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TECHNISCHES
GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft neue Verbindungen und pharmazeutisch verträgliche Salze
davon, ihre Verwendung, entweder allein oder in Kombination mit
anderen therapeutischen Mitteln, bei der Behandlung oder Prophylaxe
der HIV-Infektion und pharmazeutische Zusammensetzungen umfassend
die Verbindungen.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
als erworbenes Immundefektsyndrom (AIDS) bekannte Krankheit wird
durch den humanen Immunschwächevirus
(HIV) verursacht, insbesondere durch den als HIV-1 bekannten Stamm.
Damit HIV durch eine Wirtszelle repliziert wird, muss die Information
des viralen Genoms in die DNA der Wirtszelle integriert werden.
HIV ist aber ein Retrovirus, was bedeutet, dass dessen genetische
Information in Form von RNA vorliegt. Der HIV-Replikationszyklus
erfordert daher einen Schritt der Transkription des viralen Genoms
(RNA) in DNA, was die Umkehr der üblichen Ereigniskette ist.
Die Transkription der viralen RNA in DNA wird durch ein Enzym bewerkstelligt,
das passenderweise als Reverse Transkriptase (RT) bezeichnet worden
ist. Das HIV-Virion beinhaltet eine Kopie der RT zusammen mit der
viralen RNA.
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Reverse
Transkriptase hat drei bekannte enzymatische Funktionen; sie wirkt
als eine RNA-abhängige DNA-Polymerase,
als eine Ribonuclease und als eine DNA-abhängige
DNA-Polymerase. Als RNA-abhängige DNA-Polymerase
transkribiert RT eine einsträngige
DNA-Kopie der viralen RNA. Als Ribonuclease zerstört RT die
ursprüngliche
virale RNA und befreit die gerade produzierte DNA aus der ursprünglichen
RNA. Als DNA-abhängige
DNA-Polymerase erstellt RT schließlich einen zweiten, komplementären DNA-Strang
unter Verwendung des ersten DNA-Strangs als Templat. Die beiden
Stränge
bilden zweisträngige
DNA, die in das Genom der Wirtszelle durch ein anderes, als Integrase
bezeichnetes Enzym integriert wird.
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Verbindungen,
welche die enzymatischen Funktionen der HIV-1-Reverse-Transkriptase inhibieren, hemmen
die Replikation von HIV-1 in infizierten Zellen. Diese Verbindungen
sind bei der Vermeidung oder Behandlung der HIV-1-Infektion von
Patienten nützlich,
wie durch bekannte RT-Inhibitoren demonstriert, wie 3'-Azido-3'-deoxythymidin (AZT), 2',3'-Dideoxyinosin (ddI),
2',3'-Dideoxycytidin (ddC),
d4T, 3TC, Nevirapin, Delavirdin, Efavirenz und Abacavir, die Hauptarzneimittel,
die sich bislang zur Verwendung bei der Behandlung von AIDS bewährt haben.
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Wie
bei jeder antiviralen Therapie führt
der Einsatz von RT-Inhibitoren bei der Behandlung von AIDS schließlich zu
einem Virus, der weniger empfindlich für das gegebene Arzneimittel
ist. Die Resistenz (verringerte Empfindlichkeit) gegen diese Arzneimittel
ist das Ergebnis von Mutationen, die im Reverse-Transkriptase-Segment
des pol-Gens auftreten. Mehrere Mutantenstämme von HIV sind charakterisiert
worden und der Grund der Resistenz gegenüber bekannten therapeutischen
Mitteln sind Mutationen im RT-Gen. Einige der klinisch am häufigsten
beobachteten Mutanten sind: der Y181C-Mutant, bei dem ein Tyrosin
(Y) bei Codon 181 zu einem Cystein (C)-Rest mutiert worden ist,
und K103N, bei dem Lysin (K) in Position 103 durch Asparagin (N)
ersetzt worden ist. Andere Mutanten, die mit wachsender Häufigkeit
während
der Behandlung mit bekannten antiviralen Mitteln auftreten, beinhalten
die Einzelmutanten V106A, G190A, Y188C und P236L; und die Doppelmutanten
K103N/Y181C, K103N/P225H, K103N/V108I und K103N/L100I.
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Da
die Therapie und Vermeidung von HIV-Infektion unter Verwendung von
antiviralen Mitteln fortgesetzt wird, ist das vermehrte Auftreten
von neuen resistenten Stämmen
zu erwarten. Es gibt daher einen ständigen Bedarf nach neuen Inhibitoren
für RT
mit unterschiedlichen Mustern an Wirksamkeit gegen die verschiedenen
Mutanten.
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Verbindungen
mit tricyclischen Strukturen, die Inhibitoren von HIV-1 sind, sind
im US-Patent Nr. 5366972 beschrieben. Andere Inhibitoren von HIV-1-Reverse-Transkriptase sind
in Hargrave et al., J. Med. Chem., 34, 2231 (1991), beschrieben.
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Das
US-Patent Nr. 5705499 schlägt
8-Arylalkyl- und 8-Arylheteroalkyl-5,11-dihydro-6H-dipyrido[3,2-B:2',3'-E][1,4]diazepine
als Inhibitoren von RT vor. Es wurde gezeigt, dass beispielhafte
Verbindungen einige Wirksamkeit gegen Wildtypen und Mutanten-HIV-1-RT,
insbesondere Y181C und andere Einzelmutanten, wie K103N, obgleich
weniger wirkungsvoll, aufweisen.
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Insbesondere
sind die Verbindungen der vorliegenden Erfindung bei der Inhibierung
der Mutanten Y181C und K103N ebenso wie für einen weiten Bereich anderer
Einzelmutanten und bestimmter, gewöhnlich gefundener Doppelmutanten,
wie K103N/Y181C und K103N/P225H, wirksam.
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J.
Klunder et al. (J. Med. Chem. 1998, 41, 2960–2971) und Ch. L. Cywin et
al. (J. Med. Chem. 1988, 41, 2972–2984) beschreibt neue nicht-nucleosidische
Inhibitoren der HIV-1-Reverse-Transkriptase, die sich von dem tricyclischen
Dipyridodiazepinon-Gerüst
von Nevirapin durch die Einführung
eines Substituenten in 8-Position unterscheiden.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung verringert die Schwierigkeiten und Nachteile des Standes
der Technik durch Bereitstellen neuer Verbindungen, die starke Inhibitoren
für Einzel- und Doppelmutantenstämme von
HIV-1 RT sind.
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Nach
einem ersten Aspekt stellt die Erfindung eine Verbindung der allgemeinen
Formel I bereit:
worin:
R
2 ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus H, F, Cl, C
1-4-Alkyl,
C
3-4-Cycloalkyl und CF
3;
R
4 H oder Me ist;
R
5 H,
Me oder Et ist, mit der Maßgabe,
dass R
4 und R
5 nicht
beide Me sind und, wenn R
4 Me ist, R
5 dann nicht Et sein kann;
R
11 Me, Et, Cyclopropyl, Propyl, Isopropyl
oder Cyclobutyl ist; Q ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon.
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Nach
einem zweiten Aspekt stellt die Erfindung einen Inhibitor der HIV-Replikation
der allgemeinen Formel I oder eines pharmazeutisch verträglichen
Salzes davon bereit.
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In
einem dritten Aspekt stellt die Erfindung einen Inhibitor eines
Reverse-Transkriptase-Enzyms
von HIV der allgemeinen Formel I oder eines pharmazeutisch verträglichen
Salzes davon bereit.
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Nach
einem vierten Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung einer Verbindung
der Formel I oder eines pharmazeutisch verträglichen Salzes davon für die Herstellung
eines Arzneimittels bereit, das zur Behandlung oder Vermeidung von
HIV-Infektion geeignet ist.
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Nach
einem fünften
Aspekt stellt die Erfindung eine pharmazeutische Zusammensetzung
für die
Behandlung oder Vermeidung von HIV-Infektion bereit, die eine Verbindung
der Formel I oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz davon und einen
pharmazeutisch verträglichen
Träger
umfasst.
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Nach
einem sechsten Aspekt stellt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung der Formel I oder eines pharmazeutisch verträglichen
Salzes davon bereit.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Definitionen
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Wie
hier verwendet soll der Ausdruck "C1-4-Alkyl" lineare oder verzweigte
Alkylreste, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten, bedeuten und
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, sek.-Butyl und tert.-Butyl
beinhalten.
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Wie
hier verwendet, soll der Ausdruck "C3-4-Cycloalkyl" gesättigte cyclische
Kohlenwasserstoffreste, die 3 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten,
bedeuten und Cyclopropyl und Cyclobutyl beinhalten.
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Ausführliche
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform
sind Verbindungen der Erfindung nach Formel I definiert, wobei R2 vorzugsweise Cl, F oder H ist. Bevorzugter
ist R2 Cl oder H. Am meisten bevorzugt ist
R2 H.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform
sind Verbindungen der Erfindung nach Formel I definiert, wobei R4 bevorzugt H ist.
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Nach
einer alternativen Ausführungsform
sind Verbindungen der Erfindung nach Formel I definiert, wobei R5 bevorzugt Me ist.
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Verbindungen
der Erfindung sind vorzugsweise nach Formel I definiert, wobei R11 Et oder Cyclopropyl ist. R11 ist
bevorzugter Et.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform
sind Verbindungen der Erfindung nach Formel I definiert, wobei Q
bevorzugt aus der Gruppe bestehend aus
ausgewählt ist.
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Bevorzugter
ist Q:
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Alternativ
beinhalten bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung Verbindungen, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend
aus:
und
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Die
Verbindungen der Erfindung sind wirksame Inhibitoren von Wildtyp-Reverse-Transkriptasen
ebenso wie zur Inhibierung von z.B. den Einzelmutationsenzymen Y181C,
K103N, V106A, G190A, Y188C und P236L. Die Verbindungen inhibieren
auch die Doppelmutationsenzyme K103N/Y181C, K103N/P225H, K103N/V108I
und K103N/L100I.
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Die
Verbindungen der Formel I besitzen Inhibitoraktivität gegen
HIV-1-Reverse-Transkriptase.
Wenn in geeigneten Dosierungsformen verabreicht, sind sie bei der
Behandlung von AIDS, ARC und zusammenhängenden Störungen, die mit HIV-1-Infektion
verbunden sind, nützlich.
Ein anderer Aspekt der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Behandlung
von HIV-1-Infektion, das die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer neuen Verbindung I wie vorstehend beschrieben an einen
Menschen, der durch HIV-1 infiziert ist, umfasst. Die Verbindungen
können
auch zur Verhinderung der perinatalen Übertragung von HIV-1 von der
Mutter auf das Baby durch Verabreichung an die Mutter vor der Geburt
verwendet werden, egal ob dies als Behandlung oder Prophylaxe bezeichnet
wird.
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Die
Verbindungen der Formel I können
in Einzeldosen oder geteilten Dosen über die orale oder parenterale
Routen verabreicht werden. Eine geeignete orale Dosierung für eine Verbindung
der Formel I wäre
im Bereich von etwa 0,5 mg bis 1 g pro Tag. Eine bevorzugte orale
Dosierung für
eine Verbindung der Formel I wäre
im Bereich von etwa 100 mg bis 800 mg pro Tag für einen Patienten mit einem
Gewicht von 70 kg. Bei parenteralen Formulierungen kann eine geeignete
Dosierungseinheit 0,1 bis 250 mg der genannten Verbindungen enthalten,
vorzugsweise 1 mg bis 200 mg. Es sollte jedoch verständlich sein,
dass die Dosierungsverabreichung von Patient zu Patient variiert
und die Dosierung für
jeden bestimmten Patienten von der Beurteilung des Krankenhausarztes
abhängt,
der zur Feststellung einer richtigen Dosierung die Größe und den
Zustand des Patienten ebenso wie die Reaktion des Patienten auf
das Arzneimittel als Kriterien verwenden wird.
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Wenn
die Verbindungen der vorliegenden Erfindung oral verabreicht werden
sollen, können
sie als Arzneimittel in Form von pharmazeutischen Präparaten
verabreicht werden, die sie in Verbindung mit einem kompatiblen
pharmazeutischen Trägermaterial
enthalten. Bei einem derartigen Trägermaterial kann es sich um
ein inertes organisches oder anorganisches Trägermaterial handeln, das für die orale
Verabreichung geeignet ist. Beispiele für derartige Trägermaterialien
sind Wasser, Gelatine, Talkum, Stärke, Magnesiumstearat, Gummi
arabicum, pflanzliche Öle,
Polyalkylenglycole, Rohvaseline usw.
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Die
pharmazeutischen Präparate
können
in üblicher
Weise hergestellt werden und fertiggestellte Dosierungsformen können feste
Dosierungsformen, z.B. Tabletten, Dragees, Kapseln usw., oder flüssige Dosierungsformen,
z.B. Lösungen,
Suspensionen, Emulsionen usw., sein. Die pharmazeutischen Präparate können üblichen
pharmazeutischen Arbeitsgängen
unterworfen werden, wie Sterilisierung. Die pharmazeutischen Präparate können ferner
herkömmliche
Adjuvantien enthalten, wie z.B. Konservierungsmittel, Stabilisatoren, Emulgatoren,
Geschmacksverbesserer, Benetzungsmittel, Puffer, Salze zur Variierung
des osmotischen Drucks, usw. Ein festes Trägermaterial, das eingesetzt
werden kann, beinhaltet z.B. Stärke,
Lactose, Mannit, Methylcellulose, mikrokristalline Cellulose, Talkum,
Kieselsäure,
Calciumhydrogenphosphat und hochmolekulare Polymere (wie Polyethylenglycol).
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Für den parenteralen
Einsatz kann eine Verbindung der Formel I in einer wässrigen
oder nicht wässrigen
Lösung,
Suspension oder Emulsion in einem pharmazeutisch verträglichen Öl oder einer
Mischung von Flüssigkeiten,
die Bakteriostatika, Antioxidationsmittel, Konservierungsmittel,
Puffer oder andere gelöste
Stoffe, um die Lösung
mit Blut isotonisch zu machen, Verdickungsmittel, Suspendiermittel
oder andere pharmazeutisch verträgliche
Additive enthalten können,
verabreicht werden. Additive dieses Typs beinhalten z.B. Tartrat-,
Citrat- und Acetatpuffer, Ethanol, Propylenglycol, Polyethylenglycol,
Komplexbildner (wie EDTA), Antioxidationsmittel (wie Natriumbisulfit,
Natriummetabisulfit und Ascorbinsäure), hochmolekulare Polymere
(wie flüssige
Polyethylenoxide) zur Viskositätssteuerung
und Polyethylenderivate von Sorbitanhydriden. Konservierungsmittel
können
nach Bedarf auch zugegeben werden, wie Benzoesäure, Methyl- oder Propylparaben, Benzalkoniumchlorid
und andere quaternäre
Ammoniumverbindungen.
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Die
Verbindungen der Erfindung können
auch als Lösungen
für nasale
Anwendungen verabreicht werden und können zusätzlich zu den Verbindungen
der Erfindung geeignete Puffer, Tonuseinstellmittel, mikrobielle
Konservierungsmittel, Antioxidationsmittel und die Viskosität erhöhende Mittel
in einem wässrigen
Vehikel enthalten. Beispiele für
Mittel zur Erhöhung
der Viskosität
sind Polyvinylalkohol, Cellulosederivate, Polyvinylpyrrolidon, Polysorbate
oder Glycerin. Zugesetzte mikrobielle Konservierungsmittel können Benzalkoniumchlorid,
Thimerosal, Chlorbutanol oder Phenylethylalkohol beinhalten.
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Außerdem können die
durch die Erfindung bereitgestellten Verbindungen durch ein Suppositorium
verabreicht werden.
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Die
Verbindungen der Erfindung können
mit dem Fachwissen eines synthetischen organischen Chemikers hergestellt
werden. Ein beispielhaftes Reaktionsschema ist in den Schemen 1
bis 6 gezeigt.
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Schema
1: Herstellung von Zwischenprodukten, worin R
4 Me
ist
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Schema
2: Herstellung von Zwischenprodukten, worin R
5 Me
ist
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Diese
Abfolge von Schema 2 ist analog zu der, die von J. M. Klunder et
al.; J. Med. Chem. 1998, 41, 2960–71, und C. L. Cywin et al.;
J. Med. Chem. 1998, 41, 2972–84,
beschrieben wurde.
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Schema
3: Herstellung von Zwischenprodukten, worin R
2 C
1-3-Alkyl ist
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Schema
4: Herstellung von Zwischenprodukten, worin R
2 CF
3 ist
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Schema
5: Einführung
des Chinolinkerns
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Schema
6: Alternative Route zu Verbindungen, in denen R
4 Me
ist
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Wie
vorstehend angegeben, inhibieren die durch die Erfindung bereitgestellten
Verbindungen die enzymatische Aktivität von HIV-1 RT. Auf Basis der
Prüfung
dieser Verbindungen, wie nachstehend beschrieben, ist bekannt, dass
sie die RNA-abhängige DNA-Polymeraseaktivität von HIV-1
RT inhibieren. Es ist bekannt (Daten nicht gezeigt), dass sie auch
die DNA-abhängige
DNA-Polymeraseaktivität
von HIV-1 RT inhibieren. Durch Einsatz des nachstehend beschriebenen
Reversen Transkriptase (RT)-Assays können Verbindungen auf ihr Vermögen, die
RNA-abhängige DNA-Polymeraseaktivität von HIV-1
RT zu inhibieren, geprüft
werden. Bestimmte spezifische Verbindungen, die in den Beispielen
beschrieben werden, die nachstehend aufgeführt sind, wurden so getestet.
Die Ergebnisse dieser Prüfung
sind in Tabelle 2 als IC50 (nM) und Tabelle
3 als EC50 (nM) aufgeführt.
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BEISPIELE
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Die
vorliegende Erfindung wird in weiteren Einzelheiten durch die folgenden
nicht beschränkenden Beispiele
veranschaulicht. Alle Reaktionen wurden in einer Stickstoff- oder
Argonatmosphäre
durchgeführt. Die
Temperaturen sind in °C
angegeben. Lösungsprozentsätze oder
Verhältnisse
drücken
eine Beziehung Volumen zu Volumen aus, sofern nicht anders angegeben.
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Hier
verwendete Abkürzungen
oder Symbole beinhalten:
- DEAD:
- Diethylazodicarboxylat;
- DIAD:
- Diisopropylazodicarboxylat;
- DIEA:
- Diisopropylethylamin;
- DMAP:
- 4-(Dimethylamino)pyridin;
- DMSO:
- Dimethylsulfoxid;
- DMF:
- Dimethylformamid;
- ES MS:
- Elektronenspray-Massenspektrometrie;
- Et:
- Ethyl;
- EtOAc:
- Ethylacetat;
- Et2O:
- Diethylether;
- HPLC:
- Hochleistungsflüssigchromatographie;
- iPr:
- Isopropyl;
- Me:
- Methyl;
- MeOH:
- Methanol;
- MeCN:
- Acetonitril;
- NBS:
- N-Bromsuccinimid;
- Ph:
- Phenyl;
- TBE:
- Tris-Borat-EDTA;
- TBTU:
- 2-(1H-Benzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyluroniumtetrafluorborat;
- TFA:
- Trifluoressigsäure;
- THF:
- Tetrahydrofuran;
- MS(ES):
- Elektrospray-Massenspektrometrie;
- MS(FAB) oder FAB/MS:
- Fast atom bombardment-Massenspektrometrie
- HRMS:
- hochauflösende Massenspektrometrie
- PFU:
- Plaque-bildende Einheiten;
- DEPC:
- Diethylpyrocarbonat;
- DTT:
- Dithiothreit;
- EDTA:
- Ethylendiamintetraacetat;
- UMP:
- Uridin-5'-monophosphat;
- UTP:
- Uridin-5'-triphosphat;
- MES:
- 2-(n-Morpholino)ethansulfonsäure;
- SDS-PAGE:
- Natriumdodecylsulfat-Polyacrylamid-Gelelektrophorese;
- MWCO:
- Molekulargewichts-Ausschlussgrenze;
- Bis-Tris-Propan:
- 1,3-Bis{tris(hydroxymethyl)methylamino}propan;
- GSH:
- reduziertes Glutathion;
- OBG:
- n-Octyl-β-D-glucosid.
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SYNTHESEN
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen Verfahren zur Herstellung von
Verbindungen der Erfindung.
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BEISPIEL I (Eintrag 24,
Tabelle 1)
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5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2;3'-e][1,4]diazepin-6-on
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a) 2-(Ethylamino)-3-nitropyridin
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Zu
einer Lösung
von 2-Chlor-3-nitropyridin (51 g, 325 mmol) in THF (650 ml) wurde
eine 2 M Lösung Ethylamin
in THF (365 ml, 731 mmol) gegeben. Die Reaktion wurde bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde in Wasser (ca. 1,5 l) gegossen und der sich
ergebende Feststoff wurde filtriert und unter verringertem Druck
getrocknet, um die Titelverbindung zu ergeben (52 g).
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b) 3-Amino-2-(ethylamino)pyridin
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Eine
Lösung
von 2-(Ethylamino)-3-nitropyridin (52 g) in MeOH (600 ml) wurde über Nacht
bei Raumtemperatur unter Wasserstoff (1 atm) in Anwesenheit von
20% Pd(OH)2/C (10,4 g) gerührt. Der
Katalysator wurde durch Filtration durch Diatomeenerde entfernt.
Das Filtrat wurde unter vermindertem Druck konzentriert, um die
Titelverbindung als schwarzen Feststoff zu ergeben (39 g, 88% Ausbeute über die
Schritte a) und b)).
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c) 2-Chlor-N-[2-(ethylamino)-3-pyridinyl]-5-brom-3-pyridincarboxamid
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Zu
einer gekühlten
Lösung
von 3-Amino-2-(ethylamino)pyridin (30,6 g, 223 mmol) in MeCN (740
ml) wurde festes NaHCO3 (56,3 g, 669 mmol)
gegeben. Nach 5 min wurde rohes 5-Brom-2-chlor-3-pyridincarbonylchlorid
(hergestellt aus 5-Brom-2-hydroxy-3-pyridincarbonsäure und
SOCl2 [wie von T. W. Gero et al. in Synth.
Commun. 1989, 19, 553–559,
beschrieben (hier durch Bezugnahme aufgenommen), aber unter Weglassen
der wässrigen
Aufarbeitung] zugegeben (1 Äquiv.,
223 mmol). Nach 2 h wurde die Reaktionsmischung über Eis/H2O
(1,5 l) gegossen und der sich ergebende Feststoff wurde filtriert,
mit H2O und dann Hexan gespült. Nach
Trocknen unter vermindertem Druck über Nacht wurde die Titelverbindung
als schwarzer Feststoff erhalten (54,9 g, 69% Ausbeute).
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d) 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
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Zu
einer Lösung
von 2-Chlor-N-{2-(ethylamino)-3-pyridinyl}-5-brom-3-pyridincarboxamid
(54,9 g, 154,4 mmol) in Pyridin (308 ml) bei 50°C wurde eine 1 M Lösung NaHMDS
(Natriumhexamethyldisilazid) in THF (355 ml, 355 mmol) tropfenweise
zugegeben. Nach 10 min ließ man
die Reaktion auf Raumtemperatur abkühlen und dann wurde sie über Eiswasser
(2 l) gegossen. Der sich ergebende Feststoff wurde filtriert und mit
Wasser und dann Hexan gespült.
Der Feststoff wurde unter vermindertem Druck getrocknet, um die
Titelverbindung (36 g, 75% Ausbeute) als dunkelgrünen Feststoff
zu ergeben.
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e) 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-6H-dipyridoo[3.2-b:2'3'-e][1,4]diazepin-6-on
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Zu
einer Lösung
des 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(36,7 g, 115 mmol) in DMF (380 ml) wurde NaH (3,5 g, 138 mmol) gegeben
und die Mischung wurde auf 50°C
für 30 min
erwärmt.
Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und
mit Mel (14,3 ml, 230 mmol) behandelt. Nach 1,5 h wurde die Reaktionsmischung über Eiswasser
gegossen. Der Feststoff wurde filtriert, mit Wasser und dann Hexan
gewaschen, um nach Trocknung die Titelverbindung (37,9 g, 99% Ausbeute)
als dunkelgrauen Feststoff zu ergeben.
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f) 5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
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Allyltributylzinn
(30,7 ml, 99,0 mmol) und Pd(Ph3P)4 (5,20 g, 4,50 mmol) wurden zu einer entgasten
(N2 durch die Lösung für 30 min) Lösung von 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,3]diazepin-6-on
(30,0 g, 90,0 mmol) in DMF (450 ml) bei Raumtemperatur gegeben.
Die Mischung wurde 1,5 h bei 90°C
gerührt,
dann auf Raumtemperatur gekühlt
und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(Hexan:EtOAc, 8:2 bis 7:3) gereinigt, um die Titelverbindung zu
ergeben (22,19 g, 84% Ausbeute).
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g) 5,11-Dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
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Ein
ozonisierter Sauerstoffstrom wurde durch eine kalte (–78°C) Lösung von
5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on (22,19 g, 75,4
mmol) in CH2Cl2 (150
ml) und MeOH (150 ml) für
2,5 h geblubbert. Ein Strom von N2 wurde
als nächstes
durch die Lösung
für 15
min geblubbert und dann wurde festes NaBH4 (4,99
g, 132 mmol) zur Lösung
gegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung auf Raumtemperatur aufwärmen. Nach 1 h wurde wässriges
gesättigtes
NH4Cl (200 ml) zugegeben und die Mischung
wurde bei Raumtemperatur 2 h gerührt.
Die organischen Lösungsmittel
wurden unter vermindertem Druck entfernt. Wasser (300 ml) und CHCl3 (300 ml) wurden zum Rückstand gegeben. Die Phasen
wurden getrennt und die wässrige
Schicht wurde mit CHCl3 (3 × 300 ml)
extrahiert. Die vereinten organischen Schichten wurden getrocknet
(MgSO4), filtriert und unter vermindertem
Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc:CHCl3,
4:1) gereinigt, um die Titelverbindung (16,1 g, 72% Ausbeute) als
weißen
Feststoff zu ergeben.
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h) 5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-[2-(4-chinolinyloxy)ethyl]-6H-dipyrido[3,2b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
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Diethylazodicarboxylat
(DEAD) (12,8 ml, 81,0 mmol) wurde topfenweise zu einer Lösung von
5,11-Dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(16,1 g, 54,0 mmol), 4-Hydroxychinolin (11,6 g, 81,0 mmol) und Ph3P (21,3 g, 81,0 mmol) in THF (270 ml) bei
Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde 1 h bei Raumtemperatur
gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc: MeOH; 95:5) gereinigt,
um die Titelverbindung (17,7 g, 77% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 426 (MH)+.
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BEISPIEL II (Eintrag 2,
Tabelle 1)
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2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
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a) 6-Chlor-2-(ethylamino)-3-nitropyridin
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Eine
eiskalte Lösung
EtNH2 (49,8 g, 1,10 mol) in Toluol (200
ml) wurde über
15 min zu einer eiskalten Lösung
von 2,6-Dichlor-3-nitropyridin (100,0 g, 0,52 mol) in Toluol (225
ml) gegeben. Die Mischung wurde 45 min bei 0°C gerührt. Wasser (500 ml) und EtOAc
(500 ml) wurden zugegeben und die Phasen wurden getrennt. Die organische
Schicht wurde nacheinander mit Wasser (200 ml) und Salzlösung (200
ml) gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert
und unter vermindertem Druck konzen triert. Der restliche Feststoff
wurde aus MeOH umkristallisiert, um die Titelverbindung (83,7 g,
80% Ausbeute) als gelbe Nadeln zu ergeben.
-
b) 3-Amino-6-chlor-2-(ethylamino)pyridin
-
Eine
Lösung
von SnCl2·H2O
(616,3 g, 2,73 mol) in wässrigem
12 N HCl (500 ml) wurde rasch zu einer Lösung von 6-Chlor-2-(ethylamino)-3-nitropyridin
(169,5 g, 0,84 mol) in AcOH (1,7 l) bei Raumtemperatur gegeben.
Nach 20 min wurde die Mischung auf 0°C gekühlt und Wasser (250 ml) wurde
zugegeben. Festes NaOH (240 g) wurde dann in kleinen Portionen zugegeben.
Die sich ergebende Suspension wurde filtriert, um Zinnsalze zu entfernen.
Das Filtrat wurde mit Wasser (3,5 l) verdünnt, die Lösung wurde durch Zugabe von wässriger
10 N NaOH basisch gemacht und dann mit EtOAc (3 × 1,7 l) extrahiert. Die vereinten
organischen Schichten wurden mit Salzlösung (1 l) gewaschen, getrocknet
(MgSO4), filtriert und unter vermindertem
Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (Hexan:EtOAc, 3:2) gereinigt,
um die Titelverbindung (89,9 g, 62% Ausbeute) als braunen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 172/174 (MH)+.
-
c) 5-Brom-2-chlor-N-{2-(ethylamino)-6-chlor-3-pyridinyl}-3-pyridincarboxamid
-
Eine
Lösung
von 5-Brom-2-chlor-3-pyridincarbonylchlorid (30,0 g, 97,0 mmol)
in MeCN (100 ml) wurde über
eine Kanüle
zu einer Lösung
von 3-Amino-6-chlor-2-(ethylamino)pyridin
(16,6 g, 97,0 mmol) in MeCN (180 ml) enthaltend festes NaHCO3 (14,2 g, 169 mmol) bei Raumtemperatur gegeben.
Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 1 h gerührt. Wasser (200 ml) wurde
zugegeben und die Mischung wurde für 10 min gerührt. Die
sich ergebende Suspension wurde filtriert. Der Feststoff wurde mit
Et2O (50 ml) gewaschen und aus Pyridinlösung (3 × 50 ml)
konzentriert, um die Titelverbindung zu ergeben (28,4 g, 75% Ausbeute).
-
d) 8-Brom-2-chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
1 M Lösung
von NaHMDS in THF (167,5 ml, 167,5 mmol) wurde langsam zu einer
Lösung
von 5-Brom-2-chlor-N-{2-(ethylamino)-6-chlor-3-pyridinyl}-3-pyridincarboxamid
(28,4 g, 72,8 mmol) in Pyridin (146 ml) auf 50°C erwärmt gegeben. Die Reaktionsmischung
wurde 1,5 h bei 50°C
gerührt.
Die Mischung wurde dann in eine Mischung von Wasser und Eis (1 l)
gegossen und nach 1 h wurde die sich ergebende Suspension filtriert.
Der Feststoff wurde mit Wasser gewaschen und unter vermin dertem
Druck getrocknet, um die Titelverbindung zu ergeben (23,4 g, 91%
Ausbeute).
-
e) 8-Brom-2-chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Festes
NaH (60% Öldispersion,
3,46 g, 86,1 mmol) wurde über
30 min zu einer Lösung
von 8-Brom-2-chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(23,4 g, 66,3 mmol) in DMF (220 ml) bei 50°C gegeben. Die Mischung wurde
1 h bei 50°C
gerührt
und dann ließ man
auf Raumtemperatur abkühlen.
Die Mischung wurde in Wasser (1 l) gegossen und die sich ergebende
Suspension wurde filtriert. Der Feststoff wurde nacheinander mit
Wasser und Hexan gewaschen und dann unter vermindertem Druck getrocknet,
um die Titelverbindung zu ergeben (23,0 g, 94% Ausbeute).
-
f) 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Allyltributylzinn
(21,3 ml, 68,7 mol) und Pd(Ph3P)4 (3,61 g, 3,12 mmol) wurden zu einer entgasten
(N2 durch Lösung für 30 min) Lösung von 8-Brom-2-chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(23,0 g, 62,5 mmol) in DMF (312 ml) gegeben. Die Mischung wurde
2 h auf 90°C
erwärmt.
Die Mischung wurde unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (Hexan:EtOAc, 7:3) gereinigt,
um die Titelverbindung zu ergeben (13,4 g, 65% Ausbeute).
-
g) 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Ozonisierter
Sauerstoff wurde in eine kalte (–78°C) Lösung von 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(13,4 g, 40,7 mmol) in MeOH (102 ml) und CH2Cl2 (102 ml) eingeleitet, bis das Alken vollständig verschwunden
war. Stickstoff wurde durch die Lösung geblubbert, um überschüssiges O3 zu entfernen. Festes NaBH4 (2,69
g, 71,1 mmol) wurde als nächstes
in kleinen Portionen zugegeben und man ließ die Mischung langsam auf
Raumtemperatur erwärmen.
Nach 1 h wurde wässriges
gesättigtes
NH4Cl (150 ml) zugegeben und die Mischung
20 min gerührt.
Die organischen Lösungsmittel
wurden unter vermindertem Druck entfernt. Wasser (100 ml) wurde
zur wässrigen
Lösung gegeben.
Die Lösung
wurde mit CHCl3 (3 × 200 ml) extrahiert. Die vereinten
organischen Schichten wurden getrocknet (MgSO4),
filtriert und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc:CHCl3,
4:1) gereinigt, um die Titelverbindung zu ergeben (10,4 g, 77% Ausbeute).
-
h) 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diethylazodicarboxylat
(DEAD) (4,26 ml, 27,0 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(6,00 g, 18,0 mmol), 4-Hydroxychinolin (3,92 g, 27,0 mmol) und Ph3P (7,09 g, 27,0 mmol) in THF (90 ml) bei
Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde 1 h bei Raumtemperatur
gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc:MeOH, 95:5) gereinigt,
um die Titelverbindung (6,22 g, 75% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 460/462.
-
BEISPIEL III (Eintrag
6, Tabelle 1)
-
2-Chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)-ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
a) 6-Chlor-2-(cyclopropylamino)-3-nitropyridin
-
Eine
Lösung
von Cyclopropylamin (1,25 g, 22,0 mmol) in Toluol (11 ml) wurde über 10 min
zu einer eiskalten Lösung
von 2,6-Dichlor-3-nitropyridin (2,00 g, 10,4 mmol) in Toluol (10
ml) gegeben. Die Mischung wurde 1 h bei 0°C und bei Raumtemperatur für 2 h gerührt. Wasser
(50 ml) wurde zur Mischung gegeben und die Phasen wurden getrennt.
Die organische Schicht wurde mit Salzlösung (25 ml) gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert und unter vermindertem Druck
konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (Hexan:EtOAc, 3:2) gereinigt,
um die Titelverbindung (1,97 g, 89% Ausbeute) als gelben Feststoff
zu ergeben.
-
b) 2-Chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Die
Titelverbindung wurde aus 6-Chlor-2-(cyclopropylamino)-3-nitropyridin
unter Verwendung eines Verfahrens hergestellt, das dem für das 11-Ethyl-Analoga
beschriebene in Beispiel II ähnlich
ist.
-
c) 2-Chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diethylazodicarboxylat
(DEAD) (85,6 μl,
0,54 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 2-Chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on (125
mg, 0,36 mmol), 4-Hydroxychinolin (78,9 mg, 0,54 mmol) und Ph3P (143 mg, 0,54 mmol) in THF (1,8 ml) bei
Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde 3 h bei Raumtemperatur
gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde teilweise durch Flash-Chromatographie
(EtOAc:MeOH; 95:5) gereinigt. Der Feststoff wurde weiter durch Umkehrphasen-HPLC
(CombiPrep ADS-AQ 50 × 20
mm, 5 μ,
120 A, 5–100%
MeCN + 0,10% THF/Wasser + 0,10% TFA in 25 min) gereinigt, um das
Trifluoressigsäuresalz
der Titelverbindung (17,7 g, 77% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 472/474 (MH)+.
-
BEISPIEL IV (Eintrag 4,
Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
a) 2,6-Difluor-3-nitropyridin
-
Zu
einer Mischung von konzentrierter Schwefelsäure (600 ml) und rauchender
Salpetersäure
(90%, 400 ml) in einem Eisbad (Innentemperatur bei 5–10°C gehalten)
wurde tropfenweise 2,6-Difluorpyridin (200 g, 1,74 mol) gegeben.
Die sich ergebende Mischung wurde über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt.
Die Mischung wurde langsam in 3 kg Eis gegossen und mit Et2O (2 × 2
l) extrahiert. Die vereinten organischen Schichten wurden mit wässrigem
1,5 N NaOH (2 × 1
l) und dann mit wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 (400 ml) oder bis zu einem pH von
etwa 8 bis 9 gewaschen. Die organischen Schichten wurden über MgSO4 getrocknet, filtriert und unter vermindertem
Druck konzentriert, bis ein konstantes Gewicht erhalten wurde (zur
Entfernung von nicht umgesetztem 2,6-Difluorpyridin: 10–12%). Die
Titelverbindung wurde als gelbe Flüssigkeit erhalten (207,3 g,
74% Ausbeute).
-
b) 2-(Ethylamino)-6-fluor-3-nitropyridin
-
Zu
einer Lösung
von 2,6-Difluor-3-nitropyridin (45,7 g, 285 mmol) in THF (500 ml)
bei –40°C wurde tropfenweise
ein Lösung
von Ethylamin (25,7 g, 570 mmol) in THF (250 ml) gegeben. Nach 30
min wurde die Reaktionsmischung unter verminder tem Druck konzentriert
und der Rückstand
wurde in EtOAc gelöst.
Die organische Phase wurde mit Salzlösung gewaschen, getrocknet
(MgSO4), filtriert und konzentriert. Der
sich ergebende gelbe Feststoff wurde durch Flash-Chromatographie
gereinigt (15% EtOAc in Hexan), um die Titelverbindung (43,2 g,
82% Ausbeute) als gelben Feststoff zu ergeben.
-
c) 3-Amino-2-(ethylamino)-6-fluorpyridin
-
Eine
Lösung
von 2-(Ethylamino)-6-fluor-3-nitropyridin (43,2 g, 230 mmol) in
THF (1 l) wurde über Nacht
bei Raumtemperatur unter Wasserstoff (1 atm) in Anwesenheit von
20% Pd(OH)2/C (4,35 g) gerührt. Der Katalysator
wurde durch Filtration durch Diatomeenerde entfernt. Das Filtrat
wurde unter vermindertem Druck konzentriert, um die Titelverbindung
(36,3 g, 25% Ausbeute) als schwarzen Feststoff zu ergeben.
-
d) 2-Chlor-N-{2-(ethylamino)-6-fluor-3-pyridinyl}-5-brom-3-pyridincarboxamid
-
Zu
einer gekühlten
Lösung
(4°C) von
3-Amino-2-(ethylamino)-6-fluorpyridin (31,0 g, 200 mmol) in MeCN
(160 ml) wurde festes NaHCO3 (50,4 g, 600
mmol) gegeben. Nach 15 min wurde ein Lösung von 5-Brom-2-chlor-3-pyridincarbonylchlorid
(1 Äquiv.,
200 mmol) in MeCN (155 ml) gegeben. Nach 60 min bei Raumtemperatur
wurde die Reaktionsmischung in Wasser (1,2 l) gegossen und 30 min
gerührt.
Der sich ergebende Feststoff wurde filtriert und unter vermindertem
Druck bei 50°C über Nacht
getrocknet. Die Titelverbindung (73,7 g, 99% Ausbeute) wurde als
schwarzer Feststoff erhalten.
-
e) 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-fluor-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Zu
einer Lösung
von dem 2-Chlor-N-{2-(ethylamino)-6-fluor-3-pyridinyl}-5-brom-3-pyridincarboxamid (73,5
g, 216 mmol) in Pyridin (435 ml) bei 50°C wurde tropfenweise eine 1
M Lösung
von NaHMDS in THF (520 ml, 520 mmol) gegeben. Nach 10 min ließ man die
Reaktion auf Raumtemperatur abkühlen
und goß dann über Eiswasser
(2 l). Der sich ergebende Feststoff wurde filtriert und mit Wasser
und dann Hexan gespült.
Der Feststoff wurde unter vermindertem Druck getrocknet, um die
Titelverbindung (50,6 g, 69% Ausbeute) als dunkelgrünen Feststoff
zu ergeben.
-
f) 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-fluor-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]-diazepin-6-on
-
Zu
einer Lösung
des 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-fluor-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on (44
g, 130,5 mmol) in DMF (520 ml) wurde NaH (4,28 g, 178 mmol) gegeben
und die Mischung wurde 30 min auf 50°C erwärmt. Die Reaktionsmischung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt
und mit Mel (24,4 ml, 522 mmol) behandelt. Nach 1,5 h wurde die
Reaktionsmischung über
Eiswasser gegossen. Der Feststoff wurde filtriert, mit Wasser und
dann Hexan gewaschen und unter vermindertem Druck getrocknet, um
die Titelverbindung (43,2 g, 94% Ausbeute) als dunkelgraunen Feststoff
zu ergeben.
-
g) 5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-5-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Allyltributylzinn
(32,0 ml, 103,4 mmol) und Pd(Ph3P)4 (5,43 g, 4,70 mmol) wurden zu einer entgasten (N2 durch die Lösung für 45 min) Lösung von 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-fluor-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(33,0 g, 94,0 mmol) in DMF (470 ml) gegeben. Zusätzliche Mengen an Pd(Ph3)4 (1,09 g, 0,94
mmol, zugegeben nach 1, 2, 3, 4, 5 h Reaktion) wurden zugegeben,
um die Reaktion zu vervollständigen.
Die Mischung wurde 6 h auf 90°C
erwärmt.
Die Mischung wurde unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (Hexanmischung:EtOAc, 8:2 bis
7:3) gereinigt, um die Titelverbindung zu ergeben (22,4 g, 76% Ausbeute).
-
h) 5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Ein
Strom von ozonisiertem Sauerstoff wurde durch eine kalte (–78°C) Lösung von
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-5-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(22,38 g, 71,6 mmol) in CH2Cl2 (100
ml) und MeOH (100 ml) für
3 h durchgeblubbert. Ein Strom von N2 wurde
als nächstes
durch die Lösung
für 15
min geblubbert und dann wurde festes NaBH4 (5,05
g, 133 mmol) zur Lösung
gegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung auf Raumtemperatur aufwärmen. Nach 1 h wurde eine zusätzliche
Portion NaBH4 (1,62 g, 43,0 mmol) zur Reaktionsmischung
gegeben. Nach einer zusätzlichen
Stunde wurde wässriges
gesättigtes
NH4Cl (150 ml) zugegeben und die Mischung
wurde bei Raumtemperatur 30 min gerührt. Die organischen Lösungsmittel
wurden unter vermindertem Druck entfernt. Wasser (200 ml) wurde
zugesetzt und die Mischung wurde mit CHCl3 (3 × 300 ml)
extrahiert. Die vereinten organischen Schichten wurden getrocknet (MgSO4), filtriert und unter vermindertem Druck
konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc:CHCl3,
4:1) gereinigt, um die Titelverbindung (19,7 g, 72% Ausbeute) als
weißen
Feststoff zu ergeben.
-
i) 5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-5-methyl-8-[2-(4-chinolinyloxy)ethyl]-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diethylazodicarboxylat
(DEAD) (14,3 ml, 91,0 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(19,2 g, 60,7 mmol), 4-Hydroxychinolin (13,2 g, 91,0 mmol) und Ph3P (23,9 g, 91,0 mmol) in THF (300 ml) bei
Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur für 1 h gerührt und
dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc:MeOH; 95:5) gereinigt,
um die Titelverbindung (17,9 g, 67% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 444 (MH)+.
-
BEISPIEL V (Eintrag 1,
Tabelle 1)
-
2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
a) 2-Chlor-N-(2,6-dichlor-4-methyl-3-pyridinyl)-3-pyridincarboxamid
-
NaHCO3 (21,72 g, 258,6 mmol) wurde zu einer Lösung von
3-Amino-2,6-dichlor-4-methylpyridin (41,61
g, 235,1 mmol; hergestellt wie von K. G. Grozinger et al., J. Heterocyclic
Chem. 1995, 32, 259–263
beschrieben) in MeCN (350 ml) gegeben und die sich ergebende Suspension
wurde 15 min gerührt.
Eine Lösung von
2-Chlornicotinylchlorid
(43,44 g, 246,8 mmol) in MeCN (500 ml) wurde dann über 30 min
eingeleitet. Die sich ergebende Suspension wurde bei Raumtemperatur
gerührt.
Nach 24 h wurde festgestellt, dass die Lösung sauer war und eine zusätzliche
Menge an NaHCO3 (3,00 g, 35,7 mmol) wurde
zugesetzt. Die Suspension wurde dann bei Raumtemperatur für 2 zusätzliche
Tage gerührt.
Die Mischung wurde dann in eine Mischung von Wasser (2 l) und Eis
(200 g) gegossen und 20 min gerührt.
Der Feststoff wurde filtriert und mit Wasser (500 ml) gewaschen
und der sich ergebende Feststoff wurde dann über P2O5 unter vermindertem Druck getrocknet, um
die Titelverbindung (62,55 g, 84% Ausbeute) als weißes Pulver
zu ergeben.
-
b) N-(2,6-Dichlor-4-methyl-3-pyridinyl)-2-(ethylamino)-3-pyridincarboxamid
-
Eine
Lösung
von 2-Chlor-N-(2,6-dichlor-4-methyl-3-pyridinyl)-3-pyridincarboxamid
(63,17 g, 194,0 mmol) und Ethylamin (28,0 g, 583 mmol) in Xylolmischung
(250 ml) wurde bei 120 bis 125°C
in einem Stahlautoklaven für
7 h gerührt.
Die sich ergebende Suspension wurde in Wasser (1 l) gegossen, für 15 min
gerührt und
filtriert. Der Rückstand
wurde in EtOAc gelöst
und mit Wasser (3×)
und Salzlösung
gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Das Filtrat wurde mit EtOAc
extrahiert und die vereinten organischen Extrakte wurden mit Wasser
und Salzlösung
gewaschen und über
MgSO4 getrocknet. Die beiden Fraktionen
wurden dann vereint und überschüssige Xylolmischung
wurde durch Codestillation mit Benzol entfernt, um die Titelverbindung (61,98
g, pinkfarbener Feststoff) als Hauptkomponente einer Mischung von
Verbindungen zu ergeben. Das Material wurde an dieser Stelle nicht
gereinigt und wurde direkt in der nachfolgenden Reaktion verwendet.
-
c) 5-Brom-N-(2,6-dichlor-4-methyl-3-pyridinyl)-2-(ethylamino)-3-pyridincarboxamid
-
Festes
KOAc (22,2 g, 229 mmol) wurde zu einer Lösung von rohem N-(2,6-dichlor-4-methyl-3-pyridinyl)-2-(ethylamino)-3-pyridincarboxamid
(61,98 g, < 190
mmol) in AcOH (600 ml) gegeben. Eine Lösung von Br2 (9,7
ml, 191 mmol) wurde dann über
30 min zugesetzt. Nach 30-minütigem
Rühren
wurden zusätzliche Mengen
an KOAc und Br2 eingeleitet, bis die TLC
anzeigte, dass kein Ausgangsmaterial verblieben ist (insgesamt 11,2
g KOAc und 5,91 ml Br2). Die Lösung wurde
dann in Wasser (2 l) gegeben und 20 min gerührt. Der Feststoff wurde durch
Filtration entfernt und dann in Et2O (1
l) gelöst.
Die etherische Lösung
wurde mit Wasser (3×),
wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 und Salzlösung gewaschen und dann getrocknet
(MgSO4), um eine Mischung zu ergeben, die
als Hauptkomponente die Titelverbindung enthielt (77,7 g, gelber
Schaum). Das Material wurde direkt in der anschließenden Reaktion
verwendet.
-
d) 8-Brom-2-chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
Lösung
von rohem 5-Brom-N-(2,6-dichlor-4-methyl-3-pyridinyl)-2-(ethylamino)-3-pyridincarboxamid
(77,7 g, mmol) in wasserfreiem Pyridin (1,0 l) wurde auf 50°C erwärmt. Eine
1 M Lösung
von NaHMDS in THF (418 ml, 418 mmol) wurde dann tropfenweise zugegeben
und der Rührvorgang
wurde für
weitere 15 min fortge setzt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wurde
Wasser (50 ml) zugegeben und die Mischung an einem Rotationsverdampfer
auf 2/3 des Volumens konzentriert. Der Rückstand wurde dann in Wasser
(3 l) gegeben. Filtration ergab die Titelverbindung (23,44 g) als
gelbbraunen Feststoff. Das Filtrat wurde mit EtOAc (3×) extrahiert
und die vereinten Extrakte wurden mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen,
dann getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(Hexan:EtOAc, 9:1 oder CHCl3) gereinigt,
um eine zusätzliche
Menge der Titelverbindung zu ergeben (14,06 g, insgesamt 37,50 g,
50% Ausbeute für
3 Schritte).
-
e) 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
Lösung
von 8-Brom-2-chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(12,6 g, 34,3 mmol) in DMF (25,0 ml) wurde unter vermindertem Druck
für 20
min entgast. Pd(PPh3)4 (775
mg, 0,7 mmol) wurde dann zugesetzt und anschließend Allyltributylzinn (12,5
ml, 41,1 mmol). Nach Entgasung unter vermindertem Druck für 10 min
wurde die Mischung auf 100°C
für 7 h
erwärmt.
Die Mischung wurde dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der
Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (Hexan:EtOAc, 19:1) gereinigt,
um die Titelverbindung (8,04 g, 71% Ausbeute) als gelben Feststoff
zu ergeben.
-
f) 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Ein
Strom von O3 wurde in eine kalte (–78°C) Lösung von
2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-(2-propenyl)-6GH-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on (8,04 g, 24,4
mmol) und Sudan III in CH2Cl2 (120
ml) und MeOH (120 ml) eingeleitet. Als die pinkfarbene Lösung braun
wurde, wurde O2 durch die Lösung für 10 min
durchgeblubbert. NaBH4 (1,12 g, 29,4 mmol)
wurde dann zugegeben und man ließ die Lösung auf Raumtemperatur aufwärmen. Nach
30 min wurde eine zusätzliche
Menge NaBH4 (500 mg) zugegeben. Nach 1 h
wurde dann wässriges
gesättigtes
NH4Cl zugesetzt und die Mischung 20 min
gerührt.
Die Lösung
wurde unter vermindertem Druck konzentriert und mit CH2Cl2 (3×)
extrahiert. Die vereinten organischen Extrakte wurden mit Salzlösung gewaschen,
getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash- Chromatographie (CHCl3:EtOH, 97:3) gereinigt, um die Titelverbindung
(6,01 g, 74% Ausbeute) als weißen
Feststoff zu ergeben.
-
g) 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diethylazodicarboxylat
(DEAD) (83 μl,
0,53 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(125 mg, 0,38 mmol), 4-Hydroxychinolin (76,3 mg, 0,53 mmol) und
Ph3P (138 mg, 0,53 mmol) in THF (2,5 ml)
bei Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur
für 3 h
gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in EtOAc (60 ml) gelöst
und die Lösung
wurde nacheinander mit 1 N wässrigem
NaOH (3 × 10
ml) und Salzlösung
(15 ml) gewaschen, dann getrocknet (MgSO4),
filtriert und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc:MeOH, 9:1) gereinigt, und
die Titelverbindung (52 mg, 30% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu erhalten: MS (ESI) m/z 460/462 (MH)+.
-
BEISPIEL VI (Eintrag 7,
Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2;3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
a) 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-{{(4-methoxyphenyl)methyl}amino}-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
8-Brom-2-chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(2,50 g, 6,80 mmol) wurden in Dioxan (10 ml) in einer Glasdruckflasche
gelöst
und 4-Methoxybenzylamin (4,0 ml, 30,6 mmol) wurde zur Lösung gegeben.
Die Mischung wurde 5 Tage auf 170°C
erwärmt.
Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur gekühlt und
unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde in EtOAc aufgenommen
und mit 10% wässriger
NH4Cl gewaschen, über MgSO4 getrocknet,
filtriert und unter vermindertem Druck konzentriert, um ein braunes Öl zu ergeben,
das über
Silicagel (Hexan:EtOAc, 4:1) chromatographiert wurde. Die Titelverbindung
wurde als gelber Feststoff erhalten (1,35 g, 42% Ausbeute).
-
b) 2-Amino-8-brom-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-{{(4-methoxyphenyl)methyl}amino}-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e]-[1,4]diazepin-6-on
(6,52 g, 18,7 mmol) wurde in Trifluoressigsäure (100 ml) gelöst und die
Lösung
wurde mit einem Magneten bei Raumtemperatur für 18 h gerührt. Trifluoressigsäure wurde
unter vermindertem Druck verdampft und der Rückstand wurde in eine Mischung
gegossen, die Wasser (450 ml), konzentriertes NH4OH
(50 ml) und EtOAc (400 ml) enthielt. Die Mischung wurde mit einem
Magneten 2 h bei Raumtemperatur gerührt. Die organische Phase wurde
unter vermindertem Druck konzentriert. Der gelbe Niederschlag wurde
abfiltriert und mit Wasser gewaschen, unter vermindertem Druck getrocknet,
um 7,51 g eines gelben Feststoffs zu ergeben, der in Et2O
trituriert wurde, um die Titelverbindung (5,12 g, 105% Ausbeute)
als gelben Feststoff zu ergeben.
-
c) 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-fluor-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
Plastikflasche wurde mit 2-Amino-8-brom-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e]-[1,4]diazepin-6-on
(5,10 g, 14,6 mmol) gefüllt.
HF·Pyridin
(100 g) wurde zugegeben und die sich ergebende Suspension wurde
auf 0°C
gekühlt.
Natriumnitrit (1,12 g, 16,1 mmol) wurde in mehreren Portionen über 30 min
zugegeben, um eine purpurfarbene Lösung zu bilden. Die Mischung
wurde dann 16 h bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde auf Eis und 6 N NaOH gegossen. Die beigefarbene Suspension
wurde mit EtOAc extrahiert. Die organischen Extrakte wurden vereint, über MgSO4 getrocknet, filtriert und konzentriert.
Der Rückstand
wurde trituriert mit Et2O/Hexan, um die
Titelverbindung zu ergeben (4,30 g, 84% Ausbeute).
-
d) 5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-4-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Allyltributylzinn
(7,77 ml, 25,1 mmol) und Pd(Ph3P)4 (1,32 g, 1,14 mmol) wurden zu einer entgasten
(N2 durch Lösung für 30 min) Lösung von 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-fluor-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e]-[1,4]diazepin-6-on
(8,0 g, 22,8 mmol) in DMF (114 ml) gegeben. Die Mischung wurde 3
h auf 90°C
erwärmt.
Die Mischung wurde in Wasser (250 ml) gegossen und mit EtOAc (4 × 250 ml)
extrahiert. Die vereinten organischen Schichten wurden mit 20%igem
wässrigem
NH4OH (250 ml) und Salzlösung (250 ml) gewaschen, getrocknet
(MgSO4), filtriert und unter vermindertem
Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie
(Hexanmischung:EtOAc, 4:1 bis 1:1) gereinigt, um die Titelverbindung
zu ergeben (3,16 g, 51% Ausbeute).
-
e) 5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Ein
Strom von ozonisiertem Sauerstoff wurde durch eine kalte (–78°C) Lösung von
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-4-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(3,16 g, 10,1 mmol) in CH2Cl2 (25
ml) und MeOH (25 ml) für
45 min durchgeblubbert. Ein Strom von N2 wurde
als nächstes
durch die Lösung
für 15
min geblubbert und dann wurde festes NaBH4 (669
mg, 17,1 mmol) zur Lösung
gegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung auf Raumtemperatur aufwärmen. Nach 2 h wurde wässriges
gesättigtes
NH4Cl (50 ml) zugegeben und die Mischung
wurde bei Raumtemperatur 15 min gerührt. Die organischen Lösungsmittel wurden
unter vermindertem Druck entfernt. Die restliche wässrige Lösung wurde
mit CHCl3 (3 × 100 ml) extrahiert. Die vereinten
organischen Schichten wurden getrocknet (MgSO4),
filtriert und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc:CHCl3,
1:1) gereinigt, um die Titelverbindung (2,40 g, 75% Ausbeute) als
weißen
Feststoff zu ergeben.
-
f) 5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diisopropylazodicarboxylat
(DIAD) (117 μl,
0,59 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e]-[1,4]diazepin-6-on
(125 mg, 0,40 mmol), 4-Hydroxychinolin (86,0 mg, 0,59 mmol) und
Ph3P (156 mg, 0,59 mmol) in THF (1,9 ml)
bei Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur
3 h gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in EtOAc (40 ml) gelöst
und die Lösung
wurde nacheinander mit 3 N wässrigem
NaOH (3 × 20
ml), wässrigem
gesättigtem
NH4Cl (15 ml) und Salzlösung (15 ml) gewaschen, dann
getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde teilweise durch
Flash-Chromatographie (EtOAc:MeOH; 95:5) gereinigt. Der Feststoff
wurde weiter durch Umkehrphasen-HPLC (CombiPrep ADS-AQ 50 × 20 mm,
5 μ, 120
A, 5–100%
MeCN + 0,10% TFA/Wasser + 0,10% TFA in 25 min) gereinigt, um das
Trifluoressigsäuresalz
der Titelverbindung (106 mg, 48% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu erhalten: MS (ESI) m/z 444 (MH)+.
-
BEISPIEL VII (Eintrag
5, Tabelle 1)
-
11-(Cyclopropyl)-5,11-dihydro-2-fluor-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)-ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b'2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
a) 11-Cyclopropyl-5,11-dihydro-2-fluor-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Die
Titelverbindung wurde aus 8-Brom-2-chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
unter Verwendung eines Verfahrens hergestellt, das dem für das entsprechende
11-Ethyl-Analogon beschriebene ähnlich
war, das in Beispiel VI beschrieben ist.
-
b) 11-Cyclopropyl-5,11-dihydro-2-fluor-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)-ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1m4]diazepin-6-on
-
Diisopropylazodicarboxylat
(DIAD) (131 μl,
0,66 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 11-(Cyclopropyl)-5,11-dihydro-2-fluor-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(140 mg, 0,44 mmol), 4-Hydroxychinolin (96,4 mg, 0,66 mmol) und
Ph3P (124 mg, 0,66 mmol) in THF (2,2 ml)
bei Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur
3 h gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in EtOAc (60 ml) gelöst
und die Lösung
wurde nacheinander mit 3 N wässrigem
NaOH (3 × 20
ml), wässrigem
gesättigtem
NH4Cl (20 ml) und Salzlösung (20 ml) gewaschen, dann
getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde teilweise durch
Flash-Chromatographie (EtOAc:MeOH; 95:5) gereinigt. Der Feststoff
wurde weiter durch Umkehrphasen-HPLC (CombiPrep ADS-AQ 50 × 20 mm,
5 μ, 120
A, 5–100%
MeCN + 0,10% TFA/Wasser + 0,10% TFA in 25 min) gereinigt, um das
Trifluoressigsäuresalz
der Titelverbindung (104 mg, 43% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 456 (MN)+.
-
BEISPIEL VIII (Eintrag
8, Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)-ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
a) 5,11-Dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
Mischung von 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(168 mg, 0,51 mmol), Ammoniumformiat (318 mg, 5,1 mmol) und 10%
Pd/C (50 mg) in EtOH (6 ml) wurde bei Raumtemperatur gerührt. Nach
24 h wurden zusätzliche
Mengen an Ammoniumformiat (200 mg, mmol) und 10% Pd/C (50 mg) zugegeben.
Nach weiteren 24 h Rühren
wurde die Reaktion unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in CHCl3 gelöst und die Mischung wurde mit wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert und unter vermindertem Druck
konzentriert, um die Titelverbindung (122 mg, 81%) als gelbes Öl zu ergeben.
-
b) 5,11-Dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diisopropylazodicarboxylat
(DIAD) (42 μl,
0,21 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 5,11-Dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido(3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(42,0 mg, 0,14 mmol), 4-Hydroxychinolin (31 mg, 0,21 mmol) und Ph3P (55,4 mg, 0,21 mmol) in THF (0,7 ml) bei
Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 2
h gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in EtOAc (60 ml) gelöst
und die Lösung
wurde nacheinander mit 3 N wässrigem
NaOH (3 × 20
ml), wässrigem
gesättigtem
NH4Cl (20 ml) und Salzlösung (20 ml) gewaschen, dann
getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde teilweise durch Flash-Chromatographie
(EtOAc:MeOH; 95:5) gereinigt. Der Feststoff wurde weiter durch Umkehrphasen-HPLC
(CombiPrep ADS-AQ 50 × 20
mm, 5 μ,
120 A, 5–100%
MeCN + 0,10% TFE/Wasser + 0,10% TFA in 25 min) gereinigt, um das
Trifluoressigsäuresalz
der Titelverbindung (15,2 mg, 19% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 426 (MH)+.
-
BEISPIEL IX (Eintrag 3,
Tabelle 1)
-
11-(Cyclopropyl)-5,11-dihydro-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)-ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
a) 5-Brom-2-chlor-N-(2,6-dichlor-4-methyl-3-pyridinyl)-3-pyridincarboxamid
-
3-Amino-2,6-dichlor-4-methylpyridin
(0,51 g, 2,85 mmol) wurde in Toluol (35 ml) gelöst und Pyridin (0,27 ml, 3,28
mmol) wurde zugegeben. 5-Brom-2-chlor-3-pyridincarbonylchlorid (0,80 g, 3,14
mmol) wurde dann tropfenweise für
30 min zugegeben. Die sich ergebende Mischung wurde bei Raumtemperatur
1 h gerührt,
mit Wasser verdünnt
und mit Toluol (2×)
extrahiert. Die vereinten organischen Extrakte wurden getrocknet
(MgSO4), filtriert und unter vermindertem
Druck konzentriert. Das sich ergebende dicke Öl wurde mit CH2Cl2 trituriert und der weiße Feststoff durch Saugfiltration
gesammelt, um die Titelverbindung (0,41 g, 36% Ausbeute) zu ergeben.
-
b) 5-Brom-2-(cyclopropylamino)-N-(2,6-dichlor-4-methyl-3-pyridinyl)-3-pyridincarboxamid
-
Eine
Lösung
von 5-Brom-2-chlor-N-(2,6-dichlor-4-methyl-4-pyridinyl)-3-pyridincarboxamid
(3,00 g, 7,61 mmol) und Cyclopropylamin (2,11 ml, 30,5 mmol) in
Xylolmischung wurde in einem verschlossenen Rohr bei 120°C 24 h erwärmt. Die
Reaktion wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Wasser verdünnt
und mit EtOAc (2×)
extrahiert. Die vereinten organischen Extrakte wurden getrocknet
(MgSO4), filtriert und unter vermindertem
Druck konzentriert. Der sich ergebende Rückstand wurde durch Trituration
(Et2O:Hexan, 3:1) gereinigt, um die Titelverbindung
(2,35 g, 75% Ausbeute) als hellgelben Feststoff zu ergeben.
-
c) 8-Brom-2-chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
Lösung
von 5-Brom-2-(cyclopropylamino)-N-(2,6-dichlor-4-methyl-3-pyridinyl)-3-pyridincarboxamid
(105 mg, 0,254 mmol) in Pyridin (3,0 ml) wurde auf 50°C erwärmt, wobei
eine 1 M Lösung
von NaHMDS in THF (0,53 ml, 0,53 mmol) zugegeben wurde. Die sich
ergebende Lösung
wurde 3 h bei 50°C
gerührt.
Die Reaktion wurde mit wässrigem
gesättigtem
NH4Cl gequencht, mit Wasser verdünnt und
mit EtOAc (3×)
extrahiert. Die vereinten organischen Extrakte wurden mit Salzlösung gewaschen,
getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der sich ergebende Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (Hexan:EtOAc, 7:3) gereinigt,
um die Titelverbindung zu ergeben (32 mg, 33% Ausbeute).
-
d) 2-Chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-4-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
Lösung
von 8-Brom-2-chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(0,046 g, 0,122 mmol) in DMF (2,0 ml) wurde durch Spülen mit
N2 für
10 min entgast. Pd(PPh3)4 (2,8
mg, 0,003 mmol) und Allyl tributylzinn (0,45 ml, 0,146 mmol) wurden
zugegeben und die sich ergebende Lösung wurde 2,5 h auf 90°C erwärmt. Die
Reaktionsmischung wurde mit Wasser verdünnt und mit CH2Cl2 (3×)
und EtOAc (2×)
extrahiert. Die vereinten organischen Extrakte wurden getrocknet (MgSO4), filtriert und unter vermindertem Druck
konzentriert. Der sich ergebende Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(Hexan zu Hexan:EtOAc, 7:3) gereinigt, um die Titelverbindung zu
ergeben (0,033 g, 80% Ausbeute).
-
e) 2-Chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
kalte (–78°C) Lösung von
2-Chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-4-methyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(0,82 g, 2,43 mmol) in CH2Cl2 (7,5
ml) und MeOH (7,5 ml) wurde mit O3 gesättigt, bis
die Lösung
hellblau wurde. Die Reaktionsmischung wurde 10 min bei –78°C gelassen,
dann wurde NaBH4 (0,23 g, 9,71 mmol) zugegeben
und man ließ die
Mischung langsam über
2 h auf Raumtemperatur aufwärmen.
Die Reaktion wurde mit wässriger
10% Citronensäurelösung gequencht
und mit EtOAc (3×)
extrahiert. Die organischen Extrakte wurden vereint, mit Salzlösung gewaschen,
getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der sich ergebende Rückstand
wurde über
Flash-Chromatographie (MeOH:CH2Cl2, 2 bis 10%)
gereinigt, um die Titelverbindung (0,41 g, 60% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben.
-
f) 11-Cyclopropyl-5,11-dihydro-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Die
Titelverbindung wurde nach einem ähnlichen Verfahren wie für das 11-Ethyl-Analogon in
Beispiel VIIIa beschrieben hergestellt.
-
g) 11-Cyclopropyl-5,11-dihydro-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diisopropylazodicarboxylat
(DIAD) (167 μl,
0,85 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 11-(Cyclopropyl)-5,11-dihydro-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(175 mg, 0,57 mmol), 4-Hydroxychinolin (123 mg, 0,85 mmol) und Ph3P (223 mg, 0,85 mmol) in THF (2,8 ml) bei Raumtemperatur
gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur für 3 h gerührt und dann unter vermindertem
Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in EtOAc (60 ml) gelöst
und die Lösung
wurde nacheinander mit 3 N wässrigem
NaOH (3 × 20
ml), wässrigem
gesättigtem
NH4Cl (20 ml) und Salzlösung (20 ml) gewaschen, dann
getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(EtOAc:MeOH; 95:5) gereinigt, um die Titelverbindung (74 mg, 30%
Ausbeute) als weißen
Feststoff zu ergeben: MS (ESI) m/z 438 (MH)+.
-
BEISPIEL X (Eintrag 21,
Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyloxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Festes
mCPBA (80–85%,
m-Chlorperbenzoesäure)
(2,21 g, 10,2 mmol) wurde zu einer Lösung von 5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(2,56 g, 6,02 mmol) in CH2Cl2 (30
ml) und THF (30 ml) bei Raumtemperatur gegeben (Anm.: die Reaktion
kann in CH2Cl2 allein
durchgeführt
werden). Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 1 h gerührt und
dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in CHCl3 (400 ml) gelöst, die
Lösung
wurde nacheinander mit wässrigem
10% Na2S2O3 (3 × 75
ml), wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 (3 × 75 ml) und Salzlösung (75
ml) gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert
und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
gereinigt (CHCl3:MeOH, 9:1), um die Titelverbindung
(2,01 g, 76% Ausbeute) als weißen
Feststoff zu ergeben: MS (ESI) m/z 442 (MH)+.
-
BEISPIEL XI (Eintrag 17,
Tabelle 1)
-
2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Mit
einer identischen Prozedur wie in Beispiel X ergab 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on (2,70 g, 5,87
mmol) die Titelverbindung (2,05 g, 73% Ausbeute) als weißen Feststoff:
MS (ESI) m/z 476/478 (MH)+.
-
BEISPIEL XII (Eintrag
11, Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-5-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Festes
mCPBA (457 mg, 2,12 mmol) wurde zu einer Lösung von 5,11-Dihydro-2-fluor-11-ethyl-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'- e][1,4]diazepin-6-on (470 mg, 1,06 mmol)
in CH2Cl2 (10 ml)
gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 13 h gerührt und
dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in CHCl3 (75 ml) gelöst, die
Lösung
wurde nacheinander mit wässrigem
10% Na2S2O3 (3 × 25
ml), wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 (3 × 25 ml) und Salzlösung (25
ml) gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert
und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie (CHCl3:MeON, 19:1 bis 9:1) gereinigt, um die Titelverbindung
(250 mg, 51% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 460 (MH)+.
-
BEISPIEL XIII (Eintrag
10, Tabelle 1)
-
2-Chlor-11-cyclopropyl-5,11-dihydro-5-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Festes
mCPBA (177 mg, 0,82 mmol) wurde zu einer Lösung von 2-Chlor-11-chlorpropyl-5,11-dihydro-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on (143 mg, 0,30 mmol)
in CH2Cl2 (3 ml)
und THF (3 ml) gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 14
h gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in EtOAc (50 ml) gelöst,
die Lösung
wurde nacheinander mit wässrigem
10% Na2S2O3 (3 × 10
ml), wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 (3 × 10 ml) und Salzlösung (10
ml) gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert
und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde teilweise durch
Flash-Chromatographie (EtOAc:MeOH, 95:5 bis CH2Cl2:MeOH, 9:1) gereinigt. Die unreine Verbindung
wurde weiter durch Umkehrphasen-HPLC (CombiPrep ADS-AQ 50 × 20 mm,
5 μ, 120
A, 5–100%
MeCN + 0,10% TFA/Wasser + 0,10% TFA in 25 min) gereinigt. Die reinen
Fraktionen wurden mit wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 behandelt, mit EtOAc extrahiert und
die Lösung
wurde getrocknet (MgSO4), filtriert und
unter vermindertem Druck konzentriert, um die Titelverbindung (28,3
mg, 19%) als weißen
Feststoff zu ergeben: MS (ESI) m/z 488/490 (MH)+.
-
BEISPIEL XIV (Eintrag
14, Tabelle 1)
-
2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Festes
mCPBA (46,9 mg, 0,22 mmol) wurde zu einer Lösung von 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(50,0 mg, 0,11 mmol) in CH2Cl2 (2,2
ml) gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 1 h gerührt und
dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in EtOAc (50 ml) gelöst,
die Lösung
wurde nacheinander mit wässrigem 10%
Na2S2O3 (3 × 10 ml),
wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 (3 × 10 ml) und Salzlösung (10
ml) gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert
und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Umkehrphasen-HPLC
gereinigt (CombiPrep ADS-AQ 50 × 20
mm, 5 μ,
120 A, 5–100%
MeCN + 0,10% TFA/Wasser + 0,10% TFA in 25 min). Die reinen Fraktionen
wurden mit wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 behandelt, mit EtOAc extrahiert und
die Lösung
wurde getrocknet (MgSO4), filtriert und
unter vermindertem Druck konzentriert, um die Titelverbindung (32,5
mg, 63%) als weißen
Feststoff zu ergeben: MS (ESI) m/z 488/490 (MH)+.
-
BEISPIEL XV (Eintrag 9,
Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-4-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinoliny)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Unter
Verwendung einer ähnlichen
Prozedur wie in Beispiel XIV ergab 5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on (125 mg, 0,28 mmol)
die Titelverbindung (40 mg, 31%) als weißen Feststoff (MS (ESI) m/z
460 (MH)+.
-
BEISPIEL XVI (Eintrag
12, Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e]diazepin-6-on
-
Festes
mCPBA (163 mg, 0,75 mmol) wurde zu einer Lösung von 5,11-Dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(144 mg, 0,34 mmol) in CH2Cl2 (7,5
ml) gegeben. Die Lösung
wurde bei Raumtemperatur 2 h gerührt.
Die Mischung wurde mit CH2Cl2 (125 ml)
verdünnt,
aufeinanderfolgend mit wässrigem
10% Na2S2O3 (2 × 25
ml), wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 (2 × 25 ml) und Kochsalzlösung (25
ml) gewaschen, dann getrocknet (MgSO4),
filtriert und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (CH2Cl2:MeOH, 10:1) gereinigt, um die Titelverbindung
(102 mg, 68% Ausbeute) als weißen
Feststoff zu ergeben: MS (ESI) m/z 442 (MH).
-
BEISPIEL XVII (Eintrag
15, Tabelle 1)
-
11-Cyclopropyl-5,11-dihydro-4-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipydrio[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Unter
Verwendung einer ähnlichen
Prozedur wie in Beispiel XIV ergab 11-Cyclopropyl-5,11-dihydro-4-methyl-8-{2-(4-chinolinoxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on (37,1 mg, 0,085
mmol) die Titelverbindung (35 mg, 91%) als weißen Feststoff: MS (ESI) m/z
454 (MH)+.
-
BEISPIEL XVIII (Eintrag
25, Tabelle 1)
-
2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-8{2-(5-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diethylazodicarboxylat
(DEAD) (77 μl,
0,49 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(125 mg, 0,38 mmol), 5-Hydroxychinolin (70,9 mg, 0,49 mmol) und
Ph3P (128 mg, 0,49 mmol) in THF (2,5 ml)
bei Raumtemperatur gegeben. Nach 1,5 h wurden zusätzliche
Mengen an DEAD (35 μl,
0,22 mmol) und PPh3 (59 mg, 0,22 mmol) zur
Mischung gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 1 h gerührt, dann
mit EtOAc (50 ml) verdünnt
und die Lösung
wurde nacheinander mit wässrigem
1 N NaOH (4 × 10
ml) und Salzlösung (15
ml) gewaschen, dann getrocknet (MgSO4),
filtriert und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (CH2Cl2:Aceton, 85:15) gereinigt. Der sich ergebende
Feststoff wurde trituriert mit Et2O, um
die Titelverbindung (38 mg, 22% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 460/462 (MH)+.
-
BEISPIEL XIX (Eintrag
20, Tabelle 1)
-
2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-{(1-oxido-5-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipydrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diethylazodicarboxylat
(DEAD) (160 μl,
1,01 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(225 mg, 0,68 mmol), 5-Hydroxychinolin (147 mg, 1,01 mmol) und Ph3P (266 mg, 1,01 mmol) in THF (3,4 ml) bei Raumtemperatur
gegeben. Die Mischung wurde 3 h bei Raumtemperatur gerührt und
dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde teilweise durch Flash-Chromatographie
(EtOAc:MeOH; 95:5) gereinigt. Die Fraktionen enthaltend das 5-Chinolinyloxy-Derivat
wurden konzentriert, in CH2Cl2 (2
ml) und THF (5 ml) gelöst
und mit mCPBA (80%, 248 mg, 1,15 mmol) bei Raumtemperatur behandelt.
Die Lösung
wurde bei Raumtemperatur für
2,5 h gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde in EtOAc (50 ml) gelöst,
nacheinander mit wässrigem
10% Na2SO2O3 (3 × 10
ml), wässrigem
gesättigtem NaHCO3 (3 × 10
ml) und Kochsalzlösung
(10 ml) gewaschen, dann getrocknet (MgSO4),
filtriert und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc:MeOH, 95:5 bis CH2Cl2:MeOH, 9:1) gereinigt,
um die Titelverbindung (113 mg, 35% Ausbeute für 2 Schritte) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 476/478 (MH)+.
-
BEISPIEL XX (Eintrag 18,
Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-5-methyl-8-{2-{(1-oxido-5-chinolinyl)-oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Unter
Verwendung einer identischen Prozedur wie in Beispiel XIX ergab
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(267 mg, 0,84 mmol) die Titelverbindung (204 mg, 52% Ausbeute für 2 Schritte)
als weißen
Feststoff: MS (ESI) m/z 460 (MH)+.
-
BEISPIEL XXI (Eintrag
19, Tabelle 1)
-
2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-4-methyl-8-{2-{(1-oxido-5-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Unter
Verwendung einer ähnlichen
Prozedur wie in Beispiel XIX, aber unter Verwendung von Diisopropylazodicarboxylat
(DIAD) anstelle von Diethylazodicarboxylat, ergab 2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(223 mg, 0,67 mmol) die Titelverbindung (43,4 mg, 14% Ausbeute für 2 Schritte)
als weißen
Feststoff: MS (ESI) m/z 476/478 (MH)+.
-
BEISPIEL XXII (Eintrag
23, Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-4-methyl-8-{2-{(1-oxido-5-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Unter
Verwendung einer ähnlichen
Prozedur wie in Beispiel XXI ergab 5,11-Dihydro-11-ethyl-2-fluor-8-(2-hydroxyethyl)-4-methyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(250 mg, 0,79 mmol) die Titelverbindung (64,7 mg, 18% Ausbeute für 2 Schritte)
als weißen
Feststoff: MS (ESI) m/z 460 (MH)+.
-
BEISPIEL XXIII, Eintrag
22, Tabelle 1
-
2-Chlor-5,11-dihydro-11-ethyl-8-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipydrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
- MS (ESI) m/z 462/464 (MH)+.
-
BEISPIEL XXIV, Eintrag
26, Tabelle 1
-
5,11-Dihydro-5,11-diethyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
-
BEISPIEL XXV, Eintrag
27, Tabelle 1
-
5,11-Dihydro-5,11-diethyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
-
BEISPIEL XXVI (Eintrag
28, Tabelle 1)
-
2,5-Dimethyl-5,11-dihydro-11-ethyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
a) 5-Brom-2-chlor-N-(6-chlor-2-methyl-3-pyridinyl)-3-pyridincarboxamid
-
NaHCO3 (3,9 g, 46,4 mmol) wurde zu einer Lösung von
3-Amino-2-chlor-6-methylpyridin
(2,2 g, 15,4 mmol; hergestellt wie von K. G. Grozinger et al., J.
Heterocyclic Chem. 1995, 32, 259–263 beschrieben) in MeCN (50
ml) gegeben. Die sich ergebende Suspension wurde 15 min gerührt und
eine Lösung
von rohem 5-Brom-2-chlor-3-pyridincarbonylchlorid
(hergestellt aus 5-Brom-2-hydroxy-3-pyridincarbonsäure und
SOCl2 [wie von T. W. Gero et al. in Synth.
Commun. 1989, 19, 553–559
beschrieben (hier unter Bezugnahme aufgenommen), aber unter Weglassung
der wässrigen
Aufarbeitung] (4 g) in MeCN (10 ml) wurde über 30 min eingeleitet. Die
sich ergebende Suspension wurde bei Raumtemperatur gerührt. Nach
24 h wurde die Mischung in eine Mischung von Wasser (100 ml) und
Eis (10 g) gegeben und 20 min gerührt. Die Suspension wurde filtriert
und der sich ergebende Feststoff mit Wasser (50 ml) und Hexan (25
ml) gewaschen, dann über
P2O5 unter vermindertem
Druck getrocknet, um die Titelverbindung (1,8 g, 31% Ausbeute) als
weißes
Pulver zu ergeben.
-
b) 5-Brom-N-(2-chlor-6-methyl-3-pyridinyl)-2-(ethylamino)-3-pyridincarboxamid
-
Eine
Lösung
von 5-Brom-2-chlor-N-(2-chlor-6-methyl-3-pyridinyl)-3-pyridincarboxamid
(1,7 g, 4,8 mmol) und Ethylamin (2 M in THF, 10,5 mmol, 5,2 ml)
in THF (5 ml) wurde bei 90 bis 95°C
in einem Stahlautoklaven 16 h gerührt. Die sich ergebende Mischung
wurde in Wasser (100 ml) gegossen, 15 min gerührt und filtriert. Der Feststoff
wurde mit Wasser und anschließend
Hexan gewaschen, um die Titelverbindung als gelben Feststoff zu
ergeben (1,58 g, 89% Ausbeute).
-
c) 8-Brom-5,11-dihydro-2,5-dimethyl-11-ethyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
Lösung
von rohem 5-Brom-N-(2-dichlor-6-methyl-3-pyridinyl)-2-(ethylamino)-3-pyridincarboxamid
(0,7 g, 1,8 mmol) in wasserfreiem Pyridin (18 ml) wurde auf 50°C erwärmt. Eine
1 M Lösung
von NaHMDS in THF (7,2 ml, 7,2 mmol) wurde dann tropfenweise zugegeben
und der Rührvorgang
wurde weitere 3 h fortgesetzt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wurde
Methyliodid (0,6 ml, 9 mmol) zugegeben und die Reaktion wurde über Nacht
gerührt.
Wasser (25 ml) wurde zugegeben und die Mischung wurde mit EtOAc
(3×) extrahiert und
die vereinten Extrakte wurden mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen,
dann getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(Hexan:EtOAc, 8:2) gereinigt, um die Titelverbindung zu ergeben
(259 mg, 41% Ausbeute).
-
d) 5,11-Dihydro-2,5-dimethyl-11-ethyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Eine
Lösung
von 8-Brom-5,11-dihydro-2,5-dimethyl-11-ethyl-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(258 mg, 0,7 mmol) in DMF (7,4 ml) wurde unter vermindertem Druck
für 20
min entgast. Pd(PPh3)4 (43
mg, 0,04 mmol) wurde dann zugegeben, gefolgt von Allyltributylzinn
(0,3 ml, 0,85 mmol). Nach Entgasen unter vermindertem Druck für 10 min
wurde die Mischung auf 100°C
für 1,5
h erwärmt.
Die Mischung wurde dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der
Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (Hexan:EtOAc, 8:2) gereingt, um
die Titelverbindung (184 mg, 98% Ausbeute) als gelben Feststoff
zu ergeben.
-
e) 5,11-Dihydro-2,5-dimethyl-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Ein
O3-Strom wurde in eine kalte (–78°C) Lösung von
5,11-Dihydro-2,5-dimethyl-11-ethyl-8-(2-propenyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(187 mg, 0,6 mmol) und Sudan III in CH2Cl2 (3 ml) und MeOH (3 ml) eingeleitet. Als
die pinkfarbene Lösung
braun wurde, wurde O2 durch die Lösung für 10 min
geblubbert. NaBH4 (57 mg, 1,52 mmol) wurde
dann zugegeben und man ließ die
Lösung
auf Raumtemperatur aufwärmen. Nach
30 min wurde eine zusätzliche
Menge NaBH4 (20 mg) zugesetzt. Nach 2 h
wurde dann wässriges
gesättigtes
NH4Cl zugegeben und die Mischung 20 min
gerührt.
Die Lösung
wurde unter vermindertem Druck konzentriert und mit CH2Cl2 (3×)
extrahiert. Die vereinten organischen Extrakte wurden mit Salzlösung gewaschen, getrocknet
(MgSO4), filtriert und unter vermindertem
Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc:Hexan, 6:4) gereinigt,
um die Titelverbindung (111 mg, 58% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben.
-
f) 2,5-Dimethyl-5,11-dihydro-11-ethyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diethylazodicarboxylat
(DEAD) (139 μl,
0,88 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 5,11-Dihydro-2,5-dimethyl-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(110 mg, 0,35 mmol), 4-Hydroxychinolin (128 mg, 0,88 mmol) und Ph3P (231 mg, 0,88 mmol) in THF (3,5 ml) bei
Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 16
h gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde in EtOAc (60 ml) verdünnt und
die Lösung
wurde nacheinander mit 1 N wässrigem
NaOH (3 × 10
ml) und Kochsalzlösung
(15 ml) gewaschen, dann getrocknet (MgSO4),
filtriert und unter vermindertem Druck konzentriert. Die Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (EtOAc dann EtOAc:MeOH, 9,5:0,5)
gereinigt, um die Titelverbindung (57 mg, 37% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu ergeben: MS (ESI) m/z 440 (MH)+.
-
g) 5,11-Dihydro-2,5-dimethyl-11-ethyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Festes
mCPBA (80–85%,
m-Chlorperbenzoesäure)
(60 mg, 0,28 mmol) wurde zu einer Lösung von 5,11-Dihydro-2,5-dimethyl-11-ethyl-8-{2-(4-chinolinyloxy) ethyl}-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on (55
mg, 0,13 mmol) in CH2Cl2 (1,3
ml) bei Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur
2,5 h gerührt
und dann mit CH2Cl2 verdünnt. Die
sich ergebende Lösung
wurde nacheinander mit wässrigem
10% Na2S2O3, wässrigem,
gesättigtem
NaHCO3 und Salzlösung gewaschen, getrocknet
(MgSO4), filtriert und unter vermindertem
Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (MeOH/EtOAc, 2% bis 5%) gereinigt,
um die Titelverbindung (59 mg, 99% Ausbeute) als weißen Feststoff
zu erhalten: MS (ESI) m/z 456 (MH)+.
-
BEISPIEL XXVII (Eintrag
29, Tabelle 1)
-
5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
a) 2-(Ethylamino)-3-nitro-6-(trifluormethyl)pyridin
-
Zu
einer Lösung
von 2-Nitroacetamidammoniumsalz (4 g, 33 mmol) in Wasser (165 ml)
wurde Piperidiniumacetat (33 mmol) in Wasser gegeben, gefolgt von
der langsamen Zugabe von 4-Ethoxy-1,1,1-trifluor-3-buten-2-on (6,1
ml, 43 mmol) in MeOH (11 ml). Die Reaktionsmischung wurde 2 h bei
Raumtemperatur und 3 h bei Rückfluss
gerührt.
Man ließ die
Reaktionsmischung auf 45°C
abkühlen
und wässrige
HCl (1 N) wurde zugegeben, bis der pH sauer war. Nach 1 h bei Raumtemperatur
wurde die Reaktionsmischung mit CH2Cl2 (3×)
extrahiert. Die vereinten organischen Schichten wurden nacheinander
mit Wasser und Salzlösung gewaschen,
getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(EtOAc, dann EtOAc:MeOH, 9:1) gereinigt, um 3-Nitro-6-(trifluormethyl)-2(1H)-pyridinon
(2,7 g, 40% Ausbeute) als gelben Feststoff zu ergeben.
-
Zu
einer Lösung
von 3-Nitro-6-(trifluormethyl)-2(1H)-pyridinon (2,4 g, 11,5 mmol)
in DMF (69 ml) wurde Natriumhydrid (350 mg, 13,8 mmol) gegeben.
Die Reaktion wurde 30 min bei 45°C
gerührt,
auf Raumtemperatur abgekühlt
und N-Phenyltrifluormethansulfonimid
(4,9 g, 13,8 mmol) wurde zugegeben. Nach 1 h wurde eine 2 M Lösung von
Ethylamin in THF (13 ml, 25 mmol) zugegeben. Die Reaktion wurde über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde in Wasser (100 ml) gegossen und mit
EtOAc (3×)
extrahiert. Die vereinte organische Schicht wurde nacheinander mit
Wasser und Salzlösung
gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert
und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(Hexan:EtOAc, 9:1) gereinigt, um die gewünschte Verbindung (1,1 g, 41%
Ausbeute) als gelbes Öl zu
erhalten.
-
b) 3-Amino-2-(ethylamino)-6-trifluormethyl)pyridin
-
Eine
Lösung
von 2-(Ethylamino)-3-nitro-6-(trifluormethyl)pyridin (1,1 g, 4,9
mmol) in MeOH (40 ml) wurde über
Nacht bei Raumtemperatur unter Wasserstoff (1 atm) in Anwesenheit
von 20% Pd(OH)2/C (100 mg) gerührt. Der
Katalysator wurde durch Filtration über Diatomeenerde entfernt.
Die Filtrat wurde unter vermindertem Druck konzentriert, um die
Titelverbindung als oranges Öl
zu ergeben (1 g).
-
c) 2-Chlor-N-{2-(ethylamino)-6-(trifluormethyl)-3-pyridinyl}-5-brom-3-pyridincarboxamid
-
Zu
einer gekühlten
Lösung
von 3-Amino-2-(ethylamino)-6-trifluormethylpyridin (1 g, 4,9 mmol)
in MeCN (24 ml) wurde festes NaHCO3 (906
mg, 11 mmol) gegeben. Nach 5 min wurde rohes 5-Brom-2-chlor-3-pyridincarbonylchlorid
(hergestellt aus 5-Brom-2-hydroxy-3-pyridincarbonsäure und
SOCl2 [wie von T. W. Gero et al. in Synth.
Commun. 1989, 19, 553–559
beschrieben (hier durch Bezugnahme aufgenommen), aber unter Weglassen
der wässrigen
Aufarbeitung)] zugegeben (1 Äquiv.,
4,9 mmol). Nach 2 h wurde die Reaktionsmischung über Eis/H2O
(1,5 l) gegeben und der sich ergebende Feststoff wurde filtriert
und mit H2O und dann Hexan gespült. Nach
Trocknen unter vermindertem Druck über Nacht wurde die Titelverbindung
als hellbrauner Feststoff erhalten (1,6 g, 77% Ausbeute).
-
d) 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Zu
einer Lösung
von 2-Chlor-N-{2-(ethylamino)-6-(trifluormethyl)-3-pyridinyl}-5-brom-3-pyridincarboxamid
(766 mg, 1,8 mmol) in DMF (18 ml) wurde NaH (137 mg, 5,4 mmol) zugegeben.
Die Reaktion wurde bei 80°C
gerührt.
Nach 1 h ließ man
die Reaktion auf Raumtemperatur abkühlen und sie wurde dann in
Wasser (20 ml) gegossen. Die sich ergebende Mischung wurde mit EtOAc
(3×) extrahiert.
Die vereinte organische Schicht wurde nacheinander mit Wasser und
Kochsalzlösung
gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert
und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(Hexan:EtOAc, 7:3) gereinigt, um die gewünschte Verbindung (200 mg,
28% Ausbeute) als gelben Feststoff zu ergeben.
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e) 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Zu
einer Lösung
von 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(200 mg, 0,52 mmol) in DMF (2,6 ml) wurde NaH (20 mg, 0,78 mmol)
zugegeben und die Mischung auf 50°C
für 30
min erwärmt.
Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur gekühlt und
mit Mel (97 μl, 1,56
mmol) behandelt. Nach 16 h wurde die Reaktionsmischung mit Wasser
verdünnt.
Die sich ergebende Mischung wurde mit EtOAc (3×) extrahiert. Die vereinte
organische Schicht wurde nacheinander mit Wasser und Salzlösung gewaschen,
getrocknet (MgSO4), filtriert und unter
vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(Hexan:EtOAc, 8,5:1,5) gereinigt, um die Titelverbindung (110 mg, 53%
Ausbeute) als weißen
Schaum zu ergeben.
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f) 5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-(2-propenyl)-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Allyltributylzinn
(98 μl,
0,32 mmol) und Pd(Ph3P)4 (16
mg, 0,02 mmol) wurden zu einer entgasten (N2 durch
Lösung
für 30
min) Lösung
von 8-Brom-5,11-dihydro-11-ethyl-5-methyl-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(11 mg, 0,27 mmol) in DMF (1,4 ml) bei Raumtemperatur gegeben. Die
Mischung wurde 1,5 h bei 90°C
gerührt
und dann auf Raumtemperatur gekühlt
und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(Hexan:EtOAc, 8:2 bis 7:3) gereinigt, um die Titelverbindung zu
ergeben (101 mg, 99% Ausbeute).
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g) 5,11-Dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Ein
ozonisierter Sauerstoffstrom wurde durch eine kalte (–78°C) Lösung von
5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-(2-propenyl)-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(100 mg, 0,27 mmol) in CH2Cl2 (2,7
ml) und MeOH (2,7 ml) für
2,5 h durchgeblubbert. Ein Strom von N2 wurde
als nächstes
durch die Lösung
für 15
min geblubbert und dann wurde festes NaBH4 (52
mg, 1,4 mmol) zur Lösung
gegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung auf Raumtemperatur aufwärmen. Nach 1 h wurde wässriges
gesättigtes
NH4Cl (5 ml) zugegeben und die Mischung
bei Raumtemperatur 2 h gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit CH2Cl2 verdünnt
und die wässrige
Schicht wurde erneut mit CH2Cl2 extrahiert.
Die vereinte organische Schicht wurde nacheinander mit Wasser und
Salzlösung
gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert
und unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wurde durch Flash-Chromatographie
(EtOAc:Hexan: 75:25 bis EtOAc 100%) gereinigt, um die Titelverbindung
(60 mg, 59% Ausbeute) als weißen
Feststoff zu erhalten.
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h) 5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Diethylazodicarboxylat
(DEAD) (38 μl,
0,24 mmol) wurde tropfenweise zu einer Lösung von 5,11-Dihydro-11-ethyl-8-(2-hydroxyethyl)-5-methyl-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(58 mg, 0,16 mmol), 4-Hydroxychinolin (35 mg, 0,24 mmol) und Ph3P (62 g, 0,24 mmol) in THF (1,6 ml) bei
Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 1
h gerührt
und dann unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie
(EtOAc:MeOH; 95:5) gereinigt, um die Titelverbindung (24 mg, 31%
Ausbeute) als weißen
Feststoff zu ergeben: MS (ESI) m/z (494, 495 (MH)+.
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i) 5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-{(1-oxido-4-chinolinyl)oxy}ethyl}-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
-
Festes
mCPBA (80–85%,
m-Chlorperbenzoesäure)
(16 mg, 0,08 mmol) wurde zu einer Lösung von 5,11-Dihydro-11-ethyl-5-methyl-8-{2-(4-chinolinyloxy)ethyl}-2-(trifluormethyl)-6H-dipyrido[3,2-b:2',3'-e][1,4]diazepin-6-on
(22 mg, 0,04 mmol) in CH2Cl2 (0,5
ml) bei Raumtemperatur gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur
2,5 h gerührt
und dann mit CH2Cl2 verdünnt. Die
sich ergebende Lösung
wurde nacheinander mit wässrigem
10% Na2S2O3, wässrigem
gesättigtem
NaHCO3 und Salzlösung gewaschen, getrocknet (MgSO4), filtriert und unter vermindertem Druck
konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (MeOH:CHCl3,
5% bis 10%) gereinigt, um die Titelverbindung (11 mg, 52% Ausbeute)
als weißen
Feststoff zu erhalten (MS (ESI) m/z 511 (MH)+.
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TABELLE
I Verbindungen
der Formel I
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REVERSE TRANSKRIPTASE
(RT)-ASSAYS
-
ASSAY-THEORIE:
-
Unter
den Enzymen, für
die das humane Immunschwächevirus
(HIV-1) kodiert, befindet sich eine Reverse Transkriptase (1), die
so bezeichnet wird, weil sie eine DNA-Kopie von einem RNA-Templat
transkribiert. Diese Aktivität
kann in einem zellfreien Enzym-Assay quantitativ gemessen werden
und basiert auf der Beobachtung, dass Reverse Transkriptase in der
Lage ist, ein synthetisches Templat Poly r(C) mit einem Primer biotinyliertes
Oligo d(G) zu verwenden, um einen radioaktiv markierten DNA-Strang
unter Verwendung von 3H-dGTP als Substrat zu transkribieren. Der
nachstehend beschriebene Assay benutzt das Wildtyp-Enzym (welches
die vorherrschende Form des Enzyms ist, das in Patienten beobachtet
wird, die mit HIV-1 infiziert sind) und kann auch mit Enzymen von
Mutanten-RT (z.B. Y181C, hergestellt durch Punktmutation, wobei
der Tyrosinrest an Codon 181 durch einen Cysteinrest ersetzt worden
ist) unter analogen Assaybedingungen verwendet werden. Dieser Assay
ermöglicht
es, Verbindungen auf ihre Wirksamkeit bei der Inhibierung der Mutantenenzyme
zu bewerten.
-
MATERIALIEN:
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a) Herstellung des Enzyms
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Einige
HIV-1 IIIB Klon BH10 RT-Mutanten wurden von Dr. C.-K. Shih (Boehringer
Ingelheim Pharmaceuticals Inc., U.S.A.) im Vektor pKK233-2 (Pharmacia)
bereitgestellt. Kurz gesagt wurde ein HIV-RT Klon pKRT2 enthaltend
nur das RT p66 Gen reguliert durch den lac-Operon/trc-Promotor von
Dr. W. Summers (Yale University) erhalten (2). Eine Vielfalt von
speziellen Aminosäuresubstitutionen
wurde in das Wildtyp-RT-Gen durch Punktmutation eingeführt. RT-Klone wurden in den
bakteriellen Expressionsvektor pKK233-2 subkloniert. Bereitgestellte
Klone beinhalteten den Wildtyp, Val106Ala, Tyr181Cys, Tyr188Cys,
Tyr188Leu, Gly190Ala und Pro236Leu. Andere wurden betriebsintern
durch Punktmutation von pKK233-2 RT-Klonen erstellt, einschließlich Lys103Asn,
Lys103Asn/Tyr181Cys, Lys103Asn/Leu100Ile, Lys103Asn/Pro225His und Lys103Asn/Val108Ile.
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b) Reinigung des Enzyms
-
Die
Reinigung von rekombinanter Reverse-Transkriptase erfolgte durch
Verwendung einer Kombination von vorher beschriebenen Verfahren
(3). Eine einzelne Kolonie aus einer frischen Platte von transformierten
JM109-Zellen wurde verwendet, um das Wachstum einer bei 37°C gewachsenen Übernachtvorkultur
zu starten. Zwei Liter Wachstumsmedium wurden mit dieser Vorkultur
geimpft. Bei OD600 ~ 1,5 (5–6 h bei
37°C) wurde
die RT-Genexpression mit IPTG (1 mM am Ende) induziert und die Fermentation
wurde einige weitere Stunden bei 37°C fortgesetzt. Nach Zentrifugieren
wurden die überstehenden
Lösungen
verworfen, während Zellpellets
zusammengelegt und bis zur Reinigung bei –80°C gelagert wurden. Die Zellen
wurden bei 4°C über Nacht
aufgetaut und in Lysispuffer (MES, 50 mM, pH 6, EDTA, 1 mM, 10%
Vol./Vol. Glycerin, 0,02% Gew./Vol. OBG, 0,02% Gew./Vol. Natriumazid)
suspendiert. Lysozym wurde zugegeben und die Mischung auf Eis 40
min inkuziert. Nach Homogenisierung mit einem Dounce in Anwesenheit
von Lysozym und Beschallung wurden die Zellen 30 min zentrifugiert.
Der Überstand
(S1) wurde sichergestellt und bei 4°C gelagert. Der zentrifugierte Pellet
wurde erneut in Extraktionspuffer (MES 50 mM pH 6, KPO4 50
mM pH 6, KCl 100 mM, 10% Vol./Vol. Glycerin, 0,02% Gew./Vol. OBG,
0,02% Gew./Vol. Natriumazid) suspendiert und 30 min bei 4°C gerührt. Diese zweite
Mischung wurde wiederum zentrifugiert und der Überstand (S2) gesichert. Das
vorstehende Verfahren wurde zwei weitere Male wiederholt, wobei
die Überstände S3 und
S4 gesichert wurden, und eine letzte Extraktion wurde über Nacht
durchgeführt
(S5). Polymin P (0,005% zum Schluß) wurde zu den vereinten Überständen zugegeben,
um Nucleinsäuren
zu entfernen. Diese Lösung
wurde 75 min bei 4°C
gerührt
und 1 h zentrifugiert. Der Überstand
(SS1) wurde auf Eis mit 20% Gew./Vol. Ammoniumsulfat gefällt und
1 h bei 4°C
gerührt.
Die Mischung wurde dann zentrifugiert und der sich ergebende Überstand
(SS2) wurde mit zusätzlichem 40%
Gew./Vol. Ammoniumsulfat (60% insgesamt) gefällt, 1 h gerührt und
wiederum zentrifugiert. Der Endpellet (P1) wurde über Nacht
bei 4°C
gelagert, bevor er am folgenden Tag einer Reinigung unterworfen
wurde. Alle Reinigungsschritte erfolgten bei 4°C, sofern nicht anders angegeben.
-
Pellet
(P1) wurde erneut in MES 50 mM pH 6, KPO4 10
mM pH 6, KCl 100 mM, 10% Vol./Vol. Glycerin, 0,02% Gew./Vol. OBG,
0,02% Gew./Vol. Natriumazid suspendiert. Die Suspension wurde über Nacht
mit einem 12 bis 14 kD MWCO-Dialyseschlauch
gegen den gleichen Puffer dialysiert. Das Dialysat wurde zentrifugiert
und der Überstand
durch Millex-PF 0,8 m Filtereinheiten filtriert. Die filtrierte
Probe wurde auf eine Hydroxylapatit-Säule (30 ml Bettvolumen) gegeben
und mit dem gleichen Puffer gewaschen. Das gebundene Enzym wurde
mit etwa 220 ml eines linearen Gradienten von 10 bis 300 mM KPO4 in vorstehendem Puffer eluiert. Die Fraktionen
enthaltend p66/p51-Heterodimer (bestimmt durch SDS-PAGE 8% und Western-Blotting)
wurden für die
nächste
Säule gesammelt.
Die RT enthaltenden Fraktionen wurden zweifach mit Bis-Tris-Propan
50 mM pH 7,0, 0,02% Gew./Vol. OBG, 10% Vol./Vol. Glycerin, 0,02%
Gew./Vol. Natriumazid verdünnt
und auf eine Hi-Trap Heparin-Sepharose-Säule (5 ml Bettvolumen) gegeben
und mit dem gleichen Puffer gewaschen. Die gebundene RT wurde dann
mit 75 ml eines linearen Gradienten von 0 bis 1 M Ammoniumsulfat
in dem gleichen Puffer eluiert. RT enthaltende Fraktionen wurden
gemäß SDS-PAGE-
und Western-Blotting-Analysen gesammelt. Die Proteinkonzentration
dieses Pools wurde durch das Bradford-Verfahren mit BSA als Standard bestimmt.
Das fertige Enzympräparat
wurde in MES 50 mM pH 6, KPO4 300 mM pH
6, KCl 175 mM, 10% Vol./Vol. Glycerin, 0,02% Gew./Vol. Natriumazid
dialysiert, es wurden Aliquote genommen und bei –80°C gefroren.
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ASSAYVERFAHREN:
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Der
radiometrische Enzymassay ist für
das Format einer 96-Mulden-Mikrotiterplatte angepasst worden und
es werden Streptavidin-Scintillation-Proximity-Perlen verwendet. Der Assay wird nachstehend
kurz beschrieben. Das HIV-1 RT-Enzym
wurde aufgetaut und in geeigneter Weise in Tris/HCl 50 mM pH 7,8
enthaltend NaCl 60 mM, MgCl2·Hexahydrat
2 mM, DTT 6 mM, GSH 2 mM und 0,02% Gew./Vol. Chaps verdünnt, um ≈ 3 nM Enzym
zu erhalten. Zu 30 μl
dieser Enzymlösung
wurden 10 μl
der Inhibitorlösung
(50 μm bis
2,5 nM Inhibitor im gleichen Assaypuffer wie vorstehend enthaltend
15% Vol./Vol. DMSO) zugegeben. Die Platte wurde 15 min bei Raumtemperatur
vorinkubiert, bevor der nächste
Schritte durchgeführt
wurde. Bei diesem Vorinkubationsschritt waren die höchsten und
niedrigsten Inhibitorkonzentrationen 12,5 μm bzw. 0,67 nM und die Konzentration
von DMSO 3,75% Vol./Vol. Dann wurde die enzymatische Reaktion durch
Zugabe von 10 μl Substratlösung gestartet.
Die Endreaktionsmischung enthielt Tris/HCl 50 mM pH 7,8, NaCl 60
mM, MgCl2·6H2O
2 mM, DTT 6 mM, GSH 2 mM, Chaps 0,02% Gew./Vol. DMSO 3% Vol./Vol.,
Poly rC 179 nM, Biotin dG15 18 nM, dGTP
288 nM, 3H-dGTP 71 nM und 1–2 nM Enzym.
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Bei
diesem Inkubationsschritt waren die höchsten und niedrigsten Inhibitorkonzentrationen
10 μm bzw. 0,5
nM. Nach der Zugabe der Substrate wurde die Platte mit einem Kunststoffdeckel
bedeckt und 1 h bei 37°C in
einem trockenen Inkubator inkubiert. Dann wurde die Reaktion durch
Zugabe von 75 μl
EDTA 0,5 M enthaltend 5 mg/ml Streptavidin-Scintillation-Proximity-Perlen
gequencht.
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Die
Platte wurde 2 min bei mittlerer Geschwindigkeit geschüttelt und
1 h bei Raumtemperatur inkubiert. Dann wurden 75 μl einer 7
M Lösung
Cäsiumchlorid
zugegeben, die Platte wurde 2 min bei mittlerer Geschwindigkeit
geschüttelt
und wiederum 1 h bei Raumtemperatur inkubiert. Die Platte wurde
dann mit einer Kunststoffabdeckung bedeckt und unter Verwendung
einer TopCount-NXT® Microplate Scintillation & Luminescence Counter
(Packard) ausgezählt.
Jede Mulde wurde 60 s ausgezählt.
Jede Reihe enthielt an den Rändern
eine Blind- und eine Kontrollmulde.
-
Die
Berechnung der prozentualen Inhibierung war:
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-
Mit
dem vorstehenden Assay wurden Verbindungen der Erfindung im Hinblick
auf die Inhibierung des RT-Wildtyps (WT) und der Mutanten-Enzyme
geprüft.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 als IC50 (nM)
aufgeführt.
-
Zur
Bestätigung
des Vermögens
dieser Verbindungen zur Inhibierung der HIV-Replikation wurden sie auch in einem
Human-T-Zellkultur (Syncytia)-Assay geprüft, wie nachstehend beschrieben.
-
ELISA-Assay für die Bewertung
der Aktivität
in Zellkultur
-
Verbindungen
der Erfindung wurden auf ihr Vermögen zur Inhibierung der HIV-Replikation
in einer Zellkultur in einem 96-Mulden-Platten-Assay geprüft. Ein
vollständiges
RPMI 1640, bestehend aus RPMI 1640 + 10% fötalem Rinderserum, 10 μg/ml Gentamycin
und 10 μM β-Mercaptoethanol,
wurde zur Verdünnung
der Verbindung ebenso wie als Zellwachstumsmedium verwendet. Die
T-Lymphozyten-Zelllinie
C8166 wurde mit einem Infektionsverhältnis (multiplicity of infection)
von 0,001 mit Viren, die Wildtyp- und Mutanten-Reverse Transkriptase
kodieren, infiziert. Die Zellen wurden dann 3 Tage mit fortlaufenden
Verdünnungen
der Verbindungen der Erfindung inkubiert. Der Überstand wurde von 8 Muldenkopien
gesammelt und die Konzentration extrazellulärer p24 wurden mit einem handelsüblichen
HIV-1 p24-Antigen-Assay-Kit
(Beckman-Coulter®) bestimmt. Der Inhibierungsgrad
(% Inhibierung) wurde mit der folgenden Gleichung berechnet:
-
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Die
Ergebnisse sind in Tabelle 3 als EC50 (nM)
aufgeführt.
-
Spezifitätsassays
-
Zur
Bestimmung der Spezifität
der Enzyminhibitoraktivität
der durch die Erfindung bereitgestellten Verbindungen wurden einige
im Hinblick auf ihr Vermögen
zur Inhibierung anderer viraler Polymerasen (wie RNA-abhängige RNA-Polymerasen
von Hepatitis C-Virus und Respiratory Syncytial-Virus) ebenso wie
Säugerpolymerasen
(wie Kalbsthymus-RNA-abhängige
DNA-Polymerase und humane Telomerase) unter Verwendung bekannter
Assayverfahren geprüft.
Bei keiner der geprüften
Verbindungen wurde festgestellt, dass sie irgendeine signifikante
Inhibitoraktivität
gegen diese Enzyme besitzen. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Enzyminhibitoraktivität der durch
die Erfindung bereitgestellten Verbindungen ziemlich spezifisch
gegen HIV-1 RT gerichtet ist.
-
Referenzen (hier durch
Bezugnahme aufgenommen)
-
- 1. Benn, S., et al., Science 230: 949, 1985.
- 2. D'Aquila,
R. T., und Summers, W. C. J., Acq. Imm. Def. Syn. 2: 579, 1989;
- 3. a) Warren, T. C. et al. Protein Expression & Purification
3: 479, 1992;
- b) Kohlstaedt, L. A., Science 256 (5065): 1783, 1992.
-
-
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