-
Die
vorliegende Erfindung betrifft neue Derivate von beta-Aminosäurenitrilen,
deren Herstellung und Verwendung als Arzneimittel. Insbesondere
betrifft die Erfindung neue Derivate von beta-Aminosäurenitrilen der
allgemeinen Formel (I)
wobei
R
1 ein
Wasserstoffatom, Aryl, -CO-R
a oder -SO
2-R
b darstellt, wobei
R
a Niederalkyl, Niederalkoxy, Cycloalkyl,
Cycloalkyl-niederalkyl, Cycloalkyl-niederalkoxy, Cycloalkyloxy, Aryl, Aryloxy,
Aryl-niederalkyl, Aryl-niederalkoxy, Aryloxy-niederalkyl, Aryl-S-niederalkyl,
Aryl-niederalkenyl, Heteroaryl, Heteroaryl-niederalkyl oder Heteroaryl-niederalkoxy
darstellt,
R
b Aryl, Aryl-niederalkyl
oder Heteroaryl darstellt,
R
2 ein Wasserstoffatom
oder Niederalkyl darstellt,
R
3 ein
Wasserstoffatom oder Niederalkyl darstellt,
R
4 ein
Wasserstoffatom oder Niederalkyl darstellt,
R
5 ein
Wasserstoffatom, Niederalkyl, Cycloalkyl oder Aryl darstellt,
n
gleich 1 oder 2 ist,
und pharmazeutisch verträgliche Salze
und/oder pharmazeutisch verträgliche
Ester davon.
-
Cysteinproteasen
wurden als lysosomale Mediatoren des terminalen Proteinabbaus angesehen.
Einige neu entdeckte Angehörige
dieser Enzymklasse sind jedoch regulierte Proteasen mit eingeschränkter Expression
in Gewebe, was auf spezifischen Rollen in der zellulären Physiologie
schließen
lässt und
es somit erlauben würde,
diese Wirkungen spezifisch auf ein Ziel zu richten, ohne den allgemeinen
lysosomalen Proteinabbau zu beeinflussen. Die Entwicklung von Inhibitoren
spezifischer Cysteinproteasen verspricht neue Arzneimittel für Immunitätsmodifizierung,
Osteoporose, Neurodegeneration, chronische Entzündung, Krebs und Malaria bereitzustellen
(Brömme,
Drug News Perspect 1999, 12(2), 73–82; Chapman et al., Annu.
Rev. Phys. 1997, 59, 63–88).
-
Cysteinproteasen
können
in zwei Superfamilien eingeteilt werden: die Familie der Enzyme,
die mit den Interleukin 1β-Converting-Enzyme
(ICE) verwandt sind, und die Papain-Superfamilie von Cysteinproteasen. Gegenwärtig gibt
es mindestens 12 menschliche Proteasen der Papain-Familie, von denen
die Sequenzen erhalten wurden (Cathepsin B, L, H, S, O, K, C, W,
F, V(L2), Z(X) und Bleomycin-Hydrolase). Cathepsin K wurde zuerst
als eine cDNA entdeckt, die in Kaninchen-Osteoclasten markant war
und als OC-2 bezeichnet (Tezuka et al., J. Biol. Chem. 1994, 269,
1106–1109).
Neuere Beobachtungen deuten an, dass Cathepsin K die am stärksten wirksame
Elastase bei Säugern
ist, die bisher beschrieben wurde. Cathepsin K ebenso wie die Cathepsine
S und L sind ebenfalls hochwirksame Collagenasen und Gelatinasen.
Es scheint, dass Makrophagen unter speziellen Umständen dazu
fähig sind,
die wirksamen Proteasen innerhalb der endosomalen und/oder lysosomalen
Kompartemente zu der Zelloberfläche
zu mobilisieren. In diesem Fall wird die Zelloberfläche/die Substratgrenzfläche zu einem
Kompartement, vom dem endogene Inhibitoren ausgeschlossen sind und
das als physiologische Erweiterung des Lysosoms angesehen werden
kann. Dieser Typ von Physiologie ist eine immanente Eigenschaft
von Osteoclasten, einem Knochenmakrophagen, und kann auch von anderen
Makrophagen oder Zellen im Zusammenhang mit Entzündungen ausgenutzt werden.
Das Übermaß an Cathepsin
K in Osteoclasten führt
zu der Anregung, dass Cathepsin K eine wichtige Rolle bei der Knochenresorption
spielt. Untersuchungen machten deutlich, dass Cathepsin K die vorherrschende
Cysteinprotease in Osteoclasten ist und spezifisch in menschlichen
Osteoclasten exprimiert wird. Es wurde über eine Korrelation zwischen
Hemmung der Cysteinproteasewirkung und Knochenresorption berichtet
(Lerner et al., J. Bone Min. Res. 1992, 7, 433; Everts et al., J.
Cell. Physiol. 1992, 150, 221). Cathepsin K wurde ebenso in synovialen
Fibroplasten von RA-Patienten wie in hypertrophen Chondrocyten von
Mäusen
entdeckt (Hummel et al., J. Rheumatol. 1998, 25(10), 1887–1894.).
Die beiden Ergebnisse weisen auf eine direkte Rolle von Cathepsin
K bei der Knorpelerosion hin. P. Libby (Libby et al., J. Clin. Invest.
1998, 102 (3), 576–583)
berichtete, dass normale Arterien wenig oder kein Cathepsin K enthielten,
während
Makrophagen in Atheromen übermäßig viel
immunreaktives Cathepsin K und S enthielten. Die meiste elastolytische
Aktivität
von mit menschlichen Atheromen in Verbindung stehenden Gewebeextrakten
im Vergleich zu nicht atherosklerotischen Arterien konnte mit E64,
einem nicht-selektiven Cystein-Protease-Inhibitor, gehemmt werden.
-
Das
Fortschreiten von Tumoren und Metastase sind ebenso durch das Eindringen
von Tumoren in das benachbarte Gewebe wie auch durch die Abspaltung
von Krebszellen von den primären
Tumoren und der Infiltration von metastatischen Zellen in Organe
gekennzeichnet. Diese Prozesse stehen in Zusammenhang mit dem Abbau
von extrazellulären
Matrixproteinen und erfordern eine proteolytische Wirkung. Cathepsin
K wurde sowohl bei primären
Brusttumoren als auch bei von einem Brusttumor ausgehenden Knochenmetastasen identifiziert.
(Littlewood-Evans
et al., Cancer Res. 1997, 57, 5386–5390).
-
WO
0024460 offenbart Dipeptidnitril Cysteinprotease-Inhibitoren.
-
Verschiedene
Klassen von Verbindungen, wie Aldehyde, α-Ketocarbonylverbindungen, Halogenmethylketone,
Diazomethylketone, (Acyloxy)methylketone, Ketomethylsulfoniumsalze,
Epoxysuccinylverbindungen, Vinylsulfone, Aminoketone und Hydrazide
wurden als Cysteinproteaseinhibitoren identifiziert. (Schirmeister
et al., Chem. Rev. 1997, 97, 133–171; Veber et al., Proc. Natl.
Acad. Sci. USA 1997, 94, 14249–14254).
Die Unzulänglichkeiten
unter denen diese Verbindungen leiden, umfassen das Fehlen von Selektivität, schlechte Löslichkeit,
schnelle Plasmaclearance und Cytotoxizität. Daher besteht ein Bedarf
für neue
Inhibitoren, die für die
Behandlung von Erkrankungen geeignet sind, die durch pathologische
Spiegel von Proteasen, insbesondere Cysteinproteasen, einschließlich Cathepsinen,
insbesondere Cathepsin K, verursacht werden.
-
Die
erfindungsgemäßen beta-Aminosäurenitrilderivate
haben eine Hemmwirkung auf Cysteinproteasen, spezieller auf Cysteinproteasen
der Papain-Superfamilie, noch spezieller auf Cysteinproteasen der
Cathepsin-Familie und am speziellsten auf Cathepsin K. Es wurde überraschenderweise
gefunden, dass diese Hemmwirkung auf Cathepsin K in Bezug auf andere
Cathepsine selektiv ist. Während
Verbindungen der allgemeinen Formel (I) Cathepsin K sehr effizient
hemmen, ist die Hemmung von anderen Proteaseinhibitoren, wie Cathepsin
S, Cathepsin L und Cathepsin B viel schwächer. Daher sind die neuen
Verbindungen der Formel (I) geeignet, um spezifisch Cathepsin K
zu hemmen. Sie können
demgemäß für die Behandlungen
von Störungen verwendet
werde, die mit Cysteinproteasen in Zusammenhang stehen, wie Osteoporose,
Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis, Tumormetastase, Glumerulonephritis,
Atherosklerose, Myocardinfarkt, Angina pectoris, instabiler Angina
pectoris, Schlaganfall, Plaque-Ruptur, transitorische ischämische Attacken,
Amaurosis fugax, periphäre
arterielle Verschlusskrankheit, Restenose nach Angioplastie und
Einsetzen eines Stents, Bildung eines abdominalen Aortenaneurysmas,
Entzündung,
Autoimmunerkrankung, Malaria, Gewebecytopathie des Augenhintergrundes
und respiratorische Erkrankung. Demgemäß betrifft die vorliegende
Erfindung ein Verfahren zur vorbeugenden und/oder therapeutischen
Behandlung von Erkrankungen, die mit Cysteinproteasen in Zusammenhang
stehen, wie Osteoporose, Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis,
Tumormetastase, Glumerulonephritis, Atherosklerose, Myocardinfarkt,
Angina pectoris, instabiler Angina pectoris, Schlaganfall, Plaque-Ruptur,
transitorische ischämische
Attacken, Amaurosis fugax, periphäre arterielle Verschlusskrankheit, Restenose
nach Angioplastie und Einsetzen eines Stents, Bildung eines abdominalen
Aortenaneurysmas, Entzündung,
Autoimmunerkrankung, Malaria, Gewebecytopathie des Augenhintergrundes
und respiratorische Erkrankung, wobei das Verfahren die Verabreichung
einer Verbindung der Formel (I) an einen Menschen oder ein Tier
umfasst. Die vorliegende Erfindung betrifft auch Arzneimittel, die
eine Verbindung der Formel (I) und einen pharmazeutisch verträglichen
Träger
und/oder Hilfsstoff umfasst. Weiterhin betrifft die vorliegende
Erfindung die Verwendung einer solchen Verbindung zur Herstellung
von Arzneimitteln für
die Behandlung von Störungen,
die mit Cysteinproteasen in Zusammenhang stehen. Die vorliegende
Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen
der Formel (I).
-
Sofern
es nicht anders angegeben ist, werden die folgenden Definitionen
angegeben, um die Bedeutung und den Umfang der verschiedenen Bezeichnungen,
die hier zur Beschreibunge der Erfindung verwendet werden, zu veranschaulichen
und zu definieren.
-
In
dieser Beschreibung wird die Bezeichung "Nieder" verwendet, um eine Gruppe zu beschreiben,
die aus einem bis zu sieben, vorzugsweise aus einem bis zu vier
Kohlenstoffatomen) besteht.
-
Die
Bezeichnung "Alkyl" betrifft einen verzweigten
oder geradkettigen einwertigen, gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest
mit einem bis zu zwanzig Kohlenstoffatomen, vorzugsweise einem bis
zu sechszehn Kohlenstoffatomen. Alkylreste können z.B. mit Halogenatomen
substituiert sein.
-
Die
Bezeichnung "Niederalkyl" betrifft einen verzweigten
oder geradkettigen einwertigen Alkylrest mit einem bis zu sieben
Kohlenstoffatomen, vorzugsweise einem bis zu vier Kohlenstoffatomen.
Diese Bezeichnung wird ferner durch solche Reste, wie Methyl-, Ethyl-,
n-Propyl-, Isopropyl-,
n-Butyl-, s-Butyl-, t-Butylgruppen und dergleichen beispielhaft
veranschaulicht.
-
Die
Bezeichnung "Cycloalkyl" betrifft einen einwertigen
carbocyclischen Rest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
3 bis 6 Kohlenstoffatomen.
-
Die
Bezeichnung "Halogen" betrifft Fluor,
Chlor, Brom und Jod, wobei Fluor, Chlor und Brom bevorzugt sind,
und Chlor und Brom stärker
bevorzugt sind.
-
Die
Bezeichnung "Alkoxy" betrifft den Rest
R'-O-, wobei R' ein Alkylrest ist.
Die Bezeichnung "Niederalkoxy" betrifft den Rest
R'-O-, wobei R' ein Niederalkylrest
ist.
-
Die
Bezeichnung "Alkenyl" steht alleine oder
in Kombination mit anderen Resten für einen geradkettigen oder
verzweigten Kohlenwasserstoffrest, der eine olefinische Bindung
und bis zu 20 Kohlenstoffatome, vorzugsweise bis zu 16 C-Atome enthält. Die
Bezeichnung "Niederalkenyl" betrifft einen geradkettigen
oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest, der eine olefinische Bindung
und bis zu 7, vorzugsweise bis zu 4 C-Atomen enthält.
-
Die
Bezeichnung "Aryl" bezieht sich auf
die Phenyl- oder Naphtylgruppe, die gegebenenfalls einfach oder
mehrfach durch Alkylreste, Halogenatome, Hydroxygruppen, Nitrogruppen,
Alkoxy-, Alkylcarbonyloxy-, Aryl-, Aryloxy- oder Arylalkoxyreste
substituiert sein kann. Bevorzugte Substituenten sind Niederalkylreste, Fluor,
Chlor, Brom, Hydroxygruppen, Niederalkoxyreste, Niederalkylcarbonyloxyreste,
Phenylgruppen, Phenoxygruppen, Arylniederalkylreste und Arylniederalkoxyreste.
Stärker
bevorzugte Substituenten sind Hydroxygruppe, Methylgruppe, Chlor,
Brom und Methoxygruppe. Die Bezeichnung Aryl bezieht sich ferner
auf einen substituierten Phenylrest, bei dem es sich um die Benzo[1,3]dioxol-5-yl-gruppe handelt.
-
Die
Bezeichnung "Heteroaryl" betrifft einen aromatischen
5- oder 6-gliedrigen Ring, der 1, 2 oder 3 Atome, ausgewählt aus
Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel, enthalten kann, wie die Furyl-,
Pyridyl-, 1,2-, 1,3- and 1,4-Diazinyl-, Thienyl-, Isoxazolyl-, Oxazolyl-,
Imidazolyl-, Pyrrolylgruppe, wobei die Furyl- und die Thienylgruppe
bevorzugt ist. Die Bezeichnung "Heteroaryl" betrifft ferner
bicyclische aromatische Reste, die 2 5- oder 6-gliedrige Ringe umfassen,
in denen einer oder beide Ringe 1, 2 oder 3 Atome, ausgewählt aus
Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel, enthalten kann, wie z.B. Benzo[1,2,5]oxadiazol
oder Benzofuranyl. Ein Heteroarylrest kann ein Substitutionsmuster
enthalten wie es vorstehend im Zusammenhang mit der Bezeichnung "Aryl" beschrieben wurde.
-
Die
Bezeichnung "pharmazeutisch
verträgliche
Salze" umfasst Salze
der Verbindungen der Formel (I) mit anorganischen oder organischen
Säuren,
wie Chlorwasserstoffsäure,
Bromwasserstoffsäure,
Salpetersäure,
Schwefelsäure,
Phosphorsäure,
Zitronensäure,
Ameisensäure,
Maleinsäure,
Essigsäure,
Bernsteinsäure, Weinsäure, Methansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure und
dergleichen, die für
lebende Organismen nicht toxisch sind.
-
Die
Bezeichnung "pharmazeutisch
verträgliche
Ester" umfasst Ester
der Verbindungen der Formel (I), in denen die Hydroxygruppen mit
anorganischen oder organischen Säuren,
wie Chlorwasserstoffsäure,
Bromwasserstoffsäure,
Salpetersäure,
Schwefelsäure,
Phosphorsäure,
Zitronensäure,
Ameisensäure,
Maleinsäure,
Essigsäure,
Bernsteinsäure,
Weinsäure,
Methan sulfonsäure,
p-Toluolsulfonsäure
und dergleichen, in die entsprechenden Ester überführt wurden und die für lebende
Organismen nicht toxisch sind.
-
Im
Einzelnen betrifft die Erfindung Verbindungen der Formel (I)
wobei
R
1 ein
Wasserstoffatom, Aryl, -CO-R
a oder -SO
2-R
b darstellt, wobei
R
a Niederalkyl, Niederalkoxy, Cycloalkyl,
Cycloalkyl-niederalkyl, Cycloalkyl-niederalkoxy, Cycloalkyloxy, Aryl, Aryloxy,
Aryl-niederalkyl, Aryl-niederalkoxy, Aryloxy-niederalkyl, Aryl-S-niederalkyl,
Aryl-niederalkenyl, Heteroaryl, Heteroaryl-niederalkyl oder Heteroaryl-niederalkoxy
darstellt,
R
b Aryl, Aryl-niederalkyl
oder Heteroaryl darstellt,
R
2 ein Wasserstoffatom
oder Niederalkyl darstellt,
R
3 ein
Wasserstoffatom oder Niederalkyl darstellt,
R
4 ein
Wasserstoffatom oder Niederalkyl darstellt,
R
5 ein
Wasserstoffatom, Niederalkyl, Cycloalkyl oder Aryl darstellt,
n
gleich 1 oder 2 ist,
und pharmazeutisch verträgliche Salze
und/oder pharmazeutisch verträgliche
Ester davon.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) haben mindestens 2 asymmetrische Kohlenstoffatome
und können in
der Form von optisch reinen Enantiomeren oder als Racemate vorliegen.
Die Erfindung umfasst alle diese Formen. Bevorzugte Verbindungen
der Formel (I) sind die Verbindungen der Formel (Ia)
wobei R
1,
R
2, R
3, R
4, R
5 und n die vorstehenden
angegebenen Bedeutungen haben, und pharmazeutisch verträgliche Salze
und/oder pharmazeutisch verträgliche
Ester davon. Die Verbindungen der Formel (Ia) umfassen sowohl cis-
als auch trans-Verbindungen. Andere bevorzugte Verbindungen der
Formel (I) sind die cis-Verbindungen der Formel (Ib)
wobei R
1,
R
2, R
3, R
4, R
5 und n die vorstehenden
angegebenen Bedeutungen haben, und pharmazeutisch verträgliche Salze
und/oder pharmazeutisch verträgliche
Ester davon. Weitere bevorzugte Verbindungen der Formel (I) sind
die cis-Verbindungen der Formel (Ic)
wobei R
1,
R
2, R
3, R
4, R
5 und n die vorstehenden
angegebenen Bedeutungen haben, und pharmazeutisch verträgliche Salze
und/oder pharmazeutisch verträgliche
Ester davon. Die Verbindungen der Formel (Ic) umfassen sowohl cis-
als auch trans-Verbindungen.
-
Verbindungen
der Formel (I), in denen n 2 ist, sind bevorzugt. Verbindungen der
Formel (I), in denen R2, R3 und/oder
R4 ein Wasserstoffatom darstellen, sind
ebenfalls bevorzugt. Eine andere bevorzugte Ausführungsform betrifft Verbindungen
der Formel (I), in denen R5 einen Arylrest
darstellt, insbesondere diejenigen Verbindungen, in denen R5 einen Phenyl- oder Naphthylrest darstellt,
der gegebenenfalls mit einem Niederalkylrest, einem Halogenatom,
einer Hydroxygruppe, einem Niederalkoxy- oder einem Niederalkylcarbonyloxyrest
substituiert ist, oder in denen R5 Benzo[1,3]dioxyl
ist. Weiterhin sind Verbindungen der allgemeinen Formel (I), in
denen R5 einen Phenyl- oder Naphthylrest
darstellt, der gegebenenfalls mit einer Hydroxy-, Methoxy-, Methyl-,
Acetoxygruppe, Chlor oder Brom substituiert ist, oder wobei R5 Benzo[1,3]dioxyl ist ebenfalls bevorzugt,
wobei die Phenyl-, 3-Hydroxyphenyl-, 3-Methoxyphenyl-, 4-Methoxyphenyl-,
3-Methylphenyl-, 2,4-Dimethylphenyl-, 3,4-Dimethoxyphenyl-, 3-Chlorphenyl-, 3-Bromphenyl-,
4-Bromphenyl- oder Benzo[1,3]dioxol-5-ylgruppe besonders bevorzugt
sind. Andere bevorzugte Verbindungen der Formel (I) sind diejenigen,
in denen R5 ein Wasserstoffatom ist. Weitere
bevorzugte Verbindungen der Formel (I) sind diejeninigen, in denen R5 ein Cycloalkylrest ist, stärker bevorzugt
eine Cyclopropylgruppe.
-
Verbindungen
der Formel (I), in denen R1 einen Rest -CO-Ra darstellt, und Ra wie
vorstehend definiert ist, sind bevorzugt. Verbindungen der Formel
(I), in denen R1 einen Rest -CO-Ra darstellt, und Ra einen
Cycloalkyl, Cycloalkyl-niederalkyl-, Cycloalkyloxy-, Aryl-, Aryloxy-,
Aryl-niederalkyl-, Aryl-niederalkoxy-, Aryloxy-niederalkyl-, Aryl-S-niederalkyl-,
Aryl-niederalkenyl- oder Heteroaryl-niederalkoxyrest darstellt,
sind besonders bevorzugt. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform
sind Verbindungen der Formel (I), in denen R1 einen Rest
-CO-Ra darstellt, und Ra einen
Phenylrest darstellt, der gegebenenfalls mit einer Phenylgruppe,
Cyanogruppe und/oder Fluor substituiert ist, oder Ra einen
Benzyloxyrest darstellt, der gegebenenfalls mit einer Methylgruppe,
Chlor, Fluor, Methoxygruppe, Nitrogruppe und/oder CF3 substituiert
ist, oder Ra ist eine Phenylvinylen-, Thiophenylmethylenoxy-,
Cyclopentyloxy-, Thiophenyl-ethylenoxy-, Naphthyloxy-, Thiophenyltrimethylenoxy-
oder Phenoxygruppe ist. Besonders bevorzugt sind Verbindungen der
Formel (I), in denen R1 einen Rest -CO-Ra darstellt, und Ra eine
Benzyloxy-, Phenylvinylen-, Thiophen-2-yl-methylenoxy- oder Thiophen-3-yl-methylen-oxygruppe
darstellt. Eine andere bevorzugte Ausführungsform betrifft Verbindungen
der Formel (I), in denen R1 einen Rest -SO2-Rb darstellt und
Rb wie vorstehend definiert ist. Vorzugsweise
stellt Rb einen Phenylrest dar, der gegebenenfalls
mit Chlor, einer Cyano- und/oder
Methylcarbonylaminogruppe substituiert ist, oder Rb ist
eine Benzylgruppe oder Benzo[1,2,5]oxadiazol. Am meisten bevorzugt
stellt Rb eine 4-Chlorphenylgruppe dar.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform
betrifft Verbindungen der Formel (I), in denen R1 einen
Phenylrest darstellt, der gegebenenfalls mit einer Ethoxygruppe
substituiert ist. Andere bevorzugte Verbindungen der Formel (I)
sind diejenigen, in den R1 einen Rest -CO-Ra darstellt und Ra einen
Benzylrest darstellt, der gegebenenfalls mit Chlor substituiert
ist, oder einen Phenylrest, der gegebenenfalls mit einem Niederalkyl-,
Niederalkoxyrest oder einer Cyanogruppe substituiert ist, vorzugweise
diejenigen, in denen Ra eine 4-Ethylphenyl-,
4-Methoxyphenyl-,
4-Ethoxyphenyl-, 4-Cyanophenyl-, 4-tert.-Butylphenyl- oder 4-Chlorbenzylgruppe
ist. Weitere bevorzugte erfindungsgemäße Verbindungen sind diejenigen,
in denen R1 einen Rest -CO-Ra darstellt
und Ra ein Heteroarylrest ist, vorzugsweise
diejenigen, in denen Ra ein 5-Methoxybenzofuran-2-ylrest
ist
-
Bevorzugte
Verbindungen der Formel (I) sind diejenigen, die aus einer Gruppe
ausgewählt
sind, bestehend aus
(1R,2R)-(2-{(S)-[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-2-(3-Phenylacryloylamino)cyclohexancarbonsäure[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
(R)-{2-[(S)-(Cyanophenylmethyl)-(R)-carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
syn-{2-[(S)-(Cyanophenylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(2,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)-carbaminsäurebenzylester,
trans-2-(4-Chlorbenzolsulfonylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
trans-{2-[(Benzo[1,3]dioxol-5-ylcyanomethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
cis-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-benzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-benzylester,
cis-2-(3-Phenylacryloylaminocyclohexancarbonsäure[(R)-
und (S)-cyanophenyl-methyl]amid,
(2-{[Cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-benzylester(1-cis-racemat),
cis-{2-[(R)-
und (S)-(Cyano-m-tolylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäure-benzylester,
(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurethiophen-3-yl-methylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(4-methoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-benzylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(3-methoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)-carbaminsäure-benzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-thiophen-2-yl-methylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[(3-Chlorphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-{2-[(Cyanophenylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[(3-Bromphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[(4-Bromphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurecyclopentylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-2-thiophen-2-yl-ethylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-2-methylbenzylester,
trans-2-Phenylmethansulfonylaminocyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-2-chlorbenzylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[(4-Chlorphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-4-fluorbenzylester,
cis-{2-[(R)-
und (S)-(Cyanophenylmethylcarbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurenaphthalin-2-ylester,
cis-{2-[(R)-
und (S)-(Cyanonaphthalin-2-ylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure 3-thiophen-2-yl-propylester,
trans-2-(4-Cyanobenzolsulfonylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
trans-(2-{[(3-Bromphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-Essigsäure-4-(R)-
und (S)-[(2-benzyloxycarbonylaminocyclohexancarbonyl)amino]cyanomethyl}phenylester,
trans-{2-[(Cyanophenylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
cis-N-(2-{[(R)-
und (S)-Cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)-benzamid,
trans-(2-{[(3-Brom-4-methoxyphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-{2-[(R)-
und (S)-(Cyanonaphthalin-1-ylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-2-methoxybenzylester,
(1R,2R)-(2-{(R)-[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[(3-Brom-4-methoxyphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
trans-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)ethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-3-chlorbenzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-3-methylbenzylester,
cis-Biphenyl-4-carbonsäure-(2-{[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)amid,
cis-{2-[(R)-
und (S)-(Cyanophenylmethylcarbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurephenylester,
trans-2-(4-Acetylaminobenzolsulfonylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
cis-N-{2-[(R)-
und (S)-(Cyanophenylmethylcarbamoyl]cyclohexyl}benzamid,
trans-2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-3-methoxybenzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-4-methylbenzylester,
cis-{2-[(Benzo-[1,3]dioxol-5-ylcyanomethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäure-benzylester,
trans-4-Cyano-N-(2-{[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)benzamid,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-4-methoxybenzylester,
cis-2-(3-Cyclopentylpropionylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
(2-{[Cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester(1-cis-Racemat),
cis-{2-[(R)-
und (S)-(Cyanophenylmethylcarbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäure-4-nitrobenzylester,
cis-(2-{[(R)-
und (S)-Cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-4-nitrobenzylester,
cis-2-(3-Phenylpropionylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
cis-2-(Cyclopropancarbonylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
cis-{2-[(R)-
und (S)-(Cyanophenylmethylcarbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurecyclopentylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-3-p-tolylpropylester,
cis-[2-((R)-
und (S)-1-Cyano-3-methylbutylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-benzylester,
cis-2-(2-Phenoxyacetylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
trans-2-(2-Phenoxyacetylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(2,4-dimethylphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-2-[2-(4-Chlorphenoxy)acetylamino]cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
cis-2-(2-Phenylsulfanylacetylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-3-(4-chlorphenyl)propylester,
cis-2-(2-Phenylsulfanylacetylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
trans-2-(Benzo[1,2,5]oxadiazol-4-sulfonylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
trans-N-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)-4-fluorbenzamid,
cis-2-[2-(4-Chlorphenoxyacetylamino]cyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
cis-2-(3-Phenylpropionylamino)cyclohexancarbonsäure(cyanophenylmethyl)amid,
cis-2-Phenylacetylaminocyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
cis-2-Phenylmethansulfonylaminocyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
trans-2-(2-Phenylsulfanylacetylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
cis-[2-((R)-
und (S)-1-Cyanohexylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäurebenzylester
cis-2-(2-Phenoxyacetylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
trans-Isoxazol-5-carbonsäure-(2-{[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)amid,
cis-2-(3-Cyclohexylcarbonylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-4-trifluormethylbenzylester,
cis-2-(Cyclobutancarbonylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
cis-2-[2-(4-Chlorphenylacetylamino]cyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
cis-2-(Cyclopentancarbonylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
cis-2-[2-(4-Chlorphenyl)acetylamino]cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
(1S,2R)-{2-(R)-
und (S)-[(Cyanophenylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
(1S,2R)-(2-(R)-
und (S)-{[Cyano-(3-methoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
trans-N-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)-4-fluorbenzamid,
cis-2-(2-Benzyloxyacetylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
trans-2-(2-Thiophen-2-ylacetylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
cis-[2-((R)-
und (S)-1-Cyanopropylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäurebenzylester,
cis-2-Phenylacetylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
cis-2-(2-Benzyloxyacetylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
cis-2-(Cyclopropancarbonylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
cis-2-(3-Cyclopentylpropionylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
cis-2-(Cyclopentancarbonylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
trans-Thiophen-2-carbonsäure-(2-{[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)amid,
cis-2-(3-Phenylpropionylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
cis-2-Phenylmethansulfonylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
trans-(2-{[Cyano-(3-methoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-benzylester,
cis-2-(4-Ethoxyphenylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
2-(4-Ethoxyphenylamino)cyclohexancarbonsäure(cyanophenylmethyl)amid,
cis-2-(4-Ethoxyphenylamino)cyclohexancarbonsäure-[(3-bromphenyl)cyanomethyl]amid,
cis-2-(4-Ethoxyphenylamino)cyclohexancarbonsäure(benzo[1,3]dioxol-5-yl-cyanomethyl)amid,
cis-2-(4-Ethoxyphenylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(4-methoxyphenyl)methyl]amid,
cis-2-Phenylaminocyclohexancarbonsäure(benzo[1,3]dioxol-5-yl-cyanomethyl)amid,
2-Phenylaminocyclohexancarbonsäure(cyanophenylmethyl)amid,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclopentyl)carbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[(3-Chlorphenylcyanomethyl]carbamoyl}cyclopentylcarbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-methoxyphenylmethyl]carbamoyl}cyclopentylcarbaminsäure-benzylester,
trans-{2-[(Cyanophenylmethylcarbamoyl]cyclopentyl}carbaminsäurebenzylester,
und
trans-{2-[(Cyano-m-tolylmethylcarbamoyl]cyclopentyl}carbaminsäurebenzylester,
und
pharmazeutisch verträgliche
Salze und/oder pharmazeutisch verträgliche Ester davon.
-
Besonders
bevorzugte Verbindungen der Formel (I) sind
(1R,2R)-(2-{(S)-[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-2-(3-Phenylacryloylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
und (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid,
(R)-{2-[(S)-(Cyanophenylmethyl)-(R)-carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
syn-{2-[(S)-(Cyanophenylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(2,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
trans-2-(4-Chlorbenzolsulfonylamino)cyclohexancarbonsäure[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid,
trans-{2-[(Benzo[1,3]dioxol-5-ylcyanomethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
cis-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäure-benzylester,
cis-2-(3-Phenylacryloylaminocyclohexancarbonsäure-((R)-
und (S)-cyanophenylmethylamid,
(2-{[Cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester(1-cis-Racemat),
cis-{2-[(R)-
und (S)-(Cyano-m-tolylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäure-benzylester,
(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurethiophen-3-ylmethylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(4-methoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(3-methoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurethiophen-2-ylmethylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[(3-Chlorphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-{2-[(Cyanophenylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
trans-(2-{[(3-Bromphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
cis-(2-{(R)-
und (S)-[(4-Bromphenyl)cyanomethyl]carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester,
und
cis-(2-{(R)- und (S)-[Cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclopentyl)carbaminsäurebenzylester,
und
pharmazeutisch verträgliche
Ester davon.
-
Andere
bevorzugte Verbindungen der Formel (I) sind diejenigen, die aus
einer Gruppe ausgewählt sind,
bestehend aus
cis{2-[(Cyanocyclopropylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester,
cis-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-2-chlorbenzylester,
cis-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-2-brombenzylester,
cis-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-3-nitrobenzylester,
cis-[4-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-4-chlorbenzylester,
cis-[4-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-3,4-dichlorbenzylester,
cis-[4-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-3-chlorbenzylester,
trans-[4-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-2-chlorbenzylester,
trans-[4-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-2-brombenzylester,
trans-[4-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-3-nitrobenzylester,
trans-[4-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäurephenylester,
trans-[4-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]carbaminsäure-3,4-dichlorbenzylester,
cis-5-Methoxybenzofuran-2-carbonsäure-[2-(cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]amid,
trans-5-Methoxybenzofuran-2-carbonsäure-[2-(cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]amid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-2-chlor-4-fluorbenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-2-methoxy-3-methylbenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-2,6-dichlor-4-methoxybenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3-fluor-4-methylbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3-chlor-4-methylbenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3-brom-4-methylbenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-4-cyanomethylbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3,5-ditrifluormethylbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-4-tert-butylbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3-chlor-6-methoxybenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3-chlor-6-methoxybenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3-chlorbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3-acetylaminobenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3-acetylaminobenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-4-acetylaminobenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-4-acetylaminobenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cylohexyl]-4-acetylbenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-4-acetylbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-2-chlor-5-(methylthio)benzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-2,3-dichlorbenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-2,3-dichlorbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-2,4-dichlorbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-2,5-dichlorbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-2,6-dichlorbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3,4-dichlorbenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3,4-dichlorbenzamid,
cis-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3,4-dichlorbenzamid,
trans-N-[2-(Cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]-3,5-dichlorbenzamid,
cis-2-{[2(4-Chlorphenyl)acetyl]amino}-N-[cyano(cyclopropyl)methyl]cyclohexancarboxamid,
cis-N-[Cyano(cyclopropyl)methyl]-2-{[3-(3-methoxyphenyl)propanoyl]amino}cyclohexancarboxamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-ethylbenzamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-ethoxybenzamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-methoxybenzamid,
trans-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-methoxybenzamid,
trans-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-ethylbenzamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-3,4-difluorbenzamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-cyanobenzamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-tert-butylbenzamid
und
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-3,4,5-trimethoxybenzamid,
und
pharmazeutisch verträgliche
Ester davon.
-
Andere
besonders bevorzugte Verbindungen der Formel (I) sind
cis-5-Methoxybenzofuran-2-carbonsäure-[2-(cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]amid,
trans-5-Methoxybenzofuran-2-carbonsäure-[2-(cyanomethylcarbamoyl)cyclohexyl]amid,
cis-2-{[(4-Chlorphenyl)acetyl]amino}-N-[cyano(cyclopropyl)methyl]cyclohexancarboxamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-ethylbenzamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-ethoxybenzamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-methoxybenzamid,
trans-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-methoxybenzamid,
trans-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-ethylbenzamid,
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-cyanobenzamid
und
cis-N-[2-({[Cyano(cyclopropyl)methyl]amino}carbonyl)cyclohexyl]-4-tert-butylbenzamid,
und
pharmazeutisch verträgliche
Ester davon.
-
Die
Erfindung betrifft die Verwendung von Verbindungen der Formel (I),
wie sie vorstehend definiert sind, für die Behandlung oder Vorbeugung
von Erkrankungen, die mit Cysteinproteasen in Zusammenhang stehen,
wie Osteoporose, Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis, Tumormetastase,
Glumerulonephritis, Atherosklerose, Myocardinfarkt, Angina pectoris,
instabiler Angina pectoris, Schlaganfall, Plaque-Ruptur, transitorische
ischämische
Attacken, Amaurosis fugax, periphäre arterielle Verschlusskrankheit,
Restenose nach Angioplastie und Einsetzen eines Stents, Bildung
eines abdominalen Aortenaneurysmas, Entzündung, Autoimmunerkrankung,
Malaria, Gewebecytopathie des Augenhintergrundes und respiratorische
Erkrankung. In einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung
die Verwendung von Verbindungen, wie sie vorstehend definiert sind,
für die
Behandlung oder Vorbeugung von Osteoporose, instabiler Angina pectoris
und Plaque-Ruptur.
-
Weiterhin
betrifft die Erfindung Verbindungen, wie sie vorstehend definiert
sind, für
die Verwendung als Arzneimittel, insbesondere in Verbindung mit
Erkrankungen, die mit Cysteinproteasen in Zusammenhang stehen, wie
wie Osteoporose, Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis, Tumormetastase,
Glumerulonephritis, Atherosklerose, Myocardinfarkt, Angina pectoris,
instabiler Angina pectoris, Schlaganfall, Plaque-Ruptur, transitorische
ischämische
Attacken, Amaurosis fugax, periphäre arterielle Verschlusskrankheit,
Restenose nach Angioplastie und Einsetzen eines Stents, Bildung
eines abdominalen Aortenaneurysmas, Entzündung, Autoimmunerkrankung,
Malaria, Gewebecytopathie des Augenhintergrundes und respiratorische
Erkrankung. In einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung
die Verwendung von Verbindungen, wie sie vorstehend definiert sind,
für die
Verwendung als Arzneimittel, insbesondere in Verbindung mit Osteoporose,
instabiler Angina pectoris und Plaque-Ruptur.
-
Die
Erfindung betrifft auch Arzneimittel, die eine wie vorstehend definierte
Verbindung und einen pharmazeutisch verträglichen Träger und/oder Hilfsstoff umfasst,
insbesondere für
die Verwendung in Verbindung mit Erkrankungen, die mit Cysteinproteasen
in Zusammenhang stehen, wie wie Osteoporose, Osteoarthritis, rheumatoide
Arthritis, Tumormetastase, Glumerulonephritis, Atherosklerose, Myocardinfarkt,
Angina pectoris, instabiler Angina pectoris, Schlaganfall, Plaque-Ruptur,
transitorische ischämische
Attacken, Amaurosis fugax, periphäre arterielle Verschlusskrankheit,
Restenose nach Angioplastie und Einsetzen eines Stents, Bildung
eines abdominalen Aortenaneurysmas, Entzündung, Autoimmunerkrankung,
Malaria, Gewebecytopathie des Augenhintergrundes und respiratorische
Erkrankung. In einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung
Arzneimittel, die eine wie vorstehend definierte Verbindung und
einen pharmazeutisch verträglichen
Träger
und/oder Hilfsstoff umfassen, insbesondere für die Verwendung in Verbindung
mit Osteoporose, instabiler Angina pectoris und Plaque-Ruptur.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung von Verbindungen,
sie sie vorstehend definiert sind, zur Herstellung von Arzneimitteln
für die
Behandlung oder Vorbeugung von Erkrankungen, die mit Cysteinproteasen
in Zusammenhang stehen, wie Osteoporose, Osteoarthritis, rheumatoide
Arthritis, Tumormetastase, Glumerulonephritis, Atherosklerose, Myocardinfarkt,
Angina pectoris, instabiler Angina pectoris, Schlaganfall, Plaque-Ruptur,
transitorische ischämische
Attacken, Amaurosis fugax, periphäre arterielle Verschlusskrankheit,
Restenose nach Angioplastie und Einsetzen eines Stents, Bildung
eines abdominalen Aortenaneurysmas, Entzündung, Autoimmunerkrankung,
Malaria, Gewebecytopathie des Augenhintergrundes und respiratorische
Erkrankung. In einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung
die Verwendung von Verbindungen, wie sie vorstehend definiert sind,
für die
Herstellung von Arzneimitteln für
die Behandlung oder Vorbeugung von Osteoporose, instabiler Angina
pectoris und Plaque-Ruptur. Solche Arzneimittel umfassen eine Verbindung,
sie sie vorstehend definiert ist.
-
In
einer zusätzlichen
Ausführungsform
betrifft die Erfindung ein Verfahren für die vorbeugende und/oder
therapeutische Behandlung von Erkrankungen, in denen Cathepsin K
eine wesentliche pathologische Rolle spielt, wie Osteoporose, Osteoarthritis,
rheumatoide Arthritis, Tumormetastase, Glumerulonephritis, Atherosklerose,
Myocardinfarkt, Angina pectoris, instabiler Angina pectoris, Schlaganfall,
Plaque-Ruptur, transitorische ischämische Attacken, Amaurosis
fugax, periphäre
arterielle Verschlusskrankheit, Restenose nach Angioplastie und
Einsetzen eines Stents, Bildung eines abdominalen Aortenaneurysmas,
Entzündung, Autoimmunerkrankung,
Malaria, Gewebecytopathie des Augenhintergrundes und respiratorische
Erkrankung, wobei das Verfahren die Verabreichung einer Verbindung,
wie sie vorstehend definiert ist, an einen Menschen oder ein Tier
umfasst. In einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung
ein Verfahren für
die vorbeugende und/oder therapeutische Behandlung von Osteoporose,
instabiler Angina pectoris und Plaque-Ruptur, wobei das Verfahren
die Verabreichung einer Verbindung, wie sie vorstehend definiert
ist, an einen Menschen oder ein Tier umfasst.
-
Die
Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen
der allgemeinen Formel (I), wobei das Verfahren umfasst:
- a) Umsetzen der Verbindung der Formel (II) mit einer Verbindung der
Formel (III) wobei R1,
R2, R3, R4, R5 und n die vorstehend
angegebenen Bedeutungen hat, oder
- b) Umsetzen einer Verbindung der Formel (IV) mit einer Verbindung der
Formel (V) oder (VI) wobei
R2, R3, R4, R5, Ra,
Rb und n die vorstehend angegebenen Bedeutungen
haben.
-
Die
Erfindung betrifft auch ein Verfahren, wie es vorstehend beschrieben
ist, wobei das Verfahren die Herstellung von pharmazeutisch verträglichen
Salze und/oder pharmazeutisch verträglichen Estern umfasst. Die
Bildung der Ester und/oder Salze kann zu unterschiedlichen Schritten
des Verfahrens durchgeführt
werden, z.B. mit den Verbindungen der Formel (I) oder mit den entsprechenden
Ausgangsmaterialien.
-
Die
Umsetzung einer Verbindung der Formel (II) mit einer Verbindung
der Formel (III) kann nach Verfahren ausgeführt werden, die einem Fachmann
bekannt sind. Die Umsetzung kann üblicherweise ausgeführt werden,
indem Verbindung (II), Verbindung (III), TPTU (O-1,2-Dihydro-2-oxo-1-pyridyl)-N,N,N',N'-tetramethyluroniumtetrafluorborat)
und Hünig-Base
(N-Ethyldiisopropylamin)
in MeCN gelöst
werden und das Gemisch bei Raumtemperatur 6 to 16 Stunden gerührt wird.
Das Reaktionsgemisch kann konzentriert werden und das Produkt kann
nach Verfahren erhalten werden, die einem Fachmann bekannt sind,
z.B. Extraktion und Säulenchromatografie.
Alternativ kann eine Verbindungen der Formel (II) in CH2Cl2 gelöst
werden und 6 bis 16 Stunden bei Raumtemperatur mit einer Verbindung
der Formel (III) in Gegenwart von N-Methylmorpholin, HOBT und EDCI
umgesetzt werden. Das Produkt kann nach an sich bekannten Verfahren,
z.B. Extraktion und HPLC, isoliert werden.
-
Die
Umsetzung einer Verbindung der Formel (IV) mit einer Verbindung
der Formel (V) oder (VI) wird zweckmäßigerweise ausgeführt, indem
eine Lösung
der Verbindung (IV) in CH2Cl2 hergestellt
wird und eine Lösung
der Verbindung (V) oder (VI) in CH2Cl2 zugegeben wird. Zu diesem Gemisch wird
Triethylamin gegeben und nach 6- bis 16stündigem Schütteln bei Raumtemperatur wird
Ameisensäure
zu gegeben. Das Produkt kann nach an sich bekannten Verfahren isoliert
und gereinigt werden, z.B. durch Verdampfen des Lösungsmittels
und HPLC.
-
Um
pharmazeutisch verträgliche
Salze und/oder pharmazeutisch verträgliche Ester der Verbindungen der
Formel (I) herzustellen, ist es möglich, die entsprechenden Ester
und oder Salze herzustellen, indem von den Verbindungen der Formel
(I) ausgegangen wird. Es ist ebenso möglich die Ester und/oder Salze
in einem früheren
Schritt herzustellen, z.B. die entsprechenden Salze und/oder Ester
des entsprechenden Ausgangsmaterials herzustellen. Die Verfahren
zur Herstellung pharmazeutisch verträglicher Salze und/oder pharmazeutisch
verträglicher
Ester, wie sie vorstehend definiert sind, sind im Fachgebiet bekannt.
-
Verbindungen
der Formel (II) werden nach Verfahren hergestellt, die einem Fachmann
bekannt sind. Zweckmäßigerweise
wird die entsprechende Aminosäure
mit dem gewünschten
Substituenten R1 analog zu den in den Beispielen
beschriebenen Verfahren verknüpft.
Die sich ergebende Verbindung (II) wird nach an sich bekannten Verfahren
isoliert, z.B. durch Extraktion und Verdampfen des Lösungsmittels.
-
Verbindungen
der Formel (III) können
zweckmäßigerweise
erhalten werden, indem bei 0°C
eine Lösung
des entsprechenden Aldehyds in CH2Cl2 zu einer Lösung von NH4Cl
und NaCN in H2O und MeOH gegeben wird. Das
Gemisch wird gerührt
und kann sich dann auf Raumtemperatur erwärmen. Nach der Zugabe einer
NH3-Lösung
und Vervollständigung
der Umsetzung, wird die erhaltene Verbindung der Formel (III) isoliert und
nach Verfahren, die einem Fachmann bekannt sind, gereinigt, z.B.
durch Extraktion. Das entsprechende Hydrochlorid kann nach an sich
bekannten Verfahren hergestellt werden.
-
Chirale
Verbindungen der Formel (III) können
zweckmäßigerweise
erhalten werden, indem bei 15°C Ammoniumhydrogencarbonat
zur einem gemischten Anhydrid (hergestellt aus einer geeigneten
t-BOC-geschützten
Aminosäure
und Di-tert.-butyldicarbonat) gegeben wird. Das Reaktionsgemisch
wird bei Raumtemperatur 1–5
Stunden gerührt.
Nach Vervollständigung
der Umsetzung wird das erhaltene t-BOC-geschützte Aminosäureamid nach Verfahren, die
einem Fachmann bekannt sind, isoliert und gereinigt, z.B. durch
Extraktion. Das Boc-geschützte
Aminosäureamid
und Triethylamin werden bei 0°C
in THF und Trifluoressigsäureanhydrid
gelöst.
Das Gemisch wird 2 Stunden bei –10°C gerührt. Nach
Isolierung und Reinigung des erhaltenen Zwischenprodukts, z.B. durch
Verdampfen des Lösungsmittels
und Flashchromatografie, kann die die t-BOC-Schutzgruppe mit HCl
in Essigsäure
abgespalten werden, wobei die gewünschte Verbindung der Formel
(III) erhalten wird.
-
Verbindungen
der Formel (IV) können
zweckmäßigerweise
erhalten werden, indem die entsprechende t-BOC-geschützte Aminosäure mit
einer Verbindung der Formel (III) analog zur dem vorstehend beschriebenen
Verfahren umgesetzt wird. Nach Isolierung und Reinigung des erhaltenen
Zwischenprodukts, z.B. durch Verdampfen des Lösungsmittels und Flashchromatografie,
kann die t-BOC-Schutzgruppe mit Trifluoressigsäure abgespalten werden, wobei
die gewünschte
Verbindung der Formel (IV) mit Trifluoressigsäure erhalten wird.
-
Verbindungen
der Formeln (V) und (VI) sind entweder im Handel erhältlich oder
können
nach im Fachgebiet bekannten Verfahren hergestellt werden.
-
Das
folgende Schema (entspricht dem Verfahren G im experimentellen Teil)
zeigt eine andere Möglichkeit,
erfindungsgemäße Verbindungen
durch Festphasensynthese herzustellen.
-
-
Zu
1 Äq. an
Rink-Harz gebundenem Glycin (siehe Rink, Tetrahedron Lett. 1987,
28, 3787) in DMF wird 1 Äq.
des Edukts 1 (ein Cyclohexancarbonsäurederivat), EDCI, HOBT und
NMM (N-methylmorpholin) gegeben. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht
bei Raumtemperatur geschüttelt.
Das Lösungsmittel
wird entfernt und das Harz wird mit Dichlormethan, Methanol und
erneut mit Dichlormethan gewaschen. Das Harz wird dann in DMF suspendiert
und dazu wird 20% Piperidin gegeben. Nach einer Reaktionszeit von
30 Minuten bei Raumtemperatur wird das Lösungsmittel durch Filtrieren
entfernt. Das Harz wird mit Dichlormethan, Methanol und erneut mit
Dichlormethan gewaschen. Das Harz wird erneut in DMF suspendiert
und dazu werden 3 Äq. des
entsprechenden Succinimidylcarbonats (Edukt 2) gegeben. Das Reaktionsgemisch
wird über
Nacht bei Raumtemperatur geschüttelt.
Das Harz wird dann filtriert und mit Dichlormethan, Methanol und
erneut mit Dichlormethan gewaschen. Das Harz wird dann in einer
10%igen Lösung
aus Trifluoressigsäure
in Dichlormethan suspendiert. Nach einer Reaktionszeit von 30 Minuten
bei Raumtemperatur, wird das Harz filtriert und mit Dichlormethan
gewaschen. Das Filtrat wird bis zur Trockne konzentriert, wobei
das Amid erhalten wird. Das Amid wird dann unter Verwendung von
Burgess-Reagenz (Methoxycarbonylsulfamoyltriethylammoniumhydroxid,
siehe Burgess, E. M., Atkins, G. M. J. Am. Chem. Soc. 1968, 90,
4744) einer Dehydratisierung unterzogen. Das Amid wird in Dichlormethan
oder im Fall der trans-Verbindung in 1,4-Dioxan gelöst. Ein Äq. Burgess- Reagenz wird zugegeben
und das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, woraufhin
ein zweites Äq.
Burgess-Reagenz zugegeben wird und das Reaktionsgemisch weitere
2 Stunden gerührt
wird. Das rohe Reaktionsgemisch wird bis zur Trockne eingedampft
und dann in Ethylacetat verdünnt.
Die gewünschte
Verbindung wird durch Verfahren, die einem Fachmann bekannt sind,
isoliert und gereinigt, z.B. durch Extraktion und präparative
HPLC.
-
Das
folgende Schema (entspricht dem Verfahren H im experimentellen Teil)
zeigt eine andere Möglichkeit,
erfindungsgemäße Verbindungen
durch Festphasensynthese herzustellen.
-
-
Zu
1 Äq. an
Rink-Harz gebundenem Glycin (siehe Rink, Tetrahedron Lett. 1987,
28, 3787) in DMF wird 1 Äq.
des Edukts 1 (ein Cyclohexancarbonsäurederivat), EDCI, HOBT und
NMM gegeben. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur
geschüttelt.
Das Lösungsmittel
wird entfernt und das Harz wird mit Dichlormethan, Methanol und
erneut mit Dichlormethan gewaschen. Das Harz wird dann in DMF suspendiert und
dazu wird 20% Piperidin gegeben. Nach einer Reaktionszeit von 30
Minuten bei Raumtemperatur wird das Lösungsmittel durch Filtrieren
entfernt. Das Harz wird mit Dichlormethan, Methanol und erneut mit
Dichlormethan gewaschen. Das Harz wird erneut in DMF suspendiert
und dazu werden 3 Äq.
der entsprechenden Carbonsäure
(Edukt 2) zusammen mit EDCI, HOBT und NMM gegeben. Das Reaktionsgemisch
wird über
Nacht bei Raumtemperatur geschüttelt.
Das Harz wird dann filtriert und mit Dichlormethan, Methanol und
erneut mit Dichlormethan gewaschen. Das Harz wird dann in einer
10%igen Lösung
aus Trifluoressigsäure
in Dichlormethan suspendiert. Nach einer Reaktionszeit von 30 Minuten
bei Raumtemperatur, wird das Harz filtriert und mit Dichlormethan
gewaschen. Das Filtrat wird bis zur Trockne konzentriert, wobei das
Amid erhalten wird. Das Amid wird dann unter Verwendung von Burgess-Reagenz
(Methoxycarbonylsulfamoyltriethylammoniumhydroxid, siehe Burgess,
E. M., Atkins, G. M. J. Am. Chem. Soc. 1968, 90, 4744) einer Dehydratisierung
unterzogen. Das Amid wird in Dichlormethan oder im Fall der trans-Verbindung
in 1,4-Dioxan gelöst.
Ein Äq.
Burgess-Reagenz
wird zugegeben und das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt,
woraufhin ein zweites Äq.
Burgess-Reagenz zugegeben wird und das Reaktionsgemisch weitere
2 Stunden gerührt
wird. Das rohe Reaktionsgemisch wird bis zur Trockne eingedampft
und dann in Ethylacetat verdünnt.
Die gewünschte
Verbindung wird durch Verfahren, die einem Fachmann bekannt sind,
isoliert und gereinigt, z.B. durch Extraktion und präparative
HPLC.
-
Alle
Edukte, die zur Herstellung der Verbindung durch Festphasensynthese
verwendet werden, sind entweder im Handel erhältlich oder können durch
im Fachgebiet bekannte Verfahren oder hier beschriebene Verfahren
hergestellt werden.
-
Das
folgende Schema (entspricht den Verfahren I und F im experimentellen
Teil) zeigt eine andere Möglichkeit,
erfindungsgemäße Verbindungen
herzustellen.
- I)
HOBT wird zu einer Lösung
der Säure
in DMF gegeben. Das Gemisch wird bei Raumtemperatur 1 Stunde gerührt und
dazu werden 2-Aminocyclohexancarbonsäure-(1-cyano-1- cyclopropylmethyl)amid-Essigsäuresalz,
EDCI und NMM (N-Methylmorpholin) gegeben. Das Gemisch wird bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt
und konzentriert. Die gewünschte
Verbindung wird durch Verfahren, die einem Fachmann bekannt sind, isoliert
und gereinigt, z.B. durch Extraktion und präparative DC.
- F) DIPEA (Diisopropylethylamin) wird zu einer Lösung aus
2-Aminocyclohexancarbonsäure(1-cyano-1-cyclopropylmethyl)amid-Essigsäuresalz
in CH2Cl2 gegeben.
Das Gemisch wird bei Raumtemperatur 45 Minuten gerührt. Das
Säurechlorid
wird zugegeben und das Reaktionsgemisch wird über Nacht unter N2 bei
Raumtemperatur gerührt.
Die gewünschte
Verbindung wird durch Verfahren, die einem Fachmann bekannt sind,
isoliert und gereinigt, z.B. durch Extraktion und präparative
DC (Weg F).
-
Die
isolierten cis- und trans-Formen des Produkts werden erhalten, indem
von den entsprechenden cis- oder trans-Formen des Cyclohexanderivats
ausgegangen wird.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft alle Verbindungen der Formel (I),
wie sie nach einem der vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt
wird.
-
Die
Erfindung betrifft auch Verbindungen der Formel (IV)
wobei R
2,
R
3, R
4, R
5 und n wie vorstehend definiert sind.
-
Die
Hemmwirkung der Verbindungen gegen Cathepsin K, S, L und B wurde
bei Raumtemperatur auf undurchsichtigen weißen Polystyrolplatten mit 96
Vertiefungen (Costar) getestet. Die Hemmwirkung gegen Cathepsin
K wurde wie folgt getestet:
5 μl eines Inhibitors, der in 5
mM Natriumphosphatlösung,
1% DMSO enthaltendem 15 mM NaCl bei pH 7,4 verdünnt war (Endkonzentrationen:
10–0,0001 μM) wurden
10 Minuten mit 35 μl
menschlichem rekombinanten Cathepsin K (Endkonzentration: 1 nM),
das in Testpuffer (100 mM Natriumacetat, pH 5,5, das 5 mM EDTA und 20
mM Cystein enthielt) verdünnt
war, vorinkubiert. Nach der Zugabe von 10 μl des fluorogenen Substrats Z-Leu-Arg-MCA,
das in Testpuffer verdünnt
war (Endkonzentration: 5 μM)
wurde der Anstieg der Fluoroszenz (Anregung bei 390 nm und Emission
bei 460 nm) 7,5 Minuten lang alle 45 Sekunden gemessen.
-
Die
Anfangsgeschwindigkeit (RFU/min) wurde aus der linearen Anpassung
der 11 Ablesepunkt abgeleitet.
-
Die
Hemmwirkung gegen Cathepsin B wurde unter den gleichen Bedingungen
getestet wie die Hemmwirkung gegen Cathepsin K, indem Cathepsin
B aus menschlicher Leber (Calbiochem) in einer Endkonzentration
von 1 nM verwendet wurde.
-
Die
Hemmwirkung gegen Cathepsin L wurde unter den gleichen Bedingungen
getestet wie die Hemmwirkung gegen Cathepsin K, indem Cathepsin
L aus menschlicher Leber (Calbiochem) in einer Endkonzentration
von 3 nM verwendet wurde.
-
Die
Hemmwirkung gegen Cathepsin S wurde analog zu der Hemmwirkung von
Cathepsin K getestet mit der Ausnahme, dass der Puffer aus 100 mM
Kaliumphosphat, 5 mM EDTA, 5 mM DTT (frisch dazugegeben), 0,01%
Triton X-100, pH 6,5 bestand und das fluorogene Substrat Z-Val-Val-Arg-MCA (Bachem)
(Endkonzentration: 20 μM)
war. Es wurde menschliches rekombinantes Cathepsin S (Wiederanders
et al., Eur. J. Biochem. 1997, 250, 745–750) in einer Endkonzentration
von 0,5 nM verwendet.
-
Die
Ergebnisse sind als IC50-Werte angegeben,
die die Konzentration kennzeichnen, bei denen die Enzymaktivität um 50%
gehemmt wird. Die IC50-Werte werden aus
einer linearen Regressionskurve aus einem "Logit-log Plot" bestimmt.
-
-
Es
versteht sich, dass die Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
in dieser Erfindung an den funktionellen Gruppen derivatisiert werden
können,
um Derivate bereitzustellen, die in vivo in die ursprünglichen
Verbindungen zurückgeführt werden
können.
-
Wie
schon vorher erwähnt
sind Arzneimittel, die eine Verbindung der Formel (I) enthalten,
ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung, wie es auch ein
Verfahren zur Herstellung solcher Arzneimittel ist, wobei das Verfahren
das Verbringen von einer oder mehreren Verbindungen der Formel (I)
und, falls gewünscht,
einer oder mehrerer anderer therapeutisch wertvoller Substanzen
in eine galenische Verabreichungsform umfasst.
-
Die
Arzneimittel können
oral verabreicht werden, zum Beispiel in der Form von Tabletten,
Filmtabletten, Dragees, Hart- oder Weichgelatinekapseln, Lösungen,
Emulsionen oder Suspensionen. Die Verabreichung kann auch rektal
erfolgen, zum Beispiel unter Verwendung von Zäpfchen; lokal oder perkutan,
zum Beispiel unter Verwendung von Salben, Cremes, Gelen oder Lösungen;
oder parenteral; z.B. intravenös,
intramuskulär,
subkutan, intrathekal oder transdermal, z.B. unter Verwendung von
injizierbaren Lösungen.
Weiterhin kann die Verabreichung sublingual oder als opthalmologische
Zubereitungen oder als ein Aerosol, z.B. in Form eines Sprays, erfolgen.
-
Für die Herstellung
von Tabletten, Filmtabletten, Dragees oder Hartgelatinekapseln können die
erfindungsgemäßen Verbindungen
mit pharmazeutisch inerten anorganischen oder organischen Excipienten
gemischt werden. Beispiele für
geeignete Excipienten für
Tabletten, Dragees oder Hartgelatinekapseln schließen Laktose,
Maisstärke
oder deren Derivate, Talkum oder Stearinsäure oder deren Salze ein.
-
Geeignete
Excipienten für
die Verwendung in Weichgelatinekapseln schließen zum Beispiel pflanzliche Öle, Wachse,
Fette, halbfeste oder flüssige
Polyole usw. ein; entsprechend der Natur der Wirkstoffe kann es
jedoch der Fall sein, dass überhaupt
kein Excipient für
Weichgelatinekapseln nötig
ist.
-
Für die Herstellung
von Lösungen
oder Sirupen, schließen
Excipienten, die verwendt werden können, zum Beispiel Wasser,
Polyole, Saccharose, Invertzucker und Glukose ein.
-
Für injizierbare
Lösungen,
schließen
Excipienten, die verwendt werden können, zum Beispiel Wasser, Polyole,
Glycerin oder pflanzliche Öle
ein.
-
Für Zäpfchen und
lokale oder perkutane Anwendung, schließen Excipienten, die verwendet
werden können,
zum Beispiel natürliche
oder gehärtete Öle, Wachse,
Fette und halbfeste oder flüssige
Polyole ein.
-
Die
Arzneimittel können
auch Konservierungsmittel, Solubilisierungsmittel, Stabilisierungsmittel,
Netzmittel, Emulgatoren, Süßungsmittel,
Färbemittel,
Duftstoffe, Salze zur Variation des osmotischen Drucks, Puffer, Überzugsmittel
oder Antioxidantien enthalten. Wie zuvor erwähnt, können sich ebenfalls andere
therapeutisch wertvolle Mittel enthalten.
-
Es
ist eine Grundvoraussetzung, dass alle bei der Herstellung der Zubereitungen
verwendeten Adjuvantien nicht toxisch sind.
-
Die
intravenöse,
intramuskuläre
oder orale Verabreichung ist die bevrozugte Verwendungsform. Die Dosierungen,
in denen die Verbindungen der Formel (I) in wirksamen Mengen verabreicht
werden, hängen
von der Natur des spezifischen Wirkstoffes, dem Alter und den Bedürfnissen
des Patienten und der Verabreichungsart ab. Im Allgemeinen kommt
eine tägliche
Dosierung von etwa 1 mg–1000
mg, vorzugsweise 5 mg–500
mg pro Tag in Betracht.
-
Die
folgenden Beispiele sollen bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung veranschaulichen, jedoch nicht den Anwendungsbereich der
Erfindung einschränken.
-
Die
entsprechenden Ausgangmaterialien sind entweder im Handel erhältlich oder
sie können
nach im Fachgebiet bekannten Verfahren (z.B. nach
DE 26 24 290 ; WO 98/0354; Chem. Pharm.
Bull., 38(2), 350–354 (1990),
Chiral Synthon Obtained with Pig Liver Esterase: Introduction of
Chiral Centers into Cyclohexene Skeleton; J. Chem. Soc. Perkin Trans.,
1, 1411–1415
(1994), Asymmetric Synthesis of (–)-(1R,2S)-Cispentacin and
Related cis- and trans-2-Amino Cyclopentan- and Cyclohexan-1-carboxylic
Acids) oder Verfahren, die analog zu den vorstehend beschriebenen
Verfahren sind, erhalten werden.
-
BEISPIEL 1
-
Herstellung von (R,S)-α-Amino3-bromphenylacetonitril
-
NH4Cl (2,14 g, 40 mmol) und NaCN (1,96 g, 40
mmol) werden in 20 ml H2O und 20 ml MeOH
gelöst und
auf 0°C
gekühlt.
Eine Lösung
aus 3-Brombenzaldehyd (4,68 g, 40 mmol) in 15 ml CH2Cl2 und 15 MeOH wird tropfenweise innerhalb
von 30 Minuten zugegeben. Das Gemisch kann sich auf Raumtemperatur
erwärmen
und wird 0,5 h gerührt.
Es wird eine NH3-Lösung (25% in H2O)
(6 ml, 80 mmol) zugegeben. Das Gemisch wird 16 h bei Raumtemperatur
gerührt.
Die organischen Lösungsmittel
werden verdampft und es wird H2O zugegeben
(5 bis 10 ml). Die wässrige
Schicht wird mit CH2Cl2 (2 × 50 ml)
extrahiert und letzteres wird mit H2O (20
ml) und Kochsalzlösung
(20 ml) gewaschen, über
Na2SO4 getrocknet
und eingedampft. Der ölige
Rückstand
wird in 75 ml Ether gelöst.
Unter kräftigem
Rühren
wird tropfenweise eine 4 N HCl-Lösung in
Dioxan zugegeben. Ein Feststoff fällt aus und wird filtriert
und getrocknet. Zum Umkristallisieren wird der Feststoff in so wenig
MeOH wie möglich
gelöst
(nicht erhitzen!). Nun wird unter Rühren Ether zugegeben, bis das
Ausfällen aufhört. Der
Niederschlag wird filtriert und unter Vakuum getrocknet.
Ausbeute:
40% MS 229 (MNH4+)
-
BEISPIEL 2
-
Herstellung von chiralen
Aminonitrilen
-
(S)-(Carbamoylphenylmethyl)carbaminsäure-tert-butylester
-
0,628
g (7,95 mmol, 1 Äq)
Ammoniumhydrogencarbonat wird bei 15°C zu einem gemischten Anhydrid (hergestellt
aus 7,95 mmol (S)-BOC-Phenylglycin und 10,4 mmol Di-tert-butyldicarbonat in
40 ml Dioxan und 2,39 mmol Pyridin) gegeben. Das Gemisch wird 8
h bei dieser Temperatur gerührt
und konzentriert. Der Rückstand
wird in 20 ml Ethylacetat gelöst,
mit gesättigter
Natriumhydrogencarbonatlösung,
2 N HCl und Kochsalzlösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.
Ausbeute 92% MS 251
(MH+) [α] 25 / D = –120,4 (1,00,
EtOH)
(R)-(Carbamoylphenylmethyl)carbaminsäure-tert-butylester wird analog
zu (S)-(Carbamoylphenylmethyl)-carbaminsäure-tert-butylester hergestellt.
-
Herstellung von (S)-(Cyanophenylmethyl)carbaminsäure-tert-butylester
-
(S)-(Carbamoylphenylmethyl)carbaminsäure-tert-butylester
(1,8 g, 7,19 mmol) und Triethylamin (2,2 ml, 15,8 mmol) werden bei –10°C in THF
(40 ml) gelöst.
Innerhalb von 30 Minuten wird Trifluoressigsäureanhydrid (1,1 ml, 7,91 mmol)
zugegeben. Das Gemisch wird bei –10°C 2 h gerührt und eingedampft. Es wird
Dichlormethan und Wasser zugegeben. Die organische Phase wird abgetrennt, über Natriumsulfat
getrocknet und eingedampft. Das Rohprodukt wird durch Chromatographie
(Silicagel, Ethylacetat/Hexan = 4:1, Rf =
0,5) gereinigt.
Ausbeute: 81%, MS: 231 (M-H)–,
[α] 25 / D = +4,1
(1,00, EtOH)
(R)-(Cyanophenylmethyl)carbaminsäure-tert-butylester
wird analog zu (S)-(Cyanophenylmethyl)carbaminsäure-tert-butylester hergestellt.
-
Herstellung von (S)-Aminophenylacetonitril-Hydrochlorid
-
(S)-(Cyanophenylmethyl)carbaminsäure-tert-butylester
(0,5 g, 2,15 mmol) wird in 5 ml HCl/abs. AcOH (10%) gelöst. Das
Gemisch wird 2 h bei Raumtemperatur gerührt und eingedampft. Das Produkt
wird mit Diethylether gewaschen und unter Vakuum getrocknet.
Ausbeute::
98%, MS: 192 (M+Na)+, [α] 25 / D = +38,6 (1,00, Wasser)
(R)-Aminophenylacetonitril-Hydrochlorid
wird analog zu (S)-Aminophenylacetonitril-Hydrochlorid hergestellt.
-
BEISPIEL 3
-
Herstellung von cis-(2-{(R)-
und (S)-[Cyano-(2,4-dimethoxyphenyl)methyl]-carbamoyl}cyclohexyl)carbaminsäurebenzylester
-
Eine
Lösung
aus 0,7 mmol cis-2-Benzyloxycarbonylamino-cyclohexancarbonsäure (Edukt
1), 5,2 mmol N-Methylmorpholin, 0,15 mmol HOBT und 1,78 mmol EDCI
in 12 ml CH
2Cl
2 wird
zu 0,97 mmol Amino-(3,4-dimethoxyphenyl)acetonitril-Hydrochlorid
(Edukt 2) gegeben. Nach Schütteln über Nacht
wird das Reaktionsgemisch mit 10 ml 1 N HCl extrahiert und das CH
2Cl
2 wird verdampft.
Die Verbindung wird durch HPLC gereinigt:
Säule: HP-CombiHT XDB-C18, 21,2
mmI.D. × 50
mm, Seriennr. DN 1020
| Verfahren: | Durchfluss:
40 ml/min |
| 0 min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 0,2
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 3,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 4,7
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 4,8
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 4,9
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
Gerät:
Prep HPLC System Dynamax Model SD-1, UV-1
Ausbeute: 59%, MS:
452(MH+)
-
BEISPIEL 4
-
Herstellung von (1S,2R)-{2-(R)-
und (S)-[(Cyanophenylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester
-
Eine
Lösung
aus 0,18 mmol (1S,2R)-2-Benzyloxycarbonylaminocyclohexancarbonsäure (Edukt
1), 0,72 mmol N-Ethyldiisopropylamin und 0,18 mmol TPTU in 10 ml
Acetonitril wird zu 0,18 mmol Aminophenylacetonitril-Hydrochlorid
(Edukt 2) gegeben. Nach Rühren über Nacht
wird das Lösungsmittel
verdampft. Der Rückstand
wird in Ethylacetat gelöst,
mit Natriumhydrogencarbonatlösung
(3 x) und Kochsalzlösung
gewaschen. Die Lösung
wird über
Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Die Verbindung wird durch
Flashchromatografie (Silicagel, Ethylacetat/Hexan 7:3) gereinigt.
Ausbeute:
83%, MS: 390 (M-H)
-
BEISPIEL 5
-
Herstellung von trans-2-(4-Chlorbenzolsulfonylamino)cyclohexancarbonsäure
-
trans-2-Aminocyclohexancarbonsäure (0,150
g, 1,05 mmol) wird in 1,5 ml Wasser gelöst und dazu wird bei 0°C NaOH (0,09
g, 2,25 mmol) in 1,5 ml Wasser gegeben. 4- Chlorbenzolsulfonylchlorid (0,243 g,
1,15 mmol) in 1,5 ml Toluol wird dazu gegeben. Das Reaktionsgemisch
wird bei Raumtemperatur 16 h gerührt.
Die Toluolschicht wird abgetrennt und die wässrige Schicht wird zweimal
mit Toluol gewaschen. Die Toluolschichten werden verworfen. Zu der
wässrigen
Schicht wird Ethylacetat (15 ml) und 2 M HCl bis zu einem pH < 7 gegeben. Die
zwei Phasen werden getrennt und die wässrige Schicht wird mit Ethylacetat
extrahiert (3 × 15 ml).
Die vereinigten organischen Phasen werden mit Kochsalzlösung (20
ml) gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und das Ethylacetat wird
unter vermindertem Druck entfernt, wobei ein weißer Feststoff zurückbleibt,
der in Toluol (2 × 10
ml) gelöst
und konzentriert wird. Das Produkt wird unter Vakuum getrocknet.
Ausbeute:
70%, MS: 360 (M-H)
-
Herstellung von trans-2-(4-Chlorbenzolsulfonylamino)cyclohexancarbonsäure-[cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]amid
-
trans-2-(4-Chlorbenzolsulfonylamino)cyclohexancarbonsäure (0,095
g, 0,3 mmol) wird in CH
3CN gelöst. O-1,2-Dihydro-2-oxo-1-pyridyl)-N,N,N',N'-tetramethyluronium-tetrafluorborat
(TPTU, 90,2 mg, 0,3 mmol und N-Ethyldiisopropylamine (DIPEA, 0,208
ml, 1,21 mmol) werden dazugegeben. Das Amino-(3-hydroxyphenyl)-acetonitril
in CH
3CN (1,5 ml) wird zugegeben. Das Gemisch
wird bei Raumtemperatur 16 h gerührt.
Die Lösung
wird filtriert und konzentriert. Der Rückstand wird in CH
2Cl
2 (15 ml) gelöst und mit NH
4Cl
(2 × 10
ml) extrahiert. Die H
2O-Schichten werden
mit CH
2Cl
2 (2 × 15 ml)
extrahiert. Die gesammelten CH
2Cl
2-Schichten werden über MgSO
4 getrocknet und eingedampft. Der Feststoff
wird durch präparative
HPLC gereinigt.
Säule:
YMC; CombiPrep ODS_AQ; 50·20
mmI.D; S-5 um, 120A
| Verfahren: | Durchfluss:
40 ml/min |
| 0 min | 90%
Wasser, 10% Acetonitril |
| 0,1
L | 90%
Wasser, 10% Acetonitril |
| 3,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 5,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 5,7
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 5,8
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
Gerät:
Prep HPLC System Dynamax Model SD-1, UV-1.
Ausbeute: 26%, MS:
470 (MNa+)
-
BEISPIEL 6
-
Herstellung von Kohlensäure-4-nitrophenylesterthiophen-2-ylmethylester
-
Zu
einer Lösung
aus Thiophen-2-yl-methanol (0,412 g, 3,6 mmol) in CH2Cl2 (6 ml) wird bei 0°C Pyridin (0,291 ml, 3,6 mmol)
und 4-Nitrophenylchlorformiat (0,728 g, 3,6 mmol) gegeben. Nach
Schütteln über Nacht wird
das Reaktionsgemisch mit NH4Cl (5 ml) extrahiert
und das CH2Cl2 wird
verdampft, wobei ein weißer
Feststoff verbleibt, der ohne weitere Reinigung verwendet wird.
-
Herstellung von trans-2-(Thiophen-2-ylmethoxycarbonylamino)cyclohexancarbonsäure
-
Zu
einer Lösung
aus trans-2-Aminocyclohexancarbonsäure (100 mg, 0,7 mmol) in 1
ml Wasser wird bis zu einem pH = 9–10 eine 2 M wässrige Na2CO3-Lösung (2
ml) gegeben. Bei 0°C
wird eine Lösung
des Kohlensäure-4-nitrophenylesterthiophen-2-ylmethylesters
wird (195 mg, 0,7 mmol) in THF (1 ml) zugegeben und nach 10 Minuten
wird 1 ml einer 2 M Na2CO3-Lösung zu
dem Reaktionsgemisch gegeben. Das Gemisch kann sich auf Raumtemperatur
erwärmen
und wird über
Nacht kräftig
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit 0,5 N HCl bis zu einem pH = 4–3 verdünnt und
die wässrige
Schicht wird dreimal mit CH2Cl2 (10
ml) gewaschen. Die organischen Phasen werden vereinigt, getrocknet
(MgSO4) und unter vermindertem Druck konzentriert. Das
erhaltene Produkt wird ohne weitere Reinigung in dem nächsten Schritt
verwendet.
Ausbeute: 68%, MS: 282 (M-H)
-
Herstellung von trans-(2-{[Cyano-(3-hydroxyphenyl)methyl]carbamoyl}cyclohexyl)-carbaminsäure-thiophen-2-ylmethylester
-
trans-2-(Thiophen-2-ylmethoxycarbonylamino)cyclohexancarbonsäure (0,094
g, 0,33 mmol) wird in DMF (1 ml) gelöst. Dazu wird O-1,2-Dihydro-2-oxo-1-pyridyl)-N,N,N',N'-tetramethyluronium-tetrafluorborat (TPTU,
0,099 mg, 0,33 mmol) und N-Ethyldiisopropylamine (DIPEA, 0,228 ml,
1,32 mmol) gegeben. Das Amino-(3-hydroxyphenyl)-acetonitril in DMF
(1,5 ml) wird zugegeben und das Gemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird filtriert und das Produkt wird nach HPLC
erhalten.
Säule:
YMC; CombiPrep ODS_AQ; 50·20
mmI.D; S-5 um, 120A
| Verfahren: | Durchfluss:
40 ml/min |
| 0 min | 90%
w Wasser, 10% Acetonitril |
| 0,1
L | 90%
Wasser, 10% Acetonitril |
| 3,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 5,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 5,7
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 5,8
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
Gerät:
Prep HPLC System Dynamax Model SD-1, UV-1.
Ausbeute: 24%, MS:
436 (MNa+)
-
BEISPIEL 7
-
Herstellung von 2-Aminocyclohexancarbonsäure-[cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]-amid;
-
Verbindung mit Trifluoressigsäure
-
Zu
einer Lösung
aus 15,7 mmol 2-tert-Butoxycarbonylaminocyclohexancarbonsäure, 17,2
mmol (R,S)-Amino-(3,4-dimethoxyphenyl)acetonitril-Hydrochlorid,
1,57 mmol HOBT and 18,8 mmol EDCI in 150 ml CH2Cl2 werden 109,7 mmol N-Methylmorpholin gegeben.
Nach Rühren über Nacht
bei Raumtemperatur wird das Reaktionsgemisch mit 150 ml 10%iger
KHSO4-Lösung
und 150 ml gesättigter.
NaHCO3-Lösung
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet, eingedampft und durch
Flashchromatografie (4 cm Glassfritte, 2 cm Silicagel 0,04–0,063,
Eluent 400 ml CH2Cl2)
gereinigt. Die Abspaltung der BOC-Gruppe wird mit 17 ml TFA in 50
ml CH2Cl2 innerhalb
von 4 Stunden bei Raumtemperatur durchgeführt. Das Eindampfen führt zu einem
braunen Öl,
das ohne weitere Reinigung verwendet wird.
-
Herstellung von cis-2-(3-Phenylacryloylamino)cyclohexancarbonsäure-[(R)-
and (S)-cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid
-
Zu
einer Lösung
aus 0,17 mmol cis-2-Aminocyclohexancarbonsäure[cyano-(3,4-dimethoxyphenyl)methyl]amid-
Verbindung mit Trifluoressigsäure
(Edukt 1) in 3 ml CH
2Cl
2 wird
eine Lösung
aus 0,187 mmol trans-Cinnamoylchlorid (Edukt 2) in 1 ml CH
2Cl
2 gegeben. Zu
diesem Gemisch werden 0,36 mmol Triethylamin gegeben. Nach Schütteln über Nacht
bei Raumtemperatur wird Ameisensäure
zugegeben, das CH
2Cl
2 wird verdampft
und die Verbindung wird durch HPLC gereinigt.
Säule: HP-CombiHT
XDB-C18, 21,2 mmI.D. × 50
mm, Seriennr. DN 1020
| Verfahren: | Durchfluss:
40 ml/min |
| 0 min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 0,2
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 3,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 4,7
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 4,8
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 4,9
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
Gerät:
Prep HPLC System Dynamax Model SD-1, UV-1
Ausbeute: 19%, MS:
448 (MH+)
-
BEISPIEL 8
-
Herstellung anderer Verbindungen
der allgemeinen Formel (I)
-
Es
wurden mehrere zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel (I) hergestellt. Die folgende
Tabelle zeigt einen Überblick
der Produkte, der Edukte und der für die Herstellung verwendeten
Verfahren.
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Es
wurden die folgenden Verfahren verwendet:
-
VERFAHREN A:
-
Kupplung
von geschützten
Aminosäuren
mit Aminonitrilen Eine Lösung
von 1 Äq.
cis-2-Benzyloxycarbonylaminocyclohexancarbonsäure, 7 Äq. N-Methylmorpholin, 0,2 Äq. HOBT
und 2,4 Äq.
EDCI in 7 ml CH
2Cl
2 wird
zu 1,1–1,3 Äq. Aminonitril-HCl gegeben. Nach
Schütteln über Nacht
wird das Reaktionsgemisch mit 1 N HCl extrahiert und das CH
2Cl
2 wird verdampft.
Die Verbindungen werden durch HPLC gereinigt:
Säule: HP-CombiHT
XDB-C18, 21,2 mmI.D. × 50
mm, Seriennr. DN 1020
| Verfahren: | Durchfluss:
40 ml/min |
| 0 min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 0,2
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 3,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 4,7
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 4,8
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 4,9
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
Gerät:
Prep HPLC System Dynamax Model SD-1, UV-1
-
VERFAHREN A-2:
-
Die
geschützte
Aminosäure,
das Aminonitril, TPTU (O-1,2-Dihydro-2-oxo-1-pyridyl)-N,N,N',N'-tetramethyluroniumtetrafluorborat)
und Hünig-Base
(N-Ethyldiisopropylamin) werden in MeCN gelöst. Das Gemisch wird 6–16 h bei
Raumtemperatur gerührt.
Die Lösung
wird konzentriert und der Rückstand
wird in Ethylacetat gelöst
und mit H2O extrahiert. Die H2O-Schichten
werden mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten Ethylacetat-Schichten
werden mit NaHCO3-Lösung und Kochsalzlösung gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und
eingedampft. Das Rohprodukt wird durch Säulenchromatografie gereinigt.
Ausbeute:
60–90%
-
VERFAHREN B:
-
Rohes
Gemisch aus Aminosäureamidtrifluoracetat
(Edukt 1) + a. Carbonylchlorid (Edukt 2) oder b. Sulfonylchlorid
(Edukt 2) + Triethylamin
-
Zu
einer Lösug
aus 1 Äq.
2-Aminocyclohexancarbonsäureamid;
Verbindung mit Trifluoressigsäure (Edukt
1) in CH
2Cl
2 wird
eine Lösung
aus 1,1 Äq.
Carbonylchlorid (Edukt 2) oder Sulfonylchlorid (Edukt 2) oder Isothiocyanat
(Edukt 2) in CH
2Cl
2 gegeben.
Zu diesem Gemisch werden 2,1 Äq.
Triethylamin gegeben. Nach Schütteln über Nacht
bei Raumtemperatur wird Ameisensäure
zugegeben, CH
2Cl
2 wird
verdampft und die Verbindung wird durch HPLC gereinigt:
Säule: HP-CombiHT
XDB-C18, 21,2 mmI.D. × 50
mm, Seriennr. DN 1020
| Verfahren: | Durchfluss:
40 ml/min |
| 0 min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 0,2
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 3,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 4,7
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 4,8
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 4,9
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
Gerät:
Prep HPLC System Dynamax Model SD-1, UV-1
-
VERFAHREN C:
-
Die
trans-Cyclohexancarbonsäure
(Edukt 1, 1 Äquiv.)
wird in trockenem CH
3CN (0,2 M) gelöst. Eine Lösung aus
TPTU (1 Äquiv.)
und DIPEA (1 Äquiv.)
in trockenem CH
3CN (0,2 M) wird bei Raumtemperatur
zu der Lösung
gegeben. Das Amino-(3-hydroxyphenyl)acetonitril (Edukt 2, 1 Äquiv.) wird
in CH
3CN (0,2 M) gelöst und das Gemisch wird über Nacht
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird filtriert und konzentriert. Der Rückstand wird
in 1 ml CH
3CN gelöst und durch HPLC gereinigt:
Säule: YMC;
CombiPrep ODS_AQ; 50·20
mml.D; S-5um, 120A
| Verfahren: | Durchfluss:
40 ml/min |
| 0 min | 90%
Wasser, 10% Acetonitril |
| 0,1
L | 90%
Wasser, 10% Acetonitril |
| 3,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 5,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 5,7
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 5,8
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
Gerät:
Prep HPLC System Dynamax Model SD-1, UV-1
-
VERFAHREN D:
-
Die
Umsetzung kann zweckmäßigerweise
durchgeführt
werden, indem die trans-Aminocarbonyloxycyclohexancarbonsäure (Edukt
1) in DMF gelöst
wird, dazu TPTU (1 Äquiv.),
Hünig-Base
(4 Äquiv.),
das 2-Amino-2-(3-hydroxyphenyl)acetonitril (Edukt 2, 1 Äquiv.) in
DMF zugegeben wird und das Gemisch 16 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt
wird. Das Reaktionsgemisch kann filtriert werden und das Produkt
kann durch HPLC erhalten werden.
Säule: YMC; CombiPrep ODS_AQ;
50·20
mml.D; S-5um, 120A
| Verfahren: | Durchfluss:
40 ml/min |
| 0 min | 90%
Wasser, 10% Acetonitril |
| 0,1
L | 90%
Wasser, 10% Acetonitril |
| 3,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 5,5
min | 5%
Wasser, 95% Acetonitril |
| 5,7
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
| 5,8
min | 80%
Wasser, 20% Acetonitril |
Gerät:
Prep HPLC System Dynamax Model SD-1, UV-1
-
Zweckmäßigerweise
wird die trans-Aminocarbonyloxycyclohexancarbonsäure (Edukt 1) erhalten, indem
das gemischte Carbonat in THF (hergestellt aus dem entsprechenden
Alkohol, 4-Nitrophenylchlorformiat und
Pyridin in CH2Cl2)
zu der entsprechenden, in 10%iger NaHCO3-Lösung gelösten Aminosäure gegeben wird. Das Reaktionsgemisch
wird bei Raumtemperatur 16 Stunden kräftig gerührt. Nach Vervollständigung
der Umsetzung wird das erhaltene Produkt nach Verfahren, die einem
Fachmann bekannt sind, z.B. durch Extraktion, isoliert.
-
VERFAHREN E:
-
Eine
Lösung
aus 2-Phenylaminocyclohexancarbonsäure (Edukt 1, 1 Äq.), 3 Äq. N-Ethyldiisopropylamin
und 1 Äq.
TPTU in Acetonitril wird zu 1 Äq.
Aminophenylacetonitril-Hydrochlorid
(Edukt 2) gegeben. Nach dem Rühren über Nacht
wird das Lösungsmittel
verdampft. Der Rückstand
wird in Ethylacetat gelöst,
mit Natriumhydrogencarbonatlösung
(3 x) und Kochsalzlösung
gewaschen. Die Lösung
wird über
Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Die Verbindung wird durch
Flashchromatografie (Silicagel) gereinigt.
-
VERFAHREN F:
-
DIPEA
(Diisopropylethylamin) (3 Äquivalente)
wird zu einer Lösung
aus 2-Aminocyclohexancarbonsäure(1-cyano-1-cyclopropylmethyl)amid-Essigsäuresalz
(1 Äquivalent)
in CH2Cl2 (wasserfrei,
5 ml) gegeben und das Gemisch wird 45 Minuten bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Säurechlorid
(1 Äquivalent)
wird zugegeben und das Reaktionsgemisch wird unter N2 über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit CH2Cl2 verdünnt,
mit 1 N wässriger
HCl-Lösung
und gesättigter
NaHCO3-Lösung
gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert und konzentriert.
Der Rückstand
wird durch präparative
DSC (Silica, Hexan:EtOAc 1:1) gereinigt, wobei das Produkt als ein
weißer
Feststoff erhalten wird. Ausbeute 60–85%.
-
VERFAHREN G:
-
Zu
1 Äq. an
Rink-Harz gebundenem Glycin in DMF werden 3 Äq. des Edukts 1, 3 Äq. EDCI,
1 Äq. HOBT
und 9 Äq.
NMM gegeben. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht geschüttelt. Das
Lösungsmittel
wird entfernt und das Harz wird dreimal mit Dichlormethan, dreimal
mit Methanol und erneut dreimal mit Dichlormethan gewaschen. Das
Harz wird dann in DMF suspendiert und es werden 20% Piperidin zugegeben.
Nach 30 Minuten Reaktionszeit bei Raumtemperatur, wird das Lösungsmittel
durch Filtrieren entfernt. Das Harz wird dreimal mit Dichlormethan,
dreimal mit Methanol und erneut dreimal mit Dichlormethan gewaschen.
Das Harz wird erneut in DMF suspendiert und es werden 3 Äq. Succinimidylcarbonat
(Edukt 2) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur
geschüttelt.
Das Harz wird dann filtriert und dreimal mit Dichlormethan, dreimal
mit Methanol und erneut dreimal mit Dichlormethan gewaschen. Das
Harz wird dann in einer 10%igen Lösung aus Trifluoressigsäure in Dichlormethan
suspendiert. Nach 30 Minuten Reaktionszeit bei Raumtemperatur wird
das Harz filtriert und einmal mit Dichlormethan gewaschen. Das Filtrat
wird bis zur Trockne konzentriert, wobei das Amid erhalten wird.
Das Amid wird unter Verwendung von Burgess-Reagenz einer Dehydratisierung unterzogen.
Das Amid wird in Dichlormethan oder im Fall der trans-Verbindung
in 1,4-Dioxan verdünnt.
Ein Äq.
Burgess-Reagenz wird zugegeben und das Reaktionsgemisch wird 2 h
bei Raumtemperatur gerührt,
wonach ein zweites Äq.
Burgess-Reagenz
zugegeben wird und weitere 2 h gerührt wird. Das rohe Reaktionsgemisch
wird bis zur Trockne eingedampft und dann in Ethylacetat verdünnt. Die
organische Schicht wird mit 10%iger Natriumhydrogencarbonatlösung, Wasser
und Kochsalzlösung
gewaschen. Die organische Schicht wird dann getrocknet, filtriert
und bis zur Trockne eingedampft. Wenn eine Reinigung erforderlich
ist, wird diese unter Verwendung von HPLC durchgeführt. Anfangsbedingung
für Shimadzu
HPLC Pumpe
| A% | 80,
(H2O (0,1 TFA)) |
| B% | 20,
(CH3CN) |
| Durchfluss
(ml/min): | 2,500 |
| Stop
time (min): | 10,0 |
| Hochdruck
(psi): | 4000 |
| Niederdruck
(psi): | 0 |
| Gerätetemperatur
(C): | 40 |
| Temperaturgrenze
(C): | 45 |
-
Zeittafel
für den
Gradienten der Shimadzu HPLC Pumpe
-
Die
Zeittafel für
den Gradienten enthält
5 Einträge,
nämlich:
Zeit,
A%, B%, Durchfluss, Kurve
1,00, 80, 20, 2,50, 6
3,00,
65, 35, 2,50, 6
5,00, 45, 55, 2,50, 6
7,00, 75, 25, 2,50,
6
10,00, 80, 20, 2,50, 6
-
VERFAHREN H:
-
Zu
1 Äq. an
Rink-Harz gebundenem Glycin in DMF werden 3 Äq. des Edukts 1, 3 Äq. EDCI,
1 Äq. HOBT
und 9 Äq.
NMM gegeben. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht geschüttelt. Das
Lösungsmittel
wird entfernt und das Harz wird dreimal mit Dichlormethan, dreimal
mit Methanol und erneut dreimal mit Dichlormethan gewaschen. Das
Harz wird dann in DMF suspendiert und es wird 20% Piperidin zugegeben.
Nach 30 Minuten Reaktionszeit bei Raumtemperatur, wird das Lösungsmittel
durch Filtrieren entfernt. Das Harz wird dreimal mit Dichlormethan,
dreimal mit Methanol und erneut dreimal mit Dichlormethan gewaschen.
Das Harz wird erneut in DMF suspendiert und es werden 3 Äq. der Carbonsäure (Edukt
2) zugegeben, zusammen mit 3 Äq. EDCI,
1 Äq. HOBT
und 9 Äq.
NMM. Das Reaktionsgemisch wird über
Nacht bei Raumtemperatur geschüttelt. Das
Harz wird dann filtriert und dreimal mit Dichlormethan, dreimal
mit Methanol und erneut dreimal mit Dichlormethan gewaschen. Das
Harz wird dann in einer 10%igen Lösung aus Trifluoressigsäure in Dichlormethan
suspendiert. Nach 30 Minuten Reaktionszeit bei Raumtemperatur wird
das Harz filtriert und einmal mit Dichlormethan gewaschen. Das Filtrat
wird bis zur Trockne konzentriert, wobei das Amid erhalten wird.
Das Amid wird unter Verwendung von Burgess-Reagenz einer Dehydratisierung
unterzogen. Das Amid wird in Dichlormethan oder im Fall der trans-Verbindung
in 1,4-Dioxan verdünnt.
Ein Äq.
Burgess-Reagenz wird zugegeben und das Reaktionsgemisch wird 2 h
bei Raumtemperatur gerührt,
wonach ein zweites Äq.
Burgess-Reagenz zugegeben wird und weitere 2 h gerührt wird.
Das rohe Reaktionsgemisch wird bis zur Trockne eingedampft und dann
in Ethylacetat verdünnt.
Die organische Schicht wird mit 10%iger Natriumhydrogencarbonatlösung, Wasser
und Kochsalzlösung
gewaschen. Die organische Schicht wird dann getrocknet, filtriert
und bis zur Trockne eingedampft. Wenn eine Reinigung erforderlich
ist, wird diese unter Verwendung von HPLC durchgeführt.
-
VERFAHREN I:
-
HOBT
(2 Äquivalente)
wird zu einer Lösung
der Säure
(Edukt 2, 1 Äquivalent)
in DMF (wasserfrei, 5 ml) gegeben und das Gemisch wird 1 Stunde
bei Raumtemperatur gerührt.
2-Aminocyclohexancarbonsäure-(1-cyano-1-cyclopropylmethyl)amid-Essigsäuresalz
(1 Äqui valent),
EDCI (2 Äquivalente)
und NNM (6 Äquivalente)
werden zugegeben und das Gemisch wird unter N2 über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt
und konzentriert. Der Rückstand
wird in CH2Cl2 gelöst, mit
verdünnter
wässriger
HCl-Lösung
und gesättigter NaHCO3-Lösung
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet, filtriert und konzentriert.
Der Rückstand
wird durch präparative
DSC (Silica, Hexan:EtOAc 2:1) gereinigt, wobei das Produkt als ein
weißer
Feststoff erhalten wird. Ausbeute 65–85%.
-
BEISPIEL 9
-
Herstellung von 2-Amino-2-cyclopropylacetonitril-Hydrochlorid
-
Natriumcyanid
(3,5 g, 71,4 mmol) und Ammoniumchlorid (3,82 g, 71,4 mmol) werden
in H2O (20 ml) und MeOH (20 ml) gelöst und die
Lösung
wird auf 0°C
gekühlt.
Eine Lösung
aus Cyclopropancarboxaldehyd (5,0 g, 71,3 mmol) in MeOH (15 ml)
und CH2Cl2 (15 ml)
wird innerhalb von 20 Minuten tropfenweise zu dem vorstehenden gekühlten Gemisch
gegeben. Das Gemisch wird bei 0°C
30 Minuten gerührt
und es wird Ammoniumhydroxid (28% NH3 in
H2O, 8,64 ml, 142,8 mmol) zugegeben. Das
Reaktionsgemisch kann sich über Nacht
auf Raumtemperatur erwärmen
und wird konzentriert. Der Rückstand
wird zwischen H2O und CH2Cl2 verteilt. Die organische Schicht wird abgetrennt, über MgSO4 getrocknet, filtriert und konzentriert,
wobei ein klares Öl
erhalten wird. Dieses klare Öl
wird in Et2O (50 ml) gelöst und es wird langsam 4 N
HCl in Dioxan zugegeben. Die weiße Niederschlag wird filtiert,
mit Et2O gewaschen und unter Vakuum 2 Stunden
getrocknet, wobei das Produkt als ein weißes Pulver erhalten wird. Ausbeute:
7,89 g, 83,9%.
-
Herstellung von {2-[(1-Cyano-1-cyclopropylmethyl)carbamoyl]cyclohexyl}carbaminsäurebenzylester
-
Eine
Lösung
aus 2-Benzyloxycarbonylaminocyclohexancarbonsäure (1,46 g, 5,26 mmol), 2-Amino-2-cyclopropylacetonitril-Hydrochlorid
(0,70 g, 5,27 mmol), 1-Hydroxybenzotriazol (0,89 g, 5,82 mmol) und N-Methylmorpholin
(1,07 g, 10,58 mmol) in DMF wird auf 0°C gekühlt und mit 1-Ethyl-3-(3-dimethylamino)propylcarbodiimid-Hydrochlorid
(2,02 g, 10,54 mmol) behandelt. Das Reaktionsgemisch kann sich über Nacht
auf Raumtemperatur erwärmen
und wird konzentriert. Der Rückstand
wird in CH2Cl2 gelöst, mit
verdünnter
wässriger
HCl und gesättigter
NaHCO3-Lösung
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und konzentriert, wobei
ein braunes Öl
erhalten wird. Dieses braune Öl
wird durch Flashchromatorgrafie mit Hexan:EtOAc 6:1 bis 3:1 gereinigt,
wobei sich das Produkt als ein weißer Schaum ergibt.
Ausbeute:
1,55 g, 82,8%.
-
Herstellung von 2-Aminocyclohexancarbonsäure(1-cyano-1-cyclopropylmethyl)amid-Essigsäuresalz
-
Zu
einer Lösung
aus 2-[(1-Cyano-1-cyclopropylmethyl)carbamoyl]cyclohexylcarbaminsäurebenzylester
(0,15 g, 0,42 mmol) in 50 ml EtOAc mit 1% HOAc (v/v) wird vorsichtig
unter Stickstoff Pd/C (10%ig) (0,05 g) gegeben. Das Gemisch wird
vollständig
entgast, bevor der Reaktionskolben über einen Ballon mit H2 gefüllt wird.
Das Reaktionsgemisch wird 45 Minuten gerührt. Das DSC zeigte, dass das
Ausgangmaterial verschwunden war. Das Reaktionsgemisch wird durch
Celite filtriert. Das Filtrat wird konzentriert, wobei ein gelbes Öl erhalten
wird. Ausbeute: 0,17 g, 100%. Die isolierten cis- und trans-Formen
des Produkts werden ausgehend von der entsprechenden cis- oder trans-Form
des Cyclohexanderivats erhalten.
-
BEISPIEL 10
-
Herstellung von cis-2-(9H-Fluoren-9-ylmethoxycarbonylamino)cyclohexancarbonsäure
-
cis-beta-Aminocyclohexancarbonsäure (1 g,
7 mmol) wird in 18 ml einer 10%igen NaCO3-Lösung in Wasser gelöst. Dioxan
(10,5 ml) wird zugegeben und die Lösung wird in einem Eisbad gekühlt. FMOC-chlorid (1,8
g, 7 mmol) wird portionsweise zugegeben und das Rühren im
Eisbad wird 4 h fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch kann sich über Nacht
auf Raumtemperatur erwärmen.
Das Reaktionsgemisch wird durch die Zugabe von Wasser bis zur Homogenität abgeschreckt.
Die wässrige
Schicht wird zweimal mit Ether gewaschen und dann angesäuert. Die
saure Schicht wird mit Dichlormethan 3 × 100 ml extrahiert. Die vereinigten
organischen Schichten werden mit Natriumsulfat getrocknet und das
Reaktionsgemisch wird unter Vakuum kondensiert. Das feste Material
wird unter Verwendung von Flashchromatografie 1:1:0,16 Hexane:Ethylacetat:Essigsäure gereinigt.
Es wird eine 50%ige Ausbeute des reinen Materials erhalten. MS 366,2
(M+H)
-
Herstellung von trans-2-(9H-Fluoren-9-ylmethoxycarbonylamino)cyclohexancarbonsäure
-
trans-beta-Aminocyclohexancarbonsäure (1 g,
7 mmol) wird in 18 ml einer 10%igen NaCO3-Lösung in Wasser gelöst. Dioxan
(10,5 ml) wird zugegeben und die Lösung wird in einem Eisbad gekühlt. FMOC-chlorid (1,8
g, 7 mmol) wird portionsweise zugegeben und das Rühren im
Eisbad wird 4 h fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch kann sich über Nacht
auf Raumtemperatur erwärmen.
Das Reaktionsgemisch wird durch die Zugabe von Wasser bis zur Homogenität abgeschreckt.
Die wässrige
Schicht wird zweimal mit Ether gewaschen und dann angesäuert. Bei
der Ansäuerung
fällt das
erwünschte
Material aus. Der Niederschlag wird filtriert und gewaschen und
das weiße
Produkt wird ohne Reinigung verwendet.
-
BEISPIEL A
-
Tabletten
mit den folgenden Bestandteilen können auf herkömmliche
Art und Weise hergestellt werden.
| Bestandteile | pro
Tablette |
| Verbindung
der Formel I | 10,0–100,0 mg |
| Lactose | 125,0
mg |
| Maisstärke | 75,0
mg |
| Talkum | 4,0
mg |
| Magnesiumstearat | 1,0
mg |
-
BEISPIEL B
-
Kapseln
mit den folgenden Bestandteilen können auf herkömmliche
Art und Weise hergestellt werden.
| Bestandteile | pro
Kapsel |
| Verbindung
der Formel I | 25,0
mg |
| Lactose | 150,0
mg |
| Maisstärke | 20,0
mg |
| Talkum | 5,0
mg |
-
BEISPIEL C
-
Injektionslösungen können folgende
Zusammensetzungen haben.
| Verbindung
der Formel I | 3,0
mg |
| Gelatine | 150,0
mg |
| Phenol | 4,7
mg |
| Wasser
für Injektionslösungen | ad
1,0 ml |