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Diese
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reparieren von Beschichtungen,
insbesondere Beschichtungen von Fahrzeugen, z.B. als Teil eines
Nacharbeitungsprozesses, bei dem
- 1. zuerst
eine durch Strahlung härtbare
Primerzusammensetzung aufgebracht und mit UV-Strahlung gehärtet wird
und
- 2. der Primer mit einer oder mehreren Deckbeschichtungen beschichtet
wird.
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Beschichtungen,
die zum Reparieren von Lacken von Kraftfahrzeugen verwendet werden,
umfassen gewöhnlich
verschiedene Schichten mit unterschiedlicher Zusammensetzung. Die
erste Beschichtung ist gewöhnlich
eine Primerbeschichtung (Grundbeschichtung). Die Primerbeschichtung
ermöglicht
ein Anhaften an dem Substrat, das, abhängig von der Art der Reparatur,
Metall oder eine Primerbeschichtung oder eine Deckbeschichtung oder
ein Gemisch davon sein kann. Die Zusammensetzung des Primers wird
so gewählt,
dass der Primer in einer relativ dicken Schicht aufgebracht werden
kann, die unter Verwendung eines Sand- oder Glaspapiers geschliffen
(als „glätten" bezeichnet) werden
kann, wobei kleine Unregelmäßigkeiten
in dem Substrat verdeckt werden, so dass eine perfekt flache Oberfläche für die nachfolgenden
Schichten der Beschichtung erhalten wird. Der Primer enthält gewöhnlich Pigmente
und/oder Füllstoffe,
so dass die Primerbeschichtung leicht geschliffen werden kann. Die
Dicke der Primerbeschichtung liegt gewöhnlich im Bereich von 50–200 μm. Auf der
Primerbeschichtung wird eine Deckbeschichtung aufgebracht, die wiederum
aus einer oder mehreren Schichten, wie z.B. einer Grundschicht und
einem Klarlack, bestehen kann.
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Eine
Art von Beschichtungszusammensetzungen, die in Primern verwendet
werden, umfasst ein Polymer mit einer funktionellen Hydroxygruppe,
wie z.B. einen Polyester oder ein Acrylpolymer, und ein Polyisocyanat.
Diese beiden Bestandteile reagieren nach dem Aufbringen auf dem
Substrat miteinander, wobei eine Polyurethanbeschichtung erhalten
wird. Diese Zusammensetzungen werden deshalb oft als „Polyurethanbeschichtungszusammensetzungen" bezeichnet, obwohl
das Polyurethan genauer genommen erst gebil det wird, wenn die Beschichtung
vernetzt. Polyurethanprimer dieses Typs sind seit mindestens 20
Jahren bekannt.
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Ein
Problem bei der Verwendung von Polyurethanprimern besteht darin,
dass das Härten
ausreichend lange durchgeführt
werden muss, bevor der Primer geschliffen und mit einer Deckbeschichtung
beschichtet werden kann. Wenn ein Primer geschliffen und mit einer
Deckbeschichtung beschichtet wird, bevor er ausreichend ausgehärtet ist,
ist das Schleifen sehr schwierig und zeitaufwendig, und die Deckbeschichtung
kann mit dem Primer in Wechselwirkung treten, was sich nachteilig
auf das Aussehen des beschichteten Artikels auswirkt. Ein Primer
muss gewöhnlich
2–4 Stunden
lang bei Umgebungstemperatur gehärtet
werden, bevor er geschliffen und mit einer Deckbeschichtung beschichtet
werden kann. Alternativ kann der Primer etwa 30 Minuten lang auf
eine Temperatur von etwa 60°C
erwärmt
werden. Diese Alternative ist jedoch oft nicht bevorzugt, da wertvoller
Ofenraum benötigt
wird, der gewöhnlich
für das
Härten
der Deckbeschichtung vorgesehen ist.
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Ein
zweites Problem bei der Verwendung von Polyurethanprimern besteht
darin, dass sie einen relativ hohen Gehalt an organischen Lösungsmitteln
aufweisen. Im Hinblick auf den Umweltschutz wird in der Beschichtungsindustrie
die Verwendung von Beschichtungszusammensetzungen mit einem verringerten
Lösungsmittelgehalt
angestrebt. Eine Möglichkeit,
um einen verringerten Lösungsmittelgehalt
zu erreichen, besteht darin, sogenannte „Zusammensetzungen mit einem
hohen Feststoffgehalt" zu
verwenden. Zusammensetzungen mit einem hohen Feststoffgehalt sind
lösungsmittelhaltige
Zusammensetzungen, die eine relativ große Menge an nichtflüchtigen
Materialien, wie z.B. filmbildende Polymere, Pigmente und Füllstoffe,
und eine relativ geringe Menge an organischen Lösungsmitteln enthalten. Ein
Problem bei der Verwendung von Beschichtungszusammensetzungen mit
einem hohen Feststoffgehalt, die zum Lackieren von Kraftfahrzeugen verwendet
werden können,
besteht darin, dass die Zusammensetzungen eine viel zu hohe Viskosität haben. Diese
hohe Viskosität
wird durch die filmbildenden Polymere, die gewöhnlich auf diesem Gebiet verwendet werden,
verursacht, die eine hohe Lösungsviskosität in Lösungen mit
einem hohen Feststoffgehalt haben. Die hohe Viskosität führt auf
Grund der unzureichenden Fließeigenschaften
zu Problemen bei der Verwendung und wirkt sich nachteilig auf das
Aussehen der Beschichtung aus.
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Ein
drittes Problem bei der Verwendung von Polyurethanprimern besteht
darin, dass die darin enthaltenen Polyisocyanate die Atmungsorgane
schädigen,
so dass bei der Verwendung der Primer umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen
getroffen werden müssen,
um insbesondere das Einatmen eines Sprühlacks durch den Lackierer
beim Sprühen
zu verhindern. Der Lackierer muss gewöhnlich eine Atemschutzmaske
tragen, der Luft zugeführt
wird. Folglich besteht ein Bedarf an einem alternativen Lack.
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Ein
viertes Problem bei der Verwendung von Polyurethanprimern besteht
darin, dass die Primer gewöhnlich
keine ausreichende Beständigkeit
gegenüber
Feuchtigkeit und keinen ausreichenden Korrosionsschutz ermöglichen,
wenn sie direkt auf Metall aufgebracht werden. Es muss ein separater Ätzprimer
oder Haftprimer auf dem Metall aufgebracht werden, bevor der Polyurethanprimer
verwendet werden kann. Dies führt
zu einer weiteren Verlängerung
der Reparaturzeit.
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Wir
haben ein Verfahren erfunden, bei dem eine Primerzusammensetzung
verwendet wird, die durch Bestrahlen mit UV-Strahlung mit einem
sehr geringen UV-B-Anteil, die im Wesentlichen keinen UV-C-Anteil enthält, gehärtet werden
kann. Das Verfahren kann leicht und sicher in einer gewöhnlichen
Fahrzeugreparaturwerkstatt (Karosseriewerkstatt) durchgeführt werden.
Beim Aufbringen und beim Härten
des Primers wird nur wenig oder kein organisches Lösungsmittel
freigesetzt, und der Primer kann in sehr kurzer Zeit aufgebracht und
gehärtet
werden. Der mit UV-Strahlung gehärtete
Primer ermöglicht
eine hervorragende Beständigkeit
gegenüber
Feuchtigkeit und einen hervorragenden Korrosionsschutz, selbst wenn
kein separater Ätzprimer
oder Haftprimer verwendet wird.
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Mit
Strahlung gehärtete
Beschichtungszusammensetzungen sind bekannt. Der derzeitige Stand
der Technik wird in der Veröffentlichung
European Coatings Journal (September 1999) auf den Seiten 21–49 zusammengefasst.
Die Anwendung ist meistens auf flache Substrate beschränkt, die
in einer Fertigungsstraße beschichtet
werden. In einigen Fällen
wird das Härten
unter einer inerten Atmosphäre
durchgeführt.
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Bei
der Fahrzeugnacharbeitung liegt eine völlig andere Situation vor.
Das Beschichten wird von einem geübten Handwerker bzw. Fachmann
durchgeführt,
jede Reparatur ist einzigartig und die Beschichtung erfolgt gewöhnlich auf
der gleichen Fläche,
in der auch gehärtet
wird. Eine mit Strahlung gehärtete
Beschichtung, die bei der Fahrzeugnacharbeitung verwendet wird,
muss sicherer, robuster und vielseitiger verwendbar als die Zusammensetzungen
sein, die in der zuvor genannten Veröffentlichung beschrieben werden.
Es wäre
ebenfalls extrem schwierig, in einer Fahrzeugreparaturwerkstatt
unter einer inerten Atmosphäre
zu arbeiten.
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Bisher
wurden einige mit Strahlung härtbare
Zusammensetzungen vorgeschlagen, die bei der Fahrzeugnacharbeitung
verwendet werden können,
aber keine dieser Zusammensetzungen erfüllt alle der zuvor beschriebenen
Anforderungen.
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Die
Veröffentlichung
WO 98 40 170 beschreibt eine Beschichtungszusammensetzung, die zwei
verschiedene Vernetzungssysteme enthält. Das System A ist über Addition
und/oder Kondensation thermisch härtbar und enthält keine
radikalisch polymerisierbaren Doppelbindungen, und das System B
ist durch radikalische Polymerisation härtbar und kann nicht mit dem
System A vernetzen. Diese Anwendung ist auf klare Beschichtungszusammensetzungen
beschränkt.
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Die
Veröffentlichung
DE 196 35 447 beschreibt
einen Nacharbeitungsprozess, bei dem gepulste UV-Strahlung mit hoher
Energie verwendet wird, um eine Grundbeschichtung oder eine pigmentierte
Deckbeschichtung zu härten.
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Die
Veröffentlichung
GB 2 226 566 beschreibt
eine Beschichtungszusammensetzung für den Unterbau von Kraftfahrzeugen.
Die Zusammensetzung wird mit UV-Strahlung mit hoher Energie gehärtet.
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Keine
der zuvor genannten Veröffentlichungen
beschreibt einen Nacharbeitungsprozess, bei dem ein mit UV-Strahlung
gehärteter
Primer verwendet wird und der in einer gewöhnlichen Karosseriewerkstatt
durchgeführt
werden kann, ohne dass eine teure Anlage verwendet wird und ohne
dass Sicherheitsmaßnahmen
getroffen werden müssen,
um das Personal vom Härtungsbereich
abzuschirmen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Reparieren von Beschichtungen
(bevorzugt Beschichtungen von Fahrzeugteilen) bereit, umfassend:
- i) Aufbringen eines durch UV-Strahlung härtbaren
Primers auf den Bereich, der grundiert werden soll;
- ii) Härten
des Primers mit UV-Strahlung, die durch eine oder mehrere UV-Lampen,
mit einem UV-B:UV-A-Verhältnis
von 1:1 oder weniger und im Wesentlichen keinem Gehalt an UV-C bereitgestellt wird,
wobei
der durch UV-Strahlung härtbare
Primer:
A. 5–84
Gew.-% einer oder mehrerer Verbindungen, die eine ethylenisch ungesättigte radikalisch
polymerisierbare Gruppe pro Molekül enthalten,
B. 5–50 Gew.-%
einer oder mehrerer Verbindungen, die 2 oder mehr ethylenisch ungesättigte radikalisch polymerisierbare
Gruppen pro Molekül
enthalten,
C. 10–70
Gew.-% eines oder mehrerer Pigmente, Füllstoffe und/oder Farbstoffe,
D.
1–8 Gew.-%
eines oder mehrerer Fotoinitiatoren,
E. 0–20 Gew.-% eines flüchtigen
organischen Lösungsmittels
und
F. 0–15
Gew.-% übliche
Additive enthält;
- iii) Schleifen des Primers und Beschichten des Primers mit einer
oder mehreren Deckbeschichtungen.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann z.B. ein Nacharbeitungsprozess zur Bearbeitung eines Fahrzeugs
sein. Ein Nacharbeitungsprozess ist ein Verfahren, bei dem eine
bereits lackierte Oberfläche,
wie z. B. die Oberfläche
eines Fahrzeugs, repariert oder erneut lackiert wird.
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Das
Spektrum einer gegebenen Strahlungsquelle kann mit einem energiedispersiven
Spektrographen vermessen werden, der einen Monochromator und einen
Lichtdetektor, dessen Empfindlichkeit bei den relevanten Wellenlängen bekannt
ist, umfasst. Das Verhältnis
UV-B:UV-A wird durch Integrieren des Spektrums in den jeweiligen
Wellenlängenbereichen
erhalten. Ein Beispiel für
ein geeignetes Instrument ist die Vorrichtung Model 440 Spektrometer,
erhältlich
von Spectral Instruments, Tucson Arizona, USA.
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Die
Art der Komponente A und deren Gehalt werden so gewählt, dass
die Zusammensetzung eine geeignete Viskosität hat und die Komponenten B
und D gelöst
werden können.
Die Art der Komponente A und deren Gehalt beeinflussen ebenfalls
die Härte
der Beschichtung. Die Art der Komponente C und deren Gehalt werden
so gewählt, dass
die Zusammensetzung die erforderlichen Hafteigenschaften sowie die
gewünschte Flexibilität, Härte und
Lösungsmittelbeständigkeit
aufweist. Es ist bevorzugt, dass die ethylenisch ungesättigten
Gruppen in der Komponente A und in der Komponente B hauptsächlich Acrylatgruppen
sind, so dass eine hohe Härtungsgeschwindigkeit
erreicht wird.
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Beispiele
für Verbindungen,
die als Komponente A verwendet werden können, sind α,β-ungesättigte aliphatische Verbindungen,
wie z.B. 1-Octen, 1-Hexen oder 1-Decen, Vinylester, wie z.B. Vinylacetat,
Styrol, substituierte Styrole, wie z.B. α-Methylstyrol oder p-Methylstyrol, sowie
Ester von Methacrylsäure
und Ester von Acrylsäure.
Es ist bevorzugt, dass die Komponente A im Wesentlichen aus Alkylestern
von Acrylsäure,
wie z.B. Butylacrylat, t-Butylacrylat, Isobornylacrylat, Isodecylacrylat,
2-Ethylhexylacrylat, Laurylacrylat, Cyclohexylacrylat oder Octylacrylat,
besteht. Es ist besonders bevorzugt, dass die Komponente A im Wesentlichen
aus Isobornylacrylat und/oder 2-Ethylhexylacrylat besteht. Die Menge
an Komponente A in dem Primer liegt bevorzugt im Bereich von 5–50 Gew.-%,
besonders bevorzugt im Bereich von 10–40 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt
im Bereich von 25–35
Gew.-%.
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Beispiele
für Verbindungen,
die als Komponente B verwendet werden können, umfassen Diacrylate, wie
z.B. Hexandioldiacrylat oder Tripropylenglycoldiacrylat, Triacrylate,
wie z.B. Trimethylolpropantriacrylat, alkoxyliertes Trimethylolpropantriacrylat
oder Pentaerythritolfriacrylat, Polyacrylate, wie z.B. Pentaerythritoltetraacrylat
oder Dipentaerythritolhexaacrylat, Epoxyacrylate, erhältlich z.B.
bei der Umsetzung von Epoxyden mit Acrylsäure, wie z.B. UVE 100 und UVE
150, erhältlich
von Croda, oder Actilane 320 oder Actilane 330, erhältlich von
Akcros Chemicals, Urethanacrylate, wie z.B. Ebecryl 264, erhältlich von
UCB Chemicals, oder Actilane 251, erhältlich von Akcros Chemicals,
oder ungesättigte
Polyester, wie z.B. Polyester, hergestellt unter Verwendung von
Maleinsäureanhydrid
als eines der monomeren Bestandteile. Es ist bevorzugt, dass die
Komponente B im Wesentlichen aus einem oder mehreren Epoxyacrylaten
und/oder einem oder mehreren Urethanacrylaten besteht, und es ist
besonders bevorzugt, dass die Komponente B im Wesentlichen aus einem
oder mehreren Epoxyacrylaten besteht. Die Menge an Komponente B
in dem Primer liegt bevorzugt im Bereich von 10–40 Gew.-% und besonders bevorzugt
im Bereich von 25–35
Gew.-%.
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Im
Prinzip können
alle bekannten Pigmente oder Füllstoffe
als Komponente C verwendet werden. Es können gewöhnliche Pigmente, wie z.B.
Titanoxid oder Zinkoxid, verwendet werden.
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Beispiele
für verwendbare
Füllstoffe
umfassen Tonmineralien, Barytmaterialien, Glimmer, Talkmaterialien
und Calciumcarbonat.
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Die
Komponente C kann Pigmente umfassen, die eine Korrosion verhindern,
wie z.B. Strontiumchromat, Zinkphosphat oder Bariummetaborat.
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Bevorzugte
Pigmente und Füllstoffe
sind solche, die das radikalische Härten im Wesentlichen nicht
beeinflussen. Beispiele für
bevorzugte Materialien, die als Komponente C verwendet werden, umfassen
Zinksulfid, Bariumsulfat, Kaolin und korrosionsinhibierende Pigmente.
Beispiele für
besonders bevorzugte Materialien, die als Komponente C verwendet
werden, sind Kaolin und korrosionsinhibierende Pigmente. Kaolin
ist ein hydratisiertes Aluminiumsilikat, erhalten aus sedimentären Kaolintonmineralien.
Ein Beispiel für
ein geeignetes Kaolinmaterial ist Speswhite China Clay, erhältlich von
ECC International.
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Die
Art der Pigmente und deren Gehalt werden so gewählt, dass das Material gut
geschliffen werden kann und einen ausgezeichneten Korrosionsschutz
bietet. Die Art der Pigmente und Füllstoffe und deren Gehalt werden
bevorzugt so gewählt,
dass eine Pigmentvolumenkonzentration (PVC) im Bereich von 10–50% und
bevorzugt im Bereich von 15–25%
erhalten wird. Die PVC ist das Verhältnis des Volumens der Pigmente zum
Gesamtvolumen der nichtflüchtigen
Materialien in der gesamten Zusammensetzung, ausgedrückt in Prozent.
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Primerzusammensetzungen,
die die bevorzugten Pigmente enthaften, sind meistens transparent
oder lichtdurchlässig.
In vielen Fällen
ist es wünschenswert,
dass die Dicke der Beschichtung während des Aufbringens der Beschichtung
abgeschätzt
werden kann. Eine Möglichkeit,
um dies zu erreichen, besteht darin, einen Farbstoff in die Zusammensetzung
einzubringen. Beispiele für
geeignete Farbstoffe umfassen Metallkomplexfarbstoffe, wie z.B.
die Farbstoffe der Zapon®-Serie, erhältlich von
der BASF Aktiengesellschaft. Wenn die Zusammensetzung einen Farbstoff
enthält,
ist es bevorzugt, dass die Menge an Farbstoff im Bereich von 0,005–1 Gew.-%
und besonders bevorzugt im Bereich von 0,02–0,05 Gew.-% liegt, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Alternativ kann ein flockenförmiges Metallpigment
in die Zusammensetzung eingebracht werden. Beispiele für geeignete
flockenförmige
Metallpigmente umfassen flockenförmige
Aluminiumpigmente, wie z.B. die Pigmente der Stappa-Serie, erhältlich von
den Eckart-Werken. Wenn die Zusammensetzung ein flockenförmiges Metallpigment
enthält,
ist es bevorzugt, dass die Menge an flockenförmigem Metallpigment im Bereich
von 0,1–10
Gew.-% und besonders bevorzugt im Bereich von 0,25–1 Gew.-%
liegt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
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Die
Komponente D kann jeder Fotoinitiator sein, der freie Radikale bilden
kann, wenn er mit Strahlung mit einem UV-B:UV-A-Verhältnis von
1:1 oder weniger bestrahlt wird. Es ist bevorzugt, dass ein Fotoinitiator verwendet
wird, der freie Radikale bilden kann, wenn er mit Strahlung mit
einem UV-B:UV-A-Verhältnis
von 0,2:1 oder weniger, besonders bevorzugt von 0,05:1 oder weniger
und ganz besonders bevorzugt von 0,025:1 oder weniger bestrahlt
wird. Beispiele für
bevorzugte Fotoinitiatoren umfassen Bisacylphosphinoxide, wie z.B. Irgacure
819, erhältlich
von Ciba.
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Es
ist bevorzugt, dass der Primer 1–3 Gew.-% der Komponente D
enthält.
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Das
flüchtige
organische Lösungsmittel
kann jedes Lösungsmittel
sein, in dem die Komponenten A, B, D und F gelöst werden können. Das Lösungsmittel kann ein aliphatischer
oder aromatischer Kohlenwasserstoff, wie z.B. Solvesso 100TM, Toluol oder Xylol, ein Alkohol, wie z.B.
Butanol oder Isopropanol, ein Ester, wie z.B. Butylacetat oder Ethylacetat,
ein Keton, wie z.B. Aceton, Methylisobutylketon oder Methylethylketon,
ein Ether, ein Etheralkohol oder ein Etherester, wie z.B. Ethyl-3-ethoxypropionat,
oder ein Gemisch aus diesen Lösungsmitteln
sein. Es werden bevorzugt Aceton und/oder Methylethylketon und/oder
Ethyl-3-ethoxypropionat verwendet.
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Die
Art der Lösungsmittel
und deren Gehalt werden in Abhängigkeit
von der Viskosität
der anderen Komponenten und dem Verfahren zum Aufbringen der Beschichtung
gewählt.
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält der Primer
kein flüchtiges
organisches Lösungsmittel.
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Der
Primer kann ebenfalls, als Komponente F, übliche Additive enthalten,
wie z. B. einen Fotosynergist, einen Haftvermittler, ein Pigmentdispergiermittel,
ein Fließmittel,
ein Benetzungsmittel oder einen Viskositätsveränderer.
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Entsprechend
einer bevorzugten Ausführungsform
enthält
der Primer:
25–35
Gew.-% Isobornylacrylat und/oder 2-Ethylhexylacrylat
25–35 Gew.-%
Epoxyacrylat
20–30
Gew.-% Kaolin
5–15
Gew.-% korrosionsinhibierende Pigmente
1–3 Gew.-% Bisacylphosphinoxid
0,1–10 Gew.-%
Haftvermittler, Pigmentdispergiermittel, Fließmittel, Benetzungsmittel und
Viskositätsveränderer.
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Die
Beschichtungszusammensetzung kann unter Anwendung eines bekannten
Verfahrens aufgebracht werden, wie z.B. mit einem Pinsel bzw. einer
Bürste,
mit einer Walze, mit einem Schwamm, mit einer Sprühpistole
oder in Form eines Aerosols, und es ist bevorzugt, dass die Beschichtungszusammensetzung
mit einem Pinsel bzw. einer Bürste
oder in Form eines Aerosols aufgebracht wird. Wenn die Beschichtungszusammensetzung
in Form eines Aerosols aufgebracht wird, enthält die Primerzusammensetzung
zusätzlich
ein oder mehrere Treibmittel. Das Substrat kann z.B. Metall, Kunststoff,
Holz oder Glas sein. Die Beschichtungszusammensetzung kann ein oder
mehrere Male aufgebracht werden, so dass eine geeignete Filmdicke
erhalten wird.
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Die
Primerzusammensetzung wird durch Bestrahlen mit UV-Strahlung gehärtet. Wenn
die Zusammensetzung mehrere Male aufgebracht wird, kann der Primer
nach jedem Aufbringen gehärtet
werden, oder der Primer wird nur nach dem letzten Aufbringen gehärtet. Das
Verhältnis
des UV-B-Anteils zum UV-A-Anteil der Strahlung beträgt 1:1 oder
weniger. Das UV-B:UV-A-Verhältnis
beträgt
bevorzugt 0,2:1 oder weniger, besonders bevorzugt 0,05:1 oder weniger
und ganz besonders bevorzugt 0,025:1 oder weniger. Die Strahlung
umfasst im Wesentlichen keinen UV-C-Anteil. UV-A-Strahlung ist eine
Strahlung mit einer Wellenlänge
im Bereich von 320–400
nm, UV-B-Strahlung ist eine Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich
von 280–320
nm und UV-C-Strahlung ist eine Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich
von 100–280
nm.
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Zur
Erzeugung der UV-Strahlung kann jede geeignete Lampe verwendet werden,
und es ist bevorzugt, dass eine oder mehrere Lampen in einem Abstand
von 5–60
cm von der Oberfläche
des Primers angeordnet werden. Es ist besonders bevorzugt, dass
eine oder mehrere Lampen in einem Abstand von 10–30 cm von der Oberfläche des
Primers angeordnet werden.
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Es
ist bevorzugt, dass der Primer 30 Sekunden bis 10 Minuten lang und
besonders bevorzugt 1–3
Minuten lang mit der UV-Strahlung bestrahlt wird.
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Der
Primer kann unter Verwendung von Sand- oder Glaspapier geschliffen
werden, bevor eine Deckbeschichtung aufgebracht wird.
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Es
ist bevorzugt, dass die Oberfläche
des Primers, bevor diese gegebenenfalls geschliffen und mit einer
Deckbeschichtung beschichtet wird, mit einem flüchtigen organischen Reinigungslösungsmittel
abgewischt wird, um eine eventuell vorhandene klebrige, nicht gehärtete Oberflächenschicht
zu entfernen. Das flüchtige
organische Reinigungslösungsmittel
kann ein aliphatischer oder aromatischer Kohlenwasserstoff, wie z.B.
Solvesso 100TM, Toluol oder Xylol, ein Alkohol,
wie z.B. Butanol oder Isopropanol, ein Ester, wie z.B. Butylacetat
oder Ethylacetat, ein Keton, wie z.B. Aceton, Methylisobutylketon
oder Methylethylketon, ein Ether, ein Etheralkohol oder ein Etherester,
oder ein Gemisch aus diesen Lösungsmitteln
sein. Es ist bevorzugt, dass ein oder mehrere Petroleumdestillate,
wie z.B. die Destillate der SBP-Serie, erhältlich von Carless Refining
and Marketing, verwendet werden.
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Der
Primer kann mit jedem geeigneten Nacharbeitungssystem beschichtet
werden, so dass die gewünschte
Endfarbe und das gewünschte
Aussehen erhalten werden. Der Primer kann z.B. zuerst mit einer wasserhaltigen
Grundbeschichtungszusammensetzung, wie z.B. einer Beschichtungszusammensetzung
der Serie Aquabase P965, erhältlich
von ICI Autocolor, und dann mit einem wasserhaltigen 2-Komponenten-Polyurethanklarlack,
wie z.B. P190-670, erhältlich
von ICI Autocolor, beschichtet werden. Alternativ kann der Primer
zuerst mit einer wasserhaltigen Grundbeschichtungszusammensetzung,
wie z.B. einer Beschichtungszusammensetzung der Serie 2K P422, erhältlich von
ICI Autocolor, und dann mit einem wasserhaltigen 2-Komponenten-Polyurethanklarlack,
wie z.B. P190-643, erhältlich
von ICI Autocolor, beschichtet werden. Alternativ kann der Primer
unter Verwendung einer wasserhaltigen 2-Komponenten-Polyurethandeckbeschichtungszusammensetzung,
wie z.B. einer Zusammensetzung der Serie 2K HS Plus P471, erhältlich von
ICI Autocolor, beschichtet werden, um eine Deckbeschichtung zu erhalten,
die nur aus einer Schicht besteht.
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Das
Verfahren eignet sich insbesondere zum Reparieren von punktförmigen Reparaturstellen
an beschädigten
Fahrzeugen, obwohl das Verfahren nicht auf diese Anwendung beschränkt ist.
Der Ausdruck „Reparieren
von punktförmigen
Reparaturstellen" bezieht
sich auf eine kleine Reparaturstelle mit einer Größe von gewöhnlich weniger
als 40 cm2 an einem Fahrzeugblech.
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Die
Erfindung betrifft ebenfalls ein Produkt, das unter Anwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens beschichtet
oder teilweise beschichtet wurde.
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Die
vorliegende Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf Beispiele
genauer beschrieben.
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Beispiele I–VI
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Primerzusammensetzungen
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Die
in Tabelle 1 angegebenen Primerzusammensetzungen I–VI wurden
entsprechend dem folgenden Verfahren hergestellt.
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Die
Komponenten A und B und die Lösungsmittel
wurden in einen geeigneten Behälter
eingebracht und gerührt,
bis ein homogenes Gemisch erhalten wurde. Dann wurden die Photoinitiatoren
und Dispergiermittel unter Rühren
zugegeben. Die Temperatur des Gemisches wurde, falls erforderlich,
auf nicht mehr als 80°C
erhöht,
so dass ein klares homogenes Gemisch erhalten wurde.
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Der
Behälter
wurde dann in eine Hochgeschwindigkeitsdispergiervorrichtung überführt. Die
Füllstoffe und
Pigmente wurden langsam unter Rühren
zugegeben. Nach Beendigung der Zugabe wurde das Dispergieren fortgesetzt,
bis die Feststoffteilchen eine Größe von 50–60 μm hatten (etwa 30 Minuten).
Dann wurden die Haftvermittler zugegeben, und der Primer wurde 5
Minuten lang langsam gerührt.
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- alle Mengenangaben in der Tabelle sind Gewichtsteile Produktschlüssel
| UVE
150 | Crodamer
UVE 150 – Epoxyacrylat,
erhältlich
von Croda |
| UVU
316 | Crodamer
UVU 316 – Urethanacrylat,
erhältlich
von Croda |
| UVS
500 | Crodamer
UVS 500 – Siliconacrylat,
erhältlich
von Croda |
| SR
349 | Epoxyacrylat,
erhältlich
von Sartomer |
| 500A | Roskydal
500A – ungesättigter
Polyester, erhältlich von
Bayer plc |
| SR
9050 | saurer
Haftvermittler, erhältlich
von Sartomer |
| E170 | Ebecryl
170 – saurer
Haftvermittler, erhältlich
von UCB |
Chemikalien | IBoMa | Isobornylmethacrylat |
| EHA | 2-Ethylhexylacrylat |
| Byk
116 | Pigmentdispergiermittel,
erhältlich
von Byk |
| S 24
000 | Solsperse
24 000 – Pigmentdispergiermittel,
erhältlich von
Avecia |
| I 149 | Irgacure
149 – Fotoinitiator,
erhältlich
von Ciba |
| I 819 | Irgacure
819 – Fotoinitiator,
erhältlich
von Ciba |
| D 4265 | Darocur
4265 – Fotoinitiator,
erhältlich
von Ciba |
| Antikorrosionsmittel | Zink/Aluminiumphosphat,
Pigment für
den Korrosionsschutz |
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Beispiele I–VI
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Die
Primerzusammensetzungen I–VI
wurden unter Verwendung eines 150 μm Blockverteilers auf sauberen
Glasplatten aufgebracht. Die Beschichtungen wurden dann eine Minute
lang mit UV-Strahlung aus einer UV H253 UV-Lampe (erhältlich von
UV Light Technologies – die
Vorrichtung umfasste eine mit Eisen dotierte Metallhalogenidlampe
(250 W) mit einem schwarzen Glasfilter und erzeugte ein UV-A-Spektrum
im Bereich von 320 nm bis 400 nm) gehärtet. Der Abstand zwischen
der Lampe und der Beschichtung betrug 20 cm. Nach dem Abwischen
mit einem Gemisch aus gleichen Gewichtsteilen SBP3 und SBP6 (erhältlich von
Carless Refining and Marketing) konnten alle Primer leicht mit einem
P360 Sandpapier geschliffen werden.
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Herstellung
der Testbleche
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Verschiedene
Stahlbleche mit einer Abmessung von etwa 45 cm × 45 cm wurden mit 20–25 μm des chromatfreien
Epoxyhaftprimers P565-895 (erhältlich
von ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben)
und danach mit 100–120 μm des Produktes
primer filler/surfacer P565-481 (erhältlich von ICI Autocolor, verwendet
wie im Produktdatenblatt angegeben) beschichtet. Die Bleche wurden
30 Minuten lang auf eine Temperatur von 60°C erwärmt und dann mit einem P360
Sandpapier geschliffen.
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100
Gewichtsteile des Produktes Aquabase medium coarse aluminium basic
P968-9987 wurden mit 10,3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
activator P935-2018 und 3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
additive thinner P275-366 (alle erhältlich von ICI Autocolor) vermischt.
Das Gemisch wurde auf jedes der Bleche aufgebracht, wobei ein Film
mit einer Dicke von 12–15 μm erhalten
wurde. Die Bleche wurden dann mit einem P190-670 Klarlack (erhältlich von
ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben) beschichtet.
Dann wurden die Bleche eine Woche lang stehengelassen, um die Bleche
zu altern.
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Nach
dem Altern wurde der Lack unter Verwendung eines P120 Sandpapiers
auf einer Fläche
von etwa 25 cm2 in der Mitte eines jeden
Blechs entfernt. Die auf diese Weise hergestellten Bleche wurden
verwendet, um die Reparatur einer punktförmigen Reparaturstelle zu simulieren.
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Beispiel VII
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen Verfahren zum Reparieren kleiner
Flächen
mit Lackschäden,
die z.B. in einer gewöhnlichen
Kraftfahrzeugreparaturwerkstatt (Karosseriewerkstatt) durchgeführt werden
könnten.
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Das UV-Verfahren
entsprechend der vorliegenden Erfindung
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100
Gewichtsteile der Primerzusammensetzung I von Tabelle 1 wurden mit
10 Gewichtsteilen Aceton vermischt. Das Gemisch wurde dann durch
Aufsprühen
auf das freigelegte Metall eines der hergestellten Testbleche und
eine kleine Fläche
des Lacks, der das freigelegte Metall umgab, in einer Trockenfilmdicke
von 100–120 μm aufgebracht.
Das Blech wurde 5 Minuten lang stehengelassen, um das Lösungsmittel
der Primerzusammensetzung zu verdunsten, und dann wurde die Primerzusammensetzung
durch Bestrahlen mit UV-Strahlung aus einer UV H253 UV-Lampe (erhältlich von
UV Light Technologies – die
Vorrichtung umfasste eine mit Eisen dotierte Metallhalogenidlampe
(250 W) mit einem schwarzen Glasfilter und erzeugte ein UV-A-Spektrum
im Bereich von 320 nm bis 400 nm) eine Minute lang gehärtet. Der
Abstand zwischen dem Blech und der Lampe betrug 20 cm. Nach dem
Bestrahlen wurde der Primer mit dem Produkt spirit wipe P850-1402
(erhältlich
von ICI Autocolor) abgewischt, und dann wurde das Blech mit einem
P360 Sandpapier geschliffen. Nach dem Schleifen betrug die Dicke
des Primerfilms auf dem freigelegten Metall etwa 100 μm und der Übergang
vom Primer zum umgebenden Lack war eben.
-
100
Gewichtsteile des Produktes Aquabase medium coarse aluminium basic
P968-9987 wurden mit 10,3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
activator P935-2018 und 3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
additive thinner P275-366 (alle erhältlich von ICI Autocolor) vermischt.
Das Gemisch wurde auf jedes der Bleche aufgebracht, wobei ein Film
mit einer Dicke von 12–15 μm erhalten
wurde. Das Blech wurden dann mit einem P190-670 Klarlack (erhältlich von
ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben) beschichtet
und 30 Minuten lang auf eine Temperatur von 60°C erwärmt. Das Aussehen des Bleches
wurde in wöchentlichen
Abständen
genau untersucht. Der Glanz und die Bildspiegelung an der Oberfläche waren
hervorragend und es war nicht möglich,
zu bestimmen, ob eine Reparatur durchgeführt worden war. Die Zeitspanne
zwischen dem Aufbringen des Primers und dem Beginn des Aufbringens
der Aquabase-Produkte betrug 18 Minuten.
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Herkömmliches
Verfahren
-
Der
chromatfreie Epoxyhaftprimer P565-895 (erhältlich von ICI Autocolor, verwendet
wie im Produktdatenbatt angegeben) wurde durch Aufsprühen auf
das freigelegte Metall eines der hergestellten Testbleche und eine
kleine Fläche
des Lacks, der das freigelegte Metall umgab, in einer Trockenfilmdicke
von 20–25 μm aufgebracht.
5 Minuten später
wurde das Produkt Fast Hi-build Filler/Surfacer P565-481 (erhältlich von
ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben) auf
einer geringfügig
größeren Fläche in einer
Filmdicke von 100–120 μm aufgebracht.
Es wurden 3 Beschichtungen aufgebracht, und zwischen jedem Beschichtungsvorgang
wurde 3 Minuten lang gewartet, um das Lösungsmittel der Beschichtungszusammensetzung
zu verdunsten. Das Blech wurde 25 Minuten lang auf eine Temperatur
von 60°C
erwärmt
und dann nach dem Abkühlen
mit einem P360 Sandpapier geschliffen. Nach dem Schleifen betrug
die Dicke des Primerfilms auf dem freigelegten Metall etwa 100 μm und der Übergang
vom Primer zum umgebenden Lack war eben.
-
100
Gewichtsteile des Produktes Aquabase medium coarse aluminium basic
P968-9987 wurden mit 10,3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
activator P935-2018 und 3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
additive thinner P275-366 (alle erhältlich von ICI Autocolor) vermischt.
Das Gemisch wurde auf jedes der Bleche aufgebracht, wobei ein Film
mit einer Dicke von 12–15 μm erhalten
wurde. Das Blech wurden dann mit einem P190-670 Klarlack (erhältlich von
ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben) beschichtet
und 30 Minuten lang auf eine Temperatur von 60°C erwärmt. Das Aussehen des Bleches
wurde in wöchentlichen
Abständen
genau untersucht. Der Glanz und die Bildspiegelung an der Oberfläche waren
hervorragend und es war nicht möglich,
zu bestimmen, ob eine Reparatur durchgeführt worden war. Die Zeitspanne
zwischen dem Aufbringen des Primers und dem Beginn des Aufbringens
der Aquabase-Produkte betrug 50 Minuten.
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Beispiel VIII
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Das
folgende Beispiel veranschaulicht ein Verfahren zum Reparieren kleiner
Flächen
mit Lackschäden,
das z.B. in einer gewöhnlichen
Kraftfahrzeugreparaturwerkstatt (Karosseriewerkstatt) durchgeführt werden
könnte,
in der keine geeignete Wärmequelle
für die
Reparatur zur Verfügung
steht.
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Das UV-Verfahren
entsprechend der vorliegenden Erfindung
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Die
Primerzusammensetzung I von Tabelle 1 wurde auf das freigelegte
Metall eines der hergestellten Testbleche und eine kleine Fläche des
Lacks, der das freigelegte Metall umgab, in einer Trockenfilmdicke
von 100–120 μm aufgebracht.
Die Zusammensetzung wurde unter Verwendung einer qualitativ hochwertigen
Borstenbürste
für die
professio nelle Anwendung aufgebracht. Die Primerzusammensetzung
wurde dann durch Bestrahlen mit UV-Strahlung aus einer UV H253 UV-Lampe
(erhältlich
von UV Light Technologies – die
Vorrichtung umfasste eine mit Eisen dotierte Metallhalogenidlampe
(250 W) mit einem schwarzen Glasfilter und erzeugte ein UV-A-Spektrum
im Bereich von 320 nm bis 400 nm) eine Minute lang gehärtet. Der
Abstand zwischen dem Blech und der Lampe betrug 20 cm. Nach dem
Bestrahlen wurde der Primer mit dem Produkt spirit wipe P850-1402
(erhältlich
von ICI Autocolor) abgewischt, und dann wurde das Blech mit einem
P360 Sandpapier geschliffen. Nach dem Schleifen betrug die Dicke
des Primerfilms auf dem freigelegten Metall etwa 100 μm und der Übergang
vom Primer zum umgebenden Lack war eben.
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100
Gewichtsteile des Produktes Aquabase medium coarse aluminium basic
P968-9987 wurden mit 10,3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
additive activator P935-2018 und 3 Gewichtsteilen des Produktes
Aquabase thinner P275-366 (alle erhältlich von ICI Autocolor) vermischt.
Das Gemisch wurde auf jedes der Bleche aufgebracht, wobei ein Film
mit einer Dicke von 12–15 μm erhalten
wurde. Das Blech wurde dann mit einem P190-670 Klarlack (erhältlich von
ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben) beschichtet
und über
Nacht bei Umgebungstemperatur getrocknet. Das Aussehen des Bleches
wurde in wöchentlichen
Abständen
genau untersucht. Der Glanz und die Bildspiegelung an der Oberfläche waren
hervorragend und es war nicht möglich,
zu bestimmen, ob eine Reparatur durchgeführt worden war. Die Zeitspanne zwischen
dem Aufbringen des Primers und dem Beginn des Aufbringens der Aquabase-Produkte
betrug 13 Minuten.
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Herkömmliches
Verfahren
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Das
Produkt IK Etch Primer Aerosol P565-908 (erhältlich von ICI Autocolor, verwendet
wie im Produktdatenblatt angegeben) wurde durch Aufsprühen auf
das freigelegte Metall eines der hergestellten Testbleche und eine
kleine Fläche
des Lacks, der das freigelegte Metall umgab, in einer Trockenfilmdicke
von 20–25 μm aufgebracht.
5 Minuten später
wurde das Produkt Fast Hi-build Filler/Surfacer P565-481 (erhältlich von
ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben) auf
einer geringfügig
größeren Fläche in einer
Filmdicke von 100–120 μm aufgebracht.
Es wurden 3 Beschichtungen aufgebracht, und zwischen jedem Beschichtungsvorgang
wurde 3 Minuten lang gewartet, um das Lösungsmittel der Beschichtungszusammensetzung
zu verdunsten. Das Blech wurde 4 Stunden lang bei Umgebungstemperatur
getrocknet und dann mit einem P360 Sandpapier geschliffen. Nach
dem Schleifen betrug die Dicke des Primerfilms auf dem freigelegten
Metall etwa 100 um und der Übergang
vom Primer zum umgebenden Lack war eben.
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100
Gewichtsteile des Produktes Aquabase medium coarse aluminium basic
P968-9987 wurden mit 10,3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
activator P935-2018 und 3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
additive thinner P275-366 (alle erhältlich von ICI Autocolor) vermischt.
Das Gemisch wurde auf jedes der Bleche aufgebracht, wobei ein Film
mit einer Dicke von 12–15 μm erhalten
wurde. Das Blech wurde dann mit einem P190-670 Klarlack (erhältlich von
ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben) beschichtet
und 30 Minuten lang auf eine Temperatur von 60°C erwärmt. Das Aussehen des Bleches
wurde in wöchentlichen
Abständen
genau untersucht. Der Glanz und die Bildspiegelung an der Oberfläche waren
hervorragend und es war nicht möglich,
zu bestimmen, ob eine Reparatur durchgeführt worden war. Die Zeitspanne
zwischen dem Aufbringen des Primers und dem Beginn des Aufbringens
der Aquabase-Produkte betrug 260 Minuten.
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Beispiel IX
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Die
Filmeigenschaften der Reparaturbeschichtungen, die entsprechend
der vorliegenden Erfindung hergestellt worden waren, wurden wie
folgt ermittelt.
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A. Haftung und Beständigkeit
gegenüber
Feuchtigkeit auf galvanisiertem Stahl
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Vier
galvanisierte Stahlbleche wurden leicht mit einem P120 Sandpapier
geschliffen und dann mit Lackbenzin abgewischt. Zwei der Bleche
wurden dann mit 20–25 μm des chromatfreien
Epoxyhaftprimers P565-895 (erhältlich
von ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben)
und danach mit 100–120 μm des Produktes
primer filler/surfacer P565-481 (erhältlich von ICI Autocolor, verwendet
wie im Produktdatenblatt angegeben) beschichtet. Die Bleche wurden
30 Minuten lang auf eine Temperatur von 60°C erwärmt und dann mit einem P360
Sandpapier geschliffen.
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100
Gewichtsteile der Primerzusammensetzung I von Tabelle 1 wurden mit
10 Gewichtsteilen Aceton vermischt. Das Gemisch wurde dann durch
Aufsprühen
auf die anderen Bleche in einer Trockenfilmdicke von 100–120 μm aufgebracht.
Die Primerzusammensetzung wurde 2 Minuten lang durch Bestrahlen
mit UV-Strahlung aus einem Phillips HB171 Gesichtsbräuner gehärtet. Der
Abstand zwischen dem Blech und der Lampe betrug 10 cm. Nach dem
Bestrahlen wurde der Primer mit dem Produkt spirit wipe P850-1402
(erhältlich
von ICI Autocolor) abgewischt und dann mit einem P360 Sandpapier
geschliffen.
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100
Gewichtsteile des Produktes Aquabase medium coarse aluminium basic
P968-9987 wurden mit 10,3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
activator P935-2018 und 3 Gewichtsteilen des Produktes Aquabase
additive thinner P275-366 (alle erhältlich von ICI Autocolor) vermischt.
Das Gemisch wurde auf jedes der Bleche aufgebracht, wobei ein Film
mit einer Dicke von 12–15 μm erhalten
wurde. Die Bleche wurden dann mit einem P190-670 Klarlack (erhältlich von
ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben) beschichtet.
Alle Bleche sahen hervorragend aus und eine Veränderung des Aussehens innerhalb
eines Monats konnte nicht festgestellt werden. Dann wurde einen
Tag, eine Woche und einen Monat nach dem Beschichten die Kreuzschnitt-Haftfestigkeit gemäß ASTM D3359
bestimmt, wobei eines der Bleche, die mit jedem Primer beschichtet
worden waren, verwendet wurde. Die anderen Bleche wurden eine Woche
lang bei Raumtemperatur stehengelassen und dann 10 Tage lang in
Wasser mit einer Temperatur von 38°C eingetaucht. Das Aussehen
und die Kreuzschnitt-Haftfestigkeit wurden bestimmt, nachdem die
Bleche 3, 7 und 10 Tage lang eingetaucht worden waren. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 2 angegeben.
-
-
Die
Ergebnisse zeigen, dass die Leistungsfähigkeit des mit UV-Strahlung
gehärteten
Primers ohne einen separaten Haftprimer mindestens so gut wie die
Leistungsfähigkeit
des herkömmlichen
Primers mit dem Haftprimer ist.
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B. Haftung und Beständigkeit
gegenüber
Feuchtigkeit auf freigelegtem Stahl
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Vier
kaltgewalzte Stahltestbleche wurden leicht mit einem P120 Sandpapier
geschliffen und dann mit Lackbenzin abgewischt. Zwei der Bleche
wurden dann mit 20–25 μm des chromatfreien Ätzprimers
P565-713 (erhältlich
von ICI Autocolor, verwendet wie im Produktdatenblatt angegeben)
und danach mit 100–120 μm des Produktes
Fast Hi-build Filler/Surfacer P565-888 (erhältlich von ICI Autocolor, verwendet
wie im Produktdatenblatt angegeben) beschichtet. Die Bleche wurden
30 Minuten lang auf eine Temperatur von 60°C erwärmt und dann mit einem P360
Sandpapier geschliffen.
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100
Gewichtsteile der Primerzusammensetzung III von Tabelle 1 wurden
mit 10 Gewichtsteilen Aceton vermischt. Das Gemisch wurde dann durch
Aufsprühen
auf die anderen Bleche in einer Trockenfilmdicke von 100–120 μm aufgebracht.
Die Primerzusammensetzung wurde 2 Minuten lang durch Bestrahlen
mit UV-Strahlung aus einem Phillips HB171 Gesichtsbräuner gehärtet. Der
Abstand zwischen dem Blech und der Lampe betrug 10 cm. Nach dem
Bestrahlen wurde der Primer mit dem Produkt spirit wipe P850-1402
(erhältlich
von ICI Autocolor) abgewischt und dann mit einem P360 Sandpapier
geschliffen.
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4
Volumenteile des Produktes 2K Super White Basic P425-900 wurden
mit 2 Volumenteilen des Produktes Standard Medium Temperature Hardener
P210-770 aktiviert und mit 0,5 Volumenteilen des Produktes Low VOC
Medium Thinner P850-1693 (alle erhältlich von ICI Autocolor) verdünnt. Das
Gemisch wurde auf alle Bleche aufgebracht, wobei eine Filmdicke
von etwa 50 μm
erhalten wurde. Alle Bleche sahen hervorragend aus und eine Veränderung
des Aussehens innerhalb eines Monats konnte nicht festgestellt werden.
Dann wurde einen Tag, eine Woche und einen Monat nach dem Beschichten
die Kreuzschnitt-Haftfestigkeit gemäß ASTM D3359 bestimmt, wobei
eines der Bleche, die mit jedem Primer beschichtet worden waren,
verwendet wurde. Die anderen Bleche wurden eine Woche lang bei Raumtemperatur
stehengelassen und dann 10 Tage lang in Wasser mit einer Temperatur
von 38°C
eingetaucht. Das Aussehen und die Kreuzschnitt-Haftfestigkeit wurden
bestimmt, nachdem die Bleche 3, 7 und 10 Tage lang eingetaucht worden
waren. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
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-
Die
Ergebnisse zeigen, dass die Leistungsfähigkeit des mit UV-Strahlung
gehärteten
Primers ohne einen separaten Haftprimer mindestens so gut wie die
Leistungsfähigkeit
des herkömmlichen
Primers mit dem Haftprimer ist.