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Die
vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen an oder in Bezug auf
Vermittlungsanlagen und betrachtet insbesondere eine Technik zur Übermittlung
von Steuerungsinformationen über
eine Vermittlungsanlage.
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Daten
werden mit Hilfe einer Mehrzahl von Paketvermittlungen gemäß einem
standardmäßigen Protokoll,
dem so genannten Internet-Protokoll (IP), über das Internet übertragen.
Bei dem IP handelt es sich um ein Protokoll, das auf der Übertragung
unterschiedlich großer
Teilmengen von Daten basiert, die als Datenpakete bezeichnet werden.
Jeder Verkehr im Netzwerk beinhaltet den Transport solcher Datenpakete.
Paketvermittlungen sind Geräte,
die kommende Datenpakete annehmen, jedes Datenpaket vorübergehend
speichern und die Datenpakete anschließend an einen anderen Teil
des Netzwerks weiterleiten. Eine Paketvermittlung empfängt Datenpakete
an einer Mehrzahl von Eingangs-Ports und überträgt jedes Datenpaket an einen
bestimmten aus einer Mehrzahl von Ausgangs-Ports. Die Datenpakete können eine
variable Länge
oder eine feste Länge haben.
Eine Paketvermittlung kann gegebenenfalls einen Router, oder ein
Routing-Gerät,
oder eine Leitungsvermittlung enthalten.
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Das
Verkehrsvolumen im Internet steigt exponentiell an und verdoppelt
sich etwa alle drei Monate, daher ist die Kapazität herkömmlicher
IP-Router unzureichend, um diesen Bedarf zu decken. Somit besteht
ein dringender Bedarf an Produkten, die IP-Verkehr mit extrem hohen
aggregierten Bandbreiten in der Größenordnung von mehreren Terabit
pro Sekunde weiterleiten können.
Solche Routing-Geräte
werden als „Terabit-Router" bezeichnet.
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Terabit-Router
erfordern einen skalierbaren Datenübertragungsweg mit hoher Kapazität zwischen
dem Punkt, an dem die Datenpakete beim Router ankommen (der „Eintrittsseite"), und dem Punkt,
an dem die Datenpakete den Router wieder verlassen (der „Austrittsseite").
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Die
in Übereinstimmung
mit dem IP übertragenen
Datenpakete können
in Bezug auf ihre Länge variieren
(und tun es). Innerhalb des Routers hat es sich als sinnvoll herausgestellt,
Daten in Einheiten einer immer gleichen Größe weiterzuleiten. Innerhalb der
Router werden die Datenpakete dann in kleinere Einheiten mit fester
Größe, die
so genannten Zellen, unterteilt.
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Ein
geeignetes Verfahren für
die Implementierung eines skalierbaren Datenübertragungswegs ist ein Rückwandplatinen-Gerät, das als
zellenbasierter Crossbar bekannt ist. Datenpakete werden durch eine
Mehrzahl von Eintrittsmitteln für
die Weiterleitung über
den Crossbar in Zellen unterteilt.
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Die
Mehrzahl der Eintrittsmittel stellt entsprechende Schnittstellen
zwischen den kommenden Datenübertragungswegen,
auf denen die kommenden Daten transportiert werden, und dem Crossbar
zur Verfügung.
Ebenso stellt eine Mehrzahl von Austrittsmitteln entsprechende Schnittstellen
zwischen dem Crossbar und den gehenden Datenübertragungswegen, auf denen
die gehenden Daten übertragen
werden, zur Verfügung.
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Eine
allgemeine Terabit-Router-Architektur ähnelt in gewisser Weise der
herkömmlichen
Router-Architektur. Die Datenpakete kommen an dem/den Eingangs-Port(s)
des Eintrittsmittels an und werden als Zellen über den Crossbar an ein vorab bestimmtes
Austrittsmittel weitergeleitet, das die Datenpakete wieder zusammensetzt
und sie über
seine(n) Ausgangs-Port(s) übermittelt.
Jedes Eintrittsmittel unterhält
eine separate Datenpaket-Warteschlange für jedes Austrittsmittel.
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Das
Eintrittsmittel und das Austrittsmittel können jeweils als Leitungsschnittstellenkarte
(LIC, Line Interface Card) implementiert sein. Da eine der Leitungsfunktionen,
die das Eintrittsmittel ebenso wie das Austrittsmittel regelmäßig ausführen, die
Weiterleitung ist, können
LICs auch als „Weiterleitungseinrichtung" bezeichnet werden.
Zu den weiteren Funktionen gehören
die Überlastungskontrolle
und die Wartung der externen Schnittstellen, Eingangs-Ports und
Ausgangs-Ports.
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In
einem herkömmlichen
zellenbasierten Crossbar ist jedes Eintrittsmittel mit einem oder
mehreren Austrittsmitteln verbunden. Allerdings kann jedes Eintrittsmittel
zu einem gegebenen Zeitpunkt immer nur eine Verbindung zu einem
der Austrittsmittel herstellen. In derselben Weise kann auch jedes
Austrittsmittel zu einem gegebenen Zeitpunkt immer nur eine Verbindung
zu einem Eintrittsmittel unterhalten.
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Alle
Eintrittsmittel übermitteln
Zellen parallel und unabhängig
voneinander über
den Crossbar. Darüber
hinaus wird die Übermittlung
der Zellen mit einem Zellenzyklus synchronisiert, der eine Länge von
beispielsweise 108,8 ns hat.
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Die
Eintrittsmittel übermitteln
jeweils gleichzeitig eine neue Zelle mit jedem neuen Zellenzyklus. Das
Muster der Übermittlungen
von den Eintrittsmitteln über
den Crossbar an die Austrittsmittel ändert sich am Ende jedes Zellenzyklus.
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Ein
Crossbar-Controller wird bereitgestellt, der für die effiziente Zuteilung
von Bandbreite über den
Crossbar sorgt. Er berechnet die Geschwindigkeiten, mit denen die
einzelnen Eintrittsmittel Informationen an die jeweiligen Austrittsmittel übermitteln müssen. Dies
ist gleichzusetzen mit der Geschwindigkeit, mit der Daten aus jeder
Datenpaket-Warteschlange übermittelt
werden müssen.
Für die
Berechnung werden Echtzeit-Informationen verwendet, unter anderem
Verkehrsmessungen und Angaben von den Eintrittsmitteln. Die Angaben
von den Eintrittsmitteln umfassen die Überwachung der aktuellen Geschwindigkeiten,
die Länge
der Warteschlangen und „Puffer
voll"-Kennzeichen.
Die Einzelheiten dieser Berechnung werden in der gleichzeitig anhängigen britischen
Patentanmeldung Nummer 9907313.2 (Aktenzeichen F21558/98P4863) ausführlich beschrieben.
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Ferner übernimmt
der Crossbar-Controller eine weitere Aufgabe; er dient dazu, die Übertragung von
Daten über
den Crossbar effizient zu planen und dabei gleichzeitig die berechneten
Geschwindigkeiten beizubehalten. Am Ende jedes Zellenzyklus kommuniziert
der Crossbar-Controller mit den Eintrittsmitteln und den Austrittsmitteln
wie nachstehend beschrieben. In einem ersten Schritt berechnet der Crossbar-Controller die Kennung
der nächsten
Datenpaket-Warteschlange, aus der Daten übermittelt werden sollen, und übermittelt
diese Information an jedes Eintrittsmittel. Im zweiten Schritt berechnet
der Crossbar-Controller die Kennung des Eintrittsmittels, von dem
Daten empfangen werden müssen,
und übermittelt
diese Information an jedes Austrittsmittel.
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Aus
der vorstehend beschriebenen Architektur ergeben sich zwei Anforderungen:
- (i) Die Notwendigkeit eines Mittels für jedes
Eintrittsmittel, mit dessen Hilfe Verkehrsmessungen und Angaben
an den Crossbar-Controller übermittelt
werden können;
und
- (ii) Die Notwendigkeit eines Mittels für den Crossbar-Controller, mit dessen
Hilfe Konfigurationsinformationen an jedes Eintrittsmittel und an
jedes Ausgangsmittel gesendet werden können.
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Es
ist möglich,
speziell reservierte Datenübertragungswege
zur Verfügung
zu stellen, um diese Anforderungen zu erfüllen. Für eine solche Lösung ist jedoch
zusätzliche
Hardware erforderlich, die hinsichtlich des höheren Stromverbrauchs, der
Installation und des Materials zu hohen Kosten führt.
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Das
US-Patent 6.044.061 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur ausgewogenen und effizienten Planung von Datenpaketen variabler Länge in einer
mehrteiligen Vermittlungsanlage mit Eingangspuffer. Es ist daher
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorgenannten Probleme
zu beheben oder zumindest zu entschärfen.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Vermittlungsanlage für Anwenderdaten in der Form von
Zellen bereitgestellt, wobei die Vermittlungsanlage Folgendes umfasst:
eine
Rückwandplatine;
eine
Mehrzahl von Eintrittsmitteln, die mit einer Eingangsseite der Rückwandplatine
verbunden sind;
eine Mehrzahl von Austrittsmitteln, die mit
einer Ausgangsseite der Rückwandplatine
verbunden sind;
für
jedes Eintrittsmittel ein zugehöriges
Slicing-Mittel, durch das die Zellen für die Übertragung über die Rückwandplatine in kleinere Einheiten,
sog. Slices, unterteilt werden;
für jedes Austrittsmittel ein
zugehöriges
De-slicing-Mittel,
durch das die Slices wieder zu Zellen zusammengefügt werden;
sowie dadurch gekennzeichnet, dass
Rückwandplatinen-Steuerungsmittel
angepasst werden, um die Rückwandplatine
in Übereinstimmung mit
Steuerungs-Slices zu steuern, die zwischen die besagten Slices der
besagten Anwenderdaten in vorab definierten Zeitschlitzen eingefügt werden.
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Es
ist von Vorteil, wenn die Steuerungs-Slices einen gewissen zeitlichen
Abstand zueinander haben.
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Die
vorliegende Erfindung bietet den Vorteil, dass sie schneller und
effizienter ist, da die Verwendung von Slices an Stelle der erheblich
größeren Zellen
relativ niedrige Datenraten auf den Steuerkanälen erlaubt, ohne dabei die
erhöhten
Latenzzeiten des Steuerverkehrs aufzuweisen, die durch die Verwendung
von Zellen entstünden.
Zudem wird auf diese Weise eine separate Steuerungs-Hardware für die Rückwandplatine überflüssig.
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Bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Routing-Gerät bereitgestellt, das über eine
Mehrzahl von Eintrittsmitteln, eine Mehrzahl von Austrittsmitteln,
eine Rückwandplatine
und ein Controller-Mittel verfügt,
wobei die Übertragung der
Signale von der Mehrzahl von Eintrittsmitteln an das Controller-Mittel
sowie der Signale von dem Controller-Mittel an jedes der Eintrittsmittel
und an jedes der Austrittsmittel über die Rückwandplatine erfolgt.
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Zum
besseren Verständnis
der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden beispielhaft auf die
beigefügten
Zeichnungen Bezug genommen, wobei:
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1 eine
Terabit-Router-Architektur zeigt;
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2 eine
Vermittlungsanlage gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt; und
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3 den
Betrieb mit Slices gemäß der vorliegenden
Erfindung illustriert.
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1 stellt
eine herkömmliche
Terabit-Router-Architektur 100 dar,
in der Datenpakete bei den eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 102, 104, 106 über deren
Eingangs-Port(s) (nicht abgebildet) eingehen und über einen
Crossbar 110 an eine korrekte austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 120 übermittelt
werden, die sie über
ihre(n) Ausgangs-Port(s) (nicht abgebildet) übermittelt. Jede eintrittsseitige
Weiterleitungseinrichtung 102, 104, 106 unterhält eine
separate Datenpaket-Warteschlange für jede austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 120.
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Die
eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 102 weist drei
Warteschlangen q11, q12,
q13 auf, die Datenpakte enthalten, die für die Übertragung
an drei verschiedene austrittsseitige Weiterleitungseinrichtungen
bereit sind (wobei nur die austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 120 abgebildet
ist). Die in q11 enthaltenen Daten sind
für die Übertragung
an die austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 120 über den
Crossbar 110 bestimmt. In gleicher Weise werden drei Warteschlangen
q21, q22, q23 bzw. q31, q32, q33 an den eintrittsseitigen
Weiterleitungseinrichtungen 104, 106 gebildet.
Obwohl hier an jeder eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtung 102 drei
Warteschlangen dargestellt sind, versteht es sich von selbst, dass an
jeder der eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 102, 104, 106 eine
beliebige Anzahl Warteschlangen vorhanden sein kann.
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Allgemein
ausgedrückt
kann jede Warteschlange so definiert werden, dass j für das Eintrittsmittel
steht, k für
das Austrittsmittel steht und qjk die Datenpaket-Warteschlange
an dem Eintrittsmittel j für
alle Datenpakete repräsentiert,
die für
das Austrittsmittel k bestimmt sind.
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Obwohl
in 1 lediglich eine austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 120 gezeigt
wird, versteht es sich von selbst, dass die Anzahl der austrittsseitigen
Weiterleitungseinrichtungen in der Regel identisch ist mit der Anzahl
der eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen.
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Zum
Zwecke der Erläuterung
ist ein zellenbasierter Crossbar wie folgt gekennzeichnet:
- a) Jedes Eintrittsmittel kann mit beliebigen
Austrittsmitteln verbunden sein.
- b) Jedes Eintrittsmittel kann zu einem gegebenen Zeitpunkt immer
nur mit einem einzigen Austrittsmittel verbunden sein.
- c) Jedes Austrittsmittel kann zu einem gegebenen Zeitpunkt immer
nur mit einem einzigen Eintrittsmittel verbunden sein.
- d) Alle Eintrittsmittel übermitteln
Informationen parallel über
den Crossbar.
- e) Daten werden über
den Crossbar in kleinen Zellen festgelegter Größe übermittelt, wobei eine typische
Zelle beispielsweise 64 Oktetts enthält.
- f) Die Übertragung
der Zellen wird für
alle Eintrittsmittel synchronisiert. Das bedeutet, dass mit jedem
Zellenzyklus jedes Eintrittsmittel zur selben Zeit mit der Übermittlung
der nächsten
Zelle beginnt.
- g) Der Crossbar wird am Ende jedes Zellenzyklus neu konfiguriert.
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Wie
in 1 gezeigt, gehen Datenpakete bei den eintrittsseitigen
Weiterleitungseinrichtungen 102, 104, 106 über deren
Eingangs-Port(s) (nicht abgebildet) ein und werden über den
Crossbar 110 weitergeleitet an die korrekte austrittsseitige
Weiterleitungseinrichtung 120, die sie über ihre(n) Ausgangs-Port(s)
(ebenfalls nicht abgebildet) übermittelt. Jede
eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 102, 104, 106 unterhält eine
separate Datenpaket-Warteschlange für jede austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 120,
beispielsweise q11, q12,
q13, q21, q22, q23, q31, q32, q33.
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Eine
zellenbasierte Crossbar-Anordnung 200 gemäß der vorliegenden
Erfindung ist in 2 dargestellt. Die Crossbar-Anordnung 200 umfasst eine
Mehrzahl eintrittsseitiger Weiterleitungseinrichtungen 210 sowie
eine Mehrzahl austrittsseitiger Weiterleitungseinrichtungen 220,
die mit einem Crossbar oder einer Rückwandplatine 230 verbunden
sind. Hier können
die eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 mit
einer oder mehreren der austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 222, 224, 226, 228 verbunden
sein. Dabei kann jedoch, wie vorstehend bereits beschrieben wurde,
jede eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 212, 214, 216, 218 zu
einem gegebenen Zeitpunkt immer nur mit einer der austrittsseitigen
Weiterleitungseinrichtungen 222, 224, 226, 228 verbunden sein
und jede austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 222, 224, 226, 228 zu
einem gegebenen Zeitpunkt immer nur mit einer der eintrittsseitigen
Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 verbunden sein.
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Die
Crossbar-Anordnung 200 wird gesteuert durch einen Crossbar-Controller 240,
der über
eine Verbindung 232 physisch mit der Rückwandplatine 230 verbunden
ist. Der Crossbar-Controller 240 ist außerdem über die
logischen Links 242, 244 logisch mit jeder der
eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 sowie über den
logischen Link 246 mit jeder der austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 222, 224, 226, 228 logisch
verbunden. Der Crossbar-Controller 240 koordiniert die Übertragung
und den Empfang von Zellen über
die Links 242, 244, 246.
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Der
Begriff „logischer
Link" besagt, dass
es keinerlei physische Verbindung zwischen dem Crossbar-Controller 240 und
den eintrittsseitigen bzw. austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218, 222, 224, 226, 228 gibt,
und dass die gesamte Übertragung
von Steuerungsinformationen sowohl vom als auch zum Crossbar-Controller 240 über die
Rückwandplatine 230 erfolgt.
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Jede
eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 212, 214, 216, 218 übermittelt
Verkehrsmessungen und Benachrichtigungen, die zur Verwendung durch
den Crossbar-Controller 240 bestimmt sind, über den
logischen Link 242. Der Crossbar-Controller 240 teilt
jeder der eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 mit,
welche Zelle sie als Nächstes über den
logischen Link 244 senden muss. Ebenso übermittelt der Crossbar-Controller 240 über den
logischen Link 246 an jede austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 222, 224, 226, 228 Informationen,
die angeben, von welcher eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtung 212, 214, 216, 218 Daten
zu empfangen sind. Der Crossbar-Controller 240 weist die
Verbindungen zwischen den eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 und
den austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 222, 224, 226, 228 zu
und informiert die jeweiligen Weiterleitungseinrichtungen entsprechend
für jeden neuen
Zellenzyklus.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist die Rückwandplatine 230 derart
konfiguriert, dass Daten in Slices darüber übermittelt werden. Ein Slice
ist ein Teil einer Zelle, der eine feste Größe hat; üblicherweise wird jede Zelle
in acht Slices untergliedert.
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Jede
eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 212, 214, 216, 218 beinhaltet
ein Slicing-Mittel 252, 254, 256, 258,
das die Zellen in Slices für
die Übermittlung über die
Rückwandplatine 230 aufteilt. Jede
austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 222, 224, 226, 228 enthält ein Deslicing-Mittel 262, 264, 266, 268,
um die Slices von der Rückwandplatine 230 zu
empfangen und wieder zu den ursprünglichen Zellen zusammenzusetzen.
Die Rückwandplatine 230 arbeitet
ausschließlich
mit diesen Slices, nicht mit Zellen.
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Zellen
werden an die eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 übermittelt, durch
die Slicing-Mittel 252, 254, 256, 258 in
Slices unterteilt und über
die Rückwandplatine 230 an
die De-slicing-Mittel 262, 264, 266, 268 in
den austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 222, 224, 226, 228 übermittelt,
und die Ausgabe der austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 222, 224, 226, 228 erfolgt
jeweils in Form von Zellen.
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Die
eintrittsseitigen und austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218, 222, 224, 226, 228 sind
synchronisiert, sodass sie jeweils gleichzeitig Slices senden bzw.
empfangen. In jedem Slice-Zeitschlitz übermittelt jede der eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 ein Slice,
das von einer oder mehreren der austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 222, 224, 226, 228 empfangen
werden kann. Ebenso kann jede der austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 222, 224, 226, 228 in
jedem Slice-Zeitschlitz
von einer einzigen der eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 ein
Slice empfangen. Jede austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 222, 224, 226, 228 ist zuständig für die Auswahl
des richtigen Slice.
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Da
die Rückwandplatine 230 ausschließlich Slices
verarbeitet, beinhaltet der Crossbar-Controller 240 ein
Slicing-Mittel 270, um Steuerungsinformationen in Form
von Slices bereitzustellen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die Steuerungsinformationen vom Crossbar-Controller 240 zwischen
die Anwenderdaten über
die Rückwandplatine 230 eingefügt.
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Die
Anwenderdaten werden über
die Rückwandplatine 230 als
Zellen übertragen,
die aus einer festen ganzen Zahl von Slices bestehen. Dies wird unter
Bezugnahme auf 3 ausführlicher erläutert.
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In 3 werden
die Slice-Zeitschlitzmuster 302, 304, 306, 308 für jede der
eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 aus 2 dargestellt.
Jedes Slice-Zeitschlitzmuster 302, 304, 306, 308 unterscheidet
sich von den anderen und beinhaltet einen Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 312, 314, 316, 318,
in dem die Steuerungsinformationen von der zugehörigen eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtung 212, 214, 216, 218 an
den Crossbar-Controller 240 übermittelt
werden, einen Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 322, 324, 326, 328,
in dem die Steuerungsinformationen von dem Crossbar-Controller 240 an
jede der eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 übermittelt
werden, sowie einen Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 332, 334, 336, 338,
in dem die Steuerungsinformationen vom Crossbar-Controller 240 an
die austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 222, 224, 226, 228 übermittelt
werden. Wie dargestellt unterscheidet sich die Position des Steuerungs-Slice-Zeitschlitzes 312, 314, 316, 318, 322, 324, 326, 328, 332, 334, 336, 338 für jede der
eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 von
derjenigen für
die jeweils anderen eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen.
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Die
Daten werden über
die Rückwandplatine 230 in
Form von Slices übermittelt,
die in Slice-Zeitschlitze rund um die Steuerungs-Slice-Zeitschlitze eingefügt werden.
Wenn beispielsweise die eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 212 acht
Daten-Slices zu übermitteln
hat, werden das erste Slice im ersten Zeitschlitz vor dem Steuerungs-Slice- Zeitschlitz 312,
weitere sechs Slices in den nächsten
sechs Zeitschlitzen nach dem Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 312 und
das letzte Slice in dem Zeitschlitz angeordnet, der auf den Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 322 folgt.
In ähnlicher
Weise werden, wenn die eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 214 acht
Daten-Slices zu übermitteln
hat, die ersten drei Slices in den drei Zeitschlitzen vor dem Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 314 angeordnet,
die verbleibenden fünf
Slices in den fünf Zeitschlitzen
nach dem Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 314 und so fort.
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Wenn
die eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 216 fünfzehn Daten-Slices
zu übermitteln hat,
werden die ersten fünf
Slices in den ersten fünf Zeitschlitzen
angeordnet, die nächsten
sechs Slices werden in den sechs Zeitschlitzen nach dem Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 316 angeordnet,
weitere zwei Slices werden in den beiden Zeitschlitzen nach dem Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 326 angeordnet,
und die übrigen
beiden Slices werden in den beiden Zeitschlitzen nach dem Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 336 angeordnet.
Genauso werden, wenn die eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 218 fünfzehn Slices
zu übermitteln
hat, die ersten sieben Slices in den ersten sieben Zeitschlitzen
angeordnet, die nächsten
sechs Slices werden in den sechs Zeitschlitzen nach dem Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 318 angeordnet,
und die letzten beiden Slices werden in den beiden Zeitschlitzen
zwischen dem Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 328 und
dem Steuerungs-Slice-Zeitschlitz 338 angeordnet.
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Für die Übermittlung
von Steuerungsinformationen von den eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218 an
den Crossbar-Controller 240 wird jeder eintrittsseitigen
Weiterleitungseinrichtung 212, 214, 216, 218 ein
bestimmter Slice-Zeitschlitz zugewiesen, der dazu genutzt wird, Informationen
an den Crossbar-Controller 240 zu senden. Diese Zeitschlitze überlappen
einander nicht. Sobald der Zeitschlitz erreicht wird, der einer gegebenen
eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtung 212, 214, 216, 218 zugewiesen
ist, übermittelt die
betreffende eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung ein Slice
mit Steuerungsinformationen, wozu ihre Übermittlung von Anwenderdaten
unterbrochen wird. Der Crossbar-Controller 240 wählt anhand
der aktuellen Zeitschlitznummer die eintrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 212, 214, 216, 218 aus,
von der Steuerungsinformationen empfangen werden sollen.
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Wenn
Anwenderdaten von einer gegebenen eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtung 212, 214, 216, 218 empfangen
werden, ignoriert eine austrittsseitige Weiterleitungseinrichtung 222, 224, 226, 228 die
Informationen in einem Slice-Zeitschlitz, wenn dieser Zeitschlitz
der betreffenden eintrittsseitigen Weiterleitungseinrichtung für die Übermittlung
von Steuerungsinformationen zugewiesen wurde. Die Position des Steuerungs-Slice-Zeitschlitzes
wird durch eine unveränderbare
globale Information festgelegt, beispielsweise die Position einer
Weiterleitungseinrichtung in einem physischen Gestell, das mit Weiterleitungseinrichtungen
oder LICs bestückt ist.
Auf diese Weise kann jede Weiterleitungseinrichtung problemlos ermitteln,
welcher Slice-Zeitschlitz von jeder einzelnen Weiterleitungseinrichtung
jeweils für
diesen Zweck genutzt wird.
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Für die Übermittlung
von Steuerungsinformationen von dem Crossbar-Controller 240 an
die eintrittsseitigen bzw. austrittsseitigen Weiterleitungseinrichtungen 212, 214, 216, 218, 222, 224, 226, 228 kommt
dasselbe Verfahren zum Einsatz, mit der Ausnahme, dass jeder Weiterleitungseinrichtung
ein bestimmter Zeitschlitz fest zugewiesen wird, über den sie
die Informationen empfängt.
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Wenn
die Rückwandplatine 230 Rundsendeverkehr
unterstützt,
das heißt
die gleichzeitige Übermittlung
von Informationen an alle eintrittsseitigen und/oder austrittsseitigen
Weiterleitungseinrichtungen, lässt
sich dies durch Verwendung nur eines einzigen Steuerungs-Slice-Zeitschlitzes
realisieren. Alle Empfänger
würden
Informationen über
diesen Zeitschlitz empfangen. Ein solcher Steuerungs-Slice-Zeitschlitz
kann zusätzlich
zu den Steuerungs-Slice-Zeitschlitzen 312, 314, 316, 318, 322, 324, 326, 328, 332, 334, 336, 338 realisiert
werden, oder er kann je nach der spezifischen Anwendung einen oder
mehrere dieser Zeitschlitze ersetzen.
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Es
versteht sich von selbst, dass, obwohl sich die vorstehende Erörterung
lediglich auf optische Terabit-Router bezieht, die Vorrichtungen
gemäß der vorliegenden
Erfindung in einer breiten Vielfalt von Routing-Geräten implementiert
werden können,
darunter Vermittlungsanlagen und Router, und dass diese Routing-Geräte entweder
rein elektronischer, teils elektronischer/teils optischer oder rein
optischer Art sein können.