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Die
Erfindung betrifft eine Langspaltpresse für Faserstoffbahnen transportierende
Maschinen, wie etwa Papier- und Wickelpappenmaschinen, wobei die
Presse Wasser aus der Faserstoffbahn ablässt und ein hydrostatisches
Lager und ein auf dem Lager gleitendes Pressband zum Drücken der
Faserstoffbahn gegen eine Presswalze derart, dass die Faserstoffbahn
bei der Bewegung gegen zumindest ein Gewebe drückt, umfasst, wobei das Lager
einen mindestens eine Druckkammer umfassenden Druckschuh umfasst,
und auf der dem Pressband zugewandten Oberfläche des Druckschuhs sich ein
Dichtungselement in Form einer flexiblen Druckausgleichsblende befindet,
das einen äußeren Rand,
einen inneren Rand und eine durch den inneren Rand umgrenzte Öffnung umfasst,
wobei die Druckausgleichsblende vom Druckschuh getragen wird, aber vom
inneren Rand des Druckschuhs auf die Druckkammer hin so auskragt,
dass sie in ihrem hervorstehenden Randbereich zumindest weitgehend
ununterstützt
ist, wodurch ihr innerer Rand frei ist, und die Druckausgleichsblende
aus einem Material hergestellt ist, dessen Biegesteifigkeit es ihm
ermöglicht, sich
während
des Gebrauchs infolge von im Bereich des Druckschuhs auftretenden
hydraulischen Druckschwankungen weg von der Presswalze und entsprechend
hin auf die Presswalze derart zu biegen, dass hydraulische Flüssigkeit
weg von dem Spalt aus dem Bereich zwischen der Presswalze und dem Druckschuh
fließen
kann, und wenn der hydraulische Flüssigkeitsstrom einen bestimmten
Wert überschreitet,
die Druckausgleichsblende angepasst ist, sich auf die Presswalze
hin zu biegen, um den hydraulischen Flüssigkeitsstrom zu reduzieren.
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Die
Erfindung betrifft ebenso eine Langspaltpresse entsprechend dem
Oberbegriff des beigefügten
Anspruchs 2.
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Eine
Langspaltpresse der oben beschriebenen Art ist aus der finnischen
Patentpublikation 94368 bekannt. Ein Vorteil der Presse ist, dass
sie ein gutes und gleichmäßiges Trockenergebnis
in einem zu trocknenden Gewebe ermöglicht, und lange Standzeiten
hat, wodurch die sehr teuren Stillstände aufgrund von Produktionsstockungen
einer Papiermaschine verhindert werden. Aufgrund ihres freien und
flexiblen Randbereichs richtet die Druckausgleichsblende des Druckschuhs
sich selbst so ein, dass im Falle einer Leckage, die lokal, nahe
dem oberen Teil des Druckschuhs, einen Abfall des hydraulischen
Drucks bewirkt, sich der freie Rand der Blende auf die Presswalze
(oder auf einen gegenüberliegenden
Druckschuh) zubiegt, bis auf beiden Seiten des Blendenrands derselbe
Druck herrscht. Auf diese Weise wird die Faserstoffbahn mit gleichmäßigem Druck
in den Spalt gepresst und es ergibt sich ein gleichmäßiges Trocknungsergebnis.
Darüber
hinaus ist diese bekannte Presse in ihrem Aufbau relativ einfach
und kann falls erforderlich leicht in Papier- und Pappenmaschinen
nachgerüstet
werden, ohne dass größere Umbauarbeiten
erforderlich werden. Die Schmierung der Presse wird durch Schmiermittelzuführungen
am äußeren Rand
des Druckschuhs bewirkt, von denen das Schmiermittel durch Zuführungen,
die am äußeren Rand
der den Druckschuh abdeckenden Dichtleiste verlaufen, zum Pressband
geführt
wird.
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Auch
wenn die vorgenannte Langspaltpresse gut funktioniert, so offenbart
die vorliegende Erfindung Verbesserungen an der bekannten Langspaltpresse,
die darauf abzielen, den Aufbau der Presse weiter zu vereinfachen
und eine effiziente, sich selbst regelnde Schmierung im Bereich
des Druckschuhs zu ermöglichen.
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Um
dieses Ziel zu erreichen, ist die Langspaltpresse gemäß der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, dass der auskragende Randbereich der Druckausgleichsblende
Nadellöcher
zum Transport hydraulischer Flüssigkeit
in der Druckkammer aus der Druckkammer zum Pressband zur Schmierung des
Pressbandes umfasst.
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In
diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff „Nadelloch" ein Loch mit einem sehr kleinen Durchmesser.
Alternativ könnten
diese Nadellöcher auch
Mikrolöcher
genannt werden. Der Durchmesser eines Lochs ist im Bereich von 0,01
bis 50 μm.
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Eine
alternative Ausbildungsform der Erfindung ist durch den kennzeichnenden
Teil des angefügten
Anspruchs 2 beschrieben.
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Die
Erfindung beruht auf der Idee, die Schmierung durch den freien Randbereich
der Druckausgleichsblende hindurch zu realisieren, was bedeutet,
dass der Aufbau des Druckschuhs wesentlich vereinfacht werden kann
und die Dichtleiste weggelassen werden kann. Durch die Verlagerung
der Schmierung weg vom äußeren Rand
des Druckschuhs kann die Größe des Druckschuhs
reduziert werden, wobei in diesem Fall die obere Oberfläche des
Druckschuhs vorzugsweise hin zum äußeren Rand des Druckschuhs
derart abgeschrägt
ist, dass der abgeschrägte
Abschnitt einen Winkel von 5° bis 10° bezüglich der
obersten Ebene des Druckschuhs bildet. Dies sorgt für einen
besseren Trockenprozess, da die zu trocknende Stoffbahn sich leichter
von dem Gewebe löst
und keine wesentliche Rücknässung von
dem Gewebe auf die Stoffbahn stattfinden kann, wenn sich die Stoffbahn
vom Druckschuh weiterbewegt.
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Bevorzugte
Ausbildungsformen einer Langspaltpresse gemäß der Erfindung sind in den
beigefügten
Ansprüchen
3 bis 10 offenbart.
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Die
größten Vorteile
der erfindungsgemäßen Langspaltpresse
sind, dass sie in ihrem Aufbau sehr einfach ist und eine selbstregulierende,
gleichmäßige und
effiziente Schmierung im Spalt ermöglicht. Es sind keine Schmierungskanäle im Inneren
des Körpers
des Druckschuhs erforderlich. Wenn der Druck im Spalt sich erhöht, verstärkt sich
ebenso das Durchsickern des Schmiermittels durch die Nadellöcher der
Druckausgleichsblende, da das Schmiermittel dann auch mit einem
höheren
Druck durch die Nadellöcher
durchtritt. Zusätzlich
ermöglicht
es die Erfindung, einen kleinen Druckschuh zu verwenden, an dem
eine Rücknässung selten
auftritt. Weiterhin ist die Erfindung in Papier- und Pappenmaschinen
(oder andere Stoffbahnen transportierende Maschinen) leicht einzubauen,
sogar nachträglich,
ohne größere Umbauarbeiten
zu erfordern.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch eine Druckausgleichsblende,
umfassend einen äußeren Rand,
einen inneren Rand und eine durch den inneren Rand umgrenzte Öffnung.
Die erfindungsgemäße Druckausgleichsblende
ist dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem Randbereich nahe dem
inneren Rand Nadellöcher
enthält.
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Die
hauptsächlichen
Vorteile der erfindungsgemäßen Druckausgleichsblende
sind, dass sie die oben angeführten
Vorteile zugänglich
macht.
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Im
Folgenden wird die erfindungsgemäße Presse
eingehend anhand von zwei bevorzugten Ausbildungsformen und mit
Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei
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1 eine
schematische Seitenansicht der Presse ist,
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2 eine
Rückansicht
der Presse aus 1 ist,
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3 eine
Schnittansicht entlang der Linie III–III in 1 ist,
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4 eine
schematische Darstellung ist, die den Querschnitt am Langspalt darstellt,
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5 eine
Ansicht von oben auf den Druckschuh aus 4 ist,
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6 eine
detailliertere Rückansicht
des Aufbaus des Druckschuhs ist, und
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7 eine
alternative Ausbildungsform am Langspalt zeigt.
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Die
Langspaltpresse aus 1 zur Trocknung einer Faserstoffbahn
umfasst einen Körper
und auf diesem eine Presswalze 1, Langspalt 2 und
in Verbindung damit ein hydrostatisches Lager, umfassend einen Druckschuh 3,
und Führungsrollen 4, 5 zur
Unterstützung
und Rotation eines Bands 6, d. h. eines gewebeverstärkten Pressbandes.
Zusätzlich umfasst
die Presse Führungsrollen 7, 9 zur
Führung von
Pressgeweben 13, 14 und der zu trocknenden Faserstoffbahn 8 zum
Spalt 2, in welchem das Wasser aus dem Stoff 8 abfließt. Referenznummer 9 bezeichnet
eine Führungsrolle
der Faserstoffbahn 8.
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In 2 ist
die Presse aus 1 wie vom rechten Ende aus gesehen
gezeigt, wobei aus Gründen
der Einfachheit die Führungsrolle 9 und
die damit nahe verbundenen Aufbauten weggelassen sind. Die Figur
zeigt, dass die Breite des Spalts 2 im Wesentlichen der
Länge der
Presswalze 1 entspricht.
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3 ist
eine Schnittansicht entlang der Linie III–III der 1.
Die Figur zeigt, dass der Druckschuh 3 nur eine Druckkammer 10 umfasst,
die durch den inneren Rand des Druckschuhs bestimmt wird (siehe
Referenznummer 17 in 6). Da es
nur eine Druckkammer gibt, bleibt der Faserstoff unmarkiert, d.
h. ohne unerwünschte
Spuren durch ungleichmäßig einwirkende
hydraulische Drücke
im Druckschuh 3. Die hydraulische Flüssigkeit tritt in die Kammer 10 durch Öffnungen 11, 12 ein.
Die hydraulische Flüssigkeit
ist vorzugsweise Wasser, vorzugsweise mit Zusätzen, die die Schmiereigenschaften
verbessern und die Oberflächenspannung
reduzieren.
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4 zeigt,
wie die Faserstoffbahn 8 in den Langspalt 2 eintritt.
Das Pressband 6 rotiert (bewegt sich) oben auf auf einem
Flüssigkeitsbett
des Druckschuhs 3 mit sehr geringer Reibung, und die Faserstoffbahn 8 tritt
in den Langspalt so ein, dass sie sich zwischen den Pressgeweben 13 und 14 befindet. Wenn
die Stoffbahn 8 zwischen den Pressgeweben 13, 14 im
Langspalt 2 gedrückt
wird, saugen die Gewebe Wasser aus ihr heraus. Zwei Gewebe 13, 14 sind
nicht unbedingt erforderlich; es ist möglich, dass lediglich ein Gewebe
auf einer Seite der Stoffbahn 8 vorhanden ist. Dennoch
ist es empfehlenswert, zwei Gewebe 13, 14 zu verwenden,
weil so wirkungsvoller getrocknet wird.
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4 und 6 zeigen,
dass sich an den Kanten der oberen Oberfläche 19 des Druckschuhs 3 Abschrägungen 15 hin
zum äußeren Rand 28 befinden,
die einen Winkel α in
Bezug auf die oberste Ebene des Druckschuhs bilden. 5 und 6 zeigen, dass
die Druckausgleichsblende 20 eine rechtwinklige Struktur
ist, umfassend einen äußeren Rand 26, einen
inneren Rand 22 und eine durch den inneren Rand umgrenzte Öffnung 27.
In den Abschrägungen 15 sind
Vertiefungen 29 eingebracht, um den äußeren Rand 26 der
Druckausgleichsblende 20 so aufzunehmen, dass der äußere Rand
der Blende 20 sich selbst gegen die Schulter oder den Falz 19a der
Vertiefung abstützt
und die obere Oberfläche
der Blende 20 sich auf einer Ebene mit den obersten Ebenen
der Abschrägungen
in den randnächsten
Bereichen des Druckschuhs sind. Der Winkel α beträgt 5° bis 10°. 4 zeigt,
dass das Pressband 6 nicht so fortbewegt wird. dass es
an den Abschrägungen 15 anliegt, sondern
dass das Pressband einen Winkel β in
Bezug auf die oberste Ebene der Abschrägung 15 bildet, wobei
der Winkel β kleiner
ist als der Winkel α. Der
Winkel β ist
2° bis 5° kleiner
als der Winkel α,
und sein Absolutwert ist vorzugsweise im Bereich von 3° bis 7°. Referenznummer 23 bezeichnet
den obersten durch die Abschrägung
definierten Punkt auf der oberen Oberfläche des Druckschuhs.
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5 zeigt
den Druckschuh 3 von oben, und zeigt somit seine rechtwinklige
Form; 6 ist eine vergrößerte und detailliertere Schnittansicht
des Druckschuhs entlang der Linie VI–VI aus 5. Der Einfachheit
halber zeigt 6 nicht die Faserstoffbahn 8,
die Pressgewebe 14, 13 oder das Pressband 6,
die in 4 gezeigt sind.
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Die
Druckausgleichsblende 20 ist eine plattenartige Blende
aus Edelstahl, die an den abgeschrägten Bereich 15 des
Druckschuhs 3 mit einer eine Kante bildenden Schweißnaht, dargestellt
durch die strichlierte Linie 16, angeschweißt ist.
Es können verschiedene
Schweißverbindungen 16 vorhanden sein.
Die Druckausgleichblende 20 deckt den Druckschuh 3 so
ab, dass sie durch die obere Oberfläche der Vertiefung 29 gestützt werden
kann. Der Falz 19a befindet sich unmittelbar neben der
Schweißnaht 16 und
näher am äußeren Rand 28 des
Schuhs 3 als die Schweißnaht. Anstelle einer Schweißverbindung kann
die Druckausgleichsblende 20 vorzugsweise auf der oberen
Oberfläche
der Vertiefung 29 durch eine Klebverbindung befestigt werden.
Ein Vorteil der Klebverbindung ist, dass sie keine Unstetigkeitsstelle im
Material der Druckausgleichsblende 20 bewirkt. Unterhalb
des Randbereichs 21 befindet sich ein Schlitz 30,
der bewirkt, dass die Druckausgleichsblende 20 in ihrem
Randbereich 21 auf die Druckkammer 10 hin auskragt,
ohne oder zumindest im Wesentlichen ohne Unterstützung über eine Strecke, d. h. einen
Abstand, von S = 20 mm bis 40 mm. Der Schlitz 30 ermöglicht es
der hydraulischen Flüssigkeit,
unter den Randbereich 21 einzutreten. Die Länge L des
Schlitzes 30, d. h. sein Abstand vom inneren Rand 17 des
Druckschuhs bis zu dem Punkt, an dem die Blende 20 unterstützt wird,
ist beispielsweise 10 bis 40 mm, und seine Dicke ist beispielsweise
1 mm. Der innere Rand 22 des Randbereichs 21 der
Druckausgleichsblende 20 ist frei. Das Ziel ist es, dass
die Druckausgleichsblende 20 so flexibel ist, dass ihr Randbereich 21 sich
am oberen Teil des Druckschuhs 3 entsprechend der vorherrschenden
Druckschwankungen auf die Walze 1 hin und entsprechend weg
von ihr biegt.
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Die
obere Oberfläche
der Druckausgleichsblende 20 enthält eine Vielzahl sehr kleiner
Löcher 25,
so genannter Nadellöcher,
mit einem Durchmesser von 1 μm
bis 10 μm
zur Schmierung des Pressbandes 6. Die Schmierung hält die Reibung
des Druckschuhs gegen das Pressband sehr klein, wobei aufgrund der
guten Schmierung die Druckausgleichsblende 20 einen Langzeitgebrauch
aushält.
In bekannten Druckschuhen ist es schwierig, eine gute Schmierung
zu erreichen, insbesondere in dem Abschnitt des Druckschuhs, der
sich auf der Seite des Eingangsspaltes befindet. Dies ist trotz
des Vorhandenseins von Schmierungskanälen im Körper des Druckschuhs der Fall.
Die Nadellöcher 25 sind
durch kleine Punkte in 5 dargestellt. Zur Vereinfachung zeigt 5 lediglich
einige wenige Punkte auf der linken Seite unten, aber die Druckausgleichsblende 20 enthält Nadellöcher 25 im
gesamten Randbereich 21, d. h. am gesamten inneren Rand
der Blende. Es ist zu erwarten, dass der Durchmesser der Nadellöcher 25 außerhalb
dieses Bereiches ist, und z. B. im Bereich von 0,01 μm bis 10 μm ist. In
manchen Anwendungen kann sogar der Bereich von 10 μm bis 20 μm möglich sein.
Es ist schwierig, sehr kleine Nadellöcher herzustellen. Wenn der
Durchmesser der Nadellöcher 25 zu
klein ist, kann das Schmiermittel, vorzugsweise eine wässrige Flüssigkeit
in der Druckkammer 10, auch bei einem hohen Druck von 20
bar bis 50 bar nicht durch sie hindurchfließen oder der Strom ist zu schwach
für eine
gute Schmierung. In Anwendungstests wird eine geeignete Größe für die Nadellöcher der
Druckausgleichsblende 20 und die Steifigkeit (Dicke) der
Blende 20 bestimmt, so dass Wasser so durch die Blende
durchlaufen kann, dass die Blende immer noch als Dichtung dient.
Der Druck der Flüssigkeit
in der Druckkammer 10 ist üblicherweise im Bereich von
20 bar bis 100 bar, wenn der Faserstoff 8 fortbewegt wird.
Wenn der Durchmesser der Nadellöcher 25 zu
groß ist,
tritt das Schmiermittel aus der Druckkammer aus und der notwendige
Druck im Druckschuh 3 wird nicht aufrechterhalten. Um eine Verstopfung
der Nadellöcher 25 zu
verhindern, kann ein (nicht gezeigter) Filter verwendet werden,
um kleine Teilchen vom Eintritt in die Nadellöcher abzuhalten. Die Form der
Nadellöcher 25 kann
unterschiedlich sein: Sie können
rund, länglich,
gestreckt, rechtwinklig, usw. sein. Auch ihre Anzahl und ihre Anordnung,
z. B. in verschiedenen Mustern, kann variieren. Die Nadellöcher 25 werden
durch Elektronenstrahlschneiden oder Laserschneiden hergestellt. Die
Nadellöcher 25 können z.
B. unter Benutzung des Mikro-EDM-Systems (Mirco-Electro-Discharge-Machining, elektrische
Entladungsmikrobearbeitung) Modell 82 von Panasonic hergestellt
werden, welches es ermöglicht,
Nadellöcher
verschiedener Formen herzustellen.
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Im
Randbereich 21 der Druckausgleichsblende 20 herrscht
ein durch die hydraulische Flüssigkeit
erzeugter Druck p, wobei dieser Druck „normalerweise" einem Druck p1 in der
Druckkammer 10 entspricht. Da die Geometrie des Spaltes 2 nicht
zu jeder Zeit vollständig
konstant ist und da die Dicke des Faserstoffs 8 nicht immer
genau gleich bleibt, treten Momente auf, in denen die hydraulische
Flüssigkeit
versucht, aus dem Spalt 2 aus dem Bereich zwischen der
Walze 1 und der Druckausgleichsblende 20 auszutreten.
Wenn die Flüssigkeit
austritt und die Druckkammer 10 verlässt, fällt der hydraulische Druck
p oberhalb des Randbereichs 21 der Blende 20 rapide
ab. Als Ergebnis des Druckabfalls entsteht ein Ungleichgewicht mit
einem kleineren Druck oberhalb des Randbereichs 21 der
Blende als unterhalb des Randbereichs 21. In der Druckkammer
herrscht ein Standarddruck p1, der durch (mit Ausnahme der Druckversorgungsöffnungen 11 und 12 in
den Figuren nicht gezeigte) Druckerzeugungsmittel aufrechterhalten
wird, die permanent hydraulische Flüssigkeit in die Druckkammer 10 zuführen. Da
die Druckausgleichsblende 20 flexibel ist, biegt sich ihr
von der Dichtleiste auskragender Randbereich 21 aufgrund des
Ungleichgewichts so, dass der Randbereich und die freie Kante 22 der
Blende sich auf die Walze 1 hin bewegen. Aufgrund der Biegung
steigt der Druck p im Randbereich zurück auf den Wert p1 und die
Spaltgeometrie kehrt in den Normalzustand zurück. Der Flüssigkeitsverlust verringert
sich und hört
schnell auf. Die Druckausgleichsblende 20 stellt sich in
der oben beschriebenen Weise auf die herrschenden Drücke ein
und sorgt für
einen selbsteinstellenden Spalt 2 ohne oder mit minimalem
Flüssigkeitsverlust und
einer gleichmäßigen Trocknung
des Faserstoffs.
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Diese
Flexibilität
der Druckausgleichsblende 20 wird in der Praxis erreicht
durch die Herstellung der Blende 20 aus einem geeignet
steifen Material. Das Material und seine Dicke bestimmen die Steifigkeit
der Blende 20. In diesem Zusammenhang sollte die Länge S des
Randbereichs 21 der Blende 20 ebenfalls in Betracht
gezogen werden. Je größer diese
Länge ist,
desto kleiner ist die zur Biegung des Randbereichs 21 erforderliche
Kraft. Die Blende 20 wird vorzugsweise aus Edelstahl hergestellt,
wobei in diesem Fall die Dicke der Blende vorzugsweise etwa 0,5
mm bis 1 mm beträgt.
Wahrscheinlich kann der Dickenbereich der Blende 20 etwa
0,2 mm bis 3 mm betragen. Wenn die Blende zu dick ist, biegt sie
sich nicht. Alternativ könnte
die Blende aus Titan oder einer Titanlegierung oder einem Kompositwerkstoff
bestehen, wobei sie in diesem Fall aus kohlefaserverstärktem Kunststoff,
z. B. PTFE (Polytetrafluoroethylen oder Teflon) hergestellt sein
kann. Wenn die Blende 20 aus einem Material mit einem geringeren
Elastizitätsmodul
als Stahl hergestellt wird, z. B. einer Titanlegierung oder einem
Komposit, ist ihre Dicke größer als
die einer Stahlblende, z. B. 1 mm bis 5 mm.
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Die
Länge S
des freien Randbereichs der Blende 20 beträgt vorzugsweise
10 mm bis 40 mm. Die Blende 20 ist vorzugsweise aus einer
gleichförmigen
rechtwinkligen Stahlplatte hergestellt, die den Druckschuh 3 so
abdeckt, dass die vorderen, hinteren und seitlichen Kanten des Druckschuhs
abgedeckt sind. Auf diese Art und Weise ist die Herstellung der
Blende 20 preiswert.
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6 zeigt
weiterhin, dass der innere Rand 22 der Randzone 21 der
Druckausgleichsblende 20 von der Druckwalze 1 weggebogen
ist, um zu verhindern, dass die Kante 22 der Druckausgleichsblende das
Pressband 6 beschädigt.
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7 zeigt
eine höchst
bevorzugte alternative Art der Realisierung des Auspressens des
Faserstoffs 8 in einem Langspalt. In der Ausbildungsform dieser
Figur wurde die Presswalze aus 1 durch einen
Druckschuh 3a ersetzt. Der Aufbau der Druckschuhe 3a, 3b entspricht
dem Aufbau des Druckschuhs 3 mit der einzigen Ausnahme,
dass in der Lösung
gemäß 7 die
Druckschuhe 3a, 3b eben sind und nicht gebogen,
wie eindeutig in 6 gezeigt wird. Die Referenznummern
aus den 1 bis 6 werden
auch in 7 für die entsprechenden Bauteile
verwendet, wobei ein „a" oder ein „b" der Nummer hinzugefügt ist,
um anzuzeigen, ob es sich um einen oberen oder unteren Schuh handelt.
Die Druckausgleichsblenden 20a, 20b der Druckschuhe sind
eben und selbsteinstellend unter Verwendung desselben Prinzips wie
bei der Blende 20 in 6. Grundsätzlich ist
es möglich,
eines der Pressgewebe 13a oder 13b wegzulassen.
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Die
Lösung
aus 7 ist billiger herzustellen als die Lösung aus 4,
da die großen
Presswalzen 1 nicht benötigt
werden. Es ist ebenso sehr leicht und billig, eine alte Maschine
unter Verwendung der Lösung
aus 7 zu modernisieren.
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Im
oben angeführten
wurde die Erfindung nur unter Verwendung zweier bevorzugter Ausbildungsformen
beschrieben, so dass hinzugefügt
werden muss, dass die Erfindung im Detail auf viele Arten innerhalb
des Bereichs der angefügten
Ansprüche
realisiert werden kann. Somit ist es auch möglich, im Druckschuh mehrere
Druckkammern zu haben. Aufgrund der Druckausgleichsblende sind allerdings
mehrere Druckkammern nicht erforderlich. Dies ist ein Vorteil, da
mehrere Druckkammern den Aufbau des Druckschuhs komplexer und teurer
machen; darüber
hinaus treten bei der Benutzung mehrerer Druckkammern oft Markierungen
im Faserstoff auf. Im Unterschied zu dem, was in den Figuren gezeigt
ist, kann die Druckausgleichsblende die gesamte obere Oberfläche des
Druckschuhs abdecken und sich bis zum äußeren Rand 28, 28a, 28b des
Druckschuhs erstrecken. Es ist ebenfalls möglich, die Druckausgleichsblende
am Druckschuh auf andere Weise als mit Schweißen und Kleben zu befestigen. Das
Ausgangsmaterial für
den Druckschuh kann ein anderes sein als Edelstahl; z. B. sind ein
wasserdurchlässiger
verstärkter
druckfester Kunststoff oder ein wasserdurchlässiger Kompositfilm möglich. Das Pressband
kann auch eine runde Walze sein. Im Beispiel von 1 ist
der Druckschuh unterhalb der Presswalze angeordnet, aber er kann
ebenso oberhalb der Presswalze sein.