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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft neue, pharmakologisch wirksame Imidazolderivate
und pharmazeutisch verträgliche
Salze und Ester davon sowie Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische
Zusammensetzungen, die sie enthalten.
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Es
ist bekannt, daß einige
Imidazolderivate eine Affinität
für alpha-1-
und/oder alpha-2-Adrenozeptoren haben. So beschreibt u. a. die WO-A-97
12874 Imidazol-substituierte (1,2,3,4-Tetrahydro-1-naphthalinyl)- und
(2,3-Dihydro-1H-inden-1-yl)-Derivate,
von denen festgestellt wird, daß sie
eine Affinität
für alpha-2-Adrenozeptoren
besitzen, wobei die meisten von ihnen selektive alpha-2-Adrenozeptor-Agonisten
sind. Die EP-A-0 717 037 beschreibt 4-(1,2,3,4-Tetrahydro-1-naphthalinyl)- und
4-(2,3-Dihydro-1H-inden-1-yl)-1H-imidazol-Derivate mit der Aktivität von alpha-2-Adrenozeptor-Agonisten
und alpha-1-Adrenozeptor-Antagonisten. Andererseits sind die in
EP-A-0 183 492 offenbarten Imidazolderivate als selektive alpha-2-Adrenozeptor-Antagonisten bekannt.
Verbindungen, die auf diese alpha-Adrenozeptoren wirken, können bei
Säugern
zahlreiche verschiedene periphere Wirkungen und/oder Wirkungen auf
das ZNS (Zentralnervensystem) ausüben.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfinder haben nun gefunden, daß die
vorliegenden Imidazolderivate der Erfindung eine Affinität für alpha2-Adrenozeptoren zeigen,
so daß sie
zur Behandlung verschiedener Störungen
oder Erkrankungen nützlich
sein können,
an denen die alpha2-Adrenozeptoren beteiligt sind. Solche Störungen oder
Erkrankungen beinhalten verschiedene Störungen des Zentralnervensystems
(ZNS), d. h. neurologische Störungen,
psychiatrische Störungen
oder Kognitionsstörungen,
sowie verschiedene Störungen
des peripheren Systems, z. B. Diabetes, ortho statische Hypotonie,
lipolytische Störungen
(wie Fettsucht) oder sexuelle Dysfunktion.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Imidazolderivate der Erfindung können
durch die folgende Formel (I) dargestellt werden:
worin
X -CH2-(CH2)
p-, -O-, =NH oder -S- ist;
R1 eine Phenyl-,
Naphthyl-, 1,2,3,4-Tetrahydronaphthyl-, C
3-C
7-Cycloalkyl-,
C
5-C
7-Cycloalkenyl-,
C
5-C
7-Cycloalkinyl-
oder eine mono- oder bicyclische aromatische oder teilweise oder
vollständig
gesättigte
heterocyclische Gruppe mit 5 bis 10 Ringatomen ist, die aus Kohlenstoffatomen
und ein bis drei Heteroatomen besteht, die ausgewählt sind
aus N, O und S;
wobei diese Phenyl-, Naphthyl-, 1,2,3,4-Tetrahydronaphthyl-,
C
3-C
7-Cycloalkyl-,
C
5-C
7-Cycloalkenyl-, C
5-C
7-Cycloalkinyl- oder diese mono-
oder bicyclische aromatische oder teilweise oder vollständig gesättigte heterocyclische
Gruppe gegebenenfalls mit ein bis drei Substituenten substituiert
ist, die unabhängig
ausgewählt
sind aus Halogen, -OH, -NH
2, Halo-C
1-C
6-alkyl, C
1-C
6-Alkyl, C
2-C
6-Alkenyl, C
2-C
6-Alkinyl, C
1-C
6-Alkoxy, OH-(C
1-C
6)-alkyl, NH
2-(C
1-C
6)-alkyl und Mono-
oder Di(C
1-C
6-alkyl)amino;
R
2 H oder C
1-C
6-Alkyl ist;
R
3 H
oder C
1-C
6-Alkyl
ist;
R
4 H oder C
1-C
6-Alkyl ist;
R
5 H
ist oder R
5 und R
7 zusammen
eine Bindung bilden;
jedes R
6 unabhängig Halogen,
-OH, -NH
2, Halo-C
1-C
6-alkyl, C
1-C
6-Alkyl, C
1-C
6-Alkoxy oder OH-(C
1-C
6)-alkyl ist;
R
7 H,
OH oder C
1-C
4-Alkyl
ist oder R
7 und R
5 zusammen
eine Bindung bilden;
jedes R
8 unabhängig OH,
C
1-C
6-Alkyl, Halo-C
1-C
6-alkyl oder C
1-C
6-Alkoxy ist;
m
0, 1, 2 oder 3 ist;
n 0 oder 1 ist;
p 0 oder 1 ist;
r
0 oder 1 ist;
t 0, 1 oder 2 ist;
oder pharmazeutisch verträgliche Ester
oder Salze davon.
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Wenn
X -CH
2-(CH
2)
p- ist und p 0 ist oder wenn X =NH ist,
dann befindet
sich der sperrige Substituent -(CR
2R
3)
r-R
1 vorzugsweise
in 2- oder 3-Stellung der 5-Ringkomponente (wobei das in den obigen
Formeln an das Ringkohlenstoffatom bzw. das Ringstickstoffatom gebundene H-Atom
natürlich
durch den Substituenten ersetzt ist).
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Wenn
X -CH
2-(CH
2)
p- ist und p 1 ist,
dann befindet sich der sperrige
Substituent -(CR
2R
3)
r-R
1 vorzugsweise
in 3- oder 4-Stellung der 6-Ringkomponente.
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Die
folgenden Untergruppen (1) bis (17) der Verbindungen. der Formel
I, entweder für
sich allein genommen oder in irgendeiner beliebigen Kombination
miteinander, sind bevorzugt:
- 1) n ist 0;
- 2) n ist 1;
- 3) n ist 1 und R4 und R5 sind
H;
- 4) r ist 0;
- 5) r ist 1 und R2 und R3 sind
unabhängig
H oder C1-C4-Alkyl; vorzugsweise
H;
- 6) t ist 0;
- 7) R7 ist H;
- 8) X ist -CH2-(CH2)p-; und p ist 0 oder 1;
- 9) X ist -CH2-(CH2)p- und p ist 0;
- 10) X ist -CH2-(CH2)p- und p ist 1;
- 11) X ist -O-;
- 12) R1 ist Phenyl, Naphthyl, 1,2,3,4-Tetrahydronaphthyl, C5-C7-Cycloalkyl,
C5-C7-Cycloalkenyl,
C5-C7-Cycloalkinyl, Pyridyl,
Pyrimidinyl, Thienyl, Furyl, Cyclohexyl, Piperidyl, Piperazinyl
oder Morpholinyl; vorzugsweise ist R1 Phenyl,
Naphthyl, Pyridyl, Thienyl, Furyl oder Cyclohexyl; z. B. ist R1 Phenyl; oder z. B. ist R1 Cyclohexyl;
- 13) R1 ist wie oben in Untergruppe (12)
definiert und mit ein bis drei Substituenten substituiert, die unabhängig ausgewählt sind
aus Halogen, -OH, -NH2, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl und
C1-C6-Alkoxy; vorzugsweise
mit ein bis drei, z. B. ein oder zwei, der Substituenten, die unabhängig ausgewählt sind
aus Halogen, -OH, C1-C6-Alkoxy und C1-C6-Alkyl; besonders
bevorzugt aus F, -OH und C1-C6-Alkoxy;
- 14) m ist 0; oder m ist 1 oder 2;
- 15) m ist 1 oder 2 und jedes R6 ist
unabhängig
Halogen, -OH, C1-C6-Alkoxy
oder C1-C6-Alkyl;
vorzugsweise F, -OH oder C1-C6-Alkoxy;
- 16) n ist 0 und X ist -CH2-(CH2)p-; und/oder
- 17) n ist 1 und X ist -CH2-(CH2)p-, -O-, =NH oder
-S-, z. B. -CH2-(CH2)p- oder -O-.
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Bevorzugte
Untergruppen der Verbindungen der Formel I sind u. a.
worin
R
1 bis R
8, m, n,
r und t wie oben definiert sind.
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In
einer Untergruppe der Verbindungen der Formel I, IA oder IB ist
r 0, oder r ist 1 und R2 und R3 sind H.
In einer weiteren Untergruppe der Verbindungen der Formel I, IA
oder IB ist n 0, oder n ist 1 und R4, R5 und R5 sind H.
Vorzugsweise ist t 0. Der optionale Substituent R6 befindet
sich z. B. in 5-und/oder
6-Stellung des Indanringsystems.
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In
einer weiteren bevorzugten Untergruppe der Verbindungen I, IA oder
IB ist R1 Phenyl, Naphthyl, Pyridyl, Thienyl,
Furyl oder Cyclohexyl, z. B. Phenyl, Pyridyl oder Cyclohexyl, wie
Phenyl oder Cyclohexyl, z. B. Phenyl, von denen jedes gegebenenfalls
mit ein bis drei, z. B. ein oder zwei, der Substituenten substituiert
ist, die unabhängig
ausgewählt
sind aus Halogen, -OH, -NH2, Halo-C1-C6-alkyl, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, C1-C6-Alkoxy, OH-(C1-C6)-alkyl, NH2-(C1-C6-)-alkyl und
Mono- oder Di(C1-C6-alkyl)amin;
z. B. aus Halogen, -OH, C1-C6-Alkoxy
und C1-C6-Alkyl;
vorzugsweise aus F, -OH und C1-C6-Alkoxy.
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In
einer weiteren bevorzugten Untergruppe der Verbindungen I, IA oder
IB ist m 0, oder m ist 1 oder 2 und jedes R6 ist
unabhängig
Halogen, -OH oder C1-C6-Alkoxy.
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Eine
weitere Untergruppe der Verbindungen der Formel I sind Verbindungen
der Formel IC oder ID
worin
R
1 bis R
8, m, n,
r und t wie oben definiert sind.
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Eine
weitere Untergruppe der Verbindungen der Formel I sind Verbindungen
der Formel IE
worin R
1 bis
R
8, m, n und r wie oben definiert sind und
t 0 oder 1 ist.
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Die
hier verwendeten Begriffe haben die folgende Bedeutung: Ein Halogen
oder Halo ist z. B. Fluor, Chlor, Brom oder Iod, vorzugsweise Fluor
oder Chlor, besonders bevorzugt Fluor. Der hier als solcher oder
als Teil einer anderen Gruppe verwendete Begriff C1-C6-Alkylgruppe umfaßt sowohl geradkettige als
auch verzweigtkettige Reste mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise
1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Der Begriff C1-C6-Alkoxy
bedeutet -O(C1-C6-Alkyl),
wobei C1-C6-Alkyl
wie oben definiert ist. Der Begriff C2-C6-Alkenyl umfaßt sowohl geradkettige als
auch verzweigtkettige Reste mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
2 bis 4 Kohlenstoffatomen, die ein oder mehrere Doppelbindungen
enthalten. Der Begriff C2-C6-Alkinyl umfaßt sowohl
geradkettige als auch verzweigtkettige Reste mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, die ein oder mehrere Dreifachbindungen
enthalten. Der Begriff Halo-C1-C6-alkyl bedeutet einen wie oben definierten
C1-C6-Alkylrest,
der mit ein oder mehr wie oben definierten Haloresten substituiert
ist, z. B. Trifluormethyl, Difluormethyl usw. Der Begriff C3-C7-Cycloalkyl bedeutet
Cycloproply, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Cycloheptyl.
C5-C7-Cycloalkyl
bedeutet Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Cycloheptyl, vorzugsweise
Cyclopentyl oder Cyclohexyl. C5-C7-Cycloalkenyl
oder C5-C7-Cycloalkinyl
bedeutet wie oben definiertes C5-C7-Cycloalkyl, das ein oder mehrere Doppelbindungen
bzw. Dreifachbindungen in seiner Ringstruktur enthält. Mono-
oder bicyclische aromatische oder teilweise oder vollständig gesättigte heterocyclische Gruppen
mit 5 bis 10 Ringatomen, vorzugsweise 5 bis 6 Ringatomen, die aus
Kohlenstoffatomen und ein bis drei, vorzugsweise ein bis zwei Heteroatomen
bestehen, die aus N, Ound/oder S ausgewählt sind, bedeuten z. B. Pyridyl,
Pyrimidinyl, Thienyl, Furyl, Piperidinyl, Piperazinyl oder Morpholinyl,
vorzugsweise Pyridyl, Thienyl oder Furyl.
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Die
Verbindungen der Formel I und deren Untergruppen IA, IB, IC, ID
und IE sowie die pharmazeutisch verträglichen Ester und Salze davon
werden nachfolgend, wenn nicht anders angegeben, als Verbindungen der
Erfindung bezeichnet.
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Die
Verbindungen der Erfindung können
in ihrer Struktur ein oder mehrere chirale Kohlenstoffatome aufweisen.
Die Erfindung umfaßt
alle möglichen
Stereoisomere der Verbindungen I, einschließlich geometrischer Isomere,
z. B. Z- und E-Isomere (cis- und trans-Isomere), und optischer Isomere,
z. B. Diastereomere und Enantiomere. Außerdem umfaßt die Erfindung sowohl die
einzelnen Isomere als auch beliebige Mischungen davon, z. B. racemische
Mischungen. Die einzelnen Isomere können erhalten werden, indem
man die entsprechenden isomeren Formen des Ausgangsmaterials verwendet,
oder sie können
nach Herstellung der Endverbindung nach üblichen Trennverfahren aufgetrennt
werden. Zur Trennung von u. a. optischen Isomeren, z. B. Enantiomeren,
aus Gemischen davon können
die üblichen
Verfahren zur Spaltung, z. B. fraktionierte Kristallisation, verwendet
werden.
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Die
Verbindungen der Erfindung können
sowohl mit organischen als auch mit anorganischen Säuren, wie
sie auf dem Gebiet der Pharmazeutika allgemein bekannt sind, Säureadditionssalze
bilden. Typische Säureadditions-salze
sind z. B. Chloride, Bromide, Sulfate, Nitrate, Phosphate, Sulfonate,
Formiate, Tartrate, Maleate, Citrate, Benzoate, Salicylate und Ascorbate.
In den Verbindungen der Erfindung, in denen R6,
R8 und/oder ein optionaler Substituent an
der Ringkomponente wie R1 OH ist, kann diese
-OH-Funktion außerdem Ester
mit pharmazeutisch verträglichen
Säuren
bilden, die auf dem Gebiet der Pharmazeutika üblich sind und die die pharmakologischen
Eigenschaften der freien Form erhalten. Beispiele für solche
Ester beinhalten Ester von aliphatischen oder aromatischen Alkoholen,
z. B. Niederalkylester, z. B. Methyl-, Ethyl- und Propylester.
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Die
Verbindungen der Erfindung können
z. B. mit den folgenden Verfahren hergestellt werden: Dementsprechend:
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(a)
Die Herstellung von u. a. Verbindungen der Formel I, worin n 1 ist,
läßt sich
z. B. durch das folgende Reaktionsschema A veranschaulichen: Schema
A
worin X, R
1 bis R
4, R
6, R
8,
m, r und t wie oben definiert sind und R' H oder eine übliche Schutzgruppe für =NH im
Imidazolring ist, z. B. Benzyl, Trityl (-CPh
3)
oder SO
2NMe
2.
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Schritt
(a) ist eine übliche
McMurry-Kupplungsreaktion, d. h. eine reduktive Carbonylkupplung
eines Imidazolcarbaldehyds oder eines Imidazolylalkylketons III
mit einem Keton II in Gegenwart eines Katalysators, z. B. Titan
(0) (z. B. in situ gebildet), in einem inerten Lösungsmittel, z. B. THF, bei
Raumtemperatur oder erhöhter
Temperatur. Die resultierende Verbindung der Formel I, worin R5 und R7 zusammen
eine Bindung bilden (I'),
kann, falls nötig,
entschützt
und nach bekannten Verfahren isoliert oder durch Hydrierung der
Doppelbindung in eine weitere Verbindung der Formel I überführt werden,
worin R5 und R7 H
sind (Ia, Schritt b). Bei dem Hydrierschritt (b) wird gleichzeitig
die mögliche
Schutzgruppe im Imidazolring eliminiert. Die erhaltene Verbindung
der Formel I wird isoliert und in fachmännisch bekannter Art und Weise
aufgearbeitet.
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(b)
Die Herstellung von u. a. Verbindungen der Formel I, worin n 0 ist
und R
7 H ist, läßt sich z. B. durch das Reaktionsschema
B veranschaulichen: Schema
B
worin X, R
1 bis R
3, R
6 und R
8, m, r und t wie oben definiert sind und
R' eine übliche Schutzgruppe
für =NH
im Imidazolring ist, z. B. Benzyl, Trityl (-CPh
3)
oder SO
2NMe
2.
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In
Reaktionsschema B wird eine Verbindung der Formel II in Gegenwart
eines Grignard-Reagens, wie EtMgBr, in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. CH2Cl2, unter
trockenen Reaktionsbedingungen bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur
zuerst mit einer Verbindung der Formel IV umgesetzt, und die erhaltene Reaktionsmischung
wird dann mit wäßriger NH4Cl-Lösung
behandelt, um die Verbindung der Formel V zu erhalten. Die Hydroxygruppe
und die Aminoschutzgruppe R' der
Verbindung der Formel V können
auf fachmännisch
bekannte Weise eliminiert werden, z. B. mit z. B. TMSCl-Nal-CH3CN in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. CH2Cl2, bei Raumtemperatur
oder erhöhter
Temperatur. Bei dem Eliminierungsschritt kann ein intermediäres Indenimidazol
gebildet werden, das auf fachmännisch
bekannte Weise weiter reduziert wird. Die so erhaltene Verbindung
der Formel I (Ib) wird nach üblichen
Verfahren isoliert.
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(c)
Die Herstellung von u. a. Verbindungen der Formel I, worin n 0 ist,
läßt sich
z. B. durch das folgende Reaktionsschema C näher veranschaulichen: Schema
C
worin R1 bis R
3, R
6, R
7, m und r wie
oben definiert sind, X -CH
2-(CH
2)
p- ist, p 0 oder 1 ist und R' eine übliche Schutzgruppe
für =NH
im Imidazolring ist, z. B. Benzyl oder Trityl (-CPh
3).
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Bei
dem Verfahren nach Schema C wird die Verbindung III' mit Grignard-Reagens
VI bei Raumtemperatur oder erhöhter
Temperatur in einem geeigneten Lösungsmittel
umgesetzt. Die resultierende Verbindung VII wird auf fachmännisch bekannte
Weise zum Endprodukt 1c cyclisiert.
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Die
anderen Verbindungen der Formel I, die in den obigen Schemata nicht
dargestellt sind, können nach
oder analog den oben beschriebenen oder aus dem Stand der Technik
bekannten Verfahren ausgehend vom geeigneten Ausgangsmaterial hergestellt
werden. Was die Verfahren des Standes der Technik betrifft, so wird
z. B. auf die WO-A-97 12874 verwiesen, deren Inhalt hier vollständig Teil
der vorliegenden Offenbarung bildet.
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Die
Ausgangsverbindungen II sind im Handel erhältlich oder können auf
vielen verschiedenen bekannten Synthesewegen mit geeigneten Ausgangsmaterialien
und nach üblichen,
fachmännisch
bekannten Verfahren hergestellt werden. Beispielsweise können die
Verbindungen der Formel II, worin X -CH2-(CH2)p- ist, p 0 oder
1 ist, nach oder analog den von Sommer, M.B. et al., J. Org. Chem.,
Bd. 55, 1990, S. 4822, Welch, W.M. et al., J. Med. Chem., Bd. 27,
1984, S. 1508 und/oder Bøgesø, K.P.,
J. Med. Chem., Bd. 26, 1983, S. 935, beschriebenen Methoden hergestellt
werden, deren Inhalt hier vollständig
Teil der vorliegenden Offenbarung bildet. Als weiteres Beispiel
kann die Herstellung der Verbindungen II auch nach oder analog den
in der oben genannten WO-A-97 12874, bei Miller, L.L. und Boyer,
R. F., J. Am. Chem. Soc., Bd. 93(3), 1971, S. 650–656 oder
bei Smonou, I. und Orfanopoulos, M., Synthetic Communications, Bd.
20(9), 1990, S. 1387–1397,
beschriebenen Verfahren erfolgen.
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Was
die Ausgangsmaterialien III, III' und
IV betrifft, so sind diese im Handel u. a. in ungeschützter Form erhältlich oder
sie können
nach fachmännisch
bekannten Verfahren hergestellt werden (siehe u. a. Kirk, K.L, J.
Heterocycl. Chem , Bd. 22, 1985, 57). Falls nötig, kann das =NH des Imidazols
mit üblichen
Verfahren und Schutzgruppen (R'),
z. B. Benzyl oder Trityl, geschützt
werden. Es versteht sich aufgrund der Tautomerie, daß die Schutzgruppe
R' an jedes der
beiden Stickstoffatome des Imidazolrings gebunden sein kann.
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Falls
nötig,
können
auch R6, R8 und/oder
ein optionaler Substituent an der Ringkomponente wie R1 auf fachmännisch bekannte
Weise geschützt
werden. Solche Schutzgruppen sowie die optionale Schutzgruppe R' können in
der letzten Stufe mit geeigneten, dem Fachmann bekannten üblichen
Verfahren zur Entschützung abgespalten
werden.
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Es
ist festzuhalten, daß die
oben offenbarten Synthesewege die Herstellung der Verbindungen der
Erfindung veranschaulichen sollen und daß die Herstellung in keiner
Weise hierauf beschränkt
ist, d. h. daß andere
Syntheseverfahren, die allgemeines Fachwissen sind, ebenfalls möglich sind.
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Die
Verbindungen der Erfindung können,
falls gewünscht,
mit fachmännisch
bekannten Verfahren in ihre pharmazeutisch verträgliche Salz- oder Esterform überführt werden.
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Wie
bereits oben erwähnt,
zeigen die Verbindungen der Erfindung interessante pharmakologische
Eigenschaften, sie zeigen nämlich
eine Affinität
für alpha-2-Adrenozeptoren.
Diese Aktivität
der Verbindungen der Erfindung wird durch den nachfolgenden pharmakologischen
Test demonstriert.
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Antagonistenaktivität an alpha2-Adrenozeptoren
(alpha2AR) in vas deferens von Ratten in vitro Ratten wurden durch
Ersticken mit CO2 getötet. Die Vasa deferentia wurden
präpariert
und beide Prostatahälften
wurden in Gewebekammern überführt, die
Krebs-Lösung
der folgenden Zusammensetzung enthielten (mM): NaCl 118, KCl 4,7,
CaCl2 2,5, KH2PO4 1,2, MgSO4 0,6,
NaHCO3 25, Glucose 11,1, belüftet mit
5 % Kohlendioxid, Temperatur 37 °C,
pH 7,4. Es wurden 260 g/l Propranolol und 2 g/ml Desipramin zugegeben,
um mögliche
Wirkungen auf alpha-adrenerge Rezeptoren zu verhindern bzw. um eine
Wiederaufnahme von freigesetztem Norepinephrin zu verhindern. Die
Präparate
wurden unten an den Haken der Inkubationskammern und oben an den
isometrischen Kraft-Weg-Wandlern
befestigt. Die elektrische Stimulation wurde nach der Gleichgewichtsperiode
begonnen (5 Minuten unter einer Ruhespannung von 0,5 g), indem eine
Feldstimulation mit folgenden Parametern erfolgte: Doppelimpulse,
Spannung 70 V, Frequenz 0,2 Hz, Verzögerung 5 ms, Dauer 2 ms. Sobald
die elektrisch induzierte Zuckungsreaktion stabilisiert war, wurden
die Testverbindungen in kumulativer Weise mit halblogarithmischen
Zuwächsen
in Abständen
von fünf
Minuten verabreicht. Die Hemmung der elektrisch hervorgerufenen
Kontraktionen wurde als die Reaktion auf alpha-2-AR-Agonisten gemessen.
Antagonist wurde wenigstens fünf
Minuten vor dem Agonisten in das Inkubationsmedium gegeben. Mittelwerte ± SEM der prozentualen
Hemmung wurden in Abwesenheit und in Anwesenheit von Antagonist
berechnet und als Dosis-Response-Kurven
ausgedrückt.
Um die Stärke
des Antagonisten auszudrücken,
wurde der pA2-Wert berechnet. Die Ergebnisse des Tests sind in Tabelle
1 angegeben.
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Allgemein
können
die Verbindungen der Erfindung, die alpha-2-antagonistische Aktivität zeigen,
für therapeutische
Indikationen nützlich
sein, bei denen alpha-2-Antagonisten verwendet werden. Sie können ebenfalls
verwendet werden, um die Wirkungen von alpha-2-Agonisten umzukehren.
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Dementsprechend
können
die Verbindungen der Erfindung u. a. bei der Behandlung von verschiedenen
neurologischen Störungen,
psychiatrischen Störungen
und Kognitionsstörugen
von Nutzen sein. Außerdem
können
sie bei der Behandlung von verschiedenen peripheren Störungen,
z. B. Diabetes, orthostatischer Hypotonie, lipolytischen Störungen (wie
Fettsucht) oder sexueller Dysfunktion, verwendet werden.
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Die
Verbindungen der Erfindung können
enteral, topisch oder parenteral verabreicht werden.
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Die
Verbindungen der Erfindung können
mit üblichen
Methoden allein oder zusammen mit anderen Wirkstoffen und/oder zusammen
mit einem pharmazeutisch verträglichen
Lösungsvermittler,
Trägerstoff und/oder
Hilfsstoff abhängig
vom Verabreichungsweg zu unterschiedlichen pharmazeutischen Einheitsdosierungsformen,
z. B. Tabletten, Kapseln, Lösungen,
Emulsionen und Pulvern usw., formuliert werden. Die pharmazeutisch
verträglichen
Lösungsvermittler,
Trägerstoffe
und/oder Hilfsstoffe können
unter Berücksichtigung des
gewählten
Verabreichungswegs aus den auf dem pharmazeutischen Gebiet üblichen
ausgewählt
werden.
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Die
Menge des Wirkstoffs liegt zwischen 0,01 und 75 Gew.-%, abhängig u.
a. von der Art der Dosierungsform.
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Die
spezifische Dosismenge der Verbindungen der Erfindung hängt von
verschiedenen Faktoren ab, wie der zu verabreichenden Verbindung,
der Spezies, dem Alter und dem Geschlecht des zu behandelnden Patienten,
dem zu behandelnden Zustand und dem Verabreichungsweg und der Verabreichungsmethode. Dementsprechend
liegt die Dosierung zur parenteralen Verabreichung üblicherweise
zwischen 0,5 μg/kg
und 10 μg/kg
pro Tag, und die zur oralen Verabreichung liegt zwischen 5 μg/kg und
100 mg/kg für
einen erwachsenen Mann.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Verbindung der Erfindung
oder einen Ester oder ein Salz davon zur Verwendung in einem Verfahren
zur Behandlung des menschlichen oder tierischen Körpers bereit.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Verbindung der Erfindung
oder einen Ester oder ein Salz davon zur Verwendung bei der Behandlung
von verschiedenen Störungen
des ZNS, wie neurologischen Störungen,
psychiatrischen Störungen
und Kognitionsstörungen,
oder der Behandlung von verschiedenen peripheren Störungen,
z. B. Diabetes, orthostatischer Hypotonie, lipolytischen Störungen (wie
Fettsucht) oder sexueller Dysfunktion, bereit.
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Die
Erfindung stellt ferner die Verwendung einer Verbindung der Erfindung
oder eines Esters oder Salzes davon bei der Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung von verschiedenen Störungen des ZNS, z. B. neurologischen
Störungen,
psychiatrischen Störungen
und Kognitionsstörungen,
oder zur Behandlung von verschiedenen peripheren Störungen,
z. B. Diabetes, orthostatischer Hypotonie, lypolytischen Störungen (wie Fettsucht)
oder sexueller Dysfunktion, bereit.
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Die
vorliegende Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert. Die
Beispiele dienen lediglich der Veranschaulichung.
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BEISPIEL 1
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4-(6-Methoxy-3-phenylindan-1-ylmethyl)-1H-imidazol
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Titan(IV)-chlorid
(7,4 ml) wurde unter Kühlen
mit Eis unter einer Stickstoffatmosphäre zu einer gerührten Suspension
von Zinkpulver (8,8 g) in trockenem Tetrahydrofuran (200 ml) getropft.
Die resultierende Mischung wurde 2 h unter Rühren unter Rückfluß erhitzt.
Eine Lösung
von 6-Methoxy-3-phenyl-1-indanon
(4,0 g) und 3-Benzyl-3H-imidazol-4-carbaldehyd (4,5 g) in trockenem
Tetrahydrofuran (40 ml) wurde zugegeben und es wurde noch weitere
5 h unter Rückfluß erhitzt.
Die abgekühlte
Reaktionsmischung wurde mit verdünnter
Natriumhydroxidlösung
alkalisch gemacht. Die Aufschlämmung
wurde filtriert und das Filtrat unter reduziertem Druck zur Trockne
eingedampft. Der Rückstand
wurde in saurem Wasser gelöst
und mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigte organische Phase
wurde mit Wasser gewaschen und zur Trockne eingedampft.
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Das
rohe Zwischenprodukt (1-Benzyl-5-(6-methoxy-3-phenylindan-1-ylidenmethyl-1H-imidazol)
wurde in einer Lösung
aus Ethanol (200 ml), Wasser (20 ml) und Salzsäure (1,0 ml) gelöst. Die
Mischung wurde bei 50–60 °C mit 10
% Palladium auf Kohle als Katalysator hydriert, bis kein Wasserstoff
mehr verbraucht wurde. Die Mischung wurde filtriert und das Filtrat
wurde zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wurde in Wasser gelöst, mit
Natriumhydroxidlösung
alkalisch gemacht und mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigte
organische Phase wurde mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet
und unter reduziertem Druck eingedampft, was ein Rohprodukt aus
racemischen cis- und trans-Diastereoisomeren lieferte. Das Produkt
wurde durch Flash-Chromatographie gereinigt (Elution mit einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten).
Das basische Produkt wurde in Ethylacetat gelöst und mit Chlorwasser-stoffgas,
das in Ethylacetat gelöst
war, in sein Hydrochlorid-salz überführt.
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,62–1,70
(m, 1H), 2,50–2,57
(m, 1H), 2,82 (dd, J=14,7 Hz, J=9,5 Hz, 1H), 3,45 (dd, J=14,7 Hz,
J=4,6 Hz, 1H), 3,48–3,56
(m, 1H), 3,75 (s, 3H), 4,16–4,21
(m, 1H), 6,67–7,34
(m, 8H), 7,46 (s, 1H), 9,03 (s, 1H)
1H-NMR
(trans-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 2,08–2,17 (m,
1H), 2,23-2,31 (m, 1H), 2,84 (dd, J=14,7 Hz, J=9,5 Hz, 1H), 3,12
(dd, J=14, 7 Hz, J=4, 6 Hz, 1H) , 3,60–3,69 (m, 1H) , 3, 72 (s, 3H),
4,32-4,39 (m, 1H), 6,75-7,35 (m, 8H), 7,43 (s, 1H), 8,99 (s, 1H)
Mit
dem gleichen Verfahren wurden die folgenden Verbindungen hergestellt:
-
4-(3-Phenylindan-1-ylmethyl)-1H-imidazol
(Verbindung 1)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,64–1,72
(m, 1H), 2,51–2,58
(m, 1H), 2,82 (dd, J=15,0 Hz, J=9,6 Hz, 1H), 3,45 (dd, J=15,0 Hz,
J=4,3 Hz, 1H), 3,49–3,57
(m, 1H), 4,24-4,29
(m, 1H), 6,79 (d, J=7,5 Hz, 1H), 7,16–7,35 (m, 8H), 7,47 (d, J=1,3
Hz, 1H), 8, 99 (d, J=1,3 Hz, 1H)
-
4-(5,6-Dimethoxy-3-phenylindan-1-ylmethyl)-1H-imidazol
(Verbindung 2)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, MeOH-d4): 1,61–1,71
(m, 1H), 2, 62-, 72 (m, 1H), 2, 91 (dd, J=15, 1 Hz, J=9,1 Hz, 1H),
3, 43 (dd, J=15,1 Hz, J=4,6 Hz, 1H), 3,49–3,55 (m, 1H), 3,66 (s, 3H),
3,85 (s, 3H), 4,21–4,25 (m,
1H), 6,43 (s, 1H), 6,92 (s, 1H), 7,10–7,33 (m, 6H), 8,79 (d, J=1,1
Hz, 1H)
-
4-[6-Methoxy-3-(4-methoxyphenyl)indan-1-ylmethyl]-1H-imidazol
(Verbindung 5)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,57–1,65
(m, 1H), 2,46–2,54
(m, 1H), 2,80 (dd, J=14,8 Hz, J=9,4 Hz, 1H), 3, 44 (dd, J=14, 8
Hz, J=4, 6 Hz, 1H) , 3,46–3,54
(m, 1H) , 3, 73 (s, 3H), 3,75 (s, 3H), 4,10–4,14 (m, 1H), 6,67 (d, J=8,3
Hz, 1H), 6,74 (dd, J=8,3 Hz, J=2,2 Hz, 1H), 6,85–6,90 (m, 3H), 7,06–7,10 (m, 2H),
7,47 (s, 1H), 9,02 (s, 1H)
-
4-[3-(4-Methoxyphenyl)indan-1-ylmethyl]-1H-imidazol
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,59–1,70
(m, 1H), 2,46-2,55 (m, 1H), 2,83 (dd, J=14,7 Hz, J=9,5 Hz, 1H),
3,45 (dd, J=14,7 Hz, J=4,7 Hz, 1H), 3,49–3,57 (m, 1H), 3,74 (s, 3H),
4,16–4,22
(m, 1H), 6,78 (d, J=7,3 Hz, 1H), 6,86–6,91 (m, 2H), 7,07–7,12 (m,
2H), 7,13–7,34
(m, 3H), 7,46 (d, J=1,4 Hz, 1H), 9,05 (d, J=1, 4 Hz, 1H)
-
4-[3-(4-Fluorphenyl)indan-1-ylmethyl]-1H-imidazol
(Verbindung 7)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6):
1,62–1,71
(m, 1H), 2,50–2,57
(m, 1H), 2,83 (dd, J=14,8 Hz, J=9,7 Hz, 1H), 3,46 (dd, J=14,8 Hz,
J=4,5 Hz, 1H), 3,53–3,60
(m, 1H), 4,26–4,31
(m, 1H), 6,78 (d, J=7,4 Hz, 1H), 7,13–7,35 (m, 7H), 7,47 (d, J=1,
3 Hz, 1H), 9,05 (d, J=1, 3 Hz, 1H)
-
4–[3-(3-Fluorphenyl)indan-1-ylmethyl]-1H-imidazol
(Verbindung 9)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,67–1,76
(m, 1H), 2,51–2,58
(m, 1H), 2,85 (dd, J=14,9 Hz, J=9,7 Hz, 1H), 3,46 (dd, J=14,9 Hz,
J=4,5 Hz, 1H), 3,53–3,59
(m, 1H), 4,29–4,34
(m, 1H), 6,81 (d, J=7,4 Hz, 1H), 6,99–7,41 (m, 7H), 7,47 (d, J=1,
2 Hz, 1H), 9,05 (d, J=1, 2 Hz, 1H)
-
4-[3-(2-Fluorphenyl)indan-1-ylmethyl]-1H-imidazol
(Verbindung 10)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,71–1,79
(m, 1H), 2,65–2,72
(m, 1H), 2,95 (dd, J=15,1 Hz, J=9,2 Hz, 1H), 3,43 (dd, J=15,1 Hz,
J=4,8 Hz, 1H), 3,58–3,65
(m, 1H), 4,58–4,62
(m, 1H), 6,89 (d, J=7,3 Hz, 1H), 7,06–7,34 (m, 8H), 8,79 (d, J=1,3
Hz, 1H)
-
4-[3-(3,4-Difluorphenyl)indan-1-ylmethyl]-1H-imidazol
(Verbindung 11)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,66–1,75
(m, 1H), 2,50–2,57
(m, 1H), 2,84 (dd, J=14,9 Hz, J=9,7 Hz, 1H), 3,46 (dd, J=14,9 Hz,
J=4,4 Hz, 1H), 3,52–3,58
(m, 1H), 4,29–4,33
(m, 1H), 6,81 (d, J=7,4 Hz, 1H), 7,05–7,43 (m, 6H), 7,48 (d, J=1,
3 Hz, 1H) , 9,05 (d, J=1, 3 Hz, 1H)
-
4-[6-Fluor-3-(4-fluorphenyl)indan-1-ylmethyl]-1H-imidazol
(Verbindung 15)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,65–1,76
(m, 1H), 2,52–2,61
(m, 1H), 2,84 (dd, J=14,8 Hz, J=9,5 Hz, 1H), 3,44 (dd, J=14,8 Hz,
J=4,6 Hz, 1H), 3,50–3,56
(m, 1H), 4,23–4,30
(m, 1H), 6,76–7,25
(m, 7H), 7,47 (d, J=1,2 Hz, 1H), 9,00 (d, J=1, 2 Hz, 1H)
-
4-[3-(4-Fluorphenyl)-6-methoxyindan-1-ylmethyl]-1H-imidazol
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,62–1,70
(m, 1H), 2,62–2,69
(m, 1H), 2,91 (dd, J=14,9 Hz, J=9,1 Hz, 1H), 3, 46 (dd, J=14, 9
Hz, J=4, 8 Hz, 1H) , 3,52–3,57
(m, 1H), 3,79 (s, 3H), 4,20–4,25
(m, 1H), 6,72–7,20
(m, 7H), 7,34 (d, J=1,3 Hz, 1H), 8, 83 (d, J=1, 3 Hz, 1H)
-
4-[3-(4-Fluorphenyl)-6-trifluormethylindan-1-ylmethyl]-1H-imidazol
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, MeOH-d4): 1,74–1,83
(m, 1H), 2,70–2,77
(m, 1H), 2,95 (dd, J=14,9 Hz, J=9,5 Hz, 1H), 3,57 (dd, J=14,9 Hz,
J=4,7 Hz, 1H), 3,60–3,65
(m, 1H), 4,36–4,40
(m, 1H), 7,02–7,09
(m, 3H), 7,18–7,23
(m, 2H), 7,39 (d, J=1,1 Hz, 1H), 7,50 (d, J=8,0 Hz, 1H), 7,63 (s,
1H), 8,85 (s, 1H)
-
4-(6-Fluor-3-phenylindan-1-ylmethyl)-1H-imidazol
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,69–1,78
(m, 1H), 2,53–2,60
(m, 1H), 2,85 (dd, J=14,9 Hz, J=9,7 Hz, 1H), 3,47 (dd, J=14,9, J=4,3
Hz, 1H), 3,56–3,63
(m, 1H), 4,21–4,26
(m, 1H), 6,76–7,35
(m, 8H), 7,48 (s, 1H), 9,06 (s, 1H)
1H-NMR
(trans-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 2,14–2,21 (m,
1H), 2,28–2,35
(m, 1H), 2,86 (dd, J=14,8 Hz, J=9,2 Hz, 1H), 3,14 (dd, J=14,9 Hz,
J=5,2 Hz, 1H), 3,68–3,75
(m, 1H), 4,42–4,46
(m, 1H), 6,92–7,32
(m, 8H), 7,45 (s, 1H), 9,06 (s, 1H)
-
BEISPIEL 2
-
4-(3-Phenyl-l,3-dihydroisobenzofuran-1-ylmethyl)-1H-imidazol
(Verbindung 12)
-
Diese
Verbindung wurde nach dem Verfahren von Beispiel 1 hergestellt,
außer
daß 3-Phenylphthalid anstelle
von 3-Phenyl-1-indanon
verwendet wurde.
1H-NMR (cis-Isomer
als HCl-Salz, DMSO-d6): 3,22 (dd, J=15,4
Hz, J=7,4 Hz, 1H), 3,46 (dd, J=15,4 Hz, J=4,1 Hz, 1H), 5,56–5,60 (m,
1H), 6,10 (s, 1H), 6,94 (d, J=7,4 Hz, 1H), 7,20–7,39 (m, 9H) , 9, 00 (d, J=1,
3 Hz, 1H)
-
BEISPIEL 3
-
4-(4-Phenyl-1,2,3,4-tetrahydronaphthalin-1-ylmethyl)-1Himidazol
-
Diese
Verbindung wurde nach dem Verfahren von Beispiel 1 hergestellt,
außer
daß 4-Phenyl-1-tetralon
anstelle von 3-Phenyl-1-indanon
verwendet wurde.
1H-NMR (cis-Isomer
als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,51–1,57 (m,
1H), 1,70–1,78
(m, 1H), 1,91–1,96
(m, 2H), 3,03 (dd, J=14,8 Hz, J=10,2 Hz, 1H), 3,12 (dd, J=14,8 Hz,
J=4,4 Hz, 1H), 3,24–3,31
(m, 1H), 4,04–4,08
(m, 1H), 6,70 (d, J=7,1 Hz, 1H), 7,00–7,45 (m, 9H), 9,06 (d, J=1,
3 Hz, 1H)
-
BEISPIEL 4
-
3-(1H-Imidazol-4-ylmethyl)-1-phenylindan-5-ol
(Verbindung 4)
-
Eine
Mischung aus 4-(6-Methoxy-3-phenyliridan-1-ylmethyl)-1H-imidazol (500
mg) und 48%iger Bromwasserstoffsäure
(20 ml) wurde unter Rühren
1 h unter Rückfluß erhitzt.
Die abgekühlte
Reaktionsmischung wurde in Wasser gegossen und mit Ammoniumhydroxidlösung basisch
gemacht. Der resultierende Niederschlag wurde abfiltriert und mit
Wasser gewaschen. Das Produkt wurde durch Flash-Chromatographie gereinigt
(Elution mit einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten).
1H-NMR (cis-Isomer, McOH-d4):
1,62–1,71
(m, 1H), 2,54–2,61
(m, 1H), 2,74 (dd, J=14,6 Hz, J=8,8 Hz, 1H), 3,22 (dd, J=14,6 Hz,
J=5,2 Hz, 1H), 3,40–3,49
(m, 1H), 4,09–4,14
(m, 1H), 6,55–6,77
(m, 4H) , 7,12–7,28
(m, 5H), 7,57 (d, J=1, 1Hz, 1H)
1H-NMR
(trans-Isomer, McOH-d4): 2,09–2,16 (m,
1H), 2,29–2,35
(m, 1H), 2,74 (dd, J=14,6 Hz, J=8,8 Hz, 1H), 2,94 (dd, J=14,6 Hz,
J=5,4 Hz, 1H), 3,50–3,58
(m, 1H), 4,23–4,28
(m, 1H), 6,53–6,73
(m, 4H), 7,07–7,25
(m, 5H) , 7,58 (s, 1H)
Mit dem gleichen Verfahren wurden die
folgenden Verbindungen hergestellt:
-
4-[3-(1H-Imidazol-4-ylmethyl)indan-1-yl]phenol
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,58–1,66
(m, 1H), 2,45–2,50
(m, 1H), 2,80 (dd, J=14,7 Hz, J=9,5 Hz, 1H), 3,44 (dd, J=14,7 Hz,
J=4,6 Hz, 1H), 3,46–3,52
(m, 1H), 4,11–4,16
(m, 1H), 6,70–6,74
(m, 2H), 6,78 (d, J=7, 4 Hz, 1H), 6,95–6,99 (m,2H), 7,14–7,23 (m,
2H), 7,31 (d, J=7,4 Hz, 1H), 7,47 (d, J=1, 3 Hz, 1H), 9,03 (d, J=1,
3 Hz, 1H), 9,30 (s, 1H)
-
1-(1H-Imidazol-4-ylmethyl)-3-phenylindan-5,6-diol
(Verbindung 3)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, McOH-d4): 1,56–1,66
(m, 1H), 2,57–2,66
(m, 1H), 2,87 (dd, J=15,0 Hz, J=8,9 Hz, 1H), 3,31 (dd, J=15,0 Hz,
J=4,9 Hz, 1H), 3,39–3,46
(m, 1H), 4,12–4,17
(m, 1H), 6,28 (s, 1H), 6,69 (s, 1H), 7,13–7,30 (m, 6H), 8, 79 (s, 1H)
-
1-(4-Hydroxyphenyl)-3-(1H-imidazol-4-ylmethyl)indan-5-ol
(Verbindung 6)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,52–1,60
(m, 1H), 2,41–2,48
(m, 1H), 2,75 (dd, J=14,7 Hz, J=9,4 Hz, 1H), 3,32 (dd, J=14,7 Hz,
J=5,1 Hz, 1H), 3,36–3,43
(m, 1H), 3,99–4,03
(m, 1H), 6,57-6,98 (m, 7H), 7,45 (d, 1, 3 Hz, 1H), 9,01 (d, 1,3
Hz, 1H), 9,22 (s, 1H), 9,24 (s, 1H)
-
1-(4-Fluorphenyl)-3-(1H-imidazol-4-ylmethyl)indan-5-ol
(Verbindung 8)
-
1H-NMR (cis-Isomer als HCl-Salz, DMSO-d6): 1,56–1,64
(m, 1H), 2,47–2,54
(m, 1H), 2,77 (dd, J=14,9 Hz, J=9,6 Hz, 1H), 3,34 (dd, J=14,9 Hz,
J=5,0 Hz, 1H), 3,40–3,46
(m, 1H), 4,14–4,18
(m, 1H), 6,55–6,69
(m, 3H), 7,10–7,23
(m, 4H), 7,47 (d, 1, 3 Hz, 1H), 9,04 (d, J=1, 3 Hz, 1H), 9,33 (s,
1H)
-
BEISPIEL 5
-
4-(2-Benzylindan-1-ylmethyl)-1H-imidazol
-
a) 2-Benzylidenindan-1-on
-
Zu
einer Lösung
von 1-Indanon (5,0 g) und Benzaldehyd (4,1 g) in Methanol (40 ml)
wurden 2,2 ml 48%ige wäßrige Natriumhydroxidlösung gegeben.
Die Reaktionsmischung wurde bei Raumtemperatur 0,5 h gerührt. Der
resultierende Niederschlag wurde abfiltriert und mit Wasser gewaschen.
Die Ausbeute betrug 7,9 g.
1H-NMR (DMSO-d6): 4,14 (s, 2H), 7,47–7,81 (m, 10H)
-
b) 2-Benzylindan-1-on
-
2-Benzylidenindan-1-on
(6,0 g) wurde mit 0,1 g 10 Palladium auf Kohle als Katalysator bei
Raumtemperatur in 100 ml Ethanol hydriert. Der Katalysator wurde
abfiltriert und das Filtrat wurde zur Trockne eingedampft.
1H-NMR (DMSO-d6):
2,67–2,72
(m, 1H), 2,78–2,83
(m, 1H), 3,01–3,08
(m, 1H), 3,10–3,21
(m, 2H), 7,17–7,68 (m,
9H)
-
c) 4-(2-Benzylindan-1-ylmethyl)-1H-imidazol
-
Diese
Verbindung wurde nach dem Verfahren von Beispiel 1 hergestellt,
außer
daß 2-Benzylindan-1-on
anstelle von 3-Phenyl-1-indanon
verwendet wurde.
1H-NMR (cis-Isomer
als HCl-Salz, DMSO-d6): 2,47–2,53 (m,
1H), 2,63–2,67
(m, 2H), 2,74–2,82
(m, 1H), 2,86–2,93
(m, 2H), 3,02–3,07
(m, 1H), 3,59–3,65
(m, 1H), 6,75 (d, J=7,4 Hz, 1H), 7,02–7,32 (m, 8H), 7,39 (d, J=1,2
Hz, 1H), 9,07 (d, J=1,2 Hz, 1H)
-
BEISPIEL 6
-
4-[(2,3-Dihydro-6-methoxy-2-phenyl-1H-inden-1-yl)methyl]-1Himidazol
(Verbindung 13) und 3-(1H-Imidazol-4-ylmethyl)-2-phenylindan-5-ol (Verbindung 14)
-
(a) 3-(4-Methoxyphenyl)-2-phenylacrylsäure
-
Eine
Mischung aus 4-Methoxybenzaldehyd (30,0 g, 0,22 mol), Phenylessigsäure (31,5
g, 0,23 mol) und Triethylamin (31 ml) in Essigsäureanhydrid (75 ml) wurde 5
Stunden bei 90 °C
erhitzt. Nach Abkühlen
wurden vorsichtig über
15 min 18 ml Wasser zugetropft. Dann wurde Kaliumcarbonat (243 g)
in Wasser (1800 ml) zugetropft und die Lösung wurde 1 Stunde bei 60 °C erhitzt.
Nach dem Abkühlen
wurde die Lösung
mit Dichlormethan extrahiert. Bei Ansäuern der wäßrigen Phase (pH 6–7) fiel
das Produkt aus. Nach Rühren
bei 0 °C
wurde das Produkt abfiltriert und getrocknet.
1H-NMR
(CDCl3): 6 3,75 (3H, s), 6,68 (2H, d, 3J
= 8,8 Hz), 6,99 (2H, d, 3J = 9,0 Hz), 7,23–7,26 (2H, m), 7,35-7,42 (3H,
m), 7,84 (1H, s)
-
(b) 3-(4-Methoxyphenyl)-2-phenylpropansäure
-
Zu
einer Lösung
von 3-(4-Methoxyphenyl)-2-phenylacrylsäure (27,7 g, 0,11 mol) in Essigsäure (1000 ml)
wurde Palladium auf Aktivkohle (10 Gew.-%, 2,77 g) gegeben. Die
Mischung wurde bei Raumtemperatur hydriert. Die Mischung wurde durch
Celite filtriert und das Lösungsmittel
wurde abgedampft. Das Produkt wurde aus einer geringen Menge Ethylacetat
umkristallisiert. Schmelzpunkt 220–221 °C.
1H-NMR
(CDCl3): δ 2,84
(1H, dd, 2Jgem=
13,8 Hz, 3J = 9,5 Hz), 3,23 (1H, dd, 2Jgem = 13,9 Hz, 3J = 5, 9 Hz), 3,48 (1H, dd, 3J
= 9,4 Hz, 3J = 6,1 Hz), 3,67 (3H, s), 6,65
(2H, d, 3J = 8,7 Hz), 6,87 (2H, d, 3J = 8,6 Hz), 7,04–7,14 (5H, m)
-
(c) 3-(4-Methoxyphenyl)-2-phenylpropionylchlorid
-
3-(4-Methoxyphenyl)-2-phenylpropansäure (12,5
g, 0,049 mol) wurde durch Behandlung mit Thionylchlorid (8,2 ml)
in trockenem Dichlormethan (75 ml) bei 40 °C in ihr Säurechlorid überführt. Überschüssiges Thionylchlorid und Dichlormethan
wurden abgedampft. Das Rohprodukt wurde ohne Reinigung im nächsten Schritt
eingesetzt.
1H-NMR (CDCl3):
6 3,02 (1H, dd, 2Jgem =
14,1 Hz, 3J = 7,2 Hz), 3,43 (1H, dd, 2Jgem = 14,1 Hz, 3J = 7,9 Hz), 3,76 (3H, s), 4,22 (1H, t, 3J = 7,5 Hz), 6,77 (2H, d, 3J
= 8,7 Hz), 6,99 (2H, d, 3J = 8,7 Hz), 7,23–7,26 (2H,
m), 7,30–7,38 (3H,
m)
-
(d) 6-Methoxy-2-phenylidan-1-on
-
Zu
trockenem Dichlormethan (45 ml) wurden bei 0 °C Aluminiumchlorid (345 mg)
und ein Viertel des rohen 3-(4-Methoxyphenyl)-2-phenylpropionylchlorids
aus dem vorherigen Schritt gegeben. Nach 1 Stunde wurden Aluminiumchlorid
(345 mg) und das zweite Viertel des Säurechlorids zugegeben. Es wurde
weitergerührt
und die Zugabe wurde noch zweimal wiederholt. Nach der letzten Zugabe
wurde noch eine halbe Stunde bei 0 °C und dann 2 Stunden bei Raumtemperatur
weitergerührt.
Die Reaktionsmischung wurde in eiskaltes verdünntes saures Wasser gegossen.
Die organische Phase wurde abgetrennt und die wäßrige Phase wurde zweimal mit
Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden
mit Wasser, 2,5 Natriumhydroxidlösung
in Wasser und nochmals mit Wasser gewaschen. Die Dichlormethan-Lösung wurde
getrocknet und eingedampft.
1H-NMR
(CDCl3) : δ 3,19 (1H, dd, 2Jgem = 17, 1 Hz, 3J
= 3,8 Hz), 3,62 (1H, dd, 2Jgem =
17,1 Hz, 3J = 8,1 Hz), 3,85 (3H, s), 3,92
(1H, dd, 3J = 8, 1 Hz, 3J
= 3, 8 Hz), 7,17–7,19
(2H, m), 7,23–7,27
(3H, m), 7,30–7,34
(2H, m), 7,40–7,43
(1H, m)
-
(e) 1-Benzyl-5-(6-methoxy-2-phenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
-
Einer
gerührten
Suspension von aktiviertem Zinkpulver (15,9 g, 0,24 mol) in trockenem
Tetrahydrofuran (240 ml) wurde bei –5 bis –10 °C unter Stickstoffatmosphäre Titan(IV)-chlorid
(13,2 ml, 22,8 g, 0,12 mol) zugetropft. Nach Ende der Zugabe wurde
die resultierende Mischung 2 Stunden unter Rühren unter Rückfluß erhitzt.
Zu der Mischung wurde unter Rückfluß eine Lösung aus
6-Methoxy-2-phenylindan-1-on (7,54 g, 0,032 mol) und 3-Benzyl-3H-imidazol-4-carbaldehyd
(7,37 g, 0,040 mol) in trockenem Tetrahydrofuran (110 ml) getropft.
Nach der Zugabe wurde die Mischung 5 Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Dann wurde die Mischung auf 50 °C
abgekühlt
und es wurden 50 ml Methanol bzw. 25 ml Wasser zugegeben. Die abgekühlte Reaktionsmischung
wurde mit 50%iger Natriumhydroxidlösung in Wasser alkalisch gemacht
(pH 8–9).
Die Aufschlämmung wurde
durch Celite filtriert und das Filtrat wurde unter reduziertem Druck
zur Trockne eingedampft. Zu dem Rückstand wurde Ethylacetat (100
ml) gegeben und die Mischung wurde erhitzt. Die abgekühlte Mischung
wurde filtriert und das Filtrat wurde mit Wasser gewaschen. Die
organische Phase wurde getrocknet und zur Trockne eingedampft. Das
Rohprodukt wurde im nächsten
Schritt eingesetzt.
-
(f) 4-[(2,3-Dihydro-6-methoxy-2-phenyl-1H-inden-1-y1)methyl]-1H-imidazol (Verbindung
13)
-
Eine
Lösung
des rohen 1-Benzyl-5-(6-methoxy-2-phenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazols (1,00 g) in
Essigsäure
(100 ml) wurde mit 10 % Palladium auf Kohle (100 mg) 7 Stunden bei
80 °C unter
3 atm Wasserstoff auf einem Parr-Hydrierapparat geschüttelt. Die
Mischung wurde durch Celite filtriert und das Filtrat wurde zur
Trockne eingedampft. Der Rückstand
wurde in Wasser gelöst,
alkalisch gemacht (pH 9) und mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet
und unter reduziertem Druck eingedampft, was ein Rohprodukt lieferte,
das eine Mischung aus den cis- und trans-Diastereomeren von 4-[(2,3-Dihydro-6-methoxy-2-phenyl-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol ist. Das
Produkt wurde durch Flash-Chromatographie gereinigt (Elution mit
einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten).
Das basische Produkt wurde in sein Hydrochloridsalz überführt, indem
die Base in Ethylacetat gelöst und
Salzsäure
in Ethylacetat zugegeben wurde. Das Produkt ist eine Mischung der
Diastereomeren (cis:trans 94:6, Smp. 158–159 °C).
cis-Diastereomer als
Hydrochloridsalz: 1H-NMR (CD3OD): δ 2,52 (1H,
verzerrtes ddd, 2Jgem =
15,2 Hz, 3J = 7,4 Hz, 4J
= 0,8 Hz), 2,67 (1H, verzerrtes ddd, 2Jgem = 15,4 Hz, 3J
= 8,0 Hz, 4J = 0,6 Hz), 3,16 (1H, verzerrtes dd, 2Jgem = 15,4 Hz, 3J
= 7,6 Hz), 3,27–3,33
(1H, m), 3,71 (3H, s), 3,76 (1H, m), 3,90 (1H, m), 6,39 (1H, d,
Jmeta = 2,4 Hz), 6,79 (1H, dd, Jorto = 8,2 Hz, Jmeta =
2, 5 Hz), 6,96 (1H, d, 4J = 1, 2 Hz), 7,18–7,29 (6H, m), 8,68 (1H, d, 4J= 1,4 Hz )
-
(g) 3-(1H-Imidazol-4-ylmethyl)-2-phenylindan-5-o1
(Verbindung 14)
-
Eine
Mischung aus 4-[(2,3-Dihydro-6-methoxy-2-phenyl-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
(370 mg als Base) und 48 Gew.-% Brornwasserstoffsäure (15
ml) wurde 2 Stunden unter Rühren
bei 130–140 °C erhitzt. Die
abgekühlte
Reaktionsmischung wurde in Wasser gegossen und basisch gemacht (pH
8). Der resultierende Niederschlag wurde abfiltriert und mit Wasser
gewaschen. Das Produkt wurde durch Flash-Chromatographie gereinigt
(Elution mit einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten).
cis-Diastereomer: 1H-NMR (CD3OD): δ 2,37(1H,
verzerrtes ddd, 2Jgem =
14,7 Hz, 3J = 6,2 Hz, 4J = 0,8 Hz), 2,44 (1H,
verzerrtes ddd, 2Jgem =
14,7 Hz, 3J = 8,9 Hz), 3,10 (1H, verzerrtes
dd, 2Jgem = 15,0
Hz, 3J = 7,3 Hz), 3,16 (1H, verzerrtes dd, 2Jgem = 15,1 Hz, 3J = 7,4 Hz), 3,68–3,80 (2H, m), 6,23 (1H, d,
Jmeta = 2,3 Hz), 6,52 (1H, s), 6,60 (1H,
dd, Jorto = 8,1 Hz, Jmeta =
2,4 Hz), 7,06 (1H, d, Jorto = 8,1 Hz), 7,14–7,19 (3H,
m), 7,21–7,25
(2H, m), 7,63 (1H, d, 4J = 1,0 Hz)
trans-Diastereomer: 1H-NMR (CD3OD): δ 2,84–2,91 (2H,
m), 3,04 (1H, verzerrtes dd, 2Jgem =
14,9 Hz, 3J = 6,4 Hz), 3,16–3,23 (1H,
m), 3,26–3,29
(1H, m), 3,58 (1H, m), 6,55 (1H, d, Jmeta =
2,2 Hz), 6,63 (1H, dd, Jorto = 8,6 Hz, Jmeta = 2,3 Hz), 6,79 (1H, s), 7,01 (1H, d,
Jorto = 8,1 Hz), 7,07-7,13 (3H, m), 7,15-7,21
(2H, m), 7,79 (1H, s)
-
BEISPIEL 7
-
4-[(2,3-Dihydro-2-phenyl-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
(Verbindung 16)
-
(a) 2,3-Diphenylpropansäure
-
Zu
einer Lösung
von α-Phenylzimtsäure (10,0
g, 0,0445 mol) in Ethanol (200 ml) wurde 10 % Palladium auf Kohle
(0,8 g) gegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur hydriert.
Die Mischung wurde durch Celite filtriert und das Lösungsmittel
wurde abgedampft.
1H-NMR (DMSO-d6) : δ 2,94
(1H, dd, 2Jgem=
13, 8 Hz, 3J = 6,9 Hz), 3,29 (1H, dd, 2Jgem = 13,8 Hz, 3J = 8,5 Hz), 3,86 (1H, dd, 3J
= 8,7 Hz, 3J = 6,9 Hz), 7,12–7,25 (6H,
m), 7,28–7,34
(4H, m)
-
(b) 2-Phenylindan-1-on
-
Polyphosphorsäure (50
g) wurde in einem Ölbad
bei 140–145 °C erhitzt
und es wurde 2,3-Diphenylpropansäure
(2,5 g) zugegeben. Es wurde noch weitere 45 min erhitzt. Wasser
wurde zugegeben. Die Mischung wurde abgekühlt und mit Ethylacetat extrahiert.
Die organischen Extrakte wurden mit 1 M NaOH-Lösung und Wasser gewaschen.
Nach Trocknen wurde das Lösungsmittel
unter reduziertem Druck abgedampft. Das so erhaltene Produkt wurde
durch Verreiben in Heptan weiter gereinigt.
1H-NMR
(DMSO-d6): δ 3,21 (1H, dd, 2Jgem = 17,4 Hz, 3J
= 4,2 Hz), 3,69 (1H, dd, 2Jgem =
17,6 Hz, 3J = 8,3 Hz), 4,01 (1H, dd, 3J = 8,3 Hz, 3J =
4,2 Hz), 7,16–7,19
(2H, m), 7,22-7,27 (1H, m), 7,30–7,35 (2H, m), 7,47-7,51 (1H, m),
7,65-7,77 (3H, m) (c) 1-Benzyl-5-(2-phenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
1-Benzyl-5-(2-phenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol wurde wie
oben 1-Benzyl-5-(6-methoxy-2-phenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol hergestellt,
außer
daß 2-Phenylindan-1-on
als Ausgangsmaterial verwendet wurde. In diesem Fall wurde der Rückstand
nach Eindampfen des Filtrats in verdünnter Salzsäure gelöst. Das Produkt wurde mit Dichlormethan
extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden mit Wasser
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und unter reduziertem Druck eingedampft.
Das Rohprodukt wurde im nächsten
Schritt ohne Reinigung als Hydrochloridsalz eingesetzt.
-
(d) 4-[(2,3-Dihydro-2-phenyl-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
-
Das
rohe 1-Benzyl-5-(2-phenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol in Essigsäure wurde
mit Palladium auf Kohle wie oben 1-Benzyl-5-(6-methoxy-2-phenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
geschüttelt,
außer
daß dies
in diesem Fall 2 Tage bei 60–70 °C unter normalem
Druck erfolgte. Das Hydrochloridsalz des gereinigten Produkts war
eine Mischung der cis- und trans-Diastereomeren
(cis:trans 96:4).
cis-Diastereomer als Hydrochloridsalz: 1H-NMR (DMSO-d6): δ 2,36 (1H,
verzerrtes dd, 2Jgem =
15,0 Hz, 3J = 5,2 Hz), 2,55 (1H, verzerrtes
dd, 2Jgem 15,1 Hz, 3J = 8,8 Hz), 3,19 (1H, verzerrtes dd, 2Jgem = 15,6 Hz, 3J = 7,2 Hz), 3,28–3,36 (2H, m), 3,87 s (2H,
m), 6,73 (1H, d, Jorto = 7,4 Hz), 7,06–7,11 (2H,
m), 7,18–7,36
(7H, m), 8,95 (1H, d, 4J = 1,3 Hz)
-
BEISPIEL 8
-
4-[(3-Cyclohexyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
-
(a) 3-Cyclohexylindan-1-on
-
Diese
Verbindung wurde nach dem von B. M. Trost und L. H. Latimer in J.
Org. Chem. 42 (1977) 3212 beschriebenen Verfahren hergestellt. Die
Ausgangsverbindungen waren 1-Indanon und Cyclohexylbromid.
-
1H-NMR (CDCl3): δ 0,83–1,35 (6H,
m), 1,65–1,90
(5H, m), 2,51 (1H, dd, 2Jgem =
19,1 Hz, 3J = 3,0 Hz), 2,67 (1H, dd, 2Jgem = 19,1 Hz, 3J = 7,8 Hz), 3,38 (1H, m), 7,36 (1H, m),
7,49 (1H, m), 7,59 (1H, m), 7,73 (1H, m)
-
(b) 1-Benzyl-5-(3-cyclohexylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
-
1-Benzyl-5-(3-cyclohexylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
wurde wie oben 1-Benzyl-5-(2-phenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol hergestellt,
außer
daß 3-Cyclohexylindan-1-on
als Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das Rohprodukt wurde im nächsten Schritt
ohne Reinigung als Hydrochloridsalz eingesetzt.
-
(c) 4-[(3-Cyclohexyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl)methyl]-1Himidazol
-
4-[(3-Cyclohexyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
wurde wie oben 4-[(2,3-Dihydro-6-methoxy-2-phenyl-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
hergestellt, außer
daß 1-Benzyl-5-(3-cyclohexylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
als Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das Rohprodukt, das eine Mischung
der cis- und trans-Diastereomeren von 4-[(3-Cyclohexyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
ist, wurde durch Flash-Chromatographie
gereinigt (Eluens: 9,75:0,25 (v/v)-Mischung aus Dichlormethan-Methanol).
Die freie Base wurde in ihr Hydrochloridsalz überführt, das eine Mischung der
Diastereomeren war (cis:trans 98:2).
cis-Diastereomer als Hydrochloridsalz: 1H-NMR (CD3OD): δ 0,92 (1H,
m), 1,10–1,43
(5H, m), 1,46 (1H, dt, 3J = 12, 4 Hz, 3J = 9,5 Hz), 1,67–1,84 (4H, m) 1,92 (1H, m),
2,18 (1H, dt, 3J = 12,4 Hz, 3J
= 7,7 Hz), 2,86 (1H, dd) 2Jgem =
14,6 Hz, 3J = 8,7 Hz), 3,10 (1H, m), 3,34–3,45 (2H,
m), 7,16–7,21
(4H, m), 7,31 (1H, d, 4J = 1, 2 Hz), 8,82 (1H, d, 4J = 1,4 Hz)
-
BEISPIEL 9
-
4-[(3-Benzyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
-
(a) 3-Benzylindan-1-on
-
Diese
Verbindung wurde nach dem von B. M. Trost und L. H. Latimer in J.
Org. Chem. 42 (1977) 3212 beschriebenen Verfahren hergestellt. Die
Ausgangsverbindungen waren 1-Indanon und Benzylbromid.
1H-NMR (CDCl3): δ 2,44 (1H,
dd, 2Jgem = 19,2
Hz, 3J = 3,1 Hz), 2,76 (1H, dd, 2Jgem = 19,2 Hz, 3J = 7,5 Hz), 2,82 (1H, dd, 2Jgem = 13,8 Hz, 3J
= 9,1 Hz), 3,17 (1H, dd, 2Jgem =
13,8 Hz, 3J = 6,0 Hz), 3,72 (1H, m), 7,16–7,19 (2H, m),
7,22–7,41
(5H, m), 7,57 (1H, td, Jorto = 7,5 Hz, Jmeta = 1,2 Hz), 7,74 (1H, d, Jorto =
7,6 Hz)
-
(b) 1-Benzyl-5-(3-benzylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
-
1-Benzyl-5-(3-benzylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
wurde wie oben 1-Benzyl-5-(2-peenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
hergestellt, außer
daß 3-Benzylindan-1-on
als Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das Rohprodukt wurde im nächsten Schritt
ohne Reinigung als Hydrochloridsalz verwendet.
-
(c) 4-[(3-Benzyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-y1)methyl]-1H-imidazol
-
4-[(3-Benzyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-y1)methyl]-1H-imidazol
wurde wie oben 4-[(2,3-Dihydro-6-methoxy-2-phenyl-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
hergestellt, außer
daß 1-Benzyl-5-(3-benzylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
als Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das Rohprodukt, das eine Mischung
der cis- und trans-Diastereomeren von 4-[(3-Benzyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol
ist, wurde durch Flash-Chromatographie gereinigt (Eluens: 9,75:0,25
(v/v)-Mischung aus Dichlormethan-Methanol).
Die freie Base wurde in ihr Hydrochloridsalz überführt, das eine Mischung der
Diastereomeren war (cis:trans 86:14).
cis-Diastereomer als
Base: 1H-NMR (CDCl3): δ 1,40 (1H,
dt, 2Jgem 12,7 Hz, 3J = 9,1 Hz), 2,29 (1H, dt, 2Jgem = 12,7 Hz, 3J
= 7, 5 Hz) , 2, 58 (1H, dd, 2Jgem =
13,7 Hz, 3J = 9,5 Hz), 2,75 (1H, dd, 2Jgem = 14, 8 Hz, 3J = 8,5 Hz), 3,19 (1H, dd, 2Jgem = 15,4 Hz, 3J
= 5,2 Hz), 3,25 (1H, dd, 2Jgem =
13,7 Hz, 3J = 5,3 Hz), 3,36–3,47 (2H,
m), 6,77 (1H, d, 4J = 0,7 Hz), 7,14-7,31
(9H, m), 7,53 (1H, d, 4J = 0,8 Hz)
-
BEISPIEL 10
-
4-(4-Phenyl-1,2,3,4-tetrahydronaphthalin-1-yl)-1H-imidazol
-
(a) 1-(3-Benzyl-3H-imidazol-4-yl)-4,4-diphenylbutan-1-ol
-
Magnesiumspäne (0,5
g) wurden mit trockenem Tetrahydrofuran (4 ml) bedeckt. Es wurde 1-Brom-3,3-diphenylpropan
(5,6 g) in 20 ml trockenem Tetrahydrofuran zugetropft. Die Mischung
wurde eine Stunde unter Rückfluß gerührt. Nach
Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde zu dem Grignard-Reagens 3-Benzyl-3H-imidazol-4-carbaldehyd
(3,8 g) in 20 ml trockenem Tetrahydrofuran getropft und die Mischung
wurde zwei Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Die abgekühlte
Reaktionsmischung wurde in eine kalte verdünnte Salzsäurelösung gegossen. Aufarbeiten
der Mischung lieferte das Rohprodukt, das in Ethylacetat mit trockener Chlorwasserstoffsäure in das
Hydrochloridsalz überführt wurde.
1H-NMR (als HCl-Salz, DMSO-d6):
1,51–1,59
(m, 2H), 1,86–1,92
(m, 1H), 1,99–2,06
(m, 1H), 3,78 (t, J=7,9 Hz, 1H), 4,51 (m, 1H), 5,36 (s, 2H), 5,51
(s, 1H), 7,14–7,39
(m, 16H), 8,46 (s, 1H)
-
(b) 1-(1H-Imidazol-4-yl)-4,4-diphenylbutan-1-ol
-
3,0
g 1-(3-Benzyl-3H-imidazol-4-yl)-4,4-diphenylbutan-1-ol wurde in
150 ml Ethanol gelöst.
Die Lösung
wurde 5 Stunden bei 45 °C
mit 10 % Palladium auf Kohle als Katalysator hydriert. Die Reaktionsmischung wurde
filtriert und das Filtrat wurde unter reduziertem Druck zur Trockne
eingedampft.
1H-NMR (als HCl-Salz,
DMSO-d6): 1,58–1,64 (m, 2H), 1,91–2, 01 (m,
1H), 2,08–2,17
(m, 1H), 3,91 (t, J=7,9 Hz, 1H), 4,65 (t, J=6,4 Hz, 1H), 5,49 (s,
1H), 7,12–7,28
(m, 11H), 8,51 (s, 1H)
-
(c) 4-(4-Phenyl-1,2,3,4-tetrahydronaphthalin-1-yl)-1H-imidazol
-
Eine
Mischung aus 1-(1H-Imidazol-4-yl)-4,4-diphenylbutan-1-ol-Hydrochlorid (2,0
g) und Methansulfonsäure
(40 ml) wurde bei 100 °C
40 Minuten erhitzt. Die abgekühlte
Reaktionsmischung wurde in Wasser gegossen und mit Natriumhydroxidlösung alkalisch
gemacht. Das Produkt wurde mit Ethylacetat extrahiert, der mit Wasser
gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und unter reduziertem Druck
eingedampft wurde, was ein Rohprodukt aus racemischen cis- und trans-Diastereomeren
lieferte. Das Produkt wurde durch Flash-Chromatographie gereinigt
(Elution mit einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten). Das basische Produkt wurde
in Ethylacetat gelöst
und mit Chlorwasserstoffgas in sein Hydrochloridsalz überführt.
1H-NMR (trans-Isomer als HCl-Salz, McOH-d4): 1,93–2,04
(m, 2H), 2,21–2,28
(m, 2H), 4,25–4,29
(m, 1H), 4,52–4,56
(m, 1H), 6,90–7,31
(m, 10H), 8,80 (d, J=1, 4 Hz, 1H)
1H-NMR
(cis-Isomer als HCl-Salz, McOH-d4): 1,74–1,85 (m,
2H), 2,08–2,18
(m,2H), 4,16–4,20
(m, 1H), 4,42–4,45
(m, 1H), 6,88–7,30
(m, 10H), 8,84 (d, J=1,4 Hz, 1H)
-
BEISPIEL 11
-
4-[3-(4-Fluorphenyl)-2,3-dihydro-1H-finden-1-yl]-1H-imidazol
-
(a) trans-3-(4-Fluorphenyl)-1-phenylpropenon
-
Eine
Lösung
von 3,8 g (0,095 mol) Natriumhydroxid in 38 ml Wasser wurde allmählich in
eine Lösung aus
Acetophenon (9,0 g, 0,075 mol) und 4-Fluorbenzaldehyd (9,4 g, 0,076
mol) in Ethanol (20 ml) getropft. Die Mischung wurde 2 h bei Raumtemperatur
gerührt.
Wasser (80 ml) wurde zugegeben und die Mischung wurde mit 6 M HCl-Lösung neutralisiert.
Das ausgefallene trans-3-(4-Fluorphenyl)-1-phenylpropenon
wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
1H-NMR (DMSO-d6): δ 7,31 (2H,
t, 3J = 8,9 Hz), 7,59 (2H, t, 3J
= 7,5 Hz), 7,68 (1H, t, 3J = 7,3 Hz), 7,76
(1H, d, 3Jtrans =
15, 7 Hz), 7,92 (1H, d, 3Jtrans =
15,5 Hz), 7,99 (2H, m), 8,16 (2H, m)
-
(b) 3-(4-Fluorphenyl)indan-1-on
-
Polyphosphorsäure (102
g) wurde in einem Ölbad
bei 140 °C
erhitzt und es wurde 3-(4-Fluorphenyl)-1-phenylpropenon (5,9 g)
zugegeben. Es wurde noch 30 min bei 140 °C erhitzt. Die Mischung wurde
auf 80 °C
abgekühlt
und es wurde vorsichtig Wasser zugegeben. Die Mischung wurde mit
Ethylacetat extrahiert. Die organischen Extrakte wurden mit Wasser
gewaschen. Nach Trocknen über
Natriumsulfat wurde das Lösungsmittel
unter reduziertem Druck abgedampft. Das erhaltene 3-(4-Fluorphenyl)indan-1-on
wurde aus Heptan-Ethylacetat, 8:2, umkristallisiert.
1H-NMR (CDCl3) : δ 2,64 (1H,
dd, 2Jgem = 19,2
Hz, 3J = 3,9 Hz), 3,23 (1H, dd, 2Jgem = 19,2 Hz, 3J = 8,1 Hz), 4,57 (1H, dd, 3J = 8,0 Hz, 3J = 3,9 Hz), 7,00 (2H, verzerrtes t, 3J = 8,7 Hz), 7,06–7,11 (2H, m), 7,25 (1H, m),
7,43 (1H, t, Jorto = 7,4 Hz), 7,58 (1H,
td, Jorto = 7,5 Hz, Jmeta =
1,2 Hz), 7,82 (1H, d, Jorto = 7,7 Hz)
-
(c) 3-(4-Fluorphenyl)-1-(1-trityl-1H-imidazol-4-yl)indan-1-ol
-
Eine
3,0 M Lösung
von Ethylmagnesiumbromid (5,9 ml, 0,0177 mol) in Diethylether wurde
bei Raumtemperatur zu einer Lösung
von 4-Iod-1-trityl-1H-imidazol (7,22 g, 0,0165 mol, hergestellt
nach K. L. Kirk, J. Heterocycl. Chem. 22 (1985) 57) in 70 ml trockenem
Methylenchlorid gegeben. Nach einer Stunde wurde eine Lösung von
3-(4-Fluorphenyl)indan-1-on (2,00 g, 0,00884 mol) in 6 ml trockenem
Methylenchlorid zugegeben und es wurde noch 45 h gerührt. Zum
Quenchen der Reaktion wurde gesättigte
Ammoniumchloridlösung
zugegeben. Die Methylenchloridphase wurde abgetrennt und die wäßrige Phase
wurde zweimal mit Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten organischen
Extrakte wurden mit Kochsalzlösung
gewaschen, getrocknet und eingeengt. Das rohe 3-(4-Fluorphenyl)-1-(1-trityl-1H-imidazol-4-yl)indan-1-ol
wurde durch Flash-Chromatographie
mit Methylenchlorid als Eluens gereinigt.
-
(d) 4-[3-(4-Fluorphenyl)-3H-inden-1-yl]-1H-imidazol
-
3-(4-Fluorphenyl)-1-(1-trityl-1H-imidazol-4-yl)indan-1-ol
(2,22 g) wurde in 22 ml 2 M HCl-Lösung 2 h bei 70 °C erhitzt.
Wasser wurde zugegeben. Die Mischung wurde mit Methylenchlorid extrahiert.
Dann wurde die Methylenchloridphase mit 2 M HCl-Lösung
extrahiert. Alle vereinigten Wasserphasen wurden basisch gemacht
und mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wurde mit
Wasser gewaschen und getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter reduziertem
Druck entfernt. Das rohe 4-[3-(4-Fluorphenyl)-3H-inden-1-yl]-1H-imidazol,
das eine Mischung der Isomeren war (Verhältnis 73:27), wurde durch Flash-Chromatographie gereinigt
(Elution mit einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten).
-
(e) 4-[3-(4-Fluorphenyl)-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl]-1H-imidazol
-
Die
Mischung der Isomeren von 4-[3-(4-Fluorphenyl)-3H-inden-1-yl]-1H-imidazol
wurde mit 10 % Palladium auf Kohle als Katalysator in Ethanol hydriert.
Die Mischung wurde durch Celite filtriert und das Lösungsmittel
wurde abgedampft. Das rohe 4-[3-(4-Fluorphenyl)-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl]-1H-imidazol,
das eine Mischung der cis- und trans-Diastereomeren war (Verhältnis 95,5:4,5),
wurde durch Flash-Chromatographie gereingt (Elution mit einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten).
cis-Diastereomer
als Base: 1H-NMR (CDCl3): δ 2,14 (1H,
dt, 2Jgem = 11,1 Hz, 3J
= 11, 0 Hz), 2,89 (1H, dt, 2Jgem =
12,3 Hz, 3J = 7,1 Hz), 4,30 (1H, dd, 3J = 10,8 Hz, 3J
= 7,2 Hz), 4,44 (1H, dd, 3J = 10,8 Hz, 3J = 7,2 Hz), 6,87–6,90 (2H, m), 6,96 (2H, t, 3J = 8,7 Hz), 7,12–7,19 (5H, m), 7,43 (1H, s)
-
BEISPIEL 12
-
4-(3-Benzyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl)-1H-imidazol
-
3-Benzyl-1-(1-trityl-1H-imidazol-4-yl)indan-1-ol
-
Diese
Verbindung wurde nach dem für
3-(4-Fluorphenyl)-1-(1-trityl-1H-imidazol-4-yl)indan-1-ol
beschriebenen Verfahren wie oben ausgeführt aus 4-Iod-1-trityl-1H-imidazol
und 3-Benzylindan-1-on
erhalten. Das 3-Benzyl-1-(1-trityl-1H-imidazol-4-yl)indan-1-ol wurde durch
Flash-Chromatographie gereinigt (Eluens: Heptan-Ethylacetat 1:1).
-
4-(3-Benzyl-3H-inden-1-yl)-1H-imidazol
-
Zu
einer Lösung
von 3-Benzyl-1-(1-trityl-1H-imidazol-4-yl)indan-1-ol (0,387 g, 0,73 mmol) in
Dichlormethan (13 ml) wurden Triethylsilan (1 ml, 0,728 g, 6,26
mmol) und Trifluoressigsäure
(1,9 ml, 2,81 g, 24,7 mmol) gegeben. Die Reaktionsmischung wurde
bei Raumtemperatur 20 h gerührt.
Dann wurde die Reaktion mit Wasser gequencht und mit 2 M Natriumhydroxidlösung basisch
gemacht. Die Dichlormethanphase wurde mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat
getrocknet. Das Lösungsmittel
wurde unter reduziertem Druck entfernt. Flash-Chromatographie mit
einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten
lieferte 4-(3-Benzyl-3H-inden-1-yl)-1H-imidazol.
1H-NMR
(CDCl3): δ 2,69
(1H, dd, 2Jgem =
13,5 Hz, 3J = 9,4 Hz), 3,13 (1H, dd, 2Jgem = 13,5 Hz, 3J = 6,7 Hz), 3,80 (1H, m), 6,64 (1H, d, 3J = 2,2 Hz), 7,16–7,33 (7H, m), 7,37 (1H, s),
7,60 (1H, d, 3J = 0,6 Hz), 7,69 (1H, d,
Jorto = 7,6 Hz)
-
4-(3-Benzyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl)-1H-imidazol
-
4-(3-Benzyl-3H-inden-1-yl)-1H-imidazol
wurde mit 10 Palladium auf Kohle als Katalysator in Ethanol hydriert.
Die Mischung wurde durch Celite filtriert und das Lösungsmittel
wurde abgedampft. Das rohe 4-(3-Benzyl-2,3-dihydro-1H-inden-1-yl)-1H-imidazol,
das eine Mischung der cis- und trans- Diastereomeren war (Verhältnis 94:6),
wurde durch Flash-Chromatographie
gereinigt (Elution mit einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten).
cis-Diastereomer
als Base: 1H-NMR (CDCl3): δ 1,82 (1H,
dt, 2Jgem= 12,5
Hz, 3J = 9,7 Hz), 2,53 (1H, dt, 2Jgem = 12,5 Hz, 3J = 7,4 Hz), 2,69 (1H, dd, 2Jgem = 13,6 Hz, 3J
= 9,4 Hz,), 3,31 (1H, dd, 2Jgem =
13, 6 Hz, 3J = 5, 3 Hz), 3,49 (1H, m), 4,31
(1H, m), 6,80 (1H, s), 7,08 (1H, verzerrtes d, Jorto =
7,4 Hz), 7,15–7,30
(8H, m), 7,46 (1H, m)
-
BEISPIEL 13
-
4-(2,3-Dihydro-3-phenylinden-1-yl)-1H-imidazol
-
2-(tert-Butyldimethylsilanyl)-5-(2,3-dihydro-1-hydroxy-3-phenyl-1H-inden-1-yl)-1H-imidazol-1-sulfonsäuredimethyl-amid
-
Eine
Lösung
von Imidazol-1-sulfonsäuredimethylamid
(1,96 g, 0,0112 mol, hergestellt nach D. J. Chadwick und R. I. Ngochindo,
J. Chem. Soc. Perkin Trans. I (1984) 481) in trockenem Tetrahydrofuran
(90 ml) unter Stickstoff wurde auf – 78 °C gekühlt und tropfenweise mit 15
% n-Butyllithium in Hexan (8,2 ml, 0,01393 mol) versetzt. Nach 30
Minuten wurde tert-Butyldimethylsilylchlorid
(2,1 g, 0,01393 mol) in trockenem Tetrahydrofuran (5 ml) zugegeben
und die Mischung auf Raumtemperatur erwärmen gelassen. Nach 1,5 h wurde
die Mischung erneut auf –78 °C abgekühlt und
mit 15 % n-Butyllithium in Hexan (8,5 ml, 0,01360 mol) versetzt.
Nach 30 Minuten wurde 3-Phenyl-1-indanon (3,40 g, 0,01633 mol) in
trockenem Tetrahydrofuran zugegeben und die Mischung wurde über Nacht
auf Raumtemperatur erwärmen
gelassen. Die Mischung wurde mit gesättigter Natriumcarbonatlösung gequencht
und das Lösungsmittel
wurde unter reduziertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde in Dichlormethan
gelöst
und zweimal mit Wasser gewaschen, getrocknet, filtriert und unter
reduziertem Druck eingeengt. Die Reinigung erfolgte durch Flash-Chromatographie
(Elution mit einem Heptan-Ethylacetat-Gradienten).
1H-NMR (CDCl3) : δ 0,40 (3H,
s), 0,41 (3H, S), 0,98 (9H, s), 2,47 (1H,
dd, 2Jgem = 12,9
Hz, 3J = 10,0 Hz), 2,88 (6H, s), 3,24 (1H,
dd, 2Jgem = 12,
9 Hz, 3J = 7, 2 Hz), 4,05 (1H, dd, 3J = 9,9 Hz, 3J =
7,3 Hz), 6,14 (1H, s), 6,92 (1H, d, Jorto =
7,0 Hz), 7,20–7,36
(7H, m), 7,52 (1H, d, Jorto = 7,0 Hz)
-
5-(2,3-Dihydro-1-hydroxy-3-phenyl-1H-inden-1-yl)-1H-imidazol-1-sulfonsäuredimethylamid
-
Eine
1,1 M Lösung
von Tetrabutylammoniumfluorid in Tetrahydrofuran (1,4 ml, 1,54 mmol)
wurde zu einer Lösung
von 2-(tert-Butyldimethylsilanyl)-5-(2,3-dihydro-1-hydroxy-3-phenyl-1H-inden-1-yl)-1H-imidazol-1-sulfonsäuredimethylamid
(637 mg, 1,28 mmol) in Tetrahydrofuran (13 ml) getropft. Die Reaktionsmischung
wurde über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktion wurde mit Wasser gequencht und dann mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Phase wurde mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen.
Die organische Phase wurde getrocknet und das Lösungsmittel unter reduziertem
Druck entfernt. Das Produkt wurde in Ethylacetat umkristallisiert.
1H-NMR (CDCl3): δ 2,47 (1H,
dd, 2Jgem = 13,0
Hz, 3J = 10,0 Hz), 3,04 (6H, s), 3,31 (1H,
dd, 2Jgem = 12,9
Hz, 3J = 7,2 Hz), 4,09 (1H, dd, 3J = 9,9 Hz, 3J =
7,2Hz), 6,07 (1H, s), 6,96 (1H, d, Jorto =
7,6 Hz), 7,19–7,27
(4H, m), 7,30–7,40
(3H, m), 7,54 (1H, d, Jorto = 6,8 Hz), 7,94
(1H, s)
-
5-(3-Phenyl-3H-inden-1-yl)-1H-imidazol-1-sulfonsäure-dimethylamid
-
Zu
einer Lösung
von 5-(2,3-Dihydro-1-hydroxy-3-phenyl-1H-inden-1-yl)-1H-imidazol-1-sulfonsäuredimethylamid
(230 mg, 0,60 mmol) in Dichlormethan (8 ml) wurden Triethylsilan
(760 μl,
554 mg, 4,77 mmol) und Trifluoressigsäure (1,43 ml, 2,12 g, 18,6
mmol) gegeben. Die Reaktionsmischung wurde über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt.
Dann wurde die Reaktion mit Wasser gequencht und mit 2 M Natriumhydroxidlösung basisch
gemacht. Die Dichlormethanphase wurde mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat
getrocknet. Das Lösungsmittel
wurde unter reduziertem Druck entfernt. Reinigung durch Flash-Chromatographie mit
einem Dichlormethan-Methanol-Gradienten lieferte eine Mischung der
Isomeren (Verhältnis
65:35) von 5-(3-Phenyl-3H-inden-1-yl)-1H-imidazol-1-sulfonsäuredimethylamid.
-
4-(3-Phenyl-3H-inden-1-yl)-1H-imidazol
-
5-(3-Phenyl-3H-inden-1-yl)-1H-imidazol-1-sulfonsäuredimethylamid
(158 mg, 0,43 mmol) wurde in 5 ml einer 1,5 M HCl-Lösung 1,5 h unter Rückfluß erhitzt.
Die Reaktions-mischung wurde basisch gemacht und dann mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Phase wurde mit Wasser gewaschen und
getrocknet. Das Lösungsmittel
wurde unter reduziertem Druck entfernt. Das rohe 4-(3-Phenyl-3H-inden-1-yl)-1H-imidazol,
das eine Mischung der Isomeren war (Verhältnis 75:25), wurde durch Flash-Chromatographie
gereinigt (Elution mit Dichlormethan-Methanol, 9,75:0,25).
-
4-(2,3-Dihydro-3-phenylinden-1-yl)-1H-imidazol
-
Die
Mischung der Isomeren von 4-(3-Phenyl-3H-inden-1-yl)-1H-imidazol wurde
mit 10 % Palladium auf Kohle als Katalysator bei 50 °C in Essigsäure hydriert.
Die Mischung wurde durch Celite filtriert und das Lösungsmittel
wurde abgedampft. Es wurde Wasser zugegeben und die Lösung wurde
basisch gemacht. Die wäßrige Lösung wurde
mit Ethylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde mit Wasser
gewaschen, getrocknet und das Lösungsmittel
wurde abgedampft. Das Hydrochloridsalz des Produkts wurde in Ethylacetat hergestellt.
Das Produkt 4-(2,3-Dihydro-3-phenylinden-1-yl)-1H-imidazol
war eine Mischung der cis- und trans-Distereomeren (Verhältnis 95:5).
cis-Diastereomer
als Hydrochloridsalz: 1H-NMR (CD3OD): δ 2,19 (1H,
dt, 2Jgem = 12,2
Hz, 3J = 11,0 Hz), 2,99 (1H, dt, 2Jgem = 12,2 Hz, 3J = 7,1 Hz), 4,43 (1H, dd, 3J
= 10,9 Hz, 3J = 7,0 Hz), 4,66 (1H, dd, 3J = 11,0 Hz, 3J
= 7,0 Hz), 6,92–6,94 (1H,
m), 7,07–7,09
(1H, m), 7,23–7,37
(7H, m), 7,52 (1H, d, 4J = 1,2 Hz), 8,89 (1H, d, 4J = 1,4 Hz)
-
BEISPIEL 14
-
4-[(1,2,3,4-Tetrahydro-3-phenylnaphthalin-1-yl)methyl]-1H-imidazol
-
1-Benzyl-5-(3-phenyl-3,4-dihydro-2H-naphthalin-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
-
1-Benzyl-5-(3-phenyl-3,4-dihydro-2H-naphthalin-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
wurde wie oben 1-Benzyl-5-(2-phenylindan-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol hergestellt,
außer
daß 3-Phenyl-3,4-dihydro-2H-naphthalin-1-on
(hergestellt nach J. Vebrel und R. Carrie, Bull. Soc. Chem. Fr.
(1982) 116) als Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das Rohprodukt
wurde im nächsten
Schritt ohne Reinigung als Hydrochloridsalz eingesetzt.
-
4-[(1,2,3,4-Tetrahydro-3-phenylnaphthalin-1-yl)methyl]-1H-imidazol
-
4-[(1,2,3,4-Tetrahydro-3-phenylnaphthalin-1-yl)methyl]-1H-imidazol wurde wie
oben 4-[(2,3-Dihydro-6-methoxy-2-phenyl-1H-inden-1-yl)methyl]-1H-imidazol hergestellt,
außer
daß 1-Benzyl-5-(3-phenyl-3,4-dihydro-2H-naphthalin-1-ylidenmethyl)-1H-imidazol
als Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das Hydrochloridsalz des Produkts
war eine Mischung der beiden Diastereomeren (82:18, Smp. 198 °C).