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Wie
bereits erwähnt,
betrifft die Erfindung einen Alpinski, dessen Geometrie und Steifigkeitsverteilung sich
von dem Stand der Technik unterscheiden, um einem Ski mit geringer
Länge das
Verhalten eines herkömmlichen
Skis mit deutlich größerer Länge zu verleihen.
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Eine
derartige Ausgestaltung erlaubt es folglich, sehr deutlich die Wendigkeit
des Skis während
der Verwendung sowie die Vorgänge
der Handhabung des Skis außerhalb
seiner Verwendung zu verbessern.
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Wie
bereits gesagt, ist der erfindungsgemäße Ski durch eine gewisse Anzahl
von dimensionellen und mechanischen Parametern gekennzeichnet, die
es kombiniert erlauben, das Verhalten des Skis zu optimieren.
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So
weisen die erfindungsgemäßen Skier
deutlich geringere Größen als
die gewöhnlich
von Skifahrern des gleichen Niveaus verwendeten Größen auf.
So ist nachfolgend eine Größen-Korrelationstabelle
dargestellt, in der die erste Spalte den Größen in Zentimetern herkömmlicher
Skier und die zweite Spalte der entsprechenden Größe erfindungsgemäßer Skier
entspricht.
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So
ist festzustellen, daß die
erfindungsgemäßen Skier
eine Größe aufweisen,
die zwischen 10 und 20 Zentimeter unter den herkömmlichen Skiern liegt, obgleich
sie das gleiche Verhalten aufweisen, was erhebliche Vorteile in
bezug auf Wendigkeit sowie in bezug auf Raumbedarf erwarten läßt.
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So
weist, wie in 1 dargestellt, ein erfindungsgemäßer Ski 1 eine
Schaufel 2 auf, deren maximale Breite Ls zwischen 102 und
108 Millimeter liegt, dessen Standzone 3 eine minimale
Breite Lp zwischen 64 und 70 Millimeter aufweist, wogegen das Ende 4 eine
maximale Breite LT zwischen 92 und 100 Millimeter aufweist.
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Bei
einem besonderen Beispiel eines 167 Zentimeter langen Skis weist
die Schaufel eine maximale Breite von 103 Millimeter, die Standzone
eine minimale Breite von 65 Millimeter und das Ende eine maximale Breite
von 93 Millimeter auf.
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Da
die erfindungsgemäßen Skier
eine geringere Länge
als die herkömmlichen
Skier aufweisen, besitzen sie im Gegenzug eine gesteigerte Breite,
insbesondere an der Schaufel und am Ende, um eine gleichwertige
tragende Oberfläche
aufzuweisen.
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Das
Maß der
tragenden Oberfläche
eines 167 cm langen erfindungsgemäßen Skis ist 0,108 m2 verglichen mit 0,114 m2 eines
191 cm langen herkömmlichen
Skis mit gleichwertigem Verhalten.
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Die
Definition einer Seitenlinie äußert sich
ebenfalls in dem Wert des theoretischen Radius, der durch drei Punkte 5, 6, 7 der
Seitenlinie verläuft,
die jeweils, wie in der 1 dargestellt, angeordnet sind.
Der erste Punkt 5 ist im Bereich der maximalen Breite der
Schaufel 2 angeordnet. Der zweite Punkt 7 ist
im Bereich der maximalen Breite des Endes 4 angeordnet.
Der dritte Punkt 6 ist auf der Seitenlinie im gleichen
Abstand von den zwei anderen Punkten 5, 7 maximaler
Breite angeordnet.
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Der
Ski, dessen besondere Parameter vorangehend definiert sind, weist
einen theoretischen Krümmungsradius
gleich 16,4 Meter auf, verglichen mit dem theoretischen Krümmungsradius
eines entsprechenden herkömmlichen
Skis, der etwa 30 Meter beträgt.
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Offensichtlich
ist die Erfindung nicht auf diesen einzigen Radiuswert der Seitenlinie
beschränkt,
sondern deckt die verschiedenen Varianten ab, bei denen der Radius
der Seitenlinie zwischen 7 und 21 Meter liegt.
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Um
das gewünschte
Verhalten zu erreichen, muß der
erfindungsgemäße Ski ferner
eine in bezug auf den gleichwertigen Ski größerer Länge gesteigerte Steifigkeit
aufweisen, um einerseits größere Belastungen und
andererseits stärkere
Impulse auszuhalten.
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In
der Praxis werden die Steifigkeiten auf folgende Weise gemessen
(siehe 2).
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Der
Ski wird flach zwischen zwei Abstützungen plaziert und nimmt
eine Last F2, F3,
F4 von 40 kg auf, die der Hälfte des
Gewichts eines Skifahrers von 80 kg entspricht. Diese Last von 40
kg wird im gleichen Abstand von den zwei Abstützungen aufgebracht.
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Das
Maß der
Durchbiegung in Millimetern, entsprechend der vertikalen Verlagerung
des Punktes der Lastaufbringung, gibt die Steifigkeit des gemessenen
Abschnittes des Skis wieder.
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Drei
Messungen werden durchgeführt,
nämlich
im Endbereich 4, in der Standzone 3 und im Schaufelbereich 2.
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Die
Steifigkeit dieser verschiedenen Zonen wird durch Positionieren
der verschiedenen Abstützungen in
präzisen
Positionen bestimmt.
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Zunächst ist
es notwendig, die tragende Länge
LPORT des Skis, gemessen zwischen den zwei
Kontaktlinien vorn LCAV und hinten LCAR, zu bestimmen, die auf genormte Weise
definiert sind.
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Zur
Messung der Steifigkeit des Endbereichs 4 wird eine erste
Abstützung 10 im
Bereich der hinteren Kontaktlinie LCAR angeordnet,
wobei die andere Abstützung 11 weiter
vorn in einem Abstand von 5/18 der tragenden Länge LPORT angeordnet
wird.
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Um
die Steifigkeit der Standzone 3 zu messen, wird eine erste
Abstützung 11 bei
5/18 der tragenden Länge,
ausgehend von der hinteren Kontaktlinie LCAR,
angeordnet.
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Die
zweite Abstützung 12 wird
vor dieser ersten Abstützung 11 in
einem Abstand von 4/9 der tragenden Länge LPORT angeordnet.
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Zum
Messen der Steifigkeit in der Schaufelzone 2 wird die vordere
Abstützung 12 der
Steifigkeitsmessung in der Standzone beibehalten, wobei die zweite
Abstützung 13 dann
im Bereich der vorderen Kontaktlinie LCAV angeordnet
wird.
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Diese
zwei Abstützungen
sind folglich um einen Abstand von 5/18 der tragenden Länge voneinander getrennt.
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In
der Praxis sind die Abstützungen
bei einem 167 Zentimeter großen
Ski, der eine tragende Länge von
1435 Millimetern aufweist, jeweils in folgenden Abständen, ausgehend
von der hinteren Kontaktlinie LCAR, angeordnet:
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Die
Verformungen oder Durchbiegungen der verschiedenen Zonen des zuvor
beschriebenen besonderen Skis sind die folgenden
| – Endzone: | 65
Millimeter Verformung |
| – Standzone: | 51
Millimeter Verformung |
| – Schaufelzone: | 70
Millimeter Verformung. |
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Es
ist selbstverständlich,
daß die
Erfindung nicht auf diese einzigen Werte der Bestimmung der Steifigkeit
beschränkt
ist, sondern weitere Bereiche abdeckt, bei denen die Verformung
in der Endzone zwischen 60 und 70 Millimeter liegt, die Verformung
in der Standzone zwischen 50 und 60 Millimeter liegt und die Verformung
in der Schaufelzone zwischen 65 und 75 Millimeter liegt.
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Es
ist anzumerken, daß bei
einem herkömmlichen
Ski mit zu dem vorgenannten Ski identischem Verhalten die Verformungen
am Ende und an der Schaufel 94 bzw. 92 Millimeter sind, was eine
deutlich geringere Steifigkeit bedeutet.
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Ferner
betrifft ein weiterer mechanischer Parameter des erfindungsgemäßen Skis
die Druckverteilung auf der Kante, die besonders konstant ist, verglichen
mit der an einem herkömmlichen
Ski gemessenen Verteilung, die sich als deutlich ungleichmäßig erweist
mit einem klaren Druckmaximum, gemessen im Bereich der Standzone.
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Um
diesen Parameter zu messen, wird der Ski 1 auf einem Meßtisch angeordnet,
der mit Druckaufnehmern ausgerüstet
ist, die in regelmäßigen Abständen angeordnet
und jeweils um 8 Millimeter voneinander beabstandet sind.
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Der
Ski wird auf diesem Meßtisch 20 derart
angeordnet, daß sein
Belag 22 einen Winkel α von
45° in bezug
auf den Meßtisch 20 bildet,
wie in 3 dargestellt.
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Der
Ski nimmt eine durch eine geeignete Vorrichtung aufgebrachte Belastung
F5 mit einer Stärke von 400 Newton auf, die
im wesentlichen der Hälfte
des Gewichts eines Skifahrers von 80 kg entspricht, wobei diese
Belastung rechtwinklig zur Gleitoberfläche 22 des Skis aufgebracht
wird.
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Unter
dieser Belastung verformt sich der Ski, bis der Scheitel der Kante 23 über seine
gesamte tragende Länge
in Kontakt mit dem Meßtisch 20 tritt,
was es folglich ermöglicht,
mittels der Meßgeräte 21 den Druck
an jedem der Punkte der Seitenlinie in einem Intervall der Größenordnung
von 8 Millimeter zu messen.
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Es
ist anzumerken, daß vor
dem Aufbringen der Last der Ski unter Vorspannung auf seinen zwei
Punkten maximaler Breite an der Schaufel und am Ende ruht. Anschließend biegt
sich der Ski unter Last, d.h., daß die Standzone unter seine
Endzonen absinkt, bis sie gegen den Meßtisch gedrückt wird. In Abhängigkeit
von der Form der Seitenlinie und den spezifischen Steifigkeiten
jeder Zone messen die Kraftaufnehmer 21 den aufgebrachten
Druck.
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Das
Resultat ist in der 4 dargestellt, in der eine Variation
des Drucks über
die gesamte Länge
der Seitenlinie zu beobachten ist.
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Der
auf der Ordinate dargestellte Meßwert ist ein Druckwert, während die
Abszisse die Länge
des Skis darstellt. Um die gemessenen Verteilungen an Skiern unterschiedlicher
Größe zu berücksichtigen,
ist der Druckwert kein geeichter Wert, sondern entspricht relativen
Werten.
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Diese
Werten weichen um weniger als 10% von dem mittleren Druckwert ab,
was nahezu einer Gleichförmigkeit
des Drucks entlang der Seitenlinie entspricht. Folglich ist festzustellen,
daß die
gemessenen Drücke über die
gesamte Länge
der Seitenlinie zwischen einem Minimalwert und einem Maximalwert
variieren, deren Abweichung höchstens
20% des Mittelwerts entspricht.
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In
der Praxis wurde festgestellt, daß das Verhalten optimal ist,
wenn der im hinteren Bereich des Skis gemessene Druckwert in der
Größenordnung
von 10% größer als
der im vorderen Teil des Skis gemessene Druck ist.
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Zum
Vergleich zeigt die 5 die Verteilung des Drucks,
gemessen nach dem gleichen Verfahren an einem herkömmlichen
191 Zentimeter großen
Ski und entsprechend im Verhalten dem eines erfindungsgemäßen Skis
der Größe 167.
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Es
ist sehr klar zu beobachten, daß der
Hauptteil des Drucks im Bereich der Standzone übertragen wird und sehr viel
geringer im Bereich der vorderen und hinteren Kontaktlinie, wobei
der Druck in den Übergangszonen
vor der hinteren Kontaktlinie bzw. hinter der vorderen Kontaktlinie
extrem reduziert ist und unter einem Drittel des im Bereich der
Standzone gemessenen maximalen Drucks liegt.
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Dank
einer erfindungsgemäßen Druckverteilung übt die Gesamtheit
der Kante bei der Kurvenführung des
Skifahrers einen im wesentlichen identischen Druck auf den Schnee
aus, was sich in einem sehr guten Einprägen in die Kurve und einer
vereinfachten Kurvenführung äußert.
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Es
geht aus dem Vorangehenden hervor, daß die Kombination der verschiedenen
dimensionellen und mechanischen Parameter des erfindungsgemäßen Skis es
dem Ski erlaubt, ein Verhalten aufzuweisen, das mit dem eines etwa
20 Zentimeter längeren
Skis identisch ist, wobei die Wendigkeit und die Einfachheit der Schwungauslösung verbessert
wird.
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Da
die erfindungsgemäßen Skier
kürzer
sind, sind sie zudem sehr viel leichter abzustellen und zu transportieren.