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DE60120018T2 - Verfahren zur Herstellung von 'pflanzlichem Joghurt' durch Obst- oder Gemüse-Fermentation - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 'pflanzlichem Joghurt' durch Obst- oder Gemüse-Fermentation Download PDF

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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, das sowohl die Herstellung eines pflanzlichen Joghurts erlaubt als auch auf den durch dieses Verfahren hergestellten pflanzlichen Joghurt.
  • Stand der Technik
  • Es ist bekannt, dass die Milchsäuregärung von Nahrungsmittelprodukten tierischen Ursprungs (Milch, Fleisch) oder pflanzlichen Ursprungs (Kohl, "white coffee", Oliven, Gurken usw.) ein Verfahren ist, das seit undenklichen Zeiten zum Konservieren der Nahrungsmittel verwendet wird. In diesem Verfahren ist vorgesehen, dass die Milchsäurebakterien, die in der Natur vorhanden sind oder zu dem Rohmaterial in geeigneter Weise zugesetzt werden, die Fermentation der vorhandenen Zucker bestimmen und so organische Säuren bilden. Die Erniedrigung des pH, welche folgt, verursacht die Hemmung von verschiedenen Mikrobenspezies und erhöht auf diese Weise die hygienischsanitäre Sicherheit und die Konservierbarkeit des Nahrungsmittels. Zusätzlich bestimmen die Stoffwechselaktivitäten der Mikroorganismen, die für die Milchsäuregärungen verantwortlich sind, die sensorische Umwandlung des Rohmaterials und die Herstellung von neuem und wohlschmeckendem Nahrungsmittel.
  • Unter den auf der Grundlage von Milch fermentierten Produkten ist Joghurt definiert als das Produkt, erhalten durch Koagulation der Milch, ohne die Molke zu eliminieren, durch die Wirkung spezieller Milchsäurebakterien (Streptococcus thermophilus und Lactobacillus delbrueckii subsp. bulgaricus), die gemeinsam in die Milch eingeimpft werden und in den Endprodukten lebend und vital und in großer Menge gefunden werden.
  • Die Stoffwechselaktivitäten der zwei Milchsäurebakterien, die in Joghurt eingeimpft werden, garantieren die Konservierbarkeit des Produkts, bestimmen die speziellen organoleptischen Eigenschaften und beeinflussen die Struktur selbst und die Konsistenz des Joghurts.
  • Zusätzlich wird sowohl in Joghurt als auch in fermentierter Milch, in welchen der Zusatz von Milchsäuremikroflora mit probiotischer Aktivität eine Rolle festgestellt, die als "medizinischer" Typ definiert werden kann, aufgrund der vorteilhaften Wirkung, welche die zugesetzte Mikroflora mit Bezug auf den menschlichen Organismus ausüben kann.
  • Der Joghurt ist in den verschiedenen Typen (klassisch, mit Frucht, trinkbar mit verschiedenen Mengen von Fetten usw.) unzweifelhaft ein äußerst gesundes und vorteilhaftes Produkt und vom Ernährungsstandpunkt mit sehr reichen Eigenschaften aufgrund der Anwesenheit im Inneren von Proteinen, Vitaminen und Mineralsalzen ausgestattet.
  • Trotz der bekannten vorteilhaften Wirkungen, die durch fermentierte Milch einschließlich Joghurt ausgeübt werden, gibt es jedoch Gruppen von Personen, die aus Diätgründen oder Gesundheitserfordernissen keine Produkte auf der Grundlage von Milch tierischen Ursprungs verwenden können. Insbesondere ist die Anzahl von Personen, die Allergien haben und/oder eine Intoleranz gegenüber den Proteinen von Milch oder gegenüber Lactose haben, in beträchtlichem Ansteigen, und daher können sie nicht Joghurt verzehren, selbst wenn Joghurt für sie vorteilhaft sein könnte.
  • Zusätzlich ist es bekannt, dass die Milchsäuregärung der Rohmaterialien pflanzlichen Ursprungs sich meist auf die Herstellung von Sauerkraut, Oliven, Gurken oder anderen fermentierten grünen Pflanzen bezieht, und es gibt zahlreiche Patentdokumente, die spezielle Methodologien und Verfahren zur Herstellung dieser Lebensmittel beschreiben. Beispielhaft werden die folgenden Dokumente genannt: US-Patentschrift 3,932,674; französische Patentveröffentlichung 2,770,973; kanadische Patentveröffentlichung 1,75,366; britische Patentveröffentlichung 2,234,661; US-Patentschrift 4,342,786.
  • In US-A-5922374 und RU-C1-2136175 ist ein Verfahren beschrieben, das erlaubt, ein halbfertiges Produkt aus pflanzlichem Material zu erhalten.
  • Unter den Dokumenten, die sich auf die Fermentation von Substraten pflanzlichen Ursprungs beziehen, sollten insbesondere die Patentveröffentlichungen genannt werden, die besondere Verfahren beschreiben, die befähigt sind, die Fermentation einer Milch zu erlauben, die von Soja oder anderen Pflanzen abgeleitet ist, mit der folgenden Herstellung von geronnenen Milchprodukten oder Produkten ähnlich zu Käse. Insbesondere beschreibt die europäische Patentveröffentlichung 0988793 ein Verfahren, das befähigt ist, die Produktion von fermentierter Sojamilch zu erlauben. In diesem Verfahren wird die Sojamilch mit einem Koaguliermittel behandelt, sie wird pasteurisiert, und anschließend wird sie mit Einzelstämmen oder Mischungen von Stämmen, welche das Fermentationsverfahren fördern, beimpft, bis ein pH von 3,5 bis 5,0 erreicht wird.
  • Das Dokument WO-A-97/43906 beschreibt ein Verfahren, welches eine Fermentationsphase zum Erhalt eines Käses, eines geronnenen Materials oder eines Joghurts, ausgehend von Sojamilch, bereitstellt.
  • Im Gegensatz dazu beschreibt EP-A-0500132 ein Verfahren zur Herstellung eines geronnenen Materials ausgehend von einer Sojamilch, in welchem Verfahren eine Phase der Ansäuerung bereitgestellt wird, erhalten durch die Zugabe eines chemischen Mittels oder von Milchsäurebakterien mit Fermentationsaktivität.
  • Schließlich beschreibt US-A-3,950,544 ein Verfahren, das befähigt ist, die Herstellung eines Joghurts aus einem Sojamehl zu erlauben.
  • Ein ähnliches Produkt wird mittels des in EP-A-0853889 beschriebenen Verfahrens erhalten.
  • In WO-A-9749303 wird ein Verfahren beschrieben, in welchem vorgesehen ist, Tomaten zu verwenden. Die Verwendung von Tomaten erfordert jedoch eine beträchtliche Verwendung von pH-Modifiziermitteln, und dies ist für die Unverfälschtheit des Endprodukts nicht verwendbar.
  • Ein großer Teil dieser Dokumente haben die Aufgabe, Produkte herzustellen, welche es dem Verbraucher erlauben, proteinhaltige Materialien und andere Nahrungssubstanzen auch für Personen zu erhalten, die Proteine von Milch und Lactose nicht tolerieren und/oder allergisch dagegen sind.
  • Es sollte auch berücksichtigt werden, dass zusätzlich zu den hierin vorstehend genannten Personen einige Verbraucher den Verbrauch von Milch und ihren Derivaten auch aus ethischen Gründen aufgeben, da sie überhaupt keine Produkte tierischen Ursprungs zu sich nehmen. Es sollte auch berücksichtigt werden, dass die organoleptischen Eigenschaften sämtlicher von Soja abgeleiteter Produkte und insbesondere die Milchsäureprodukte und Joghurt ziemlich knapp und sicherlich nicht vergleichbar mit den Eigenschaften analoger Produkte sind, die auf der Grundlage von tierischer Milch hergestellt sind.
  • Zusätzlich sind die Verfahren zur Herstellung dieser Produkte relativ komplex und teuer. Alle diese Tatsachen haben zu einer mäßigen Verteilung der hierin vorstehend genannten Produkte geführt, die meistens in Geschäften für pflanzliche Produkte, mikrobiotischen und ähnlichen Geschäften und nur in sehr kleinen Mengen in normalen Handelseinrichtungen und insbesondere in Supermärkten und Hypermärkten vertrieben werden.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Verfahren bereitzustellen, das befähigt ist, ein Produkt ähnlich Joghurt zu ergeben, das ausschließlich ausgehend von Rohmaterialien pflanzlichen Ursprungs einschließlich Soja erhalten wird. Mit dem Letzteren wird die integrale Verwendung der Saat und ohne Durchgang durch die Milchsäurephase bereitgestellt. Dieses Verfahren ist einfach und wirtschaftlich, und zusätzlich sind die organoleptischen Eigenschaften des durch dieses Verfahren erhaltenen Produkts annehmbar und den derzeit bekannten Produkten überlegen.
  • Zusätzlich ist es mittels des Verfahrens dieser Erfindung möglich, dem Verbraucher die Möglichkeit anzubieten, zwischen einem pflanzlichen Joghurt mit oder ohne Fette zu wählen und Joghurtsorten mit verschiedenem Geschmack zu erhalten.
  • Gemäß dieser Erfindung beinhaltet das Verfahren zur Herstellung von pflanzlichem Joghurt eine Fermentation, und das Ausgangsmaterial ist gekennzeichnet durch die Tatsache, dass es eine Mehrzahl von pflanzlichen Substanzen verschiedener pflanzlicher Spezies erfordert, die gemahlen und in verschiedenen Verhältnissen gemischt werden. Tatsächlich kann das Verfahren der Erfindung ausgehend von verschiedenen Typen von Früchten und grünen Pflanzen durchgeführt werden. Insbesondere stammen in der Typologie des pflanzlicher biologischer Joghurt genannten Produkts die grünen Pflanzen und die Früchte aus der Kultivierung von biologischen Typen, die als solche entsprechend den in Kraft befindlichen Gesetzen zertifiziert sind, und enthalten keine genetischen Materialien oder Proteine transgenen Ursprungs.
  • Zuerst werden die grünen Pflanzen und/oder die Früchte gewaschen, um Rückstände aus dem Boden oder anderes verunreinigendes Material zu entfernen. Dann werden die Haut oder äußere Teile, wenn Kohl, Kopfsalat oder Wirsingkohl verwendet wird, entfernt, und danach wird der Rest entsprechend der Notwendigkeit unter Verwendung einer geeigneten Vorrichtung gemahlen.
  • Am Ende der Mahlphase wird die Zugabe von Wasser in variablen Mengen entsprechend des Typs der verwendeten grünen Pflanzen zum Erreichen der erwünschten Konsistenz durchgeführt. Die Konzentration von Zuckern und die pH-Werte, die notwendig sein können, werden bevorzugt auf Werte gebracht, die mit der Entwicklung von Milchsäurebakterien verträglich sind, die in geeigneten Verhältnissen verschiedenen Typologien von Früchten und/oder grünen Pflanzen zugemischt werden.
  • Um die Entwicklung der natürlichen Mikrofloren zu vermeiden, die in grünen Pflanzen oder in den Früchten, die als Ausgangsmaterial verwendet werden, vorhanden sind oder aus der Umgebung während den Wasch-, Herstellungs- und Mahlphasen aufgenommen werden, wird ein nach und nach ablaufender Schritt einer thermischen Aufbereitungsbehandlung (Pasteurisierung) durchgeführt. Der letztere Schritt wird 10 Sekunden bei einer Temperatur von 70°C bis 90°C in einer Weise durchgeführt, so dass sowohl die Zerstörung der vorhandenen Mikrofloren als auch die irreversible Denaturierung von Enzymen gewährleistet sind, welche die Bildung von Fehlern in dem Produkt verursachen könnten.
  • Nachdem die Pasteurisierungsphase beendet ist, wird das pflanzliche Substrat abgekühlt, und es wird auf einer Temperatur gehalten, die mit der Entwicklung der Milchsäurebakterien verträglich ist, die zum Durchführen des Fermentationsverfahrens verwendet werden sollen.
  • In dem Fall, in welchem die Wahl getroffen wird, ausschließlich mit den zwei mikrobiellen Spezies (Streptococcus thermophilus und Lactobacillus delbrueckii subsp. bulgaricus) zu arbeiten, die zur Herstellung von Joghurt aus tierischer Milch verwendet werden, wird die Temperatur auf einem Wert von etwa 40°C gehalten.
  • Wenn im Gegensatz dazu die Wahl getroffen wird, die Einimpfung mesophiler Mikroorganismen, wie Lactobacillus plantarum, Lactobacillus paracasei, Lactobacillus sakei, Lactobacillus curvatus, Leuconostoc spp., durchzuführen, ist es notwendig, bei einer Temperatur von etwa 30°C zu arbeiten. Die zu dem pflanzlichen Substrat zugesetzten Milchsäurebakterien können aus Stämmen ausgewählt werden, die bereits im Handel in lyophilisierter Form erhältlich sind, die gewöhnlich zur Herstellung von Joghurt, fermentierten Gemüsen oder in Beutel verpackten Gemüsen verwendet werden.
  • Nach einer vorbereitenden Aktivierungsphase der entwässerten Kulturen in isotonischer Lösung (peptonhaltiges Wasser oder physiologische Kochsalzlösung) wird die Beimpfung in einer Weise durchgeführt, die derart sein muss, dass für jeden Mikroorganismus die Anwesenheit von mindestens 1.000.000 Einheiten, die eine Kolonie bilden, pro Gramm des pflanzlichen Substrats gewährleistet ist.
  • Zusätzlich kann zu der hierin vorstehend genannten fermentierenden Mikroflora probiotische Flora zugesetzt werden. Sie besteht aus besonderen Stämmen von Milchsäurebakterien oder Bifidobakterien, die im Hinblick auf die vorteilhafte Wirkung ausgewählt werden, die sie auf die Gesundheit des Verbrauchers ausüben können.
  • Die Fermentation wird bei einer kontrollierten Temperatur 1 bis 2 Tage durchgeführt, bis ein End-pH-Wert von 3,8 bis 4,5 erreicht ist.
  • Es ist wichtig, zu verhindern, dass der pH niedrigere Werte erreicht, da sie die Vitalität der vorhandenen Milchsäurebakterien beeinträchtigen könnten und ihre Anwesenheit in dem für den Verbrauch fertigen Produkt verringern könnten.
  • Andererseits könnten pH-Werte höher als 4,5 die Entwicklung pathogener Mikroflora oder verändernder Substanzen, wie sporenbildende Mikroorganismen, welche die Pasteurisierungsbehandlung überleben, hervorrufen.
  • Am Ende der Fermentationsphase können Substanzen, wie Duftstoffe und/oder natürliche Verdickungsmittel, Fruchtpüree, Früchte in kleinen Stücken oder Getreide zum Erhalt des erwünschten Geschmacks, des erwünschten Aromas und der erwünschten Konsistenz zugesetzt werden.
  • Schließlich wird das Produkt in kleine Töpfe oder Becher verpackt und wird bei einer Kühltemperatur bis zum Zeitpunkt des Verbrauchs gehalten. Das Aufrechterhalten der Kühlung in den Transport-, Vertriebs- und Konservierungsphasen muss gewährleistet sein, um eine hohe Konzentration von lebenden und vitalen Milchsäurebakterien in dem Endprodukt in der gleichen Weise aufrecht zu halten, wie dies in dem aus tierischer Milch hergestellten Joghurt erforderlich ist.
  • Wie hierin vorstehend bereits erwähnt, ist es möglich, vor dem Fermentierungsschritt Fette oder pflanzliche Öle zuzusetzen, so dass der erhaltene Joghurt einige Fette, aber nur pflanzliche Öle enthält.
  • Das in dieser Patentanmeldung beschriebene Verfahren ist intrinsisch einfach und wirtschaftlich durchzuführen und erlaubt den Erhalt eines Nahrungsmittelprodukts, welches die vorteilhaften Eigenschaften eines Joghurts tierischen Ursprungs mit dem Geschmack von Früchten oder grünen Pflanzen verbindet. Der erhaltene Geschmack ist äußerst variabel, so dass er an die besonderen Erfordernisse des Verbrauchers angepasst werden kann, und schließlich kann auch die in dem Joghurt enthaltene Fettmenge innerhalb breiter Grenzen variiert werden.

Claims (4)

  1. Verfahren zum Herstellen eines joghurtartigen Nahrungsmittels (pflanzlicher Joghurt), hergestellt durch Fermentation pflanzlicher Produkte, wobei eine Vielzahl von Frucht- oder grünpflanzlichen Komponenten, welche eine Vielzahl von Pflanzensorten umfassen, verwendet werden, und mehrere dieser Früchte oder grünpflanzlichen Komponenten zerkleinert und in unterschiedlichen Verhältnissen mit zugesetztem Wasser vermischt werden, um eine Mischung mit gewünschter Konsistenz zu erhalten, umfassend die Schritte: – Einstellen der Zuckerkonzentration und des pH-Wertes der Mischung auf mit der Entwicklung von Milchsäurebakterien kompatible Werte, vorzugsweise durch Mischen der Frucht- oder grünpflanzlichen Komponenten, – Pasteurisieren der Mischung, – Abkühlen und Halten der pasteurisierten Mischung auf Temperaturen, welche mit der Entwicklung der gewünschten Milchsäurebakterien kompabitel sind, – Beimpfen der pasteurisierten Mischung mit Milchsäurebakterienkulturen, um die Mischung zu fermentieren, – Ausführen des Fermentierens bis zum Erreichen eines End-pH-Wertes von 3,8 bis 4,5, – wobei der pH-Wert derart ausgewählt wird, dass eine hohe Konzentration von lebenden und vitalen Milchsäurebakterien erreicht wird, – Verpacken des fertiggestellten Lebensmittels, und – Aufrechterhalten von Kühltemperaturen, welche eine hohe Konzentration von lebenden und vitalen Milchsäurebakterien im fertigen Erzeugnis sicherstellen können.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei vor dem Fermentationsschritt Fette oder pflanzliche öle der Mischung zugesetzt werden.
  3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, wobei vorzugsweise zum Ende des vorhergehenden Fermentationsschrittes Additive der Mischung zugesetzt werden, um den angestrebten Geschmack, die angestrebte Geschmacksrichtung und die angestrebte Konsistenz zu erhalten.
  4. Lebensmittelprodukt, insbesondere pflanzlicher Joghurt, hergestellt nach den Ansprüchen 1 bis 3.
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