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Ein Übersichtsartikel
von Akira Suzuki offenbart in dem Journal of Organometallic Chemistry,
576, Seiten 147 bis 168 (1999), neueste Fortschritte in den Kreuzkupplungsreaktionen
von bororganischen Derivaten mit organischen Elektrophilen. Außerdem offenbart
ein Übersichtsartikel
von Miyaura und Suzuki ferner in Chemical Reviews, 95, Seiten 2457
bis 2483 (1995), palladiumkatalysierte Kreuzkupplungsreaktionen
von bororganischen Verbindungen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren bereit zur Herstellung
einer Biphenylverbindung, wobei das Verfahren umfasst ein Vereinigen
eines Phenylboronsäurederivats
mit einem geeigneten Benzolderivat in Gegenwart eines geeigneten
Additivs in einem geeigneten organischen Lösemittel mit einem geeigneten
Katalysator und einer geeigneten Base, wie in Anspruch 1 definiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren bereit zur Herstellung
einer Verbindung der Formel I:
wobei das Verfahren umfasst
ein Vereinigen einer Verbindung der Formel (13):
mit einer Verbindung der
Formel (6):
wobei X für Hal oder Triflat steht, in
Gegenwart eines geeigneten Additivs in einem geeigneten organischen Lösemittel
mit einem geeigneten Katalysator und einer geeigneten Base.
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Beschreibung der Erfindung
in Einzelheiten
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Name „{(2R)-2-[4-(4-{2-[(Methylsulfonyl)amino]ethyl}phenyl)phenyl]phopyl}[(methylethyl)sulfonyl]amin" auf die Verbindung
der Formel I:
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Name „achirales Dimer" auf "(Methylsulfonyl){2-[4-(4-{2-[(methylsulfonyl)amino]ethyl}phenyl)phenyl]ethyl}amin" und wird durch die
folgende Struktur dargestellt:
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Name „chirales Dimer" auf „((2R)-2-{4-[4-((1R)-1-Methyl-2-{[(methylethyl)sulfonyl]amino}ethyl)phenyl]phenyl}propyl)[(methylethyl)sulfonyl]amin" und wird durch die folgende
Struktur dargestellt:
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Die
vorliegende Erfindung schließt
die pharmazeutisch annehmbaren Salze der Verbindungen, die durch
die Formel I definiert werden, ein. Der Begriff „pharmazeutisch annehmbares
Salz", wie hierin
verwendet, bezieht sich auf Salze der Verbindungen der obigen Formel,
die gegenüber
lebenden Organismen im Wesentlichen nicht toxisch sind. Typische
pharmazeutisch annehmbare Salze schließen solche Salze ein, die hergestellt
werden durch Umsetzung der Verbindungen der vorliegenden Erfindung
mit einer pharmazeutisch annehmbaren organischen oder anorganischen
Base. Solche Salze sind bekannt als Basenadditionssalze. Solche
Salze schließen
die pharmazeutisch annehmbaren Salze ein, die aufgelistet sind in
Journal of Pharmaceutical Science, 66, Seiten 2 bis 19 (1977), die
den Leuten vom Fach bekannt sind.
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Basenadditionssalze
schließen
solche ein, die abgeleitet sind von anorganischen Basen, wie Ammonium-
oder Alkali- oder Erdalkalimetallhydroxiden, -carbonaten, -bicarbonaten
und dergleichen. Solche Basen, die nützlich sind bei der Herstellung
der Salze dieser Erfindung, schließen daher Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Kaliumcarbonat, Natriumcarbonat,
Natriumbicarbonat, Kaliumbicarbonat, Calciumhydroxid, Calciumcarbonat,
Calciummethoxid, Magnesiumhydroxid, Magnesiumcarbonat, Magnesiummethoxid
und dergleichen ein. Die Kalium- und Natriumsalzformen sind besonders
bevorzugt.
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Es
sollte erkannt werden, dass das besondere Gegenion, das einen Teil
eines beliebigen Salzes dieser Erfindung bildet, in der Regel keine
entscheidende Beschaffenheit aufweist, solange das Salz als Ganzes pharmakologisch
annehmbar ist und solange das Gegenion keine unerwünschten
Eigenschaften dem Salz als Ganzes beisteuert. Es wird ferner verstanden,
dass die obigen Salze Hydrate bilden können oder in einer im Wesentlichen
wasserfreien Form existieren können.
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „Stereoisomer" auf eine Verbindung,
die zusammengesetzt ist aus den gleichen Atomen, die durch die gleichen
Bindungen verbunden sind, aber verschiedene dreidimensionale Strukturen
aufweisen, die nicht austauschbar oder ineinander überführbar sind.
Die dreidimensionalen Strukturen werden Konfigurationen genannt.
Wie hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „Enantiomer" auf zwei Stereoisomere,
deren Moleküle
sich nicht zur Deckung bringende Spiegelbilder voneinander sind.
Der Begriff "Chiralitätszentrum" bezieht sich auf
ein Kohlenstoffatom, an das vier verschiedene Gruppen befestigt
sind. Wie hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „Diastereoisomere" auf Stereoisomere,
die keine Enantiomere sind. Außerdem
wird auf zwei Diastereoisomere, die eine verschiedene Konfiguration
an nur einem Chiralitätszentrum
aufweisen, als „Epimere" Bezug genommen.
Die Begriffe „Racemat", „racemisches Gemisch" oder „racemische
Modifikation" beziehen
sich auf ein Gemisch von gleichen Teilen von Enantiomeren.
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Der
Begriff „enantiomere
Anreicherung", wie
er hierin verwendet wird, bezieht sich auf die Erhöhung in
der Menge eines Enantiomers im Vergleich zu dem anderen. Ein zweckmäßiges Verfahren,
um die enantiomere Anreicherung auszudrücken, wird durch das Konzept
des enantiomeren Überschusses
oder „ee" erreicht, das gefunden
wird unter Verwendung der folgenden Gleichung:
wobei E
1 für die Menge
des ersten Enantiomers steht und E
2 für die Menge
des zweiten Enantiomers steht. Daher beträgt, wenn das Anfangsverhältnis der
zwei Enantiomeren 50:50 beträgt,
wie es in einem racemischen Gemisch vorliegt, und eine enantiomere
Anreicherung erreicht wird, die ausreichend ist, um ein Endverhältnis von
70:30 zu erreichen, der ee in Bezug auf das erste Enantiomer 40%.
Wenn das Endverhältnis
jedoch 90:10 beträgt,
beträgt
der ee in Bezug auf das erste Enantiomer 80%. Ein ee von mehr als
90% ist bevorzugt, ein ee von mehr als 95% ist besonders bevorzugt,
und ein ee von mehr als 99% ist ganz besonders bevorzugt. Die enantiomere
Anreicherung wird leicht bestimmt von einem Fachmann unter Verwendung
von Standardtechniken und -verfahren, wie Gas- oder Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie
mit einer chiralen Säule. Die
Auswahl der geeigneten chiralen Säule, des Elutionsmittels und
der Bedingungen, die notwendig sind, um eine Trennung des enantiomeren
Paars zu bewirken, liegt innerhalb des Wissens eins Fachmanns.
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Die
Begriffe „R" und „S" werden hierin verwendet,
wie sie üblicherweise
verwendet werden in der organischen Chemie, um eine spezielle Konfiguration
eines Chiralitätszentrums
anzugeben. Der Begriff „R" (Rectus) bezieht
sich auf die Konfiguration eines Chiralitätszentrums mit einer Anordnungsbeziehung
der Gruppenprioritäten
(von der höchsten
bis zur zweitniedrigsten) im Uhrzeigersinn, wenn entlang der Bindung auf
die Gruppe mit der niedrigsten Priorität geblickt wird. Der Begriff „S" (Sinister) bezieht
sich auf die Konfiguration eines Chiralitätszentrums mit einer Anordnungsbeziehung
von Gruppenprioritäten
(höchste
bis zur zweitniedrigsten) entgegen dem Uhrzeigersinn, wenn entlang
der Bindung auf die Gruppe mit der niedrigsten Priorität geblickt
wird. Die Priorität
der Gruppen basiert auf ihrer Kernladungszahl oder Kernordnungszahl
(in der Reihenfolge der abnehmenden Ordnungszahl). Eine Teilliste
von Prioritäten
und eine Diskussion der Stereochemie ist enthalten in „Nomenclature
of Organic Compounds: Principles and Practice", J. H. Fletcher et al., Hrsg., 1974
auf den Seiten 103 bis 120.
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „Biphenylverbindung" auf ein beliebig
substituiertes Biphenyl oder ein unsubstituiertes Biphenyl. Ein
unsubstituiertes Biphenyl wird z.B. durch die folgende Struktur dargestellt:
und ein substituiertes Biphenyl
wird, ohne darauf beschränkt
zu sein, durch die folgende Struktur dargestellt:
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „Phenylboronsäurederivat" auf eine beliebig
substituierte Phenylboronsäure
oder eine unsubstituierte Phenylboronsäure. Ein unsubstituiertes Phenylboronsäurederivat wird
z.B. durch die folgende Struktur dargestellt:
und ein substituiertes Boronsäurederivat
kann, ohne darauf beschränkt
zu sein, durch die folgende Struktur dargestellt werden:
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „geeignetes Benzolderivat" auf ein halogen-
oder triflatsubstituiertes Benzolderivat, das weiter substituiert
sein kann. Ein halogen- oder triflatsubstituiertes Benzolderivat
kann z.B. durch die folgende Struktur dargestellt werden:
und ein weiter oder zusätzlich substituiertes
halogen- oder triflatsubstituiertes Benzolderivat kann, ohne darauf beschränkt zu sein,
durch die folgende Struktur dargestellt werden:
wobei X für Hal (Halogen) oder Triflat
steht.
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Wie
hierin verwendet, beziehen sich die Begriffe „Hal", „Halo", „Halogen" oder „Halogenid" auf ein Chlor-,
Brom- oder Iodatom, wobei Iod bevorzugt ist.
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „Triflat" auf ein Trifluormethansulfonat der
Formel -OSO2CF3.
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Wie
hierin verwendet, bedeutet der Begriff „substituiert", dass ein oder mehrere
Substituent(en) an dem Phenyl- oder Benzolring vorliegen können, wobei
der/die Substituent(en) das Vereinigen des Phenylboronsäurederivats
und des Iodbenzolderivats in Gegenwart von wässrigem Kaliumformiat in einem
geeigneten organischen Lösemittel
mit einem geeigneten Katalysator nicht verhindern.
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Die
Verbindungen der Formel I können
z.B. hergestellt werden unter Befolgung analoger Verfahren, die
gezeigt sind in der internationalen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer
WO 98 33 496 A, veröffentlicht
am 6. August 1998 (siehe dort das Beispiel 51), um das Racemat der
Formel I herzustellen, gefolgt von einer Trennung, um das gewünschte (R)-Enantiomer
(Formel I) oder das (S)-Enantiomer
bereitzustellen. Insbesondere können
die Verbindungen der Formel I z.B. hergestellt werden durch Befolgung
der Verfahren, die gezeigt sind in den Schemata I, II, III und IIIA.
Die Reagentien und Ausgangsmaterialien sind für den Fachmann leicht zugänglich.
Alle Substituenten sind, sofern es nicht anders spezifiziert ist,
wie oben definiert.
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In
der Stufe A von Schema I wird das Nitril (1) hydriert, um das primäre Amin
(2) als HCl-Salz bereitzustellen. Das Nitril (1) wird z.B. in einem
geeigneten organischen Lösemittel,
wie Ethanol, gelöst,
mit einem geeigneten Hydrierkatalysator, wie Palladium auf Kohlenstoff,
behandelt, mit konzentriertem HCl behandelt und bei einem Druck
und einer Temperatur, die ausreichend sind, um die Reduktion des
Nitrils (1) in das primäre
Amin (2) zu bewirken, unter Wasserstoff gesetzt. Das Reaktionsgemisch
wird dann filtriert, und das Filtrat konzentriert, um das rohe primäre Amin
(2) als HCl-Salz bereitzustellen. Dieses rohe Material wird dann
gereinigt durch in der Technik bekannte Techniken, wie Umkristallisation
aus einem geeigneten Lösemittel.
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In
der Stufe B von Schema I kann das primäre Amin (2) HCl-Salz mit einem
geeigneten Trennmittel behandelt werden, um das Salz (3) bereitzustellen.
Das primäre
Amin (2) HCl-Salz wird z.B. in einem geeigneten organischen Lösemittel,
wie Ethanol, gelöst
und mit etwa einem Äquivalent
einer geeigneten Base, wie Natriumhydroxid, behandelt. Das Reaktionsgemisch
wird filtriert, und das Filtrat wird mit einem geeigneten Trennmittel,
wie L-Äpfelsäure, behandelt.
Z.B. werden etwa 0,25 Äquivalente
L-Äpfelsäure in einem
geeigneten organischen Lösemittel,
wie Ethanol, zu dem Filtrat gegeben. Die Lösung wird dann auf etwa 75°C erwärmt und
etwa 30 min lang gerührt.
Die Lösung
lässt man
dann langsam unter Rühren
abkühlen.
Das Kristallisat wird dann durch Filtration gesammelt, mit Ethanol
gewaschen und unter Vakuum getrocknet, um das Salz (3) bereitzustellen.
Das Salz (3) wird dann in einem geeigneten organischen Lösemittel,
wie Ethanol, suspendiert, und Wasser wird zugegeben. Die Aufschlämmung wird
am Rückfluss
erwärmt,
bis die Feststoffe in Lösung
gehen. Die Lösung
lässt man
dann langsam unter Rühren über einen
Zeitraum von 8 bis 16 h abkühlen.
Die Suspension wird weiter auf etwa 0 bis 5°C gekühlt, und das Salz (3) wird
durch Filtration gesammelt. Das Salz (3) wird dann mit Ethanol gewaschen
und bei etwa 35°C
getrocknet.
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In
der Stufe C von Schema I wird das Salz (3) in die freie Base (4) überführt, und
in der Stufe D wird die freie Base (4) sulfonyliert, um das Sulfonamid
(5) bereitzustellen. Das Salz (3) wird z.B. in einem geeigneten
organischen Lösemittel,
wie Methylenchlorid, aufgeschlämmt
und mit etwa 2 Äquivalenten
einer geeigneten Base, wie wässrigem
Natriumhydroxid, behandelt. Das Gemisch wird etwa 1 h gerührt, und
die organische Phase wird abgetrennt. Die organische Phase wird
dann getrocknet, z.B. durch azeotrope Destillation mit Heptan, um
die freie Base (4) bereitzustellen. Die getrocknete freie Base (4)
in Heptan wird dann z.B. mit einer katalytischen Menge von 4-Dimethylaminopyridin
behandelt, ein Überschuss
von Triethylamin und Methylenchlorid wird zugegeben, um eine vollständige Auflösung bereitzustellen.
Die Lösung
wird auf etwa 5°C
gekühlt und
mit etwa einem Äquivalent
von einer Verbindung der Formel Lg-SO2CH(CH3)2, wie Isopropylsulfonylchlorid,
behandelt. Das Reaktionsgemisch lässt man auf Raumtemperatur über einen
Zeitraum von etwa 16 h erwärmen.
Das Reaktionsgemisch wird dann auf etwa 8°C gekühlt und mit 2 N wässrigem
HCl behandelt. Die organische Phase wird dann abgetrennt und mit
Wasser, Natriumbicarbonat gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat
getrocknet, filtriert und unter Vakuum konzentriert, um Sulfonamid
(5) bereitzustellen.
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In
der Stufe E von Schema I wird das Sulfonamid (5) iodiert, um die
Verbindung (6) bereitzustellen. Das Sulfonamid (5) wird z.B. in
Eisessig gelöst
und mit etwa 1,1 Äquivalenten
konzentrierter Schwefelsäure behandelt.
Zu dieser Lösung
werden etwa 0,2 Äquivalente
H5IO6 gegeben, gefolgt
von einer Zugabe von etwa 0,5 Äquivalenten
Iod. Die Reaktionslösung
wird dann auf etwa 60°C
erwärmt,
und man lässt
etwa 3 h lang rühren.
Das Reaktionsgemisch wird dann gekühlt und mit 10% wässrigem
NaHSO3 behandelt. Das Gemisch wird dann
auf etwa 0°C
bis etwa 5°C
gekühlt,
und die erhaltenen Feststoffe werden durch Filtration gesammelt
und mit Wasser gewaschen. Die Feststoffe werden dann in einem geeigneten
organischen Lösemittel,
wie MTBE, gelöst,
und die Lösung
wird mit Wasser, gesättigtem
Natriumbicarbonat gewaschen, über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und unter Vakuum
teilweise konzentriert. Ein geeignetes organisches Lösemittel,
wie Heptan, wird dann unter einem langsamen Rühren zugegeben, bis eine Kristallisation
einsetzt. Eine zusätzliche
Menge an Heptan wird zugegeben, und die Suspension lässt man
etwa 8 h bis etwa 16 h lang rühren.
Das Gemisch wird dann auf etwa 0°C
gekühlt,
und die Feststoffe werden durch Filtration gesammelt und mit Heptan
gewaschen, um die Verbindung (6) bereitzustellen.
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In
der Stufe A von Schema II wird das primäre Amin (7) sulfonyliert, um
das Sulfonamid (8) bereitzustellen. Das primäre Amin (7) wird z.B. in einem
geeigneten organischen Lösemittel,
wie Methylenchlorid, gelöst
und mit etwa 1,1 Äquivalenten
Triethylamin behandelt. Die Lösung
wird auf etwa 10°C
gekühlt
und mit etwa 1,1 Äquivalenten
Methansulfonylchlorid behandelt. Die Lösung wird dann bei Raumtemperatur
etwa 1 bis 2 h lang gerührt,
mit 1 N HCl gewaschen und dann unter Vakuum konzentriert, um das
Sulfonamid (8) bereitzustellen.
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In
der Stufe B von Schema II wird das Sulfonamid (8) iodiert, um die
Verbindung (9) bereitzustellen. Das Sulfonamid (8) wird z.B. mit
Essigsäure,
95% Schwefelsäure
und Wasser vereinigt und dann mit etwa 0,5 Äquivalenten Iod und etwa 0,2 Äquivalenten
Periodsäure
behandelt. Das Reaktionsgemisch wird dann auf etwa 70°C bis etwa
75°C etwa
3 h lang erwärmt.
Das Reaktionsgemisch lässt
man dann bei Raumtemperatur etwa 8 h bis etwa 16 h lang rühren. Dann
werden etwa 2 Äquivalente
Base, wie Natriumhydroxid, zugegeben, gefolgt von einer Zugabe von
genug gesättigtem
Natriumsulfit, um das Gemisch zu entfärben, was zu einer weißen Suspension
führt.
Die Suspension wird auf etwa 15°C
gekühlt,
und die Feststoffe durch Filtration gesammelt. Die Feststoffe werden
dann in einem geeigneten organischen Lösemittel, wie Methylenchlorid,
gelöst,
mit Wasser gewaschen, und die organische Phase unter Vakuum konzentriert,
um die Verbindung (9) bereitzustellen.
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In
der Stufe C von Schema II wird die Verbindung (9) in Boc-Sulfonamid
(10) überführt. Die
Verbindung (9) wird z.B. in einem geeigneten organischen Lösemittel,
wie Methylenchlorid, gelöst
und mit einer katalytischen Menge von 4-Dimethylaminopyridin und
etwa 1,2 Äquivalenten
Di-tert.-butyldicarbonat behandelt. Das Reaktionsgemisch lässt man
dann bei Raumtemperatur etwa 8 h bis etwa 16 h lang rühren. Das
Reaktionsgemisch wird dann mit Wasser gewaschen, und die organische
Phase wird teilweise unter Vakuum konzentriert. Ein geeignetes organisches
Lösemittel,
wie Hexan, wird zugegeben, und diese Lösung wird wieder mit Wasser gewaschen.
Die organische Phase wird dann unter Vakuum konzentriert, und Hexan
wird zugegeben, um ein Kristallisat zu bilden. Die Feststoffe werden
durch Filtration gesammelt und unter Vakuum konzentriert, um Boc-Sulfonamid
(10) bereitzustellen.
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In
der Stufe D von Schema II wird das Boc-Sulfonamid (10) Borierungsbedingungen
unterworfen, um die Verbindung (11) bereitzustellen. Das Boc-Sulfonamid
(10) wird z.B. in einem geeigneten organischen Lösemittel, wie Acetonitril,
gelöst
und mit einem Überschuss
an Triethylamin, einer katalytischen Menge an 1,1'-Bis(diphenylphosphino)ferrocendichlorpalladium(II)-CH2Cl2-Komplex (0,012 Äquivalenten)
und mit etwa 1,3 Äquivalenten
Pinakolboran behandelt. Das Reaktionsgemisch lässt man bei etwa 70°C bis etwa
74°C etwa 8
h lang rühren.
Das Reaktionsgemisch wird dann auf Raumtemperatur gekühlt und
bis zu einem flüssigen Öl konzentriert.
Dieses Öl
wird zwischen einem geeigneten organischen Lösemittel, wie MTBE, und Wasser
verteilt. Die organische Phase wird getrennt, mit Wasser gewaschen
und unter Vakuum konzentriert. Der Rückstand wird teilweise in einem
geeigneten organischen Lösemittel,
wie Heptan, gelöst.
Die Heptanlösung
wird durch Celite® 521 filtriert, und das
Filtrat wird unter Vakuum konzentriert, um ein Öl bereitzustellen. Der Rückstand
wird in einem Lösemittelgemisch
von Aceton und Heptan gelöst
und durch Celite® 521 filtriert. Die Filtrate werden
unter Vakuum konzentriert, um die Verbindung (11) bereitzustellen.
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In
der Stufe E von Schema II wird die Verbindung (11) von der Schutzgruppe
befreit, um die Verbindung (12) bereitzustellen. Die Verbindung
(11) wird z.B. in einem geeigneten organischen Lösemittel, wie Methylenchlorid,
gelöst
und mit einem Überschuss
an Trifluoressigsäure
behandelt. Das Reaktionsgemisch wird auf etwa 5°C gekühlt und mit einer wässrigen
Base, wie wässrigem
Natriumhydroxid, neutralisiert, um einen pH der wässrigen
Phase von etwa 10,5 bereitzustellen. Die Phasen werden getrennt,
und die wässrige
Phase wird mit einem geeigneten organischen Lösemittel, wie Methylenchlorid,
extrahiert. Die organische Phase und die organischen Extrakte werden
vereinigt, mit Salzlösung,
Wasser gewaschen, mit Heptan verdünnt und unter Vakuum konzentriert,
um eine Suspension bereitzustellen. Die Feststoffe werden durch
Filtration gesammelt, mit Pentan gewaschen und unter Vakuum getrocknet,
um die Verbindung (12) bereitzustellen.
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In
der Stufe F von Schema II wird die Verbindung (12) einer Pinakolatspaltung
unterworfen, um die Verbindung (13) bereitzustellen. Die Verbindung
(12) wird z.B. mit 1 N Ammoniumacetat und einem Überschuss an Natriumperiodat
in einem geeigneten organischen Lösemittel, wie Aceton, vereinigt.
Das Gemisch wird etwa 8 h bis etwa 16 h lang gerührt und dann filtriert. Die
Feststoffe werden mit Aceton gewaschen. Die Filtrate werden vereinigt
und unter Vakuum konzentriert, um eine Suspension bereitzu stellen,
die durch Filtration gesammelt wird. Der gesammelte Feststoff wird
dann in Wasser suspendiert und mit wässrigem Natriumhydroxid behandelt,
um einen pH von etwa 12,5 bereitzustellen. Die Suspension wird dann
filtriert, und das Filtrat mit entfärbendem Kohlenstoff behandelt.
Das Gemisch wird dann filtriert, und das Filtrat wird mit Schwefelsäure verdünnt, bis
der pH etwa 5,0 erreicht. Das erhaltene Kristallisat wird durch
Filtration gesammelt und unter Vakuum getrocknet, um die Verbindung
(13) bereitzustellen.
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Im
Schema III wird ein Phenylboronsäurederivat,
wie die Verbindung (13), mit einem geeigneten Benzolderivat, wie
der Verbindung (6), in Gegenwart eines geeigneten Additivs in einem
geeigneten organischen Lösemittel
mit einem geeigneten Katalysator und einer geeigneten Base gekuppelt,
um eine Biphenylverbindung, wie die Verbindung der Formel I, bereitzustellen.
Wie hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „geeignetes Additiv" auf Additive, die
die Erzeugung eines achiralen Dimers unterdrücken oder allgemeiner die Bildung
von symmetrischen Biarylverbindungen unterdrücken, die allein abgeleitet
sind aus der Selbstkupplung des Phenylboronsäurederivats. Geeignete Additive
sind Wasserstoff, Nydrochinon, Isopropanol und Formiatsalze, wie
Natriumformiat, Kaliumformiat oder Tetraalkylammoniumformiat. Eine
wässrige
Lösung
von Kaliumformiat wird z.B. hergestellt durch Vereinigen von Wasser,
Kaliumhydroxid und einem Äquivalent
einer 98-%igen Ameisensäure.
Zu dieser Lösung
werden dann etwa 1,0 Äquivalente
bis etwa 10 Äquivalente
einer geeigneten Base gegeben, wobei etwa 2,0 Äquivalente bevorzugt sind.
Geeignete Basen sind Kaliumcarbonat oder Natriumcarbonat. Etwa 0,95 Äquivalente
bis etwa 1,0 Äquivalente
der Verbindung (13) werden zugegeben, wobei etwa 0,95 Äquivalente
der Verbindung (13) bevorzugt sind. Etwa 0,95 Äquivalente bis etwa 1,0 Äquivalente
der Verbindung (6) werden zugegeben, wobei etwa 1,0 Äquivalente
der Verbindung (6) bevorzugt sind. Ein geeignetes organisches Lösemittel
wird auch zu dem obigen Gemisch zugegeben. Geeignete organische
Lösemittel
sind Tetrahydrofuran, C1-C10-verzweigt-
und -geradkettige Alkohole, wie Methanol, Ethanol, Isopropanol,
n-Propanol, Butanol, tert.-Butanol, Pentanol, Hexanol, Heptanol
oder Octanol, und Aceton und Butanon. Es wird verstanden, dass die
obigen Komponenten, die das geeignete organische Lösemittel
einschließen,
in einer be liebigen Reihenfolge vereinigt oder kombiniert werden
können.
Zu diesem Gemisch, das deoxygeniert und unter Stickstoff gesetzt
worden ist, wird eine katalytische Menge eines geeigneten Katalysators,
wie ein Palladium(0)katalysator, wie Palladiumschwarz oder Palladium-auf-Kohlenstoff,
gegeben, und das Gemisch wird wieder deoxygeniert und unter Stickstoff
gesetzt. Das Gemisch wird dann bei etwa 88°C etwa 8 h bis etwa 16 h lang
erwärmt.
Das Reaktionsgemisch wird dann gekühlt und mit einem geeigneten
organischen Lösemittel,
wie Ethylacetat, verdünnt.
Es wird dann durch Celite® filtriert, das Filtrat
wird unter Vakuum konzentriert, und der Rückstand zwischen Ethylacetat
und Wasser verteilt. Die organische Phase wird getrennt, unter Vakuum
konzentriert, und der Rückstand
wird aus einem geeigneten Lösemittelgemisch,
wie Aceton/Wasser, umkristallisiert, um die Verbindung der Formel
I bereitzustellen.
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Im
obigen Schema III kann die Verbindung der Formel I mit achiralem
Dimer, (Methylsulfonyl){2-[4-(4-{2-[(methylsulfonyl)amino]ethyl}phenyl)phenyl]ethyl}amin,
und chiralem Dimer, ((2R)-2-{4-[4-((1 R)-1-Methyl-2-{[(methylethyl)sulfonyl]amino}ethyl)phenyl]phenyl}propyl)[(methylethyl)sulfonyl]amin,
verunreinigt oder kontaminiert sein. Es wurde gefunden, dass das
obige chirale Dimer in organischen Lösemitteln löslicher ist als die Verbindung
der Formel I und daher leicht entfernt wird durch Umkristallisation
aus solchen Lösemitteln.
Das obige achirale Dimer ist jedoch weniger löslich in organischen Lösemitteln
als die Verbindung der Formel I und widerstand daher im Allgemeinen
der Entfernung aus der Verbindung der Formel I durch Umkristallisation.
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Wie
in Eintrag 2 in der Tabelle I unten gezeigt ist, stellte die Zugabe
von Kaliumformiat (5 Äquivalente) in
eine deoxygenierte Reaktion, die Palladiumschwarz, die Verbindung
(13) und die Verbindung (6), umfasste, eine unerwartete Reduktion
des achiralen Nebenprodukts (0,14% auf 0,07% reduziert), bezogen
auf die deoxygenierte Reaktion, bereit, die durchgeführt wurde
in Abwesenheit von Kaliumformiat, das im Eintrag 1 offenbart ist.
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Tabelle
1 Wirkung
von Formiat auf die Bildung von achiralem Dimer
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In
der Stufe A von Schema IIIA wird die Verbindung (11a) einer Pinakolatspaltung
unterworfen, um die Verbindung (14a) bereitzustellen. Pg bezieht
sich auf geeignete Schutzgruppen (Protecting groups) an dem Amin,
die üblicherweise
eingesetzt werden, um das Amin zu blockieren oder zu schützen, während des
Umsetzens anderer funktioneller Gruppen an der Verbindung. Beispiele
von geeigneten Schutzgruppen, die verwendet werden, um die Aminogruppe
zu schützen,
und ihre Herstellung sind offenbart von T. W. Greene, „Protective
Groups in Organic Synthesis",
John Wiley & Sons,
1981, Seiten 218 bis 287. Die Auswahl der geeigneten Schutzgruppe,
die verwendet wird, wird abhängen
von den Bedingungen, die eingesetzt werden in den nachfolgenden
Reaktionsstufen, bei denen Schutz benötigt wird, und liegt innerhalb
des Wissens eines Fachmanns. Bevorzugte Schutzgruppen sind tert.-Butoxycarbonyl, auch
bekannt als eine BOC-Schutzgruppe, und Benzyloxycarbonyl, auch bekannt
als CBz. Die Verbindung (11a) wird z.B. in einem geeigneten organischen Lösemittel,
wie Aceton, gelöst
und unter Rühren
zu einer Ammoniumacetatlösung
gegeben, zu der ein Überschuss
an Natriumperiodat gegeben worden war. Das Reaktionsgemisch lässt man
etwa 8 h bis etwa 16 h lang rühren,
und dann wird es unter Vakuum konzentriert, um das Aceton zu entfernen.
Die wässrige
Phase wird aus dem öligen
Produkt dekantiert, und die wässrige
Phase wird mit geeigneten organischen Lösemitteln, wie Methylenchlorid
und MTBE, extrahiert. Das ölige
Produkt und die organischen Extrakte werden vereinigt und mit wässriger
Base, wie Natriumhydroxid, behandelt, um einen pH von etwa 12,5
bereitzustellen. Die Phasen werden getrennt, und die organische
Phase wird mit 1 N Natriumhydroxid und Wasser extrahiert. Die wässrige Phase
und die wässrigen
Extrakte werden dann vereinigt und mit geeigneten organischen Lösemitteln,
wie Methylenchlorid und MTBE, gewaschen. Die wässrige Phase wird dann zu einem
geeigneten organischen Lösemittel,
wie Methylenchlorid, gegeben und mit einer geeigneten Säure, wie
1 N Schwefelsäure,
behandelt, um einen pH von etwa 3 bereitzustellen. Die Phasen werden
getrennt, und die wässrige
Phase wird mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase
und die organischen Extrakte werden vereinigt und unter Vakuum konzentriert.
Der Rückstand
wird mit einem geeigneten Lösemittelgemisch,
wie MTBE/Heptan, trituriert, um die Verbindung (14a) bereitzustellen.
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In
der Stufe B von Schema IIIA wird die Verbindung (14a) mit der Verbindung
(6) gekuppelt, um die Verbindung der Formel I bereitzustellen. Die
Verbindung (6) wird z.B. mit etwa 1,4 Äquivalenten der Verbindung (14a)
und etwa 1,2 Äquivalenten
Kaliumcarbonat in einem geeigneten organischen Lösemittel, wie n-Propanol, vereinigt.
Zu diesem Gemisch wird Wasser gegeben und eine katalytische Menge
an Palladium(II)-acetat. Das Reaktionsgemisch wird dann unter Rückfluss
etwa 20 h lang erwärmt.
Es wird dann auf Raumtemperatur gekühlt und mit einem geeigneten
organischen Lösemittel,
wie Ethylacetat, verdünnt.
Das verdünnte
Gemisch wird durch Celite® filtriert, das mit Ethylacetat
gewaschen wird. Die Filtrate werden vereinigt, unter Vakuum konzentriert,
und der Rückstand
wird unter einem geeigneten organischen Lösemittel, wie Ethylacetat,
und 10% wässrigem
Kaliumcarbonat verdünnt.
Die Phasen werden getrennt, und die wässrige Phase wird mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Phase und die organischen Extrakte werden
vereinigt, über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und teilweise
konzentriert. Die Lösung
wird bei etwa 60°C
unter Rühren
erwärmt,
und ein geeignetes organisches Lösemittel,
wie Heptan, wird zugegeben, um ein Verhältnis nach Volumen von Ethylacetat/Heptan
von etwa 17:11 bereitzustellen. Die Lösung lässt man langsam auf Raumtemperatur
unter Rühren über einen
Zeitraum von etwa 8 h bis etwa 16 h abkühlen und dann auf etwa 0°C kühlen. Die
erhaltenen Feststoffe werden durch Filtration gesammelt und mit
Ethylacetat/Heptan gewaschen, um die Verbindung der Formel I bereitzustellen.
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Die
folgenden Beispiele dienen nur der Veranschaulichung und es ist
nicht beabsichtigt, dass sie die Erfindung in irgendeiner Weise
beschränken.
Die Reagentien und Ausgangsmaterialien sind leicht zugänglich für einen
Fachmann. Sofern es nicht anders angegeben ist, sind die Substituenten
definiert, wie oben in dieser Beschreibung. Wie hierin verwendet,
haben die folgenden Begriffe die angegebenen Bedeutungen: „Äq" bedeutet Äquivalente; „g" bedeutet Gramm; „mg" bedeutet Milligramm; „ng" bedeutet Nanogramm; „I" bedeutet Liter; „ml" bedeutet Milliliter; „μl" bedeutet Mikroliter; „mol" bedeutet Mol „mmol" bedeutet Millimol; „psi" bedeutet Pfund pro
Quadratinch (pounds per square inch); „kPa" bedeutet Kilopascal; „min" bedeutet Minuten; „h" bedeutet Stunden; „°C" bedeutet Grad Celsius; „DC" bedeutet Dünnschichtchromatographie; „HPLC" bedeutet Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie; „GC" bedeutet Gaschromatographie; „Rf' bedeutet
Retentionsfaktor; „δ" bedeutet ppm (parts
per million) Tieffeld von Tetramethylsilan; „THF" bedeutet Tetrahydrofuran; „DMF" bedeutet N,N-Dimethylformamid; „DMSO" bedeutet Methylsulfoxid; „LDA" bedeutet Lithiumdüsopropylamid; „aq" bedeutet wässrig; „iPrOAc" bedeutet Isopropylacetat; „EtOAc" bedeutet Ethylacetat; „MIBK" bedeutet Methylisobutylketon; „EtOH" bedeutet Ethylalkohol; „MeOH" bedeutet Methanol; „MTBE" bedeutet tert.-Butylmethylether; „DEAD" bedeutet Diethylazodicarboxylat; „TMEDA" bedeutet N,N,N',N'-Tetramethylethylendiamin
und „RT" bedeutet Raumtemperatur.
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Beispiel
1 Herstellung
von {(2R)-2-[4-(4-{2-[(Methylsulfonyl)amino]ethyl}phenyl)phenyl)]propyl}[(methylethyl)sulfonyl]-amin.
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Herstellung
von 2-Phenyl-1-propylamin-HCl.
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Schema I, Stufe A:
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Zu
einer Autoklavhydrierapparatur wurde unter Stickstoff wassernasses
5% Palladium-auf-Kohlenstoff (453
g), Ethanol (6,36 l), 2-Phenylpropionitril (636 g, 4,85 mol) und
schließlich
konzentrierte (12 M) Chlorwasserstoffsäure (613 g, 5,6 mol) gegeben.
Das Gemisch wurde schnell gerührt
und unter Druck gesetzt auf 89,7 bis 92,7 psi (618,46 bis 639,15
kPa) mit Wasserstoff. Das Gemisch wurde dann auf 50 bis 64°C 3 h lang
erwärmt.
Die 1H-NMR-Analyse eines Aliquots zeigte
weniger als 5% Ausgangsmaterial. Von dem Reaktionsgemisch wurde
der Druck abgelassen, und das Reaktionsgemisch wurde filtriert,
um 2 Abfüllchargen
oder Gruppen an Filtrat zu ergeben, die unter reduziertem Druck
auf jeweils ~400 ml konzentriert wurden. Zu jeder Gruppe wurde dann
Methyl-tert.-butylether (MTBE) (jeweils 2,2 l) gegeben, und die
kristallisierten Feststoffe ließ man über Nacht
rühren.
Jede Menge wurde filtriert, und die gesammelten Feststoffe wurden
jeweils mit frischem MTBE (100 ml) gewaschen und über Nacht
getrocknet. Die Gruppen wurden vereinigt, um 2-Phenyl-1-propylamin-HCl
(634,4 g, 76,2%) als weißes
Pulver zu ergeben.
1H-NMR-Analyse der
freien Base: 1H-NMR (CDCl3,
300 MHz) δ 7,32
(m, 2H), 7,21 (m, 3H), 2,86 (m, 2H), 2,75 (m, 1H), 1,25 (d, 3H,
J = 6,9), 1,02 (br s, 2H).
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Herstellung
von (2R)-2-Phenylpropylaminmalat.
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Schema I, Stufe B:
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Zu
einem trockenen 3 l Rundbodenkolben unter Stickstoff wurden 2-Phenyl-1-propylamin-HCl
(317,2 g, 1,85 mol), trockenes Ethanol (2,0 l) und NaON-Kügelchen
(75,4 g, 1,89 mol), die mit zusätzlich
Ethanol (500 ml) gewaschen wurden, gegeben. Das Gemisch wurde 1,6
h lang gerührt,
und die erhaltenen milchig-weißen NaCl-Salze
wurden filtriert. Ein Aliquot des Filtrats wurde durch Gaschromatographie
analysiert, um die Menge an freiem Amin von 2-Phenyl-1-propylamin
(1,85 mol) bereitzustellen. Eine Lösung von L-Äpfelsäure (62,0 g, 0,462 mol, 0,25 Äquivalente)
in Ethanol (320 ml) wurde tropfenweise zu dem gelben Filtrat gegeben,
und die Lösung
wurde auf 75°C
erwärmt.
Die Lösung
wurde 30 min bei 75°C
gerührt.
Die Wärme
wurde entfernt, und die Lösung
ließ man
langsam abkühlen.
Das erhaltene dicke Kristallisat ließ man über Nach rühren. Das Kristallisat wurde
filtriert und unter Vakuum getrocknet nach Waschen mit Ethanol (325
ml), um (2R)-2-Phenylpropylaminmalat (147,6 g, 39,5%) als weißen kristallinen
Feststoff zu erhalten. Eine chirale GC-Analyse der freien Base 2-Phenyl-1-propylamin
ergab 83,2% e.e. angereichert an dem R-Isomer (die Konfiguration
wurde bestimmt durch spektrometrischen Vergleich mit kommerziellem
2-Phenyl-1-propylamin).
1HNMR (CDCl3, 300 MHz) δ 7,32 (m, 2H), 7,21 (m, 3H),
2,86 (m, 2H), 2,75 (m, 1H, 1,25 (d, 3H, J = 6,9), 1,02 (br s, 2H).
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Eine
Aufschlämmung
von (2R)-2-Phenylpropylaminmalat (147,1 g, 83,2% e.e.) in 1325 ml
Ethanol und 150 ml deionisiertem Wasser wurde zum Rückfluss
(~79,2°C)
erwärmt,
bis die Feststoffe in Lösung
gingen. Die homogene Lösung
ließ man
langsam unter Rühren über Nacht
abkühlen.
Die kristallisierten weißen
Feststoffe wurden gekühlt
(0 bis 5°C)
und filtriert. Die gesammelten Feststoffe wurden mit Ethanol (150
ml) gewaschen und bei 35°C
getrocknet, um (2R)-2-Phenylpropylaminmalat (125,3 g, 85,2% Umsatz)
als weißes
Pulver zu erhalten. Eine chirale GC-Analyse der freien Base (2R)-2-Phenylpropylamin
zeigte 96,7% e.e. angereichert an dem R-Isomer.
1H-NMR
(CD3O, 300 MHz) δ 7,32 (m, 10H), 4,26 (dd, 1H,
J = 3,6, 9,9), 3,08 (m, 6H), 2,72 (dd, 1H, J = 9,3, 15,3), 2, 38
(dd, 1H, J = 9,3, 15,6), 1,33 (d, 6H, J = 6,6).
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Herstellung
von ((2R)-2-Phenylpropyl)[(methylethyl)sulfonyl]amin.
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Schema I, Stufen C und
D:
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Zu
einer gerührten
Aufschlämmung
von (2R)-2-Phenylpropylaminmalat (200 g, 0,494 mol) in CH2Cl2 (1000 ml) wurde
1,0 N NaOH (1050 ml, 1,05 mol) gegeben. Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur
1 h lang gerührt,
und die organische Phase wurde abgetrennt und mit Hilfe der Schwerkraft
filtriert in einen 3,0 l Rundbodenkolben mit einer CH2Cl2-Spülung
(200 ml). Die erhaltene freie Base (2R)-Phenylpropylamin wurde über azeotrope
Destillation getrocknet. Demzufolge wurde das klare Filtrat auf
600 ml bei Atmosphärendruck
durch Destillation durch einen einfachen Destillationskopf konzentriert.
Heptan (1000 ml) wurde zugegeben, und die Lösung wurde wieder bei Atmosphärendruck
auf 600 ml konzentriert unter Verwendung einer Stickstoffspülung, um
die Rate der Destillation zu erhöhen.
Die Endtopftemperatur betrug 109°C.
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Die
Lösung
wurde unter Stickstoff unter Rühren
auf Raumtemperatur gekühlt,
um eine klare, farblose Heptanlösung
(600 ml) von (2R)-2-Phenylpropylamin zu ergeben. Zu dieser Lösung wurden
4-Dimethylaminopyridin
(6,04 g, 0,0494 mol), Triethylamin (200 g, 1,98 mol) und CH2Cl2 (500 ml) gegeben.
Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur gerührt, bis eine klare Lösung erhalten
wurde. Diese Lösung
wurde auf 5°C
gekühlt,
und eine Lösung
von Isopropylsulfonylchlorid (148 g, 1,04 mol) in CH2Cl2 (250 ml) wurde tropfenweise durch Rühren über einen
Zeitraum von 2 h zugegeben. Das Gemisch ließ man schrittweise auf Raumtemperatur über einen
Zeitraum von 16 h erwärmen.
Eine GC-Analyse zeigte einen vollständigen Verbrauch oder Umsatz
des (2R)-2-Phenylpropylaminausgangsmaterials an.
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Das
gerührte
Gemisch wurde auf 8°C
gekühlt,
und 2 N HCl (500 ml) wurden tropfenweise zugegeben. Die organische
Phase wurde getrennt und mit Wasser (1 × 500 ml) und gesättigter
NaNCO3 (1 × 500 ml) extrahiert. Die organische
Phase wurde isoliert, getrocknet (Na2SO4) und mit Hilfe der Schwerkraft filtriert.
Das Filtrat wurde unter reduziertem Druck konzentriert, um ((2R)-2-Phenylpropyl)[(methylethyl)sulfonyl]amin
(230 g, 96%) als ein blassgelbes Öl bereitzustellen.
1H NMR (CDCl3, 300
MHz) δ 7,34
(m, 2H), 7,23 (m, 3H), 3,89 (br t, 1H, J = 5,4), 3,36 (m, 1H), 3,22
(m, 1H), 3,05 (m, 1H), 2,98 (m, 1H), 1,30 (d, 3H, J = 7,2), 1,29
(d, 3H, J = 6,9), 1,25 (d, 3H, J = 6,9).
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Herstellung
von [(2R)-2-(4-Iodphenyl)propyl][(methylethyl)sulfonyl]amin.
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Schema I, Stufe E:
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Eine
gerührte
Lösung
von ((2R)-2-Phenylpropyl)[(methylethyl)sulfonyl]amin (37,1 g, 0,154
mol) in Eisessig (185 ml), die Raumtemperatur aufwies, wurde mit
konzentrierter H2SO4 (16,0
g, 0,163 mol) behandelt, tropfenweise zugegeben in einem langsamen
Strom, gefolgt von einem Waschen mit H2O
(37 ml). Zu dieser Lösung
(~30°C)
wurde H5IO6 (8,29
g, 0,0369 mol) gegeben, gefolgt von Iod (17,9 g, 0,0707 mol). Das
erhaltene Reaktionsgemisch wurde erwärmt, und man ließ es 3 h
bei 60°C
rühren.
Nach einer HPLC-Analyse, die den Verbrauch oder die Umsetzung des
Ausgangsmaterials verifizierte, wurde das Reaktionsgemisch auf 30°C gekühlt, und
eine 10% wässrige
Lösung
von NaHSO3 (220 ml) wurde tropfenweise zugegeben,
während
die Temperatur zwischen 25°C
und 30°C
gehalten wurde. Das Gemisch kristallisierte zu einer festen Masse
bis zu einem Kühlen
von 0 bis 5°C.
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Die
Feststoffe wurden durch Absaugen filtriert und mit H2O
gespült,
um 61,7 g an rohen Feststoffen zu erhalten, die wieder gelöst wurden
in warmem MTBE (500 ml). Diese Lösung
wurde H2O (2 × 200 ml) und gesättigtem
NaHCO3 (1 × 200 ml) extrahiert, und die
organische Phase wurde getrocknet (MgSO4),
filtriert und unter verringertem Druck auf ~200 ml konzentriert.
Heptan (100 ml) wurde tropfenweise zu der Produktlösung unter
langsamem Rühren
gegeben, bis eine Kristallisation einsetzte. Zusätzliche 100 ml Heptan wurden
zugegeben, und die erhaltene Suspension ließ man langsam über Nacht
bei Raumtemperatur rühren.
Das Gemisch wurde dann gekühlt
(0°C), filtriert,
und die gesammelten Feststoffe wurden mit Heptan gewaschen. Die
Feststoffe wurden dann luftgetrocknet, um das Zwischenprodukt gemäß der Überschrift
[(2R)-2-(4-Iodphenyl)propyl][(methylethyl)sulfonyl]amin (33,7 g,
59,8%) als weißes
Pulver zu erhalten. Eine chirale Chromatographie dieser Abfüllcharge
zeigte 100% e.e. an.
1H NMR (CDCl3, 300 MHz) δ 7,66 (d, 2H, J = 8,1), 6,98
(d, 2H, J = 8,4), 3,86 (br t, 1H, J = 5,1), 3,33 (m, 1H), 3,18 (m,
1H), 3,06 (m, 1H), 2,92 (m, 1H), 1,30 (d, 3H, J = 6,6), 1,27 (d,
6H, J = 6,6).
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Herstellung
von (Methylsulfonyl)(2-phenylethyl)amin.
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Schema II, Stufe A:
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Zu
einer Lösung
von Phenylethylamin (12,1 g, 0,100 mol) und Triethylamin (11,1 g,
0,110 mol) in CH2Cl2 (50
ml) mit einer Temperatur von 10°C
wurde Methansulfonylchlorid (12,6 g, 0,110 mol) tropfenweise über einen
Zeitraum von 10 min gegeben. Die Lösung wurde bei Raumtemperatur
1,5 h lang gerührt
und wurde dann mit 1 N HCl (5 × 20
ml) gewaschen. Die organische Phase wurde direkt konzentriert, um
das Zwischenprodukt gemäß der Überschrift
(Methylsulfonyl)(2-phenylethyl)amin (21,2 g, 93,3%) als Öl bereitzustellen.
1H NMR (CDCl3, 300
MHz) δ 7,32
(m, 2H), 7,23 (m, 3H), 4,30 (br s, 1H), 3,40 (t, 2H, J = 3,9), 2,88
(t, 2H, J = 4,2), 2,81 (s, 3H).
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Herstellung
von [2-(4-Iodphenyl)ethyl](methylsulfonyl)amin.
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Schema II, Stufe B:
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Zu
einer gerührten
Lösung
von (Methylsulfonyl)(2-phenylethyl)amin (205 g, 1,03 mol), Wasser
(200 ml), 95% Schwefelsäure
(111 g, 1,08 mol) in Essigsäure
(1 l) mit Raumtemperatur wurden Iod (111 g, 0,438 ml) und Periodsäure (H5IO6, 45,6 g, 0,206
mol) gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 3 h lang auf 70 bis 75°C erwärmt. Die
Wärmequelle
wurde entfernt, und das dunkelviolette Reaktionsgemisch ließ man über Nacht
bei Raumtemperatur voranschreiten. Kaliumhydroxidgranulat (85%,
143 g, 2,16 mol) wurden zugegeben, um die Schwefelsäure zu neutralisieren,
und dann wurde genug gesättigtes
wässriges
Natriumsulfit zugegeben, um das Gemisch zu entfärben, um eine weiße Suspension
zu erhalten. Die Suspension wird auf 15°C gekühlt und filtriert. Der Filterkuchen
wurde kräftig
mit Wasser trituriert und wurde dann in CH2Cl2 (1 l) gelöst und mit zusätzlichem
Wasser (2 × 200
ml) extrahiert. Die organische Phase wurde unter reduziertem Druck
konzentriert, um das Zwischenprodukt gemäß der Überschrift [2-(4-Iodphenyl)ethyl](methylsulfonyl)amin
(201 g, 60,2%) als weißes
Pulver bereitzustellen.
1H NMR (CDCl3, 300 MHz) δ 7,64 (d, 2H, J = 4,8), 6,97
(d, 2H, J = 5,1), 4,37 (br t, 1H, J = 4), 3,36 (ca. q, 2H, J = 3,9),
2,85 (s, 3H), 2,82 (t, 2H, J = 3,9).
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Herstellung
von (tert.-Butoxy)-N-[2-(4-iodphenyl)ethyl]-N-(methylsulfonyl)carboxamid.
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Schema II, Stufe C:
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Eine
Lösung
von [2-(4-Iodphenyl)ethyl](methylsulfonyl)amin (201 g, 0,618 mol),
4-Dimethylaminopyridin
(3,8 g, 0,031 mol) und Di-tert.-butyldicarbonat (162 g, 0,744 mol)
in CH2Cl2 (1 l)
bei Raumtemperatur ließ man über Nacht
rühren.
Das Reaktionsgemisch wurde mit Wasser (2 × 400 ml) gewaschen, und die
organische Phase wurde auf etwa 600 ml konzentriert, und Hexan (400
ml) wurde zugegeben. Diese vereinigte Lösung wurde wieder mit Wasser
(400 ml) gewaschen und zu einem Fest stoff konzentriert, der in Hexan
(600 ml) suspendiert und filtriert wurde. Die gesammelten Feststoffe
wurden unter reduziertem Druck getrocknet, um das Zwischenprodukt
gemäß der Überschrift
(tert.-Butoxy)-N-[2-(4-Iodphenyl)ethyl]-N-(methylsulfonyl)carboxamid (241,5
g, 91,5%) als weißen
Feststoff zu ergeben.
1H NMR (CDCl3, 300 MHz) δ 7,63 (d, 2H, J = 7,8), 6,98
(d, 2H, J = 7,8), 3,88 (t, 2H, J = 6,9), 3,10 (s, 3H), 2,88 (t,
2H, J = 6,9), 1,51 (s, 9H).
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Herstellung
von (tert.-Butoxy)-N-(methylsulfonyl)-N-{2-[4-(4,4,5,5-tetramethyl(1,3,2-dioxaborolan-2-yl)phenyl]ethyl}carboxamid.
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Schema II, Stufe D:
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Zu
einer entgasten Lösung
von (tert.-Butoxy)-N-[2-(4-iodphenyl)ethyl]-N-(methylsulfonyl)carboxamid (128
g, 0,300 mol), Triethylamin (91,1 g, 0,900 mol) und 1,1'-Bis(diphenylphosphino)ferrocendichlorpalladium(II)-CH2Cl2-Komplex (2,9
g, 0,0035 mol) in Acetonitril (600 ml) wurde Pinakolboran (50 g,
0,391 mol) tropfenweise zugegeben. Das Gemisch wurde bei 70 bis
74°C 8 h
lang gerührt
und dann auf Raumtemperatur gekühlt.
Das Reaktionsgemisch wurde zu einem flüssigen Öl konzentriert, das verteilt
wurde zwischen MTBE (500 ml) und Wasser (500 ml). Die organische
Phase wurde getrennt und mit Wasser (2 × 200 ml) gewaschen und zu
einem Rückstand
konzentriert, der teilweise aufgelöst wurde mit Heptan (1 l).
Die heptanlösliche
Fraktion wurde durch Celite® 521 filtriert und zu
einem Öl
(95 g) konzentriert. Der Rückstand
wurde in Aceton (600 ml) und Heptan (600 ml) gelöst und durch Celite® 521
filtriert. Die vereinigten Filtrate wurden auf 95 g eines Gemischs
eines 3:1 molaren Verhältnisses
(1H NMR, 81,0 Gew.-%) des Zwischenprodukts
gemäß der Überschrift
(tert.-Butoxy)-N-(methylsulfonyl)-N-{2-[4-(4,4,5,5-tetramethyl(1,3,2-dioxaborolan-2-yl))phenyl]ethyl}carboxamid
(60,3% wirksamkeitskorrigierte Ausbeute) und Protoderivat (protio
derivative) konzentriert.
1H NMR (CDCl3, 300 MHz) δ 7,75 (d, 2H, J = 7,8), 7,23
(d, 2H, J = 8,1), 3,87 (t, 2H, J = 8,1), 2,99 (s, 3H), 2,90 (t,
2H, J = 7,5), 1,53 (s, 9H), 1,33 (s, 6H), 1,27 (s, 6H).
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Herstellung
von (Methylsulfonyl){2-[4-(4,4,5,5-tetramethyl(1,3,2-dioxaborolan-2-yl))phenyl]ethyl}amin.
-
Schema II, Stufe E:
-
Zu
einem 2 l Kolben, beladen mit einer gerührten Lösung von (tert.-Butoxy)-N-(methylsulfonyl)-N-{2-[4-(4,4,5,5-tetramethyl(1,3,2-dioxaborolan-2-yl))phenyl]ethyl}carboxamid
(98,7 g, 0,232 mol) in CH2Cl2 (500
ml) wurde Trifluoressigsäure
(82 ml, 121,4 g, 1,06 mol) tropfenweise aus einem Tropftrichter
zugegeben. Es wurde keine exotherme Reaktion beobachtet, und die
Reaktionslösung
ließ man
bei Raumtemperatur 18 h lang rühren.
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Eine
HPLC-Analyse zeigte 98% Vervollständigung an, sodass die gekühlte (5°C) Reaktionsmischung neutralisiert
wurde durch die langsame Zugabe von 5 N NaOH (175 ml). Der pH der
wässrigen
Phase betrug 10,5. Die Phasen wurden getrennt, und die wässrige Phase
wurde mit CH2Cl2 (50
ml) extrahiert. Die vereinigten CH2Cl2-Phasen wurden mit Salzlösung (2 × 100 ml) und Wasser (1 × 100 ml)
gewaschen. Die CH2Cl2-Phase
wurde mit Heptan (300 ml) verdünnt
und unter reduziertem Druck konzentriert, um eine Suspension zu
erhalten, die durch Filtration isoliert wurde. Die gesammelten Feststoffe
wurden mit Pentan (2 × 100
ml) gewaschen und unter Vakuum getrocknet, um das Zwischenprodukt
gemäß der Überschrift
(Methylsulfonyl){2-[4-(4,4,5,5-tetramethyl(1,3,2-dioxaborolan-2-yl))phenyl]ethyl}amin
(69,0 g, 91,4%) als weißes
Pulver zu erhalten.
1H NMR (CDCl3, 300 MHz) δ 7,77 (d, 2H, J = 8,1), 7,22
(d, 2H, J = 7,8), 4,26 (br t, 1H, J = 6), 3,40 (q, 2H, J = 6,9),
2,89 (t, 2H, J = 6,6), 2,82 (s, 3H), 1,34 (s, 12H).
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Herstellung
von 4-{2-[(Methylsulfonyl)amino]ethyl}benzolboronsäure.
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Schema II, Stufe F:
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(Methylsulfonyl){2-[4-(4,4,5,5-tetramethyl(1,3,2-dioxaborolan-2-yl))phenyl]ethyl}amin
(68,0 g, 0,209 mol) wurde in einen 2 l Kolben gegeben und mit Aceton
(600 ml), 1 N Ammoniumacetat (600 ml) und NaIO4 (168,1
g, 0,786 mol) vereinigt. Dieses Gemisch wurde bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde filtriert, um unlösliche Bestandteile zu entfernen,
um das Filtrat A zu erhalten. Die gesammelten Feststoffe wurden
gewaschen mit Aceton (2 × 100
ml), und dieses Filtrat wurde mit dem Filtrat A vereinigt. Die vereinigten
Filtrate wurden unter reduziertem Druck auf 600 ml konzentriert,
um ein Kristallisat zu erhalten, das durch Filtration gewonnen wurde.
Die gesammelten Feststoffe wurden luftgetrocknet, um 110 g an rohem
Material zu ergeben. Dieses rohe Material wurde in Wasser (100 ml)
suspendiert, und 5 N NaOH wurde zugegeben, bis der pH 12,5 betrug.
Die erhaltene Suspension wurde filtriert, und das Filtrat wurde
mit entfärbendem
Kohlenstoff (Darco 6-60) behandelt. Das Gemisch wurde filtriert,
und das Filtrat wurde mit 10 N H2SO4 verdünnt,
bis der pH 5,0 betrug, um das Zwischenprodukt gemäß der Überschrift
zu kristallisieren. Das Kristallisat wurde durch Filtration gesammelt
und unter reduziertem Druck getrocknet, um das Zwischenprodukt gemäß der Überschrift
4-{2-((Methylsulfonyl)amino]ethyl}benzolboronsäure (41,9
g, 82,5%) als weißes Pulver
bereitzustellen.
1H NMR (Aceton-d6, 300 MHz) δ 7,82 (d, 2H, J = 8,4), 7,27
(d, 2H, J = 7,8), 7,11 (s, 2H), 6,03 (m, 1H), 3,36 (m, 2H), 2,91
(m, 2H), 2,84 (s, 3H).
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Herstellung der Endverbindung
gemäß der Überschrift.
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Schema III:
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Eine
wässrige
Lösung
von Kaliumformiat wurde auf die folgende Art und Weise hergestellt.
Zu 15 ml Wasser wurde KOH (85% Flocken, 6,73 g, 0,102 mol) gegeben,
dann 98% Ameisensäure
(4,70 g, 0,102 mol). Alternativ oder bei einer weiteren Ausführungsform
kann man kommerziell erhältliches
Kaliumformiat verwenden. Zu dieser Lösung wurde dann K2CO3 (2,76 g, 0,0210 mol), 4-{2-[(Methylsulfonyl)amino]ethyl}benzolboronsäure (4,62
g, 0,190 mol), 1-Propanol (100 ml) und [(2R)-2-(4-Iodphenyl)propyl][(methylethyl)sulfonyl]amin (7,35
g, 0,200 mol) gegeben. Dieses Gemisch wurde deoxygeniert über 3 Vakuum/N2-Rückfüllzyklen.
Palladiumschwarz (0,0215 g, 0,0002 mol) wurde zugegeben, und das
Gemisch wurde wieder deoxygeniert über 3 Vakuum/N2-Rückfüllzyklen.
Der Reaktionskolben wurde in einem vorgewärmten Ölbad bei 88°C erwärmt, und das Gemisch wurde über Nacht
gerührt.
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Eine
HPLC-Analyse zeigte einen vollständigen
Verbrauch oder Umsatz von 4-{2-[(Methylsulfonyl)aminojethyl}benzolboronsäure, und
das Gemisch wurde mit Ethylacetat verdünnt und durch Celite® filtriert,
um Palladium zu entfernen. Das Gemisch wurde unter verringertem
Druck konzentriert, und der erhaltene Rückstand wurde zwischen Ethylacetat
und Wasser verteilt. Die organische Phase wurde konzentriert, und
der feste Rückstand
wurde gesammelt und umkristallisiert aus 1:1 Aceton/Wasser, um das
Endprodukt gemäß der Überschrift
{(2R)-2-[4-(4-{2-[(Methylsulfonyl)amino]ethyl}phenyl)phenyl]propyl}[(methylethyl)sulfonyl]amin
(6,2 g, 75%) als weißes
kristallines Pulver zu erhalten.
1H
NMR (CDCl3, 300 MHz) δ 7,54 (dd, 4H, J = 1,8, 8,1),
7,29 (dd, 4H, J = 1,8, 8,1), 4,27 (t, 1H, J = 6,6), 3,91 (m, 1H),
3,43 (q, 2H, J = 6,6), 3,37 (dd, 1H, J = 5,7, 7,5), 3,26 (m, 1H),
3,07 (m, 2H), 2,93 (t, 2H, J = 6,6), 2,87 (s, 3H), 1,34 (d, 3H,
J = 7,2), 1,31 (d, 3H, J = 6,9), 1,27 (d, 3H, J = 6,6).
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Zusätzliches Verfahren zur Herstellung
der Endverbindung gemäß der Überschrift.
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Schema III:
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In
einen Einhals-3-Liter-Rundbodenkolben, ausgestattet mit einem Magnetrührtisch,
wurde Kaliumformiat (112,8 g, 1,34 mol, 5,1 Äquivalente) und Wasser (200
ml) gegeben, um eine Lösung
mit einem pH von 8 bereitzustellen. Kaliumcarbonat (72,7 g, 0,526
mol, 2,0 Äquivalente)
und 4-{2-[(Methylsulfonyl)amino]ethyl}benzolboronsäure (60,8
g, 0,250 mol, 0,95 Äquivalente)
wurden zugegeben, um eine gerührte
Suspension zu ergeben als 1-Propanol (720 ml) zugegeben wurde. [(2R)-2-(4-Iodphenyl)propyl][(methylethyl)sulfonyl]amin
(96,6 g, 0,263 mol, 1,0 Äquivalente)
wurde zugegeben, gefolgt von zusätzlichem
1-Propanol (600 ml). Das erhaltene Gemisch wurde 3 min lang gerührt, während der
Reaktionskolben in einen Heizmantel eingepasst wurde, und ein glykolgekühlter Rückflusskühler angesetzt
wurde. Vakuum (10 bis 20 torr) wurde langsam angewendet auf das
System über
einen Zeitraum von 10 min. Das Rühren
stoppte aufgrund der zusätzlichen
Kristallisation des gekühlten
Systems; dennoch wurde nach 30 min das System auf Atmosphärendruck mit
Stickstoff gebracht. Unter mildem Erwärmen wurde der Kolben evakuiert
und mit Stickstoff zwei weitere Male wieder gefüllt. Das Rühren wurde beendet, und Palladiumschwarz
(0,28 g, 0,0026 mol, 0,01 Äquivalente) wurde
schnell zu dem Kolben gegeben. Das Rühren wurde wieder aufgenommen,
und das System wurde wieder evakuiert und auf Atmosphärendruck
gebracht mit Stickstoff über
einen Zeitraum von einem 2 min Zyklus. Diese Evakuierungs-/Stickstoffspülung wurde
zwei weitere Male über
einen 15 Sekunden Zyklus wiederholt, und das Gemisch wurde zum Rückfluss
erwärmt.
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Nach
16 h wurde ein Aliquot entfernt und durch HPLC (275 nm Detektion)
analysiert. Die Analyse zeigte 0,07% achirales Dimer (Methylsulfonyl){2-(4-(4-{2-((methylsulfonyl)amino]ethyl}phenyl)phenyl]ethyl}amin, bezogen
auf das gewünschte
Produkt {(2R)-2-[4-(4-{2-[(Methylsulfonyl)aminojethyl}phenyl)phenyl]propyl}[(methylethyl)sulfonyl]amin.
Das Reaktionsgemisch wurde auf 50°C
gekühlt,
und Ethylacetat (500 ml) wurde zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde
dann auf Raumtemperatur gekühlt,
und das Produkt {(2R)-2-[4-(4-{2-[(Methylsulfonyl)aminojethyl}phenyl)phenyl]propyl}[(methylethyl)sulfonyl]amin
begann zu kristallisieren. Zusätzliches
Ethylacetat (1 l) wurde eingeführt,
um das Produkt wieder zu lösen,
und die obere organische Phase wurde dekantiert und durch Celite® filtriert,
um Palladiummetall zu entfernen. Der Filterkuchen wurde mit 1-Propanol
gewaschen. Das homogene Filtrat wurde unter reduziertem Druck konzentriert,
um n-Propanol zu entfernen, und nach der Entfernung von 1,5 l des
Destillats wurde die Produktsuspension filtriert. Die vereinigten
Filterkuchen wurden getrocknet, um 109,8 g des rohen Endprodukts
gemäß der Überschrift
zu erhalten.
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Beispiel
2 Herstellung
von 4-{2-[(tert.-Butoxy)-N-(methylsulfonyl)carbonylamino]ethyl}benzolboronsäure.
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Schema IIIA, Stufe A:
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Zu
einer Lösung
bei Raumtemperatur von (tert.-Butoxy)-N-(methylsulfonyl)-N-{2-[4-(4,4,5,5-tetramethyl(1,3,2-dioxaborolan-2-yl))phenyl]ethyl}carboxamid
(81,0% Wirkstoffgehalt oder Potenz, 95 g, 0,18 mol, hergestellt
in Beispiel 1) in Aceton (2 l) wurden 1 N Ammoniumacetat (1 l) und
Natriumperiodat (145 g, 0,678 mol) unter Rühren gegeben. Die Reaktion
ließ man über Nacht
voranschreiten. Das Reaktionsgemisch wurde konzentriert, um das
Aceton zu entfernen, und die wässrige
Phase wurde von dem öligen
Produkt abdekantiert. Die wässrige
Phase wurde extrahiert mit CH2Cl2 (100 ml) und MTBE (2 × 100 ml). Das vereinigte ölige Produkt und
die organischen Phasen wurden eingestellt auf einen pH von 12,5
unter der Zugabe von 1 N NaOH. Die Phasen wurden getrennt, und die
organische Phase wurde mit 1 N NaOH (100 ml) und Wasser (2 × 100 ml) extrahiert.
Eine HPLC-Analyse (60% CH3CN/40% H2O, 2 ml/min, Zorbax C-18, 205 nm) der organischen
Phase zeigte an, dass das Produkt aus dieser Phase entfernt worden
war. Die wässrigen
Phasen (die das Produkt enthalten) wurden schließlich vereinigt und gewaschen
mit CH2Cl2 (100
ml) und MTBE (2 × 100
ml). Die wässrige
Phase wurde zu CH2Cl2 (450
ml) gegeben, und 1 N H2SO4 wurde
zugegeben, bis die wässrige
Phase bei einem pH von 3,05 war. Die Phasen wurden getrennt, und
die wässrige
Phase wurde mit CH2Cl2 (100
ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte (die das Produkt
enthielten) wurden zu einem Öl
(58,5 g) konzentriert, das über
Nach kristallisierte. Die erhaltene feste Masse wurde trituriert
mit 10% MTBE in Heptan (100 ml), um nach Filtration und Trocknen
unter reduziertem Druck das Zwischenprodukt gemäß der Überschrift 4-{2-[(tert.- Butoxy)-N-(methylsulfonyl)carbonylamino]ethyl}benzolboronsäure (47,7
g, 77,2%) als weißes
Pulver zu erhalten.
1H NMR (d6-DMSO, 300 MHz) δ 7,83 (d, 2H, J = 4,8), 7,24
(d, 2H, J = 5,1), 7,12 (s, 2H), 3,90 (t, 2H, J = 3,9), 3,12 (s,
3H), 2,95 (t, 2H, J = 4,5), 1,52 (s, 9H).