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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, wie es im Oberbegriff
von Anspruch 1 definiert ist, sowie eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 5 zum Einwickeln eines Grünfutter-Ballens mit Kunststoff.
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Im
Stand der Technik sind Wickelmaschinen zum Einwickeln eines Rundballens
bekannt, bei denen ein Plastikfilm um einen rotierenden Ballen gewickelt
wird, derart, dass am Ende des Einwickelvorgangs der Ballen in einem
Plastikfilm so fest wie möglich
eingewickelt ist, wobei der Ballen durch den Wickelvorgang vollständig eingeschlossen
ist. Die Ausrüstung
bei Lösungen
im Stand der Technik umfasst Aufnahmemittel zum Aufnehmen eines
Ballens vom Boden, eine den Ballen rotierende Wickelplatte, einen
sich um den Ballen abdrehenden Wickelarm, der mit einer Plastikfilm-Rolle
versehen ist, eine Plastikfilm-Halterung und eine Plastikfilm-Schneidevorrichtung.
Eine bekannte Lösung
ist in dem finnischen Patent Nr. 91123 aufgezeigt, das dem europäischen Patent
EP 04 99 285 entspricht.
Das Dokument DE-A-4201485 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung,
wobei ein Ballen mit einer Lage umwickelt wird, indem der Ballen
um die Längsachse
gedreht wird, wobei eine zweite Lage durch Drehen des Wickelarms
der Vorrichtung in einer Horizontalebene gewickelt wird, während der
Ballen um die Längsachse
dreht.
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In
vorbekannten Lösungen
wird der Ballen auf einer Wickel-Platte um seine Längsachse
in einer im Wesentlichen horizontalen Position gedreht, während der
Wickelarm, der mit einer Plastikfilm-Rolle mit einer im Wesentlichen
aufrechten Drehachse versehen ist, gleichzeitig um den Ballen in
einer Horizontalebene abgewickelt wird. Hier liegt der Gedanke zugrunde,
den Ballen mit einer Kunststofflage so dicht wie möglich zu
umschließen,
die einen Luftzutritt in den Ballen nicht zulässt. Um eine ausreichend dichte Lage
zu erhalten, wird zumindest eine vierfache, vorzugsweise eine sechsfache
Kunststofflage als einhüllende
Oberfläche
des Ballens benötigt.
Zusätzlich wird
der Ballen mit individuellen Einzellagen umwickelt, die sich gegenseitig überlappen.
Aufgrund dieses bekannten Wickelverfahrens werden Kunststofflagen
auf dem Ballen in einer gemäß 1 gezeigten
Weise aufgelegt. Hier wird eine akzeptable Schichtdicke auf der
einhüllenden
Oberfläche
des Ballens erhalten, doch wird gleichzeitig viel zu viel Kunststoff
auf der Endfläche
des Ballens angesammelt. Insbesondere der Mittelteil ist mit ca.
30–40 Kunststofflagen überdeckt.
Das bedeutet eine Verschwendung großer Mengen an teurem Kunststoff. Das
ist einer der Nachteile von Lösungen
im Stand der Technik.
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Ein
weiterer Nachteil bei bekannten Lösungen liegt darin, dass Stängel aus
den Rändern
der einhüllenden
Oberfläche
abstehen, so dass die Enden der Stängel gegen den Kunststoff gepresst
werden. Je mehr man das Heu vor einem Einwickeln trocknen lässt, umso
mehr werden die Stängel-Enden
dem Kunststoff während
des Wickelns einen Schaden zufügen,
da sie das Plastik am Stängelendbereich
so dehnen, dass es entweder sehr dünn wird oder sogar einreißt. Deshalb
ist die Gesamtdicke der Kunststofflage nicht ausreichend.
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Ein
weiterer Nachteil bei Lösungen
im Stand der Technik liegt darin, dass das Volumen des Ballens während einer
Lagerung aufgrund eines Fermentations-Lagerverlusts abnimmt, der
Ballen schrumpft, mit dem Ergebnis, dass der längsseits auf der einhüllenden
Oberfläche
gewickelte Plastikfilm locker wird. Das Ballenvolumen vermindert
sich während
einem Lagern um bis zu 30%, wobei der Ballen gleichzeitig deformiert
wird. Die ausdünnende
Kunststofflage und deren Lockerung führen zu verschiedenen Problemen.
Zunächst
ermöglichen
sie den Lufteintritt in den Ballen, was eine Fermentation des Futters
und das Risiko einer zwangsläufiger
Vermoderung davon erhöht. Überdies
reißt
das gedehnte und gelockerte Plastik an der freien einhüllenden
Oberfläche
des Ballens durch Stoppel und andere scharfe Objekte auf dem Grasboden
leicht ein.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, die oben erwähnten Nachteile zu eliminieren
und ein zuverlässiges
und einfach anzuwendendes Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Einwickeln
eines Futterballens mit Kunststoff zu erhalten. Das Verfahren der
Erfindung ist durch den kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 gekennzeichnet.
Die Vorrichtung der Erfindung ist durch den kennzeichnenden Teil
von Anspruch 5 gekennzeichnet. Andere Ausführungsformen der Erfindung
sind durch die anderen Ansprüche definiert.
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Die
Lösung
der Erfindung schafft den Vorteil, dass dank eines neuen Wickelverfahrens
weniger Kunststoff verwendet wird, während gleichzeitig eine dauerhafte
Plastiklage um den Ballen vorgesehen wird. Die Mengenreduktion des
erforderlichen Kunststoffs beträgt
ca. 30–50%,
da exzessiv dicke Kunststofflagen am Ende des Ballens vermieden
sind. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass abstehende Stängel-Enden
das Plastik nicht wie bei vorbekannten Verfahren beschädigen, sondern
diese ohne jegliche Dehnung in geeigneter Weise unter den Kunststoff ge bogen
werden, wenn der Kunststofffilm über
die Ecke der einhüllenden
Oberfläche
des Ballens in erfindungsgemäßer Weise
vorgesehen wird. Im Ergebnis davon ist sowohl die Qualität der Wickelung
und damit auch die Qualität
des Futters verbessert, da sowohl der Kunststoff an den Ecken des
Ballens langlebiger vorliegt und dank der verbesserten Strapazierfähigkeit
trockenere Ballen gewickelt werden können. Ein weiterer Vorteil
ist, dass das neue Wickelverfahren eine kompaktere Oberflächen-Lage
der Einhüllenden
des Ballens schafft, weil die Einhüllende des Ballens effektiver
mit dem Kunststoff komprimiert werden kann, da der Kunststofffilm
in einer unterschiedlichen Richtung aufgewickelt wird. Deshalb verbleibt
zwischen dem Kunststofffilm und dem Futter keine Luft, die die Futterqualität im Ergebnis
einer Fermentations-Reaktion oder -atmung negativ beeinträchtigen
würde.
Ein weiterer Vorteil ist die harte einwickelnde Oberfläche, die
sehr kompakt und spaltfrei mittels des Laminiervorgangs der Wickelplatte
und Walzen gemacht ist. Da der Kunststoff fest um den Ballen gezogen
wird, wenn die Oberflächeneinhüllende eingewickelt
wird, behält
der Ballen seine Form und das Plastik bleibt während der gesamten Lagerungsdauer
undurchdringbar und fest um den Ballen, selbst wenn die Größe des Ballens
abnimmt. Ein Ballen mit einer harten einhüllenden Oberfläche gemäß der Erfindung
kann Stoppeln und anderen scharfen Objekten auf dem Grasboden sehr
viel besser während
einer Handhabung des Ballens widerstehen, als ein Ballen mit einer
weichen einhüllenden
Oberfläche,
wie sie in herkömmlicher
Weise vorgesehen ist. Ein zusätzlicher
Vorteil liegt darin, dass der Abstand zwischen den Kunststoff-Rollen
und unterschiedlichen Teilen des Ballens während des Wickelvorgangs kaum
variiert, was bedeutet, dass nur leichte Querdehnungen des Plastiks
auftreten, die dieses schwächen
können,
insbesondere an der einhüllenden
Oberfläche
und den Ecken des Ballens. Ein weiterer Vorteil, der eine Erwähnung wert
ist, liegt darin, dass die Erfindung eine stufenlose Variation der Überlappung
der Kunststofflagen in einem Bereich von 0–100% ermöglicht.
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In
einer Zusammenfassung der Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung kann
festgehalten werden, dass durch die Schaffung eines besseren Wickelergebnisses
gegenüber
bekannten Lösungen gemäß der Erfindung
das Vermoderungsrisiko reduziert ist, während eine bessere Futterqualität zu geringeren
Kosten vorgesehen wird, und dies mit einem reduzierten Verbrauch
an Kunststoff.
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Im
Folgenden wird die Erfindung im Detail mit Hilfe eines Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, in denen
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1 eine
bekannte Lösung
zum Einwickeln eines Futterballens mit Kunststoff zeigt, gesehen
von der Seite des Ballens,
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2 eine
Seitenansicht einer Wickelvorrichtung unter Ausführung eines Wickelvorgangs zeigt,
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3 einen
ersten Schritt in einem Wickelvorgang gemäß der Erfindung darstellt,
in einer Seitenansicht einer mit einem doppelten Wickelarm versehenen
vereinfachten Vorrichtung,
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4 den Übertrag
einer Ecke in einem Wickelvorgang gemäß der Erfindung darstellt,
gesehen von dem Ende des Ballens, und
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5 den Übertrag
einer Ecke in einem Wickelvorgang gemäß der Erfindung darstellt,
gesehen in einer Draufsicht des Ballens.
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Zunächst wird
die Vorrichtung der Erfindung beschrieben, was es einfacher macht,
das Verfahren zu verstehen. Die Lösung der Erfindung kann bei
vielen verschiedenen Wickelanwendungen angewendet werden. In diesem
Beispiel ist die erfindungsgemäße Lösung zur
Verwendung in einer Wickelvorrichtung für sog. Rundballen beschrieben,
die sich auf ihren eigenen Rädern
bewegt und durch eine geeignete Maschine gezogen wird. Die Basiskomponente
des Grundgerüsts
der Vorrichtung besteht aus einer Schleppstange 2 mit Rädern 4 an
deren rückwärtigem Ende.
Zwischen dem vorderen Ende der Schleppstange und den Rädern ist
ein sich erstreckender oberer Trägerarm 5,
der sich von der Schleppstange erhebt und eine rückwärtige Krümmungslinie bildet, mit einem
Wickelarm 15, der an seinem rückwärtigen Ende drehbar angeschlossen ist.
Der Wickelarm ist nach unten gekrümmt, so dass er horizontal
um den Ballen 1 drehen kann, ohne auf den oberen Tragarm
zu treffen. Der Wickelarm wird mittels einer Antriebsvorrichtung 33 und
einem Übertragungselement 14 gedreht.
An dem unteren Ende des Wickelarms befindet sich eine Kunststofffilm-Rolle 16 mit
einem den Futterballen zu überziehenden Kunststoffilm.
Der Grundrahmen der Plastik-Rolle ist an dem unteren Ende des Wickelarms
an einem Punkt angeschlossen, der sich auf halber Länge zwischen
den Enden der Drehachse der Plastik-Rolle befindet, so dass die
Drehachse zwischen einer horizontalen Position und einer vertikalen
Position um einen Verbindungspunkt 18 am unteren Ende des
Wickelarms mittels eines Aktuators 17 verschwenkt werden
kann.
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Der
rückwärtige Teil
des Grundgestells ist mit Halterungsansätzen 7 für eine Wickelplatte 3 versehen.
Die Wickelplatte kann unbeweglich sein, doch ist sie in diesem Beispiel
mittels einer Antriebsvorrichtung 41 in eine geneigte Position
schwenkbar, um eine Aufnahme oder Abgabe des Ballens zu ermöglichen.
An den Seitenträgern
sind an ihren jeweiligen Enden zwei drehbare Drehwalzen 10 und 13 vorgesehen,
um die zumindest ein Riemen 11 gespannt ist, um so eine
konkave Tasche für
den Futterballen 1 zu bilden. Die Drehwalze 10 ist
eine Antriebswalze, die ihre Energie von einem Hydraulikmotor 26 erhält. Am Vorderrand
der Platte ist zusätzlich
ein Schutz 12 vorgesehen, um zu verhindern, dass der Ballen über den Vorderrand
der Platte fällt.
Um einen Ballen vom Feld aufzunehmen, weist die Wickelplatte zwei
Aufnahmevorrichtungen 6 auf die an ihren rückwärtigen Ecken
drehbar montiert sind, wobei der Aufnahmevorgang dieser Vorrichtungen
unter Verwendung einer Antriebsvorrichtung 9 implementiert
ist.
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Auf
jeder Seite am Vorderrand der Wickelplatte ist eine Führungswalze 19 montiert,
die um ihre Längsachse
frei drehen kann, und deren Funktion es ist, den über die
Ecke des Ballens gespannten Kunststofffilm fest gegen die Endoberfläche des
Ballens zu drücken.
Die Achse der Führungswalze
ist im Wesentlichen parallel zu der Ebene der Endfläche des Ballens. Überdies
ist eine frei drehbare Druckwalze 20, die auf jeder Seite
der Wickelplatte an deren vorderem Rand angeordnet ist, in einer
winkligen Position montiert, wie das in einer Draufsicht des Ballens mit
Bezug auf die horizontale Drehachse des Ballens zu sehen ist und
somit auch in Bezug auf dessen Ende und dessen einhüllende Oberflächen. Die Druckwalze 20 ist
mit einer Feder federvorgespannt, die die Druckwalze gegen den Rand
zwischen der einhüllenden
Oberfläche
und der Endfläche
des Ballens während
des Wickelvorgangs drückt.
Aus Gründen
der Klarheit sind die Tragstrukturen der Führungs- und Druckwalzen in
den Zeichnungen weggelassen worden. Der erzielte Vorteil liegt in
einem besseren Wickelergebnis, weil sowohl die Führungswalze als auch die Druckwalze
den Kunststofffilm in optimaler Weise über die Ecken des Ballens führen.
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In
dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird der Ballen wie folgt gehandhabt. Der Arbeitszyklus kann ausgehend
von der in 2 gezeigten Situation betrachtet
werden, in der ein Ballen 1 auf die Wickelplatte 3 angehoben
worden ist und die Kunststoffrolle 16 sich in einer aufrechten
Position befindet. In einem ersten Schritt des Wickelverfahrens
ist eine Wickeldrehung um den Ballen vorgesehen, indem die aufrechte
Plastikrolle 16 mit Hilfe des Wickelarms 15 in einer
Horizontalebene um den unbewegten Ballen gedreht wird. Auf diese
Weise wird neben einer Überdeckung
der Endfläche
eine gute Angriffsfläche
zum beständigen
Halten des Plastikfilms erreicht, wenn sich die Wickelrichtung ändert. Wenn
es gewünscht ist,
an einer Endfläche
mehr Kunststoff vorzusehen, ist es möglich, zwei Lagen um den Ballen
mit einer geringeren Überdeckung
zu wickeln, mit einer Überlappung
von beispielsweise ca. 20%. In diesem Fall muss der Ballen in herkömmlicher
Weise während des
Wickelvorgangs gedreht werden. 3 zeigt den
ersten Schritt in dem Wickelverfahren.
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Danach
wird ein zweiter Schritt im Wickelverfahren gestartet. Die Plastikrolle 16 wird
am Rand des Ballens platziert und im Wesentlichen um eine horizontale
Position gedreht, so dass sich ein Teil der Plastikrolle aus der
Ebene des Ballen-Endes erstreckt. Von oben gesehen, befindet sich
die Plastikrolle 16 nun in einem Winkel von ca. 45° relativ
zur Seite und dem Ende des Ballens, wie das in 5 gezeigt
ist. Diese vorteilhafte Position der Plastikrolle wird erreicht
ohne jegliche zusätzliche
Hilfsausrüstung
zu verwenden, da die Plastikrolle an einem Wickelarm 15 montiert
ist, der horizontal um den Ballen abdreht und dessen vertikale Drehachse
im Wesentlichen bei einer Draufsicht im Zentrum des Ballens liegt.
Wenn sich der Wickelarm in dieser Position relativ zu dem Ballen
befindet, ist die Plastikrolle automatisch in der richtigen Position.
Der Abdrehvorgang kann entweder mit einem leichten Vorlauf vor der
obigen Platzierung ausgeführt
werden, oder unmittelbar dann, wenn die Plastikrolle in dieser Position
bereit steht. Die Rotation des Ballens um seine Horizontalachse
wird nun gestartet, woraufhin der Plastikfilm über die Ecke des Ballens gezogen
wird, so dass ein Teil des Films gegen die Endfläche gedrückt wird, während ein anderer Abschnitt
davon gegen die einhüllende
Oberfläche
des Ballens gedrückt
wird. Die Beziehung zwischen diesen Abschnitten beträgt beispielsweise
halb und halb. Aufgrund der geneigten Position der Plastikrolle,
wird der Plastikfilm fest gegen die Endfläche des Ballens gedrückt. Die
Führungswalze 19 und
die Druckwalze 20 schaffen eine zusätzliche Wirkung, um den Kunststoff
fest gegen den Ballen zu drücken.
Danach wird die Plastikrolle 16 mittels des Wickelarms
in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene abgedreht, während sich
die Rotationsachse der Plastikrolle selbst ebenso im Wesentlichen
in einer horizontalen Ebene befindet. Gleichzeitig wird der Ballen
um seine Horizontalachse gedreht, mit dem Ergebnis, dass der Plastikfilm gleichmäßig über die
gesamte einhüllende
Oberfläche
des Ballens gezogen wird. Die Drehbewegungen des Wickelarms und
des Ballens sind derart synchronisiert, dass eine gewünschte Überlappung
auf der einhüllenden
Oberfläche
erreicht wird. Eine geeignete Überlappung
ist eine 80-Prozentabdeckung, in welchem Fall die einhüllende Oberfläche mit
mindestens vier Kunststofflagen in einem einzelnen Wickelzyklus überdeckt
wird. Wenn die Plastikrolle 16 den anderen Rand des Ballens
erreicht, wird sie erneut etwas gegen die Endebene des Ballens in
eine geneigte Position in Bezug auf den Ballen bewegt, gleichermaßen wie
am ersten Ende, und der Plastikfilm kann über die Ecke des Ballens sowohl
auf den Rand der einhüllenden
Oberfläche
und auf die Endfläche des
Ballens gleichermaßen
in Entsprechung zum ersten Ende gezogen werden. Stängel-Enden,
die am Rand des Ballens abstehen, werden nun ebenso unter den Plastikfilm
gebogen. Die Führungswalze 19 und
die Druckwalze 20 schaffen erneut einen zusätzlichen
Effekt zur Führung
des Plastikfilms um die Ecke.
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Danach
wird ein dritter Wickelschritt gestartet. Die Plastikrolle 16 wird
wieder in eine aufrechte Position entweder sofort oder langsam bei
gleichzeitigem Drehen des Wickelarms um den Ballen gedreht. Im letzteren
alternativen Verfahrensmodus setzt sich der Plastikfilm besser auf
dem Ballen ab, nachdem die Ecke überstrichen
wurde. Schließlich wird
der Wickelarm erneut um den Ballen in bekannter Weise mit so vielen
Abwicklungen wie notwendig gedreht. In dieser Phase wird beispielsweise
eine Lage mit einer Überdeckung
von 10–20%
und zwar in derselben Richtung benötigt, womit die Enden und der
Rest des Ballens gut und kohärent
geschlossen werden.
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Nachdem
der Ballen eingewickelt wurde, wird der Druckarm einer Plastik-Schneidevorrichtung angehoben
und der Wickelarm wird in seine Bereitstellungsposition gebracht,
so dass während
der letzten Abwicklung der Plastikfilm um den Druckarm der Plastik-Schneidevorrichtung
herumläuft.
Der Druckarm wird erneut abgesenkt, was das Plastik in der Richtung
der Plastikfilm-Ebene
faltet, wodurch dieser gegen einen Anschlag gedrückt wird, wodurch der Plastikfilm
durchtrennt wird, so dass das Plastik zwischen dem Anschlag und
der Plastikrolle auf dem Wickelarm gegriffen bleibt. Nach dem Durchtrennen
des Kunststofffilms kann der Ballen frei von der Wickelplatte abgenommen
werden.
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Für den Fachmann
ist es offensichtlich, dass die Erfindung nicht auf das oben beschriebene
Beispiel begrenzt ist, sondern dass sie innerhalb des Umfangs der
Ansprüche,
wie sie nachfolgend dargelegt sind, variieren kann. So kann beispielsweise
die Struktur der Vorrichtung von der oben beschriebenen differieren.
Gleichermaßen
kann der Wickelvorgang auf unterschiedliche Weisen gesteuert sein.
Das Wickeln kann manuell ausgeführt
werden oder es basiert auf einer Computersteuerung oder einem anderen
entsprechenden Typ einer automatischen Steuerung. Beispielsweise
kann die Rotation des Ballens im zweiten Schritt des Wickelverfahrens
durch ein automatisches System gleichzeitig mit dem Übertrag an
den zweiten Schritt gestartet werden. Gleichermaßen kann die Steuerung so implementiert
sein, dass der Ballen beim Start des ersten Schritts langsam zu rotieren
beginnt, wobei nach dem Drehen der Plastikrollen in die Horizontalposition
im zweiten Schritt die Rotationsgeschwindigkeit des Ballens erhöht wird, was
ohne eine negative Beeinflussung der Wickelqualität vollzogen
werden kann, da das Wi ckeln in dieser Richtung ausgeführt wird.
Das Ergebnis ist eine beträchtliche
Beschleunigung des Wickelvorgangs.
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Die
Arbeitsweise der Vorrichtung kann ebenso konstruiert sein, dass,
wenn sich die Plastikrolle 16 an der Ecke des Ballens befindet,
die Plastikrolle in einer horizontalen Ebene nahe der Ecke des Ballens
für eine
bestimmte Zeitdauer zurück
und vor bewegt werden kann, um einen besseren Überlapp des Kunststoffs am
Ende und der Einhüllenden
des Ballens zu erzielen. Gleichermaßen ist es durch Verändern der
relativen Geschwindigkeiten der Rotationsbewegung des Ballens und
derjenigen des Wickelarms möglich,
einen Plastikfilm zu schaffen, der in verschiedenen Weisen auf dem
Ballen überlappt
ist.
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Zusätzlich kann
anstelle einer einzelnen Plastikrolle die Vorrichtung mit zwei Plastikrollen 16 versehen
sein, die beide entweder an dem Ende eines separaten Wickelarms
oder an den Enden eines gemeinsamen Doppel-Wickelarms montiert sind.
Ein Doppel-Wickelarm hat eine Form, die einem umgekehrten Buchstaben
U ähnelt,
wobei ein individueller Wickelarm eine Hälfte davon bildet. In diesem
Fall werden die Plastikrollen 16 zur gleichzeitigen Bewegung
aus gegenüberliegenden
Ecken des Ballens gebracht, wobei die Bewegungen der Plastikrollen
in gegenseitigem Bezug synchronisiert sind. 3 veranschaulicht
eine entsprechende Situation. Sie zeigt einen Plastikfilm 22 an
der Rückecke
linker Hand des Ballens, gesehen aus der Betrachtungsrichtung der Figur,
und dementsprechend einen Plastikfilm 21, der über das
Vorderende des Ballens gezogen wurde und sich nunmehr an der vorderen
Ecke rechter Hand befindet, wobei beide Plastikfilme nun über die Ecke
des Ballens bewegt werden. Jede Plastikrolle wird von einer Ecke
des Ballens zur nächsten
bewegt, wobei der Plastikfilm im Vergleich mit der Verwendung einer
einzelnen Plastikrolle mit dem halben Überlappungsmaß gewickelt
werden kann. Das schafft ein sehr gutes und schnelles Wickelergebnis. Eine
andere Art und Weise der Steuerung des Wickelvorgangs liegt in dem
Start eines Antriebs der Plastikrollen vom Mittelteil des Ballens
mit einer normalen Überlappung.
In diesem Fall bewegen sich die Plastikrollen in Richtung gegenüberliegender
Ecken des Ballens, eine vor dem Ballen und die andere dahinter.
Mit jeder Plastikrolle wird nun nur eine Ecke des Ballens eingewickelt.
Auch in diesem Fall ist der Vorgang sehr schnell, weil der zu überdeckende
Abstand durch jede Rolle kürzer
ist, als im Fall einer einzelnen Plastikrolle. Für jede Plastikrolle werden
separate Führungs-
und Druckvorrichtungen 19 und 20 benötigt, die
symmetrisch auf gegenüberliegenden Seiten
des Ballens angeordnet sind.