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DE60115523T2 - Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Polysacchariden und zur Aufklärung von wässerigen Lösungen die sie enthalten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Polysacchariden und zur Aufklärung von wässerigen Lösungen die sie enthalten Download PDF

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DE60115523T2
DE60115523T2 DE60115523T DE60115523T DE60115523T2 DE 60115523 T2 DE60115523 T2 DE 60115523T2 DE 60115523 T DE60115523 T DE 60115523T DE 60115523 T DE60115523 T DE 60115523T DE 60115523 T2 DE60115523 T2 DE 60115523T2
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DE
Germany
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water
amylase
soluble
precipitation
polysaccharides
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DE60115523T
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Hitoshi Tsukuba-gun Furuta
Taro Tsukuba-gun TAKAHASHI
Ryosuke Tsukuba-gun Kiwata
Akihiro Izumisano-shi Nakamura
Hirokazu Izumisano-shi Maeda
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Fuji Oil Co Ltd (fka Fuji Oil Holdings Inc)
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Fuji Oil Co Ltd
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P19/00Preparation of compounds containing saccharide radicals
    • C12P19/14Preparation of compounds containing saccharide radicals produced by the action of a carbohydrase (EC 3.2.x), e.g. by alpha-amylase, e.g. by cellulase, hemicellulase

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Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Polysaccharide und ein Verfahren zum Klären wässriger Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide, und spezieller betrifft sie ein Verfahren zum effizienten und bequemen Herstellen und Klären von Sojabohnen-Okara (Bohnengallerte-Rückstand) stammender wasserlöslicher Polysaccharide, das sichtbare Transparenz und Klarheit ohne Trübheit oder Ausfällungserzeugung selbst nach Langzeit-Lagerung oder Lagerung in der Kälte von wässrigen Lösungen der extrahierten wasserlöslichen Polysaccharide ergibt, und das zu einem geringeren Grad an Braunwerden oder Feuchtigkeitsabsorption bei Langzeit-Lagerung führt.
  • 2. Beschreibung des Stands der Technik
  • Der Anmelder der vorliegenden Anmeldung hat bereits die japanische Patentanmeldung Nr. 2-30677 (ungeprüfte japanische Patent-Veröffentlichung Nr. 3-236759) eingereicht auf der Basis der Entdeckung, dass, wenn wasserlösliche Polysaccharide aus Hülsenfrüchten wie Sojabohnen oder grünen Erbsen, die reichlich Protein-Komponenten enthalten, extrahiert werden, eine Extraktion an einem pH nahe dem isoelektrischen Punkt der in den Hülsenfrüchten enthaltenen Protein-Komponenten die Eluierung der in den Hülsenfrüchten reichlich vorhandenen Protein-Komponenten hemmt, was den nachfolgenden Reinigungsschritt erleichtert.
  • Der Anmelder der vorliegenden Anmeldung hat auch bereits der japanische Patentanmeldung Nr. 5-329214 (ungeprüfte japanische Patent-Veröffentlichung Nr. 7-188301) für ein Verfahren zum Hydrolysieren und Solubilisieren die suspendierten Protein-Komponenten zum Zwecke der Verbesserung der Klarheit der durch das oben genannte Verfahren erhaltenen wasserlöslichen Polysaccharide, und die japanische Patentanmeldung Nr. 10-43756 (ungeprüfte japanische Patent-Veröffentlichung Nr. 11-240902) für ein Verfahren zur Förderung der Erzeugung und der Entfernung des suspendierten Materials durch Konzentration während der Herstellungsschritte, eingereicht. Die durch diese Verfahren hergestellten wässerigen Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide haben die Klarheit dramatisch verbessert, aber es verblieb insofern ein Problem, als sich die wasserlöslichen Polysaccharide in den wässerigen Lösungen lösen und bei Langzeit-Lagerung oder Lagerung in der Kälte wasserunlösliche suspendierte Substanzen oder Ausfällungen erzeugt werden.
  • Diese suspendierten Substanzen oder Ausfällungen waren industriell sehr schwierig zu entfernen, weil sie nach Langzeit-Lagerung oder Lagerung in der Kälte erzeugt werden. Insbesondere waren, wenn ein wasserlösliches Polysaccharid nach der Herstellung gekühlt wurde oder das wasserlösliche Polysaccharid erhitzt wurde, um eine wässerige Lösung zu bilden, und dann kalt gelagert wurde, die sich ergebenden kolloidalen suspendierten Substanzen schwierig zu entfernen, und die kolloidalen suspendierten Substanzen waren eine Ursache für das Verstopfen von Filtern oder Säulen in den UF-Vorrichtungen oder dergleichen, die während der Herstellung des wasserlöslichen Polysaccharids im gekühlten Zustand verwendet werden.
  • Als Mittel zur Lösung dieses Problems waren, zusätzlich zu dem Verfahren der Hydrolyse von Protein-Komponenten der vorgenannten früheren Anmeldung, auch die Ausfällung und Entfernung suspendierter Substanzen unter Verwendung eines Zentrifugalabscheiders mit einer hohen Zentrifugalkraft, und die Entfernung suspendierter Substanzen und Ausfällungen unter Verwendung von Filtern mit kleinen Porengrößen oder Filterhilfen wie Diatomeenerde, bekannt. Wenn eine hohe Zentrifugalkraft verwendet wird, stellen jedoch die hohen Kosten der Ausrüstung hinsichtlich der Herstellung ein Problem dar. Wenn verschiedene Filter verwendet wurden, gab es die Tendenz, dass die hohe Viskosität der suspendierten Substanzen zum Verstopfen führte, was eine längere Behandlung verhindert. Daher war es schwierig, Peptid-Komponenten, die Produkte einer Umwandlung mit Proteasen zu niedrigem Molekulargewicht sind, und die ein Braun werden oder eine Feuchtigkeitsabsorption nach dem Trocknen verursachen, effizient zu entfernen, und daher war ein derartiges Braunwerden nicht zu verhindern.
  • Man glaubt, dass die wasserunlöslichen suspendierten Substanzen oder Ausfällungen, die nach der Lagerung wasserlöslicher Polysaccharide, die durch Extraktion in der oben beschriebenen Weise aus Hülsenfrüchten erhalten wurden, erzeugt werden, hauptsächlich aus unlöslichen Protein-Komponenten, unlöslichen Salzen und Teilen des mikronisierten Ausgangsmaterials bestehen, während man insbesondere glaubt, dass die Zucker-Komponenten aus schwierig zu trennenden Hemicellulosen und Cellulosen bestehen. Man denkt daher, dass eine Hydrolyse dieser Polysaccharid-Komponenten mit Enzymen wie Hemicellulasen und Cellulasen zu einer Hydrolyse auch der nützlichen wasserlöslichen Polysaccharid-Komponenten führt, was es unmöglich macht, die gewünschten wasserlöslichen Polysaccharide zu erhalten.
  • Im Falle von Hülsenfrüchten, die reichliche Mengen an Stärke-Komponenten enthalten, wie grüne Erbsen und rote Bohnen, wurde die Möglichkeit der Eluierung der Stärke-Komponenten in die extrahierte Fraktion wasserlöslicher Polysaccharide umfassend erwogen, aber im Falle von Sojabohnen, die eine brauchbarere Quelle zur Extraktion wasserlöslicher Polysaccharide sind, wird der Gehalt an Stärke-Komponenten in reifen Sojabohnen als sehr niedrig betrachtet, und daher wurde den Stärke-Komponenten in den extrahierten wasserlöslichen Polysacchariden weder viel Aufmerksamkeit zugewandt noch wurden sie studiert.
  • WO 91/00027 offenbart ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Diät-Faserzusammensetzungen durch Behandlung gemahlener Haferprodukte mit alpha-Amylase.
  • US 5 112 964 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Hemicellulose aus Reiskleie, Weizenkleie oder Kornhülsen, das einen Stärkeentfernungs-Schritt, einen Extraktions-Schritt und einen Neutralisations- und Entsalzungs-Schritt aufweist. Amylase wird zum Verdau der Stärke verwendet.
  • JP 61-047613 offenbart die Verwendung von Amylase bei der Herstellung von Sojabohnen-Gallerte.
  • JP 62-201820 offenbart ein Verfahren zur Erhaltung von Hemicellulose aus Hüllen von Getreiden und Häuten von Bohnen, beispielsweise Sojabohnen.
  • Kurze Zusammenfassung der Erfindung
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, wasserlösliche Polysaccharide, deren wässrige Lösungen selbst während Langzeit-Lagerung oder Lagerung in der Kälte eine geringe Trübheit und wenig Erzeugung suspendierter Substanzen oder Ausfällungen aufweisen, und die während einer Langzeit-Lagerung minimales Braunwerden und Feuchtigkeits-Absorption zeigen, mittels eines bequemen Verfahrens und aus Sojabohnen-Okara (Bohnengallerte-Rückstand) effizient herzustellen.
  • Als ein Ergebnis sorgfältiger Forschung im Licht der oben beschriebenen Umstände haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung gefunden, dass zusätzlich zu Protein-Komponenten eine relativ große Menge an Stärke-Komponenten in dem suspendierten Material vorhanden ist, das erzeugt wird, wenn wasserlösliche Polysaccharide aus Sojabohnen-Okara extrahiert und gereinigt werden, oder wenn wässrige Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide nach der Reinigung gelagert werden. D. h., es wurde gefunden, dass solche wässrigen Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide, die aus Sojabohnen-Okara extrahiert wurden, mit Iod-Lösungen eine violette Farbreaktion zeigen, was die Anwesenheit von Stärke-Komponenten anzeigt, und es wurde vermutet, dass die bei der Langzeit-Lagerung oder Lagerung in der Kälte der wässrigen Lösungen erzeugten suspendierten Substanzen oder Ausfällungen die durch Alterung unlöslich gemachten Stärke-Komponenten sind. Wenn solche wässrigen Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide zur Hydrolyse der Stärke-Komponenten mit Amylasen behandelt wurden, wurde gefunden, dass sich nicht nur die Klarheit der wässrigen Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide beim Kühlen nach der Herstellung verbessert, sondern dass die Erzeugung von Ausfällungen während einer Langzeit-Lagerung und die Erzeugung suspendierter Substanzen während einer Lagerung in der Kälte verhindert werden kann. Außerdem wurde entdeckt, dass wasserlösliche Polysaccharide, die auf diese Weise mit Amylasen behandelt wurden, wenig Verstopfung von Filtern, die zur Ultrafiltration (UF) oder Mikrofiltration (MF) verwendet werden, oder von Membranen kleiner Porengröße wie semipermeable Membranen und Membranen für reverse Osmose (RO), verursachen, und dass es möglich ist, wenn solche Vorrichtungen zur hocheffizienten Entfernung niedermolekularer Bestandteile bei der Herstellung wasserlöslicher Polysaccharide verwendet werden, leichter wasserlösliche Polysaccharide mit minimalem Braun werden und minimaler Feuchtigkeits-Absorption während der Lagerung herzustellen. Die vorliegende Erfindung wurde auf der Basis dieser Entdeckungen fertiggestellt.
  • Mit anderen Worten, die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Polysaccharide, das ein Einwirken lassen einer Amylase auf einen wasserlöslichen Polysaccharid-Extrakt, der von Sojabohnen-Okara stammt, und ein Entfernen des unlöslichen Materials aufweist, und ein Verfahren zum Klären einer wässrigen Lösung wasserlöslicher Polysaccharide, das ein Einwirken lassen einer Amylase auf einen wasserlöslichen Polysaccharid-Extrakt, der von Sojabohnen-Okara stammt, und ein Enffernen des unlöslichen Materials aufweist.
  • Genaue Bescheibung der Erfindung
  • Sojabohnen-Okara (Bohnengallerte-Rückstand) wird als ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Tofu (Bohnengallerte) und Sojabohnen-Milch oder abgetrenntem Sojabohnen-Protein erhalten.
  • Das Ausgangsmaterial kann einer thermolytischen Behandlung bei einer Temperatur von bevorzugt 60°C–130°C, und bevorzugter 80°C–130°C, unter entweder sauren oder alkalischen Bedingungen, aber bevorzugt bei einem sauren pH von 2–7, und bevorzugter einem pH von 4–7, und am meisten bevorzugt bei nahe dem isoelektrischen Punkt jeder Protein-Komponente, unterzogen werden, und die wasserlösliche Fraktion kann nach der Abtrennung direkt getrocknet werden, oder einer Aktivkohle-Behandlung, einer Harzabsorptions-Behandlung oder einer Ethanol-Ausfällung unterzogen werden, um die hydrophoben Substanzen oder die niedermolekularen Substanzen zu entfernen, und dann getrocknet werden, um die gewünschten wasserlöslichen Polysaccharide zu ergeben. Es kann auch eine Spaltungsextraktion mit einer Hemicellulase oder Pektinase ausgeführt werden.
  • Erfindungsgemäß kann die Amylase-Behandlung während irgend eines der vorgenannten Schritte ausgeführt werden, oder die amylolytische Behandlung kann nach Abtrennung der wasserlöslichen Polysaccharide oder in einer nach der Trocknung neu hergestellten wässrigen Lösung ausgeführt werden.
  • Die Bedingungen für die Amylase-Behandlung sind nicht in besonderer Weise eingeschränkt, und die Reaktion kann unter den für die verwendete Amylase idealen Bedingungen durchgeführt werden. In den meisten Fällen wird sie bevorzugter in einem Bereich hoher Temperatur ausgeführt, in dem der verkleisterte Zustand der Stärke-Komponenten aufrecht erhalten werden kann, als in einem Bereich niedriger Temperatur. Die Wirkung einer wärmebeständigen Amylase wird daher höher sein als die einer Amylase, die nur bei nahe Raumtemperatur Aktivität zeigt. Die Behandlung kann sogar eine Wirkung ergeben, wenn sie auf der Stufe des Ausgangsmaterials vor der Extraktion der wasserlöslichen Polysaccharide verwendet wird.
  • Die Amylase kann beispielsweise eine beta-Amylase oder eine alpha-Amylase sein, und derartige Amylasen sind auf dem Markt und leicht erhältlich und können verwendet werden, wie es paßt. Eine merkliche Wirkung kann durch die vereinte Verwendung mit Proteasen erzielt werden, wie es in der vorgenannten früheren Anmeldung (ungeprüfte japanische Patentveröffentlichung Nr. 7-188301) beschrieben ist. Ob alleine oder in Verbindung mit Proteasen verwendet, führen diese Amylasen nicht zu einer hundertprozentigen Solubilisierung der suspendierten Substanzen, sondern etwas bleibt zurück als teilweise unlösliches Material. Das teilweise unlösliche Material hat jedoch bessere Ausfällungs- und Filtrations-Eigenschaften als das Ausgangsmaterial vor der Amylasebehandlung und kann daher durch gewöhnliche Zentrifugierung ohne hohe Zentrifugalkraft leicht abgetrennt werden, ohne dazu zu neigen, die Filtervorrichtungen zu verstopfen.
  • Obwohl einfach durch Entfernen dieser suspendierten Substanzen eine angemessene Transparenz erzielt wird, ist es bevorzugt, die durch Amylasen oder Proteasen erhaltenen Amylohydrolyse-Produkte oder Proteohydrolyse-Produkte niederen Molekulargewichts zu entfernen, um ein Braunwerden der wässerigen Lösung oder des trockenen Produkts während der Langzeit-Lagerung zu verhin dern, und um die hygroskopischen Eigenschaften des trockenen Produkts zu verringern, um den Bereich der Verwendungen zu erhöhen.
  • Das verwendete Verfahren zur Entfernung der Substanzen niedrigen Molekulargewichts kann Ultrafiltration (UF) oder Mikrofiltration (MF), ein Verfahren unter Verwendung einer Filtermembran kleiner Porengröße wie einer semipermeablen Membran oder reversen Osmose (RO)-Membran, ein Ausfällungsverfahren unter Verwendung eines polaren organischen Lösungsmittels wie Ethanol, Isopropanol oder Aceton, oder ein Enzym-Verfahren unter Verwendung eines Mikroorganismus, wofür die alkoholische Gärung typisch ist, sein.
  • Wenn eine Filtration verwendet wird, kann eine Ultrafiltration (UF) oder eine Mikrofiltration (MF) oder ein Verfahren unter Verwendung einer Filtermembran kleiner Porengröße wie einer semipermeablen Membran oder einer reversen Osmose (RO)-Membran verwendet werden, mit einer den Stärkesubstanzen niedrigen Molekulargewichts, die von der Amylase erzeugt werden, entsprechenden Molekulargewichts-Fraktionierung. Substanzen, die das Molekulargewicht oder die Molekülgröße der wasserlöslichen Ziel-Polysaccharid-Fraktion überschreiten, verringern jedoch die Ausbeute an dem wasserlöslichen Polysaccharid und sind zur Reinigung ungeeignet. Die fraktionierte Molekulargewichtsgröße ist üblicherweise 1 000 bis 5 000 000, und bevorzugt 5 000 bis 1 000 000. In einem Ausfällungsverfahren, das ein polares Lösungsmittel verwendet, variiert die Konzentration in Abhängigkeit von dem bestimmten Lösungsmittel, aber im Falle von Ethanol kann seine Konzentration 30–100%, und 40–90%, als eine wässrige Lösung sein. Wenn die Alkoholkonzentration zu niedrig ist, wird die Ausbeute an der wasserlöslichen Polysaccharid-Fraktion niedriger sein, und eine höhere Konzentration wird die Reinheit verringern.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun durch die folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele detaillierter erläutert. Die "Teile" und "%"-Werte basieren in sämtlichen Beispielen auf dem Gewicht.
  • Beispiele 1–6
  • Eine zweifache Menge Wasser wurde zu Rohokara, das bei der Herstellung von abgetrenntem Sojabohnen-Protein erhalten wurde, zugegeben, und unter Extramtionsbedingungen, die während Langzeit-Lagerung zu einer Ausfällung führen, d. h. Einstellung auf pH 5,0 mit Chlorwasserstoffsäure und zweistündiges Erhitzen bei 120°C, wurde eine Extraktion durchgeführt. Nachdem dies auf 50°C abgekühlt war, wurde ein Zentrifugieren (10 000 G × 30 Minuten) durchgeführt, und die Überstand- und Niederschlags-Anteile wurden getrennt. Der auf diese Weise erhaltene Polysaccharid-Extrakt wurde einmal gefriergetrocknet. Zu einer 10%igen wässrigen Lösung des wasserlöslichen Polysaccharids wurden Amylase A (wärmebeständige alpha-Amylase A3306, Produkt von Sigma Corp.), Amylase B (Dextrozym plus L, Produkt von Novo Corp.) und Amylase C (Amano AD1, Produkt von Amano Seiyaku Co., Ltd.) zu 1% bezüglich des wasserlöslichen Polysaccharids (hinsichtlich Trockengewicht) zugegeben, und die Stärken wurden unter ihren jeweiligen optimalen Bedingungen hydrolysiert. Speziell wurde Amylase A 120 Minuten lang bei 90°C reagieren lassen, und Amylase B und Amylase C wurden 120 Minuten lang bei 50°C reagieren lassen. Nach der Reaktion wurde jede der Lösungen 10 Minuten lang in siedendem Wasser erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt (Beispiele 1, 2 und 3). Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde jede Lösung 10 Minuten lang bei 5 000 G teilweise zentrifugiert, und die Überstand-Flüssigkeit wurde abfraktioniert (Beispiele 4, 5 und 6). Als nächstes wurde jede Lösung auf 3% verdünnt, und die Trübung jeder Lösung wurde bei OD 610 nm gemessen. Eine Iod-Lösung (Lösung von 2% Kl, 0,2% I2) wurde tropfenweise zu jeder der Lösungen zugegeben, um die Stärke-Farbreaktion zu bestätigen. Die Lösungen wurden auch 12 Stunden lang bei Raumtemperatur oder 5°C stehen gelassen, und der Zustand der Ausfällungserzeugung wurde beobachtet.
  • Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 bis 4 gezeigt.
  • Vergleichsbeispiele 1 bis 4
  • Zum Vergleich wurde das Verfahren ohne Verwendung von Enzymen und unter Verwendung einer Protease, wie in der vorgenannten früheren Anmeldung offenbart, ausgeführt. Speziell wurde zu einer 10%igen wässrigen Lösung des wasserlöslichen Polysaccharids eine Protease-Zubereitung (Actinase AS, Produkt von Kaken Seiyaku Co., Ltd.) zu 1% bezüglich des Feststoffanteils zugegeben, und die Reaktion wurde 120 Minuten lang bei 50°C ausgeführt. Der pH wurde dann auf 7 eingestellt, und das Gemisch wurde 10 Minuten lang in siedendem Wasser erhitzt, um die Enzyme während der Ausführung der Wärmebehandlung zu inaktivieren, wonach es auf Raumtemperatur abgekühlt wurde (Vergleichsbeispiele 1 und 2). Nach dieser Behandlung wurde ein Teil in der gleichen Weise wie bei den Beispielen 10 Minuten lang bei 5 000 G zentrifugiert, und die Überstands-Flüssigkeit wurde abfraktioniert (Vergleichsbeispiele 3 und 4). In derselben Weise wie bei den Beispielen wurde jede Lösung auf 3% verdünnt, und dann wurde die Trübung (OD 610 nm) gemessen, und die Farbreaktion gegenüber einer Iod-Lösung und die Erzeugung von Ausfällungen wurden beobachtet.
  • Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1–4 gezeigt.
  • Tabelle 1 Trübung jeder behandelten Lösung vor dem Zentrifugieren und Ausfällungs-Erzeugung nach der Lagerung
    Figure 00090001
  • Anmerkung:
    • Iodreaktion: + Iodreaktion, –– keine Iodreaktion
    • Ausfällungs-Beurteilung: ++ viel Ausfällung, + Ausfällung, ± wenig Ausfällung – keine Ausfällung
  • Tabelle 2 Trübung jeder behandelten Lösung vor dem Zentrifugieren und Ausfällungs-Erzeugung nach der Lagerung
    Figure 00100001
  • Anmerkung:
    • Ausfällungs-Beurteilung: ++ viel Ausfällung, + Ausfällung, ± wenig Ausfällung, – keine Ausfällung
  • Beispiele 7 und 8
  • In derselben Weise wie in den Beispielen 1 bis 6 wurde Rohokara, das bei der Herstellung von abgetrenntem Sojabohnen-Protein erhalten wurde, als das Ausgangsmaterial verwendet, und es wurde ein gefriergetrocknetes wasserlösliches Polysaccharid hergestellt. Zu einer 10%igen wässrigen Lösung des wasserlöslichen Polysaccharids wurde Actinase AS (Kaken Seiyaku Co., Ltd.) als die Protease zugegeben und Dextrozym Plus L (Produkt von Novo Corp.) als die Amylase zugegeben in einer Menge von 1 Gew.% bezüglich des Feststoffanteiles jeder Polysaccharid-Lösung, und die Reaktion wurde 120 Minuten lang bei 50°C ausgeführt. Nach der Reaktion wurde die Lösung 10 Minuten lang in siedendem Wasser erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt (Beispiel 7). Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde sie 10 Minuten lang bei 5 000 G teilweise zentrifugiert, und die Überstands-Flüssigkeit wurde abfraktioniert (Beispiel 8). Als nächstes wurde jede Lösung auf 3% verdünnt, und die Trübung jeder verdünnten Lösung wurde bei OD 610 nm gemessen. Die Lösungen wurden auch 12 Stunden lang bei Raumtemperatur oder 5°C stehen gelassen, und der Zustand der Ausfällungs-Erzeugung wurde beobachtet.
  • Die Ergebnisse sind in den Tabellen 3 und 4 gezeigt.
  • Tabelle 3 Trübung jeder behandelten Lösung vor dem Zentrifugieren und Ausfällungs-Erzeugung nach der Lagerung
    Figure 00110001
  • Anmerkung:
    • Ausfällungs-Beurteilung: ++ viel Ausfällung, + Ausfällung, ± wenig Ausfällung, – keine Ausfällung
  • Tabelle 4 Trübung jeder behandelten Lösung vor dem Zentrifugieren und Ausfällungs-Erzeugung nach der Lagerung
    Figure 00110002
  • Anmerkung:
    • Ausfällungs-Beurteilung: ++ viel Ausfällung, + Ausfällung, ± wenig Ausfällung, – keine Ausfällung
  • Diese Ergebnisse zeigen, dass die vereinte Verwendung der Protease und der Amylase die Klarheit des wasserlöslichen Polysaccharids, verglichen mit der Verwendung der Amylase oder der Protease alleine, verbesserte.
  • Beispiele 9 und 10
  • Die Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide der Beispiele 5 und 7 wurden zu 2%igen wässrigen Lösungen verdünnt und dann einem UF-Filtrationstest bei 5°C unterzogen. Der Test wurde durch Behandlung mit festgelegter Konzentration unter Verwendung eines UF-Filters mit einem Fraktionierungs-Molekulargewicht von 500 000 (Mocellup FB02FUS5081, Produkt von Daicel Chemical Co. Ltd.) ausgeführt, wobei Ionenaustauschwasser in derselben Menge wie die durchdringende Flüssigkeit zugeführt wurde. Der Vorgang wurde mit einem Flüssigkeits-Permeationsdruck von 1,5 Atmosphären ausgeführt. Die Zeit, die erforderlich war, dass die Durchlassgeschwindigkeit der hindurch dringenden Flüssigkeit wegen des Verstopfens des UF-Filters 2/3 derjenigen zu Beginn der Durchdringung erreichte, wurde gemessen, und diese Zeit wurde als die Lebensdauer des Filters aufgezeichnet und mit dem Ergebnis verglichen, das unter Verwendung einer unbehandelten Lösung wasserlöslicher Polysaccharide erhalten wurde. Bei Verwendung dieses UF-Behandlungsverfahrens markierte der Punkt, an dem das hindurchdringende Flüssigkeitsvolumen das Doppelte desjenigen der Ausgangsflüssigkeit (3-fache Konzentration) erreichte, das Ende der UF-Behandlung, und bei Verwendung behandelter Lösungen (gereinigter Lösungen) nur für die Beispiele wurden sie einem Lagerungstest bei 70°C und dem Sprühtrocknen unterzogen, und die Eigenschaften der wasserlöslichen Polysaccharide während der Lagerung wurden mit denjenigen vor der Behandlung verglichen.
  • Die Ergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 gezeigt.
  • Vergleichsbeispiele 5 und 6
  • Die Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide, die in den Vergleichsbeispielen 3 und 4 erhalten wurden, wurden auf 2% verdünnt, und die Filter-Lebensdauer wurde für jede in der gleichen Weise wie in den Beispielen 9 und 10 gemessen.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 gezeigt.
  • Tabelle 5 UF-Behandlung jeder behandelten Lösung und UF-Filter-Lebensdauer
    Figure 00130001
  • Anmerkung:
  • Die Filter-Lebensdauer ohne Enzym wurde als 100 definiert.
  • Tabelle 6 Lagerungstest von UF-behandelten Lösungen und Zustand der trockenen Produkte
    Figure 00130002
  • Anmerkung:
  • Die Zustände nach der Lagerung und nach dem Trocknen stellen den Unterschied im Vergleich zu ohne UF-Behandlung dar.
  • Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Amylase-Behandlung die Lebensdauer von UF-Filtern im Vergleich zu dem Verfahren des Stands der Technik verlängern kann. Zusätzlich zeigen die gereinigten wasserlöslichen Polysaccharide, aus denen die Komponenten mit niedrigem Molekulargewicht durch UF-Behandlung entfernt wurden, im Vergleich zu ungereinigten weniger Braunwerden, und die getrockneten Produkte haben geringere hygroskopische Eigenschaften.
  • Wie oben erläutert wurde, ist es durch Amylase-Behandlung wässriger Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide, die unter sauren Bedingungen aus Sojabohnen-Okara extrahiert wurden, zur Hydrolyse und Umwandlung in niedrige Molekulargewichte der Stärkesubstanzen, die eine Quelle für Ausfällungen und suspendiertes Material sind, möglich, die Probleme des Stands der Technik einer erhöhten Trübung und Erzeugung von Ausfällungen, die bei Langzeit-Lagerung oder Lagerung in der Kälte wässriger Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide auftreten, zu minimieren, und das Ergebnis verleiht nicht nur dem Produkt eine erhöhte ästhetische Qualität, sondern erleichtert auch die Filtration unter Verwendung von Filtern zur Ultrafiltration (UF) oder zur Mikrofiltration (MF) oder von Membranen kleiner Porengröße wie semipermeablen Membranen und reversen Osmose (RO)-Membranen. Als ein Ergebnis ist es möglich, das Braunwerden und die Feuchtigkeitsabsorption während der Langzeit-Lagerung wässriger Lösungen wasserlöslicher Polysaccharide oder ihrer getrockneten Produkte zu minimieren.

Claims (5)

  1. Herstellungsverfahren für wasserlösliches Polysaccharid, das das Einwirken lassen einer Amylase auf einen wasserlöslichen Polysaccharid-Extrakt, der von Sojabohnen-Okara stammt, und das Entfernen des unlöslichen Materials aufweist.
  2. Herstellungsverfahren nach Anspruch 1, bei dem die Wirkung der Amylase die Stärke daran hindert, eine Farbreaktion zu zeigen, wenn Iod in der Form einer wässerigen Lösung von 2% Kl und 0,2% I2 tropfenweise zu der behandelten Lösung zugegeben wird.
  3. Herstellungsverfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Amylase in Verbindung mit einer Protease verwendet wird.
  4. Herstellungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Amylase eine wärmebeständige alpha-Amylase oder beta-Amylase ist und bei erhöhter Temperatur verwendet wird.
  5. Verfahren zur Herstellung einer geklärten wässerigen Lösung von wasserlöslichem Polysaccharid, das das Einwirken lassen einer Amylase auf eine wässerige Lösung, die einen wasserlöslichen Polysaccharid-Extrakt, der von Sojabohnen-Okara stammt, enthält, und das Entfernen des unlöslichen Materials aufweist.
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