-
Die
vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zum Herstellen eines Gussteils
und eines Schmiedeteils unter Einsatz von Legierungen auf Cu-Basis.
-
Metallische
Materialien mit hoher Festigkeit und hoher Wärmeleitfähigkeit gelangen auf Gebieten
zum Einsatz, wo die Materialien einer schweren Wärmeermüdung ausgesetzt sind, wie beispielsweise
im Fall von Konstruktionswerkstoffen zur Erzeugung von Kernfusionsreaktoren
und Drosselkammern eines Triebstrahlwerks, wo sich eine der Oberflächen im
Kontakt mit Verbrennungsgas bei 3.000°C befindet und die andere Oberfläche sich
im Kontakt mit flüssigem
Wasserstoff befindet.
-
Als
ein Beispiel für
eine Legierung hoher Festigkeit und hoher Wärmeleitfähigkeit, die auf diesen Gebieten
eingesetzt wird, kann eine Legierung auf Cu-Basis mit einem Gehalt
von 0,8% Cr und 0,2% Zr genannt werden (zu beachten ist hierbei
dass die Prozentangaben, die in dieser Patentschrift gemacht werden,
in Masseprozent angegeben sind), die in der Japanischen Offenlegungsschrift,
erste Veröffentlichung,
Nr. Hei 04-198460 offenbart wurde. Allgemein kann ein Schmiedeteil
hoher Festigkeit und hoher Wärmeleitfähigkeit aus
dieser Legierung auf Cu-Basis dadurch erhalten werden, dass sie
gegossen und anschließend
in eine spezielle Form durch Schmieden, Walzen, usw. umgeformt wird,
während
darauf eine spezielle Wärmebehandlung
zur Anwendung gelangt. In dieser Legierung auf Cu-Basis ist es möglich, die
Zugfestigkeit zu erhöhen, während die
Wärmeleitfähigkeit
auf einem hohen Wert gehalten wird, selbst wenn die Zusammensetzung
der Legierung die gleiche ist, indem die Bedingungen der thermomechanischen
Behandlung eingestellt werden.
-
In
den letzten Jahren sind jedoch die Bedingungen, unter denen Konstruktionsteile
eingesetzt werden, im Bezug auf die Erzeugung von Wärmespannung
anspruchsvoller geworden. Gleichzeitig hat sich die kurze Lebensdauer
konventioneller Materialien vor dem Auftreten von Rissbildung herausgestellt.
Damit hat es eine höhere
Anforderung an eine höhere
Beständigkeit
gegenüber
Wärmeermüdung gegeben.
Zur Verringerung der Wärmebelastung
in metallischen Materialien ist es notwendig, die Wärmeleitfähigkeit
zu erhöhen
sowie die Temperaturwechselbeständigkeit
zu verbessern. Verbesserungen in Wärmeleitfähigkeit sind jedoch nahezu
an den Grenzen angelangt. Das Problem ist dann die Temperaturwechselbeständigkeit
zu verbessern ohne Verminderung der Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu konventionellen
metallischen Werkstoffen.
-
Es
ist bekannt, dass zur Erhöhung
der Temperaturwechselbeständigkeit
bei diesen Typen von metallischen Werkstoffen die Erhöhung der
Zugfestigkeit und Zugprüfspannung
in der Regel akzeptabel ist, ohne die Zugdehnung und Wärmeleitfähigkeit
bei den eingesetzten Temperaturen zu verringern. Um daher den vorgenannten
Anforderungen zu genügen,
wurde der Versuch unternommen, die Festigkeit zu erhöhen, indem eine
Legierung auf Cu-Basis eingesetzt wurde, die 0,8% Cr und 0,2% Zr
als Grundlage enthielt, und sodann die Zugeigenschaft der Legierung
auf Cu-Basis durch weitere Erhöhung
der Gehalte an Cr und Zr erhöht.
-
Bei
diesem Typ der Cu-Cr-Zr-Legierung lässt sich ein hoher Grad der
Festigkeit dann erhalten, wenn der Gehalt an Cr und Zr erhöht wird,
während
gleichzeitig eine Mikrostruktur vom Faser-Typ durch Tiefziehen oder
Drahtziehen erzeugt wird, bei denen ein hohes Maß an Verformung in nur einer
Richtung aufgebracht wird.
-
Allerdings
wird bei diesem Typ der Cu-Cr-Zr-Legierung die Verformbarkeit so
herabgesetzt, dass die Temperaturwechselbeständigkeit nicht in dem erwarteten
Maß verbessert
wird. Darüber
hinaus gibt es Beschränkungen
im Bezug auf die Form des umgeformten Artikels, so dass das Schmieden
und Walzen nicht in dem zufriedenstellenden Umfang ausgeführt werden
konnte. Bei einem wahlweisen Profil war es daher schwierig, die
gewünschte
Festigkeit bei einem umgeformten Artikel zu erzielen. Dementsprechend
haben sich die Anwendungen auf elektrische Bauteile beschränkt, bei
denen hohe Festigkeit und elektrische Leitfähigkeit genutzt werden.
-
Andererseits
wurde eine Cu-Ag-Legierung, bei der eine große Menge an Ag zugesetzt wird,
als eine neuartige Legierung entsprechend der Offenbarung in der
Japanischen Offenlegungsschrift, erste Veröffentlichung, Hei 6-279894
und in Sakai, et al., J. JAPAN INST. METALS, Bd. 55, Nr. 12 (1991),
S. 1382–1391
entwickelt. Ag hat wie Cr und Zr eine geringe Löslichkeit in Cu nahe Raumtemperaturen
und erfährt
eine leichte Verringerung der Wärmeleitfähigkeit,
wenn es in die Legierung gelangt. Wenn allerdings Ag in einer Menge von
8,5% oder mehr zugesetzt wird, bilden die erhaltenen Legierungen
auf Cu-Basis beim Erstarren ein Eutektikum. Wenn daher das Tiefziehen
oder Drahtziehen, bei denen eine große Verformung in nur einer
Richtung aufgebracht wird, in der gleichen Weise wie im Fall einer
Cu-Cr-Zr-Legierung
auf einem Barren einer Cu-Ag-Legierung ausgeführt werden, in der 15% Ag zugesetzt
worden waren, um eine ausreichende Menge an eutektischer Struktur
zu erhalten, wurde die eutektische Stuktur zerstört und eine durch Faser verstärkte Struktur
erzeugt. Die in diesem Fall erhaltene Festigkeit ist außerordentlich
hoch.
-
Allerdings
ist im Fall dieses Typs von Cu-Ag-Legierungen ein starkes Umformen
erforderlich, um so einen Walzdraht mit einem 1/10 oder kleineren
Durchmesser aus einem runden Schmiedestab zu erhalten. So ist es
mit dieser Technologie nicht möglich,
Schmiedestücke
mit einem größeren bestimmten
Grad der Dicke zu erzeugen.
-
Hinzu
kommt, dass bei den vorstehend beschriebenen metallischen Werkstoffen
ein wiederholtes Schmieden und wiederholte Wärmebehandlungen die Produktionskosten
erhöhen.
Da dementsprechend die Festigkeit bei derzeitigen Werten ausreichend
ist, hat es ein Bestreben nach metallischen Konstruktionswerkstoffen
gegeben, die eine hohe Wärmeleitfähigkeit
haben, eine hohe Festigkeit haben und kostengünstig durch Gießen erzeugt
werden können,
wo ein Schritt des Schmiedens nicht benötigt wird. Ein solcher Typ
eines metallischen Werkstoffes ist bisher konventionell noch nicht
bekannt gewesen.
-
Die
JP-A-09041056 offenbart Kupferlegierungen für Kommutatormaterialien von
Motoren mit einem Gehalt von 7,5 bis 15% Ag (bevorzugt 9 bis 11%),
0,05 bis 1,2% Cr (bevorzugt 0,2 bis 0,6%) und 0,01 bis 0,25% Zr
(bevorzugt 0,05 bis 0,15%), die über
eine disperse Stuktur von 100 bis 10.000/mm2 ausgeschiedenen
Verbindungen von 0,2 bis 5 μm
hat. Das Material wird durch Schmelzen der Grundlegierung, durch
Gießen
eines Barrens, Ausführung
einer Homogenisierungsbehandlung bei 720°C für 60 min und Ausführung eines
Warmstrangpressens erzeugt, bevor das Produkt abschließend wassergekühlt wird.
-
Die
vorliegende Erfindung ist angesichts der vorstehend beschriebenen
Probleme zustande gekommen und hat als eine ihrer Aufgaben die kostengünstige Erzeugung
eines geformten Artikels aus Metall mit hoher Festigkeit und hoher
Wärmeleitfähigkeit
durch einfaches Gießen,
Schmieden oder Walzen, wobei es hinsichtlich der Bemessungen des
geformten Artikels keinerlei Beschränkungen gibt.
-
Die
vorliegende Erfindung gewährt
ein Verfahren zum Herstellen eines Gussteils entsprechend der Festlegung
in Anspruch 1. Dieses Verfahren verwendet eine Legierung auf Kupferbasis
(auch bezeichnet als "Kupfer-Ausgangslegierung
zum Gießen"), die Ag im Bereich
von 3% bis 20% enthält,
Cr im Bereich von 0,5 bis 1,5% und Zr im Bereich von 0,05 bis 0,5%,
wobei Cu den Rest ausmacht.
-
Die
hierin verwendete Formulierung "rasch
erstarrt" bedeutet,
dass die zum Kühlen
der Temperatur des schmelzflüssigen
Materials von 450° bis
500°C erforderliche
Zeitdauer, die die Temperatur der Wärmealterungsbehandlung zur
Ausscheidung ist, 10 min oder weniger beträgt. Das Erstarrenlassen unter
Verwendung einer Metallform kann das Material bis 500°C bei einer
Geschwindigkeit von ungefähr
1°C/s kühlen, sobald
das Material erstarrt ist. Für
diese Aufgabe stehen speziell Methoden des Metallformgusses oder
das Schleudergießverfahren
zur Verfügung.
-
Die
Formulierung "Alterungsbehandlung
zur Ausfällung" bedeutet eine Behandlung
zum Ausfällen
unterschiedlicher Phasen innerhalb einer Matrix, indem eine feste
Lösung
bei einer vorgegebenen Temperatur für eine vorgegebene Zeitdauer
gehalten wird.
-
Eine
Legierung auf Kupferbasis zum Gießen der vorgenannten Komponenten
wird erzeugt, indem Ag zu einer Kupfer-Ausgangslegierung gegeben
wird, zu der eine geringe Menge Cr und Zr zugesetzt worden war. Diese
Legierung auf Kupferbasis macht es möglich, einen geformten Artikel
zu erhalten, der eine hohe Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit selbst im Fall eines
Gießens
hat, wo ein Walzen und Schmieden nicht verlangt wird.
-
Dementsprechend
kann durch den einfachen Verfahrensschritt des Gießens bei
Einsatz dieser Legierung auf Kupferbasis zum Gießen ein Gussteil erzeugt werden,
das über
eine hohe Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit
verfügt,
wobei es keinerlei Beschränkungen
für die
Bemessungen der Form des Artikels gibt.
-
Wenn
die Menge an Ag in einer Legierung auf Kupferbasis dieser Komponenten
kleiner ist als 3%, kommt es zu einer ausgeprägten Herabsetzung der Härte des
erhaltenen Gussteils, und es kann kein Gussteil mit hoher Festigkeit
und hoher Wärmeleitfähigkeit
erhalten werden. Andererseits gibt es keinen ausgeprägten Unterschied
in den Auswirkungen, wenn die eingesetzte Ag-Menge 20% überschreitet,
wobei die Verwendung übermäßiger Mengen
an Ag vom Standpunkt der Kosten nachteilig ist.
-
Wenn
die Menge an Cr in der Legierung auf Kupferbasis der vorgenannten
Komponenten kleiner ist als 0,5%, kommt es zu einer ausgeprägten Herabsetzung
der Härte
des erhaltenen Gussteils, und das Erzielen eines Gussteils mit hoher
Festigkeit und hoher Wärmeleitfähigkeit
ist nicht möglich.
Die maximale Löslichkeit von
Cr beträgt
0,7 bis 0,8%. Die eutektische Reaktion wird dann ablaufen, wenn
Cr oberhalb dieses Bereichs zugesetzt wird. Allerdings ist selbst
bei Mengen, die diesen Bereich überschreiten,
wie beispielsweise in einer Legierung, in der 1,5% Cr zugesetzt
worden waren, die Verfestigung beendet, bevor die gesamte eutektische Reaktion
abgelaufen ist, vorausgesetzt, dass die Kühlgeschwindigkeit nicht sehr
langsam war. Wenn die Menge an Cr jedoch 1,5% überschreitet, dann scheiden
sich Cr-Primärkristalle
in einer überschüssigen Menge während des
Kühlens
beim zweiten Verfahrensschritt aus. Dieses ist vom Standpunkt der
Verformbarkeit und Zähigkeit
nicht wünschenswert.
-
Wenn
die Menge an Zr in einer Legierung auf Kupferbasis der vorgenannten
Komponenten kleiner ist als 0,05%, so ist die Wirkung der Verringerung
der Versprödung
bei 400° bis
600°C nicht
ausreichend. In Bezug auf die Ausscheidungsverfestigung ist darüber hinaus
Zr ähnlich
wie Cr ein wirksames Element. Die maximale Löslichkeit beträgt 0,15%.
Das Zusetzen einer großen
Menge an Zr von mehr als 0,5% ist aus den gleichen Gründen von
Nachteil, wie sie vorstehend im Fall von Cr genannt wurden.
-
In
dem vorgenannten Verfahren zum Erzeugen eines Kristalls wird zuerst
eine übersättigte feste
Lösung,
die eine erzwungene feste Lösung
von Ag und Cr enthält,
erzeugt, indem schmelzflüssiges
Material durch Schleudergießen
oder Gießen
aus der Metallfom in dem zweiten Schritt zum raschen Erstarren gebracht wird.
Eine Struktur, die eine übersättigte Lösung von
Ag im Überschuss
zu seiner Löslichkeit
enthält,
lässt sich durch
rasches erstarren lassen in diesem Zustand selbst dann erhalten,
wenn Ag in einer Menge zugesetzt wird, die 8,5% überschreitet, die der Punkt
der Ag-Cu-Eutektikumbildung in dem Phasendiagramm sind. Dieses trägt zur Verfestigung
bei.
-
Die
erhaltenen Gussteile enthalten eine erhebliche Menge an Ag in übersättigter
Lösung.
Wenn in dem dritten Schritt eine Alterungsbehandlung für die Ausscheidung
ausgeführt
wird, wird während
der Alterung eine große
Menge an Feinausscheidungen ausgeschieden und dadurch der Grad der
Festigkeit des Gussteils erhöht.
-
Die
vorliegende Erfindung gewährt
außerdem
Verfahren zum Herstellen eines Schmiedeteils entsprechend den Festlegungen
in den Ansprüchen
2 und 3. In jedem Verfahren wird eine Legierung auf Kupferbasis (auch
bezeichnet als "Kupfer-Ausgangslegierung
zum Schmieden" zur
Unterscheidung von der vorgenannten "Kupfer-Ausgangslegierung zum Gießen") verwendet, in die
einbezogen sind: Ag im Bereich von 3 bis 8,5%, Cr im Bereich von
0,5 bis 1,5% und Zr im Bereich von 0,05 bis 0,5%, wobei der Rest
Cu ist.
-
Als
Ergebnis wurde ein Halbzeugartikel erhalten, der über eine überlegene
Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit
verfügt
und der in einem einfachen Verfahrensschritt umgeformt werden kann
und in Bezug auf die Bemessungen seiner Form nicht beschränkt ist,
während
gleichzeitig kostengünstiges
Cu als Basis eingesetzt werden kann.
-
Wenn
die Ag-Menge in der vorgenannten Kupfer-Ausgangslegierung zum Schmieden
kleiner ist als 3%, nimmt die Härte
des erhaltenen Schmiedeteils deutlich ab, und es kann kein Schmiedeteil
mit hoher Festigkeit und hoher Wärmeleitfähigkeit
erhalten werden. Andererseits wird eine lediglich geringfügige Wirkung durch
Zusetzen von Ag in Mengen oberhalb von 8,5% erhalten, während diese
Vorgehensweise aus der Sicht der Kosten nachteilig ist.
-
Wenn
die Menge an Cr in der Legierung auf Cu-Basis zum Schmieden kleiner
ist als 0,5%, dann nimmt die Härte
des erhaltenen Schmiedeteils drastisch ab und es ist nicht möglich, ein
Schmiedeteil hoher Festigkeit und hoher Wärmeleitfähigkeit zu erhalten. Wenn die
Menge an Cr 1,5% überschreitet,
wird ein großer
Primärkristall
von Cr in dem zweiten Schritt erzeugt und die Schmiedbarkeit beim
Warmschmieden fällt
drastisch ab.
-
Wenn
die Menge an Zr in der Cu-Legierung zum Schmieden kleiner ist als
0,05%, resultiert eine unzureichende Kontrolle über die Versprödung. Wenn
andererseits die Menge an Zr 0,5% überschreitet, nehmen wie im
Fall von Cr Zähigkeit
und Verformbarkeit in Folge übermäßiger Ausscheidung
ab.
-
Führt man
an dem verfestigten Artikel, der in dem zweiten Schritt in dem vorliegenden
Verfahren zum Erzeugen eines Schmiedeteils erhalten wird, eine thermomechanische
Behandlung unter Anwendung des Schmiedens oder Walzens aus, so werden
die Kristallkörner
feiner gemacht, es wird eine Versetzung eingeführt und es erfolgt ein Härten. Indem
gleichzeitig auch eine Alterungsbehandlung zur Ausscheidung eingesetzt
wird, wird eine gleichförmige
feine eutektische Phase erzeugt, die eine weitere Erhöhung der
Festigkeit des Schmiedeteils möglich
macht. Auf diese Weise kann ein Schmiedeteil mit hoher Festigkeit
und hoher Wärmeleitfähigkeit
erhalten werden.
-
Die
thermomechanische Behandlung wird bei weniger als 550°C ausgeführt. Sobald
die Temperatur 550°C überschreitet,
gibt es nicht nur eine geringe Warmverfestigung, sondern es werden
auch die Ag- oder Cr-Ausscheidungen teilweise aufgelöst, so dass
größere Ausscheidungen
auftreten, die von Nachteil sind. Sobald sie sich erst einmal gebildet
haben, werden große
Ausscheidungen nicht ohne weiteres feiner selbst dann, wenn die
Temperatur herabgesetzt wird. Auf diese Weise wird die Ausscheidungsverfestigung
erheblich gesenkt.
-
Es
folgt eine detailliertere Ausführung
der Bedingungen zum Erzielen eines Gussteils hoher Festigkeit und
Leitfähigkeit,
wie es mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Gießen erhalten
wird, sowie des Schmiedeteils, wie es mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens
zum Schmieden erhalten wird.
-
Bei
der Herstellung eines Gussteils unter Einsatz der vorliegenden Erfindung
wird das aus einer Legierung auf Cu-Basis mit einem Gehalt an Ag
bestehende schmelzflüssige
Material rasch durch Schleuderguss oder Formguss zum Erstarren gebracht.
Als Ergebnis wird zuerst eine übersättigte feste
Lösung
erzeugt, die eine erzwungene feste Lösung von Ag und Cr enthält. An dieser übersättigten
festen Lösung
wird eine Alterungsbehandlung zur Ausscheidung bei einer Temperatur
im Bereich von 450° bis
500°C ausgeführt. Als
Ergebnis werden in der Struktur der festen Lösung sehr feine Phasen ausgefällt. In
Folge des raschen Erstarrens kommt es zu einer erheblichen Menge
an Übersättigung
in der Legierung auf Cu-Basis. Auf diese Weise nimmt die Menge der
während
der Alterung erzeugten feinen Ausscheidungen zu, so dass die Festigkeit
des Gussteils erhöht
wird.
-
Anders
als in dem üblichen
Phasendiagramm, welches die Struktur in der Gleichgewichtsphase
zeigt, wird in der rasch erstarrten Legierung auf Cu-Basis eine
Struktur erhalten, die eine höhere
als erwartete Menge an fester Lösung
von Ag enthält.
Dementsprechend wird die zugesetzte Ag-Menge wirksam zur Verfestigung selbst
dann eingesetzt, wenn mehr als 8,5% zugesetzt sind, die der Punkt
der Bildung eines Eutektikums in dem Phasendiagramm sind. Wenn allerdings
Ag mit mehr als 20% zugesetzt wird, ist die für die Verfestigung erforderliche
Geschwindigkeit der Erstarrung zu groß. Damit ist dieses nicht realistisch
und setzt den tatsächlichen
Wirkungsgrad herab.
-
Andererseits
wird in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung zum Erzeugen eines
Schmiedeteils die vorgenannte Legierung auf Cu-Basis zum Schmieden
zu der gewünschten
Form durch thermomechanische Behandlung unter Anwendung des Schmiedens
oder Walzens gebracht und wird eine Ausscheidungsverfestigung unter
Anwendung einer Alterungsbehandlung zur Ausscheidung unterworfen.
Bei diesem Verfahren muss die zugegebene Ag-Menge so eingestellt
werden, dass nicht viele eutektische Ag- oder Cr-Primärkristalle
erzeugt werden. Mit anderen Worten bewirkt eine Struktur, in der
große eutektische
oder Primärkristalle
an Cr während
des ersten Gießens
und Erstarrens aufgrund des Zusatzes einer großen Ag-Menge in Erscheinung treten,
eine Verringerung der Wirksamkeit des Schmiedens während des
Warmschmiedens. Beispielsweise beginnt in Legierungen, die nur die
zwei Elemente Cu und Ag aufweisen, das Schmelzen bei einer eutektischen
Temperatur von 780°C,
wenn man ein typisches Phasendiagramm zugrunde legt. Dieses teilweise Schmelzen
ist die Ursache für
eine Rissbildung während
der Warmverfestigung in den Schritten des Schmiedens oder Walzens.
Daher wird es notwendig, eine Beschränkung der oberen Grenze der
Schmiedetemperatur anzusetzen.
-
Um
somit die Bildung einer übermäßigen Menge
großer
eutektischer Partikel oder primärer
Cr-Partikel während des
Gießens
und Erstarrens in dem zweiten Schritt zu verhindern, wird die zugesetzte
Ag-Menge auf weniger
als 8,5% eingeschränkt,
die der Punkt der Bildung des Eutektikums in dem Phasendiagammn
der erfindungsgemäßen Legierung
auf Cu-Basis zum Schmieden sind. Als Ergebnis wird der Wirkungsgad
des Schmiedens in dem erfindungsgemäßen Schmieden stark verbessert.
-
In
einem speziellen Beispiel des Verfahrens der vorliegenden Erfindung
zum Erzeugen eines Schmiedeteils, wird die Festigkeit durch Ausscheidungsverfestigung
mit Hilfe einer thermomechanischen Behandlung mit Warmverfestigung
(d.h. bei einer Temperatur von mehr als 100°C und weniger als 550°C und bevorzugt unterhalb
von 500°C)
sowie Alterungsbehandlung erhöht.
Um die Festigkeit durch Ausscheidungsverfestigung zu erhöhen, liegt
der Partikeldurchmesser der Ausscheidung in der Struktur im Idealfall
in der Größenordnung von
1/100 μm.
Allerdings kann dadurch, dass man die zugesetzte Ag-Menge auf weniger
als 8,5% begrenzt und eine thermomechanische Behandlung sowie Alterungsbehandlung
zur Ausscheidung während
der Warmverfestigung ausführt,
ein Schmiedeteil mit hoher Festigkeit erhalten, in welchem unterschiedliche
Phasenpartikel mit dem gewünschten
Durchmesser verteilt sind.
-
Die
zwei Verfestigungsmechanismen der Einstellung der Menge an zugesetztem
Ag und Cr sowie der thermomechanischen Behandlung sind wechselweise
förderlich.
Mit anderen Worten, wird die in der thermomechanischen Behandlung
eingeführte
Versetzung die Keimbildungsstelle für das Ausscheiden von Partikeln unterschiedlicher
Phase, was zur Ausscheidung von Feinpartikeln beiträgt. Darüber hinaus
begrenzt die Ag- oder Cr-Ausscheidung in der Versetzung die Eliminierung
der Versetzung durch Erhitzen, wodurch die Stabilität der Hochtemperaturfestigkeit
erhöht
wird. Die Wirkung ist um so größer, je
mehr Legierungselemente vorhanden sind. Allerdings werden viele
dieser Elemente als Primärkristalle
während
des Gießens/Erstanens
entweder allein oder in einer Verbindungsphase ausgeschieden. Damit
führt der
Einsatz großer
Mengen dieser Elemente zu einer Beeinträchtigung der Schmiedbarkeit
in den letzten Schritten. Beispielsweise werden in einer Cu-Cr-Legierung
mit zwei Elementen, wenn die Menge an zugesetztem Cr näherungsweise
0,7% überschreitet,
im Fall einer Erstarrung unter Aufrechterhaltung der Gleichgewichtsphase
Primärkristalle
ausgeschieden. Dementsprechend beträgt die geeignete zugesetzte
Cr-Menge in der
Gleichgewichtsphase 0,7% oder weniger. Da jedoch die Geschwindigkeit
der Erstarrung in der Praxis groß ist, ist es möglich, den
Festigkeitsgad durch Zusatz von bis zu 1,5% zu erhöhen.
-
Durch
Zusatz einer geeigneten Menge an Cr zu der Legierung auf Cu-Basis
zum Schmieden werden die gleichen Wirkungen wie bei einer Zugabe
einer großen
Ag-Menge erhalten. Damit lässt
sich der Schmiedewirkungsgrad erhöhen und die zugesetzte Ag-Menge
verringern, so dass die Kosten gesenkt werden.
-
Bei
der Einstellung der Legierung auf Cu-Basis zum Gießen oder
Schmieden werden dem Cu Ag, Cr und Zr zugesetzt und diese unter
Anwendung der üblichen
Methode geschmolzen. Durch Zusatz einer geeigneten Menge an Cr im
Bereich von 0,5 bis 1,5% anstelle eines alleinigen Zusatzes von
Ag wird die Wirkung der Ag-Zugabe synergistisch erhöht. Die
Zugabe von Cr in einer Menge von weniger als 0,5% hat einen lediglich
geringen Einfluss auf die Verbesserung der Festigkeit.
-
Im
Zusammenhang mit der Zugabe von Zr zu einer Legierung auf Cu-Basis
war von jeher bekannt, dass der Zusatz von 0,05 bis 0,2% Zr eine
desoxidierende Wirkung hat und einen Einfluss auf die Kontrolle der
Form der Korngrenzenausscheidung. Allerdings trägt die Zugabe von 0,05 bis
0,5% Zr in der vorliegenden Erfindung auch zu einer Verbesserung
der Zugverformbarkeit bei 400°C
und höher
bei.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER FIGUREN
-
Es
zeigen:
-
1 eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen Härte und der zugesetzten Ag-Menge
des Gießens
der Legierung auf Cu-Basis an einem Beispiel der vorliegenden Erfindung;
-
2 eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen Härte und der zugegebenen Cr-Menge des Gießens der
Legierung auf Cu-Basis an einem Beispiel der vorliegenden Erfindung;
-
3 eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen Prüfspannung und der Temperatur
des Gießens
der Legierung auf Cu-Basis an einem Beispiel der vorliegenden Erfindung;
-
4 eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Erhöhung der
Zugdehnung und der Temperatur des Gießens der Legierung auf Cu-Basis
an einem Beispiel der vorliegenden Erfindung;
-
5 eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Prüfspannung
und der Temperatur des Schmiedens der Legierung auf Cu-Basis an
einem Beispiel der vorliegenden Erfindung;
-
6 eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Erhöhung der
Zugdehnung und der Temperatur des Schmiedens der Legierung auf Cu-Basis
an einem Beispiel der vorliegenden Erfindung;
-
7 eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Prüfspannung
und der Temperatur des Schmiedens der Legierung auf Cu-Basis an
einem Beispiel der vorliegenden Erfindung;
-
8 eine
graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Erhöhung der
Zugdehnung und der Temperatur des Schmiedens der Legierung auf Cu-Basis
an einem Beispiel der vorliegenden Erfindung.
-
BEVORZUGTE
AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
-
Nachfolgend
werden spezielle Beispiele der vorliegenden Erfindung erläutert. Allerdings
ist die vorliegende Erfindung auf diese Beispiele nicht beschränkt. Es
ist selbstverständlich
akzeptabel, geeignete Strukturelemente dieser Ausführungsformen
beispielsweise zu kombinieren.
-
(VERSUCH 1)
-
ERZEUGUNG
DER KUPFER-AUSGANGSLEGIERUNG
-
Es
wurde Guss für
Kupfer-Ausgangslegierungen der Beispiele 1 bis 3 und Vergleichsbeispiele
1 bis 3 entsprechend den Angaben in Tabelle 1 angesetzt, indem Legierungszusammensetzungen
geschmolzen wurden, die enthielten: 0%, 2%, 4%, 8%, 16% bzw. 30%
Ag und 0,8% Cr, 0,2% Zr und Rest Cu.
-
Es
wurde Guss für
Kupfer-Ausgangslegierungen für
die Beispiele 4 bis 6 und die Vergleichsbeispiele 4 bis 6 entsprechend
den Angaben in Tabelle 2 angesetzt, indem Legierungszusammensetzungen
geschmolzen wurden, die enthielten: 0%, 0,2%, 0,5%, 1%, 1,5% bzw.
2,5% Cr und 4% Ag, 0,2% Zr und Rest Cu.
-
Der
in Tabelle 3 angegebene Guss für
Kupfer-Ausgangslegierungen für
die Vergleichsbeispiele 7 bis 8 wurde angesetzt, indem Legierungszusammensetzungen
geschmolzen wurden, die 2% bzw. 8% Ag enthielten. Cr wurde in einer
Menge von 0,8% einbezogen, es gab kein Zr und Cu machte den Rest
aus.
-
TABELLE
1 (Zahlenwerte
in Masse%)
-
TABELLE
2 (Zahlenwerte
in Masse%)
-
TABELLE
3 (Zahlenwerte
in Masse%)
-
(VERSUCH 2)
-
HERSTELLUNG-1 ZUM GIEßEN (EINFLUSS
VON Ag)
-
Es
wurden die in Tabelle 1 gezeigten Testmaterialien für den jeweiligen
Guss der Kupfer-Ausgangslegierungen
in Beispiel 1 bis 3 und in Vergleichsbeispiel 1 bis 3 geschmolzen,
das schmelzflüssige
Material in eine Kupfer-Gussform gegossen, rasch zum Erstarren gebracht,
um Barren von jeweils 50 g zu erhalten. Anschließend wurde eine Alterungsbehandlung
für die
Ausscheidung durch Erhitzen der jeweiligen Barren für 1 Stunde
bei 480°C
ausgeführt.
Die Barren wurden sodann auf Raumtemperatur zur Erzeugung von Gussstücken gekühlt.
-
An
jedem dieser Gussstücke
wurde die Vickershärte
gemessen. Die Ergebnisse dieser Messungen sind in 1 gezeigt.
Die Vickershärte
ist auf der vertikalen Achse angegeben und die zugesetzte Ag-Menge auf der horizontalen
Achse in 1 gezeigt.
-
Aus
den Ergebnissen in 1 lässt sich entnehmen, dass die
Legierung auf Cu-Basis zum Gießen entsprechend
den Beispielen 1 bis 3 Ag im Bereich von 3 bis 20%, Cr in einer
Menge von 0,8% und Zr in einer Menge von 0,2% und Rest Cu enthielt,
ein Gussteil mit überlegener
Härte lieferte,
wenn man dem Verfahren zum Herstellen eines Gussteils der vorliegenden
Erfindung folgte. Im Gegensatz dazu war die Härte in den Testmaterialien
der Vergleichsbeispiele 1 und 2 herabgesetzt, die kein Ag enthielten
oder die Ag in einer Menge von weniger als 3% enthielten. Der Einfluss
auf die Härte
war im Falle des Testmaterials in Vergleichsbeispiel 3 gesättigt, das
Ag mit mehr als 20% enthielt.
-
(VERSUCH 3)
-
HERSTELLUNG-2 ZUM GIEßEN (EINFLUSS
VON Cr)
-
Die
Testmaterialien für
den jeweiligen Guss der Kupfer-Ausgangslegierungen in den Beispielen
4 bis 6 und den Vergleichsbeispielen 4 bis 6, wie sie in Tabelle
2 gezeigt sind, wurden geschmolzen, das schmelzflüssige Material
in eine Kupfer-Gussform gegossen, rasch zum Erstarren gebracht,
um Barren von jeweils 50 g zu erhalten. Anschließend wurde eine Alterungsbehandlung
für die
Ausscheidung durch Erhitzen der jeweiligen Barren für 1 Stunde
bei 480°C
ausgeführt.
Die Barren wurden sodann auf Raumtemperatur zur Erzeugung von Gussstücken gekühlt.
-
An
jedem dieser Gussstücke
wurde die Vickershärte
gemessen. Die Ergebnisse dieser Messungen sind in 2 gezeigt.
Die Vickershärte
ist auf der vertikalen Achse angegeben und die zugesetzte Cr-Menge auf der horizontalen
Achse in 2 gezeigt.
-
Aus
den Ergebnissen in 2 lässt sich entnehmen, dass die
Kuper-Ausgangslegierung zum Gießen entsprechend
den Beispielen 4 bis 6 mit einem Gehalt von 4% Ag, mit einem Gehalt
von Cr im Bereich von 0,5 bis 1,5%, und Zr in einer Menge von 0,2%,
Rest Cu, ein Gussteil mit überlegener
Härte lieferte,
wenn man dem Verfahren zum Herstellen eines Gussteils der vorliegenden
Erfindung folgte. Im Gegensatz dazu war die Härte in den Testmaterialien
der Vergleichsbeispiele 4 und 5 deutlich herabgesetzt, die kein
Cr oder die Cr in einer Menge von weniger als 0,5% enthielten. Der
Einfluss auf die Härte
war im Falle des Testmaterials in Vergleichsbeispiel 6 gesättigt, das
Cr mit mehr als 1,5% enthielt.
-
(VERSUCH 4)
-
HERSTELLUNG-3 ZUM GIEßEN (ZUGFESTIGKEIT)
-
Es
wurden die Testmaterialien zum Guss für jede dieser in Tabelle 1
gezeigten Kupfer-Ausgangslegierungen
in den Beispielen 1 und 2 und Vergleichsbeispiele 1, 7 und 8 geschmolzen.
Das schmelzflüssige
Material wurde abgeschreckt und in einer kastenförmigen Gusseisenform einer
Breite von 40 mm, einer Tiefe von 40 mm und einer Länge von
120 mm zum Erstarren gebracht, um jeweils 2 kg Barren zu erhalten.
An jedem dieser Barren wurde durch Erhitzen für 1 Stunde bei 480°C eine Alterungsbehandlung
zur Ausscheidung ausgeführt.
Durch Kühlen
auf Raumtemperatur wurden die jeweiligen Gussstücke erhalten.
-
An
jedem dieser Gussteile wurden Zugtests ausgeführt. Die Zugtests wurden im
Bereich von 25° bis 450°C ausgeführt und
Prüfspannung
und Erhöhung
der Zugdehnung gemessen.
-
Der
hier verwendete Begriff "Prüfspannung" bezieht sich auf
die Verformungsspannung bei Aufbringung einer plastischen Verformung
von 0,2%. Die Messergebnisse der Prüfspannung sind in 3 gezeigt.
-
Der
Begriff "Erhöhung der
Zugdehnung" ist
die Verformung bei Zugdehnung (%) während eines Zugtests. Die Messergebnisse
der erhöhten
Zugdehnung sind in 4 gezeigt.
-
In
den in 3 und 4 gezeigten Ergebnissen, zeigen
die Gussteile von Guss aus Kupfer-Ausgangslegierungen in den Beispielen
1 und 2, die 4% bzw. 8% Ag und 0,8% Cr, 0,2% Zr und Rest Cu enthalten, hohe
Werte sowohl für
Prüfspannung
als auch für
die Erhöhung
der Zugdehnung in dem weiten Temperaturbereich von 25° bis 450°C. Speziell
im Fall von Beispiel 2, wo Ag in der Menge von 8% zugesetzt wurde,
wurde trotz der Tatsache, dass es sich um ein Gussteil handelt,
eine hohe Zugfestigkeit gleichwertig mit einem Schmiedeteil erhalten,
an dem eine umfangreiche Schmiedebehandlung vorgenommen wurde.
-
Im
Gegensatz dazu gibt es eine Abnahme der Zugfestigkeit im Bereich
von Raumtemperatur bis zu hoher Temperatur im Fall des Gussteils
in Vergleichsbeispiel 1, worin kein Ag zugegeben worden war. Das Testmaterial
von Vergleichsbeispiel 7, worin weniger als 3% Ag und kein Zr zugegeben
wurden, hat über
den gesamten gemessenen Temperaturbereich eine geringe Prüfspannung.
Die Zunahme der Zugdehnung nahm im Bereich hoher Temperatur rasch
ab. Das Gussteil in Vergleichsbeispiel 8, das 8% Ag und kein Zr
enthielt, hatte eine geringe Zunahme der Zugdehnung bei 450°C wie im
Fall von Vergleichsbeispiel 7.
-
Es
wurde die Wärmeleitfähigkeit
von Gussteilen gemessen, die durch Gießen der Kupfer-Ausgangslegierungen
von Beispiel 1 und 2 erzeugt wurden. Beide Artikel demonstrierten
hohe Werte der Wärmeleitfähigkeit
im Bereich von 335 bis 355 W/mK bei 300°C, wobei es sich um eine ausreichende
hohe Wärmeleitfähigkeit
gleichwertig mit konventionellen Legierungen hoher Wärmeleitfähigkeit
handelt.
-
(VERSUCH 5)
-
HERSTELLUNG-1 ZUM SCHMIEDEN
(WARMWALZEN)
-
Es
wurde das Testmaterial der Kupfer-Ausgangslegierung in Beispiel
1 geschmolzen, das schmelzflüssige
Material in eine Gussform gegossen und zum Erstarren gebracht. Die
erhaltenen Barren wurden bei 550°C
von einer Dicke von 40 auf 20 mm gewalzt und anschließend bei
500°C auf
eine Dicke von 10 mm weitergewalzt. Danach wurde eine Ausscheidungsverfestigung
durch Halten bei 480°C
für eine
Stunde gefolgt von einem Kühlen
bis Raumtemperatur vorgenommen, um das Schmiedeteil in Beispiel
7 zu erzeugen.
-
Für Vergleichszwecke
wurde ein identisches Schmieden an dem Testmaterial in Vergleichsbeispiel
1 ausgeführt,
das kein Ag enthielt, um das Schmiedeteil in Vergleichsbeispiel
9 zu erzeugen.
-
An
jedem dieser Schmiedeteile wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel
4 Zugtests ausgeführt. Die
Zugprüfergebnisse
sind in 5 gezeigt und die Ergebnisse
der Erhöhung
der Zugdehnung in 6 gezeigt.
-
Das
Schmiedeteil in Beispiel 7 zeigte eine höhere Festigkeit als das Schmiedeteil
in Vergleichsbeispiel 9, das kein Ag enthielt, und zwar im gesamten
gemessenen Temperaturbereich. Das Schmiedeteil von Beispiel 7 zeigte
den gleichen hohen Wert der Wärmeleitfähigkeit
bei 300°C
wie das Gussteil unter Einsatz der Kupfer-Ausgangslegierung in Beispiel
1.
-
(VERSUCH 6)
-
HERSTELLUNG-1 ZUM SCHMIEDEN
(WARMWALZEN)
-
Das
Material der Kupfer-Ausgangslegierung in Beispiel 1 wurde geschmolzen,
das schmelzflüssige Material
in eine Gussform gegossen und zum Erstarren gebracht. Die erhaltenen
Barren wurden bei 750°C
von einer Dicke von 40 auf 20 mm gewalzt und anschließend bei
500°C bis
zu einer Dicke von 10 mm weitergewalzt. Danach wurde eine Ausscheidungsverfestigung
durch Halten bei 480°C
für eine
Stunde, gefolgt von einem Kühlen
bis Raumtemperatur zur Erzeugung des Schmiedeteils in Beispiel 8
ausgeführt.
-
Für Vergleichszwecke
wurde ein identisches Schmieden an dem Testmaterial in Vergleichsbeispiel
1 ausgeführt,
das kein Ag enthielt, um das Schmiedeteil in Vergleichsbeispiel
10 zu erzeugen.
-
An
jedem dieser Schmiedeteile wurden Zugtests in der gleichen Weise
wie in Beispiel 4 ausgeführt. Die
Zugprüfergebnisse
sind in 7 gezeigt und die Ergebnisse
der Erhöhung
der Zugdehnung in 8 gezeigt.
-
Das
Schmiedeteil in Beispiel 8 zeigte eine höhere Prüfspannung als das Schmiedeteil
in Vergleichsbeispiel 10, das kein Ag enthielt, und zwar über den
gesamten gemessenen Temperaturbereich. Das Schmiedeteil von Beispiel
8 zeigte die gleiche Zunahme der Zugdehnung wie das Schmiedeteil
in Vergleichsbeispiel 10.
-
Das
Schmiedeteil von Beispiel 8 zeigte den gleichen hohen Wert für die Wärmeleitfähigkeit
bei 300°C wie
das Gussteil unter Einsatz der Kupfer-Ausgangslegierung von Beispiel
1.