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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft nicht-steroidale Verbindungen, die
als selektive Modulatoren eines Steroidrezeptors fungieren (z. B.
Agonisten, partielle Agonisten und/oder Antagonisten), insbesondere
den Glukokortikoidrezeptor. Die vorliegende Erfindung liefert ebenfalls
pharmazeutische Zusammensetzungen, welche diese Verbindungen enthalten
und die zur Behandlung von Tieren eingesetzt werden, die eine Therapie mit
Glukokortikoidrezeptor-Agonisten und/oder -Antagonisten benötigen. Glukokortikoidrezeptor-Modulatoren sind
bei der Behandlung von Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Entzündungen
und anderen weiter unten beschriebenen Zuständen wirksam. Die vorliegende
Erfindung liefert ebenfalls Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Nukleäre Rezeptoren
werden klassischerweise als Gruppe ligandenabhängiger Transkriptionsfaktoren
definiert, die als Antwort auf eine Ligandenbindung aktiviert werden
(R.M. Evans, 240 Science, 889 (1988)). Zu dieser Gruppe gehören die
folgenden Rezeptoren: Glukokortikoid-, Mineralokortikoid-, Androgen-, Progesteron- und Estrogenrezeptor.
Natürlich
vorkommende Liganden für
diese Rezeptoren sind niedrig-molekulare Moleküle, die sowohl die Gesundheit
wie auch viele Krankheiten bedeutend beeinflussen. Ein Überschuss
oder Mangel dieser Liganden kann tiefgreifende physiologische Auswirkungen
haben. So führt
beispielsweise ein Glukokortikoidüberschuss zum Cushing-Syndrom,
während
ein Glukokortikoidmangel zu Morbus Addison führt.
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Glukokortikoidrezeptoren
(GR) findet man in auf Glukokortikoide ansprechenden Zellen, wo
sie in inaktiver Form im Cytosol vorliegen, bis sie durch einen
Agonisten stimuliert werden. Bei Stimulierung transloziert der Glukokortikoidrezeptor
zum Zellkern, wo er spezifisch mit DNA und/oder Proteinen interagiert
und die Transkription in einer auf Glukokortikoide ansprechenden
Weise reguliert. Zwei Beispiele von Proteinen, die mit dem Glukokortikoidrezeptor
interagieren, sind die Transkriptionsfaktoren API und NFκ-B. Diese
Interaktionen führen
zu einer Inhibierung der durch API und NFκ-B vermittelten Transkription
und man nimmt an, dass dadurch die antiinflammatorische Aktivität endogen
verabreichter Glukokortikoide zustande kommt. Darüber hinaus
können
Glukokortikoide auch unabhängig
von der nukleären
Transkription physiologische Effekte ausüben. Zu den biologisch relevanten
Glukokortikoidrezeptor-Agonisten gehören Kortison und Kortikosteron.
Es gibt zahlreiche synthetische Glukokortikoidrezeptor-Agonisten,
darunter ach Dexamethason, Prednison und Prednisolon. Glukokortikoidrezeptor-Antagonisten
binden an den Rezeptor und verhindern die Anbindung von Glukokortikoidrezeptor-Agonisten
sowie die dadurch bewirkte Auslösung
durch GR vermittelter Reaktionen, einschließlich der Transkription. RU486
ist ein Beispiel eines nicht-selektiven Glukokortikoidrezeptor-Antagonisten.
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Das
U.S. Patent Nr. 3,683,091 beschreibt Phenanthren-Verbindungen, insbesondere
Di-7-hydroxy- oder -methyl-2,3,4,4a,9,10-hexahydrophenanthren-2-on
und 4a-Alkylderivate, hydrogenierte Derivate, funktionelle Derivate
und deren optisch aktive Isomere, die spezifisch als Anti-Aknetherapeutika
wirksam sind.
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Die
Japanische Patentanmeldung, Publikation Nr. 45014056, publiziert
am 20. Mai 1970, beschreibt die Herstellung von 1,2,3,4,9,10,11α,12-octahydro-7-methoxy-12β-butylphenantren-2-ol
und dessen Derivate, die als antiandrogene und antianabole Arzneistoffe
wirksam sind.
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Die
Japanische Patentanmeldung, Publikation Nr. 6-263688, publiziert
am 20. September 1994, beschreibt Phenantren-Derivate, die Interleukin-1
(IL-1)-Inhibitoren sind. Es beschreibt ebenfalls deren Herstellung
und Zwischenprodukte des Verfahrens. Die Internationale Patentanmeldung,
Publikation Nr. WO 95/10266, publiziert am 20. April 1995, beschreibt
die Herstellung und Formulierung von Phenanthrenderivaten als Stickstoffmonoxid-Syntheseinhibitoren.
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Die
Japanische Patentanmeldung, Publikation Nr. 45-36500, publiziert
am 20. November 1970, beschreibt eine Methode zur Darstellung optisch
aktiver Phenanthrenderivate, die als antiandrogene Wirkstoffe eingesetzt
werden können.
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Die
Europäische
Patentanmeldung, Publikation Nr. 0 188 396, publiziert am 23. Juli
1986, beschreibt substituierte Steroidverbindungen, Verfahren und
Zwischenprodukte ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung und pharmazeutische
Zusammensetzungen, in denen sie enthalten sind. Für diese
Produkte wird eine antiglukokortikoide Aktivität beschrieben, einige besitzen
auch glukokortikoide Aktivität.
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C.F.
Bigge et al., J. Med. Chem. 1993, 36, 1977–1995, beschreiben die Synthese
und pharmakologische Auswertung einer Reihe von Octahydrophenanthrenaminen
und deren heterozyklischen Analogen als potentielle, nicht-kompetitive
Antagonisten des N-Methyl-D-aspartat-Rezeptorkomplexes.
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P.R.
Kanjilal et al., J. Org. Chem. 1985, 50, 857–863, beschreibt synthetische
Studien zur Herstellung von komplexen Diterpenoiden.
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G.
Shina et al., J. Chem. Soc. Perkin Trans I (1983), (10), 2519–2528, beschreiben
die Synthese der isomeren überbrückten Diketone
cis-3,4,4a,9,10,10a-hexahydro-1,4a-ethanophenanthren-2(1H),
12-dion und trans-3,4,4a,9,10,10a-hexahydro-3,4a-ethanophenanthren-2(1H),
12-dion mittels hoch regioselektiver intramolekularer Aldolkondensationen
durch die stereochemisch definierten cis- und trans-2,2-ethylendioxy-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydrophenanthren-4a-ylacetaldehyde.
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U.R.
Ghatak, M. Sarkar und S.K. Patra, Tetrahedron Letters Nr. 32, S.
2929–2931,
1978, beschreiben ein einfaches, stereospezifisches Verfahren, das
polyzyklische Zwischenprodukte mit überbrückten Ringen liefert, die bei
der Herstellung einiger komplexer Diterpenoide verwendet werden
können.
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P.N.
Chakrabortty et al., Indian J. Chem. (1974), 12(9), 948–55, beschreiben
die Synthese von 1α-Methyl-1β,4aβ-dicarboxy-1,2,3,4,4a,9,10,10aβ-octahydrophenanthren,
einem Zwischenprodukt bei der Synthese von Diterpenoiden und Diterpenalkaloiden
und von 1β-4aβ-Dicarboxy-1,2,3,4,4a,9,10,10aαoctahydrophenanthren.
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E.
Fujita et al.. J. Chem Soc., Perkin Trans I (1974), (1), 165–77, beschreiben
die Herstellung von Enmein aus 5-Methoxy-2-tetralon über das
Enantiomer 3-β,2-Epoxy-3-methoxy-17-norkauran-6α,16α-diol.
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H.
Sdassi et al., Synthetic Communicatons, 25(17), 2569–2573 (1995)
beschreiben die enantioselektive Synthese von (R)-(+)-4a-Cyanomethyl-6-methoxy-3,4,9,10-tetrahydrophenanthren-2-on,
welche ein wichtiges Zwischenprodukt bei der Morphinansynthese ist.
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T.
Ibuka et al., Yakugaku Zasshi (1967), 87(8), 1014–17, beschreiben
Alkaloide der Gattung Menispermaceen.
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Das
Japanische Patent 09052899, publiziert am 25. Februar 1997, beschreibt
Diterpen- oder Triterpenderivate, die Leukotrienantagonisten sind
und durch Extraktion aus Trypterygium wilfordii zu therapeutischen
Zwecken gewonnen werden.
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Das
U.S. Patent Nr. 5,696,127 beschreibt nicht-steroidale Verbindungen
wie z. B. 5H-Chromeno[3,4-f]Chinoline, die selektive Modulatoren
der Steroidrezeptoren sind.
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Das
U.S. Patent Nr. 5,767,113 beschreibt synthetische Steroidverbindungen,
die verwendet werden, um gleichzeitig glukokortikoidinduzierte Antworten
zu aktivieren und eine Resistenz gegen eine Vielzahl von Arzneimitteln
zu reduzieren.
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Die
publizierte Europäische
Patentanmeldung, Publikation Nr. 0-683 172, publiziert am 11. November 1995,
beschreibt 11,12-Biphenyl-19-norpregnanderivate mit antiglukokortikoider
Aktivität,
die bei der Behandlung und Prävention
glukokortikoidabhängiger
Krankheiten eingesetzt werden können.
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D.
Bonnet-Delpon et al., Tetrahedron (1996), 52(1), 59–70, beschreiben
CF3-substituierte
Alkene als geeignete Partner bei Diels-Alder-Reaktionen mit Danishefskys
Dien und in 1,3-dipolaren Zykloadditionen mit Nitronen und nichtstabilisierten
Azomethin-Yliden.
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Die
Internationale Patentanmeldung, Publikation Nr. WO 98/26783, publiziert
am 25. Juni 1998, beschreibt die Verwendung von Steroidverbindungen
mit antiglukokortikoider Aktivität,
mit Ausnahme von Mifepriston, zur Herstellung von Arzneimitteln
zur Prävention
oder Behandlung von Psychosen oder Suchtkrankheiten.
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Die
Internationale Patentanmeldung, Publikation Nr. WO 98/27986, publiziert
am 2. Juli 1998, beschreibt Methoden der Behandlung des nicht-insulinabhängigen Diabetes
Mellitus (NIDDM) oder Typ II Diabetes durch Verabreichung einer
Kombination von Behandlungswirkstoffen, die Typ I Glukokortikoidrezeptoragonistische
und Typ II-Glukokortikoidrezeptor-antagonistische Aktivität besitzen.
Ebenso beschrieben werden Wirkstoffe wie Steroidverbindungen, die
Aktivität
sowohl als Typ I-Glukokortikoidrezeptor-Agonisten wie auch als Typ
II-Glukokortikoidrezeptor-Antagonisten
zeigen.
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Die
Internationale Patentanmeldung, Publikation Nr. WO 98/31702, publiziert
am 23. Juli 1998, beschreibt 16-Hydroxy-11-(substituierte phenyl)-estra-4,9-dienderivate, die
bei der Behandlung oder Prophylaxe glukokortikoidabhängiger Krankheiten
und Symptome eingesetzt werden.
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Laut
der publizierten Europäischen
Patentanmeldung 0-903 146, publiziert am 24. März 1999, hat sich das Steroid
21-Hydroxy-6,19-Oxidoprogesteron (21OH-6OP) als selektives Antiglukokortikoid
erwiesen und wird zur Behandlung von Krankheiten, die mit einem Überschuss
an Glukokortikoiden im Körper
einhergehen, wie z. B. Cushing-Syndrom oder Depression, verwendet.
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J.A.
Findlay et al., Tetrahedron Letters Nr. 19, S. 869–872, 1962,
beschreiben Zwischenprodukte bei der Synthese von Diterpenalkaloiden.
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Die
publizierte Deutsche Patentanmeldung
DE
19856475 , publiziert am 31. Mai 2000, beschreibt die Herstellung
von N-Heterozyklyl-α-hydroxyalkanamiden
und Analogen als Glukokortikoidrezeptor-Liganden.
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Die
Internationale Patentanmeldung, Publikationen Nr. WO 99/41256 und
Nr. WO 99/41257, publiziert am 19. August 1999, beschreiben Benzopyran[3,4-f]Chinolinderivate
als Glukokortikoidrezeptor-Modulatoren, die bei der Behandlung von
z. B. Entzündungen,
Immun- und Autoimmunkrankheiten verabreicht werden können.
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Die
Internationale Patentanmeldung, Publikation Nr. WO 00/06137, publiziert
am 10. Februar 2000, beschreibt 4-Aminotriphenylmethanderivate,
die selektive Glukokortikoidrezeptor-Liganden sind.
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Die
Internationale Patentanmeldung, Publikation Nr. WO 99/33786, publiziert
am 8. Juli 1999, beschreibt Triphenylpropylamin- und Triphenylzyklopropylaminderivate
als antiinflammatorische Verbindungen.
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Die
Internationale Patentanmeldung, Publikation Nr. WO 99/63976, publiziert
am 16. Dezember 1999, beschreibt den Einsatz eines spezifischen,
leberselektiven Glukokortikoidantagonisten, {3,5-Dibromo-4-[5-isopropyl-4methoxy-2-(3-methylbenzoyl)-phenoxy]phenyl}-essigsäure zur
Herstellung einer pharmazeutischen Zubereitung zur Diabetesbehandlung.
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Die
Internationale Patentanmeldung, Publikation Nr. WO 00/07972, publiziert
am 17. Februar 2000, beschreibt Glukokortikoid- und Schilddrüsenrezeptor-Liganden,
die bei der Behandlung und Prävention
von Krankheiten verabreicht werden können, die mit metabolischen
Dysfunktionen, wie z. B. Diabetes, einhergehen.
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Glukokortikoidrezeptor-Modulatoren
werden in der Internationalen Patentanmeldung PCT/IB00/00366, eingereicht
am 27. März
2000 (W000/66522, publiziert am 9. November 2000), beschrieben und
dem Rechtsinhaber dieser Anmeldung übertragen.
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Obwohl
Glukokortikoidrezeptor-Therapien aus dem Stand der Technik bekannt
sind, besteht auf diesem Gebiet ein kontinuierlicher Bedarf für und eine
kontinuierliche Suche nach selektiven Glukokortikoiderezeptor-Therapien.
Daher ist die Identifizierung von nicht-steroidalen Verbindungen,
die für
einen oder mehrere Steroidrezeptoren spezifisch sind, jedoch reduzierte
oder keine Kreuzreaktivität
gegenüber
anderen Steroiden oder intrazellulären Rezeptoren zeigen, in diesem
Gebiet von großer
Bedeutung.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung liefert Verbindungen der Formel I
oder pharmazeutisch akzeptable
Salze dieser Verbindungen;
worin R
1 a)
-(C
1-C
6)-Alkyl-,
wahlweise substituiert durch -CF
3, b) -C≡C-CH
3, c) C≡C-Cl,
d) -C≡C-CF
3, e) -CH
2O-(C
1-C
4)-Alkyl wahlweise
substituiert durch -CF
3 oder f) -CF
3 ist;
R
2 a)
-(C
1-C
5)-Alkyl-,
b) -(C
1-C
5)-Alkenyl-
oder c) Phenyl ist, wahlweise substituiert durch einen der folgenden Reste:
-OH, -NR
8R
9, -NR
8-C(O)-(C
1-C
4)-Alkyl, -CN, -Z-Het, -O-(C
1-C
3)-Alkyl-C(O)-NR
8R
9, -NR
8-Z-C(O)-NR
8R
9, -Z-NR
8-SO
2-R
9,
-NR
8-SO
2-Het, -O-C(O)-(C
1-C
4)-Alkyl oder
-O-SO
2-(C
1-C
4)Alkyl;
Z ist darin in jedem Molekül unabhängig von
anderen Faktoren stets ein C
0-C
4-Alkylrest;
R
3 ist a)-(C
1-C
6)-Alkyl-, b) -Z-NR
4R
5 oder c) -Z-Het;
R
4 und
R
5 sind jeweils unhabhängig voneinander a) Wasserstoff
oder b) -(C
1-C
3)-Alkyl;
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Het
ist ein wahlweise substituierter 5-, 6- oder 7-gliedriger, gesättigter,
teilweise gesättigter
oder ungesättigter
heterozyklischer Ring mit 1 bis 3 Heteroatomen, die aus der Gruppe
umfassend Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel ausgewählt wurden,
der ebenfalls eine beliebige bizyklische Gruppe enthält, in der
einer der obigen heterozyklischen Ringe an einen Benzolring oder
einen weiteren heterozyklischen Ring annelliert ist; und der wahlweise
durch ein bis drei R6-Reste substituiert
ist;
R6 ist ein a)-(C1-C6)-Alkylrest, wahlweise durch ein bis drei
R7-Reste substituiert, b) ein -Z-NR8R9- oder ein -Z-C(O)-NR8R9-Rest;
R7 ist in jedem Molekül unabhängig von anderen Faktoren einer
der folgenden Reste: a) Halo, b) -OH, c) Oxo oder d) -O(C1-C6)-Alkyl;
R8 und R9 sind in
jedem Molekül
unabhängig
voneinander a) -H oder b) (C1-C3)-Alkyl; oder R8 und R9 bilden Het
zusammen mit N;
n ist eins bis drei;
vorausgesetzt, dass:
1)
wenn R1 -C≡C-CH3 ist,
R2 ein Phenylrest ist und n eins ist, dann
ist R3 ein anderer Rest als -CH2-N(CH3)2, -(CH2)2-N(CH3)2, -CH2-Piperidinyl
oder -(CH2)2-Morpholinyl;
2)
wenn R1-(CH2)2-CH3 ist, R2 ein Phenylrest ist und n eins ist, dann
ist R3 ein anderer Rest als -t-Butyl oder 3,5,-Dimethyl-4-isoxazolyl.
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Die
vorliegende Erfindung liefert insbesondere Verbindungen der Formel
II
oder ein pharmazeutisch
akzeptables Salz der genannten Verbindung, worin R
1 -(C
1-C
6)-Alkyl ist, wahlweise substituiert durch
-CF
3, b) -C≡C-CH
3,
c) -CF
3 oder -CH
2O-(C
2-C
4)-Alkyl und n eins oder zwei ist.
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Insbesondere
liefert die vorliegende Erfindung solche Verbindungen, in denen
R1 a) -CH2-CH2-CH3, b) -C≡C-CH3 oder c) -CF3 und
n eins ist Die Erfindung betrifft insbesondere Verbindungen, worin
R1 a) -CH2-CH2-CH3 oder b) -CF3 ist.
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Die
vorliegende Erfindung liefert insbesondere Verbindungen, worin R3 -(C1-C2)-Alkyl-NR4R5 ist; R4 und R5 sind unabhängig voneinander
1) Methyl, b) Ethyl, c) Propyl oder d) Isopropyl. Darüber hinaus
liefert die vorliegende Erfindung Verbindungen, worin R3-(C1-C2)-Alkyl-NR4R5 ist; R4 und R5 sind jeweils
unabhängig
voneinander 1) Methyl oder b) Ethyl.
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Die
vorliegende Erfindung liefert insbesondere solche Verbindungen,
worin R3-(C0-C2)-Alkyl-Het- ist; Het ist: a) Morpholinyl,
b) Pyrrolidinyl c) Piperidinyl, d) Piperazinyl, e) Hexahydro-azepinyl,
f) Azabizyclo[2.2.2]oct-3-yl, g) Azabizyclo[3.2.1]oct-3-yl, h) 3,6-Diazabizyclo[3.1.1]heptyl-,
i) 2,5-Diazabicyclo[2.2.1]heptyl,
j) 1,2,5,6-Tetrahydro-pyridinyl, k) Azetidinyl l) 1,4-Diazabizyclo[3.2.2]nonanyl,
m) 3,6-Diazabizyclo[3.2.2]nonanyl, n) Octahydropyrido[1,2-a]pyrazinyl
oder o) Hexahydro-1,4-diazepinyl; die obigen Het-Gruppen sind wahlweise
durch ein oder zwei R6 substituiert; R6 ist in jedem Fall unabhängig von anderen Faktoren a)
Methyl, b) Ethyl oder NR8R9;
R8 und R9 sind jeweils
unabhängig
voneinander Methyl oder Ethyl. Darüber hinaus liefert die vorliegende
Erfindung Verbindungen, in denen R3 -(C0-C)-Alkyl-Het und Het einer der folgenden
Reste ist: a) Morpholinyl, b) Piperidinyl, c) 1,2,5,6-Tetrahydro-pyridinyl,
d) Azetidinyl oder e) Pyrrolidinyl; die obigen Het-Gruppen sind
wahlweise durch ein oder zwei R6 substituiert;
R6 ist in jedem Molekül unabhängig von anderen Faktoren a)
Methyl oder b) Ethyl.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenfalls Verbindungen der Formel
I, worin R1 a) -CH2-CH2-CH3, b) -C≡C-CH3, c) -CF3 ist; R2 a) Methyl, b) Ethyl c) Propyl, d) Ethenyl
oder e) Propenyl ist; R3 -(C1-C2)-Alkyl-NR4R5 ist; R4 und R5 sind unabhängig voneinander a) Methyl
und b) Ethyl und n ist eins.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenfalls Verbindungen der Formel
I, worin R1 a) -CH2-CH2-CH3, b) -C≡C-CH3, c) -CF3 ist; R2 ist a) Methyl, b) Ethyl c) Propyl, d) Ethenyl
oder e) Propenyl ist; R3 -C0-C2-Alkyl-Het ist; Het a) Morpholinyl, b) Piperidinyl-
oder c) Pyrrolidinyl- ist; die obigen Heterogruppen sind wahlweise
mit einem oder zwei R6-Resten substituiert.
R6 ist in jedem Molekül unabhängig von anderen Faktoren ein
a) Methyl- oder b) Ethylrest; n ist eins.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenfalls Verbindungen, die bei der
Behandlung von durch Glukokortikoidrezeptoren vermittelten Krankheiten
oder Zuständen
beim Säugetier
wirksam sind, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung nach Anspruch 1 oder eines pharmazeutisch
akzeptablen Salzes dieser Verbindung an das Säugetier. Die Verbindungen sind
insbesondere wirksam bei der Behandlung von durch Glukokortikoidrezeptoren
vermittelten Krankheiten oder Zuständen, ausgewählt aus
der Gruppe umfassend Adipositas, Diabetes, Angstzustände, Depressionen
und Neurodegeneration. Darüber
hinaus sind die Verbindungen wirksam bei der Behandlung von Adipositas.
Weiterhin sind die Verbindungen wirksam bei Behandlungen, welche
zusätzlich
die Verabreichung eines β3-Agonisten, eines thyreomimetischen Wirkstoffs,
einer Verbindung, die das Essverhalten modifiziert oder eines NPY-Antagonisten
umfassen.
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Noch
weiter im Einzelnen sind diese Verbindungen bei Behandlungen wirksam,
in denen die das Essverhalten modifizierende Verbindung Orlistat
oder Sibutramin ist. Die vorliegende Erfindung liefert ebenfalls Verbindungen,
die bei der Behandlung von Diabetes wirksam sind. Genauer spezifiziert,
sind diese Verbindungen bei Behandlungen einsetzbar, die außerdem die
Verabreichung eines Aldosereduktase-Inhibitors, eines Glykogenphosphorylase-Inhibitors,
eines Sorbitoldehydrogenase-Inhibitors,
von Insulin, eines Sulfonylharnstoffs, von Glipizid, Glyborid oder
Chlorpropramid umfassen. Die Verbindungen sind ebenfalls bei Behandlungen
wirksam, bei denen die durch Glukokortikoidrezeptoren vermittelte
Krankheit eine Entzündungskrankheit ist.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenfalls pharmazeutische Zusammensetzungen,
umfassend eine therapeutisch wirksame Menge einer Verbindung nach
Anspruch 1 oder ein pharmazeutisch akzeptables Salz der genannten
Verbindung; und einen pharmazeutisch akzeptablen Trägerstoff,
Hilfsstoff oder Diluenten.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenfalls pharmazeutische Kombinationspräparate umfassend:
eine therapeutisch wirksame Menge eines Präparates umfassend:
eine
erste Verbindung, wobei diese erste Verbindung eine Verbindung gemäß Anspruch
1 oder ein pharmazeutisch akzeptables Salz der besagten Verbindung
ist; und
eine zweite Verbindung, wobei diese zweite Verbindung
ein β3-Agonist, ein thyreomimetischer Wirkstoff,
ein das Essverhaltern modifizierender Wirkstoff oder ein NPY-Antagonist
ist.
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Die
vorliegende Verbindung liefert ebenfalls Kits umfassend:
- a) eine erste Verbindung, wobei diese erste
Verbindung eine Verbindung nach Anspruch 1 oder ein pharmazeutisch
akzeptables Salz der besagten Verbindung ist und ein pharmazeutisch
akzeptabler Trägerstoff, Hilfsstoff
oder Diluent in einer Dosierungsform der ersten Einheit;
- b) eine zweite Verbindung, wobei diese zweite Verbindung ein β3-Agonist,
ein thyreomimetischer Wirkstoff, ein das Essverhaltern modifizierender
Wirkstoff oder ein NPY-Antagonist ist und ein pharmazeutisch akzeptabler
Trägerstoff,
Hilfsstoff oder Diluent in einer Dosierungsform der zweiten Einheit;
- c) ein Behälter
zur Aufbewahrung der genannten ersten und zweiten Dosierungsformen,
worin die Mengen der genannten ersten und zweiten Verbindungen eine
therapeutische Wirkung auslösen.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenfalls Methoden zur Gewichtsreduzierung
bei Säugetieren
umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen Menge
einer Verbindung nach Anspruch 1 oder eines pharmazeutisch akzeptablen
Salzes der besagten Verbindung an Säugetiere.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenfalls pharmazeutische Kombinationspräparate umfassend:
eine
erste Verbindung, wobei diese erste Verbindung eine Verbindung nach
Anspruch 1 oder ein pharmazeutisch akzeptables Salz der besagten
Verbindung ist; und
eine zweite Verbindung, wobei diese zweite
Verbindung ein Aldosereduktase-Inhibitor,
Glykogenphosphorylase-Inhibitor, Sorbitoldehydrogenase-Inhibitor,
Insulin, ein Sulfonylurease, Glipizid, Glyborid oder Chlorpropramid
ist
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenfalls Verbindungen, die bei der
Behandlung von Entzündungskrankheiten
bei Säugetieren
wirksam sind, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Anspruch
1 oder ein pharmazeutisch akzeptables Salz der besagten Verbindung. Insbesondere
liefert die vorliegende Erfindung Verbindungen für Behandlungen, worin die Entzündungskrankheit
aus der Gruppe umfassend Arthritis, Asthma, Rhinitis und Autoimmunmodulation
ausgewählt
ist.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenfalls Verfahren zur Herstellung
einer Verbindung der Formel II
worin R
1 a)
-(C
1-C
3)-Alkylrest,
b) -C≡C-CH
3, c) -CF
3 oder d)
-CH
2O-(C
2-C
4)-Alkyl ist;
Z in jedem Fall unabhängig von
anderen Faktoren -(C
0-C
4)-Alkyl
ist;
R
3 a) -(C
1-C
6)-Alkyl-, b) -Z-NR
4R
5 oder c) -Z-Het ist;
R
4 und
R
5 jeweils unhabhängig voneinander a) Wasserstoff
oder b) -(C
1-C
3)-Alkyl
sind;
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Het
ein wahlweise substituierter 5-, 6- oder 7-gliedriger, gesättigter,
teilweise gesättigter
oder ungesättigter
heterozyklischer Ring mit 1 bis 3 Heteroatomen ist, ausgewählt aus
der Gruppe umfassend Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel, der ebenfalls
eine beliebige bizyklische Gruppe enthält, in der einer der obigen
heterozyklischen Ringe an einen Benzolring oder einen weiteren heterozyklischen
Ring annelliert ist, und der wahlweise durch ein bis drei R
6-Reste substituiert;
R
6 a)
-(C
1-C
6)-Alkylrest,
wahlweise durch ein bis drei R
7-Reste substituiert,
b) -Z-NR
8R
9 oder -Z-C(O)-NR
8R
9 ist;
R
7 in jedem Fall unabhängig von anderen Faktoren einer
der folgenden Reste ist:
a) Halo, b) -OH, c) Oxo oder d) -O-(C
1-C
6)-Alkyl;
R
8 und R
9 in jedem
Fall unabhängig
voneinander a) -H oder b) (C
1-C
3)-Alkyl
sind; oder R
8 und R
9 bilden
Het zusammen mit N;
n eins bis drei ist;
umfassend
a)
Reaktion einer Verbindung der Formel II-A
worin R
1 wie
oben definiert ist,
mit V-(CH
2)
n-CN, worin V ein Halogen oder eine abgehende
Gruppe ist und n eins bis drei ist, und einer Base in einem aprotischen
Lösungsmittel,
wobei eine Verbindung der Formel II-B erhalten wird.
b) Reaktion der Verbindung
mit der Formel II-B mit Hydroxyamin oder dessen HCl-Salz in einem
protischen Lösungsmittel
und einer Base, wobei die Verbindung der Formel II-C erhalten wird.
c) Reaktion der Verbindung
mit der Formel II-C mit einem acetylierenden Mittel und einer Base
in einem aprotischen Lösungsmittel,
wobei das Endprodukt der Formel II erhalten wird.
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Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung Verfahren, in denen im Schritt
a) die abgehende Gruppe Tosylat oder Mesylat ist, die Base Et3N und das aprotische Lösungsmittel THF oder CH3CN ist. Die vorliegende Erfindung Ethanol
oder Methanol ist und die Base K2CO3 ist. Die vorliegende Erfindung betrifft
weiterhin im einzelnen solche Verfahren, worin im Schritt c) das
acetylierende Mittel ein Carboxylsäurechlorid, -anhydrid oder
-alkylester, die Base Pyridin und das aprotische Lösungsmittel
DMF ist.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ebenso Verbindungen der Formel II-B
worin n eins bis drei ist;
und
R
1(C
1-C
3)-Alkyl, b) -C≡C-CH
3 c)
-CF
3 oder d) -CH
2O-(C
2-C
4)-Alkyl ist.
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Schließlich liefert
die vorliegende Erfindung Verbindung der Formel II-C
worin n eins bis drei ist;
und
R
1 a) (C
1-C
3)-Alkyl, b) -C≡C-CH
3 c)
-CF
3 oder d) -CH
2O-(C
2-C
4)-Alkyl ist.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung werden entsprechend dem
IUPAC- oder CAS-Nomenklatursystem benannt.
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Eine
Möglichkeit
der Benennung der Verbindungen der gegenwärtigen Erfindung besteht darin,
dass die Kohlenstoffatome im Ring gemäß der folgenden, vereinfachten
Struktur nummeriert werden:
-
-
Alternativ
können
bei einer weiteren Möglichkeit
der Benennung der Verbindungen der vorliegenden Erfindung die Kohlenstoffatome
im Ring gemäß der folgenden,
vereinfachten Struktur nummeriert werden.
-
-
Die
Anzahl an Kohlenstoffatomen in verschiedenen Hydrocarbone enthaltenden
Resten wird durch ein Präfix
angegeben, das die minimale und maximale Anzahl an Kohlenstoffatomen
im Rest angibt, z. B. deutet das Präfix Ci-Cj auf einen Rest mit einer ganzzahligen Anzahl
i bis j Kohlenstoffatome hin. So bezieht sich z. B. C1-C3-Alkyl
auf einen Alkylrest mit ein bis drei Kohlenstoffatomen oder auf
einen Methyl-, Ethyl-, Propyl- und Isopropylrest sowie alle isomeren
Formen und deren geradlinige bzw. verzweigte Formen.
-
Beispiele
von Alkylgruppen mit ein bis sechs Kohlenstoffatomen, inklusive,
sind Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl-, Pentyl-, Hexyl- und alle
isomeren Formen und deren geradlinige bzw. verzweigte Formen.
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Beispiele
von Alkyenylgruppen mit zwei bis sechs Kohlenstoffatomen, inklusive,
sind Ethenyl-, Propenyl-, Butenyl-, Pentenyl-, Hexenyl- und alle
isomeren Formen und deren geradlinige bzw. verzweigte Formen.
-
Beispiele
von Alkynylgruppen mit zwei bis sechs Kohlenstoffatomen, inklusive,
sind Ethynyl-, Propynyl-, Butynyl-, Pentynyl-, Hexynyl- und alle
isomeren Formen und deren geradlinige bzw. verzweigte Formen.
-
Die
Begriffe Cykloaklyl, Cykloalkenyl und Cykloalkynyl beziehen sich
jeweils auf zyklische Formen von Alkyl, Alkenyl, Alkynyl. Beispiele
für (C3-C8)-Cykloalkylgruppen
sind Cyklopropyl, Cyklobutyl, Cyklopentyl, Cyklohexyl, Cykloheptyl,
Cyklooctyl.
-
Der
Begriff Halo schließt
Chlor, Brom, Jod und Fluor ein.
-
Der
Begriff Aryl bezieht sich auf einen wahlweise substituierten, sechsgliedrigen
aromatischen Ring, einschließlich
polyaromatischer Ringe. Beispiele eines Arylrings sind: Phenyl,
Naphtyl und Biphenyl.
-
Der
Begriff Het bezieht sich auf einen wahlweise substituierten 5-,
6- oder 7-gliedriegen,
gesättigten, teilweise
gesättigten
oder ungesättigten
heterozyklischen Ring mit 1 bis 3 Heteroatomen, ausgewählt aus
der Gruppe, umfassend Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel; und umfassend
eine bizyklische Gruppe, in der einer der obigen heterozyklischen
Ringe an einen Benzolring oder einen anderen heterozyklischen Ring
annelliert ist. Der heterozyklische Ring, einschließlich eines
jeden Heteroatoms, kann unsubstituiert oder durch einen bis drei
unabhängige
Substituenten substituiert sein, soweit chemisch realisierbar.
-
Die
nachfolgenden Paragraphen beschreiben Beispiele für die hierin
enthaltenen Beschreibungen der generischen Ringe.
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Beispiele
für fünfgliedrige
Ringe sind Furyl, Thienyl, 2H-Pyrrolyl, 3H-Pyrrolyl, Pyrrolyl, 2-Pyrrolinyl, 3-Pyrrolinyl,
Pyrrolidinyl, 1,3-Dioxolanyl, Oxazolyl, Thiazolyl, Imidazolyl, 2H-Imidazolyl,
2-Imidazolinyl, Imidazolidinyl, Pyrazolyl, 2-Pyrazolinyl, Pyrazolidinyl, Isoxazolyl,
Isothiazolyl, 1,2-Dithiolyl, 1,3-Dithiolyl, 3H-1,2-Oxathiolyl, 1,2,3-Oxadiazolyl, 1,2,4-Oxadiazolyl,
1,2,5-Oxadiazolyl, 1,3,4-Oxadiazolyl,
1,2,3-Triazolyl, 1,2,4-Triazolyl, 1,3,4-Thiadiazolyl, 1,2,3,4-Oxatriazolyl,
1,2,3,5-Oxatriazolyl, 3H-1,2,3-Dioxazolyl, 1,2,4-Dioxazolyl, 1,3,2-Dioxazolyl,
1,3,4-Dioxazolyl,
5H-1,2,5-Oxathiazolyl und 1,3-Oxathiolyl.
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Beispiele
für sechsgliedrige
Ringe sind 2H-Pyranyl, 4H-Pyranyl,Pyridinyl, Piperidinyl, 1,2-Dioxinyl, 1,3-Dioxinyl,
1,4-Dioxanyl, Morpholinyl, 1,4-Dithianyl, Thiomorphlinyl, Pyridazinyl,
Pyrimidinyl, Pyrazinyl, Piperazinyl, 1,3,5-Triazinyl, 1,2,4-Triazinyl,
1,2,3-Triazinyl, 1,3,5-Trithianyl, 4H-1,2-Oxazinyl, 2H-1,3-Oxazinyl, 6H-1,3-Oxazinyl,
6H-1,2-Oxazinyl, 1,4-Oxazinyl, 2H-1,2-Oxazinyl, 4H-1,4-Oxazinyl, 1,2,5-Oxathiazinyl, 1,4-Oxazinyl,
o-Isoxazinyl, p-Isoxazinyl, 1,2,5-Oxathiazinyl-, 1,2,6-Oxathiaziny-, 1,4,2-Oxadiazinyl, 1,3,5,2-Oxadiazinyl,
Azabicyclo[2.2.2]oct-3-yl (oder Chinuclidinyl) und Azabicyclo[3.2.1]oct-3-yl
(oder Tropanyl).
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Beispiele
für siebengliedrige
Ringe sind Azepinyl-, Oxepinyl-, Thiepinyl- und 1,2,4-Diazepinyl.
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Beispiele
für achtgliedrige
Ringe sind Azacycloalkyl-, Azacyclooctenyl-, Azacyclooctadienyl-,
Thiocyclooctenyl- und Thiocyclooctadienyl-.
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Beispiele
für bizyklische
Ringe, umfassend Kombinationen aus zwei annellierten, teilweise
gesättigten,
vollständig
gesättigten
oder vollständig
ungesättigten
fünf- oder
sechsgliedrigen Ringen, die unabhängig voneinander gewählt werden
und wahlweise ein bis vier Heteroatome besitzen, die unabhängig von
einander ausgewählt
wurden aus Stickstoff, Schwefel und Sauerstoff, sind Indolizinyl,
Indolyl, Isoindolyl, 3H-Indolyl, 1H-Isoindolyl, Indolinyl, Cyclopenta(b)pyridinyl,
Pyrano(3,4-b)pyrrolyl, Benzofuryl,
Isobenzofuryl, Benzo(b)thienyl,
Benzo(c)thienyl, 1H-Indazolyl, Indoxazinyl, Isobenzofuryl, Benzo(b)thienyl, Benzo(c)thienyl,
1H-Indazolyl-, Indoxazinyl-, Benzoxazolyl, Anthranilyl, Benzimidazolyl,
Benzthiazolyl, Purinyl, 4H-Chinolizinyl, Chinolinyl, Isochinolinyl,
Cinnolinyl, Phtalazinyl, Chinazolinyl, Chinoxalinyl, 1,8-Naphtyridinyl, Pteridinyl,
Indenyl, Isoindenyl, Naphtyl, Tetralinyl, Decalinyl, 2H-1-Benzopyranyl, Pyrido(3,4-b)-pyridinyl,
Pyrido(3,2-b)-pyridinyl, Pyrido(4,3-b)-pyridinyl, 2H-1,3-Benzoxazinyl, 2H-1,4-Benzoxazinyl,
1H-2,3-Benzoxazinyl, 4H-3,1-Benzoxazinyl,
2H-1,2-Benzoxazinyl und 4H-1,4-Benzoxazinyl.
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Der
hierin benutzte Begriff "Säugetiere" bezieht sich auf
alle Säugetiere,
einschließlich
z. B. der Primaten wie z. B. Menschen und Affen. Beispiele für andere
hierin eingeschlossene Säugetiere
sind Kaninchen, Hunde, Katzen, Vieh, Ziegen, Schafe und Pferde.
Das Säugetier
ist vorzugsweise ein weiblicher oder männlicher Mensch.
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Die
hierin verwendeten Begriffe "behandelnd", "behandeln" oder "Behandlung" schließt präventive
(z. B. prophylaktische) und palliative Behandlung ein.
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Der
Begriff "therapeutisch
effektive Menge" bedeutet
die Menge einer Verbindung der gegenwärtigen Erfindung, die eine
bestimmte Krankheit bzw. einen Zustand verbessert, abschwächt oder
heilt oder die den Beginn einer bestimmten Krankheit bzw. eines
Zustands verhindert oder verzögert.
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Der
Ausdruck "Verbindung
gemäß der vorliegenden
Erfindung" oder "Verbindung der Formel
I" ist stets so
zu verstehen, dass alle aktiven Formen dieser Verbindungen, einschließlich z.
B. deren freie Formen wie die freie Säure- oder Basenform und ebenfalls
alle Prodrugs, polymorphen Formen, Hydrate, Solvate und Tautomere
und alle pharmazeutisch akzeptablen Salze eingeschlossen sind, es
sei denn es werden ausdrücklich andere
Angaben gemacht. Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind ebenfalls
geeignete aktive Metabolite solcher Verbindungen.
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Als "pharmazeutisch akzeptabel" wird ein Trägerstoff,
Vehikel, Diluent, Hilfsstoff und/oder ein Salz bezeichnet, das mit
den anderen Inhaltsstoffen kompatibel und für den Empfänger unschädlich ist.
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Die
Verbindungen der Formel I der vorliegenden Erfindung werden entsprechend
den Schemata, Zubereitungsvorschriften und Beispielen weiter unten
hergestellt oder mit Hilfe von dazu analogen Methoden, die angesichts
dieser Offenlegung einem Sachkundigen bekannt und schnell und einfach
verfügbar
sind. In jedem der Schemata entsprechen die R-Gruppen (z. B. R1, R2 etc.) den in
der obigen Zusammenfassung beschriebenen.
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SCHEMA A
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Die
Verbindung der Formel A-1, (hergestellt entsprechend Org. Syn. 1971,
51, 109–112)
(Rx ist ein Halogen- oder Methyletherrest)
wird unter Rückfluss
in einem aprotischen Lösungsmittel
wie Toluol, Benzol, Dichlormethan oder Dioxan mit einer stickstoffhaltigen
Base wie z. B. Pyrrolidin, Piperidin oder Morpholin umgesetzt. Sie
wird sodann mit einem geeigneten Alkylierungsmittel der Formel R2CH2-X1 umgesetzt,
worin R2 eine gerade (C1-C5)-Alkylkette, ein Isopropyl-, t-Butyl-,
Phenylrest ist oder wie in der obigen Zusammenfassung beschrieben
ist, X1 eine Abgangsgruppe (siehe z. B.
Francis A. Carey, in Advanced Organic Chemistry, 2. Ausg., Teil
A, Kapitel 5.6, 1984) in Toluol, Dioxan, Methanol, Ethanol, Isopropanol,
DMF, DMSO oder THF ist, um die Verbindung der Formel A-2 zu erhalten.
Typische Alkylierungsmittel sind primäre, sekundäre, benzylische oder allylische
Halogenide, vorzugsweise Alkylbromide oder Alkyliodide.
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Wahlweise
wird die Verbindung der Formel A-1 durch eine starke Base wie Natriumhydrid,
Natriummethoxid, Lithiumdiisopropylamid, Lithium-bis(trimethylsilyl)amid, Kalium-bis(trimethylsilyl)amid,
Kalium-t-butoxid oder andere in aprotischem Lösungsmittel wie z. B. Dimethylformamid
(DMF) oder Tetrahydrofuran (THF) in das entsprechende Anion umgewandelt.
Diese Reaktion wird bei –78 °C bis Raumtemperatur
durchgeführt, je
nach Art der verwendeten Base. Das erhaltene Anion wird durch ein
geeignetes Alkylierungsmittel der oben definierten Formel R2CH2-X1 alkyliert,
wobei die Verbindung der Formel A-2 erhalten wird.
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Wahlweise
wird die Verbindung der Formel A-1 mit R2CH2-CHO und einer Base wie Pyrrolidin oder
einer Säure
wie Essigsäure
oder Salzsäure
in einem Lösungsmittel
wie Toluol, Benzol, Methanol oder Ethanol umgesetzt. Das dabei erhaltene
Zwischenprodukt wird dann mit Hilfe eines Palladium/Kohle-Katalysators
oder verschiedener anderer Reagenzien wie Platinoxid oder Rhodhium
auf Aluminiumoxid (siehe P.N. Rylander, in Hydrogenation Methods,
Academic Press New York, 1985; Herbert O. House in Modern Synthetic
Reactions, 2. Ausg., Kapitel 1, S. 1–45, 1972; und John Fried und
John A. Edwards, in Organic Reactions in Steroid Chemistry, Kapitel
3, S. 111–145,
1972) hydrogeniert, um die Verbindung der Formel A-2 zu erhalten.
Wahlweise wird das Zwischenprodukt mit einem reduzierenden Metallreagenz
umgesetzt, wie z. B. einem Alkali- (Gruppe IA Periodensystem) oder
Erdalkalimetall (Gruppe IIA Periodensystem), einschließlich Li,
Na oder Ca, und einem Amin wie NH3 oder
Ethylendiamin in aprotischem Lösungsmittel
wie THF oder Dioxan, bei –78 °C bis Raumtemperatur,
wobei die Verbindung der Formel A-2 erhalten wird.
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Die
Verbindung der Formel A-2 wird mit (S)-(–)-α-Methylbenzylamin (siehe Schema
A) und einem Elektrophil wie Methylvinylketon (MVK) entsprechend
Schema A umgesetzt.
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Wahlweise
wird die Verbindung der Formel A-2 mit einem Elektrophil wie MVK
und einer Base wie Natriummethoxid oder Kaliumhydroxid oder einem
racemischen Amin wie z. B. Methylbenzylamin, Piperidin, Morphin
oder Pyrrolidin in einem Lösungsmittel
wie Methanol umgesetzt, um ein racemisches Gemisch der Zwischenprodukte
von Formel A-3 und A-3a (siehe Schema A unten) zu erhalten. Diese
Reaktion kann auch auf direktem Weg eine racemische Mischung der
Produkte A-4 und A-4a liefern (siehe Schema A unten), welche durch
chirale HPLC sowie durch andere, in der Literatur beschriebene Methoden
zur Racemattrennung getrennt werden können.
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Das
Zwischenprodukt der Formel A-3 wird mit einer Base wie Natriummethoxid
oder KOH in einem Lösungsmittel
wie Methanol oder mit einer Säure
wie p-Toluolsulfonsäure
in einem Lösungsmittel
wie Toluol umgesetzt, um die Verbindung der Formel A-4 zu erhalten,
worin R2 ein in der obigen Zusammenfassung
definierter Rest ist und Rx ein Halogen-
oder Methyletherrest ist.
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Wahlweise
kann die Verbindung der Formel A-4 auch aus der Verbindung mit der
Formel A-3 durch andere beschriebene Methoden der Annellierung hergestellt
werden, die teilweise in M. E. Jung, Tetrahedron, 1976, 32, S. 3–31, beschrieben
wurden.
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Die
Verbindung der Formel A4, worin Rx beispielsweise
ein Methoxyrest ist, wird mit BBr3 oder
BCl3 und Tetrabutylammoniumiodid oder Dimethylborbromid
in einem aprotischen Lösungsmittel
wie Dichlormethan oder Toluol bei –78 °C bis Raumtemperatur umgesetzt,
um die Verbindung der Formel A-4 zu erhalten, worin Rx z.B.
ein Hydroxyrest ist.
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Wahlweise
wird die Verbindung der Formel A-4, worin Rx z.B.
ein Methoxyrest sein kann, mit Natrium-Ethanthiol in DMF oder mit
Methionin in Methansulfonsäure
umgesetzt, um die Verbindung der Formel A-4 zu erhalten, worin Rx z.B. ein Hydroxyrest ist.
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Ebenso
kann die Verbindung der Formel A-4, worin Rx z.B.
ein Hydroxyrest sein kann, entsprechend weiteren Literaturmethoden
hergestellt werden, wie in Protecting Groups in Organic Synthesis,
3. Ausgabe, T. W. Greene und P. G. M. Wuts, Johne Wiley and Sons,
Inc. (1999) beschrieben oder wie in Comprehensive Organic Transformation,
R. C. Larock, VHC Publishers Inc. (1989), S. 501–527, dargestellt.
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Die
Verbindung der Formel A-4, worin R5 ein
Methylether- oder Hydroxyrest ist, wird mit einem reduzierenden
Metallreagenz umgesetzt, wie z. B. einem Alkali- (Gruppe IA Periodensystem) oder Erdalkalimetall (Gruppe
IIA Periodensystem), einschließlich
Li, Na, oder Ca, und einem Amin wie NH3 oder
Ethylendiamin in aprotischem Lösungsmittel
wie THF oder Dioxan, bei –78 °C bis Raumtemperatur,
wobei die Verbindungen der Formeln A-5 und A-5a erhalten werden,
worin R2 in der obigen Zusammenfassung definiert
ist und worin die trans-Verbindung der Formel A-5 das Hauptprodukt ist.
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SCHEMA B
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Wie
z. B. in Schema B dargestellt, wird die Verbindung der Formel A-4
aus Schema A, worin Rx ein Halogen-, Methylether-
oder Hydroxyrest ist und R2 in der obigen
Zusammenfassung definiert wurde, mit einem Alkohol oder Diol wie
Methanol, Ethanol oder Ethylenglykol und einer starken Säure wie
p-Toluolsulfonsäure oder
HCl in einem aprotischen Löungsmittel
wie Toluol oder Benzol umgesetzt, um ein Ketal-Zwischenprodukt der
Formel B-1 zu bilden, worin Ra ein niedriggliedriger
Alkylrest ist oder worin die Ra-Reste zusammen
mit den zwei Sauerstoffatomen z.B. 1,3-Dioxolan bilden und worin
R2 in der obigen Zusammenfassung definiert
wurde. Wahlweise kann diese Ketal-Zwischenverbindung auch entsprechend
weiteren Literaturmethoden hergestellt werden, wie in Protecting
Groups in Organic Synthesis, Dritte Ausgabe, T. W. Greene und P.
G. M. Wuts, John Wiley and Sons, Inc. (1999) beschrieben.
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Das
Ketal-Zwischenprodukt B-1 wird mittels Pd(OH)2 auf
Kohle oder anderen Reagenzien wie z. B. Platinoxid oder Rhodium
auf Aluminiumoxid in einem Lösungsmittel
wie Toluol bei 15–2000
psi (ca. 1–133
atm) H2 bei Raumtemperatur bis 100 °C hydrogeniert
(siehe P.N. Rylander, in Hydrogenation Methods, Academic Press New
York, 1985; Herbert O. House in Modern Synthetic Reactions, 2. Ausg.,
Kapitel 1, S. 1–45,
1972; und John Fried und John A. Edwards, in Organic Reactions in
Steroid Chemistry, Kapitel 3, S. 111–145, 1972). Das erhaltene
Zwischenprodukt der Formel B-2 wird dann mit einer Säure wie
p-Toluolsulfonsäure
in Aceton umgesetzt oder es wird entsprechend verschiedenen Literaturmethoden
wie z. B. den in Protecting Groups in Organic Synthesis, Dritte
Ausgabe, T. W. Greene und P. G. M. Wuts, John Wiley and Sons, Inc.
(1999) beschriebenen, umgesetzt, um die Verbindung der Formel A-5
aus Schema A zu erhalten, worin Rx Halogen,
Methylether oder Hydroxy ist und R2 in der
obigen Zusammenfassung definiert ist.
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Wahlweise
wird, wie z. B. in Schema B beschrieben, die Verbindung der Formel
A-4 aus Schema A, worin Rx Halogen, Methylether
oder Hydroxy ist und R2 in der obigen Zusammenfassung
definiert wurde, mit Triethylorthoformat und p-Toluolsulfonsäure oder HCl in Ethanol oder
Toluol umgesetzt, um ein Enolether-Zwischenprodukt der Formel B-3 zu bilden,
worin Ra1 je nach verwendetem Reagenz eine
Ethylgruppe oder eine andere azyklische oder zyklische kurzkettige
Alkyl- oder Acylgruppe sein kann und R2 in
der obigen Zusammenfassung definiert wurde. Wahlweise kann dieses
Enolether-Zwischenprodukt durch andere Literaturmethoden wie die
in Protecting Groups in Organic Synthesis, Dritte Ausgabe, T. W.
Greene und P. G. M. Wuts, John Wiley and Sons, Inc. (1999) beschrieben,
hergestellt werden.
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Die
Verbindung der Formel B-3, in welcher Rx z.
B. ein Bromid ist und die anderen Variablen wie oben definiert sind,
wird vorzugsweise mit einer starken Base wie n-Butyl-Lithium, Lithiumdiisopropylamid,
Lithium-bis(trimethylsilyl)amid, Kalium-bis(trimethylsilyl)amid,
Kalium-t-butoxid oder anderen in einem aprotischen Lösungsmittel
wie DMF oder THF umgesetzt und mit B(OiPr)3 oder
anderen dem Stand der Technik entsprechenden Borreagenzien bei –78 °C bis Raumtemperatur,
je nach Art der verwendeten Base. Das dadurch erhaltene Bor-Zwischenprodukt
wird mit einer Base wie NaOH und danach mit einem Peroxid wie Wasserstoffperoxid
umgesetzt, wobei die Verbindung der Formel B-3 erhalten wird, worin
Rx z. B. ein Hydroxyrest ist und die anderen
Variablen wie oben definiert sind.
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Das
Enolether-Zwischenprodukt der Formel B-3 wird dann mit Hilfe von
Pd auf CaCO3 oder K2CO3 oder anderen Reagenzien wie z. B. Platinoxid
oder Rhodiumoxid auf Aluminiumoxid (siehe P.N. Rylander in Hydrogenation
Methods, Academic Press, New York, 1985, Herbert O. House in Modern
Synthetic Reactions, 2. Ausg., Kapitel 1, S. 1–45, 1972; und John Fried und
John A. Edwards in "Organic
Reactions in Steroid Chemistry",
Kapitel 3, S. 111–145,
1972) in einer Vielzahl von Lösungsmitteln,
einschließlich
Ethanol, Methanol, TMF oder Ethylacetat bei 15–60 psi (ca. 2–4 atm)
H2-Druck hydrogeniert. Das resultierende
Zwischenprodukt der Formel B-4 wird anschließend mit eine Säure wie
wässriger
HCl in einem Lösungsmittel
wie Ethanol oder THF umgesetzt oder es wird unter anderen, in der
Literatur beschriebenen Bedingungen umgesetzt, wie z. B. den in
Protecting Groups in Organic Synthesis, Dritte Ausgabe, T. W. Greene
und P. G. M. Wuts, John Wiley and Sons, Inc. (1999) beschriebenen,
wobei die Verbindung der Formel A-5 im Schema A erhalten wird, worin R5 Halogen, Methylether oder Hydroxy ist und
R2 in der obigen Zusammenfassung definiert
wurde.
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Wahlweise
wird in Schema B die Verbindung der Formel A-5 aus der Verbindung
der Formel A-4 durch andere bekannte Reduktionsmethoden, die teilweise
in P. Jankowski, S. Marczak, J. Wicha, Tetrahedron, 1998, 12071–12150 beschrieben
sind, hergestellt.
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SCHEMA C
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Die
Verbindung der Formel C-1, die ebenso wie die Verbindung der Formel
A-5 in Schema A hergestellt wird, worin Rx eine
Hydroxygruppe ist, wird mit Trimethylsulfoniumiodid ((CH3)3S+I)
und einer Base wie Kalium t-butoxid in einem aprotischen Lösungsmittel
wie DMF umgesetzt, wobei die Verbindung der Formel C-2 erhalten wird,
worin R2 in der obigen Zusammenfassung definiert
wurde. Wahlweise wird die Verbindung der Formel C-2 aus der Verbindung
der Formel C-1 durch andere Methoden erhalten, die in Comprehensive Organic
Transformations, 2. Ausg., R.C. Larock, VHC Publishers Inc. (1999),
S. 944–947
beschrieben werden.
-
Das
Produkt der Formel C-1 wird mit R1-Metall,
wie z. B. R1Li, R1MgBr,
R1MgCl, worin R1 ein
Alkynyl- oder Alkylrest sein kann, in einem aprotischen Lösungsmittel
wie THF bei niedriger Temperatur umgesetzt, um das gewünschte Isomer
der Formel C-3 zu erhalten, worin R1 Alkynyl
oder Alkyl ist und R2 in der obigen Zusammenfassung
definiert wurde.
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Wahlweise
kann die Verbindung der Formel C-1 mit Trimethylsilyltrifluormethyl
(TMSCF3) und t-Butylammoniumfluorid (TBAF)
oder mit Cäsiumfluorid
(CsF), wie in G.A. Olah et al., J. Am. Chem. Soc. (1989) 111, 393,
beschrieben, umgesetzt werden, um die Verbindung der Formel C-3
zu erhalten, worin R1 CF3 ist
und R2 in der obigen Zusammenfassung definiert
wurde. Wahlweise wird die Verbindung der Formel C-1 mit anderen erhältlichen
und in der Literatur beschriebenen CF3-Nukleophilen
umgesetzt, darunter unter anderem das durch J. Russel, N. Roques,
Tetrahedron, 1998, 54, 13771–13782,
beschriebene.
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Wahlweise
wird die Verbindung der Formel C-2, worin R2 in
der obigen Zusammenfassung definiert wurde, mit R1-Metall,
wie z. B. R1Li, R1MgBr,
R1MgCl, worin R1 beispielsweise
ein Alkylrest sein kann, in einem aprotischen Lösungsmittel wie THF bei niedriger
Temperatur umgesetzt, um die Verbindung der Formel C-3 zu erhalten,
worin R1 beispielsweise ein -CH2-Alkylrest
ist und R2 in der obigen Zusammenfassung
definiert wurde. Wahlweise wird die Verbindung der Formel C-2, worin
R2 in der obigen Zusammenfassung definiert
wurde, mit Lithiumaluminiumhydrid oder anderen Hydridspendern in
einem aprotischen Lösungsmittel
wie THF bei Raumtemperatur bis zur Rückflusstemperatur des verwendeten
Lösungsmittels
umgesetzt, um die Verbindung der Formel C-3 zu erhalten, worin R1 beispielsweise ein Methylrest ist und R2 in der obigen Zusammenfassung definiert
wurde.
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Wahlweise
wird die Verbindung der Formel C-2, worin R2 in
der obigen Zusammenfassung definiert wurde, mit R1-O-Metall
wie z. B. R1ONa, R1OK,
R1OLi, worin R1 z.
B. ein Alkylrest in einem aprotischen Lösungsmittel wie THF ist, bei
Raumtemperatur bis zur Rücklauftemperatur
des verwendeten Lösungsmittels umgesetzt,
um die Verbindung der Formel C-3 zu erhalten, worin R1 beispielsweise
-CH2-O-Alkyl ist und R2 in der
obigen Zusammenfassung definiert wurde.
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Die
Verbindung der Formel C-3, in der R1 ein
Alkynylrest ist und R2 in der obigen Zusammenfassung definiert
wurde, wird mit H2, Pd/C oder PtO2 umgesetzt, um das entsprechende gesättigte Alkylprodukt
zu erhalten.
-
Die
Verbindung der Formel C-3, deren Variablen oben definiert wurden,
wird zuerst mit einer Base wie NaH, t-Butoxid oder Et3N
in einem aprotischen Lösungsmittel
wie DMF oder CH3CN bei einer Temperatur
zwischen Raumtemperatur und 200 °C,
je nach Art des verwendeten Lösungsmittels,
umgesetzt und anschließend
mit einem Alkylierungsmittel der Formel NC-Rb-V
umgesetzt, worin Rb z. B. eine Alkylgruppe
und V eine Abgangsgruppe ist, wobei die Verbindung der Formel C-4
erhalten wird.
-
Die
Verbindung der Formel C-4, worin n z. B. eins bis drei ist, wird
mit einem Hydroxyamin oder dessen HCl-Salz in einem protischen Lösungsmittel
wie Ethanol oder Methanol und mit einer Base wie K2CO3 bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur
und 150 °C,
je nach Art des verwendeten Lösungsmittels,
umgesetzt, um eine Verbindung der Formel C-5 zu erhalten, worin
n z. B. eins bis drei ist.
-
Das
Amidoxim der Formel C-5 wird dann mit einem Acetylierungsmittel
wie Carboxylsäurechlorid,
-anhydrid oder -alkyester und einer Base wie Pyridin in einem aprotischen
Lösungsmittel
wie DMF umgesetzt, wobei man die 1,2,4-Oxadiazolverbindung der Formel C-6 erhält.
-
Wahlweise
kann die 1,2,4-Oxadiazolverbindung der Formel C-6 erhalten werden
durch Umsetzung einer Verbindung der Formel C-3 in Gegenwart einer
Base in einem aprotischen Lösungsmittel
mit einer Verbindung der Formel Y, worin X ein Halogen oder eine
Abgangsgruppe wie Tosylat oder Mesylat ist, n z. B. eins bis drei
ist und die anderen Variablen oben definiert wurden.
-
-
Es
zeigte sich ebenfalls, dass die Verbindungen der vorliegenden Erfindung
verbesserte physikalische und/oder chemische Eigenschaften aufweisen,
die bei der Herstellung und/oder Formulierung dieser Verbindungen
von Vorteil sein können.
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Einige
der hier beschriebenen Methoden, die sich für die Herstellung der Verbindungen
dieser Erfindung als hilfreich erwiesen, können den Einbau von Schutzgruppen
für entfernte
Funktionen erfordern (z. B. primäre
Amine, sekundäre
Amine, Carboxyl in Vorläufern
von Verbindungen der Formel I). Die Notwendigkeit eines solchen
Schutzes ist je nach Art der entfernten Gruppen und der Bedingungen
der Herstellungsmethoden unterschiedlich. Die Notwendigkeit eines
solchen Schutzes und dessen Verwendung/Entfernung wird durch eine
fachkundige Person einfach und schnell ermittelt. Eine allgemeine
Beschreibung von Schutzgruppen und ihres Einsatzes findet man in
T.W. Greene, Protective Groups in Organic Synthesis, Dritte Ausgabe, John
Wiley & Sons,
New York, 1999.
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Die
gegenwärtige
Erfindung enthält
ebenfalls isotopenmarkierte Verbindungen, die mit den in Formel I
dargelegten identisch sind, wobei jedoch ein oder mehrere Atome
durch ein Atom ersetzt werden, dessen Atommasse oder Massenzahl
sich von der natürlich
vorkommenden Atommasse oder Massenzahl unterscheidet. Beispiele
von Isotopen, die in die Verbindungen der vorliegenden Erfindung
eingebaut werden können, schließen Isotope
von Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff, Phosphor, Fluor und Chlor
ein, wie jeweils 2H, 3H, 13C, 14C, 15N, 18O, 17O, 31P, 32P, 35S, 18F und 36Cl. Verbindungen
der vorliegenden Erfindung und pharmazeutisch akzeptable Salze dieser
Verbindungen, welche die oben genannten Isotope und/oder andere
Isotope anderer Atome enthalten, sind Gegenstand dieser Erfindung.
Bestimmte isotopenmarkierte Verbindungen der vorliegenden Erfindung
wie z.B. solche, mit eingebauten radioaktive Isotopen wie 3H oder 14C, sind
vorteilhaft in Assays zur Gewebeverteilung von Arzneistoffen und/oder
Substraten. Mit Tritium markierte Isotope, z. B. 3H,
und das Kohlentoff-14-Isotop, z.B. 14C,
werden aufgrund der Einfachheit ihrer Herstellung und Detektierbarkeit
besonders bevorzugt. Darüber
hinaus können
Substituenten mit schwereren Isotopen wie z. B. Deuterium, 2H, bestimmte therapeutische Vorteile besitzen,
die auf der erhöhten
metabolischen Stabilität
beruhen, z. B. längere
in vivo-Halbwertzeit oder reduzierte Dosierungsanforderungen und
dadurch unter Umständen
bevorzugt sein. Isotopenmarkierte Verbindungen der Formel I dieser
Erfindung können
im allgemeinen durch Ausführung der
in den folgenden Schemata, Herstellungsanleitungen und/oder Beispielen
aufgeführten
Verfahren hergestellt werden, indem ein nicht-isotopenmarkiertes
Reagenz durch ein einfach verfügbares
isotopenmarkiertes Reagenz ausgetauscht wird.
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Jede
Verbindung und Prodrug der vorliegenden Erfindung kann als pharmazeutisch
akzeptables Salz in zahlreiche pharmazeutische Zusammensetzungen
eingeschlossen werden. Die hierin verwendeten pharmazeutisch akzeptablen
Salze schließen
folgende Salze ein: Hydrochlorid, Hydrobromid, Hydroiodid, Hydrofluorid,
Sulfat, Sulfonat, Citrat, Camphorat, Maleat, Acetat, Laktat, Nikotinat,
Nitrat, Succinat, Phosphat, Malonat, Maleat, Salizylat, Phenylacetat,
Stearat, Palmitat, Pyridin, Ammonium, Piperazin, Diethylamin, Nikotinamid,
Formiat, Fumarat, Harnstoff, Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium,
Zink, Lithium, Cinnamat, Methylamino, Methansulfonat, Pikrat, p-Toluolsulfonat,
Naphtalinsulfonat, Tartrat, Triethylamino, Dimethylamino und Tris(hydroxymethyl)aminomethan.
Weitere pharmazeutisch akzeptable Salze würden für eine fachkundige Person einfach
erkennbar sein. Falls mehr als eine basische Gruppe anwesend ist,
enthält
der Ausdruck mehrere Salze (z. B. Di-Salz).
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Einige
Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind basisch und bilden
ein Salz mit einem pharmazeutisch akzeptablen Anion. Alle diese
Salze, einschließlich
der Di-Salze, sind Gegenstand der vorliegenden Erfindung und können mit
Hilfe konventioneller Methoden hergestellt werden. Sie können durch
einfaches Zusammengeben der basischen Komponenten in einem wässrigen,
nicht-wässrigen
oder teilweise wässrigen Medium
hergestellt werden. Das Mesylatsalz wird beispielsweise durch Reaktion
der freien Basenform der Verbindung der Formel I mit Methansulfonsäure unter
Standardbedingungen hergestellt. In ähnlicher weise wird das Hydrochlorid-Salz
durch Umsetzung der freien Basenform der Verbindung nach Formel
I mit Salzsäure
unter Standardbedingungen umgesetzt. Die Salze werden je nach Anwendbarkeit
der Methode durch Filtration, Präzipitation
mit einem Nicht-Lösungsmittel
und anschließender
Filtration, durch Evaporierung des Lösungsmittels oder, im Fall
wässriger
Lösungen,
durch Lyophilisation in reiner Form dargestellt.
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Darüber hinaus
sind auch Hydrate und Solvate, die aus den Verbindungen der vorliegenden
Erfindung sowie deren Salzen gebildet werden, Gegenstand der vorliegenden
Erfindung.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung sowie deren Salze können ebenfalls
Racemate, Stereoisomere und Mischungen dieser Verbindungen enthalten,
einschließlich
isotopenmarkierter und radioaktiv markierter Verbindungen. Solche
Isomere können
durch Standardauflösungstechniken
isoliert werden, welche fraktionierte Kristallisation und chirale
Säulenchromatographie
einschließen.
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Beispielsweise
haben die Verbindungen der vorliegenden Erfindung asymmetrische
Kohlenstoffatome und sind daher Enantiomere oder Diastereomere.
Diastereomere Mischungen können
mit Hilfe von Methoden nach dem Stand der Technik z. B. chromatographisch
und/oder durch fraktionierte Kristallisation aufgrund ihrer physikalischen
und chemischen Unterschiede in ihre einzelnen Diastereomeren getrennt
werden. Enantiomere lassen sich durch Umwandlung der enantiomeren
Mischung in eine diastereomere Mischung auftrennen, und zwar durch
Reaktion mit einer geeigneten optisch aktiven Verbindung (z. B.
Alkohol), Trennung der Diastereomeren und Umwandlung (z. B. durch
Hydrolyse) der einzelnen Diastereomeren in die entsprechenden reinen Enantiomere.
Alle diese Isomere, einschließlich
der Diastereomeren, Enantiomeren und Mischungen aus diesen gelten
als Teil der vorliegenden Erfindung.
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Die
folgende Konfiguration der Verbindungen der vorliegenden Erfindung
(durch vereinfachte Strukturen dargestellt) wird bevorzugt:
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung sowie ihre Isomeren und
pharmazeutisch akzeptablen Salze können in mehreren tautomeren
Formen existieren, einschließlich
der Enolform, der Ketonform und deren Mischungen. Diese tautomeren
Formen sind alle Gegenstand der vorliegende Erfindung.
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Die
GR-Agonisten, partiellen Agonisten und Antagonisten der vorliegenden
Erfindung modulieren durch Glukokortikoidrezeptoren vermittelte
Krankheiten. Als solche können
diese Verbindungen dazu verwendet werden, die zur Lebenserhaltung
erforderlichen Grundfunktionen des Körpers, darunter Kohlehydrat-,
Protein- und Fettstoffwechsel, Elektrolyt- und Wasserhaushalt sowie
die Funktionen des Herz-/Kreiskaufsystems, der Nieren, des Zentralnervensystems
und Immunsystems, des Skelettmuskelsystems und anderen Organ- und
Gewebesystemen zu beeinflussen. In diesem Zusammenhang werden GR-Modulatoren
bei der Behandlung von Krankheiten eingesetzt, die mit einem Überschuss
bzw. Mangel an Glukokortikoiden im Körper einhergehen. Als solche
können
sie bei der Behandlung folgender Zustände verwendet werden.: Adipositas,
Diabetes, Herz-/Kreislaufkrankheiten,
Bluthochdruck, Syndrom X, Depressionen, Angstzustände, Glaukom,
Human Immunodeficiency-Virus (HIV) oder Aquired Immunodeficiency
Virus (AIDS), Neurodegeneration (z.B. Alzheimer-Krankheit und Parkinson-Krankheit), Cognition
Enhancement (Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit), Cushing-Syndrom,
Morbus Addison, Osteoporose, Gebrechlichkeit, Entzündungskrankheiten
(z. B. Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis, Asthma und Rhinitis),
Nebennierenfunktionstests, virale Infektionen, Immundefizienz, Immunmodulation,
Autoimmunkrankheiten, Allergien, Wundheilung, Zwangskrankheiten,
Multiarzneimittelresistenz, Sucht, Psychose, Anorexie, Kachexie,
post-traumatisches Stresssyndrom, post-operative Knochenfraktur,
medizinischer Katabolismus und Prävention von Muskelschwäche.
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Die
gegenwärtige
Verbindung bezieht sich auf Verbindungen, die bei der Behandlung
der folgenden Störungen
beim Säugetier
wirksam sind:
Endokrine Störungen
(wie z. B. primäre
und sekundäre
adrenokortikale Insuffizienz; kongenitale adrenale Hyperplasie,
nicht-eitrige Thyroiditis und mit Karzinom einhergehende Hypercalcämie); Arthritis
(wie Osteoarthritis, psoriatische Arthritis; rheumatoide Arthritis;
jugendliche rheumatoide Arthritis; ankylotische Spondylitis; akute
und subakute Bursitis; akute nicht-spezifische Tenosynovitis; akute
Gichtarthritis; post-traumatische Osteoarthritis; Synovitis bei
Osteoarthritis und Epicondylitis); Kollagenkrankheiten (wie z. B.
bei Verschlechterung oder als Erhaltungstherapie bei systemischem
Lupus erythematosus, akute rheumatische Karditis und systemische
Dermatomyositis (Polymyositis); dermatologische Krankheiten (wie
Pemphigus, bullöse
Dermatitis herpetiformis, Erythema multiforme, Stevens-Johnson Syndrom,
exfoliative Dermatitis, Mykosis fungoides, Psoriasis und seborrhoische
Dermatitis), allergische Zustände
(wie die Kontrolle von ernsthaften oder allergischen lähmenden
Zuständen,
bei denen angemessene herkömmliche
Behandlungsmethoden nicht erfolgreich sind, Rhitinis, einschließlich saisonaler
und jahreszeitlich bedingter allergischer Rhinitis, Asthma, einschließlich Bronchialasthma,
Kontaktdermatitis, atopischer Dermatitis, Serumkrankheit, Lebensmittelallergien
und Arzneimittel-Überempfindlichkeitsreaktionen);
Augenkrankheiten (z B. die Behandlung von schweren akuten und chronischen
allergischen und entzündlichen
Prozessen des Auges und seiner Adnexe wie allergische Konjunktivitis,
Keratitis, allergisches marginales Hornhautulkus, Herpes Zoster
ophtalmicus, Iritis und Iridozyclitis, Choreoretinitis, Entzündung des
vorderen Augenabschnitts, diffuse hintere Uveitis und Choroiditis,
optische Neuritis und sympathische Ophtalmie); Atemwegserkrankungen
(z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung, akutes Atemnotsyndrom,
symptomatische Sarkoidose, Loeffler-Syndrom, Berylliose, fulminante
und disseminierte Lungentuberkulose und Aspirationspneumonitis);
hämatologische
Krankheiten (z. B. idiopathische, thrombozytopenische Purpura, sekundäre Thrombozytopenie,
erworbene (autoimmune) hämolytische Anämie, Erythroblastopenie
(RBZ-Anämie)
und kongenitale (erythroide) hypoplastische Anämie); neoplastische Krankheiten
(z. B. Leukämien
und Lymphome); ödematöse Zustande
(z. B. Induktion einer Diurese oder Remission einer Proteinurie
bei nephrotischem Syndrom, ohne gleichzeitige Urämie, vom idiopathischem Typ oder
aufgrund von Lupus erthematosus); gastrointestinale Krankheiten
(z. B. ulzerative Kolitis, entzündliche Darmkrankheiten,
Morbus Crohn und regionale Enteritis); Tuberkulose, tuberkulöse Meningitis,
Trichinose mit neurologischem oder myokardialem Anteil, Immunmodulation
wie Graft-versus-Host-Transplantatabstoßung, multiple
Sklerose, Glukokortikoidinsuffizienz und systemische Pilzinfektionen,
umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen Menge
einer Verbindung der Formel I an das genannte Säugetier.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung und deren pharmazeutisch
akzeptablen Salze können bei
Säugetieren,
die ihr Gewicht reduzieren möchten
oder müssen,
zur Induktion einer Gewichtsreduktion verwendet werden. Die vorliegende
Erfindung soll nicht auf einen bestimmten Wirkungsmechanismus beschränkt werden,
sondern die Verbindungen der vorliegenden Verbindung sowie deren
Prodrugs und Salze können
einen Gewichtsverlust über
eine Vielzahl von Mechanismen ausüben, darunter Appetitsunterdrückung, verminderte
Nahrungsaufnahme und Stimulation des Metabolismus in peripheren
Geweben, was den Energieverbrauch erhöht. Darüber hinaus können die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung und deren Salze bei Säugetieren
zur Induktion einer günstigeren
Nährstoffverteilung
aus dem Fettgewebe zum Muskel eingesetzt werden. Diese Zunahme der
Muskelmasse führt
zwar nicht unbedingt zur Gewichtsabnahme, kann jedoch bei der Prävention
und Behandlung von Krankheiten wie Adipositas und Gebrechlichkeit
von Nutzen sein.
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Darüber hinaus
können
die Verbindungen der vorliegenden Erfindung und deren pharmazeutisch
akzeptablen Salze bei Säugetieren
den Gehalt von Magerfleisch erhöhen,
das Verhältnis
von Magerfleisch zu Fett verbessern und, wie weiter unten beschrieben,
bei Tieren unerwünschtes
Fett entfernen.
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Fachkundige
Personen wissen, dass die Verbindungen der vorliegenden Erfindung
und deren pharmazeutisch akzeptable Salze im allgemeinen zwar als
selektive Agonisten, partielle Agonisten oder als Antagonisten eingesetzt
werden, dass jedoch in bestimmten Situationen eine Verbindung mit
einem gemischten Steroidrezeptorprofil vorzuziehen ist.
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Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen und Verbindungen der vorliegenden
Erfindung und deren pharmazeutisch akzeptablen Salze werden im allgemeinen
täglich
in Form einer Dosierungseinheit (z. B. Tablette, Kapsel etc.) mit
einer therapeutisch wirksamen Menge einer solchen Verbindung, Pradrug
oder eines entsprechenden Salzes verabreicht, und zwar von 0,1 μg/kg Körpergewicht
bis zu ca. 500 mg/kg Körpergewicht,
insbesondere von 1 μg/kg
Körpergewicht
bis zu ca. 250 mg/kg Körpergewicht
und noch weiter eingegrenzt von 2 μg/kg Körpergewicht bis zu ca. 100
mg/kg Körpergewicht.
Eine Verbindung der vorliegenden Erfindung wird vorzugsweise in
einer Dosierung von 0,1 μg/kg
bis zu ca. 500 mg/kg Körpergewicht
verabreicht und am besten in einer Dosierung von 0,1 mg/kg bis zu
ca. 50 mg/kg Körpergewicht.
Fachkundige Personen erkennen, dass die jeweilige Dosierung einer
pharmazeutischen Zusammensetzung, die einem Patienten gemäß der vorliegenden Erfindung
verabreicht wird, von einer Reihe von Faktoren abhängt, darunter,
ohne Einschränkung,
die gewünschte
Aktivität,
der Zustand des Patienten und die Verträglichkeit des Produkts.
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Weiterhin
versteht der Fachmann, dass die Verbindungen und deren pharmazeutisch
akzeptablen Salze, einschließlich
der pharmazeutischen Zusammensetzungen und Formulierungen, in denen
diese Verbindungen enthalten sind, sowie die Salze in einer Vielzahl
von Kombinationstherapien verwendet werden können, um die oben beschriebenen
Zustände
und Krankheiten zu behandeln. Somit können die die Verbindungen der
vorliegenden Erfindung und deren pharmazeutisch akzeptablen Salze
in Kombination mit (gleichzeitig oder der Reihe nach) anderen pharmazeutischen
Wirkstoffen zur Behandlung der hierin beschriebenen Krankheiten
verwendet werden. Sie können
z. B. mit pharmazeutischen Wirkstoffen zur Behandlung von Adipositas, Diabetes,
Entzündungskrankheiten,
Immundefizienz, Hypertonie, Herz-Kreislaufkrankheit, Virusinfektionen, HIV,
Alzheimer-Krankheit, Parkinson-Krankheit, Angstzustände, Depressionen
oder Psychosen eingesetzt werden. Bei der Kombinationstherapie werden
die Verbindungen und deren pharmazeutisch akzeptablen Salze der
vorliegenden Erfindung sowie die andere Arzneimitteltherapien mittels
konventioneller Methoden Säugetieren
(z. B. männlichen
und weiblichen Menschen) verabreicht.
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Glukokortikoidrezeptor-Agonisten
sind z. B. wirksame Arzneimittel bei der Behandlung verschiedener Entzündungskrankheiten;
bei der Behandlung treten jedoch häufig unerwünschte Nebenwirkungen auf.
Diese Nebenwirkungen umfassen unter anderen: metabolische Effekte,
Gewichtszunahme, Muskelschwund, Entkalzifizierung des Skeletts,
Osteoporose, Hautverdünnung
und Abnahme der Knochenstruktur. Gemäß der vorliegenden Erfindung
werden jedoch Glukokortikoidrezeptor-Modulatoren zusammen mit Glukokortikoidrezeptor-Agonisten
eingesetzt, um einige dieser Nebenwirkungen zu blockieren, ohne
die Wirksamkeit der Behandlung zu beeinträchtigen. Daher kann jeder Glukokortikoidrezeptor-Agonist
als die zweite Verbindung bei der Kombinationstherapie nach der
vorliegenden Erfindung eingesetzt werden. Diese Kombination schließt die Behandlung
verschiedener Entzündungskrankheiten
ein, wie z. B. Arthritis (Osteo- und rheumatoide Arthritis), Asthma,
Rhinitis oder Immunmodulation. Beispiele von Glukokortikoidrezeptor-Modulatoren schließen die
im Stand der Technik bekannten Verbindungen (viele wurden oben bereits
beschrieben) und ebenso die Verbindungen der vorliegenden Erfindung
ein. Im Stand der Technik bekannte Glukokortikoidrezeptor-Modulatoren schließen unter
anderem bestimmte nicht-steroidale Verbindungen wie 5H-Chromeno[3,4-f]chinoline
ein, die selektive Modulatoren der Steroidrezeptoren sind, wie im
U.S. Patent Nr. 5,696,127 beschrieben; und ebenso bestimmte Steroidverbindungen,
die antiglukokortikoide Aktivität
besitzen, wobei einige auch glukokortikoide Aktivität besitzen,
wie in der veröffentlichten
Europäischen
Patentanmeldung 0 188 396, veröffentlicht
am 23. Juli 1986, beschrieben. Beispiele von Glukokortikoidrezeptur-Agonisten
schließen
die im Stand der Technik bekannten ein, wie z. B. Prednison (17,21-Dihydroxypregnan-l,4-dien-3,11,20-trion),
Prednyliden ((11β)-11,17,21-Trihydroxy-l6-methylenpregna-1,4-dien-3,20-dion),
Prednisolon ((11β)-11,17,21-Trihydroxy-pregna-1,4-dien-3,20-dion),
Cortison (17α,21-Dihydroxy-4-pregnen-3,11,20-trion),
Dexamethason ((11β,16α)-9-fluor-11,17,21-Trihydroxy-l6-methylpregn-1,4-dien-3,20-dion)
und Hydrocortison (11β,17α,21-Trihydroxypregn-4-en-3,20-dion).
Von diesen Verbindungen, die Glukokortikoidrezeptor-Agonisten sind,
wird im allgemeinen eine therapeutisch wirksame Menge in Form einer
Dosierungseinheit verabreicht. Prednison oder eine äquivalente
Substanz kann z. B. je nach Krankheitszustand von 5 bis 80 mg dosiert
werden, Hydrocortison kann je nach Krankheitszustand von 100 bis
400 mg dosiert werden und Dexamethason kann je nach Krankheitszustand
von 4 bis 16 mg, dosiert werden. Diese Dosierungen werden normalerweise
einmal bis zweimal pro Tag verabreicht und als Erhaltungsdosen manchmal
an jedem zweiten Tag.
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Zur
Behandlung der Alzheimer-Krankheit kann ein beliebiger cholinomimetischer
Wirkstoff, wie z. B. Donepezilhydrochlorid (ARICEPT®),
als zweite Verbindung in der Kombinationsbehandlung nach dieser
Erfindung verwendet werden.
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Zur
Behandlung der Parkinson-Krankheit kann ein beliebiges Anti-Parkinsonmittel,
wie z. B. L-Dopa, Bromocriptin oder Selegilin als zweite Verbindung
in der Kombinationsbehandlung nach dieser Erfindung verwendet werden.
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Zur
Behandlung von Angstzuständen
kann ein beliebiger anxiolytischer Wirkstoff, wie z. B. Benzodiazepin,
Valium oder Librium als zweite Verbindung in der Kombinationsbehandlung
nach dieser Erfindung verwendet werden Zur Behandlung von Depressionen
kann ein beliebiges trizyklisches Antidepressivum wie z. B. Desipramin
oder ein beliebiger selektiver Serotonin-Reuptake-Inhibitor (SSRI) wie z. B.
Sertralinhydrochlorid oder Fluoxetinhydrochlorid als zweite Verbindung
in der Kombinationsbehandlung nach dieser Erfindung verwendet werden.
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Zur
Behandlung von Psychosen kann ein beliebiger typischer oder atypischer
antipsychotischer Wirkstoff, wie z. B. Haloperidol oder Clozapin,
als zweite Verbindung in der Kombinationsbehandlung nach dieser Erfindung
verwendet werden.
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Zur
Behandlung von Diabetes kann ein beliebiger Aldosereduktase-Inhibitor
als zweite Verbindung in der Kombinationsbehandlung nach dieser
Erfindung verwendet werden. Der Begriff Aldosereduktase bezieht sich
auf eine Verbindung, welche die durch das Enzym Aldosereduktase
katalysierte Biokonversion von Glucose zu Sorbitol hemmt. Eine solche
Hemmung wird von fachkundigen Personen mit Hilfe einfacher Assays (J.
Malone, Diabetes, 29:861–864,
1980, "Red Cell
Sorbitol, an Indicator of Diabetic Control") einfach nachgewiesen. Eine Reihe von
Aldosereduktase-Hemmern werden unten beschrieben und zitiert; fachkundigen
Personen werden jedoch auch andere Aldosereduktase-Hemmer bekannt
sein. Beispiele für
Aldosereduktase-Hemmer schließen
Verbindungen wie z. B. die in WO 99/43663, veröffentlicht am 2. September
1999, eingeführten
und beschriebenen ein.
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Ein
beliebiger Glykogenphosphorylase-Hemmer kann als zweite Verbindung
in der Kombinationsbehandlung nach dieser Erfindung verwendet werden.
Der Begriff Glykogenphophorylase-Hemmer bezieht sich auf eine beliebige
Verbindung bzw. ein beliebiger Wirkstoff oder eine beliebige Kombination
von Verbindungen und/oder Wirkstoffen, welche die enzymatische Wirkung
von Glykogenphosphorylase reduziert, verzögert oder eliminiert. Die derzeit
bekannte Wirkung der Glykogenphosphorylase ist der Abbau von Glykogen
durch Katalyse der reversiblen Reaktion eines Glykogen-Makromoleküls mit einem
anorganischen Phosphat zu Glukose-1-Phosphat und einem Glykogenmakromolekül, das um
einen Glykosylrest kürzer
ist als das ursprüngliche Glykogenmakromolekül (vorwärtsgerichtete
Glykogenolyse). Diese Abläufe
werden von fachkundigen Personen durch Standardassays (wie z. B.
in WO 99/43664, veröffentlicht
am 2. September 1999, beschrieben) einfach nachgewiesen. Eine Vielzahl
dieser Verbindungen werden in den folgenden veröffentlichten internationalen Patentanmeldungen
beschrieben: WO 96/39384, veröffentlicht
am 12. Dezember 1996, WO 99/39385, veröffentlicht am 12. September
1996 und WO 99/43663, veröffentlicht
am 2. September 1999.
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Ein
beliebiger Sorbitoldehydrogenase-Hemmer kann als zweite Verbindung
bei der Kombinationsbehandlung nach dieser Erfindung verwendet werden.
Der Begriff Sorbitoldehydrogenase-Hemmer bezieht sich auf eine Substanz,
welche das Enzym Sorbitoldehydrogenase, das die Oxidation von Sorbitol
zu Fruktose katalysiert, hemmt. Eine solche Hemmung kann durch fachkundige
Personen einfach mit Hilfe von Standardassays (wie im U.S. Patent
Nr. 5.728.704 und darin zitierten Referenzen beschrieben) nachgewiesen
werden. Eine Vielzahl dieser Verbindungen werden im folgenden beschrieben
und zitiert; fachkundigen Personen werden jedoch auch andere Sorbitoldehydrogenase-Hemmer
bekannt sein. Im U.S. Patent Nr. 5.728.704 werden substituierte
Pyridimidine beschrieben, welche die Sorbitoldehydrogenase hemmen,
Fruktosespiegel senken und/oder diabetische Komplikationen wie diabetische
Neuropathie, diabetische Retinopathie, diabetische Nephropathie,
diabetische Mikroangiopathie und diabetische Makroangiopathie behandeln
oder verhindern.
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Eine
beliebige bekannte und auf dem Markt befindliche antidiabetische
Verbindung kann als zweite Verbindung in der Kombinationsbehandlung
nach dieser Erfindung verwendet werden. Eine Vielzahl solcher Verbindungen
werden im folgenden beschrieben und zitiert; Fachkundigen Personen
werden jedoch auch andere Verbindungen dieser Art bekannt sein.
Beispiele für
solche Verbindungen, die sich in den Zusammensetzungen und Methoden
dieser Erfindung als vorteilhaft erweisen, schließen folgende
Verbindungen ein: Insulin, inhaliertes Insulin, Metformin und Sulfonylharnstoffe,
wie z. B. Glipazid (GLUCOTROL®), Glyburid (GLYNASE®,
MICRONASE®)
und Chlorpropamid (DIABINASE®).
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Jeder β-adrenerge
Agonist kann als zweite Verbindung in der Kombinationsbehandlung
nach dieser Erfindung verwendet werden. β-Adrenerge Wirkstoffe wurden
in β1-, β2- und β3-Subtypen eingeteilt. Agonisten von β-Rezeptoren fördern die
Aktivierung der Adenylcyclase. Die Aktivierung von β1-Rezeptoren bewirkt
einen Anstieg der Herzfrequenz. Die Aktivierung von β2-Rezeptoren bewirkt
eine Entspannung des Gewebes der glatten Muskulatur, was eine Blutdruckerniedrigung
und das Auftreten eines Tremors der Skelettmuskulatur zur Folge
hat. Die Aktivierung von β3-Rezeptoren stimuliert bekanntlich die Lipolyse,
d.h. den Abbau der Triglyceride des Fettgewebes in Glycerin und
Fettsäuren.
Die Aktivierung von β3-Rezeptoren stimuliert ebenfalls den Grundumsatz
und erhöht
dadurch den Energieverbrauch. Aus diesem Grund fördert die Aktivierung von β3-Rezeptoren den Verlust
von Körperfett.
Verbindungen, die β3-Rezeptoren stimulieren, können daher
bei der Behandlung von Adipositas eingesetzt werden. Verbindungen,
die als β3-Rezeptor-Agonisten fungieren, besitzen eine
hypoglykämische
und/oder anti-diabetische Aktivität. Eine solche Aktivität kann durch
fachkundige Personen einfach mit Hilfe von Standardassays (Internationale
Patentanmeldung, Publikation-Nr.
WO 96/35671) nachgewiesen werden. Im folgenden werden mehrere Verbindungen
dieser Art beschrieben und zitiert; fachkundigen Personen werden
jedoch auch andere β-adrenerge
Agonisten bekannt sein.
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Die
Internationale Patentanmeldung, Publikation-Nr. WO 96/35671, beschreibt
Verbindungen, wie z. B. substituierte Aminopyridine, die β-adrenerge
Agonisten sind. Die Internationale Patentanmeldung, Publikation
Nr. WO 93/16189, beschreibt die Verwendung selektiver β3-Rezeptor-Agonisten
zur Behandlung der Adipositas in Kombination mit Verbindungen, durch
die das Essverhalten modifiziert werden kann.
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Ein
beliebiger thyreomimetische Arzneistoff zur Behandlung von Adipositas
kann als zweite Verbindung in der Kombinationsbehandlung nach dieser
Erfindung verwendet werden. Diese Verbindungen sind gewebespezifische
Schilddrüsenhormon-Agonisten.
Durch diese Verbindungen kann ein Gewichtsverlust durch andere Mechanismen
als die Appetitunterdrückung
herbeigeführt
werden, wie z. B. durch Stimulation des Grundumsatzes im peripheren
Gewebe, wodurch ein Gewichtsverlust bewirkt wird. Ein solcher metabolischer Effekt
kann durch fachkundige Personen einfach mit Hilfe von Standardassays
nachgewiesen werden. Fachkundigen Personen wird eine Vielzahl dieser
Produkte bekannt sein. In diesem Gebiet erfahrenen Personen ist
bekannt, dass die Selektivität
des thermogenen Effekts bei der Behandlung von Adipositas und verwandten Krankheitsbildern
eine bedeutende Voraussetzung ist.
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Jede
das Essverhalten modifizierende Verbindung kann als zweite Verbindung
dieser Erfindung verwendet werden. Verbindungen, die das Essverhalten
modifizieren, schließen
anorektische Wirkstoffe (den Appetit vermindernde Verbindungen)
ein. Solche Klassen von anorektischen Wirkstoffen sind fachkundigen
Personen gut bekannt. Darüber
hinaus sind die folgenden Verbindungen Wirkstoffe gegen Adipositas:
Phenylpropanolamin, Ephedrin, Pseudoephedrin, Phentermin, ein Neuropeptid
Y (von hier an auch als "NPY" bezeichnet)-Antagonist,
ein Cholecystokinin A (von hier an auch als CCK-A bezeichnet)-Agonist,
ein Monoamin-Reuptake-Inhibitor
(wie z. B. Sibutramin), ein sympathomimetischer Wirkstoff, ein serotoninerger
Wirkstoff (wie z. B. Fenfluramin), ein Dopaminagonist (wie z. B.
Bromocriptin), ein Melanozyten Stimulierendes Hormon-Rezeptoragonist
oder eine dem Melanozyten Stimulierenden Hormon analoge Verbindung,
ein Cannabinoid-Rezeptorantagonist,
ein Agonist des Melanin konzentrierenden Hormons, das OB-Protein (von hier
an als "Leptin" bezeichnet), ein
Leptin-Analogon, ein Galanin-Antagonist
oder ein GI-Lipase-Inhibitor bzw. -Verminderer (wie z. B. Orlistat).
Weitere Wirkstoffe gegen Adipositas umfassen Phosphatase 1B-Inhibitoren,
Bombesin-Agonisten, Dehydroepiandrosteron oder dessen Analoge, Glukokortikoid-Rezeptorantagonisten,
Orexin-Rezeptorantagonisten, Urocortin bindendes Hormon-Antagonisten oder
Glucagon-like-Peptid 1 (Insulinotropin)-Agonisten. Ein besonders
bevorzugter Monoamin-Reuptake-Inhibitor ist Sibutramin, das entsprechend
der Beschreibung in dem U.S. Patent Nr. 4.929.629 hergestellt wird.
Bevorzugte serotoninerge Wirkstoffe schließen Fenfluramin ein, die entsprechend
der Beschreibung im U.S. Patent Nr. 3.198.834 hergestellt wird.
Ein bevorzugter Dopaminagonist ist Bromocriptin, das entsprechend
der Beschreibung in den U.S. Patenten Nr. 3.752.824 und Nr. 3.752.888
hergestellt wird. Ein weiterer bevorzugter anorektischer Wirkstoff
ist Phentermin, das entsprechend der Beschreibung im U.S.-Patent Nr. 2.408.345
hergestellt wird.
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Jeder
NPY-Rezeptorantagonist kann als zweite Verbindung in der Kombinationsbehandlung
nach dieser Erfindung verwendet werden. Der Begriff NPY-Rezeptorantagonist
bezieht sich auf Verbindungen, die mit NPY-Rezeptoren interagieren
und die Aktivität
des Neuropeptids Y an diesen Rezeptoren hemmen und daher bei der
Behandlung von mit Neuropeptid Y verbundenen Krankheiten wie z.
B. Ernähungsstörungen,
einschließlich
Adipositas, vorteilhaft sein können.
Eine solche Hemmung kann von fachkundigen Personen einfach mit Hilfe
von Standard-Assaymethoden
(wie z. B. die Methode in der Internationalen Patentanmeldung, Publikations-Nr.
WO 99/07704) nachgewiesen werden. Darüber hinaus sind die unten beschriebenen
und zitierten Verbindungen NPY-Rezeptor-Antagonisten; Fachkundigen
Personen werden jedoch ebenfalls andere NPY-Rezeptor-Antagonisten
bekannt sein. Die Internationale Patentanmeldung, Publikations-Nr.
WO 99/07703, beschreibt bestimmte 4-Aminopyrrol(3,2-d)-Pyrimidine
als Neuropeptid Y-Rezeptorantagonisten. Die
Internationale Patentanmeldung, Publikations-Nr. WO 96/14307, publiziert
am 17. Mai 1996; Internationale Patentanmeldung, Publikations-Nr. WO 96/40660,
publiziert am 19. Dezember 1996; Internationale Patentanmeldung,
Publikations-Nr. WO 98/03492; Internationale Patentanmeldung, Publikations-Nr.
WO 98/03494; Internationale Patentanmeldung, Publikations-Nr. WO
98/03493; Internationale Patentanmeldung, Publikations-Nr. WO 96/14307,
publiziert am 17. Mai 1996; Internationale Patentanmeldung, Publikations-Nr.
WO 96/40660, publiziert am 19. Dezember 1996, beschreiben weitere
Verbindungen wie z. B. substituierte Benzylaminderivate, die als
spezifische Neuropeptid Y-Rezeptorliganden
eingesetzt werden können.
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Die
Offenlegung der in dieser Beschreibung zitierten Veröffentlichungen
der einzelnen Referenzen, Patente und veröffentlichten Anmeldungen werden
hiermit als Referenz hierin aufgenommen.
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Bei
der Behandlung durch Kombinationstherapie werden beide Verbindungen
dieser Erfindung und die Behandlungen mit anderen Verbindungen mittels
konventioneller Methoden an Säugetiere
(d. h. Menschen, männlich
und weiblich) verabreicht. Fachkundige Personen erkennen, dass die
therapeutisch wirksamen Mengen der Verbindungen dieser Erfindung
und die Behandlungen mit anderen Verbindungen, die einem Patient bei
einer Kombinationstherapie zu verabreichen sind, von einer Reihe
von Faktoren abhängen,
welche ohne Einschränkung
die erwünschte
biologische Aktivität,
den Zustand des Patienten und die Verträglichkeit der Verbindung einschließen.
-
Die
zweite Verbindung dieser Erfindung wird z. B. bei Verabreichung
an ein Säugetier
in einem Bereich von 0,01 bis ca. 50 mg/kg Körpergewicht/Tag dosiert, wobei
der Bereich von 0,1 mg bis ca. 10 mg/kg Körpergewicht/Tag, einzeln oder
in geteilten Dosen verabreicht, bevorzugt wird. Insbesondere dann,
wenn die zweite Verbindung dieser Erfindung (1) Sibutramin ist,
so ist die Dosierung von Sibutramin ca. 0,01 mg/kg/Tag bis ca. 30
mg/kg Körpergewicht/Tag,
wobei ca. 0,1 mg/kg/Tag bis etwa 1 mg/kg Körpergewicht/Tag bevorzugt werden; (2)
Fenfluramin ist, so ist die Dosierung von Fenfluramin ca. 0,01 mg/kg/Tag
bis ca. 30 mg/kg Körpergewicht/Tag,
wobei ca. 0,1 mg/kg/Tag bis ca. 1 mg/kg Körpergewicht/Tag bevorzugt werden;
(3) Bromocriptin ist, so ist die Dosierung von Bromocriptin ca.
0,01 mg/kg/Tag bis ca. 10 mg/kg Körpergewicht/Tag, wobei ca.
0,1 mg/kg/Tag bis ca. 1 mg/kg Körpergewicht/Tag
bevorzugt werden; (4) Phentermin ist, so ist die Dosierung von Phentermin
ca. 0,01 mg/kg/Tag bis ca. 10 mg/kg Körpergewicht/Tag, wobei ca.
0,1 mg/kg/Tag bis ca. 1 mg/kg Körpergewicht/Tag
bevorzugt werden. Ebenso kann z. B. wie oben erwähnt eine Menge eines Aldose-Reduktaseinhibitors,
die bei den Aktivitäten
dieser Erfindung wirksam ist, als zweite Verbindung dieser Erfindung
verwendet werden. Eine wirksame Dosierung liegt für Aldose-Reduktaseinhibitoren
gemäß dieser
Erfindung üblicherweise
im Bereich von etwa 0,1 mg/kg/Tag bis etwa 100 mg/kg/Tag als Einzeldosis
oder aufgeteilt, vorzugsweise etwa 0,1 mg/kg/Tag bis 20 mg/kg/Tag
als Einzeldosis oder aufgeteilt.
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Wie
oben erwähnt,
können
die Verbindungen und pharmazeutisch akzeptablen Salze der vorliegenden
Verbindung mit einem pharmazeutisch akzeptablen Trägerstoff,
Hilfsstoff oder Diluent in einer Mischung kombiniert werden, um
pharmazeutische Zusammensetzungen zur Behandlung der hierin erwähnten Zustände und
Krankheiten bei Säugetieren,
insbesondere beim Menschen, herzustellen. Der jeweilige Trägerstoff, Hilfsstoff
oder Diluent in diesen pharmazeutischen Zusammensetzungen kann.
je nach Verabreichungsart, zum Beispiel intravenös, oral, topisch, als Zäpfchen und
parenteral, sehr unterschiedlich sein. Ebenso können die Verbindungen, Prodrugs
und deren Salze nach dieser Erfindung individuell oder zusammen
in jeder konventionellen Dosierungsform, z. B. als orale, parenterale,
Aerosol-, rektale oder transdermale Dosierungsform verabreicht werden.
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Ein
pharmazeutisches Präparat
zur oralen Verabreichung kann die Form einer Lösung, Suspension, Tablette,
Pille, Kapsel und eines Pulvers annehmen. Tabletten, die mehrere
Hilfsstoffe enthalten, wie Natriumcitrat, Calciumcarbonat und Calciumphosphat
werden mit verschiedenen Zerfallsmitteln eingesetzt, darunter Stärke, vorzugsweise
Kartoffel- oder Tapiokastärke
und komplexe Silikate, zusammen mit Bindemitteln wie Polyvinylpyrrolidon,
Sucrose, Gelatine und Acacia. Darüber hinaus sind bei der Tablettierung
häufig
auch Schmierstoffe wie Magnesiumstearat, Natriumlaurylsulfat und
Talkum sehr vorteilhaft. Feste Mischungen ähnlicher Art werden ebenso
als Füllstoffe
in Hart- und Weichgelatinekapseln eingesetzt; in diesem Zusammenhang
gehören
Laktose oder Milchzucker sowie hochmolekulare Polyethylenglykole
ebenfalls zu den bevorzugten Materialien. Wenn wässrige Lösungen und/oder Elixiere zur
oralen Verabreichung erwünscht
sind, können die
Verbindungen und deren pharmazeutisch akzeptablen Salze nach dieser
Erfindung mit verschiedenen Süßungsmitteln,
Geschmacksstoffen, Farbstoffen, Emulgatoren und/oder Suspensionsmitteln
wie auch mit Diluenten wie Wasser, Ethanol, Propylenglykol, Glycerin
und verschiedenen Kombinationen aus diesen kombiniert werden.
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Aufgrund
ihrer einfachen Verabreichung stellen Tabletten und Kapseln die
vorteilhafteste orale Dosierungsform für die pharmazeutischen Präparate der
vorliegenden Erfindung dar.
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Zum
Zweck der parenteralen Verabreichung können Lösungen in Sesamöl oder Erdnussöl oder in wässrigem
Polyethylenglykol ebenso wie sterile wässrige Lösungen der entsprechenden wasserlöslichen
Salze verwendet werden. Solche wässrigen
Lösungen
können,
falls notwendig, in geeigneter Weise gepuffert sein und der flüssige Diluent
kann zunächst
mit Hilfe von ausreichend Kochsalz oder Glukose in eine isotonische Lösung überführt werden.
Diese wässrigen
Lösungen
eignen sich insbesondere zur intravenösen, intramuskulären, subkutanen
und intraperitonealen Injektion. Alle hierfür verwendeten sterilen wässrigen
Medien können
von fachkundigen Personen durch bekannte Standardmethoden einfach
erhalten werden.
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Zum
Zweck der transdermalen (z. B.) topischen Anwendung werden verdünnte, sterile
wässrige
Lösungen
oder partiell wässrige
Lösungen
(üblicherweise
in einer Konzentration von 0,1% bis 5%), die ansonsten den obigen
parenteralen Lösungen
entsprechen, hergestellt.
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Zur
topischen Anwendung können
die Verbindungen, Prodrugs und deren Salze gemäß dieser Erfindung mit Hilfe
von wirkstofffreien, feuchtigkeitsspendenden Grundlagen wie Salben
oder Cremes formuliert werden. Beispiele geeigneter Salbengrundlagen
sind Vaseline, Vaseline mit flüchtigen
Silikonen, Lanolin und Wasser-in-Öl-Emulsionen.
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Methoden
zur Herstellung verschiedener pharmazeutischer Zusammensetzungen
mit einer bestimmten Menge einer Verbindung der Formel 1 oder deren
Prodrug bzw. Salzes sind bekannt oder werden fachkundigen Personen
anhand dieser Veröffentlichung
offensichtlich sein. Für
Beispiele von Methoden der Herstellung pharmazeutischer Zusammensetzungen
siehe Remington's Pharmaceutical
Sciences, Mack Publishing Company, Easter, Pa., 19. Ausgabe (1995).
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Da
sich ein Aspekt der vorliegenden Erfindung sich auf die Behandlung
von hierin beschriebenen Krankheiten/Zuständen durch eine Kombination
von Verbindungen, die getrennt verabreicht werden können, bezieht,
betrifft die Erfindung ebenfalls die Kombination mehrerer pharmazeutischer
Zusammensetzungen in Form eines Kits. Der Kit umfasst zwei getrennte
pharmazeutische Präparate:
eine Verbindung der Formel 1 oder ein Salz einer solchen Verbindung
und eine zweite Verbindung gemäß der obigen
Beschreibung. Das Kit umfasst einen Behälter, wie z. B. eine abgeteilte
Flasche oder ein abgeteiltes Folienpaket. Üblicherweise umfasst der Kit
Anleitungen zur Verabreichung der getrennten Komponenten. Die Kit-Form
ist von besonderem Nutzen, wenn die getrennten Komponenten vorzugsweise
in verschiedenen Dosierungsformen verabreicht werden (z. B. oral
und parenteral), wenn sie in unterschiedlichen Dosierintervallen
verabreicht werden oder wenn der verschreibende Arzt eine Titration
der individuellen Komponenten der Kombination wünscht.
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Ein
Beispiel eines solchen Kits ist die so genannte Blisterpackung.
Blisterpackungen sind in der Verpackungsindustrie weit verbreitet
und werden zur Verpackung von pharmazeutischen Dosierungseinheiten (Tabletten
oder Kapseln) viel benutzt. Blisterpackungen bestehen im allgemeinen
aus einem Blatt aus relativ starrem Material, das durch eine Folie
aus vorzugsweise transparentem Plastikmaterial abgedeckt ist. Während der
Verpackungsphase werden in der Plastikfolie Einbuchtungen erzeugt.
Die Einbuchtungen haben die Form der zu verpackenden Tabletten oder
Kapseln. Danach werden die Tabletten oder Kapseln in die Einbuchtungen
eingebracht und das Blatt des relativ starren Materials wird an
der den Einbuchtungen gegenüber
liegenden Seite gegen die Plastikfolie versiegelt. Es resultieren
Tabletten oder Kapseln, die in den Einbuchtungen zwischen der Plastikfolie
und dem Blatt versiegelt sind. Das Blatt besitzt vorzugsweise eine
Stärke,
die es erlaubt, die Tabletten oder Kapseln durch Ausüben von
manuellem Druck auf die Einbuchtungen aus der Blisterpackung herauszunehmen,
wodurch im Blatt an der Stelle der Einbuchtung eine Öffnung entsteht.
Die Tablette oder Kapsel kann anschließend durch die besagte Öffnung entfernt
werden.
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Es
kann evtl. erstrebenswert sein, auf dem Kit eine Gedächtnisstütze anzubringen,
z. B. in Form von Zahlen neben den Tabletten oder Kapseln, wobei
die Zahlen den Tagen des Behandlungsregimes entsprechen, an denen
die spezifizierten Tabletten oder Kapseln eingenommen werden sollten.
Ein weiteres Beispiel einer solchen Gedächtnisstütze ist ein auf die Karte aufgedruckter
Kalender, z. B. wie folgt: "Erste
Woche, Montag, Dienstag, ...etc. ....Zweite Woche, Montag, Dienstag,
..."etc. " Andere Variationen
von Gedächtnisstützen sind
leicht ersichtlich. Eine "tägliche Dosis" kann eine einzige
Tablette oder Kapsel sein oder mehrere Pillen oder Kapseln, die
an einem gegebenen Tag einzunehmen sind. Ebenso kann eine Tagesdosis
der Verbindung mit der Formel 1 (oder dessen pharmazeutisch akzeptabler
Salzes) aus einer Tablette oder Kapsel bestehen, während eine
Tagesdosis der zweiten Verbindung aus mehreren Tabletten oder Kapseln
bestehen kann und umgekehrt. Die Gedächtnisstütze sollte dies widerspiegeln.
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Eine
weitere spezifische Ausführungsform
dieser Erfindung schließt
einen Dosierspender ein, der die täglichen Dosen einzeln und in
der Reihenfolge ihrer beabsichtigten Verabreichung dispensiert.
Ein Beispiel einer solchen Gedächtnisstütze ist
ein mechanischer Zähler,
der die Anzahl der täglich
ausgegebenen Dosen anzeigt. Ein weiteres Beispiel einer solchen
Gedächtnisstütze ist
ein batteriebetriebener Mikrochip mit einer damit verbundenen Flüssigkristallsichtanzeige
oder einem akustischen Erinnerungssignal, das z. B. das Datum der
letzten eingenommenen Tagesdosis abliest und/oder an den Zeitpunkt
der nächsten
Dosis erinnert.
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Die
nachfolgenden Abschnitte beschreiben Beispiele von Formulierungen,
Dosierungen etc., die bei Tieren nutzbar sind. Die Verabreichung
von Verbindungen dieser Erfindung (wahlweise in Kombination mit
anderen pharmazeutischen Wirkstoffen wie oben beschrieben) kann
oral oder nicht-oral, z. B. durch Injektion, wirksam sein. Eine
bestimmte Menge der Verbindung der Formel 1 oder dessen pharmazeutisch
akzeptables Salz wird so verabreicht, dass der Patient eine therapeutisch
wirksame Dosis erhält.
Dies ist im allgemeinen eine tägliche
Dosis, die bei oraler Verabreichung an ein Tier üblicherweise zwischen 0,01
und 500 mg/kg Körpergewicht,
vorzugsweise zwischen 0,1 und 50 mg/kg Körpergewicht liegt. Der Wirkstoff
kann praktischerweise im Trinkwasser enthalten sein, so dass die
tägliche
Wasserversorgung die Zufuhr der therapeutischen Dosierung des Wirkstoffes
garantiert. Der Wirkstoff kann direkt in das Trinkwasser abgemessen
werden, vorzugsweise in Form eines flüssigen, wasserlöslichen
Konzentrats (wie z. B. eine wässrige
Lösung
eines wasserlöslichen
Salzes). Praktischerweise kann der aktive Inhaltsstoff auch direkt
dem Futter zugefügt
werden, als solcher oder in Form eines Tierfutterzusatzes, was auch
als Prä-Mix
oder Konzentrat bezeichnet wird. Ein Prä-Mix oder Konzentrat eines therapeutischen
Wirkstoffs in einem Trägerstoff
wird üblicherweise
für den
Einschluss des Wirkstoffs in das Futter verwendet. Geeignete Träger sind
je nach Wunsch flüssig
oder fest, wie z. B. Wasser, verschiede Mehlsorten wie Alfalfamehl,
Sojamehl, Baumwollsamenmehl, Leinsamenmehl, Maiskolbenmehl und Maismehl,
Molasse, Harnstoff, Tiermehl und Mineralmischungen, die üblicherweise
in Geflügelfutter verwendet
werden. Ein besonders effektiver Wirkstoff ist das jeweilige Tierfutter
selbst, d.h. ein geringer Anteil eines solchen Futters. Der Träger vermittelt
eine einheitliche Verteilung der aktiven Inhaltsstoffe im fertigen
Futter, mit dem das Prä-Mix
vermischt wird. Es ist wichtig, dass die Verbindung vollständig in
das Prä-Mix
und anschließend
das Futter eingearbeitet wird. In dieser Hinsicht kann der Wirkstoff
evtl. in einem geeigneten öligen
Trägerstoff
wie Sojabohnenöl,
Maisöl,
Baumwollsamenöl
oder in einem flüchtigen
organischen Lösungsmittel
dispergiert oder gelöst
und dann mit dem Trägerstoff
vermischt werden. Es wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die
Proportionen von Wirkstoffen im Konzentrat stark variieren können, da
die Wirkstoffmenge im endgültigen
Futter durch Vermischen der geeigneten Menge von Prä-Mix mit
dem Futter eingestellt werden kann, um den erwünschten Spiegel des therapeutischen
Wirkstoffs zu erhalten.
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Hochwirksame
Konzentrate können
durch den Futtermittelhersteller mit einem proteinösen Trägerstoff wie
Sojabohnenmehl oder anderen Mehlsorten vermischt werden, um konzentrierte
Nahrungsergänzungsmittel
zu erhalten, die zur direkten Fütterung
an Tiere geeignet sind. In diesen Fällen wird den Tieren gestattet, ihre
gewohnte Diät
beizubehalten. Alternativ können
solche konzentrierten Nahrungsergänzungsmittel dem Futtermittel
direkt zugegeben werden, um als Endprodukt ein ernährungsphysiologisch
ausgeglichenes Futter zu erhalten, das eine therapeutisch wirksame
Konzentration einer Verbindung gemäß der vorliegenden Erfindung
enthält.
Die Mischungen werden mittels Standardverfahren wie z. B. in einem
Twin-Shell Mischer vollständig
durchgemischt, damit die Homogenität gewährleistet ist.
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Wird
das Supplement als Top-Dressing für das Futter verwendet, hilft
dies ebenso, eine gleichmäßige Verteilung
des aktiven Materials auf dem gesamten, das Futter abdeckenden Dressing,
zu erzielen.
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Die
vorliegende Erfindung besitzt mehrere, veterinärmedizinisch vorteilhafte Eigenschaften.
Der Tierbesitzer oder Tierarzt, der bei seinem Haustier eine Gewichtsreduktion
und Reduzierung von unerwünschtem Fett
herbeiführen
möchte,
kann dies mit Hilfe der vorliegenden Erfindung erreichen. Geflügel- und
Schweinezüchter
erhalten bei Anwendung der Methode der vorliegenden Erfindung Tiere
mit weniger Körperfett,
die sich in der Fleischindustrie zu höheren Preisen verkaufen lassen.
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Trinkwasser
und Futter zur Erhöhung
des Magerfleischanteils und zur Verbesserung des Verhältnisses von
Magerfleisch zu Fett werden allgemein durch Mischung einer Verbindung
der vorliegenden Erfindung mit einer ausreichenden Menge Tierfutter
zubereitet, so dass etwa 10-3 bis 500 ppm
der Verbindung im Futter bzw. Wasser enthalten sind.
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Die
bevorzugten, mit Arzneistoff versetzten Schweine-, Rinder-, Schafs-
und Ziegenfutter enthalten im allgemeinen etwa 1 bis 400 Gramm aktiven
Wirkstoff pro Tonne Futter, wobei die optimale Menge für diese Tiere üblicherweise
etwa 50 bis 300 Gramm pro Tonne Futter beträgt.
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Die
bevorzugten Futter von Haustieren wie Katzen und Hunden enthalten
im allgemeinen etwa 1 bis 400 Gramm und vorzugsweise 10 bis 400
Gramm der jeweiligen Verbindung pro Tonne Futter.
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Zur
parenteralen Verabreichung bei Tieren werden die Verbindungen der
vorliegenden Erfindung und deren pharmazeutisch akzeptablen Salze
in Form einer Paste oder eines Pellets hergestellt und als Implantat, zumeist
unter der Haut am Kopf oder den Ohren des Tieres verabreicht, wo
der Gehalt an Magerfleisch erhöht und
das Verhältnis
von Magerfleisch zu Fett verbessert werden soll.
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Üblicherweise
schließt
die parenterale Verabreichung die Injektion einer ausreichenden
Menge einer Verbindung und dessen pharmazeutisch akzeptablen Salzes
nach der vorliegenden Erfindung ein, so dass das Tier von der Verbindung
etwa 0,01 bis 500 mg/kg Körpergewicht/Tag
erhält.
Die bevorzugte Dosis der Verbindung liegt für Schweine, Rinder, Schafe,
Ziegen und Haustiere im Bereich von 0,1 bis 50 mg/kg Körpergewicht/Tag.
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Pastenformulierungen
werden hergestellt, indem eine Verbindung dieser Erfindung in einem
pharmazeutisch akzeptablen Öl
wie Erdnussöl,
Sesamöl
oder Maisöl
dispergiert wird.
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Pellets,
die eine wirksame Menge einer Verbindung, Prodrug oder eines pharmazeutisch
akzeptablen Salzes der vorliegenden Erfindung enthalten, werden
hergestellt, indem eine Verbindung der vorliegenden Erfindung mit
einem Diluenten wie Carbowax oder Carnubawachs vermischt wird wobei
durch Zusatz eines Schmiermittels wie Magnesium- oder Calciumstearat
das Pelletierverfahren verbessert werden kann.
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Es
ist natürlich
bekannt, dass einem Tier eventuell mehr als ein Pellet verabreicht
werden muss, um den gewünschten
Dosisspiegel zu erreichen, der die erwünschte Erhöhung des Magerfleischgehalts
sowie die Verbesserung des Verhältnisses
von Magerfleisch zu Fett bewirkt. Darüber hinaus hat sich gezeigt,
dass während
der Behandlungsphase der Tiere periodisch auch Implantate hergestellt
werden können,
um den erwünschten
Wirkstoffspiegel im Körper
des Tieres aufrecht zu erhalten.
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Die
Aktivität
der Verbindungen und deren pharmazeutisch akzeptablen Salze der
vorliegenden Erfindung werden durch ein oder mehrere der im folgenden
beschriebenen Assays nachgewiesen.
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Die
folgende Beschreibung betrifft ein Assay zur Identifizierung der
Glukokortikoidrezeptor-Modulatoren, die Glukokortikoidrezeptor-Agonist-
und/oder -Antagonistaktivitäten
beisitzen. HeLa-Zellen, die endogene humane Glukokortikoidrezeptoren
besitzen, werden mit einem 3xGRE-Luciferase-Plasmid, das mittels
Standardmethoden erhalten wurde, und mit einem Plasmid, das Neomycinresistenz überträgt, transfiziert.
Neuartige, auf Glukokortikoide ansprechende Zelllinien wurden erzeugt
und charakterisiert. Eine dieser Zelllinien, auch als HeLa-GRE9
bezeichnet, werden zur Bestimmung der Aktivität der Verbindungen am Glukokortikoidrezeptor
verwendet. Zellen werden in mit Aktivkohle behandeltem Rinderserum
aufbewahrt und einen Tag vor der Behandlung mit verschiedenen Konzentrationen
(10–12 bis
10–5)
der Testverbindungen in Anwesenheit und Abwesenheit bekannter Glukokortikoidrezeptor-Agonisten
(z. B. Dexamethason, Hydrocortison) in 96 Wells-Mikrotiterplatten überführt. Behandlungen
werden in dreifacher Ausführung
vorgenommen. Es werden Zelllysate hergestellt und die Luciferaseaktivität mit Hilfe
eines Luminometers bestimmt. Die Agonistenaktivität wird durch
Vergleich der Luciferaseaktivität
in mit der Prüfsubstanz
behandelten Zellen und in mit dem Agonisten Dexamethason behandelten
Zellen ausgewertet. Die Antagonistenaktivität wird durch Vergleich der
Luciferaseaktivität
einer EC50-Konzentration von Dexamethason
in Abwesenheit und Anwesenheit der Testsubstanz ausgewertet. Die
EC50 (Konzentration, die 50% der maximalen
Antwort produziert) für
Dexamethason wird aus Dosis-Antwort-Kurven berechnet.
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Im
folgenden wird ein Assay zur Bestimmung der kompetitiven Inhibitionsbindung
des Humanen Typ II Glukokortikoidrezeptors, der in Sf9-Zellen exprimiert
wird, beschrieben.
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Bindungsprotokoll:
Die Verbindungen werden in einem Bindungsverdrängungs-Assay getestet, wobei der
menschliche Glukokortikoidrezeptor, der in Sf9-Zellen exprimiert
wird, mit 3H-Dexamethason als Ligand verwendet
wird. Der menschliche Glukokortikoidrezeptor wird in Sf9-Zellen,
wie in Mol. Endocrinology 4: 209, 1990 beschrieben, exprimiert.
Pellets, die Sf9-Zellen
enthalten, welche den humanen GR-Rezeptor aus 11 Fässern exprimieren,
werden mit 40 μl
einer 20mMol AEBSF-Stammlösung
(Calbiochem, LaJolla, CA) lysiert, die 50 mg/ml Leupeptin enthält, dann
werden 40 ml Homogenisierungspuffer zugegeben. Das Assay wird in 96
Well-Polypropylenplatten durchgeführt, in einem Endvolumen von
130 μl,
enthaltend 200 μg
Sf9-Lysatprotein, 6,9 nM 3H-Dexamethason (Amersham,
Arlington Heights, IL), in der Anwesenheit von Testsubstanzen, Testsubstanzträgerstoffen
(bei Gesamtzahlermittlung) oder überschüssigem Dexamethason
(7 μM nicht-radiaoaktiv,
zur Ermittlung unspezifischer Bindung) in einem ausreichenden Volumen
Assaypuffer. Alle Verbindungen wurden als Doppelwerte bei 6 verschiedenen
Konzentrationen (Konzentrationsbereich: 0,1–30 nM oder 3–1000 nM)
getestet. Die Testsverbindungen werden aus einer 25mM Stammlösung in
100% DMSO mit 70% EtOH verdünnt
und in einem Volumen von 2 μl
zugegeben. Sobald alle Zusätze
erfolgt sind, werden die Platten geschüttelt, mit abdichtendem Klebeband
versiegelt und bei 4 °C über Nacht
inkubiert. Am Ende der Inkubation über Nacht werden nicht gebundene
Counts mit Dextran-Kohle wie folgt entfernt: 75 μl Dextran-Kohle (5,0 g aktivierte
Kohle, 0,5 g Dextran, mit Assaypuffer auf ein Volumen von 100 ml
eingestellte) werden zugegeben, die Platten werden geschüttelt und
5 Minuten lang bei 4 °C
inkubiert. Die Platten werden anschließend 15 Minuten lang bei höchster Geschwindigkeit
in einer gekühlten
Labortisch-Zentrifuge zentrifugiert. Einhundert μl des Überstands jeder Vertiefung
werden mit 200 μl
Szintillationscocktail in eine 96 Well-PET-Platte eingebracht und
auf einem Beta-Zähler
(1450 MicroBeta Trilux von Wallac, Turku, Finnland) ausgezählt.
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Datenanalyse:
Nach Subtraktion der nicht-spezifischen Bindung werden gebundene
Counts in % der Gesamtzählungen
ausgedrückt.
Die Konzentrationsantwort der Testsubstanzen wird einer sigmoidalen
Kurve angepasst, um die IC50 (Konzentration der Substanz, die 50%
der gebundenen Counts verdrängt),
zu bestimmen.
-
Reagenzien:
Assaypuffer: 2,0 ml 1M Tris, 0,2 ml 0,5 mM EDTA, 77,1 mg DTT, 0,243
g Natriummolybdat in einem Volumen von 100 ml Wasser; Homogenisierungspuffer:
2,0 ml 0,5 M K2HPO4 (pH
7,6), 20 μl
0,5 M EDTA (pH 8,0), 77,1 mg DTT, 0,486 g Natriummolybdat in einem
Volumen von 100 ml Wasser.
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Im
folgenden wird ein Assay zur Bestimmung der Rezeptorsensitivität beschrieben:
T47D-Zellen von ATCC, die endogene humane Progesteron- und Mineralokortikoidrezeptoren
enthalten, sind vorübergehend unter
Verwendung von Lipofectamid Plus (GIBCO-DRL, Gaithersburg, MD) mit
einer 3xGRE-Luciferase transfiziert. Die 24 Stunden Post-Transfektionszellen
werden in über
Aktivkohle gereinigtem Serum aufbewahrt und auf 96-Well-Mikrotiterplatten überführt. Am
nächsten
Tag werden die Zellen in Abwesenheit und Anwesenheit eines bekannten
Progesteronrezeptor-Agonisten (Progesteron) mit verschiedenen Konzentrationen
(10–12 bis 10–5)
von Testsubstanzen behandelt. Die Behandlungen erfolgen in dreifacher
Ausführung.
Die Herstellung der Zelllysate und die Bestimmung der Luciferaseaktivität erfolgen
mit Hilfe eines Luminometers. Die Agonistenaktivität wird bestimmt
durch Vergleich der Luciferaseaktivität in Zellen, die mit der Verbindung
allein behandelt wurden mit Zellen, die entweder mit dem Agonist
Progesteron oder mit dem Agonist Aldosteron behandelt wurden. Die
Antagonistenaktivität
wird durch Vergleich der Luciferaseaktivität einer EC50-Konzentration von
Progesteron in Abwesenheit und Anwesenheit der Testsubstanz beurteilt.
Die EC50 (Konzentration, die 50% der maximalen
Antwort produziert) für
Progesteron und Aldosteron wird aus Dosis-Antwort-Kurven berechnet.
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Im
folgenden wird ein Assay zur Bestimmung der Anti-Diabetes- und Anti- Adipositasaktivität beschrieben:
Zur Bestimmung der Anti-Diabetes- und Anti-Adipositassaktivität der Testverbindungen wird
die übergewichtige,
diabetische ob/ob-Maus verwendet. Sechs bis zehn Wochen alte männliche
ob/ob-Mäuse
(Jackson Labs, Bar Harbor, Maine) werden 2 bis 10 Tage lang mit
der Testverbindung dosiert. Plasma-Glukosespiegel werden durch Messung
von Glukosespiegeln in aus orbitalen Blutungen entnommenen Proben
bestimmt. Die Glukose wird mit einem Abbott-Autoanalyser (Abbott, Inc. Abbott Park,
IL) quantitativ ermittelt. Die Nahrungsaufnahme wird täglich durch
Differentialwiegen überprüft.
-
Im
folgenden wird ein Assay beschrieben, mit dem die Fähigkeit
einer Substanz zur Inhibierung der durch Glukokortikoidagonisten
induzierten Leber-Tyrosin-Aminotransferaseaktivität (TAT)
in wachsamen Ratten bestimmt wird.
-
Tiere:
Es werden männliche
Sprague Dawley-Ratten (von Charles River, Wilimington MA) (adrenal-intakte
oder mindestens eine Woche vor dem Screening adrenalektomiert )
mit einem Körpergewicht
von 90 g verwendet. Die Ratten werden 7–10 Tage vor ihrem Einsatz
in dem Screening unter Standardbedingungen gehalten.
-
Experimentelles
Protokoll: Ratten (zumeist 3 pro Behandlungsgruppe) werden mit der
Testverbindung, dem Trägerstoff
oder der positiven Kontrolle (Ru486) entweder i.p., p.o., s.c.,
oder i.v. (Schwanzvene) dosiert. Der Trägerstoff für die Testsubstanzen ist üblicherweise
einer der folgenden: 100 PEG 400, 0,25% Methylcellulose in Wasser,
70% Ethanol oder 0,1 N HCl. Die Verbindungen werden in Dosierungen
von 10 bis 125 mg/kg getestet. Die Verbindungen werden als Volumen
von 1,0 ml/100g Körpergewicht
(p.o.) oder 0,1 ml/100g Körpergewicht
für andere
Verabreichungsarten dosiert. Den Ratten wird 10 Minuten nach Gabe
der Testverbindung Dexamethason (0,03 mg/kg i.p. in einem Volumen
von 0,1 ml/l00g) oder ein Trägerstoff
verabreicht. Zur Herstellung der Dexamethason-Dosierungslösung wird Dexamethason (Sigma,
St. Louis, MO) in 100% Ethanol gelöst und mit Wasser verdünnt (Endkonzentration:
10% Ethanol, 90% Wasser, V/V). In jedem Raster sind Gruppen, die
mit Trägerstoff-Trägerstoff,
Trägerstoff-Dexamethason und
Ru486-Dexamethason behandelt wurden, eingeschlossen. Die Verbindungen
wurden gegen Dexamethason allein getestet. Die Ratten wurden drei
Stunden nach der Injektion von Dexamethason durch Enthauptung geopfert.
Es wird eine Leberprobe (0,3 g) entnommen und in 2,7 ml eiskalten
Puffer eingebracht und mit einem Polytron homogenisiert. Um Cytosol zu
erhalten, wird das Leber-Homogenat
60 Min. lang bei 105.000g zentrifugiert und der Überstand bis zur Analyse bei –80 °C aufbewahrt.
TAT wird in 100 μl
einer 1:20-Verdünnung
des 105,000g Überstands
mit Hilfe der Methode von Granner und Tomkins (Methods in Enzymology
17A: 633–637,
1970) und einer Reaktionszeit von 8–10 Minuten analysiert. Die
TAT-Aktivität
wird in μMol
Produkt/min/g Leber ausgedrückt.
-
Interpretation:
Die Behandlungsdaten werden unter Verwendung einer Varianzanalyse
(ANOVA) mit PLSD (protected least significance difference) – Post hoc – Analyse
ausgewertet. Verbindungen werden in diesem Test als aktiv angesehen,
wenn die TAT-Aktivität
in der Gruppe, die vor der Verabreichung von Dexamethason mit der
Verbindung vorbehandelt wurde, gegenüber der TAT-Aktivität in der
mit Trägerstoff-Dexamethason
behandelten Gruppe signifikant (p < 0,05)
vermindert ist.
-
Im
folgenden wird ein Assay zur Bestimmung des Effekts einer Verbindung
auf zwei typische Gene, die während
einer Entzündungsreaktion
aufreguliert werden, beschrieben. Dieses Assay, die durch Glukokortikoid-Hemmung
von IL-1 (Interleukin 1) induzierte Produktion von MMP-1 (Matrix-Metalloproteinase-1)
und IL-8 (Interleukin 8) in menschlichen Chondrosarkoma-Zellen,
wird wie folgt ausgeführt:
SW 1353 menschliche Chondrosarkoma-Zellen (erhalten aus ATCC ) aus
Abschnitt 12 bis Abschnitt 19 werden in einem 96 Well-Format-Assay
verwendet. Die Zellen werden bei Konfluenz in 96-Well-Platten in
DMEM (Dukbecco's
Modified Eagle Medium) mit 10% fetalem Rinderserum ausplattiert
und bei 37 °C,
5% CO2 inkubiert. Nach 24 Stunden wird Serum
enthaltendes Medium entfernt durch 200 μl/Vertiefung DMEM, enthaltend
1 mg/l Insulin, 2 g/l Lactalbuminhydrolysat und 0,5 mg/l Ascorbinsäure ersetzt
und erneut bei 37 °C,
5% CO2 inkubiert. Am nächsten Morgen wird das serumfreie
Medium entfernt und durch 150 μl/Vertiefung
frisches, serumfreies Medium ersetzt, das +/– 20 ng/ml IL-1 Beta, +/– 5 nMol
Dexamethason und +/– Prüfsubstanz
enthält.
Alle Bedingungen werden in dreifacher Ausführung vollzogen, wobei ausschließlich die
inneren 60 Vertiefungen der 96 Well-Platte benutzt werden. Die Vertiefungen
am äußeren Rand
der Platte enthalten 200 μl
serumfreies DMEM. Die Platten werden bei 37 °C, 5% CO2 inkubiert.
24 Stunden nach Zugabe von IL-1 werden aus jeder Vertiefung unter
aseptischen Bedingungen 25 μl
Probe für
die Analyse der IL-8-Produktion entnommen. Proben werden bis zur
Zeit der Analyse bei –20 °C aufbewahrt.
Die IL-8-Produktion wird entsprechend dem Herstellerprotokoll an
60fach in RDSP-Kalibrationsdiluent verdünnten Proben mit Hilfe des
Quantikine Human IL-8 ELISA-Kits von R&D Systems (D8050) ausgewertet. Der
Prozentsatz der durchschnittlichen IL-1-Kontrolle wird für jede der
dreifachen Proben nach Subtraktion des durchschnittlichen Signals
von nicht behandelten Zellen bestimmt. IC50-Werte
werden aus loglinearen Darstellungen des Prozentanteils der Kontrolle
gegen die Inhibitorkonzentration ermittelt. 72 Stunden nach der
IL-1-Zugabe wird das restliche Medium entfernt und bis zum Beginn
der MMP-1-Produktionsanlyse bei –20 °C aufbewahrt. Die MMP-1-Produktion
wird mit Hilfe des Bio-Trak MMP-1 ELISA-Kits von Amersham (RPN2610)
an 100 μl
unverdünnter
Probe entsprechend dem Herstellerprotokoll ermittelt.
-
Der
Prozentsatz der durchschnittlichen IL-1-Kontrolle wird für den Durchschnittswert
aller dreifach analysierten Proben nach Subtraktion des durchschnittlichen
Signals der nicht behandelten Zellen ermittelt. IC50-Werte
werden aus loglinearen Darstellungen des Prozentanteils der Kontrolle
gegen die Inhibitorkonzentration berechnet. Dexamethason ist nachgewiesenermaßen eine
gute positive Kontrolle als Inhibitor sowohl der IL-1- wie auch
der MMP1-Expression (IC50 = 5 nMol).
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Die
folgenden Verbindungen der vorliegenden Erfindung werden bevorzugt:
2-Phenanthrenol,
7-[[5-[(dimethylamino)methyl] 1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-7-[[5-[2-(4-morpholinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-[1-piperidinylmethyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-[2-(1-piperidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-(1-propynyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(1-propynyl)-7-[[5-(1,2,5,6-tetrahydro-1-methyl-3-piperidinyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(1-azetidinyl)ethyl]1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-propyl-,
(2R, 4aS, 10aR)-;-2-Phenanthrenol,
1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-7-[[5-[2-(1-methyl-3-piperidinyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-4a-(phenylmethyl)-2-propyl-,
(2R, 4aS, 10aR)-; 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10, 10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-[2-(1-piperidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-propyl-,
(2R, 4aS, 10aR)-; 2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(dimethylamino)ethyl-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-propyl-,
(2R, 4aS, 10aR)-; 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-(1-piperidinylmethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-propyl-,
(2R, 4aS, 10aR)-; 2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(1-azetidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-7-[[5-(1-methyl-3-piperidinyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10, 10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-[2-(1-piperidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(dimethylamino)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(1-azetidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(1-propynyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-; 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-7-[[5-(1-methyl-3-piperidinyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-4a-(phenylmethyl)-2-(1-propynyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(diethylamino)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-; und
2-Phenanthrenol, 7-[[5-methyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
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EXAMPLES
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Zubereitung 1
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- 1 Benzyl-6-methoxy-3,4-dihydro-1H-naphtalen-2-on
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Eine
Lösung
von 51g (0,289 Mol) 6-Methoxy-2-tetralon der Formel A-1, worin Rx Methoxy ist und 24,2 ml (0,289 Mol) Pyrrolidin
in 1,5 l Toluol wurden über
Nacht über
einem Wasserabscheider unter Rückfluss
erhitzt. Nachdem das Wasser aus dem Azeotrop entfernt wurde und
die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur abgekühlt war, wurde diese zu einem Öl konzentriert
und in 725 ml Dioxan gelöst.
Dieser Lösung
wurden 52 ml (0,434 Mol) Benzylbromid zugegeben, und die resultierende
Mischung wurde über
Nacht unter Rückfluss erhitzt.
Die Mischung wurde stehen gelassen, damit sie sich auf Raumtemperatur
abkühlt,
dann wurde sie in eine Lösung
von 1N HCL gegossen und 3mal mit EtOAc extrahiert. Die organischen
Phasen wurden mit H2O und gesättigter
NaHCO3 gewaschen, über Na2SO4 getrocknet, filtriert und bis zur Trockene
eingedampft. Das Rohprodukt wurde durch Blitzchromatographie über SiO2 gereinigt, wobei 10% bis 15% EtOAc in Hexan
als Gradienteneluent verwendet wurden und 65,2 g des Titelprodukts
dieser Zubereitung als gelbes Öl
(85%) erhalten wurden. IR (unverdünnt) 2937, 1712, 1500 cm–1, 1H-NMR
(400 MHz, CDCl3), δ 2,41–2,49 (m. 3H). 2,76 (dt, 1H,
J = 5,4, 15,5), 3,15–3,70
(m, 2H), 3,67 (t, 1H, J = 6,3) 3,77 (s, 3H), 6,67–6,70 (m,
2H), 6,81 (d, 1H, J = 8,1), 6,87–6,89 (m, 2H), 7,13–7,17 (m,
3H); 13C NMR (100 MHz, CDCl3) δ 27,44, 38,19,
39,19, 54,13, 55,14, 112,11, 112,96, 126,30, 128,07, 128,26, 129,35,
129,53, 138,05, 138,20, 158,30, 212,41 ; MS m/z 267 (M+H)+.
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Zubereitung 2
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- 1(R)-Benzyl-6-methoxy-1(S)-(3-oxo-butyl)-3,4-dihydro-1H-naphtalen-2-on
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Eine
Lösung
von 62 g (0,23 Mol) des Titelprodukts der Zubereitung 1 und 28 ml
(0,23 Mol) frisches, destilliertes (S}-(–)-α-Methyl-benzylamin in 100 l
Toluol wurde über
Nacht über
einem Wasserabscheider unter Rückfluss
erhitzt. Nach Entfernung des Wassers aus dem Azeotrop wurde die
Iminlösung
auf 0 °C
abgekühlt, und
der Lösung
wurde tropfenweise 21 ml (0,26 Mol) frisch destilliertes Methylvinylketon
zugegeben. Die Lösung
wurde bei 0 °C
30 Min. gerührt
und dann über
Nacht auf 40 °C
erhitzt. Die Reaktionslösung
wurde auf 0 °C
abgekühlt,
es wurden 17 ml Essigsäure
sowie 14 ml Wasser zugegeben und die resultierende Lösung konnte
sich 2 Stunden lang auf RT erwärmen.
Die Lösung
wurde in H2O gegossen und dreimal mit EtOAc
extrahiert. Die kombinierten organischen Phasen wurden mit 1N HCl,
H2O und gesättigter Natriumcarbonatlösung gewaschen
und dann über
NaSO4 getrocknet, filtriert und zur Trockne
eingedampft. Das Rohprodukt wurde chromatographisch über SiO2 gereinigt, wobei 15% bis 35% EtOAc in Hexan
als Gradienteneluent verwendet wurde und 48 g des Titelprodukts
dieser Zubereitung als gelber Feststoff erhalten wurden. 1H-NMR (400 MHz, CDCl3), δ 1,38 (s,
3H). 1,40–1,51
(m, 2H), 1,64 (ddd, 1H, J = 2,1, 4,5, 13), 1,97 (breit s, 1H), 2,20
(dt, 1H, J = 4,5, 13), 2,59 (d, 1H, J = 6.6), 3,08 (d, 1H, J = 18),
3,16 (d, 1H, J = 16), 3,33 (dd, 1H, J = 6,6, 18), 3,62 (s, 1H, J
= 16), 3,72 (s, 3H), 6,57 (d, 1H, J = 2,5), 6,67 (dd, 1H, J = 2,5,
8,8), 7,00–7,23
(m, 6H); 13C NMR (100 MHz, CDCl3) δ 27,90, 32,79,
34,40, 38,43, 41,49, 53,51, 55,12, 58,47, 79,06, 112,05, 113,09,
125,37, 127,63, 127,69, 130,27, 132,21, 135,45, 138,65, 157,88,
213,49; MS m/z 337 (M+H)+, 319 (M-OH)+.
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Zubereitung 3
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- (S)-2(3H)-Phenantrenon, 4,4a,9,10-tetrahydro-7-methoxy-4a-(phenylmethyl)-,
(S)-
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Eine
Lösung
von 48 g (143mMol) des Titelprodukts der Zubereitung 2 und 71 ml
1M Natriummethoxid in 100 ml Methanol wurde 15 Min. bei Raumtemperatur
gerührt
und dann für
3 Std. auf 75 °C
erhitzt. Die Lösung
wurde auf 0 °C
gekühlt,
dann wurden 8,2 ml Essigsäure
tropfenweise zugegeben und die Lösung
anschließend
zu einem Öl
konzentriert. Das Öl
wurde in EtOAc gelöst,
mit gesättigter
NaHCO3-Lösung und
Salzwasser gewaschen, über
NaSO4 getrocknet, filtriert und zur Trockne
eingedampft. Das Rohprodukt wurde chromatographisch über SiO2 gereinigt, wobei 15% bis 35% EtOAc in Hexan
als Gradienteneluent verwendet wurde und 44 g des Titelprodukts
dieser Zubereitung als schmutzig weißes Pulver (60% aus 1-Benzyl-6-methoxy 3,4-dihydro-1H-Naphtalen-2-on)
erhalten wurden. Umkristallisation aus EtOAc/Hexan ergab 35 g des
Titelprodukts dieser Erfindung als weißen, kristallinen Feststoff.
Schmpkt. 101–102 °C; IR (unverdünnt) 1667, 1500
cm–1, 1H-NMR (CDCl3), 1,83–1,90 (m,
1H), 2,02 (dt, 1H, J = 5,5, 14), 2,27 (dt, 1H, J = 4,3, 14), 2,44–2,51 (m,
2H), 2,64–2,79
(m, 3H), 3,14 (d, 1H, J = 13), 3,21 (d, 1H, J = 13), 3,78 (s, 3H),
5,96 (s, 1H), 6,54 (d, 1H, J = 2,6), 6,71 (d, 2H, J = 7,1), 6,77
(dd, 1H, J = 2,6, 8,7), 7,06–7,23
(m, 4H); 13C NMR (100 MHz, CDCl3) δ 30,71, 32,10,
34,62, 36,09, 43,62, 46,36, 55,20, 112,78, 112,84, 125,53, 126,68,
(m,
4H); 13C NMR (100 MHz, CDCl3)
,36, 55,20, 112,78, 112,84, 125,53, 126,68, 127,96, 128,12, 130,08, 133,01,
137,24, 137,28, 157,75, 169,16, 198,81, MS m/z 319 (M+H)+, Elementaranalyse: Berechnet für C22H22O2:
C, 82,99; H, 6,69; N, O.
Gefunden: C, 83,21; H, 7,08; N, < 0,10.
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Zubereitung 4
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- 2(3H)-Phenantrenon, 4,4a,9,10-tetrahydro-7-hydroxy-4a-(phenylmethyl)-,
(S)
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Einer
Lösung
von 40 g (0,126 mol) des Titelprodukts aus Zubereitung 3 und 46,5
g (0,126 mol) Tetrabutylammoniumiodid in 630 ml Dichlormethan wird
unter Rühren
bei –78 °C unter N2-Atmosphäre
300 ml 1 M Bortrichlorid in Methylenchlorid zugegeben. Die resultierende
Lösung
wurde 1,5 Std. lang auf RT erwärmt, dann
auf überschüssiges Eis
gegossen und über
Nacht schnell gerührt.
Die Mischung wurde mit Dichlormethan extrahiert, über NaSO4 getrocknet, filtriert und zur Trockne eingedampft.
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Reinigung
durch Blitzchromatographie über
SiO2 unter Verwendung von 20%–60% EtOAc
in Hexan als Gradienteneluent ergab 33,3 g des Titelprodukts dieser
Erfindung als schmutzig-weisses Pulver (87%). 1H-NMR
(400 MHz, CD3OD), δ 1,81–2,00 (m, 2H), 2,26 (dt, 1H,
J = 4,2, 13), 2,40 (dd, 1H, J = 4,5, 18), 2,53 (ddd, 1H, J = 1,7,
5,6, 14), 2,58–2,80
(m, 3H), 3,20 (1H, J = 13), 3,26 (d, 1H, J = 13), 5,92 (s, 1H),
6,45 (d, 1H, J = 2,5). 6,67 (dd, 1H, J = 2,5, 8,5), 6,76 (d, 2H,
J = 6,6), 7,05–7,14
(m, 4H); 13C NMR (100 MHz, CD3OD) δ 30,22, 32,03,
34,08, 36,04, 43,73, 45,97, 113,76, 113,91, 124,50, 126,50, 126,25,
127,49, 127,94, 129,84, 131,86, 137,0, 137,71, 155,24, 171,73, 200,33;
MS m/z 305 (M+H)+.
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Das
Titelprodukt dieser Zubereitung wird vorzugsweise mittels der folgenden
Methode erhalten: Eine Lösung
von 9,45 g (0,02971 Mol) des Titelprodukts der Zubereitung 3 und
6,65 g (0,04458 Mol) DL-Methionin in 200 ml Methansulfonsäure wurde
bei Raumtemperatur unter Stickstoff gerührt. Die erhaltene Lösung wurde über Nacht
gerührt.
Dann wurde Eiswasser in die Mischung gegossen und der Niederschlag
filtriert. Der Filterkuchen wurde mit Wasser gewaschen und in Ethylacetat überführt. Die
organische Phase wurde mit gesättigter
NaHCO3-Lsg. gewaschen, über NaSO4 getrocknet
und konzentriert, um 8 g des Titelprodukts dieser Zubereitung als
schmutzig-weißes
Pulver zu erhalten.
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Zubereitung 5
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- 2(1H)-Phenantrenon, 3,4,4a,9,10,10a-hexahydro-7-hydroxy-4a-(phenylmethyl)-,
(4aS-trans)-
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Ammoniak
(1,5 l) wurde bei –78 °C in einen
Rundkolben kondensiert, der mit einem Trockeneis-Rückflusskondensator
und einem mechanischen Rührgerät bei –78 °C ausgestattet
ist. Diesem Kolben wurden 0,7 g (99 mMol) Lithiumdraht zugefügt, wobei
die Lösung
sich dunkelblau färbte.
Eine Lösung
von 10 g (32,8 mMol) des Titelprodukts der Zubereitung 4 in 400
ml Dioxan:Ether 1:1 wurde der Mischung langsam zugegeben, um die
Reaktionslösung
dunkelblau zu halten. Beim Verblassen der blauen Farbe wurde der
Mischung zur Regenerierung der blauen Farbe eine geringe Menge Lithiumdraht
zugegeben. Die Gesamtmenge an Lithiumdraht, die der Reaktionsmischung
zugegeben wurde, überschritt
3,5 g (495 mMol) nicht. Nach der vollständigen Zugabe des Titelprodukts
der Zubereitung 4 wurde die Reaktion weitere 30 Min. gerührt, dann
wurden 14 g festes Ammoniumchlorid zugegeben, wonach ein sofortiges
Verblassen der blauen Farbe beobachtet wurde. Der Mischung wurde
H2O zugegeben, dann wurde mit EtOAc extrahiert, über NaSO4 getrocknet, filtriert und zur Trockne eingedampft.
Das rohprodukt wurde durch Blitzchromatographie über SiO2 gereinigt,
wobei 15% bis 20% EtOAc in Hexan als Gradienteneluent verwendet
wurden, um 8,16 g des Titelprodukts als Hauptprodukt dieser Zubereitung
(weißer
Feststoff) (81%) zu erhalten. Ebenso wurde eine Spur des cis-Produkts erhalten. 1H-NMR
(400 MHz, CD3OD), δ 1,52 (dt, 1H, J = 4,5, 13),
1,64–1,71
(m, 1H), 1,90–2,15
(m, 2H), 2,27 (ddd, 1H, J = 2,5, 3,7, 15), 2,39 (dm, 1H, J = 15),
2,48 (ddd, 1H, J = 2,0, 6,5, 13), 2,72 (t, 1H, J = 14), 2,84 (d, 1H,
J = 13), 2,89–3,01
(m, 3H), 3,22 (d, 1H, J = 13), 6,17 (d, 1H, J = 8,5), 6,24 (dd,
1H, J = 2,5, 8,5), 6,53 (d, 1H, J = 2,5), 6,65–6,68 (m, 1H), 7,04–7,13 (m,
3H; 13C NMR (100 MHz, CD3OD) δ 27,9, 33,7,
34,8, 36,0, 37,6, 39,4, 43,6, 44,0, 111,3, 114,6, 125,7, 127,0,
127,9, 130,5, 133,4, 138,8, 138,0, 155,1, 212,7; MS m/z 307 (M+H)+.
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Zubereitung 6
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- 2(1(RS)-Benzyl-6-bromo-3,4-dihydro-1H-naphtalen-2-yliden)-pyrrolidiniumbromid-
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Eine
Lösung
des Bisulfitaddukts aus Bromtetralon der Formel A-1, in dem Rx Br (250 g, 760 mMol) ist (handelsüblich),
in gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
(1,25 1) und Ethylacetat (2,5 l) wurde über Nacht kräftig gerührt. Die
Phasen wurde voneinander getrennt, die organische Phase in einen
neuen Kolben überführt und
Toluo(1 l) zugegeben. Die Lösung
wurde bei reduziertem Druck auf ein Volumen von ca. 500 ml destilliert. Dann
wurden weitere 500 ml Toluol wurden zugegeben und bei reduziertem
Druck auf ein Volumen von ca. 300 ml destilliert. Man ließ die Lösung auf
Raumtemperatur abkühlen,
dann wurde Pyrrolidin (54,1 g, 760 mMol) zugegeben. Die Reaktionsmischung
wurde bei 150 °C über einem
Wasserabscheider erhitzt. Nach 2 Std. waren 13 ml Wasser abgeschieden,
und die Konzentration einer kleinen Probe zeigte laut NMR, dass
die Reaktion vollständig
abgelaufen war. Die Toluollösung
des Pyrrolidinenamins wurde auf 90 °C gekühlt und tropfenweise Benzylbromid
(105 ml, 912 mMol) zugegeben. Nach 30 Min. begann die Granulation
von Feststoffen und die Lösung
verdickte sich stark. Zur Erleichterung des Rührens wurden weitere 500 ml
Toluol zugegeben, dann wurde weitere 2 Std. bei 90 °C erhitzt.
Die Aufschlämmung
wurde nun stehen gelassen, so dass sie sich über Nacht auf Raumtemperatur
abkühlen
und ein Granulat bilden kann. Die Feststoffe wurden filtriert und
mit Toluol gewaschen (2 × 500
ml). Nach dem Trocknen über
Nacht unter Vakuum (50 °C)
wurde das Titelprodukt dieser Zubereitung als brauner Feststoff
erhalten: 250 g (557 mMol), 73% Ausbeute, Schmpkt.: 203–205 °C IR (Film)
v 1654, 1596 cm–1; 1H
NMR (CDCl3) δ 7,25 (s, 1H), 7,17–7,13 (m,
3H), 7,08 (dd, 1H. J = 8,3, 1,7 Hz), 6,98–6,93 (m, 2H), 6,68 (d, 1H,
J = 8,3 Hz), 4,29 (dd, 1H, J = 7,5, 7,5 Hz), 4,25 4,17 (m, 2H), 3,95–3,86 (m,
1H), 3,62–3,49
(m, 2H), 3,27 (dd, 1H, J = 13,7, 6,6 Hz), 3,14–3,05 (m, 3H), 2,07–1,95 (m,
3H), 1,92–1,84
(m, 1H); 13C NMR (CDCl3) δ 189,2, 137,2,
136,1, 132,2, 131,2, 130,9, 130,6, 129,8, 129,2, 127,8, 122,1, 55,1,
55,2, 51,3, 39,3, 34,0, 25,6, 24,9, 24,2; Elementaranalyse: Berechnet
für C21H22BrN: C, 56,15;
H, 5,16; N, 3,12. Gefunden: C, 55,64; H, 5,22; N, 3,22.
-
Zubereitung 7
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- 1(R)-Benzyl-5-bromo-9(S)-hydro-10(R)-hydroxy-10(R)-methyl-tricyclo[7.3.1.02,7]trideca-2,4,6-trien-13-on
-
Eine
Lösung
des Titelprodukts der Zubereitung 6 (245 g, 545 mMol) in Tokuol
(275 ml) und Wasser (275 ml) wurde für 2 Std. auf 100 °C erhitzt
und dann zum Abkühlen
auf Raumtemperatur stehen gelassen. Nach Trennung der Phasen wurde
die wässrige
Phase mit Toluol (250 ml) gewaschen. Die vereinigten organischen
Phasen und (S)-(–)α-Methylbenzylamin
(71 ml, 545 mMol) wurden mittels eines Wasserabscheiders auf 150 °C erhitzt.
Sobald 250 ml Toluol und Wasser abgeschieden waren, ließ man die
Reaktionsmischung auf Raumtemperatur abkühlen. Sie wurde sodann über Nacht
gerührt.
Die Lösung
wurde anschließend
auf –10 °C abgekühlt und
Methylvinylketon (50 ml, 600 mMol), frisch aus Kaliumcarbonat bei
reduziertem Druck destilliert, wurde über 15 Min. tropfenweise zugefügt. Nach
vollständiger
Zugabe wurde die Reaktionsmischung bei –10 °C 20 Min. gerührt und
dann auf Raumtemperatur erwärmt.
Die Lösung
wurde auf 38 °C
erwärmt
und mittels NMR überprüft. Nach
7 Std. konnte kein Ausgangsmaterial mehr nachgewiesen werden und
die Reaktionsmischung wurde stehen gelassen, um sich auf Raumtemperatur
abzukühlen.
Es wurde Schwefelsäure
(10%, 750 ml) zugefügt
und die Lösung über Nacht
gerührt.
Während
dieser Zeit trat die Abscheidung von Feststoffen aus der Lösung auf.
Diese Feststoffe wurden filtriert und mit Wasser (500 ml) und Isopropylether
(1000 ml) gewaschen. Nach dem Trocknen über Nacht im Vakuumofen (45 °C) wurde
das Titelprodukt dieser Zubereitung als leicht brauner Feststoff
erhalten: 159 g (413 mMol), 76% Ausbeute; Schmpkt.: 154–155 °C; IR (Film)
v 3412, 1717 cm–1; [α]25 D-48,75; 1H NMR (CDCl3) δ 7,26–7,19, 7,13–7,08 (m,
2H), 7,06-7,00 (m, 4H), 3,72 (d, 1H, J = 15,8 Hz), 3,35 (dd, 1H,
J = 18,0, 6,6 Hz), 3,12 (d, 2II, J = 15,8 Hz), 3,11 (d, 1H, J =
18.0 Hz), 2,56 (d, 1H, J = 6,6 Hz), 2,28 (ddd, 1H, J = 13, 13,1,
4,5 Hz), 2,06 (bs, 1H), 1,67 (ddd, 1H, J = 13,1), 4,5, 2,7 Hz), 1,57–1,50 (m,
1H), 1,44–1,38
(m, 1H), 1,36 (s, 3H); 13C NMR (CDCl3) δ 212,9,
139,6, 138,4, 136,8, 130,5, 130,4, 130,4, 128,7, 128,1, 125,8, 120,6,
79,3, 58,4, 54,2, 41,9, 38,5, 34,0, 32,9, 28,1; Elementaranalyse:
Berechnet für
C21H21BrO2: C, 45,46; H, 5,49; N, O. Gefunden: C,
65,42; H, 5,44; die Struktur und absolute Konfiguration wurden durch
einfache Röntgenanalyse
bestätigt.
-
Zubereitung 8
-
- 4a(S)-Benzyl-7-bromo-2-ethoxy-3,4,4a,9-tetrahydro-phenantren
-
Natriummethoxid
(8,4 g, 156 mMol) wurde langsam einer Lösung des Titelprodukts aus
Zubereitung 7 (60 g, 156 mMol) in 2B Ethanol (540 ml) zugegeben
und 4 Std. bei 80 °C
gerührt.
Laut HPLC (Symmetry C8 150 mm Säule, 70%
CH3CN, 30% Wasser, 1 ml/min; 4T 3,2
Min., 11T 5,1 Min.) Ausgangsmaterial verbraucht und
die Reaktionsmischung wurde auf –10 °C gekühlt. Acetylchlorid (33 ml,
467 mmol) wurde als Lösung
in 2B Ethanol (180 ml) wurde ebenfalls auf –10 °C gekühlt. Die Reaktionsmischung
wurde langsam zur Acetylchloridlösung
gegeben, so dass die Temperatur bei etwa 0 °C gehalten werden konnte. Nach
vollständiger
Zugabe lässt
man die resultierenden Feststoffe bei 0 °C eine Stunde granulieren. Die
Feststoffe wurden filtriert, mit 2B Ethanol (2 × 100 ml) gewaschen und über Nacht
bei Raumtemperatur in einen Vakuumofen platziert. Die resultierenden
Feststoffe enthielten 7,59% NACl-Asche und konnten ohne Reinigung
verwendet werden. Nach Trocknen im Vakuumofen über Nacht (Raumtemperatur)
wurde das Titelprodukt dieser Zubereitung als schwach gelber Feststoff
erhalten: 56,1 g (131 mMol), 84% Ausbeute, Schmpkt. 134–135 °C; IR (Film) ν 1656, 1631
cm–1;
[α]25D-170,68; 1H NMR
(Aceton-d6) δ 7,37-7,32, (m, 2H), 7,11–7,05 (m,
2H), 7,01–6,95
(m, 2H), 6,53 (d, 2H, J = 7,1 Hz), 5,49 (dd, 1H, J = 5,8,2,5 Hz),
5,47 (d, 1H, J = 1,2 Hz), 3,91 (q, 2H, J = 7,1 Hz), 3,03 (d, 1H, J
= 12,5 Hz), 2,91 (dd, 1H, J = 21,6, 5,8 Hz), 2,77–2,69 (m,
1H), 2,68 (d, 1H, J = 12,5 Hz), 2,59 (dd, 1H, J = 12,9, 6,0 Hz),
2,27 (dd, 1H, J = 17,1, 6,0 Hz), 2,13 (d, 1H, J = 21,6 Hz), 1,79
(ddd, 1H, J = 12,9, 12,9, 5,8 Hz), 1,32 (t, 3H, J = 7.1 Hz); 13C NMR (acetone-d6) δ 155,2, 141,1,
140,1, 137,8, 136,2, 130,7, 129,9, 128,8, 127,9, 127,1, 126,0, 119,3,
118,7, 98,9, 62,5, 44,3, 41,9, 32,4, 30,0 25,6, 14,3; Elementaranalyse:
Berechnet für Cr23Hr23BrO: C, 69,88;
H, 5,86. Gefunden: C, 70,20; H, 5,84.
-
Zubereitung 9
-
- 4a(S)-Benzyl-7-hydroxy-2-ethoxy-3,4,4a,9-tetrahydro-phenanthren
-
Zu
einer Lösung
des Titelprodukts der Zubereitung 8 (3,69g, 9,30 mMol) in THF (46
ml) wurde bei –78° C unter
Stickstoff n-Butyl-Li (2,7 m Lsg. in Heptan) (3,79 ml, 10,23 mMol,
1,1 Equ.). Die dunkelrote Mischung wurde mit B(OiPr)3 (2,78
ml, 12,09 mMol, 1,3 Equ., vor Gebrauch frisch über Natrium destilliert) behandelt.
Die Reaktionsmischung wurde für
3 Std. auf –25 °C erwärmt. Die
orangefarbene Mischung wurde über
10 Min. zu 3M NaOH gegeben (1,3 Equ.). Nach 10 Min. wurde H2O2 (30%, 1,3 Equ.)
zugegeben und das Rühren
2 Std. fortgesetzt. Die organische Phase wurde nach Quenchen mit
gesättigtem
NH4Cl (40ml) und Verdünnung mit Toluol (70 ml) abgetrennt
und zur Entfernung von Peroxiden mit 1 % Natriumsulfitlösung gewaschen.
Die organische Phase wurde abgetrennt und konzentriert. Die Rohmischung
wurde durch SiO2-Säulenchromatographie mit 50%
Ethylacetat in Hexan als Eluent gereinigt, um 2,78 g der Titelverbindung
dieser Zubereitung (90%) zu erhalten, M/Z = 333 (M+H)+.
-
Zubereitung 10
-
- 2,7-Phenanthren-diol, 1,2,3,4,41,9,10,10a-octahydro-4a-(Phenylmethyl)-2-(1-propynyl)-,[2R-(2α, 4aα, 10aβ)]-und 2,7-Phenanthren-diol,
1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a (phenylmethyl)-2-(1-propynyl-),
[2S-(2α, 4aβ, 10aαβ)]-
-
Zu
einer Lösung
von 183 ml mit Propyngas gesättigtem
THF wurden bei 0 °C
unter Rühren
143 ml einer 1M Lösung
von Lithiumdiisopropylamid in THF gegeben und die resultierende
Mischung in einer Stickstoffatmosphäre 20 Min. gerührt. Eine
Lösung
von 7,3 g (23,8 mMol) des Titelprodukts der Zubereitung 5 in 250
ml THF wurde tropfenweise zugegeben, die Reaktionsmischung wurde
langsam auf Raumtemperatur erwärmt
und über
Nacht gerührt.
Es wurde gesättigtes,
wässriges
Ammoniumchlorid zugefügt
und die Mischung mit EtOAc extrahiert, über NaSO4 getrocknet,
filtriert und zur Trockne eingeengt. Reinigung durch Blitzchromatographie über SiO2 unter Verwendung von 2% bis 4% Aceton in
Dichlormethan als Eluent lieferte 4,0 g (49%) des ersten Titelprodukts
dieser Zubereitung (höherer
Rf) und 2,4 g (29%) des zweiten Titelprodukts dieser Zubereitung
als weiße
Feststoffe.
-
Das
erste Titelprodukt besitzt die folgenden physikalischen Eigenschaften:
Schmpkt.:
227–229 °C (Zers.), 1H NMR (400 MHz, CD3OD) δ 1.42 (mt,
1H, J = 14), 1,61.(ddd, 1H , J = 3,4, 4,1, 8,8), 1,72 (s, 3H), 1,73–1,82 (m,
2H), 1,84–2,10
(m, 5H), 2,55 (d, 1H, J = 13), 2,83–2,93 (m) und 2,94 (d, 3H, J
= 13), 6,10 (d, 1H, J = 8.3), 6,23 (dd, 1H, J = 2,5, 8,4), 6,52–6,55 (m,
3H), 7,00–7,05
(m, 3H);13C NMR (62 MHz, CD3OD) δ 2,5, 24,1,
27,3, 30,5, 35,8, 36,1, 39,1, 40,2, 42,4, 68,9, 79,5, 82,3, 110,9,
114,7, 125,4, 126,8, 127,5, 130,7, 135,1, 136,9, 138,3, 154,8; MS
m/z 346 (M+H)+, 329 (M-OH)+.
-
Das
zweite Titelprodukt besitzt die folgenden physikalischen Eigenschaften:
mp 222–223 °C (Zers.);1H NMR (400 MHz, CD3OD) δ 1,46 (mt,
1H, J = 14), 1,54–1,60.
(m, 1H), 1,83 (s) Überlappung
mit 1,75–1,94
(m, 8H), 2,08 (mt, 1H, J = 13), 2,20 (dt, 1H, J = 4,14), 2,57 (d,
1H, J = 13), 2,88 (t, 2H, J = 8.7), 2,94 (d, 2H, J = 13), 6,08 (d,
1H, J = 8,3), 6,20 (dd, 1H, J = 2,4, 8,3), (6,50 (d, 1H, J = 2,4),
6,53–6,56
(m, 2H), 7,01–7,06
(m, 3H);13C NMR (62 MHz, CD3OD) δ 1,7, 24,1,
27,4, 27,6, 35,0, 35,2, 36,4, 39,0 41,6, 65,5, 76,9, 84,5, 110,8, 114,6,
125,3, 126,8, 127,4, 130,7, 135,0, 136,9, 138,4, 154,8; MS m/z 346
(M+H)+, 329 (M-OH)+
-
Zubereitung 11
-
- 2,7-Phenanthren-diol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-propyl-[2R-(2α, 4aα, 10aβ)]-
-
Eine
Mischung von 975 mg des ersten Titelprodukts der Zubereitung 10,
195 mg 10% Pd/C und 100 mg K2CO3 in
MeOH wurde unter 40 psi H2 16 Std. geschüttelt. Die
Mischung wurde durch Celite® filtriert und konzentriert,
um 450 mg des Titelprodukts dieser Zubereitung als weißen Feststoff
zu erhalten. MS: 368 (M+18)+.
-
Zubereitung 12
-
- 2,7-Phenanthren-diol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-vinyl-[2R-(2α, 4aα, 10aβ)]-
-
Einer
Lösung
von 25 ml THF und 1 g 2(1H-Phenantrenon, 3,4,4a,9,10,10ahexahydro-7-hydroxy-4a-(phenylmethyl)-,
(4aS-trans)-, hergestellt gemäß den in
Zubereitung 5 beschriebenen Verfahren, wurden bei 0 °C 9,8 ml
1 M Vinyl-Magnesiumbromid
zugegeben. Die resultierende Lösung
erwärmte
sich über
Nacht auf Raumtemperatur. Es wurde gesättigtes, wässriges Ammoniumchlorid zugegeben
und die Mischung mit EtOAc extrahiert, über Na2SO4 getrocknet, filtriert und zur Trockne eingeengt.
Reinigung durch Blitzchromatographie über SiO2 unter
Verwendung von 2% Aceton in Dichlormethan als Eluent lieferte 420
mg (38%) des Titelprodukts dieser Zubereitung. MS m/z 317 (M-17)+.
-
Zubereitung 13
-
- 2,7, Phenanthren-diol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-ethyl-[2R-(2α, 4aα, 10aβ)]-
-
Eine
Mischung von 420 mg des Titelprodukts der Zubereitung 12 und 210
mg 10% Pd/C in EtOH wurde bei 40 psi H2 für 20 Min.
geschüttelt.
Die Mischung wurde durch Celite® filtriert
und konzentriert, um 400 mg des Titelprodukts dieser Zubereitung
als weißen
Feststoff zu erhalten. MS: 319 (M-OH)+.
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Zubereitung 14
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- Spiro[oxirane-2,2'(1'H)-phenanthren]-7'-ol, 3',4',4'a,9',10',10'a-hexahydro-4'a-(phenylmethyl)-[2'R-(2'α, 4'aα, 10'aβ)]-
-
Einer
Lösung
von 91 mg Trimethylsulfoniumiodid in 1 ml wasserfreiem DMF wurden
55 mg t-BuOK bei 0 °C
unter N2-Atmosphäre zugegeben und für 5 Min. gerührt. Zu
der resultierenden Lösung
wurden langsam 20 mg nach in Zubereitung 5 beschriebenen Verfahren
hergestelltes 2(1H-Phenantrenon, 3,4,4a,9,10,10a,-hexahydro-7-hydroxy-4a-(phenylmethyl)-,
4aS-trans)- in 1 ml DMF gegeben und eine weitere Std. bei 0°C gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde nach Quenchen mit gesättigtem NH4Cl
mit EtOAc extrahiert (3mal), mit Salzwasser gewaschen, über NaSO4 getrocknet, filtriert und zur Trockne eingeengt.
Reinigung durch Blitzchromatographie über SiO2 unter
Verwendung von 100% CH2Cl2 bis
2% Aceton in CH2Cl2 als
Gradienteneluent lieferte 13 mg (70%) des Titelprodukts dieser Zubereitung
als weißes,
lockeres Pulver. MS m/z 303(M-17)+.
-
Zubereitung 15
-
- 2,7, Phenanthren-diol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(ethoxymethyl)-4a-(phenylmethyl)-,
[2R-(2α,
4aα, 10aβ)]-
-
Eine
Lösung
von 20 mg Spiro[oxiran-2,2'(1'H-phenanthren]-7'-ol,3',4',4'a 9'10'a-hexahydro-4'a-phenylmethyl)-,
[2'R-(2'α, 4'aα,
10'aβ)]-, hergestellt
nach in Zubereitung 14 beschriebenen Verfahren, und 10 mg Natriumethoxid
in 5 ml EtOH wurden 3 Std. unter Rückfluss erhitzt. Die Reaktionsmischung
wurde gekühlt
und nach Quenchen mit gesättigtem
NH4Cl mit EtOAc extrahiert (3mal), mit Salzwasser
gewaschen, über
NaSO4 getrocknet, filtriert und zur Trockne
eingeengt. Reinigung durch Dünnschichtchromatographie
(TLC) über
SiO2 unter Verwendung von 30% EtOAc in Hexan
als Eluent lieferte 20 mg (88%) des Titelprodukts dieser Zubereitung
als weißes,
lockeres Pulver. MS m/z 356 (M-17)+.
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Zubereitung 16
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- 2,7, Phenanthrenediol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-methyl-[2R-(2α, 4aα, 10aβ)]-
-
Einer
Lösung
von 200 ml THF und 6,8 g Spiro[oxiran-2,2'(1H-phenanthren]-7-ol, 3',4',4'a, 9', 10', 10'a-hexahydro-4'a-(phenylmethyl)-,
[2'R-2'α, 4'aα,
10'aβ)]-, hergestellt
nach in Zubereitung 14 beschriebenen Verfahren, wurden unter Rühren langsam
64 ml 1M LAH/THF bei 0°C
unter Stickstoff zugegeben. Die resultierende Lösung wurde bei 0°C für eine Stunde
gerührt.
Zum Quenchen des überschüssigen Hydrids
wurde EtOAc zugegeben, dann wurde gesättigte, wässrige Ammoniumchloridlösung zugegeben.
Die Mischung wurde mit EtOAc extrahiert, über NaSO4 getrocknet,
filtriert und zur Trockne eingeengt. Reinigung durch Blitzchromatographie über SiO2 unter Verwendung von 25% EtOAc in Hexan
als Eluent lieferte 4,9 g (72%) des Titelprodukts dieser Zubereitung
als weißes,
lockeres Pulver. MS m/z 356(M-17)+.
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Zubereitung 17
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- 2,7, Phenanthren-diol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluoromethyl)-,
(2R,4aS,10aR)-
-
Einer
Lösung
von 455 mg 2(1H) Phenanthrenon, 3,4,4a,9,10,10a-hexahydro-7-hydroxy-4a-(phenylmethyl)-,
(4aS-trans)-, hergestellt nach in Zubereitung 5 beschriebenen Verfahren,
in 20 ml wasserfreiem THF und 15 ml 1M Trifluormethyltrimethylsilan
wurden 194 mg t-Butylammoniumfluorid (TBAF) in einer Stickstoffatmosphäre bei 0 °C über 10 Min.
zugegeben. Danach wurde die Mischung bei RT 3 Std. lang gerührt. Zwei weitere
Equivalente TBAF wurden zugegeben und es wurde eine Std. bei RT
gerührt,
um den Trimethylsilanether zu hydrolysieren. Die Mischung wurde
konzentriert und durch Blitzchromatographie über SiO2 mit
100% Hexan bis 20% Ethylacetat in Hexan als Gradienteneluent gereinigt.
Es resultierten 518 mg (93%) des Titelprodukts dieser Zubereitung
als weißes,
lockeres Pulver. MS m/z 375(M-1)+.
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Wahlweise
wurde zu einer Lösung
von 25 g 2(1H Phenanthrenon, 3,4,4a,9,10,10a-hexahydro-7-hydroxy-4a-(phenylmethyl)-,
(4aS-trans)-, hergestellt nach in Zubereitung 5 beschriebenen Verfahren,
in 375 ml wasserfreiem THF und 60 ml 1M Trifluormethyl-trimethylsilan
1,5 g CsF in einer Stickstoffatmosphäre bei 0 °C über 10 Min. zugegeben. Danach
wurde die Mischung bei RT 3 Std. lang gerührt. Es wurde 1N Salzsäure (250ml)
zugegeben und über
Nacht bei RT gerührt,
um den Trimethylsilanether zu hydrolysieren. Die Mischung wurde
konzentriert und durch Kristallisation mit Hilfe von Methylenchlorid
und Hexan gereinigt, um 24,4 g (80%) des Titelprodukts dieser Zubereitung
als weißes,
lockeres Pulver zu erhalten. MS m/z 375 (M-1)+.
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Zubereitung 18
-
- Acetonitril, [[4b,5,6,7,8,8a,9,10-octahydro-7-hydroxy-4b-(phenylmethyl)-7-(trifluoromethyl)-2-phenanthrenyl] oxy]-,
[4bS-(4bα, 7α, 8aβ)]-
-
Einer
Lösung
von 500 mg des Titelprodukts aus Zubereitung 17 und 45 mg 60% NaOH
in 20 ml wasserfreiem CH3CN wurden 0,46
ml Bromacetonitril in einer Stickstoffatmosphäre zugegeben. Die Reaktionsmischung
wurde über
Nacht auf 85 °C
erhitzt. Nach dem Quenchen mit gesättigtem NH4Cl
wurde mit EtOAc extrahiert (3mal), mit Salzwasser gewaschen, über NaSO4 getrocknet, filtriert und zur Trockne eingeengt.
Reinigung durch Blitzchromatographie über SiO2 unter
Verwendung von 8% Ethylacetat in Toluol als Eluent lieferte 500
mg (90%) des Titelprodukts dieser Zubereitung als weißes, lockeres
Pulver. MS m/z 416 (M+H)+.
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Zubereitung 19
-
- Ethanimidamid, N-hyrdroxy-2-[[4b,5,6,7,8,8a,9,10-octahydro-7-hydroxy-4b-(phenylmethyl)-7-(trifluormethyl)-2-phenanthrenyl]oxy]-,
[4bS-(4bα,
7a, 8aβ)]-
-
Einer
Lösung
von 260 mg des Titelprodukts der Zubereitung 18 und 173 mg K2CO3 in 10 ml wasserfreiem
EtOH wurden 65 mg NH2OH·HCl zugegeben. Es wurde 6
Std. unter Rückfluss
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde dann zur Trockne eingeengt
und durch präp.
TLC mit Hilfe von 3% MeOH in CH2Cl2 als Eluent gereinigt, um 131 mg des Titelprodukts
(50%) dieser Zubereitung als weißes Pulver zu erhalten. MS
m/z 419 (M+H)+.
-
Beispiel 1
-
- 2-Phenanthrenol, 7-[[5-[(dimethylamino)methyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-[2R-(2α, 4aα, 10aβ)]-
-
Eine
Lösung
von 32,5 mg des Titelprodukts der Zubereitung 19 und 3,2 mg 60%
NaH in 2 ml wasserfreiem THF wurden für 20 Min. auf 60 °C erhitzt.
Die Lösung
wurde auf RT abgekühlt,
dann wurden 0,020 ml Ethyl-N,N-dimethylglycin zugegeben. Die resultierende
Mischung wurde unter Rückfluss
1 Std. lang erhitzt und dann auf RT abgekühlt, filtriert und zur Trockne
eingeengt. Reinigung durch präparative
TLC mit 6% Methanol in CH2Cl2 und
einigen Tropfen NH4Cl als Eluent lieferte
21,2 mg des Titelprodukts dieses Beispiels (57%). MS m/z 516 (M+H)+.
-
Beispiel 2 bis Beispiel
22
-
Mit
Hilfe von Verfahren, die zu den oben beschriebenen analog sind,
insbesondere in den Zubereitungen 17 bis 19 und Beispiel 1, wurden
die folgenden Verbindungen der vorliegenden Erfindung aus dem entsprechenden
Phenol, z. B. der Verbindung der Formel C-3 im Schema C weiter oben,
hergestellt
-
Beispiel 2
-
- 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-7-[[5-[2-(4-morpholinyl)ethyl]-
1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 572,4
-
Beispiel 3
-
- 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-[1-piperidinylmethyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 556,4
-
Beispiel 4
-
- 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-[2-(1-piperidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-(1-propynyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 540,5
-
Beispiel 5
-
- 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10, 10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(1-propynyl)-7-[[5-(1,2,5,6-tetrahydro-1-methyl-3-piperidinyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
-
Beispiel 6
-
- 2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(1-azetidinyl)ethyl]1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-propyl-, (2R, 4aS,
10aR)-;
- Masse: M + 1 = 516,2
-
Beispiel 7
-
- 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-7-[[5-[2-(1-methyl-3-piperidinyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-4a-(phenylmethyl)-2-propyl-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 530,3
-
Beispiel 8
-
- 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-[2-(1-piperidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-propyl-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 544,3
-
Beispiel 9
-
- 2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(dimethylamino)ethyl-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-propyl-, (2R, 4aS,
10aR)-;
- Masse: M + 1 = 504,3
-
Beispiel 10
-
- 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-(1-piperidinylmethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-propyl-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 530,3
-
Beispiel 11
-
- 2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(1-azetidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 542,4
-
Beispiel 12
-
- 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-7-[[5-(1-methyl-3-piperidinyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 556,4
-
Beispiel 13
-
2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-7-[[5-[2-(1-piperidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl]methoxy]-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
-
Masse:
M + 1 = 570,4
-
Beispiel 14
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- 2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(dimethylamino)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy] 1,2,3,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 530,4
-
Beispiel 15
-
- 2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(1-azetidinyl)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(1-propynyl)-, (2R,
4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 512,4
-
Beispiel 16
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- 2-Phenanthrenol, 1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-7-[[5-(1-methyl-3-piperidinyl)-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-4a-(phenylmethyl)-2-(1-propynyl)-, (2R,
4aS, 10aR)-;
- Masse: M+1 = 526,4
-
Beispiel 17
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- 2-Phenanthrenol, 7-[[5-[2-(diethylamino)ethyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy)-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-; und
- Masse: M + 1 = 558,4
-
Beispiel 18
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- 2-Phenanthrenol, 7-[[5-methyl]-1,2,4-oxadiazol-3-yl)]methoxy]-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-4a-(phenylmethyl)-2-(trifluormethyl)-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 473,5
-
Beispiel 19
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- Phenanthren-2-ol, 7-(5-dimethylaminoethyl)-[1,2,4]-oxadiazol-3-ylmethoxy)-4a-ethyl-2-prop-1-ynyl-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 424
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Beispiel 20
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- Phenanthren-2-o1, 7-[5-(2-dimethylaminoethyl-[1,2,4]-oxadiazol-3-ylmethoxy)-4a-ethyl-2-prop-1-ynyl-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-,
(2R, 4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 438
-
Beispiel 21
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- Phenanthren-2-ol, 4a-ethyl-7-[5-(2-morpholin-4-yl-ethyl[1,2,4]-oxadiazol-3-ylmethoxy)-2-prop-1-ynyl-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-, (2R,
4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 480
-
Beispiel 22
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- Phenanthren-2-ol, 4a-ethyl-7-(5-piperidin-1-ylmethyl-[1,2,4]-oxadiazol-3-ylmethoxy)-2-prop-1-ynyl-1,2,3,4,4a,9,10,10a-octahydro-, (2R,
4aS, 10aR)-;
- Masse: M + 1 = 464