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Hintergrund
der Erfindung
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1. Gebiet
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher
Polysaccharide und ein Verfahren zum Klären wässriger Lösungen wasserlöslicher
Polysaccharide, und spezieller betrifft sie ein Verfahren zum effizienten
und bequemen Herstellen und Klären
von Sojabohnen-Okara (Bohnengallerte-Rückstand) stammender wasserlöslicher
Polysaccharide, das sichtbare Transparenz und Klarheit ohne Trübheit oder
Ausfällungserzeugung
selbst nach Langzeit-Lagerung
oder Lagerung in der Kälte
von wässrigen Lösungen der
extrahierten wasserlöslichen
Polysaccharide ergibt, und das zu einem geringeren Grad an Braunwerden
oder Feuchtigkeitsabsorption bei Langzeit-Lagerung führt.
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2. Beschreibung des Stands
der Technik
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Der
Anmelder der vorliegenden Anmeldung hat bereits die japanische Patentanmeldung
Nr. 2-30677 (ungeprüfte
japanische Patent-Veröffentlichung
Nr. 3-236759) eingereicht
auf der Basis der Entdeckung, dass, wenn wasserlösliche Polysaccharide aus Hülsenfrüchten wie
Sojabohnen oder grünen
Erbsen, die reichlich Protein-Komponenten enthalten, extrahiert
werden, eine Extraktion an einem pH nahe dem isoelektrischen Punkt
der in den Hülsenfrüchten enthaltenen
Protein-Komponenten die Eluierung der in den Hülsenfrüchten reichlich vorhandenen
Protein-Komponenten hemmt, was den nachfolgenden Reinigungsschritt
erleichtert.
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Der
Anmelder der vorliegenden Anmeldung hat auch bereits der japanische
Patentanmeldung Nr. 5-329214 (ungeprüfte japanische Patent-Veröffentlichung
Nr. 7-188301) für
ein Verfahren zum Hydrolysieren und Solubilisieren die suspendierten
Protein-Komponenten zum Zwecke der Verbesserung der Klarheit der durch
das oben genannte Verfahren erhaltenen wasserlöslichen Polysaccharide, und
die japanische Patentanmeldung Nr. 10-43756 (ungeprüfte japanische
Patent-Veröffentlichung
Nr. 11-240902) für
ein Verfahren zur Förderung
der Erzeugung und der Entfernung des suspendierten Materials durch
Konzentration während
der Herstellungsschritte, eingereicht. Die durch diese Verfahren
hergestellten wässerigen
Lösungen
wasserlöslicher
Polysaccharide haben die Klarheit dramatisch verbessert, aber es
verblieb insofern ein Problem, als sich die wasserlöslichen
Polysaccharide in den wässerigen
Lösungen
lösen und
bei Langzeit-Lagerung
oder Lagerung in der Kälte
wasserunlösliche
suspendierte Substanzen oder Ausfällungen erzeugt werden.
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Diese
suspendierten Substanzen oder Ausfällungen waren industriell sehr
schwierig zu entfernen, weil sie nach Langzeit-Lagerung oder Lagerung
in der Kälte
erzeugt werden. Insbesondere waren, wenn ein wasserlösliches
Polysaccharid nach der Herstellung gekühlt wurde oder das wasserlösliche Polysaccharid
erhitzt wurde, um eine wässerige
Lösung
zu bilden, und dann kalt gelagert wurde, die sich ergebenden kolloidalen suspendierten
Substanzen schwierig zu entfernen, und die kolloidalen suspendierten
Substanzen waren eine Ursache für
das Verstopfen von Filtern oder Säulen in den UF-Vorrichtungen
oder dergleichen, die während der
Herstellung des wasserlöslichen
Polysaccharids im gekühlten
Zustand verwendet werden.
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Als
Mittel zur Lösung
dieses Problems waren, zusätzlich
zu dem Verfahren der Hydrolyse von Protein-Komponenten der vorgenannten
früheren
Anmeldung, auch die Ausfällung
und Entfernung suspendierter Substanzen unter Verwendung eines Zentrifugalabscheiders
mit einer hohen Zentrifugalkraft, und die Entfernung suspendierter
Substanzen und Ausfällungen
unter Verwendung von Filtern mit kleinen Porengrößen oder Filterhilfen wie Diatomeenerde,
bekannt. Wenn eine hohe Zentrifugalkraft verwendet wird, stellen
jedoch die hohen Kosten der Ausrüstung
hinsichtlich der Herstellung ein Problem dar. Wenn verschiedene
Filter verwendet wurden, gab es die Tendenz, dass die hohe Viskosität der suspendierten
Substanzen zum Verstopfen führte,
was eine längere
Behandlung verhindert. Daher war es schwierig, Peptid-Komponenten,
die Produkte einer Umwandlung mit Proteasen zu niedrigem Molekulargewicht
sind, und die ein Braun werden oder eine Feuchtigkeitsabsorption
nach dem Trocknen verursachen, effizient zu entfernen, und daher
war ein derartiges Braunwerden nicht zu verhindern.
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Man
glaubt, dass die wasserunlöslichen
suspendierten Substanzen oder Ausfällungen, die nach der Lagerung
wasserlöslicher
Polysaccharide, die durch Extraktion in der oben beschriebenen Weise
aus Hülsenfrüchten erhalten
wurden, erzeugt werden, hauptsächlich
aus unlöslichen
Protein-Komponenten, unlöslichen Salzen
und Teilen des mikronisierten Ausgangsmaterials bestehen, während man
insbesondere glaubt, dass die Zucker-Komponenten aus schwierig zu
trennenden Hemicellulosen und Cellulosen bestehen. Man denkt daher,
dass eine Hydrolyse dieser Polysaccharid-Komponenten mit Enzymen
wie Hemicellulasen und Cellulasen zu einer Hydrolyse auch der nützlichen
wasserlöslichen
Polysaccharid-Komponenten führt,
was es unmöglich
macht, die gewünschten
wasserlöslichen
Polysaccharide zu erhalten.
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Im
Falle von Hülsenfrüchten, die
reichliche Mengen an Stärke-Komponenten
enthalten, wie grüne
Erbsen und rote Bohnen, wurde die Möglichkeit der Eluierung der
Stärke-Komponenten
in die extrahierte Fraktion wasserlöslicher Polysaccharide umfassend
erwogen, aber im Falle von Sojabohnen, die eine brauchbarere Quelle
zur Extraktion wasserlöslicher
Polysaccharide sind, wird der Gehalt an Stärke-Komponenten in reifen Sojabohnen
als sehr niedrig betrachtet, und daher wurde den Stärke-Komponenten
in den extrahierten wasserlöslichen
Polysacchariden weder viel Aufmerksamkeit zugewandt noch wurden
sie studiert.
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WO
91/00027 offenbart ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher
Diät-Faserzusammensetzungen durch
Behandlung gemahlener Haferprodukte mit alpha-Amylase.
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US 5 112 964 offenbart ein
Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Hemicellulose aus Reiskleie,
Weizenkleie oder Kornhülsen,
das einen Stärkeentfernungs-Schritt,
einen Extraktions-Schritt und einen Neutralisations- und Entsalzungs-Schritt
aufweist. Amylase wird zum Verdau der Stärke verwendet.
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JP
61-047613 offenbart die Verwendung von Amylase bei der Herstellung
von Sojabohnen-Gallerte.
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JP
62-201820 offenbart ein Verfahren zur Erhaltung von Hemicellulose
aus Hüllen
von Getreiden und Häuten
von Bohnen, beispielsweise Sojabohnen.
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Kurze Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, wasserlösliche Polysaccharide,
deren wässrige
Lösungen
selbst während
Langzeit-Lagerung oder Lagerung in der Kälte eine geringe Trübheit und
wenig Erzeugung suspendierter Substanzen oder Ausfällungen
aufweisen, und die während
einer Langzeit-Lagerung minimales Braunwerden und Feuchtigkeits-Absorption
zeigen, mittels eines bequemen Verfahrens und aus Sojabohnen-Okara
(Bohnengallerte-Rückstand)
effizient herzustellen.
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Als
ein Ergebnis sorgfältiger
Forschung im Licht der oben beschriebenen Umstände haben die Erfinder der
vorliegenden Erfindung gefunden, dass zusätzlich zu Protein-Komponenten
eine relativ große
Menge an Stärke-Komponenten
in dem suspendierten Material vorhanden ist, das erzeugt wird, wenn
wasserlösliche Polysaccharide
aus Sojabohnen-Okara extrahiert und gereinigt werden, oder wenn
wässrige
Lösungen
wasserlöslicher
Polysaccharide nach der Reinigung gelagert werden. D. h., es wurde
gefunden, dass solche wässrigen
Lösungen
wasserlöslicher
Polysaccharide, die aus Sojabohnen-Okara extrahiert wurden, mit
Iod-Lösungen
eine violette Farbreaktion zeigen, was die Anwesenheit von Stärke-Komponenten anzeigt,
und es wurde vermutet, dass die bei der Langzeit-Lagerung oder Lagerung
in der Kälte
der wässrigen
Lösungen
erzeugten suspendierten Substanzen oder Ausfällungen die durch Alterung
unlöslich
gemachten Stärke-Komponenten sind.
Wenn solche wässrigen
Lösungen
wasserlöslicher
Polysaccharide zur Hydrolyse der Stärke-Komponenten mit Amylasen
behandelt wurden, wurde gefunden, dass sich nicht nur die Klarheit
der wässrigen
Lösungen wasserlöslicher
Polysaccharide beim Kühlen
nach der Herstellung verbessert, sondern dass die Erzeugung von
Ausfällungen
während
einer Langzeit-Lagerung
und die Erzeugung suspendierter Substanzen während einer Lagerung in der
Kälte verhindert
werden kann. Außerdem
wurde entdeckt, dass wasserlösliche
Polysaccharide, die auf diese Weise mit Amylasen behandelt wurden,
wenig Verstopfung von Filtern, die zur Ultrafiltration (UF) oder
Mikrofiltration (MF) verwendet werden, oder von Membranen kleiner
Porengröße wie semipermeable
Membranen und Membranen für
reverse Osmose (RO), verursachen, und dass es möglich ist, wenn solche Vorrichtungen
zur hocheffizienten Entfernung niedermolekularer Bestandteile bei
der Herstellung wasserlöslicher
Polysaccharide verwendet werden, leichter wasserlösliche Polysaccharide
mit minimalem Braun werden und minimaler Feuchtigkeits-Absorption
während
der Lagerung herzustellen. Die vorliegende Erfindung wurde auf der
Basis dieser Entdeckungen fertiggestellt.
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Mit
anderen Worten, die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung wasserlöslicher Polysaccharide,
das ein Einwirken lassen einer Amylase auf einen wasserlöslichen
Polysaccharid-Extrakt, der von Sojabohnen-Okara stammt, und ein
Entfernen des unlöslichen
Materials aufweist, und ein Verfahren zum Klären einer wässrigen Lösung wasserlöslicher
Polysaccharide, das ein Einwirken lassen einer Amylase auf einen
wasserlöslichen
Polysaccharid-Extrakt, der von Sojabohnen-Okara stammt, und ein
Enffernen des unlöslichen
Materials aufweist.
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Genaue Bescheibung
der Erfindung
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Sojabohnen-Okara
(Bohnengallerte-Rückstand)
wird als ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Tofu (Bohnengallerte)
und Sojabohnen-Milch oder abgetrenntem Sojabohnen-Protein erhalten.
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Das
Ausgangsmaterial kann einer thermolytischen Behandlung bei einer
Temperatur von bevorzugt 60°C–130°C, und bevorzugter
80°C–130°C, unter
entweder sauren oder alkalischen Bedingungen, aber bevorzugt bei
einem sauren pH von 2–7,
und bevorzugter einem pH von 4–7,
und am meisten bevorzugt bei nahe dem isoelektrischen Punkt jeder
Protein-Komponente, unterzogen werden, und die wasserlösliche Fraktion kann
nach der Abtrennung direkt getrocknet werden, oder einer Aktivkohle-Behandlung,
einer Harzabsorptions-Behandlung oder einer Ethanol-Ausfällung unterzogen
werden, um die hydrophoben Substanzen oder die niedermolekularen
Substanzen zu entfernen, und dann getrocknet werden, um die gewünschten
wasserlöslichen
Polysaccharide zu ergeben. Es kann auch eine Spaltungsextraktion
mit einer Hemicellulase oder Pektinase ausgeführt werden.
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Erfindungsgemäß kann die
Amylase-Behandlung während
irgend eines der vorgenannten Schritte ausgeführt werden, oder die amylolytische
Behandlung kann nach Abtrennung der wasserlöslichen Polysaccharide oder
in einer nach der Trocknung neu hergestellten wässrigen Lösung ausgeführt werden.
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Die
Bedingungen für
die Amylase-Behandlung sind nicht in besonderer Weise eingeschränkt, und
die Reaktion kann unter den für
die verwendete Amylase idealen Bedingungen durchgeführt werden.
In den meisten Fällen
wird sie bevorzugter in einem Bereich hoher Temperatur ausgeführt, in
dem der verkleisterte Zustand der Stärke-Komponenten aufrecht erhalten
werden kann, als in einem Bereich niedriger Temperatur. Die Wirkung
einer wärmebeständigen Amylase
wird daher höher
sein als die einer Amylase, die nur bei nahe Raumtemperatur Aktivität zeigt.
Die Behandlung kann sogar eine Wirkung ergeben, wenn sie auf der
Stufe des Ausgangsmaterials vor der Extraktion der wasserlöslichen
Polysaccharide verwendet wird.
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Die
Amylase kann beispielsweise eine beta-Amylase oder eine alpha-Amylase
sein, und derartige Amylasen sind auf dem Markt und leicht erhältlich und
können
verwendet werden, wie es paßt.
Eine merkliche Wirkung kann durch die vereinte Verwendung mit Proteasen
erzielt werden, wie es in der vorgenannten früheren Anmeldung (ungeprüfte japanische
Patentveröffentlichung
Nr. 7-188301) beschrieben ist. Ob alleine oder in Verbindung mit
Proteasen verwendet, führen
diese Amylasen nicht zu einer hundertprozentigen Solubilisierung
der suspendierten Substanzen, sondern etwas bleibt zurück als teilweise
unlösliches
Material. Das teilweise unlösliche
Material hat jedoch bessere Ausfällungs-
und Filtrations-Eigenschaften als das Ausgangsmaterial vor der Amylasebehandlung
und kann daher durch gewöhnliche
Zentrifugierung ohne hohe Zentrifugalkraft leicht abgetrennt werden,
ohne dazu zu neigen, die Filtervorrichtungen zu verstopfen.
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Obwohl
einfach durch Entfernen dieser suspendierten Substanzen eine angemessene
Transparenz erzielt wird, ist es bevorzugt, die durch Amylasen oder
Proteasen erhaltenen Amylohydrolyse-Produkte oder Proteohydrolyse-Produkte
niederen Molekulargewichts zu entfernen, um ein Braunwerden der
wässerigen
Lösung
oder des trockenen Produkts während
der Langzeit-Lagerung zu verhin dern, und um die hygroskopischen
Eigenschaften des trockenen Produkts zu verringern, um den Bereich
der Verwendungen zu erhöhen.
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Das
verwendete Verfahren zur Entfernung der Substanzen niedrigen Molekulargewichts
kann Ultrafiltration (UF) oder Mikrofiltration (MF), ein Verfahren
unter Verwendung einer Filtermembran kleiner Porengröße wie einer
semipermeablen Membran oder reversen Osmose (RO)-Membran, ein Ausfällungsverfahren
unter Verwendung eines polaren organischen Lösungsmittels wie Ethanol, Isopropanol
oder Aceton, oder ein Enzym-Verfahren unter Verwendung eines Mikroorganismus,
wofür die
alkoholische Gärung
typisch ist, sein.
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Wenn
eine Filtration verwendet wird, kann eine Ultrafiltration (UF) oder
eine Mikrofiltration (MF) oder ein Verfahren unter Verwendung einer
Filtermembran kleiner Porengröße wie einer
semipermeablen Membran oder einer reversen Osmose (RO)-Membran verwendet
werden, mit einer den Stärkesubstanzen
niedrigen Molekulargewichts, die von der Amylase erzeugt werden,
entsprechenden Molekulargewichts-Fraktionierung. Substanzen, die
das Molekulargewicht oder die Molekülgröße der wasserlöslichen
Ziel-Polysaccharid-Fraktion überschreiten,
verringern jedoch die Ausbeute an dem wasserlöslichen Polysaccharid und sind
zur Reinigung ungeeignet. Die fraktionierte Molekulargewichtsgröße ist üblicherweise
1 000 bis 5 000 000, und bevorzugt 5 000 bis 1 000 000. In einem
Ausfällungsverfahren,
das ein polares Lösungsmittel
verwendet, variiert die Konzentration in Abhängigkeit von dem bestimmten
Lösungsmittel,
aber im Falle von Ethanol kann seine Konzentration 30–100%, und
40–90%,
als eine wässrige
Lösung
sein. Wenn die Alkoholkonzentration zu niedrig ist, wird die Ausbeute
an der wasserlöslichen
Polysaccharid-Fraktion niedriger sein, und eine höhere Konzentration
wird die Reinheit verringern.
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Die
vorliegende Erfindung wird nun durch die folgenden Beispiele und
Vergleichsbeispiele detaillierter erläutert. Die "Teile" und "%"-Werte
basieren in sämtlichen
Beispielen auf dem Gewicht.
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Beispiele 1–6
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Eine
zweifache Menge Wasser wurde zu Rohokara, das bei der Herstellung
von abgetrenntem Sojabohnen-Protein erhalten wurde, zugegeben, und
unter Extramtionsbedingungen, die während Langzeit-Lagerung zu
einer Ausfällung
führen,
d. h. Einstellung auf pH 5,0 mit Chlorwasserstoffsäure und
zweistündiges
Erhitzen bei 120°C,
wurde eine Extraktion durchgeführt.
Nachdem dies auf 50°C
abgekühlt
war, wurde ein Zentrifugieren (10 000 G × 30 Minuten) durchgeführt, und
die Überstand-
und Niederschlags-Anteile wurden getrennt. Der auf diese Weise erhaltene
Polysaccharid-Extrakt wurde einmal gefriergetrocknet. Zu einer 10%igen wässrigen
Lösung
des wasserlöslichen
Polysaccharids wurden Amylase A (wärmebeständige alpha-Amylase A3306,
Produkt von Sigma Corp.), Amylase B (Dextrozym plus L, Produkt von
Novo Corp.) und Amylase C (Amano AD1, Produkt von Amano Seiyaku
Co., Ltd.) zu 1% bezüglich
des wasserlöslichen
Polysaccharids (hinsichtlich Trockengewicht) zugegeben, und die
Stärken
wurden unter ihren jeweiligen optimalen Bedingungen hydrolysiert.
Speziell wurde Amylase A 120 Minuten lang bei 90°C reagieren lassen, und Amylase
B und Amylase C wurden 120 Minuten lang bei 50°C reagieren lassen. Nach der
Reaktion wurde jede der Lösungen 10
Minuten lang in siedendem Wasser erhitzt und dann auf Raumtemperatur
abgekühlt
(Beispiele 1, 2 und 3). Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde
jede Lösung
10 Minuten lang bei 5 000 G teilweise zentrifugiert, und die Überstand-Flüssigkeit
wurde abfraktioniert (Beispiele 4, 5 und 6). Als nächstes wurde
jede Lösung
auf 3% verdünnt,
und die Trübung
jeder Lösung
wurde bei OD 610 nm gemessen. Eine Iod-Lösung (Lösung von 2% Kl, 0,2% I2) wurde tropfenweise zu jeder der Lösungen zugegeben,
um die Stärke-Farbreaktion zu
bestätigen.
Die Lösungen
wurden auch 12 Stunden lang bei Raumtemperatur oder 5°C stehen
gelassen, und der Zustand der Ausfällungserzeugung wurde beobachtet.
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Die
Ergebnisse sind in den Tabellen 1 bis 4 gezeigt.
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Vergleichsbeispiele 1
bis 4
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Zum
Vergleich wurde das Verfahren ohne Verwendung von Enzymen und unter
Verwendung einer Protease, wie in der vorgenannten früheren Anmeldung
offenbart, ausgeführt.
Speziell wurde zu einer 10%igen wässrigen Lösung des wasserlöslichen
Polysaccharids eine Protease-Zubereitung (Actinase AS, Produkt von Kaken
Seiyaku Co., Ltd.) zu 1% bezüglich
des Feststoffanteils zugegeben, und die Reaktion wurde 120 Minuten
lang bei 50°C
ausgeführt.
Der pH wurde dann auf 7 eingestellt, und das Gemisch wurde 10 Minuten
lang in siedendem Wasser erhitzt, um die Enzyme während der
Ausführung
der Wärmebehandlung
zu inaktivieren, wonach es auf Raumtemperatur abgekühlt wurde
(Vergleichsbeispiele 1 und 2). Nach dieser Behandlung wurde ein
Teil in der gleichen Weise wie bei den Beispielen 10 Minuten lang
bei 5 000 G zentrifugiert, und die Überstands-Flüssigkeit
wurde abfraktioniert (Vergleichsbeispiele 3 und 4). In derselben
Weise wie bei den Beispielen wurde jede Lösung auf 3% verdünnt, und
dann wurde die Trübung
(OD 610 nm) gemessen, und die Farbreaktion gegenüber einer Iod-Lösung und
die Erzeugung von Ausfällungen
wurden beobachtet.
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Die
Ergebnisse sind in den Tabellen 1–4 gezeigt.
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Tabelle
1 Trübung jeder
behandelten Lösung
vor dem Zentrifugieren und Ausfällungs-Erzeugung
nach der Lagerung
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Anmerkung:
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- Iodreaktion: + Iodreaktion, –– keine Iodreaktion
- Ausfällungs-Beurteilung:
++ viel Ausfällung,
+ Ausfällung, ± wenig
Ausfällung – keine
Ausfällung
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Tabelle
2 Trübung jeder
behandelten Lösung
vor dem Zentrifugieren und Ausfällungs-Erzeugung
nach der Lagerung
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Anmerkung:
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- Ausfällungs-Beurteilung:
++ viel Ausfällung,
+ Ausfällung, ± wenig
Ausfällung, – keine
Ausfällung
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Beispiele 7 und 8
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In
derselben Weise wie in den Beispielen 1 bis 6 wurde Rohokara, das
bei der Herstellung von abgetrenntem Sojabohnen-Protein erhalten
wurde, als das Ausgangsmaterial verwendet, und es wurde ein gefriergetrocknetes
wasserlösliches
Polysaccharid hergestellt. Zu einer 10%igen wässrigen Lösung des wasserlöslichen
Polysaccharids wurde Actinase AS (Kaken Seiyaku Co., Ltd.) als die
Protease zugegeben und Dextrozym Plus L (Produkt von Novo Corp.)
als die Amylase zugegeben in einer Menge von 1 Gew.% bezüglich des Feststoffanteiles
jeder Polysaccharid-Lösung,
und die Reaktion wurde 120 Minuten lang bei 50°C ausgeführt. Nach der Reaktion wurde
die Lösung
10 Minuten lang in siedendem Wasser erhitzt und dann auf Raumtemperatur
abgekühlt
(Beispiel 7). Nach dem Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde sie 10 Minuten lang bei 5 000 G teilweise
zentrifugiert, und die Überstands-Flüssigkeit
wurde abfraktioniert (Beispiel 8). Als nächstes wurde jede Lösung auf
3% verdünnt,
und die Trübung
jeder verdünnten
Lösung
wurde bei OD 610 nm gemessen. Die Lösungen wurden auch 12 Stunden
lang bei Raumtemperatur oder 5°C
stehen gelassen, und der Zustand der Ausfällungs-Erzeugung wurde beobachtet.
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Die
Ergebnisse sind in den Tabellen 3 und 4 gezeigt.
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Tabelle
3 Trübung jeder
behandelten Lösung
vor dem Zentrifugieren und Ausfällungs-Erzeugung
nach der Lagerung
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Anmerkung:
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- Ausfällungs-Beurteilung:
++ viel Ausfällung,
+ Ausfällung, ± wenig
Ausfällung, – keine
Ausfällung
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Tabelle
4 Trübung jeder
behandelten Lösung
vor dem Zentrifugieren und Ausfällungs-Erzeugung
nach der Lagerung
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Anmerkung:
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- Ausfällungs-Beurteilung:
++ viel Ausfällung,
+ Ausfällung, ± wenig
Ausfällung, – keine
Ausfällung
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass die vereinte Verwendung der Protease und
der Amylase die Klarheit des wasserlöslichen Polysaccharids, verglichen
mit der Verwendung der Amylase oder der Protease alleine, verbesserte.
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Beispiele 9 und 10
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Die
Lösungen
wasserlöslicher
Polysaccharide der Beispiele 5 und 7 wurden zu 2%igen wässrigen
Lösungen
verdünnt
und dann einem UF-Filtrationstest bei 5°C unterzogen. Der Test wurde
durch Behandlung mit festgelegter Konzentration unter Verwendung
eines UF-Filters mit einem Fraktionierungs-Molekulargewicht von
500 000 (Mocellup FB02FUS5081, Produkt von Daicel Chemical Co. Ltd.)
ausgeführt,
wobei Ionenaustauschwasser in derselben Menge wie die durchdringende
Flüssigkeit
zugeführt
wurde. Der Vorgang wurde mit einem Flüssigkeits-Permeationsdruck
von 1,5 Atmosphären
ausgeführt.
Die Zeit, die erforderlich war, dass die Durchlassgeschwindigkeit
der hindurch dringenden Flüssigkeit
wegen des Verstopfens des UF-Filters 2/3 derjenigen zu Beginn der
Durchdringung erreichte, wurde gemessen, und diese Zeit wurde als
die Lebensdauer des Filters aufgezeichnet und mit dem Ergebnis verglichen,
das unter Verwendung einer unbehandelten Lösung wasserlöslicher
Polysaccharide erhalten wurde. Bei Verwendung dieses UF-Behandlungsverfahrens markierte
der Punkt, an dem das hindurchdringende Flüssigkeitsvolumen das Doppelte
desjenigen der Ausgangsflüssigkeit
(3-fache Konzentration) erreichte, das Ende der UF-Behandlung, und
bei Verwendung behandelter Lösungen
(gereinigter Lösungen)
nur für
die Beispiele wurden sie einem Lagerungstest bei 70°C und dem
Sprühtrocknen
unterzogen, und die Eigenschaften der wasserlöslichen Polysaccharide während der
Lagerung wurden mit denjenigen vor der Behandlung verglichen.
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Die
Ergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 gezeigt.
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Vergleichsbeispiele 5
und 6
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Die
Lösungen
wasserlöslicher
Polysaccharide, die in den Vergleichsbeispielen 3 und 4 erhalten
wurden, wurden auf 2% verdünnt,
und die Filter-Lebensdauer wurde für jede in der gleichen Weise
wie in den Beispielen 9 und 10 gemessen.
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Die
Ergebnisse sind in Tabelle 5 gezeigt.
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Tabelle
5 UF-Behandlung
jeder behandelten Lösung
und UF-Filter-Lebensdauer
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Anmerkung:
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Die
Filter-Lebensdauer ohne Enzym wurde als 100 definiert.
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Tabelle
6 Lagerungstest
von UF-behandelten Lösungen
und Zustand der trockenen Produkte
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Anmerkung:
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Die
Zustände
nach der Lagerung und nach dem Trocknen stellen den Unterschied
im Vergleich zu ohne UF-Behandlung dar.
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Diese
Ergebnisse legen nahe, dass eine Amylase-Behandlung die Lebensdauer
von UF-Filtern im Vergleich zu dem Verfahren des Stands der Technik
verlängern
kann. Zusätzlich
zeigen die gereinigten wasserlöslichen
Polysaccharide, aus denen die Komponenten mit niedrigem Molekulargewicht
durch UF-Behandlung entfernt wurden, im Vergleich zu ungereinigten
weniger Braunwerden, und die getrockneten Produkte haben geringere
hygroskopische Eigenschaften.
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Wie
oben erläutert
wurde, ist es durch Amylase-Behandlung wässriger Lösungen wasserlöslicher
Polysaccharide, die unter sauren Bedingungen aus Sojabohnen-Okara extrahiert
wurden, zur Hydrolyse und Umwandlung in niedrige Molekulargewichte
der Stärkesubstanzen,
die eine Quelle für
Ausfällungen
und suspendiertes Material sind, möglich, die Probleme des Stands
der Technik einer erhöhten
Trübung
und Erzeugung von Ausfällungen,
die bei Langzeit-Lagerung oder Lagerung in der Kälte wässriger Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide
auftreten, zu minimieren, und das Ergebnis verleiht nicht nur dem
Produkt eine erhöhte ästhetische
Qualität,
sondern erleichtert auch die Filtration unter Verwendung von Filtern
zur Ultrafiltration (UF) oder zur Mikrofiltration (MF) oder von
Membranen kleiner Porengröße wie semipermeablen
Membranen und reversen Osmose (RO)-Membranen. Als ein Ergebnis ist
es möglich,
das Braunwerden und die Feuchtigkeitsabsorption während der
Langzeit-Lagerung wässriger
Lösungen
wasserlöslicher
Polysaccharide oder ihrer getrockneten Produkte zu minimieren.