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Die
Erfindung betrifft allgemein einen selbstreinigenden Tintenstrahldrucker
und ein Verfahren zum Reinigen desselben und insbesondere eine Druckkopf-Reinigungsanordnung
mit einer Walze zum Reinigen der Oberfläche des Druckkopfs und der
Tintendüsen
für einen
Tintenstrahldrucker mit einer unbeweglichen Rinne mit einer Abdeckung.
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Ein
Tintenstrahldrucker erzeugt durch bildweises Ausstoßen von
Tintentröpfchen
Bilder auf einem Empfangsmaterial. Tintenstrahldrucker arbeiten berührungslos,
geräuscharm,
mit geringem Energieaufwand und geringen Betriebskosten und können zudem
auf normalem Papier drucken. Vor allem wegen dieser Vorteile haben
sie eine hohe Marktakzeptanz gefunden.
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Bei
Tintenstrahldruckern mit Tropfenabgabe auf Anforderung, den so genannten „On Demand"-Tintenstrahldruckern,
wird das Tintenstrahltröpfchen
an jeder Düse
eines Druckkopfs mit einem Druckerzeuger erzeugt. Diese Druckerzeuger
können
als Heizelemente oder als piezoelektrische Elemente ausgebildet
sein. Als Heizelemente ausgebildete Druckerzeuger bewirken bei zweckdienlicher Anordnung
eine Erwärmung
der Tinte, sodass ein Teil der Tinte den Aggregatzustand wechselt
und eine Gasblase bildet, die den Innendruck der Tinte soweit erhöht, dass
ein Tintentröpfchen
auf das Aufzeichnungsmedium geschleudert wird. Für piezoelektrische Druckerzeuger
wird ein piezoelektrisches Material verwendet, dessen Eigenschaften
bewirken, dass bei Anlegen einer mechanischen Spannung ein elektrisches
Feld erzeugt wird. Umgekehrt erzeugt das Anlegen eines elektrischen
Feldes eine mechanische Spannung in dem Material. Zu den natürlichen Substanzen,
die diese Eigenschaften besitzen, gehören Quarz und Turmalin. Die
am häufigsten
hergestellten Piezo-Keramiken sind Bleizirkonattitanat, Bariumtitanat,
Bleititanat und Bleimetaniobat.
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Bei
Tintenstrahldruckern mit kontinuierlichem Strahl, so genannten „Continuous"-Tintenstrahldruckern,
werden elektrostatische Ladetunnel in der Nähe der Stelle angeordnet, an
der Tintentröpfchen
in Form eines Stroms ausgestoßen
werden. Ausgewählte
Tröpfchen
werden dabei von den Ladetunneln elektrisch geladen. Die aufgeladenen
Tröpfchen
werden anschließend
von Ablenkblechen, zwischen denen eine vorbestimmte elektrische
Potentialdifferenz besteht, abgelenkt. Zum Abfangen der aufgeladenen
Tröpfchen
kann eine Rinne verwendet werden, während die nicht aufgeladenen
Tröpfchen ungehindert
auf das Aufzeichnungsmedium gelangen können.
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Eine
neue Art eines mit kontinuierlichem Strahl arbeitenden Tintenstrahldruckers
wurde vor nicht allzu langer Zeit offenbart. US-A-6 079 821, Chwalek
u.a., 27. Juni 2000, beschreibt einen mit kontinuierlichem Strahl
arbeitenden Tintenstrahldrucker, bei dem eine asymmetrische Beheizung
eines Tintenstrahls auf Anforderung eine Umlenkung ausgewählter Tropfen
bewirkt. In einer Betriebsart werden die ausgewählten Tropfen dabei auf ein
Bildaufzeichnungsmedium umgelenkt, während die anderen Tropfen in
einer Rinne mit einer Abdeckung abgefangen werden, die in unmittelbarer
Nähe (beispielsweise
3 mm) einer Tintenstrahl-Düsenplatte
angeordnet ist.
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Tinten
für schnelldruckende
Tintenstrahldrucker müssen
unabhängig
davon, ob diese Drucker „kontinuierlich" oder „piezoelektrisch" arbeiten, eine Reihe
besonderer Eigenschaften aufweisen. So sollte die Tinte beispielsweise
einen Zusatz enthalten, der das Eintrocknen der Tinte in der Tintenausstoßkammer
verhindert oder so stark verlangsamt, dass die Hohlräume und
die entsprechenden Düsen
durch ein gelegentliches kurzes Ausstoßen von Tintentröpfchen offengehalten
werden können.
Die Zugabe von Glykol erleichtert den ungehinderten Durchfluss der Tinte
durch die Tintenstrahlkammer. Der Tintenstrahldruckkopf ist natürlich den
Einflüssen
der Umgebung am Einsatzort des Tintenstrahldruckers ausgesetzt. So
sind die vorher erwähnten
Düsen beispielsweise Schwebstoffen
unterschiedlicher Art ausgesetzt. Staubpartikel können sich
an um die Düsen
herum ausgebildeten Oberflächen
und auch in den Düsen und
Kammern selbst ansammeln. Die Tinte kann sich mit solchen Staubpartikeln
zu einem Hindernis verbinden, das die Düse verstopft oder durch Änderung der
Oberflächenbenetzung
eine einwandfreie Bildung des Tintentröpfchens verhindert. Zur Wiederherstellung
einer einwandfreien Tröpfchenbildung sollten
die Staubpartikel von der Oberfläche
und aus der Düse
entfernt werden. Nach dem Stand der Technik erfolgt diese Reinigung
gewöhnlich
durch Bürsten,
Abwischen, Sprühen,
Unterdruckabsaugung und/oder kurzes Ausstoßen von Tinte durch die Düse.
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Somit
sind Tintenstrahldrucker mit folgenden Problemen behaftet: Die Tinten
neigen dazu, in den Düsen
und um die Düsen
herum auszutrocknen und die Düsen
zu verstopfen, während
das Abwischen der Düsenplatte
Verschleiß an
der Platte und am Wischer verursacht, wobei der Wischer selbst Partikel erzeugt,
welche die Düse
verstopfen. Hinzu kommt, dass das Reinigen einer Tintenstrahl-Düsenplatte, die
infolge der Anordnung einer unbeweglichen Rinne nur begrenzt zugänglich ist,
zusätzliche
Anforderungen an die Auslegung der Reinigungselemente und der verwendeten
Verfahren stellt.
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Tintenstrahldruckkopfreiniger
sind an sich bekannt. Ein Wischsystem für Tintenstrahldruckköpfe wird
in dem William S. Osborne u.a. am 25. März 1997 erteilten US-Patent
5 614 930 mit dem Titel „Orthogonal
Rotary Wiping System For Ink Jet Printheads" offenbart. Das Patent offenbart eine
rotierende Service-Station mit einer Taumeleinrichtung, auf der
ein Wischer montiert ist. Durch Drehung der Taumeleinrichtung wird
der Druckkopf entlang einer Strecke linear ausgerichteter Düsen abgewischt.
Zusätzlich
werden die Wischer mit einem Kratzer gereinigt. Osborne u.a. offenbaren
jedoch nicht die Verwendung eines von außen zugeführten Lösungsmittels zur Unterstützung des
Reinigungsvorgangs und auch nicht die vollständige Entfernung des von außen zugeführten Lösungsmittels.
Außerdem
wird die Größe eines
Kratzers von den Vorgaben des Druckkopfs selbst begrenzt. Dies gilt
insbesondere für
Tintenstrahldruckkopfsysteme mit einer unbeweglichen Rinne, welche
die Oberflächen
des Druckkopfs teilweise umschließt. Systeme mit einer unbeweglichen Rinne
erfordern einen Mechanismus, der zum Reinigen des Druckkopfs innerhalb
der von der integrierten Rinne vorgegebenen engen Toleranzen arbeiten kann.
Den durch die geringen Abstände
und die begrenzte Größe gängiger Tintenstrahldruckköpfe bedingten
Beanspruchungen ist das von Osborne u.a. offenbarte System nicht
gewachsen.
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EP 0 988 978 B1 offenbart
eine Reinigungswalze, die teilweise in eine Reinigungsflüssigkeit
eintaucht, sodass durch Drehung der Walze Reinigungsmittel auf den
Druckkopf transportiert wird. Eine Rinne oder Maßnahmen zum Einbringen der Walze
in den engen Raum zwischen der Rinne und dem Druckkopf sind nicht
vorgesehen.
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Es
besteht daher ein Bedarf für
einen geeigneten Tintenstrahldrucker mit einem Reinigungsmechanismus
und ein Verfahren zum Montieren desselben, bei dem der Reinigungsmechanismus
in der Lage ist, die Oberfläche
des Druckkopfs in den von engen Toleranzen und begrenztem Raum gesetzten Grenzen
zu reinigen. Es besteht ferner ein Bedarf für die Zuführung von Reinigungsflüssigkeit
zum Schmieren und zur Unterstützung
des Reinigungsvorgangs in einer Weise, die keine Abnutzung der Druckkopfdüsenplatte
verursacht. Darüber
hinaus besteht ein Bedarf für
einen Reinigungsmechanismus, der innerhalb des von einer unbeweglichen
Rinne mit einer Abdeckung vorgegebenen begrenzten Raums einsetzbar
ist.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen selbstreinigenden Tintenstrahldrucker
mit einem Reinigungsmechanismus und ein Verfahren zum Montieren
desselben zu schaffen, bei dem eine Oberfläche des zu dem Drucker gehörenden Druckkopfs
wirksam gereinigt wird.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer Tintenstrahldruckkopfanordnung
mit einem Reinigungsmechanismus und eines Verfahrens zum Montieren
desselben für
den Einsatz in kontinuierlich arbeitenden Tintenstrahldruckern mit einer
unbeweglichen Rinne.
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Angesichts
dieser Aufgaben wird ein Reinigungsmechanismus offenbart, der aus
einer Druckkopfreinigungsanordnung für den Einsatz in einem selbstreinigenden
Drucker besteht. Der selbstreinigende Drucker umfasst einen Druckkopf
mit einer Oberfläche
und einem darin ausgebildeten Tintenkanal sowie ein Bauelement,
das als Rinne zum Auffangen von Tinte fungiert und der Oberfläche des
Druckkopfs gegenüber
angeordnet ist. Der Reinigungsmechanismus dient zum Entfernen von
Verunreinigungen von der Oberfläche
des Druckkopfs.
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Als
beispielhafte Ausführungsform
der Erfindung wird ein selbstreinigender Drucker offenbart, bei
dem ein Druckkopf eine Vielzahl von darin ausgebildeten Tintenkanälen aufweist, die
jeweils in eine Düse
münden.
Der Druckkopf weist ferner eine Oberfläche auf, die alle Düsen umgibt.
Der Druckkopf vermag Tinte derart durch die Düsen zu spritzen, dass Tintenstrahlen
anschließend
erwärmt
werden, sodass sich Tintentropfen bilden und zum Drucken wahlweise
abgelenkt werden. Die Tintentropfen werden entweder von einem Empfangsmedium,
wie zum Beispiel Papier, oder von einer Rinne abgefangen. Bei einem
Verfahren wird Tinte wahlweise auf ein Empfangsmedium auf einer
in der Nähe
des Druckkopfs angeordneten Auflageplatte umgelenkt, während die
nicht umgelenkten Tintentropfen von der Rinne abgefangen werden.
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Die
von der Rinne abgefangene Tinte kann dem Kreislauf wieder zugeführt werden.
Auf der Oberfläche
können
sich Verunreinigungen befinden, wie zum Beispiel ein öliger filmartiger
Belag oder Schwebstoffe. Diese Verunreinigungen können die Düse ganz
oder teilweise verstopfen. Der ölige
Film kann zum Beispiel aus Fett bestehen, während sich die Schwebstoffe
aus Schmutz-, Staub- und Metallpartikeln und/oder Verkrustungen
eingetrockneter Tinte zusammensetzen können. Die Anwesenheit von Verunreinigungen
kann das einwandfreie Ausstoßen der
Tintentröpfchen
aus den jeweiligen Düsen
behindern und daher unerwünschte
Bildfehler, wie zum Beispiel Streifenbildung, zur Folge haben. Es
ist daher wünschenswert,
die Verunreinigungen von der Oberfläche und den Düsen zu entfernen.
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Deshalb
wird ein Reinigungsmechanismus relativ zu der Oberfläche und/oder
den Düsen
so angeordnet, dass eine Druckkopf-Reinigungsanordnung bei entsprechender
Ausrichtung die Verunreinigungen durch Berührung mit einer Walze von der Oberfläche und/oder
den Düsen
entfernt. Wie im Folgenden ausführlich
beschrieben, ist der Reinigungsmechanismus so konfiguriert, dass
durch Zuführung von
Reinigungsflüssigkeit
zu der Druckkopf-Reinigungsanordnung die Reinigung durch die Walze
erleichtert und verstärkt
wird. Bei einer Ausführungsform
umfasst die Walze eine Rotationswelle mit einer Beschichtung aus
einem schwammartigen porösen Material.
Ein mit der Rotationswelle verbundener und/oder darin integrierter
Antrieb bewirkt die Bewegung der Walze. Der Antrieb wird von einem
Motor angetrieben.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird die Reinigungsflüssigkeit der Oberfläche des
Druckkopfs durch Kanäle
in der Rinne zugeführt.
Das schwammartige Mate rial trägt
dazu bei, dass die Verunreinigungen während der Hin- und Herbewegung
der Walze über
die Oberfläche
des Druckkopfs an der Walze haften.
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Ein
Merkmal der Erfindung ist die Schaffung eines Mechanismus zum Ausrichten
und Transportieren der Walze während
des Reinigungsvorgangs.
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Ein
weiteres Merkmal der Erfindung ist die Schaffung eines Ultraschallwandlers,
der die Energie für
die Reinigung durch die Walze und die Reinigungsflüssigkeit
bereitstellt.
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Ein
technischer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der erfindungsgemäße Reinigungsmechanismus
in dem beengten Raum zwischen der Oberfläche des Druckkopfs und der
unbeweglichen Rinne Verunreinigungen von der Oberfläche und/oder
der Düse
(bzw. den Düsen)
entfernt.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten
bevorzugten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1(a) ein vereinfachtes Blockschaltbild einer ersten
Ausführungsform
eines Druckers mit einem Seitendruckkopf mit unbeweglicher Rinne
und einem in der Nähe
des Druckkopfs angeordneten Reinigungsmechanismus;
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1(b) ein vereinfachtes Blockschaltbild einer zweiten
Ausführungsform
eines Druckers mit einem Abtastdruckkopf mit unbeweglicher Rinne
und einem in der Nähe
des Druckkopfs angeordneten Reinigungsmechanismus;
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2 eine
isotropische Ansicht des Druckkopfs mit unbeweglicher Rinne, wobei
der Druckkopf eine Vielzahl von darin ausgebildeten Kanälen aufweist,
die jeweils in eine Düse
münden;
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3 eine
Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Druckkopfs, in der umgelenkte
Tintentropfen auf ein Empfangsmedium gelenkt und nicht umgelenkte
Tintentropfen von der unbeweglichen Rinne abgefangen werden;
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4 eine
fragmentierte Querschnittsansicht des in 3 dargestellten
Druckkopfs;
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5 eine
fragmentierte Querschnittsansicht eines verschmutzten Druckkopfs
mit einer schematischen Darstellung der durch Verunreinigung bewirkten
Fehlausrichtung von Tintentropfen;
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6 eine
Schnittansicht einer Walzen-Reinigungsanordnung mit einer Abdeckung,
einer Walze und einer Rotationswelle zum Entfernen von Verunreinigungen
von einer Oberfläche
des Druckkopfs nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
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7 ein
vereinfachtes Blockschaltbild einer beispielhaften dritten Ausführungsform
des Druckers, der hier mit einem Seitendruckkopf mit unbeweglicher
Rinne und einer dem Druckkopf benachbart angeordneten, in Längsrichtung
wirkenden Walzen-Reinigungsanordnung ausgerüstet ist;
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8 ein
vereinfachtes Blockschaltbild einer beispielhaften vierten Ausführungsform
des Druckers, der hier mit einem Seitendruckkopf mit unbeweglicher
Rinne und einem auf demselben Block wie der Druckkopf angeordneten,
in Querrichtung wirkenden Walzen-Reinigungsmechanismus ausgerüstet ist;
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9 eine
isometrische Ansicht des Druckkopfs mit einer für eine translatorische Bewegung
in Querrichtung ausgerichteten Walzen-Reinigungsanordnung;
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10 eine
Seitenansicht der in 9 dargestellten, für eine translatorische
Bewegung in Querrichtung ausgerichteten Walzen-Reinigungsanordnung;
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11 eine
isometrische Ansicht des Druckkopfs mit einer für eine translatorische Bewegung
in Längsrichtung
ausgerichteten Walzen-Reinigungsanordnung nach einer vierten beispielhaften
Ausführungsform;
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12 eine
Seitenansicht der in 11 dargestellten Walzen-Reinigungsanordnung;
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13 eine
Schnittansicht einer modifizierten Rinne, die der Oberfläche des
Druckkopfs Reinigungsflüssigkeit
zuführt;
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14 ein
vereinfachtes Blockschaltbild einer beispielhaften fünften Ausführungsform
des Druckers, der hier mit einem Seitendruckkopf mit unbeweglicher
Rinne und einem auf demselben Block wie der Druckkopf angeordneten
Schwenkarm-Walzenmechanismus ausgerüstet ist;
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15 eine
isometrische Ansicht einer Schwenkarm-Walzenreinigungsanordnung
im Ruhezustand und während
des Reinigungsvorgangs;
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16 eine
Schnittansicht eines Beispiels eines Schwenkarm-Walzenreinigers;
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17 eine
Schnittansicht eines Beispiels eines Schwenkarm-Walzenreinigers
mit Luftkanalversorgung in einer modifizierten Rinne;
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18 ein
weiteres Beispiel einer Schwenkarmwalze mit Abdeckung in Reinigungsstellung
und in Ruhestellung;
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19 die
in 18 dargestellte Schwenkarmwalze während des
Druckvorgangs; und
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20 ein
vereinfachtes Blockschaltbild einer beispielhaften sechsten Ausführungsform
des Druckers, der hier mit einem Seitendruckkopf mit unbeweglicher
Rinne und einem auf demselben Block wie der Druckkopf angeordneten
Reinigungsmechanismus ausgerüstet
ist, wobei zum Reinigen ein mit der Walzen-Reinigungsanordnung gekoppelter
Ultraschallwandler eingesetzt wird.
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Wenn
nicht anders angegeben, entsprechen die in der ausführlichen
Beschreibung genannten Bezugsziffern und Teile den entsprechenden
Angaben in der Zeichnung.
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Die
folgende Beschreibung konzentriert sich auf Elemente, die Bestandteil
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind oder unmittelbar mit dieser zusammenwirken. Hier im Einzelnen
nicht dargestellte oder beschriebene Elemente können die verschiedensten, dem
Fachmann bekannte Formen annehmen.
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1(a), 1(b), 2 und 3 zeigen eine
als Ganzes mit 410 bezeichnete erste Ausführungsform
und eine als Ganzes mit 420 bezeichnete zweite Ausführungsform
für selbstreinigende
Druckersysteme mit einer Bildquelle 10, beispielsweise einem
Scanner oder Computer, der Rasterbilddaten, Umrissbilddaten in Form
einer Seitenbeschreibungssprache oder andere digitale Bilddaten
bereitstellt. Die Bildquelle 10 wird von einer Bildverarbeitungseinheit 12,
welche die Bilddaten abspeichert, in punktschattierte Bitmap-Bilddaten
umgewandelt. Eine Vielzahl von Heizelement-Steuerschaltungen 14 liest
die Daten aus dem Speicher in der Bildverarbeitungseinheit 12 aus
und beaufschlagt eine Gruppe von Düsen-Heizelementen 50,
die Bestandteil eines Druckkopfs 16 sind, mit zeitvarianten
elektrischen Impulsen.
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3 veranschaulicht
die Wirkung der Düsen-Heizelemente 50 und
des Druckkopfs 16 während
des Druckvorgangs. Dabei werden die elektrischen Impulse zur richtigen
Zeit und an die richtige Düse
angelegt, sodass Tropfen 23 einen kontinuierlichen Tintenstrom
bilden, um auf einem Empfangsmedium 18, in der Regel Papier,
an der von den Daten im Speicher der Bildverarbeitungseinheit 12 bezeichneten
richtigen Stelle Punkte zu erzeugen. Im nichtdruckenden Bereich
gebildete, nicht umgelenkte Tintentropfen 21 werden von
der Rinne 17 abgefangen, die in dieser Darstellung relativ
zum Druckkopf 16 unbeweglich ist. Der Druckkopf 16 kann
als Seitendruckkopf oder als Abtastdruckkopf ausgeführt werden.
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In 1(a) und 1(b) wird
das Aufzeichnungsmedium 18 von einem Aufzeichnungsmedium-Transportsystem 20 relativ
zu dem Druckkopf 16 bewegt. Dabei wird das Aufzeichnungsmedium-Transportsystem 20 von
einem Papiertransport-Steuerungssystem 22, das seinerseits
von einem Mikrokontroller 24 gesteuert wird, elektronisch gesteuert.
Das Papiertransport-Steuerungssystem 22 ist
in 1(a) und 1(b) nur
schematisch dargestellt und kann, wie der Fachmann weiß, mechanisch
auf vielfältige
Weise konfiguriert werden. So könnte
beispielsweise eine Farbhebewalze als Papiertransportsystem 22 verwendet
werden, um die Übertragung
der Tintentropfen 23 auf das Aufzeichnungsmedium 18 zu
erleichtern. Die Verwendung solcher Farbhebewalzen ist bekannt.
Wenn Seitendruckköpfe
verwendet werden, ist es am einfachsten, das Aufzeichnungsmedium 18 an
einem unbeweglichen Druckkopf vorbei zu bewegen. Bei einem abtastenden
Drucksystem (wie in 1(b) schematisch dargestellt)
ist es dagegen meistens am einfachsten, den Druckkopf entlang einer
Achse (der Unterabtastrichtung) und das Aufzeichnungsmedium 18 entlang
einer rechtwinklig dazu verlaufenden Achse (der Hauptabtastrichtung)
in einer relativen Rasterbewegung zu bewegen.
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In 1(a), 1(b), 3 und 4 wird die
Tinte in einem Tintenreservoir 28 unter Druck bevorratet.
Im nichtdruckenden Zustand können
die kontinuierlichen Tintenstrahltropfenströme das Aufzeichnungsmedium 18 nicht
erreichen, weil die Rinne 17 den Tintenstrom so blockiert,
dass ein Teil der Tinte von einer Tintenrückführeinheit 19 dem Kreislauf erneut
zugeführt
werden kann. Die Tintenrückführeinheit 19 frischt
die Tinte auf und führt
sie in das Tintenreservoir 28 zurück. Solche Tintenrückführeinheiten
sind bekannt. Der für
einen optimalen Betrieb richtige Tintendruck hängt von einer Reihe von Faktoren,
u.a. der Geometrie und den thermischen Eigenschaften der Düsen und
den thermischen Eigenschaften der Tinte, ab. Ein konstanter Tintendruck kann
unter Einsatz des Tintendruckreglers 26 durch Beaufschlagung
des Tintenreservoirs 28 mit Druck erzielt werden.
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Mit
einer Tintenkanalvorrichtung 30 und durch den Tintenkanal 31 wird
die Tinte 29 auf die Rückseite
des Druckkopfs 16 verteilt, wie in 4 gezeigt.
Die Tinte fließt
vorzugsweise durch in das Siliziumsubstrat des Druckkopfs 16 geätzte Schlitze und/oder
Löcher
zur Vorderseite 15 des Druckkopfs, wo sich eine Vielzahl
von Düsen 25 und
Heizelementen 50 befindet. 2 zeigt
eine isotropische Ansicht des Druckkopfs 16 und der Rinne 17.
Wenn der Druckkopf 16 aus Silizium hergestellt wird, können die
Heizelement-Steuerschaltungen 14 in den Druckkopf 16 integriert
werden. Die Rinne 17 fängt
nicht umgelenkte Tintentropfen 21 ab, während umgelenkte Tintentropfen 23 auf
dem Aufzeichnungsmedium 18 landen.
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Wie
in 5 gezeigt, kann die Vorderseite 15 durch
Verunreinigungen 55 verschmutzt werden. Die Verunreinigungen 55 können beispielsweise
aus einem öligen
Film oder auf der Vorderseite 15 abgelagerten Schwebstoffen
bestehen. Die Verunreinigungen 55 können auch eine oder mehrere
der Vielzahl von Düsen 25 teilweise
oder ganz verstopfen. Die Schwebstoffe können beispielsweise aus Schmutz-,
Staub- und Metallpartikeln und/oder Verkrustungen eingetrockneter
Tinte bestehen. Der ölige Film
kann beispielsweise aus Fett oder dergleichen bestehen. Die Anwesenheit
von Verunreinigungen 55 ist insofern unerwünscht, weil,
wenn die Verunreinigungen 55 eine oder mehrere der Düsen 25 ganz verstopfen,
aus einer oder mehreren der Düsen 25 keine
Tinte ausgestoßen
werden kann. Die Begriffe „Düse" und „Düsen" werden hier im Übrigen im
Singular oder Plural durchgängig
austauschbar verwendet.
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Wenn
die Verunreinigungen 55 die Düse 25 teilweise verstopfen,
kann außerdem
die Flugbahn der Tintentröpfchen 60 von
einer ersten Achse 63 zu einer zweiten Achse 65 umgelenkt
werden (wie in der Zeichnung dargestellt). Wenn die Tintentröpfchen 60 sich
entlang der zweiten Achse 65 bewegen, landen sie auf dem
Aufzeichnungsmedium 18 an einer nicht beabsichtigten Stelle.
Auf diese Weise führt
eine völlige
oder teilweise Verstopfung der Düse 25 zu Druckfehlern,
wie zum Beispiel „Streifenbildung", einem höchst unerwünschten
Ergebnis. Ähnliche Druckfehler
entstehen, wenn nicht ausgewählte Tropfen 21 sich
entlang einer dritten Achse 66 bewegen. Darüber hinaus
kann die Anwesenheit von Verunreinigungen 55 die Oberflächenbenetzung
verändern
und eine einwandfreie Bildung eines Tröpfchens 60 verhindern.
Es ist daher wünschenswert,
die Verunreinigungen 55 zu entfernen, um diese und andere Druckfehler
zu vermeiden.
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Daher
werden die selbstreinigenden Druckersysteme 410 und 420 erfindungsgemäß mit einem
Reinigungsmechanismus 140 ausgerüstet, mit dem Verunreinigungen 55 gleichzeitig
von der Vorderfläche 15 des
Druckkopfs 16 und den Düsen 25 entfernt
werden können.
Im Einzelnen ist das in 1(a) dargestellte
selbstreinigende Druckersystem 410 für einen Seitendruckkopf und
das in 1(b) dargestellte selbstreinigende
Druckersystem 420 für
einen Abtastdruckkopf bestimmt. Der Reinigungsmechanismus 140 umfasst
eine Druckkopf-Reinigungsanordnung 32, die so angeordnet
ist, dass sie den Reinigungsflüssigkeitsstrom 300 lenkt. Zum
Entfernen der Verunreinigungen 55 wird eine Walze 190 verwendet,
die sich entlang der Vorderseite 15 und über die
Düsen 25 bewegt.
Die Reinigungsflüssigkeit 300 kann
aus einem beliebigen geeigneten flüssigen Lösungsmittel, wie zum Beispiel
Wasser, Tinte, Isopropanol, Diethylenglykol, Diethylenglykolmonobutylether,
Oktan, Säuren
und Basen, Tensidlösungen
und einer beliebigen Kombination derselben bestehen. Komplexe Flüssigkeitszusammensetzungen,
wie zum Beispiel Mikroemulsionen, micellare Tensidlösungen,
Vesikel und in der Reinigungsflüssigkeit 300 dispergierte
Feststoffpartikel können
ebenfalls verwendet werden.
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Zum
besseren Verständnis
der Realisierung einer Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 und
insbesondere der Walze 190 sei auf 6 verwiesen.
Die Walze 190 wird vorzugsweise mit einem weichen, porösen, schwammartigen
Material beschichtet, welches die Druckkopffläche 15 nicht scheuert
und Reinigungsflüssigkeit 300 und
Verunreinigungen 55 halten kann. Geeignete Materialien
für das
weiche, poröse,
schwammartige Material sind u.a. Polyurethanschaumstoff, Polytetrafluorethylenschaumstoff
und andere ähnliche
Substanzen. Mit Walze 190 ist daher hier eine Walze mit
einer Beschichtung gemeint, die aus einem weichen, porösen, schwammartigen
Material mit solchen Eigenschaften besteht.
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Die
Pfeile 604a und 604b zeigen an, wie sich die Walze 190 bewegt,
wenn sie von einem in die Rotationswelle 191 integrierten
und mit dieser verbundenen Antrieb (nicht dargestellt) angetrieben
wird. Ein solcher Antrieb kann seinerseits von einem Motor angetrieben
werden (ebenfalls nicht dargestellt). Die Abdeckung 80 ist
mit Innenkanälen 250, 260 versehen,
die der Druckkopffläche 15 gefilterte
oder frische Reinigungsflüssigkeit
zuführen
und durch Erzeugung eines Sogs verbrauchte Reinigungsflüssigkeit
abführen.
Die Reinigungsflüssigkeit 300 kann
dabei durch den Kanal 250 zugeführt und der Sog durch Anschluss
an eine Umwälzpumpe 36 im
Kanal 260 erzeugt werden, wie in 1(a) und 1(b) gezeigt. Ein der Unterdrucknut 262 benachbart
angeordnetes Wischblatt 198 quetscht die verbrauchte Reinigungsflüssigkeit
aus der Walze 190. Diese Anordnung bewirkt an der Walze 190 eine
Strömung
der Reinigungsflüssigkeit 300,
durch die Verunreinigungen sowohl von der Druckkopffläche 15 als
auch von den Düsen 25 entfernt
werden. Die Strömungsrichtung der
Reinigungsflüssigkeit 300 kann
bei Bedarf durch Umschalten der Kanäle 250 und 260 und/oder
durch Umkehren der Drehrichtung der Walze 190 umgekehrt
werden.
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Im
Betrieb werden die Walze 190 und die Reinigungsflüssigkeitspumpe 36 bei
Empfang eines elektronischen Signals von dem Mikrokontroller 24 über die
Steuerung 40 der Reinigungsanordnung aktiviert, sodass
sich die Walze 190 mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit
dreht und Reinigungsflüssigkeit 300 auf
die Walze 190 gesprüht
wird. Der Mikrokontroller 24 sendet außerdem ein elektronisches Signal
an die Druckkopf-Transportsteuerung 42, das dem Druckkopf 16 den
Befehlt erteilt, in Richtung des Pfeils 44a eine translatorische
Bewegung zur Walze 190 hin durchzuführen. Die Walze 190 wird
vorzugsweise vorher mit der Fläche 15 des
Druckkopfs 16 ausgerichtet, sodass, wenn der Druckkopf 16 die Walze 190 erreicht,
die Druckkopffläche 15 und
die Düsen 25 die
Walze 190 berühren.
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Im
Zuge der weiteren Bewegung des Druckkopfs 16 in der von
dem Pfeil 44a angezeigten Richtung werden die Verunreinigungen 55 auf
der Druckkopffläche 15 und
in der Düse 25 von
der sich drehenden Walze 190 entfernt. Dadurch werden die Druckkopffläche 15 und
die Düsen 25 gereinigt.
Die verunreinigte Reinigungsflüssigkeit
auf der Walze 190 wird anschließend von dem Wischblatt 198 aus der
Walze 190 gequetscht und durch die Unterdrucknuten 262 abgeführt. Das
Besprühen
der Walze 190 mit Reinigungsflüssigkeit und deren Entfernung
nach Gebrauch gewährleistet
eine wirksame Reinigung der Druckkopffläche 15 und der Düsen 25.
Nach erfolgter Reinigung der Druckkopffläche 15 und der Düsen 25 wird
der Druckkopf 16 translatorisch in Richtung des Pfeils 44b in
seine normale Druckstellung zurückbewegt.
Zu beachten ist hier, dass bei den Druckersystemen 410 und 420 die
Walze 190 vorzugsweise fliegend angeordnet wird. Würde die
Walze 190 an beiden Enden mit Streben abgestützt, könnte die
der Rinne am nächsten
liegende Strebe während
des Reinigungsvorgangs mit der Rinne 17 kollidieren.
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Im Übrigen wird
ein Fachmann mit durchschnittlichen Fachkenntnissen nachvollziehen
können,
dass der vorstehend beschriebene Vorgang, die Walze 190 mit
der Druckkopffläche 15 in
Berührung zu
bringen, nur eine von vielen Möglichkeiten
für den Einsatz
des Reinigungsmechanismus 190 zum Reinigen der Druckkopffläche 15 und
der Düsen 25 ist. So
kann die Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 beispielsweise
statt die Druckkopffläche 15 vorher
mit der Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 auszurichten,
wahlweise auch mit einer eigenen Translationsfähigkeit ausgerüstet werden.
Nur als Beispiel sei erwähnt,
dass die Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 auf
einer Hebevorrichtung abgestützt
und in Richtung des Pfeils 46b in die richtige Lage für die Berührung der
Walze 190 mit der Druckkopffläche 15 gehoben werden
kann. Nach erfolgter Reinigung der Druckkopffläche 15 und der Düsen 25 wird
der Druckkopf 16 translatorisch in Richtung des Pfeils 44b in
seine normale Druckstellung zurückbewegt
und die Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 in Richtung des
Pfeils 46a in ihre Ruhestellung gesenkt.
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In
der in 1(a) und 1(b) dargestellten Anordnung überfährt die
Walze 190 jeweils nur eine der Düsen 25, sodass die
Möglichkeit
besteht, das Verunreinigungen 55 zu einer anderen Düse geschoben
werden. Um zu vermeiden, dass Verunreinigungen 55 zu anderen
Düsen geschoben
werden, ist es vorteilhaft, die Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 translatorisch
in Richtung des fünften
Pfeils 70a zu bewegen, wie in 7 gezeigt.
Nach einer dritten Ausführungsform
der Erfindung wird daher ein selbstreinigendes Tintenstrahldruckersystem 430 offenbart
und mit einer Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 ausgerüstet, die
eine Walze 190 aufweist, deren Länge einer Seitenbreite entspricht,
und eine Abdeckung 80, die translatorisch in Richtung des fünften Pfeils 70a bewegt
wird. Die translatorische Bewegung der Walze 190 in der
Richtung 70a und 70b erfolgt entlang einer Führungsschiene
(nicht dargestellt). Die Drehachse für die Walze 190 verläuft parallel
zu der linearen Anordnung von Düsen 25.
In der dargestellten Ausführung
hat die Walze 190 die Länge
einer Seitenbreite und ist daher für Tintenstrahl-Seitendruckköpfe oder
Abtastdruckköpfe
verwendbar.
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8, 9 und 10 zeigen
ein Beispiel einer vierten Ausführungsform
eines als Ganzes mit 440 bezeichneten selbstreinigenden
Tintenstrahldruckersystems, bei dem eine Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 auf
demselben Block befestigt ist wie der Druckkopf 16. Zur
Reinigung der Druckkopffläche 15 führt die
Walze 190 eine translatorische Bewegung entlang der Führungsschiene 77 aus.
Wie vorher erwähnt,
ist die Walze 190 mit einer Beschichtung und mit einer
Abdeckung 80 versehen. Die Abdeckung 80 stellt
Mittel für
die Zuführung
der Reinigungsflüssigkeit 300 und
die Abführung
verbrauchter Reinigungsflüssigkeit 305 bereit.
Zur Verbesserung der Reinigung der Walze 190 kann wahlweise
ein Abwischbausch 90 vorgesehen werden (in 9 dargestellt). Auf
diese Weise kann die Walze 190 während der Bewegung in Richtung
der Pfeile 75a und 75b von dem Abwischbausch 90 geschrubbt
werden. In 8, 9 und 10 ist
die Walze 190 rechtwinklig zu den Düsen 25 ausgerichtet.
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11 und 12 zeigen
das selbstreinigende Tintenstrahldruckersystem 440, bei
dem die Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 auf demselben Block
montiert ist wie der Druckkopf 16 und die Länge der
Walze 190 einer Seitenbreite entspricht. Die Walze 190 ist
dabei entlang der parallel zu den Düsen 25 verlaufenden
Drehachse ausgerichtet und auf demselben Block wie der Druckkopf 16 eingebaut. Zum
Reinigen der Druckkopffläche 15 fuhrt
die Walze 190 eine translatorische Bewegung entlang der
aus dem Rahmen 110 ragenden Führungsschiene 115 aus.
Wie vorher erwähnt,
ist die Walze 190 mit einem weichen, porösen Material
beschichtet und mit einer Abdeckung 80 versehen, die das
Reinigen der Walze 190 erleichtert. Der besseren Übersicht
halber werden die Walze 190 und die Abdeckung 80 in 11 als 630 dargestellt.
Zur Verbesserung der Reinigung der Walze 190 kann wahlweise
ein Abwischbausch 90 eingesetzt werden, der die Walze 190 schrubbt, während diese
sich in Richtung der Pfeile 79a und 79b bewegt.
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13 zeigt,
wie die Reinigungsflüssigkeit 300 der
Druckkopffläche 15 durch
einen Reinigungsflüssigkeitszuführungskanal 85 in
einer modifizierten Rinne 17a zugeführt werden kann. In diesem
Fall wird die Reinigung der Druckkopffläche 15 und der Düsen 25 dadurch
verbessert, dass während
der translatorischen Bewegung der Walze 190 in Richtung
des Pfeils 79a Reinigungslösung 300 aus der modifizierten
Rinne 17a auf die Walze 190 gesprüht wird.
Wenn als Reinigungslösung
Tinte verwendet wird, kann der Walze 190 Reinigungslösung 300 dadurch
zugeführt
werden, dass man Tinte aus der Düse 25 auf
die Druckkopffläche 15 fließen lässt. In beiden
Fällen
kann überschüssige Reinigungsflüssigkeit 300 auf
der Oberfläche
der Walze 190 durch die Unterdrucknut 262 und
mittels des Wischblatt 198 in der Abdeckung 80 entfernt
werden.
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14 und 15 zeigen
eine fünfte
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen selbstreinigenden
Tintenstrahldruckersystems 450, bei dem die Walze 190 die
Druckkopffläche 15 während des
Reinigungsvorgangs mittels eines Schwenkarmmechanismus 455 berührt. Bei
Empfang elektronischer Informationen von dem Mikrokontroller 24 über die Steuerung 40 der
Reinigungsanordnung betätigt
ein Motor 500 einen Schwenkarm 502, um die Walze 190 in
Richtung des Pfeils 605 in eine Reinigungsposition am Druckkopf 16 zu
schwenken.
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Ein
Fachmann mit durchschnittlichen Fachkenntnissen wird nachvollziehen
können,
dass der Motor 500 und der Schwenkarm 502 auf
vielfältige Weise
konfiguriert werden können.
So kann beispielsweise, wie in 16 gezeigt,
der Druckkopfkörper 16 so
modifiziert werden, dass er eine Ausnehmung für die Aufnahme der Walze 190 in
entweder der Ruhestellung oder der Reinigungsstellung bereitstellt.
Beim Reinigen der Walze wird die Walze 190 durch Aktivierung
veranlasst, am Wischblatt 610 zu reiben, sodass Reinigungsflüssigkeit 305 aus
der Walze gequetscht und in den Kanal 615 abgeführt wird.
Da die Tinte selbst als Reinigungsmittel verwendbar ist, kann Reinigungsflüssigkeit 300 durch die
Düsen 25 zugeführt werden,
wenn als Reinigungsflüssigkeit
Tinte verwendet wird, oder durch die modifizierte Rinne 17a.
Wahlweise kann die modifizierte Rinne 17a auch, wie in 17 gezeigt,
mit einem Luftkanal 87 versehen werden, um nach erfolgter
Reinigung in Richtung des Pfeils 100 Luft oder Gas auf
die Fläche 15 zu
richten. Bei einem weiteren Beispiel einer fünften Ausführungsform eines selbstreinigenden
Tintenstrahldruckersystems 450 kann der Schwenkarm-Walzenmechanismus 455 mit
einer Abdeckung 80 der in 18 dargestellten
Art versehen werden. 18 zeigt den Schwenkarm-Walzenmechanismus 455 in
der Reinigungsstellung und in der Ruhestellung (gestrichelt dargestellt). 19 zeigt
die Walze 190 in der Ruhestellung während des Druckvorgangs. Dabei
werden nicht umgelenkte Tintentropfen 21 von der Rinne 17 abgefangen,
während umgelenkte
Tropfen 23 auf ein Aufzeichnungsmedium (nicht dargestellt)
gelangen.
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20 zeigt
ein Beispiel einer sechsten Ausführungsform
des Tintenstrahldruckersystems 460, mit dem Verunreinigungen 55 gleichzeitig
von der Druckkopffläche 15 und
den Düsen 25 entfernt
werden können.
Die sechste Ausführungsform
des Tintenstrahldruckers 460 unterscheidet sich von den Tintenstrahldruckersystemen 410, 420, 430, 440 und 450 in
der ersten, zweiten, dritten, vierten und fünften Ausführungsform nur dadurch, dass
die Walze 190 von einem Ultraschallwandler 470 gerüttelt wird. Elektrische
Signale und Strom von der Steuerung 40 der Reinigungsanordnung
werden dem Ultraschallwandler 470 über eine elektrische Leitung 480 zugeführt. Auch
wenn in 20 nur ein Beispiel gezeigt wird,
kann der Wandler 470 natürlich auf vielfältige Weise
mit der Walze 190 gekoppelt werden. Ferner kann der Ultraschallwandler 470 mit
dem Reinigungsflüssigkeitsvorrat 270 gekoppelt
werden, um die Reinigungsflüssigkeit 300 für eine verbesserte Reinigung
der Druckkopffläche 15 und
der Düsen 25 mit
Energie zu versorgen.
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Somit
schafft und offenbart die Erfindung Variationen und Ausführungsformen
selbstreinigender Druckersysteme 410, 420, 430, 440, 450 und 460 mit einem
entsprechenden Reinigungsmechanismus 140 einschließlich Variationen
einer Druckkopf-Reinigungsanordnung 32 mit einer oder mehreren
Versionen einer Walze 190 und einen Mechanismus und ein Verfahren
zum Montieren entsprechender selbstreinigender Drucker mit einem
Reinigungsmechanismus 140, der sowohl die Druckkopffläche 15 als
auch die Düsen 25 des
Druckers reinigen kann.