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DE60120469T2 - Langspaltpresse für faserstoffbahnen transportierende maschinen - Google Patents

Langspaltpresse für faserstoffbahnen transportierende maschinen Download PDF

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DE60120469T2
DE60120469T2 DE60120469T DE60120469T DE60120469T2 DE 60120469 T2 DE60120469 T2 DE 60120469T2 DE 60120469 T DE60120469 T DE 60120469T DE 60120469 T DE60120469 T DE 60120469T DE 60120469 T2 DE60120469 T2 DE 60120469T2
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Germany
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pressure
press
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pressure shoe
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Teuvo Rajamäki
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RMG YHTIOET Oy
Rmg-Yhtiot Oy
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RMG YHTIOET Oy
Rmg-Yhtiot Oy
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/0209Wet presses with extended press nip

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  • Paper (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
  • Cigarettes, Filters, And Manufacturing Of Filters (AREA)
  • Inorganic Fibers (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Langspaltpresse für Faserstoffbahnen transportierende Maschinen, wie etwa Papier- und Wickelpappenmaschinen, wobei die Presse Wasser aus der Faserstoffbahn ablässt und ein hydrostatisches Lager und ein auf dem Lager gleitendes Pressband zum Drücken der Faserstoffbahn gegen eine Presswalze derart, dass die Faserstoffbahn bei der Bewegung gegen zumindest ein Gewebe drückt, umfasst, wobei das Lager einen mindestens eine Druckkammer umfassenden Druckschuh umfasst, und auf der dem Pressband zugewandten Oberfläche des Druckschuhs sich ein Dichtungselement in Form einer flexiblen Druckausgleichsblende befindet, das einen äußeren Rand, einen inneren Rand und eine durch den inneren Rand umgrenzte Öffnung umfasst, wobei die Druckausgleichsblende vom Druckschuh getragen wird, aber vom inneren Rand des Druckschuhs auf die Druckkammer hin so auskragt, dass sie in ihrem hervorstehenden Randbereich zumindest weitgehend ununterstützt ist, wodurch ihr innerer Rand frei ist, und die Druckausgleichsblende aus einem Material hergestellt ist, dessen Biegesteifigkeit es ihm ermöglicht, sich während des Gebrauchs infolge von im Bereich des Druckschuhs auftretenden hydraulischen Druckschwankungen weg von der Presswalze und entsprechend hin auf die Presswalze derart zu biegen, dass hydraulische Flüssigkeit weg von dem Spalt aus dem Bereich zwischen der Presswalze und dem Druckschuh fließen kann, und wenn der hydraulische Flüssigkeitsstrom einen bestimmten Wert überschreitet, die Druckausgleichsblende angepasst ist, sich auf die Presswalze hin zu biegen, um den hydraulischen Flüssigkeitsstrom zu reduzieren.
  • Die Erfindung betrifft ebenso eine Langspaltpresse entsprechend dem Oberbegriff des beigefügten Anspruchs 2.
  • Eine Langspaltpresse der oben beschriebenen Art ist aus der finnischen Patentpublikation 94368 bekannt. Ein Vorteil der Presse ist, dass sie ein gutes und gleichmäßiges Trockenergebnis in einem zu trocknenden Gewebe ermöglicht, und lange Standzeiten hat, wodurch die sehr teuren Stillstände aufgrund von Produktionsstockungen einer Papiermaschine verhindert werden. Aufgrund ihres freien und flexiblen Randbereichs richtet die Druckausgleichsblende des Druckschuhs sich selbst so ein, dass im Falle einer Leckage, die lokal, nahe dem oberen Teil des Druckschuhs, einen Abfall des hydraulischen Drucks bewirkt, sich der freie Rand der Blende auf die Presswalze (oder auf einen gegenüberliegenden Druckschuh) zubiegt, bis auf beiden Seiten des Blendenrands derselbe Druck herrscht. Auf diese Weise wird die Faserstoffbahn mit gleichmäßigem Druck in den Spalt gepresst und es ergibt sich ein gleichmäßiges Trocknungsergebnis. Darüber hinaus ist diese bekannte Presse in ihrem Aufbau relativ einfach und kann falls erforderlich leicht in Papier- und Pappenmaschinen nachgerüstet werden, ohne dass größere Umbauarbeiten erforderlich werden. Die Schmierung der Presse wird durch Schmiermittelzuführungen am äußeren Rand des Druckschuhs bewirkt, von denen das Schmiermittel durch Zuführungen, die am äußeren Rand der den Druckschuh abdeckenden Dichtleiste verlaufen, zum Pressband geführt wird.
  • Auch wenn die vorgenannte Langspaltpresse gut funktioniert, so offenbart die vorliegende Erfindung Verbesserungen an der bekannten Langspaltpresse, die darauf abzielen, den Aufbau der Presse weiter zu vereinfachen und eine effiziente, sich selbst regelnde Schmierung im Bereich des Druckschuhs zu ermöglichen.
  • Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Langspaltpresse gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der auskragende Randbereich der Druckausgleichsblende Nadellöcher zum Transport hydraulischer Flüssigkeit in der Druckkammer aus der Druckkammer zum Pressband zur Schmierung des Pressbandes umfasst.
  • In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff „Nadelloch" ein Loch mit einem sehr kleinen Durchmesser. Alternativ könnten diese Nadellöcher auch Mikrolöcher genannt werden. Der Durchmesser eines Lochs ist im Bereich von 0,01 bis 50 μm.
  • Eine alternative Ausbildungsform der Erfindung ist durch den kennzeichnenden Teil des angefügten Anspruchs 2 beschrieben.
  • Die Erfindung beruht auf der Idee, die Schmierung durch den freien Randbereich der Druckausgleichsblende hindurch zu realisieren, was bedeutet, dass der Aufbau des Druckschuhs wesentlich vereinfacht werden kann und die Dichtleiste weggelassen werden kann. Durch die Verlagerung der Schmierung weg vom äußeren Rand des Druckschuhs kann die Größe des Druckschuhs reduziert werden, wobei in diesem Fall die obere Oberfläche des Druckschuhs vorzugsweise hin zum äußeren Rand des Druckschuhs derart abgeschrägt ist, dass der abgeschrägte Abschnitt einen Winkel von 5° bis 10° bezüglich der obersten Ebene des Druckschuhs bildet. Dies sorgt für einen besseren Trockenprozess, da die zu trocknende Stoffbahn sich leichter von dem Gewebe löst und keine wesentliche Rücknässung von dem Gewebe auf die Stoffbahn stattfinden kann, wenn sich die Stoffbahn vom Druckschuh weiterbewegt.
  • Bevorzugte Ausbildungsformen einer Langspaltpresse gemäß der Erfindung sind in den beigefügten Ansprüchen 3 bis 10 offenbart.
  • Die größten Vorteile der erfindungsgemäßen Langspaltpresse sind, dass sie in ihrem Aufbau sehr einfach ist und eine selbstregulierende, gleichmäßige und effiziente Schmierung im Spalt ermöglicht. Es sind keine Schmierungskanäle im Inneren des Körpers des Druckschuhs erforderlich. Wenn der Druck im Spalt sich erhöht, verstärkt sich ebenso das Durchsickern des Schmiermittels durch die Nadellöcher der Druckausgleichsblende, da das Schmiermittel dann auch mit einem höheren Druck durch die Nadellöcher durchtritt. Zusätzlich ermöglicht es die Erfindung, einen kleinen Druckschuh zu verwenden, an dem eine Rücknässung selten auftritt. Weiterhin ist die Erfindung in Papier- und Pappenmaschinen (oder andere Stoffbahnen transportierende Maschinen) leicht einzubauen, sogar nachträglich, ohne größere Umbauarbeiten zu erfordern.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Druckausgleichsblende, umfassend einen äußeren Rand, einen inneren Rand und eine durch den inneren Rand umgrenzte Öffnung. Die erfindungsgemäße Druckausgleichsblende ist dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem Randbereich nahe dem inneren Rand Nadellöcher enthält.
  • Die hauptsächlichen Vorteile der erfindungsgemäßen Druckausgleichsblende sind, dass sie die oben angeführten Vorteile zugänglich macht.
  • Im Folgenden wird die erfindungsgemäße Presse eingehend anhand von zwei bevorzugten Ausbildungsformen und mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei
  • 1 eine schematische Seitenansicht der Presse ist,
  • 2 eine Rückansicht der Presse aus 1 ist,
  • 3 eine Schnittansicht entlang der Linie III–III in 1 ist,
  • 4 eine schematische Darstellung ist, die den Querschnitt am Langspalt darstellt,
  • 5 eine Ansicht von oben auf den Druckschuh aus 4 ist,
  • 6 eine detailliertere Rückansicht des Aufbaus des Druckschuhs ist, und
  • 7 eine alternative Ausbildungsform am Langspalt zeigt.
  • Die Langspaltpresse aus 1 zur Trocknung einer Faserstoffbahn umfasst einen Körper und auf diesem eine Presswalze 1, Langspalt 2 und in Verbindung damit ein hydrostatisches Lager, umfassend einen Druckschuh 3, und Führungsrollen 4, 5 zur Unterstützung und Rotation eines Bands 6, d. h. eines gewebeverstärkten Pressbandes. Zusätzlich umfasst die Presse Führungsrollen 7, 9 zur Führung von Pressgeweben 13, 14 und der zu trocknenden Faserstoffbahn 8 zum Spalt 2, in welchem das Wasser aus dem Stoff 8 abfließt. Referenznummer 9 bezeichnet eine Führungsrolle der Faserstoffbahn 8.
  • In 2 ist die Presse aus 1 wie vom rechten Ende aus gesehen gezeigt, wobei aus Gründen der Einfachheit die Führungsrolle 9 und die damit nahe verbundenen Aufbauten weggelassen sind. Die Figur zeigt, dass die Breite des Spalts 2 im Wesentlichen der Länge der Presswalze 1 entspricht.
  • 3 ist eine Schnittansicht entlang der Linie III–III der 1. Die Figur zeigt, dass der Druckschuh 3 nur eine Druckkammer 10 umfasst, die durch den inneren Rand des Druckschuhs bestimmt wird (siehe Referenznummer 17 in 6). Da es nur eine Druckkammer gibt, bleibt der Faserstoff unmarkiert, d. h. ohne unerwünschte Spuren durch ungleichmäßig einwirkende hydraulische Drücke im Druckschuh 3. Die hydraulische Flüssigkeit tritt in die Kammer 10 durch Öffnungen 11, 12 ein. Die hydraulische Flüssigkeit ist vorzugsweise Wasser, vorzugsweise mit Zusätzen, die die Schmiereigenschaften verbessern und die Oberflächenspannung reduzieren.
  • 4 zeigt, wie die Faserstoffbahn 8 in den Langspalt 2 eintritt. Das Pressband 6 rotiert (bewegt sich) oben auf auf einem Flüssigkeitsbett des Druckschuhs 3 mit sehr geringer Reibung, und die Faserstoffbahn 8 tritt in den Langspalt so ein, dass sie sich zwischen den Pressgeweben 13 und 14 befindet. Wenn die Stoffbahn 8 zwischen den Pressgeweben 13, 14 im Langspalt 2 gedrückt wird, saugen die Gewebe Wasser aus ihr heraus. Zwei Gewebe 13, 14 sind nicht unbedingt erforderlich; es ist möglich, dass lediglich ein Gewebe auf einer Seite der Stoffbahn 8 vorhanden ist. Dennoch ist es empfehlenswert, zwei Gewebe 13, 14 zu verwenden, weil so wirkungsvoller getrocknet wird.
  • 4 und 6 zeigen, dass sich an den Kanten der oberen Oberfläche 19 des Druckschuhs 3 Abschrägungen 15 hin zum äußeren Rand 28 befinden, die einen Winkel α in Bezug auf die oberste Ebene des Druckschuhs bilden. 5 und 6 zeigen, dass die Druckausgleichsblende 20 eine rechtwinklige Struktur ist, umfassend einen äußeren Rand 26, einen inneren Rand 22 und eine durch den inneren Rand umgrenzte Öffnung 27. In den Abschrägungen 15 sind Vertiefungen 29 eingebracht, um den äußeren Rand 26 der Druckausgleichsblende 20 so aufzunehmen, dass der äußere Rand der Blende 20 sich selbst gegen die Schulter oder den Falz 19a der Vertiefung abstützt und die obere Oberfläche der Blende 20 sich auf einer Ebene mit den obersten Ebenen der Abschrägungen in den randnächsten Bereichen des Druckschuhs sind. Der Winkel α beträgt 5° bis 10°. 4 zeigt, dass das Pressband 6 nicht so fortbewegt wird. dass es an den Abschrägungen 15 anliegt, sondern dass das Pressband einen Winkel β in Bezug auf die oberste Ebene der Abschrägung 15 bildet, wobei der Winkel β kleiner ist als der Winkel α. Der Winkel β ist 2° bis 5° kleiner als der Winkel α, und sein Absolutwert ist vorzugsweise im Bereich von 3° bis 7°. Referenznummer 23 bezeichnet den obersten durch die Abschrägung definierten Punkt auf der oberen Oberfläche des Druckschuhs.
  • 5 zeigt den Druckschuh 3 von oben, und zeigt somit seine rechtwinklige Form; 6 ist eine vergrößerte und detailliertere Schnittansicht des Druckschuhs entlang der Linie VI–VI aus 5. Der Einfachheit halber zeigt 6 nicht die Faserstoffbahn 8, die Pressgewebe 14, 13 oder das Pressband 6, die in 4 gezeigt sind.
  • Die Druckausgleichsblende 20 ist eine plattenartige Blende aus Edelstahl, die an den abgeschrägten Bereich 15 des Druckschuhs 3 mit einer eine Kante bildenden Schweißnaht, dargestellt durch die strichlierte Linie 16, angeschweißt ist. Es können verschiedene Schweißverbindungen 16 vorhanden sein. Die Druckausgleichblende 20 deckt den Druckschuh 3 so ab, dass sie durch die obere Oberfläche der Vertiefung 29 gestützt werden kann. Der Falz 19a befindet sich unmittelbar neben der Schweißnaht 16 und näher am äußeren Rand 28 des Schuhs 3 als die Schweißnaht. Anstelle einer Schweißverbindung kann die Druckausgleichsblende 20 vorzugsweise auf der oberen Oberfläche der Vertiefung 29 durch eine Klebverbindung befestigt werden. Ein Vorteil der Klebverbindung ist, dass sie keine Unstetigkeitsstelle im Material der Druckausgleichsblende 20 bewirkt. Unterhalb des Randbereichs 21 befindet sich ein Schlitz 30, der bewirkt, dass die Druckausgleichsblende 20 in ihrem Randbereich 21 auf die Druckkammer 10 hin auskragt, ohne oder zumindest im Wesentlichen ohne Unterstützung über eine Strecke, d. h. einen Abstand, von S = 20 mm bis 40 mm. Der Schlitz 30 ermöglicht es der hydraulischen Flüssigkeit, unter den Randbereich 21 einzutreten. Die Länge L des Schlitzes 30, d. h. sein Abstand vom inneren Rand 17 des Druckschuhs bis zu dem Punkt, an dem die Blende 20 unterstützt wird, ist beispielsweise 10 bis 40 mm, und seine Dicke ist beispielsweise 1 mm. Der innere Rand 22 des Randbereichs 21 der Druckausgleichsblende 20 ist frei. Das Ziel ist es, dass die Druckausgleichsblende 20 so flexibel ist, dass ihr Randbereich 21 sich am oberen Teil des Druckschuhs 3 entsprechend der vorherrschenden Druckschwankungen auf die Walze 1 hin und entsprechend weg von ihr biegt.
  • Die obere Oberfläche der Druckausgleichsblende 20 enthält eine Vielzahl sehr kleiner Löcher 25, so genannter Nadellöcher, mit einem Durchmesser von 1 μm bis 10 μm zur Schmierung des Pressbandes 6. Die Schmierung hält die Reibung des Druckschuhs gegen das Pressband sehr klein, wobei aufgrund der guten Schmierung die Druckausgleichsblende 20 einen Langzeitgebrauch aushält. In bekannten Druckschuhen ist es schwierig, eine gute Schmierung zu erreichen, insbesondere in dem Abschnitt des Druckschuhs, der sich auf der Seite des Eingangsspaltes befindet. Dies ist trotz des Vorhandenseins von Schmierungskanälen im Körper des Druckschuhs der Fall. Die Nadellöcher 25 sind durch kleine Punkte in 5 dargestellt. Zur Vereinfachung zeigt 5 lediglich einige wenige Punkte auf der linken Seite unten, aber die Druckausgleichsblende 20 enthält Nadellöcher 25 im gesamten Randbereich 21, d. h. am gesamten inneren Rand der Blende. Es ist zu erwarten, dass der Durchmesser der Nadellöcher 25 außerhalb dieses Bereiches ist, und z. B. im Bereich von 0,01 μm bis 10 μm ist. In manchen Anwendungen kann sogar der Bereich von 10 μm bis 20 μm möglich sein. Es ist schwierig, sehr kleine Nadellöcher herzustellen. Wenn der Durchmesser der Nadellöcher 25 zu klein ist, kann das Schmiermittel, vorzugsweise eine wässrige Flüssigkeit in der Druckkammer 10, auch bei einem hohen Druck von 20 bar bis 50 bar nicht durch sie hindurchfließen oder der Strom ist zu schwach für eine gute Schmierung. In Anwendungstests wird eine geeignete Größe für die Nadellöcher der Druckausgleichsblende 20 und die Steifigkeit (Dicke) der Blende 20 bestimmt, so dass Wasser so durch die Blende durchlaufen kann, dass die Blende immer noch als Dichtung dient. Der Druck der Flüssigkeit in der Druckkammer 10 ist üblicherweise im Bereich von 20 bar bis 100 bar, wenn der Faserstoff 8 fortbewegt wird. Wenn der Durchmesser der Nadellöcher 25 zu groß ist, tritt das Schmiermittel aus der Druckkammer aus und der notwendige Druck im Druckschuh 3 wird nicht aufrechterhalten. Um eine Verstopfung der Nadellöcher 25 zu verhindern, kann ein (nicht gezeigter) Filter verwendet werden, um kleine Teilchen vom Eintritt in die Nadellöcher abzuhalten. Die Form der Nadellöcher 25 kann unterschiedlich sein: Sie können rund, länglich, gestreckt, rechtwinklig, usw. sein. Auch ihre Anzahl und ihre Anordnung, z. B. in verschiedenen Mustern, kann variieren. Die Nadellöcher 25 werden durch Elektronenstrahlschneiden oder Laserschneiden hergestellt. Die Nadellöcher 25 können z. B. unter Benutzung des Mikro-EDM-Systems (Mirco-Electro-Discharge-Machining, elektrische Entladungsmikrobearbeitung) Modell 82 von Panasonic hergestellt werden, welches es ermöglicht, Nadellöcher verschiedener Formen herzustellen.
  • Im Randbereich 21 der Druckausgleichsblende 20 herrscht ein durch die hydraulische Flüssigkeit erzeugter Druck p, wobei dieser Druck „normalerweise" einem Druck p1 in der Druckkammer 10 entspricht. Da die Geometrie des Spaltes 2 nicht zu jeder Zeit vollständig konstant ist und da die Dicke des Faserstoffs 8 nicht immer genau gleich bleibt, treten Momente auf, in denen die hydraulische Flüssigkeit versucht, aus dem Spalt 2 aus dem Bereich zwischen der Walze 1 und der Druckausgleichsblende 20 auszutreten. Wenn die Flüssigkeit austritt und die Druckkammer 10 verlässt, fällt der hydraulische Druck p oberhalb des Randbereichs 21 der Blende 20 rapide ab. Als Ergebnis des Druckabfalls entsteht ein Ungleichgewicht mit einem kleineren Druck oberhalb des Randbereichs 21 der Blende als unterhalb des Randbereichs 21. In der Druckkammer herrscht ein Standarddruck p1, der durch (mit Ausnahme der Druckversorgungsöffnungen 11 und 12 in den Figuren nicht gezeigte) Druckerzeugungsmittel aufrechterhalten wird, die permanent hydraulische Flüssigkeit in die Druckkammer 10 zuführen. Da die Druckausgleichsblende 20 flexibel ist, biegt sich ihr von der Dichtleiste auskragender Randbereich 21 aufgrund des Ungleichgewichts so, dass der Randbereich und die freie Kante 22 der Blende sich auf die Walze 1 hin bewegen. Aufgrund der Biegung steigt der Druck p im Randbereich zurück auf den Wert p1 und die Spaltgeometrie kehrt in den Normalzustand zurück. Der Flüssigkeitsverlust verringert sich und hört schnell auf. Die Druckausgleichsblende 20 stellt sich in der oben beschriebenen Weise auf die herrschenden Drücke ein und sorgt für einen selbsteinstellenden Spalt 2 ohne oder mit minimalem Flüssigkeitsverlust und einer gleichmäßigen Trocknung des Faserstoffs.
  • Diese Flexibilität der Druckausgleichsblende 20 wird in der Praxis erreicht durch die Herstellung der Blende 20 aus einem geeignet steifen Material. Das Material und seine Dicke bestimmen die Steifigkeit der Blende 20. In diesem Zusammenhang sollte die Länge S des Randbereichs 21 der Blende 20 ebenfalls in Betracht gezogen werden. Je größer diese Länge ist, desto kleiner ist die zur Biegung des Randbereichs 21 erforderliche Kraft. Die Blende 20 wird vorzugsweise aus Edelstahl hergestellt, wobei in diesem Fall die Dicke der Blende vorzugsweise etwa 0,5 mm bis 1 mm beträgt. Wahrscheinlich kann der Dickenbereich der Blende 20 etwa 0,2 mm bis 3 mm betragen. Wenn die Blende zu dick ist, biegt sie sich nicht. Alternativ könnte die Blende aus Titan oder einer Titanlegierung oder einem Kompositwerkstoff bestehen, wobei sie in diesem Fall aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, z. B. PTFE (Polytetrafluoroethylen oder Teflon) hergestellt sein kann. Wenn die Blende 20 aus einem Material mit einem geringeren Elastizitätsmodul als Stahl hergestellt wird, z. B. einer Titanlegierung oder einem Komposit, ist ihre Dicke größer als die einer Stahlblende, z. B. 1 mm bis 5 mm.
  • Die Länge S des freien Randbereichs der Blende 20 beträgt vorzugsweise 10 mm bis 40 mm. Die Blende 20 ist vorzugsweise aus einer gleichförmigen rechtwinkligen Stahlplatte hergestellt, die den Druckschuh 3 so abdeckt, dass die vorderen, hinteren und seitlichen Kanten des Druckschuhs abgedeckt sind. Auf diese Art und Weise ist die Herstellung der Blende 20 preiswert.
  • 6 zeigt weiterhin, dass der innere Rand 22 der Randzone 21 der Druckausgleichsblende 20 von der Druckwalze 1 weggebogen ist, um zu verhindern, dass die Kante 22 der Druckausgleichsblende das Pressband 6 beschädigt.
  • 7 zeigt eine höchst bevorzugte alternative Art der Realisierung des Auspressens des Faserstoffs 8 in einem Langspalt. In der Ausbildungsform dieser Figur wurde die Presswalze aus 1 durch einen Druckschuh 3a ersetzt. Der Aufbau der Druckschuhe 3a, 3b entspricht dem Aufbau des Druckschuhs 3 mit der einzigen Ausnahme, dass in der Lösung gemäß 7 die Druckschuhe 3a, 3b eben sind und nicht gebogen, wie eindeutig in 6 gezeigt wird. Die Referenznummern aus den 1 bis 6 werden auch in 7 für die entsprechenden Bauteile verwendet, wobei ein „a" oder ein „b" der Nummer hinzugefügt ist, um anzuzeigen, ob es sich um einen oberen oder unteren Schuh handelt. Die Druckausgleichsblenden 20a, 20b der Druckschuhe sind eben und selbsteinstellend unter Verwendung desselben Prinzips wie bei der Blende 20 in 6. Grundsätzlich ist es möglich, eines der Pressgewebe 13a oder 13b wegzulassen.
  • Die Lösung aus 7 ist billiger herzustellen als die Lösung aus 4, da die großen Presswalzen 1 nicht benötigt werden. Es ist ebenso sehr leicht und billig, eine alte Maschine unter Verwendung der Lösung aus 7 zu modernisieren.
  • Im oben angeführten wurde die Erfindung nur unter Verwendung zweier bevorzugter Ausbildungsformen beschrieben, so dass hinzugefügt werden muss, dass die Erfindung im Detail auf viele Arten innerhalb des Bereichs der angefügten Ansprüche realisiert werden kann. Somit ist es auch möglich, im Druckschuh mehrere Druckkammern zu haben. Aufgrund der Druckausgleichsblende sind allerdings mehrere Druckkammern nicht erforderlich. Dies ist ein Vorteil, da mehrere Druckkammern den Aufbau des Druckschuhs komplexer und teurer machen; darüber hinaus treten bei der Benutzung mehrerer Druckkammern oft Markierungen im Faserstoff auf. Im Unterschied zu dem, was in den Figuren gezeigt ist, kann die Druckausgleichsblende die gesamte obere Oberfläche des Druckschuhs abdecken und sich bis zum äußeren Rand 28, 28a, 28b des Druckschuhs erstrecken. Es ist ebenfalls möglich, die Druckausgleichsblende am Druckschuh auf andere Weise als mit Schweißen und Kleben zu befestigen. Das Ausgangsmaterial für den Druckschuh kann ein anderes sein als Edelstahl; z. B. sind ein wasserdurchlässiger verstärkter druckfester Kunststoff oder ein wasserdurchlässiger Kompositfilm möglich. Das Pressband kann auch eine runde Walze sein. Im Beispiel von 1 ist der Druckschuh unterhalb der Presswalze angeordnet, aber er kann ebenso oberhalb der Presswalze sein.

Claims (11)

  1. Langspaltpresse für Faserstoffbahnen transportierende Maschinen, wie etwa Papier- und Wickelpappenmaschinen, wobei die Presse Wasser aus der Faserstoffbahn (8) ablässt und ein hydrostatisches Lager und ein auf dem Lager gleitendes Pressband (6) zum Drücken der Faserstoffbahn (8) gegen eine Presswalze (1) derart, dass die Faserstoffbahn (8) bei der Bewegung gegen zumindest ein Gewebe (13, 14) drückt, umfasst, wobei das Lager einen mindestens eine Druckkammer (10) umfassenden Druckschuh (3) umfasst, und auf der dem Pressband (6) zugewandten Oberfläche des Druckschuhs sich ein Dichtungselement in Form einer flexiblen Druckausgleichsblende (20) befindet, das einen äußeren Rand (26), einen inneren Rand (22) und eine durch den inneren Rand umgrenzte Öffnung (27) umfasst, wobei die Druckausgleichsblende (20) vom Druckschuh getragen wird, aber vom inneren Rand (17) des Druckschuhs auf die Druckkammer (10) hin so auskragt, dass sie in ihrem hervorstehenden Randbereich (21) zumindest weitgehend ununterstützt ist, wodurch ihr innerer Rand (22) frei ist, und die Druckausgleichsblende (20) aus einem Material hergestellt ist, dessen Biegesteifigkeit es ihm ermöglicht, sich während des Gebrauchs infolge von im Bereich des Druckschuhs (3) auftretenden hydraulischen Druckschwankungen weg von der Presswalze (1) und entsprechend hin auf die Presswalze derart zu biegen, dass hydraulische Flüssigkeit weg von dem Spalt (2) aus dem Bereich zwischen der Presswalze (1) und dem Druckschuh fließen kann, und wenn der hydraulische Flüssigkeitsstrom einen bestimmten Wert überschreitet, die Druckausgleichsblende (20) angepasst ist, sich auf die Presswalze (1) hin zu biegen, um den hydraulischen Flüssigkeitsstrom zu reduzieren, dadurch gekennzeichnet, dass der auskragende Randbereich (21) der Druckausgleichsblende (20) Nadellöcher (25) zum Transport hydraulischer Flüssigkeit in der Druckkammer (10) aus der Druckkammer zum Pressband (6) zur Schmierung des Pressbandes umfasst.
  2. Langspaltpresse für Faserstoffbahnen transportierende Maschinen, wie etwa Papier- und Wickelpappenmaschinen, wobei die Presse Wasser aus der Faserstoffbahn (8) ablässt und zwei sich gegenüberliegend angeordnete hydrostatische Lager umfasst, die beide einen mindestens eine Druckkammer (10a, 10b) umfassenden Druckschuh (3a und 3b) umfassen, wobei der Druckschuh auf seiner Oberfläche ein Dichtungselement in Form einer flexiblen Druckausgleichsblende (20a, 20b) hat, die einen äußeren Rand, einen inneren Rand (22a, 22b) und eine durch den inneren Rand umgrenzte Öffnung umfasst, und ein auf einem Lager gleitendes Pressband (6a und 6b), um die Faserstoffbahn (8) bei der Bewegung gegen mindestens ein Gewebe (13a, 13b) zu drücken, wobei die Druckausgleichsblende (20a, 20b) vom Druckschuh getragen wird, aber vom inneren Rand (17a, 17b) des Druckschuhs hin auf die Druckkammer (10a und 10b) so auskragt, dass sie in ihrem hervorstehenden Randbereich (21a, 21b) zumindest weitgehend ununterstützt ist, wodurch ihr innerer Rand (22a, 22b) frei ist, und die Druckausgleichsblende (20a und 20b) aus einem Material hergestellt ist, dessen Biegesteifigkeit es ihm ermöglicht, sich während des Gebrauchs infolge von im Bereich des Druckschuhs (3a, 3b) auftretenden hydraulischen Druckschwankungen hin zum gegenüberliegenden Druckschuh (3b, 3a) und entsprechend weg von ihm zu biegen, so dass hydraulische Flüssigkeit weg vom Spalt aus dem Bereich zwischen dem Druckschuh (3a, 3b) und der Oberfläche des Druckschuhs fließen kann, und wenn der hydraulische Flüssigkeitsstrom einen bestimmten Wert überschreitet, die Druckausgleichsblende (20a, 20b) angepasst ist, sich auf den Druckschuh (3a, 3b) hin zu biegen, um den hydraulischen Flüssigkeitsstrom zu reduzieren, dadurch gekennzeichnet, dass der hervorstehende Randbereich (21a, 21b) der Druckausgleichsblende (20a, 20b) beider Druckschuhe (3a, 3b) Nadellöcher (25) zum Transport hydraulischer Flüssigkeit in der Druckkammer (10a, 10b) aus der Druckkammer zum Pressband (6a, 6b) zur Schmierung des Pressbandes umfasst.
  3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Nadellöcher (25) 0,01 bis 10 Mikrometer beträgt.
  4. Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Nadellöcher (25) 1 bis 10 Mikrometer beträgt.
  5. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckausgleichsblende (20; 20a, 20b) aus einem einheitlichen rechteckförmigen Element gemacht ist.
  6. Presse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckausgleichsblende (20; 20a, 20b) aus einer 0,2 bis 3 mm dicken Edelstahlplatte gemacht ist und in ihrem Randbereich (21) hin zur Druckkammer (10) über einen Abstand von L = 20 bis 40 mm zumindest weitgehend ununterstützt auskragt.
  7. Presse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Rand der Druckausgleichsblende (20; 20a, 20b) in seinem äußersten Abschnitt zum Körper (18) des Druckschuhs hin gebogen ist, um einen keilförmigen Einlassschlitz für das Pressband (6) zu bilden.
  8. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Pressband (6; 6a, 6b) zugewandte Oberfläche des Druckschuhs zum äußeren Rand (28; 28a, 28b) des Druckschuhs hin so abgeschrägt ist, dass der abgeschrägte Abschnitt (15) einen Winkel von 5 bis 10° bezüglich der obersten Ebene des Druckschuhs bildet.
  9. Presse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckausgleichsblende (20; 20a, 20b) an der abgeschrägten Oberfläche (15) des Druckschuhs mit einer entlang des Randes der Druckausgleichsblende verlaufenden Schweißnaht (16) befestigt ist.
  10. Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckausgleichsblende (20; 20a, 20b) aus Edelstahl hergestellt ist.
  11. Druckausgleichsblende (20) umfassend einen äußeren Rand (26), einen inneren Rand (22) und eine durch den inneren Rand umgrenzte Öffnung (27), dadurch gekennzeichnet, dass die Blende Nadellöcher (25) in einem Randbereich (21) nahe dem inneren Rand (22) umfasst.
DE60120469T 2000-11-30 2001-11-29 Langspaltpresse für faserstoffbahnen transportierende maschinen Expired - Fee Related DE60120469T2 (de)

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