[go: up one dir, main page]

DE60104719T2 - Verfahren zur herstellung von triphendioxazinpigmenten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von triphendioxazinpigmenten Download PDF

Info

Publication number
DE60104719T2
DE60104719T2 DE60104719T DE60104719T DE60104719T2 DE 60104719 T2 DE60104719 T2 DE 60104719T2 DE 60104719 T DE60104719 T DE 60104719T DE 60104719 T DE60104719 T DE 60104719T DE 60104719 T2 DE60104719 T2 DE 60104719T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkyl
hydrogen
group
benzyl
phenyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60104719T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60104719D1 (de
Inventor
Lal Bansi KAUL
Carsten Plüg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Clariant Finance BVI Ltd
Original Assignee
Clariant Finance BVI Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Clariant Finance BVI Ltd filed Critical Clariant Finance BVI Ltd
Publication of DE60104719D1 publication Critical patent/DE60104719D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60104719T2 publication Critical patent/DE60104719T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/02Bisoxazines prepared from aminoquinones

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein besonders vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung von Triphendioxazinverbindungen durch Oxidation in organischen Lösungsmitteln, die danach erhaltenen Produkte und deren Verwendung als Pigmente.
  • Triphendioxazinverbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung sind aus GB 2284427 A, DE 4442291 A1 und DE 19727079 A1 bekannt.
  • Das in GB 2284427 A und DE 19727079 A1 beschriebene Verfahren geht von Aminoverbindungen aus, die in ortho-Stellung durch eine Alkoxygruppe substituiert sind und nur durch eine relativ aufwendige Synthese zugänglich sind. Die in GB 2284427 A offenbarten Pigmente sind zudem nur schwer zu dispergieren und nicht leicht in eine Pigmentform zu überführen.
  • Das in DE 4442291 A1 beschriebene Verfahren geht von unsubstituierten Vorprodukten, d.h. Aminoverbindungen aus, die leicht zugänglich sind. Die Pigmentsynthese erfolgt mit Mangandioxid in konzentrierter Schwefelsäure und erfordert die Isolierung der Zwischenprodukte. Bei dem Verfahren fallen beträchtliche Mengen von Salzen des Schwermetalls Mangan an. Die Verwendung von Schwefelsäure bedingt eine aufwendige Regenerierung. Darüber hinaus ist zum Erreichen der erforderlichen Pigmenteigenschaften eine Nachbehandlung des Rohpigments in einem organischen Lösungsmittel erforderlich.
  • Ein weiteres gängiges Verfahren zur Herstellung von Triphendioxazinverbindungen wird in der US-PS 4,751,300 beschrieben, wobei die intermediär erhaltenen 2,5-Bisaryl-1,4-benzochinone in einem inerten apolaren organischen Lösungsmittel in Gegenwart einer anorganischen Säure erhitzt werden. Dieses Verfahren ist jedoch nicht auf Verbindungen mit einem ein unsubstituiertes Stickstoffatom enthaltenden Heterocyclus anwendbar.
  • Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von Triphendioxazinpigmenten durch Oxidation von 2,5-Bisarylamino-1,4-benzochinonen in polaren aprotischen organischen Lösungsmitteln. Überraschenderweise lassen sich diese Pigmente zwar in polaren aprotischen Lösungsmitteln, jedoch nur in Gegenwart einer Base mittels verschiedener Verfahren herstellen.
  • Dieses Verfahren vermeidet auch die Isolierung der 2,5-Bisarylamino-1,4-benzochinone und ermöglicht die Herstellung von Triphendioxazinen direkt aus aromatischen Aminen durch anschliessende Kondensation mit 2,3,5,6-Tetrachlorbenzochinon (Chloranil) und Oxidation des dabei entstandenen Zwischenprodukts in einem organischen Lösungsmittel. Die Verwendung von Schwermetallen entfällt oder beschränkt sich zumindest nur auf katalytisch wirksame Mengen. Die Regenerierung polarer organischer Lösungsmittel erfolgt routinemässig in chemischen Betrieben.
  • Mit dem erhaltenen Pigment kann man äusserst vorteilhafte Farbtonveränderungen erzeugen, woran grosses Interesse besteht. Darüber hinaus zeigen die erfindungsgemäss erhaltenen Pigmente ausgezeichnete Dispergierfähigkeit, hohe Farbstärke, hohe Wetter- und Lichtechtheit, hohe Sättigung und hervorragende Wärmestabilität in technischen Kunststoffen.
  • Gegenstand der vorliegenden Patentanmeldung ist ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
    Figure 00020001
    wobei beide X für Wasserstoff oder Halogenatome stehen und die mit A bezeichneten Kerne in 1,2-, 2,3- oder 3,4- bzw. 8,9-, 9,10- oder 10,11-Stellung ankondensiert sind und mindestens ein gegebenenfalls durch Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylreste substituiertes Stickstoffatom enthalten, durch Oxidation von 2,5-Bisarylamino-1,4-benzochinonen in polaren aprotischen organischen Lösungsmitteln in Gegenwart einer Base.
  • Insbesondere stehen beide X für Wasserstoff oder Halogenatome und die mit A bezeichneten Kerne sind in 1,2-, 2,3- oder 3,4- bzw. 8,9-, 9,10- oder 10,11-Stellung ankondensiert und unter den Gruppierungen (1) bis (5)
    Figure 00030001
    ausgewählt, wobei R1 und R2 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-8-Alkyl, C5-6-Cycloalkyl, Benzyl, eine gegebenenfalls durch Reste aus der Gruppe Halogen, Nitro, C1-8-Alkyl, C5-6-Cycloalkyl, Benzyl, Phenyl oder Naphthyl ein- oder mehrfach substituierte Benzanilid-, Phenyl- oder Naphthylgruppe, COOAlkyl, C1-3-Alkoxy oder Trifluormethyl stehen und R' unabhängig von R1 und R2 Wasserstoff, Hydroxy, C1-8-Alkyl, C5-6-Cycloalkyl, Benzyl, eine gegebenenfalls durch Reste aus der Gruppe Halogen, Nitro, C1-8-Alkyl, C5-6-Cycloalkyl, Benzyl, Phenyl oder Naphthyl ein- oder mehrfach substituierte Benzanilid-, Phenyl- oder Naphthylgruppe, COOAlkyl, C1-3-Alkoxy oder Trifluormethyl bedeutet, mit der Massgabe, dass das Pigment mindestens eine unsubstituierte NH-CO-Gruppe enthält.
  • Diese Verbindungen eignen sich ausgezeichnet als Pigmente zum Färben für Kunststoffmassen, worunter sowohl lösungsmittelfreie als auch lösungsmittelhaltige Massen aus Kunststoffen oder Kunstharzen verstanden werden. Dazu zählen Anstrichfarben auf öliger wässriger Grundlage und Lacke verschiedener Art.
  • Diese Verbindungen eignen sich auch zum Spinnfärben von Viskose oder Celluloseacetat, zum Pigmentieren von Polyethylen, Polystyrol, Polyvinylchlorid, Kautschuk oder Kunstleder. Sie können auch zum Bedrucken von graphischen Geweben, für die Papiermassenfärbung, für die Beschichtung von Textilien oder für ein beliebig anderes Pigmentdruckverfahren Verwendung finden. Die erhaltenen Pigmentierungen zeichnen sich durch ihre hervorragende Hitze-, Licht- und Wetterechtheit sowie Chemikalienbeständigkeit aus. Die Pigmente bewahren gute Farbstärke und zeigen gute applikatorische Eigenschaften. Insbesondere zeichnen sie sich durch ihre gute Migrier-, Ausblüh-, Überlackier- und Lösungsmittelechtheit aus.
  • Bevorzugte Verbindungen der Formel (I) sind solche der Formeln (Ia), (IIa), (IIIa) und (IIIb)
    Figure 00040001
    Figure 00050001
    wobei X für Wasserstoff oder Halogen, R1, R2, R3 und R4 unabhängig voneinander für Wasserstoff, einen C1-8-Alkylrest, einen gegebenenfalls substituierten Phenyl-, Benzyl-, Benzanilid- oder Naphthylrest, einen gegebenenfalls substituierten C5-6-Cycloalkylrest stehen, mit der Massgabe, dass das Pigment mindestens eine unsubstituierte NH-CO-Gruppe enthält.
  • Die Substituenten R1, R2, R3 und R4 bedeuten bevorzugt unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl, Ethyl, n- oder i-Propyl, n-, i-, sec.- oder tert.-Butyl, Cyclohexyl, gegebenenfalls substituiertes Benzanilid, Naphthyl, gegebenenfalls durch Reste aus der Gruppe Halogen, bevorzugt Chlor, Nitro, C1-8-Alkylreste, bevorzugt C1-4-Alkylreste, und C1-8-Alkoxyreste ein- oder mehrfach substituiertes Phenyl, wobei die obengenannte Massgabe gilt.
  • Das erfindungsgemässe Verfahren erfolgt in polaren aprotischen organischen Lösungsmitteln, bevorzugt Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Tetramethylharnstoff, Dimethylacetamid und N-Methylpyrrolidon, bei Temperaturen von 0 – 200°C, bevorzugt 100–180°C. Die Oxidation erfordert die Gegenwart einer Base, bevorzugt Kaliumcarbonat, Natriumcarbonat, Calciumcarbonat oder Natriumphosphat, und kann nach verschiedenen Oxidationsverfahren erfolgen, bevorzugt durch Einleitung von Luft oder Sauerstoff, durch Natrium- oder Kaliumchlorat in Gegenwart von Vanadinpentoxid oder durch Natriumhypochlorit in Gegenwart von Mangan(III)-Komplexen oder durch Verwendung von Kalium- oder Natriumperoxodisulfat.
  • Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Pigmente eignen sich zur Färbung geeigneter Substrate einschliesslich synthetischer Polymere, synthetischer Harze und Regeneratfasern gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungsmitteln in der Masse. Zu diesen Substraten zählen insbesondere auf Öl, Wasser und Lösungsmittel basierende Lacke, Polyesterspinnmassen, Polyethylen-, Polystyrol- und Polyvinylchloridformmassen, Kautschuk und Kunstleder. Die Pigmente eignen sich weiterhin zur Herstellung von Druckfarben, für die Papiermassenfärbung und für die Beschichtung und das Bedrucken von Textilien.
  • Des weiteren eignen sich die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Pigmente auch als Farbmittel in elektrophotographischen Tonern und Entwicklern, wie z.B. Ein- oder Zweikomponentenpulvertonern (auch Ein- oder Zweikomponenten-Entwickler genannt), Magnettonern, Flüssigtonern, Polymerisationstonern sowie weiteren Spezialtonern (Literatur: L.B. Schein, „Electro-photography and Development Physics", Springer Series in Electrophysics 14, Springer Verlag, 2. Ausgabe, 1992).
  • Typische Tonerbindemittel sind Polymerisations-, Polyadditions- und Polykondensationsharze, wie Styrol-, Styrolacrylat-, Styrolbutadien-, Acrylat-, Polyester-, Phenol-Epoxidharze, Polysulfone, Polyurethane, einzeln oder in Kombination, sowie Polyethylen und Polypropylen, die noch weitere Inhaltsstoffe wie Ladungssteuermittel, Wachse oder Fliesshilfsmittel enthalten können oder im Nachhinein zugesetzt bekommen können.
  • Ein weiteres Anwendungsgebiet der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Pigmente ist ihre Verwendung als Farbmittel in Pulvern und Pulverlacken, insbesondere triboelektrisch oder elektrokinetisch versprühten Pulverlacken, die zur Oberflächenbeschichtung von Gegenständen aus beispielsweise Metall, Holz, Kunststoff, Glas, Keramik, Beton, Textilmaterial, Papier oder Kautschuk zur Anwendung kommen (J.F. Hughes, „Electrostatics Powder Coating" Research Studies, John Wiley & Sons, 1984).
  • Als Pulverlackharze werden typischerweise Epoxidharze, carboxyl- und hydroxylgruppenhaltige Polyesterharze, Polyurethan- und Acrylharze zusammen mit üblichen Härtern eingesetzt. Auch Kombinationen von Harzen finden Verwendung. So werden beispielsweise häufig Epoxidharze in Kombination mit carboxyl- und hydroxylgruppenhaltigen Polyesterharzen eingesetzt. Typische Härterkomponenten (in Abhängigkeit vom Harzsystem) sind beispielsweise Säureanhydride, Imidazole sowie Dicyandiamid und dessen Abkömmlinge, verkappte Isocyanate, Bisacylurethane, Phenol- und Melaminharze, Triglycidylisocyanurate, Oxazoline und Dicarbonsäuren.
  • Ausserdem eignen sich die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Pigmente als Farbmittel in Tintenstrahldrucktinten auf wässriger und nichtwässriger Basis sowie in solchen Tinten, die nach dem Hot-melt-Verfahren arbeiten.
  • Nach dem Auftragen auf den obenerwähnten Substraten erweisen sich die Pigmente als migrier- und lichtecht und zeigen Wasch-, Chlorit-, Hypochlorit- und Peroxidbleich-, Reib-, Überlackier- und Lösungsmittelechtheit. Bemerkenswerterweise zeigen die Pigmente hohe Farbstärke, gutes Deckvermögen und gute Wärmebeständigkeit.
  • In den folgenden Beispielen wird die Erfindung näher erläutert. Dabei entspricht ein Volumenteil dem Volumen eines Gewichtsteils Wasser.
  • BEISPIEL 1
  • 6,14-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'-m]triphendioxazin-2,10-dion
  • a) 2,5-Dichlor-3,6-bis(1-ethyl-2-oxo-1,3-dihydrobenzimidazol-5-yl)amino-1,4-benzochinon
  • In 1000 Teilen Dimethylacetamid werden 90 Teile 5-Amino-1-ethyl-1,3-dihydrobenzimidazol-2-on und 42 Teile Natriumhydrogencarbonat kalziniert suspendiert und auf 70°C erhitzt. Man versetzt mit 62 Teilen Chloranil in 2 h. Es wird 1 h lang unter Rückfluss erhitzt, auf 100°C abgekühlt, bei 100°C filtriert, mit 1000 Teilen Dimethylacetamid heiss gewaschen und mit Wasser chloridfrei nachgewaschen. Nach dem Trocknen bei 80°C im Vakuum erhält man 105 Teile eines braunen Pulvers der nachstehenden Formel
    Figure 00070001
    Schmelzpunkt > 300°C
  • b) 614-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'-m]triphendioxazin-2,10-dion durch Luftoxidation
  • In 400 Teilen Dimethylacetamid werden 53 Teile 2,5-Dichlor-3,6-bis(1-ethyl-2-oxo-1,3-dihydrobenzimidazol-5-yl)amino-1,4-benzochinon (aus Beispiel 1a) und 28 Teile Kaliumcarbonat suspendiert und auf Rückfluss erhitzt. Unter Zuführung von Luft (ca. 50 l/h) wird 10 h lang unter Rückfluss erhitzt, bei 100°C filtriert, mit 400 Teilen Dimethylacetamid heiss gewaschen und mit Wasser chloridfrei nachgewaschen. Nach dem Trocknen bei 80°C im Vakuum erhält man 21 Teile eines metallischgrünen Pulvers der nachstehenden Formel
    Figure 00080001
    Schmelzpunkt > 300°C
  • BEISPIEL 2
  • 6,14-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'-m]triphendioxazin-2,10-dion (Kondensation mit Chloranil und anschliessende Oxidation)
  • In 1000 Teilen Dimethylacetamid werden 90 Teile 5-Amino-1-ethyl-1,3-dihydrobenzimidazol-2-on und 43 Teile Natriumhydrogencarbonat kalziniert suspendiert und auf 70°C erhitzt. Man versetzt mit 62 Teilen Chloranil in 2 h. Man erhitzt 1 h lang unter Rückfluss, kühlt ab auf 100°C, versetzt mit 40 Teilen Kaliumcarbonat und erhitzt erneut auf Rückfluss. Unter Zuführung von Luft (ca. 50 l/h) wird 10 h lang unter Rückfluss erhitzt, bei 100°C filtriert, mit 1000 Teilen Dimethylacetamid heiss gewaschen und mit Wasser chloridfrei nachgewaschen. Nach dem Trocknen bei 80°C im Vakuum erhält man 46 Teile eines metallischgrünen Pulvers, identisch mit dem in Beispiel 1b) erhaltenen Material.
    Schmelzpunkt > 300°C
  • BEISPIEL 3
  • 6,14-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'-m]triphendioxazin-2,10-dion (Oxidation mit Natriumchlorat)
  • In 400 Teilen Dimethylacetamid werden 53 Teile 2,5-Dichlor-3,6-bis(1-ethyl-2-oxo-1,3-dihydrobenzimidazol-5-yl)amino-1,4-benzochinon (aus Beispiel 1a), 0,5 Teile Vanadinpentoxid und 28 Teile Kaliumcarbonat suspendiert und auf 100°C erhitzt. Bei dieser Temperatur versetzt man innert 2 h mit 21 Teilen Natriumchlorat, erhitzt anschliessend 12 h lang unter Rückfluss, filtriert bei 100°C, wäscht mit 400 Teilen Dimethylacetamid heiss und mit Wasser chloridfrei nach. Nach dem Trocknen bei 80°C im Vakuum erhält man 41 Teile eines metallischgrünen Pulvers, identisch mit dem in Beispiel 1b) erhaltenen Material.
    Schmelzpunkt > 300°C
  • Das so erhaltene violette bis blaue Pigment zeigt ausgezeichnete Pigmenteigenschaften wie Dispergierfähigkeit, Farbstärke, ausgezeichnete Hitze- und Lichtstabilität in technischen Kunststoffen oder Lacken.
  • BEISPIEL 4
  • Oxidation mit Kaliumperoxodisulfat
  • a) 6,14-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'm]triphendioxazin-2,10-dion
  • In 25 Moläquivalenten N-Methylpyrrolidon werden 1 Moläquivalent 2,5-Dichlor-3,6-bis(1-ethyl-2-oxo-1,3-dihydrobenzimidazol-5-yl)amino-1,4-benzochinon (aus Beispiel 1a), 1 Moläquivalent Kaliumcarbonat suspendiert und auf 120°C erhitzt. Bei dieser Temperatur wird mit 2,5 Moläquivalenten Kaliumperoxodisulfat innert 5 min versetzt, anschliessend 12 h lang auf 160°C erhitzt, bei 100°C filtriert, mit 25 Moläquivalenten N-Methylpyrrolidon heiss gewaschen und mit Wasser sulfatfrei nachgewaschen. Nach dem Trocknen bei 80°C im Vakuum erhält man 20–30% eines metallischgrünen Pulvers, identisch mit dem in Beispiel 1 b erhaltenen Material.
  • Analog erhält man die folgenden Beispiele:
  • Figure 00100001
  • ANWENDUNGSBEISPIELE
  • Das in Beispiel 1a erhaltene Pigment wurde vor der Anwendung in einer PML-Mühle (Drais Werke Mannheim) 20 Minuten lang in Wasser mit Zirkoniumdioxidkugeln gemahlen, filtriert und im Vakuum getrocknet.
  • ANWENDUNG IN PVC VOLLTON
  • Eine 1%ig gefärbte PVC-Folie wird wie folgt hergestellt:
    100 Teile PVC klar werden mit 0,1 Teilen Pigment 2 Minuten lang gemischt. Das Gemisch wird in einer Walzenmühle 5 Minuten lang zwischen zwei Walzen ausgerollt. Dabei beträgt die Walzentemperatur 130°C vorne bzw. 135°C hinten. Das Fell wird zwischen zwei verchromten Stahlplatten 5 Minuten lang bei 165°C unter einem Druck von 25 Tonnen verpresst. Die Pressfolie ist rotblau gefärbt.
  • ANWENDUNG IN PVC WEISS
  • Eine 0,1%ig gefärbte PVC-Folie wird wie folgt hergestellt:
    100 Teile PVC weiss (0,5% TiO2) werden mit 0,1 g Pigment 2 Minuten lang gemischt. Das Gemisch wird in einer Walzenmühle 8 Minuten lang zwischen zwei Walzen ausgerollt. Dabei beträgt die Walzentemperatur 160°C vorne bzw. 165°C hinten. Das Fell wird zwischen zwei verchromten Stahlplatten 5 Minuten lang bei 160°C unter einem Druck von 25 Tonnen verpresst. Die Pressfolie ist rotblau gefärbt.
  • ANWENDUNG IN LACK VOLLTON
  • Der Alkydmelaminharzlack (AM5) wird wie folgt hergestellt:
    3,6 g Pigment, 26,4 g AM5 klar (35%ig) und 85 g Glasperlen werden 30 Minuten lang in dem Rührgerät Skandex verrührt. 30 g dieser Präparation werden mit 60 g AM5 klar (55,8%) gemischt. Die Dispersion wird auf einen Karton aufgesprüht, 15 Minuten lang abgelüftet und in einem Ofen 30 Minuten lang bei 140°C rotblau eingebrannt.
  • ANWENDUNG IN LACK WEISS
  • Der Alkydmelaminharzlack (AM5) wird wie folgt hergestellt:
    3,6 g Pigment, 26,4 g AM5 klar (35%ig) und 85 g Glasperlen werden 30 Minuten lang in dem Rührgerät Skandex verrührt. 7,5 g dieser Präparation werden mit 20 g AM5 weiss (30% TiO2) gemischt. Die Dispersion wird auf einen Karton aufgesprüht, 15 Minuten lang abgelüftet und in einem Ofen 30 Minuten lang bei 140°C rotblau eingebrannt.

Claims (5)

  1. Verfahren zur Herstellung von Triphendioxazinpigmenten der allgemeinen Formel (I)
    Figure 00120001
    wobei beide X für Wasserstoff oder Halogenatome stehen und die mit A bezeichneten Kerne in 1,2-, 2,3- oder 3,4- bzw. 8,9-, 9,10- oder 10,11-Stellung ankondensiert sind und unter den Gruppierungen (1) bis (5)
    Figure 00120002
    ausgewählt sind, wobei R1 und R2 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-8-Alkyl, C6-5-Cycloalkyl, Benzyl, eine gegebenenfalls durch Reste aus der Gruppe Halogen, Nitro, C1-8-Alkyl, C5-6-Cycloalkyl, Benzyl, Phenyl oder Naphthyl ein- oder mehrfach substituierte Benzanilid-, Phenyl- oder Naphthylgruppe, COO-Alkyl, C1-3-Alkoxy oder Trifluormethyl stehen und R' unabhängig von R1 und R2 Wasserstoff, Hydroxy, C1-8-Alkyl, C5-6-Cycloalkyl, Benzyl, ein gegebenenfalls durch Reste aus der Gruppe Halogen, Nitro, C1-8-Alkyl, C5-6-Cycloalkyl, Benzyl, Phenyl oder Naphthyl ein- oder mehrfach substituierte Benzanilid-, Phenyl- oder Naphthylgruppe, COO-Alkyl, C1-3-Alkoxy oder Trifluormethyl bedeutet, mit der Massgabe, dass das Pigment mindestens eine unsubstituierte NH-CO-Gruppe enthält, durch Oxidation von 2,5-Bisarylamino-1,4-benzochinonen in polaren aprotischen organischen Lösungsmitteln in Gegenwart einer Base.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem man als Verbindungen der Formel (I) solche der Formeln (Ia), (IIa), (IIIa) und (IIIb)
    Figure 00130001
    Figure 00140001
    wobei X für Wasserstoff oder Halogen, R1, R2, R3 und R4 unabhängig voneinander für Wasserstoff, einen C1-8-Alkylrest, einen gegebenenfalls substituierten Phenyl-, Benzyl-, Benzanilid- oder Naphthylrest, einen gegebenenfalls substituierten C5-6-Cycloalkylrest stehen, mit der Massgabe, dass das Pigment mindestens eine unsubstituierte NH-CO-Gruppe enthält, einsetzt.
  3. Verfahren gemäss Anspruch 1, umfassend eine Kondensation von Arylaminen mit einem Benzochinon und anschliessende Oxidation des dabei entstandenen Zwischenprodukts in Gegenwart einer Base.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–3, bei dem man als organisches Lösungsmittel Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Tetramethylharnstoff, Dimethylacetamid oder N-Methylpyrrolidon einsetzt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–3, bei dem die Oxidation durch Einleitung von Luft oder Sauerstoff, durch Natrium- oder Kaliumchlorat in Gegenwart von Vanadinpentoxid oder durch Natriumhypochlorit in Gegenwart von Mangan(III)-Komplexen oder durch Kalium- oder Natriumperoxodisulfat erfolgt.
DE60104719T 2000-12-04 2001-09-27 Verfahren zur herstellung von triphendioxazinpigmenten Expired - Lifetime DE60104719T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB0029476 2000-12-04
GBGB0029476.9A GB0029476D0 (en) 2000-12-04 2000-12-04 Process for the preparation of triphenodioxazine pigments
PCT/IB2001/001785 WO2002046315A1 (en) 2000-12-04 2001-09-27 Process for the preparation of triphenodioxazine pigments

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60104719D1 DE60104719D1 (de) 2004-09-09
DE60104719T2 true DE60104719T2 (de) 2005-08-04

Family

ID=9904355

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE60104719T Expired - Lifetime DE60104719T2 (de) 2000-12-04 2001-09-27 Verfahren zur herstellung von triphendioxazinpigmenten

Country Status (7)

Country Link
EP (1) EP1341851B1 (de)
AT (1) ATE272686T1 (de)
AU (1) AU2001287996A1 (de)
DE (1) DE60104719T2 (de)
ES (1) ES2223912T3 (de)
GB (1) GB0029476D0 (de)
WO (1) WO2002046315A1 (de)

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2003104989A (ja) * 2001-09-28 2003-04-09 Sumitomo Chem Co Ltd ジオキサジン化合物の製造方法
JP2006053329A (ja) * 2004-08-11 2006-02-23 Jsr Corp カラーフィルタ用感放射線性組成物、カラーフィルタおよびカラー液晶表示装置
US20110098466A1 (en) * 2007-08-31 2011-04-28 Clariant Finance (Bvi) Limited Synthesis Of Triphenodioxazine Pigments
CN104031400B (zh) * 2014-06-25 2016-04-27 南通海迪化工有限公司 一种永固紫颜料的制备方法
CN108728100B (zh) * 2018-03-23 2020-05-22 扬州大学 基于废弃硒鼓墨粉的磁性环境修复材料、制备方法及其应用

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH571046A5 (de) * 1970-11-16 1975-12-31 Ciba Geigy Ag
JPS58118855A (ja) * 1982-01-08 1983-07-15 Nippon Kayaku Co Ltd ジオキサジン化合物の製造法
DE3510613A1 (de) * 1985-03-23 1986-09-25 Bayer Ag, 5090 Leverkusen Verfahren zur herstellung von triphendioxazinen
US4751300A (en) * 1986-02-19 1988-06-14 Sumitomo Chemical Company, Limited Production of dioxazine compound
JP2980296B2 (ja) * 1991-08-21 1999-11-22 日本化薬株式会社 ジオキサジン化合物の製造方法
DE4442291B4 (de) * 1993-12-06 2006-04-13 Clariant Finance (Bvi) Ltd. Triphendioxazin-Verbindungen
JP3575704B2 (ja) * 1994-06-09 2004-10-13 日本化薬株式会社 ジオキサジン化合物の製造法
JPH0848905A (ja) * 1994-08-03 1996-02-20 Nippon Kayaku Co Ltd ジオキサジン化合物の混合物の製造法
DE19727079A1 (de) * 1997-06-25 1999-01-07 Clariant Int Ltd Triphendioxazin

Also Published As

Publication number Publication date
DE60104719D1 (de) 2004-09-09
GB0029476D0 (en) 2001-01-17
EP1341851B1 (de) 2004-08-04
ATE272686T1 (de) 2004-08-15
ES2223912T3 (es) 2005-03-01
WO2002046315A1 (en) 2002-06-13
EP1341851A1 (de) 2003-09-10
AU2001287996A1 (en) 2002-06-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0504872B1 (de) Innere Salze von Perylenverbindungen, Verfahren zu deren Herstellung und ihre Verwendung
EP0889046B1 (de) Triphendioxazine und ihre Verwendung als Pigmente
DE69813541T2 (de) Thiazin-indigo pigmente, diese enthaltende feste lösungen und ihre herstellung
DE19733307A1 (de) Chinoxalin-monoazo-acetarylid-Pigment
DE60031597T2 (de) Hybride Pigmente
DE69833135T2 (de) Triphendioxazinverbindungen
CH688237A5 (de) Triphendioxazin-Verbindungen.
DE60104719T2 (de) Verfahren zur herstellung von triphendioxazinpigmenten
DE60029507T2 (de) Pigmente, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung
DE4442291B4 (de) Triphendioxazin-Verbindungen
EP1201718B1 (de) Mischkristalle aus Benzimidazolondioxazin-Verbindungen
CH680367A5 (de)
EP0686673A1 (de) Isoindolinpigmente
DE60201345T2 (de) Epindolidionpigmente
DE60007911T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Thiazin-Indigoverbindungen und von neuen Zwischenprodukten dafür
DE60100235T2 (de) Neue Triphendisoxazinpigmente
EP1611206B1 (de) Heterocyclische farbmittel auf basis von benzodipyrrolen
EP1521755B1 (de) Neue diketopyrrolopyrrolpigmente
DE2542408A1 (de) Neue disazopigmente und verfahren zu deren herstellung
EP0101954A1 (de) Isoindolazine, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung
EP1132432B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pigmenten
EP1706459B1 (de) Triphendioxazinpigmente
DE2548026A1 (de) Neue iminoisoindoleninpigmente, verfahren zu deren herstellung und verwendung
EP1639047A1 (de) Heterocyclische farbmittel auf basis von diazabenzoisoindolen
CH693853A5 (de) Organische Pigmentzusammensetzungen.

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition