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QUERVERWEIS
AUF VERWANDTE ANMELDUNG
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Diese
Anmeldung beansprucht die Provisional U.S. Patent Application 60/237,477,
eingereicht am 2. Oktober 2000.
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GEBIET UND
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft eine Reihe von Verbindungen, Verfahren zur Herstellung
der Verbindungen, pharmazeutische Zusammensetzungen, die die Verbindungen
enthalten, und deren Verwendung als therapeutische Mittel. Insbesondere
betrifft die Erfindung Verbindungen, die potente und selektive Inhibitoren
von für cyclisches
Guanosin-3',5'-monophosphatspezifischer Phosphodiesterase
(cGMP-spezifischer PDE), insbesondere PDE5, sind und Nützlichkeit
in einer Vielzahl von therapeutischen Bereichen haben, in denen
einen solche Hemmung als günstig
angesehen wird, einschließlich
der Behandlung kardiovaskulärer
Erkrankungen und errektiler Dysfunktion.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt Verbindungen mit der Formel bereit:
in der R
0 C
1-6-Alkyl ist;
R
1 ausgewählt ist
aus Wasserstoff, C
1-6-Alkyl, C
2-6-Alkenyl,
C
2-6-Alkinyl, C
3-8-Cycloalkyl
oder C
3-8-Cycloalkyl-C
1-3-alkyl;
R
2 ausgewählt
ist aus
R
3 ausgewählt ist
aus Wasserstoff oder C
1-6-Alkyl oder R
1 und R
3 zusammen
eine 3- oder 4-gliedrige
Alkyl- oder Alkenylkettenkomponente eines 5- oder 6-gliedrigen Rings
darstellen;
R
a ausgewählt ist
aus Wasserstoff oder C
1-6-Alkyl;
R
c nichts ist oder ausgewählt ist aus Wasserstoff oder
C
1-6-Alkyl;
W O, S oder NR
c ist;
X O, S oder NR
a ist; Y CR
a oder
N ist; Z CR
a, C(R
a)
2 oder NR
a ist; und
q 0, 1, 2, 3 oder 4 ist, und pharmazeutisch annehmbare Salze und
Solvate davon.
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Vorzugsweise
ist die Verbindung dargestellt durch die Formel
und pharmazeutisch annehmbare
Salze und Solvate davon.
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Vorteilhafterweise
ist R1 ausgewählt aus Wasserstoff, C1-4-Alkyl oder C3-6-Cycloalkylmethyl.
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Geeigneterweise
ist R3 Wasserstoff.
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Vorzugsweise
stellen R1 und R3 zusammen
eine 3- oder 4-gliedrige Alkylkettenkomponente dar.
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Vorteilhafterweise
ist R2 ausgewählt aus
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Geeigneterweise
ist Ra ausgewählt aus Wasserstoff oder C1-6-Alkyl.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch eine Verbindung bereit, die ausgewählt ist
aus
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Es
werden auch Verbindungen von Formel (I) offenbart:
in der R
0,
unabhängig,
ausgewählt
ist aus der Gruppe, die aus Halo und C
1-6-Alkyl
besteht;
R
1 ausgewählt ist aus der Gruppe, die
aus Wasserstoff, C
1-6-Alkyl, C
2-6-Alkenyl,
C
2-6-Alkinyl, Halo-C
1-6-alkyl, C
3-8-Cycloalkyl, C
3-8-Cycloalkyl-C
1-3-alkyl, Aryl-C
1-3-alkyl
und Hetereoaryl-C
1-3-alkyl besteht;
R
2 ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, C
1-6-Alkyl,
Aryl-C
1-3-alkyl, C
1-3-Alkenylaryl,
Halo-C
1-6-alkyl, C
1-4-AlkylenC(=O)OR
a, C
1-4-AlkylenC(=O)NR
aR
b, C
3-8-Cycloalkyl, Het,
C
3-8-Cycloalkenyl, C
3-8-Heterocycloalkenyl,
C
1-4-AlkylenHet, C
1-4-AlkylenQR
a, C
2-6-AlkenylenQR
a, C
1-4-AlkylenQRC
1-4-alkylenQRa,
und einem Spiro-Substituenten
mit der Struktur
R
3 ausgewählt ist
aus der Gruppe, die aus Wasserstoff und C
1-6-Alkyl
besteht,
oder R
1 und R
3 zusammen
eine 3- oder 4-gliedrige Alkyl- oder Alkenylkettenkomponente eines
5- oder 6-gliedrigen Ringes darstellen;
R
a und
R
b, unabhängig, ausgewählt sind
aus der Gruppe, die aus Wasserstoff, C
1-6-Alkyl,
Aryl, Heteroaryl, Aryl-C
1-3-alkyl, Heteroaryl-C
1-3-alkyl, C
1-3-Alkylenaryl,
C
1-3-Alkylenheteroaryl
und Het besteht;
R
c nichts ist oder
ausgewählt
ist aus der Gruppe, die aus Wasserstoff, C
1-6-Alkyl,
Aryl, Heteroaryl, Aryl-C
1-3-alkyl, Heteroaryl-C
1-3-alkyl, C
1-3-Alkylenaryl,
C
1-3-Alkylenheteroaryl und Het besteht;
Het
eine 5- oder 6-gliedrige heterocyclische Gruppe ist, gesättigt oder
teilweise ungesättigt,
die wenigstens ein Heteroatom enthält, das ausgewählt ist
aus der Gruppe, die aus Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel besteht, und
fakultativ substituiert ist mit C
1-4-Alkyl
oder C(=O)OR
a;
Q O, S oder NR
a ist;
W O, S oder NR
c ist;
X
O, S oder NR
a ist;
Y CR
a oder
N ist;
Z CR
a, C(R
a)
2 oder NR
c ist; und
q
0, 1, 2, 3 oder 4 ist.
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Wie
hierin verwendet, schließt
der Begriff „Alkyl" geradkettige und
verzweigte Kohlenwasserstoffgruppen ein, die die angegebene Anzahl
von Kohlenstoffatomen enthalten, typischerweise Methyl-, Ethyl-
und geradkettige und verzweigte Propyl- und Butylgruppen. Der Begriff „Alkyl" schließt „überbrücktes Alkyl" ein, d.h. eine bicyclische
oder polycyclische C6-C16-Kohlenwasserstoffgruppe,
zum Beispiel Norbornyl, Adamantyl, Bicyclo[2.2.2]octyl, Bicyclo[2.2.1]heptyl,
Bicyclo[3.2.1]octyl oder Decahydronaphthyl. Der Begriff „Cycloalkyl" ist definiert als
eine cyclische C3-C8-Kohlenwasserstoffgruppe,
Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclohexyl und Cyclopentyl. Die Begriffe „Alkenyl" und „Alkinyl" sind ähnlich zum
Begriff „Alkyl" definiert, mit der
Ausnahme, daß die Kohlenwasserstoffgruppe
eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
bzw. Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dreifachbindung enthält. „Cycloalkenyl" ist ähnlich zu
Cycloalkyl definiert, mit der Ausnahme, daß eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
im Ring vorliegt. Die Kohlenwasserstoffgruppe kann bis zu 16 Kohlenstoffatome
enthalten.
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Der
Begriff „Alkylen" bezieht sich auf
eine Alkylgruppe mit einem Substituenten. Der Begriff „C1-3-Alkylenaryl" bezieht sich zum Beispiel auf eine
Alkylgruppe, die ein bis drei Kohlenstoffatome enthält und mit
einer Arylgruppe substituiert ist. Der Begriff „Alkenylen", wie hierin verwendet, ist ähnlich definiert
und enthält
die angegebene Anzahl von Kohlenstoffatomen und Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
und schließt
geradkettige und verzweigte Alkenylengruppen wie Ethenylen ein.
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Der
Begriff „Halo" oder „Halogen" ist hierin so definiert,
daß er
Fluor, Brom, Chlor und Iod einschließt.
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Der
Begriff „Haloalkyl" ist hierin als eine
Alkylgruppe definiert, die mit einem oder mehreren Halo-Substituenten
substituiert ist, entweder Fluor, Chlor, Brom, Iod oder Kombinationen
derselben. In ähnlicher
Weise ist „Halocycloalkyl" als eine Cycloalkylgruppe
mit einem oder mehreren Halo-Substituenten definiert.
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Der
Begriff „Aryl", allein oder in
Kombination, ist hierin als eine monocyclische oder polycyclische
aromatische Gruppe definiert, vorzugsweise eine monocyclische oder
bicyclische aromatische Gruppe, z.B. Phenyl oder Naphthyl, die unsubstituiert
oder zum Beispiel mit einem oder mehreren, insbesondere einem bis
drei, Hydroxyalkyl, Alkoxy, Alkoxyalkyl, Haloalkyl, Nitro, Amino,
Alkylamino, Acylamino, Alkylthio, Alkylsulfinyl und Alkylsulfonyl
substituiert sein kann. Beispielhafte Arylgruppen schließen Phenyl,
Naphthyl, Tetrahydro naphthyl, 2-Chlorphenyl, 3-Chlorphenyl, 4-Chlorphenyl,
2-Methylphenyl, 4-Methoxyphenyl, 3-Trifluormethylphenyl, 4-Nitrophenyl
und dergleichen ein. Die Begriffe „Aryl-C1-3-alkyl" und „Heteroaryl-C1-3-alkyl" sind
als eine Aryl- oder Heteroarylgruppe mit einem C1-3-Alkyl-Substituenten definiert.
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Der
Begriff „Heteroaryl" ist hierin als ein
monocyclisches oder bicyclisches Ringsystem definiert, das einen
oder zwei aromatische Ringe enthält
und wenigstens ein Stickstoff-, Sauerstoff- oder Schwefel-Atom in einem
aromatischen Ring enthält
und das unsubstituiert oder zum Beispiel mit einem oder mehreren,
insbesondere einem bis drei, Substituenten substituiert sein kann,
wie Halo, Alkyl, Hydroxy, Hydroxyalkyl, Alkoxy, Alkoxyalkyl, Haloalkyl,
Nitro, Amino, Alkylamino, Acylamino, Alkylthio, Alkylsulfinyl und
Alkylsulfonyl. Beispiele für
Heteroarylgruppen schließen
Thienyl, Furyl, Pyridyl, Oxazolyl, Chinolyl, Isochinolyl, Indolyl,
Triazolyl, Isothiazolyl, Isoxazolyl, Imidizolyl, Benzothiazolyl,
Pyrazinyl, Pyrimidinyl, Thiazolyl und Thiadiazolyl ein.
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Der
Begriff „Het" schließt ein 5-
oder 6-gliedrige Heterocycloalkylgruppe, wie beispielsweise Morpholinyl,
Piperidyl, Pyrrolidinyl oder Piperazinyl, ein.
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Der
Begriff „Alkoxy" ist als -OR definiert,
worin R Alkyl ist.
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Der
Begriff „Alkoxyalkyl" ist als eine Alkylgruppe
definiert, in der ein Wasserstoff durch eine Alkoxygruppe ersetzt
worden ist. Der Begriff „(Alkylthio)alkyl" ist ähnlich definiert,
mit der Ausnahme, daß ein
Schwefelatom statt eines Sauerstoffatoms vorliegt.
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Der
Begriff „Hyxdroxy" ist als -OH definiert.
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Der
Begriff „Hydroxyalkyl" ist als eine Hydroxygruppe
definiert, die an eine Alkylgruppe angehängt ist.
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Der
Begriff „Amino" ist als -NH2 definiert und der Begriff „Alkylamino" ist als -NR2 definiert, worin wenigstens ein R Alkyl
ist und das zweite R Alkyl oder Wasserstoff ist.
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Der
Begriff „Acylamino" ist als RC(=O)N
definiert, worin R Alkyl oder Aryl ist.
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Der
Begriff „Alkylthio" ist als -SR definiert,
worin R Alkyl ist.
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Der
Begriff „Alkylsulfinyl" ist als R-SO2 definiert, worin R Alkyl ist.
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Der
Begriff „Alkylsulfonyl" ist als R-SO3 definiert, worin R Alkyl ist.
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Der
Begriff „Nitro" ist als -NO2 definiert.
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Der
Begriff „Trifluormethyl" ist als -CF3 definiert.
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Der
Begriff „Trifluormethoxy" ist als -OCF3 definiert.
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Der
Begriff „Cyano" ist als -CN definiert.
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Der
Begriff „Spiro", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf eine Gruppe mit zwei Kohlenstoffatomen, die direkt
an das Kohlenstoffatom gebunden sind, an das R2 gebunden
ist.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
ist R2 fakultativ substituiert und ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus C1-4-AlkylenQRa, C1-4-AlkylenQC1-4-AlkylenQRa, C3-8-Cycloalkyl, C3-8-Cycloalkenyl,
C1-6-Alkyl,
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In
einer bevorzugteren Gruppe von Verbindungen von Formel (I) ist R
2 dargestellt durch
C
3-8-Cycloalkyl,
C
3-8-Cycloalkenyl, C
1-6-Alkyl,
C
1-4-AlkylenQR
a und
C
1-4-AlkylenQC
1-4-AlkylenQR
a. Ein bevorzugtes Q ist Sauerstoff.
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Besonders
bevorzugte R
2-Substituenten schließen
-CH
2OR
a, -CH
2OCH
2OR
a
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In
dieser besonderen Gruppe von Verbindungen schließen bevorzugte Ra-Substituenten
Wassserstoff, C1-6-Alkyl und Benzyl ein.
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Eine
besonders bevorzugte Unterklasse von Verbindungen innerhalb des
allgemeinen Schutzumfanges von Formel (I) wird dargestellt durch
Verbindungen von Formel (II)
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Verbindungen
von Formel (I) können
ein oder mehrere asymmetrische Zentren enthalten und können daher
als Stereoisomere existieren. Die vorliegende Erfindung schließt sowohl
Mischungen als auch getrennte einzelne Stereoisomere der Verbindungen
von Formel (I) ein. Verbindungen von Formel (I) können auch
in tautomeren Formen existieren und die Erfindung schließt sowohl
Mischungen als auch getrennte einzelne Tautomere davon ein.
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Pharmazeutisch
annehmbare Salze der Verbindungen von Formel (I) können Säureadditionssalze sein,
die mit pharmazeutisch annehmbaren Säuren gebildet werden. Beispiele
für geeignete
Salze schließen die
Hydrochlorid-, Hydrobromid-, Sulfat-, Bisulfat-, Phosphat-, Hydrogenphosphat-,
Acetat-, Benzoat-, Succinat-, Fumarat-, Maleat-, Lactat-, Citrat-,
Tartrat-, Gluconat-, Methansulfonat-, Benzolsulfonat- und p-Toluolsulfonatsalze
ein, sind aber nicht hierauf beschränkt. Die Verbindungen der Formel
(I) können
mit Basen auch pharmazeutisch annehmbare Metallsalze, insbesondere
Alkalimetallsalze und Erdalkalimetallsalze, liefern. Beispiele schließen die
Natrium-, Kalium-, Magnesium- und Calciumsalze ein.
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Verbindungen
der vorliegenden Erfindung sind potente und selektive Inhibitoren
von cGMP-spezifischer
PDE5. Somit sind Verbindungen von Formel (I) von Interesse zur Verwendung
in der Therapie, insbesondere für
die Behandlung einer Vielzahl von Zuständen, bei denen selektive Hemmung
von PDE5 als günstig
angesehen wird.
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Phosphodiesterasen
(PDEs) katalysieren die Hydrolyse von cyclischen Nukleotiden, wie
etwa cyclischem Adenosinmonophosphat (cAMP) und cyclischem Guanosinmonophosphat
(cGMP). Die PDEs sind in wenigstens sieben Isoenzym-Familien einklassifiziert
worden und sind in vielen Geweben vorhanden (J. A. Beavo, Physiol.
Rev., 75, S. 725 (1995)).
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PDE5-Inhibition
ist ein besonders attraktives Ziel. Ein potenter und selektiver
Inhibitor von PDE5 liefert gefäßerweiternde,
entspannende und diuretische Wirkungen, die alle bei der Behandlung
verschiedene Erkrankungszustände
günstig
sind. Forschung in diesem Bereich hat zu mehreren Klassen von Inhibitoren
geführt,
die auf der cGMP-Basisstruktur beruhen (E. Sybertz et al., Expert.
Opin. Ther. Pat., 7, S. 631 (1997)).
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Die
biochemischen, physiologischen und klinischen Wirkungen von PDE5-Inhibitoren
legen daher deren Nützlichkeit
bei einer Vielzahl von Erkrankungszuständen nahe, bei denen die Modulation
von Glattmuskel-, Nieren-, Hämostase-,
Entzündungs-
und/oder endokriner Funktion wünschenswert
ist. Die Verbindungen von Formel (I) haben daher Nützlichkeit
bei der Behandlung einer Reihe von Erkrankungen, einschließlich stabiler,
instabiler und varianter (Prinzmetal) Angina, Bluthochdruck, pulmonalem
Hochdruck, kongestivem Herzversagen, akutem Atemnotsyndrom, akutem
und chronischem Nierenversagen, Atherosklerose, Zuständen verringerter
Blutgefäßdurchlässigkeit
(z.B. postperkutane transluminale Koronar- oder Karotidenangioplastik oder
Transplantatstenose nach Bypass-Operation), periphere Gefäßerkrankung,
Gefäßstörungen,
wie etwa Raynaud-Krankheit, Thrombocythämie, entzündliche Erkrankungen, Schlaganfall,
Bronchitis, chronischem Asthma, allergischem Asthma, allergischer
Rhinitis, Glaucom, Osteoporose, vorzeitigen Wehen, benigner Prostatahypertrophie,
peptischem Ulcus, männlicher
erektiler Dysfunktion, weiblicher sexueller Dysfunktion und Erkrankungen,
die durch Störungen
der Darmbeweglichkeit gekennzeichnet sind (z.B. Reizdarmsyndrom).
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Eine
besonders wichtige Verwendung ist die Behandlung männlicher
erektiler Dysfunktion, die eine Form von Impotenz ist und ein häufiges medizinisches
Problem ist. Impotenz kann definiert werden als das Fehlen der Kraft,
beim Mann, zu kopulieren und kann eine Unfähigkeit umfassen, Peniserektion
oder Ejakulation oder beides zu erreichen. Das Auftreten erektiler
Dysfunktion steigt im Alter an, wobei etwa 50% der Männer über 40 an
einem bestimmten Grad an erektiler Dysfunktion leiden.
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Zusätzlich ist
eine weitere wichtige Verwendung die Behandlung weiblicher Erregungsstörung. Weibliche
Erregungsstörungen
sind definiert als eine wiederkehrende Unfähigkeit, eine angemessene Gleit/Anschwellreaktion
sexueller Erregung bis zum Abschluß der sexuellen Aktivität zu erreichen
oder zu halten. Die Erregungsreaktion besteht aus Vasokongestion
im Becken, Gleitfähigkeit
der Vagina und Expansion und Anschwellen äußerer Genitalien.
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Man
stellt sich daher vor, daß Verbindungen
von Formel (I) nützlich
sind bei der Behandlung männlicher
erektiler Dysfunktion und weiblicher Erregungsstörung. Somit betrifft die vorliegende
Erfindung die Verwendung von Verbindungen von Formel (I), oder einem
pharmazeutisch annehmbaren Salz davon, oder einer pharmazeutischen
Zusammensetzung, die eine der beiden Einheiten enthält, zur
Herstellung eines Arzneimittels zur kurativen oder prophylaktischen
Behandlung erektiler Dysfunktion in einem männlichen Tier und Erregungsstörung in
einem weiblichen Tier, einschließlich Menschen.
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Der
Begriff „Behandlung" schließt Verhindern,
Vermindern, Anhalten oder Umkehren des Fortschreitens oder der Schwere
des Zustands oder der Symptome, der/die behandelt werden soll/sollen,
ein. Als solcher schließt
der Begriff „Behandlung" sowohl medizinische
therapeutische und/oder prophylaktische Verabreichung, wie geeignet,
ein.
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Man
sollte auch verstehen, daß „eine Verbindung
von Formel (I)",
oder ein physiologisch annehmbares Salz oder Solvat davon, als die
reine Verbindung oder als eine pharmazeutische Zusammensetzung,
die eine der Einheiten enthält,
verabreicht werden kann.
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Obgleich
Verbindungen der Erfindung primär
für die
Behandlung sexueller Dysfunktion bei Menschen in Betracht gezogen
werden, wie etwa männlicher
erektiler Dysfunktion und weiblicher Erregungsstörung, können sie auch zur Behandlung
anderer Erkrankungszustände
verwendet werden.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung
einer Verbindung von Formel (I) zur Verwendung bei der Behandlung
von stabiler, instabiler und varianter (Prinzmetal) Angina, Bluthochdruck,
pulmonalem Hochdruck, chronischer obstruktiver Lun generkrankung,
kongestivem Herzversagen, akutem Atemnotsyndrom, akutem und chronischem
Nierenversagen, Atherosklerose, Zuständen verringerter Blutgefäßdurchlässigkeit
(z.B. post-PTCA oder Transplantatstenose nach Bypass-Operation),
periphere Gefäßerkrankung,
Gefäßstörungen,
wie etwa Raynaud-Krankheit, Thrombocythämie, entzündlichen Erkrankungen, Prophylaxe
von Myocardinfarkt, Prophylaxe von Schlaganfall, Schlaganfall, Bronchitis,
chronischem Asthma, allergischem Asthma, allergischer Rhinitis,
Glaucom, Osteoporose, vorzeitigen Wehen, benigner Prostatahypertrophie,
männlicher
und weiblicher erektiler Dysfunktion oder Erkrankungen, die durch
Störungen
der Darmbeweglichkeit gekennzeichnet sind (z.B. IBS).
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die Verwendung einer
Verbindung von Formel (I) zur Herstellung eines Arzneimittels zur
Behandlung der obengenannten Zustände und Störungen bereitgestellt.
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In
einem weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Behandlung der obengenannten Zustände und Störungen in einem menschlichen
oder nicht-menschlichen tierischen Körper bereit, welches die Verabreichung
einer therapeutisch wirksamen Menge einer Verbindung von Formel
(I) an besagten Körper
umfaßt.
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Verbindungen
der Erfindung können über jeden
geeigneten Weg verabreicht werden, zum Beispiel durch orale, bukkale,
Inhalations-, sublinguale, rektale, vaginale, transurethrale, nasale,
topische, perkutane, d.h. transdermale, oder parenterale (einschließlich intravenöser, intramuskulärer, subkutaner
und intrakoronarer) Verabreichung. Parenterale Verabreichung kann
unter Verwendung einer Nadel und Spritze oder unter Verwendung einer
Hochdrucktechnik, wie POWDERJECT®, durchgeführt werden.
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Orale
Verabreichung einer Verbindung der Erfindung ist der bevorzugte
Weg. Orale Verabreichung ist am bequemsten und vermeidet die Nachteile,
die mit anderen Verabreichungswegen verbunden sind. Für Patienten,
die an einer Schluckstörung
oder an Beeinträchtigung
der Wirkstoffabsorption nach oraler Verabreichung leiden, kann der
Wirkstoff parenteral, z.B. sublingual oder bukkal, verabreicht werden.
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Verbindungen
und pharmazeutische Zusammensetzungen, die zur Verwendung in der
vorliegenden Erfindung geeignet sind, schließen diejenigen ein, bei denen
der aktive Inhaltsstoff in einer effektiven Menge verabreicht wird,
um seinen beabsichtigten Zweck zu erreichen. Genauer gesagt bedeutet
eine „therapeutisch wirksame
Menge" eine Menge,
die darin wirksam ist, die Entwicklung der existierenden Symptome
der zu behandelnden Person zu verhindern oder diese Symptome zu
lindern. Die Bestimmung der wirksamen Mengen liegt innerhalb der
Fähigkeiten
der Fachleute, insbesondere im Lichte der hierin bereitgestellten
detaillierten Offenbarung.
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Eine „therapeutisch
wirksame Dosis" bezieht
sich auf diejenige Menge der Verbindung, die dazu führt, die
gewünschte
Wirkung zu erzielen. Toxizität
und therapeutische Wirksamkeit solcher Verbindungen können mit
pharmazeutischen Standardverfahren in Zellkulturen oder Versuchstieren
bestimmt werden, z.B. zur Bestimmung der LD50 (der
Dosis, die für
50% der Population letal ist) und der ED50 (der
Dosis, die bei 50% der Population therapeutisch wirksam ist). Das
Dosisverhältnis
zwischen toxischen und therapeutischen Wirkungen ist der therapeutische
Index, der als das Verhältnis
zwischen LD50 und ED50 ausgedrückt wird.
Verbindungen, die hohe therapeutische Indizes zeigen, sind bevorzugt.
Die aus solchen Daten erhaltenen Daten können verwendet werden bei der
Formulierung eines Dosierungsbereichs zur Verwendung beim Menschen.
Die Dosierung solcher Verbindungen liegt vorzugsweise innerhalb
eines Bereiches von zirkulierenden Konzentrationen, die die ED50 mit wenig oder keiner Toxizität einschließen. Die
Dosierung kann innerhalb dieses Bereichs in Abhängigkeit von der eingesetzten
Dosierungsform und dem verwendeten Verabreichungsweg variieren.
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Die
exakte Formulierung, der Verabreichungsweg und die Dosierung können vom
einzelnen Arzt angesichts des Zustandes des Patienten ausgewählt werden.
Dosierungsmenge und -intervall können
individuell eingestellt werden, um Plasmaspiegel der aktiven Einheit
zu liefern, die ausreichend sind, um die therapeutischen Wirkungen
aufrechtzuerhalten.
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Die
verabreichte Menge an Zusammensetzung hängt ab von der zu behandelnden
Person, vom Gewicht der Person, von der Schwere des Leidens, der
Art der Verabreichung und der Beurteilung des verschreibenden Arztes.
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Genauer
liegen orale Dosierungen einer Verbindung von Formel (I), zur Verabreichung
an einen Menschen bei der kurativen und prophylaktischen Behandlung
der oben identifizierten Zustände
und Störungen, bei
etwa 0,5 bis etwa 1000 mg täglich
für einen
durchschnittlichen erwachsenen Patienten (70 kg). Somit enthalten
einzelne Tabletten oder Kapseln, für einen typischen erwachsenen
Patienten, 0,2 bis 500 mg aktive Verbindung, in einem geeigneten
pharmazeutischen annehmbaren Vehikel oder Trägerstoff zur Verabreichung
in einzelnen oder mehreren Dosen, einmal oder mehrmals pro Tag.
Dosierungen für
intravenöse,
bukkale oder sublinguale Verabreichung liegen typischerweise bei
0,1 bis 500 mg pro Einzeldosis, nach Erfordernis. In der Praxis
bestimmt der Arzt das aktuelle Dosierungsregime, das für einen
individuellen Patienten am geeignetsten ist, und die Dosierung variiert
mit dem Alter, dem Gewicht und der Reaktion des bestimmten Patienten.
Die obigen Dosierungen sind beispielhaft für den durchschnittlichen Fall,
es kann aber individuelle Fälle
geben, in denen höhere
oder niedrigere Dosierungen angebracht sind, und solche liegen innerhalb
des Schutzumfangs dieser Erfindung.
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Für die menschliche
Verwendung kann eine Verbindung der Formel (I) allein verabreicht
werden, wird aber im allgemeinen in Vermischung mit einem pharmazeutischen
Trägerstoff
verabreicht, der im Hinblick auf den beabsichtigten Verabreichungsweg
und die pharmazeutische Standardpraxis ausgewählt wird. Pharmazeutische Zusammensetzung
zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung können
somit in einer herkömmlichen
Art und Weise unter Verwendung eines oder mehrerer physiologisch
annehmbarer Trägerstoffe formuliert
wer den, die Füllstoffe
und Hilfsstoffe umfassen, die die Verarbeitung von Verbindungen
von Formel (I) zu Zubereitungen erleichtern, die pharmazeutisch
verwendet werden können.
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Diese
pharmazeutischen Zusammensetzungen können auf eine herkömmliche
Art und Weise hergestellt werden, z.B. mit herkömmlichen Misch-, Lösungs-,
Granulier-, Drageeherstellungs-, Zerreib-, Emulgier-, Einkapselungs-,
Einschließungs-
oder Lyophilisierungsverfahren. Die richtige Formulierung hängt vom
ausgewählten
Verabreichungsweg ab. Wenn eine therapeutisch wirksame Menge einer
Verbindung der vorliegenden Erfindung oral verabreicht wird, liegt
die Zusammensetzung typischerweise in Form einer/eines Tablette,
Kapsel, Pulvers, Lösung
oder Elixiers vor. Wenn sie in Tablettenform verabreicht wird, kann
die Zusammensetzung zusätzlich
einen festen Trägerstoff
enthalten, wie etwa eine Gelatine oder ein Adjuvans. Die Tablette,
die Kapsel und das Pulver enthalten etwa 5% bis etwa 95% Verbindung
der vorliegenden Erfindung und vorzugsweise von etwa 25% bis etwa
90% Verbindung der vorliegenden Erfindung. Wenn sie in flüssiger Form
verabreicht wird, kann ein flüssiger
Trägerstoff
zugesetzt werden, wie etwa Wasser, Petroleum oder Öle tierischen
oder pflanzlichen Ursprungs. Die flüssige Form der Zusammensetzung
kann weiter physiologische Kochsalzlösung, Dextrose- oder andere
Saccharidlösungen
oder Glykole enthalten. Wenn sie in flüssiger Form verabreicht wird, enthält die Zusammensetzung
etwa 0,5 bis etwa 90 Gew.-% einer Verbindung der vorliegenden Erfindung
und vorzugsweise etwa 1% bis etwa 50% einer Verbindung der vorliegenden
Erfindung.
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Wenn
eine therapeutisch wirksame Menge einer Verbindung der vorliegenden
Erfindung durch intravenöse,
kutane oder subkutane Injektion verabreicht wird, liegt die Zusammensetzung
in Form einer pyrogenfreien, parenteral annehmbaren wäßrigen Lösung vor.
Die Herstellung solcher parenteral annehmbaren Lösungen, die pH, Isotonizität, Stabilität und dergleichen
angemessen berücksichtigt,
liegt innerhalb des Fachwissens. Eine bevorzugt Zusammensetzung
zur intravenösen,
kutanen oder subkutanen Injektion enthält typischerweise, zusätzlich zu
einer Verbindung der vorliegenden Erfindung, ein isotonisches Vehikel.
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Für orale
Verabreichung können
die Verbindungen leicht formuliert werden, indem eine Verbindung von
Formel (I) mit aus dem Stand der Technik gut bekannten pharmazeutischen
annehmbaren Trägerstoffen zusammengebracht
wird. Solche Trägerstoffe
ermöglichen,
die vorliegenden Verbindungen als Tabletten, Pillen, Dragees, Kapseln,
Flüssigkeiten,
Gels, Sirupe, Aufschlämmungen,
Suspensionen und dergleichen zur oralen Aufnahme durch einen zu
behandelnden Patienten zu formulieren. Pharmazeutische Zubereitungen
für orale
Verwendung können
erhalten werden, indem eine Verbindung von Formel (I) mit einem
festen Füllstoff zugegeben
wird, fakultativ eine resultierende Mischung vermahlen wird und
die Mischung von Granülen,
nach Zugabe geeigneter Hilfsstoffe, falls gewünscht, verarbeitet wird, um
Tabletten oder Drageekerne zu erhalten. Geeignete Füllstoffe
schließen
zum Beispiel Füller
und Cellulosezubereitungen ein. Falls gewünscht können Desintegrationsmittel
zugesetzt werden.
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Für Verabreichung
durch Inhalation werden Verbindungen der vorliegenden Verbindung
geeigneterweise in Form einer Aerosolspraypräsentation aus unter Druck stehenden
Packungen oder einem Vernebelungsgerät unter Verwendung eines geeigneten
Treibmittels zugeführt.
Im Falle eines unter Druck stehenden Aerosols kann die Dosierungseinheit
durch Bereitstellen eines Ventils, um eine abgemessene Menge zuzuführen, bestimmt
werden. Kapseln und Patronen, z.B. Gelatine, zur Verwendung in einem
Inhalator oder Insufflator können
formuliert werden, die ein Pulvergemisch aus der Verbindung und
einer geeigneten Pulverbasis, wie etwa Lactose oder Stärke, enthalten.
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Die
Verbindungen können
für parenterale
Verabreichung durch Injektion, z.B. durch Bolusinjektion oder kontinuierliche
Infusion, formuliert werden. Formulierungen für Injektion können in
Dosiseinheitsform, z.B. in Ampullen, oder in Mehrfachdosisbehältern, mit
einem zusätzlichen
Konservierungsstoff, präsentiert
werden. Die Zusammensetzungen können
solche Formen wie Suspensionen, Lösungen oder Emulsionen in öligen oder
wäßrigen Vehikeln
annehmen und können
Formulationshilfsstoffe, wie etwa Suspensions-, Stabilisierungs- und/oder Dispergiermittel
enthalten.
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Pharmazeutische
Formulierungen für
parenterale Verabreichung schließen wäßrige Lösungen der aktiven Verbindungen
in wasserlöslicher
Form ein. Zusätzlich
können
Suspensionen der aktiven Verbindung als geeignete ölige Injektionssuspensionen
hergestellt werden. Geeignete lipophile Lösemittel oder Vehikel schließen Fettöle oder
synthetische Fettsäureester
ein. Wäßrige Injektionssuspensionen
können
Substanzen enthalten, die die Viskosität der Suspension erhöhen. Fakultativ
kann die Suspension auch geeignete Stabilisatoren oder Mittel, die
die Löslichkeit
der Verbindungen erhöhen
und die Herstellung hochkonzentrierter Lösungen ermöglichen, enthalten. Alternativ
kann eine vorliegende Zusammensetzung in Pulverform für Konstitution mit
einem geeigneten Vehikel, z.B. sterilem pyrogenfreien Wasser, vor
Gebrauch vorliegen.
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Verbindungen
der vorliegenden Erfindung können
auch in rektalen Zusammensetzungen formuliert werden, wie etwa Suppositorien
oder Retensionseinläufe,
die z.B. herkömmliche
Suppositoriengrundstoffe enthalten. Zusätzlich zu den zuvor beschriebenen
Formulierungen können
die Verbindungen auch als eine Depotzubereitung formuliert werden.
Solche langwirkenden Formulierungen können durch Implantation (zum
Beispiel subkutan oder intramuskulär) oder durch intramuskuläre Injektion
verabreicht werden. So können
die Verbindungen zum Beispiel mit geeigneten Polymeren oder hydrophoben
Materialien (zum Beispiel als eine Emulsion in einem annehmbaren Öl) oder
Ionenaustauschharzen oder als kaum lösliche Derivate, zum Beispiel
als ein kaum lösliches
Salz, formuliert werden.
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Viele
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können als Salze mit pharmazeutisch
kompatiblen Gegenionen bereitgestellt werden. Solche pharmazeutisch
annehmbaren Basenadditionssalze sind diejenigen Salze, die die biologische
Wirksamkeit und Eigenschaften der freien Säuren beibehalten und die durch
Reaktion mit geeigneten anorganischen oder organischen Basen erhalten
werden.
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Insbesondere
kann eine Verbindung von Formel (I) oral, bukkal oder sublingual
in Form von Tabletten, die Füllstoffe,
wie etwa Stärke
oder Lactose, enthalten, oder in Kapseln oder Ovu lis, entweder allein
oder in Vermischung mit Füllstoffen,
oder in Form von Elixieren oder Suspensionen, die Geschmacksstoffe
oder Färbemittel
enthalten, verabreicht werden. Solche flüssigen Zubereitungen können mit
pharmazeutisch annehmbaren Zusatzstoffen, wie etwa Suspensionsmitteln,
hergestellt werden. Eine Verbindung kann auch parenteral injiziert
werden, zum Beispiel intravenös,
intramuskulär,
subkutan oder intrakoronar. Für
parenterale Verabreichung wird die Verbindung am besten in Form
einer sterilen wäßrigen Form
verwendet, die weitere Substanzen enthalten kann, zum Beispiel Salze
oder Monosaccharide, wie etwa Mannitol oder Glucose, um die Lösung mit Blut
isotonisch zu machen.
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Für Veterinärgebrauch
wird eine Verbindung von Formel (I) oder ein ungiftiges Salz davon
als eine geeignet annehmbare Formulierung gemäß normaler tierärztlicher
Praxis verabreicht. Der Tierarzt kann das Dosierungsregime und den
Verabreichungsweg, das/der für
ein bestimmtes Tier am geeignetsten ist, leicht bestimmen.
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So
stellt die Erfindung in einem weiteren Aspekt eine pharmazeutische
Zusammensetzung bereit, die eine Verbindung der Formel (I) zusammen
mit einem pharmazeutisch annehmbaren Verdünnungsstoff oder Trägerstoff
dafür umfaßt. Durch
die vorliegende Erfindung wird weiter ein Verfahren zur Herstellung
einer pharmazeutischen Zusammensetzung bereitgestellt, die eine
Verbindung von Formel (I) umfaßt,
wobei das Verfahren umfaßt,
daß eine
Verbindung von Formel (I) zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren
Verdünnungsstoff
oder Trägerstoff
dafür vermischt
wird.
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In
einer besonderen Ausführungsform
schließt
die Erfindung eine pharmazeutische Zusammensetzung zur kurativen
oder prophylaktischen Behandlung erektiler Dysfunktion in einem
männlichem
Tier oder Erregungsstörung
in einem weiblichem Tier, einschließlich Menschen, ein, die eine
Verbindung von Formel (I) oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz
davon zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Verdünnungsstoff
oder Trägerstoff
umfaßt.
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Verbindungen
von Formel (I) können
mit jeder geeigneten Methode, die im Stand der Technik bekannt ist,
oder mit den folgenden Verfahren, die Teil der vorliegenden Erfindung
bilden, hergestellt werden. In den Verfahren unten sind R0, R1, R2 und
R3 wie definiert in Strukturformel (I) oben.
Insbesondere offenbart Daugan U.S.-Patent Nr. 5,859,006, hierin
durch Bezugnahme miteinbezogen, die Herstellung einer Verbindung
von Strukturformel (III).
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Kurz
gesagt wurde die Verbindung von Strukturformel (III), d.h. das cis-Isomer
der Zwischenprodukte 1 und 2 von Daugan U.S.-Patent Nr. 5,859,006
gemäß dem folgenden
Reaktionsschema hergestellt:
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Eine
Verbindung von Strukturformel (I) wird in ähnlicher Weise durch Umsetzen
eines Tryptophanesters, oder eines Tryptophanesters, der mit geeigneten
R0-Substituenten substituiert ist, mit einem
geeigneten Aldehyd, um den gewünschten
R2-Substituenten bereitzustellen, hergestellt.
Das resultierende Produkt wird dann durch Reaktion mit einem geeigneten
Amin cyclisiert, um eine Verbindung von Strukturformel (I) bereitzustellen.
Die Cyclisierungsreaktion ist in Daugan U.S.-Patent Nr. 5,859,006
offenbart.
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In
der Synthese von Verbindungen von Strukturformel (I) können Schutzverbindungen
und Schutzgruppen, wie Benzylchlorformiat und Trichlorethylchlorformiat,
die den Fachleuten gut bekannt sind, verwendet werden. Solche Schutzgruppen
sind zum Beispiel in T. W. Greene et al. „Protective Groups in Organic
Synthesis, Third Edition," John
Wiley and Sons, Inc., NY, NY (1999) offenbart. Die Struktur einer
Verbindung von Strukturformel (I) kann durch Verwendung eines geeigneten
Aldehyds variiert werden, um die Identität von R2 zu
verändern,
oder durch Verwendung eines Halo- oder Alkylphenyl-substituierten
Trypthophanesters.
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Verbindungen
von Formel (I) können
in andere Verbindungen von Formel (I) umgewandelt werden. So kann
es zum Beispiel, wenn eine Verbindung einen substituierten aromatischen
Ring enthält,
möglich
sein, eine weitere geeignet substituierte Verbindung von Formel
(I) herzustellen. Beispiele für
geeignete Interkonversionen schließen ORa zu
Hydroxy mit geeigneten Mitteln (z.B. unter Verwendung eines Agens
wie etwa SnCl2 oder eines Palladium-Katalysators wie
Palladium-auf-Kohlenstoff) oder Amino zu substituiertem Amino, wie
etwa Alkylamin, unter Verwendung von Standardacylierungs- oder -sulfonierungsbedingungen
ein, sind aber nicht hierauf beschränkt.
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Verbindungen
von Formel (I) können
mit der obigen Methode als individuelle Stereoisomere aus dem geeigneten
Stereoisomer von Formel (III) oder als eine razemische Mischung
aus der geeigneten razemischen Verbindung von Formel (III) hergestellt
werden. Die individuellen Stereoisomere der Verbindungen der Erfindung
können
als Razematen durch Auflösung
unter Verwendung von im Stand der Technik bekannten Methoden zur
Trennung razemischer Mischungen in ihre konstituierenden Stereoisomere
hergestellt werden, zum Beispiel durch Verwendung von HPLC auf einer
chiralen Säule,
wie etwa Hypersil-Naphthylharnstoff oder durch Verwendung der Trennung
von Salzen von Stereoisomeren. Verbindungen der Erfindung können in
Assoziation mit Lösemittelmolekülen durch
Kristallisation aus, oder Verdampfung von, einem geeigneten Lösemittel
isoliert werden.
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Die
pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalze
der Verbindungen von Formel (I), die ein basisches Zentrum enthalten,
können
in einer herkömmlichen
Art und Weise hergestellt werden. Eine Lösung der freien Base kann zum
Beispiel mit einer geeigneten Säure,
entweder rein oder in einer geeigneten Lösung, behandelt und das resultierende
Salz entweder durch Filtration oder durch Verdampfung des Reaktionslösemittels
unter Vakuum isoliert werden. Pharmazeutisch annehmbare Basenadditionssalze
können
in einer analogen Art und Weise durch Behandlung einer Lösung von
Formel (I) mit einer geeigneten Base erhalten werden. Beide Typen
von Salz können
unter Verwendung von Ionenaustauschtechniken hergestellt oder interkonvertiert
werden. So wird gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer
Verbindung von Formel (I) oder eines Salzes oder Solvates (z.B.
Hydrates) bereitgestellt.
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Die
folgenden Abkürzungen
werden im weiteren in den beigefügten
Beispielen verwendet: rt (Raumtemperatur), min (Minute), h (Stunde),
g (Gramm), mmol (Millimol), m.p. (Schmelzpunkt), Äq. (Äquivalente),
1 (Liter), ml (Milliliter), μl
(Mikroliter), DMSO (Dimethylsulfoxid), CH2Cl2 (Dichlormethan), CHCl3 (Chloroform), TFA
(Trifluoressigsäure),
EtOH (Ethanol), McOH (Methanol), Et3N (Triethylamin),
MeNH2 (Methylamin), DMF (Dimethylformamid),
EtOAc (Ethylacetat), S8 (Schwefel), DIPEA
(Diisopropylethylamin), MOM-Cl (Chlormethylmethylether), TSOH (p-Toluolsulfonsäure), NaHCO3 (Natriumbicarbonat), Na2SO4 (Natriumsulfat), AcOH (Essigsäure), HCl
(Salzsäure),
LiAlH4 (Lithiumaluminiumhydrid), Et2O (Diethylether), PCC (Pyridiniumchlorchromat),
Al2O3 (Aluminiumoxid),
i-PrOH (Isopropylalkohol)
und THF (Tetrahydrofuran).
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Allgemeine Synthese einer
Verbindung von Formel (I)
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Die
folgende Sequenz veranschaulicht einen allgemeinen Weg zu Verbindungen
von Strukturformel (I), worin R
2 ist.
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Ähnliche
Synthesewege können
verwendet werden, um andere Verbindungen von Strukturformel (I) zu
synthetisieren.
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Der
allgemeine Syntheseweg ist analog zu dem Weg, der in U.S.-Patent
Nr. 5,859,006 offenbart ist, das durch Bezugnahme mit einbezogen
ist. Insbesondere wird ein Tryptophanester (IV) einer Pictet-Spengler-Reaktion
mit einem geeigneten Aldehyd, wie etwa zum Beispiel (V), in Gegenwart
von Trifluoressigsäure (TFA)
unterzogen, um ein β-Carbolin
(VI) zu liefern. Acylierung mit Chloracetylchlorid liefert eine
N-derivatisierte Verbindung (VII), die ihrerseits mit einem gewünschten
primären
Amin (RHN2) behandelt wird, um eine Diketopiperazinverbindung
(VIII) von Strukturformel (I) zu liefern.
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Das
folgende veranschaulicht spezifische Beispiele für Verbindungen von Strukturformel
(I) und Synthesewege zu einigen dieser Strukturen.
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Darstellung der Beispiele
1–14
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Die
folgenden Beispiele 1–14
wurden mit dem oben beschriebenen allgemeinen Syntheseschema hergestellt.
Die Details jedes Schritts im obigen Syntheseschema sind im U.S.-Patent
Nr. 5,849,006 offenbart.
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Darstellung
von Beispiel 1
Beispiel
1
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Beispiel
1 wurde aus dem folgenden Zwischenprodukt 1 hergestellt. Beispiel
2 wurde aus dem folgenden Zwischenprodukt 2 hergestellt.
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Darstellung von (1R,3S)-
und (1S,3S)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukte 1 und 2)
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Unter
Verwendung von Benzofuran-2-carbaldehyd als dem Ausgangs-Aldehyd
wurden die Zwischenprodukte 1 und 2 mit demselben Verfahren hergestellt,
das unten für
(1R,3S)- und (1S,3S)-1-(3-Methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukte 3 und 4) beschrieben ist. Die rohe Mischung von
Diasteromeren wurde durch Chromatographie (Chiralcel OD-H-Säule, 60%
Heptan, 40% Ethanol) getrennt, um 2,5 g (56%) (1R,3S)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 1) und 920 mg (20%) (1S,3S)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 2) als Schäume
zu liefern.
(1R,3S)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 1): 1H-NMR (DMSO-d6): δ 10,9
(s, 1H), 7,6–6,95
(m, 8H), 6,56 (s, 1H), 5,52 (d, J = 4 Hz, 1H), 3,93 (m, 1H), 3,7
(s, 3H), 3,06 (dd, J = 5,15 Hz, 1H), 2,8 (dd, J = 10,15 Hz, 1H);
MS ES + m/e 347,2 (p + 1), ES – m/e
345,2 (p – 1).
(1S,3S)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 2): 1H-NMR (DMSO-d6): δ 10,66
(s, 1H), 7,7–6,95
(m, 8H), 6,9 (s, 1H), 5,55 (d, J = 6 Hz, 1H), 3,9 (m, 1H), 3,64
(s, 3H), 3,05 (m, 1H), 2,85 (dd, J = 2,10 Hz, 1H); MS ES + m/e 347,2
(p + 1), ES – m/e
345,2 (p – 1).
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Darstellung von (6R,12aS)-6-Benzofuran-2-yl-2-methyl-2,3,6,7,12,12a-hexahydropyrazino[1',2':1,6]pyrido[3,4-b]indol-1,4-dion
(Beispiel 1)
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Beispiel
1 wurde aus Zwischenprodukt 1 (2,66 mmol), Triethylamin (1 ml) und
Chloracetylchlorid (2,7 mmol) in Tetrahydrofuran (25 ml) hergestellt.
Die Mischung wurde für
18 Stunden ohne Kühlung
gerührt.
Die Mischung wurde dann mit Ethylacetat verdünnt, einmal mit Wasser, einmal
mit 1 N Salzsäure,
einmal mit gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen, dann getrocknet (Natriumsulfat), filtriert und im Vakuum
konzentriert. Das Rohmaterial wurde durch Chromatographie (Silicagel,
50% Etyhlacetat, 50% Hexane, dann Ethylacetat) gereinigt, um 852
mg (30%) von Beispiel 1 als einen Feststoff zu liefern: mp 195–198°C.
1H-NMR (DMSO-d6): δ 11,6 (s,
1H), 7,65–7,0
(m, 9H), 4,4 (dd, J = 4,13 Hz, 1H), 4,2 (ABq, J = 18,65 Hz), 3,32 (dd,
J = 4,13 Hz, 1H), 3,05 (dd, J = 13,5 Hz, 1H), 2,82 (s, 3H), MS ES
+ m/e 386,3 (p + 1), ES – m/e
384,3 (p – 1);
IR (KBr, cm–1)
1729, 1663, 1462.
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Beispiel
2 wurde mit demselben Verfahren wie Beispiel 1 aus Zwischenprodukt
2 hergestellt.
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Darstellung
von Beispiel 3
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Beispiel
3, (6S,12aR)-6-Benzofuran-2-yl-2-methyl-2,3,6,7,12,12a-hexahydropyrazino-[1',2':1,6]-pyrido[3,4-b]indol-1,4-dion,
wurde aus Zwischenprodukt 3 mit demselben Verfahren hergestellt,
das oben für
Beispiel 1 angegeben ist. Das Rohmaterial wurde durch Chromatographie
(Silicagel, 30% Ethylacetat, 70% Hexane) gereinigt, um 540 mg (52%)
von Beispiel 3 als einen schmutzig-weißen Feststoff zu liefern: mp 265–268°C. 1H-NMR (DMSO-d6): δ 11,23 (s,
1H), 7,54 (m, 2H), 7,44 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,33 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,18
(m, 2H), 7,05 (m, 2H), 6,73 (s, 1H), 6,51 (s, 1H), 4,39 (dd, J =
4,11 Hz, 1H), 4,26 (d, J = 17 Hz, 1H), 3,98 (d, J = 17 Hz, 1H),
3,59 (dd, J = 4,15 Hz, 1H), 3,02 (m, 4H). MS ES + m/e = 386 (p +
1). Analyse: Berechnet für
C23H19N3O3: C, 71,67; H, 4,96; N, 10,90. Gefunden:
C, 71,61; H, 4,82; N, 10,72.
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Darstellung
von (1R,3R)- und (1S,3R)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukte 3 und 4). Kondensation von (R)-(+)-Tryptophan mit Benzofuran-2-carbaldehyd
erzeugte Zwischenprodukte 3 und 4 mit demselben Verfahren, das oben
für Zwischenprodukte
1 und 2 beschrieben ist. Die rohe Mischung von Diastereomeren wurden
durch Chromatographie (Biotage 75M, 20% Ethylacetat/80% Hexane)
getrennt, um 2,85 g (44%) (1R,3R)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 4) und 950 mg (15%) (1S,3R)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 3) als Schäume
zu liefern.
(1S,3R)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 3): 1H-NMR (DMSO-d6): δ 10,66
(s, 1H), 7,64 (m, 1H), 7,25 (m, 3H), 7,02 (m, 2H), 6,88 (s, 1H),
5,55 (s, 1H), 3,93 (m, 1H), 3,67 (s, 3H), 3,03 (m, 1H), 2,82 (m,
1H); TOF MS ES+ exakte Masse berechnet für C21H19N2O3 (p
+ 1): m/z – 347,1396.
Gefunden: 347,1369.
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Beispiel
4 wurde in einer identischen Art und Weise wie Beispiel 3 aus Zwischenprodukt
4 hergestellt.
Zwischenprodukt
4 (1R,3R)-1-Benzofuran-2-yl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 4):
1H-NMR (DMSO-d
6): δ 10,87
(s, 1H), 7,55 (5, J = 7 Hz, 1H), 7,47 (d, J = 7 Hz, 1H), 7,26 (m,
3H), 7,01 (m, 2H), 6,56 (s, 1H), 5,43 (s, 1H), 3,90 (m, 1H), 3,66
(s, 3H), 3,07 (dd, J = 4,15 Hz, 1H), 2,80 (m, 1H); TOF MS ES+ exakte
Masse berechnet für
C
20H
19N
2O
3 (p + 1): m/z = 347,1382. Gefunden: 347,1382.
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Darstellung
der Beispiele 5 und 6
Beispiel
5
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Beispiel
5 wurde aus dem folgenden Zwischenprodukt 5 hergestellt. Beispiel
6 wurde aus dem folgenden Zwischenprodukt 6 hergestellt.
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Darstellung von (1R,3S)-
und (1S,3S)-1-(3-Methyl-benzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
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(Zwischenprodukte 5 und
6)
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Eine
wäßrige Lösung von
(S)-(–)-Tryptophan-Hydrochlorid
(1,45 g, 5,7 mmol) wurde mit einer gesättigten Natriumbicarbonatlösung alkalisch
gemacht und mit Ethylacetat extrahiert.
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Der
Extrakt wurde einmal mit wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen,
getrocknet (Natriumsulfat), filtriert und im Vakuum konzentriert.
Die freie Base wurde in Chloroform (50 ml) gelöst und mit 3-Methylbenzo[b]thiophen-2-carbaldehyd
(1,0 g, 5,7 mmol) und Trifluoressigsäure (21,2 mmol, 1,32 g) behandelt.
Die resultierende Mischung wurde dann für 3 Stunden auf Rückfluß erhitzt.
Die Lösung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt,
einmal mit gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
gewaschen, getrocknet (Natriumsulfat), filtriert und im Vakuum konzentriert,
um eine Mischung von zwei Diastereomeren zu liefern. Die Isomere
wurden durch Chromatographie (Silicagel, 30% Ethylacetat:Hexane)
getrennt, um 700 mg (38%) (1R,3S)-1-(3-Methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 5) und 400 mg (19%) (1R,3S)-1-(3-Methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethyl-ester
(Zwischenprodukt 6) zu ergeben.
Zwischenprodukt 5: 1H-NMR (DMSO-d6): δ 10,04 (s,
1H), 7,8–6,9
(m, 8H), 5,92 (d, J = 2 Hz, 1H), 4,1 (dd, J = 5,10 Hz, 1H), 3,65
(s, 3H), 3,45 (t, J = 9 Hz, 1H), 3,03 (dq, J = 5,15 Hz, 2H), 2,5
(s, 3H); MS ES + m/e 377,1 (p + 1), ES – m/e 375,2 (p – 1).
(1R,3S)-1-(3-Methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(Zwischenprodukt 6): 1H-NMR (DMSO-d6): δ 10,4
(s, 1H), 7,9–6,9
(m, 8H), 5,85 (br s, 1H), 4,0 (m, 1H), 3,75 (s, 3H), 3,0 (br s,
1H), 2,95 (dd, J = 6,10 Hz, 2H), 2,5 (s, 3H); ME ES + m/e 377,1
(p + 1), ES – m/e
375,2 (p – 1).
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Beispiel
5, (6R,12aS)-2-Methyl-6-(e-methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,6,7,12,12a-hexahydro-pyrazino[1',2':1,6]pyrido[3,4-b]indol-1,4-dion,
wurde mit derselben Methode hergestellt, wie oben für Beispiel
1 angegeben ist. Der Rückstand
wurden in Tetrahydrofuran (20 ml) und Wasser (5 ml) gelöst. Eine
Lösung
von 2 M Methylamin in Tetrahydrofuran (5 ml, 20 mmol) wurde zugegeben
und die Reaktion wurde bei Rückfluß für 30 Minuten
erhitzt. Nach Abkühlung
auf Raumtemperatur wurde das Lösemittel
verdampft und der Rückstand wurde
mit Methylacetat verdünnt.
Ein kristalliner Feststoff bildete sich und wurde abfiltriert, um
220 mg (20%) von Beispiel 3 als einen farblosen Feststoff zu ergeben:
mp 230–234°C. 1H-NMR (DMSO-d6): δ 11,07 (s,
1H), 7,9–7,0
(m, 9H), 4,5 (dd, J = 4,13 Hz, 1H), 3,06 (dd, J = 13,4 Hz, 1H),
2,82 (s, 3H), 2,56 (s, 3H); MS ES + m/e 416,1 (p + 1), ES – m/e 414,2
(p – 1);
IR (KBr, cm–1)
1728, 1677, 1649.
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Beispiel
6 wurde in einer zu Beispiel 5 identischen Art und Weise aus Zwischenprodukt
6 hergestellt.
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Beispiele
7 und 8 werden in einer zu Beispiel 5 und 6 identischen Art und
Weise aus Zwischenprodukten 7 und 8 hergestellt.
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Darstellung von (1S,3R)-
und (1R,3R)-1-(3-Methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
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(Zwischenprodukte 7 und
8)
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Eine
wäßrige Lösung von
(R)-(+)-Tryptophanmethylester-Hydrochlorid (5,5 g, 19,6 mmol) wurde
mit gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
basisch gemacht und mit Ethylacetat extrahiert. Der Extrakt wurde
mit dem Wasser gewaschen, getrocknet (Magnesiumsulfat), filtriert
und im Vakuum konzentriert, um ein gelbes Öl (3,72 g) herzustellen. Die
freie Base wurde in Chloroform (75 ml) gelöst, gefolgt von Zugabe von
3-Methylbenzo[b]thiophen-2-carboxaldehyd
(3,0 g, 17,0 mmol) und Trifluoressigsäure (3,0 ml). Die Lösung wurde
bei 25°C für 14 Stunden
und bei Rückfluß für 1 Stunde
gerührt.
Die Lösung
wurde abgekühlt
und mit Ethylacetat (200 ml) verdünnt. Die Lösung wurde dreimal mit Ethylacetat
(100 ml) extrahiert, dann wurden die vereinigten Extrakte getrocknet
(Magnesiumsulfat), filtriert und im Vakuum konzentriert, um zwei
Diastereomere zu ergeben. Die Isomere wurden durch Chromatographie
(Silicagel, 20% Ethylacetat/80% Hexane) getrennt, um 1,92 g (30%)
(1S,3R)-1-(3-Methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester und
1,68 g (27%) (1R,3R)-1-(3-Methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
zu ergeben.
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Zwischenprodukt 7:
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- 1H-NMR (DMSO-d6) δ: 10,51 (s,
1H), 7,82 (t, J = 6,22 Hz, 2H), 7,37 (m, 3H), 7,21 (d, J = 6,95
Hz, 1H), 6,99 (q, J = 8,14 Hz, 2H), 5,90 (s, 1H), 3,98 (m, 1H),
3,75 (s, 3H), 3,20 (m, 1H), 3,06 (m, 1H), 2,84 (m, 1H), 2,53 (s, 3H);
MS ES + m/e 377,1 (p + 1). Anal. Berechnet für C22H19N2O2S:
C, 70,18; H 5,35; N 7,44.
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Zwischenprodukt 8:
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- 1H NMR (DMSO-d6) δ: 10,54 (s,
1H), 7,81 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,32 (m, 3H), 7,20 (d, J = 7,6 Hz,
1H), 7,01 (m, 2H), 5,93 (s, 1H), 4,10 (m, 1H), 3,64 (s, 3H), 3,43
(m, 1H), 3,07 (dd, J = 4, 15 Hz, 2H), 2,51 (s, 3H); MS ES + m/e
377,1 (p + 1). Anal. Berechnet für
C22H19N2O2S: C, 70,18; H 5,35; N 7,44. Gefunden: C,
69,93; H 5,31; N 7,33.
-
Darstellung von Beispiel
7
-
(6R,12aR)-2-Methyl-6-(3-methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,6,7,12,12a-hexahydropyrazino[1'2':1,6]-pyrido[3,4-b]indol-1,4-dion
-
(1R,3R)-1-(3-Methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(1,75 g, 4,6 mmol) wurde behandelt, wie unten in Beispiel 8 beschrieben,
um 540 mg (28%) Beispiel 7 zu liefern.
1H-NMR
(DMSO-d6) δ: 11,21 (s, 1H), 7,82 (d, J
= 8,05 Hz, 2H), 7,54 (d, J = 7,68 Hz, 1H), 7,45 (m, 6H), 7,21 (m,
2H), 7,18 (m, 2H), 4,51 (dd, J = 4,02, 11,7 Hz, 1H), 4,27 (d, J
= 17,9 Hz, 1H), 4,07 (d, J = 17 Hz, 1H), 3,34 (m, 2H), 3,06 (dd,
J = 4,39, 19, 1H), 2,90 (s, 3H), 2,54 (s, 3H). TOF MS ES+ exakte
Masse berechnet für C24H22N3O2S (p + 1): m/z = 416,1433. Gefunden: 416,1558.
-
Darstellung von Beispiel
8
-
Eine
Lösung
von (1S,3R)-1-(3-Methylbenzo[b]thiophen-2-yl)-2,3,4,9-tetrahydro-1H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(1,50 g, 3,90 mmol) in Tetrahydrofuran (25 ml) wurde mit Triethylamin
(2,5 ml) behandelt. Chloracetylchlorid (0,50 g, 4,4 mmol) wurde
zugegeben und die Lösung
wurde bei Rückfluß für 18 Stunden erhitzt.
Ein paar zusätzliche
Tropfen Chloracetylchlorid wurden zugegeben, um die Reaktion zum
Abschluß zu treiben.
Nach Abkühlung
wurden entionisiertes Wasser (10 ml) und Ethylacetat (200 ml) zugegeben,
die organische Schicht abgetrennt, einmal mit verdünnter Salzsäure gewaschen,
getrocknet (Magnesiumsulfat), filtriert und im Vakuum konzentriert.
Der Rückstand
wurde in Tetrahydrofuran (50 ml) gelöst und mit 2,5 M Methylamin (1,0
ml) in Tetrahydrofuran behandelt. Die resultierende Lösung wurde
für zwei
Stunden unter Rückfluß gekocht,
auf Raumtemperatur abgekühlt,
mit Wasser verdünnt
und mit Ethylacetat extrahiert. Die Lösung wurde getrocknet (Magnesiumsulfat),
filtriert und im Vakuum konzentriert. Chromatographie (Silicagel,
15% Ethylacetat/85% Hexan bis 40% Ethylacetat/60% Hexan) des Rückstandes
lieferte 0,57 g (34%) des Titelprodukts als einen gelben Feststoff.
1H-NMR (DMSO-d6) δ: 10,98 (s, 1H), 7,71 (m, 2H),
7,60 (d, J = 6,95 Hz, 3H), 7,31 (m, 3H), 7,05 (m, 2H), 6,68 (s,
1H), 4,45 (dd, J = 4,39, 11,71 Hz, 1H), 4,17 (d, J = 18,66 Hz, 1H),
3,95 (d, J = 17,56 Hz, 1H), 3,62 (dd, J = 4,49, 15,73 Hz, 1H), 3,30
(d, J = 7,31 Hz, 1H), 3,10 (m, 1H), 2,92 (s, 3H), 2,65 (s, 3H).
-
Darstellung
von Beispiel 9
Beispiel
9
-
Beispiel
9 wurde aus D-Tryptophanmethylester-Hydrochlorid und Thieno[2,3-b]furan-5-carboxaldehyd (Zwischenprodukt
9) hergestellt, wie im folgenden Syntheseschema dargestellt. Zwischenprodukt
9 wurde in fünf
Schritten aus einem Ausgangs-Acetat gemäß bekannten Verfahren synthetisiert.
Siehe G. D. Hartmann et al., J. Heterocyclic Chem., 27, 679 (1990).
-
-
-
-
Darstellung von Methyl-3-[2-(1,3-Dioxolanyl)]furan-2-yl-mercaptoacetat
-
Zu
einer mechanisch gerührten
Lösung
von Ausgangs-Acetal (27,6 g, 197 mmol) in wasserfreiem THF (100
ml) unter einer Stickstoffdecke bei –78°C wurde n-Butyllithium (126
ml, 201 mmol, 1,6 M Lösung
in Hexanen) zugegeben. Die resultierende hellgelbe Aufschlämmung wurde
bei –78°C für 45 Minuten
gerührt,
woraufhin Schwefel (6,7 g, 209 mmol) in drei Portionen über 5 Minuten
zugegeben wurde. Die resultierende orange Aufschlämmung wurde
bei –78°C für 30 Minuten
gerührt,
dann bei –50°C für 20 Minuten,
um eine dunkelpurpurfarbene Suspension zu liefern, die erneut auf –78°C abgekühlt wurde.
Eine Lösung
von Methylbromacetat (22,4 g, 240 mmol) in THF (20 ml) wurde tropfenweise über 10 Minuten
zugegeben, um eine wolkige gelbe Mischung zu liefern. Nach Rühren bei –78°C für 30 Minuten
wurde die Reaktionsmischung allmählich über 1,5
Stunden auf –10°C erwärmen gelassen
und bei –10°C für zusätzliche
20 Minuten gerührt.
Die resultierende braune, zweiphasige Mischung wurde mit Diethylether
(500 ml) verdünnt,
nacheinander mit Salzlösung
(100 ml), Wasser (2 × 75
ml) und Salzlösung
(100 ml) gewaschen, über
Na2SO4 getrocknet,
filtiriert, und das Lösungsmittel
wurde unter verringertem Druck abgezogen. Der resultierende Rückstand
wurde durch Flashsäulenchromatographie
gereinigt, unter Elution mit Hexanen/Ethylenacetat (3:1), um den
Thioether als ein gelbes Öl
zu liefern (11,4 g, 28%): TLC Rf (4:1 Hexane/Ethylacetat)
= 0,28; 1H-NMR (300 MHz, CDCl3): δ: 7,48 (d,
J = 2,0 Hz, 1H), 6,51 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 5,87 (s, 1H), 4,15–3,90 (m,
4H), 3,69 (s, 3H), 3,50 (s, 2H) ppm.
-
Darstellung von (3-Formylfuran-2-yl)mercaptoacetat
-
Der
obige Thioether (11,4 g, 47,0 mmol) und p-Toluolsulfonsäure-Monohydrat
(450 mg, 2,4 mmol) wurden in einer Mischung aus Aceton (80 ml),
THF (20 ml) und 2 N wäßriger HCl
(12 ml) bei Raumtemperatur für 2
Stunden gerührt.
Die Mischung wurde mit einer gesättigten
NaHCO3-Lösung
neutralisiert und die resultierende Suspension wurde unter verringertem
Druck auf 20 ml konzentriert. Die Mischung wurde mit Diethylether (300
ml) verdünnt,
nacheinander mit Wasser (30 ml) und Salzlösung (50 ml) gewaschen, über Na2SO4 getrocknet,
filtriert, und das Lösemittel
wurde unter verringertem Druck abgezogen, um das Aldehyd als ein
braunes Öl
zu liefern, das ohne weitere Reinigung verwendet wurde (9,24 g,
98%): TLC Rf (4:1 Hexane/Ethylacetat) = 0,30; 1H-NMR (300 Mhz, CDCl3: δ: 10,0 (s,
1H), 7,51 (d, J = 2,0 Hz, 1H), (d, J = 2,0 Hz, 1H), s, 5H) ppm.
-
Darstellung von Methylthieno[2,3-b]furan-5-carboxylat
-
Piperidin
(5,60 ml, 57,3 mmol) wurde zu einer Lösung von Essigsäure (3,57
ml, 62,4 mmol) in Benzol (200 ml) zugegeben und die Mischung wurde
bei Raumtemperatur für
15 Minuten gerührt.
Zu dieser wolkigen Mischung wurde eine Lösung des obigen Aldehyds (9,24
g, 46,2 mmol) in Benzol (50 ml) zugegeben. Die resultierende rote
Lösung
wurde unter Wasserentfernung über
eine Dean-Stark-Falle für
4,5 Stunden unter einer Stickstoffdecke unter Rückfluß gekocht. Die resultierende
braune Lösung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt
und mit Ether (250 ml) verdünnt.
Die organische Lösung
wurde nacheinander mit Wasser (100 ml), 2 N wäßriger HCl (30 ml), gesättigter
NaHCO3-Lösung,
Wasser (30 ml) und Salzlösung
(50 ml) gewaschen, über Na2SO4 getrocknet,
filtriert, und das Lösemittel
wurde unter verringertem Druck abgezogen. Der Rückstand wurde durch Flashsäulenchromatographie
gereinigt, unter Elution mit Hexanen/Ethylacetat (5:1), um das Thienofuran
als einen rosa Feststoff zu liefern (4,6 g, 55%): TLC Rf (4:1
Hexane/Ethylacetat) = 0,79; 1H-NMR (300
Mhz, CDCl3): δ: 7,72 (s, 1H), 7,66 (d, J =
2,2 Hz, 1H), 6,74 (d, J = 2,2 Hz, 1H), 3,90 (s, 3H) ppm.
-
Darstellung von Thieno[2,3-b]furan-5-carboxaldehyd
(Zwischenprodukt 9)
-
Zu
einer Suspension von Lithiumaluminiumhydrid (436 mg, 11,5 mmol)
in Ether (60 ml) bei 0°C
unter einer Stickstoffdecke wurde eine Lösung des obigen Thienofurans
(1,0 g, 5,49 mmol) in Diethylether (20 ml) tropfenweise zugegeben,
woraufhin die Mischung auf Raumtemperatur erwärmt und für 2 Stunden gerührt wurde.
Die Suspension wurde auf 0°C
abgekühlt
und nacheinander mit Wasser (0,5 ml), 6 N wäßrigem Natriumhydroxid (1,3
ml) und Wasser (2,3 ml) behandelt. Das resultierende Salz wurde
durch Filtration unter verringertem Druck entfernt, mit Ether (3 × 50 ml)
gewaschen, und das Filtrat wurde über Na2SO4 getrock net, filtriert und unter verringertem
Druck auf ein Volumen von ungefähr
2 ml konzentriert. Diese konzentrierte Lösung von Thieno[2,3-b]furan-5-carbinol
wurde sofort mit Methylenchlorid (50 ml) verdünnt und direkt im nächsten Schritt
verwendet: TLC Rf (3:1 Hexane/Ethylacetat)
= 0,20.
-
Zur
obigen Methylenchlorid-Lösung
des Carbinols wurde Pyridiniumchlorchromat (1,77 g, 8,63 mmol) und
neutrales Aluminiumoxid (4,0 g) zugegeben. Die resultierende Mischung
wurde bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffdecke für 1,5 Stunden
gerührt.
Die schwarze Aufschlämmung
wurde durch einen kurzen Stopfen aus Silicagel filtriert, unter
Elution mit Diethylether (100 ml), gefolgt von Methylenchlorid (100
ml). Das Filtrat wurde konzentriert, um Zwischenprodukt 9 als ein Öl zu liefern,
das direkt im nächsten
Schritt verwendet wurde (674 mg, 81% über zwei Schritte): TLC Rf (3:1 Hexane/Ethylacetat) = 0,33; 1H-NMR (300 Mhz, CDCl3): δ: 9,90 (s,
1H), 7,70 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 7,68 (s, 1H), 6,80 (d, J = 2,0 Hz,
1H) ppm.
-
Darstellung von cis-β-Carbolin
(Zwischenprodukt 10)
-
Eine
Mischung aus Zwischenprodukt 1 (674 mg, 4,43 mmol) und D-Tryptophanmethylester-Hydrochlorid (1,18
g, 4,64 mmol) wurde in Isopropylalkohol (15 ml) unter einer Stickstoffdecke
für 2 Stunden
unter Rückfluß gekocht.
Die resultierende gelbe Lösung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt
und mit Ethylacetat (100 ml) verdünnt. Die Mischung wurde nacheinander
mit gesättigter
NaHCO3-Lösung
(15 ml), Wasser (10 ml) und Salzlösung (10 ml) gewaschen, über Na2SO4 getrocknet,
filtriert, und das Lösemittel
wurde unter verringertem Druck abgezogen. Der Rückstand wurde durch Flashsäulenchromatographie
gereinigt, unter Elution mit Hexanen/Ethylacetat (2:1), um Zwischenprodukt
10 als einen weißen
Schaum zu liefern (285 mg, 18%): TLC Rf (2:1
Hexane/Ethylacetat) = 0,33; 1H-NMR (300
MHz, DMSO-d6): δ: 7,7–7,50 (m, 3H), 7,30–7,09 (m,
3H), 7,08 (s, 1H), 6,67 (d, J = 2,4 Hz, 1H), 5,55 (s, 1H), 3,92–4,00 (m,
1H), 3,83 (s, 3H), 3,27–3,17
(m, 1H), 3,08–2,93 (m,
1H) ppm. Das trans-β-Carbolin
wurde ebenfalls als ein hellgelber Feststoff erhalten, wurde aber
nicht charakterisiert (736 mg, 47%): TLC Rf (2:1
Hexane/Ethylacetat) = 0,22.
-
Darstellung von cis-2-Chloracetyl-β-carbolin
(Zwischenprodukt 11)
-
Chloracetylchlorid
(0,079 ml, 1,03 mmol) wurde tropfenweise zu einer Mischung von Zwischenprodukt 2
(280 mg, 0,80 mmol) und Triethylamin (0,14 ml, 1,03 mmol) in Methylenchlorid
(8 ml) bei 0°C
unter einer Stickstoffdecke zugegeben, und die resultierende Mischung
wurde bei 0°C
für 2 Stunden
gerührt.
Die Lösung wurde
mit Ethylacetat (60 ml) verdünnt,
mit einer gesättigten
NaHCO3-Lösung
(10 ml) und Salzlösung
(10 ml) gewaschen, und das Lösemittel
wurde unter verringertem Druck abgezogen, um Zwischenprodukt 11
als einen rosa Schaum (405 mg) zu liefern, der ohne weitere Reinigung
oder Charakterisierung verwendet wurde.
-
Darstellung von Beispiel
9
-
Eine
Mischung aus dem rohen Zwischenprodukt 11 (405 mg) und Methylamin
(1,6 ml, 3,2 mmol, 2 M-Lösung
in THF) in Methanol (7 ml) wurde bei 45°C unter einer Stickstoffdecke
für 15
Stunden erhitzt. Die resultierende Lösung wurde unter verringertem
Druck konzentriert, um einen gelben Feststoff zu liefern, der für 1 Stunde
in Methanol (5 ml) gerührt
wurde. Der Feststoff wurde durch Filtration unter verringertem Druck isoliert,
mit Methanol (5 × 1
ml) gewaschen und in einem Vakuumofen bei 60°C für 17 Stunden getrocknet, um Beispiel
9 als einen schmutzig-weißen
Feststoff zu liefern (189 mg, 61% über zwei Schritte): mp 275–278°C; TLC Rf (5:1 Methylenchlorid/Ethylacetat) = 0,22; 1H-NMR (500 MHz, DMSO-d6): δ: 11,20 (s,
1H), 7,82 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 7,62 (d, J = 7,8 Hz, 1H), 7,35 (d,
J = 7,8 Hz, 1H), 7,11 (t, J = 7,8 Hz, 1H), 7,04 (t, J = 7,8 Hz,
1H), 6,77 (s, 1H), 6,73 (d, J = 2,0 Hz, 1H), 6,60 (s, 1H), 4,38
(dd, J = 11,7, 4,2 Hz, 1H), 4,23 (d, J = 17,1 Hz, 1H), 3,99 (d,
J = 17,1 Hz, 1H), 3,55 (dd, J = 15,8, 4,6 Hz, 1H), 2,95–2,85 (m,
4H) ppm; ESI MS m/z 390 [C21H17N3O3S-H]+; [α]D 25°C = +36,4 (c = 0,25, DMSO).
Anal. Ber. für
C21H17N3O3S: C, 64,43; H, 4,38; N, 10,73. Gefunden:
C, 64,24; H, 4,39: N, 10,54. Die Stereochemie von Beispiel 9 wurde
als das gewünschte
cis-Isomer mit einer
Reihe von NOE-Differenzexperimenten bestätigt: eine positive NOE-Verstärkung vom
C12a-Proton bei 4,38 ppm zum C6-Proton bei 6,60 ppm; eine positive
NOE-Verstärkung
vom C6-Proton bei 6,60 ppm zum C12a-Proton bei 4,38 ppm.
-
-
-
-
-
-
Darstellung
von Vergleichsbeispiel 15
-
Beispiel
15 wurde aus einem Tryptophanester von Strukturformel (IV) hergestellt,
worin R0 Wasserstoff ist. Der Tryptophanester,
der eingesetzt wurde, um Beispiel 15 herzustellen, ist kommerziell
erhältlich
von Aldrich Chemical Co., Milwaukee, WI.
-
-
66%
für zwei
Schritte Beispiel
15
-
Vergleichszwischenprodukt
12
-
Darstellung von (+)-cis-β-Carbolin
-
Eine
Mischung von D-Tryptophanmethylester-Hydrochlorid (1,27 g, 5,00
mmol), Methoxyacetaldehyddimethylacetal (0,80 ml, 6,2 mmol) in Isopropylalkohol
(12 ml) und Wasser (2 ml) wurde bei 60°C unter einer Stickstoffdecke
für 20
Minuten gerührt.
Zur resultierenden klaren Lösung
wurde 2 N HCl (1 ml) zugegeben und die resultierende gelbe Lösung bei
60°C für 1 Stunde
gerührt.
Die Lösung
wurde dann auf Raumtemperatur abgekühlt, mit Ethylacetat (100 ml)
verdünnt
und mit gesättigtem
wäßrigen Natriumbicarbonat
(NaHCO3) (20 ml) neutralisiert. Die organische
Schicht wurde mit Salzlösung
(20 ml) gewaschen, über
Natriumsulfat (Na2SO4)
getrocknet, filtriert, und das Lösemittel
wurde unter verringertem Druck abgezogen, um einen gelben Feststoff
zu liefern. Der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
gereinigt, unter Elution mit Methylenchlorid:Ethylacetat (4:1),
um das (+)-cis-Carbolin-Zwischenprodukt
12 als einen weißen
Feststoff zu liefern (435 mg, 32%): TLC Rf (4:1
Methylenchlorid/Ethylacetat) = 0,28; 1H-NMR
(300 MHz, CDCl3): δ: 8,48 (bs, 1H), 7,50 (d, J
= 8,0 Hz, 1H), 7,34 (d, J = 8,0 Hz, 1H), 7,20–7,03 (m, 2H), 4,42–4,34 (m,
1H), 3,87– 3,54
(m, 6H), 3,50 (s, 3H), 3,20–3,10
(m, 1H), 2,90–2,76
(m, 1H). Das trans-Carbolin wurde unvollständig aus der Säule eluiert:
TLC Rf (4:1 Methylenchlorid/Ethylacetat)
= 0,19.
-
Vergleichszwischenprodukt
13
-
Darstellung von (+)-cis-2-Chloracetyl-β-carbolin
-
Chloracetylchlorid
(0,15 ml, 1,90 mmol) wurde tropfenweise zu einer Mischung von Zwischenprodukt 12
(435 mg, 1,59 mmol) und Triethylamin (0,27 ml, 1,90 mmol) in Methylenchlorid
(18 ml) bei 0°C
unter einer Stickstoffdecke zugegeben. Die resultierende Mischung
wurde bei 0°C
für 2 Stunden
gerührt,
woraufhin die Mischung mit Methylenchlorid (50 ml) verdünnt und
nacheinander mit Wasser (15 ml) und Salzlösung (15 ml) gewaschen wurde.
Die organische Schicht wurde bei verringertem Druck konzentriert,
um Zwischenprodukt 13 als einen gelben Schaum (590 mg) zu liefern,
der ohne Reinigung verwendet wurde. TLC Rf (4:1
Methylenchlorid/Ethylacetat) = 0,89.
-
Darstellung
der Vergleichsbeispiele 16–18
Beispiel
16
-
-
-
Beispiele
16–18
wurden ausgehend vom identischen D-Tryptophanmethylester (D-Trp-OMe·HCl),
der bei der Herstellung von Beispiel 15 eingesetzt wurde, und vom
Methoxyacetaldehyddimethylacetal mit der folgenden Synthesesequenz
hergestellt.
-
-
-
-
Vergleichszwischenprodukt
14
-
Darstellung eines Dimethylacetals
-
Eine
Lösung
von Methoxyacetaldehyddimethylacetal (4,11 g, 38 mmol) und Benzylbromid
(4,6 ml, 38 mmol) in N,N-Dimethylformamid (17 ml) wurde auf 0°C abgekühlt. Zu
dieser Mischung wurden Natriumhydroxid-Pellets (1,66 g, 42 mmol)
zugegeben, dann wurde die resultierende Mischung langsam über Nacht
auf Raumtemperatur erwärmt.
Die Reaktionsmischung wurde in Wasser gegossen und mit Hexanen (2 × 200 ml) extrahiert.
Die vereinigten organischen Extrakte wurden mit Wasser gewaschen, über Na2SO4 getrocknet,
filtriert und unter verringertem Druck konzentriert, um Zwischenprodukt
14 als ein blaßgelbes Öl zu liefern
(7,03 g, 93%): 1H-NMR (300 MHz, CDCl3): δ:
7,28 (s, 5H), 4,52 (s, 2H), 4,49 (t, J = 5,2 Hz, 2H), 3,44 (d, J
= 5,1 Hz, 1H), 3,32 (s, 6H).
-
Vergleichszwischenprodukt
15
-
Darstellung eines cis-β-Carbolins
-
D-Tryptophanmethylester-Hydrochlorid
(4,07 g, 16 mmol) und Zwischenprodukt 14 (3,75 g, 19 mmol) wurden
unter Rühren
in einer Lösung
aus IPA (80 ml) und Wasser (20 ml) zusammengebracht. Zur resultierenden
Mischung wurde 2 N HCl (2 ml) zugegeben und die resultierende Mischung
bei 70°C
für 18
Stunden erhitzt. Die Mischung wurde mit gesättigtem wäßrigen NaHCO3 neutralisiert,
dann mit Methylenchlorid (2 × 400 ml)
extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden über Na2SO4 getrocknet,
filtriert und unter verringertem Druck konzentriert. Der Rückstand
wurde durch Flashsäulenchromatographie
gereinigt, unter Elution mit Methylenchlorid/Aceton (98:2), um das
cis-Carbolin-Zwischenprodukt 15 als ein oranges Öl (1,5 g, 27%) zu liefern:
TLC Rf (6:1 Methylenchlorid/Ethylacetat)
= 0,49; 1H-NMR (300 MHz, CDCl3): δ: 8,46 (s,
1H), 7,50 (d, J = 0,7 Hz, 1H), 7,47–7,25 (m, 6H), 7,18– 7,06 (m,
2H), 4,65 (s, 2H), 4,44–4,39
(m, 2H), 3,88–3,82
(m, 1H), 3,81 (s, 3H), 3,66 (t, J = 8,7 Hz, 1H), 3,18–3,11 (m,
1H), 2,88–2,78
(m, 1H), 1,87 (bs, 1H).
-
Vergleichszwischenprodukt
16
-
Darstellung eines cis-2-Chloracetyl-β-carbolins
-
Chloracetylchlorid
(0,30 ml, 3,7 mmol) wurde langsam zu einer Mischung aus Zwischenprodukt
15 (1,0 g, 2,9 mmol) und Triethylamin (0,52 ml, 3,7 mmol) in Methylenchlorid
(25 ml) bei 0°C
unter einer Argondecke zugegeben. Die resultierende Mischung wurde
bei 0°C
für 2 Stunden
gerührt,
woraufhin die Mischung langsam über
Nacht bei Raumtemperatur erwärmt
wurde. Die resultierende gelbe Lösung
wurde mit Methylenchlorid verdünnt,
dann nacheinander mit Wasser, gesättigtem wäßrigen NaHCO3 und
Salzlösung
gewaschen. Die organische Schicht wurde über Na2SO4 getrocknet, filtriert, und das Lösemittel
wurde unter verringertem Druck abgezogen, um Zwischenprodukt 16
als einen gelbbraunen Schaum zu liefern, der ohne Reinigung verwendet wurde
(1,2 g): TLC Rf (6:1 Methylenchlorid/Ethylacetat)
= 0,94.
-
Vergleichsbeispiel 16
-
Darstellung von (6S,12aR)-6-Benzyloxymethyl-2-methyl-2,3,6,7,12,12a-hexahydropyrazino(1'2':1,6]pyrido-[3,4-b]indol-l,4-dion
-
Eine
Mischung aus rohem Zwischenprodukt 16 (etwa 1,2 g, 2,8 mmol), Methylamin
(7,0 ml, 2,0 M in THF, 13,5 mmol) und Methanol (25 ml) wurden bei
50°C über Nacht
unter einer Stickstoffdecke erhitzt. Die resultierende Lösung wurde
auf Raumtemperatur abgekühlt.
Das Lösemittel
wurde dann unter verringertem Druck abgezogen, um einen orangen
Rückstand
zu ergeben, der durch Flashsäulenchromatographie
gereinigt wurde, unter Elution mit Methylenchlorid/Ethylacetat (5:1
bis 2:1), um Beispiel 11 als ein blaßgelbes Öl zu liefern, das unter Vakuum
auskristallisierte (0,83 g, 76%). Eine kleine Probe wurde aus kaltem
Methylenchlorid umkristallisiert, um einen weißen Feststoff zu ergeben. Die
Verbindung wurde durch NOE-Differenzexperimente (positive Verstärkung) als
das cis-Isomer bestätigt:
mp 181–187°C; TLC Rf (4:1 Methylenchlorid/Ethylacetat) = 0,29; 1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ: 11,06 (s,
1H), 7,56 (d, J = 7,6 Hz, 1H), 7,37 (d, J = 7,7 Hz, 1H), 7,21–7,19 (m,
3H), 7,11–6,99
(m, 4H), 5,40 (t, J = 3,9 Hz, 1H), 4,30 (s, 2H), 4,24–4,17 (m,
2H), 3,93 (d, J = 17,0 Hz, 1H), 3,68 (d, J = 4,0 Hz, 2H), 3,43–3,36 (m,
1H), 2,93 (s, 3H), 2,89–2,80
(m, 1H); 13C-NMR (75 MHz, DMSO-d6): δ:
167,0, 166,8, 138,1, 135,1, 132,0, 127,9, 127,2, 126,9, 125,7, 120,8,
118,6, 117,7, 111,2, 106,8, 71,9, 71,3, 54,8, 51,5, 51,3, 32,8,
22,3 ppm; CI MS (Methan) m/z 268 (C15H13N3O2+H+); [α]D 25°C = +45° (c = 0,5, CHCl3). Anal. Berechnet für C23H23N3O3:
C, 70,93; H, 5,95; N, 10,79. Gefunden: C, 70,54; H, 5,94; N, 10,60.
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Vergleichsbeispiel 17
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Darstellung von (6S,12aR)-6-Hydroxymethyl-2-methyl-2,3,6,7,12,12a-hexahydropyrazino-(1'2':1,6]pyrido[3,4-b]indol-l,4-dion
-
Beispiel
16 (0,58 g, 1,5 mmol) wurde in Ethanol (80 ml) gelöst und mit
einer katalytischen Menge 10% Palladium auf Kohlenstoff (etwa 10%
feucht) behandelt. Die Mischung wurde unter einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur
für 2,5
Stunden gerührt,
woraufhin der Palladium-Katalysator durch Vakuumfiltration durch
einen Celite-Stopfen entfernt wurde, unter Elution mit Methanol.
Die Lösemittel
wurden unter verringertem Druck abgezogen, um ein gelbes Öl zu liefern,
das mit Methanol/Diethylether trituriert wurde, um Beispiel 17 als einen
blaßgelben
Feststoff zu liefern (0,4 g, 91%). Ein kleiner Teil der Probe wurde
aus Methanol umkristallisiert; mp 275–280°C; TLC Rf (4:1:0,5
Methylenchlorid/Ethylacetat/Methanol) = 0,44; 1H-NMR
(300 MHz, DMSO-d6): δ: 10,98 (s, 1H), 7,52 (d, J
= 7,6 Hz, 1H), 7,34 (d, J = 7,7 Hz, 1H), 7,08–6,97 (m, 2H), 5,20 (t, J =
3,9 Hz, 1H), 4,86 (t, J = 5,9 Hz, 1H), 4,21–4,14 (m, 2H), 3,95 (d, J =
16,9 Hz, 1H), 3,65–3,62
(m, 2H), 3,39–3,32
(m, 1H), 2,92 (s, 3H), 2,85–2,77
(m, 1H); 13C-NMR (75 MHz, DMSO-d6): δ:
167,0, 166,8, 135,9, 132,6, 125,8, 120,6, 118,5, 117,6, 111,2, 106,5,
63,2, 54,9, 53,8, 51,6, 32,8, 22,6 ppm; CI MS (Methan) m/z 300 (C16H17N3O3+H)+; [α]D 25°C = +131,1 (c = 0,5, Methanol).
Anal. Berechnet für
C16H17N3O3·0,25
H2O: C, 63,25; H, 5,81; N, 13,83. Gefunden:
C, 63,01; H, 5,73; N, 13,69.
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Vergleichsbeispiel 18
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sDarstellung von (6S,12aR)-Methoxymethoxymethyl-2-methyl-2,3,6,7,12,12a-hexahydropyrazino-[1',2':1,6]pyrido[3,4-b]indol-1,4-dion
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Eine
Lösung
von Beispiel 17 (0,2 g, 0,67 mmol) in N,N-Dimethylformamid (10 ml)
wurde auf 0°C
abgekühlt.
Zu dieser Mischung wurde nacheinander Diisopropylethylamin (DIPEA)
(0,3 ml, 1,7 mmol) und Chlormethylmethylether (MOM-Cl) (0,12 ml,
1,5 mmol) zugegeben. Die resultierende Mischung wurde langsam über Nacht
auf Raumtemperatur erwärmt.
Die Reaktionsmischung wurde in gesättigte wäßrige NaHCO3 gegossen und
mit Methylenchlorid (3 × 100
ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden mit
Wasser und gesättigtem
wäßrigen Ammoniumchlorid
(NH4Cl) gewaschen, über Na2SO4 getrocknet, filtriert und unter verringertem
Druck konzentriert, um Beispiel 16 als ein gelbbraunes Öl zu liefern,
das unter Vakuum fest wurde. Diese Rückstand wurde durch Flashsäulenchromatographie
gereinigt, unter Elution mit Methylenchlorid/Ethylacetat/Methanol
(4:1:0,2), um Beispiel 18 als einen Feststoff zu liefern (0,05 g,
22%). Umkristallisation aus kaltem Methylenchlorid/Diethylether
erzeugte einen weißen
kristallinen Feststoff, der durch NOE-Differenzexperimente (positive Verstärkung) als
cis-Isomer bestätigt
wurde: mp 180–185°C; TLC Rf (4:1:0,2 Methylenchlorid/Ethylacetat/Methanol)
= 0,43. 1H NMR (300 MHz, Benzol- d6): δ: 7,53 (d,
J = 7,4 Hz, 1H), 7,49 (s, 1H), 7,24–7,12 (m, 3H), 5,39–5,36 (m,
1H), 4,27–4,22
(m, 2H), 4,00–3,95
(m, 1H), 3,78–3,71
(m, 1H), 3,64–3,59
(m, 1H), 3,38–3,08
(m, 4H), 2,86 (s, 2H), 2,38 (s, 3H); 13C
NMR (75 MHz, Benzol-d6): δ: 167,1,
166,6, 136,9, 132,2, 122,7, 120,5, 119,7, 111,7, 108,5, 96,8, 69,9,
56,1, 55,1, 52,7, 52,4, 33,1, 30,5, 24,6 ppm; Cl MS (Methan) m/z 344
(C18H21N3O4+H)+;
[α]D 25°C = +40,9 (c = 0,32, Benzol-d6). Anal. Berechnet für C18H21N3O4:
C, 62,96; H, 6,16; N, 12,24. Gefunden: C, 62,94; H, 6,12; N, 12,14.
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Das
folgende sind zusätzliche
Beispiele für
Verbindungen von Strukturformel (I), die mit Methoden hergestellt
werden können,
die analog sind zur Herstellung der Beispiele 1–18.
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Vergleichsbeispiel
19 (+–,cis)-6-Isobutyl-2-methyl-2,3,6,7,12,12a-hexahydropyrazino
[1'2':1,6] pyrido [3,4-b]indol-1,4-dion
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Vergleichsbeispiel
20 (+–,cis)-6-Cyclohexyl-2-methyl-2,3,6,7,12,12a-hexahydropyrazino
[1'2':1,6]pyrido[3,4-b]indol-1,4-dion
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Vergleichsbeispiel
21 (+–,cis)-6-Cyclohex-3-enyl-2-methyl-2,3,6,7,12,12a-hexahydropyrazino[1'2':1,6]pyrido-[3,4-b]indol-1,4-dion
-
-
-
-
Verbindungen
der vorliegenden Erfindung können
zu Tabletten für
orale Verabreichung formuliert werden. Eine Verbindung von Formel
(I) kann zum Beispiel mit einem polymeren Trägerstoff mit der Copräzipitationsmethode,
die in WO 96/38131, die hierin durch Bezugnahme miteinbezogen ist,
dargelegt ist, in die Form einer Dispersion gebracht werden. Die
copräzipitierte
Dispersion kann mit Füllstoffen
vermischt, dann zu Tabletten verpreßt werden, die fakultativ mit
Filmüberzug
versehen werden.
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Die
Verbindungen von Strukturformel (I) wurden auf die Fähigkeit,
PDE5 zu hemmen, getestet. Die Fähigkeit
einer Verbindung, PDE5-Aktivität
zu hemmen, steht in Zusammenhang mit den IC50-Werten
für die
Verbindung, d.h. der Konzentration von Inhibitor, die erforderlich
ist für
50%ige Hemmung der Enzymaktivität.
Der IC50-Wert für Verbindungen von Strukturformel
(I) wurden unter Verwendung von rekombinanter menschlicher PDE5
bestimmt.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung zeigen typischerweise einen
IC50-Wert gegen rekombinante menschliche
PDE5 von weniger als etwa 50 μM
und vorzugsweise weniger als etwa 25 μM und bevorzugter weniger als
etwa 15 μM.
Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung zeigen typischerweise
einen IC50-Wert gegen rekombinante menschliche
PDE5 von weniger als etwa 1 μM
und oft weniger als etwa 0,05 μM.
Um den vollen Vorteil der vorliegenden Erfindung zu erreichen, hat
ein vorliegender PDE5-Inhibitor eine IC50 von
etwa 0,1 nM bis etwa 15 μM.
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Die
Herstellung von rekombinanten menschlichen PDEs und die IC50-Bestimmungen können mit im Stand der Technik
gut bekannten Methoden durchgeführt
werden. Beispielhafte Methoden sind wie folgt beschrieben:
-
EXPRESSION
VON MENSCHLICHEN PDEs
-
Expression in Saccharomyces
cerevisae (Hefe)
-
Rekombinante
Produktion von menschlicher PDE1B, PDE2, PDE4A, PDE4B, PDE4C, PDE4D,
PDE5 und PDE7 wurde in ähnlicher
Weise zu derjenigen durchgeführt,
die in Beispiel 7 von U.S.-Patent Nr. 5,702,936 beschrieben ist,
das hierin durch Bezugnahme miteinbezogen wird, mit der Ausnahme,
daß der
eingesetzte Hefetransformationsvektor, der vom Basis-ADH2-Plasmid
abgeleitet ist, beschrieben in Price et al., Methods in Enzymology,
185, S. 308–318
(1990), Hefe-ADH2-Promotor- und -Terminatorsequenzen enthielt und
der Saccharomyces cerevisae-Wirt der Protease-defizitäre Stamm
BJ2-54 war, hinterlegt am 31. August 1998 bei der American Type
Culture Collection, Manassas, Virginia, unter Zugangsnummer ATCC
74465. Transformierte Wirtszellen wurden in 2X SC-leu-Medium, pH
6,2, mit Spurenmetallen und Vitaminen, angezogen. Nach 24 Stunden
wurde YEP-Medium enthaltendes Glycerol bis zu einer Endkonzentration
von 2X YET/3% Glycerol zugegeben. Ungefähr 24 Std. später wurden
Zellen geerntet, gewaschen und bei –70°C aufbewahrt.
-
ZUBEREITUNGEN MENSCHLICHER
PHOSPHODIESTERASE
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Bestimmungen der Phosphodiesterase-Aktivität
-
Phosphodiesterase-Aktivität der Zubereitungen
wurde wie folgt bestimmt. PDE-Tests, die eine Kohletrenntechnik
einsetzten, wurden durchgeführt,
im wesentlichen wie beschrieben in Loughney et al. (1996). In diesem
Test wandelt PDE-Aktivität
[32P]cAMP oder [32P]cGMP in das entsprechende [32P]5'-AMP oder [32P]5'-GMP im Verhältnis zur
vorliegenden Menge der PDE-Aktivität um. Das [32P]5'-AMP oder [32P]5'-GMP wurde dann durch
die Wirkung von Schlangengift-5'-Nukleotidase
in freies [32P]Phosphat und nicht-markiertes Adenosin oder Guanosin
umgewandelt. Daher ist die Menge an freigesetztem [32P]Phosphat
proportional zur Enzymaktivität.
Der Test wurde bei 30°C
in einer 100 μl
Reaktionsmischung durchgeführt,
die (Endkonzentrationen) 40 mM Tris-HCl (pH 8,0), 1 μM ZnSO4, 5 mM MgCl2 und
0,1 mg/ml Rinderserumalbumin (BSA) enthielt. PDE-Enzym war in Mengen
vorhanden, die < 30%
Gesamthydrolyse des Substrats lieferten (lineare Testbedingungen).
Der Test wurde durch Zugabe von Substrat (1 mM [32P]cAMP oder -cGMP)
initiiert und die Mischung wurde für 12 Minuten inkubiert. Fünfundsiebzig
(75) μg
Crotalus atrox-Gift wurde dann zugegeben und die Inkubation wurde
für 3 Minuten
fortgesetzt (15 Minuten insgesamt). Die Reaktion wurde durch Zugabe
von 200 μl
Aktivkohle (25 mg/ml Suspension in 0,1 M NaH2PO4, pH 4) gestoppt. Nach Zentrifugation (750 × g für 3 Minuten),
um die Kohle absetzen zu lassen, wurde eine Probe des Überstandes
für Radioaktivitätsbestimmung
in einem Szintillationszähler
abgenommen und die PDE-Aktivität
wurde berechnet.
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Reinigung von PDE5 aus
S. cerevisiae
-
Zellpellets
(29 g) wurden auf Eis mit einem gleichen Volumen Lysepuffer (25
mM Tris-HCl, pH 8, 5 mM MgCl2, 0,25 mM DTT,
1 mM Benzamidin und 10 μM
ZnSO4) aufgetaut. Zellen wurden in einem
Mikrofluidizer® (Microfluidics
Corp.) unter Verwendung von Stickstoff bei 20.000 psi lysiert. Das
Lysat wurde zentrifugiert und durch 0,45 μm-Einwegfilter filtriert. Das
Filtrat wurde auf eine 150 ml-Säule
aus Q SEPHAROSE® Fast-Flow (Pharmacia)
aufgebracht. Die Säule
wurde mit 1,5 Volumenteilen Puffer A (20 mM Bis-Tris-Propan, pH
6,8, 1 mM MgCl2, 0,25 mM DTT, 10 μM ZnSO4) gewaschen und mit einem Stufengradienten
von 125 mM NaCl in Puffer A, gefolgt von einem linearen Gradienten
von 125–1000
mM NaCl in Puffer A eluiert. Aktive Fraktionen aus dem linearen
Gradienten wurden auf eine 180 ml- Hydroxyapatitsäule in Puffer B (20 mM Bis-Tris-Propan (pH
6,8), 1 mM MgCl2, 0,25 mM DTT, 10 μM ZnSO4 und 250 mM KCl) aufgebracht. Nach dem Beladen
wurde die Säule
mit 2 Volumenteilen Puffer B gewaschen und mit einem linearen Gradienten
von 0–125
mM Kaliumphosphat in Puffer B eluiert. Aktive Fraktionen wurden
gepoolt, mit 60% Ammoniumsulfat ausgefällt und in Puffer C (20 mM
Bis-Tris-Propan, pH 6,8, 125 mM NaCl, 0,5 mM DTT, und 10 μM ZnSO4) resuspendiert. Der Pool wurde auf eine
140 ml-Säule
SEPHACRYL® S-300 HR aufgebracht
und mit Puffer C eluiert. Aktive Fraktionen wurden auf 50% Glycerol
verdünnt
und bei –20°C aufbewahrt.
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Die
resultierenden Zubereitungen waren nach SDS-PAGE etwa 85% rein.
Diese Zubereitungen hatten spezifische Aktivitäten von etwa 3 μmol cGMP
hydrolysiert pro Minute pro Milligramm Protein.
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Hemmende Wirkung
auf cGMP-PDE
-
cGMP-PDE-Aktivität von Verbindungen
der vorliegenden Erfindung wurde unter Verwendung eines einstufigen
Tests gemessen, der von Wells et al., Biochim. Biophys. Acta, 384,
430 (1975) adaptiert worden war. Das Reaktionsmedium enthielt 50
mM Tris-HCl, pH 7,5, 5 mM Magnesiumacetat, 250 μg/ml 5'-Nukleotidase, 1 mM EGTA und 0,15 μm 8-[H3]-cGMP. Sofern nicht anders angegeben, war
das verwendete Enzym eine menschliche rekombinante PDE5 (ICOS Corp.,
Bothell, Washington).
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Verbindungen
der Erfindung wurden in DMSO gelöst,
wobei sie letztendlich mit 2% im Test vorlagen. Die Inkubationszeit
betrug 30 Minuten, während
derer die Gesamtsubstratumwandlung 30% nicht überstieg.
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Die
IC50-Werte für die untersuchten Verbindungen
wurden aus Konzentrations-Reaktions-Kurven bestimmt, die typischerweise
Konzentrationen verwenden, die im Bereich von 10 nM bis 10 μM reichten.
Tests gegen andere PDE-Enzyme unter Verwendung von Standardmethodik
zeigten, daß Verbindungen
der Erfindung selektiv auf das cGMP-spezifische PDE-Enzym sind.
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Biologische Daten
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Es
wurde festgestellt, daß die
Verbindungen gemäß der vorliegenden
Erfindung einen IC
50-Wert von weniger als 500 nM zeigten.
In-vitro-Testdaten für
repräsentative
Verbindungen der Erfindung sind in der folgenden Tabelle angegeben:
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Offensichtlich
können
viele Modifikationen und Variationen der Erfindung, wie hierin zuvor
angegeben, vorgenommen werden, und daher sollten nur solche Beschränkungen
auferlegt werden, wie sie durch die angehängten Ansprüche angegeben sind.