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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Funduskamera zum Photographieren
eines Fundus eines zu untersuchenden Auges.
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Bei
den Funduskameras wurden diejenigen des nicht-Mydriasis-Typs verbreitet
zum Photographieren eines Fundus mit sichtbarem Licht, während der
Fundus mit Infrarotlicht betrachtet wird, verwendet. Ferner sind
auch Funduskameras bekannt, die mit einer zusätzlichen Funktion eines Photographierens
sichtbarer Fluoreszenz (Fluorescein-Angiographie) (mit Mydriatika)
ausgestattet sind.
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Herkömmlich schaltet
dieser Typ von Funduskamera zwischen einem Strahlengang eines optischen
Betrachtungssystems (nachstehend einfach als Betrachtungsstrahlengang
bezeichnet) und einem Strahlengang eines optischen Photographiersystems
(nachstehend einfach als Photographiestrahlengang bezeichnet) unter
Verwendung eines ausklappbaren Spiegels um. Darüber hinaus wird bei einer solchen
Kamera zum Zeitpunkt der Fluoreszenzphotographie ein Infrarotübertragungsfilter
in einem Strahlengang eines optischen Beleuchtungssystems (nachstehend
einfach als Beleuchtungsstrahlengang bezeichnet) aus dem Beleuchtungsstrahlengang
entfernt, und ein Anregungsfilter zur Fluoreszenzanregung wird in
den Beleuchtungsstrahlengang eingesetzt. Dann wird nach der Durchführung einer
Ausrichtung mit einem mit sichtbarem Licht betrachteten Fundus ein
Barrierefilter zur Fluoreszenzphotographie in den Photographiestrahlengang
eingesetzt.
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Bei
dieser Art von Funduskamera ist es jedoch erforderlich, Vorgänge wie
z.B. das Antreiben eines ausklappbaren Spiegels oder das mit dem
Auslösen
eines Blitzes (Beleuchtung) einer Blitzlichtlampe zum Photographieren
synchrone Einsetzen eines Anregungsfilter und eines Barrierefilters
durchzuführen.
Demgemäß sind ein
Antriebsmechanismus und eine Steuersequenz für diese Vorgänge kompliziert, was
die Möglichkeit
von Schwierigkeiten wie z.B. eines Ausfalls aufgrund von Verbindungselementen
erhöht.
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Darüber hinaus
erfordert es zum Zeitpunkt der Fluoreszenzphotographie viel Zeit
und Mühe
zu Photographieren, wenn der Anregungsfilter und der Barrierefilter
nacheinander manuell eingesetzt werden.
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In
F.C. Delori, „Spectrophotometer
for noninvasive measurement of intrinsic fluorescence and ocular
fundus", Applied
Optics US, Optical Society of America, Washington DC, Band 33, Nr.
31, 1. Novemer 1994, ist ein Spektrophotometer zur nicht-invasiven
Messung der intrinsischen Fluoreszenz und des Reflexionsvermögens des
Augenfundus beschrieben. Das Spektrophotometer nutzt eine Mehrkanalspektralanalyse
zum Aufzeichnen von Fluoreszenzemissionsspektren (500 bis 800 nm)
mit sieben Anregungswellenlängen
zwischen 430 und 550 nm und zur Bestimmung der Reflexionsspektren
des Fundus (400 bis 800 nm).
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Die
vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die vorstehend genannten
Umstände
gemacht und die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
ist die Lösung
der vorstehend genannten Probleme, wodurch eine Funduskamera bereitgestellt
wird, welche die Betrachtung, Farbphotographie und Fluoreszenzphotographie
erleichtern kann, ohne komplizierte Strukturen zu erfordern.
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Diese
Aufgabe wird durch die Funduskamera nach Anspruch 1 gelöst.
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Weiterentwicklungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
beigefügten
Zeichnungen, die in diese Beschreibung einbezogen sind und einen
Teil dieser Beschreibung bilden, veranschaulichen erfindungsgemäße Ausführungsformen
und dienen zusammen mit der Beschreibung zur Erläuterung der Aufgaben, Vorteile
und Prinzipien der Erfindung. In den Zeichnungen ist
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1 eine
Ansicht, die eine schematische Konfiguration eines optischen Systems
in einer Funduskamera als eine bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsform
zeigt,
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2 eine
schematische Konfiguration von Primäreinheiten eines Steuersystems
in der Funduskamera als bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsform zeigt,
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3 eine
Ansicht, die eine Wellenlängen-selektierende
Eigenschaft eines Anregungsfilters EX veranschaulicht und
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4 eine
Ansicht, die eine Wellenlängen-selektierende
Eigenschaft eines Barrierefilters BA veranschaulicht.
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Nachstehend
wird eine bevorzugte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Funduskamera unter
Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben. Die 1 ist eine
Ansicht, die eine schematische Konfiguration eines optischen Systems
der Funduskamera der vorliegenden bevorzugten Ausführungsform
zeigt, die mit einem optischen Beleuch tungssystem 1, einem
optischen Photographiersystem 2 und einem optischen Betrachtungssystem 3 ausgestattet
ist.
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Optisches
Beleuchtungssystem
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Das
Bezugszeichen 10 ist eine Halogenlampe als Betrachtungslichtquelle.
Das-Bezugszeichen 11 ist eine Kondensorlinse. Das Bezugszeichen 12 ist ein
Infrarotfilter mit einer Wellenlängen-selektierenden
Eigenschaft der Übertragung
von Infrarotlicht. Das Bezugszeichen 15 ist ein dichroitischer
Spiegel mit einer Wellenlängen-selektierenden
Eigenschaft der Reflexion von Infrarotlicht und der Übertragung von
sichtbarem Licht. Es ist ferner möglich, anstelle der Halogenlampe
eine Infrarotlichtquelle wie z.B. eine Infrarot-LED einzusetzen,
die das Erfordernis des Filters 12 ausschließen würde.
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Das
Bezugszeichen 13 ist eine Blitzlichtlampe als Quelle für sichtbares
Licht zum Photographieren. Das Bezugszeichen 14 ist eine
Kondensorlinse und die Bezugsbuchstaben EX sind ein Anregungsfilter,
der derart angeordnet ist, dass er in den Strahlengang zwischen
dem dichroitischen Spiegel 15 und der Blitzlichtlampe 13 eingesetzt
und daraus entfernt werden kann. Der in der 3 gezeigte
Anregungsfilter EX weist eine Wellenlängen-selektierende Eigenschaft
der Übertragung
von sichtbarem Licht mit Wellenlängen
von etwa 450 nm bis 520 nm auf. Ferner wird der Anregungsfilter
EX zum Zeitpunkt der normalen Farbphotographie aus dem Strahlengang herausgehalten
und zum Zeitpunkt der Fluoreszenzphotographie in dem Strahlengang
gehalten.
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Ein
optisches Beleuchtungssystem 1a des optischen Beleuchtungssystems 1,
das einem optischen Infrarotbeleuchtungssystem und einem optischen
Beleuchtungssystem mit sichtbarem Licht gemeinsam ist, umfasst einen
Ringschlitz 16, eine Übertragungslinse 17a,
einen Spiegel 18, eine Schwarzpunktplatte 19 mit
einem in ihrer Mitte angeordneten kleinen schwarzen Punkt, eine Übertragungslinse 17b,
einen Spiegel 21 mit einer Öffnung und eine Objektivlinse 20,
die gleichzeitig dem optischen Photographiersystem 2 angehören.
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Das
Infrarotbeleuchtungslicht und das sichtbare Beleuchtungslicht (wenn
der Anregungsfilter eingesetzt wird, wird das letztgenannte Licht
zum Anregungslicht für
eine Fluoreszenz, deren Wellenlängen
ausgewählt
worden sind) werden durch den dichroitischen Spiegel 15 koaxial
gemacht, um den Schlitz 16 zu beleuchten. Nach der Bildung
eines Zwischenbilds in der Nähe
der Öffnung
des Spiegels 21 mittels der Linse 17a, des Spiegels 18,
der Schwarzpunktplatte 19 und der Linse 17b wird
das Licht, das durch den Ringschlitz 16 hindurchtritt (Ringschlitzlicht),
so reflektiert, dass es zur optischen Achse des optischen Photographiersystems 2 koaxial
ist. Sobald es durch die Objektivlinse 20 in der Nähe der Pupille
eines zu untersuchenden Auges E konvergiert worden ist, verteilt
sich das Licht (Ringschlitzlicht), das durch den Spiegel 21 reflektiert
worden ist, und beleuchtet den Fundus Ef des Auges E einheitlich.
Wenn das Ringschlitzlicht in die Objektivlinse 20 eintritt,
kann es eine gewisse Reflexionslichtmenge erzeugen, die zum Zeitpunkt
des Betrachtens und Photographierens des Bilds des Fundus Ef nachteilig
wäre. Daher
ist das optische Beleuchtungssystem 1 (1a) so
gestaltet, dass das nachteilige Licht durch den kleinen schwarzen
Punkt absorbiert wird, der in der Mitte der Schwarzpunktplatte 19 bereitgestellt
ist.
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Optisches
Photographiersystem
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Das
optische Photographiersystem 2 ist im Allgemeinen mit der
Objektivlinse 20, dem Spiegel 21, einem photographischen
Diaphragma 22, einem Barrierefilter BA, der derart angeordnet
ist, dass er in den Strahlengang eingesetzt und aus diesem entfernt
werden kann, einer Fokussierlinse 23, die in der Richtung
einer optischen Achse bewegbar ist, einer Bilderzeugungslinse 24,
einem dichroitischen Spiegel (einem dichroitischen Prisma) 25,
das eine Wellenlängen-selektierende
Eigenschaft der Reflexion von Infrarotlicht und der Übertragung
von sichtbarem Licht aufweist, und einer CCD-Farbkamera zum Photographieren 26 mit
einer Empfindlichkeit für
den sichtbaren Bereich ausgestattet. Gemäß der 4 weist
der Barrierefilter BA eine Wellenlängen-selektierende Eigenschaft
der Übertragung
von Infrarotlicht und sichtbarem Licht mit Wellenlängen von
mehr als etwa 520 nm auf. Ferner wird der Barrierefilter BA bei
der normalen Farbphotographie aus dem Strahlengang herausgehalten
und bei der Fluoreszenzphotographie in den Strahlengang gehalten.
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Ferner
kann durch die Verwendung einer progressiven, Non-interlaced-Abtastkamera
als Kamera 26 anstelle einer Interlaced-Kamera zur Verwendung
mit einem analogen TV ein photographiertes Bild des Fundus Ef sofort
als digitalisiertes elektronisches Bild verwendet werden.
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Optisches
Betrachtungssystem
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Das
optische Betrachtungssystem 3 hat die optischen Komponenten
der Linse 20 bis zu dem dichroitischen Spiegel 25 mit
dem optischen Photographiersystem 2 gemeinsam und der dichroitische Spiegel 25 teilt
einen Strahlengang. Infrarotreflexionslicht von dem Fundus Ef, das
von dem dichroitischen Spiegel 25 reflektiert worden ist,
wird durch eine Übertragungslinse 30 übertragen
(durchgelassen) und ferner von dem Spiegel 31 reflektiert,
so dass ein spiegelverkehrtes Bild korrigiert und ein Bild des Fundus
Ef in einer CCD- Betrachtungskamera 32 gebildet
wird, die für
den Infrarotbereich empfindlich ist. Das Bild des Fundus Ef, das
von der Kamera 32 photographiert worden ist, wird einfarbig
auf einer Flüssigkristallanzeige
(LCD) 53 angezeigt.
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Nachstehend
wird der Betrieb der Funduskamera, welche die vorstehend beschriebene
Struktur aufweist, unter Bezugnahme auf die schematische Ansicht
von Primäreinheiten
des Steuersystems erläutert,
die in der 2 gezeigt ist.
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Als
erstes wird der Fall einer normalen Farbphotographie beschrieben,
die ohne Mydriatika durchgeführt
wird. Zum Zeitpunkt dieser Art von Photographie sind der Filter
EX und der Filter BA aus ihren jeweiligen Strahlengängen entfernt.
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Das
Licht von der Lampe 10 tritt durch die Linse 11 und
dann durch den Filter 12 hindurch, wo dessen Wellenlängen im
Infrarotbereich selektiert werden, und das resultierende Infrarotlicht
wird von dem dichroitischen Spiegel 15 reflektiert, um
den Schlitz 16 zu beleuchten. Das Infrarotbeleuchtungslicht,
das den Schlitz 16 passiert hat, beleuchtet den Fundus
Ef mittels der Linse 17a, des Spiegels 18, der Schwarzpunktplatte 19,
der Linse 17b, des Spiegels 21 und der Linse 20 einheitlich.
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Das
Infrarotreflexionslicht von dem Fundus Ef passiert die Linse 20 und
die Öffnung
des Spiegels 21 und wird dann durch den dichroitischen
Spiegel 25 über
das Diaphragma 22, die Linse 23 und die Linse 24 reflektiert.
Nach dem Passieren der Linse 30 wird das Infrarotreflexionslicht
weiter von dem Spiegel 31 reflektiert, so dass ein Bild
auf der Photographieroberfläche
der Kamera 32 gebildet wird. Nach einer A/D-Wandlung bilden
Bildsignale von der Kamera 32 ein Eingangssignal in die
LCD 53 mittels einer Bildspeicher/Bildverarbeitungseinheit 51 und
der Bildkonvertiereinheit 52 zum Konvertieren von Bildsignalen
in diejenigen für
eine LCD-Anzeige, so dass das Bild des Fundus Ef (des Auges E) einfarbig
angezeigt wird.
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Während das
Bild des Fundus Ef (des Auges E) auf der LCD 53 betrachtet
wird, führt
der Untersuchende eine Ausrichtung durch. (An diesem Punkt kann
die Ausrichtung unter Verwendung eines Ausrichtungsreflexes durchgeführt werden,
der durch Infrarotlicht gebildet wird, das durch ein nicht veranschaulichtes
optisches Ausrichtungssystem auf die Hornhaut des Auges E projiziert
wird.) Wenn das Bild des Fundus Ef aufgrund eines Brechungsfehlers
des Auges E während
der Ausrichtung unscharf ist, verschiebt der Untersuchende die Linse 23 und
fokussiert sie auf den Fundus Ef. (Zu diesem Zeitpunkt kann die
Linse 23 auf den Fundus Ef unter Verwendung eines Fokusindex
wie z.B. einer geteilten Grundlinie, die durch Infrarotlicht gebildet
wird, fokussiert werden, die durch ein nicht veranschaulichtes optisches
Fokussiersystem auf den Fundus Ef projiziert wird.)
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Sobald
der Untersuchende auf der LCD 53 das Bild des Fundus Ef,
das er photographieren will, betrachten kann, gibt er durch Drücken eines
Photographierschalters 55 ein Auslösesignal ein. Nachdem das Auslösesignal
eingegeben worden ist, schaltet eine Steuereinheit 50 die
Lampe 13 ein. Das von der Lampe 13 emittierte
sichtbare Beleuchtungslicht wird durch die Linse 14 und
den dichroitischen Spiegel 15 übertragen, so dass es mit dem
Strahlengang des Infrarotbeleuchtungslichts koaxial gemacht wird.
Danach verläuft
das sichtbare Beleuchtungslicht entlang des gleichen Strahlengangs
wie das Infrarotbeleuchtungslicht, um den Fundus Ef zu beleuchten.
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Das
sichtbare Reflexionslicht von dem Fundus Ef wird durch den dichroitischen
Spiegel 25 nach dem Passieren der Linse 20, der Öffnung des
Spiegels 21, des Diaphragmas 22, der Linse 23 und
der Linse 24 in der gleichen Weise wie bei dem Infrarotreflexionslicht übertragen.
Dann bildet das sichtbare Reflexionslicht, das durch den dichroitischen
Spiegel 25 übertragen
worden ist, ein Bild des Fundus Ef auf der Photographieoberfläche der
Kamera 26. Bildsignale von der Kamera 26 werden
als Standbilder in die Bildspeicher/Bildverarbeitungseinheit 51 synchron mit
dem Auslösen
des Blitzes (Beleuchtung) der Lampe 13 eingegeben und gespeichert.
An diesem Punkt schaltet die Steuereinheit 50 die Bildsignale, die
von der Bildspeicher/Bildverarbeitungseinheit 51 gesendet
worden sind, auf die Bildsignale um, die das durch die Kamera 26 photographierte
Farbbild darstellen. Die Bildsignale des Farbbilds werden dann durch
die Bildkonvertierungseinheit 52 der LCD 53 als
Eingangssignal zugeführt,
so dass das Bild des Fundus Ef in Farbe angezeigt wird.
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Als
nächstes
wird die Fluoreszenzphotographie beschrieben. Bei der Fluoreszenzphotographie werden
der Filter EX und der Filter BA in ihren jeweiligen Strahlengang
eingesetzt. Dieser Vorgang kann auch manuell durchgeführt werden,
jedoch kann das System auch so konfiguriert werden, dass die Steuereinheit 50 als
Reaktion auf Signale zur Selektion eines Fluoreszenzphotographiemodus über einen Photographiermodus-Wechselschalter 54 einen
Anregungsfilter-Einsetz/Entfernungsmechanismus 61 und einen
Barrierefilter-Einsetz/Entfernungsmechanismus 62 betätigt, die
beide elektrisch angetrieben werden.
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Mydriatika
werden in das Auge E eingeträufelt,
um eine ausreichende Mydriasis zu erreichen, worauf die Lampe 10 eingeschaltet
und anschließend
eine Ausrichtung durchgeführt
wird. Die Lampe 10 emittiert Infrarotbeleuchtungslicht,
das den Filter 12 passiert, so dass der Fundus Ef beleuchtet
wird. Das Infrarotreflexionslicht von dem Fundus Ef tritt in den
Filter BA über
die Linse 20, die Öffnung
des Spiegels 21 und das Diaphragma 22 ein. Da
der Filter BA das Licht mit Wellenlängen von mehr als etwa 520 nm,
einschließlich
des Infrarotbereichs (vgl. die 4) überträgt, wird
das Infrarotreflexionslicht nicht gesperrt, sondern durch den Filter
BA übertragen
und durch den dichroitischen Spiegel 25 über die
Linse 23 und die Linse 24 reflektiert. Das durch
den dichroitischen Spiegel 25 reflektierte Infrarotreflexionslicht bildet
mittels der Linse 30 und des Spiegels 31 ein Bild
auf der Photographieroberfläche
der Kamera 32, so dass ein einfarbiges Bild des Fundus
Ef auf der LCD 53 angezeigt wird.
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Während das
Bild des Fundus Ef auf der LCD 53 betrachtet wird, verschiebt
der Untersuchende die Linse 23 und nimmt eine Einstellung
vor, so dass das Bild des Fundus Ef fokussiert wird. Dann injiziert
der Untersuchende Fluorescein-Natrium (ein Fluoreszenzmittel) in
die Venen des Auges E und wenn der Untersuchende annimmt, dass das
Kontrastmittel (das Fluoreszenzmittel) die Venen des Fundus Ef erreicht
hat, bedient er den Schalter 55, um ein Auslösesignal einzugeben. Nach dem
Empfang des Auslösesignals
bringt die Steuereinheit 50 die Lampe 13 zum Emittieren
von sichtbarem Beleuchtungslicht, das dann durch den Filter EX auf blaues
Licht begrenzt wird, wobei es sich um das Anregungslicht für die Fluoreszenz
handelt und das entlang des vorstehend beschriebenen Strahlengangs läuft, um
den Fundus Ef zu beleuchten. Der Filter BA sperrt das Reflexionslicht
vollständig,
das aus dem Anregungslicht resultierte und von dem Fundus Ef reflektiert
worden ist, so dass das Reflexionslicht selbst nicht in die jeweilige
Kamera 26 und 32 eintritt.
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Andererseits
tritt in dem Fundus Ef, der durch das Anregungslicht beleuchtet
worden ist, welches das in den Venen des Fundus Ef umlaufende Fluoreszenzmittel
anregt, eine Fluoreszenz einer Bande über 520 nm auf. Diese Fluoreszenz
tritt in den Filter BA über
die Linse 20, den Spiegel 21 und das Diaphragma 22 ein,
so dass es durch den Filter BA übertragen
wird. Danach wird die Fluoreszenz durch den dichroitischen Spiegel 25 über die
Linse 23 und die Linse 24 übertragen, so dass ein Bild
auf der photographischen Oberfläche
der Kamera 26 gebildet wird. Auf dieser Stufe ist es möglich, eine
Fluoresceinangiographie durchzuführen.
Die Steuereinheit 50 speichert ein Fluoresceinangiographiebild
in der Bildspeicher/Bildverarbeitungseinheit 51 synchron mit
dem Auslösen
des Blitzes (Beleuchtung) der Lampe 13. Dann schaltet die
Steuerung durch die Steuereinheit 50 die von der Bildspeicher/Bildverarbeitungseinheit 51 gesendeten
Bildsignale zu denjenigen Signalen, die das gespeicherte Bild darstellen, so
dass auf der LCD 53 durch die Bildkonvertiereinheit 52 ein
Bild des Fundus in Farbe angezeigt wird.
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Mit
der Steuereinheit 50 ist eine Bildspeichereinheit 60 verbunden,
die eine MO (magnetooptische Scheibe) und/oder eine Speicherkarte
zum Speichern großer
Bilddatenmengen um fasst. Die durch die normale Farbphotographie
und die Fluoreszenzphotographie aufgenommenen Bilder werden durch
die Bildspeicher/Bildverarbeitungseinheit 51 erfasst und
dann in der Bildspeichereinheit 60 gespeichert. Die gespeicherten
Bilddaten können
an einem externen Computer 70, mit dem die Bildspeichereinheit 60 verbunden
ist, gesendet und von diesem ausgegeben werden. Folglich kann der
Untersuchende die Bilder des Fundus Ef durch Anzeigen dieser Bilder
auf einer Anzeige 71 des Computers 70 betrachten
und durch einen Drucker 72 auch ausdrucken. Im Fall der
Verwendung einer Speicherkarte für die
Bildspeichereinheit 60 ist es z.B. dadurch, dass der externe
Computer 70 die Daten von der Speicherkarte liest und zu
dieser sendet, möglich,
dass Bilder des Fundus Ef auf der Anzeige 71 angezeigt werden
und dass diese durch den Drucker 72 ausgedruckt werden.
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Wie
es vorstehend beschrieben worden ist, wird es durch die erfindungsgemäße Funduskamera durch
die Verwendung des dichroitischen Spiegels zum Schalten zwischen
dem Strahlengang des optischen Infrarotbetrachtungssystems und dem
Strahlengang des optischen Photographiesystems für sichtbares Licht möglich, eine
komplizierte Struktur wie z.B. einen Antriebsmechanismus zum Invertieren eines
Spiegels oder eine Antriebssequenz, die mit der Blitzlichtlampe
synchronisiert ist, zu vermeiden. Darüber hinaus benötigt diese
Art von Funduskamera zum Zeitpunkt der Fluoreszenzphotographie keinerlei
Mechanismus zum Antreiben des Anregungsfilters und des Barrierefilters
synchron mit der Blitzlichtlampe. D.h., selbst wenn die jeweiligen
Filter im Vorhinein in die entsprechenden Strahlengänge eingesetzt
worden sind, ist es möglich,
Untersuchungen mit Infrarotlicht- und Fluoreszenzphotographie in
der gleichen Weise durchzuführen,
wie dies bei der normalen Farbphotographie der Fall ist.
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Es
sollte beachtet werden, dass das System auch so konstruiert werden
kann, dass der Filter BA zwischen dem dichroitischen Spiegel 25 und
der Kamera 26 angeordnet ist. In diesem Fall sollte der
Filter BA mindestens eine Wellenlängen-selektierende Eigenschaft
des Sperrens von sichtbarem Licht mit Wellenlängen von etwa 450 bis 520 nm
oder des Übertragens
nur von Fluoreszenz aufweisen. Wenn der Filter BA als solcher angeordnet
wird, würde
jedoch eine Tendenz dahingehend bestehen, dass zum Zeitpunkt der
Fluoreszenzphotographie optische Fehler auftreten. D.h., da der
Filter BA in dem Strahlengang angeordnet ist, der für die Photographie
vorgesehen ist, kann ein Bild, dass mittels Fluoreszenz photographiert
worden ist, im Vergleich zu einem Fokussieren eines Bilds zur Betrachtung,
das mit der Kamera 32 fokussiert worden ist, unscharf sein.
Im Gegensatz dazu wird es durch das Anordnen des Filters BA in dem
Strahlengang, der dem optischen Betrachtungssystem und dem optischen
Photographiersystem gemeinsam ist, möglich, die gleichen optischen
Veränderungen
in zwei Strahlen von Reflexionslicht von dem Fundus Ef, die in die
jeweiligen Kameras 26 und 32 eintreten, durchzuführen, und
dadurch die optische Differenz zwischen dem Bild zur Betrachtung
und dem Bild, das mit Fluoreszenz photographiert worden ist, zu
vermindern.
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Gemäß der vorstehenden
vollständigen
Beschreibung der vorliegenden Erfindung können die Betrachtung, die Farbphotographie
und die Fluoreszenzphotographie einfach durchgeführt werden, ohne eine komplizierte
Struktur zu verwenden.
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Die
vorstehende Beschreibung der bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsformen
wurde zum Zwecke der Veranschaulichung und Beschreibung angegeben.
Die Beschreibung soll die Erfindung nicht auf die genaue beschriebene
Form beschränken
und im Hinblick auf die vorstehend genannten Lehren sind Modifizierungen
und Variationen möglich,
oder diese können
sich aus der praktischen Durchführung
der Erfindung ergeben. Die zur Erläuterung der Prinzipien der
Erfindung und deren praktische Anwendung ausgewählten und beschriebenen Ausführungsformen
ermöglichen
es dem Fachmann, die Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen
und mit verschiedenen Modifizierungen zu nutzen, die für die jeweils
vorgesehene Anwendung geeignet sind. Der Schutzbereich der Erfindung wird
durch die beigefügten
Ansprüche
beschränkt.