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Die
vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der vorläufigen US-Anmeldung Nr. 60/257,991, eingereicht
am 22. Dezember 2000, deren Offenbarung durch in Bezugnahme in die
vorliegende Anmeldung aufgenommen wird.
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Die
vorliegende Erfindung wurde mit Unterstützung der amerikanischen Regierung
im Rahmen des "Cooperative
Research Agreement No. 70NANB5H1138", verliehen von dem "Advanced Technology Program of the National
Institute of Standards and Technology" durchgeführt. Die U. S. Regierung hat
gewisse Rechte an der Erfindung.
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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
L-Ascorbinsäure.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein kontinuierliches
Verfahren zur Herstellung von L-Ascorbinsäure, das den Zerfall des gebildeten
L-Ascorbinsäureprodukts
minimiert und es ermöglicht,
dass nicht-umgesetztes Ausgangsmaterial zurück in die Reaktionsmischung
recycliert wird.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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L-Ascorbinsäure (Vitamin
C) wird kommerziell durch kombinierte chemische und fermentative
Verfahren ausgehend von Glucose oder Sorbose hergestellt. Ein übliches
Zwischenprodukt, das in dem kommerziellen Verfahren erzeugt wird,
ist 2-Keto-L-gulonsäure (KLG),
oder dessen geschützte
Form, Diaceton-2-keto-L-gulonsäure.
Die Umsetzung von 2-Keto-L-gulonsäure zu L-Ascorbinsäure kann
durch Veresterung mit Methanol, gefolgt von einer Cyclisierung unter
Verwendung von stöchiometrischen
Mengen einer Base, durchgeführt
werden, nach einer Methode, die von dem ursprünglichen Reichstein-Verfahren
abgeleitet ist (T. Reichstein, A. Grussner, Helv. Chim. Acta 17,
Seiten 311–328,
1934). Alternativ dazu kann die Diaceton-2-keto-L-gulonsäure direkt
cyclisiert werden, mit einem Verlust von Aceton, gefolgt von einer
aufeinanderfolgenden Lactonisierung und Enolisierung, um Ascorbinsäure zu bilden.
Die direkte Cyclisierung von Diaceton-2-keto-L-gulonsäure erfordert
eine umfassende Reinigung zur Rückgewinnung
von Aceton und anderen Nebenprodukten, die erzeugt wurden.
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Zusätzliche
Modifikationen des Verfahrens nach Reichstein konzentrierten sich
auf ein Weglassen oder eine Vereinfachung von einigen der chemischen
Verfahrensschritte, die für
die Produktion von 2-Keto-L-gulonsäure erforderlich sind. Verbesserungen
umfassen eine gesteuerte Veresterung von 2-Keto-L-gulonsäure und
anschließende
Entfernung von nicht verestertem Ausgangsmaterial (U. S. Patent
Nr. 5,128,487), wie auch eine verbesserte Integration der Veresterung
mit anschließender
Cyclisierung (U. S. Patent Nr. 5,391,770).
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Aktivitäten richteten
sich ferner auch auf die Säurekatalyse
(z. B. U. S. Patent Nr. 2,462,251; GB 1,222,322; GB 2,034,315;
DE 38 43 389 ; WO 99/07691
und WO 00/46216). Die Säurekatalyse
verwendet 2-Keto-L-gulonsäure
in dessen Säureform
und beseitigt somit die Notwendigkeit der Erzeugung des Esters und
der anschließenden
Schritte, die die Addition von stöchiometrischer Base zur Cyclisierung
mit einer Reprotonierung des Ascorbatsalzes zur Isolierung des Produkts
in dessen Säureform
erfordern. Da der Reprotonierungsschritt eine stöchiometrische Menge eines Salznebenproduktes
erzeugt, kann die Säurekatalyse
zu einer signifikanten Reduktion an Abfall und Verfahrenskosten
mit relativ hohen Ausbeuten (> 80%
L-Ascorbinsäureprodukt)
führen.
Modifikationen zur Verbesserung des Verfahrens wie z. B. die Verwendung
von organischen Lösungsmitteln
und Tensiden sind beschrieben worden (siehe z. B. U. S. Patent Nr.
5,744,618; WO 98/00839 und JP-B 73015931). Auch wenn die Säurekatalyse
eine Verbesserung gegenüber
dem ursprünglichen
Reichstein-Verfahren darstellt, erfordert sie nach wie vor signifikante
Verarbeitungs-, Recycling- und Reinigungsschritte, um eine hohe
Ausbeute an Ascorbinsäure
zu erhalten.
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Ein
alternatives Verfahren zur Herstellung von Ascorbinsäure aus
2-Keto-L-gulonsäure
umfasst ein wässriges
intramolekulares Cyclisierungsverfahren ohne die Verwendung von
großen
Mengen von Säurekatalysatoren
(T. Reichstein, Helv. Chim. Acta 17, 1934, Seiten 311–328 und
BP 428,815 ). Auch wenn die
wässrige
Cyclisierung nicht die umfangreichen Reinigungsschritte benötigt, die
mit der Säurekatalyse
in Zusammenhang stehen, so ist die nicht-säurekatalysierte intramolekulare
Cyclisierung mit relativ niedrigen Ausbeuten verbunden. Beispielsweise
kann 2-Keto-L-gulonsäure in Wasser
erwärmt
werden, gesättigt
mit Kohlendioxid, mit 50% Ausbeute nach fraktionierter Kristallisierung
(U. S. Patent Nr. 2,265,121). Ferner können 2-Keto-L-gulonsäure oder Derivate von 2-Keto-L-gulonsäure auf
130 bis 140°C
in Wasser erwärmt
werden, um Ascorbinsäure
mit Ausbeuten von ungefähr
50% zu ergeben (U. S. Patent Nr. 2,491,065).
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Es
sind eine Vielzahl von Versuchen zu direkten Cyclisierungsverfahren
von 2-Keto-L-gulonsäure (KLG)
und deren Derivate vorgeschlagen worden, in denen das Endprodukt
aus dem Cyclisierungsstrom durch Entfernung des Lösungsmittels
isoliert wird. Die Reinigung des L-Ascorbinsäureprodukts wird jedoch aufgrund der
Instabilität
des L-Ascorbinsäureprodukts
in wässriger
oder Säurereaktionslösungen behindert
(z. B. P. P. Regna und B. P. Caldwell, J. Am. Chem. Soc., 66, Seiten
246–250,
1944), insbesondere wenn die Reaktion derart durchgeführt wird,
dass der Umsatz des 2-Keto-L-gulonsäure-Ausgangsmaterials
nahezu vollständig
ist. Folglich besteht ein Bedarf nach einem Verfahren, das bei weniger
als dem vollständigen
Umsatz arbeitet, welches jedoch eine effiziente Verwendung des 2-Keto-L-gulonsäure-Ausgangsmaterials
ermöglicht
und gereinigte L-Ascorbinsäure
in hoher Ausbeute ergibt. Folglich ist die vorliegende Erfindung
auf die Bereitstellung solcher Verfahren gerichtet.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
L-Ascorbinsäure,
umfassend die Schritte des Unterwerfens einer wässrigen Lösung von 2-Keto-L-gulonsäure (KLG)
oder Derivaten von 2-Keto-L-gulonsäure einer säurekatalysierten oder selbstkatalysierten
Cyclisierung, gefolgt von einer Abtrennung des Produkts L-Ascorbinsäure und
nicht-umgesetzter 2-Keto-L-gulonsäureverbindung, so dass das
nicht-umgesetzte 2-Keto-L-gulonsäure-Ausgangsmaterial
effektiv recycliert werden kann. Das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung stellt Methoden zur Herstellung von L-Ascorbinsäure in hoher
Ausbeute bereit, indem die Bildung von L-Ascorbinsäure optimiert wird, während bei
weniger als dem vollständigen
Umsatz der 2-Keto-L-gulonsäureverbindungen
gearbeitet wird. Auf diese Art und Weise wird der Zerfall des L-Ascorbinsäureproduktes
minimiert. Der Trennungsschritt ist derart gestaltet, dass eine
effiziente und zerstörungsfreie
Isolierung von nicht-umgesetztem 2-Keto-L-gulonsäure-Ausgangsmaterial bereitgestellt
wird, so dass die 2-Keto-L-gulonsäure weiter
zur Herstellung von weiterer L-Ascorbinsäure verwendet werden kann.
Die L-Ascorbinsäure,
die während
dem Abtrennungsschritt isoliert wird, kann mittels Kristallisation
oder anderen Methoden zur Isolierung von L-Ascorbinsäure in fester
Form verarbeitet werden.
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Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst die vorliegende Erfindung ein kontinuierliches Verfahren
zur Herstellung von L-Ascorbinsäure,
umfassend die folgenden Schritte:
- (a) Erwärmen einer
wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure,
einem Ester von 2-Keto-L-gulonsäure oder
Diaceton-2-keto-L-gulonsäure
in einem Reaktor, um L-Ascorbinsäure
mit einem Umsatz von 5 bis 80 Prozent zu bilden;
- (b) kontinuierliches Entfernen einer Nachreaktionslösung, umfassend
nicht-umgesetzte
2-Keto-L-gulonsäureverbindung
und L-Ascorbinsäure,
aus dem Reaktor;
- (c) kontinuierliches Abtrennen von L-Ascorbinsäure von
der nicht-umgesetzten 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
in der Nachreaktionslösung,
um eine L-Ascorbinsäurelösung und
eine Lösung
von nicht-umgesetzter 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
zu bilden, wobei die L-Ascorbinsäurelösung ein
Verhältnis
von L-Ascorbinsäure
zu 2-Keto-L-gulonsäure
aufweist, das relativ zur Nach-reaktion
aus Schritt (b) erhöht
worden ist, und wobei die Lösung
von nicht-umgesetzter
2-Keto-L-gulonsäureverbindung
ein Verhältnis
von 2-Keto-L-gulonsäure zu L-Ascorbinsäure aufweist,
das relativ zur Nachreaktion aus Schritt (b) erhöht worden ist; und
- (d) kontinuierliches Recyclieren der Lösung von nicht-umgesetzter
2-Keto-L-gulonsäureverbindung
aus Schritt (c) zurück
in den Reaktor.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt umfasst die vorliegende Erfindung ein Ascorbinsäureprodukt,
das nach den Methoden gemäß der Erfindung
hergestellt ist.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst ferner eine Vorrichtung zum Durchführen der
Methoden gemäß der Erfindung.
Folglich umfasst die vorliegende Erfindung nach einem weiteren Aspekt
ein System zur Herstellung von L-Ascorbinsäure, umfassend
- (a) einen Reaktor zur Umsetzung von 2-Keto-L-gulonsäure zu L-Ascorbinsäure;
- (b) eine Leitung für
die kontinuierliche Entfernung einer Nachreaktionslösung (post-reaction
solution), umfassend nicht-umgesetzte 2-Keto-L-gulonsäure und
L-Ascorbinsäure,
aus dem Reaktor vor einem vollständigen
Umsatz;
- (c) ein Trennsystem zum kontinuierlichen Abtrennen des L-Ascorbinsäureprodukts
von nicht-umgesetzter 2-Keto-L-gulonsäureverbindung in der Nachreaktionslösung, um
eine L-Ascorbinreiche Lösung
und eine 2-Keto-L-gulonsäurereiche
Lösung
zu bilden;
- (d) eine Leitung zum Überführen der
2-Keto-L-gulonsäurereichen
Lösung
zurück
in den Reaktor;
- (e) eine Leitung zum Überführen von
frischer 2-Keto-L-gulonsäure
in den Reaktor;
- (f) eine Leitung zum Entfernen der L-Ascorbinsäurereichen
Lösung
für anschließende Reinigung
und/oder Lagerung;
- (g) wenigstens eine Pumpe, um Reaktanden und Produkte durch
das System zu pumpen; und
- (h) wenigstens ein Ventil, um den Druck in dem gesamten System
zu steuern.
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Die
vorstehenden Ausführungen
konzentrieren sich auf die wichtigeren Merkmale der Erfindung, damit die
folgende ausführliche
Beschreibung besser verstanden werden kann und damit der vorliegende
Beitrag zum Stand der Technik besser geschätzt werden kann. Es gibt selbstverständlich weitere
Merkmale der Erfindung, die in der folgenden Beschreibung ausführlich beschrieben
werden und die den Gegenstand der Ansprüche bilden, die beigefügt sind.
Es versteht sich, dass die Erfindung in ihrer Anwendung nicht auf
spezifische Details beschränkt
ist, wie sie in der folgenden Beschreibung und den Figuren angegeben
sind. Die Erfindung lässt
weitere Ausführungsformen
zu und kann auf verschiedene Wege ausgeführt oder durchgeführt werden.
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Aus
der vorhergehenden Zusammenfassung geht hervor, dass ein Gegenstand
der vorliegenden Erfindung die Bereitstellung von effizienten Methoden
zur Herstellung von L-Ascorbinsäure
ist. Diese Aufgabe, sowie weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung,
zusammen mit verschiedenen neuen Merkmalen, die die vorliegende
Erfindung kennzeichnen, sind insbesondere in den Ansprüchen angegeben.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die 1 ist
ein Fließdiagramm,
das die Umsetzung von wässriger
(Aq) 2-Keto-L-gulonsäure (KLG) zu
einem Produkt, umfassend eine Mischung von KLG und Ascorbinsäure (AsA),
mit anschließender
Recyclierung der nicht-umgesetzten KLG und Kristallisierung des
AsA-Produktes in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt.
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Die 2 zeigt
einen Plot von L-Ascorbinsäureausbeute
versus 2-Keto-L-gulonsäure-Umsetzung (KLG)
in einem Durchlauf (single pass conversion), simuliert für eine Reihe
von Reaktor-Separator-Konfigurationen, worin Kreise (O) für die Pfropfenströmungsreaktor-Performance
mit 100% L-Ascorbinsäure
(AsA) Rückgewinnung
und 100% AsA-Reinheit in dem KLG-AsA-Abtrennungsschritt stehen,
Dreiecke (Δ) für die Performance
mit einer Reihe von drei kontinuierlich gerührten Tankreaktoren (continuous
stirred-tank reactors, CSTRs) und perfekter KLG-AsA-Abtrennungseffizienz
stehen, Quadrate (☐) für
drei CSTRs mit 90% AsA-Rückgewinnung
und 95% AsA-Reinheit (auf einer KLG-AsA-Basis) in dem Abtrennungsschritt
stehen und Rauten (♢) für
drei CSTRs mit einer schlechteren Abtrennungsperformance von lediglich
80% AsA-Rückgewinnung
und 91% AsA-Reinheit stehen.
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Die 3 zeigt
eine schematische Darstellung einer typischen simulierten Wanderbett-Einheit
(simulated moving bed, SMB) in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die 4 stellt
einen Aspekt einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar, und zeigt einen Plot der erwarteten
Zusammensetzung einer Nachreaktionslösung, die für den 2-Keto-L-gulonsäure/L-Ascorbinsäure (KLG/AsA)
Trennungsschritt verwendet wird, z. B. eine simulierte Wanderbett
(SMB) Chromatographie, bei verschiedenen KLG-Umsatzlevels mit einer
30 Gew.-%-igen KLG-Zufuhr in den Reaktor in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die 5 zeigt
eine schematische Darstellung eines Reaktors, der in Pilotexperimenten
verwendet wird, in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die 6 zeigt
eine diskontinuierliche Umsetzung (batch conversion) von wässriger
2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) mit Schwefelsäure
(H2SO4), die die
maximale Ausbeute an L-Ascorbinsäure
(AsA) bei partiellem KLG-Umsatz in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt.
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Die 7 zeigt
eine diskontinuierliche Umsetzung (batch conversion) von wässriger
2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) mit Salzsäure
(HCl), die die maximale Ausbeute an L-Ascorbinsäure (AsA) bei partiellem KLG-Umsatz
in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt.
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Die 8 zeigt
die Umsetzung von wässriger
2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) mit einem Säureharzkatalysator
in einem diskontinuierlichen Reaktor, wobei die Veränderung
der L-Ascorbinsäureselektivität über den Reaktionsverlauf
beispielhaft dargestellt wird, in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die 9 zeigt
die Umsetzung von wässriger
2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) mit einem Säureharzkatalysator
(acid resin catalyst) in einem kontinuierlichen Reaktor, die die
hohe Selektivität
für die
L-Ascorbinsäureherstellung
bei partiellem Umsatz beispielhaft darstellt, in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die 10 zeigt
die Umsetzung unter Verwendung einer Fermentationsbrühe, enthaltend
2-Keto-L-gulonsäure
(KLG), in einem kontinuierlichen Reaktor, die die Selektivität der L-Ascorbinsäure beispielhaft darstellt,
die bei partiellem Umsatz bei Verwendung von Fermentationsbrühe als Zufuhrzusammensetzung
mit einem Säureharzkatalysator
erzielt wird, in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die 11 zeigt
die Umsetzung einer wässrigen
Fermentationsbrühe,
enthaltend 2-Keto-L-gulonsäure (KLG),
zu Ascorbinsäure
(AsA) in einem kontinuierlichen Reaktor, die die bei partiellem
Umsatz unter Verwendung von Fermentationsbrühe als Zufuhrzusammensetzung
unter selbst-katalysierenden Bedingungen erzielte Selektivität beispielhaft
darstellt, in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die 12 zeigt
die Trennung von 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) und L-Ascorbinsäure
(AsA) durch Ionenausschluss-Chromatographie (0,1 Zufuhr-Puls/Harzbettvolumen)
einer Lösung,
enthaltend eine 50/50 Mischung (jeweils 15%) von KLG und L-Ascorbinsäure, in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die 13 zeigt
die Auftrennung von 2-Keto-L-gulonsäure (KLG) und L-Ascorbinsäure (AsA)
durch Ionenausschluss-Chromatographie (0,2 Zufuhr-Puls/Harzbettvolumen)
einer Lösung,
enthaltend eine 50/50 Mischung (jeweils 15%) von KLG und L-Ascorbinsäure, in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die 14 zeigt
die L-Ascorbinsäureselektivität (AsA)
bei verschiedenen 2-Keto-L-gulonsäure-Umsatzraten
(KLG) für
ein kontinuierliches Reaktorsystem, unter Verwendung von recyclierter
KLG, in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt Methoden und Systeme zur Herstellung
von L-Ascorbinsäure in hoher Ausbeute
durch direkte Umsetzung einer wässrigen
Lösung,
die 2-Keto-L-gulonsäure
oder Derivate von 2-Keto-L-gulonsäure enthält, mit einem hohen Umsatzlevel
bereit, das die Bildung L-Ascorbinsäure maximiert, während der
L-Ascorbinsäurezerfall
minimiert wird. Das L-Ascorbinsäureprodukt
wird anschließend
von nicht-umgesetztem 2-Keto-L-gulonsäure-Ausgangsmaterial abgetrennt,
um zu ermöglichen,
dass der Großteil
des nicht-umgesetzten 2-Keto-L-gulonsäure-Ausgangsmaterials für einen weiteren Umsatz recycliert
wird.
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Gemäß einem
Aspekt umfasst die vorliegende Erfindung ein kontinuierliches Verfahren
zur Herstellung von L-Ascorbinsäure,
das die folgenden Schritte umfasst:
- (a) Erwärmen einer
wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure,
einem Ester von 2-Keto-L-gulonsäure oder
Diaceton-2-keto-L-gulonsäure
in einem Reaktor, um L-Ascorbinsäure
mit einem Umsatz von 5 bis 80 Prozent zu bilden;
- (b) kontinuierliches Entfernen einer Nachreaktionslösung, umfassend
nicht-umgesetzte
2-Keto-L-gulonsäureverbindung
und L-Ascorbinsäure,
aus dem Reaktor
- (c) kontinuierliches Abtrennen von L-Ascorbinsäure von
der nicht-umgesetzten 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
in der Nachreaktionslösung,
um eine L-Ascorbinsäurelösung und
eine Lösung
von nicht-umgesetzter 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
zu bilden, wobei die L-Ascorbinsäurelösung ein
Verhältnis
von L-Ascorbinsäure
zu 2-Keto-L-gulonsäure
aufweist, das relativ zur Nachreaktion aus Schritt (b) erhöht worden
ist, und wobei die Lösung
von nicht-umgesetzter
2-Keto-L-gulonsäureverbindung
ein Verhältnis
von 2-Keto-L-gulonsäure zu L-Ascorbinsäure aufweist,
das relativ zur Nachreaktion aus Schritt (b) erhöht worden ist; und
- (d) kontinuierliches Recyclieren der Lösung von nicht-umgesetzter
2-Keto-L-gulonsäureverbindung
aus Schritt (c) zurück
in den Reaktor.
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Wie
in der vorliegenden Beschreibung und den Ansprüchen verwendet, bezieht sich
der Ausdruck "L-Ascorbinreiche
Lösung" auf eine wässrige Lösung von
L-Ascorbinsäure, in
der das Verhältnis
von L-Ascorbinsäure
zu 2-Keto-L-gulonsäure
im Vergleich zur Nachreaktionslösung
(post-reaction solution) von Schritt (b) erhöht ist.
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Ähnlich bezieht
sich der Ausdruck "2-Keto-L-gulonsäurereiche
Lösung" oder "Lösung, die reich an 2-Keto-L-gulonsäureverbindung" ist, auf eine wässrige Lösung von
2-Keto-L-gulonsäure oder
deren Derivate, in der das Verhältnis
von 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
zu L-Ascorbinsäureprodukt
im Vergleich zur Nachreaktionslösung
aus Schritt (b) erhöht
worden ist. Wie in der vorliegenden Beschreibung und den Ansprüchen verwendet,
können
Derivate von 2-Keto-L-gulonsäure
Ester von 2-Keto-L-gulonsäure, Diaceton-2-keto-L-gulonsäure und
weitere Derivate von 2-Keto-L-gulonsäure umfassen,
die zu L-Ascorbinsäure
cyclisiert werden können.
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Gemäß einer
Ausführungsform
wird der Schritt (a) in Abwesenheit eines zugegebenen Katalysators durchgeführt. Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
wird der Schritt (a) in Gegenwart eines löslichen Säurekatalysators durchgeführt. Vorzugsweise
handelt es sich bei dem Katalysator um eine Anorganische Säure, und
noch bevorzugter ist die Anorganische Säure ausgesucht aus der Gruppe
bestehend aus HCl, HBr, H3PO4 und
H2SO4. Alternativ
dazu kann der Schritt (a) in Gegenwart eines starksauren Harzkatalysators
durchgeführt werden.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
kann der Säureharzkatalysator
ein sulfoniertes Polystyrol-Kationenaustauschharz
umfassen.
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Die
vorliegende Erfindung verwendet eine partielle Umsetzung von 2-Keto-L-gulonsäure oder
Derivaten davon von weniger als 100%. Vorzugsweise liegt der Umsatz
im Schritt (a) bei etwa 5 bis etwa 80%. Noch bevorzugter liegt der
Umsatz von Schritt (a) bei 20 bis 70%. Noch bevorzugter beträgt der Umsatz
des Schrittes (a) 30 bis 60%.
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Im
allgemeinen verwendet das Verfahren eine wässrige Lösung von 2-Keto-L-gulonsäure oder
deren Derivate. Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst die wässrige
Lösung
von Schritt (a) 1 bis 40 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure. Bevorzugter umfasst die
wässrige
Lösung
aus Schritt (a) 5 bis 30 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure. Noch bevorzugter umfasst
die wässrige
Lösung
aus Schritt (a) 5 bis 15 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure. Gemäß einer besonders bevorzugter
Ausführungsform
handelt es sich bei der wässrigen
Lösung
aus Schritt (a) um einen Produktstrom aus einem Fermentationsverfahren
zur Herstellung von 2-Keto-L-gulonsäure.
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Die
Trennung von der 2-Keto-L-gulonsäurereichen
Lösung
von der L-Ascorbinsäure
ist vorzugsweise hocheffizient. Gemäß einer Ausführungsform
umfasst die L-Ascorbinsäurereiche
Lösung
aus Schritt (c) mindestens 75 Gew.-% L-Ascorbinsäure, auf der Grundlage von
lediglich 2-Keto-L-gulonsäure
und Ascorbinsäure. Noch
bevorzugter umfasst die L-Ascorbinsäurereiche Lösung aus Schritt (c) mindestens
85 Gew.-% L-Ascorbinsäure
auf der Grundlage von einzig 2-Keto-L-gulonsäure und Ascorbinsäure. Und
noch bevorzugter umfasst die L-Ascorbinsäurereiche Lösung aus dem Schritt (c) mindestens
90 Gew.-% L-Ascorbinsäure
auf der Grundlage von einzig 2-Keto-L-gulonsäure und Ascorbinsäure.
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Ferner
umfasst die 2-Keto-L-gulonsäurereiche
Lösung
aus Schritt (c) vorzugsweise mindestens 75 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
auf der Grundlage von einzig 2-Keto-L-gulonsäure und Ascorbinsäure. Noch
bevorzugter umfasst die 2-Keto-L-gulonsäurereiche
Lösung
aus Schritt (c) mindestens 85 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäureverbindung auf der Grundlage
von einzig 2-Keto-L-gulonsäure
und Ascorbinsäure.
Und noch bevorzugter umfasst die 2-Keto-L-gulonsäurereiche Lösung aus Schritt (c) mindestens
90 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
auf der Grundlage von einzig 2-Keto-L-gulonsäure und Ascorbinsäure.
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Die
Reinheiten für
die Trennung der 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
und des Ascorbinsäureprodukts werden
auf der Grundlage von einzig 2-Keto-L-gulonsäure (KLG) und Ascorbinsäure (AsA)
angegeben, und schließen
folglich Wasser sowie nichtflüchtige
Verunreinigungen, welche aus der KLG-Zufuhrbrühe oder Reaktornebenprodukten
stammen, aus. Diese Verunreinigungen können 25 bis 30 Gew.-% der Gesamtfeststoffe in
den Extrakt- und Raffinat-Produkten ausmachen. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist die Auftrennung von KLG und AsA so effektiv, dass die AsA-Reinheit
in dem Extrakt nahezu identisch zur KLG-Rückgewinnung im Raffinat ist,
was auf die hohe Reinheit in beiden Fraktionen hindeutet.
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Selbst
unter Bedingungen eines partiellen Umsatzes führt die Reaktion zu einer hohen
Ausbeute und hohen Selektivität
für das
L-Ascorbinsäureprodukt.
Folglich stellt gemäß einer
Ausführungsform
der Verfahrensschritt von (a) bis (d) mindestens 50 Mol-% Ausbeute
an L-Ascorbinsäure
bereit. Bevorzugter stellt der Verfahrensschritt von (a) bis (d)
mindestens 60 Mol-% Ausbeute an L-Ascorbinsäure bereit. Noch bevorzugter stellt
der Verfahrensschritt von (a) bis (d) mindestens 65 Mol-% Ausbeute
an L-Ascorbinsäure
bereit.
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Im
allgemeinen erfordert die Reaktion erhöhte Temperaturen und Drücke. Folglich
wird gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform
der Schritt (a) vorzugsweise bei einer Temperatur von etwa 40 bis
220°C durchgeführt. Da
erhöhe
Temperaturen bevorzugt sind, wird die Reaktion vorzugsweise unter
Druck durchgeführt, um
alle Bestandteile in flüssiger
Phase zu halten. Gemäß einer
Ausführungsform
wird folglich der Schritt (a) bei einem Druck von 1 bis 30 bar durchgeführt.
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Das
Verfahren kann zusätzliche
Schritte enthalten, um den Betrieb des Systems zu erleichtern. Beispielsweise
umfasst das Verfahren gemäß einer
Ausführungsform
nach dem Schritt (b) und vor dem Schritt (c) den Schritt der Klärung der
Nachreaktionslösung
durch Absorption mit einem Polymerharz oder mit Aktivkohlematerial.
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Alternativ
kann das Verfahren nach dem Schritt (b) und vor dem Schritt (c)
den Schritt einer Konzentrierung der Nachreaktionslösung durch
Verdampfen umfassen.
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Ferner
umfasst das Verfahren gemäß einer
Ausführungsform
zusätzlich
den Schritt (e), in welchem die L-Ascorbinsäure aus der L-Ascorbinsäurereichen
Lösung
aus (c) gereinigt wird. Vorzugsweise wird die L-Ascorbinsäure aus
der L-Ascorbinsäurereichen
Lösung
mittels Kristallisation abgetrennt.
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Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst die Trennung von Schritt (c) alternativ eine Kristallisation,
eine Chromatographie oder eine Elektrodialyse. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
wird die chromatographische Trennung aus dem Schritt (c) mittels
einem simulierten Wanderbettverfahren (simulated moving bed process,
SMB) durchgeführt.
Unabhängig
davon, ob die Trennung von L-Ascorbinsäure und 2-Keto-L-gulonsäure im Schritt
(c) mittels SMB oder anderen Verfahren durchgeführt wird, ist es bevorzugt,
dass das Gewichtsverhältnis
der 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
zu L-Ascorbinsäure
in der Nachreaktionslösung
bei 0,1 bis 10 liegt, und noch bevorzugter bei 0,2 bis 5.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt umfasst die vorliegende Erfindung ein kontinuierliches
Verfahren zur Herstellung von L-Ascorbinsäure, umfassend die Schritte
von:
- (a) Erwärmen einer wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure
zur Bildung L-Ascorbinsäure bei
einem Umsatz von 30 bis 60 Prozent in einem Reaktor;
- (b) kontinuierliches Entfernen aus dem Reaktor einer Nachreaktionslösung, die
nicht-umgesetzte 2-Keto-L-gulonsäure
und L-Ascorbinsäure
umfasst;
- (c) kontinuierliches Abtrennen von L-Ascorbinsäure von
der nicht-umgesetzten 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
in der Nachreaktionslösung,
unter Verwendung von simulierter Wanderbettchromatographie, um eine L-Ascorbinsäurelösung und
eine rohe 2-Keto-L-gulonsäurelösung zu
bilden, wobei die L-Ascorbinsäurelösung mehr
als 90 Gew.-% L-Ascorbinsäure
umfasst, auf der Basis von Ascorbinsäure zu 2-Keto-L-gulonsäure (KLG/AsA),
und wobei die 2-Keto-L-gulonsäurelösung mehr
als 75 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure
umfasst, auf einer KLG/AsA-Basis, und
- (d) kontinuierliches Recyclieren der rohen 2-Keto-L-gulonsäurelösung in
den Reaktor.
-
Der
Schritt (a) kann in Abwesenheit von zugegebenem Katalysator durchgeführt werden.
Alternativ dazu wird der Schritt (a) in Gegenwart eines löslichen
Säurekatalysators
durchgeführt.
Bei dem Säurekatalysator
kann es sich um eine Anorganische Säure handeln, und noch bevorzugter
wird er ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus HCl, HBr, H3PO4 und H2SO4. Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
kann der Schritt (a) in Gegenwart eines starksauren Harzkatalysators
und noch bevorzugter eines sulfonierten Polystyrol-Kationenaustauschharzes
durchgeführt
werden.
-
Im
allgemeinen verwendet das Verfahren eine wässrige Lösung von 2-Keto-L-gulonsäure oder
Derivaten davon. Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst die wässrige
Lösung
aus dem Schritt (a) 1 bis 40 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure, und
noch bevorzugter 5 bis 30 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure, und sogar noch bevorzugter
5 bis 15 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure.
Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform
handelt es sich bei der wässrigen
Lösung
aus dem Schritt (a) um einen Produktstrom aus einem Fermentationsprozess zur
Herstellung von 2-Keto-L-gulonsäure.
-
Die
Trennung der 2-Keto-L-gulonsäurereichen
Lösung
von der L-Ascorbinsäure
ist vorzugsweise hocheffizient. Folglich umfasst die 2-Keto-L-gulonsäurereiche
Lösung
aus dem Schritt (c) vorzugsweise mindestens 75 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäureverbindung,
auf der Grundlage von einzig 2-Keto-L-gulonsäure und Ascorbinsäure, und
noch bevorzugter mindestens 85 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäureverbindung,
und sogar noch bevorzugter mindestens 90 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäureverbindung.
-
Selbst
unter den Bedingungen eines partiellen Umsatzes führt die
Reaktion immer noch zu einem L-Ascorbinsäureprodukt mit hoher Ausbeute
und hoher Selektivität.
-
Folglich
stellen die Schritte von (a) bis (d) vorzugsweise mindestens 50
Mol-%, noch bevorzugter mindestens 60 Mol-% und immer noch bevorzugter
mindestens 65 Mol-% Ausbeute an L-Ascorbinsäure bereit.
-
Ferner
wird in einer bevorzugten Ausführungsform
der Schritt (a) bei einer Temperatur von etwa 40°C bis 220°C und einem Druck von 1 bis
30 bar durchgeführt.
-
Das
Verfahren kann zusätzliche
Schritte umfassen, um den Betrieb des Systems zu erleichtern. Beispielsweise
kann gemäß einer
Ausführungsform
das Verfahren nach dem Schritt (b) und vor dem Schritt (c) den Schritt
der Klärung
der Nachreaktionslösung
durch Absorption mit einem Polymerharz oder Aktivkohlematerial umfassen.
-
Alternativ
dazu kann das Verfahren nach dem Schritt (b) und vor dem Schritt
(c) zusätzlich
den Schritt der Konzentrierung der Nachreaktionslösung durch
Verdampfen umfassen.
-
Ferner
umfasst das Verfahren gemäß einer
Ausführungsform
den Schritt (e), in welchem die L-Ascorbinsäure aus der L-Ascorbinsäurereichen
Lösung
aus (c) gereinigt wird. Vorzugsweise wird die L-Ascorbinsäure von
der L-Ascorbinsäurereichen
Lösung
mittels Kristallisation getrennt.
-
Unter
Bezugnahme auf die 1 betrifft die vorliegende Erfindung
ein Verfahren zur Herstellung von L-Ascorbinsäure (AsA), umfassend die Schritte:
Unterwerfen einer wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure (KLG)
oder Derivaten von 2-Keto-L-gulonsäure 10 einer
säurekatalysierten
Cyclisierung oder einer thermisch selbstkatalysierten Cyclisierung 20,
Entfernen einer Nachreaktionslösung,
die nicht-umgesetzte 2-Keto-L-gulonsäureverbindung und L-Ascorbinsäure 30 enthält, und
Abtrennen des L-Ascorbinsäureproduktes
und nicht-umgesetzter KLG 40, so dass die nicht-umgesetzte KLG wirksam
zurück
in den Reaktor recycliert 60 werden kann. Folglich stellt
das Verfahren Methoden zur Herstellung von L-Ascorbinsäure in hoher
Ausbeute bereit, in dem die Bildung von L-Ascorbinsäure optimiert
wird, während
bei weniger als dem vollständigen
Umsatz der KLG gearbeitet wird. Durch Abtrennung der L-Ascorbinsäure von
der Reaktion vor dem vollständigen
Umsatz der KLG wird der Zerfall der L-Ascorbinsäure minimiert. Die nicht-umgesetzte
KLG wird von dem L-Ascorbinsäureprodukt
abgetrennt und in den Reaktor zurückgeführt, um weiter zur Herstellung
von weiterer L-Ascorbinsäure
verwendet zu werden. Der Produktstrom aus L-Ascorbinsäure aus
dem Trennungsschritt 40 kann mittels Kristallisation 70 oder
anderen Methoden verarbeitet werden, um L-Ascorbinsäure in ihrer
festen Form 80 zu isolieren.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die L-Ascorbinsäure
einfach aus einer wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure
oder Derivaten davon unter Bedingungen, die einen partiellen Umsatz
erzielen, umgesetzt werden. Die partielle Umsetzung ermöglicht eine
höhere
Produktion von L-Ascorbinsäure
unter diesen Reaktionsbedingungen. Vorzugsweise liegt der Umsatz
von 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) oder deren Derivaten zu L-Ascorbinsäure bei etwa 5 bis 80%, vorzugsweise
bei 20 bis 70% und noch bevorzugter bei 30 bis 60%.
-
Auch
wenn es bevorzugt ist, dass das Verfahren in Abwesenheit eines Katalysators
durchgeführt
wird, "selbst-katalysiert" (self-catalyzed),
wie es im Rahmen der vorliegenden Beschreibung bezeichnet wird,
kann in einer alternativen Ausführungsform
der Schritt (a) in Gegenwart eines löslichen Säurekatalysators durchgeführt werden.
Gemäß einer
Ausführungsform
handelt es sich bei dem Katalysator um eine anorganische Säure. Gemäß einer
Ausführungsform
handelt es sich bei dem Katalysator um HCl, HBr, H3PO4 oder H2SO4.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
wird der Schritt (a) in Gegenwart eines starksauren Harzkatalysators
durchgeführt.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem Katalysator um ein sulfoniertes
Polystyrol-Kationenaustauschharz. Zum Beispiel können starksaure Harze wie z.
B. Amberlyst® 15,
Amberlyst® 19,
Amberlyst® 35
(hergestellt von Rohm und Haas Company, Philadelphia, PA), Dowex® M-31
oder Dowex® G-26
(hergestellt von The Dow Chemical Company, Midland, MI) verwendet
werden.
-
Die
Quelle für
die 2-Keto-L-gulonsäure
ist nicht von Bedeutung für
das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung. Verschiedene Verfahren, einschließlich neuer Fermentationsverfahren
zur Herstellung von 2-Keto-L-gulonsäure aus Glucose (Anderson S.,
et al., Science, 230, 144–149,
1985) oder Sorbose (Saito Y., Biotechnol. Bioeng., 58 (2 & 3), 309–315, 1998)
sind entwickelt worden und werden weiterhin entwickelt werden. Gemäß einer
Ausführungsform
handelt es sich bei der wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) im Schritt (a) um einen Produktstrom aus einem Fermentationsverfahren
zur Herstellung von KLG. Vorzugsweise wird eine anfängliche
Reinigung des Filtrats wie beispielsweise Elektrodialyse, Ionenaustausch
oder Kristallisation vorgenommen, dies ist jedoch keine Vorbedingung
für die
Ausführung
der vorliegenden Erfindung. In dem vorstehend angegebenen Verfahren
ist es bevorzugt, dass die Konzentration an 2-Keto-L-gulonsäure oder
einem Derivat davon in der wässrigen
Lösung
aus Schritt (a) bei etwa 1 bis 40 Gew.-% liegt, bevorzugter bei
etwa 5 bis 30 Gew.-% und noch bevorzugter bei 5 bis 15 Gew.-%.
-
Die
Reaktionen werden im allgemeinen in einem Lösungsmittel durchgeführt. Die
Wahl des Lösungsmittels
kann aus einer breiten Vielfalt von organischen Lösungsmitteln
oder selbst Wasser getroffen werden und wird lediglich durch die
Löslichkeit
der 2-Keto-L-gulonsäure
und deren Derivate und des L-Ascorbinsäureprodukts in dem Lösungsmittel
beschränkt.
Da die 2-Keto-L-gulonsäure
und deren Derivate eine beschränkte Löslichkeit
in nicht-polaren Lösungsmitteln
aufweisen, sind die bevorzugten Lösungsmittel zumindest moderat polar.
Beispielsweise kann die Synthese von Ascorbinsäure aus 2-Keto-L-gulonsäure ein
wässriges
Lösungsmittel
verwenden.
-
Wie
in der vorliegenden Beschreibung und den Ansprüchen verwendet, umfasst "polar" oder "moderat polar" Moleküle, die
Gruppen aufweisen, die zumindest in einem gewissen Ausmaß positiv
und/oder negativ geladen sind. Gemäß einer Ausführungsform
handelt es sich bei dem Lösungsmittel
um Wasser. Gemäß einer anderen
Ausführungsform,
insbesondere wenn Ester von 2-Keto-L-gulonsäure verwendet werden, umfasst das
Lösungsmittel
jenen Alkohol, der der Alkoxygruppe des 2-Keto-L-gulonsäureesters entspricht. Folglich handelt
es sich bei dem Lösungsmittel
gemäß einer
Ausführungsform
um Methanol. Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
handelt es sich bei dem Lösungsmittel
um Ethanol.
-
Es
ist vorgesehen, dass die Nachreaktionslösung aus dem Schritt (b) zusätzlich zu
2-Keto-L-gulonsäure (oder
Derivaten davon) weitere zusätzliche
Reaktionskomponenten wie Salze und organische Nebenprodukte wie
auch Lösungsmittel
enthalten kann. Beispielsweise kann im Fall einer säurekatalysierten
Umsetzung die Nachreaktionslösung
den Katalysator enthalten. Zusätzlich
kann die Nachreaktionslösung
dehydrierte Nebenprodukte wie Furylameisensäure (α-Oxo-2-furanessigsäure), 2-Furaldehyd
und ähnliches
enthalten. Weitere Nebenprodukte können Verbindungen mit höherem Molekulargewicht
umfassen, die aus bimolekularen Reaktionen stammen.
-
Die
Umsetzung von 2-Keto-L-gulonsäuresubstrat
und der Zerfall des L-Ascorbinsäureproduktes
können
mittels sukzessiver Reaktionen erster Ordnung beschrieben werden.
Folglich kann es von Vorteil sein, die Umsetzung des 2-Keto-L-gulonsäuresubstrates
in einem System durchzuführen,
das eine höhere
Selektivität bei
einer niedrigeren Umsetzung im Gegensatz zu einer niedrigeren Selektivität bei einer
höheren
Umsetzung erzielt. Die Ausbeuteverringerung, die bei einem verringerten
Umsatz auftreten kann, wird vorzugsweise durch effiziente Trennungstechniken
negiert. Beispielsweise, wie in der 2 dargestellt,
wird erwartet, dass die Gesamtausbeute an L-Ascorbinsäure mit
steigendem Umsatz pro Durchlauf mit einem gegebenen Set von kinetischen
Parametern für
eine Reihe von potentiellen Reaktor-Separator-Schemata abnimmt. Die 2 zeigt
die erwartete Ausbeute für
ein kontinuierliches Pfropfenströmungsreaktorsystem
wie auch für
alternative Reaktoraufbauten wie eine Reihe von diskontinuierlichen
Rührtankreaktoren,
die in Tandem geführt
werden. Ferner sind die Ausbeuteverluste angezeigt, die mit einer
weniger perfekten Trennung in Zusammenhang stehen, es kann festgestellt
werden, dass die Gesamt-L-Ascorbinsäureausbeuten
nach der Vorhersage dramatisch absinken, wenn die L-Ascorbinsäurerückgewinnung
und Reinheit in dem Separator abnehmen (2).
-
Ohne
an eine besondere Theorie gebunden werden zu wollen, beruht die
vorliegende Erfindung zum Teil auf der Entdeckung, dass ein partieller
Umsatz mit einer effizienten Recyclierung die Gesamtausbeute an L-Ascorbinsäure dramatisch
verbessert. Folglich wird gemäß einer
Ausführungsform
ein wirksames Trennverfahren, Schritt (c), zum Trennen der Komponenten
des wässrigen
Umsatzstroms, umfassend die nicht-umgesetzte 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
(KLG) und L-Ascorbinsäure,
verwendet, um ein Umsetzungsverfahren mit einer effizienten Trennung
und Recyclierung von 2-Keto-L-gulonsäure-verbindung bereitzustellen.
Die L-Ascorbinsäurereiche
Lösung
aus dem Schritt (c) umfasst mindestens 75 Gew.-% L-Ascorbinsäure auf
der Grundlage von lediglich KLG und AsA, vorzugsweise mindestens
85 Gew.-% und noch bevorzugter mindestens 90 Gew.-%. Ferner ist
es im Schritt (c) bevorzugt, dass die rohe 2-Keto-L-gulonsäurereiche
Lösung
mindestens 75 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäureverbindung umfasst, auf
der Grundlage von lediglich KLG und AsA, vorzugsweise mindestens
85 Gew.-% der 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
und noch bevorzugter mindestens 90 Gew.-% der 2-Keto-L-gulonsäureverbindung.
Diese Sequenz von Vorgängen
vereinfacht das Gesamtverfahren und ermöglicht eine höhere Rückgewinnung
des gewünschten
L-Ascorbinsäureproduktes
mit hoher Reinheit, da der Teil von nicht-umgesetzter KLG wirksam
wiederverwendet wird. Ferner vermeidet die vorliegende Erfindung
unter selbstkatalysierenden Bedingungen die Notwendigkeit der Abtrennung
oder Entfernung von Katalysatoren oder Co-Lösungsmitteln vor der Rückgewinnung
des Ascorbinsäureproduktes
in seiner kristallinen Form.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
kann nach dem Schritt (b) und vor dem Schritt (c) ferner der Schritt
der Klärung
der Nachreaktionslösung
durch Absorption mit einem Polymerharz wie beispielsweise Dowex® L-285 (Handelsname
von und hergestellt von The Dow Chemical Company, Midland, Michigan)
oder Aktivkohlematerial bereitgestellt werden. Beispielsweise können solche
Harze verwendet werden, um farbige Furfural-Zwischenprodukte mit
hohem Molekulargewicht, die sich während der Reaktion bilden,
zu entfernen.
-
Alternativ
oder zusätzlich
kann ferner nach dem Schritt (b) und vor dem Schritt (c) der Schritt
der Verdampfung des Reaktor-Eluierungsmittels als Mittel zur Steuerung
des Volumen/Massen-Stroms durch das System bereitgestellt werden.
Beispielsweise wenn der Schritt (c) eine Kristallisation der L-Ascorbinsäure umfasst,
kann eine Verdampfung verwendet werden, um die relative Konzentration
von L-Ascorbinsäure
vor der Kristallisation zu erhöhen.
Alternativ, wenn der Schritt (c) eine chromatographische Trennung
umfasst, verringert eine Verdampfung das Volumen der Zufuhr durch
das System, wodurch die benötigte
Menge an Desorptionsmittel/Eluierungsmittel verringert wird.
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Übliche Trenntechniken,
die zur Trennung von 2-Keto-L-gulonsäure und L-Ascorbinsäure bei der Durchführung der
vorliegenden Erfindung vorgesehen werden, umfassen fraktionierte
Kristallisation, Elektrodialysemembran-Trennung und chromatographische
Methoden. Die fraktionierte Kristallisation ist jedoch im allgemeinen
ein ineffizientes Mittel zur Rückgewinnung
von Ascorbinsäure
direkt aus einem Verfahrensstrom, der erhebliche Mengen an 2-Keto-L-gulonsäure (KLG)
enthält,
sofern sie nicht mit weiteren Trenntechniken kombiniert wird (siehe
z. B. U. S. Patent Nr. 5,817,238).
-
Die
Elektrodialysetrennung beruht auf dem Prinzip, dass Säuren mit
unterschiedlichen pKa's
mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch eine Zelle, die eine
Membran enthält,
migrieren, so dass die stärker dissoziierten
Spezies zuerst oder bevorzugt migrieren. Elektrodialysemembranen,
die mit Anionenaustauschharzen betrieben werden, können L-Ascorbinsäure von
anderen Komponenten mit unterschiedlichen pKa's trennen (siehe z. B. U. S. Patent
Nr. 4,767,870, 6,004,445;
EP
0 554 090 A2 ). Die Durchführung der Elektrodialysetrennung
auf einem Strom von 2-Keto-L-gulonsäure und
L-Ascorbinsäure
ermöglicht
es, dass die 2-Keto-L-gulonsäure
zurück
in den Umsetzungsschritt geführt
wird und dass die L-Ascorbinsäure
in einem darauffolgenden Schritt gewonnen wird.
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Bei
einer chromatographischen Trennung kann z. B. ein Ionenausschluss
auf Säureretardationsbasis verwendet
werden. Eine Ionenausschlusstrennung findet statt, wenn Säuren mit
unterschiedlichen Dissoziationskonstanten (pKa) mit einem Kationenaustauschharz
in Kontakt gebracht werden. Die negative Ladung auf dem Kationenaustauschharz
stößt die negativ
geladenen Anionen, die durch die Dissoziation der Säuren gebildet
werden, ab. Die stärkere
Säure (d.
h. die stärker
dissoziierte) wird von der Harzstruktur in einem größeren Ausmaß als eine
schwächere
Säure ausgeschlossen.
Beispielsweise ist in der WO 97/13761 ein Verfahren zur Gewinnung
von L-Ascorbinsäure
durch Absorption von L-Ascorbinsäure
auf einem Harz beschrieben. Die L-Ascorbinsäure wird anschließend mit
einem neutralen Lösungsmittel
desorbiert, so dass die Konzentration der L-Ascorbinsäure in dem
Eluent mindestens so konzentriert wie die L-Ascorbinsäure in dem
wässrigen
Zufuhrstrom ist.
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Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst das Trennungsverfahren von Schritt (c) eine SMB-Chromatographie.
Auch wenn andere chromatographische Methoden wie z. B. die Elutionschromatographie
verwendet werden können,
ist die simulierte Wanderbett-Chromatographie (simulated moving
bed, (SMB) chromatography) im allgemeinen für ein großtechnisches Verfahren effizienter,
da sie eine größere Trennung
pro Volumen Absorbant ergibt. Beispielsweise beschreibt das U. S.
Patent Nr. 5,817,238 die Verwendung von SMB-Chromatographie zur
Gewinnung von L-Ascorbinsäure
aus einer Mutterlauge, die während
der Kristallisation von L-Ascorbinsäure erhalten wird. Die gereinigte
L-Ascorbinsäure
wird anschließend
zurück
in das Kristallisationsverfahren für eine weitere Reinigung zurückgeführt. In
dem Trennverfahren, das in der U. S. 5,817,238 beschrieben ist,
ist jedoch die 2-Keto-L-gulonsäurekonzentration
ausreichend verdünnt
(< 5% w/v), so
dass kein Versuch zur Rückgewinnung
der 2-Keto-L-gulonsäure oder
zu deren Recyclierung für
eine weitere Herstellung von L-Ascorbinsäure vorliegt.
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Die
simulierte Wanderbett-Chromatographie (SMB-Chromatographie) ist
eine Art von Flüssigchromatographie.
In dem SMB-Verfahren werden die Zufuhr-, Desorptionsmittel- und
Produkt-Öffnungen
periodisch in Richtung des Fluidstroms bewegt. Dies simuliert eine
Gegenstrombewegung des Harzes. Eine ausführliche Beschreibung des SMB-Verfahrens
ist in Wankat (Rate-Controlled Separations, Elsevier Applied Science, 1990,
Seite 524, durch in Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen)
angegeben.
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Beispielsweise,
und unter Bezugnahme auf die 3, umfasst
eine übliche
SMB-Einheit entweder eine
einzelne Multisektionssäule
oder eine Reihe von Säulen
mit Wegeventilen. In beiden Fällen
ist die Säule oder
sind die Säulen
mit Harz beladen und sowohl eine zu trennende Lösung als auch ein Verdrängungsmittel (im
allgemeinen Wasser) werden über
zwei unterschiedliche Öffnungen
zugeführt.
Harze, die für
SMB geeignet sind, umfassen Dowex Monosphere 99H (The Dow Chemical
Co., Midland, MI), Amberlite CR1320 H (The Rohm and Haas Co., Philadelphia,
PA) und Purolite 642 H (Philadelphia, PA). Im allgemeinen wird Wasser
als Desorptionsmittel verwendet. Jedoch sind auch weitere Lösungsmittel
im Umfang der vorliegenden Erfindung. Das Verhältnis von Desorptionsmittel/Zufuhr
(vol/vol) hängt
von den Parametern des Systems ab. Vorzugsweise wird ein Verhältnis von
Desorptionsmittel Zufuhr von 6:1 bis 1:1 verwendet. Noch bevorzugter
liegt das Verhältnis
von Desorptionsmittel/Zufuhr bei etwa 4:1 zu 2:1.
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Die
SMB-Einheit kann bei Raumtemperatur betrieben werden und ist am
unteren Ende durch die Temperatur beschränkt, bei welcher die Lösungen gesättigt werden,
und am oberen Ende durch die Stabilität des Harzes bei hohen Temperaturen
beschränkt.
Folglich können
geeignete Temperaturen bei 20 bis 100°C liegen, und vorzugsweise bei
20 bis 70°C.
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In
SMB sollten die Komponenten der Zufuhrlösung getrennt werden und als
mindestens zwei Produktströme
austreten (beispielsweise in diesem Beispiel ein Raffinat, das vorwiegend
KLG umfasst, und ein Extrakt, das vorwiegend Ascorbinsäure darstellt).
Durch Verwendung einer steigenden Anzahl von verschiedenen Zonen
kann das SMB-System designed werden, um mehrere Komponenten zu trennen
(z. B. weitere Komponenten, die entweder aus der Rückschleusung
oder dem Extrakt entfernt werden sollen). Die Öffnungen, durch welche die
Säule gespeist
wird, und durch die die Produkte extrahiert werden, wandern simultan und
periodisch entlang der Säule
oder entlang der Reihe von Säulen,
um einen Verbrauch oder eine Sättigung des
Harzes zu vermeiden und um die Produktreinheit beizubehalten. Da
der Säule
auch ein Verdrängungsmittel
(displacer) zugeführt
wird (welches zusammen mit den Zufuhr- und Ausgangsöffnungen
wandert und als Regenerierungsmittel dient), werden die Produktströme mit dem
Verdrängungsmittel
verdünnt.
Im allgemeinen handelt es sich bei dem Verdrängungsmittel um das gleiche
Lösungsmittel
wie das Zufuhrlösungsmittel.
Die intermittierende Öffnungswanderung
in Richtung des Flüssigkeitsstroms
simuliert die Gegenstrombewegung des Harzbettes. Wie in der 3 dargestellt,
bewegt sich das Harz folglich schneller als die Ascorbinsäure, jedoch
langsamer als die KLG.
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Für eine effiziente
Trennung von 2-Keto-L-gulonsäure
und L-Ascorbinsäure
ist es bevorzugt, dass das Verhältnis
von KLG zu L-Ascorbinsäure
(auf einer Gewicht-/Gewicht-Basis) von 0,1 bis 10 beträgt, noch
bevorzugter von 0,2 bis 5, in der Nachreaktionslösung. Unter Bezugnahme auf
die 4 führt
beispielsweise die Verwendung einer Zufuhrzusammensetzung von 30%
KLG und eines Umsatzlevels im Bereich von 20 bis 80% zu einer Nachreaktionslösung, die
ein Verhältnis
von KLG/AsA umfasst, das im Bereich von 0,3 bis 4 liegt, während ein
bevorzugter Umsetzungslevel von 30 bis 60% zu einer Nachreaktionslösung führt, die
ein Verhältnis von
KLG/AsA umfasst, das im Bereich von 0,8 bis 2,5 liegt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt umfasst die vorliegende Erfindung ein Ascorbinsäureprodukt,
das nach den Methoden gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wird. Folglich umfasst die vorliegende Erfindung ein
Ascorbinsäureprodukt,
das durch ein kontinuierliches Verfahren hergestellt wird, wodurch
der Abbau der L-Ascorbinsäure,
die während
der Umsetzungsreaktion gebildet wird, minimiert wird.
-
Folglich
umfasst die vorliegende Erfindung gemäß einem Aspekt ein Ascorbinsäureprodukt,
hergestellt nach einem Verfahren, das die folgenden Schritte umfasst:
- (a) Erwärmen
einer wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure,
einem Ester von 2-Keto-L-gulonsäure oder
Diaceton-2-keto-L-gulonsäure
in einem Reaktor, um L-Ascorbinsäure
mit einem Umsatz von 5 bis 80 Prozent zu bilden;
- (b) kontinuierliches Entfernen einer Nachreaktionslösung, umfassend
nicht-umgesetzte
2-Keto-L-gulonsäureverbindung
und L-Ascorbinsäure,
aus dem Reaktor
- (c) kontinuierliches Abtrennen von L-Ascorbinsäure von
der nicht-umgesetzten 2-Keto-L-gulonsäureverbindung
in der Nachreaktionslösung,
um eine L-Ascorbinsäurelösung und
eine Lösung
von nicht-umgesetzter 2-Keto-L-gulonsäureverbindung zu bilden, wobei
die L-Ascorbinsäurelösung ein
Verhältnis
von L-Ascorbinsäure
zu 2-Keto-L-gulonsäure
aufweist, das relativ zur Nachreaktion aus Schritt (b) erhöht worden
ist, und wobei die Lösung
von nicht-umgesetzter
2-Keto-L-gulonsäureverbindung
ein Verhältnis
von 2-Keto-L-gulonsäure zu L-Ascorbinsäure aufweist,
das relativ zur Nachreaktion aus Schritt (b) erhöht worden ist; und
- (d) kontinuierliches Recyclieren der Lösung von nicht-umgesetzter
2-Keto-L-gulonsäureverbindung
aus Schritt (c) zurück
in den Reaktor.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt umfasst die vorliegende Erfindung ein Ascorbinsäureprodukt,
das nach einem Verfahren hergestellt ist, umfassend die folgenden
Schritte:
- (a) Erwärmen einer wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure
in einem Reaktor zur Bildung von L-Ascorbinsäure mit einem Umsatz von 30
bis 60%;
- (b) kontinuierliches Entfernen einer Nachreaktionslösung aus
dem Reaktor, die nicht-umgesetzte 2-Keto-L-gulonsäure und
L-Ascorbinsäure
umfasst;
- (c) kontinuierliches Abtrennen von L-Ascorbinsäure von
nicht-umgesetzter 2-Keto-L-gulonsäure in der Nachreaktionslösung, unter
Verwendung von simulierter Wanderbettchromatographie, um eine L-Ascorbinsäurereiche
Lösung
und eine rohe 2-Keto-L-gulonsäurereiche
Lösung
zu bilden, wobei die L-Ascorbinsäurereiche
Lösung
mehr als etwa 90 Gew.-% L-Ascorbinsäure umfasst, auf der Basis
von einzig 2-Keto-L-gulonsäure
und Ascorbinsäure,
und wobei die 2-Keto-L-gulonsäurereiche
Lösung
mehr als etwa 75 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure umfasst,
auf der Basis von einzig 2-Keto-L-gulonsäure und Ascorbinsäure, und
- (d) kontinuierliches Recyclieren der rohen 2-Keto-L-gulonsäurelösung in
den Reaktor.
-
Die
vorliegende Erfindung umfasst ferner eine Vorrichtung zur Durchführung der
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung. Folglich umfasst die vorliegende Erfindung gemäß einem
weiteren Aspekt ein System zur Herstellung von L-Ascorbinsäure, umfassend:
- (a) einen Reaktor zur Umsetzung von 2-Keto-L-gulonsäure zu L-Ascorbinsäure;
- (b) eine Leitung für
die kontinuierliche Entfernung einer Nachreaktionslösung, die
nicht umgesetzte 2-Keto-L-gulonsäure
und L-Ascorbinsäure
umfasst, aus dem Reaktor vor einem vollständigen Umsatz;
- (c) ein Trennsystem zum kontinuierlichen Abtrennen von L-Ascorbinsäureprodukt
von nicht umgesetzter 2-Keto-L-gulonsäureverbindung in der Nachreaktionslösung, um
eine L-Ascorbinsäurereiche
Lösung
und eine 2-Keto-L-gulonsäurereiche
Lösung
zu bilden;
- (d) eine Leitung zur Überführung der
2-Keto-L-gulonsäurereichen
Lösung
zurück
in den Reaktor;
- (e) eine Leitung zur Überführung von
frischer 2-Keto-L-gulonsäure
in den Reaktor;
- (f) eine Leitung zur Entfernung der L-Ascorbinsäurereichen
Lösung
für eine
anschließende
Reinigung und/oder Lagerung;
- (g) mindestens eine Pumpe zum Pumpen der Reaktanden und Produkte
durch das System; und
- (h) mindestens ein Ventil zur Steuerung des Drucks innerhalb
des Systems.
-
Vorzugsweise
umfasst das Trennsystem eine simulierte Wanderbett-Chromatographie.
Ferner ist es bevorzugt, dass das System gemäß der vorliegenden Erfindung
eine Einheit zur Klärung
der Nachreaktionslösung
durch Absorption mit einem Polymerharz oder Aktivkohlematerial umfasst,
wobei diese Kläreinheit
zwischen dem Reaktor und dem Trennsystem angeordnet ist. Ferner
ist es bevorzugt, dass das System gemäß der vorliegenden Erfindung
einen Verdampfer umfasst, der zwischen dem Reaktor und dem Trennsystem
angeordnet ist.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
umfasst das System Mittel zum Lagern von Reaktionskomponenten, bis
sie in die nächste
Einheit des Systems überführt werden
können.
Zum Beispiel umfasst gemäß einer
Ausführungsform
die Leitung zum Überführen von
frischer 2-Keto-L-gulonsäure
in den Reaktor einen Tank. Ferner kann das System einen Tank zum
Lagern des Reaktorproduktes vor dem Überführen des Produktes in das Trennsystem
umfassen. Das System kann auch Tanks zum Lagern der isolierten L-Ascorbinsäurereichen
Lösung
und der isolierten 2-Keto-L-gulonsäurereichen Lösung nach
der SMB-Trennung umfassen.
-
Unter
Bezugnahme auf die 5, gemäß einer Ausführungsform,
umfasst ein System zur Erzeugung von L-Ascorbinsäure durch partielle Umsetzung
und Recyclierung von 2-Keto-L-gulonsäure (KLG) einen kontinuierlichen
Reaktor 108. Der Reaktor 108 kann ein Rohr umfassen,
das in einem Siliconölbad
eingetaucht ist, welches auf die gewünschte Reaktionstemperatur
erhitzt ist. Die Zufuhr in den Reaktor 108 ist der Tank 102, der
Reaktorzufuhrmaterial umfasst. Das Reaktorzufuhrmaterial wiederum
umfasst frische KLG (z. B. gereinigte Fermentationsbrühe, die
in Zufuhrtrommeln gespeichert ist), oder recyclierte KLG (gespeichert
als SMB-Raffinatrückführung),
die aus dem Reaktorprodukt isoliert wurde.
-
Das
System kann ein simuliertes Wanderbett (SMB) chromatographisches
System 122 zur Trennung von L-Ascorbinsäure und 2-KLG umfassen. Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst die SMB-Einheit 10 Säulen, die mit Harz gepackt
sind. Zum Beispiel umfassen geeignete Harze monodisperse Kationenaustauschharze
wie z. B. Dowex Monospere 99 H, A-561 (The Dow Chemical Co., Midland,
MI), Amberlite CR1320 H (The Rohm and Haas Co., Philadelphia, PA)
und Purolite 642 H (Philadelphia, PA). Im allgemeinen wird Wasser
als Desorptionsmittel verwendet. Weitere Lösungsmittel liegen jedoch im
Umfang der vorliegenden Erfindung. Das Verhältnis von Desorptionsmittel:Zufuhr
(vol/vol) hängt
von den Parametern des Systems ab.
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Vorzugsweise
wird ein Verhältnis
von Desorptionsmittel:Zufuhrmaterial von 6:1 bis 1:1 verwendet. Noch
bevorzugter liegt das Verhältnis
von Desorptionsmittel/Zufuhr bei etwa 4:1 bis 2:1, wobei ein Verhältnis von
2,5:1 bis 3,5:1 am bevorzugtesten ist.
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Wie
vorstehend beschrieben kann das System Tanks für eine vorübergehende Lagerung von Ausgangsmaterialien,
Reaktionszwischenprodukten und Reaktionsprodukten umfassen. Gemäß einer
Ausführungsform
umfasst der Tank 104 eine Trommel für frische (d. h. nicht recyclierte)
KLG, Tank 106 umfasst einen Tank, der Wasser enthält und Tank 126 umfasst
einen Tank für
KLG, die aus der SMB-Einheit und vorherigen Reaktionen recycliert
ist. Die Bewegung von Fluid in und aus den Tanks wird derart gesteuert,
dass eine kontinuierliche Massenbilanz innerhalb des Systems vorliegt.
Zum Beispiel können
die Pumpen 128, 130 und 132 verwendet
werden, um den Fluidstrom in den Reaktortank 102 zu steuern,
während
andere Pumpen eingesetzt werden können, um den Fluidstrom durch
andere Teile des Systems zu steuern.
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Im
allgemeinen sind die Komponenten hinsichtlich der Größe auf eine
maximale Effizienz bei der Handhabung des Volumens der durch das
System geführten
Materialien eingestellt. Folglich umfasst das System gemäß einer
Ausführungsform
zusätzliche
Einheiten, um die Steuerung von Fluidstrom durch das System zu verbessern.
Zum Beispiel kann das System ein Verdampfersystem 112, 114 umfassen,
dass das Volumen des Materials, welches in das Trennsystem geführt wird,
reduziert. Das System kann ferner ein Klärsystem 118 zur Reinigung
der Nachreaktionslösung
vor der SMB-Trennung
enthalten. Ferner kann das Klärystem 118 Tanks 116 und 120 zur
Steuerung des Fluidstroms umfassen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
wird die L-Ascorbinsäure,
die mittels SMB gereinigt worden ist, in dem SMB-Produkttank 124 vor
einer weiteren Reinigung gesammelt. Die Reinigung der L-Ascorbinsäure aus
dem SMB-gereinigten Produkt umfasst im allgemeinen eine Kristallisation,
auch wenn andere im Stand der Technik bekannte Techniken verwendet
werden können.
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Folglich
stellt die vorliegende Erfindung ein wirtschaftliches industrielles
Verfahren zur effizienten Herstellung von L-Ascorbinsäure aus
einer wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) oder deren Derivaten bereit. Insbesondere wird das Verfahren
derart betrieben, dass die Produktion von L-Ascorbinsäure in dem Umsetzungsschritt
maximiert wird, während
das Trennverfahren für
L-Ascorbinsäure
und KLG derart betrieben wird, dass ein effizientes Trennverfahren
es ermöglicht,
dass der Großteil
der KLG für
eine weitere Umsetzung recycliert wird. Der Produktstrom aus dem
Trennverfahren kann anschließend
einer Rückgewinnung
zum Erhalten von kristallinem L-Ascorbinsäureprodukt unterzogen werden.
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BEISPIELE
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Beispiel 1
-
Dieses
Beispiel zeigt die diskontinuierliche (batch) Umsetzung von einer
wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG), wobei die hohe Ausbeute an L-Ascorbinsäure (AsA) bei einem partiellen
Umsatz mit Schwefelsäure
(H2SO4) Katalyse
veranschaulicht wird. Eine 10 Gew.-%-ige Lösung von KLG in 2M H2SO4 wurde in einem
verschlossenen Behälter
eingeführt
und auf 80°C
erwärmt.
Von der Reaktion wurden als Funktion der Zeit Proben entnommen und
die Zusammensetzung wurde mittels HPLC analysiert. Unter Bezugnahme auf
die 6, wie im Plot von Zusammensetzung versus Zeit
gezeigt, wurde eine maximale Konzentration an L-Ascorbinsäure bei
etwa 60% Umsatz (4 Stunden) erzielt.
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Beispiel 2
-
Dieses
Beispiel zeigt die diskontinuierliche Umsetzung von einer wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG), wobei die hohe Ausbeute an L-Ascorbinsäure (AsA) bei einem partiellen
Umsatz mit Salzsäure-Katalyse
veranschaulicht wird. Eine 10 Gew.-%-ige Lösung von KLG in 3M HCl wurde
in einem verschlossenen Behälter
eingeführt
und auf 90°C
erwärmt.
Von der Reaktion wurden als Funktion der Zeit Proben entnommen und
die Zusammensetzung wurde mittels HPLC analysiert. Unter Bezugnahme
auf die 7, wie im Plot von Zusammensetzung
(Gew.-%) versus Zeit gezeigt, wurde eine Konzentration von 5,2 Gew.-%
L-Ascorbinsäure
bei etwa 65% Umsatz (70 Minuten) erzielt.
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Beispiel 3
-
Dieses
Beispiel zeigt die diskontinuierliche Umsetzung von einer wässrigen
Lösung
von 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG), wobei die Änderung
der L-Ascorbinsäure
(AsA) Selektivität
mit der Zeit veranschaulicht wird. Ein diskontinuierlich betriebener
Autoklav wurde mit 17 g Wasser, 15 g Amberlyst®-15
gefüllt
und auf 120°C unter
50 psi Helium erwärmt.
Insgesamt wurden 49 ml einer Lösung
mit 26,4 Gew.-% KLG in Wasser rasch in den Autoklaven gepumpt, um
ungefähr
eine 20 Gew.-%-ige Lösung
von KLG zu erzielen. Von der Reaktion wurden als Funktion der Zeit
Proben entnommen und die Zusammensetzung wurde mittels HPLC analysiert. Unter
Bezugnahme auf die 8, wie im Plot von Zusammensetzung
(Mol-%) versus Zeit gezeigt, wurde eine Selektivität von 72%
L-Ascorbinsäure
bei etwa 72% Umsatz erzielt.
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Beispiel 4
-
Dieses
Beispiel zeigt die kontinuierliche Umsetzung einer wässrigen
Lösung
von kristallisierter 2-Keto-L-gulonsäure (KLG), wobei die hohe Selektivität der L-Ascorbinsäure (AsA)
Bildung bei einem partiellen Umsatz mit dem Amberlyst®-15-Katalysator
veranschaulicht wird. Eine glasummantelte Säule wurde mit 350 g Amberlyst®-15 gefüllt und
auf 85°C
bei atmosphärischem
Druck erwärmt.
Eine wässrige
Lösung
von 10 Gew.-%-iger KLG wurde in Aufwärtsrichtung mit einer Rate
von 0,6 ml/min zugepumpt. Der das Produkt enthaltende Ausfluss wurde
mittels HPLC über
den Zeitraum von 24 Stunden analysiert. Unter Bezugnahme auf die 9 wird
eine Selektivität
von ungefähr
80% für
L-Ascorbinsäure
bei etwa 50% Umsatz erzielt.
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Beispiel 5
-
Dieses
Beispiel zeigt die kontinuierliche Umsetzung einer wässrigen
Fermentationsbrühe
(fermentation broth), die 2-Keto-L-gulonsäure (KLG) enthält, wobei
die Verwendung einer Fermentationsbrühe als Zufuhrzusammensetzung
mit hoher Ausbeute an L-Ascorbinsäure (AsA) bei einem partiellen
Umsatz mit dem Amberlyst®-15-Katalysator veranschaulicht wird. Die
Zufuhrbrühe
wurde kationenausgetauscht, um überzählige Kationensalze
zu entfernen. Eine glasummantelte Säule wurde mit 350 g Amberlyst®-15
gefüllt
und auf 85°C bei
atmosphärischem
Druck erwärmt.
Eine wässrige
Fermentationslösung
mit 10,26 Gew.-% KLG wurde in Aufwärtsstromrichtung mit einer
Rate von 0,55 ml/min zugepumpt. Der Ausfluss, der das Produkt enthielt,
wurde mittels HPLC über
den Zeitraum von drei Tagen analysiert. Unter Bezugnahme auf die 10 wurde
eine Selektivität
von etwa 75 Gew.-% für
L-Ascorbinsäure
bei etwa 55% Umsatz erzielt.
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Beispiel 6
-
Dieses
Beispiel zeigt die kontinuierliche Umsetzung einer wässrigen
Fermentationsbrühe,
die 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) enthält,
wobei die Verwendung einer Fermentationsbrühe als Zufuhrzusammensetzung mit
hoher Ausbeute an L-Ascorbinsäure
(AsA) bei einem partiellen Umsatz unter selbstkatalysierenden Bedingungen
veranschaulicht wird. Ein 94 Fuß langes,
1/8 Zoll TEFLON® Rohr
mit einem beheizten Volumen von 56,7 ml wurde in ein Glycolbad eingetaucht
und auf 125°C
bei 40 psi erwärmt.
Eine wässrige
Fermentationslösung
mit 11,4 Gew.-% KLG wurde mit einer Rate von 1,0 ml/min zugepumpt.
Der Ausfluss, der das Produkt enthielt, wurde mittels HPLC über einen
Zeitraum von etwa einem Tag analysiert. Unter Bezugnahme auf die 11 wurde
eine Selektivität
von etwa 80% für
L-Ascorbinsäure
bei etwa 55% Umsatz erzielt.
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Beispiel 7
-
Dieses
Beispiel zeigt die kontinuierliche Umsetzung einer wässrigen
Fermentationsbrühe,
die 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) enthält,
wobei die Verwendung einer kationen- und anionenausgetauschten Fermentationsbrühe als Zufuhrzusammensetzung
mit hoher Ausbeute an L-Ascorbinsäure (AsA) bei einem partiellen Umsatz
unter selbstkatalysierenden Bedingungen veranschaulicht wird. Ein
140 Fuß langes
(0,063'' ID, 0,125'' OD) PFA TEFLON® Rohr
mit einem beheizten Volumen von 86 ml wurde in ein Ölbad eingetaucht
und auf 180°C
bei 165 psi erwärmt.
Eine wässrige
Fermentationslösung
mit 12,8 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure
wurde mit einer Rate von 32 ml/min zugepumpt. Die Reaktion wurde über einen
Zeitraum von 190 Stunden durchgeführt und der Ausfluss wurde
mittels HPLC analysiert. Der durchschnittliche Umsatz und die durchschnittliche Selektivität über die
Betriebsdauer betrugen 52% Umsatz und 73% Selektivität.
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Beispiel 8
-
Dieses
Beispiel zeigt die kontinuierliche Umsetzung unter selbstkatalysierenden
Bedingungen einer wässrigen
Fermentationsbrühe,
die 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) enthält,
wobei die Verwendung einer Fermentationsbrühe veranschaulicht ist, die
durch salzspaltende Elektrodialyse des Calciumsalzes hergestellt
worden ist. Ein 140 Fuß langes
(0,063'' ID, 0,125'' OD) PFA TEFLON® Rohr
mit einem erwärmten
Volumen von 86 ml wurde in ein Ölbad
eingetaucht und auf 180°C
bei 165 psi erwärmt.
Eine wässrige
Fermentationslösung
von 12,8 Gew.-% 2-Keto-L-gulonsäure
wurde mit einer durchschnittlichen Rate von 32 ml/min zugepumpt.
Die Reaktion wurde über
einen Zeitraum von 28 Stunden durchgeführt und der Ausfluss wurde
mittels HPLC analysiert. Der durchschnittliche Umsatz und die durchschnittliche
Selektivität über die
Betriebsdauer lagen bei 57% Umsatz und 72% Selektivität.
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Beispiel 9
-
Dieses
Beispiel zeigt die Trennung einer Lösung, die eine 50/50 Mischung
von 2-Keto-L-gulonsäure (KLG)
und L-Ascorbinsäure
(AsA) enthält,
mittels Ionenausschluss. Ein 0,1 Bettvolumen-Puls (12)
oder ein 0,2 Bettvolumen-Puls (13) einer
Zuführmischung,
bestehend aus 15% KLG und 15% AsA, wurde in eine Säule geführt, die
mit einem Dowex Monosphere 99 H Ionenauschlussharz gefüllt war.
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Die
Zuführmischung
wurde mit Wasser eluiert. Für
beide Experimente wurden die Peaks für KLG und AsA getrennt. Diese
Experimente umfassen im wesentlichen einen Pulstest, der die Machbarkeit
der Trennung von KLG und von AsA in einer SMB-Einheit zeigt.
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Beispiel 10
-
Die
Trennung von 2-Keto-L-gulonsäure
(KLG) von L-Ascorbinsäure
(AsA) wurde auf einer simulierten Wanderbettpiloteinheit (SMB) gezeigt,
die aus zehn 1,27'' ID × 30'' Säulen
bestand. Die Säulen
wurden mit Dowex Monosphere 99H Ionenausschlussharz in der protonierten
(H+) Form gepackt. Ein Zufuhrmaterial, bestehend aus 20 Gew.-% KLG
und 13,4 Gew.-% L-Ascorbinsäure,
wurde der SMB-Einheit mit einer Fließrate von 5,0 ml/min zugeführt. Die
Desorptionsmittel-(Wasser), Raffinat- und Extrakt-Fließraten wurden
auf 14,2, 10,3 und 8,9 ml/min eingestellt. Nachdem das Gleichgewicht
erreicht worden war, wurden die Raffinat- und Extrakt-Ströme analysiert.
Die KLG wurde mit einer Reinheit von 92,4 Gew.-% in dem Raffinat-Strom
und die L-Ascorbinsäure
wurde mit einer Reinheit von 85,5 Gew.-% in dem Extrakt-Strom erhalten.
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Beispiel 11
-
Es
wurde ein zweites Experiment auf der im Beispiel 10 beschriebenen
SMB-Einheit durchgeführt. Das
Zufuhrmaterial bestand aus 18 Gew.-% KLG und 12 Gew.-% L-Ascorbinsäure. Die
Zufuhr-, Desorptionsmittel-, Raffinat- und Extrakt-Fließraten wurden
auf jeweils 2,8, 14,1, 9,3 und 7,6 ml/min eingestellt. Nach Erreichung
des Gleichgewichts wurden die Raffinat- und Extrakt-Ströme analysiert.
Die KLG wurde mit einer Reinheit von 94,4 Gew.-% in dem Raffinat-Strom
und die L-Ascorbinsäure
wurde mit einer Reinheit von 89,9 Gew.-% in dem Extrakt-Strom erhalten.
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Beispiel 12
-
Dieses
Beispiel zeigt die Recyclierung von 2-Keto-L-gulonsäure (KLG)
Material aus dem simulierten Wanderbett (simulated moving bed, SMB)
(aus dem vorstehenden Beispiel 10), gemischt mit frischer Fermentationsbrühe, bei
einer kontinuierlichen Umsetzung unter selbstkatalysierenden Bedingungen
einer wässrigen Fermentationsbrühe. Ein
140 Fuß langes
(0,063'' ID, 0,125'' OD) PFA TEFLON® Rohr
mit einem beheizten Volumen von 86 ml wurde in ein Ölbad getaucht
und auf 180°C
bei 165 psi erwärmt.
Eine 12,8 Gew.-%-ige wässrige
Lösung,
die gleiche Mengen (bezogen auf KLG-Mole) von Kationen- und Anionen-ausgetauschter
Fermentationsbrühe
und simuliertem Wanderbettausfluss umfassend 2-Keto-L-gulonsäure enthielt,
wurden mit einer durchschnittlichen Rate von 32 ml/min zugepumpt.
Die Reaktion wurde über
einen Zeitraum von 20 Stunden durchgeführt und der Ausfluss wurde
mittels HPLC analysiert. Der durchschnittliche Umsatz und die durchschnittliche
Selektivität über die
Betriebsdauer betrugen 45% Umsatz und 73% Selektivität.
-
Die
Daten für
die kontinuierlichen Umsetzungsbeispiele 4 bis 12 sind in der folgenden
Tabelle 1 dargestellt. Insgesamt wurde gefunden, dass sowohl unter
selbstkatalysierenden als auch unter säurekatalysierten Bedingungen,
und unabhängig
vom Zufuhrmaterialtyp (d. h. reine KLG versus wässrige Fermentationsbrühe) oder
dem verwendeten Protonierungsverfahren, eine hohe Selektivität der L-Ascorbinsäure unter
Bedingungen einer partiellen KLG-Umsetzung erfolgte. Ferner wurde
gefunden, dass eine Mischung von frischer KLG und recyclierter KLG
verwendet werden konnte, um L-Ascorbinsäure mit einer Selektivität von mehr
als 70% zu erzeugen.
-
Tabelle
1: Daten der kontinuierlichen Umsetzung
-
Beispiel 13
-
Dieses
Beispiel zeigt die Durchführbarkeit
der partiellen Umsetzung von KLG in Kombination mit einer kontinuierlichen
Rückführung von
KLG, die aus der Nachreaktionslösung
gereinigt wurde, als ein Verfahren zur effizienten Herstellung von
L-Ascorbinsäure. Es
wurde ein Pilotreaktor entwickelt, um die Bedingungen zur Durchführung der
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung zu testen.
-
Unter
Bezugnahme auf die 5 für dieses Experiment, enthielt
das System einen kontinuierlichen Reaktor, einen Tank, der Reaktorzufuhrmaterial
umfasste, und ein simuliertes Wanderbett (SMB) chromatographisches
System zur Trennung von L-Ascorbinsäure und
nicht-umgesetzter KLG. Dieses System enthielt auch ein System zur
Kristallisierung von L-Ascorbinsäure
in dem SMB-Extrakt.
-
Die
thermische Umsetzung von 2-Keto-L-gulonsäure (KLG) zu Ascorbinsäure (AsA)
wurde in einer 40 Fuß,
1/4-Zoll OD Titan-Rohrwendel durchgeführt, die in einem Silikonölbad (Dow
Corning 550) eingetaucht war. Mit einer Wanddicke von 0,035'' und einer erwärmten Länge von ungefähr 37 Fuß lag das
effektive Reaktorvolumen bei etwa 185 ml. In diesen Experimenten
lagen die Reaktorzufuhrraten im Bereich von 65 bis 75 ml/min, wobei
der Durchschnitt von 70 ml/min einer Reaktorraumzeit im Bereich
von 2,47 bis 2,85 min entsprach (Tabelle 2). Die Badtemperatur lag
im Bereich von 177 bis 180°C
bei der gegebenen Zufuhrrate. Es wurden simultan zwei Heizgeräte in einem
2 Fuß × 2 Fuß × 1 Fuß (20 bis
25 Gallonen Silikonöl)
Bad verwendet: (1) ein 3 kW Immersionsheizgerät mit einem variablen Output,
eingestellt mittels einem Leistungstat (im allgemeinen bei 50–70%), um
eine Grundlasterwärmung
bereitzustellen und (2) ein 1,2 kW Haake DL30 Immersionszirkulator,
um die Badtemperatur zu steuern und das Öl zu zirkulieren.
-
-
Wie
schematisch in der 5 dargestellt, umfasste das
Systems Tanks (oder andere Mittel zum Lagern) für eine vorübergehende Lagerung von Ausgangsmaterialien,
Reaktionszwischenprodukten und Reaktionsprodukten. Zum Beispiel
handelte es sich bei der Zufuhr in den Reaktor um einen Tank, der
Reaktorzufuhrmaterial umfasste. Das Reaktorzufuhrmaterial wiederum
umfasste frische KLG (z. B. gereinigte Fermentationsbrühe, die
in einer Zufuhrtrommel gelagert wurde), recyclierte KLG, die aus
dem SMB-gereinigten Reaktorprodukt isoliert wurde, und deionisiertes
Wasser zum Verdünnen
der Reaktanden auf geeignete Konzentrationen. Somit gab es mindestens
drei Tanks, die in den Reaktorzufuhrtank führten: (a) einen Tank für frische (d.
h. nicht recyclierte) KLG, (b) einen zweiten Tank für Wasser
und (c) einen dritten Tank für
KLG, die aus der SMB-Einheit recycliert wurde. Die Bewegung von
Fluid in und aus diesen Tanks wurde derart eingestellt, dass eine
kontinuierliche Massenbilanz innerhalb des Systems vorherrschte.
Das System umfasste ferner eine Verdampfereinheit, die verwendet
wurde, um das Volumen von Material, das in das Trennsystem gelangt,
zu reduzieren.
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Pumpen
(z. B. FMI Dosierpumpe, Syosset, NY) wurden verwendet, um Fluide
durch das System zu pumpen. Beispielsweise wurde mindestens eine
Pumpe eingesetzt, um frische KLG in den Vorreaktortank zu überführen, eine
Pumpe wurde verwendet, um die KLG-Rückführung aus dem SMB-System zurück in den
Vorreaktortank zu überführen, und
eine Pumpe wurde eingesetzt, um deionisiertes Wasser in den Vorreaktortank zu überführen. Bei
dem Vorreaktortank handelte es sich um einen 22 Liter Glaszufuhrtank
und dieser wies 2 Sets von dualen ISCO-Spritzenpumpen auf, um separat
entweder wässrige
KLG oder andere Komponenten (z. B. Katalysatoren) in den Reaktor
einzuführen.
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Um überall Flüssigphasenbedingungen
beizubehalten, wurde der Druck in dem Reaktor deutlich über dem
Dampfdruck von Wasser bei Reaktionstemperatur (etwa 145 psi bei
180°C) unter
Verwendung eines Tescom Gegendruckreglers gehalten. Ferner wurden
Entlastungsventile (250 psig) in dem System angeordnet, um einen
lokalen Überdruck
in dem System zu vermeiden. Folglich wurden die Drücke mittels
250 psig Entlastungsventilen an den KLG-Zufuhrlinien beschränkt, wobei
ein minimaler Druck von etwa 150 psig auferlegt wurde, um die Reaktorinhalte
in der flüssigen
Phase zu halten.
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Der
Reaktorausfluss wurde in einem Doppelrohr (Ti in Cu)-Austauscher
abgekühlt
und anschließend filtriert
(Pall Profile II Patronen, Polypropylen, 2,5'' OD × 5'' L, im allgemeinen 20 μm, auch wenn
einige 10 μm Patronen
verwendet wurden), um zu verhindern, dass feste Nebenprodukte stromabwärts gehen
und um den Gegendruckregler zu schützen. Anfänglich wurden ein Filtergehäuse (Crall
Products) und Bypass verwendet, auch wenn mehrere (mindestens zwei)
parallele Filter im allgemeinen bevorzugt sind.
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Alle
erhitzten Bereiche waren aus Titan oder PFA-Fluorpolymer hergestellt.
Edelstahlventile, -Rohre und weitere Komponenten wurden sowohl vor
dem Reaktor als auch nach dem Abkühlen des Ausflusses verwendet.
Korrosionscoupons wurden in die KLG-Rückführungs-, KLG-Zufuhr- und Reaktorprodukt-Tanks
eingeführt.
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Betrieb des
Pilotreaktors
-
Der
Mittelpunkt der Strategie zum Steuern des Systems insgesamt lag
in der Einstellung der Zufuhrraten der Einheit (oder Produktraten
im Fall des Verdampfers), um mit der Einheit abwärts übereinzustimmen. Da die SMB-Zufuhrrate
eng begrenzt war, blieben ihre Zufuhr- und Produktraten relativ
konstant. Ferner basierten die gesteuerten Raten für den Verdampfer
und SMB auf konzentriertem Material (> 35% Feststoffe), während die Reaktorzufuhr und
Produkte verdünnt
waren (< 15% Feststoffe).
Folglich erforderte der Reaktor, als die am weitesten entfernte
Einheit von der SMB-Zufuhr, die größten und häufigsten Änderungen der Rate.
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Das
System war derart angeordnet, dass nicht alle Einheiten entfernt
werden mussten, wenn eine Einheit versagte oder eine Instandhaltung
erforderte. Statt dessen wurde die Reaktorzufuhrrate auf entweder "catch up" (aufholen) oder "verlangsamen" (slow down) bezüglich der
abwärts
auftretenden Erfordernissen geändert.
Diese Änderungen
der Zufuhrrate erforderten auch Änderungen
der Temperatur, um den Zielumsatz beizubehalten.
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Die
während
eines zweiwöchigen
Betriebs verwendeten Parameter unter Verwendung des Systems gemäß der vorliegenden
Erfindung sind in der Tabelle 2 beschrieben. Die Ölbadtemperatur
lag im Bereich von 177 bis 180°C
und die Reaktorzufuhrrate lag im Bereich von 65 bis 75 ml/min. Frisches
Zufuhrmaterial aus der Fermentationsbrühe wurde mittels einer Calciumsulfat-Präzipitation
und Filtration gereinigt (Genencor, Palo Alto, CA).
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Es
konnte gefunden werden, dass für
einen Umsatzlevel von 2-Keto-L-gulonsäure im Bereich von 50 bis 60%
(dem Bereich von Interesse) eine ungefähr lineare Beziehung zwischen
der Zufuhrrate der KLG und der Temperatur, die zum Erhalten des
geeigneten Umsatzlevels erforderlich ist, besteht. Für eine Zufuhrrate im
Bereich von etwa 65 bis 75 ml/min erforderte folglich ein KLG-Umsatz
von 60% Temperaturen im Bereich von etwa 177 bis 180°C (Tabelle
2). Bei der gleichen Zufuhrrate lag die Temperatur, die für 50% Umsatz
benötigt
wird, bei etwa 5 bis 6°C
niedriger.
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Betriebsverhalten
des Pilotreaktors
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Die
Schlüsselmessungen
für die
Reaktorperformance sind KLG-Umsatz und Selektivität für AsA. Diese
werden einfach aus den Reaktorzufuhr- und Produktzusammensetzungen
mit den folgenden Gleichungen berechnet:
worin
x
i j für die Gewichtszusammensetzung
von KLG oder AsA (i) in der Reaktorzufuhr oder im Produkt (j) steht.
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In
diesem Experiment wurden alle zwölf
Stunden Proben für
eine Analyse entnommen. Unter Verwendung des Reaktorsystems gemäß der vorliegenden
Erfindung wurde gefunden, dass der KLG-Umsatz im allgemeinen im
Bereich von etwa 55 bis 65% lag (14, Tabelle
2). Die Selektivität
für die
AsA-Bildung lag im Bereich von 62,5 bis 78,1%, war jedoch größer als
70% für
10 bis 12 Durchläufe,
für die
Selektivität
und Umsatz bestimmt wurden.
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Es
wurde gefunden, dass die SMB-Chromatographie ein sehr effizientes
Trennverfahren bereitstellt, welches gut an das kontinuierliche
System angepasst war. Folglich, wie mittels HPLC analysiert, lag
die Reinheit des AsA-Extraktes bei über 90%, und war in einigen
Proben im wesentlichen vollständig
rein (bezogen auf eine reine KLG/AsA Basis) (Tabelle 2). Zusätzlich war
die Reinheit des KLG-Raffinats durchwegs größer als 85%, und größer als
95% für
spätere
Durchgänge.
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Insgesamt
war die Rückgewinnung
von AsA aus der SMB-chromatographischen Trennung (auf einer Gewichtsprozentbasis)
durchwegs größer als
90% (wobei lediglich zwei Durchgänge < 90% waren) und
im allgemeinen lag sie bei mehr als 95%. Die Rückgewinnung von KLG war ebenfalls
hocheffizient, wobei die meisten Durchgänge sich an 100% annäherten.
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Die
in der Tabelle 2 dargestellten Reinheiten sind auf einer Basis von
lediglich KLG/AsA und schließen folglich
Wasser wie auch nicht-flüchtige
Verunreinigungen, die aus der KLG-Zufuhrbrühe stammen, oder Reaktornebenprodukte
aus. Im allgemeinen machten diese Verunreinigungen etwa 25 bis 30
Gew.-% der Gesamtfeststoffe in den Extrakt- und Raffinat-Produkten
aus. Zusätzlich
wurden die Berechnungen zur Rückgewinnung
auf die Menge an KLG und AsA, die die SMB-Einheit verließen (d.
h. auf einer KLGraus/AsAraus Basis) normalisiert,
und tragen nicht zu einem Verlust in der SMB-Einheit selbst bei.
Doch insgesamt wurde gefunden, dass die Trennung von KLG und AsA
so wirksam war, dass die Reinheit von AsA in dem Extrakt nahezu
identisch war zur KLG-Rückgewinnung
im Raffinat.
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Die
vorliegende Erfindung ist ausführlich
mit besonderer Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsformen beschrieben worden,
es ist jedoch selbstverständlich,
dass Variationen und Modifikationen innerhalb des Geistes und des
Umfangs der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden können. Die
in der vorliegenden Beschreibung zitierten Veröffentlichungen werden durch
in Bezugnahme in ihrer Gesamtheit aufgenommen, sofern nichts anderes
angegeben ist.