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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren der Plasmidgewinnung,
welches Filtrieren durch konstante Druckdifferenz beinhaltet, und
eine Apparatur, um dies zu tun. Insbesondere betrifft sie ein Verfahren der
Plasmidzubereitung und die Vorrichtung, um dieses Verfahren zu bewerkstelligen.
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Hintergrund
der Erfindung
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Das
herkömmliche
Verfahren zur Plasmidgewinnung aus einem Bakterienlysat nach alkalischer
Lyse ist allgemein als ein Verfahren des Bindens, Waschens und Eluierens
bekannt. Dieses Verfahren gewinnt Plasmid aus einem filtrierten
Lysat mittels Binden an einen Glasfaserfilter in Gegenwart eines
chaotropen Mittels, wie Kaliumiodid. Dieses chaotrope Mittel bewirkt
die Bindung des Plasmids an die Glasfasern, während die meisten anderen Zellbestandteile
hindurchpassieren. Der Glasfaserfilter wird dann mit Ethanol (70
Gew.-% oder höher)
gewaschen, um das chaotrope Mittel zu entfernen. Überschüssiges Ethanol
wird von der Unterseite der Filterplatte durch Abtupfen, Zentrifugieren
oder extensives Vakuumtrocknen entfernt. Das Plasmid wird dann unter
Verwendung von Wasser oder einem Puffer mit geringem Salzgehalt
von den Glasfasern eluiert.
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Dieses
Verfahren besitzt viele Nachteile. Zuallererst führt es einen kontaminierenden
Stoff (Ethanol) in das System ein, welches schwer vollständig zu
entfernen ist. Das verbleibende Ethanol kann die Plasmide oder die
an ihnen durchgeführten
Tests nachteilig beeinflussen. Zudem ist dies ein zeitaufwendiges
Verfahren und es benötigt
viele aufeinanderfolgende Stufen. Ferner ist die Kapazität der Glasfasern,
die Plasmide zu binden, beschränkt,
was die Bindung uneffektiv macht. In ähnlicher Weise ist die Elution
von dem Glas nicht vollständig.
Es wurde ermittelt, dass einiges Plasmid irreversibel an das Glas
bindet. Summa summarum beträgt die
Gewinnung des Plasmids oft weniger als 80%, manchmal weniger als
70% der verfügbaren
Plasmide.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein besseres Verfahren und eine bessere
Apparatur zur Gewinnung von Plasmiden oder anderer zirkulärer DNA
bereit, welches die Einführung
neuer kontaminierender Stoffe ausschaltet, höhere Plasmidgewinnungsraten
mit höherer
Reinheit bereitstellt und viel schneller als das gängige Verfahren
ist.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren des Aufbrechens von Zellen
und dann Filtrieren der aufgebrochenen Zellen durch eine oder mehrere
Mikrofiltrations(MF)- oder Grobfiltrationsmembranen bereit wie dies
in Anspruch 1 beansprucht ist. Die meisten Zelltrümmer werden
durch die Membran(en) entfernt und das Verbleibende wird dann durch
eine Ultrafiltrations(UF)membran so filtriert, dass die Plasmide
oder andere DNA auf der oberen Fläche der UF-Membran zurückgehalten werden, wo sie gewonnen
werden.
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Es
ist bevorzugt, dass das Verfahren eine konstante Druckdifferenz
für beide
Stufen verwendet, und insbesondere ist es bevorzugt, dass eine negative
konstante Druckdifferenz (Vakuum) in beiden Stufen verwendet wird.
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Zudem
ist eine Apparatur zum Bewirken dieses Verfahrens, wie in Anspruch
14 beansprucht, offenbart. Sie umfasst eine obere Filterplatte,
die eine oder mehrere Vertiefungen enthält, wobei jede Vertiefung eine MF-
oder Grobfiltrationsmembran darin platziert enthält, vorzugsweise angrenzend
an den Boden der Vertiefung(en). Die obere Platte besitzt eine Verbindung
zur Versorgung mit einer konstanten Druckdiffe renz. Eine untere
Platte, die eine oder mehrere Vertiefungen enthält, ist angebracht, wobei jede
Vertiefung eine UF-Membran,
vorzugsweise angrenzend an den Boden der Vertiefungen darin platziert
aufweist. Die untere Platte besitzt eine Verbindung zur Versorgung
mit einer negativen konstanten Druckdifferenz. Unter der unteren
Platte befindet sich ein(e) Flüssigabfallsammelvorrichtung
oder -abfluss.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Gewinnung
von Plasmiden oder anderer DNA bereitzustellen, welches die Stufen
umfasst:
- (a) ausreichendes Aufbrechen der Zellwände zum
Befreien der Zellkomponenten, insbesondere Plasmide oder anderer
DNA;
- (b) Filtrieren der Zellkomponenten über eine oder mehrere Mikrofiltrations-
oder Grobfiltrationsmembranen oder Kombinationen der beiden und
Gewinnen des Filtrats;
- (c) Filtrieren des Filtrats von (b) über eine oder mehrere Ultrafiltrationsmembranen,
um die Plasmide oder andere DNA als zurückgehaltenes Material auf der
oberen Oberfläche
von einer oder mehreren Ultrafiltrationsmembranen zu hinterlassen;
und
- (d) Gewinnen der Plasmide oder anderen DNA von der oberen Oberfläche der
Ultrafiltrationsmembran.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Gewinnung von Plasmiden oder anderer DNA bereitzustellen, das
die Stufen umfasst:
- (a) ausreichendes Aufbrechen
der Zellwände
zum Befreien der Zellkomponenten, insbesondere Plasmide oder anderer
DNA;
- (b) Filtrieren der Zellkomponenten über eine oder mehrere Mikrofiltrations-
oder Grobfiltrationsmembranen oder Kombinationen der beiden unter
Verwendung von positivem Druck, um die Filtration durchzuführen, und
Gewinnen des Filtrats;
- (c) Filtrieren des Filtrats von (b) über eine oder mehrere Ultrafiltrationsmembranen
unter Verwendung von negativem Druck, um die Filtration durchzuführen, um
die Plasmide oder andere DNA als zurückgehaltenes Material auf der
oberen Oberfläche
einer oder mehrerer Ultrafiltrationsmembranen zu hinterlassen; und
- (d) Gewinnen der Plasmide oder anderen DNA von der oberen Oberfläche der
Ultrafiltrationsmembran.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Gewinnung von Plasmiden oder anderer DNA bereitzustellen, das
die Stufen umfasst:
- (a) ausreichendes Aufbrechen
der Zellwände
zum Befreien der Zellkomponenten, insbesondere Plasmide oder anderer
DNA;
- (b) Filtrieren der Zellkomponenten über eine oder mehrere Mikrofiltrations-
oder Grobfiltrationsmembranen oder Kombinationen der beiden unter
Verwendung von positivem Druck, um die Filtration durchzuführen, und
Gewinnen des Filtrats;
- (c) Filtrieren des Filtrats von (b) über eine oder mehrere Ultrafiltrationsmembranen
unter Verwendung von positivem Druck, um die Filtration durchzuführen, um
die Plasmide oder andere DNA als zurückgehaltenes Material auf der
oberen Oberfläche
einer oder mehrerer Ultrafiltrationsmembranen zu hinterlassen; und
- (d) Gewinnen der Plasmide oder anderen DNA von der oberen Oberfläche der
Ultrafiltrationsmembran.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Gewinnung von Plasmiden oder anderer DNA bereitzustellen, das
die Stufen umfasst:
- (a) ausreichendes Aufbrechen
der Zellwände
zum Befreien der Zellkomponenten, insbesondere Plasmide oder anderer
DNA;
- (b) Filtrieren der Zellkomponenten über eine oder mehrere Mikrofiltrations-
oder Grobfiltrationsmembranen oder Kombinationen der beiden unter
Verwendung von negativem Druck, um die Filtration durchzuführen, und
Gewinnen des Filtrats;
- (c) Filtrieren des Filtrats von (b) über eine oder mehrere Ultrafiltrationsmembranen
unter Verwendung von positivem Druck, um die Filtration durchzuführen, um
die Plasmide oder andere DNA als zurückgehaltenes Material auf der
oberen Oberfläche
einer oder mehrerer Ultrafiltrationsmembranen zu hinterlassen; und
- (d) Gewinnen der Plasmide oder anderen DNA von der oberen Oberfläche der
Ultrafiltrationsmembran.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Gewinnung von Plasmiden oder anderer DNA bereitzustellen, das
die Stufen umfasst:
- (a) ausreichendes Aufbrechen
der Zellwände
zum Befreien der Zellkomponenten, insbesondere Plasmide oder anderer
DNA;
- (b) Filtrieren der Zellkomponenten über eine oder mehrere Mikrofiltrations-
oder Grobfiltrationsmembranen oder Kombinationen der beiden unter
Verwendung von negativem Druck, um die Filtration durchzuführen, und
Gewinnen des Filtrats;
- (c) Filtrieren des Filtrats von (b) über eine oder mehrere Ultrafiltrationsmembranen
unter Verwendung von negativem Druck, um die Filtration durchzuführen, um
die Plasmide oder andere DNA als zurückgehaltenes Material auf der
oberen Oberfläche
einer oder mehrerer Ultrafiltrationsmembranen zu hinterlassen; und
- (d) Gewinnen der Plasmide oder anderen DNA von der oberen Oberfläche der
Ultrafiltrationsmembran.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Apparatur
zur Gewinnung von Plasmiden oder anderer DNA bereitzustellen, die
eine obere Filterplatte mit einer oder mehreren Mikrofiltrations-
oder Grobfiltrationsmembranen und eine untere Filterplatte mit einer
oder mehreren Ultrafilt rationsmembranen, wobei die obere Filterplatte über der
und angrenzend an die untere Filterplatte platziert ist, umfasst.
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Diese
und andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden aus der Beschreibung
der Erfindung und den Ansprüchen
klar.
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In den Zeichnungen
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zeigt 1 ein
Blockdiagramm eines ersten bevorzugten Verfahrens der vorliegenden
Erfindung;
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zeigt 2 ein
Blockdiagramm des zweiten bevorzugten Verfahrens der vorliegenden
Erfindung;
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zeigt 3 ein
Blockdiagramm eines dritten Verfahrens der vorliegenden Erfindung;
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zeigt 4 ein
Blockdiagramm eines vierten Verfahrens der vorliegenden Erfindung;
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zeigt 5 ein
Blockdiagramm eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung;
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zeigt 6 eine Apparatur für das Verfahren der vorliegenden
Erfindung in einer Querschnittsansicht;
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zeigt 7 eine zweite Apparatur zur Bewerkstelligung
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung in einer Querschnittsansicht.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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In 1 wird
eine erste Ausführungsform
eines Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Die erste Stufe 10 ist das Aufbrechen
der betreffenden Zellen, um das Plasmid oder anderes DNA-Material
zur Gewinnung freizustellen. Dies kann auf vielerlei Weise gemacht
werden. Das häufigste
Verfahren ist die Verwendung eines alkalischen Lyseverfahrens wobei
eine ein alkalisches Material und Detergens, enthaltende wässrige Flüssigkeit,
wie Natriumhydroxid und SDS (Natriumdodecylsulfat), in die resuspendierte
Zelllösung
unter Bewirken einer Zelllyse eingebracht wird.
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Die
lysierten Zellen werden dann durch eine oder mehrere Mikroporen-
oder Grobfiltrationsmembranen filtriert, 11, um die Zelltrümmer, wie
Zellwände,
denaturiertes Protein und chromosomale DNA und andere große Zellkomponenten
zu entfernen.
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Das
Filtrat wird dann, entweder oben auf einer Ultrafiltrationsmembran,
falls das Verfahren aufeinanderfolgend durchgeführt wird, oder in einem geeigneten
Behälter,
falls die Stufen getrennt durchgeführt werden, gesammelt.
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Das
Filtrat wird dann über
eine oder mehrere Ultrafiltrationsmembranen filtriert, 12,
so dass die Plasmide oder andere DNA oben auf der Ultrafiltrationsmembran
gesammelt werden. Das Plasmid oder andere DNA wird dann zur Verwendung
gesammelt, 13.
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Eine
oder mehrere Mikrofiltrationsmembran(en) oder Grobfiltrationsmaterialien
können
verwendet werden. Typischerweise wird eine bzw. eines verwendet,
jedoch können
eine Serie aus zwei oder mehreren Membranen zur Entfernung aller
Zelltrümmer
verwendet werden, insbesondere wenn die Menge der Trümmer hoch
ist oder die erste Membran dazu neigt, schnell zu verstopfen. Wenn
mehrere Membranen verwendet werden können sie getrennt oder aufeinanderfolgend
angeordnet, verwendet werden, wobei es, wenn sie in Folge sind,
zu bevorzugen ist, dass die nominale Porengröße jeder folgenden Membranschicht
gleich oder geringer ist. In dieser Ausführungsform kann man einen Grobfilter
und anschließend
einen Mikroporenfilter, zwei Grobfilter oder zwei Mikroporenfilter
verwenden.
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Typischerweise
liegen die nominalen Porengrößen dieser
einen oder mehreren Mikroporenmembranen für diese Anwendung im Bereich
von etwa 0,01 μm
bis etwa 100 μm,
zweckmäßigerweise
etwa 0,05 μm bis
etwa 75 μm
und vorzugsweise etwa 0,1 bis etwa 50 μm.
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Typischerweise
besitzen die Grobfilter nominale Porengrößen von etwa 100 μm bis etwa
1000 μm, zweckmäßigerweise
etwa 100 μm
bis etwa 500 μm
und vorzugsweise etwa 100 bis etwa 250 μm.
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Die
Mikrofiltrations- und/oder Grobmembran(en) kann/können aus
jedem natürlichen
oder synthetischen Polymer, Papier, Keramiken oder Metall, wie rostfreier
Stahl oder Nickel, gebildet sein. Zur Herstellung von Membranen
verwendbare bevorzugte Polymere umfassen, ohne hierauf beschränkt zu sein,
Nitrocellulose, regenerierte Cellulose, Celluloseacetat, Polysulfone,
die Polysulfon, Polethersulfon, Polyphenylsulfone und Polyarylsulfone
umfassen, Polyvinylidenfluorid, Polyolefine, wie ultrahochmolekulargewichtiges
Polyethylen, Polyethylen niedriger Dichte und Polypropylen, Nylon
und andere Polyamide, PTFE, thermoplastische fluorierte Polymere,
wie Poly(TFE-co-PFAVE), Polycarbonate oder mit Teilchen gefüllte Membranen,
wie EMPORE®-Membranen,
erhältlich
von 3M aus Minneapolis, Minnesota. Die Membranen können poröse Gussmembranen,
gewebte oder nichtgewebte Materialien oder poröse Materialien, die durch andere
herkömmliche Membranherstellungsverfahren,
wie Track-Etching, gebildet werden, sein. Alle diese Membranen sind
auf dem Gebiet bekannt und von einer Vielzahl von Quellen, einschließlich Millipore
Corporation, Bedford, Massachusetts, erhältlich.
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Falls
gewünscht
können
diese Membranen, um sie hydrophil zu machen, behandelt werden. Derartige Verfahren
sind bekannt und umfassen, ohne hierauf beschränkt zu sein, Pfropfen, Vernetzen
oder einfach Polymerisieren hydrophiler Materialien oder Beschichtung
auf den Oberflächen
der Membranen.
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Die
Mikrofiltrations- oder Grobfiltrationsstufe kann durch ein herkömmliches
Verfahren, wie Zentrifugalkraft, Schwerkraft oder eine konstante
Druckdifferenz (wie positiver Druck oder Vakuum), gemäß der Lehre von
WO 00/66723 ausgelöst
werden.
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Eine "konstante Druckdifferenz" bedeutet entweder
einen positiven Druck oder negativen (oder Vakuum) Druck. Entgegen
dem Druck der Zentrifugalmethode, wobei der Druck im Verlauf der
Zeit aufgrund einer Verringerung der Höhe der Flüssigkeit im Kopf ständig abnimmt,
kann in einem Verfahren einer konstanten Druckdifferenz der Druck,
der auf die Flüssigkeit
wirkt, während
des Filtrationszyklus konstant bleiben. Zudem kann der Druck, da
er von der Höhe
der Flüssigkeit
im Kopf, auf die er wirkt, unabhängig
ist, sogar im Laufe der Zeit erhöht
werden, um das Filtrationsverfahren zur vollständigen Durchführung zu
treiben. Es liegt auch innerhalb dieser Definition, falls erwünscht, eine
Verringerung des Drucks im Laufe der Zeit, zu haben, jedoch ist
diese Verringerung, entgegen der Zentrifugation gesteuert und unabhängig der
Höhe der
Flüssigkeit
im Kopf, wodurch eine unbeabsichtigte Durchflussverringerung vermindert
oder eliminiert wird.
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Bei
diesem Verfahren wird eine konstante Druckdifferenzkraft auf die
Flüssigkeit
in der Vorrichtung angewendet und die konstante Druckdifferenz wird
die treibende Kraft für
den Filtrationsprozess anstelle der traditionellen g-Kraft der Zentrifugation.
Bei der Verwendung einer positiven Druckdifferenz (positiver Druck)
wird diese typischerweise an der oberen Seite der Flüssigkeit
angewendet, um die Flüssigkeit
durch die Membran zu treiben. Wenn eine negative Druckdifferenz
oder ein Vakuum verwendet wird, wird der Druck typischerweise auf
der Stromabwärtsseite
der Membran angewendet, so dass er auf die Unterseite der Flüssigkeit
wirkt und sie durch die Membran zieht.
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Der
Höhe der
Kraft (ob positiv oder negativ), die angewendet wird, hängt von
einer Zahl von Faktoren ab, zu denen gehören: die Menge der zu filtrierenden
Probe, die Art der verwendeten Membran (die Porengröße oder
die molekulare Anschlussgrenze der Membran, deren Festigkeit und
Dicke), die aktive Filtrationsfläche
der Membran, die Geschwindigkeit, mit der die Filtration stattfinden
soll, und der Polarisationsgrad der Probe.
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Entgegen
der Zentrifugenfiltration ist die Filtration mit konstanter Druckdifferenz
vollständig
unabhängig
von der Fähigkeit,
eine Kopfhöhe
zu erreichen und beizubehalten, was bedeutet, dass das Verfahren
nicht typischerweise einem Flussabfall bei nicht-polarisierenden
Konzentrationen des gelösten
Stoffes unterworfen ist. Typischerweise ist bei geringen Volumina
die Konsequenz, dass viel höhere
Konzentrationsfaktoren bei mit konstanter Druckdifferenz getriebener
Ultrafiltration zu erreichen sind als mit Zentrifugation innerhalb
des gleichen Zeitraums zu erreichen ist.
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Normalerweise
variieren die Flüssigkeitsvolumina
bei denen dieses Verfahren verwendet werden kann, wobei ein hoher
Wert etwa 2 mm beträgt.
Noch typischer wird es bei Volumina von weniger als 1 ml und vorzugsweise
unter 0,5 ml (500 μl)
verwendet. Es gibt eine Obergrenze bei der aufgrund von ausreichender Kopfhöhe die Zentrifugation
genau so schnell wie das Verfahren mit konstanter Druckdifferenz
ist (die genaue Höhe
ist unter anderen Dingen von der verwendeten Flüssigkeit und der Höhe der konstanten
Druckdifferenz und der verwendeten Zentrifugation abhängig). Wie
unten im Zusammenhang mit Diafiltration erklärt wird, bestehen jedoch, auch
wenn die Raten für
die Zentrifugation deutlich schneller sind, andere überzeugende
Gründe,
trotzdem das Verfahren der vorliegenden Erfindung anstelle von Zentrifugation
zu verwenden, da es die Notwendigkeit einer Diafiltration beseitigt
oder verringert.
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Bei
geringeren Volumina ist es jedoch deutlich, dass die Verwendung
der konstanten Druckdifferenz deutlich schneller als die der Zentrifugation
ist. Der Punkt, an dem das Verfahren der konstanten Druckdifferenz
schneller als Zentrifugation ist, wird im Folgenden als "Durchbruchpunkt" bezeichnet. Bei
Verwendung geringer Volumina, etwa 0,300 ml, ist das vorliegende
Verfahren etwa 60% schneller als Zentrifugation.
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Die
erhaltene Wirkung kann durch Verändern
der Höhe
der konstanten Druckdifferenz auf das Verfahren variiert werden.
Beispielsweise ergibt eine Erhöhung
der konstanten Druckdifferenz auf das 3,5fache (3,5X) gegenüber der
normal angewendeten (1X) eine Erhöhung der Filtrationsgeschwindigkeit
auf das fast 6fache (6X). Zudem tritt der Durchbruchpunkt bei etwa
1 Minute mit der erhöhten
(3,5X) Differenz im Vergleich zu 7 Minuten für den mit unveränderter
(1X) konstanter Druckdifferenz auf.
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Ein
Flussabfall kann bei der Filtration von Materialien, die einen hohen
Grad polarisierender Eigenschaften aufweisen, auftreten. In diesen
Fällen
kann etwas Flussabfall während
der Filtration durch das vorliegende Verfahren beobachtet werden,
jedoch ist dies unabhängig
von der Kopfhöhe
und es liegt an den innewohnenden Eigenschaften des zu filternden
Materials. Dies bedeutet, dass kleinere Ausgangsmengen der Probe
verwendet werden können
und hohe Grade der Ultrafiltration und Gewinnung bei zufriedenstellenden Raten
auch in Gegenwart derartiger polarisierender Materialien erreicht
werden können,
was mit Zentrifugalverfahren nicht immer möglich ist.
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Die
konstante Druckdifferenz kann negativ, beispielsweise ein verminderter
Druck (beispielsweise unter atmosphäri schem Druck oder ein Vakuum)
oder positiv (beispielsweise über
dem atmosphärischem
Druck) sein.
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Typischerweise
kann eine negative konstante Druckdifferenz oder Vakuumkraft von
etwa 5 inch Hg bis etwa 27 inch Hg (169– 914 Millibar) verwendet werden.
Vorzugsweise können
von etwa 10 bis etwa 27 inch (338 bis 914 Millibar) verwendet werden.
Die Höhe
der Vakuumkraft kann durch den Verwender leicht in Anpassung an
die erwünschten
Parameter des Systems, die erwünschte
Ultrafiltrationsrate und die Probe die man verwendet, variiert werden.
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Typischerweise
kann eine positiv konstante Druckdifferenz von etwa 5 bis etwa 80
psi verwendet werden. Höhere
Drücke
können
mit Vorrichtungen die die Festigkeit besitzen, derartigen Drücken zu
widerstehen, verwendet werden. Vorzugsweise können etwa 40 bis etwa 60 psi
verwendet werden. Die Höhe
des positiven Drucks kann durch den Verwender ohne weiteres in Anpassung
an die erwünschten
Parameter des Systems, die erwünschte
Ultrafiltrationsrate und die Probe die er/sie verwendet, variiert
werden.
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Die
Menge an zu filtrierender Ausgangsflüssigkeit kann stark variieren.
Dieses Verfahren wurde jedoch vor allem als bei kleinen Flüssigkeitsvolumina,
die typischerweise keine geeignete Kopfhöhe erzeugen oder aufrechterhalten
können,
verwendbar befunden. Derartige Volumina betragen allgemein unter
etwa 1000 μl, vorzugsweise
weniger als etwa 500 μl
und können
sogar weniger als 1 μl
sein.
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Ein
zusätzlicher
Vorteil des Verfahrens ist, dass die Notwendigkeit einer Diafiltration
(Verringerung von Salzen oder kontaminierenden Stoffen) durch wiederholte
Verdünnungen
in ultrareinem Wasser oder Lösemittel
und anschließende
Zentrifugenfiltration zum Entfernen der solvatisierten Verunreinigungen
und Salze) verringert oder beseitigt werden kann, wodurch dieses
Verfahren besonderen Nutzen für
das Gebiet der biologischen Forschung bietet, wo derartige Diafiltrationsstufen
zeitaufwendig sind und bei nicht vollständiger Durchführung die
erhaltenen Ergebnisse verfälschen
können.
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Es
ist bekannt, dass ein einzelner Durchgang eines Zentrifugationsverfahrens
nicht alle Salze und andere Verunreinigungen aus einer biologischen
Probe entfernt. Daher ist das normale Protokoll die Verdünnung des
Retentats in ultrareinem Wasser oder einem Lösemittel und Wiederzentrifugieren
des Materials ein oder mehrere Male, um ein ausreichendes Volumen
dieser Verunreinigungen herauszuziehen.
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Es
wurde festgestellt, dass bei der normalen Zentrifugation, wenn das
Flüssigkeitsvolumen über der Membran
unter eine bestimmte Menge, typischerweise unter 1 μl Volumen,
abfällt,
Verdampfung der Flüssigkeit,
nicht Ultrafiltration, das primäre
Phänomen,
das für
die Entfernung der Flüssigkeit
verantwortlich ist, ist. Dies liegt an der geringen Kopfhöhe, die
einen geringen, falls überhaupt,
Druck, der auf die verbleibende Flüssigkeit angewendet wird, erzeugt,
und wodurch wenig, falls überhaupt,
Filtration auftritt. Deshalb wird jede Verunreinigung einfach auf
der Oberfläche
des Diafiltrationsfilters dehydratisiert. Wenn ein rekonstituierende
Flüssigkeit
zu dem Retentat zugegeben wird, werden diese Materialien einfach
in der rekonstituierenden Flüssigkeit
gelöst
und verbleiben in dem Retentat. Dies erklärt die Notwendigkeit mehrerer
Diafiltrationsstufen.
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Es
wurde festgestellt, dass bei der Verwendung des Verfahrens einer
konstanten Druckdifferenz Filtration das dominante Mittel zur Entfernung
dieser Verunreinigungen bleibt (da es, um zu funktionieren, von
der Kopfhöhe
unabhängig
ist), wodurch bewirkt wird, dass die Verunreinigungen durch die
Membram und aus dem Retentat in einem viel höheren Grad, als durch Zentrifugation
erreicht werden kann, passieren. Im Wesentlichen alle Verunreinigungen
werden durch das gegenwärtige
Verfahren in einem einzigen Durchgang entfernt, während oft
weniger als 90% aller Verunreinigungen durch einen einzigen Durchgang
unter Verwendung des herkömmlichen
Zentrifugationsverfahrens entfernt werden. Dies erlaubt, die Notwendigkeit
von Diafiltrationsstufen nach der Filtration zu verringern oder
zu beseitigen, und stellt für
weitere Verwendung ein reineres Produkt bereit.
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Wie
oben angegeben, ist dieses Verfahren wenn mit kleinen Volumina begonnen
wird, besonders nützlich,
da das Verfahren schneller als Zentrifugation ist. Zudem kann, wenn
gewünscht
wird, Verunreinigungen von einer biologischen Probe zu entfernen,
dieses Verfahren mit größeren Ausgangsproben
verwendet werden, auch wenn die Filtrationszeit länger als
die eines Zentrifugationsverfahrens sein kann, da es zu einem reineren
Retentat mit weniger Diafiltrationsstufen, falls überhaupt
welchen, führt.
Der insgesamte Zeitgewinn (Filtration und Diafiltration) kann die
scheinbare Zunahme der Filtrationszeit rechtfertigen.
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Das
Filtrat der Mikrofiltrationsstufe enthält die Plasmide, andere Zellkomponenten
und Zellflüssigkeiten,
sowie Lysematerial oder wässrige
Flüssigkeit,
die in entweder der Lysestufe oder Mikrofiltrationsstufe verwendet
wurden.
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Das
Filtrat wird dann einem Ultrafiltrationsverfahren unterworfen. Das
Verfahren entfernt im Wesentlichen alle anderen Komponenten des
Filtrats unter Zurücklassen
der Plasmide auf der Oberfläche
der Ultrafiltrationsmembran(en) wo sie für weitere Verwendung gesammelt
werden. Jedes Verfahren zum Durchführen von Ultrafiltration kann
verwendet werden, einschließlich
Zentrifugation, positivem Druck oder negativem Druck, es ist jedoch
bevorzugt, dass eine konstante Druckdifferenz, entweder positiv
oder negativ oder eine Kombination von beiden, verwendet wird.
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Eine
oder mehrere Ultrafiltrationsmembranen können verwendet werden, obwohl
eine typischerweise alles ist, was benötigt wird.
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Die
Ultrafiltrationsmembran(en) sollte(n) eine nominale Molekulargewichtsgrenze
(Materialien über dem
genannten Molekulargewicht bleiben vorwiegend auf der Stromaufwärtsseite
der Membran, während
Materialien, die kleiner als das genannte Molekulargewicht sind,
durch oder in die Membran passieren) von etwa 3000 Dalton bis etwa
300 KiloDalton in Abhängigkeit
der Größe der Plasmide
oder anderer DNA, die gewonnen werden sollen, aufweisen.
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Ultrafiltration(UF)membranen,
die in diesem Verfahren verwendet werden können, können aus der Gruppe gebildet
werden, welche, ohne hierauf beschränkt zu sein, Polysulfone, einschließlich Polysulfon,
Polyethersulfon, Polyphenylsulfone und Polyarylsulfone, Polyvinylidenfluorid
und Cellulose und dessen Derivate, wie Nitrocellulose und regenerierte
Cellulose, umfasst. Diese Membranen umfassen typischerweise eine
Trägerschicht,
die allgemein aus einer stark porenhaltigen Struktur gebildet ist.
Typische Materialien für
diese Trägerschichten
umfassen verschiedene nicht-gewebte Materialien, wie "spun bounded" Polyethylen oder
Polypropylen, Papier oder Glas oder mikroporöse Materialien, die aus dem
gleichen oder einem verschiedenen Polymer, gegenüber der Membran selbst gebildet
sind. Derartige Membranen sind auf dem Gebiet bekannt und im Handel
aus einer Vielzahl von Quellen, wie Millipore Corporation aus Bedford,
Massachusetts, erhältlich.
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Bevorzugte
UF-Membranen umfassen regenerierte Cellulose oder Polysulfonmembranen,
wie YMTM oder BiomaxTM-Membranen,
erhältlich
von Millipore Corporation aus Bedford, Massachusetts.
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Sowohl
die Mikrofiltrations- als auch Ultrafiltrationsmembranen können in
Form einer oder mehrerer Membranen, die gleichzeitig durchlaufen
werden können,
verwendet werden. Beispielsweise kann eine einzelne Membran in einer
Filterhaltevorrichtung, wie der Analytical Stainless Steel Filter
Holder, Katalognr. XX30 012 40 von Millipore oder einer Microcon®-Vorrichtung
von Millipore, gehalten werden. Eine Vorrichtung, die mehrere Membranen
enthält,
umfasst die Verwendung mehrerer Microcon®-Vorrichtungen
oder einer Mehrfachvertiefungsplatte wie einer MULTISCREENTM-Platte, erhältlich von Millipore mit verschiedenen
Zahlen von Vertiefungen, typischerweise 96 oder 384 Vertiefungen
pro Platte. Andere Mehrfachvertiefungsmembranvorrichtungsmodelle
können
von 2 bis über
1536 Vertiefungen pro Platte aufweisen. Die Auswahl zwischen einer Einzelvorrichtung
und Mehrfachvorrichtung und der Zahl der Membranen in der Mehrfachvorrichtung
hängt von
der Anwendung und der Menge des zu gewinnenden Plasmids ab. Typischerweise
hat die benötigte
Menge ein eher geringes Gesamtvolumen und kleine Einzelfiltervorrichtungen,
wie eine MICROCON®-Vorrichtung oder 96-
oder 384-Mehrfachvertiefungsvorrichtungen,
wie MULTISCREEN®-Platten,
sind bevorzugt.
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Die
eine oder mehreren Mikrofiltrations- und eine oder mehreren Ultrafiltrationsmembran(en)
können symmetrisch
oder asymmetrisch hinsichtlich der Porenform (Morphologie) über die
Tiefe des Filters sein. Symmetrisch bedeutet, dass die Porengröße von einer
Oberfläche
der Membran zu der anderen wenig variiert. Asymmetrisch bedeutet,
dass die Porengröße von einer
Seite zu der anderen in einiger Weise variiert. Asymmetrische Membranen
kommen in einer Vielzahl von Formen und Konfigurationen vor, besitzen
jedoch allgemein eine Porenmorphologie von der einen Oberfläche zu der
anderen, die aus der Gruppe, die aus einem symmetrischen, asymmetrischen,
isotropen Bereich und einem anschließenden asymmetrischen Bereich,
divergierenden asymmetrischen Bereichen derart, dass die kleinste
Pore der Membran in der Tiefe der Struktur liegt, und konvergierenden
asymmetrischen Bereichen derart, dass die kleinste Pore an einer
Oberfläche
liegt und die Porengröße am Zusammentreffen
der zwei asymmetrischen Schichten kleiner ist als die Poren in einer der
beiden angrenzenden asymmetrischen Schicht sind, ausgewählt ist.
Wenn sie in der Form eines gewebten oder nicht-gewebten Materials vorliegen, können sie
eine Porengröße aufweisen,
die stark variiert, und sie fallen klassischerweise nicht in die
symmetrische oder asymmetrische Definition. Sie werden oft als Tiefenfilter klassifiziert.
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2 zeigt
ein zweites bevorzugtes Verfahren der vorliegenden Erfindung. In
diesem Verfahren werden die Zellen in Stufe 20 aufgebrochen,
wie in dem Verfahren von 1 besprochen, und aufeinanderfolgend über eine
oder mehrere MF- und/oder
Grobfiltrationsmembranen von Stufe 21 und dann eine oder
mehrere UF-Membranen von Stufe 22 durch eine positiv konstante
Druckdifferenz filtriert. Der positive Druck kann allein auf die
MF- und/oder Grobfiltrationsmembran(en) angewendet werden und dann
auch auf die UF-Membran angewendet werden, wenn sie in einer Vorrichtung,
wie in 5 gezeigt und weiter unten besprochen, angeordnet
sind. Alternativ kann positiver Druck in jeder Stufe getrennt angewendet
werden. Plasmide werden dann von der Oberfläche der UF-Filtration, Stufe 23,
gewonnen.
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Typische
Drücke,
die für
das Durchführen
des Verfahrens geeignet sind, liegen im Bereich von etwa 0,1 bar
bis etwa 6,9 bar, vorzugsweise etwa 0,17 bar bis etwa 0,85 bar.
Wenn getrennte Anwendungen von Druck in den zwei Filtrationsstufen 21 und 22 verwendet
werden, muss der angewendete Druck einer Stufe nicht gleich dem,
der in der anderen Stufe angewendet wird, sein.
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3 zeigt
eine weitere Ausführungsform
des vorliegenden Verfahrens. In dieser Ausführungsform ist die Zellaufbrechungsstufe 30 identisch
mit der der Ausführungsform
von 1. Die Mikrofiltrationsstufe 31 und Ultrafiltrationsstufe 32 werden
beide unter Verwendung einer negativen konstanten Druckdifferenz
(CPD) zur Stromabwärtsseite
jeder Membran durchgeführt.
Entgegen der Ausführungsform
von 2 muss der negative Druck jedoch bei jeder Stufe 31, 32 getrennt
angewendet werden. Dies liegt an der Natur der UF-Membranen, die heute
erhältlich
sind, die nicht genug Kraft in ausreichendem Maße durch die UF-Membran dringen lassen,
um eine ausreichende Kraft an der MF- und/oder Grobfiltrationsmembran
zu entwickeln. Sollte eine derartige UF-Membran, die dies ermöglicht,
entwickelt werden, dann ist es das Vorhaben dieser Anwendung, es
in das vorliegend beanspruchte Verfahren einzugliedern. Plasmide
oder andere DNA werden in Stufe 33 gewonnen.
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4 zeigt
ein anderes bevorzugtes Verfahren der vorliegenden Erfindung. In
diesem Verfahren wird die Zellaufbrechungsstufe 40 wie
in der Ausführungsform
von 1 erklärt
durchgeführt,
die Mikrofiltrationsstufe 41 durch positiven Druck bewirkt
und die Ultrafiltrationsstufe 42 durch negative konstante
Druckdifferenz bewirkt. Die Plasmide oder andere DNA werden dann
in Stufe 43 gewonnen.
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5 zeigt
ein anderes bevorzugtes Verfahren, worin das Aufbrechen der Zellen 50 wie
in der Ausführungsform
von 1 erklärt
durchgeführt,
die Mikrofiltrationsstufe 51 durch eine negative konstante
Druckdifferenz bewirkt und die Ultrafiltrationsstufe 42 durch
eine positive konstante Druckdifferenz bewirkt wird. Plasmide oder
andere DNA werden in Stufe 53 gewonnen.
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Andere
Verfahrenskräfte,
wie Zentrifugation, können
auch in jeder der obigen Stufen angewendet werden.
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6 zeigt eine für die Durchführung der
Verfahren von 1 bis 5 geeignete
Vorrichtung. In dieser Figur ist eine Platte 60 und eine
zweite Platte 61 so angeordnet, dass die Platte 60 über der
Platte 61 liegt und an diese so gesiegelt ist, dass sie
entfernt werden kann. Die obere Platte 60 besitzt eine
Abdeckung 62, mit der ein Anschluss 63 zum Anlegen
einer positiven konstanten Druckdifferenz von einer Quelle (die
nicht gezeigt ist), wie komprimierte Luft, verbunden ist. Der Anschluss
wird selektiv für
die Quelle der positiven konstanten Druckdifferenz durch ein Ventil 64,
das angrenzend an die Mündung 63 gezeigt
ist, geöffnet
oder geschlossen, obwohl klar ist, dass das Ventil an anderen Stellen
zwischen der Abdeckung und der Quelle der Druckdifferenz liegen
kann oder dass andere bekannte Mittel zum Variieren oder Verhindern
der Zufuhr zu dem Anschluss verwendet werden können.
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Die
obere Platte 60 enthält
eine oder mehrere Membranen, wobei in diesem Beispiel eine Membran 65,
die aus Grobmembranen und Mikrofiltrationsmembranen oder Kombinationen
von diesen ausgewählt
ist, verwendet wird.
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Die
untere Platte 61 enthält
eine oder mehrere Ultrafiltrationsmembranen 66. Ein Gummidichtung 67 bildet
die entfernbare Versiegelung zwischen den Platten, obwohl andere
auf dem Gebiet bekannte Versiegelungsmittel verwendet werden können. Wie
gezeigt, ist sie an der untere Platte 61 festgemacht, obwohl
sie an der obere Platte 60 festgemacht sein kann oder von
beiden Platten 60 oder 61 getrennt sein kann.
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Ein
Abfallbehälter 68 wird
unter der unteren Platte angebracht, um jegliches Filtrat unter
der unteren Platte aufzufangen. Er kann direkt an einen Abfluss
(nicht gezeigt) angeschlossen sein oder einfach ein Sammelbehälter sein,
in den das Filtrat passiert und aus diesem dann getrennt danach
beseitigt wird.
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Klemmen,
Schrauben oder andere Haltevorrichtungen können auch zum Zusammenhalten
der zwei Platten während
der Verwendung, falls gewünscht,
verwendet werden.
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Wie
gezeigt, zeigen sowohl Platte 60 als auch 61 ein
Einzelvertiefungsmodell. Es ist klar, dass Platten mit mehrfachen
Vertiefungen, wobei jede Vertiefung eine Membran enthält, stattdessen
verwendet werden können.
Platten, die 8, 12, 96, 384, 1536 Vertiefungen oder mehr enthalten,
sind allgemein von Quellen wie Millipore Corporation und anderen
erhältlich
und bekannt.
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Die
Vorrichtung wird wie folgt verwendet. Die interessierenden Zellen
werden entweder in der oberen Platte oder getrennt lysiert und dann
auf die obere Platte übertragen.
Die obere Platte, die schon an der unteren Platte in einer versiegelten
Weise, wie durch die Verwendung des Gummidichtung, festgemacht wurde, und
die untere Platte werden mit dem Sammelbehälter oder Abfluss verbunden.
Die Abdeckung wird angebracht und der Anschluss wird mit einer Zufuhr
einer positiven konstanten Druckdifferenz, wie einer Zufuhr komprimierter
Luft, verbunden. Der Druck wird angelegt, um die ganze Flüssigkeit
und kleine Bestandteile durch die Membran der oberen Platte und
auf die Oberfläche
der UF-Membran der unteren Platte zu zwingen. Der flüssige Bestandteil
wird dann durch die UF-Membran mit dem gleichen Druck gezwungen
und die Plasmide oder andere DNA bleiben auf der Oberfläche der
UF-Membran. Der Druck wird entfernt und die Abdeckung und obere
Platte werden entfernt und beseitigt. Die Plasmide oder andere DNA
werden dann von der oberen Oberfläche der Membran der unteren
Platte, beispielsweise durch Rehydratisieren der Plasmide oder anderen
DNA und Abpipettieren derselben von der Membranoberfläche, zur
weiteren Verarbeitung und Analyse gewonnen.
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Die
obige Konfiguration wird bei der Verwendung eines positiven Drucks,
entweder als eine konstante Druckdifferenz, Zentrifugation oder
anderes, funktionieren. Sie wird bei den Verfahren, die nur negativen
Druck als Kraft verwenden, nicht funktionieren, da die Kraft, die
nötig wäre, um einen
Fluss durch die UF-Membran der unteren Platte und die obere Platte
zu bewirken, so groß wäre, dass
die UF-Membran zerreißen würde.
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In ähnlicher
Weise wird sie nicht für
gemischte Kraftverfahren funktionieren, da sie nur einen Anschluss
für die
Zufuhr der treibenden Kraft aufweist.
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7 zeigt eine zweite Vorrichtung, die zur
Durchführung
des Verfahrens von 1–5 geeignet ist,
wenn man entweder negative Kräfte,
wie Vakuum, in beiden Filtrationsstufen oder ein Gemisch aus positivem
Druck in einer Stufe und negativem Druck in der anderen Stufe verwendet.
In dieser Figur wird eine erste Platte 80 und eine zweite
Platte 81 so angeordnet, dass die Platte 80 über der
Platte 81 liegt und an diese so gesiegelt ist, dass sie
entfernt werden kann, obwohl dies nicht erforderlich ist. Die obere
Platte 80 besitzt eine Abdeckung 82, mit der ein
erster Anschluss 83 für
das Anlegen einer konstanten Druckdifferenz von einer Quelle (nicht
gezeigt), wie komprimierter Luft oder Vakuum, verbunden werden kann.
Der erste Anschluss 83 wird selektiv für die Quelle der positiven
konstanten Druckdifferenz, beispielsweise durch ein Ventil 84,
das neben dem Anschluss 83 liegend gezeigt ist, geöffnet und
geschlossen, obwohl klar ist, dass das Ventil an anderen Stellen
zwischen der Abdeckung und der Quelle der Druckdifferenz liegen
kann oder dass andere bekannte Mittel zum Variieren oder Beenden
der Zufuhr zu dem Anschluss 83 verwendet werden können.
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Die
obere Platte 80 enthält
eine oder mehrere Membranen, in diesem Beispiel eine Membran 85,
die aus Grobmembranen und Mikrofiltrationsmembranen oder Kombinationen
von diesen ausgewählt
ist.
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Die
untere Platte 81 enthält
eine oder mehrere Ultrafiltrationsmembranen 86. Ein Gummidichtung 87 bildet
die entfernbare Versiegelung zwischen den Platten, obwohl andere
Ver siegelungsmittel, die auf dem Gebiet bekannt sind, verwendet
werden können.
Wie dargestellt, ist sie an der unteren Platte 81 festgemacht,
obwohl sie an der obere Platte 80 festgemacht sein kann
oder von sowohl Platte 80 wie auch 81 getrennt
sein kann.
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Ein
Abfallbehälter 88 wird
unter der unteren Platte platziert, um jegliches Filtrat durch die
untere Platte aufzufangen. Er kann direkt an einen Abfluss (nicht
gezeigt) angeschlossen sein oder einfach ein Sammelbehälter sein,
in den das Filtrat passiert und aus dem es dann danach getrennt
beseitigt wird.
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Ein
zweiter Anschluss 89 wird mit der unteren Platte 81 verbunden
und zur Zufuhr der filtrationstreibenden Kraft zur unteren Platte
verwendet. Der zweite Anschluss 89 wird für die Quelle
positiver konstanter Druckdifferenz, beispielsweise durch ein Ventil 90,
das neben dem Anschluss 89 liegend gezeigt wird, selektiv geöffnet und
geschlossen, obwohl klar ist, dass das Ventil an anderen Positionen
zwischen der Abdeckung und der Quelle der Druckdifferenz liegen
kann oder dass andere bekannte Mittel zum Variieren oder Beenden
der Zufuhr zu dem Anschluss 89 verwendet werden können.
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Die
zwei Anschlüsse
können
gleichzeitig oder aufeinanderfolgend (erster Anschluss, dann zweiter
Anschluss) mit ähnlichen
oder unterschiedlichen Kräften
(beispielsweise beide positiv oder beide negativ oder einer positiv
und einer negativ) verwendet werden.
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Klemmen,
Schrauben oder andere Haltevorrichtungen können auch zum Zusammenhalten
der beiden Platten während
der Verwendung, falls gewünscht,
verwendet werden.
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Wie
gezeigt, zeigen beide Platten 80 und 81 ein Einzelvertiefungsmodell.
Es ist klar, dass Platten mit mehrfachen Vertiefungen, wobei jede
Vertiefung eine Membran enthält,
stattdessen verwendet werden können.
Platten, die 8, 12, 96, 384, 1536 Vertiefungen oder mehr enthalten,
sind allgemein von Quellen, wie Millipore Corporation oder anderen,
erhältlich
und bekannt.
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Die
Vorrichtung wird wie folgt verwendet. Interessierende Zellen werden
entweder auf der oberen Platte oder getrennt lysiert und dann in
die obere Platte gegossen. Die obere Platte, die schon auf eine
versiegelte Weise an der unteren Platte festgemacht wurde, beispielsweise
durch die Verwendung einer Gummidichtung, und die untere Platte
werden an einen Sammelbehälter
oder Abfluss angeschlossen. Die Abdeckung wird angebracht und der
Anschluss wird mit der Zufuhr positiver oder negativer konstanter
Druckdifferenz so verbunden, dass komprimierte Luft oder ein Vakuum
bereitgestellt wird. Der Druck wird angewendet, um die ganze Flüssigkeit
und kleine Bestandteile durch die Membran der oberen Platte und
auf die Oberfläche
der UF-Membran der unteren Platte zu zwingen. Der flüssige Bestandteil
wird dann durch die UF-Membran durch die von dem zweiten Anschluss
gelieferte filtrationstreibenden Kraft gezwungen, und dies kann
die gleiche Art von Kraft, die in der oberen Platte verwendet wurde
(beispielsweise beide eine negative konstante Druckdifferenz oder
beide eine positive konstante Druckdifferenz) oder eine unterschiedliche
(beispielsweise eine eine negative konstante Druckdifferenz und
die andere eine positive konstante Druckdifferenz) sein. Die Kraft
kann zuerst an der oberen Platte und dann an der unteren Platte
(aufeinanderfolgend) angewendet werden oder sie können gleichzeitig
(simultan) angewendet werden. Die Plasmide oder andere DNA bleiben
auf der Oberfläche der
UF-Membran zurück.
Die treibende Kraft oder der Druck wird von der unteren Platte (falls
dies aufeinanderfolgend durchgeführt
wird) oder von beiden Platten (falls dies simultan durchgeführt wird)
entfernt und die Abdeckung und die obere Platte werden entfernt
und beseitigt. Die Plasmide oder andere DNA werden dann von der
oberen Oberfläche
der Membran auf der unteren Platte, beispielsweise durch Rehydratisieren
der Plasmide oder anderer DNA und Abpipettieren derselben von der
Membranoberfläche,
zur weiteren Verarbeitung und Analyse gewonnen.
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Beispiel 1
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Verfahren konstanter Druckdifferenz
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E.
coli JM109, die pUC19 tragen, wurden in 1-ml-Aliquots 2X LB plus
geeignetes Antibiotikum in einem sterilen 96-tiefe-Vertiefungen-Block
(2 ml Kapazität)
(Beckman-Coulter, Fullerton, CA) inokuliert. Die Platten wurden
bedeckt und in einem Inkubator verwahrt. Sie wurden 20 Stunden bei
37°C bei
320 Umdrehungen pro Minute inkubiert.
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Die
tiefe-Vertiefungen-Blockkulturen wurden mit klarem Plattenfilm (Millipore:
MATA09600) bedeckt und bei 1500 × g 5 Minuten zentrifugiert.
Nach der Zentrifugation wurde der Kulturüberstand sofort in einen Behälter zur
entsprechenden Beseitigung dekantiert. Die Platten wurden umgekehrt
und fest auf mehrere Schichten von Papiertüchern auf dem Labortisch geklopft,
um verbleibenden Kulturüberstand
zu entfernen.
-
Die
Pellets wurden in 80 μl
Lösung
I (30 mM Glucose; 15 mM Tris-HCl, pH-Wert 8; 30 mM Na2EDTA; 60 μg/ml Ribonuclease
A, alles von Sigma, St. Louis, Mo., erhältlich) resuspendiert. Dann
wurde Lösung
II (0,2 N NaOH; 1% SDS, erhältlich
von Sigma) hinzugegeben und es wurde sofort und kräftig mit
einem Plattenschüttler
(maximale Geschwindigkeit) 1 Minute zum Lysieren der Zellen gemischt.
Das Gemisch wurde weitere 2 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert.
80 μl der
Lösung
III (3,6 M Kalium; 6 M Acetat, pH-Wert ~5, erhältlich von Sigma) wurden hinzugegeben
und es wurde sofort und kräftig
(maximale Geschwindigkeit) mit einem Plattenschüttler 2 Minuten gemischt.
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Die
UF-Platte wurde auf dem Boden eines Vakuumverteilers (Millipore
MAVM 096 0R oder Äquivalent) platziert.
Das Lysat wurde durch Absenken der Pipettenspitzen an den Seiten
der tiefen Vertiefungen hinunter durch das Lysat, bis der Boden
erreicht wurde, entfernt. Die Flüssigkeit
wurde dreimal aufund-abpipettiert. 180 μl des Lysats wurden von dem
Boden jeder tiefen Vertiefung entfernt und in die entsprechende
Vertiefung einer MultiScreenTM-NA-Lysatklärungsplatte
(Millipore: MANANLYL50) gegeben.
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Bei
einem zweiten Besuch der gleichen Vertiefungen wurde jegliches verbleibende
Lysat von der tiefe-Vertiefungen-Platte
entfernt und in die entsprechenden Vertiefungen der Lysatklärungsplatte übertragen. Die
Platte wurde oben an dem Verteiler platziert und das Vakuum wurde
auf 8 inch Hg (0,27 bar – 203
Torr) eingestellt. Das Vakuum wurde 3 Minuten angelegt, wobei das
Lysat durch die Platte und in die UF-Platte gezogen wurde. Die erste Platte
wurde verworfen.
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Die
UF-Platte wurde aus dem Inneren des Verteilers entfernt und oben
an dem leeren Verteiler platziert, und es wurde volles Vakuum während 8
Minuten angelegt (24 inch Hg). Das Filtrat wurde dem Abfall zugeführt.
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200 μl MilliQ®-Wasser
wurden jeder Vertiefung der Platte zugeführt. Ein vollständiges Vakuum
wurde 4 Minuten angelegt, wobei das Filtrat dem Abfall zugeführt wurde.
Zum Lösen
des Plasmids wurden 50 μl TE-Puffer
(10 mM Tris-HCl, pH-Wert 8; 1 mM Na2EDTA,
erhältlich
von Sigma) zu jeder Vertiefung der UF-Platte gegeben. Um das Plasmid
zu gewinnen, wurde es durch 10-maliges Auf-und-ab-Pipettieren mit
einer Flüssigkeitshandhabungsvorrichtung
resuspendiert und in eine V-Boden-Mikroplatte übertragen.
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Die
relative Ausbeute an Plasmid oder anderer DNA wurde durch fluorometrischen
Test quantifiziert. Die relative Sequenzierungsqualität wurde
durch ET Terminator Sequencing (Amersham Pharmacia Biotech) und
anschließende
Kapillarelektrophorese auf MegaBACE® 1000
Sequenzierungssystem (Amersham Pharmacia Biotech) bestimmt.
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Beispiel 2
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E.
coli JM109, die pUC19 tragen, wurden in 1 ml Aliquots 2X LB plus
geeignetes Antibiotikum in sterile 96-tiefe-Vertiefungen-Blocks
(2 ml Kapazität)
(Beckman-Coulter, Fullerton, CA) inokuliert. Die Platten wurden bedeckt
und in dem Inkubator verwahrt und bei 37°C bei 320 Umdrehungen pro Minute
20 Stunden inkubiert.
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Die
tiefe-Vertiefungen-Blockkulturen wurden mit einem klaren Plattenfilm
(Millipore: MATA09600) bedeckt und bei 1500 × g 5 Minuten zentrifugiert.
Nach der Zentrifugation wurde der Kulturüberstand sofort in einen Behälter zur
entsprechenden Beseitigung dekantiert. Die Platten wurden umgekehrt
und fest auf mehrere Schichten von Papiertüchern auf dem Labortisch geklopft,
um verbleibenden Kulturüberstand
zu entfernen.
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Die
Pellets wurden in 80 μl
Lösung
I, wobei zuerst eine Plattenschüttelvorrichtung
oder -verwirbelungsvorrichtung verwendet wurde, und dann durch Pipettenmischen
resuspendiert. 80 μl
der Lösung
II wurden zugegeben und es wurde sofort und kräftig mit einem Plattenschüttler (maximale
Geschwindigkeit) 1 Minute gemischt. Es wurde dann weitere 2 Minuten
bei Raumtemperatur inkubiert. 80 μl
von Lösung
III wurden zugegeben und es wurde sofort und kräftig (maximale Geschwindigkeit)
mit einem Plattenschüttler
2 Minuten lang gemischt.
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Getrennt
wurden 150 μl
Bind Solution zu jeder Vertiefung einer MultiScreenTM-Platte
(Millipore: (MAFB N0B 50) gegeben. Die FB-Platte wurde auf dem Boden
eines Vakuumverteilers platziert (Millipore: MAVM 096 0R oder Äquivalent).
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Um
das Lysat zu entfernen, wurden Pipettenspitzen entlang der Seiten
der tiefen Vertiefungen herunter durch das Lysat, bis der Boden
erreicht wurde, abgesenkt und dann das Lysat dreimal auf-und-ab-pipettiert. 180 μl des Lysats
wurden vom Boden jeder tiefen Vertiefungen entfernt und in die entsprechende
Vertiefung einer MultiScreenTM-NA-Lysatklärungsplatte
(Millipore: MANANLY50) gegeben. Durch einen zweiten Besuch der gleichen
Vertiefungen wurde jegliches verbleibende Lysat aus der tiefe-Vertiefungen-Platte
entfernt und in die entsprechenden Vertiefungen der MultiScreenTM-Lysatklärungsplatte übertragen.
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Die
NA-Platte wurde oben an dem Verteiler platziert und das Vakuum wurde
auf 8 inch Hg (0,27 bar – 203
Torr) eingestellt. Das Vakuum wurde 3 Minuten angelegt, wobei das
Lysat durch die NA-Platte in die zuvor mit Bind Solution gefüllte FB-Platte
gezogen wurde. Die NA-Platte wurde verworfen.
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Die
FB-Platte wurde aus dem Inneren des Verteilers entfernt und das
geklärte
Lysat wurde gründlich mit
Bind Solution durch mehrmaliges schnelles Auf-und-ab-Pipettieren
gemischt. Die FB-Platte wurde oben an dem leeren Verteiler wieder
festgemacht und ein vollständiges
Vakuum wurde 1 Minute angelegt. Das Filtrat wurde zum Abfall geschickt.
Zu diesem Zeitpunkt war die Plasmid-DNA nun an die FB-Platte gebunden.
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200 μl 80%iges
Ethanol (Reagensqualität)
wurde zu jeder Vertiefung der FB-Platte gegeben und ein vollständiges Vakuum
wurde 1 Minute angelegt. Das Filtrat wurde zum Abfall geleitet.
Diese Stufe wurde unter Anlagen des Vakuums während 3 Minuten wiederholt.
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Die
FB-Platte wurde von dem Verteiler entfernt. Der Boden der Platte
wurde auf einem sauberen faserfreien absorbierenden Material gesäubert. Die
FB-Platte wurde oben an ei ner Standardmikrotiterplatte mit Zentrifugenausrichtungsrahmen
platziert (Millipore: MACF09604) und mit 1000 × g 10 Minuten zum Trocknen zentrifugiert.
Um das Plasmid zu lösen,
wurden 70 μl
TE-Puffer jeder Vertiefung der FB-Platte gegeben, wobei das TE nahe
der Mitte jeder Vertiefung abgegeben wurde. Das Plasmid wurde durch
Zentrifugation mit 1000 × g
während
5 Minuten zentrifugiert (das Eluatvolumen ist typischerweise 45 μl).
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Die
vorliegende Erfindung stellt viele Vorteile gegenüber dem
Stand der Technik bereit. Zuerst verringert sie die Zahl der Stufen
und die benötigte
Zeit zum Gewinnen von Plasmiden oder anderer DNA. Zudem tut sie
dies ohne die Einführung
von kontaminierenden Stoffen wie Ethanol. Zudem gewinnt sie wesentlich
größere Mengen
an Plasmid oder anderer DNA als das frühere System, typischerweise
20 bis 30% mehr im Durchschnitt. Zudem ist bei Verwendung einer
treibenden Kraft mit konstanter Druckdifferenz in der UF-Stufe das
gewonnene Plasmid reiner als das durch das herkömmliche Verfahren erhaltene,
oft ohne Enthalten von Salzen oder anderen Unreinheiten, und daher
ist die Notwendigkeit für
mehrfache Diafiltrationsstufen beseitigt. Gewinnung des Plasmids
oder anderer DNA von der Oberseite der Ultrafiltrationsplatte und
die Beseitigung einer Zentrifugation machen dieses Verfahren zur
Automatisierung besser geeignet. Zuallerletzt besitzt die vorliegende
Erfindung entgegen dem vorherigen Binden/Eluierverfahren, welches
eine auf die Menge aktive Bindungsstellen, die auf der Glasfaser
gebildet sind, beschränkte
Kapazität
hat, eine im Wesentlichen uneingeschränkte Kapazität und es
kann versiegelt werden, so dass Mengen eines Plasmids oder anderer
DNA in Femtogramm- bis Milligramm-Mengen gewonnen werden können.