DE60107967T2 - Glasbehälter mit verbesserter beschichtung und dessen herstellungsverfahren - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft einen Glasbehälter, insbesondere eine Flasche zur Aufnahme von flüssigen Materialien, mit verbesserten Oberflächeneigenschaften. Genauer genommen betrifft die Erfindung einen Glasbehälter mit einer Polymervorbeschichtung auf der Oberfläche, wobei die Vorbeschichtung geeignet ist, die Eigenschaften der Oberfläche zu verbessern, genauer genommen die Adhäsion weiterer Polymermaterialien, wie weiterer Beschichtungen und/oder polymerbasierenden Beschriftungsmaterialien, darauf zu verbessern.
- Glasbehälter werden momentan auf unterschiedlichen Wegen beschriftet. Die dominierende Methode ist das Bekleben des Behälters mit einem bedruckten Papieretikett zum Zeitpunkt der Abfüllung und Versiegelung. Solche Etiketten eröffnen nahezu unbegrenzte künstlerische Möglichkeiten und werden allgemein für Lebensmittel oder Getränkebehälter benutzt, welche entweder im Rücknahme- oder im Nicht-Rücknahmemarkt eingesetzt werden. Dies ist die Technik mit den niedrigsten Kosten, welche jedoch nur eine geringe Resistenz gegen Beschädigung der Beschriftung bietet. Darüber hinaus sind die eingesetzten Klebesystem eine ständige Problemquelle bei Hochgeschwindigkeitsflaschenabfüllvorgängen.
- Eine zweite und neuer entwickelte Behälterbeschriftungstechnik ist das Aufbringen einer dünnen Styroschaumbeschriftung, um den Behälter von den Schultern bis zum Boden zu bedecken, wobei das dekorative und/oder Informationsmaterial auf eine dichtere äußere Haut der Styroschaumbeschriftung gedruckt wird. Dies wird weit verbreitet bei Leichtgewichteinwegflaschen in der Getränkeindustrie eingesetzt. Es bietet einen gewissen Beschädigungsschutz und eine große Oberfläche zur Bedruckung mit Produktinformationen und Anweisungen sowie mit Firmenlogos. Unnötigerweise bedeckt dies den größten Teil des Behälters und verhindert eine visuelle Untersuchung des Inhalts durch den Konsumenten. Darüber hinaus ist es teurer als ein Papieretikett, hat nur eine geringe Haltbarkeit und verschmutzt leicht. Da die Druckoberfläche relativ rauh ist, sind hoch auflösende Drucke nicht möglich. Darüber hinaus führt es in Glasrecyclingstellen und Glasfabriken bei der Wiedereinschmelzung der Behälter zu einer Verunreinigung.
- Eine dritte Behälterbeschriftungstechnik ist die Bedruckung mit Keramiktinte direkt auf die Behälteroberfläche unter Verwendung einer Siebdrucktechnik. Obwohl das Erscheinungsbild der Beschriftung im Allgemeinen gut ist, ist diese Technik üblicherweise auf zwei bis drei Farben aufgrund der damit zusammenhängenden Kosten begrenzt.
- Sowohl die direkte Bedruckung mit Keramiktinte als auch die Keramiktintenabziehbildtechnik benötigen eine anschließende Hochtemperaturbehandlung, um die Tinte an das Glassubstrat zu binden. Darüber hinaus benötigen beide Techniken eine besondere Aufmerksamkeit in den Details, einen hohen Grad an Wartung und eine Auslauflinie bei niedriger Geschwindigkeit mit hohen Arbeitskosten, obwohl die vorbedruckten Keramiktintenbeschriftungen die technischen Probleme teilweise reduzieren. Aufgrund der hohen Kosten sind Keramiktinten die allgemein am wenigstens genutzten Beschriftungstechniken.
- Eine weitere Technik zur Beschriftung von Behältern basiert auf dem Bildtransfer, d. h. einer Technik wobei das Tintenbild von einem Filmsubstrat auf das Glas übertragen wird. Diese Methode hat bestimmte Vorteile gegenüber den konventionellen Beschriftungstechniken, insbesondere hinsichtlich der Fähigkeit die Qualität, die Haltbarkeit und die Applizierbarkeit der Bilder zu steuern.
- Ein wichtiger Faktor, der die Festigkeit eines jeden Behälters beeinflußt, ist der Grad mit welchem die äußere Oberfläche verkratzt, abgeschliffen oder gesprungen ist, wenn diese Oberflächenbeschädigung auftreten und anschließend ein innerer Druck oder eine äußere Kraft angelegt werden. Aufgrund der zahllosen möglichen Kombinationen ist es vorteilhaft, die äußere Glasbehälteroberfläche vor Beschädigungen zu schützen.
- Heutzutage wird der Schutz der äußeren Oberfläche eines Behälters durch Oberflächenbehandlung während der Behälterherstellungsprozesse, unter Verwendung von Dampfen oder Sprayvorrichtungen zur Herstellung von Gleitfähigkeit der Kontaktoberflächen bevor die Behälter einer möglichen Beschädigung durch automatische Transport-, Inspektions-, Verpackungs-, Wasch, Abfüll- und Beschriftungsoperationen ausgesetzt werden, erreicht.
- Während solcher Transportvorgänge sind die Behälter Gegenstand von beachtenswerten Leitungsdrücken und Abschleifungen der Behälter untereinander. Oberflächenbeschädigungen können auftreten und, wenn stark genug, zu schwachen oder gebrochenen Flaschen führen. Da die Glasflaschenproduktionsraten steigen, steigt auch die Frequenz und Stärke der Beschädigungen und Abnutzungen.
- Die durch heutige Techniken eingesetzte Kaltbeschichtung mit sehr dünnen Filmen bietet einen gewissen Abnutzungsschutz, jedoch nur einen geringen Schutz gegen Beschädigung.
- Die heutigen Techniken umfassen den Einsatz von sogenannten Kaltbeschichtungen auf dem Glas nach der Herstellung. Üblicherweise basiert diese Beschichtung auf dem Aufbringen eines Polyethylentyp Materials auf die Oberfläche des Glases des Getränkebehälters. Diese Beschichtung wird allgemein durch Aufsprühen oder andere Verteilung des auf Polyethylen basierenden Materials auf der Oberfläche vorgenommen, wobei das Material, wenn trocken, als kleine Punkte auf der Oberfläche verteilt ist. Es ist allgemein bekannt, daß diese Polyethylenmaterialien einen sehr niedrigen Dyngrad/Oberflächenspannung besitzen und es somit sehr schwierig ist, irgendein Material auf diesem aufzubringen. Genauer gesagt, Klebstoffe für Beschriftungen und andere Beschichtungsmaterialien halten nicht gut auf dieser Art von Kaltbeschichtung.
- Lebensmittel oder nicht unter Druck stehende Behältertypen verwenden eine Variante von Ölsäure in einem kontinuierlichen dünnen Film. Dieses Material wird typischerweise als Dampf mittels einer geheizten Druckhaube aufgebracht.
- Stand der Technik, der den Oberbegriff des anhängenden Anspruchs 1 beschreibt, ist in
US 3,864,152 undEP 0 624 404 offenbart. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Beschichtung für Glas bereitzustellen, welche gegebenenfalls die momentan eingesetzten Kaltbeschichtungen mit FDA-Genehmigung ersetzen, welche auf der einen Seite mindestens einen so geringen Reibwiderstand wie die momentan eingesetzten Polyethylen oder Ölsäurematerialien hat und auf der anderen Seite nicht die Nachteile, wie schlechte Adhäsion von weiteren auf diesen Vorbeschichtungen aufgebrachten Materialien wie polymerbasierende Beschriftungen oder Schutz- oder dekorative Beschichtungen, besitzt. - Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine kurzzeitige Gleitfähigkeit der Vorbeschichtungen für Glasflaschen bereitzustellen, da wo die Gleitfähigkeit für den Transport nach Produktion, Verpackung und Transport benötigt wird. Es ist sowohl für die Leitungsflußcharakteristik als auch zum Schutz des Glases vor Abriebsbeschädigungen wichtig, die Behälter mit einer kurzzeitigen Gleitfähigkeit zu versehen. Mikrokratzer und/oder Oberflächenbeschädigungen schwächen die strukturelle Integrität der Behälter und können letztendlich zu einem Bruch dieser in der Abfüllinie des Anwenders führen. Jede Kaltbeschichtung benötigt aufgrund der offenen Anwendungsanforderungen eine FDA-Genehmigung. Daher sind nur wenige Materialien für die Reihenanwendung in Behälterherstellungsfabriken anwendbar. PVA erfüllt diese Anforderungen und wird tatsächlich als Lebensmitteladditiv in einigen Produkten eingesetzt. Die Erfindung basiert auf der Tatsache, daß die Verwendung von Polyvinylalkoholbeschichtungen als Kaltbasisbeschichtungen für Glasflaschen unter einer polymerbasierenden Beschichtung oder eine polymerbasierenden Beschriftung, den Glasflaschen hervorragende Eigenschaften hinsichtlich der Adhäsion und der Abriebbeständigkeit vermitteln.
- PVA ist als Adhäsionsvermittler für Produkte wie Latex, Kaugummi und Klebstoffe bekannt und erfüllt diese Anforderungen. Das Auffinden eines Materials, das die Fähigkeit hat, eine kurzzeitige Gleitfähigkeit bereitzustellen, FDA-genehmigt ist und als ein Adhäsionsvermittler dient, ist tatsächlich einmalig. Dies, kombiniert mit der Tatsache, das PVA mittels vorhandener Applikationshardware aufgebracht werden kann und relativ die selben Ofentemperaturen benötigt, macht es ideal für die Verwendung mit polymerbasierenden Beschichtungen oder Beschriftungen.
- Demgemäß betrifft die Erfindung in ihrer breitesten Auslegung Glasbehälter, welche auf mindestens einer Oberfläche mit einer polymerbasierenden Beschichtung und/oder einer Polymerbeschriftung ausgerüstet sind, wobei die Oberfläche mit einer Vorbeschichtung aus zumindest einem Polyvinylalkohol unter der polymerbasierenden Beschichtung und/oder der polymerbasierenden Beschriftung ausgerüstet ist, wobei die Vorbeschichtung in einer Menge von bis zum 2 mg/dm2 vorhanden ist. Ein entsprechendes Verfahren und die Verwendung sind gleichfalls durch die Erfindung erfaßt.
- BESCHREIBUNG DER DETAILLIERTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
- Die vorliegende Erfindung, genauer genommen die Ausführungsbeispiele, können demgemäß in zwei wichtigen Bereichen angewendet werden, namentlich in den Bereich der Aufbringung einer polymerbasierenden (im Gegensatz zu einer papierbasiereden) Beschriftung und in den Bereich der Aufbringung einer schützenden oder dekorativen Beschichtung auf Glasflaschen.
- Im ersten Ausführungsbeispiel wird die Erfindung im Bereich von Glasflaschen eingesetzt, welche eine Beschriftung haben, die auf einem Polymer basiert, d. h. eine Polymerfilmbeschriftung oder eine sogenannte nur Tintenbeschriftung, basierend auf den Bildtransfertechniken. Eine allgemeine Beschreibung dieser Techniken findet sich beispielsweise in WO-A 9005088 und WO-A 9005353.
- Andere Ausführungsbeispiele für Bildtransfersysteme finden sich in WO-A 9734810, WO-A 0735292, WO-A 9735291 und WO-A 9735290.
- Im zweiten Ausführungsbeispiel wird die Erfindung im Bereich von Glasflaschen eingesetzt, die eine schützende oder dekorative Beschichtung besitzen, wie sie in den US-Patenten 5,686,188 und 5,997,960 offenbart werden.
- Um diese schützenden oder dekorativen Beschichtungen zu erreichen, werden die Behälter in ein Einzelstations- oder Multi-Stationsspraysystem überführt, welche ausgelegt wurden, um den Bedürfnissen einer gleichmäßigen Bedeckung des Behälters und dem Auffangen und/oder Recyceln des überflüssigen Sprays zu genügen. Die im Behälter befindliche Hitze ist hoch genug, um das Lösemittel oder den Wasserträger mit einer beschleunigten Rate abdampfen zu lassen. Das Abdampfen des Lösemittels oder des Wasserträgers tritt bei erhöhter Flaschentemperatur während der nachfolgenden Beschriftung auf. Wenn ein solches Beschriftungssystem nicht verwendet wird, muß anderweitig Hitze, wie z. B. durch Heißluft, bereitgestellt werden, um den Einschluß von Lösemittel oder Wasserträger zu verhindern, was andernfalls eine Schwächung oder Schädigung der Beschichtung verursachen würde.
- Ein hinreichender Abstand muß zwischen der Sprühkabine und der Härtungskammer vorhanden sein, damit ein Abdampfen stattfinden kann.
- Für den Fall, daß das Material aufgesprüht wird, ist es wünschenswert, jegliches Material von der Kontaktierung des Finish des Behälters fernzuhalten. Dies gilt einschließlich für das Oberteil, der Oberfläche des Verschlußbereichs, der Faden- oder Verschlußabdeckungsbereiche und der Ausnahmestelle unmittelbar darunter. Dies kann durch Behälter-Greifereinrichtungen erreicht werden, die die oben beschriebenen Bereiche komplett abdecken, wie z. B. ein Teilgehäuse, welches, wenn geschlossen, so aufeinander abgestimmt ist, daß eine Barriere für das Spraymaterial entsteht. Eintauchen und Fließanstrich sind andere Verfahren, die zur Aufbringung der Beschichtung benutzt werden können.
- Die Greifervorrichtung ist an ein Transportnetzwerk angeschlossen, dessen Auslegung einen Abstand der Glasbehälter erlaubt, um das Beschichten und das Härten des Beschichtungsmaterials zu optimieren. Die Greifer sollten darüber hinaus zur Rotierung des Behälters beim Sprayen und in der Härtungsposition ausgelegt sein, um eine einheitliche Beschichtung und ein einheitliches Verfahren zu ermöglichen.
- Besser als durch Sprayen kann die Aufbringung der Beschichtung durch Band- oder Rollenbeschichtung erfolgen. Alternative Methoden zur Aufbringung der Oberbeschichtung beinhalten, ohne darauf begrenzt zu sein, die Verwendung eines Rollers der der Form des Behälters angepaßt ist, eines Bandes, das flexibel genug ist, um sich der Form des Behälters anzupassen oder das Fließen lassen der Beschichtung über den Behälter während dieser langsam rotiert. Eintauchen kann auch vorteilhaft sein. Jede Option hat ihre eigenen Vorzüge, und muß gegenüber ökonomischen Gesichtspunkten, der Qualität und der Produktionsrate abgewogen werden.
- Im ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein Bild oder eine Beschriftung auf eine Glasoberfläche durch bekannte Techniken aufgebracht. Vor der Aufbringung der Beschriftung oder des Bildes wurde die Glasoberfläche mit Polyvinylalkohol vorbeschichtet. Im Gegensatz zu der Situation, wenn konventionelle Polyethylenbeschichtungen genutzt werden, benötigt das erfindungsgemäße Verfahren nicht, daß die Beschichtung in den Bereichen entfernt wird, in denen die Beschriftung oder das Bild aufgebracht werden soll. Die Vorbeschichtung selbst verbessert jetzt die Adhäsion der Polymerbeschriftung oder des Bildes, anstatt dieses zu beschädigen, wie bei den aus dem Stand der Technik bekannten Materialien.
- Die Beschriftungsaufbringung kann in Abhängigkeit von den Eigenschaften der Flaschen, des Applikatortyps usw. sowohl magazingefüttert oder rollengefüttert sein. Im Fall eines Bildtransfers wird bevorzugt das Verfahren, wie es in der zitierten internationalen Patentanmeldung offenbart wird, eingesetzt.
- Im zweiten Ausführungsbeispiel, der Verwendung einer schützenden und/oder dekorativen Beschichtung, kann die Beschichtung über die Polyvinylalkoholbeschichtung in derselben Weise, wie sie für die Aufbringung der PVA-Beschichtung beschrieben wird, aufgebracht werden, nachdem diese getrocknet ist.
- Die PVA-Beschichtung kann einfach als wäßrige Lösung oder Emulsion in Abhängigkeit des Molekulargewichtes und des Hydrolysegrades aufgebracht werden. Ein bevorzugter Bereich des Molekulargewichtes liegt zwischen 10.000 und 500.000, da in diesem Bereich positive Effekte der Eigenschaften der Beschichtung am deutlichsten hervortreten. Der Grad der Hydrolyse, d. h. die Menge der Estergruppen, die in Hydroxylgruppen umgewandelt wurden, liegt vorzugsweise bei mindestens 87%, bevorzugter bei mindestens 95% und am bevorzugtesten bei mindestens 99%. Der Grad der Hydrolyse beeinflußt ebenfalls die Eigenschaften der Beschichtung.
- Die Menge an PVA in einer wäßrigen Lösung oder Emulsion liegt allgemein zwischen 0,1 und 10 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,25 und 5 Gew.-%. Diese Menge ist so ausgewählt, daß die korrekte Menge an Vorbeschichtung gleichmäßig auf der Glasoberfläche aufgebracht ist. Die Viskosität, welche ihrerseits durch das Molekulargewicht der PVA und der Menge im wäßrigen System bestimmt ist, spielt hierbei eine wichtige Rolle. Allgemein wird eine Viskosität im Bereich zwischen 5 und 35 Sekunden bevorzugt (20°C, #2 Zahn Tasse).
- Die Menge an PVA, die auf die Oberfläche eines Glassubstrates aufgebracht wird, kann in Abhängigkeit von den geforderten Eigenschaften der beschichteten Oberfläche in weiten Bereich variieren. Diese Menge wird allgemein durch den resultierenden Gleitwinkel, gemessen auf industriellen Standardlaborgeräten, d. h. American Glass Research (Neigungstabelle), bestimmt, und liegt bevorzugt zwischen 14 und 25°. Die Menge an PVA auf der Oberfläche liegt allgemein zwischen 0,2 und 2 mg/dm2.
- In einigen Fällen kann es vorteilhaft sein, den PVA zu modifizieren, z. B. mit Silanen oder Siloxanen, um die Adhäsionseigenschaften weiter zu verbessern. Auf der anderen Seite kann es vorteilhaft sein, eine Silanbehandlung des Glases vor oder nach der Aufbringung der PVA-Beschichtung durchzuführen.
- Schließlich ist es auch möglich, PVA-Beschichtungen nach dem Aufbringen des Bildes oder der Beschriftung, auf die Glasoberfläche einzusetzen, optional als zweite Beschichtung, wobei die erste Beschichtung eine PVA- oder eine Nicht-PVA-Beschichtung sein kann.
- Die Erfindung wird nun anhand einiger Beispiele erläutert, welche ein besseres Verständnis der Erfindung ermöglichen, diese jedoch nicht beschränken.
- BEISPIELE
- 12 oz Langhalsbierflaschen wurden in unterschiedlichen Weisen vorbereitet und mit einer Acrylfarbbeschichtung in einer Stärke von 12 μm ausgerüstet. Die Flaschen wurden in einem Liniensimulator getestet, in welchem die Zeit auftraten, bis zu welcher Fehler in der Oberfläche während der Naßlinienschleifung bestimmt wurde. Die Einstellung des Liniensimulators korrespondiert mit einer Linie von 972 Flaschen pro Minute und einem Gleitwinkel von 35°.
- In Tabelle 1 ist die Art der Vorbehandlung der Flaschen vor der Aufbringung der Acrylfarbbeschichtung wiedergegeben und in Tabelle 2 sind die resultierenden Linienabschleifungstests wiedergegeben. Die Acrylbeschichtung wurde auf die Vorbeschichtung, wenn eine vorhanden war, ohne weitere Oberflächenbehandlung aufgebracht.
- Die Ergebnisse zeigen klar, daß die Verwendung von Polyvinylalkohol als Vorbeschichtung verbesserte Ergebnisse bei der Haftung von Acrylbeschichtungen zeigt.
Claims (25)
- Glasbehälter, ausgerüstet auf mindestens einer Oberfläche mit einer polymerbasierenden Beschichtung und/oder einer Polymerbeschriftung, wobei die Oberfläche mit einer Vorbeschichtung aus mindestens einem Polyvinylalkohol unterhalb der polymerbasierenden Beschichtung und/oder der Polymermarkierung ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorbeschichtung in einer Menge von bis zu 2 mg/dm2 vorliegt.
- Behälter gemäß Anspruch 1, wobei die Oberfläche mit einer Beschriftung versehen wurde.
- Behälter gemäß Anspruch 2, wobei die Markierung auf einer Polymerfilm-Trägermarkierungsgrafik oder einem Nurtinten-Bildtransfersystem beruht.
- Behälter gemäß Anspruch 1, wobei die Beschichtung haltbar, gleitfähig, hoch stoßfest ist und das Erscheinungsbild des Glasbehälters auf welchem sie angebracht ist erhöht.
- Behälter gemäß Anspruch 4, wobei die Beschichtung über einer Beschriftung aufgetragen wird.
- Behälter gemäß Anspruch 4 oder 5, wobei die Beschriftung eine polymere oder eine Papierbeschriftung ist.
- Behälter gemäß der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Polyvinylalkoholbeschichtung auf einer silanbehandelten Glasoberfläche aufgetragen wird oder eine Silanbehandlung auf der Polyvinylalkoholbeschichtung vorgenommen wird.
- Behälter gemäß der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein silanmodifizierter Polyvinylalkohol verwendet wird.
- Behälter gemäß der Ansprüche 1 bis 8, wobei eine weitere Beschichtung wie eine Polyethylenbeschichtung, auf der Polyvinylalkoholbeschichtung aufgebracht wird, optional auch über der Beschriftung.
- Behälter gemäß der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Polyvinylalkohol ein Molekulargewicht von 10.000 bis 500.000 aufweist.
- Behälter gemäß der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Polyvinylalkohol durch ein Hydrolysegrad von über 87%, bevorzugt über 99% definiert ist.
- Behälter gemäß der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Menge an Polyvinylalkoholbeschichtung zwischen 0,2 und 2 mg/dm2 liegt.
- Behälter gemäß der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Menge an Polyvinylalkoholbeschichtung so groß ist, daß die Oberfläche einen Gleitwinkel von 14 bis 25 Grad aufweist.
- Verfahren zur Bereitstellung eines beschichteten und/oder beschrifteten Glasbehälters, wobei das Verfahren die Bereitstellung eines Glasbehälters, Aufbringung einer Polyvinylalkoholvorbeschichtung auf dem Glasbehälter durch Behandlung der Oberfläche des Glasbehälters mit einer wäßrigen Lösung eines Polyvinylalkohols, Trocknen der Vorbeschichtung und Aufbringen einer Beschriftung und/oder einer weiteren Beschichtung über der ersten Beschichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorbeschichtung in einer Menge von bis zu 2 mg/dm2 vorliegt.
- Verfahren gemäß Anspruch 14, wobei die Menge an Polyvinylalkoholbeschichtung zwischen 0,2 und 2 mg/dm2 liegt.
- Verfahren gemäß Anspruch 14 oder 15, wobei die wäßrige Lösung zwischen 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,25 und 5 Gew.-% Polyvinylalkohol beinhaltet.
- Verfahren gemäß der Ansprüche 14 bis 16, wobei die wäßrige Lösung durch Sprüh-, Eintauch- oder Rollbeschichtung aufgebracht wird.
- Verfahren gemäß der Ansprüche 14 bis 17, wobei die Vorbeschichtung bei einer Temperatur zwischen 150 und 250°F, bevorzugt zwischen 170 und 190°F aufgebracht wird.
- Verfahren gemäß der Ansprüche 14 bis 18, wobei die Vorbeschichtung auf der Oberfläche eines silanbehandelten Glases aufgebracht ist oder die Silanbehandlung auf der Vorbeschichtung vorgenommen wird.
- Verfahren gemäß der Ansprüche 14 bis 19, wobei eine Beschriftung auf Basis einer Polymerfilm-Trägerbeschriftungsgrafik oder eines Nurtinten-Bildtransfersystems auf der Vorbeschichtung aufgebracht wird.
- Verfahren gemäß der Ansprüche 14 bis 20, wobei eine weitere Polyethylenbeschichtung aufgebracht wird.
- Verfahren gemäß der Ansprüche 14 bis 20, wobei eine weitere Beschichtung über der Polyvinylalkoholvorbeschichtung aufgebracht wird, die haltbar, hoch stoßfest ist und das Erscheinungsbild des Glasbehälters erhöht.
- Verfahren gemäß Anspruch 22, wobei die Beschichtung ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus härtbaren Acrylen, Urethanen, Acryl-Urethan und Epoxiden.
- Verfahren gemäß der Ansprüche 14 bis 23, wobei die Polyvinylalkoholbeschichtung auf unbeschichtetem Glas aufgetragen wird.
- Verwendung von Polyvinylalkohol in einer Menge bis zu 2 mg/dm2 zur Verbesserung der Adhäsion von Beschichtungen aus Glas.
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