-
Gebiet der
Erfindung
-
Im
Allgemeinen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf gentechnisch
manipulierte Salmonellen, welche als lebende Impfstoffe nützlich sind,
und im Speziellen auf eine Impfstoffzusammensetzung, die mutierte
Salmonellen enthält.
-
Hintergrund
der Erfindung
-
Durch
Salmonellabakterien verursachte Erkrankungen reichen von einer milden,
sich selbst-begrenzenden Diarrhö bis
zu Magen-Darm- und septischen Erkrankungen in Menschen und Tieren.
Salmonella ist ein gram-negatives, stäbchenförmiges, freibewegliches Bakterium
(nicht freibewegliche Ausnahmen umfassen S. gallinarum und S. pullorum),
welches keine Sporen bildet. Umweltbedingte Quellen des Organismus
umfassen Wasser, Boden, Insekten, Fabrikoberflächen, Küchenoberflächen, Tierfäkalien, rohes Fleisch, rohes
Geflügel und
rohe Meeresfrüchte.
-
Die
Salmonellainfektion ist bei Tieren, besonders bei Geflügel und
Schweinen, eine weit verbreitete Erscheinung, und ist eine der wirtschaftlich
am meisten schädigenden
der enterischen und septischen Erkrankungen, die Nahrungsmittel
erzeugende Tiere betreffen. Obwohl viele Serotypen von Salmonella
aus Tieren isoliert worden sind, sind S. choleraesuis und S. typhimurium
die zwei am häufigsten
isolierten Serotypen, die mit die klinischen Salmonellenerkrankung
in Schweinen assoziiert sind. In Schweinen verursacht S. typhimurium üblicherweise
eine enterische Erkrankung, während
S. choleraesuis (welches an den Wirt Schwein angepaßt ist)
oft der Krankheitserreger einer tödlichen septischen Erkrankung,
mit geringer Beteiligung des Magen-/Darmtrakts, ist. S. dublin und
S. typhimurium sind gemeinsame Infektionsursachen in Schafen; von
denen, S. dublin an das Schaf als Wirt angepaßt ist und oftmals der Krankheitserreger
der tödlichen
septischen Erkrankung ist. Andere Serotypen wie zum Beispiel S.
gallinarum und S. pullorum sind bedeutende Krankheitserreger der
Salmonellenerkrankung in Affen und in anderen Spezies. Obwohl diese
Serotypen hauptsächlich Tiere
infizieren, sind S. dublin und S. choleraesuis auch oft die Ursache
für menschliche
Erkrankungen.
-
Verschiedene
Salmonella-Spezies sind von der Außenseite von Eierschalen isoliert
worden, einschließlich
S. enteritidis, welches auch innerhalb des Eidotters vorhanden sein
kann. Es ist vorgeschlagen worden, daß das Vorhandensein des Organismus
im Eidotter durch die Übertragung
von der infizierten Legehenne vor der Abscheidung der Schale hervorgerufen
wird. Andere Nahrungsmittel als Eier haben auch Ausbrüche der
S. enteritidis Erkrankung in Menschen verursacht.
-
S.
typhi und S. paratyphi A, B, und C produzieren in Menschen typhusartiges
und typhusähnliches
Fieber. Obwohl die anfängliche
Infektion mit Salmonellen üblicherweise
durch den Magen-Darm-Trakt erfolgt, ist typhusartiges Fieber eine
systemische Erkrankung, die sich innerhalb des Wirts ausbreitet
und mehrere Organorte infizieren kann. Der Anteil an Todesopfern
an typhusartigem Fieber kann so hoch sein wie 10% (verglichen zu
weniger als 1% für
die meisten Formen der Salmonellenerkrankung). S. dublin hat eine
15% ige Sterblichkeitsrate, wenn der Organismus eine Blutvergiftung
bei älteren
Menschen verursacht und S. enteritidis hat eine etwa 3,6% ige Sterberate
bei Ausbrüchen
in Krankenhäusern/Altenheimen,
bei denen ältere
Menschen besonders betroffen sind.
-
Zahlreiche
Versuche sind unternommen worden, um Menschen und Tiere durch Immunisierung
mit einer Vielzahl von Impfstoffen zu schützen. Viele dieser Impfstoffe
liefern nur einen schwachen bis moderaten Schutz und erfordern beträchtliche
Dosen, um vollkommen wirksam zu sein. Früher verwendete Impfstoffe gegen
Salmonellen und andere Krankheitserreger sind gewöhnlich in
vier Kategorien gegliedert: (i) besondere Bestandteile vom Krankheitserreger,
einschließlich
Zellfraktionen oder – lysate,
intakte Antigene, Fragmente davon oder synthetische Nachbildungen
von natürlich
vorkommenden Antigenen oder Epitopen (oft als Untereinheit-Impfstoffe
bezeichnet); (ii) antiidiotypische Antikörper; (iii) der vollständige getötete Krankheitserreger (oft
als getötete
Impfstoffe bezeichnet); oder (iv) ein nicht ansteckendes (abgeschwächtes) als
lebender Impfstoff verwendetes Derivat des Krankheitserregers.
-
Berichte
in der Literatur haben gezeigt, daß abgeschwächte lebende Impfstoffe effektiver
als getötete Impfstoffe
oder Untereinheit-Impfstoffe für
das Auslösen
einer schützenden
Immunität
sind. Trotz dieses werden hohe Dosen von lebenden Impfstoffen häufig für die Wirksamkeit
benötigt
und einige leben-abgeschwächte
Salmonella-Impfstoffe sind kommerziell erhältlich. Idealerweise bewahrt
ein erfolgreich abgeschwächter
lebender Impfstoff die Fähigkeit,
den Wirt ohne eine ernsthafte Erkrankung zu verursachen zu infizieren
und ist auch fähig,
humorale (auf Antikörper-basierende)
Immunität
und Zell-vermittelte Immunität,
die ausreicht, Resistenz zu jeder zukünftigen Infektion durch virulente
Bakterien zur Verfügung
zu stellen, zu stimulieren.
-
Mehrere
Abschwächungsstrategien
sind verwendet worden, um Salmonella nicht virulent zu machen [Cardenas
et al., Clin Microbial Rev. 5:328–342 (1992); Chatfield et al.,
Vaccine 7:495–498
(1989); Curtiss, in Woodrow et al., eds., New Generation Vaccines,
Marcel Dekker, Inc., New York, p. 161 (1990); Curtiss et al., in
Kohler et al., eds., Vaccines: new concepts and developments. Proceedings
of the 10th Int'1 Convocation of Immunology, Longman
Scientific and Technical, Harlow, Essex, UK, pp. 261–271 (1987);
Curtiss et al., in Blankenship et al., eds., Colonization control
of human bacterial enteropathogens in poultry, Academic Press, New York,
pp. 169–198
(1991)]. Diese Strategien umfassen die Verwendung von Temperatur
sensitiven Mutanten [e.g., Germanier et al., Infect Immun. 4:663–673 (1971)],
aromatischen und auxotrophen Mutanten (e.g., -aroA, -asd, -cys oder
-thy [Galan et al., Gene 94:29–35
(1990); Hoiseth et al., Nature 291:238–239 (1981); Robertsson et
al., Infect Immun. 41:742–750
(1983); Smith et al., Am J Vet Res. 45:59–66 (1984); Smith et al., Am
J Vet Res. 45:2231–2235
(1984)]), Mutanten, defekt in der Biosynthese von Purin oder Diaminopimelinsäure (e.g., Δpur und Δdap [Clarke
et al., Can J Vet Res. 51:32–38
(1987); McFarland et al., Microb Pathog. 3:129–141 (1987); O'Callaghan et al.,
Infect Immun. 56:419–423
(1988)], Stämmen,
verändert
in der Nutzbarmachung oder Synthese von Kohlenhydraten (e.g., ΔgalE [Germanier
et al., Infect Immun. 4:663–673
(1971); Hone et al., J Infect Dis. 156:167–174 (1987)]), Stämmen, verändert in
der Fähigkeit
Lipopolysaccharide zu synthetisieren (e.g., galE, pmi, rfa) oder
vom Virulenz-Plasmid geheilte Stämme,
Stämmen
mit Mutationen in einem oder mehreren Virulenz-Genen (e.g., invA)
und Mutanten, verändert
in der allgemeinen Genexpression (e.g., -cya-crp, ompR oder -phoP
[Curtiss (1990), supra; Curtiss et al., (1987), supra; Curtiss et
al., (1991)], supra).
-
Außerdem sind
zufallsbedingte Mutagenesetechniken verwendet worden, um Virulenz-Gene, die während der
Infektion in einem Tiermodel exprimiert werden, zu identifizieren.
Beispielsweise wird unter Verwendung einer Vielfalt von Ansätzen eine
zufallsbedingte Mutagenese in Bakterien durchgeführt, gefolgt von der Beurteilung
der Mutanten in Tiermodellen oder Gewebekultursystemen, wie zum
Beispiel die Signatur-markierte Mutagenese (STM) [siehe U.S. Patent-Nummer
5,876,931].
-
Jedoch
haben veröffentlichte
Berichte gezeigt, daß Versuche,
Salmonella dadurch und durch andere Methoden abzuschwächen, zu
verschiedenen Erfolgsgraden geführt
und Unterschiede sowohl in der Virulenz als auch in der Immunogenität demonstriert
haben [Chatfield et al., Vaccine 7:495–498 (1989); Clare et al.,
Can J Vet Res. 51:32–38
(1987); Curtiss (1990), supra; Curtis et al., (1987), supra; Curtiss
et al., (1991), supra]. Vorherige Versuche, Abschwächungsmethoden
zu verwenden, um sichere und wirkungsvolle lebende Impfstoffe zur
Verfügung
zu stellen, haben auf eine Anzahl von Problemen getroffen.
-
Erstens
kann ein abgeschwächter
Salmonella-Stamm, der eine teilweise oder vollständige Verringerung in der Virulenz
aufweist, nicht die Fähigkeit
behalten, eine schützende
Immunantwort zu induzieren, wenn er als ein Impfstoff gegeben wird.
Beispielsweise wurden ΔaroA-Mutanten
und galE-Mutanten von S. typhimurium, denen die UDP-Galaktose-Epimerase
Aktivität
fehlt, gefunden, um in den Mäusen
immunisierend zu sein [Germanier et al., Infect Immun. 4:663–673 (1971),
Hohmann et al., Infect Immun. 25:27–33 (1979); Hoiseth et al.,
Nature, 291:238–239
(1981); Hone et al., J. Infect Dis. 156:167–174 (1987)], während es
die Δasd-, Δthy- und Δpur-Mutanten von S. typhimurium
nicht waren [Curtiss et al. (1987), supra, Nnalue et al., Infect
Immun. 55:955–962
(1987)]. Alle diese Stämme
wurden trotzdem für
Mäuse abgeschwächt, wenn
sie oral oder parenteral in Dosen, ausreichend um Mäuse mit
dem wildtypischen Elternstamm zu töten, gegeben wurden. Ebenso waren ΔaroA-, Δasd-, Δthy- und Δpur-Mutanten
von S. choleraesuis in der Maus nicht virulent, allerdings waren
nur ΔaroA-Mutanten
ausreichend nicht virulent und keine waren als lebende Impfstoffe
wirksam [Nnalue et al., Infect Immun. 54:635–640 (1986); Nnalue et al.,
Infect Immun. 55:955–962
(1987)].
-
Zweitens
wurden abgeschwächte
Stämme
von S. dublin, die Mutationen in phoP, phoP crp, [crp-cdt] cya,
crp cya tragen, gefunden, um in Mäusen jedoch nicht in Rindern
immunisierend zu sein [Kennedy et al., Abstracts of the 97th General Meeting of the American Society
for Microbiology. B-287:78 (1997)]. Gleichermaßen war ein anderer Stamm von
S. dublin, SL5631, mit einer das aroA-Gen beeinträchtigenden
Deletion, gegen die tödliche
Konfrontation zu einem heterologen Konfrontationsstamm in Mäusen [Lindberg
et al., Infect Immun. 61:1211–1221
(1993)] aber nicht in Rindern [Smith et al., Am J Vet Res. 54:1249–1255 (1993)]
höchst schützend.
-
Drittens
können
gentechnisch manipulierte Salmonella-Stämme, die eine Mutation in nur
einem einzelnen Gen beinhalten, spontan mutieren und zum virulenten
Zustand „zurückkehren". Die Einführung von
Mutationen in zwei oder mehr Genen zielt darauf ab, ein hohes Sicherheitsniveau
gegen die Wiederherstellung der Pathogenität durch Rekombination [Tacket
et al., Infect Immun. 60:536–541
(1992)] zur Verfügung
zu stellen. Jedoch ist die Verwendung von doppelten oder multiplen
Genunterbrechungen in ihrem Effekt auf Virulenz und Immunogenität unvorhersehbar;
die Einführung
von multiplen Mutationen kann ein Bakterium für einen bestimmten Wirt übermäßig abschwächen [Linde
et al., Vaccine 8:278–282
(1990); Zhang et al., Microb. Pathog., 26(3):121–130 (1999)].
-
Von
Interesse zur vorliegenden Erfindung ist die Identifizierung von
Pathogenitätsinseln
(PAIs) in Salmonella und in anderen Bakterien, welche große, manchmal
instabile, chromosomale Regionen beherbergende Klustern von Genen
sind, die häufig
die Virulenz-Charakteristika in enterischen Bakterien bestimmen.
Die DNA-Basenanordnung
der PAIs unterscheidet sich oft von jener der bakteriellen Chromosomen,
in welchen sie angeordnet sind, was darauf hindeutet, daß sie möglicherweise
durch horizontale Genübertragung
erworben worden sind. Eine Salmonella-Pathogenitätsinsel, die Gene erforderlich
für die
epitheliale Zelleinwanderung enthält, ist bei ungefähr 63 Centrisomen
(cs) auf dem S. typhimurium-Chromosom identifiziert worden und ist
gezeigt worden, Gene zu enthalten, die Komponenten eines Typ III-(Kontakt-abhängigen)
Sekretionssystems, abgesonderte Effektorproteine und assoziierte
regulatorische Proteine [Millis et al., Mol Microbiol 15(4):749–95 (1995)]
kodieren. Eine zweite Salmonella-PAI von 40 kb befindet sich bei
30,7 und ist als Salmonella-Pathogenitätsinsel 2 (SPI2) bezeichnet
worden [Shea et al., Proc. Nat'l
Acad. Sci. USA, 19;93(6):2593–2597
(1996)]. Die Analysen der Nukleotidsequenz der Regionen von SPI2
offenbarten Gene, die für
einen zweiten Typ III Sekretionsapparat kodieren, für den vorgeschlagen
worden ist, daß er
an einem Pathogenitätsstadium,
das der epithelialen Zelldurchdringung folgt, involviert ist. Mutationen
in einigen Genen innerhalb von SPI2 haben gezeigt, daß sie zu
einer Abschwächung
der bakteriellen Virulenz in Mäusen
führen. Siehe
U.S. Patent No. 5,876,931; Shea et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA,
93:2593–2597
(1996); Ochmann et al., Proc Natl Acad Sci USA; 93(15):7800–7804 (1996);
Hensel et al., J. Bacteriol., 179(4):1105–1111 (1997); Hensel et al.,
Molec. Microbiol., 24(1):155–167
(1997); Dunyak et al., Poster präsentiert
auf dem 97. Allgemeinen Meeting der Gesellschaft für Mikrobiologie
(1997), p. 76.
-
Die
WO 0014240 befaßt
sich im Allgemeinen mit Impfstoffzusammensetzungen, die eine funktionelle Deletion
von einem oder mehr Genen innerhalb des Salmonella-Pathogenitätsinsel
2 (SPI2)-Lokus umfassen, welche ssa-, sse-, ssc- und ssr-Gene mit
einschließt
und schlägt
eine beträchtlich
erweiterbare Klasse an Zusammensetzungen vor.
-
Die
WO-A-0147962 offenbart Salmonella, in denen eine Kombination von
zwei ssa-Genen für das Bilden
eines Impfstoffes gegen Salmonelleninfektionen inaktiviert werden.
-
Eine
Notwendigkeit für
sichere und wirksamere lebende abgeschwächte Salmonella-Impfstoffe, die Idealerweise
nicht in sehr großen
Dosen verabreicht werden brauchen, besteht fort.
-
Kurze Zusammenfassung
der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf sichere und wirksame Impfstoffe,
die ein oder mehr Stämme
von abgeschwächten
Mutanten gram-negativer Bakterien verwenden, in welchen zwei oder
mehr Gene, die homolog zu den Genen innerhalb der Salmonella-Pathogenitätsinsel
2 (SPI2) sind, vorzugsweise durch Deletion von ungefähr 5% bis
ungefähr
100% des Gens, am meisten bevorzugt durch Deletion von ungefähr 50% oder
mehr des Gens, inaktiviert worden sind. Besonders betrachtet werden
Impfstoffe, die ein oder mehr Spezies von abgeschwächten Mutanten
von Salmonella-Bakterien umfassen, in welchen zwei oder mehr Gene
innerhalb der SPI2-Region
inaktiviert worden sind. Entsprechend der Erfindung sind zwei oder
mehr der ssa-, ssaT-, ssaJ-, ssaC- oder ssaM-Gene in den mutierten
Bakterien inaktiviert worden. Die Erfindung basiert auf den Ergebnissen
von umfangreichen Sicherheits- und
Wirksamkeitstests dieser Impfstoffe, einschließlich der Impfstoffe, die mehr
als einen Serotyp von Salmonella enthalten, in tierischen Spezies
mit Ausnahme von Nagetieren, einschließlich Rindern und Schweinen.
-
Entsprechend
einem Aspekt der Erfindung werden Impfstoffzusammensetzungen zur
Verfügung
gestellt, die eine immunologisch schützende Menge einer ersten abgeschwächten Mutante
eines Salmonellabakteriums, in welcher zwei oder mehr ssa-Gene inaktiviert
werden, umfassen. Die ssa-Gene werden aus einer Gruppe bestehend
aus ssaT, ssaJ, ssaC und ssaM ausgewählt. Geeignete Mengen werden
variieren aber können
ungefähr
109 Bakterien oder weniger umfassen. In
diesen mutierten Bakterien werden die inaktivierten Gene vorzugsweise
durch Deletion eines Teils der kodierenden Region des Gens inaktiviert.
Alternativ wird die Inaktivierung durch das Einfügen einer Mutation bewirkt.
Jede Spezies der Salmonellabakterien, insbesondere die S. enterica-Subspezies
und Subtypen, können
entsprechend der Erfindung mutiert sein, einschließlich Salmonella
aus den Serogruppen A, B, C1, C2,
D1 und E1. Alle
Salmonellenserovars gehören
zu zwei Spezies: S. bongori und S. enterica. Die sechs Subspezies
von S. enterica sind: S. enterica subsp. enterica (I oder 1), S. enterica
subsp. salamae (II oder 2), S. enterica subsp. arizonae (IIIa oder
3a), S. enterica subsp. diarizonae (IIIb oder 3b), S. enterica subsp.
houtenae (IV oder 4), S. enterica subsp. indica (VI oder 6). Beispielhafte
Subspezies umfassen: S. Choleraesuis, S. Typhimurium, S. Typhi,
S. Pararyphi, S. Dublin, S. Enteritidis, S. Gallinarum, S. Pullorum,
Salmonella Anatum, Salmonella Hadar, Salmonella Hamburg, Salmonella Kentucky,
Salmonella Miami, Salmonella Montevideo, Salmonella Ohio, Salmonella
Sendai, Salmonella Typhisuis.
-
Zwei
oder mehr Virulenzgene, welche Gene innerhalb der SPI2 sind, werden
in den Mutanten der Salmonellabakterien inaktiviert. Die Gene sind
ssa-Gene, die aus der Gruppe, bestehend aus ssaT, ssaJ, ssaC und
ssaM, ausgewählt
werden, welche inaktiviert worden sind. Vorzugsweise ist die Kombination
aus ssaT und ssaC oder ssaT und ssaJ inaktiviert worden.
-
Die
Impfstoffzusammensetzung kann weiterhin eine zweite abgeschwächte Mutante
eines Salmonellabakteriums, in welcher ein oder mehr ssa-Gene inaktiviert
worden sind, umfassen. In einem Aspekt wird das ssa-Gene aus einer
Gruppe, bestehend aus ssaT, ssaJ und ssaC ausgewählt. Vorzugsweise sind die
ersten und die zweiten abgeschwächten
Mutanten der Salmonellabakterien von verschiedenen Serotypen. Für Rinder
werden Impfstoffe, die sowohl S. dublin als auch S. typhimurium
umfassen, bevorzugt.
-
Die
Erfindung stellt auch Verfahren zur Herstellung eines Medikaments,
vorgesehen zur Immunisierung, zur Verfügung, d.h., die Übertragung
schützender
Immunität
auf ein Tier unter Verwendung der Impfstoffzusammensetzung der Erfindung.
Die Zeichen der schützenden
Immunität
werden unten beschrieben. Die Erfindung stellt ferner Verfahren
für die
Herstellung eines Medikaments, vorgesehen zur Verringerung der Übertragung
der Infektion, zur Verfügung,
durch die Verwendung der Impfstoffe der Erfindung in Mengen, welche wirkungsvoll
sind, um die Menge oder die Dauer des Bakterien-Sheddings während der
Infektion zu reduzieren. Tiere, die geeignete Empfänger solcher
Impfstoffe sind, umfassen, beschränken sich aber nicht auf, Rinder,
Schafe, Pferde, Schweine, Geflügel
oder andere Vögel,
Katzen, Hunde und Menschen. Die Verfahren der Erfindung verwenden
jede der Impfstoffzusammensetzungen der Erfindung, und vorzugsweise
umfaßt
der Impfstoff eine effektive Menge einer abgeschwächten, nicht-revertierende
Mutante eines Salmonellabakteriums, in welchem zwei oder mehr Gene
innerhalb der SPI2-Region entweder durch die Deletion eines Teil
des Gens/der Gene, oder alternativ, durch das Einfügen einer
Mutation, inaktiviert worden sind. Die Verfahren verwenden abgeschwächte Bakterien,
worin zwei oder mehr ssa-Gene inaktiviert werden, welche ssa-Gene
aus einer Gruppe, bestehend aus ssaT, ssaJ, ssaC und ssaM ausgewählt werden.
-
Entsprechend
einem anderen Aspekt der Erfindung kann die abgeschwächten Mutante
eines Salmonella-Bakteriums weiterhin ein Polynukleotid, welches
für ein
Nicht-Salmonella-Polypeptid
kodiert, umfassen. Die Verabreichung der Mutanten der Bakterien
oder einer Impfstoffzusammensetzung, die die Mutanten der Bakterien
umfaßt,
stellt folglich ein Medikament für
die Abgabe eines immunogenen Polypeptid-Antigens an ein Tier zur Verfügung.
-
Zahlreiche
zusätzliche
Aspekte und Vorteile der Erfindung werden für den Fachmann nach der Betrachtung
der folgenden detaillierten Beschreibung der Erfindung, welche die
zurzeit bevorzugten Ausführungsformen
davon beschreibt, ersichtlich.
-
Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
-
Die 1, 2 und 3 zeigen
eine schematische Darstellung der Nukleotidsequenzen von S. typhimurium,
welche die internen Deletionen der ssaT-, ssaJ- und ssaC-Gene flankieren,
jeweils im Genom des Wildtyps und im Genom der Mutante. Die obere
Sequenz zeigt die Nukleotide, die die Deletionspunkte umgeben, während die
untere Sequenz die DNA-Sequenz in dem deletierten Locus zeigt. Die
kleinen Buchstaben kennzeichnen Nukleotide und die Großbuchstaben
kennzeichnen Aminosäuren.
-
4 zeigt
die Organisation der SPI2 in S. typhimurium, welche unter Verwendung
von Sequenzen, erhältlich
bei der Genbank (Accession #'s
(Zugangsnummern) AJ224892, Z95891, U51927, Y09357 und X99944), zusammengestellt
wurde. Die vorhergesagten offenen Leseraster werden als offene Boxen,
mit der Angabe der Orientierung des offenen Leserasters, gezeigt.
Das Diagram ist maßstäblich gezeichnet.
Im unteren Bereich werden die Positionen der ssaC-, ssaJ- und ssaT-Deletionen
angezeigt.
-
Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung stellt Impfstoffe oder immunogene Zusammensetzung
zur Verfügung,
die ein oder mehr Spezies abgeschwächter Mutanten der Salmonellabakterien
umfassen, in welchen zwei oder mehr Virulenz-Gene innerhalb der
SPI2 deletiert worden sind. Ein Vorteil der Impfstoffe der vorliegenden
Erfindung ist, daß die
lebenden abgeschwächten
Mutanten der Bakterien als Impfstoffe in angemessenen Dosen, über eine
Vielzahl von verschiedenen Wegen verabreicht werden können, und
dennoch eine schützende Immunität in den
geimpften Tieren auslösen.
Ein anderer Vorteil ist, daß die
Mutanten der Bakterien, die Inaktivierungen in zwei verschiedenen
Genen enthalten, nicht-revertierend sind, oder sie sind wenigstens
viel weniger wahrscheinlich dafür
anfällig,
daß sie
zu einem virulenten Zustand revertieren.
-
Die
Gefahr der Reversion kann durch mehrfaches Passagieren der Bakterien
(z.B. 5 Passagen) und Verabreichung der resultierenden Bakterien
an die Tiere, beurteilt werden. Nicht-revertierende Mutanten werden
abgeschwächt
fortbestehen.
-
Die
Beispiele hierin zeigen, daß die
Inaktivierung von zwei oder mehr Genen innerhalb der SPI2 die Bakterien
nicht weiter schwächt
(oder übermäßig schwächt), im
Vergleich zu Bakterien, in welchen nur ein Gen ausgeschaltet worden
ist. Die Beispiele demonstrieren auch, daß Deletionen von Genen innerhalb
der SPI2 sichere und wirkungsvolle Impfstoffe ergeben, wie die wahrnehmbaren
Verminderungen der nachteiligen Zeichen und Symptome, assoziiert
mit der Infektion durch wildtypischen Bakterien, zeigten. Beispielhafte
Impfstoffe der gegenwärtigen
Erfindung haben gezeigt, daß sie
eine höhere
schützende
Immunität
im Vergleich zu anderen Impfstoffen, die lebende abgeschwächte Bakterien,
z.B., Salmo Shield®TD (Grand Laboratories,
Inc.), enthalten und Mutanten der Salmonella-Bakterien, die Δrfa K- oder Δcya Δcrp-Mutationen
enthalten, verleihen. Die Beispiele demonstrieren weiterhin, daß ein Kombinationsimpfstoff,
welcher zwei oder mehr Stämme
abgeschwächten
Salmonella-Mutanten oder verschiedene Serotypen enthält, wirksamer
ist und daß die
Einbeziehung von verschiedenen Serotypen nicht eine Beeinträchtigung
der Immunantwort verursacht.
-
Wenn
zwei oder mehr Gene innerhalb SPI2 inaktiviert werden, sind die
zwei Gene von der gleichen SPI2 „Region". Die Gene sind von der gleichen Gruppe
oder funktionellen Gruppe wie in 4 dargestellt, welche
die strukturellen Komponenten, ssa (Sekretionssystem-Apparat, ssaC
ssaJ, ssaM und/oder ssaT) umfasst.
-
Die
Nukleotidsequenz von ssaT von S. dublin wird in SEQ ID NO: 1 dargelegt.
Die Nukleotidsequenz von ssaT von S. typhimurium wird in SEQ ID
NO: 2 dargelegt. Wie hierin verwendet, umfasst „ssaT" die SEQ ID NOS: 1, 2 und andere Salmonella-Spezies Äquivalente
davon, z.B. Salmonella-Nukleotidsequenzen in Gesamtlänge, die
an das nicht-kodierende Gegenstück
von SEQ ID 1 oder 2 unter stringenten Bedingungen hybridisieren
(z.B. wie in 4 von Shea et al., Proc. Nat'l. Acad. Sci. USA,
93:2593–2597
(1996) beschrieben), und Salmonella-Nukleotidsequenzen in Gesamtlänge, welche
eine 95 %ige Sequenzidentität
zu SEQ ID NO: 1 oder 2 haben. Salmonella-Spezies Äquivalente
können
leicht durch Fachleute identifiziert werden und umfassen auch Nukleotidsequenzen
mit, z.B. 95 %iger, 98 %iger und 99 %iger Identität zu SEQ
ID NO: 1 oder 2.
-
Die
Nukleotidsequenz von ssaJ von S. dublin wird in SEQ ID NO: 3 dargelegt.
Die Nukleotidsequenz von ssaJ von S. typhimurium wird in NO: 4 dargelegt.
Wie hierin verwendet, umfasst „ssaJ" die SEQ ID NOS: 3,
4, und andere Salmonella-Spezies Äquivalente davon, z.B. Salmonella-Nukleotidsequenzen
in Gesamtlänge,
welche an das nicht-kodierende Gegenstück von SEQ ID 3 oder 4 unter
stringenten Bedingungen hybridisieren, und Salmonella-Nukleotidsequenzen
in Gesamtlänge,
welche eine 95 %ige Sequenzidentität zu SEQ ID NO: 3 oder 4 haben.
-
Salmonella-Spezies Äquivalente
können
leicht durch Fachleute identifiziert werden und umfassen auch Nukleotidsequenzen
mit, z.B. 95 %iger, 98 %iger und 99 %iger Identität zu SEQ
ID NO: 3 oder 4.
-
Die
Nukleotidsequenz von ssaC von S. dublin wird in SEQ ID NO: 5 dargelegt.
Die Nukleotidsequenz von ssaC von S. typhimurium wird in NO: 6 dargelegt.
Wie hierin verwendet, umfasst „ssaC" die SEQ ID NOS: 5,
6, und andere Salmonella-Spezies Äquivalente davon, z.B. Salmonella-Nukleotidsequenzen
in Gesamtlänge,
welche an das nicht-kodierende Gegenstück von SEQ ID 5 oder 6 unter
stringenten Bedingungen hybridisieren, und Salmonella-Nukleotidsequenzen
in Gesamtlänge,
welche eine 95 %ige Sequenzidentität zu SEQ ID NO: 5 oder 6 haben.
-
Salmonella-Spezies Äquivalente
können
leicht durch Fachleute identifiziert werden und umfassen auch Nukleotidsequenzen
mit, z.B. 95 %iger, 98 %iger und 99 %iger Identität zu SEQ
ID NO: 5 oder 6.
-
Die
Nukleotidsequenz von ssaM von S. dublin wird in SEQ ID NO: 30 dargelegt.
Die Nukleotidsequenz von ssaM von S. typhimurium wird in NO: 7 dargelegt.
Wie hierin verwendet, umfasst „ssaM" die SEQ ID NOS: 7,
30, und andere Salmonella-Spezies Äquivalente davon, z.B. Salmonella-Nukleotidsequenzen
in Gesamtlänge,
welche an das nicht-kodierende Gegenstück von SEQ ID 7 oder 30 unter
stringenten Bedingungen hybridisieren, und Salmonella-Nukleotidsequenzen
in Gesamtlänge,
welche eine 90 %ige Sequenzidentität zu SEQ ID NO: 7 oder 30 haben.
Salmonella-Spezies Äquivalente
können
leicht durch jene mit fachlicher Fähigkeit identifiziert werden
und umfassen auch Nukleotidsequenzen mit, z.B. 95 %iger, 98 %iger
und 99 %iger Identität zu
SEQ ID NO: 7 oder 30.
-
Die
Nukleotidsequenzen anderer Gene in SPI2 können unter Verwendung von Sequenzen,
verfügbar in
der Genbank (z.B. Zugangsnummern # AJ224892, AJ224892, Z95891, U51927,
Y09357, X99944), welche die SPI2 betreffen, angeordnet werden.
-
Wie
hierin verwendet, bedeutet ein „inaktiviertes" Gen, daß das Gen
durch Insertion, Deletion oder Substitution der Nukleotidsequenz
mutiert worden ist, so daß die Mutation
die Expression und/oder die biologische Aktivität des kodierenden Genprodukts
inhibiert oder vernichtet. Die Mutation kann durch die Beeinträchtigung
der Transkription oder Translation des Gens oder seiner mRNA fungieren
oder die Mutation kann das Polypeptid-Genprodukt selbst in solch
einer Weise beeinflussen, die es inaktiv macht.
-
In
bevorzugten Ausführungsformen
wird die Inaktivierung durch die Deletion eines Teils der kodierenden
Region eines Gens übertragen,
da eine Deletionsmutation das Risiko, daß die Mutante wieder zu einem virulenten
Zustand revertieren wird, reduziert. Beispielsweise kann etwas,
das meiste (z.B. die Hälfte
oder mehr) oder praktisch die gesamt kodierende Region deletiert
werden (z.B. circa 5% bis circa 100% des Gens, aber vorzugsweise
circa 20% oder mehr des Gens und am meisten bevorzugt kann circa
50% oder mehr des Gens deletiert werden). Alternativ kann die Mutation
eine Insertion oder eine Deletion von selbst einem einzelnen Nukleotids
sein, welche eine Rahmenverschiebung im offenen Leserahmen bewirkt,
die wiederum die vorzeitige Terminierung des kodierten Polypeptids
oder die Expression eines völlig
inaktiven Polypeptids verursachen kann. Mutationen können auch
durch die Insertion von fremden DNA-Sequenzen, z.B. die Insertion
eines Gens, welches für
ein Antibiotika-Resistenz kodiert, hergestellt werden.
-
Deletionsmutanten
können
unter Verwendung einer, aus einer Anzahl von in dem Fachgebiet gut
bekannten und routinemäßig praktizierten
Techniken, konstruiert werden. In einem Beispiel kann eine Strategie unter
Verwendung gegenselektierbarer Marker zum Einsatz kommen, welche
allgemein genutzt worden ist, um Gene in vielen Bakterien zu deletieren.
Für ein
Review, siehe zum Beispiel, Reyrat, et al., Infection and Immunity
66:4011–4017
(1998). In dieser Technik wird oft eine Doppelselektionsstrategie
eingesetzt, worin ein Plasmid konstruiert wird, welches sowohl einen
selektierbaren als auch einen gegenselektierbaren Marker kodiert, mit
flankierenden, von beiden Seiten der gewünschten Deletion abgeleiteten,
DNA-Sequenzen. Der
selektierbare Marker wird verwendet, um nach Bakterien zu selektieren,
in welchen das Plasmid in das Genom an geeigneter Stelle und auf
geeignete Art und Weise integriert hat. Der gegenselektierbare Marker
wird verwendet, um nach einem sehr kleinen Anteil von Bakterien
zu selektieren, die spontan das integrierte Plasmid entfernt haben.
Eine Fraktion dieser Bakterien wird dann nur die gewünschte Deletion
ohne andere anwesende fremde DNA enthalten. Der Schlüssel zur
Verwendung dieser Technik ist die Verfügbarkeit eines geeigneten gegenselektierbaren
Markers.
-
In
einer anderen Technik wird das cre-lox-System zur Orts-spezifischen
Rekombination von DNA verwendet. Das System besteht aus 34 Basenpaar-lox-Sequenzen, die vom
bakteriellen cre-Rekombinase-Gen erkannt werden. Wenn die lox-Stellen in der DNA
in geeigneter Orientierung vorhanden sind, wird die DNA, die von
den lox-Stellen flankiert wird, durch die cre-Rekombinase ausgeschnitten,
was die Deletion aller Sequenzen außer einer restlichen Kopie
der lox-Sequenz ergibt. Unter Verwendung von Standardrekombinationstechniken
ist es möglich,
das interessierende Zielgen im Salmonella-Genom zu entfernen und
es durch einen selektierbaren Marker zu ersetzen (z.B. ein Gen,
das für
Kanamycin-Resistenz kodiert), das von den lox-Stellen flankiert wird. Die transiente
Expression (durch Elektroporation eines Suizid-Plasmids, welches das cre-Gen unter
Kontrolle eines Promotors, welcher in Salmonella funktioniert, enthält) der
Cre-Rekombinase sollte die effiziente Eliminierung der lox-flankierenden Marker
ergeben. Dieser Prozeß würde zu eine
Mutante führen, die
die gewünschte
Deletionsmutation und eine Kopie der lox-Sequenzen enthält.
-
In
einem anderen Ansatz ist es möglich,
die gewünschte
deletierte Sequenz im Salmonella-Genom direkt durch ein Markergen,
wie zum Beispiel grün
fluoreszierendes Protein (GFP), β-Galaktosidase
oder Luziferase, zu ersetzen. In dieser Technik werden DNA-Segmente,
die eine gewünschte
Deletion flankieren, mittels PCR erstellt und in einen Suizid(nicht-replizierenden)-Vektor
für Salmonella
kloniert. Eine Expressionskassette, die einen in Salmonella aktiven
Promotor und ein geeignetes Markergen enthält, wird zwischen die flankierenden
Sequenzen kloniert. Das Plasmid wird in wildtypische Salmonella
eingeführt.
Bakterien, die das Markergen einbauen und exprimieren (wahrscheinlich
bei einer sehr niedrigen Frequenz) werden isoliert und nach dem
entsprechenden Rekombinationsereignis (d.h. Austausch des wildtypischen
Gens mit dem Markergen) untersucht.
-
Damit
ein modifizierter Stamm in einer Impfstoff-Formulierung wirkungsvoll
ist, muss die Abschwächung
erheblich genug sein, um den Erreger vor dem Hervorrufen von schwerwiegenden
klinischen Symptomen zu bewahren, aber auch geringfügig genug
sein, um eine limitierte Replikation und das Wachstum der Bakterien
im Empfänger
zu ermöglichen.
Der Empfänger
ist ein Proband, der Schutz vor einer Erkrankung, die durch die
virulente Form von Salmonella oder anderen pathogenen Mikroorganismen
verursacht wird, benötigt.
Der zu immunisierende Proband kann ein Mensch oder ein anderes Säugetier
oder ein Tier sein, z.B., Nutztiere, einschließlich Rinder, Schafe, Schweine,
Pferde, Ziegen und Geflügel
(z.B. Hühner,
Truthähne,
Enten und Gänse)
und Gesellschaftstiere wie zum Beispiel Hunde und Katzen; exotische
und/oder Zootiere. Die Immunisierung sowohl von Nagetieren als auch
von Nichtnagetieren wird erwogen.
-
Die
abgeschwächten
mutierten Bakterien sollen in einer wirksamen Menge verabreicht
werden, um eine Immunantwort in dem Empfänger zu induzieren, die ausreichend
ist, um die Anzeichen oder Symptome der Erkrankung zu verhindern
oder zu verbessern, einschließlich
gesundheitsschädigender
Wirkungen oder Komplikationen davon, verursacht durch die Infektion
mit wildtypischen Salmonella-Bakterien. Entweder können humorale
Immunität
oder Zell-vermittelte Immunität
oder beides induziert werden. Die Immunantwort eines Tiers auf eine
Impfstoffzusammensetzung kann, z.B. indirekt durch die Bestimmung
des Antikörper-Titers, durch
Lymphozyten-Proliferationstests
oder direkt durch die Beobachtung der Anzeichen und Symptome nach der
Konfrontation mit dem wildtypischen Stamm, ausgewertet werden.
-
Die
durch einen Impfstoff verliehene schützende Immunität kann durch
Messung, z.B. der Verminderung klinischer Anzeichen wie Sterblichkeit,
Morbidität,
Temperaturzahl und prozentualer Anteil der Tage mit Durchfall, Milchproduktion
oder -ausbeute, durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme, körperlicher
Zustand und allgemeine Gesundheit und Auftritt des Probanden, beurteilt
werden.
-
Wenn
eine Kombination von zwei oder mehreren verschiedenen Serotypen
von Bakterien verabreicht werden, ist es höchst erstrebenswert, daß es wenig
oder keine Beeinträchtigung
zwischen den Serotypen gibt, so daß der Wirt nicht vor der Bildung
einer schützenden
Immunantwort zu einem der zwei oder zu mehreren verabreichten Serotypen
bewahrt wird. Eine Beeinträchtigung
kann auftreten, z.B. wenn ein Stamm in dem Wirt vorherrscht, bis
hin zu dem Punkt, daß er
den Wirt an der Entwicklung einer schützenden Immunantwort zu dem
anderen Stamm hindert oder beschränkt. Andernfalls kann ein Stamm
auch direkt den anderen Stamm inhibieren.
-
Zusätzlich zur
Immunisierung des Empfängers
können
die Impfstoffe der Erfindung auch das Wachstum des Empfängers fördern und/oder
die Immunität
des Empfängers
erhöhen
und/oder den gesamten Gesundheitsstatus des Empfängers verbessern. Bestandteile
der Impfstoffe der Erfindung oder mikrobiologische Produkte können als
Regulatoren des Immunsystems agieren, die Aspekte des Immunsystem
hemmen oder erhöhen
kann. Beispielsweise können
die Impfstoffe der Erfindung Wege signalisieren, die Zytokine rekrutieren würden, was
einen allumfassenden positiven Vorteil für den Wirt haben würde.
-
Die
Impfstoffe der vorliegenden Erfindung stellen auch für die tierische
und menschliche Gemeinschaft Gesundheitsvorteile bereit, indem sie
das Shedding von virulenten Bakterien durch infizierte Tiere reduzieren. Entweder
können
der Abwurf der bakteriellen Last (Menge der Bakterien, z.B., CFU/ml
Fäkalien)
oder die Dauer des Sheddings (z.B., prozentuale Zahl von Tagen,
an denen Shedding beobachtet wird) reduziert werden, oder beides.
Vorzugsweise wird die Shedding-Ladung um ungefähr 10% oder mehr, verglichen
mit nicht-geimpften Tieren, vorzugsweise um 20 % oder mehr, reduziert,
und/oder es wird die Dauer des Sheddings um wenigstens 1 Tag oder
vorzugsweise um 2 oder 3 Tage, oder um 10% oder mehr oder um 20%
oder mehr, reduziert.
-
Obwohl
es für
abgeschwächte
Bakterien der Erfindung möglich
ist, alleine verabreicht zu werden, werden ein oder mehrere solcher
Bakterienmutanten vorzugsweise in Verbindung mit geeigneten pharmazeutisch akzeptablen
Arzneistoffträger(n),
Verdünnungsmittel(n),
Hilfsstoffe(n) oder Träger(n)
verabreicht. Der/die Träger
müssen „akzeptabel", im Sinne von mit
den abgeschwächten
mutierten Bakterien der Erfindung kompatibel und nicht schädlich zu
den zu immunisierenden Probanden sein. Gewöhnlich sind die Träger Wasser
oder Salz, die steril und pyrogen-frei sind.
-
Jeder
in der Fachwelt bekannte Hilfsstoff kann in der Impfstoffzusammensetzung
verwendet werden, einschließlich
auf Öl-basierende
Hilfsstoffe wie beispielsweise das vollständige Freund's-Hilfsmittel, das
unvollständige
Freund's-Hilfsmittel,
auf Mykolat-basierende Hilfsstoffe (z.B., Trehalose-Dimykolat),
bakterielle Lipopolysaccharide (LPS), Peptidoglykane (d.h. Mureine,
Mucopeptide oder Glykoproteine, wie zum Beispiel N-Opaca, Muramyldipeptid
[MDP] oder MDP-Analoge),
Proteoglykane (z.B., extrahiert von Klebsiella pneumoniae), Streptokokken-Präparate (z.B.
OK432), Biostim
TM (z.B. 01K2), die „Iscoms" von
EP 109 942 ,
EP 180 564 und
EP 231 039 , Aluminiumhydroxid, Saponin,
DEAE-Dextran, neutrale Öle,
(wie zum Beispiel Miglyol), pflanzliche Öle (wie zum Beispiel Erdnußöl), Liposome,
Pluronic
®-Polyole,
das Ribi-Hilfstoffsystem (siehe zum Beispiel GB-A-2 189 141) oder
Interleukine, vorzugsweise jene, die Zell-vermittelte Immunität stimulieren.
Ein aus Extrakten von Amycolatea, eine bakterielle Gattung in der
Ordnung Actinomycetales, bestehender alternativer Hilfsstoff ist
in dem US Patent 4,877,612 beschrieben worden. Zusätzlich sind
geschützte
Hilfsstoff-Mischungen kommerziell erhältlich. Der verwendete Hilfsstoff
hängt zum
Teil von dem Empfängerorganismus
ab. Die Menge des zu verabreichenden Hilfsstoffs hängt von
der Art und von der Größe des Tiers
ab. Die optimale Dosierungen können
durch Routinemethoden leicht festgestellt werden.
-
Die
Impfstoffzusammensetzungen können
wahlweise Impfstoff-kompatible pharmazeutisch akzeptable (d.h. sterile
und nicht toxische) flüssige,
halb feste, oder feste Verdünnungsmittel
umfassen, die als pharmazeutische Vehikel, Hilfsstoffe oder Medien
dienen. Jedes in der Fachwelt bekannte Verdünnungsmittel kann verwendet
werden. Exemplarische Verdünnungsmittel
umfassen, allerdings ohne Einschränkung darauf, Polyoxyethylensorbitanmonolaurat,
Magnesiumstearat, Methyl- und Propylhydroxybenzoat, Talkum, Alginat, Stärke, Laktose,
Saccharose, Dextrose, Sorbit, Mannitol, Akaziengummi, Calciumphosphat,
Mineralöl,
Kakaobutter und Theobroma-Öl
beschränkt.
-
Die
Impfstoffzusammensetzungen können
in für
die Verabreichung geeignete Formen verpackt werden. Die Zusammensetzungen
können
im Innern einer Kapsel, eines Caplets, eines Duftkissens, einer
Kapsel aus Stärkemasse,
von Gelatine, von Papier oder von anderen Behältern eingeschlossen sein.
Diese Verabreichungsformen werden bevorzugt, wenn sie mit dem Eintritt
der immunogenen Zusammensetzung in den Empfängerorganismus vereinbar sind
und vor allem, wenn die immunogene Zusammensetzung in Form von Einheitsdosen
verabreicht wird. Die Dosiseinheiten können z.B., in Tabletten, Kapseln,
Zäpfchen
oder Kapseln aus Stärkemehl
verpackt werden.
-
Die
Impfstoffzusammensetzungen können
in den zu immunisierenden Probanden durch jede konventionelle Methode
eingeführt
werden, einschließlich,
z.B., durch intravenöse,
intradermale, intramuskuläre,
intramammäre,
intraperitoneale oder subkutane Injektionen; durch orale, transdermale,
sublinguale, intranasale, anale oder vaginale Verabreichung. Die
Behandlung kann aus einer einzelnen Dosis oder einer Vielzahl von Dosen über einen
Zeitraum bestehen.
-
Abhängig vom
Verabreichungsweg umfassen die geeigneten Mengen der zu verabreichenden
Bakterienmutanten ~109 Bakterien oder weniger,
unter der Bedingung, daß eine
adäquate
Immunantwort durch den Impfstoff induziert wird. Dosen von ~1010 oder weniger oder ~1011 oder
weniger können
erforderlich sein, um die gewünschte
Antwort zu erzielen. Dosen deutlich höher als ~1011 können kommerziell
nicht wünschenswert sein.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung umfasst die Konstruktion von abgeschwächten mutierten
Bakterien, die zusätzlich
eine Polynukleotidsequenz, die ein heterologes Polypeptide kodiert,
beinhalten. Beispielsweise würde
für Salmonella
ein „heterologes" Polypeptid ein Nicht-Salmonella-Polypeptide
sein, welches normalerweise nicht durch Salmonellabakterien exprimiert
wird. Solche abgeschwächten
Bakterienmutanten können
in Verfahren zur Verabreichung des heterologen Polypeptids oder
der DNA verwendet werden. Beispielsweise könnte Salmonella hergestellt
werden, um nach den Eintritt in das Zellplasma der eukaryontischen
Wirtszelle, ohne bedeutende Schäden
zu verursachen, zu lysieren und dabei zu einem Vektor für die Einführung von
Plasmid-DNA in die Zelle zu werden. Geeignete heterologe Polypeptide
umfassen immunogene Antigene von anderen infektiösen Mitteln (einschließlich gram-negative
Bakterien, gram-positive Bakterien und Viren), die eine schützende Immunantwort
in den Empfängern
hervorrufen, und die Expression des Polypeptide-Antigens durch die
Bakterienmutanten im Impfstoff veranlaßt den Empfänger, gegen das Antigen immunisiert
zu werden. Andere heterologe Polypeptide, die unter Verwendung der
Salmonella-Mutante eingeführt
werden können,
schließen
immuno-regulatorische Moleküle,
z.B. Zytokine oder „Performanz"-Proteine, wie die
Wachstumshomone GRH und GDF-8, mit ein.
-
Beispiel
1 befaßt
sich mit der Konstruktion von abgeschwächten Mutanten der Salmonella-Bakterien, die
bestimmte Einzel- oder Doppeldeletionen in den ssaT-, ssaJ-, ssaC-,
rfaK- und glnA-Genen enthalten; und mit der Konstruktion einer Salmonella-Mutante,
die inaktivierende Insertionen enthält. Beispiel 2 befaßt sich mit
den Ergebnissen der Sicherheits- und Wirksamkeitstests von mit diesen
abgeschwächten
Mutanten der Salmonella-Bakterien geimpften Tieren.
-
Beispiel 1
-
Konstruktion von Salmonella-Mutanten,
die Einzel- und Doppeldeletionen der ausgewählten Gene: ssaT, ssaJ, ssaC,
rfaK und glnA, enthalten.
-
A. Konstruktion von pCVD442::ΔGen-Plasmiden.
-
Für jedes
der S. typhimurium und S. dublin ssaT-, ssaJ-, ssaC-, rfaK- und
glnA-Gene wurden positive Selektions-Suizid-Vektoren basierend auf
dem Plasmid pCVD442 [Donnenberg und Kaper, Infect Immun 59:4310–17 (1991)]
konstruiert, die einen Teil der 5'- und 3'-chromosomalen Regionen enthielten,
die jedes Gen flankieren, allerdings mit erheblicher internen Deletion
(üblicherweise > 95%) innerhalb des
Gens selbst. Gen-Spleißen
durch überlappende
Erweiterung („gene
SOEing" [Horton
et al., Biotechniques 8:528–535 (1990)])
wurde verwendet, um DNA-Fragmente zu erzeugen, die zu dem zu deletierenden
Gen komplementär waren
aber denen die Mehrheit der internen Nukleotidsequenz fehlte. Die
Plasmide, die diese intern deletierten Gene enthalten, wurden jeweils
als pCVD442::ΔssaT,
pCVC442::ΔssaJ,
pCVD442::ΔssaC
pCVD442::ΔrfaK und
pCVD442::ΔglnA
bezeichnet. Diese Vektoren wurden dann verwendet, um S. typhimurium-
und S. dublin-Deletionsmutanten durch Allel-Ausstausch zu generieren. Die Plasmide,
welche die S. dublin-deletierten Gene enthalten wurden verwendet,
um die Deletionen in S. dublin zu erzeugen, und Plasmide, die S.
typhimurium-Sequenzen enthalten wurden verwendet, um die Deletionen
in S. typhimurium zu erzeugen (siehe Beispiel 1B unten).
-
In
Kürze,
es wurden zwei Sets von PCR-Primern designt, um ungefähr 600 bp-Fragmente, die komplementär zu der
DNA sind, die die 5'-
und 3'-Stellen des
gewünschten
Gens flankiert, zu synthetisieren. Die Primer A und D (Tabelle 1)
enthalten chromosomale Sequenzen jeweils aufwärts und abwärts des gewünschten Gens und jeder enthält auch
die Nukleotidsequenz für
eine gewünschte
Restriktionsendonukleaseschnittstelle. Der Primer B umfaßt die Aufwärtsverbindung
zwischen den Sequenzen, die unmittelbar die 5'Stelle des Gens und das Gen selbst flankieren
und er schließt
etwas von einem Teil des 5'Endes
des Gens (in manchen Fällen
nur das Stop-Codon) mit ein. Gleichermaßen umfaßt Primer C die Abwärtsverbindung
zwischen den Sequenzen, die unmittelbar die 3'Stelle des Gens und das Gen selbst flankieren
und er schließt
etwas von einem Teil des 3'Endes
des Gens (in manchen Fällen
nur das Start-Codon) mit ein. PCR-Reaktionen mit genomischer DNA
von S. typhimurium oder S. dublin und entweder mit Primern A und
B oder Primern C und D wurden durchgeführt und erbrachten PCR-Produkte
(jeweils die gewünschten
Fragmente AB und CD) von ungefähr 600
bp, mit Sequenzen, die jeweils mit den aufwärts und abwärts flankierenden Regionen
des gewünschten Gens
korrespondieren. Jedes AB- oder CD-Fragment enthielt auch die gewünschte Restriktionsschnittstelle (Xba
I for ssaT, ssaJ, ssaC und glnA und Sal I für rfaK). Eine zweite PCR-Reaktion
wurde dann unter Verwendung der Fragmente AB und CD mit den Primern
A und D durchgeführt
und erbrachte ein als Fragment AD bezeichnetes PCR-Produkt. Das
Fragment AD ist komplementär
zu der das Zielgen umgebenden Nukleotidsequenz, enthält jedoch
hauptsächlich
eine vollständige
Deletion der Zielsequenz (>95%
Deletion) für
ssaS, ssaT, rfaK und glnA und eine Deletion der C-terminalen Hälfte (~50%
Deletion) für
ssaJ (siehe 1–3). Das
resultierende PCR-Produkt
für jedes
der S. dublin oder S. typhimurium ΔssaT-, ΔssaJ-, ΔssaC-,Δ rfaK- und ΔglnA-Gene
wurde dann durch verschiedene Vektoren und Wirtsstämme kloniert
und schließlich
in die Mehrfachklonierungsstelle des Vektors pCVD442 im Wirtsstamm
SM10λpir
eingefügt.
-
1, 2 und 3 zeigen
die Nukleotidsequenzen, die die Stellen der ssaT-, ssaJ- und ssaC-Gene
im wildtypischen Genom und im mutierten Genom flankieren. Diese
Mutationen wurden hergestellt um so viel wie möglich des offenen Leserahmens
zu entfernen. Im Falle der ssaC-(1052 bp) und ssaT-(779 bp) Gene wurde
von jedem der gesamte offene Leserahmen deletiert und nur das Start-
und Stop-Codon (6 bp) zurückgelassen
nachdem die Deletion erzeugt wurde. Nur die C-terminale Hälfte des ssaJ-Gens
konnte entfernt werden als die Deletion erzeugt wurde. Dies reduzierte
die Größe des Gens
von 749 auf 324 bp.
-
4 zeigt
die genetische Anordnung des SPI2 Locus in S. typhimurium. Dies
ist eine Aufstellung der SPI2-Region von S. typhimurium, angeordnet
unter Verwendung der Sequenzen erhältlich von der GenBank (Zugangsnummern
AJ224892, Z95891, U51927, Y09357 und X99944). Gezeigt sind auch
die Positionen, der in den ssaC-, ssaJ- und ssaT-Genen erstellten
Deletionen.
-
-
-
Die
Gene von S. dublin und S. typhimurium sind ähnlich genug, so daß die gleichen
Primer für
beide Arten benutzt werden konnten.
-
B. Konstruktion von Deletionsmutanten
von S. typhimurium und S. dublin.
-
Die
im obigen Beispiel 1A hergestellten pcVD442::ΔGen-Plasmide wurden verwendet,
um Deletionsmutanten durch homologe Rekombination mit dem geeigneten
Salmonella-Stamm zu erzeugen, d.h. ein Plasmid, welches das deletierte
Gen enthält,
wurde verwendet, um die Deletion in S. dublin herzustellen und ein Plasmid,
welches die S. typhimurium-Sequenzen enthält, wurde verwendet, um die
Deletion in S. typhimurium herzustellen. Das Plasmid pcVD442 ist
ein positiver Selektionssuizidvektor. Es enthält den Replikationsursprung
für R6K-Plasmide
(ori), das Mobilisierungsgen für
RP4-Plasmide (mob), das Gen für
Ampicillinresistenz (bla), das sacB-Gen von B. subtilis, welches
das Gen für
Levan-Saccharose kodiert und eine Mehrfachklonierungsstelle.
-
Das
Plasmid pcVD442 kann extrachromosomal nur in bakteriellen Stämmen, die
das π-Protein,
das pir-Genprodukt (z.B. E. coli SM10λpir oder DH5αλpir), herstellen, erhalten werden.
Die Einfuhr eines auf pcVD442 basierenden Vektors in einen nicht-toleranten Wirtsstamm
(S. typhimurium oder S. dublin) durch Konjugation und Selektion
auf Ap (Ampicillin)- und Nal (Nalidixinsäure))-enhaltenen Medium, erlaubt
die Isolierung von ApR teilweise diploiden
(merodiploiden) Isolaten, in welchen das Plasmid in das Genom des
Zielstamms durch homologe Rekombination mit dem wildtypischen Gen
integriert hat.
-
In
Kürze,
der E. coli Stamm SM10λpir
(thi thr leu tonA lacY supE recA::RP4-2-Tc::Mu km) [(Donnenberg und Kaper, Infect
Immun 59:4310–17
(1991)], welcher die pCVD442-Plasmide mit den S. typhimurium oder
S. dublin ΔssaT-, ΔssaJ-, ΔssaC-, ΔrfaK- oder ΔglnA-Genen
(als SM10λpir/pCVD442::Δ-Gene bezeichnet)
trägt,
wurden mit NalR S. typhimurium MK315N oder
S. dublin B94-058N gepaart, und die Rekombinanten wurden auf Ap
und Nal ausgewählt.
Sowohl MK315N als auch B94-058N
sind spontane NalR-Stämme, hergestellt durch Ausplattieren
der entsprechenden Elternstämme
auf LB-Agar, der 50μg/ml
Nal (jeweils klinische Isolate von einem Rind oder Mensch als Proband)
enthält.
Die wiederhergestellten ApRNalR-Rekombinanten müssen das
Plasmid in das Chromosom integriert haben, da das Plasmid extrachromosomal
nicht erhalten werden kann. Dies ergibt die Bildung eines teilweise
diploiden (merodiploiden) Stamms, der das in diesen Genort auf dem
Chromosom integrierte pCVD442::ΔGen-Plasmid
enthält.
-
Die
ApRNalR S. typhimurium
MK315N::pCVD442::ΔGen-
und die S. dublin B94-058N::pCVD:: ΔGen-Rekombinaten
wurden dann unter nicht-selektiven Bedingungen aufgezogen, gefolgt
von Wachstum auf LA (-Saccharose)- und TYPES (+Saccharose)-Agar. In der Abwesenheit
von Selektionsdruck kann ein spontanes Rekombinationsereignis auftreten,
in welchem das pCVD442-Plasmid und entweder das wildtypische Gen
oder das deletierte Gen aus dem Chromosom herausgeschnitten werden.
Die Zellen, die das pCVD442-Plasmid behalten, wurden auf TYPES-Nährboden durch die giftigen
Produkte Zähler-selektiert,
die aus der Aufspaltung von Saccharose durch die Levan-Sucrase,
kodiert durch das sacB-Gen, produziert wurden. Infolgedessen wird
die Anzahl der Kolonien auf TYPES-Nährboden im Verhältnis zu
der Zahl auf LA verringert. Nach der Bestätigung des ApS-Phänotyps der
isolierten Kolonien auf dem TYPES-Nährboden wurden die Rekombinanten
durch PCR analysiert, um festzustellen, ob das wildtypische Gen
oder das deletierte Gen behalten worden waren.
-
In
Anfangsexperimenten wurde der Spender und der Empfänger für 5 Stunden
auf LB-Nährboden
verpaart und dann auf LB-Nährboden,
welches Nal (20 oder 100μg/ml)
und Ap enthält,
selektiert. Obwohl starkes Wachstum auf der Ausgangsselektionsplatte
auftrat, konnten, wenn überhaupt,
wenige der isolierten Kolonien als ApRNalR bestätigt
werden. Die Unfähigkeit
rekombinantes Wachstum zu isolieren, lag wahrscheinlich am Wachstum
des Empfängers,
als ein Ergebnis des Abbaus von Ampicillin durch die Freigabe der β-Lactamase von
den Spenderzellen. Um dieses Problem zu überwinden wurden Paarungs-
und Selektionsbedingungen entworfen, die die Rekombinanten bevorzugten
und gegen die Spender- und Empfängerstämme selektionierten.
Speziell wurden Empfänger-
und Spenderstämme über Nacht
auf LB-Nährboden
oder auf modifiziertem M9-Nährboden
(Difco Laboratory, Detriot, MI) gepaart, gefolgt von der Anreicherung
von Rekombinanten durch das Wachstum in selektiver (Nal und Ap (75μg/ml)) LB-Brühe (Difco
laboratory, Detriot, MI) und der Isolierung auf selektivem (Nal
und Ap (75μg/ml))
Nährbodenmedium.
Die Paarung auf modifiziertem M9-Nährmedium
gestattete das Auftreten von Konjugation, begrenzte jedoch die Replikation,
welches die Zahl der Spender- und Empfängerzellen verringerte, die
in die Selektionsbrühe
eingebracht wurden. Das Wachstum zur frühen logarithmischen Phase in
der Selektionsbrühe
bevorzugte die Replikation von Rekombinanten aber nicht der Spender-
und Empfängerstämme. Die
anschließende
Selektion auf LB-Nährmedium
mit Nal und Ap (75μg/ml
von jedem) favorisierte weiter die Rekombinanten gegenüber dem
Spender und dem Empfänger, welches
bestätigt
wurde, als fast alle isolierten Kolonien ApRNalR waren. Diese Verfahren erbrachte teilweise diploiden (merodiploiden)
S. typhimurium- oder S. dublin-Rekombinanten, die das entsprechende
Plasmid pCVD442::ΔGen
integriert in das Genom tragen.
-
Meridiploide
Isolate wurden dann unter nicht-selektiven Bedingungen bis zur späten logarithmischen Phase
wachsen gelassen und zu LB-Nährboden
und TYPES-Nährboden überimpft.
Während
des nicht-selektiven Wachstums kann ein spontanes Rekombinationsereignis
zwischen den duplizierten Sequenzen im merodiploiden Stadium auftreten
und eine Kopie entweder des wildtypischen oder des deletierten Gens
im Chromosom lassen. Wachstum auf Saccharose (TYES) wählt gegen
jene Zellen aus, die das zweite Rekombinationsereignis nicht durchgemacht
haben, weil die Produkte der Levansucrase, kodiert durch das sacB-Gen
auf dem pCV442-Plasmid, toxisch zu gram-negativen Zellen sind. Infolgedessen
ist die Zahl der Kolonien auf TYES-Nährboden viel niedriger als
auf LA. In unseren Händen
war es kritisch die Platten bei Raumtemperatur zu inkubieren, damit
die Selektion erfolgreich ist. Die Inkubation bei höheren Temperaturen
(30°C oder
37°C) verringerte
nicht die Zahl der Kolonien auf TYES relativ zu LA, was darauf hinweist,
daß die
Selektion für pCVD442-negative
Zellen nicht erfolgte.
-
Auf
TYES-gewachsene Kolonien wurden für einzelne Kolonien ausgestrichen
und der NalR ApS-Phänotyp bestätigt. Es
wurde dann eine PCR-Analyse der genomischen DNA der Kolonien unter
Verwendung der geeigneten und oben für jedes Gen beschriebenen Primer
A und D durchgeführt,
um festzustellen, ob das deletierte oder wildtypische Gen im Chromosom
behalten worden war. Für
ssaT zeigte ein PCR-Produkt von 1206 bp (im Vergleich zu 1980 bp
im wildtypischen Gen) an, daß das
Gen deletiert worden war. Für
ssaJ zeigte ein PCR-Produkt von 1074 bp (im Vergleich zu 1500 bp
im wildtypischen Gen) an, daß das
Gen entfernt worden war. Für
ssaC zeigte ein PCR-Produkt
von 1229 bp (im Vergleich zu 2275 bp im wildtypischen Gen) an, daß das Gen
beseitigt worden war. Für
rfaK zeigte ein PCR-Produkt von 1300 bp (im Vergleich zu 2400 bp
im wildtypischen Gen) an, daß das
Gen deletiert worden war. Für
glnA zeigte ein PCR-Produkt von 1161 bp (im Vergleich zu 2411 bp
im wildtypischen Gen) an, dass das Gen entfernt worden war.
-
Obgleich
theoretisch 50% dieser Isolate das deletierte Gen tragen sollten,
war der tatsächliche
Prozentsatz der das deletierte Gen tragenden Isolate ziemlich variabel
und reichte von 1,4 % (1 von 73 Isolaten) für das S. dublin glnA-Gen bis
zu 80% (4 von 5) für
das S. dublin ssaJ-Gen, was darauf hindeutet, daß die Entfernung des Gens nicht
willkürlich
war. Die Deletionsmutanten wurden durch serologische Tests bestätigt, S.
typhimurium oder S. dublin zu sein.
-
C. Konstruktion von Doppeldeletionsmutanten
von S. typhimurium und S. dublin
-
Salmonella-Doppeldeletionsmutanten
wurden auf die gleiche Art und Weise wie die Salmonella-Einzeldeletionsmutanten
unter Verwendung der oben beschriebenen E. coli- und Salmonella-Stämme konstruiert. In
Kürze,
E. coli SM10λpir-Spenderstämme, die
das pCVD442-Plasmid mit dem deletierten ssaT-Gen (ΔssaT) entweder
von S. typhimurium oder von S. dublin tragen, wurden mit S. dublin
B94-058N- oder mit
S. typhimurium MK315N-Mutanten mit entweder dem deletierten ssaC-
oder dem ssaJ-Gen (ΔssaC
und ΔssaJ)
gepaart, und ApR-Exkonjuganten wurden ausgewählt. Die
Einführung
des Plasmids in den nicht-toleranten Salmonella-Wirt und die Selektion
von ApR-Kolonien erlaubte die Isolierung
von merodiploiden Rekombinanten, in denen das Plasmid in das Genom
durch homologe Rekombination mit dem wildtypischen Gen integriert
wurde. Anschließendes
Wachstum der merodiploiden Rekombinanten bis zur späten logarithmischen
Phase unter nicht-selektiven
Bedingungen ermöglichte
das Auftreten eines spontanen Rekombinationsereignis zwischen den
duplizierten Sequenzen im merodiploiden Genom, welches entweder
eine Kopie des wildtypischen oder des deletierten Gens im Chromosom
ließ.
Kolonien, die unter diesen nicht selektiven Wachstumsbedingungen gezüchtet wurden,
wurden dann in Saccharose enthaltenes Medium überimpft, das gegen jene Zellen
selektierte, die nicht das zweite Rekombinationsereignis durchgemacht
haben. Isolierte Saccharose-resistente Kolonien von S. typhimurium
wurden durch PCR analysiert, um die erwünschte ssaT-Deletionsmutante
zu identifizieren.
-
Trotz
des Prüfens
zahlreicher Saccharose resistenter Kolonien durch PCR konnte eine
S. dublin ssaT-Deletionsmutante nicht identifiziert werden. Die
putativen B94-058N::ΔssaCΔssaT- und B94-058N::ΔssaJΔssaT-Rekombinanten
wurden durch Koloniehybridisierung identifiziert. Die E. coli SM10λpir-Spenderstämme, die
das pCVD442 Plasmid mit dem deletierten ssaT-Gen (ΔssaT) von
S. dublin tragen, wurden mit S. dublin B94-058N-Mutanten mit entweder
dem deletierten ssaC- oder ssaJ-Gen (ΔssaC und ΔssaJ) gepaart und wie oben beschrieben
nach Saccharose-resistenten Kolonien selektiert. Diese Kolonien
wurden dann auf selektivem (Ap und Nal) Medium gezüchtet und
dann auf Nitrocellulose übertragen (Schleicher & Schuell Nitrocellulose
BA85; Schleicher und Schuell, Keene, NH). Die Nitrozellulose-Blots
wurden dann wie in Davis et al., Basis methods in molecular biology,
Elsevier, New York (1986) beschrieben verarbeitet, mit der Ausnahme,
daß die
verwendeten zweiten und dritten Puffer jeweils 1 M Tris, pH 7,6
und 1,5 M NaCl-0,25 M Tris, pH 7,6 waren. Die bakterielle DNA wurde
mit der Nitrocellulose unter Verwendung eines Stratagene UV Stratalinkers
1800 (Stratagene, La Jolla, CA) und unter Verwendung der Auto-Vernetzungseinstellung
(1200μJ
X 100) vernetzt. Der Blot wurde prähybridisiert, hybridisiert,
gewaschen und gemäß der Genius-Systembestimmungen
(Boehringer Mannheim Biochemicals, Indianapolis, IN) unter Verwendung
der Herstellungsanweisung entwickelt. Die inneren Sequenzen des
ssaT-Gens wurden als Probe während
des Hybridisierungsschritts verwendet. Die Probe wurde durch PCR
unter Verwendung von Del-1680 (5'-TGGCTTTTATTCGACCATTGAGCCTTTC-3' (SEQ ID NO:8)) und
DEL-1681 (5'-TTTATCGCTTTCAACCAAATAGTGATG-3') (SEQ ID NO:9))
als Primer erzeugt und B94-058N-Kolonienwachstum als DNA-Matrize unterdrückt. Die
DNA-Probe wurde durch Einbau von Digoxigenin in das verkürzte ssaT-Gen
unter Verwendung des DIG-High Primer Kits (Boehringer Mannheim Biochemicals)
markiert. Die Kolonien, die kein positives Signal erbrachten, putative
ssaT-Deletionsmutanten, wurden auf das Vorhandensein des wildtypischen
oder des deletierten ssaT-Gens mittels PCR, unter Verwendung von
unterdrücktem
Kolonienwachstum und den oben beschriebenen (siehe Beispiel 1A)
Primern A und D für
das ssaT-Gen, untersucht.
-
Um
die gewünschten
Doppelmutanten zu isolieren war es notwendig, Rekombinante nach
nicht-selektivem Wachstum, unter Verwendung von entweder PCR (S.
typhimurium Rekombinanten) oder Kolonienhybridisierung gefolgt von
PCR (S. dublin Rekombinanten), zu analysieren. In der Theorie sollte
das Entfernen des wildtypischen und des deletierten Gens willkürlich und
bei einer gleichen Frequenz auftreten, was 50% Rekombinante, die
das deletierte Gen tragen, ergibt. Wie in Beispiel 1B gezeigt war
jedoch der Prozentsatz der Isolate mit dem deletierten Gen ziemlich
variabel. Die Frequenz, in der das deletierte ΔssaT-Gen in den putativen S. typhimurium
MK315N::ΔssaJΔssaT-, S.
typhimurium MK315N::ΔssaCΔssaT-, S.
dublin B94-058N::ΔssaCΔssaT- und
S. dublin B94-058N::ΔssaJΔssaT-Rekombinanten
zurückgewonnen
wurde, war jeweils 50% (4 von 8), 12,5% (1 von 8), 3,8% (8 von 209)
und 8,9% (14 von 158).
-
PCR-Analysen
von genomischer DNA von putativen S. typhimurium und S. dublin Doppeldeletionsmutanten
(unter Verwendung der oben beschriebenen geeigneten Primer A und
D) bestätigten
die Anwesenheit von sowohl ssaC- und ssaT- als auch ssaJ- und ssaT-deletierten
Genen. Die Deletionsmutanten wurden durch serologische Tests bestätigt, S.
typhimurium oder S. dublin zu sein. Es wurde gezeigt, daß wie erwartet
S. typhimurium- und S. dublin-Mutanten jeweils mit Salmonella O
Gruppe B und Salmonella O Gruppe D1 Antiserum
(Difco Laboratory, Detriot, MI) verbunden sind.
-
D. Konstruktion von 5.
choleraesuis Mutanten
-
S.
choleraesuis Mutanten wurden unter Verwendung des STM-Verfahrens,
allgemein im US Patent Nummer 5,876,931 beschrieben, konstruiert.
In Kürze,
jede erzeugte Insertionsmutation trägt ein unterschiedliches DNA-charakteristisches
Kennzeichen („Tags"), welches den Mutanten
ermöglicht,
voneinander unterschieden zu werden. Die Kennzeichen umfassen 40-bp
variable zentrale Regionen, die durch unveränderliche „Arme" von 20-bp flankiert werden, die erlauben,
daß der
zentralen Teil durch PCR co-amplifiziert wird. Die markierten Mutantenstämme werden
in Mikrotiter-Schalen gesammelt und dann kombiniert, um das „Inoculum-Reservoir" für Infektionsstudien
zu bilden. Zu einer adäquaten
Zeit nach der Beimpfung werden die Bakterien vom Tier isoliert und
vereinigt, um das „zurückgewonnene
Reservoir" zu bilden.
Die „Tags" in dem zurückgenommenen
Reservoir und die „Tags" in dem Inoculum-Reservoir
werden gesondert amplifiziert, markiert, und dann verwendet, um
Filter zu untersuchen, auf denen unterschiedlichen „Tags" angeordnet sind,
welche die Mutanten in dem Inoculum repräsentieren. Mutanten mit geeigneter
Virulenz sind solche mit „Tags", die Hybridisierungssignale
geben wenn sie mit „Tags" vom Inoculum-Reservoir
sondiert werden aber nicht wenn sie mit „Tags" vom zurückgewonnenen Reservoir sondiert
werden. STM erlaubt, daß eine
große
Anzahl von Insertionsmutationsstämme
gleichzeitig in einem einzelnen Tier auf den Verlust der Virulenz überprüft werden.
Unter Verwendung dieses Verfahrens wurden Insertionsmutanten von
S. choleraesuis hergestellt, die ein mini-tn5-Transposon, welches
das jeweilige Gen unterbricht, enthalten. Teile des Gens die jedes
Transposon umgeben wurden sequenziert, um die Insertionsstelle durch
die Anpassung der Sequenz mit der korrespondierenden Sequenz von
bekannten S. typhimurium-Genen zu identifizieren. Das mini-tn5-Transposon,
welches die ΔssaM-Mutation
erzeugt, wurde zwischen den Nukleotidpositionen 126 und 127 in SEQ
ID NO:7 lokalisiert und das mini-tn5 Transposon, welches die ΔssaJ-Mutation
erzeugt, wurde zwischen den Nukleotidpositionen 209 und 210 in SEQ
ID NO:4 lokalisiert.
-
E. Charakterisierung der
Einfach- und Doppel-SPI2-Mutanten
-
Die
Daten zeigten, daß bestimmte
der Einfach- und Doppeldeletionsmutanten, speziell ΔssaC und ΔssaCΔssaT, weniger
invasiv als der Wildtyp oder andere Mutanten sind. Dies kann zu
einer etwas besseren Wirksamkeit beitragen. Es kann sein, daß Mutanten,
z.B. ΔssaC-Mutanten,
die für
längere
Zeitabschnitte mit der Darmschleimhaut assoziiert bleiben und dennoch
eine reduzierte Fähigkeit
haben in epithelische Zellen des Wirts einzudringen, besser in der
Lage sind, eine starke Immunität
der Schleimhaut auszulösen.
-
Beispiel 2
-
Sicherheit und Effizienz
von Einfach- und Doppeldeletions-SPI2-mutanten
-
A. Wirksamkeit von einer
S. choleraesuis ΔssaC-Mutante
als ein Impfstoff im Schwein (Versuchsnummer 704-7923-I-MJK-96-008)
(nicht von der Erfindung umfaßt)
-
Die
Sicherheit und die Wirksamkeit von einer lebenden und abgeschwächten S.
choleraesuis ΔssaC-Mutante
als Impfstoff wurde im Schwein ermittelt (3–4 Wochen alte Schweine). Die
Scheine (8 Schweine pro Gruppe) wurden entweder oral über das
Trinkwasser oder intramuskulär
(IM) mit einer Dosis von ungefähr
~1 × 109 CFUs/Schwein geimpft. Für die orale Verabreichung wurde
10 ml von der im Labor aufgezogenen Impfstoffkultur (im Allgemeinen
gewachsen wie in Beispiel 2.D unten beschrieben) 1:4 in ddH2O verdünnt.
40 ml dieser Mischung wurde durch Zugabe von 960 ml sterilem ddH2O weiter verdünnt; 100 ml dieser Endmischung
wurde den Schweinen über
eine Tränke
gegeben (die Schweine tanken ungefähr 50 ml Wasser, was eine endgültigen Impfstoffdosis
von 2,6 × 108 pro Schwein ergibt). Für die IM-Impfung wurde 27 ml der 1:4 verdünnten Impfstoffkultur
zu 3 ml sterilem WFI gegeben; 2,5 ml dieser Mischung wurde intramuskulär jedem
Tier verabreicht, eine endgültige
Dosis von ~3,0 × 108 pro Schwein ergebend. Die Schweine wurden
täglich
zu Temperatur, Körpergewicht,
Note der Fäkalien-Beschaffenheit,
körperliches
Befinden und Sterblichkeit überwacht. Die
Tiere wurden auch zu Shedding des Impfstoffes und des Konfrontationsorganismus überwacht.
Alle Tiere wurden am Endpunkt des Versuches obduziert und Gewebe
wurden für
den Konfrontationsorganismus kultiviert.
-
Im
Anschluß an
die Schutzimpfung wurden keine nachteiligen klinischen Krankheitsanzeichen
in den Tieren beobachtet, die oral oder intramuskulär (IM) mit
der ΔssaC-Mutante
geimpft wurden, abgesehen von einem kurzfristigen Anstieg der Temperatur.
Die Schweine wurden dann mit dem hoch-giftigen S. choleraesusis-Wildtyp, welcher
ein Feldisolat war, das von einem Fall von Salmonellose erhalten
wurde, 28 Tage nach der Impfung erneut konfrontiert. Die Ergebnisse
zeigten, daß die
Verabreichung der ΔssaC-Mutante
entweder auf oralen oder intramuskulären Wegen sicher und wirksam
gegen experimentell verursachte Salmonellose war. Nicht-Geimpfte zeigten
schwerwiegendes Fieber, das von wäßriger Diarrhöe, verminderter
Nahrungsaufnahme, Dehydrierung und vom Tod begleitet wurde. Demgegenüber waren
die Tiere, die mit dem ΔssaC-Impfstoff-Konstrukten
geimpft wurden, gegen eine Infektion resistent. In diesen Tieren
gab es eine statistisch bedeutende Verringerung sowohl der schwere
als auch der Dauer der Morbidität,
der Sterblichkeit, der Tage der Untätigkeit und des Sheddings des
Konfrontationsorganismus.
-
B. Wirksamkeit einer S.
choleraesuis ΔssaM-
oder S. choleraesuis ΔssaC-Mutante
als Impfstoffe im Schwein (704-7923-I-MJK-96-012) (nicht von der
Erfindung umfaßt)
-
Die
Sicherheit und die Wirksamkeit einer lebenden abgeschwächten S.
choleraesuis ΔssaM-
oder einer S. choleraesuis ΔssaC-Mutante
als ein Impfstoff wurde im Schwein (3–4 Wochen alte Schweine) ermittelt. Acht
Schweine wurden oral über
das Trinkwasser bei einer Dosis von ungefähr ~1 × 109 CFUs/Schwein
geimpft. Für
die orale Impfung wurde eine im Labor aufgezogene Impfstoffkultur
(im Allgemeinen gewachsen wie in Beispiel 2.D unten beschrieben)
1:4 in ddH2O verdünnt; 40 ml dieser Mischung
wurde zu 960 ml sterilem ddH2O hinzugefügt; und
100 ml von dieser Endmischung wurde den Schweinen über eine
Tränke
gegeben. Die Anzahl der CFUs pro ml wurde festgestellt, indem man
fortlaufende 10fach Verdünnungen
der Endmischung durchführte
und auf Agar ausplattierte. Die Dosis pro Schwein wurde dann festgestellt,
indem man die Zahl der CFUs/ml mit der vom Tier konsumierten ml-Anzahl Wasser (jedes
Tier trank ungefähr
50 ml Wasser) multiplizierte, was eine endgültige Impfstoffdosis von 1 × 109 CFUs/Schwein ergab. Grundwerte für Körpertemperatur,
Fäkalien-Konsistenz
und körperlichen
Zustand für
jedes Tier wurden während
der vier Tage unmittelbar vor der Impfung gesammelt und mit den
Werten nach der Impfung verglichen, um die Sicherheit jedes Impfstoffs
zu bewerten. Die Schweine wurden täglich zu Temperatur, Körpergewicht,
Note der Fäkalien-Beschaffenheit, körperlichen
Zustand und Sterblichkeit überwacht.
Die Tiere wurden auch zu Shedding des Impfstoffes und des Herausforderungsorganismus überwacht.
Alle Tiere wurden am Endpunkt des Versuches obduziert und Gewebe
wurden für
den Konfrontationsorganismus kultiviert.
-
Nach
der Schutzimpfung wurden keine nachteiligen klinischen Krankheitsanzeichen
in den Tieren beobachtet, die oral mit jeder SPI2-Mutante geimpft
wurden, abgesehen von einem kurzfristigen Anstieg der Temperatur.
Die Schweine wurden dann mit dem hoch-giftigen S. choleraesusis-Wildtyp,
welcher ein Feldisolat war, das von einem Salmonellose-Fall erhalten
wurde, 28 Tage nach der Impfung erneut konfrontiert. Die Ergebnisse
zeigten, daß die
Verabreichung jeder SPI2-Mutante auf oralen Wegen sicher und wirksam
gegen experimentell verursachte Salmonellose war. Nicht-Geimpfte zeigten
schwerwiegendes Fieber, das von wäßriger Diarrhöe, verminderter
Nahrungsaufnahme, Dehydrierung und vom Tod begleitet wurde. Demgegenüber waren
die Tiere, die mit ΔssaC-
und ΔssaM-Impfstoff-Konstrukten
geimpft wurden, gegen einer Infektion resistent. In diesen Tieren
gab es eine statistisch bedeutende Verringerung sowohl der schwere
als auch der Dauer der Morbidität,
der Sterblichkeit, der Tage der Untätigkeit und des Sheddings des
Konfrontationsorganismus.
-
C. Wirksamkeit einer S.
choleraesuis ΔssaJ-
oder S. choleraesuis ΔssaC-Mutante
als Impfstoffe im Schwein (704-7923-I-MJK-97-004) (nicht von der
Erfindung umfaßt)
-
Die
Sicherheit und die Wirksamkeit einer lebenden abgeschwächten S.
choleraesuis ΔssaJ-
oder einer S. choleraesuis ΔssaC-Mutante
als ein Impfstoff wurde im Schwein (56 männliche und weibliche durch
Kreuzung erzeugte Schweine, bei der Impfung 18–24 Tage alt) ermittelt. Die
Basislinie der Temperaturen und klinische Werte (Sterblichkeit,
Morbidität,
Diarrhö,
Bakterien-Shedding und tägliche
durchschnittliche Gewichtszunahme) wurden an den Tagen 1–4 notiert.
Die Schweine wurden wie im Beispiel 2B oben beschrieben oral über das
Trinkwasser am Tag 4 mit einer Dosis von ungefähr ~1 × 109 CFUs/Schwein
geimpft. Die Schweine wurden täglich
zu klinischen Symptomen (prozentuale Sterblichkeit, prozentuale
Morbidität,
prozentualer Anteil der Tage mit Durchfall, prozentualer Anteil
der Tage mit Shedding und durchschnittliche Gewichtszunahme, ermittelt
wie in Beispiel 2.D unten beschrieben) für 21 Tage nach der Impfung
(Tage 5–25) überwacht,
von denen die Tage 22–25
als eine Grundlinie vor der Konfrontation mit den wildtypischen
Bakterien betrachtet wurden. Die Schweine wurden dann mit einem
hoch virulenten S. choleraesuis-Wildtyp, welcher ein Feldisolat
war, das von einem Salmonellose-Fall erhalten wurde, oral über die
Nahrung (nach einem 24 Stunden Fasten) 21 Tage nach der Impfung
(Tag 25) konfrontiert. Es wurde fortgefahren, die Schweine auf klinische
Symptome für
weitere 21 Tage nach der Konfrontation zu überwachen (Tag 26–46). Die
Ergebnisse der erneuten Impfung (und vor der Konfrontation) werden
in Tabelle 3 unten gezeigt. Die Ergebnisse zeigten, daß die orale
Verabreichung jeder dieser zwei Mutanten als ein Impfstoff sicher
und wirksam gegenüber
der experimentell erzeugten Salmonellose war.
-
Tabelle
2: Das Fehlen der klinischen Anzeichen in Geimpften zeigt die Sicherheit
der S. choleraesuis Impfstoff nach der Impfung.
-
Tabelle
3. Verringerung der klinischen Anzeichen in erneut herausgeforderten
Geimpften zeigt die Wirksamkeit des S. choleraesuis-Impfstoffs.
-
D. Wirksamkeit einer S.
dublin ΔssaC-
oder S. dublin ΔssaJ-
oder einer S. dublin ΔssaT-Mutante
als Impfstoffe im Rind (2051-7923-I-MJK-98-004) (nicht von der Erfindung
umfaßt)
-
Die
Sicherheit und die Wirksamkeit einer lebenden-abgeschwächten S.
dublin ΔssaC- oder S. dublin ΔssaJ- oder
einer S. dublin ΔssaT-Mutante
als ein Impfstoff wurde im Rind (36 männliche und weibliche Kälber, bei
der Impfung 10–14
Tage alt) ermittelt. Lebende-abgeschwächte S. dublin-Stämme wurden
von Lagerkulturen durch das Ausstreichen auf Blut-Agar wiederhergestellt.
Nach 18–24
Stunden Inkubation bei 37°C
wurden Kolonien vom einem stark gewachsenen Gebiet mit einer sterilen Öse entnommen
und in LB-Brühe überimpft. Nach
14 Stunden stationärer
Inkubation bei 37°C
wurde 1 ml dieser Kultur verwendet, um 22,5 ml frische LB-Brühe in 205
ml sterile Polycarbonat-Erlenmeyerkolben zu beimpfen. Nach 6 Stunden
stationärer
Inkubation bei 37°C
wurde 2,5 ml der resultierenden unverdünnten Kulturbrühe zu 3
Liter eines Milchaustauschers zur Verabreichung jedes Kalbs gegeben.
Die Verdünnungszahl
und die Zahl lebensfähiger
Platten auf Blut-Agar stellten die „Anzahl entwicklungsfähiger Bakterien" für jeden
Stamm zum Zeitpunkt der Präparation fest.
Jeder Impfstoff wurde bei Raumtemperatur erhalten und den Tieren
so schnell wie möglich
nach der Präparation
(innerhalb 30 min) verabreicht. Die Basislinie der Temperaturen
und die klinischen Anzeichen (Sterblichkeit, körperlicher Zustand, Untätigkeit,
Diarrhö (Fäkaliennote)
und Bakterien-Shedding) wurden an den Tagen 1–4 aufgezeichnet. Die Kälber wurden
oral über
den Milchaustauscher am Tag 4 entweder mit dem Wildtyp oder einer
Bakterienmutante mit einer Dosis von ungefähr ~1 × 109 CFUs/Kalb
geimpft. Für
die orale Impfung wurde 1 ml der im Labor gewachsenen Impfstoffkultur
in den Milchausstaucher des Kalbs überimpft. Die Anzahl der CFUs/ml
wurde wie in Beispiel 2B oben beschrieben ermittelt. Weil jedes
Kalb seine gesamte Menge des Milchaustauschers am Tag der Schutzimpfung
verbrauchte, war die Anzahl der CFUs pro Tier dieselbe wie die Zahl
CFUs/ml der Kultur.
-
Die
Kälber
wurden täglich
für 28
Tage nach der Impfung (Tage 5–32)
auf klinische Symptome überwacht
(prozentuale Sterblichkeit, körperlicher
Zustand, prozentualer Anteil inaktiver Tage, Fäkaliennote und 5 Shedding-Tage),
von welchen die Tage 29–32
als eine Grundlinie vor der Konfrontation mit den wildtypischen Bakterien
betrachtet wurden. Wenn ein Kalb während der interessierenden
Periode starb, wurde ihm eine Zahl von „1" für
die Sterblichkeitsvariable zugewiesen, andernfalls war die zugewiesene
Sterblichkeitsvariable „0". Der körperliche
Zustand wurde auf einer Skala von 1 bis 5 beschrieben, wo „1" ein gesundes, aktives
Tier mit normalem Haarkleid war, „ 2" ein wenig niedergeschlagenes Tier war,
welches durchschnittlich aktiv war und ein rauhes Haarkleid hatte; „ 3" ein mäßig bis
schwer niedergeschlagenes Tier war, das ungeachtet des Haarkleids
inaktiv/lustlos und/oder mager war; „4" ein sterbendes Tier war; und „5" ein totes Tier war.
Wenn ein Kalb starb, wurde dem körperlichen
Zustand eine „5" für den Todestag
(oder für
den folgenden Tag in Abhängigkeit vom
Todeszeitpunkt) und für
die fehlenden Werte danach zugewiesen. Der durchschnittliche körperliche
Zustand wurde als der Mittelwert der täglichen Werte innerhalb der
interessierenden Periode für
jedes Kalb genommen. Die durchschnittlichen körperlichen Werte wurden dann
verwendet, um die neu-skalierten Werte in den folgenden Tagen zu
ermitteln: der neu-skalierte Wert = 100x (Wert des durchschnittlichen
körperlichen
Zustands – 1)/4.
Dieses wandelt die Skala 1–5
in eine Skala von 0–100
um. Der prozentuale Wert nicht aktiver Tage wurde festgestellt,
indem man die Prozentzahl an Tagen während der interessierenden
Periode ermittelte, bei denen ein Kalb einen Wert von größer als
2 beim körperlichen
Zustandswerts hatte. Der Fäkalienwert wurde
auf einer Skala von 1–4
ermittelt, wo „1" normal ist, fest
geformt oder weich mit Form; „ 2" weich ungeformt
ist, „ 3" wäßrig mit
festem Material ist; und „4" übermäßig wäßrig/durchfallartig mit wenig
oder keinem festen Material ist. Das Prozent Shedding-Tage wurde
als das Prozent an Tagen während
der interessierenden Periode ermittelt, an welchen ein Kalb einen
Salmonella-positiven rektalen Abstrich hatte.
-
Die
Kälber
wurden dann mit einem hoch ansteckenden, heterologen S. dublin-Wildtypstamm, welcher von
einem Salmonellose-Fall beim Rind erhalten wurde, 28 Tage nach der
Impfung (Tag 32) herausgefordert. Es wurde fortgefahren, die Kälber für weitere
14 Tage nach der Konfrontation (Tage 33–46) auf klinische Symptome
zu überwachen.
Die Ergebnisse nach der Impfung (und vor der Konfrontation) sind
in Tabelle 4 unten gezeigt. Die Ergebnisse nach der Konfrontation
sind in Tabelle 5 unten offenbart. Die Leichenschau wurde am Tage
46 oder beim Tod durchgeführt,
und Gewebe- und Fäkalienproben
wurden für
die Kultivierung des Konfrontationsorganismus erhalten. Die Daten
der Kultivierung der Gewebe- (> 2
g) oder der Fäkalienproben
(> 2 g) zeigten, daß es eine
Verringerung des Konfrontationsstammes in den Geweben der Tiere
gab, die mit den SPI2-Mutanten, verglichen mit den harmlosen Kontrollen,
geimpft wurden, und daß die
orale Verabreichung von jeder dieser drei Mutanten als ein Impfstoff
sicher und gegen experimentell verursachte Salmonellose wirkungsvoll
war. Die schützenden
Effekte, die mit diesen SPI2-Mutanten gesehen wurden waren besser
als die, die mit den ΔcyaΔcrp-Mutanten
beobachtet wurden.
-
Tabelle
4. Das Fehlen von klinischen Anzeichen in den Geimpften zeigt die
Sicherheit von S. dublin-Impfstoffen nach der Impfung.
-
Tabelle
5. Verringerung der klinischen Anzeichen in danach herausgeforderten
Geimpften zeigt die Wirksamkeit des S. dublin-Impfstoffs.
-
E. Wirksamkeit einer S.
typhimurium ΔssaC-
oder S. typhimurium ΔssaJ-
oder einer S. typhimurium ΔssaT-Mutante
als Impfstoffe im Rind (2051-7923-I-MJK-98-006) (nicht von der Erfindung
umfaßt)
-
Die
Sicherheit und die Wirksamkeit einer lebenden abgeschwächten S.
typhimurium ΔssaC-
oder S. typhimurium ΔssaJ-
oder einer S. typhimurium ΔssaT-Mutante
als Impfstoffe wurde im Rind, wie in Beispiel 2D oben beschrieben,
ermittelt. Die Resultate, gezeigt in Tabellen 6 und 7 unten, demonstrierten,
daß die
orale Verabreichung von jeder dieser drei Mutanten als ein Impfstoff
sicher und gegen experimentell verursachte Salmonellose wirkungsvoll
war. Die schützenden
Effekte, die mit diesen SPI2-Mutanten gesehen wurden, waren besser
als die, die mit ΔrfaK-Mutanten beobachtet
wurden.
-
Tabelle
6. Das Fehlen von klinischen Anzeichen in den Geimpften zeigt die
Sicherheit von S. typhimurium-Impfstoffen.
-
Tabelle
7. Verringerung der klinischen Anzeichen in danach herausgeforderten
Geimpften zeigt die Wirksamkeit des S. typhimurium-Impfstoffs.
-
F. Wirksamkeit einer S.
dublin ΔssaC-
(nicht umfaßt)
oder einer S. dublin ΔssaC/ΔssaT- oder
einer S. dublin ΔssaJ/ΔssaT-Mutante
oder einer Kombination von S. dublin ΔssaC/ΔssaT mit S. typhimurium ΔssaC/ΔssaT als
Impfstoffe im Rind (2051-7923-I-MJK-99-001)
-
Die
Sicherheit und die Wirksamkeit einer lebenden abgeschwächten S.
dublin ΔssaC- oder einer S. dublin ΔssaC/ΔssaT- oder
einer S. dublin ΔssaJ/ΔssaT-Mutante
oder einer Kombination von S. dublin ΔssaC/ΔssaT mit S. typhimurium ΔssaC/ΔssaT als
Impfstoffe wurde im Rind, wie in Beispiel 2D oben beschrieben, ermittelt.
Die Resultate, gezeigt in Tabellen 8 und 9 unten, demonstrierten,
daß die
orale Verabreichung von jeder dieser drei Mutanten als ein Impfstoff
sicher und gegen experimentell verursachte Salmonellose wirkungsvoll
war. Die Ergebnisse zeigten auch, daß es keine Beeinträchtigung
gab, als ein Kombination von S. dublin- und S. typhimurium-Mutanten
verabreicht wurden. Tiere, die sowohl mit S. dublin ΔssaC/ΔssaT- als auch
mit ΔssaC/ΔssaT-Impfstoff-Konstrukten
geimpft wurden, hatten keine Sterblichkeit und die niedrigsten klinischen
Werte aller Gruppen, in folge der Konfrontationsbelastung mit einem
hoch giftigen heterologen S. dublin-Konfrontationsorganismus. Weil nur teilweiser
Schutz für
die Konfrontation mit S. dublin durch die Impfung von Kälbern mit
lebenden abgeschwächten
S. typhimurium Impfstoffen geleistet wird, lag die Resistenz dieser
Tiere wahrscheinlich an der Immunität, die durch den S. dublin-Bestandteil
des Impfstoffes verursacht wurde. So wurde die Wirksamkeit der S.
dublin-Komponente des Impfstoffs nicht durch das Vorhandensein des S.
typhimurium-Bestandteils behindert, und es ist möglich, daß das letzte die Immunität zu S.
dublin wirklich erhöhen
kann, wenn es als Kombinationsimpfstoff gegeben wird.
-
Tabelle
8. Das Fehlen von klinischen Anzeichen infolge der Impfung zeigt
die Sicherheit von S. dublin-Einfach- und Doppeldeletionsimpfstoffen,
und von S. dublin/S. typhimurium-Kombinationsimpfstoffen.
-
Tabelle
9. Verringerung der klinischen Anzeichen in danach herausgeforderten
Geimpften zeigt die Wirksamkeit der S. dublin-Einfach- und Doppeldeletionssimpfstoffe,
und der S. dublin/S. typhimurium-Kombinationsimpfstoffe.
-
G. Wirksamkeit einer S.
typhimurium ΔssaC-
(nicht umfaßt)
oder einer S. typhimurium ΔssaC/ΔssaT- oder
einer S. dublin ΔssaJ/ΔssaT-Mutante
oder einer Kombination von S. dublin ΔssaC/ΔssaT mit S. typhimurium ΔssaC/ΔssaT als
Impfstoffe im Rind (2051-7923-I-MJK-99-007)
-
Die
Sicherheit und die Wirksamkeit einer lebenden abgeschwächten S.
typhimurium ΔssaC-
oder einer S. typhimurium ΔssaC/ΔssaT- oder
einer S. dublin ΔssaJ/ΔssaT-Mutante oder einer
Kombination von S. dublin ΔssaC/ΔssaT mit
S. typhimurium ΔssaC/ΔssaT als
Impfstoffe wurde im Rind, welches mit virulenten S. typhimurium
wie im obigen Beispiel 2D beschrieben herausgefordert wurde, ermittelt.
Die Resultate, gezeigt in Tabellen 10 und 11 unten, demonstrierten,
daß die
orale Verabreichung von jeder dieser drei Mutanten als ein Impfstoff
sicher und gegen experimentell verursachte Salmonellose wirkungsvoll
war. Wie im obigen Beispiel 2F beschrieben, zeigten diese Ergebnisse
auch, daß es
keine Beeinträchtigung
gab, als eine Kombination von S. dublin- und S. typhimurium-Mutanten
verabreicht wurden.
-
Tabelle
10. Das Fehlen von klinischen Anzeichen infolge der Impfung zeigt
die Sicherheit von S. typhimurium-Impfstoffen.
-
Tabelle
11. Verringerung der klinischen Anzeichen in danach herausgeforderten
Geimpften zeigt die Wirksamkeit der S. typhimurium-Impfstoffe.
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-