-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Hochfrequenzoszillator mit
einem Phasenregelkreis (PLL), der einen Abstimmfrequenzbereich im
Band von 5 bis 6 GHz bereitstellt.
-
Heutzutage
gibt es verschiedene Aktivitäten
zur Einrichtung neuer drahtloser Dienste im Band von 5 bis 6 GHz,
z.B. das europäische
Hyperlan2 und IEEE 802.11a in den Vereinigten Staaten. Folglich
besteht ein hoher Bedarf an integrierten Oszillatoren und I/Q-Erzeugungsschaltungen
mit gutem Phasenrauschen.
-
Hochfrequenzoszillatoren
mit einem Phasenregelkreis sind in der Literatur wohlbekannt, zum
Beispiel aus „Theorie
und Anwendungen des Phase-Locked Loops", Roland Best, in „Der Elektroniker", Nr. 6/1975. Ein Hochfrequenzoszillator
mit einem Phasenregelkreis mit einem Phasenfrequenzdetektor, einer
Ladungspumpe mit einem Filter, einem Spannungssteueroszillator und
einem Teiler, wobei der Hochfrequenzoszillator durch eine Referenzfrequenz
gesteuert wird, ist aus Buchwald et al.: „A 6 GHZ INTEGRATED PHASE-LOCKED LOOP
USING ALGAAS/GAAS HETEROJUNCTION BIPOLAR TRANSISTORS", IEEE Journal of
Solid State Circuits, US, IEEE Inc. New York, Bd. 27, Nr. 12, 01.12.1992,
Seiten 1752–1762,
XP000329025 und aus Novof et al.: „Fully integrated CMOS phase-locked
loop with 15 to 240 MHz locking range and 50 ps jitter", IEEE Journal of
Solid State Circuits, US, IEEE Inc New York, Bd. 30, Nr. 11, 01.11.1995,
Seiten 1259–1266, XP000553064,
bekannt. Eine weitere Literaturstelle in Bezug auf einen vollintegrierten
Oszillator im GHz-Bereich und auf einen Ringoszillator ist Pottbaecker
und Langmann: „AN
8 GHZ SILICON BIPOLAR CLOCK-RECOVERY AND DATA-REGENERATION IC", IEEE Journal of
Solid-State Circuits, IEEE, Dez. 1994, Bd. 29, S. 1572–1576.
-
In
US 5,889,437 wird ein Hochfrequenzoszillator
mit einer Phasenregelkreisschaltung mit Phasenfrequenzdetektor,
einer Ladungspumpe und einem spannungsgesteuerten Oszillator beschrieben.
US 6,081,164 beschreibt
einen PLL-Oszillator, der sich als Taktsignalquelle zur Verwendung
zum Beispiel in einem Computersystem eignet.
-
Ein
Hochfrequenzoszillator gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 ist aus Mehmet Soyuer et al.: „A FULLY MONOLITHIC 1,25 GHZ
CMOS FREQUENCY SYNTHESIZER",
1994, IEEE Symposium on VLSI Circuits, US, New York, IEEE, 9. Juni
1994, Seiten 127–128,
bekannt.
-
Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist deshalb die Bereitstellung
eines Hochfrequenzoszillators mit gutem Phasenrauschen insbesondere
für das
Band von 5 bis 6 GHz, der insbesondere eine kosteneffektive Integration
auf einem IC erlaubt.
-
Diese
Aufgabe wird mittels der Erfindung wie in Anspruch 1 spezifiziert
gelöst.
Vorteilhafte Entwicklungen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen spezifiziert.
-
Der
erfindungsgemäße Hochfrequenzoszillator
umfaßt
einen Referenzoszillator und eine Phasenregelkreisschaltung mit
einem Phasenfrequenzdetektor, einer Ladungspumpe, einem Ringoszillator
und einem Teiler, wobei der Referenzoszillator zur Frequenzregelung
an den Phasenfrequenzdetektor angekoppelt ist. Der Referenzoszillator
arbeitet vorteilhafterweise im Bereich von 1,25–1,5 GHz und ist ein digitaler
geregelter Frequenzsynthesizer des Colpitts-Typs mit externer Schwingkreis-Schaltung
zur Bereitstellung von niedrigem Phasenrauschen, und der Teilerfaktor
des Teilers ist vier zur Bereitstellung eines Abstimmausgangsumfangs von
5 bis 6 GHz. Der Ringoszillator ist ein Oszillator mit symmetrischer
Verzögerungszelle,
der zwei Verzögerungszellenverstärker enthält, die
vorteilhafterweise massefreie I/Q-Ausgangssignale liefern, mit sehr
niedrigem Phasenrauschen aufgrund des Phasenregel kreises.
-
Die
Phasenregelkreisschaltung ist zusammen mit dem Referenzoszillator
auf einer integrierten Schaltung integriert, wobei vorteilhafterweise
ein BICMOS-Silicium-/-Germaniumprozeß verwendet
wird, der sich sehr gut für
HF-Anwendungen eignet.
Die Schwingkreis-Schaltung des Referenzoszillators und das Schleifenfilter
der Ladungspumpe befinden sich außerhalb der integrierten Schaltung.
-
Die
Erfindung wird nun mittels einer Ausführungsform in Bezug auf die
schematischen Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
-
1 einen
Hochfrequenzoszillator für
den Bereich von 5 bis 6 GHz;
-
2 die
Ladungspumpe des Hochfrequenzoszillators von 1;
-
3 den
Ringoszillator des Hochfrequenzoszillators von 1;
-
4 den
Ringoszillator gemäß 1 mit
einer Schleife mit einem Phasendetektor;
-
5 den
Verzögerungszellenoszillator
gemäß 3 mit
einer Anordnung zur Phasen- und Frequenzregelung; und
-
6 ein
Schaltbild des Verzögerungszellenoszillators
gemäß 5.
-
Wie
in 1 gezeigt, wird ein Referenzoszillator 6 mit
Abstimmschaltkreisen, eine externe Schwingkreis-Schaltung 7 als
ein VCO zur Bereitstellung einer Referenzfrequenz mit gutem Phasenrauschen
verwendet. Zur Abdeckung eines Empfangsoszillatorbereichs (LO-Bereichs)
von 5 bis 6 GHz wird vorzugsweise für den Referenzoszillator 6 ein
kleiner Abstimmbereich von 1,25 bis 1,5 GHz verwendet. Dies läßt sich
mit einem externen LC-Schwingkreis 7 mit relativ hoher
Güte erreichen.
-
Die
Referenzfrequenz des Referenzoszillators 6 wird an den
von 1,25 bis 1,5 GHz arbeitenden Phasenfrequenzdetektor 1 einer
Schaltung eines Phasenregelkreises (PLL) angelegt, die ferner eine
Ladungspumpe 2 mit einem Schleifenfilter 3, einen
Ringoszillator 4 (DCO, Verzögerungszellenoszillator) und
einen Teiler 5 enthält.
Der PFD (Phasenfrequenzdetektor) 1 vergleicht Phase und
Frequenz des DCO 4 mit dem Referenzoszillator 6.
Das PFD-Ausgangssignal
wird durch das Schleifenfilter 3 der Ladungspumpe 2 gefiltert
und zur Frequenzregelung an den DCO 4 angelegt.
-
Für die Ladungspumpe 2 und
das Schleifenfilter 3 wird eine Volldifferenzarchitektur
verwendet, um Störungen
der Abstimmsteuerspannung zu vermeiden. Wenn die Schleifenbandbreite
hoch ist, ist die Schleifenreaktion auf Phasenänderungen sehr schnell, wodurch
Phasenrauschen vermindert wird. Die DCO-Frequenz wird durch den
Teiler 5 durch vier geteilt, bevor sie an den PFD 1 angelegt
wird. Aus diesem Grund ist die Phasenrauschleistungsfähigkeit
des PLL-geregelten DCO theoretisch um 12 dB schlechter als die der
Referenzquelle 6.
-
Der
Phasenfrequenzdetektor 1 besteht aus zwei D-Flipflops (DFF)
und einem AND-Gatter für
den RESET-Weg. Es werden ECL-Strukturen verwendet und für einen
Betrieb bis zu 1,8 GHz optimiert. Als die Referenzquelle wird ein
integrierter Oszillator des Colpitts-Typs mit einem externen LC-Schwingkreis 7 für den Referenzoszillator 6 verwendet.
Der Teiler durch vier 5 wird mit ECL-Flipflops realisiert
und im Hinblick auf Geschwindigkeit und Stromverbrauch optimiert.
-
Der
Verzögerungszellenoszillator 4 (DCO)
und die Ladungspumpe 2 werden nun ausführlicher mit Bezug auf 2 und 3 erläutert.
-
Die
Ladungspumpe 2 gemäß 2 besitzt
eine große
Bandbreite, die nur durch die Pin-Pad-Schnittstelle zu dem externen
Schleifenfilter 3 und das Schleifenfilter 3 selbst
begrenzt wird. Man erreicht dies durch eine Architektur, die nur
npn-Transistoren im Signalweg verwendet und keine schnellen pnp-
oder pMOS-Transistoren erfordert. Eine erste Stromquelle, die pnp-Transistoren 12,
führen
den Kollektoren des npn-Transistorpaars 11 einen Konstantstrom
I0 zu, der durch Vref gesteuert
wird. An dem Eingang INch des npn-Transistorpaars 11 wird
das Signal des PFD 1 angelegt. Die Emitter des Transistorpaars 11 sind über eine
zweite Stromquelle (2*I0 ) an Masse-GND
angekoppelt. An dem Ausgang OUTch fließt die Differenz
von ± 2x
I0 – I0 zu dem externen Schleifenfilter 3.
Das Signal an dem Schleifenfilter 3 wird durch einen Puffer 13 erfaßt und als
eine Ausgangssteuerspannung Vcont zu dem
Steuereingang des DCO 4 weitergeleitet.
-
Um
die Ausgangsknoten in dem ordnungsgemäßen Betriebsbereich zu halten,
steuert ein Gleichtaktverstärker 14 den
mittleren Strom der pnp-Transistoren 12 auf genau die Hälfte des
Stroms der npn-Transistoren 11. Eine Klemmschaltung 15 stellt
sicher, daß das
Steuersignal des DCO 4 in den zulässigen Grenzen liegt. Das Schleifenfilter 3 ist
differentiell geschaltet, um Verzerrungen und Übersprechen auf der Abstimmleitung
zu vermeiden; es gibt keinen Masseweg für das Schleifenfilter 3.
Dies ist für
eine steile Abstimmkurve des DCO 4 notwendig.
-
Der
spannungsgesteuerte DCO
4 ist wie in
3 gezeigt
aus zwei Verstärkern
A
1 und A
2 aufgebaut und
bildet einen symmetrischen Ringoszillator. Die Spannung V
cont aus der Ladungspumpe
2,
2,
steuert den Tail-Strom
2I0 für die Verstärker A1,
A2 über
einen Steuerverstärker
A
c, siehe auch
6. Die Verzögerung der
Verstärker
A1 und A2 ist nahezu linear abhängig
von dem Strom
2I0 , wodurch eine
relativ lineare Kurve der Frequenzabstimmung ermöglicht wird. Das Stromausgangssignal
der Verstärker
A1, A2 bewirkt einen Spannungsabfall über den Lastwiderständen R
c, siehe
6, wodurch
eine Kleinsignalverstärkung
von etwa
resultiert.
-
Durch
Implementieren der Differenzarchitektur vollständig auf einem Chip (integrierte
Schaltung) können
HF-Störeffekte
wie z.B. LO-Lecken, minimiert werden. Dies ist eine Anforderung
für moderne
Direktumsetzungsempfängerkonzepte.
Das Prinzip der Schaltung eignet sich gut für vollintegrierte Oszillatoren
im Multi-GHz-Bereich
und bietet einen sehr großen
Abstimmumfang.
-
Das
Phasenrauschen der Ringoszillatoren wurde in vielen Untersuchungen
modelliert, siehe zum Beispiel die Literaturstellen A. Hajimiri,
S. Limotyrakis und T.H. Lee, „Jitter
and Phase Noise in Ring Oscillators", IEEE Journal of Solid-State Circuits,
IEEE, Juni 1999, Bd. 34, S. 790–804
[1] und B. Razavi, „ A
Study of Phase Noise in CMOS Oscillators", IEEE Journal of Solid-State Circuits,
IEEE, März
196, Bd. 31, S. 331–343
[2]. Die Berechnung des Phasenrauschens in dieser Arbeit folgt den
umfassenden Arbeiten der Literaturstelle Hajimiri, A. und T.H. Lee, „The Design
of Low Noise Oscillators",
Kluwer Academic Publishers, Norwell, Massachusetts, USA, 1999 [3].
-
Wenn
man die Berechnungen des Einzelseitenband-Phasenrauschens von [3]
auf einen in
3 abgebildeten bipolaren Differenz-Ringoszillator
4 anwendet,
erhält
man die Gleichung
-
In
dieser Gleichung ist N die Anzahl der Verzögerungs stufen, f0 ist
eine Oszillationsfrequenz und Δf
ist das Frequenzoffset, wobei das Phasenrauschen gemessen wird.
Als die Rauschquellen werden das Kollektorstrom-Schottrauschen und
das Rauschen des Lastresistors berücksichtigt, während das
Rauschen des Basiswiderstands und das 1/f-Rauschen vernachlässigt werden.
Aus Gl. 1 versteht sich, daß der
Tail-Strom I0 und die Spannungsauslenkung
Rc·I0 groß gemacht
werden sollten, was im Widerspruch zu einem Low-Power-Design steht. Eine
weitere Schlußfolgerung
aus Gl. 1 ist, nur eine minimale Anzahl von Verzögerungsstufen zu nehmen.
-
Wenn
man Gl. 1 mit N = 2, I0 = 400 μA, Rc = 400 Ω,
f0 = 6 GHz und Δf = 10 kHz auswertet, erhält man als
Phasenrauschen L (10 kHz) = –41
dBc/Hz. Für
Systeme mit Modulationsverfahren höherer Ordnung, wie zum Beispiel
QAM, bedeutet dies, daß dieser
Oszillator durch einen Breitband-PLL
mit einem Referenzoszillator mit jeweils niedrigem Phasenrauschen
gesteuert werden muß.
-
Die
Phasenrauschleistungsfähigkeit
des Verzögerungszellenoszillators
4 erfüllt deshalb
nicht die Anforderungen moderner digitaler Übertragungssysteme. Bei Steuerung
innerhalb eines PLL bestimmt der Referenzoszillator
6 das
Phasenrauschen des VCO innerhalb der Schleifenbandbreite. Das Phasenrauschen
S
φo des
PLL-Ausgangssignals als Funktion des Frequenzoffsets Δf kann deshalb
folgendermaßen
ausgedrückt werden:
-
In
Gl. 2 ist SφDCO das
Phasenrauschen des DCO, das gemäß Gl. 1
berechnet wird, Sφref ist das Phasenrauschen
des Referenzoszillators 6, G(Δf) ist die Vorwärts-Schleifenverstärkung und
H(Δf) steht
für die Rückwärts schleifenverstärkung.
-
Da
der Referenzoszillator
6 einen Schwingkreis
7 mit
Resonanzfrequenz f
0ref, Gütefaktor
Q
ref, Rauschzahl F
ref und
Ausgangsleistung P
ref inhibitiert, kann
sein Phasenrauschen S
φref gemäß der Formel
von Leeson folgendermaßen
ausgedrückt
werden:
-
Die
Vorwärts-Schleifenverstärkung G(Δf) hängt gemäß
von der Phasendetektor- und
Ladungspumpenkonstante K
φ, von der Impedanz Z
L des Schleifenfilters
3 und von
der Abstimmkonstante K
VCO des VCO
4 ab.
-
Die
Rückwärts-Schleifenverstärkung H(Δf) kann als
als Funktion des Teilerverhältnisses
N ausgedrückt
werden.
-
Durch
Einsetzen von Gl. 4 bis Gl. 6 in Gl. 3 kann das Phasenrauschen der
PLL-Schaltung 1–5
berechnet werden. Für
eine realistische Ausführungsform
basiert die Berechnung auf den folgenden Annahmen:
- 6. DCO-Phasenrauschen, berechnet im Abschnitt 3.1 für fDCO = 6 GHz
- 7. DCO-Abstimmkonstante KDCO = 1000
2π MHz/V
- 8. Phasendetektorkonstante Kφ =
0,5 mA/(2π rad)
- 9. Teilerfaktor N = 4
- 10. ZL des Schleifenfilters mit C1 = 0, C2 = 22 pF,
R2 = 15 kΩ
- 11. Referenzoszillator: Qref = 20, f0ref = 1,5 GHz, Fref =
3, Pref = 0, 2 mW
-
Folglich
kann der PLL das Phasenrauschen z.B. bei einer Offsetfrequenz von
10 kHz von –41
dBc/Hz (freilaufender VCO) auf –78
dBc/Hz (VCO wird PLL-geregelt) verbessern. In Richtung kleinerer
Frequenzen nimmt jedoch das Phasenrauschen zu, da das Phasenrauschen
des Referenzoszillators 6 zunimmt. Die Wahl des Schleifenfilters 3 ist
insofern kritisch, als sie die Resonanz bei der charakteristischen
Frequenz des PLL beeinflußt.
Um eine gute Phasenrauschleistungsfähigkeit zu erhalten, muß der rauscharme
Referenzoszillator 6 auch mit einem Resonator hoher Güte mit Qref > 20
arbeiten und die Bandbreite des Schleifen-PLL sollte > 20 MHz sein.
-
Gemäß Messungen
kann die DCO-Frequenz von 3,5 GHz bis zu 6 GHz abgestimmt werden.
Die Phasenrauschleistungsfähigkeit
wird durch den Referenzoszillator 6 begrenzt. Bei Verwendung
einer externen Referenz mit L (10 GHz) = –104 dBc/Hz bei 1,25 GHz Betriebsfrequenz
beträgt
das gemessene Phasenrauschen –90
dBc/Hz bei 5 GHz insgesamt. Dies ist 2 dB schlechter als die erwartete
theoretische Verringerung von 12 dB des Phasenrauschens zwischen
Referenz und DCO.
-
Der
Hochfrequenzoszillator kann auch einen zweiten Kreis mit einem Phasendetektor 21 umfassen, der
an die I/Q-Ausgangssignale
des Ringoszillators 4 angekoppelt ist (siehe 4).
Der Phasendetektor 21 liefert ein Fehlersignal Vphase für
den Ringoszillator 4, wenn die Phasendifferenz zwischen
dem I- und dem Q-Signal von 90° abweicht,
so daß über die
vollständige
Frequenzbandbreite während
des Betriebs des Hochfrequenzoszillators immer Orthogonalität zwischen
den Signalen Z und Q aufrechterhalten wird.
-
Das
Phasensteuersignal Vphase ist an die Verzögerungszellenverstärker A1
und A2 des Ringoszillators 4 angekoppelt, wie in 5 gezeigt.
Die Verzögerungszellenverstärker A1
und A2 sind in Reihe geschaltet und liefern jeweils eine Phasenverschiebung
von 90°.
Die Ausgänge
der Verzögerungszellen
A1, A2 sind massefrei und der Ausgang der Verzögerungszelle A2 wird für das Signal
I+ und das Signal I– verwendet
und der Ausgang der Verzögerungszelle
A1 wird für
das Signal Q+ und das Signal Q– verwendet
(siehe auch 3). Der Ausgang der Verzögerungszelle
A2 ist über
eine Insertierung IV an den Eingang der Verzögerungszelle A1 angekoppelt,
so daß die
Oszillationsbedingung von 360° erfüllt ist.
-
Der
Ringoszillator 4 umfaßt
ferner einen Verstärkerteil 2I0 , um jeder der Verzögerungszellen A1 und A2 einen
Strom von 2I0 zuzuführen, und
an den Verstärkerteil
wird das Steuersignal Vcont der Ladungspumpe 2 angekoppelt,
um die Frequenzregelung bereitzustellen. Die Verstärkerteile 2I0 sind identisch, so daß die Verzögerungszellen
A1 und A2 symmetrisch abgestimmt sind. Die Verstärkerteile 2I0 werden
an dieselbe Stromquelle 23 angekoppelt.
-
Das
Steuersignal des Phasendetektors 21 wird an eine regelbare
Stromquelle 22 angekoppelt, die an jeden der Verstärkerteile 2I0 angekoppelt ist. Über die Stromquelle 22 stellt
die Steuerspannung Vphase eine Unsymmetrie
der Ströme
der Stromquelle 23 bereit, über die eine Diskrepanz der
erforderlichen Phasendifferenz von 90° der I/Q-Signale korrigiert
wird.
-
6 zeigt
ein ausführliches
Schaltbild des Verzögerungszellenoszillators 4.
Der Ringoszillator 4 besteht im wesentlichen aus den Verzögerungszellenverstärkern A1
und A2, der Rückkopplungsschleife
mit der Inversion IV und dem Steuerverstärker A2 für Phasen- und Frequenzsteuerung.
Der Verzögerungszellenverstärker 1 umfaßt einen
Verstärker 31,
der an die Eingänge
des Verstärkers 32 des
Verzögerungszellenverstärkers A2
angekoppelt ist, und diese Ausgänge
liefern die Ausgangssignale I+/I– und Q+/Q– über Lastwiderstände Rc, die an die Versorgungsspannung VCC angekoppelt
sind.
-
An
die Ausgänge
des Verstärkers 31 sind
zwei Verstärker 33 und 34 für die Verzögerung und
deshalb die Frequenzabstimmung des Verstärkers 31 angekoppelt.
Der Verzögerungszellenverstärker A2
ist mit Verstärkern 32, 35, 36 in
Korrespondenz mit dem Verzögerungszellenverstärker A1
eingerichtet, um einen symmetrischen Verzögerungszellenoszillator bereitzustellen.
-
Die
Ausgänge
des Verstärkers 37 sind
an die Eingänge
der Verstärker 33, 34 angekoppelt,
um eine Spannungsregelung der Signale Q+, Q– bereitzustellen, und sind
an die Ausgänge
der Verstärker 33, 34 angekoppelt,
um die Verzögerung
bzw. Frequenzeinstellung bereitzustellen. Die Frequenzeinstellung
wird durch den Verstärker 37 des
Steuerverstärkers
Ac bereitgestellt, an dessen Eingänge das Steuersignal Vcont angelegt wird, und dessen Ausgänge jeweils
als eine Versorgungsspannung für
die Verstärker 33 und 34 geschaltet sind.
Die Verstärker 35, 36 für die Verzögerungszelle
A2 sind genauso wie die Verstärker 33, 34 eingerichtet. Der
Steuerverstärker
Ac umfaßt
ferner einen Verstärker 38 für die Verzögerungszelle
A2, an dessen Eingang auch das Steuersignal Vcont angelegt
wird, um eine symmetrische Abstimmung der Verzögerungszellen A1 und A2 zu
erreichen.
-
Der
Steuerverstärker
Ac umfaßt
ferner einen Verstärker 39,
an den das Phasensteuersignal Vphase auf der
Eingangsseite angelegt wird. Die Ausgänge des Verstärkers 39 sind
jeweils an Verstärker 37 und 38 angekoppelt,
um den Verstärker 37 in
Bezug auf den Verstärker 38 zu
verschieben, um die korrekte Phasendifferenz von 90° für die Ausgangssignale
I und Q zu erhalten. Der Verzögerungszellenoszillator 4 umfaßt deshalb
zwei symmetrische Verstärkerteile 33, 34, 37; 35, 36, 38 zur
Frequenzregelung und einen Verstärker 39, der
die Phasenregelung bereitstellt und der an diese Verstärkerteile
angekoppelt ist.