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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Polymorph von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
mit der Formel (I):
das ein PXRD-Diagramm im
wesentlichen gemäß der im
folgenden angegebenen Festlegung aufweist.
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Wie
detailliert in WO 01/27113 angegeben, ist 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
ein stark wirksamer und selektiver cGMP-PDE5-Inhibitor
und bei der Behandlung von u. a. männlicher erektiler Dysfunktion
besonders verwendbar.
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Für eine erfolgreiche
Verwendbarkeit in der pharmazeutischen Industrie ist entscheidend,
dass die physikochemischen Eigenschaften eines aktiven Materials
durchgängig
während
der notwendigen Prozesse während
sowohl dessen Herstellung als auch dessen pharmazeutischer Verarbeitung sowie
während
dessen Transports, Lagerung und schließlich therapeutischer Verwendung
entweder bekannt sind oder einigermaßen vorhergesagt werden können. In
einigen Fällen
können
Verbindungen gewünschte
medizinische Eigenschaften zeigen, die nicht direkt in eine geeignete
pharmazeutische Zusammensetzung übertragen
werden können, da
die aktive Verbindung selbst unzureichende physikalische Eigenschaften,
beispielsweise schlechte chemische oder Verarbeitungseigenschaften,
besitzt. Als solche sind stabile kristalline Materialien zur Verwendung in
der pharmazeutischen Industrie hoch erwünscht, da kristalline Materialien
allgemein stabiler als deren amorphe Gegenstücke sind, sie eine abgegrenzte
Struktur aufweisen, die reproduzierbar durch Röntgenbeugung, die zur Identifizierung
des Vorhandenseins einer speziellen polymorphen Form verwendet werden
kann, charakterisiert werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung stellt die Kristallstruktur von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin bereit.
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Das
hier definierte kristalline Material von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
kann auch als nicht-solvatisiertes Produkt von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
bezeichnet werden, wobei das hier definierte nicht-solvatisierte
Produkt ein Produkt bedeutet, das im wesentlichen kein zurückbehaltenes
Lösemittel
in dem Kristallgitter gebunden oder in sonstiger Weise in den Kristallen
eingefangen oder in die Kristalle eingebracht aufweist. Auf der
Oberfläche
des Kristallgitters zurückbehaltenes
Lösemittel
wird von der Definition des zurückbehaltenen
Lösemittels
nicht umfasst, obwohl das kristalline Material der vorliegenden
Erfindung vorzugsweise kein Lösemittel
auf der Oberfläche zurückbehält. Das
hier definierte "im
wesentlichen kein zurückbehaltenes
Lösemittel" bedeutet, dass weniger als
1%, zweckmäßigerweise
weniger als etwa 0,85%, vorzugsweise weniger als etwa 0,3% und insbesondere 0
bis 0,25% insgesamt zurückbehaltenes
Lösemittel
in der Kristallgitterstruktur vorhanden oder in den Kristallen eingefangen
ist.
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Die
Kristalle von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
mit dem im folgenden angegebenen XRD-Diagramm besitzen einen hohen
Schmelzpunkt, und frühe
Untersuchungen zeigen, dass sie nicht-hygroskopisch sind, stabil
sind und gute Formulierungseigenschaften aufweisen.
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Die
Herstellung von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
der Formel (I) gemäß der vorliegenden
Erfindung kann wie im Beispiel und den folgenden Herstellungsabschnitten
erläutert
durchgeführt
werden.
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Das
XRD-Diagramm von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
der Formel (I) kann gemäß dem im
folgenden detailliert angegebenen Verfahren charakterisiert werden.
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Röntgenbeugung
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Das
Einkristall-Röntgenbeugungs(XRD)diagramm
für 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
mit Fp 162–165°C (das nach
dem Verfahren von Beispiel 1 hergestellt wurde) wurde durch Einkristall-Rönt genbeugung
bestimmt. Ein repräsentativer
Kristall wurde vermessen und ein 1-Å-Datensatz (Maximum sinΘ/λ = 0,5) wurde
auf einem Siemens R4RA/v-Diffraktometer gewonnen. Die Atomstreufaktoren wurden
den International Tables for X-Ray Crystallography (International
Tables for X-Ray Crystallography, Band IV, S. 55, 99, 149 Birmingham:
Kynoch Press, 1974) entnommen. Alle kristallographischen Berechnungen
wurden durch das SHELXTL-System (G. M. Sheldrick, SHELXTL, User
Manual, Nicolet Instruments Co., 1981) ermöglicht. Alle Diffraktometerdaten
wurden bei Raumtemperatur gewonnen.
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Das
Pulversimulation-Röntgenbeugungs(PXRD)diagramm
(das in Tabelle 1 für
Intensitäten über 1% angegeben
ist) wurde aus Einkristalldaten unter Verwendung des Cerius2 Diffraction-Crystal Module unter Verwendung
der Strahlung = 1,54178 Å mit
einem 0,5-Polarisationsfaktor und ohne Monochromator erzeugt. Die Kristallgröße wurde
als 500 × 500 × 500 Å3 mit Lorentz-Peakform angenommen. Beugungspeaks
wurden über den
2Θ-Winkelbereich
von 2–55° simuliert.
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Die
kristallographischen Berechnungen (Intensitätsberechnungen) wurden durch
Verwendung des SHELXTL-Systems (G. M. Sheldrick, SHELXTL, User Manual,
Nicolet Instrument Co., 1981) ermöglicht. Der R-Index am Ende
betrug 4,60%.
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Die
Hauptpeaks (in Θ-Graden)
des simulierten PXRD-Diagramms sind in Tabelle I erläutert. Die
hier definierten "Hauptpeaks" sind alle Peaks
mit einer Intensität über 1%.
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Daher
erfolgt durch die vorliegende Erfindung die Bereitstellung von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin-Material
mit einem PXRD-Diagramm
im wesentlichen gemäß der Festlegung
in Tabelle 1, wenn es nach dem im vorhergehenden beschriebenen Verfahren
ermittelt wurde.
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Wie
dem erfahrenen Kristallographen klar ist, können die relativen Intensitäten der
verschiedenen Peaks in Tabelle 1 zwar aufgrund einer Zahl von Faktoren,
beispielsweise Ausrichtungswirkungen von Kristallen im Röntgenstrahl
oder der Reinheit des einer Analyse unterzogenen Materials oder
des Kristallinitätsgrads der
Probe, variieren, doch bleiben die Peakpositionen im wesentlichen
wie in der Tabelle festgelegt.
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Dem
erfahrenen Kristallographen ist auch klar, dass Messungen unter
Verwendung einer unterschiedlichen Wellenlänge zu unterschiedlichen Verschiebungen
entsprechend der Bragg-Gleichung – nλ = 2dsinΘ – führen.
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Derartige
weitere PXRD-Diagramme von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin,
die durch Verwendung alternativer Wellenlängen erzeugt wurden, werden
als alternative Darstellungen des PXRD-Diagramms des kristallinen
Materials der vorliegenden Erfindung betrachtet und liegen als solche
innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung.
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Die
gleiche Verbindung, die durch das in Tabelle 1 beschriebene XRD-Diagramm
festgelegt ist, kann, wenn sie auf alternativen Wegen (die detailliert
in dem folgenden Absatzbeispiel angegeben sind) hergestellt wurde,
einen Schmelzpunkt im Bereich von 155–165°C (Messung unter Verwendung
eines Perkin Elmer DSC7/TGA7 mit einer Heizrate von 20°C/min) aufweisen.
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Experimente
zeigen, dass die hier definierte kristalline Verbindung dazu tendiert,
in einer Polymorphform, die im vorhergehenden detailliert angegeben
und im folgenden durch Beispiele angegeben wird, zu existieren.
Monomorphe Verbindungen sind für
pharmazeutische Zwecke besonders erwünscht.
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Die
kristalline Verbindung der vorliegenden Erfindung, die im folgenden
als "die Verbindung" bezeichnet wird,
kann allein verabreicht werden, wird jedoch bei einer humanen Therapie
allgemein im Gemisch mit einem geeigneten pharmazeutischen Streckmittel,
Verdünnungsmittel
oder Träger,
die im Hinblick auf den geplanten Verabreichungsweg und die pharmazeutische
Standardpraxis gewählt
sind, verabreicht.
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Beispielsweise
kann die Verbindung oral, bukkal oder sublingual in der Form von
Tabletten, Kapseln (einschließlich
von Softgelkapseln), Ovula, Elixieren, Lösungen oder Suspensionen, die
Aromatisierungs- oder Färbemittel
enthalten können,
zur sofortigen, verzögerten,
modifizierten oder gesteuerten Freisetzung, wie Anwendungen mit
nachhaltiger, zweifacher oder stoßweiser Abgabe, verabreicht
werden. Die Verbindung kann auch durch intrakavernöse Injektion
verabreicht werden. Die Verbindung kann auch durch sich schnell
dispergierende oder schnell lösende
Dosierungsformen oder in der Form einer Dispersion hoher Energie
oder als beschichtete Teilchen verabreicht werden. Geeignete pharmazeutische
Formulierungen der Verbindung können
nach Wunsch in beschichteter oder unbeschichteter Form sein.
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Derartige
Tabletten können
Streckmittel, wie mikrokristalline Cellulose, Lactose, Natriumcitrat,
Calciumcarbonat, Calciumdihydrogenphosphat, Glycin und Stärke (vorzugsweise
Mais-, Kartoffel- oder Tapiokastärke),
den Zerfall fördernde
Mittel, wie Natriumstärkeglykolat,
Croscarmellosenatrium und bestimmte komplexe Silicate, und Granulationsbindemittel,
wie Polyvinylpyrrolidon, Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC), Hydroxypropylcellulose
(HPC), Saccharose, Gelatine und Akaziengummi, enthalten. Ferner
können
Gleitmittel, wie Magnesiumstearat, Stearinsäure, Glycerylbehenat und Talkum,
eingearbeitet werden.
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Feste
Zusammensetzungen einer ähnlichen
Art können
auch als Füllstoffe
in Gelatinekapseln verwendet werden. Bevorzugte Streckmittel in
dieser Hinsicht umfassen Lactose, Stärke, eine Cellulose, Milchzucker oder
Polyethylenglykole mit hohem Molekulargewicht. Für wässrige Suspensionen und/oder
Elixiere kann die Verbindung mit verschiedenen Süßungs- oder Aromatisierungsmitteln, Färbematerial
oder Farbstoffen, mit Emulgatoren und/oder Suspendiermitteln und
mit Verdünnungsmitteln,
wie Wasser, Ethanol, Propylenglykol und Glycerin, und Kombinationen
derselben kombiniert werden.
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Dosierungsformen
mit modifizierter Freisetzung und stoßweiser Freisetzung können Streckmittel
wie die für
Dosierungsformen mit unmittelbarer Freisetzung detailliert angegebenen
zusammen mit weiteren Streckmitteln, die als Modifizierungsmittel
der Freisetzungsrate fungieren, enthalten, wobei diese auf den Körper der
Vorrichtung aufgetragen und/oder in diesem enthalten sind. Modifizierungsmittel
der Freisetzungsrate umfassen, ohne hierauf ausschließlich beschränkt zu sein,
Hydroxypropylmethylcellulose, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose,
Ethylcellulose, Celluloseacetat, Polyethylenoxid, Xanthangummi,
Carbomer, Ammoniomethacrylat-Copolymer, gehärtetes Rizinusöl, Carnaubawachs,
Paraffinwachs, Celluloseacetatphthalat, Hydroxypropylmethylcellulosephthalat,
ein Methacrylsäure-Copolymer
und Gemische derselben. Dosierungsformen mit modifizierter Freisetzung
und stoßweiser
Freisetzung können
ein die Freisetzungsrate modifizierendes Streckmittel oder eine
Kombination derselben enthalten. Die Freisetzungsrate modifizierende Streckmittel
können
sowohl in der Dosierungsform, d. h. in der Matrix, und/oder auf
der Dosierungsform, d. h. auf der Oberfläche oder Beschichtung, vorhanden
sein.
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Sich
schnell dispergierende oder auflösende
Dosierungsformulierungen (FDDFs) können die folgenden Bestandteile
enthalten: Aspartam, Acesulfamkalium, Citronensäure, Cros carmellosenatrium,
Crospovidon, Diascorbinsäure,
Ethylacrylat, Ethylcellulose, Gelatine, Hydroxypropylmethylcellulose,
Magnesiumstearat, Mannit, Methylmethacrylat, Minzearoma, Polyethylenglykol,
Quarzglas, Siliciumdioxid, Natriumstärkeglykolat, Natriumstearylfumarat,
Sorbit, Xylit. Die hier zur Beschreibung von FDDFs verwendeten Ausdrücke "dispergierend oder
auflösend" sind von der Löslichkeit
der verwendeten Arzneimittelsubstanz abhängig, d. h. wenn die Arzneimittelsubstanz
unlöslich
ist, kann eine sich schnell dispergierende Dosierungsform hergestellt werden,
und wenn die Arzneimittelsubstanz löslich ist, kann eine sich schnell
auflösende
Dosierungsform hergestellt werden.
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Die
Verbindung kann auch parenteral, beispielsweise intrakavernös, intravenös, intraarteriell,
intraperitoneal, intrathekal, intraventrikulär, intraurethral, intrasternal,
intrakranial, intramuskulär
oder subkutan, verabreicht werden, oder sie kann durch die Techniken
einer Infusion oder nadelfreien Injektion verabreicht werden. Für eine derartige
parenterale Verabreichung wird sie am besten in der Form einer sterilen
wässrigen
Lösung,
die weitere Substanzen, beispielsweise genügend Salze oder Glucose, um
die Lösung
mit Blut isotonisch zu machen, enthalten kann, verwendet. Die wässrigen
Lösungen
können,
falls notwendig, in geeigneter Weise gepuffert (vorzugsweise auf
einen pH-Wert von 3 bis 9) sein. Die Herstellung geeigneter parenteraler Formulierungen
unter sterilen Bedingungen wird ohne weiteres durch einem Fachmann
bekannte pharmazeutische Standardverfahren durchgeführt.
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Zur
oralen und parenteralen Verabreichung an humane Patienten beträgt die Tagesdosismenge
der Verbindung üblicherweise
10 bis 500 mg (in einer Einzeldosis oder Teildosen).
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Daher
können
beispielsweise Tabletten oder Kapseln der Verbindung 5 mg bis 250
mg der aktiven Verbindung zur Verab reichung von einer einzelnen
oder ggf. zwei oder mehreren gleichzeitig enthalten. Der Arzt bestimmt
in jedem Fall die aktuelle Dosierung, die für einen individuellen Patienten
am geeignetsten ist, und diese variiert mit dem Alter, Gewicht und
Ansprechen des speziellen Patienten. Die obigen Dosierungen sind Beispiele
für den
durchschnittlichen Fall. Es können
natürlich
individuelle Bedingungen vorliegen, die höhere oder niedrigere Dosierungsbereiche
verlangen, und diese liegen im Schutzumfang dieser Erfindung. Dem Fachmann
ist auch klar, dass bei der Behandlung bestimmter Zustände (die
MED und FSD umfassen) die Verbindung als Einzeldosis auf der Basis "nach Bedarf" (d. h. wie benötigt oder
gewünscht)
genommen werden kann.
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Beispiel einer
Tablettenformulierung
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Im
allgemeinen kann eine Tablettenformulierung typischerweise zwischen
etwa 0,01 mg und 500 mg der Verbindung enthalten, während die
Tablettenfüllgewichte
im Bereich von 50 mg bis 1000 mg liegen können. Eine Beispielformulierung
für eine
Tablette von 10 mg wird angegeben:
| Bestandteil | Gew.-% |
| Freie
Säure,
freie Base oder Salz der Verbindung | 10,000 |
| Lactose | 64,125 |
| Stärke | 21,375 |
| Croscarmellosenatrium | 3,000 |
| Magnesiumstearat | 1,500 |
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Die
Tabletten werden durch ein Standardverfahren, beispielsweise ein
direktes Kompressionsverfahren oder ein Nass- oder Trockengranulationsverfahren,
hergestellt. Tablettenkerne können
mit geeigneten Überzügen beschichtet werden.
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Die
Verbindung kann auch intranasal oder durch Inhalation verabreicht
werden und sie wird bequem in der Form einer Trockenpulverinhalationsvorrichtung
oder einer Aerosolspraydarreichung von einem Druckbehälter, einer
Pumpe, einem Spray oder einer Vernebelungsvorrichtung unter Verwendung
eines geeigneten Treibmittels, beispielsweise Dichlordifluormethan,
Trichlorfluormethan, Dichlortetrafluorethan, ein Hydrofluoralkan,
wie 1,1,1,2-Tetrafluorethan (HFA 134A [Marke] oder 1,1,1,2,3,3,3-Heptafluorpropan
(HFA 227EA [Marke], Kohlendioxid oder ein anderes geeignetes Gas,
abgegeben. Im Falle eines druckbeaufschlagten Aerolsols kann die
Dosierungseinheit durch Anbringen eines Ventils zur Abgabe einer
abgemessenen Menge bestimmt werden. Der Druckbehälter, die Pumpe, das Spray
oder die Vernebelungsvorrichtung kann eine Lösung oder Suspension der aktiven
Verbindung, beispielsweise unter Verwendung eines Gemischs aus Ethanol
und dem Treibmittel als Lösemittel,
die ferner ein Gleitmittel, beispielsweise Sorbitantrioleat, enthalten
kann, enthalten. Kapseln und Kartuschen (die beispielsweise aus
Gelatine bestehen) zur Verwendung in einer Inhalationsvorrichtung
oder Insufflationsvorrichtung können
so formuliert werden, dass sie ein Pulvergemisch aus einer Verbindung
gemäß der Erfindung
und einer geeigneten Pulverbasis, wie Lactose oder Stärke, enthalten.
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Aerosol-
oder Trockenpulverformulierungen sind vorzugsweise so angeordnet,
dass jede abgemessene Dosis oder jeder "Stoß" 1 bis 50 mg einer
Verbindung der Erfindung zur Abgabe an den Patienten enthält. Die
Gesamttagesdosis bei einem Aerosol liegt im Bereich von 1 bis 50
mg, die in einer Einzeldosis oder üblicher in Teildosen über den
Tag verabreicht werden kann.
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Die
Verbindung kann auch zur Abgabe über
eine Zerstäubungs vorrichtung
formuliert werden. Formulierungen für Zerstäubungsvorrichtungen können die
folgenden Bestandteile als Solubilisierungsmittel, Emulgatoren oder
Suspendiermittel enthalten: Wasser, Ethanol, Glycerin, Propylenglykol,
Polyethylenglykole mit niedrigem Molekulargewicht, Natriumchlorid,
Fluorkohlenstoffe, Polyethylenglykolether, Sorbitantrioleat, Ölsäure.
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Alternativ
kann die Verbindung in der Form eines Suppositoriums oder Pessars
verabreicht werden, oder sie kann topisch in der Form eines Gels,
Hydrogels, einer Lotion, Lösung,
Creme, eines Einreibemittels oder eines stäubenden Puders appliziert werden.
Die Verbindung kann auch dermal verabreicht werden. Die Verbindung
kann auch transdermal, beispielsweise durch die Verwendung eines
Hautpflasters, verabreicht werden. Die Verbindung kann auch auf
Okularen, pulmonalen oder rektalen Wegen verabreicht werden.
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Zur
ophthalmologischen Verwendung kann die Verbindung als mikronisierte
Suspensionen in isotonischer steriler Kochsalzlösung mit eingestelltem pH-Wert
oder vorzugsweise als Lösungen
in isotonischer steriler Kochsalzlösung mit eingestelltem pH-Wert,
optional im Kombination mit einem Konservierungsmittel, wie Benzylalkoniumchlorid,
formuliert werden. Alternativ kann die Verbindung in einem Einreibemittel,
wie Petrolatum, formuliert werden.
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Zur
topischen Applikation auf die Haut kann die Verbindung der Erfindung
als ein geeignetes Einreibemittel, das die aktive Verbindung in
beispielsweise einem Gemisch mit einem oder mehreren der folgenden Bestandteile:
Mineralöl,
flüssiges
Petrolatum, weißes
Petrolatum, Propylenglykol, eine Polyoxyethylenpolyoxypropylenverbindung,
emulgierendes Wachs und Wasser, suspendiert oder gelöst enthält, formuliert
werden. Alternativ kann sie als geeignete Lotion oder Creme, die
in beispielsweise einem Gemisch von einem oder mehreren der folgenden
Bestandteile: Mineralöl,
Sorbitanmonostearat, ein Polyethylenglykol, flüssiges Paraffin, Polysorbat
60, Cetylesterwachs, Cetearylalkohol, 2-Octyldodecanol, Benzylalkohol
und Wasser, suspendiert oder gelöst
ist, formuliert werden.
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Die
Verbindung kann auch in Kombination mit einem Cyclodextrin verwendet
werden. Es ist bekannt, dass Cyclodextrine mit Arzneimittelmolekülen Einschluss-
und Nichteinschlusskomplexe bilden. Die Bildung eines Arzneimittel-Cyclodextrin-Komplexes
kann die Löslichkeit,
Auflöserate,
biologische Verfügbarkeit und/oder
Stabilitätseigenschaft
eines Arzneimittelmoleküls
modifizieren. Arzneimittel-Cyclodextrin-Komplexe sind
allgemein für
die meisten Dosierungsformen und Verabreichungswege verwendbar.
Als Alternative für eine
direkte Komplexierung mit dem Arzneimittel kann das Cyclodextrin
als Hilfsadditiv, beispielsweise als Träger, Verdünnungsmittel oder Solublisierungsmittel,
verwendet werden. Alpha-, beta- und gamma-Cyclodextrine werden am
häufigsten
verwendet, und geeignete Beispiele sind in WO-A-91/11172, WO-A-94/02518
und WO-A-98/55148 beschrieben.
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Allgemein
ist bei Menschen eine orale Verabreichung der Verbindung der bevorzugte
Weg, wobei er der bequemste ist und beispielsweise bei MED die bekannten
Nachteile, die mit intrakavernöser
(i. c.) Verabreichung verbunden sind, vermeidet. Ein bevorzugtes
orales Dosierungsprotokoll bei MED für einen typischen Mann beträgt 25 bis
250 mg der Verbindung, wenn sie benötigt wird. In Fällen, in
denen der Empfänger
an einer Schluckstörung
oder einer Beeinträchtigung
der Arzneimittelabsorption nach einer oralen Verabreichung leidet,
kann das Arzneimittel parenteral, sublingual oder bukkal verabreicht
werden.
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Zur
veterinärmedizinischen
Verwendung wird die Verbindung oder ein veterinärmedizinisch akzeptables Salz
derselben oder ein veterinärmedizinisch
akzeptables Solvat oder eine veterinärmedizinisch akzeptable Prodrug
derselben als geeignete akzeptable Formulierung gemäß normaler
veterinärmedizinischer
Praxis verabreicht, und der Tierarzt bestimmt das Dosierungsprotokoll
und den Vrabreichungsweg, die für
ein spezielles Tier am geeignetsten sind.
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Daher
erfolgt durch die Erfindung die Bereitstellung einer pharmazeutischen
Zusammensetzung, die die kristalline Verbindung der vorliegenden
Erfindung zusammen mit einem pharmazeutisch akzeptablen Verdünnungsmittel
oder Träger
umfasst.
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Sie
stellt ferner eine veterinärmedizinische
Formulierung bereit, die die kristalline Verbindung der vorliegenden
Erfindung zusammen mit einem veterinärmedizinisch akzeptablen Verdünnungsmittel
oder Träger umfasst.
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Das
hier definierte kristalline Material kann gemäß den folgenden Herstellungsbeispielen
und Beispielen hergestellt werden.
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Herstellung
von Ausgangsmaterialien für
Beispiel 1
Herstellungsbeispiel 1
N-[3-Carbamoyl-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-4-yl]-2-ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinamid
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(a) 2-Hydroxy-5-sulfonicotinsäure
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2-Hydroxynicotinsäure (27
kg, 194,2 mol) wurde portionsweise zu 30%-igem Oleum (58,1 kg) bei
50°C während 1
h gegeben. Dies ergab eine exotherme Reaktion auf 82°C. Das Reaktionsgemisch
wurde weiter auf 140°C
erhitzt. Nach dem Beibehalten dieser Temperatur während 12
h wurde der Reaktorinhalt auf 15°C
gekühlt
und filtriert. Der Filterkuchen wurde dann mit Aceton (33 kg) bei
Raumtemperatur erneut aufgeschlämmt, filtriert
und getrocknet, wobei die Titelverbindung (35,3 kg, 83%) als weißer Feststoff
erhalten wurde. Zersetzungspunkt 273°C. δ (DMSOd6):
7,93 (1H, d), 8,42 (1H, d). m/z (Gefunden: 220 [M + H]+,
100%. C6H6NO6S erfordert 220,17).
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(b) Ethyl-2-hydroxy-5-sulfonicotinoat
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2-Hydroxy-5-sulfonicotinsäure (500
g, 2,28 mol) wurde unter Rühren
in Ethanol (2,5 l) gelöst
und auf 80°C
erhitzt. Nach 30 min wurden 0,5 l des Lösemittels abdestilliert, dann
durch frisches Ethanol (0,5 l) ersetzt und erneut auf 80°C gebracht.
Nach weiteren 60 min wurde 1,0 l des Lösemittels abdestilliert, dann
durch frisches Ethanol (1,0 l) ersetzt und erneut auf 80°C gebracht.
Nach weiteren 60 min wurde 1,0 l des Lösemittels abdestilliert, das
Reaktionsgemisch auf 22°C
gekühlt
und 16 h gerührt.
Das ausgefallene Produkt wurde abfiltriert, mit Ethanol (0,5 l)
gewaschen und bei 50°C
unter Vakuum getrocknet, wobei die Titelverbindung (416 g, 74%)
als weißer
Feststoff erhalten wurde. Zersetzungspunkt 237°C. δ (DMSOd6):
1,25 (3H, t), 4,19 (2 H, q), 7,66 (1H, d), 8,13 (1H, d). m/z (Gefunden:
248 [M + H]+, 100%. C8H10NO6S erfordert
248,22).
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(c) Ethyl-2-chlor-5-chlorsulfonicotinoat
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Ethyl-2-hydroxy-5-sulfonicotinoat
(24,7 g, 0,1 mol) wurde unter Rühren
in Thionylchlorid (238 g, 2,0 mol) und Dimethylformamid (1,0 ml)
aufgeschlämmt.
Das Reaktionsgemisch wurde dann 2,5 h auf Rückflusstemperatur erhitzt.
Die Masse des Thionylchlorids wurde unter Vakuum entfernt, wobei
verbliebenes Thionylchlorid mit einem Toluolazeotrop entfernt wurde,
wobei die rohe Titelverbindung (30,7 g, 108%) als gelbes Öl erhalten
wurde. δ (CDCl3): 1,46 (3H, t), 4,50 (2H, q), 8,72 (1H,
d), 9,09 (1H, d). Dieses wurde direkt für die nächste Stufe verwendet.
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(d) Ethyl-2-chlor-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinoat
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Rohes
Ethyl-2-chlor-5-chlorsulfonicotinoat (30,7 g, 0,1 mol angenommen)
wurde unter Rühren
in Ethylacetat (150 ml) gelöst
und dann mit Eis gekühlt.
Hierzu wurde eine Lösung
von N-Ethylpiperazin (11,4 g, 0,1 mol) und Triethylamin (22,5 g,
0,22 mol) in Ethylacetat (50 ml) vorsichtig über 30 min gegeben, wobei die Innentemperatur
unter 10°C
gehalten wurde. Sobald die Zugabe beendet war, wurde das Reaktionsgemisch sich
auf 22°C
erwärmen
gelassen und 1 h gerührt.
Der Feststoff wurde abfiltriert und das verbliebene Filtrat wurde
unter Vakuum eingeengt, wobei die rohe Titelverbindung (37,1 g,
103%) als roher gelber Gummi erhalten wurde. δ (CDCl3):
1,10 (3H, t), 1,42 (3H, m), 2,50 (2H, m), 2,60 (4H, m), 3,19 (4H,
m), 4,43 (2H, q), 8,40 (1H, d), 8,80 (1H, d). m/z (Gefunden: 362
[M + H]+, 100%. C14H21ClN3O4S
erfordert 362,85).
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(e) Ethyl-2-ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinoat
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Eine
Lösung
von Ethyl-2-chlor-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinoat (36,1
g, 0,1 mol) in Ethanol (180 ml) wurde unter Rühren auf 10°C gekühlt. Natriumethoxid (10,2 g,
0,15 mol) wurde portionsweise zugegeben, wobei die Temperatur unter
20°C gehalten
wurde. Das Reaktionsgemisch wurde dann 18 h bei Umgebungstemperatur
gerührt.
Der Niederschlag wurde abfiltriert und Wasser (180 ml) wurde zu
dem Filtrat gegeben. Das Filtrat wurde dann 1 h auf 40°C erhitzt.
Ethanol (180 ml) wurde dann bei Umgebungsdruck abdestilliert, und
die verbliebene wässrige
Lösung
wurde sich auf Umgebungstemperatur abkühlen gelassen. Das ausgefallene
Produkt wurde dann abfiltriert, mit Wasser gewaschen und unter Vakuum
bei 50°C
getrocknet, wobei die Titelverbindung (12,6 g, 34%) als hellbrauner
Feststoff erhalten wurde. Fp 66–68°C. δ (CDCl3): 1,04 (3H, t), 1,39 (3H, t), 1,45 (3H,
t), 2,41 (2H, q), 2,52 (4H, m), 3,08 (4H, m), 4,38 (2H, q), 2,57
(2H, q), 8,38 (1H, d), 8,61 (1H, d). m/z (Gefunden: 372 [M + H]+, 100%. C16H26N3O5S
erfordert 372,46).
-
(f) 2-Ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinsäure
-
Ethyl-2-ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinoat
(10,2 g, 0,0275 mol) wurde in Toluol (50 ml) gelöst, und eine Lösung von
Natriumhydroxid (1,1 g, 0,0275 mol) in Wasser (20 ml) wurde zugegeben.
Dieses zweiphasige Gemisch wurde dann bei Umgebungstemperatur über Nacht
kräftig
gerührt.
Die wässrige
Phase wurde abgetrennt und durch Zugabe von konzentrierter Salzsäure auf
pH = 5,6 eingestellt. Das ausgefallene Produkt wurde 15 min unter
Eiskühlung
aufgeschlämmt,
abfiltriert, mit Wasser gewaschen und unter Vakuum bei 50°C getrocknet,
wobei die Titelverbindung (4,1 g, 43%) als weißlicher Feststoff erhalten
wurde. Fp 206–207°C. δ (CDCl3): 1,25 (3H, t), 1,39 (3H, t), 2,82 (2H,
q), 3,03 (4H, m), 3,25 (4H, m), 4,50 (2H, q), 8,25 (1H, d), 8,56
(1H, d). m/z (Gefunden: 344 [M + H]+, 100%.
C14H22N3O5S erfordert 344,38).
-
(g)
Ethyl-3-ethyl-1H-pyrazol-5-carboxylat
-
Zu
einer gerührten
Lösung
von 2,2-Dimethoxybutan (10 g, 84,7 mmol) in CH2Cl2 (50 ml) unter Stickstoffatmosphäre bei 0°C wurde Pyridin
(13,7 ml, 169,5 mmol) gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde bei 0°C gehalten,
und eine Lösung
von Trichloracetylchlorid (18,9 ml, 169,5 mmol) in CH2Cl2 (35 ml) wurde während 1 h unter konstantem
Rühren
zugegeben. Die gelborange Lösung
beginnt mit fortschreitender Reaktion einen weißen Feststoff auszuscheiden.
Das Reaktionsgemisch wird sich über
20 h auf Raumtemperatur erwärmen gelassen.
Das Reaktionsgemisch wurde mit Ethanol (150 ml) verdünnt und
erneut auf 0°C
gekühlt,
bevor es mit Hydrazinhydrat (8,2 ml, 169,5 mmol) als Lösung in
Ethanol (35 ml) während
30 min behandelt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde auf 50°C erhitzt
und das Lösemittel
wurde unter atmosphärischem
Druck abdestilliert. Die Temperatur wurde erhöht, bis die Kopftemperatur
78°C erreichte.
Das Refluxieren wurde weitere 2 h beibehalten, bevor auf Raumtemperatur
gekühlt
wurde. Das Reaktionsgemisch wurde mit Wasser (250 ml) verdünnt, und
Ethanol wurde durch Abdampfen unter vermindertem Druck entfernt.
Das gebildete Gemisch wurde mit CH2Cl2 (3 × 200
ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden getrocknet
(MgSO4), filtriert und unter vermindertem
Druck eingedampft, wobei die Titelverbindung als braunes Öl, 12,05
g, 85%, erhalten wurde.
1H-NMR (300
MHz, CDCl3): δ = 1,20 (3H, t), 1,28 (3H, t),
2,67 (2H, q), 4,29 (2H, q), 6,55 (1H, s), 12,56 (1H, s).
LRMS
m/z = 167, 1 [M – H]+, C8H12N2O2 erfordert 168,2.
-
(h)
Ethyl-3-ethyl-1H-pyrazol-5-carbonsäure
-
Eine
wässrige
Natriumhydroxidlösung
(10 M; 100 ml, 1,0 mol) wurde tropfenweise zu einer gerührten Suspension
der Titelverbindung von Herstellungsbeispiel 1(g) (66,0 g, 0,39
mol) in Methanol gegeben, und die gebildete Lösung wurde 4 h unter Rückflusskühlung erhitzt.
Das kühle
Reaktionsgemisch wurde mit vermindertem Druck auf etwa 200 ml eingeengt,
mit Wasser (200 ml) verdünnt,
und dieses Gemisch wurde mit Toluol (3 × 100 ml) gewaschen. Die gebildete
wässrige
Phase wurde mit konzentrierter Salzsäure auf einen pH-Wert von 4
angesäuert,
und der weiße
Niederschlag wurde gewonnen und durch Absaugen getrocknet, wobei
die Titelverbindung (34,1 g) erhalten wurde. δ (DMSOd6):
1,13 (3H, t), 2,56 (2H, q), 6,42 (1H, s).
-
(i) 4-Nitro-3-n-propyl-1H-pyrazol-5-carbonsäure
-
Rauchende
Schwefelsäure
(17,8 ml) wurde tropfenweise zu gerührter, eisgekühlter rauchender
Salpetersäure
(16,0 ml) gegeben, die gebildete Lösung wurde auf 50°C erhitzt,
und dann wurde 3-n-Propyl-1H-pyrazol-5-carbonsäure (Chem. Pharm. Bull., 1984,
32, 1568; 16,4 g, 0,106 mol) portionsweise über 30 min zugesetzt, während die
Reaktionstemperatur unter 60°C
gehalten wurde. Die gebildete Lösung
wurde 18 h auf 60°C
erhitzt, abkühlen
gelassen, dann auf Eis gegossen. Der weiße Niederschlag wurde gewonnen,
mit Wasser gewaschen und durch Absaugen getrocknet, wobei die Titelverbindung
(15,4 g) erhalten wurde. Fp 170–172°C. Gefun den:
C, 42,35; H, 4,56; N, 21,07. C7H9N3O4 erfordert
C, 42,21; H, 4,55; N, 21,10%. δ (DMSOd6): 0,90 (3H, t), 1,64 (2H, m), 2,83 (2H,
m), 14,00 (1H, s).
-
(j)
3-Ethyl-4-nitro-1H-pyrazol-5-carbonsäure
-
Diese
wurde aus der Titelverbindung von Herstellungsbeispiel 1(h) durch
Analogie mit dem Verfahren von Herstellungsbeispiel 1(i) als brauner
Feststoff (64%) erhalten. δ (DMSOd6): 1,18 (3H, t), 2,84 (2H, m), 13,72 (1H,
s).
-
(k) 4-Nitro-3-n-propyl-1H-pyrazol-5-carboxamid
-
Eine
Lösung
der Titelverbindung von Herstellungsbeispiel 1(i) (15,4 g, 0,077
mol) in Thionylchlorid (75 ml) wurde 3 h unter Rückflusskühlung erhitzt und dann wurde
das kühle
Reaktionsgemisch unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand
wurde mit Tetrahydrofuran (2 × 50
ml) azeotropbehandelt und anschließend in Tetrahydrofuran (50
ml) suspendiert, und dann wurde die gerührte Suspension eisgekühlt und
mit gasförmigem
Ammoniak 1 h behandelt. Wasser (50 ml) wurde zugegeben, und das
gebildete Gemisch wurde unter vermindertem Druck eingedampft, wobei
ein Feststoff erhalten wurde, der nach Verreiben mit Wasser und Trocknen
durch Absaugen die Titelverbindung (14,3 g) lieferte. Fp 197–199°C. Gefunden:
C, 42,35; H, 5,07; N, 28,38. C7H10N4O3 erfordert
C, 42,42; H, 5,09; N, 28,27%. δ (DMSOd6): 0,90 (3H, t), 1,68 (2H, m), 2,86 (2H, t),
7,68 (1H, s), 8,00 (2H, s).
-
(l)
3-Ethyl-4-nitro-1H-pyrazol-5-carboxamid
-
Dieses
wurde aus der Titelverbindung von Herstellungsbeispiel 1(j) durch
Analogie mit Herstellungsbeispiel 1(k) als weißer Feststoff (90%) erhalten. δ (DMSOd6): 1,17 (3H, t), 2,87 (2H, m), 7,40 (1H,
s), 7,60 (1H, s), 7,90 (1H, s). LRMS: m/z 185 (M + 1)+.
-
(m)(i)
5-Ethyl-1-(2-methoxyethyl)-4-nitro-1H-pyrazol-3-carboxamid
-
Ein
Gemisch aus 3-Ethyl-4-nitro-1H-pyrazol-5-carboxamid (2,5 kg, 13,6
mol), Natriumcarbonat (1,8 kg, 17,0 mol) und 2-Bromethylmethylether
(1,98 kg, 14,2 mol) in THF (22,5 l) und Wasser (2,5 l) wurde 20
h unter Rückflusskühlung erhitzt
und gerührt.
Das Gemisch wurde auf Umgebungstemperatur gekühlt und CH2Cl2 (67,5 l) und Wasser (22,5 l) wurden zugegeben.
Die gebildeten organischen und wässrigen Schichten
wurden getrennt. Die wässrige
Phase wurde mit CH2Cl2 (22,5
l) extrahiert, und die vereinigte organische Lösung wurde unter atmosphärischem
Druck destilliert und durch Ethylacetat (33 l) ersetzt, wobei ein
Endvolumen von 17 l erhalten wurde. Das gekühlte Gemisch wurde 2 h bei
Umgebungstemperatur granuliert, filtriert und mit Ethylacetat (2,5
l) gewaschen. Dies ergab 5-Ethyl-1-(2-methoxyethyl)-4-nitro-1H-pyrazol-3-carboxamid
als weißen kristallinen
Feststoff, 2,10 kg, 57%. Fp = 140°C.
Gefunden: C, 44,46; H, 5,79; N, 23,01. C9H14N4O4 erfordert
C, 44,63; H, 5,79; N, 23,14%.
δ (CDCl3):
1,18 (3H, t), 2,98 (2H, q), 3,22 (3H, s), 3,77 (2H, t), 4,28 (2H,
q), 6,03 (1H, s), 7,36 (1H, s).
LRMS: m/z = 243 (M + 1)+
-
(m)(ii) 5-Ethyl-1-(2-methoxyethyl)-4-nitro-1H-pyrazol-3-carboxamid
-
Ein
Gemisch aus 3-Ethyl-4-nitro-1H-pyrazol-5-carboxamid (25 g, 0,136
mol), Natriumcarbonat (18 g, 0,17 mol) und Natriumiodid (20,4 g,
0,136 mol) wurde in Ethylmethylketon (125 ml) bei Raumtemperatur
suspendiert. 2-Bromethylmethylether (12,8 ml, 0,142 mol) wurde zugegeben,
und das Gemisch wurde 70 h auf Rückflusstemperatur
erhitzt und gerührt.
Das Gemisch wurde auf Umgebungstemperatur gekühlt und mit Wasser (250 ml)
versetzt. Die gebildete Aufschlämmung
wurde auf Rückflusstemperatur
erwärmt
und 30 min bei dieser Temperatur gehalten, bevor sie auf Raumtemperatur
abgekühlt
wurde. Der gebildete Niederschlag wurde 3 h bei Raumtemperatur granuliert,
filtriert und vakuumgetrocknet, wobei 5-Ethyl-1-(2-methoxyethyl)-4-nitro-1H-pyrazol-3-carboxamid
als gelber kristalliner Feststoff, 24,3 g, 74%, erhalten wurde.
Daten wie für
Herstellungsbeispiel 1(m)(i) angegeben.
-
(n)
4-Amino-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-3-carboxamid
-
Ein
Gemisch von 5-Ethyl-1-(2-methoxyethyl)-4-nitro-1H-pyrazol-3-carboxamid
(20 g, 82,6 mmol) und 5% Pd/C (1 g) in Methanol (200 ml) wurden
mit 50 psi/25°C
in einem geschlossenen Gefäß unter
Druck gesetzt und 15 h gerührt.
Am Ende der Reaktion wurde das Gemisch über Arbocel filtriert und der
Filterkuchen mit Methanol gewaschen. Die methanolische Lösung wurde
bei atmosphärischem
Druck destilliert und durch Ethylacetat ersetzt, wobei ein Endvolumen
von 100 ml erhalten wurde. Das gekühlte Gemisch wurde 2 h bei
Umgebungstemperatur granuliert, filtriert und mit Ethylacetat (20
ml) gewaschen, wobei 4-Amino-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-3-carboxamid
als weißer
kristalliner Feststoff, 15 g, 88%, erhalten wurde. Fp = 131°C. Gefunden:
C, 50,75; H, 7,62; N, 26,38. C9H16N4O2 erfordert
C, 50,94; H, 7,55; N, 26,42%.
δ (CDCl3):
1,20 (3H, t), 2,63 (2H, q), 3,32 (3H, s), 3,74 (2H, t), 3,95 (2H,
s), 4,15 (2H, t), 5,27 (1H, s), 6,59 (1H, s).
LRMS: m/z 213
(M + 1)+
-
(o)
N-[3-Carbamoyl-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-4-yl]-2-ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinamid
-
Weg (a)
-
2-Ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinsäure (2,31
kg, 6,73 mol) wurde in Ethylacetat (16,2 l) suspenddiert, und 1,1-Carbonyldiimidazol
(1,09 kg, 6,73 mol) wurde bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch
wurde 40 min auf 45°C
erhitzt, und dann wurde das Reaktionsgemisch weitere 40 min bei Rückflusstemperatur
gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf Umgebungstemperatur wurde 4-Amino-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-3-carboxamid
(1,5 kg, 7,06 mol) zu dem gekühlten
Gemisch gegeben, und das Reaktionsgemisch wurde weitere 15 h unter
Refluxieren gerührt.
Das Gemisch wurde gekühlt filtriert,
und der Filterkuchen wurde mit 90% Wasser/10% Ethylacetat (2 ml/g)
gewaschen, wobei N-[3-Carbamoyl-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-4-yl]-2-ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinamid
als weißlicher
kristalliner Feststoff, 3,16 kg, 88%, erhalten wurde. Fp = 156°C. Gefunden:
C, 51,33; H, 6,56; N, 18,36. C23H35N7O6S
erfordert C, 51,40; H, 6,53; N, 18,25.
δ (CDCl3):
1,04 (3H, t), 1,22 (3H, t), 1,60 (3H, t), 2,44 (2H, q), 2,54 (4H,
m), 2,96 (2H, q), 3,12 (4H, m), 3,36 (3H, s), 3,81 (2H, t), 4,27
(2H, t), 4,80 (2H, q), 5,35 (1H, s), 6,68 (1H, s), 8,66 (1H, d),
8,86 (1H, d), 10,51 (1H, s).
LRMS: m/z = 539 (M + 1)+
-
Weg (b)
-
2-Ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinsäure (27,5
g, 0,08 mol) wurde in Ethylacetat (0,193 l) suspendiert, und 1,1-Carbonyldiimidazol
(13,3 g, 0,082 mol) wurde bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch
wurde 15 min auf 45°C
erhitzt, und dann wurde das Reaktionsgemisch weitere 60 min bei Rückflusstemperatur
gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf Umgebungstemperatur wurde 4-Amino-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-3-carboxamid
(16,5 g, 0,078 mol) zu dem gekühlten
Gemisch gegeben, und das Reaktionsgemisch wurde weitere 17 h unter
Refluxieren gerührt.
Die Lösung
wurde gekühlt
und mit Wasser (0,07 l) und Ethylacetat (0,17 l) versetzt. Die Aufschlämmung wurde
auf 40°C
erwärmt,
und die organische Phase wurde abgetrennt. Die organische Phase
wurde durch Abdampfen von 0,23 l Lösemittel konzentriert. Die
Aufschlämmung
wurde gekühlt,
bei 0 bis –10°C granuliert,
filtriert, und der Filterkuchen wurde mit 90% Wasser/10% Ethylacetat
(2 ml/g) gewaschen, wobei N-[3-Carbamoyl-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-4-yl]-2-ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinamid
als weißlicher
kristalliner Feststoff, 38,7 g, 89%, Fp = 159–161°C erhalten wurde.
δ (CDCl3): 1,04 (3H, t), 1,22 (3H, t), 1,61 (3H,
t), 2,42 (2H, q), 2,54 (4H, m), 2,96 (2H, q), 3,12 (4H, m), 3,36 (3H,
s), 3,81 (2H, t), 4,27 (2H, t), 4,78 (2H, q), 5,35 (1H, s), 6,68
(1H, s), 8,66 (1H, d), 8,86 (1H, d), 10,51 (1H, s).
LRMS: m/z
= 538 (M + 1)+
-
Herstellung
von Ausgangsmaterialien für
Beispiel 2
a) Pyridin-2-amino-5-sulfonsäure
-
2-Aminopyridin
(80 g, 0,85 mol) wurde portionsweise über 30 min zu Oleum (320 g)
gegeben, und die gebildete Lösung
wurde 4 h auf 140°C
erhitzt. Beim Abkühlen
wurde das Reaktionsgemisch auf Eis (200 g) gegossen und das Gemisch
in einem Eis/Salz-Bad weitere 2 h gerührt. Die gebildete Suspension
wurde filtriert, der Feststoff wurde mit Eiswasser (200 ml) und
kaltem IMS (200 ml) gewaschen und unter Absaugen getrocknet, wobei
die Titelverbindung als Feststoff, 111,3 g, erhalten wurde; LRMS:
m/z 175 (M + 1)+.
-
b)
Pyridin-2-amino-3-brom-5-sulfonsäure
-
Brom
(99 g, 0,62 mol) wurde tropfenweise während einer Stunde zu einer
heißen
Lösung
des Produkts von Stufe a) (108 g, 0,62 mol) in Wasser (600 ml) derart
gegeben, dass ein ruhiges Refluxieren beibehalten wurde. Sobald
die Zugabe vollständig
war, wurde das Reaktionsgemisch gekühlt und das gebildete Gemisch filtriert.
Der Feststoff wurde mit Wasser gewaschen und unter Absaugen getrocknet,
wobei die Titelverbindung, 53,4 g, erhalten wurde. δ (DMSOd6, 300 MHz): 8,08 (1H, s), 8,14 (1H, s);
LRMS: m/z 253 (M)+.
-
c)
Pyridin-3-brom-2-chlor-5-sulfonylchlorid
-
Eine
Lösung
von Natriumnitrit (7,6 g, 110,0 mmol) in Wasser (30 ml) wurde tropfenweise
zu einer eisgekühlten
Lösung
des Produkts von Stufe b) (25,3 g, 100,0 mmol) in wässriger
Salzsäure
(115 ml, 20%) derart gegeben, dass die Temperatur unter 6°C gehalten
wurde. Das Reaktionsgemisch wurde 30 min bei 0°C und eine weitere Stunde bei
Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde unter vermindertem Druck eingedampft,
und der Rückstand
wurde 72 h bei 70°C
unter Vakuum getrocknet. Ein Gemisch aus diesem Feststoff, Phosphorpentachlorid
(30,0 g, 144 mmol) und Phosphoroxychlorid (1 ml, 10,8 mmol) wurde
3 h bei 125°C
erhitzt und dann gekühlt.
Das Reaktionsgemisch wurde auf Eis (100 g) gegossen, und der gebildete Feststoff
wurde abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Das Produkt wurde in
Dichlormethan gelöst,
getrocknet (MgSO4) und unter vermindertem
Druck eingedampft, wobei die Titelverbindung als gelber Feststoff,
26,58 g, erhalten wurde; δ (CDCl3, 300 MHz): 8,46 (1H, s), 8,92 (1H, s).
-
d)
3-Brom-2-chlor-5-(4-ethylpiperazin-1-ylsulfonyl)pyridin
-
Eine
Lösung
von 1-Ethylpiperazin (11,3 ml, 89,0 mmol) und Triethylamin (12,5
ml, 89,0 mmol) in Dichlormethan (150 ml) wurde tropfenweise zu einer
eisgekühlten
Lösung
des Produkts von Stufe c) (23,0 g, 79,0 mmol) in Dichlormethan (150
ml) gegeben, und das Reaktionsgemisch wurde 1 h bei 0°C gerührt. Das
Reaktionsgemisch wurde unter vermindertem Druck eingeengt, und das
verbliebene braune Öl
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel unter Verwendung eines Elutionsgradienten von Dichlormethan
: Methanol (99 : 1 bis 97 : 3) gereinigt, wobei die Titelverbindung
als orangefarbener Feststoff, 14,5 g, erhalten wurde; δ (CDCl3, 300 MHz): 1,05 (3H, t), 2,42 (2H, q),
2,55 (4H, m), 3,12 (4H, m), 8,24 (1H, s), 8,67 (1H, s).
-
e)
3-Brom-2-ethoxy-5-(4-ethylpiperazin-1-ylsulfonyl)pyridin
-
Ein
Gemisch aus dem Produkt von Stufe d) (6,60 g, 17,9 mmol) und Natriumethoxid
(6,09 g, 89,55 mmol) in Ethanol (100 ml) wurde 18 h unter Rückflusskühlung erhitzt
und dann gekühlt.
Das Reaktionsgemisch wurde unter vermindertem Druck eingeengt, der
Rückstand
wurde zwischen Wasser (100 ml) und Ethylacetat (100 ml) verteilt,
und die Schichten wurden getrennt. Die wässrige Phase wurde mit Ethylacetat
(2 × 100
ml) extrahiert, die vereinigten organischen Lösungen wurden getrocknet (MgSO4) und unter vermindertem Druck eingedampft,
wobei die Titelverbindung als brauner Feststoff, 6,41 g, erhalten
wurde; gefunden: C, 41,27; H, 5,33; N, 11,11. C13H20BrN3O3S
erfordert C, 41,35; H, 5,28; N, 10,99%; δ (CDCl3,
300 MHz): 1,06 (3H, t), 1,48 (3H, t), 2,42 (2H, q), 2,56 (4 H, m),
3,09 (4H, m), 4,54 (2H, q), 8,10 (1H, s), 8,46 (1H, s); LRMS: m/z
378, 380 (M + 1)+.
-
f)
Pyridin-2-ethoxy-5-(4-ethylpiperazin-1-ylsulfonyl)-3-carbonsäureethylester
-
Ein
Gemisch aus dem Produkt von Stufe e) (6,40 g, 16,92 mmol), Triethylamin
(12 ml, 86,1 mmol) und Palladium(0)tris(triphenylphosphin) in Ethanol
(60 ml) wurde bei 100°C
und mit 200 psi unter einer Kohlenmonoxidatmosphäre 18 h erhitzt und dann gekühlt. Das
Reaktionsgemisch wurde unter vermindertem Druck eingedampft, und
der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silica unter Verwendung eines Elutionsgradienten von Dichlormethan
: Methanol (100 : 0 bis 97 : 3) gereinigt, wobei die Titelverbindung
als orangefarbenes Öl,
6,2 g, erhalten wurde; δ (CDCl3, 300 MHz): 1,02 (3H, t), 1,39 (3H, t),
1,45 (3H, t), 2,40 (2H, q), 2,54 (4H, m), 3,08 (4H, m), 4,38 (2H,
q), 4,55 (2H, q), 8,37 (1H, s), 8,62 (1H, s); LRMS: m/z 372 (M +
1)+.
-
g)
Pyridin-2-ethoxy-5-(4-ethylpiperazin-1-ylsulfonyl)-3-carbonsäure
-
Ein
Gemisch aus dem Produkt von Stufe f) (4,96 g, 13,35 mmol) und einer
wässrigen
Natriumhydroxidlösung
(25 ml, 2 N, 50,0 mmol) in Ethanol (25 ml) wurde 2 h bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde unter vermindertem Druck auf dessen halbes
Volumen eingeengt, mit Ether gewaschen und unter Verwendung von
4 N Salzsäure
auf einen pH-Wert von 5 angesäuert.
Die wässrige
Lösung
wurde mit Dichlormethan (3 × 30
ml) extrahiert, die vereinigten organischen Extrakte wurden getrocknet
(MgSO4) und unter vermindertem Druck eingedampft,
wobei die Titelverbindung als lohfarbener Feststoff, 4,02 g, erhalten
wurde; δ (DMSOd6, 300 MHz): 1,18 (3H, t), 1,37 (3H, t),
3,08 (2H, q), 3,17–3,35
(8H, m), 4,52 (2H, q), 8,30 (1H, s), 8,70 (1H, s).
-
h)
4-[2-Ethoxy-5-(4-ethylpiperazin-1-ylsulfonyl)pyridin-3-ylcarboxamido]-1H-3-ethylpyrazol-5-carboxamid
-
Eine
Lösung
von 4-Amino-3-ethyl-1H-pyrazol-5-carboxamid (WO 9849166, Herstellungsbeispiel
8) (9,2 g, 59,8 mmol) in N,N-Dimethylformamid
(60 ml) wurde zu einer Lösung
des Produkts von Stufe g) (21,7 g, 62,9 mmol), von 1-Hydroxybenzotriazolhydrat
(10,1 g, 66,0 mmol) und Triethylamin (13,15 ml, 94,3 mmol) in Dichlormethan
(240 ml) gegeben. 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
(13,26 g, 69,2 mmol) wurde zugegeben, und das Reaktionsgemisch wurde
6 h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Dichlormethan wurde unter vermindertem Druck entfernt, die verbliebene
Lösung
wurde in Ethylacetat (400 ml) gegossen, und dieses Gemisch wurde
mit wässriger
Natriumbicarbonatlösung
(400 ml) gewaschen. Der gebildete kristalline Niederschlag wurde
abfiltriert, mit Ethylacetat gewaschen und unter Vakuum getrocknet,
wobei die Titelverbindung als weißes Pulver, 22 g, erhalten
wurde; δ (CDCl3 + 1 Tropfen DMSOd6)
0,96 (3H, t), 1,18 (3H, t), 1,50 (3H, t), 2,25–2,56 (6 H, m), 2,84 (2H, q),
3,00 (4H, m), 4,70 (2H, q), 5,60 (1H, br s), 6,78 (1H, br s), 8,56 (1H,
d), 8,76 (1H, d), 10,59 (1H, s), 12,10–12,30 (1H, s); LRMS: m/z 480
(M + 1)+.
-
i)
2-Methoxyethyl-4-[2-ethoxy-5-(4-ethylpiperazin-1-ylsulfonyl)pyridin-3-ylcarboxamido]-3-ethylpyrazol-5-carboxamid
-
2-Ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinsäure (2,31
kg, 6,73 mol) wurde in Ethylacetat (16,2 l) suspendiert, und 1,1-Carbonyldiimidazol
(1,09 kg, 6,73 mol) wurde bei Raumtemperatur zugegeben. Das Reaktionsgemisch
wurde 40 min auf 45°C
erhitzt, und dann wurde das Reaktionsgemisch weitere 40 min unter Refluxieren
gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf Umgebungstemperatur wurde 4-Amino-5-ethyl- 1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-3-carboxamid
(1,5 kg, 7,06 mol) zu dem gekühlten
Gemisch gegeben und das Reaktionsgemisch weitere 15 h unter Refluxieren
gerührt.
Das Gemisch wurde gekühlt
filtriert und der Filterkuchen wurde mit 90% Wasser/10% Ethylacetat
(2 ml/g) gewaschen, wobei N-[3-Carbamoyl-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazolo-4-yl]-2-ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinamid
als weißlicher
kristalliner Feststoff, 3,16 kg, 88%, erhalten wurde. Fp = 156°C. Gefunden:
C, 51,33; H, 6,56; N, 18,36. C23H35N7O6S
erfordert C, 51,40; H, 6,53; N, 18,25%.
δ (CDCl3):
1,04 (3H, t), 1,22 (3H, t), 1,60 (3H, t), 2,44 (2H, q), 2,54 (4H,
m), 2,96 (2H, q), 3,12 (4H, m), 3,36 (3H, s), 3,81 (2H, t), 4,27
(2H, t), 4,80 (2H, q), 5,35 (1H, s), 6,68 (1H, s), 8,66 (1H, d),
8,86 (1H, d), 10,51 (1H, s).
LRMS: m/z 539 (M + 1)+
-
Herstellungsbeispiel
3
1-(6-Ethoxy-5-[3-ethyl]-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl)-4-ethylpiperazin·Ethylacetat-Solvat
-
Weg (a)
-
Zur
Herstellung der Verbindung von Herstellungsbeispiel 3 wurde ein
Gemisch aus der Titelverbindung von Herstellungsbeispiel 1, N-[3-Carbamoyl-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-4-yl]-2-ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinamid
(1,18 kg, 2,2 mol), Kalium-tert-butoxid (500 g, 4,4 mol) und Ethylacetat
(193 g) in Ethanol (11,8 l) 20 h auf 120°C erhitzt. Das Reaktionsgemisch
wurde dann unter vermindertem Druck eingeengt. Insgesamt etwa 10
l Lösemittel
wurden abdestilliert. Zu dem Rückstand
wurde Wasser (2,9 l) gegeben, und das Gemisch wurde bei Raumtemperatur
gerührt,
während
wässrige
HCl zugesetzt wurde, bis ein pH-Wert
von 7,5 erhalten wurde. Ethylacetat (7,5 l) wurde zugegeben, und
das zweiphasige Gemisch wurde auf 55°C erwärmt. Die organische Phase wurde
abgetrennt, und die wässrige
Phase wurde mit weiterem Ethylacetat (3,0 l) extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden bei atmosphärischem Druck bis zu einem
Endvolumen von 4 l abdestilliert. Die ausgefallenen Feststoffe wurden
1 h bei 5°C
granuliert, filtriert und mit Ethylacetat (1,2 l) gewaschen und
unter Vakuum getrocknet. Dies ergab 1-(6-Ethoxy-5-[3-ethyl]-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazol[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl)-4-ethylpiperazin
als hellgelben kristallinen Feststoff, 877 g, 78%. Fp = 157°C. Gefunden:
C, 52,65; H, 6,46; N, 17,76. C23H33N7O5S.
0,2 C2H5CO2CH3 erfordert C,
53,21; H, 6,49; N, 18,25%.
δ (CDCl3): 1,07 (3H, t), 1,42 (3H, t), 1,61 (3H,
t), 2,44 (2H, q), 2,57 (4H, m), 3,08 (2H, q), 3,15 (4H, m), 3,32 (3H,
s), 3,92 (2H, q), 4,48 (2H, q), 4,77 (2H, q), 8,65 (1H, d), 9,06
(1H, d). Das Spektrum hat auch Signale, die einem Solvat mit Ethylacetat
entsprechen.
LRMS: m/z = 520 (M + 1)+
-
Weg (b)
-
Zur
Herstellung der Verbindung von Herstellungsbeispiel 3 wurde ein
Gemisch aus der Titelverbindung von Herstellungsbeispiel 1, N-[3-Carbamoyl-5-ethyl-1-(2-methoxyethyl)-1H-pyrazol-4-yl]-2-ethoxy-5-(4-ethyl-1-piperazinylsulfonyl)nicotinamid
(34,6 g, 0,064 mol), Kalium-tert-butoxid (14,8 g, 0,132 mol) und Ethylacetat
(8,5 g, 0,096 mol) in Ethanol (0,26 l) 17 h auf 105–107°C erhitzt.
Das Reaktionsgemisch wurde dann unter vermindertem Druck eingeengt,
insgesamt etwa 0,16 l Lösemittel
wurden abdestilliert. Zu dem verbliebenen Öl wurde Wasser (0,28 l) gegeben,
und das Gemisch wurde bei Raumtemperatur gerührt, während wässrige HCl zugegeben wurde,
bis ein pH-Wert von 7,5 erhalten wurde. Die ausgefallenen Feststoffe
wurden bei –10°C bis 0°C 1 h granuliert,
filtriert und mit Ethanol (0,4 l) gewaschen und unter Vakuum getrocknet.
Dies ergab 1-(6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl)-4-ethylpiperazin
als hellgelben kristallinen Feststoff, 23,3 g, 69,7%. Fp = 168–170°C.
δ (CDCl3): 1,07 (3H, t), 1,42 (3H, t), 1,61 (3H,
t), 2,44 (2H, q), 2,57 (4H, m), 3,08 (2H, q), 3,15 (4H, m), 3,32 (3H,
s), 3,92 (2H, q), 4,48 (2H, q), 4,77 (2H, q), 8,64 (1H, d), 9,05
(1H, d).
LRMS: m/z = 520 (M + 1)+
-
Beispiel
1
1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
-
10
g (0,019 mol) der Titelverbindung von Herstellungsbeispiel 3(a), 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin-ethylacetat-solvat,
und anschließend
12 ml/g (120 ml) 16% Wasser in Ethylalkohol wurden eingetragen.
Die Aufschlämmung
wurde auf Rückflusstemperatur
erhitzt, wobei eine Lösung
erhalten wurde, und 6 ml/g (60 ml) wurden bei atmosphärischem
Druck abdestilliert. Die Lösung
wurde dann auf Raumtemperatur gekühlt, wobei eine Kristallisation
bei 40°C
erfolgte. Die Aufschlämmung
wurde dann auf 5–10°C gekühlt und
30 min granuliert und danach wurde sie filtriert und mit 2 ml/g
Ethylalkohol (20 ml) gewaschen. Der feuchte Feststoff wurde unter
Vakuum über
Nacht bei 55–60°C getrocknet,
wobei ein weißer
kristalliner Feststoff erhalten wurde. (Ausbeute 7,6 g, 76%). Schmelzpunkt
162–165°C.
δ (CDCl3): 1,05 (3H, t), 1,42 (3H, t), 1,58 (3H,
t), 2,43 (2H, q), 2,57 (4H, t), 3,09 (2H, t), 3,15 (4H, t), 3,30
(3H, s), 3,93 (2H, t), 4,48 (2H, t), 4,90 (2H, q), 8,65 (1H, d),
9,05 (1H, d), 10,65 (1H, s).
-
Beispiel
2
1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl)-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
-
10
g (0,019 mol) der Titelverbindung von Herstellungsbeispiel 3(b), 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin-ethylacetat-solvat,
und anschließend
12 ml/g (120 ml) 16% Wasser in Ethylalkohol wurden eingetragen.
Die Aufschlämmung
wurde auf Rückflusstemperatur
erhitzt, wobei eine Lösung
erhalten wurde, und 9,5 ml/g (60 ml) wurden bei atmosphärischem
Druck abdestilliert. Die Lösung
wurde dann auf Raumtemperatur gekühlt, wobei eine Kristallisation
bei 40°C
erfolgte. Die Aufschlämmung
wurde dann auf 0 bis –10°C gekühlt und
30 min granuliert und danach wurde sie filtriert und mit 2 ml/g
Ethylalkohol (20 ml) gewaschen. Der feuchte Feststoff wurde unter
Vakuum über
Nacht bei 55–60°C getrocknet,
wobei ein weißer
kristalliner Feststoff erhalten wurde. (Ausbeute 9,4 g, 94%). Schmelzpunkt
158–160°C.
δ (CDCl3): 1,05 (3H, t), 1,42 (3H, t), 1,58 (3H,
t), 2,43 (2H, q), 2,57 (4H, t), 3,09 (2H, t), 3,15 (4H, t), 3,30
(3H, s), 3,93 (2H, t), 4,48 (2H, t), 4,90 (2H, q), 8,65 (1H, d),
9,05 (1H, d), 10,65 (1H, s).
-
Bei
den Verfahren der Beispiele können
Wasser und pharmazeutisch akzeptable Alkohole, wie Methanol, Ethanol,
Propanol, vorzugsweise Ethanol oder Isopropanol und Gemische derselben
verwendet werden. Diese Verfahren können auch zum Umkristalliseren
der Titelverbindung verwendet werden.
-
Wie
dem erfahrenen Chemiker klar ist, können Solvate durch eine Vielzahl
von einschlägig
bekannten Standardtechniken hergestellt werden.
-
Ferner
können
Solvate von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
aus entweder dem Ethylacetatsolvat (der Verbindung von Herstellungsbeispiel
3) oder aus den Verbindungen der Beispiele 1 oder 2 hergestellt
werden. Derartige weitere Solvate können beispielsweise durch:
- (a) Aufschlämmen
der Ausgangsverbindung über
einen längeren
Zeitraum (beispielsweise etwa 2 Wochen) mit dem zu testenden Lösemittel
(beispielsweise Acetonitril), anschließendes Abfiltrieren von festem
Material und anschließende
PXRD-Analyse (wie im vorhergehenden definiert) des "feuchten", d. h. nicht-getrockneten
festen Materials des (solvatisierten) Materials; oder
- (b) Auflösen
der Ausgangsverbindung in dem zu testendem Lösemittel (beispielsweise Acetonitril),
anschließende
Umkristallisation des gewünschten
Solvats aus der Lösung
durch ein geeignetes Mittel, beispielsweise Kühl- oder Verdampfungstechniken,
und anschließende
Analyse (unter Verwendung von Standard-PXRD-Verfahren oder Infrarotanalyse,
die einschlägig
bekannt sind) des "feuchten", d. h. nicht-getrockneten
festen (solvatisierten) Materials hergestellt werden.
-
Die
im vorhergehenden definierte kristalline Verbindung kann aus Solvaten
derselben durch Desolvatisierung unter Verwendung von Techniken,
die auf diesem Gebiet Standard sind, beispielsweise durch eine Wärmebehandlung
(bei vorzugsweise etwa 100°C
bis etwa 150°C)
oder unter Verwendung von Vakuumtechniken (bei Umgebungstemperatur
und darüber)
oder durch Aufschlämmen
in einem nicht-solvatisierenden Lösemittel (beispielsweise wie
in den Beispielen 1 und 2 erläutert)
erzeugt werden.
-
Der
erfahrene Chemiker kann alternative Trockenverfahren zur Erzeugung
der im vorhergehenden definierten kristallinen Verbindung verwenden.
-
Weitere
Solvate von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin,
die hergestellt wurden, umfassen: n-Butanol, Methylethylketon (MEK),
Acetonitril, Tetrahydrofuran, Toluol. Das Vorhandensein von solvatisiertem
Material kann durch PXRD qualitativ festgestellt werden.
-
Beispielsweise
wurde ein Acetonitrilsolvat von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
durch zunächst
Auflösen
des Materials in heißem
Acetonitril und anschließendes
langsames Abkühlen
und anschließendes
Granulieren bei Umgebungstemperatur über Nacht hergestellt. Die
Lösung wurde
dann unter Vakuum filtriert, und das gebildete feste Material (das
Solvat) wurde bei Umgebungstemperatur und -druck trocknen gelassen.
Das Vorhandensein des Solvats wurde unter Verwendung von PXRD nachgewiesen.
Ein alternatives Verfahren zum Nachweis des Solvats besteht in der Überwachung
der Gewichtsabnahme durch TGA. Das Solvat von Acetonitril ist als
das Hemi solvat vorhanden, obwohl andere Solvate möglich sind.
-
Für diese
solvatisierten Materialien wurde gezeigt, dass sie die amorphe freie
Base von 1-{6-Ethoxy-5-[3-ethyl-6,7-dihydro-2-(2-methoxyethyl)-7-oxo-2H-pyrazolo[4,3-d]pyrimidin-5-yl]-3-pyridylsulfonyl}-4-ethylpiperazin
erzeugen, wenn sie bei etwa 150°C
getrocknet werden, was durch Differential Scanning Calorimetry DSC
erläutert
wird.
-
Die
DSC-Experimente wurden hierbei unter Verwendung einer Messung unter
Verwendung eines Perkin Elmer DSC7/TGA7 mit einer Heizrate von 20°C/min durchgeführt.
-
Die
folgende 1 erläutert die DSC-Kurve des kristallinen
Materials mit dem in Tabelle 1 angegebenen PXRD-Diagramm (der Verbindung von Beispiel
1), die DSC-Kurve des Ethylacetatsolvats (der Verbindung von Herstellungsbeispiel
3), die DSC-Kurve des Acetonitrilsolvats (der Verbindung von Beispiel
1, wobei das Solvat wie im vorhergehenden detailliert angegeben
hergestellt wurde).