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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur diskontinuierlichen
Dichtegradientenzentrifugation zum Trennen eines Minimums von zwei
Substanzen in einer Probe. In dem Verfahren wird von einem kolloidalen
Dichtemedium und Niedrig-Dichte-Lösungen Gebrauch gemacht.
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Hintergrund der Erfindunq
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Die
Trennung von Zellen und zellulären Komponenten
ist ein wichtiges Werkzeug innerhalb der Grundlagenforschung, wie
auch diagnostischen und klinischen Anwendungen. Zum Beispiel ist
es oft nötig,
Zellen und Mikroorganismen voneinander und von verschiedenen Arten
von Proben (z.B. klinische, industrielle, Nahrungsmittel-, Umwelt-,
und forensische Proben) auf eine derartige Weise zu trennen, dass
sie zum Beispiel für
Kultivierung, Impfen, Zellfusion, klinische Therapie und biochemische
Analyse verwendet werden können,
ohne Interferenz von inhibierenden Aktivitäten der Probe oder inhibierenden Aktivitäten, die
während
des Trennungsprozesses zugegeben wurden. Diese inhibierenden Aktivitäten können zum
Beispiel endogene Antikörper,
Proteasen, Nukleasen, Endotoxine und Antibiotika sein. Mikroorganismen,
wie Bakterien und Virus, umfassen Gensequenzen, die zu eukariotischen
Gensequenzen analog sind, und dies kann zu einem fehlerhaften Ergebnis
führen,
falls beide von diesen gleichzeitig in einer Probe vorhanden sind.
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Um
die oben erwähnten
Trennprobleme zu lösen,
wurde von differenzieller Zentrifugation, Filtration, Affinitätsreinigung
und selektiven Kultivierungsmedien Gebrauch gemacht. Dichtemedien,
sowohl vom Typ des niedrigen Molekulargewichts (Nycodenz etc.) als
auch des kolloidalen Typs (BactX-tractor, Percoll, PureSperm) wurden
verwendet. In der Mehrzahl der bekannten Prozesse basiert das Trennen
auf der Dichte der inhärenten
Komponenten in den verwendeten Dichtemedien nach der Zentrifugation
in einem kontinuierlichen Dichtegradienten. Diese Prozesse besitzen
den Nachteil, dass unerwünschte
Substanzen über
den gesamten Gradienten verteilt werden und daher auch in der erwünschten
Fraktion.
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In
der herkömmlichen
diskontinuierlichen Dichtegradientenzentrifugation wird die Probe
auf die Dichtemedien geladen und die erwünschte Fraktion wird vom unteren
Teil der resultierenden unteren Phase wiedergewonnen. Die Zentrifugation
wird in einer Winkelzentrifuge ausgeführt, und dies bedeutet, dass
die Bakterien oder andere erwünschte
Zellen oder Fraktionen, wenn sie auf die Wand des Zentrifugenröhrchens
während
der Sedimentation treffen, bis auf ihr Dichte-Niveau geschädigt werden
können
und dies kann zum Tod der Bakterien und dem Freisetzen ihres DNA-RNA-Inhaltes
führen.
Wenn die Probe auf das kolloidale Medium geladen wird, gibt es ein
Risiko der Kontamination der darunterliegenden Phasen. Diese Kontamination
beruht teilweise auf Wandeffekten, d.h. die Probe fließt entlang
der Röhrchenwand
herunter und kann mit darunterliegenden Phasen gemischt werden und
zum Teil aufgrund eines zu schnellen, insbesondere anfänglichen Ladens
der Probe zu einer Durchmischung mit darunterliegenden Phasen führen. Ungeachtet,
ob die gesuchte Fraktion nach der Zentrifugation dadurch wiedergewonnen
wird, dass sie durch die obere Phase hindurch angesaugt wird (durch
eine Pasteurpipette oder eine Kanüle) oder falls sie wiedergewonnen
wird, nachdem die obere Phase weggesaugt worden ist, führt diese
Prozedur zu einer Rekontaminierung der erwünschten Fraktion. In dem ersten
Fall wird eine mikroskopische Menge Material von der oberen Phase
zur unteren Phase durch die Pasteurpipette/Kanüle gebracht. Im letzteren Fall
tritt Kontamination auf, weil das Material in der oberen Phase nicht
vollständig
entfernt werden kann, da es in der Flüssigkeit existiert, die an
den inneren Wänden
des Röhrchens
zurückgehalten
wird. Diese Flüssigkeit wird
abwärts
laufen, wenn die obere Phase angesaugt wird, und wenn die obere
Phase entfernt wird, wird diese Flüssigkeit die untere Phase kontaminieren.
Ein anderer Nachteil mit diesem Typ der Sedimentationstrennung ist,
dass die Ausbeute von Proben, die Material enthalten, die einen
Pfropfen (physikalische Barriere) in der Grenzfläche zwischen der oberen und
der unteren Phase bilden, nachteilig beeinflusst wird, weil Zellen/Bakterien
davon abgehalten werden, nach unten zu sedimentieren. Ein anderer
Nachteil mehrerer Dichtegradientenmedien ist ihre inhärente Toxizität, die in
vielen Anwendungen hoch unerwünscht
ist.
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FR 2 561 256 beschreibt
ein Verfahren der Reinigung von biologischen Teilchen, wie Antigen-Kernteilchen,
unter Verwenden einer Flotations-Ultrazentrifugation auf einem Dichtegradienten. Spezieller
wird die Probe oben auf einem vorgeformten Dichtegradienten angeordnet,
der dann zentrifugiert wird, um das Sammeln der Probe in der oberen Schicht
zu ermöglichen,
während
Kontaminanten etc. zu den unteren Schichten des Gradienten gewandert
sind. Vor diesem Reinigungsprozess muss die Probe konzentriert und
vorgereinigt werden. Der Dichtegradient wird durch eine niedrigmolekulare Verbindung
bereitgestellt, nämlich
Cäsiumchlorid. Die
g-Kraft, die während
der Zentrifugation in diesem Prozess erforderlich ist, beträgt mindestens
20 000 × g.
Diese hohe g-Kraft resultiert aus der Natur des Gradienten, bei
dem die Sedimentation der Gradientenlösung durch Diffusion gelöster Moleküle in der Richtung
entgegensetzt zu jener der Sedimentation ausgeglichen wird, die
durch Diffusion von Salz gebildet wird. Es wurde gezeigt, dass Salzgradienten
weniger leicht auf exakte Werte als andere Gradienten eingestellt
werden können,
wie kolloidales Siliciumdioxid. Daher wird der in
FR 2 561 256 vorgeschlagene Gradient über die
Zeit nicht stabil sein. Außerdem kann
der durch derartig kleine Moleküle
wie CsCl verursachte osmotische Druck für bestimmte Materialien schädlich sein
und auch mit biologischen Materialien wechselwirken und die nativen
Eigenschaften der Probe beeinflussen. Demgemäß wird diese Art von Verfahren
zur Trennung empfindlicherer biologischer Strukturen, wie Zellen,
nicht geeignet sein.
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US
A 5 437 987 bezieht sich auf einen Tripel-Gradienten-Prozess mit
Schwenken von Antikörpern,
um als Keim wirkende fötale
Zellen aus Mutterblut wiederzugewinnen. Diese Dokument lehrt die Verwendung
von mehrfachen Schichten eines Dichtegradientenmediums.
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US
A 4 927 750 bezieht sich auf einen Zelltrennungsprozess, der Zentrifugation
beinhaltet. Diese Dokument beschreibt die Trennung von Zellen aus verschiedenen
biologischen Proben und betrifft nicht die Flotation einer oder
mehrerer erwünschter
Substanzen zu einer obersten Lösung
einer niedrigen Dichte.
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US
A 5 962 237 bezieht sich auf ein Verfahren zum Anreichern seltener
Zellen unter Verwenden von Zentrifugation. Die Zentrifugationsschritte
können
für Anreicherungszwecke
wiederholt werden, d.h. während
derselben Zeit und derselben g-Kraft. Dieses Dokument lehrt nicht
die Flotation verschiedener erwünschter
Substanzen.
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WO
91 04318A bezieht sich auf eine Trennung verschiedener lebender
Zellen unter Verwenden von niedrigmolekularen Lösungen, die ineinander diffundieren
und einen kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Gradienten bilden
werden.
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US
A 4 971 801 bezieht sich auf einen Modifizierer einer biologischen
Respons umfassend natürliche
Membranvesikel und Ribosomen in einem suspendierenden Puffer. Produktisolierung
wird beschrieben unter Verwenden von Gradientenzentrifugation. Die
erwünschte
Fraktion wird pelletiert, d.h. auf dem Boden des Zentrifugenröhrchens
gesammelt.
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Schließlich wurden
auch nicht-ionische Gradientenmedien, z.B. Saccharose-Gradienten auch für die Trennung
vorgeschlagen. Jedoch ist die Natur von Zuckern, wie Saccharose,
den oben diskutierten Salzen ähnlich,
und demgemäß werden
diese Verfahren dieselbe Art von Nachteilen wie oben erwähnt mit
sich bringen, d.h. instabile Gradienten, bei denen die Grenzen mit
der Zeit mehr und mehr diffundieren und ein osmotischer Druck, der
Mikroorganismen, Zellen, etc. schädigen kann.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen oder mehrere der
oben genannten Nachteile zu vermeiden, durch Bereitstellen eines
neuen Verfahrens zur diskontinuierlichen Dichtegradientenzentrifugation,
die auf einem neuen Prinzip beruht, nämlich dem Ermöglichen
den erwünschten
Substanzen, nach einem oder mehreren Zentrifugationsschritten zu
flotieren.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur diskontinuierlichen
Dichtegradientenzentrifugation bereitzustellen, das ein geringeres Risiko
der Kontamination der erwünschten
Substanz(en) umfasst, als Verfahren des Stands der Technik. Dies
wird durch ein schrittweises Verfahren erreicht, bei dem ein unterer
Teil einer zentrifugierten Probe in einen oder mehrere nachfolgende
Schritte übergeht,
unter Wiederholen derselben Runde von Mischen und Zentrifugation
wie in Anspruch 1 definiert, aber bei unterschiedlichen Dichten
und bei unterschiedlichen g-Kräften. Da
der untere Teil weiter verarbeitet wird, erfordert die tatsächliche
Probe kein Pipettieren zwischen Schritten, was einen üblichen Weg
der Kontamination eliminiert. Zusätzlich stellt das neuartige
schrittweise Verfahren eine überlegende
Flexibilität
im Vergleich zum Stand der Technik bereit, da eine Reihe von Runden
gestaltet werden kann, wobei jede Runde unter Bedingungen ausgeführt wird,
die spezifisch Substanzen trennen, die bekannt sind oder die in
Verdacht stehen, in der Probe vorhanden zu sein.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnung
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1.
stellt eine schematische Ansicht des Arbeitsprinzips des Verfahrens
gemäß der vorliegenden
Erfindung bereit, unter Nutzen von vier Zentrifugationsschritten.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Daher
stellt in einem ersten Aspekt der Erfindung ein Verfahren der diskontinuierlichen
Dichtegradientenzentrifugation zum Trennen eines Minimums von zwei
Substanzen voneinander in einer Probe bereit. Das Verfahren ist
durch die nachfolgenden Schritte gekennzeichnet:
- (i)
Mischen der Probe mit einem hochdichten Medium, um eine spezifische
Dichte der Mischung zu erhalten;
- (ii) Anordnen
a) einer ersten Mischung eines kolloidalen
Hochdichtezentrifugationsmediums und der Probe, die die Substanzen
enthält,
auf dem Boden eines Zentrifugenröhrchens,
wobei in der Mischung die Dichte definiert ist,
b) einer Lösung niedriger
Dichte oben auf der Mischung in a)
- (iii) Zentrifugieren des Röhrchens
derart unter einer spezifisch definierten g-Kraft, dass der/den
erwünschte(n)
Substanz(en) oder dem/den gelöste(n)
Stoff(en) in der Probe ermöglicht
wird, zu der Niedrigdichtelösung
zu schwimmen, während
(eine) andere Substanz(en) in der Probe in dem unteren dichteren
Medium bleibt/bleiben,
- (iv) getrenntes Sammeln der erwünschten Substanz(en),
wobei
das Zentrifugationsmedium ein kolloidales Dichtegradientenmedium
ist und die diskontinuierlichen Gradienten durch die verschiedenen
Schichten erzeugt werden.
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Wie
oben erwähnt,
kann die oben beschriebene Runde der Schritte (i)-(iv) wiederholt
werden, wie ein, zwei, drei oder eine beliebige Anzahl von Malen,
umfassend eine zweite, dritte, vierte etc. Mischung einer definierten
Dichte und zentrifugiert bei einer zweiten, dritten, vierten etc.
g-Kraft. Der Fachmann auf diesem Gebiet kann die geeigneten Kombinationen
von g-Kräften
und Dichten basierend auf den Dichten der Substanz(en), die von
der Probe getrennt werden soll(en), auswählen. Eine derartige systematische
Variation von g-Kräften
wurde im Zusammenhang mit Dichtegradientenzentrifugation im Stand
der Technik nicht vorgeschlagen. Auch waren die Vorteile des Verwendens
eines kolloidalen Zentrifugationsmediums zu diesem Zweck ziemlich
unerwartet, da ein Verfahren, das gemäß der vorliegenden Erfindung
gestaltet ist, Reinheiten bereitstellen kann, die den Ergebnissen
der Verfahren des Stands der Technik, die auf die breite Vielfalt
von Proben angewandt wurden, für
die die vorliegende Erfindung nützlich
ist, überlegen
sind.
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In
einer Ausführungsform
wird ein kolloidales Dichtegradientenzentrifugationsmedium einer
geringeren Dichte als die Mischung in a) zwischen der Mischung in
a) und der Niedrigdichte-Lösung
in b) angeordnet. Dies ergibt eine extra Barriere zwischen der gemischten
Probe und der Niedrigdichte-Lösung und
verbessert und vereinfacht das Wiedergewinnen nach der Trennung.
In dem vorliegenden Kontext bezieht sich der Begriff „diskontinuierlich" auf ein sukzessives
Schichten von Lösungen
unterschiedlicher Dichte, z.B. in einem Zentrifugenröhrchen.
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Die
kolloidale Natur des Zentrifugationsmediums ist ein wesentliches
Merkmal der Erfindung und wird Vorteile bereitstellen, wie eine
stark verbesserte Stabilität
des Dichtegradienten. Das verwendete Zentrifugationsmedium gemäß der Erfindung
sollte ein schweres Medium sein, wie ein kolloidales, auf SiO2 basierendes Material. Das Medium sollte
inert sein, bei Vorhandensein seines Salzes autoklavierbar sein,
einen niedrigen oder keinen Endotoxingehalt, einen osmotischen Druck
so niedrig wie möglich,
bevorzugt unter 20 mOsm/kg, eine niedrige Viskosität in Salz
(< 5cP), bei hoher
Dichte (> 1,3 g/ml; RG)
besitzen. Ein repräsentatives
Beispiel eines geeigneten Mediums ist ReadyGrade® (im
Allgemeinen als RG bezeichnet und erhältlich von Amersham Biosciences,
Uppsala, Schweden). Alternativ können SiO2-Teilchen von kommerziellen Quellen gekauft werden,
wie Naycol und gemäß gut bekannter
Techniken durch den Verwender silanisiert werden. Die einzigartigen
Eigenschaften des Mediums machen es möglich, die nativen Eigenschaften
der Substanzen nach der Trennung beizubehalten. Weitere Details
in Hinblick auf das Medium werden unten angegeben. Demgemäß ist die
vorliegenden Erfindung im Vergleich zum Stand der Technik vorteilhaft,
da sie Kosten auf einen wesentlichen Grad verringern kann.
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Die
Lösung
in b) ist bevorzugt eine wässrige Lösung, wie
eine Pufferlösung.
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Die
Dichte in a) ist höher
als jene der erwünschten
zu trennenden Substanz(en). Im vorliegenden Kontext wird der Fachmann
verstehen, dass die Begriffe „Niedrigdichte" und „Hochdichte" im Verhältnis zueinander
verwendet werden und es nicht beabsichtigt ist, sie mit irgendwelchen
anderen Dichten zu vergleichen. Veranschaulichende Dichten werden
unten angegeben.
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Im
Verfahren der Erfindung werden die Schritte (i)-(iv) einmal oder
mehr wiederholt, abhängig
davon, nach welcher Substanz gesucht wird oder welche Kontaminanten
entfernt werden sollen. Die g-Kraft im/in den Zentrifugationsschritt(en)
und die Dichte des kolloidalen Mediums werden gemäß der zu
trennenden Substanz(en) variiert.
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Die
erwünschte(n)
zu trennenden Substanz(en) ist/sind Zellen, Mikroorganismen, Virus, und
Bruchteile davon, Nucleinsäuren
und beliebige Proteine. Vor der Zentrifugation wird die Probe zu
einer Mischung mit dem Medium verarbeitet, um eine geeignete Dichte
davon bereitzustellen. Die Probe kann praktisch beliebigen Ursprungs
sein, wie eine biologische Probe, z.B. Zellen, Blut etc. Fäkalien,
z.B. um auf Nahrungsmittelvergiftung, wie Salmonellen-Bakterien,
Nahrungsmittel, Proben, die zum Analysieren der Umwelt nützlich sind,
z.B. in Verdacht stehende Verunreinigungen oder genetisch manipulierte
Organismen etc., zu testen. Demgemäß ist ein großer Vorteil
des vorliegenden Verfahrens, dass es auf viel komplexere Proben
als der Stand der Technik anwendbar ist. Die Erfindung kann innerhalb
eines weiten Bereiches von Gebieten angewandt werden, wie für klinische
Analysen, forensische Medizin, Routinetests und viel mehr. Ein paar
spezifische Gebiete, in denen das vorliegende Verfahren speziell
vorteilhaft ist, werden im letzten Absatz der vorliegenden Beschreibung
beschrieben.
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Gemäß einer
alternativen Ausführungsform des
Verfahrens wird/werden die erwünschte(n)
Substanz(en) vor der Zentrifugation derivatisiert, um die Trennung
zweier Substanzen ähnlicher
Dichte zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist es, die erwünschte(n)
Substanz(en) mit einem Affinitätsreagenz
zu behandeln, das mit einem Hoch- oder Niedrigdichteteilchen verknüpft ist,
wie mit mAb beschichtete Kügelchen
einer geeigneten Dichte.
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In
einer spezifischen Ausführungsform
ist das oben beschriebene Verfahren spezifisch angepasst, um unterschiedliche
Zelltypen, wie X- and Y-Spermazellen, voneinander in einer Probe
auf der Basis ihrer Schwebedichte, Form, Permeabilität, Bewegung
und/oder Viskosität
in einem Dichtegradientenmedium durch Zentrifugation zu trennen.
Das Verfahren umfasst die nachfolgenden Schritte gemäß Anspruch
1, wobei die Probe eine Samenprobe ist und die erwünschten
Substanzen die getrennten Zellen sind.
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Obwohl
sogar im Prinzip ein beliebiges Dichtemedium, das zum Bilden der
oben erwähnten
Typen von Gradienten für
die X- und Y-Sperma-Trennung verwendet werden könnte, ist das Dichtemedium
dieser Ausführungsform
die Art von kolloidalem Dichtemedium, die oben diskutiert wurde.
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Die
Probe wird mit Hochdichtemedium gemischt und ggf. wird das Medium
in Schritt A) zentrifugiert, um einen Dichtegradienten zu bilden,
bevor die Probe in das Zentrifugenröhrchen hineingegeben wird.
Der Gradient ist bevorzugt sehr flach oder im Wesentlichen planar,
d. h. er umfasst eine sehr kleine Dichte-Differenz im Zentrifugenröhrchen,
mindestens am Zentrum des Gradienten.
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In
dieser Ausführungsform
ist der Gradient diskontinuierlich. Es ist wichtig, dass der Gradient
die notwendige Trennung bereitstellt, was bedeutet, dass es möglich sein sollte,
Fraktionen wiederzugewinnen, bei denen X- bzw. Y-Sperma auf mindestens 70
% oder mehr, bevorzugt 100 % angereichert wird.
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Gegebenenfalls
wird die Samenprobe vor der Trennung gereinigt. Diese Reinigung
kann auf eine beliebige erwünschte
Weise stattfinden, wie durch diskontinuierliche Zentrifugation.
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Wenn
die Probe vom Kalb stammt, ist die oben genannte Dichte nahe jener
der X- und Y-Spermazellen,
d. h. ungefähr
1,120 g/ml. Die entsprechenden Werte für menschliche Zellen sind im
Wesentlichen dieselben. Diese Dichten sind unter den experimentellen
Bedingungen anwendbar, die unten im experimentellen Teil erwähnt werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nicht auf Zentrifugationen,
während
denen menschliche X- bzw. Y-Spermazellen Dichten besitzen, die um
1,185 g/ml zentriert sind.
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In
dem oben angegebenen Verfahren kann die Trennung verbessert werden
durch Manipulieren der Dichte von X- und Y-Spermazellen, z. B. durch Ändern des
pH, der Leitfähigkeit
der Probe und/oder des Mediums. Die Manipulation kann das Quellen lassen
von X- und Y-Spermazellen umfassen.
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Die
ganzen oben erwähnten
Zentrifugationen zur Trennung von X- und Y-Zellen voneinander in einem
Dichtegradienten, wie oben definiert, werden abhängig von der Wahl der Gradientenlösung, der Gradientenform,
des Zentrifugenrotors, der Zentrifugationszeit, der g-Kraft bei
bekannten Viskositäten, Osmolarität und Konzentrationsniveaus
ausgeführt werden.
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Die
Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Trennen wie oben,
wobei die Probe mit dem Medium gemischt wird, um eine Dichte des
gemischten Proben-Mediums
zu erreichen, die nahe der Dichte der X- und Y-Spermazellen liegt.
In diesem Fall wird die Trennung hauptsächlich durch isopyknische Zentrifugation
erreicht. Das Trennungsmuster, das in dieser Variante der Erfindung
erhalten wird, wird daher bevorzugt auf den unterschiedlichen Schwebedichten
der Spermazellen basieren.
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Das
kolloidale Dichtegradientenmedium umfasst eine Suspension von Teilchen
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2-40nm, bevorzugt ein
hydratisiertes Teilchen von 10-30 nm.
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Bevorzugt
sind die Teilchen derivatisierte SiO2-Teilchen,
bevorzugter silanisierte SiO2-Teilchen.
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Detaillierte Beschreibung
der Zeichnug:
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1 stellt
eine schematische Ansicht des Arbeitsprinzips des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung dar. Im in der Zeichnung gezeigten Beispiel wurden vier
Zentrifugationsschritte ausgeführt.
Die Anzahl von Zentrifugationsschritten und die g-Kraft wird gemäß der Natur
der zu trennenden Substanzen variiert.
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Experimenteller
Teil
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Die
Erfindung wird nun im Zusammenhang mit den unten angegebenen Beispielen
beschrieben, die nicht als den Umfang der vorliegenden Erfindung, wie
sie durch die angefügten
Ansprüche
definiert ist, beschränkend
interpretiert werden sollen.
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Allgemeine, veranschaulichende,
nicht-beschränkende
Beschreibung:
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Die
Probe, gemischt mit RG (ein Beispiel eines kolloidalen Mediums gemäß der Erfindung)
auf eine Dichte von 1,057 g/ml, wird auf dem Boden eines Zentrifugenröhrchens
angeordnet, wird ggf. mit RG mit einer Dichte von 1,030 g/ml überlagert
und darauf wird eine Lösung
von 0,150 M NaCl aufgebracht. Danach wird das Röhrchen 1 bis 5 Minuten bei
10.000 × gav (1, 1) zentrifugiert.
Die resultierende untere Phase, resuspendiert und gemischt mit RG
auf eine Dichte von 1,200 g/ml, wird auf dem Boden eines neuen Zentrifugenröhrchens
angeordnet, ggf. mit RG mit einer Dichte von 1,090 g/ml überlagert
und darauf wird eine Lösung
von 0,150 M NaCl aufgebracht. Dann wird das Röhrchen für 1 bis 5 Minuten bei 1.000 × gav zentrifugiert. Beliebige Zellen und Protozoen
von der Probe werden in der obersten Phasenschicht wiedergewonnen
(2, 1). Die resultierende untere Phase wird resuspendiert
und in ein neues Zentrifugenröhrchen überführt, wird
ggf. mit RG mit einer Dichte von 1,130 g/ml überlagert und darauf wird eine
Lösung
von 0,150 M NaCl aufgebracht. Dann wird das Röhrchen 1 bis 5 Minuten lang
bei 10.000 × gav zentrifugiert. Beliebige Bakterien von
der Probe werden nun in der obersten Phasenschicht (3, 1)
wiedergewonnen. Die resultierende untere Phase wird resuspendiert
und in ein neues Zentrifugenröhrchen überführt, ggf.
mit RG mit einer Dichte von 1,130 g/ml überlagert und darauf wird eine
Lösung
von 0,150 M NaCl aufgebracht. Dann wird das Röhrchen 1 bis 5 Minuten lang
bei 50.000 × g/av zentrifugiert. Alle Viren der Probe werden
nun in der obersten Phasenschicht wiedergewonnen (4, 1).
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Durch
Anordnen der Probe, gemischt mit RG, auf dem Boden des Zentrifugenröhrchens
werden, im Gegensatz zu den bekannten Techniken, alle Kontaminationsprobleme,
die mit der Anwendung einer heterogenen Probenlösung oben auf einer anderen
Lösung
zusammenhängen,
vermieden.
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Gemäß des neuen
Verfahrens der Erfindung schwimmt das leichte Dichte-Material in
der Probenmatrix in Schritt 1 (1). Dies
bedeutet, dass die Zellen/Mikroorganismen nicht länger durch
einen möglicherweise
gebildeten Pfropfen sedimentieren müssen, sondern sie werden in
diesem Schritt wegen ihrer Dichte (ρ > 1,057) in der unteren Phase bleiben. Daher
wird der durchschnittliche hydrostatische Druck, der aus der Zentrifugation
folgt, höher
sein als in den Techniken des Stands der Technik. Dies beruht darauf,
dass die Entfernung zum Rotationszentrum länger ist, wenn sich die Probe
im unteren Teil des Röhrchens
befindet, im Vergleich dazu, wenn die Probe auf das obere Ende geladen
wird. Diese Tatsache trägt
zu einer verbesserten Ausbeute verglichen mit dem Stand der Technik
bei, wenn die vorliegende Erfindung eingesetzt wird.
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In
den Schritten 2, 3 und 4 (1) schwimmen
erwünschte
Zellen, Bakterien und Viren aus der darunter liegenden Probenphase
und werden günstigerweise
aus der obersten Phasenschicht wiedergewonnen. Hierdurch werden
alle Manipulationen mit der Probenphase vermieden, und daher wird
die Rekontamination mit z. B. Inhibitor-Aktivitäten von der Probenlösung eliminiert.
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Da
die Probe, die Zellen/Mikroorganismen enthält, im unteren Teil des Zentrifugenröhrchens
in jedem Zentrifugationsschritt angeordnet ist, wird die Sedimentation
der Zellen/Mikroorganismen in Richtung der Wand oder des Bodens
des Röhrchens
vermieden. Dies verringert die Zell-Schädigungsfrequenz und vergrößert die
Ausbeute im Vergleich zu den Techniken des Stands der Technik.
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Mit
diesem neuen Verfahren wurde es auch möglich, Viren durch diskontinuierliche
Dichtezentrifugation zu reinigen. In Techniken des Stands der Technik
wurden zu große
kolloidale Teilchen im Dichtemedium verwendet. Die Teilchen sedimentierten
so schnell wie die viralen Teilchen bei den höheren g-Kräften, die für die Sedimentation/Flotation
des Virus benötigt
werden, und lösten
dadurch die Phasengrenzen auf. Auch war die Dichte der bekannten Dichtemedien
zu gering, um das Mischen der Probe und des Mediums zu einer Dichte
von 1,200 g/ml zu ermöglichen,
was ein Erfordernis für
diese Trennung ist.
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Die
folgenden Beispiele werden angegeben, um die Erfindung zu veranschaulichen,
aber sie nicht zu begrenzen.
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Beispiel 1 – Detektion
von E. coli in Hackfleisch
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Zu
10 g örtlich
erworbenem Hackfleisch wurden 90 ml 0,15 M NaCl zugegeben, und dann
wurde die Probe homogenisiert. Variierende Mengen von E. coli (104, 103, 102, 101) in 50 μl 0,15 M
NaCl wurden mit 0,5 g homogenisierter Probe (= Spike-Proben) bzw.
0,45 ml 0,15 M NaCl (= Kontrolle) gemischt. Die Spike-Proben wurden
30 Minuten lang vor der Verwendung derart stehen gelassen, dass
jegliches Binden der Bakterien an die Nahrungsmatrix auftreten konnte.
Spike-Proben und entsprechende Kontrollen wurden mit 85 μl RG verschmiert
und auf eine Enddichte von 1,057 g/ml gemischt. Die Mischung wurde auf
den Boden eines Zentrifugenröhrchens übertragen
(1,5 ml), mit 0,5 ml einer RG-Lösung
mit einer Dichte von 1,030 g/ml und darauf mit 0,2 ml einer 0,15
M NaCl-Lösung überlagert.
Dann wurde Zentrifugation in einer Tafelzentrifuge bei 10.000 × gav 1 Minute lang ausgeführt. Dann wurde die untere
Phase in eine Spritze angesaugt, wodurch die Kanüle zuerst den nicht pipettierbaren
Pfropfen, der von der Hackfleischmatrix gebildet wurde, durchdrang,
und wurde in ein neues Röhrchen überführt. Es
wurde kein sichtbares Pellet beobachtet, aber um irgendwelche mikroskopische
Mengen von pelletiertem Material (mit gebundenen Bakterien) zu erhalten,
wurden die verbleibenden 100 μl
resuspendiert, bevor sie in die Spritze gezogen wurden. Die so erhaltene
untere Phase wurde mit 585 μl
RG gemischt, um eine Dichte von 1,200 g/ml zu erhalten, dann mit
0,2 ml einer RG-Lösung
mit einer Dichte von 1,090 g/ml überlagert
und darauf wurden 0,1 ml einer 0,15 M NaCl-Lösung gegeben. Dies wurde 1
Minute lang bei 1.000 × gav zentrifugiert. Die oberen Phasen wurden
mit einer Pasteurpipette angesaugt und abgelassen und dann wurde
die untere Phase resuspendiert, in ein neues Röhrchen überführt, mit 0,2 ml einer RG-Lösung mit einer
Dichte von 1,130 g/ml und 0,1 ml einer 0,15 M NaCl-Lösung überlagert.
Dann wurde eine Zentrifugation bei 10.000 × gav 1
Minute lang ausgeführt.
Die oberen Phasen wurden mit einer automatischen Pipette in drei
Portionen von 75 μl
fraktioniert und dann analysiert.
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Zum
Vergleich mit Techniken des Stands der Technik wurden Spike-Proben
und Kontrollen auf 0,6 ml einer Percoll®-Lösung in
0,15 M NaCl, pH 7,40 mit einer Dichte von 1,057 bzw. oben auf 0,6
ml BacXtractor (ρ =
1,057, 0,15 M NaCl, pH 7,40) geladen. Dann wurden die Proben bei
10.000 × gav zentrifugiert. Die unteren 100 μl der unteren
Phase von jeder Probe und Kontrolle wurden in eine Spritze gezogen und
analysiert. Für
die Bestimmung der Menge von E. coli durch Kultivieren wurden 2 × 10 μl variierender Verdünnungen
der verschiedenen Proben auf Platten ausgebreitet. Manuelles Zählen der
Kolonien und Berechnen der Menge wurde nach der Inkubation über Nacht
ausgeführt.
Für die
Detektion von E. coli durch eine DNA-Technik wurden 10 μl von jeder Probe in einem PCR-Test
verwendet.
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Gemäß des Verfahrens
der Erfindung betrug die Ausbeute mit den Spike-Proben 80-100% im Vergleich
zu 50-80% mit den zwei älteren
Techniken. Die Ausbeute in den Kontrollen war etwas geringer in
jedem Fall im Vergleich zu den Proben. Dieses Phänomen wurde früher berichtet
und beruht sehr wahrscheinlich auf dem Schutzeffekt, den die endogene Flora
im Hackfleisch auf die in die Proben gegebenen Bakterien besitzt.
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Durch
die PCR-Technik konnten so wenig wie 1,3 cfu E. coli pro Reaktionsröhrchen (10
cfu/0,5 g homogenisierte Probe; 200 cfu/g Hackfleisch) unter Verwenden
des Verfahrens der Erfindung detektiert werden, während bis
herunter auf 10 cfu E. coli pro Analyse (100 cfu/0,5 g homogenisierte
Probe; 2.000 cfu/g Hackfleisch) unter Verwenden von Verfahren des
Stands der Technik für
Dichtegradientenzentrifugation detektiert werden konnten. Eine direkte
Analyse ergab keinerlei positive Reaktion. In den Kontrollen konnten
1,3 cfu E. coli pro Reaktionsröhrchen
unter Verwenden jeder Technik detektiert werden.
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Beispiel 2 – Detektion
von E. coli in Fäkalien
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Zu
10 g menschlichen Fäkalien
wurden 90 ml 0,15 M NaCl zugegeben und die Probe wurde homogenisiert.
Variierende Mengen von E. coli (104, 103, 102, 101) in 50 μl 0,15
M NaCl wurden mit 0,5 g homogenisierter Probe (Spike-Proben) bzw.
mit 0,45 ml 0,15 M NaCl (= Kontrolle) gemischt. Die Spike-Proben
wurden 30 Minuten lang vor der Verwendung stehen gelassen, so dass
jegliches Binden der Bakterien an die Nahrungsmatrix auftreten konnte.
Spike-Proben und entsprechende Kontrollen wurden mit 85 μl RG verschmiert
und auf eine Enddichte von 1,057 g/ml gemischt. Die Mischung wurde
auf den Boden eines Zentrifugenröhrchens überführt (1,5
ml), mit 0,5 ml einer RG-Lösung
mit einer Dichte von 1,030 g/ml und darauf mit 0,2 ml einer 0,15
M NaCl-Lösung überlagert.
Dann wurde eine Zentrifugation in einer Tafelzentrifuge bei 10.000 × gav 1 Minute lang ausgeführt. Danach wurde die untere
Phase in eine Spritze angesaugt, wodurch die Kanüle zuerst den durch die Probenmatrix
gebildeten nicht-pipettierbaren Pfropfen durchdrang, und wurde in
ein neues Röhrchen überführt. Ein
kleines Pellet wurde beobachtet, und um das pelletierte Material
(mit gebundenen Bakterien) zu erhalten, wurden die verbleibenden
100 μl resuspendiert,
bevor sie in die Spritze gezogen wurden. Die so erhaltene untere
Phase wurde mit 585 μl RG
gemischt, um eine Dichte von 1,200 g/ml zu erhalten, dann mit 0,2
ml einer RG-Lösung
mit einer Dichte von 1,090 g/ml überlagert
und darauf wurden 0,1 ml einer 0,15 M NaCl-Lösung gegeben. Dann wurde die
Zentrifugation bei 1.000 × gav 1 Minute lang ausgeführt. Die oberen Phasen wurden
mit einer Pasteurpipette angesaugt und abgegeben und dann wurde
die untere Phase resuspendiert, in ein neues Röhrchen überführt, mit 0,2 ml einer RG-Lösung mit einer Dichte von 1,130
g/ml und mit 0,1 ml einer 0,15 M NaCl-Lösung überlagert. Dann wurde eine
Zentrifugation bei 10.000 × gav 1 Minute lang ausgeführt. Die oberen Phasen wurden
mit einer automatischen Pipette in drei Portionen von 75 μl fraktioniert
und dann analysiert.
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Zum
Vergleich mit der Technik des Stands der Technik wurden Spike-Proben
und Kontrollen oben auf 0,6 ml einer Percoll®-Lösung in
0,15 M NaCl, pH 7,40 mit einer Dichte von 1,057 bzw. auf 0,6 ml
BacXtractor (ρ =1,057,
0,15 M NaCl, pH 7,40) geladen. Dann wurden die Proben bei 10.000 × gav zentrifugiert. Die unteren 100 μl der unteren
Phase von jeder Probe und Kontrolle wurden in eine Spritze gezogen
und analysiert.
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Für die Bestimmung
der E.coli-Menge durch Kultivieren wurden 2 ×10 μl variierender Verdünnungen
von den verschiedenen Proben auf Platten ausgebreitet. Manuelles
Zählen
der Kolonien und die Berechnung der Menge wurde nach der Inkubation über Nacht
ausgeführt.
Für die
Detektion von E. coli mit einer DNA-Technik wurden 10 μl von jeder
Probe in einem PCR-Test verwendet.
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Gemäß des Verfahrens
der Erfindung betrug die Ausbeute mit den Spike-Proben 80-100% im Vergleich
zu 50-80% mit den zwei älteren
Techniken. Die Ausbeute in den Kontrollen war etwas geringer in
jedem Fall im Vergleich zu den Proben. Dieses Phänomen wurde früher berichtet
und beruht sehr wahrscheinlich auf dem Schutzeffekt, den die endogene Flora
in der Fäkalienprobe
auf die in die Proben gegebenen Bakterien besitzt.
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Durch
die PCR-Technik konnte so wenig wie 1,3 cfu E. coli pro Reaktionsröhrchen (10
cfu/0,5 g homogenisierte Probe; 200 cfu/g Fäkalien) unter Verwenden des
Verfahrens der Erfindung detektiert werden, während bis herab zu 10 cfu E.
coli pro Analyse (100 cfu/0,5 g homogenisierte Probe; 2.000 cfu/g
Fäkalien)
unter Verwenden von Verfahren des Stands der Technik für Dichtegradientenzentrifugation
detektiert werden konnte. Eine direkte Analyse ergab keinerlei positive
Reaktion. In den Kontrollen konnten 1,3 cfu E. coli pro Reaktionsröhrchen unter
Verwenden jeder Technik detektiert werden.
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Beispiel 3 – Detektion
von E. coli im Boden
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Zu
10 g kompostiertem Boden wurden 90 ml 0,15 M NaCl gegeben und dann
wurde die Probe homogenisiert. Variierende Mengen von E. coli (104, 103, 102, 101) in 50 μl 0,15 M
NaCl wurden mit 0,5 g homogenisierte Probe (= Spike-Proben) bzw.
mit 0,45 ml 0,15 M NaCl (= Kontrolle) für die Analyse durch die neue
Technik gemischt. Um Proben zu erhalten, die für einen Vergleich mit den Techniken
des Stands der Technik nützlich
sind, wird die homogenisierte Probe zuerst einer Selbst- Sedimentation 60 Minuten
lang überlassen
und dann wurde die obere Flüssigkeit
verwendet, um Spike-Proben wie oben beschrieben, zu erzeugen.
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Man
ließ die
Spike-Proben 30 Minuten lang vor der Verwendung stehen, so dass
ein beliebiges Binden der Bakterien an die Probenmatrix auftreten konnte.
Spike-Proben und entsprechende Kontrollen wurden mit 85 μl RG verschmiert
und auf eine Enddichte von 1,057 g/ml gemischt. Die Mischung wurde auf
den Boden eines Zentrifugenröhrchens
(1,5 ml) überführt, mit
0,5 ml einer RG-Lösung
mit einer Dichte von 1,030 g/ml und darauf mit 0,2 ml einer 0,15
M NaCl-Lösung überlagert.
Dann wurde eine Zentrifugation in einer Tafelzentrifuge bei 10.000 × gav 1 Minute lang ausgeführt. Die oberen Phasen wurden
mit einer Pasteurpipette angesaugt und abgelassen. Ein großes Pellet
wurde gebildet und, um das gesamte pelletierte Material (mit gebundenen
Bakterien) zu erhalten, wurde die untere Phase vor dem Überführen in
ein neues Röhrchen
resuspendiert. Daher wurde die erhaltene untere Phase mit 585 μl RG gemischt, um
eine Dichte von 1,200 g/ml zu erhalten, dann mit 0,2 ml einer RG-Lösung mit
einer Dichte von 1,090 g/ml überlagert
und darauf wurden 0,1 ml einer 0,15 M NaCl-Lösung gegeben. Dann wurde eine
Zentrifugation bei 1.000 × gav 1 Minute lang ausgeführt. Die oberen Phasen wurden
mit einer Pasteurpipette angesaugt und abgelassen und dann wurde
die untere Phase einschließlich
des Pellets resuspendiert, in ein neues Röhrchen überführt, mit 0,2 ml einer RG-Lösung mit
einer Dichte von 1,130 g/ml und 0,1 ml einer 0,15 M NaCl-Lösung überlagert. Dann wurde eine Zentrifugation
bei 10.000 × gav 1 Minute lang ausgeführt. Die oberen Phasen wurden
mit einer automatische Pipette in drei Portionen von 75 μl fraktioniert und
dann analysiert.
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Für einen
Vergleich mit Techniken des Stands der Technik wurden speziell hergestellte Spike-Proben
und Kontrollen auf 0,6 ml einer Percoll®-Lösung in
0,15 M NaCl, pH 7,40 mit einer Dichte von 1,057 bzw. oben auf 0,6
ml BacXtractor (ρ = 1,057,
0,15 M NaCl, pH 7,40) geladen. Dann wurden die Proben bei 10.000
x gav zentrifugiert. Die oberen Phasen wurden
angesaugt und abgelassen und dann wurde die untere Phase angesaugt,
bis 100 μl verblieben.
Die Flüssigkeit über dem
gebildeten Pellet (60 μl)
wurde angesaugt und analysiert.
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Zur
Bestimmung der Menge von E. coli durch Kultivieren wurden 2 × 10 μl variierender
Verdünnungen
von den verschiedenen Proben auf Platten verbreitet. Manuelles Zählen der
Kolonien und die Berechnung der Menge wurde nach der Inkubation über Nacht
ausgeführt.
Für die
Detektion von E. coli durch eine DNA-Technik wurden 10 μl von jeder Probe in einem PCR-Test
verwendet.
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Durch
die neue Technik betrug die Ausbeute mit den Spike-Proben 80-100%
im Vergleich zu 10-20% mit den zwei älteren Techniken. Die Ausbeute
in den Kontrollen war etwas geringer in jedem Fall im Vergleich
zu den Proben. Dieses Phänomen
wurde früher
berichtet und beruht sehr wahrscheinlich auf dem Schutzeffekt, den
die endogene Flora in der Bodenprobe auf die zugefügten Bakterien
in den Proben besitzt.
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Durch
die PCR-Technik konnten so wenig wie 1,3 cfu E. coli pro Reaktionsröhrchen (10
cfu/0,5 g homogenisierte Probe; 200 cfu/g Boden) unter Verwenden
des Verfahrens der Erfindung detektiert werden, während bis
herunter zu 10 cfu E. coli pro Analyse (1.000 cfu/0,5 g homogenisierte
Probe; 20.000 cfu/g Boden) unter Verwenden von Verfahren des Stands
der Technik für
Dichtegradientenzentrifugation detektiert werden konnten. Eine direkte
Analyse gab keinerlei positive Reaktion. In den Kontrollen konnten
1,3 cfu E. coli pro Reaktionsröhrchen
unter Verwenden jeder Technik detektiert werden.
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Beispiel 4 – Spermareinigung
von Bakterien und Viren in Rindersamen
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Eine
frische Samenprobe von einem gesunden Bullen wurde nach Verdünnung durch
1:10 mit 0,15 M NaCl in 16 Fraktionen von 0,45 ml, die jeweils ungefähr 107 Spermien enthielt, geteilt. Variierende Mengen
von BVDV (bovine virus diarrhoea virus; 106, 105, 104) bzw. Campylobacter
fetus (106, 105,
104) in 50 μl 0,15 M NaCl wurden in 12 Röhrchen gegeben und
in vier der Röhrchen
wurden 50 μl
0,15 M NaCl als Kontrolle gegeben.
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Spike-Proben
(6 Röhrchen)
und Kontrollen (2 Röhrchen)
wurden mit 85 μl
RG auf eine Enddichte von 1,057 g/ml gemischt. Die Mischung wurde
auf den Boden eines Zentrifugenröhrchens
(3,0 ml) überführt, mit
0,5 ml einer RG-Lösung
mit einer Dichte von 1,030 g/ml und darauf mit 0,5 ml einer 0,15
M NaCl-Lösung überlagert.
Dann wurde eine Zentrifugation in einem ausladbaren Rotor bei 10.000 × gav 1 Minute lang ausgeführt. Die oberen Phasen wurden durch
eine Pasteurpipette angesaugt und abgelassen. Die untere Phase wurde
resuspendiert, in ein neues Röhrchen überführt und
mit 585 μl
RG gemischt, um eine Dichte von 1,200 g/ml zu erhalten, mit 0,5
ml einer RG-Lösung
mit einer Dichte von 1,090 g/ml und darauf mit 0,5 ml einer 0,15
M NaCl-Lösung überlagert.
Dann wurde eine Zentrifugation bei 1.000 × gav 1
Minute lang ausgeführt.
Die oberen Phasen wurden durch eine Pasteurpipette angesaugt und
abgelassen und dann wurde die untere Phase resuspendiert, in ein
neues Röhrchen überführt, mit
0,5 ml RG-Lösung
mit einer Dichte von 1,130 g/ml und mit 0,5 ml einer 0,15 M NaCl-Lösung überlagert.
Dann wurde eine Zentrifugation bei 1.000 × gav 1
Minute lang ausgeführt.
Fraktionen wurden von den Röhrchen
von oben mit einer automatischen Pipette in vier Portionen von 300 μl und zwei
Fraktionen von 0,5 ml gesammelt. Die Fraktionen wurden im Hinblick
auf Sperma, BVDV und Campylobacter fetus analysiert.
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Zum
Vergleich mit der Technik des Stands der Technik wurden die Proben
(6 Röhrchen)
und Kontrollen (2 Röhrchen)
jeweils oben auf einem diskontinuierlichen Gradienten gelagert,
der aus 0,5 ml 80 % bzw. 0,5 ml 40% SpermXtractor bestand. Dann wurden
die Proben bei 400 × gav 10 Minuten lang zentrifugiert. Die Gradienten
wurden von oben durch eine Pasteurpipette in 6 Fraktionen fraktioniert
(die obere Phase, die erste Zwischenphase, die zweite Phase, die
zweite Zwischenphase, die dritte Phase und das Pellet). Die Fraktionen
wurden im Hinblick auf Sperma, BVDV und Campylobacter fetus analysiert.
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Für die Detektion
der Menge von Campylbacter fetus durch Kultivieren wurden 2 × 10 μl variierender
Verdünnungen
von den verschiedenen Proben auf Platten ausgebreitet. Manuelles
Zählen
der Kolonien und die Berechnung des Gehalts wurden nach der Inkubation über Nacht
ausgeführt.
Für eine Detektion
von BVDV durch eine immunologische Technik wurden 10 μl jeder Probe
in einem ELISA-Test verwendet.
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Durch
die neue Technik wurden weder Campylobacter fetus, noch BVDV in
den drei oberen, Sperma enthaltenden Fraktionen von den Spike-Proben
detektiert. Im Gegensatz dazu wurden BVDV und Campylobacter fetus
in den unteren, Spermafreien Fraktionen detektiert. Die Kontrollen
waren für
diese Mittel negativ.
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Unter
Verwenden von Techniken des Stands der Technik waren detektierbare
Mengen sowohl von BVDV, als auch von Campylobacter fetus in allen Fraktionen
der Spike-Proben einschließlich
Fraktionen mit angereicherten intakten Spermien vorhanden, obwohl
sogar die meisten der Organismen in der obersten Fraktion verblieben.
Die Kontrollen waren für
diese Mittel negativ.
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Weitere Anwendungen
der Erfindung
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Das
Verfahren der Erfindung kann auch für z. B. Testen des Bakteriengehalts
in einer Enzymfraktion aus einem Fermentationsprozess verwendet
werden. Ein anderes Beispiel ist die Reinigung von aufgelösten Substanzen
(Toxine, Antibiotika, Hormone) von Nahrungsmitteln. Nach dem Ansaugen
der geeigneten Schicht wird eine Analyse durch GC-MS, ELISA, Dip-Stick
etc. ausgeführt.
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Ein
weiteres Beispiel ist die Reinigung von aufgelösten Substanzen (Toxine, Antibiotika,
Hormone) aus Nahrungsmitteln durch Mischen der Probe vor der Zentrifugation
mit mAb-bedeckten Kügelchen einer
geeigneten Dichte und Analysieren nach dem Lösen durch GC-MS, ELISA, Dip-Stick.
Die Erfindung kann auch in der Kriminaluntersuchung/forensischer
Medizin verwendet werden, z. B. die Reinigung von DNA von Blutflecken
oder die Reinigung von Zellen/DNA von unter vakuumgehaltenen Proben.
Ein anderes Beispiel ist die Reinigung von Sperma/DNA von Flecken/klinischen
Proben. Die Erfindung ist auch nützlich
für die
Reinigung von Nukleinsäuren und
Proteinen für
analytische und/oder präparative Zwecke.
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Die
außergewöhnliche
Reinheit einer getrennten Substanz, die durch die vorliegende Erfindung
erhalten wird, macht sie speziell für alle Anwendungen vorteilhaft,
bei denen eine hohe Reinheit ein Erfordernis ist, wie in den meisten
Reinigungen von DNA und RNA. Sogar Ribosomen und andere Zellkomponenten
könnten
als echte Lösungen
durch eine geeignete Gestaltung des vorliegenden Verfahrens erhalten
werden. Sie ist auch vorteilhaft in der nachfolgenden Handhabung
der nachfolgenden Handhabung derartiger Proben, da sie normalerweise
PCR unterzogen werden, wobei in diesem Fall ein erster Schritt eine
Lyse ist.
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Die
vorliegende Erfindung kann auch verwendet werden, um lebende Zellen
von toten Zellen zu trennen, wobei in diesem Fall der Zelltyp derselbe sein
kann, da die Eigenschaften sich ändern,
wenn die Zellen aufhören
zu leben. Spezieller kann das vorliegende Verfahren zum Differenzieren
zwischen aktiven und nicht-aktiven Zellen verwendet werden. In einigen
Fällen
sind Zellen lebensfähig,
aber nicht kulturfähig,
und können
so nun von toten Zellen getrennt werden. In diesem Kontext ist es
wesentlich, dass die Dichte einer lebenden Zelle nicht ein absoluter
Wert ist, aber sie wird abhängig
von ihrer Umgebung variieren, wie Osmolalität (Salzgehalt). Daher kann
durch eine geeignete Manipulation der Umgebung die Dichte der lebenden
Zellen geändert
werden, aber die toten Zellen werden ihre Dichte behalten, und demgemäß wird das
vorliegende Verfahren auf einfache Weise anwendbar sein.
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Eine
unerwartete Verwendung des vorliegenden Verfahrens besteht in der
Analyse von verwendeten Abstrichtests, allgemein verwendet in Schlachthäusern. Es
wurde gezeigt, dass das vorliegende Verfahren auf einen derartigen
Abstrich anwendbar ist, ohne einen vorherigen Anreicherungsschritt.
Dies macht es möglich,
Pathogene in derartigen Proben auf eine schnelle und rentable Weise
zu detektieren.