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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen nichtflüchtigen Halbleiterspeicher,
der einen ferroelektrischen Kondensator zur Steuerung des Gate-Potentials
eines Feldeffekt-Transistors
(FET) benutzt.
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In
herkömmlichen
nichtflüchtigen
ferroelektrischen Speichern, die einen ferroelektrischen Kondensator
zur Steuerung des Gate-Potentials eines FET benutzen, sind ein Source-Bereich 2 und
ein Drain-Bereich 3 in einem Siliziumsubstrat 1 ausgebildet
und ein Siliziumoxid-Schicht 5, die als dielektrische Schicht
dient, ist in einem Kanalbereich 4 zwischen dem Source-Bereich 2 und
dem Drain-Bereich 3 auf dem Silizium-Substrat 1 ausgebildet,
wie es in 4 dargestellt ist. Eine ferroelektrische
Schicht 6 aus einem Metalloxid, wie beispielsweise Blei-Zirkonat-Titanat
(PZT) oder Strontium-Wismut-Tantalat (SBT), ist auf der Siliziumoxid-Schicht 5 ausgebildet, und
eine Gate-Elektrode 7 ist auf der ferroelektrischen Schicht 6 ausgebildet.
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In
einem ferroelektrischen Halbleiterspeicher kann in der ferroelektrischen
Schicht 6 eine Aufwärts- oder
Abwärtspolarisation
hervorgerufen werden. Die Stärke
des Oberflächenpotentials
des Bereiches in dem Siliziumsubstrat 1 unterhalb der Gate-Elektrode 7 kann
auf zwei unterschiedliche Werten eingestellt werden, die jeweils
den Polarisationszuständen
des ferroelektrischen Schicht 6 entsprechen.
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Dabei
Fall steuert die Stärke
des Oberflächenpotentials
des Bereiches in dem Siliziumsubstrat 1 unterhalb der Gate-Elektrode 7 (des
Kanalbereiches) den Widerstand zwischen dem Source-Bereich 2 und
dem Drain-Bereich 3, und damit wird entsprechend der Polarisationsrichtung
der ferroelektrischen Schicht 6 der Widerstand zwischen
dem Source-Bereich 2 und
dem Drain-Bereich 3 auf einen großen Wert oder einen kleinen
Wert eingestellt. Diese Zustände
bleiben so lange erhalten (gespeichert), wie die Polarisation der
ferroelektrischen Schicht 6 erhalten bleibt, und somit
arbeitet der ferroelektrische Speicher als nichtflüchtiger
Speicher.
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Zu
der Speicherung eines der beiden logischen Zustände in dem ferroelektrischen
Speicher oder zu dem Lesen der beiden logischen Zustände aus
dem ferroelektrischen Speicher, wird zum Beispiel der nach unten
gerichtete Polarisationszustand in der ferroelektrischen Schicht 6 als
logisch "1" bezeichnet und der
nach oben gerichtete Polarisationszustand wird als logisch "0" bezeichnet.
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Um
die Polarisation der ferroelektrischen Schicht 6 nach unten
zu richten und eine Information (von logisch "1")
in den ferroelektrischen Speicher zu schreiben, wird eine große positive
Spannung an die Gate-Elektrode 7 angelegt, wobei das Silizium-Substrat 1 auf
Bezugspotential liegt. Danach ändert
sich das Potential der Gate-Elektrode 7 aufgrund eines Leckstroms
in dem FET rasch auf das Bezugspotential, da ein Potentialunterschied
zwischen der Gate-Elektrode 7 und dem Silizium-Substrat 1 schnell
abgebaut wird. Somit bleibt die geschriebene Information erhalten.
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Als
nächstes
wird der Zustand der Datenspeicherung eines ferroelektrischen Speichers
bezüglich
des Energieband-Diagramms aus den 5A und 5B beschrieben.
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Es
wird beispielsweise angenommen, dass das Silizium-Substrat 1 p-leitend
ist und der Source-Bereich 2 und der Drain-Bereich 3 n-leitend
sind. 5A zeigt ein Energieband, wie
man es ein einem ferroelektrischen Speicher erhält, wenn man eine positive
Vorspannung anlegt, um die Polarisation der ferroelektrischen Schicht 6 nach
unten zu richten (um eine Information von logisch "1" zu schreiben) und dann das Potential
der Gate-Elektrode 7 auf
das Bezugspotential wechselt. 5B zeigt
ein Energieband, wie man es ein einem ferroelektrischen Speicher
erhält,
wenn man eine negative Vorspannung anlegt, um die Polarisation der
ferroelektrischen Schicht 6 nach oben zu richten (um eine
Information von logisch "0" zu schreiben) und
dann das Potential der Gate-Elektrode 7 auf das Bezugspotential
wechselt. In den 5A und 5B bezeichnet
das Bezugszeichen 30 die Richtung der Polarisation, das Bezugszeichen 31 das
Leitungsband der Gate-Elektrode 7, das Bezugszeichen 32 das
Energieband der ferroelektrischen Schicht 6, das Bezugszeichen 33 das
Energieband der Siliziumoxid-Schicht 5, das Bezugszeichen 35 den
n-leitenden Ladungskanal und die gestrichelte Linie bezeichnet das
Fermi-Niveau.
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Falls
die Polarisation der ferroelektrischen Schicht 6 nach unten
gerichtet ist, dehnt sich die negativ ionisierte Sperrschicht tief
in den Bereich des Silizium-Substrates 1 aus. Wie in 5A gezeigt,
bildet sich in dem Bereich des Silizium-Substrates 1 unterhalb
der Gate-Elektrode 7 (in
dem Kanalbereich 4) ein n-leitender Leitungskanal, und
damit ist das Oberflächenpotential
des Silizium-Substrates 1 niedriger als das Bezugspotential.
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Ist
dagegen die Polarisation der ferroelektrischen Schicht 6 nach
oben gerichtet, werden Löcher, das
sind Ladungsträger
vom p-Typ, in dem Bereich des Silizium-Substrates 1 unterhalb
der Gate-Elektrode 7 (in dem Kanalbereich 4) gespeichert
und damit ist, wie in 5B gezeigt, der n-leitende Kanal
in dem Kanalbereich nicht ausgebildet. Daher stimmt das Potential
des Silizium-Substrates 1 mit dem Bezugspotential überein.
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Das
Oberflächenpotential
in dem Bereich des Silizium-Substrates 1 unterhalb der
Gate-Elektrode ist daher je nach Polarisationsrichtung der ferroelektrischen
Schicht 6 unterschiedlich. Wenn zwischen dem Drain-Bereich 3 und
dem Source-Bereich 2 ein Potentialunterschied entsteht,
fließt
folglich abhängig
von der Polarisationsrichtung ein Strom zwischen dem Drain-Bereich 3 und
dem Source-Bereich 2. Speziell wenn das Oberflächenpotential
des Silizium-Substrats 1 kleiner als das Bezugspotential
ist (was einer logischen "1" entspricht), ist
der Widerstand zwischen dem Drain-Bereich 3 und dem Source-Bereich 2 niedrig
(was einem Ein-Zustand entspricht), so dass ein großer Strom
fließen kann. Wenn
das Oberflächenpotential
des Silizium-Substrats 1 mit dem Bezugspotential übereinstimmt
(was einer logischen "0" entspricht), ist
der Widerstand zwischen dem Drain-Bereich 3 und dem Source-Bereich 2 groß (was einem
Aus-Zustand entspricht), und somit kann nur ein minimaler Strom
fließen. Dementsprechend
kann festgestellt werden, ob sich der ferroelektrische Speicher
in dem Ein-Zustand (entsprechend einer logischen "1") oder dem Aus-Zustand (entsprechend
einer logischen "0") befindet, in dem
der Wert des Stroms gemessen wird, der zwischen dem Drain-Bereich 3 und
dem Source-Bereich 2 fließt.
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Auf
diese Weise kann der logische Zustand des ferroelektrischen Speichers
ausgelesen werden, in dem eine Potentialdifferenz zwischen Source
und Drain hervorgerufen wird, ohne dass eine Vorspannung an die
Gate-Elektrode 7 angelegt wird. Demzufolge entspricht der
Ein-Zustand des ferroelektrischen Speichers einem Sperrzustand eines MOS-Transistors.
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Nachdem
eine Information in den ferroelektrischen Speicher geschrieben wurde,
wird unvermeidlich eine positive oder negative Vorspannung in der
ferroelektrischen Schicht 6 hervorgerufen, wie es in 5A und 5B gezeigt
ist. Die Siliziumoxid-Schicht 5 und das Silizium-Substrat 1 erhalten
ein Potential zur Aufhebung der Vorspannung. Ob der ferroelektrische
Speicher in einem Ein-Zustand oder einem Aus-Zustand ist, hängt von
dem jeweiligen Potential ab.
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Die
ferroelektrische Schicht 6 ist eine isolierende Schicht
und hat einen Widerstand von höchtens
etwa 1015 Ω·cm. Hat die ferroelektrische
Schicht eine Dicke von 100 nm, so ergibt sich damit ein Widerstand
der ferroelektrischen Schicht 6 von 107 Ω pro cm2.
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Die
ferroelektrische Schicht 6 und die Gate-Elektrode 7 haben,
wie in 4 gezeigt, die gleiche Grundfläche. Daher ist für die Untersuchung der
elektrischen Eigenschaften des ferroelektrischen Speichers die Fläche der
ferroelektrischen Schicht 6 und der Gate-Elektrode 7 hierbei
zu 1 cm2 standardisiert.
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6 zeigt
ein Ersatzschaltbild eines ferroelektrischen Speichers, das man
erhält,
wenn die Gate-Elektrode 7 und das Siliziumsubstrat 1 auf
Bezugspotential liegen. In 6 bezeichnet
COX den Kapazität der Siliziumoxid-Schicht 5,
CF bezeichnet die Kapazität der ferroelektrischen
Schicht 6 und RF bezeichnet den
inneren Widerstand der ferroelektrischen Schicht 6. Der
Wert von COX ist höchstens 0,1 μF/cm2, was im Wesentlichen genauso groß wie die Kapazität der Siliziumoxid-Schicht
eines Standard MOS-Transistors ist. Der Wert von CF ist
1 μF/cm2. Daher ist die parallele Kapazität dieser
beiden Kondensatoren etwa 1 μF/cm2. Der Wert von RF ist
wie oben beschrieben 107 Ω. Entsprechend
fällt das
virtuelle schwebende Potential im Punkt A des Ersatzschaltbilds
aus 6 durch die Entladung des Kondensators COX und des Kondensators CF durch
den Widerstand RF. Die Zeitkonstante für diesen
Fall bestimmt sich zu (COX + CF) × RF, was etwa 10 Sekunden ergibt. Die eigentliche
Zeitkonstante ist aufgrund des Trapping in der Gate-Elektrode und
der Verschiebung des ohmschen Widerstandes bei niedrigen Spannungen
eher größer. Dennoch
ist die experimentell ermittelte obere Grenze der Zeitkonstante höchstens
103 Sekunden.
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Dies
bedeutet, dass die Vorspannung, die an die ferroelektrische Schicht 6 anliegt,
verloren geht und somit der Leitungskanal nach etwa 103 Sekunden
aufgehoben ist.
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Für eine praktische
Verwendung von ferroelektrischen Speichern als nichtflüchtige Speicher
wird eine Datenspeicherzeit von 10 Jahren (= 108 Sekunden)
und mehr gefordert. Um diese Speicherzeiten zu erreichen muss der
Widerstand der ferroelektrischen Schicht 6 auf mindestens
etwas 1020 Ω·cm erhöht werden, was fünf oder
mehr Größenordnungen entspricht.
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Eine
ferroelektrische Schicht mit so einem großen Widerstand kann jedoch
in den heutigen Tagen noch nicht erreicht werden, was einem praktischen
Einsatz von ferroelektrischen Speichern entgegensteht.
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US-A-5
744 674 bezieht sich auf ferroelektrische Speichervorrichtungen,
die eine Schicht Yttriumoxid als dielektrische Pufferschicht zwischen
dem Siliziumsubstrat und der ferroelektrischen Schicht benutzen.
Die isolierende Schicht einer solche Speichervorrichtung hat bezüglich Gitterkonstante
und thermischem Ausdehnungskoeffizienten ähnliche Eigenschaften wie das
Silizium-Substrat. Ferner wird ein Verfahren zur Herstellung solcher
Speichervorrichtungen beschrieben.
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Ein
statischer ferroelektrischer Speicher, der einer Feldeffekt-Transistor
mit verbesserter Datenhaltungszeiten benutzt, ist in US-A-5 578
846 beschrieben. Die ferroelektrische Schicht dieses Feldeffekt-Transistors
ist aus einer Perowskit-Struktur (ABO3)
hergestellt. Ferner ist die Perowskit-Struktur mit einem Element
dotiert, das eine Oxidationszahl von größer als +4 besitzt.
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Der
Artikel "The Effects
of Mg Doping on the Materials and Dielectric Properties of Ba1–xSrxTiO3 Thin Films" (Materials Research
Society Symposium Proceedings, Volume 623, 2000, Seite 125–130) beschreibt
die Effekte einer Mg-Dotierung von Ba1–xSrxTiO3 (BST). Es wird
berichtet, dass Mg-Dotierung die Korngröße, die dielektrischen Verluste,
die dielektrische Konstante und den Verluststrom verringert. BST
wird für
die Herstellung von einstellbaren Mikrowellenkomponenten, wie zum
Beispiel Mischern, Verzögerungsleitungen
oder Filtern, verwendet.
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Unter
Berücksichtigung
der zuvor genannten Umstände
ist es die Aufgabe der Erfindung, einen nichtflüchtigen Halbleiterspeicher
bereitzustellen, der in der Lage ist, die Daten für einen
langen Zeitraum zu speichern, indem der Verlust an Ladungsträgern aufgrund
eines Leckstroms in der ferroelektrischen Schicht unterbunden wird.
Um diese Aufgabe zu erzielen umfasst ein erster nichtflüchtiger
Halbleiterspeicher aus dieser Erfindung einen Source-Bereich und
einen Drain-Bereich, die in einem Siliziumsubstrat ausgebildet sind,
eine dielektrische Schicht, die über
dem Bereich des Siliziumsubstrats zwischen dem Source-Bereich und
dem Drain-Bereich ausgebildet ist, eine ferroelektrische Schicht,
die auf der dielektrischen Schicht ausgebildet ist, und eine Gate-Elektrode,
die auf der ferroelektrischen Schicht ausgebildet ist. Die ferroelektrische
Schicht und das Siliziumsubstrat sind p-leitend, und der Source-Bereich
und der Drain-Bereich sind n-leitend.
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Die
Aufgabe wird auch durch einen zweiten nichtflüchtiger Halbleiterspeicher
erzielt. Dieser umfasst eine Source-Bereich und einen Drain-Bereich, die
in einem Siliziumsubstrat ausgebildet sind, eine dielektrische Schicht,
die über
dem Bereich des Siliziumsubstrats zwischen dem Source-Bereich und dem
Drain-Bereich ausgebildet ist, eine ferroelektrische Schicht, die
auf der dielektrischen Schicht ausgebildet ist, und eine Gate-Elektrode,
die auf der ferroelektrischen Schicht ausgebildet ist. Die ferroelektrische
Schicht und das Siliziumsubstrat sind n-leitend, und der Source-Bereich
und der Drain-Bereich sind p-leitend.
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Der
erste und zweite nichtflüchtige
Halbleiterspeicher dieser Erfindung haben jeweils in der ferroelektrischen
Schicht und in dem Silizium-Substrat den gleichen Leitungstyp. Daher
ist der Verlust an Ladungsträgern
aufgrund eines Leckstroms in der ferroelektrischen Schicht minimal,
selbst wenn eine Vorspannung an die ferroelektrische Schicht angelegt wird,
um eine Information zu schreiben, da nur wenige Ladungsträger der
gleichen Polarität
wie die Vorspannung vorhanden sind. Daher kann der Leitungskanal,
der sich in dem Oberflächenbereich
des Siliziums-Substrats ausgebildet hat, für einen langen Zeitraum erhalten
bleiben und der Leitungskanal bleibt konstant erhalten bis ein Vorgang
zur Entfernung des Leitungskanals ausgeführt wird. Nachdem die Operation
für die
Entfernung des Leitungskanals ausgeführt wurde, bleibt der Leitungskanal
auch permanent entfernt.
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Als
Folge kann in dem ersten und zweiten nichtflüchtigen Halbleiterspeicher
der Erfindung eine Information für
einen langen Zeitraum gespeicherte bleiben.
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1 zeigt
die Ansicht eines Querschnitts durch einen nichtflüchtigen
Halbleiterspeicher gemäß dem Ausführungsbeispiel
1 und 2 der Erfindung;
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2A und 2B zeigen
Energieband-Diagramme eines nichtflüchtigen Halbleiterspeichers des
Ausführungsbeispiels
1 in dem Zustand der Datenspeicherung;
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3A und 3B zeigen
Energieband-Diagramme eines nichtflüchtigen Halbleiterspeichers des
Ausführungsbeispiels
2 in dem Zustand der Datenspeicherung;
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4 zeigt
die Ansicht eines Querschnitts durch einen konventionellen nichtflüchtigen
Halbleiterspeicher;
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5A und 5B zeigen
die Energieband-Diagramme der konventionellen nichtflüchtigen Halbleiterspeicher
in dem Zustand der Datenspeicherung; und
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6 zeigt
ein Ersatzschaltbild eines konventionellen ferroelektrischen Speichers
für den
Fall, dass die Gate-Elektrode und das Silizium-Substrat auf Bezugspotential
liegen.
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Im
Folgenden wird die Struktur des Querschnitts eines nichtflüchtigen
Halbleiterspeichers gemäß den Ausführungsbeispielen
1 und 2 der Erfindung in Bezug auf 1 beschrieben.
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1 zeigt
die Struktur eines Querschnitts eines nichtflüchtigen Halbleiterspeichers,
wie sie den beiden Ausführungsbeispielen
1 und 2 gemeinsam zugrunde liegt. Ein Source-Bereich 11 und eine Drain-Bereich 12 sind
in dem Silizium-Substrat 10 ausgebildet, und eine Siliziumoxid-Schicht 14,
die als dielektrische Schicht dient, ist auf einem Kanalbereicht 13 in
dem Silizium-Substrat 10 zwischen dem Source-Bereich 11 und
dem Drain-Bereich 12 ausgebildet. Eine ferroelektrische
Schicht 15 aus einem Metalloxid ist auf der Siliziumoxid-Schicht 14 ausgebildet
und eine Gate-Elektrode 16 ist auf der ferroelektrischen
Schicht 15 ausgebildet.
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Ausführungsbeispiel 1
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In
dem ferroelektrischen Speicher gemäß dem Ausführungsbeispiel 1 dieser Erfindung
ist die ferroelektrische Schicht 15 p-leitend, das Silizium-Substrat 10 ist
p-leitend und der Source-Bereich 11 und der Drain-Bereich 12 sind
n-leitend. Daher ist der Feldeffekt-Transistor des ferroelektrischen Speichers
ein n-Kanal-Transistor.
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Aufgrund
dieser Struktur ist der Verlust der Ladung durch den in der ferroelektrischen
Schicht 15 hervorgerufenen Leckstrom minimal. Somit können die
Daten für
einen langen Zeitraum gespeichert werden. Der Grund hierfür wird nun
mit Bezug auf 2A und 2B beschrieben.
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3B und 3B sind
Energieband-Diagramme des nichtflüchtigen Halbleiterspeichers
aus Ausführungsbeispiels
1, nämlich
eines ferroelektrischen Speichers, im Zustand der Datenspeicherung, in
dem die ferroelektrische Schicht 15 und das Silizium-Substrat 10 beide
p-leitend sind.
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In
den 2A und 2B bezeichnet
das Bezugszeichen 20 die Richtung der Polarisation, das Bezugszeichen 21 bezeichnet
das Energieband der Gate-Elektrode 16, das Bezugszeichen 22 bezeichnet
das Energieband der ferroelektrischen Schicht 15, das Bezugszeichen 23 bezeichnet
das Energieband der Siliziumoxid-Schicht 14, das Bezugszeichen 24 bezeichnet
das Energieband des p-leitenden Silizium-Substrats 10 und
die gestrichelte Linie bezeichnet das Fermi-Niveau.
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Nun
werden die Ladungsträger
des Leckstroms betrachtet, die durch den inneren Widerstand der
ferroelektrischen Schicht 15 des ferroelektrischen Speichers
fließen.
Da die ferroelektrische Schicht 15 und die Siliziumoxid-Schicht 14 direkt
miteinander verbunden sind, handelt es sich bei der Ladung am Übergang
der beiden Schichten um Polarisationsladung. Daher sind an dem Übergang
keine frei beweglichen Ladungsträger
vorhanden.
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Um
den ferroelektrischen Speicher des Ausführungsbeispiels 1 in den Ein-Zustand
zu bringen, wird bezüglich
des Silizium-Substrates 10 vom p-Typ eine positive Vorspannung
an die Gate-Elektrode 16 angelegt, so dass sich die Polarisation
der ferroelektrischen Schicht 15 nach unten wendet. Danach
wird die Vorspannung auf Null geändert.
Wie 2A zeigt, kann dadurch der Leitungskanal 25,
der auf einem Silizium-Substrat vom p-Typ ausgebildet ist, für eine lange
Zeit erhalten werden.
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Wie
aus 2A zu erkennen ist, wird zu diesem Zeitpunkt eine
Vorspannung, die bezüglich
des Silizium-Substrates 10 negativ ist, an die ferroelektrische
Schicht 15 angelegt. Da eine negative Vorspannung angelegt
ist, werden die Ladungsträger
in die ferroelektrische Schicht 15 entweder als Löcher aus der
Siliziumoxid-Schicht 14 injiziert oder als Elektronen aus
der Gate-Elektrode 16 injiziert.
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Es
gibt jedoch keine frei beweglichen Ladungsträger in der Nachbarschaft des Übergangs zwischen
der ferroelektrischen Schicht 15 und der Siliziumoxid-Schicht 14.
Daher werden keinesfalls Löcher
aus der Siliziumoxid-Schicht 14 injiziert. Folglich sind
die injizierten Ladungsträger
lediglich Elektronen, die aus der Gate-Elektrode 16 injiziert
werden.
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Da
das Silizium-Substrat 10 p-leitend ist und die ferroelektrische
Schicht 15 in dem Ausführungsbeispiel
1 p-leitend ist, können
die Elektronen, die von der Gate-Elektrode injiziert werden, nicht
durch die ferroelektrischen Schicht 15 geleitet werden.
Daher sind die Elektronen, die nicht geleitet werden können, lokal
an dem Übergang
zwischen der Gate-Elektrode 16 und
der ferroelektrischen Schicht 15 vorhanden. Als Ergebnis
beschleunigt sich der Anstieg des Oberflächenpotentials der ferroelektrischen
Schicht 15 bezüglich
der Elektronen, so dass die Elektronen überhaupt nicht mehr injiziert
werden können.
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Da
auf diese Weise die Elektronen nicht von der Gate-Elektrode 16 injiziert
werden, kann die Vorspannung, die an die ferroelektrische Schicht 15 angelegt
ist, für
einen langen Zeitraum erhalten bleiben. Entsprechend kann der n-leitende
Kanal 25, der in der Oberfläche des p-leitenden Silizium-Substrats 10 ausgebildet
ist, erhalten bleiben.
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Um
den ferroelektrischen Speicher des Ausführungsbeispiels 1 in den Aus-Zustand
zu versetzen, wird eine Vorspannung, die bezüglich des p-leitenden Silizium-Substrats 10 negativ
ist, an die Gate-Elektrode 16 angelegt, um die Polarisation
der ferroelektrischen Schicht 15 nach oben zu wenden. Die
Vorspannung wird danach auf Null geändert. Wie in 2B gezeigt,
wird dadurch der n-leitende Kanal 25, der auf der Oberfläche des
p-leitenden Silizium-Substrats
ausgebildet ist, entfernt.
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Zu
diesem Zeitpunkt wird die negative Vorspannung, die an die Gate-Elektrode 16 angelegt
ist, auf einen hinreichend kleinen Wert gesetzt, um sie nicht an
die ferroelektrische Schicht 15 anzulegen. Folglich befindet
sich, wie in 2B gezeigt, das Energieband
im Wesentlichen im thermischen Gleichgewichtszustand, und damit
bleibt der n-leitende Ladungskanal 25 permanent entfernt.
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Ausführungsbeispiel 2
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In
dem ferroelektrischen Speicher gemäß dem Ausführungsbeispiel 2 dieser Erfindung
ist die ferroelektrische Schicht 15 n-leitend, das Silizium-Substrat 10 ist
n-leitend und der Source-Bereich 11 und der Drain-Bereich 12 sind
p-leitend. Daher ist der Feldeffekt-Transistor des ferroelektrischen Speichers
ein p-Kanal-Transistor.
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Aufgrund
dieser Struktur ist der Verlust der Ladung durch den in der ferroelektrischen
Schicht 15 hervorgerufenen Leckstrom minimal. Somit können die
Daten für
einen langen Zeitraum gespeichert werden. Der Grund hierfür wird nun
mit Bezug auf 3A und 3B beschrieben.
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3A und 3B sind
Energieband-Diagramme des nichtflüchtigen Halbleiterspeichers
aus Ausführungsbeispiels
2, nämlich
eines ferroelektrischen Speichers, im Zustand der Datenspeicherung, in
dem die ferroelektrische Schicht 15 und das Silizium-Substrat 10 beide
n-leitend sind.
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In
den 3A und 3B bezeichnet
das Bezugszeichen 20 die Richtung der Polarisation, das Bezugszeichen 21 bezeichnet
das Energieband der Gate-Elektrode 16, das Bezugszeichen 22 bezeichnet
das Energieband der ferroelektrischen Schicht 15, das Bezugszeichen 23 bezeichnet
das Energieband der Siliziumoxid-Schicht 14, das Bezugszeichen 24 bezeichnet
das Energieband des n-leitenden Silizium-Substrats 10 und
die gestrichelte Linie bezeichnet das Fermi-Niveau.
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Nun
werden die Ladungsträger
des Leckstroms betrachtet, die durch den inneren Widerstand der
ferroelektnschen Schicht 15 des ferroelektrischen Speichers
fließen.
Da die ferroelektrische Schicht 15 und die Siliziumoxid-Schicht 14 direkt
miteinander verbunden sind, handelt es sich bei der Ladung am Übergang
der beiden. Schichten um Polarisationsladung. Daher sind an dem Übergang
keine frei beweglichen Ladungsträger
vorhanden.
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Um
den ferroelektrischen Speicher des Ausführungsbeispiels 2 in den Ein-Zustand
zu bringen, wird bezüglich
des Silizium-Substrates 10 vom n-Typ eine negative Vorspannung
an die Gate-Elektrode 16 angelegt, so dass sich die Polarisation
der ferroelektrischen Schicht 15 nach oben wendet. Danach
wird die Vorspannung auf Null geändert.
Wie 3A zeigt, kann dadurch der Leitungskanal 27 vom
p-Typ, der auf einem Silizium-Substrat vom n-Typ ausgebildet ist,
für eine
lange Zeit erhalten werden.
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Wie
aus 3A zu erkennen ist, wird zu diesem Zeitpunkt eine
Vorspannung, die bezüglich
des Silizium-Substrates 10 positiv ist, an die ferroelektrische
Schicht 15 angelegt. Da eine positive Vorspannung angelegt
ist, werden die Ladungsträger
in die ferroelektrische Schicht 15 entweder als Elektronen aus
der Siliziumoxid-Schicht 14 injiziert oder als Löcher aus
der Gate-Elektrode 16 injiziert.
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Es
gibt jedoch keine frei beweglichen Ladungsträger in der Nachbarschaft des Übergangs zwischen
der ferroelektrischen Schicht 15 und der Siliziumoxid-Schicht 14.
Daher werden keinesfalls Elektronen aus der Siliziumoxid-Schicht 14 injiziert. Folglich
sind die injizierten Ladungsträger
lediglich Löcher,
die aus der Gate-Elektrode 16 injiziert werden.
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Da
das Silizium-Substrat 10 n-leitend ist und die ferroelektrische
Schicht 15 in dem Ausführungsbeispiel
2 n-leitend ist, können
die Löcher,
die von der Gate-Elektrode injiziert werden, nicht durch die ferroelektrischen
Schicht 15 geleitet werden. Daher sind die Löcher, die
nicht geleitet werden können,
lokal an dem Übergang
zwischen der Gate-Elektrode 16 und der ferroelektrischen
Schicht 15 vorhanden. Als Ergebnis beschleunigt sich der
Anstieg des Oberflächenpotentials
der ferroelektrischen Schicht 15 bezüglich der Löcher, so dass die Löcher überhaupt nicht
mehr injiziert werden können.
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Da
auf diese Weise die Löcher
nicht von der Gate-Elektrode 16 injiziert werden, kann
die Vorspannung, die an die ferroelektrische Schicht 15 angelegt
ist, für
einen langen Zeitraum erhalten bleiben. Entsprechend kann der p-leitende
Kanal 27, der in der Oberfläche des n-leitenden Silizium-Substrats 10 ausgebildet
ist, erhalten bleiben.
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Um
den ferroelektrischen Speicher des Ausführungsbeispiels 2 in den Aus-Zustand
zu versetzen, wird eine Vorspannung, die bezüglich des p-leitenden Silizium-Substrats 10 positiv
ist, an die Gate-Elektrode 16 angelegt, um die Polarisation
der ferroelektrischen Schicht 15 nach unten zu wenden. Die
Vorspannung wird danach auf Null geändert. Wie in 3B gezeigt,
wird dadurch der p-leitende Kanal 27, der auf der Oberfläche des
n-leitenden Silizium-Substrats
ausgebildet ist, entfernt.
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Zu
diesem Zeitpunkt wird die positive Vorspannung, die an die Gate-Elektrode 16 angelegt
ist, auf einen hinreichend kleinen Wert gesetzt, um sie nicht an
die ferroelektrische Schicht 15 anzulegen. Folglich befindet
sich, wie in 3B gezeigt, das Energieband
im Wesentlichen im thermischen Gleichgewichtszustand, und damit
bleibt der p-leitende Ladungskanal 27 permanent entfernt.
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Falls
die ferroelektrische Schicht 15 zum Beispiel aus einer
n-leitenden SrBi2(Ta, Nb)2O4 Schicht gebildet ist, ist die Datenspeicherzeit
eines auf einem n-leitenden Silizium-Substrat gebildeten p-Kanal FET größer als
die Speicherzeit eines auf einem p-leitenden Silizium-Substrat gebildeten
n-Kanal FET.