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DE60119949T2 - 1,2,5,10-TETRAHYDROPYRIDAZINOi4,5-BöCHINOLIN-1,10-DIONE UND IHRE ANWENDUNG IN DER BEHANDLUNG VON SCHMERZEN - Google Patents

1,2,5,10-TETRAHYDROPYRIDAZINOi4,5-BöCHINOLIN-1,10-DIONE UND IHRE ANWENDUNG IN DER BEHANDLUNG VON SCHMERZEN Download PDF

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DE60119949T2
DE60119949T2 DE60119949T DE60119949T DE60119949T2 DE 60119949 T2 DE60119949 T2 DE 60119949T2 DE 60119949 T DE60119949 T DE 60119949T DE 60119949 T DE60119949 T DE 60119949T DE 60119949 T2 DE60119949 T2 DE 60119949T2
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DE
Germany
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pain
tetrahydropyridazino
quinoline
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DE60119949T
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Megan AstraZeneca Wilmington Wilmington MURPHY
Wenhua AstraZeneca Wilmington Wilmington XIAO
Gordon AstraZeneca Wilmington Dean Wilmington BROWN
Ann AstraZeneca Wilmington Rebecca Wilmington URBANEK
Marie AstraZeneca Wilmington Frances Wilmington MCLAREN
Edward AstraZeneca Wilmington Wilmington VACEK
Thomas West Chester BARE
Lynn AstraZeneca Wilmington Carey Wilmington HORCHLER
Christine Barlaam
Banks AstraZeneca Wilmington Gary Wilmington STEELMAN
Vernon Raritan ALFORD
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AstraZeneca AB
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AstraZeneca AB
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D471/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
    • C07D471/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D471/04Ortho-condensed systems
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P25/00Drugs for disorders of the nervous system
    • A61P25/04Centrally acting analgesics, e.g. opioids
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
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Description

  • Diese Erfindung betrifft die Behandlung oder Verhinderung von Schmerz oder Nozizeption.
  • DAZUGEHÖRIGES FACHGEBIET
  • Schmerz ist eine sensorische Wahrnehmung, die sich von Empfindungen, wie Berührung, Druck, Wärme und Kälte unterscheidet. Er wird von den leidenden Personen oft mit Begriffen beschrieben, wie hell, dumpf, schmerzend, stechend, schneidend oder brennend und beinhaltet gewöhnlich sowohl die ursprüngliche Empfindung als auch die Reaktion auf diese Empfindung. Dieser Bereich der Empfindungen, sowie die Veränderung der Wahrnehmung von Schmerz bei verschiedenen Individuen, erschwert eine genaue Definition von Schmerz, jedoch leiden viele Individuen an schwerem und dauerhaftem Schmerz.
  • Schmerz, der von einer Beschädigung der Neuralstrukturen verursacht wird, manifestiert sich häufig als eine neurale Überempfindlichkeit oder Hyperalgesie und wird als „neuropathischer" Schmerz bezeichnet. Schmerz kann ebenfalls durch die Stimulation von nozizeptiven Rezeptoren „verursacht" werden und über intakte Nervenbahnen übertragen werden. Dieser Schmerz wird als „nozizeptiver" Schmerz bezeichnet.
  • Das Ausmaß der Stimulation, bei der der Schmerz bemerkt wird, wird als „Schmerzschwelle" bezeichnet. Analgetika sind Arzneimittel, die den Schmerz lindern, indem sie die Schmerzschwelle ohne Bewußtseinsverlust steigern. Nach der Verabreichung eines Analgetikums ist ein Stimulus mit größerer Intensität oder längerer Dauer erforderlich, bevor der Schmerz wahrgenommen wird. Bei einem Individuum, das an Hyperalgesie leidet, kann ein Analgetikum eine antihyperalgetische Wirkung haben. Im Gegensatz zu den Analgetika blockieren Mittel wie Lokalanästhetika die Übertragung in peripheren Nervenfasern, wodurch die Wahrnehmung von Schmerz blockiert wird. Allgemeine Anästhetika reduzieren dagegen die Wahrnehmung von Schmerz, indem ein Bewußtseinsverlust hervorgerufen wird.
  • Tachykinin-Antagonisten induzieren Berichten zufolge die Antinozizeption bei Tieren, was wahrscheinlich analog zur Analgesie beim Menschen ist (Maggi et al., J. Auton. Pharmacol. (1993) 13, 23–93). Es wurde gezeigt, daß insbesondere Nicht-Peptid-NK-1-Rezeptorantagonisten eine solche Analgesie erzeugen. Der NK-1-Rezeptorantagonist RP 67,580 erzeugte beispielsweise Analgesie mit einer Stärke, die mit der von Morphin vergleichbar ist (Garret et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA (1993) 88, 10208–10212).
  • Die Opioidanalgetika sind eine gut eingeführte Klasse von Analgetika mit morphinartigen Wirkungen. Synthetische und semisynthetische Opioid-Analgetika sind Derivate von fünf chemischen Verbindungsklassen: Phenanthrenen, Phenylheptylaminen, Phenylpiperidinen, Morphinanen und Benzomorphanen. Pharmakologisch haben diese Verbindungen verschiedene Wirkungen, somit sind einige Verbindungen starke Agonisten an den Opioidrezeptoren (beispielsweise Morphin); andere sind mäßige bis schwache Agonisten (beispielsweise Codein); noch andere weisen eine gemischte Agonisten-Antagonisten-Aktivität auf (beispielsweise Nalbuphin); und noch weitere sind partielle Agonisten (beispielsweise Nalorphin). Ein partieller Opioid-Agonist, wie Nalorphin (das N-Alkyl-Analogon von Morphin) antagonisiert zwar die analgetischen Wirkungen von Morphin, jedoch kann es selbst ein starkes Analgetikum sein, wenn es allein gegeben wird.
  • Von sämtlichen Opioid-Analgetika bleibt Morphin das am häufigsten verwendete, jedoch hat es zusätzlich zu den therapeutischen Eigenschaften eine Reihe von Nach teilen, wie u.a. respiratorische Depression, gesenkte Magen-Darm-Tätigkeit (die zu Verstopfung führt), Übelkeit und Erbrechen. Toleranz und physische Abhängigkeit schränken ebenfalls die klinischen Verwendungen von Opioidverbindungen ein.
  • Aspirin und andere Salicylat-Verbindungen werden häufig bei der Behandlung zur Unterbrechung der Amplifikation eines Entzündungsprozesses bei Rheumaerkrankungen und Arthritis verwendet, und sie lindern den Schmerz vorübergehend. Andere Medikamentenverbindungen, die für diese Zwecke verwendet werden, umfassen Phenylpropionsäurederivate, wie Ibuprofen und Naproxen, Sulindac, Phenylbutazon, Kortikosteroide, Antimalariamittel, wie Chloroquin und Hydroxychloroquinsulfat und Fenemate (J. Hosp. Pharm. 36: 622 (Mai 1979)). Diese Verbindungen sind jedoch für neuropathischen Schmerz unwirksam.
  • Verfügbare Therapien für Schmerz können ebenfalls Nachteile besitzen. Einige Therapeutika erfordern einen längeren Gebrauch, bevor der Patient eine Wirkung spürt. Andere gängige Medikamente haben bei bestimmten Patienten schwere Nebenwirkungen, und die Personen müssen aufmerksam überwacht werden, damit sichergestellt ist, daß die Nebenwirkungen nicht übermäßig bedrohlich sind. Die meisten gängigen Medikamente stellen nur eine vorübergehende Linderung des Schmerzes bereit und müssen auf einer täglichen oder wöchentlichen Basis durchgehend eingenommen werden. Mit fortschreitender Erkrankung steigt oft die Menge der Medikation, die zur Linderung des Schmerzes benötigt wird, so daß auch das Potential für nachteilige Nebenwirkungen steigt.
  • NMDA-Rezeptoren werden durch die Bindung von N-Methyl-D-aspartat (NMDA) definiert und umfassen einen Rezeptor/Ionenkanal-Komplex mit mehreren verschiedenen identifizierten Bindungsdomänen. NMDA selbst ist ein Molekül, das Glutamat (Glu) strukturell ähnelt, welches an der Glutamat-Bindungsstelle bindet, und sehr selektiv und leistungsfähig bei der Aktivierung des NMDA-Rezeptors ist (Watkins (1987); Olney (1989)).
  • Es sind viele Verbindungen bekannt, die an der NMDA/Glu-Bindungsstelle binden (beispielsweise CPP, DCPP-en, CGP 40116, CGP 37849, CGS 19755, NPC 12626, NPC 17742, D-AP5, D-AP7, CGP 39551, CGP 43487, MDL-100,452, LY-274614, LY-233536 und LY233053). Andere Verbindungen, die als nicht-kompetitive NMDA-Antagonisten bezeichnet werden, binden an anderen Stellen in dem NMDA-Rezeptor-Komplex (Beispiele sind Phencyclidin, Dizocilpin, Ketamin, Tiletamin, CNS 1102, Dextromethorphan, Memantin, Kynurensäure, CNQX, DNQX, 6,7-DCQX, 6,7-DCHQC, R(+)-HA-966,7-Chlorkynurensäure, 5,7-DCKA, 5-Iod-7-chlorkynurensäure, MDL-28,469, MDL-100,748, MDL-29,951, L-689,560, L-687,414, ACPC, ACPCM, ACPCE, Arkain, Diethylentriamin, 1,10-Diaminodekan, 1,12-Diaminododekan, Ifenprodil und SL-82,0715). Diese Verbindungen wurden ausgiebig von Rogawski (1992) und Massieu et al. (1993) und den darin zitierten Literaturstellen beschrieben.
  • Neben seiner physiologischen Funktion kann Glutamat (Glu) neurotoxisch sein. Die Glu-Neurotoxizität wird als „Exzitotoxizität" bezeichnet, weil die neurotoxische Wirkung von Glu, wie seine vorteilhaften Wirkungen, durch einen exzitatorischen Prozeß vermittelt wird (Olney (1990); Choi (1992)). Wenn Glu an einem synaptischen Rezeptor freigesetzt wird, bindet es gewöhnlich nur transient und wird dann rasch aus dem Rezeptor durch ein Verfahren entfernt, das es zurück in die Zelle transportiert. Unter bestimmten anomalen Bedingungen, wie u. a. Schlaganfall, Epilepsie und ZNS-Trauma, versagt die Glu-Aufnahme und Glu reichert sich am Rezeptor an, was zu einer beständigen Anregung der elektrochemischen Aktivität führt, die den Tod von Nervenzellen bewirkt, welche Glu-Rezeptoren aufweisen. Viele Nervenzellen im ZNS haben Glu-Rezeptoren, so daß eine Exzitotoxizität einen enormen ZNS-Schaden verursachen kann.
  • Akute Exzitotoxizitätsverletzung kann als Folge von ischämischen Ereignissen, hypoxischen Ereignissen, Trauma des Gehirns oder Rückenmarks, bestimmten Arten von Nahrungsmittelvergiftung, an denen ein exzitotoxisches Gift wie Domoinsäure, beteiligt ist, und anfallsvermittelter neuronaler Degeneration, die von einer beständigen epileptischen Anfallsaktivität herrühren kann (Status epilepticus), auftreten. Ein große Menge an Beweisen hat den NMDA-Rezeptor als einen Rezeptor-Subtyp erfaßt, durch den Glu ein erhebliches Ausmaß an ZNS-Verletzung vermittelt, und es wird allgemein akzeptiert, daß NMDA-Antagonisten ZNS-Neurone wirksam gegen exzitotoxische Degeneration in diesen akuten ZNS-Verletzungssyndromen schützen (Choi (1988); Olney (1990)).
  • Neben der neuronalen Schädigung, die durch akute Anfälle verursacht wird, kann eine übermäßige Aktivierung der Glu-Rezeptoren ebenfalls zu allmählicheren Neurodegenerationsprozessen beisteuern, was bei verschiedenen chronischen neurodegenerativen Erkrankungen wie u.a. Alzheimer-Erkrankung, amyotrophe Lateralsklerose, AIDS-Demenz, Parkinson-Erkrankung und Chorea Huntington zum Zelltod führt (Olney (1990)). Es wird gewöhnlich angenommen, daß sich NMDA-Antagonisten bei der therapeutischen Behandlung solcher chronischen Erkrankungen als nützlich erweisen.
  • In den 80er Jahren wurde entdeckt, daß PCP (auch als „Angel Dust" bekannt) an einer „PCP-Erkennungsstelle" in dem Ionenkanal des NMDA-Glu-Rezeptors wirkt. PCP wirkt als nicht-kompetitiver Antagonist, der den Ionenstrom durch den NMDA-Ionenkanal blockiert. Vor kurzem hat sich herausgestellt, daß Medikamente, die an der PCP-Stelle als nicht-kompetitive NMDA-Antagonisten wirken, wahrscheinlich psychotomimetische Nebenwirkun gen haben. Es wurde zudem jetzt erkannt, daß bestimmte kompetitive und nicht-kompetitive NMDA-Antagonisten ähnliche pathomorphologische Wirkungen in Rattengehirn verursachen können (Olney et al., (1991); Hargreaves et al., (1993)). Diese Verbindungen können ebenfalls psychotomimetische Wirkungen in Menschen haben (Kristensen et al., (1992); Herrling (1994); Grotta (1994)).
  • Die Glycin-Bindungsstelle des NMDA-Rezeptorkomplexes läßt sich von den Glu- und PCP-Bindungsstellen unterscheiden. Es hat sich zudem vor kurzem herausgestellt, daß NMDA-Rezeptoren als verschiedene Subtypen auftreten, die durch unterschiedliche Eigenschaften der Glycin-Bindungsstelle des Rezeptors charakterisiert sind. Viele Verbindungen, die an die NMDA-Rezeptor-Glycinstelle binden, und die sich zur Behandlung von Schlaganfall und neurodegenerativen Zuständen eignen, wurden in den US-Patenten Nr. 5,604,227, 5,733,910, 5,599,814, 5,593,133, 5,744,471, 5,837,705 und 6,103,721 beschrieben.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es wurde nun gefunden, daß bestimmte an die NMDA-Rezeptorglycinstelle bindende Verbindungen sich zur Linderung von Schmerzen und insbesondere zur Linderung von neuropathischen Schmerzen eignen.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung werden Verbindungen gemäß der Strukturformel I
    Figure 00060001
    und deren zur Behandlung von Schmerzen geeignete Tautomere und pharmazeutisch annehmbare Salze bereitgestellt, wobei:
    R1 für Halogen steht;
    A ausgewählt ist aus Gruppen gemäß Strukturformeln II, III, IV und V
    Figure 00070001
    wobei X ausgewählt ist aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Schwefel.
  • Bei besonderen Ausführungsformen der Erfindung werden Verbindungen gemäß Strukturformeln VI und VII bereitgestellt:
    Figure 00070002
    wobei R1 und X wie oben definiert sind.
  • Bei ganz besonderen Ausführungsformen der Erfindung werden Verbindungen gemäß Strukturformeln VIII und IX bereitgestellt:
  • Figure 00080001
  • Ganz besondere Ausführungsformen der Erfindung sind Verbindungen ausgewählt aus:
    7-Chlor-4-hydroxy-2-(2H,3H,4H-benzo[e]thian-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion,
    7-Chlor-4-hydroxy-2-(chroman-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion,
    7-Chlor-4-hydroxy-2-(4,5,6,7-tetrahydrobenzo[b]thiophen-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion und
    7-Chlor-4-hydroxy-2-(1,2,3,4-tetrahydronaphthyl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird die Verwendung einer Verbindung gemäß Strukturdiagramm zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von Schmerzen bereitgestellt, bei dem man einem an Schmerzen leidenden Patienten eine schmerzlindernde Menge dieser Verbindung verabreicht. Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird die Verwendung zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen bereitgestellt.
  • Bei besonderen Ausführungsformen der hier bereitgestellten Verwendung verabreicht man schmerzlindernde Mengen von Verbindungen gemäß den oben definierten Strukturdiagramm VI oder VII.
  • Ein anderer Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen gemäß Strukturdiagramm I.
  • Noch andere Aspekte der Erfindung sind pharmazeutische Zusammensetzungen, die eine Verbindung gemäß Strukturdiagramm I enthalten; die Verwendung von Verbindungen gemäß Strukturdiagramm I zur Herstellung von Medikamenten und pharmazeutischen Zusammensetzungen und ein Verfahren, bei dem man eine erfindnungsgemäße Verbindung an die NMDA-Rezeptorglycinstelle eines Warmblüters wie dem Menschen bindet und so in nutzbringender Weise die Aktivität des NMDA-Rezeptors hemmt.
  • Ausführliche Beschreibung der Erfindung
  • Erfindungsgemäße Verbindungen sind die Verbindungen im Umfang der allgemeinen Beschreibung, und insbesondere die im folgenden beispielhaft angeführten Verbindungen.
  • Geeignete pharmazeutisch annehmbare Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen umfassen Säureadditionssalze, wie Methansulfonat, Fumarat, Hydrochlorid, Hydrobromid, Citrat, Tris(hydroxymethyl)aminomethan, Maleat und Salze, die mit Phosphorsäure und Schwefelsäure gebildet werden. Bei anderen Ausführungsformen sind geeignete Salze basische Salze, wie Alkalimetallsalze, beispielsweise Natrium, Erdalkalimetallsalze, beispielsweise Calcium oder Magnesium, organische Aminsalze, beispielsweise Triethylamin, Morpholin, N-Methylpiperidin, N-Ethylpiperidin, Procain, Dibenzylamin, Cholin, N,N-Dibenzylethylamin oder Aminosäuren wie Lysin.
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:
    • a) Herstellung eines Boc-geschützten Hydrazins durch Umsetzung eines Ketons oder Aldehyds nach einer der in dem folgenden Schema gezeigten Vorschriften
      Figure 00100001
      ou → oder; qu → wenn; alkyle → Alkyl
    • b) Kuppeln des Boc-geschützten Hydrazins und Cyclisieren des Produktes gemäß dem Verfahren des folgenden Schemas, so daß man eine Verbindung gemäß dem Strukturdiagramm I erhält:
      Figure 00100002
      CMC oder ein ähnliches Kupplungsreagens wobei: CMC für 1-Cyclohexyl-3-(2-morpholinoethyl)carbodiimid-metho-p-toluolsulfonat steht; die "R/H/D"-Gruppe für die A-Einheit von Strukturdiagramm I steht und während des gesamten obigen Verfahrens R1 wie für Strukturdiagramm I definiert ist.
  • Zur Verwendung einer erfindungsgemäßen Verbindung oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon zur therapeutischen Behandlung, die die prophylaktische Behandlung von Schmerz bei Säugetieren, beispielsweise Menschen, umfassen kann, kann die Verbindung gemäß pharmazeutischer Standardpraxis als pharmazeutische Zusammensetzung formuliert werden.
  • Geeignete pharmazeutische Zusammensetzungen, die eine erfindungsgemäße Verbindung enthalten, können auf herkömmliche Weise verabreicht werden, beispielsweise durch orale, topische, parenterale, buccale, nasale, vaginale oder rektale Verabreichung oder durch Inhalation. Für diese Zwecke kann eine erfindungsgemäße Verbindung durch Maßnahmen, die im Fachgebiet bekannt sind, beispielsweise in Formen von Tabletten, Kapseln, wäßrigen oder öligen Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Cremes, Salben, Gelen, Nasensprays, Zäpfchen, fein verteilten Pulvern oder Aerosolen zur Inhalation und zur parenteralen Verwendung (einschließlich intravenöser, intramuskulärer oder Verwendung zur Infusion) in Form von sterilen wäßrigen oder öligen Lösungen oder sterilen Emulsionen formuliert werden. Ein bevorzugter Verabreichungsweg ist oral mittels Tablette oder Kapsel.
  • Zusätzlich zu der erfindungsgemäßen Verbindung kann eine erfindungsgemäße pharmazeutische Zusammensetzung auch ein oder mehrere pharmakologisch wirksame Mittel umfassen, oder solche pharmazeutische Zusammensetzungen können gleichzeitig oder nacheinander mit einem oder mehreren anderen pharmakologisch aktiven Mitteln gemeinsam verabreicht werden.
  • Die erfindungsgemäßen pharmazeutischen Zusammensetzungen werden gewöhnlich derart verabreicht, daß der Patient eine schmerzlindernde effiziente tägliche Dosis erhält. Die tägliche Dosis kann nötigenfalls in separaten Dosen gegeben werden, wobei die genaue Menge der erhaltenen Verbindung und der Verabreichungsweg vom Gewicht, Alter und Geschlecht des behandelten Patienten und von dem jeweiligen behandelten Krankheitszustand gemäß den im Fachgebiet bekannten Prinzipien abhängt. Ein bevorzugtes Dosierungsschema ist einmal täglich.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung stellt eine pharmazeutische Zusammensetzung bereit, die eine Verbindung des Strukturdiagramms I enthält, wie sie hier definiert ist, oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon, zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Additiv, wie einem Exzipient oder Träger.
  • Noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung stellt die Verwendung einer Verbindung des Strukturdiagramms I oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon bei der Herstellung eines Medikamentes bereit, das sich zur Bindung an die NMDA-Rezeptor-Glycin-Stelle in einem warmblütigen Tier, wie einem Mensch, eignet.
  • Noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung stellt ein Verfahren zur Bindung einer erfindungsgemäßen Verbindung an die NMDA-Rezeptor-Glycinstelle eines warmblütigen Tiers, wie eines Menschen, bereit, der eine Schmerzbehandlung benötigt, wobei das Verfahren die Verabreichung einer wirksamen Menge einer Verbindung des Strukturdiagramms I oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon, an das Tier umfaßt.
  • Definitionen:
  • Gewöhnlich gilt in den hier beschriebenen Methoden, Verfahren und Beispielen:
    die Einengungen erfolgten durch Rotationsverdampfung im Vakuum;
    die Vorgänge erfolgten bei Umgebungstemperatur, d.h. im Bereich von 18 bis 26°C unter einer Stickstoffatmosphäre;
    die Säulenchromatographie (durch das Flash-Verfahren) wurde, wenn nicht anders angegeben, auf Merck-Kieselgel-Siliciumdioxid (Art. 9385) durchgeführt;
    die Ausbeuten dienen lediglich der Veranschaulichung und sind nicht notwendigerweise das erzielbare Maximum;
    die Struktur der Endprodukte der Formel I wurden gewöhnlich durch NMR- und Massenspektrometrie-Techniken bestimmt, Protonen-Magnet-Resonanzspektren wurden, wenn nicht anders angegeben, in DMSO-d6 bestimmt, wobei ein Varian Gemini 2000 Spektrometer verwendet wurde, das bei einer Feldstärke von 300 MHz betrieben wurde; chemische Verschiebungen sind in Teilen pro Million feldabwärts von Tetramethylsilan als interner Standard (δ-Skala) angegeben, und die Peak-Vielfältigkeiten sind somit gezeigt: s, Singulett; bs, breites Singulett; d, Dublett; AB oder dd, Dublett von Dubletts; t, Triplett; dt, doppelte Tripletts; m, Multiplett; bm, breites Multiplett;
    Massenspektrometrie-Daten unter schnellem Atombeschuß (FAB) wurden mit einem Platform Spektrometer (geliefert von Micromass) erhalten, das in einem Elektrospray betrieben wurde, und wenn es sich als zweckmäßig erwiesen hat, wurden entweder positive Ionendaten oder negative Ionendaten in dieser Anmeldung gesammelt, angegeben ist (M + H)+;
    Zwischenprodukte wurden im allgemeinen nicht vollständig charakterisiert, und die Reinheit wurde im allgemeinen durch Massenspektral- (MS) oder NMR-Analyse bestimmt.
  • Die folgenden Abkürzungen und Definitionen haben bei ihrer Verwendung die folgenden Bedeutungen. Es ist:
  • CDCl3
    deuteriertes Chloroform;
    CMC
    1-Cyclohexyl-3-(2-morpholinoethyl)carbodiimidmetho-p-toluolsulfonat;
    DCM
    Dichlormethan;
    DCU
    Dicyclohexylharnstoff;
    DHC
    1,3-Dicyclohexylcarbodiimid;
    DMAP
    4-(Dimethylamino)pyridin;
    DMF
    N,N-Dimethylformamid;
    DMSO
    Dimethylsulfoxid;
    m/s
    Massenspektroskopie;
    NMP
    N-Methylpyrrolidinon;
    NMR
    magnetische Kernresonanz;
    p.o.
    per os;
    THF
    Tetrahydrofuran, und
    t.i.d.
    dreimal täglich
  • Die hier beschriebenen Beispiele und Tests sollen die Erfindung veranschaulichen, aber nicht einschränken.
  • BEISPIELE:
  • Beispiel 1: (+/–)-7-Chlor-4-hydroxy-2-(2H,3H,4H-benzo[e]thian-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino-[4,5-b]chinolin-1,10-dion
  • N-(2H,3H-Benzo[e]thian-4-ylidenazamethyl)(tert.-butoxy)carbonsäureamid
  • Eine gerührte Lösung von 2H,3H-Benzo[e]thian-4-on (5,01 g, 30,5 mmol) in THF (200 ml) wurde mit tert.-Butylcarbazat (6,12 g, 46,3 mmol) und 5 Tropfen konzentrierter Salzsäure versetzt. Die auf diese Weise erhaltene dunkelgelbe Lösung wurde 22 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt und dann im Vakuum eingeengt, was einen beigefarbenen Feststoff (10,55 g) lieferte. Dieser Feststoff wurde einer Kugelrohrdestillation (75°C, 10–20 Millitorr) unterzogen, wobei das unumgesetzte tert.-Butylcarbazat von Produkt sublimierte. Der Rückstand im Destillationskolben lieferte die Titelverbindung als einen beigefarbenen Feststoff (7,19 g, 85%). 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6); δ 2,90 (t, 2H, J = 6,0 Hz), 3,00 (t, 2H, J = 6 Hz), 7,11–7,22 (m, 3H), 8,01 (d, 1H, J = 7,8 Hz), 9,85 (s, 1H). MS (CI) m/z 279.
  • (+/–)-N-(2H,3H-Benzo[e]thian-4-ylamino)(tert.-butoxy)carbonsäureamid:
  • Eine gerührte Lösung von N-(2H,3H-Benzo[e]thian-4-ylidenazamethyl)(tert.-butoxy)carbonsäureamid (6,33 g, 22,7 mmol) und Natriumcyanoborhydrid in Methanol (500 ml) wurde mit Eisessig versetzt, bis der pH-Wert der Lösung 3 betrug. Die auf diese Weise erhaltene gerührte Lösung wurde 6 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt und dann über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen. Die Reaktionsmischung wurde im Vakuum eingeengt und der ölige Rückstand wurde in einer gesättigten wäßrigen Natriumhydrogencarbonatlösung suspendiert. Der pH-Wert der auf diese Weise erhaltenen Suspension wurde mit Natriumhydroxid auf 9–10 eingestellt, und die Mischung wurde mit Essigsäureethylester (5 × 125 ml) extrahiert. Die organischen Extrakte wurden vereinigt und getrocknet (Na2SO4), filtriert und eingeengt, worauf ein klares dickes Öl zurückblieb, das durch Flash-Chromatographie (CH2Cl2:MeOH-Gradient von 100:0 bis 90:10) an Kieselgel aufgereinigt wurde. Die Titelverbindung wurde als ein klares Öl isoliert (5,69 g, 89%). MS (CI) m/z 281.
  • 7-Chlor-4-hydroxychinolin-2,3-dicarbonsäuredimethylester:
  • Eine gerührte Mischung von 2-Amino-4-chlorbenzoesäure methylester (2,50 g, 13,5 mmol) und Acetylendicarbonsäuredimethylester (2,05 g, 14,4 mmol) in tert.-Butanol (22 ml) wurde unter einer Stickstoffatmosphäre 7 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Nach Zugabe von weiterem Acetylendicarbonsäuredimethylester (1,16 g, 8,13 mmol) und weiteren 2,5 Stunden unter Rückfluß wurde die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur abkühlen gelassen und in einer Portion mit Kalium-tert.-butanolat (1,56 g, 13,9 mmol) versetzt. Es bildete sich ein Niederschlag, und die auf diese Weise erhaltene Mischung wurde 1,5 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Die Mischung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und zum Abtrennen der Feststoffe filtriert, wobei die Feststoffe anschließend mit tert.-Butanol und Diethylether gewaschen wurden. Die Feststoffe wurden in Wasser gelöst und mit 1 N Schwefelsäure angesäuert, was die Bildung eines Niederschlags zur Folge hatte. Die so erhaltene Mischung wurde mit DCM extrahiert, und die vereinigten Extrakte wurden mit Kochsalzlösung und Wasser gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert und zu einem grünen Feststoff eingeengt. Durch Umkristallisieren dieses Materials aus Methanol erhielt man die Titelverbindung (1,15 g, 47%) als einen schmutzigweißen Feststoff, Schmp. 232–233°C; MS (CI): 296 (M + H). Analyse für C13H10ClNO5: Berechnet: C, 52,81; H, 3,41; N, 4,74; Gefunden: C, 52,75; H, 3,47; N, 4,69.
  • 3-Carbomethoxy-7-chlor-4-hydroxychinolin-2-carbonsäure:
  • Eine gerührte Suspension von 7-Chlor-4-hydroxychinolin-2,3-dicarbonsäuredimethylester (1,0 g, 3,38 mmol) in Wasser (20 ml) wurde mit einer wäßrigen Natriumhydroxidlösung (0,27 g, 6,75 mmol) versetzt. Bei der Zugabe löste sich die Suspension. Die Reaktionsmischung wurde 1 Stunde lang auf 60°C erhitzt. Danach wurde der Ansatz auf Raumtemperatur abgekühlt und mit konzentrierter Salzsäure angesäuert. Das Produkt wurde dann mit Diethylether und Essigsäureethylester extrahiert. Material wurde durch Umkristallisieren unter Verwendung eines Essigsäureethylester-Hexan-Cosolvenssystems aufgereinigt, wodurch man die Titelverbindung (571 mg, 60%) als einen weißen Feststoff erhielt. Schmp. 296°C (Zers.); MS (CI) = 238 (M + H). Analyse für C12H8NO5Cl·0,45CH3CO2CH2CH3·0,10H2O: Berechnet: C, 51,30; H, 3,68; N 4,34, Gefunden: C, 51,28; H, 3,62; N 3,97. 1H-NMR 8,22 (d, J = 8,7 Hz, 1H), 7,92 (d, J = 1,8 Hz, 1H), 7,28 (dd, J = 8,7, 1,8 Hz, 1H), 3,90 (s, 3H).
  • 3-Carbomethoxy-2-pyrrolidinocarbamid-7-chlor-4-hydroxychinolin:
  • Eine Suspension von 3-Carbomethoxy-7-chlor-4-hydroxychinolin-2-carbonsäure (2,25 g, 8,0 mmol) in THF (20 ml) wurde bei Raumtemperatur unter einer N2-Atmosphäre mit DHC (1,65 g, 8,0 mmol) und Pyrrolidin (0,596 g, 8,4 mmol) versetzt. Der Ansatz wurde 15 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt, worauf der als Nebenprodukt anfallende Harnstoff abfiltriert wurde. Das gewünschte Produkt wurde durch Flash-Chromatographie unter Verwendung von 5% Methanol in Chloroform aufgereinigt, was die Titelverbindung (2,52 g, 94,3%) als einen hellbraunen Feststoff lieferte, Schmp. = 215°C; MS (CI): 335 (M + H). 1H-NMR 300 MHz (DMSO-d6): δ 8,12 (d, J = 8,7 Hz, 1H), 7,60 (d, 1H, J = 1,8 Hz), 7,47 (dd, 1H, J = 8,8, 2,0 Hz), 3,69 (s, 3H), 3,40–3,49 (m, 2H), 3,27–3,33 (m, 2H), 1,80–1,96 (m, 4H).
  • 7-Chlor-4-oxo-2-(pyrrolidinylcarbonyl)hydrochinolin-3-carbonsäure:
  • Eine Suspension von 3-Carbomethoxy-2-pyrrolidinocarbamid-7-chlor-4-hydroxychinolin (2,52 g, 7,5 mmol) in vollentsalztem Wasser (40 ml) wurde tropfenweise mit einer Lösung (20 ml) von wäßrigem Kaliumhydroxid (882 mg, 15,75 mmol) versetzt. Nach Ende der Zugabe wurde der Ansatz auf 60°C erhitzt. Nach 3 Stunden wurde der Ansatz filtriert, um eine kleine Menge unlösliches Material zu entfernen. Das Filtrat wurde dann auf einen pH-Wert von 1 angesäuert, was einen weißen Niederschlag lieferte. Der Feststoff wurde durch Vakuumfiltration isoliert, mit Wasser gewaschen und im Vakuum 16 Stunden lang bei 30°C getrocknet. Auf diese Weise erhielt man die Titelverbindung (1,5 g, 64%) in Form eines weißen Feststoffs, Schmp. = 225–228°C; MS (CI): 321 (M + H). 1H-NMR 300 MHz (DMSO-d6): δ 8,28 (d, J = 8,8 Hz, 1H), 7,77 (s, 1H), 7,64 (d, 1H, J = 8,7), 3,52–3,57 (m, 2H), 3,17–3,19 (m, 2H), 1,83–1,98 (m, 4H).
  • (+/–)-N-{N-(2H,3H,4H-Benzo[e]thian-4-yl)[7-chlor-4-oxo-2-(pyrrolidinylcarbonyl)(3-hydrochinolyl)]carbonylamino}(tert.-butoxy)carbonsäureamid:
  • Eine gerührte Suspension von 7-Chlor-4-oxo-2-(pyrrolidinylcarbonyl)hydrochinolin-3-carbonsäure (6,85 g, 21,4 mmol) und CMC (19,24 g, 45,42 mmol) in THF (100 ml) wurde mit einer Lösung von (+/–)-N-(2H,3H-Benzo[e]thian-4-ylamino)(tert.-butoxy)carbonsäureamid (5,69 g, 20,3 mmol) in THF (100 ml) und anschließend mit DMAP (~5 mg) versetzt. Die auf diese Weise erhaltene leuchtendgelbe Reaktionsmischung wurde über Nacht bei Raumtemperatur gerührt, 2,5 Stunden lang unter Rückfluß gerührt, abgekühlt und filtriert. Die gesammelten Feststoffe wurden mit THF gewaschen, und das obige Filtrat und die Waschlösungen wurden vereinigt und im Vakuum zu einem gelben Schaum (15,36 g) eingeengt. Dieses Material wurde durch Säulenchromatographie (CH2Cl2:MeOH, 95:5) an Kieselgel teilaufgereinigt, was 10,22 g eines hellgelben Feststoffs lieferte. Die abschließende Aufreinigung erfolgte durch Rühren des Feststoffs in einer DCM/Methanol-Mischung (ungefähr 90:10) und Sammeln des ungelösten weißen Feststoffs, bei dem es sich um die Titelverbindung (5,15 g, 44%) handelte. MS (CI) m/z 583/585.
  • (+/–)-7-Chlor-4-hydroxy-2-(2H,3H,4H-benzo[e]thian-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion:
  • Eine gerührte Lösung von (+/–)-N-{N-(2H,3H,4H-Benzo[e]thian-4-yl)[7-chlor-4-oxo-2-(pyrrolidinylcarbonyl)(3-hydrochinolyl)]carbonylamino}(t-butoxy)carbonsäureamid (5,15 g, 8,83 mmol) in THF (350 ml) wurde mit Methansulfonsäure (29 ml, 42,9 g, 0,447 mol) versetzt. Es kam zu einer leicht exothermen Reaktion, und die auf diese Weise erhaltene leuchtendgelbe Lösung wurde bei Raumtemperatur gerührt und dann 5,5 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur abkühlen gelassen, in Wasser (3 l) gegossen und über Nacht gerührt. Der gebildete Niederschlag wurde abfiltriert, in Methanol (20 ml) suspendiert, ultraschallbehandelt und zur Abtrennung eines gelben Feststoffs (2,69 g) filtriert. Dieses Material wurde nochmals in Methanol (20 ml) suspendiert, ultraschallbehandelt und zur Abtrennung eines gelben Feststoffs filtriert, und der Feststoff wurde im Vakuum getrocknet, was die Titelverbindung lieferte, Schmp. > 300°C (2,42 g, 66%), 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ 2,34 (m, 1H), 2,42 (m, 1H), 3,19 (m, 1H), 3,30 (m, 1H), 6,24 (dd, 1H, J = 5,1, 14,4 Hz), 6,84 (d, 1H, J = 7,5 Hz), 7,00 (m, 1H), 7,11 (m, 1H), 7,44 (d, 1H, J = 8,7 Hz), 8,03 (d, 1H, J = 1,8 Hz), 8,17 (d, 1H, J = 8,7 Hz), 11,94 (s, 1H, austauschbar), 12,56 (s, 1H, austauschbar). Berechnet für C20H14ClN3O3S·0,35H2O: C, 57,45; H, 3,54; N, 10,05; gefunden: C, 57,02; H, 3,37; N, 10,46.
  • Beispiel 2: (+/–)-7-Chlor-4-hydroxy-2-(chroman-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion:
  • Die Titelverbindung wurde nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren aus 4-Chromanon dargestellt. Ausbeute 63%; Schmp. > 300°C; MS (CI) m/z 396/398; 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ 2,17 (m, 1H), 2,36 (m, 1H), 4,31 (t, 1H, J = 9,6 Hz), 4,44 (m, 1H), 6,34 (t, 1H, J = 7,5 Hz), 6,83 (m, 3H), 7,12 (t, 1H, J = 7,5 Hz), 7,44 (d, 1H, J = 8,4 Hz), 8,02 (s, 1H), 8,17 (d, 1H, J = 8,7 Hz), 11,93 (s, 1H, austauschbar), 12,57 (s, 1H, austauschbar); berechnet für C20H14ClN3O4·0,15H2O C, 60,28; H, 3,62; N, 10,51; gefunden: C, 60,10; H, 3,58; N, 10,86.
  • Beispiel 3: (+/–)-7-Chlor-4-hydroxy-2-(4,5,6,7-tetrahydrobenzo[b]thien-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion:
  • Die Titelverbindung wurde nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren aus 4-Keto-4,5,6,7-tetrahydrothianaphthen dargestellt. Ausbeute 20%; Schmp. > 300°C; MS (CI) m/z 400/402; 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ 2,01 (m, 3H), 2,15 (m, 1H), 2,81 (m, 1H), 6,14 (m, 1H), 6,58 (d, 1H, J = 5,1 Hz), 7,22 (d, 1H, J = 5,1 Hz), 7,43 (d, 1H, J = 8,1 Hz), 8,02 (d, 1H, J = 1,5 Hz), 11,90 (s, 1H, austauschbar), 12,52 (s, 1H, austauschbar); berechnet für C19H14ClSN3O3·0,5H2O C, 55,82; H, 3,73; N, 10,23; gefunden: C, 55,83; H, 3,86; N, 10,18.
  • Beispiel 4: (+/–)-7-Chlor-4-hydroxy-2-(1,2,3,4-tetrahydronaphth-1-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion:
  • Die Titelverbindung wurde nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren aus α-Tetralon dargestellt. Ausbeute 83%; Schmp. > 300°C; MS (CI) m/z 394/396; 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ 1,90 (m, 1H), 2,07 (m, 3H), 2,81 (m, 2H), 6,25 (t, 1H, J = 7,7 Hz), 6,81 (d, 1H, J = 7,5 Hz), 7,11 (m, 3H), 7,44 (dd, 1H, J = 1,8, 9,6 Hz), 8,03 (d, 1H, J = 1,8 Hz), 8,17 (d, 1H, J = 8,7 Hz), 11,91 (s breit, 1H, austauschbar), 12,50 (s, 1H, austauschbar); berechnet für C21H16ClN3O3·0,7H2O C, 62,06; H, 4,32; N, 10,34; gefunden: C, 61,92; H, 4,21; N, 10,52.
  • Test auf Biologische Funktion:
  • Test A: Hemmung der Bindung von [3H]-MDL105,519:
  • Die Bindung der Verbindungen an die NMDA-Rezeptor-Glycinstelle lässt sich bestimmen durch Messen der Fähigkeit von Testverbindungen zur Hemmung der Bindung von tritiiertem MDL105,519 an Hirnmembranen, die den Rezeptor tragen.
  • Rattenhirnmembranen: Die in diesen Experimenten verwendeten Rattenhirnmembranen wurden von Analytical Biological Services Inc. erhalten und wurden im Wesentlichen gemäß dem Verfahren von B. M. Baron et al., J. Pharmacol. Exp. Ther. 250, 162 (1989) hergestellt. Zusammengefasst wurde frisches Gehirngewebe, das Cerebralcortex und Hippocampus von männlichen Sprague Dawley-Ratten umfaßte, in 0,32 M Saccharose homogenisiert und bei niedriger Geschwindigkeit zentrifugiert, um die Zellmembranen von anderen Zellkomponenten zu trennen. Diese Membranen wurden dann dreimal mit deionisiertem Wasser gewaschen, gefolgt von der Behandlung mit 0,04% Triton-X-100. Schließlich wurden die Membranen sechsmal in 50 mM Tris-Citrat-Puffer, pH-Wert 7,4 gewaschen und bis zum Gebrauch bei –80°C eingefroren.
  • [3H]MDL105,519 (72 Ci/mmol) wurde von Amersham erhalten. Kaltes MDL105,519 wurde von Sigma/RBI erhalten. Bindungstests erfolgten im wesentlichen nach dem Protokoll von B. M. Baron et al., J. Pharmacol. Exp. Ther. 279,62 (1996) wie folgt. Am Tag des Experimentes wurden Hirnmembranen bei Raumtemperatur aufgetaut und in 50 mM Tris-Acetat-Puffer, pH-Wert 7,4 ("TAB") suspendiert. 75 μg pro ml Protein (durch Verwendung von Bio-Rad-Farbstoff) wurden für Kompetitionsbindung verwendet. Die Experimente wurden in Platten mit 96 Vertiefungen durchgeführt. Die Membranen wurden mit 20 μl der Verbindungen mit verschiedenen Konzentrationen und 1,2 nM [3H]MDL105,519 für 30 Minuten lang bei Raumtemperatur in einem Gesamtvolumen von 250 μl inkubiert. Nicht-spezifische Bindung wurde durch Verwendung von 100 μM unmarkiertem MDL105,519 bestimmt. Das unmarkierte MDL105,519 und die Verbindungen wurden als 12,5 mM Stammlösungen in DMSO gelöst. Die DMSO-Endkonzentration in jeder Vertiefung wurde unter 1% gehalten, weil sich herausgestellt hatte, daß diese Konzentration die Bindungsergebnisse nicht veränderte. Nach der Inkubation wurde ungebundenes [3H]MDL105,519 durch Filtration auf GF/B Unifilterplatten mit einem Packard Ernter entfernt. Die Filter wurden viermal mit eiskaltem TAB (insgesamt 1,2 ml Puffer) gewaschen. Die Platten wurden über Nacht bei Raumtemperatur getrocknet, und die gebundene Radioaktivität wurde mit einem Packard TopCount nach der Zugabe von 45 μl MICROSCINT O pro Vertiefung gemessen.
  • Menschliche Hirnmembranen: Menschliche Hirnmembranen wurden von Analytical Biological Services Inc. erhalten, und die Tests wurden wie für Rattenmembranen beschrieben durchgeführt.
  • Datenanalyse: Die Daten wurden mit einem Microsoft Excel Tabellenkakulationsprogramm und GraphPad Prizm Software analysiert und die Leistungsfähigkeit der Verbindungen ist ausgedrückt als der Ki (nM).
  • Test B: Formalintest:
  • Der Formalintest ist ein Test, der die Kapazität einer Verbindung zur Hemmung des formalininduzierten nozizeptiven Verhaltens bei Ratten bestimmt (D. Dubuisson et al., Pain 4, 161–174 (1977); H. Wheeler-Aceto et al. Psychopharmacology 104, 35–44 (1991); T. J. Coderre et al., Pain 54, 43–50 (1993)). Bei dem Test wurden zwei bestimmte Phasen der formalininduzierten Verhalten beobachtet. Eine Reaktion der ersten Phase, die durch akute Nozizeption gegenüber der schädlichen Chemikalie (Formalin) verursacht wird, die in die Pfote injiziert wird, tritt zwischen 0 und 5 Minuten lang ein. Es folgt eine Ruheperiode von 5 bis 15 Minuten lang nach der Injektion. Nach der Ruheperiode tritt eine Reaktion der zweiten Phase ein, die durch Empfindung der Zentral-Nervenzellen im Dorsalhorn verursacht wird, und zwar nach 15 Minuten und sie dauert bis zu 60 Minuten lang. Die Wahrnehmung der Zentral-Nervenzellen im Rückgrat vergrößert einen schädlichen afferenten Input und bewirkt, daß vermehrt Schmerzsignale zum Gehirn gesendet werden. Daher zeigt die Hemmung der Reaktion der zweiten Phase einen Zentralmechanismus der Medikamentenwirkung.
  • Das Verfahren für den Formalintest kann folgendermaßen durchgeführt werden: männliche Ratten werden in einer Plexiglas-Kammer untergebracht und 30 bis 45 Minuten lang beobachtet, um ihre Grundlinienaktivität zu beobachten. Die Tiere wurden entweder mit Vehikel oder mit verschiedenen Dosen einer Testverbindung vorbehandelt, und sie werden mit Vehikel oder Testverbindung drei Std. vor der Injektion von 0,05 ml sterilem 1% Formalin unter die Dorsalhaut der Hinterpfote dosiert. Die Anzahl der Pfotenzuckungen (Reaktionen) während der ersten Phase (0–5 Minuten lang) und der zweiten Phase (20–35 Minuten lang) wird bewertet und aufgezeichnet. Die Zuckreaktion kann mit dem mittleren Wert einer Salzlösungs-Kontrollgruppe verglichen werden und als prozentuale Hemmung berechnet werden. Der ED50 ist die Dosis der Verbindung, die 50% Hemmung der nozizeptiven Reaktion in der Reaktion der ersten oder zweiten Phase erzeugt.
  • % Hemmung der nozizeptiven Reaktion kann folgendermaßen berechnet werden:
  • Figure 00230001
  • Der Student-t-Test wurde zur statistischen Analyse zur Bestimmung der Signifikanz der Verbindungseffekte herangezogen.
  • Test C: Neuropathisches Schmerzmodell (Chronische Konstiktionsverletzung):
  • Die Antihyperalgesie-Eigenschaften einer Verbindung können mit dem Modell der Chronischen Konstriktionsverletzung ("CCI") getestet werden. Der Test ist ein Modell für neuropathischen Schmerz, der mit Nervenverletzungen einhergeht, die direkt aus Trauma und Kompression, oder indirekt aus einem breiten Bereich an Erkrankungen entstehen, wie Infektion, Krebs, metabolische Zustände, Toxine, Ernährungsmängel, immunologische Dysfunktionen, und Veränderungen von Muskeln und Skelett. Bei dem Modell wird eine unilaterale Hyperalgesie in Ratten durch Nervenligation erzeugt. (G. J. Bennett et al., Pain, 33, 87–107 (1988)).
  • Bei dem Verfahren werden Sprague-Dawley-Ratten (250–350 g) mit Natriumpentobarbital betäubt, und der gewöhnliche Ischiasnerv wird auf der Höhe des mittleren Schenkels durch stumpfe Austrennung durch den Bizeps femoris freigelegt. Ein Schnitt des Nervens (etwa 7 mm) proximal zur Ischias-Dreigabelung wird von Gewebe befreit und an 4 Stellen mit chromiertem Darmnahtmaterial genäht. Das Nahtmaterial wird mit etwa 1 mm Abstand zwischen den Nähten befestigt. Der Schnitt wird in Schichten geschlossen, und die Tiere konnten sich erholen. Thermische Hyperalgesie wird mit dem Pfoten-Rückziehtest (K. Hargreaves et al., Pain 32, 77–88 (1988)) gemessen. Zur Durchführung dieses Tests werden die Tiere an einen erhöhten Glasboden gewöhnt. Eine strahlende Wärmequelle wird auf die mittelplantare Hinterpfote (Ischiasnerv-Territorium) durch den Glasboden gerichtet, wobei 20 sec abgeschaltet wurde, was dabei hilft, Hautverletzung zu verhindern. Die Latenzen für den Rückziehreflex in beiden Hinterpfoten sind aufgezeichnet.
  • Verletzte Pfoten mit genähten Nerven zeigen kürzere Pfoten-Rückzugslatenzen im Vergleich zu den unverletzten oder vorgetäuscht operierten Pfoten. Die Reaktionen auf die Testverbindungen werden zu verschiedenen Zeiten nach der oralen Gabe bewertet, um den Beginn und die Dauer der Verbindungswirkung zu bestimmen. Bei der Durchführung des Tests erhalten Gruppen von CCI-Ratten entweder Vehikel oder die Testverbindung oral dreimal täglich für 5 Tage. Die Pfotenrückzugslatenzen werden an jedem Tag 10 Minuten lang vor und 2 oder 3 Std. nach der ersten täglichen Dosis gemessen. Die Verbindungseffizienz ist ausgedrückt als mittlere prozentuale Abnahme der Hyperalgesie, verglichen mit der von mit Vehikel behandelten Tieren, und wird folgendermaßen berechnet.
  • Figure 00250001
  • Die Datenanalyse wurde durchgeführt durch den Multiple-Means-Vergleichstest (Dunnetts Test), und die Ergebnisse sind ausgedrückt, und die Verbindungsleistungen sind ausgedrückt als die MED (minimale effiziente Dosis) in mg/kg/Tag, die eine prozentuale (%) Abnahme der Hyperalgesie ergibt, die statistisch signifikant ist.
  • Die Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse aus Test A, B und C für bestimmte erfindungsgemäße Verbindungen. Sind keine Daten in der Tabelle aufgeführt, wurde der Test nicht durchgeführt.
  • Tabelle 1
    Figure 00250002

Claims (9)

  1. Verbindungen gemäß der Strukturformel I
    Figure 00260001
    und deren Tautomere, wobei: R1 für Halogen steht; A ausgewählt ist aus Gruppen gemäß Strukturformeln II, III, IV und V
    Figure 00260002
    wobei X ausgewählt ist aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Schwefel, und deren pharmazeutisch annehmbare Salze.
  2. Verbindungen nach Anspruch 1 gemäß Strukturformeln VI und VII
    Figure 00260003
  3. Verbindungen nach Anspruch 2 gemäß Strukturformeln VIII und IX:
    Figure 00270001
  4. Verbindungen nach Anspruch 3, ausgewählt aus: 7-Chlor-4-hydroxy-2-(2H,3H,4H-benzo[e]thian-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion, 7-Chlor-4-hydroxy-2-(chroman-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion, 7-Chlor-4-hydroxy-2-(4,5,6,7-tetrahydrobenzo[b]thiophen-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion und 7-Chlor-4-hydroxy-2-(1,2,3,4-tetrahydronaphthyl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion.
  5. Verwendung einer Verbindung gemäß Strukturformel I
    Figure 00270002
    oder eines Tautomers oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon, wobei: R1 für Halogen steht; A ausgewählt ist aus Gruppen gemäß Strukturformeln II, III, IV und V
    Figure 00280001
    wobei X ausgewählt ist aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Schwefel, zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung eines Patienten, der an Schmerz leidet, wobei man eine schmerzstillende Menge davon verabreicht.
  6. Verwendung nach Anspruch 5, wobei man eine Verbindung gemäß Strukturformel VI oder VII verabreicht
    Figure 00280002
  7. Verwendung nach Anspruch 6, wobei man eine Verbindung gemäß Strukturformel VIII oder IX verabreicht
    Figure 00280003
  8. Verwendung nach Anspruch 7, wobei man eine Verbindung ausgewählt aus: 7-Chlor-4-hydroxy-2-(2H,3H,4H-benzo[e]thian-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion, 7-Chlor-4-hydroxy-2-(chroman-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion, 7-Chlor-4-hydroxy-2-(4,5,6,7-tetrahydrobenzo[b]thiophen-4-yl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion und 7-Chlor-4-hydroxy-2-(1,2,3,4-tetrahydronaphthyl)-1,2,5,10-tetrahydropyridazino[4,5-b]chinolin-1,10-dion verabreicht.
  9. Pharmazeutische Zusammensetzung, enthaltend eine schmerzstillend wirksame Menge einer Verbindung gemäß Strukturformel I
    Figure 00290001
    oder ein Tautomer oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon, wobei: R1 für Halogen steht; A ausgewählt ist aus Gruppen gemäß Strukturformeln II, III, IV und V
    Figure 00290002
    wobei X ausgewählt ist aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Schwefel, zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff oder Verdünnungsmittel.
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