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DE2235168A1 - Aluminiumlegierung, verfahren zu deren herstellung und deren verwendung - Google Patents

Aluminiumlegierung, verfahren zu deren herstellung und deren verwendung

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Publication number
DE2235168A1
DE2235168A1 DE19722235168 DE2235168A DE2235168A1 DE 2235168 A1 DE2235168 A1 DE 2235168A1 DE 19722235168 DE19722235168 DE 19722235168 DE 2235168 A DE2235168 A DE 2235168A DE 2235168 A1 DE2235168 A1 DE 2235168A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum alloy
weight
superplastic
alloy according
alloy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19722235168
Other languages
English (en)
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DE2235168C2 (de
Inventor
Edward Frederick Emely
Michael James Stowell
Brian Michael Watts
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
British Aluminum Co Ltd
Original Assignee
British Aluminum Co Ltd
TI Group Services Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by British Aluminum Co Ltd, TI Group Services Ltd filed Critical British Aluminum Co Ltd
Publication of DE2235168A1 publication Critical patent/DE2235168A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2235168C2 publication Critical patent/DE2235168C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/04Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon
    • C22F1/047Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon of alloys with magnesium as the next major constituent

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
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  • Heat Treatment Of Nonferrous Metals Or Alloys (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

EWALD OPPERMANN PATENTANWALT 2 2 3 S 1 6
(H OPFINBACH (MlIN) · KAI3ER8TRA8SB 9 · TELEFON (Uli) 11531(1 . KABBL BWOPAT
17. Juli 1972
Op/ef
37/10
THE BRITISH ALUMINIUM COMPANY LIMITED Norfolk House* St. Jamals Square, London, S.W.I., England
und
T. I. (GROUP SERVICES) LIMITED T.I. House, Five Ways,
Edgbaston, Birmingham, England
Aluminiumlegierung, Verfahren zu deren Herstellung und
deren Verwendung
Die Erfindung bezieht sich auf Aluminiumlegierungen, insbesondere auf solche Aluminiumlegierungen, die sich durch superplastische Verformung zu Gegenständen formen oder verformen lassen. .
209885/0953
Es ist bekannt, dass bestimmte Legierungen unter bestimmten Bedingungen ohne Bruch um sehr grosse Beträge verformt werden können. Dieses Phänomen ist unter dem Namen Superplastizität bekannt und wird charakterisiert durch einen hohen Empfindlichkeitsindex der Dehnungsgeschwindigkeit (high strain rate sensitivity index) des Materials, als dessen Ergebnis die normale Tendenz einer gespannten Probe, vorzugsweise lokale Deformationen zu erleiden (Einschnürung), unterdrückt wird. Derart starke Verformungen sind darüber hinaus bei relativ geringen Spannungen möglich, sodass die Formung oder Verformung der superplastischen Legierungen einfacher und billiger ausgeführt werden kann als es sogar bei hoch- -duktilen Materialien möglich ist, die dieses Phänomen nicht aufweisen. Als geeignetes numerisches Kriterium für das Vorliegen von Superplastizität kann zugrundegelegt werden, dass ein superplastisches Material eine Dehnungsgeschwindigkeitsempfindlichkeit ("ra"-Wert) von zumindest 0.3 und eine einachsige Zugdehnung von mindestens 200 % bei (erhöhten) Temperaturen aufweist. Der "m"-Wert ist durch die Beziehung d =^£ definiert, wobei d den Fliesswiderstand, *[ eine Konstante, £ die Dehnungsgeschwindigkeit und τη den Empfindlichkeitsindex der Dehnungsgeschwindigkeit bedeutet.
Keine bekannte Aluminiumlegierung, mit Ausnahme des entektischen Al-Cu-Gemischs, das 33 % Kupfer enthält und weder die niedrige Dichte noch die guten Korrosionswiderstands-Eigenschaften der Aluminiumlegierungen aufweist, kann superplastisch verformt werden. Der Erfindung liegt demgemäss die Aufgabe zugrunde, superplastisch verformbare Aluminiumlegierungen, ein Verfahren zur Herstellung derselben und Verwendungen dafür anzugeben.
209885/0953
Geraäss der vorliegenden Erfindung besteht eine superplastisch verformbare Aluminiumlegierung aus einer Aluminiumlegierung aus der Gruppe der nicht vergütbaren Aluminiumlegierungen, die zumindest 5 % Mg oder zumindest 1 % Zn enthalten, und aus der Gruppe der vergütbaren Aluminiumlegierungen, die eines oder mehrere der Elemente Cu, Mg, Zn, Si, Li und Mn in bekannten Kombinationen und Mengen und zumindest eines der Elemente Zr, Nb, Ta und Ni in einer Gesamtmenge von mindestens 0.30 % enthalten, die im wesentlichen in Form fester Lösungen vorliegen, wobei der Rest aus normalen Verunreinigungen und Beimengungen besteht, die üblicherweise den genannten Aluminiumlegierungen zugesetzt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung einer superplastisch verformbaren Aluminiumlegierung ist dadurch gekennzeichnet, dass alle Bestandteile der Aluminiumlegierung und wenigstens eines der genannten Elemente zusammen erhitzt werden. .
Ein Verfahren zur erfindungsgemässen Verwendung einer superplastisch verformbaren Aluminiumlegierung mit einer vorstehend beschriebenen Zusammensetzung zur Herstellung von Halbzeug ist durch das Giessen einer flüssigen. Legierung bei einer Temperatur von wenigstens 775 0C, damit in der gegossenen Legierung eine "Zellengrösse" nicht über 30 pm erzeugt wird, sowie durch die plastische Verformung der gegossenen Legierung bei einer Temperatur, die 550 0C nicht wesentlich übersteigt, gekennzeichnet. Unter "Zellengrösse" versteht man hierbei den Armabstand sekundärer Dendriten (secondary dendrite arm spacing). .
209885/0953
Die Erfindung erstreckt sich auch auf Gegenstände, die durch plastische Verformung einer Legierung mit der angegebenen Zusammensetzung erhalten werden.
In dieser Beschreibung werden alle auf die Elemente bezogenen Prozentwerte in Gewichtsprozent angegeben.
Mit 'Vergütbaren" Legierungen sind diejenigen Legierungsklassen gemeint, in denen die mechanischen Eigenschaften durch Ausscheidungshärtungsbehandlungen verbessert werden können, zum Beispiel Legierungen der Systeme Al-Cu, Al-Cu-Mg, Al-Mg-Si und Al-Zn-Mg.
Mit "nicht vergütbaren" Legierungen sind diejenigen Legierungsklassen gemeint, in denen die mechanischen Eigenschaften durch Ausscheidungshärtungsbehandlungen nicht wesentlich verbessert werden können, zum Beispiel Legierungen der Systeme Al-Mn1 Al-Mg und Al-Zn.
Von den Elementen Zr, Nb, Ta und Ni wird dem Zirkon (Zr) als Bestandteil der erfindungsgemässen Legierungen der Vorzug gegeben, da gefunden wurde, dass Niob (Nb), Tantal (Ta) und Nickel (Ni) bei der Induzierung des superplastischen Verhaltens in der Legierung weniger wirksam sind als Zirkon. Alle vier Elemente haben eine geringe Löslichkeit, einen hohen Temperaturkoeffizienten der Löslichkeit und diffundieren in Aluminium selbst bei so hohen Temperaturen wie 500 C nur sehr langsam. Wenn Zirkon allein als Legierungselement benutzt wird, wird es in Mengen von mindestens 0.30 %, vorzugsweise von mindestens 0.40 %, eingesetzt.
20988b/0953
Es wird angenommen, dass die Legierungen gemäss der Erfindung ihre superplastischen Eigenschaften dem Vorliegen einer übersättigten festen Lösung eines oder mehrerer der Elemente Zr, Nb, Ta und Ni in. einer Menge, die ausreicht um das Kornwachstum des Aluminiums zu begrenzen, verdankt, wobei bei der angewandten Warmverformungstemperatur eine feine sub-optische Ausscheidung entsteht, die die Bewegungen an den Korngrenzen einschränkt. Die Bildung einer derart feinen sub-optischen Ausscheidung wurde nachgewiesen in Zr-, Nb-, Ta- oder Ni-haltigen Legierungen, nicht dagegen in Cr- oder Mn-haltigen.
Es ist bereits bekannt, dass Zirkon in bestimmten Aluminiumlegierungen zur Kornverfeinerung der gegossenen Legierungen beiträgt und die Kornvergröberung in bearbeiteten Legierungen begrenzt. Jedoch beträgt die maximale Löslichkeit des Zirkons in flüssigem Zustand bei der peritektischen Temperatur ungefähr 0.11 % und normalerweise liegen Zusätze von , Zirkon zu Aluminiumlegierungen nicht über 0.20 %.
An Legierungen aus Reinaluminium und Zusätzen von 0.2 % und 0. 5 % Zirkon durchgeführte Versuche ergaben bei allen Prüftemperaturen im Bereich 350 0C bis 500 0C kein superplastisches Verhalten. Versuche haben weiter ergeben, dass sich eine Aluminium-Magnesium-Legierung nach Zirkonzusatz nicht superplastisch verformen lässt. Diese Versuche haben gezeigt, dass, damit eine Aluminiumlegierung superplastisch verformbar wird, nicht nur notwendigerweise ein langsam diffundierendes Element wie Zirkon zur Verfügung stehen muss, das sich während der Warmverformung aus übersättigter Lösung in Form fein dispergierter und relativ stabiler Teilchen in sekundärer Phase abscheidet, sondern auch ein oder mehrere zusätzliche
20 9885/095 3
Elemente, die Erholungserscheinungen inhibieren und die Legierung in ultrafeiner Kornstruktur kristallisieren lassen, beispielsweise durch Erniedrigung der hohen Stapelfehlerenergie des Aluminiums, wodurch das Eintreten einer dynamischen Rekristallisation während oder vor der Warmverformung ermöglicht wird.
Diese zusätzlichen Elemente schliessen Cu, Mg, Zn, Li und Si in solchen Kombinationen und Mengen ein, wie sie gewöhnlich in vergütbaren Aluminiumlegierungen eingesetzt werden, sowie Mg und Cu in solchen Kombinationen und Mengen, wie sie zur Herstellung nicht vergütbarer Legierungen der Systeme Al-Mg oder Al-Zn mit mindestens 5 % Mg bzw. mindestens 1 % Zn verwendet werden.
Besonders geeignete Kombinationen zusätzlicher Elemente sind z. B.:
a.
b.
c.
d.
Cu 1.75 bis 10
Mg O bis 2
Si O bis 1,5
Cu 2.5 bis 7
Mg O bis 0.5
Cu 3.5 bis 5.5
Mg 0.25 bis 1.25
Si 0.25 bis 1
Mn 0.25 bis 1
Zn 2 bis 8
Mg 0.75 bis 4
Cu 0 bis 2
209885/0953
θ- ; Ζη 3 bis 5. 5 %
Mg 1 bis 2 %
■■ Cu O bis O. 3 %
f. Zn 4 bis 7. 5 %
Mg 2 bis 3 %
Cu 1 bis 2
g. Si 0.4 bis 0.9 %
Mg 0.5 bis 1 %
h. Zn 1 bis 15 %, vorzugsweise 2-12 %
Mg O bis 0.5 % .
Cu O bis 0.5· %
i. Mg 5 bis 10 %, vorzugsweise min
destens 6 %
Cu O bis 0.5 %
Aus dem vorstehend Gesagten wird klar, dass die zusätzlichen Elemente der Gruppen h oder jL beim Legieren mit Aluminium nicht vergütbare Legierungen ergeben, während die zusätzlichen Elemente aller verbleibenden Kombinationen vergütbare Legierungen ergeben, wenn sie mit Aluminium legiert werden. Legierungen, die die zusätzlichen Elemente der Gruppe h enthalten, können zur Erzielung optimaler Ergebnisse einen höheren Verformungstemperaturbereich benötigen, beispielsweise bis zu 550 0C.
Es ist klar, dass die erfindungsgemässen Legierungen diejenigen Verunreinigungen enthalten können, die man normalerweise in vergütbaren und nicht vergütbaren Aluminiumlegie-
- 8 20988S/09S3
rungen findet, sowie eines oder mehrere der Nebenelemente, von denen bekannt ist, dass man sie Aluminiumlegierungen zusetzt. Zu diesen Nebenelementen gehören (in Gewichts%):
Ti O bis 0.2
B O bis 0.05
Be O bis 0.01
Cr O bis 0.2
Ge O bis 0.5
Cd O bis 0.25
Ag O bis 0.6
Pb O bis 0.6
Bi O bis 0.6
Metalle der Seltenen
Erden
O bis 0.25
und Mn O bis 0.4.
0.4, falls nicht als vorgeschriebener Bestand· teil enthalten.
Der Gesamtanteil der Legierungselemente der Kombinationen ji bis ;L soll vorzugsweise 10 % nicht überschreiten. Kleine Mengen der Nebenelemente, wie z. B. Ti, Cr und Mn, können in die vorstehend aufgeführten Mengen einbezogen werden, um die Gußstruktur zu beeinflussen oder die Rekristallisation während der abschliessenden Wärmebehandlung zu unterdrücken. Die Gesamtmenge dieser wahlfreien Nebenelemente soll rit Ausnahme von Pb und Bi 0.75 % nicht überschreiten. Zur Verbesserung der Bearbeitbarkeit der Legierungen können kleine Zusätze von Pb und/oder Bi in Mengen bis zu je 0.6 % und in einer Gesamtmenge bis zu 1 % erfolgen. Wenn die Legierung Pb und/oder Bi enthält, soll der Gesamtgehalt der Nebenelemente einschliesslich Pb und/oder Bi 1.25 % nicht überschrei· ten.
209885/0953
Die erfindungsgemässen Legierungen können in einigen Fällen nach längerem Glühen bei superplastischen Verformungstemperaturen unter isothermen Bedingungen superplastisch verformt werden. Als vorteilhaft hat sich jedoch ergeben, die Legierung rasch auf die superplastische Verformungstemperatür zu erhitzen und/oder die Temperatur während des Fortschreltens der Verformung ansteigen zu lassen. Unter letzteren Bedingungen wurden an Al-6%Cu-O.5%Zr-Legierungen Dehnbarkeitswerte zwischen 800 % und 1200 % erzielt, während diese vorher nach Glühen bei der Temperatur für plastische Verformung und isotherme Verformung nur Dehnbarkeitswerte zwischen 500 % und 700 % ergeben hatten. Die folgende Tabelle zeigt die durch die beiden Verformungstechniken an vier weiteren Legierungszusammensetzungen erhaltenen Unterschiede in den Ergebnissen zusammen mit isothermen Daten zweier weiterer Zusammensetzungen.
Tabelle A Dehnbarkeit bei der
Verformungsteraperatur
in %
Legierungs-
typ
Isothermer Rasches Er
Versuch nach hitzen und/
Glühen bei od. Tempera-'
entspr. Tem- turerhöhung
perätur während des
Versuchs
BA 733
BS L88
BS 2L70
AA 2219
Ungefähre Zu
sammensetzung +)
150 330
540
170 300
140 540
- 10 -
Al;4.5%Zn;O.8Mg
Al;6%Znj 3 %Mg;1.5
%Cu
Al;5%Cu;0.9%Si;
0.8%Mn;0.4%Mg
Al; 6.5%Cu; 0.3%Mn;
0.1 % V
209885/0953
BS M20 Al;
0.2
0.7%Mg; 0.6%Si; 200 288
BS M20 Al; 7%Mg 250
- Al; 10%Zn 600 -
Al; 3 %Zn 360
+) Mit Ausnahme des Zirkons, dessen ca.
0.5 %,bei der Al-Legierung mit 7 8 %
betrug.
Anteil jeweils
% Mg jedoch 0.
Alle Legierungen wurden von Temperaturen oberhalb 850 0C rasch gegossen.
Versuche, den Gehalt an gelöstem Zirkon in den Legierungen gemäss der Erfindung mit naßcliemischen Verfahren zu bestimmen, sind noch nicht zufriedenstellend verlaufen. Kin brauchbarer Gehalt kann jedoch sichergestellt werden, indem man von sehr viel höheren Temperaturen vergiesst als sie bei der Herstellung von Halbzeug aus Aluminium-Knetlegierungen üblich sind, in Verbindung mit einer rascheren Verfestigung der flüssigen Legierung. Während die Gußtemperaturen der bekannten Aluminium-Knetlegierungen im Bereich 665 C bis 725 0C liegen, wird eine Legierung gemäss der Erfindung bei Temperaturen im Bereich 775 0C bis 925 0C, vorzugsweise oberhalb 800 0C, gegossen. Für optimale Ergebnisse wird eine Giesstemperatur im Bereich 825 0C bis 900 0C bevorzugt, ähnlich werden, während die beim semikontinuierlichen direkten Kokillenguß erzielten normalen Erstarrungsgeschwindigkeiten eine mittlere Zellengrösse bzw. einen Armabstand sekundärer Dendriten von 40 bis 70 um ergeben, die Erstarrungsge-
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209885/0953
schwindigkeiten der erfindungsgejnässen Legierungen so ausgelegt, dass die mittlere Zellengrösse 30 um, vorzugsweise 25 ^m,- nicht überschreitet. Auf diese Weise stellt der erforderliche Mindestgehalt an gelöstem Zirkon, vermutlich 0.25 %, einen Überschuss von 0.2 % in bezug auf die Gleichgewichts löslichkeit des Zirkons bei 500 0C dar.
Falls erforderlich, kann der ungefähre Anteil des gelösten Zirkons in einer Legierung mit bekanntem Gesamtzirkongehalt mit Hilfe der HikrosondenanaIyse bestimmt werden. Andererseits kann mit Hilfe der optischen Mikroskopie rasch überprüft werden, ob ein wesentlicher Teil des Zirkons aus der Lösung ausgeschieden ist oder nicht, da die ZrAl3-Phase leicht zu erkennen ist.
Wenn die Legierung anstelle des Zr Nb oder Ta enthält, sind eine hohe Gießtemperatur und eine feine Zellengrösse erforderlich; mit Ni anstelle des Zr ist eine hohe Gießtemperatur nicht wesentlich.
Um die Aufrechterhaltung eines hohen Niveaus an übersättigtem Zirkon zu unterstützen, können die erfindungsgemässen Legierungen in bekannter Weise durch splat-Kühlung (splat cooling) oder Spritzguß oder durch Verdichten von geblasenem Pulver hergestellt werden.
Zur Erläuterung der Erfindung werden in den folgenden Beispielen Aluminiumlegierungen beschrieben, die Kupfer als wesentliches Legierungselement enthalten, darüber hinaus ggf. wie angegeben andere Legierungselemente.
- 12 -
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Für die Herstellung der Legierungen kann von normalem handelsüblichem Aluminium mit einer Mindestreinheit von 99.5 % ausgegangen werden. Günstigere Ergebnisse werden durch Begrenzung des Eisen- und Siliziumgehalts erzielt, d. h. durch Herstellen der Legierung aus hochreinem Aluminium mit einem Reinheitsgrad von ungefähr 99.85 %. Jedoch hat auch ein Metall mit einer Reinheit unter 99.5 % (z. B, 99,3 %) annehmbare Ergebnisse gebracht;
Bei vorgegebenem Reinheitsgrad werden die ungünstigen Effekte von Eisen und Silizium auf ein Minimum zurückgeführt, wenn beide in etwa äquiatoraaren Verhältnissen anwesend sind. So werden gleich gute Ergebnisse mit einem 99.8 %, reinen Aluminium erzielt, das Eisen und Aluminium in ausgeglichenen Atomverhältnissen enthält, wie mit 99.9 % reinem Aluminium, in dem das atomare Verhältnis zwischen Fe und Si 1 : 2 oder 2 : 1 beträgt. Ein atomares Verhältnis von 1 : 1 entspricht fast einem Gewichtsverhältnis von Fe : Si wie 2:1, das Gewichtsverhältnis Fe :. Si soll daher vorzugsweise zwischen 1.5 : 1 und 2.5 : 1 liegen.
Der Kupfergehalt liegt vorzugsweise im Bereich 2.5 % bis 7 % und besonders im Bereich 3.5 % bis 6.5 %. Zur Erzielung hoher Festigkeiten in den verformten oder gestalteten Gegenständen nach der sich anschliessenden vollen Wärmebehandlung in Kombination mit einer guten Walzbarkeit kann ein Kupfergehalt von 5.75 % bis 6.25 %~angewendet werden. Ein 7 % wesentlich übersteigender Kupfergehalt, beispielsweise bis zu 10 %, kann toleriert werden, wenn die Legierung eher stranggepresst als gewalzt werden soll oder vor dem Walzen stranggepresst werden kann.
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Kleinere Anteile einiger Elemente können toleriert werden oder zugesetzt werden um den entsprechenden Legierungen bestimmte Eigenschaften zu verleihen. Magnesium kann in Anteilen bis zu ungefähr 0.5 % zugesetzt werden; Mangan und Kadmium können beide in Mengen zugesetzt werden, die 0.25 % vorzugsweise nicht überschreiten, während kleine Mengen, zwischen 0 und 0.2' % eines oder mehrerer der kornverfeinernden Elemente Ti, Ta und Sc beigemischt werden können, um die Bildung einer feinkörnigen Gußstruktur zu unterstützen. Zur Regelung des Alterungsverhaltens kann auch Germanium in Mengen bis zu 0.5 % zugesetzt werden.
Zur Erzielung der Superplastizität scheint es erforderlich zu sein, dass die gegossene Legierung eine Mindestmenge an Zirkon in übersättigter fester Lösung enthält, sodass das Zirkon während des Warraverformungsprozesses für eine Ausscheidung in einer Weise zur Verfugung steht, die zur Erzeugung oder Beibehaltung einer sehr feinkörnigen Struktur mit einer mittleren Korngrösse unter 15 um, ähnlich der in anderen superplastischen Materialien, beiträgt. Dieser Mindestgehalt an gelöstem Zirkon wird nicht erreicht, wenn nicht der Gesaratgehalt an Zirkonmetall wenigsten 0.30 % und vorzugsweise wenigstens 0.40 % beträgt.
Zur Erzielung von superplastischera Verhalten sollte der Gehalt an Kupfer bevorzugt grosser sein als der Löslichkeit in fester Phase bei der Warmverformungstemperatur entspricht. So beträgt der erforderliche Mindestgehalt an Kupfer für eine Verformung bei Temperaturen von 400 - 425 0C etwa 2 %.
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2 098 85/09 5 3
-14- 223SIGt
Eine Warmverformung erfolgt im allgemeinen im Temperaturbereich 300 - 500 C, vorzugsweise im Bereich 350 - 475 °C.
Obgleich die niedrige Diffusionsgeschwindigkeit des Zirkons in Aluminium die Warmverformung der gegossenen Legierung durch Walzen oder Strangpressen in beträchtlichem Umfang ohne eine übermässige Ausscheidung des Zirkons aus der übersättigten Lösung erlaubt (die Möglichkeit für die nachfolgende superplastische Verformung beruht ja auf der Anwesenheit von überschüssigem Zirkon), sollte überflüssiges Erhitzen der Legierung vor der Warmverformung eindeutig ver-
mieden werden. Die Verformung sollte bei Temperaturen unterhalb denjenigen durchgeführt werden, bei denen die Aus-
o scheidung des Zirkons rasch erfolgt, d. h. im Bereich 300 C bis 500 0C. Falls erforderlich, kann das Gußmetall ohne Nachteil und zuweilen mit Vorteil für die endgültigen superplastischen Verformungseigenschaften vor der Warmverformung für einige Zeit bei Temperaturen im Bereich 300 0C bis 400 0C gehalten werden.
Die warmverformten Gegenstände können zur Entwicklung maximaler Festigkeitseigenschaften vergütet werden, z. B. können die Teile 40 Minuten bei 535 0C lösungsgeglüht, rasch abgeschreckt und danach für 6 Stunden bei 170 0C künstlich gealtert (ausscheidungsgehärtet) werden. Andererseits können die Gegenstände, wenn auch mit einigen Einbußen bezüglich ihrer endgültigen Eigenschaften, auch nach der Warmverformung rasch abgeschreckt und danach künstlich gealtert werden.
Die Legierungen sind schmelzschweissbar, vorausgesetzt, dass ihr Magnesiumgehalt etwa 0.25 % nicht wesentlich übersteigt.
- 15 -
20988 5/0953
Aus hochreinem Aluminium hergestellte Legierungen können chemisch geglänzt und eloxiert oder anderen Arten der dekorativen anodischen Behandlung unterworfen werden. Für anodisches Glänzen soll der Kupfergehalt zweckmässig ungefähr 2.5 % betragen, der Gesamtgehalt an Eisen und Silizium sollte 0.2 % nicht überschreiten. Andererseits können die Legierungen zur Verbesserung ihrer Korrosionswiderstandsfähigkeit plattiert werden, z. B. mit reinem Aluminium.
Infolge ihres superplastischen Verhaltens können die Legierungen durch einige Minuten lange Einwirkung von Luftdruck auf die auf eine Temperatur im Bereich 300 0C bis 500 0C erhitzte Legierung in komplexe Formen mit spitzen Winkeln verformt werden.
Es wird auf die nachstehenden spezifischeren Beispiele und Versuche verwiesen.
Beispiel 1
Um den Einfluss des Zirkons auf die superplastischen Eigenschaften von Al-6%Cu-Zr-Legierungen zu demonstrieren, wurden, wie in Tabelle B angegeben, Schmelzen mit unterschiedlichen Zirkon-Gehalten hergestellt und in flache Gußformen gegossen. Die gegossene Legierung wurde dann bei ungefähr 300 C gewalzt, bei 450 0C geglüht und bei dieser Temperatur gedehnt, um damit einen Verformungsprozess zu simulieren. Fliesswiderstandswerte wurden zur Bestimmung der m-Werte bei verschiedenen Dehnungsgeschwindigkeiten im Bereich 6.7XlO-5SeC"1 bis 2.3xlO""^sec~l gemessen, wora-uf die Proben mit 2.54 mm/min, bis zum Bruch gedehnt wurden. Die erhaltenen Ergebnisse werden in Tabelle B aufgeführt.
- 16 -
209886/0953
Tabelle B Gesamtgehalt an
Zirkon (Gew.-%)
Maximaler
m-Wert
% Dehnung
0 0.21 127
0.20 0.13 88
0.26 0.26 154
0.33 0.40 438
0.42 0.38 612
0.52 0.42 315
Kriterien für super
plastisches Verhalten
^ 0.30 -^200
Der Tabelle B kann entnommen werden, dass für superplastic sches Verhalten ein Gesamtgehalt an Zirkon von mindestens ca. 0.3 % erforderlich ist.
Beispiel 2
In einer Reihe von Ausbeulversuchen wurden einige 0.762 mm starke Bleche der Zusammensetzung Al-6%Cu-0.4%Zr bei Temperaturen von 440 0C und 455 0C mit Hilfe von Druckluft so durch eine offene kreisförmige Form geblasen, dass eine frei· tragende Ausbeulung gebildet würde, wie in den Ergebnissen der Tabelle C gezeigt wird.
- 17 -
2 09885/09 53
1S Tabelle C Verhältnis - Angewandte
Verformungs- Angewandter Höhe durch Zeit (min)
temperatur Druck (kg/cm2) messer der
ro Ausbeulung
t
0.515
7.3
440 5.08 0.515 3.7
455 5.08
In anderen Versuchen wurden Bleche der Legierung gemöss der Erfindung superplastisch dadurch in komplexe scharfeckige Gebilde verformt, dass das Blech jeweils mit Hilfe von Pressluft in eine Matrize der gewünschten Form getrieben wurde. Bei grossen Yferkstücken ist der erforderliche Luftdruck geringer; beispielsweise wurden vertiefte Werkstücke mit einer
Pressfläche von 18.6 1.4 kg/cm2 geblasen.
mit so niedrigen Drucken wie
Beispiel 3
In anderen Versuchen wurde eine Legierung dsr Zusammensetzung Al-6%Cu-0.5%Zr gewalzt und bei 400 0C mit einer Geschwindigkeit von 1,27 mm/min um 200 % isotherm verformt. Zugversuche mit den in der Tabelle D gezeigten Ergebnissen wurden an Proben durchgeführt, die von den verformten Legierungen und auch nach vollständiger Vergütung der verformten Legierungen erhalten worden waren.
18 -
2Ü9885/0953
2235138
Tabelle D Bedingungen Festigkeitseigenschaften bei
Raumtemperatur
Zerreiß
festigkeit
MNm-2
(tsl)
% Deh
nung
(bei
50mm)
Meßlän
ge
Härte
HV
Wie verformt
Nach vollständiger
Vergütung; 40 min.
bei 525 0C, Abschrek-
ken in Wasser, 6 Std.
bei 170 oc
0.1%-Dehn-
grenze
MNm-2(tsI)
190
(12.3)
437
(28.3)
16
12
62
140
99.(6.4)
304
(19.7)
Hieraus kann ersehen werden, dass eine Legierung gemäss der Erfindung derart superplastisch verformt und anschliessend vergütet werden kann, dass sie sehr attraktive Festigkeitseigenschaften aufweist. Durch Abwandlung des Aushärtungsprogramms können sogar noch höhere Festigkeitswerte bei einem gewissen Rückgang der Dehnung erzielt werden. Die Legierung hat darüber hinaus eine hohe Kriechfestigkeit und eine hohe Dauerfestigkeit.
Ein weiterer Vorteil der hier diskutierten Al-Cu-Legierungen liegt darin, dass das superplastische Verhalten nicht
auf einen engen Temperaturbereich beschränkt ist. Typische
- 19 -
209885/0953
ORIGINAL fNSPECTED
Ergebnisse zweier Legierungsgüsse werden in Tabelle Έ gezeigt.
Tabelle E Verformungs-
temperatur
(°C)
Maximaler
m-Wert
%Dehnung
!
Guß j
Nr.. ι
i
Zusammensetzung
;
i
Al-6%Cu-O.52%Zr j 400
0.45 210
ι
3
ι i
ί 425 0.45 300
ί 450 0.42 , 320
Äi-6%Cu-O.5Ö%Zr j 400 0.41 410
2 ! 425 0.41 300
0.40 250
450
Der Effekt von Titan- oder Chromzusätzen anstelle des Zirkons zu einer Al-6%Cu-Legierung ist untersucht worden , jedoch wurde auch mit vielen zehntel Prozent Cr und/oder Ti im Walzmetall bestenfalls die Grenze des superplastischen Verhaltens erreicht. Es hat daher den 'Anschein, als ob ein Zusatz, der das Korn der Gußstruktur verfeinert oder das Kornwächstum nach einer Wärmebehandlung zurückdrängt, nicht ausreicht und dass die Bewerkstellxgung beider Funktionen durch zwei Zusätze ebenfalls nicht ausreicht, Superplastizi· tat bei Fehlen der feinen sub-optischen Ausscheidung, wie sie mit Zr, Nb, Ta und Ni, nicht jedoch durch Cr und Mn hervorgerufen wird, zu erzeugen.
- Patentansprüche -
- 20 -
209885/0953

Claims (25)

- 20 - 2.2.3 515 Patentansprüche
1. Superplastisch verformbare Aluminiumlegierung, bestehend aus einer Aluminiumlegierung aus der Gruppe der nicht vergütbaren Aluminiumlegierungen, die mindestens 5 % Mg oder mindestens 1 % Zn enthalten, und der vergütbaren Aluminiumlegierungen, die eines oder mehrere der Elemente Cu, Mg, Zn, Si, Li und Mn in bekannten Kombinationen und Mengen enthalten, sowie mindestens eines der Elemente Zr, Nb, Ta und Ni in einer Gesamtmenge von 0.30 %, das im wesentlichen vollständig in fester Lösung vorliegt, während der Rest aus normalen Verunreinigungen und aus Nebenelementen besteht, wie sie üblicherweise in die genannten Aluminiumlegierungen eingearbeitet werden.
2. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, enthaltend
1.75 bis 10 Gew.-% Cu
0 bis 2 Gew.-% Mg
0 bis l,5Gew.-% Si.
3. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, enthaltend
2.5 bis 7 Gew.-% Cu
0 bis 0.5 Gew.-% Mg.
4. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die normalen Verunreinigungen Eisen und Silizium umfassen, wobei der Eisengehalt das 1.5-bis 2.5-fache Gewicht des Siliziumgehalts ausmacht.
- 21 -
20988B/095 3
5. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, enthaltend
3.5 bis 5.5 Gew.% Cu 0.25 bis 1.25 Gew.% Mg 0.25 bis 1 Gew.% Si 0.25 bis 1 Gew.% Mn.
6. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, enthaltend
2 bis 8 Gew.% Zn 0.75 bis 4 Gew.% Mg 0 bis 2 Gew.% Cu.
7. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, enthaltend
3 bis 5.5 Gew.% Zn 1 bis 2 Gew.% Mg 0 bis 0.3 Gew.% Cu.
8. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, enthaltend
4 bis 7.5 Gew.% Zn 2 bis 3 Gew.% Mg 1 bis 2 Gew.% Cu.
9. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, enthaltend
0.4 bis 0.9 Gew.% Si 0.5 bis 1 Gew.% Mg.
- 22 -
209885/09 ORIGINAL INSPECTED
10. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch enthaltend
1 bis 15 Gew.% Zn
0 bis 0.5 Gew.% Mg
0 bis 0.5 Gew.% Cu.
11. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 1, enthaltend
5 bis 10 Gew.% Mg
0 bis 0.5 Gew.% Cu.
12. Superplastische Aluminiumlegierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens 0.30 % Zr enthält.
13. Superplastische Aluminiumlegierung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens 0.40 % Zr enthält.
14. Superplastische Aluminiumlegierung nach einem der vor· hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eines oder mehrere der folgenden Nebenelemente in einer Gesamtmenge bis zu 1.25 % Gewichts% enthält:
Ti 0 bis 0.2
B 0 bis 0.05
Be 0 bis 0.01
Cr 0 bis 0.2
- 23 -
209885/0953
Ge O bis 0.5 Cd 0 bis 0,25 Ag O bis 0.6 Pb O bis 0.6 Bi O bis 0.6 Metalle der Seltenen Erden 0 bis 0.25
und Mn 0 bis 0.4, falls nicht als
vorgeschriebener Bestandteil enthalten.
15. Verfahren zur Herstellung einer superplastisch verformbaren Aluminiumlegierung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Bestandteile der Aluminiumlegierung und wenigstens eines der genannten Elemente zusammen erhitzt werden.
16. Verfahren zur Verwendung einer superplastisch verformbaren Aluminiumlegierung mit einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zur Herstellung von Halbzeug, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssige Legierung bei einer Temperatur von wenigstens 775 C gegossen wird, wobei in der gegossenen Legierung eine Zellengrösse nicht über 30 um erzeugt wird, und die gegossene Legierung bei einer Temperatur plast:
wesentlich übersteigt.
einer Temperatur plastisch verformt wird, die 550 0C nicht
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung bei einer Temperatur zwischen 775 0C und 925 0C gegossen wird.
- 24 -
209885/0953
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung bei einer Temperatur oberhalb 800° C gegossen wird.
19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung bei einer Temperatur im Bereich 825° C bis 900 C gegossen wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die gegossene Legierung bei einer Tempe
wird.
Temperatur im Bereich 300° C bis 500° C plastisch verformt
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die gegossene Legierung bei einer Temperatur im Bereich 350° C bis 475° C plastisch verformt wird.
22. Verwendung einer Legierung nach einem der Ansprüche bis 12 zur Herstellung eines Gegenstandes durch plastische Verformung.
23. Verwendung einer Legierung nach einem der Ansprüche
1 bis 12 zur Herstellung eines Gegenstandes durch plastische Verformung, dessen Mikrostruktur aus gerichtetem Korn mit einem mittleren Durchmesser unter 15 um besteht.
24. Verwendung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet,
daß der hergestellte Gegenstand eine 0.2%-Dehngrenze von
2
mindestens 23.6 kg/mm und eine Zerreißfestigkeit von
ο
mindestens 31,5 kg/mm aufweist.
25. Verwendung einer Legierung nach einem der Ansprüche 3, 5, 7, 10 und 11, die Eisen und Silizium als normale Verunreinigungen in solchen Mengen enthält, daß ihr Gesamtgehalt 0.20 % nicht übersteigt zur Herstellung eines Gegenstandes durch plastische Verformung, der einer Behandlung zur Oberflächenaufhellung unterzogen wurde.
209885/0953
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