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Die
Erfindung betrifft ein besonders vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung
von Triphendioxazinverbindungen durch Oxidation in organischen Lösungsmitteln,
die danach erhaltenen Produkte und deren Verwendung als Pigmente.
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Das
in GB 2284427 A und
DE
19727079 A1 beschriebene Verfahren geht von Aminoverbindungen aus,
die in ortho-Stellung durch eine Alkoxygruppe substituiert sind
und nur durch eine relativ aufwendige Synthese zugänglich sind.
Die in GB 2284427 A offenbarten Pigmente sind zudem nur schwer zu
dispergieren und nicht leicht in eine Pigmentform zu überführen.
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Das
in
DE 4442291 A1 beschriebene
Verfahren geht von unsubstituierten Vorprodukten, d.h. Aminoverbindungen
aus, die leicht zugänglich
sind. Die Pigmentsynthese erfolgt mit Mangandioxid in konzentrierter Schwefelsäure und
erfordert die Isolierung der Zwischenprodukte. Bei dem Verfahren
fallen beträchtliche
Mengen von Salzen des Schwermetalls Mangan an. Die Verwendung von
Schwefelsäure
bedingt eine aufwendige Regenerierung. Darüber hinaus ist zum Erreichen
der erforderlichen Pigmenteigenschaften eine Nachbehandlung des
Rohpigments in einem organischen Lösungsmittel erforderlich.
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Ein
weiteres gängiges
Verfahren zur Herstellung von Triphendioxazinverbindungen wird in
der
US-PS 4,751,300 beschrieben,
wobei die intermediär
erhaltenen 2,5-Bisaryl-1,4-benzochinone
in einem inerten apolaren organischen Lösungsmittel in Gegenwart einer
anorganischen Säure
erhitzt werden. Dieses Verfahren ist jedoch nicht auf Verbindungen
mit einem ein unsubstituiertes Stickstoffatom enthaltenden Heterocyclus
anwendbar.
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Die
Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von Triphendioxazinpigmenten
durch Oxidation von 2,5-Bisarylamino-1,4-benzochinonen in polaren
aprotischen organischen Lösungsmitteln. Überraschenderweise
lassen sich diese Pigmente zwar in polaren aprotischen Lösungsmitteln,
jedoch nur in Gegenwart einer Base mittels verschiedener Verfahren
herstellen.
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Dieses
Verfahren vermeidet auch die Isolierung der 2,5-Bisarylamino-1,4-benzochinone und
ermöglicht
die Herstellung von Triphendioxazinen direkt aus aromatischen Aminen
durch anschliessende Kondensation mit 2,3,5,6-Tetrachlorbenzochinon (Chloranil) und
Oxidation des dabei entstandenen Zwischenprodukts in einem organischen
Lösungsmittel.
Die Verwendung von Schwermetallen entfällt oder beschränkt sich
zumindest nur auf katalytisch wirksame Mengen. Die Regenerierung
polarer organischer Lösungsmittel
erfolgt routinemässig
in chemischen Betrieben.
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Mit
dem erhaltenen Pigment kann man äusserst
vorteilhafte Farbtonveränderungen
erzeugen, woran grosses Interesse besteht. Darüber hinaus zeigen die erfindungsgemäss erhaltenen
Pigmente ausgezeichnete Dispergierfähigkeit, hohe Farbstärke, hohe
Wetter- und Lichtechtheit, hohe Sättigung und hervorragende Wärmestabilität in technischen
Kunststoffen.
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Gegenstand
der vorliegenden Patentanmeldung ist ein Verfahren zur Herstellung
von Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
wobei
beide X für
Wasserstoff oder Halogenatome stehen und die mit A bezeichneten
Kerne in 1,2-, 2,3- oder 3,4- bzw. 8,9-, 9,10- oder 10,11-Stellung
ankondensiert sind und mindestens ein gegebenenfalls durch Alkyl-, Cycloalkyl-
oder Arylreste substituiertes Stickstoffatom enthalten, durch Oxidation
von 2,5-Bisarylamino-1,4-benzochinonen in polaren aprotischen organischen
Lösungsmitteln
in Gegenwart einer Base.
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Insbesondere
stehen beide X für
Wasserstoff oder Halogenatome und die mit A bezeichneten Kerne sind
in 1,2-, 2,3- oder 3,4- bzw. 8,9-, 9,10- oder 10,11-Stellung ankondensiert
und unter den Gruppierungen (1) bis (5)
ausgewählt, wobei
R
1 und R
2 unabhängig voneinander
für Wasserstoff,
C
1-8-Alkyl, C
5-6-Cycloalkyl, Benzyl,
eine gegebenenfalls durch Reste aus der Gruppe Halogen, Nitro, C
1-8-Alkyl, C
5-6-Cycloalkyl,
Benzyl, Phenyl oder Naphthyl ein- oder mehrfach substituierte Benzanilid-,
Phenyl- oder Naphthylgruppe, COOAlkyl, C
1-3-Alkoxy oder
Trifluormethyl stehen und R' unabhängig von
R
1 und R
2 Wasserstoff,
Hydroxy, C
1-8-Alkyl, C
5-6-Cycloalkyl, Benzyl,
eine gegebenenfalls durch Reste aus der Gruppe Halogen, Nitro, C
1-8-Alkyl, C
5-6-Cycloalkyl,
Benzyl, Phenyl oder Naphthyl ein- oder mehrfach substituierte Benzanilid-,
Phenyl- oder Naphthylgruppe, COOAlkyl, C
1-3-Alkoxy oder Trifluormethyl
bedeutet, mit der Massgabe, dass das Pigment mindestens eine unsubstituierte NH-CO-Gruppe
enthält.
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Diese
Verbindungen eignen sich ausgezeichnet als Pigmente zum Färben für Kunststoffmassen,
worunter sowohl lösungsmittelfreie
als auch lösungsmittelhaltige
Massen aus Kunststoffen oder Kunstharzen verstanden werden. Dazu
zählen
Anstrichfarben auf öliger
wässriger
Grundlage und Lacke verschiedener Art.
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Diese
Verbindungen eignen sich auch zum Spinnfärben von Viskose oder Celluloseacetat,
zum Pigmentieren von Polyethylen, Polystyrol, Polyvinylchlorid,
Kautschuk oder Kunstleder. Sie können
auch zum Bedrucken von graphischen Geweben, für die Papiermassenfärbung, für die Beschichtung
von Textilien oder für ein
beliebig anderes Pigmentdruckverfahren Verwendung finden. Die erhaltenen
Pigmentierungen zeichnen sich durch ihre hervorragende Hitze-, Licht-
und Wetterechtheit sowie Chemikalienbeständigkeit aus. Die Pigmente
bewahren gute Farbstärke
und zeigen gute applikatorische Eigenschaften. Insbesondere zeichnen
sie sich durch ihre gute Migrier-, Ausblüh-, Überlackier- und Lösungsmittelechtheit
aus.
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Bevorzugte
Verbindungen der Formel (I) sind solche der Formeln (Ia), (IIa),
(IIIa) und (IIIb)
wobei
X für Wasserstoff
oder Halogen, R
1, R
2,
R
3 und R
4 unabhängig voneinander
für Wasserstoff,
einen C
1-8-Alkylrest, einen gegebenenfalls
substituierten Phenyl-, Benzyl-, Benzanilid- oder Naphthylrest,
einen gegebenenfalls substituierten C
5-6-Cycloalkylrest
stehen, mit der Massgabe, dass das Pigment mindestens eine unsubstituierte
NH-CO-Gruppe enthält.
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Die
Substituenten R1, R2,
R3 und R4 bedeuten
bevorzugt unabhängig
voneinander Wasserstoff, Methyl, Ethyl, n- oder i-Propyl, n-, i-,
sec.- oder tert.-Butyl, Cyclohexyl, gegebenenfalls substituiertes
Benzanilid, Naphthyl, gegebenenfalls durch Reste aus der Gruppe
Halogen, bevorzugt Chlor, Nitro, C1-8-Alkylreste,
bevorzugt C1-4-Alkylreste, und C1-8-Alkoxyreste ein- oder mehrfach substituiertes
Phenyl, wobei die obengenannte Massgabe gilt.
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Das
erfindungsgemässe
Verfahren erfolgt in polaren aprotischen organischen Lösungsmitteln,
bevorzugt Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Tetramethylharnstoff,
Dimethylacetamid und N-Methylpyrrolidon, bei Temperaturen von 0 – 200°C, bevorzugt
100–180°C. Die Oxidation
erfordert die Gegenwart einer Base, bevorzugt Kaliumcarbonat, Natriumcarbonat,
Calciumcarbonat oder Natriumphosphat, und kann nach verschiedenen
Oxidationsverfahren erfolgen, bevorzugt durch Einleitung von Luft
oder Sauerstoff, durch Natrium- oder Kaliumchlorat in Gegenwart
von Vanadinpentoxid oder durch Natriumhypochlorit in Gegenwart von
Mangan(III)-Komplexen oder durch Verwendung von Kalium- oder Natriumperoxodisulfat.
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Die
nach dem erfindungsgemässen
Verfahren hergestellten Pigmente eignen sich zur Färbung geeigneter
Substrate einschliesslich synthetischer Polymere, synthetischer
Harze und Regeneratfasern gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungsmitteln
in der Masse. Zu diesen Substraten zählen insbesondere auf Öl, Wasser
und Lösungsmittel
basierende Lacke, Polyesterspinnmassen, Polyethylen-, Polystyrol-
und Polyvinylchloridformmassen, Kautschuk und Kunstleder. Die Pigmente
eignen sich weiterhin zur Herstellung von Druckfarben, für die Papiermassenfärbung und
für die
Beschichtung und das Bedrucken von Textilien.
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Des
weiteren eignen sich die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Pigmente
auch als Farbmittel in elektrophotographischen Tonern und Entwicklern,
wie z.B. Ein- oder Zweikomponentenpulvertonern (auch Ein- oder Zweikomponenten-Entwickler genannt),
Magnettonern, Flüssigtonern,
Polymerisationstonern sowie weiteren Spezialtonern (Literatur: L.B.
Schein, „Electro-photography
and Development Physics", Springer
Series in Electrophysics 14, Springer Verlag, 2. Ausgabe, 1992).
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Typische
Tonerbindemittel sind Polymerisations-, Polyadditions- und Polykondensationsharze,
wie Styrol-, Styrolacrylat-, Styrolbutadien-, Acrylat-, Polyester-,
Phenol-Epoxidharze, Polysulfone, Polyurethane, einzeln oder in Kombination,
sowie Polyethylen und Polypropylen, die noch weitere Inhaltsstoffe
wie Ladungssteuermittel, Wachse oder Fliesshilfsmittel enthalten
können
oder im Nachhinein zugesetzt bekommen können.
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Ein
weiteres Anwendungsgebiet der nach dem erfindungsgemässen Verfahren
hergestellten Pigmente ist ihre Verwendung als Farbmittel in Pulvern
und Pulverlacken, insbesondere triboelektrisch oder elektrokinetisch
versprühten
Pulverlacken, die zur Oberflächenbeschichtung
von Gegenständen
aus beispielsweise Metall, Holz, Kunststoff, Glas, Keramik, Beton,
Textilmaterial, Papier oder Kautschuk zur Anwendung kommen (J.F.
Hughes, „Electrostatics
Powder Coating" Research
Studies, John Wiley & Sons,
1984).
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Als
Pulverlackharze werden typischerweise Epoxidharze, carboxyl- und
hydroxylgruppenhaltige Polyesterharze, Polyurethan- und Acrylharze
zusammen mit üblichen
Härtern
eingesetzt. Auch Kombinationen von Harzen finden Verwendung. So
werden beispielsweise häufig
Epoxidharze in Kombination mit carboxyl- und hydroxylgruppenhaltigen
Polyesterharzen eingesetzt. Typische Härterkomponenten (in Abhängigkeit
vom Harzsystem) sind beispielsweise Säureanhydride, Imidazole sowie
Dicyandiamid und dessen Abkömmlinge, verkappte
Isocyanate, Bisacylurethane, Phenol- und Melaminharze, Triglycidylisocyanurate,
Oxazoline und Dicarbonsäuren.
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Ausserdem
eignen sich die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten
Pigmente als Farbmittel in Tintenstrahldrucktinten auf wässriger
und nichtwässriger
Basis sowie in solchen Tinten, die nach dem Hot-melt-Verfahren arbeiten.
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Nach
dem Auftragen auf den obenerwähnten
Substraten erweisen sich die Pigmente als migrier- und lichtecht
und zeigen Wasch-, Chlorit-, Hypochlorit- und Peroxidbleich-, Reib-, Überlackier-
und Lösungsmittelechtheit.
Bemerkenswerterweise zeigen die Pigmente hohe Farbstärke, gutes
Deckvermögen
und gute Wärmebeständigkeit.
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In
den folgenden Beispielen wird die Erfindung näher erläutert. Dabei entspricht ein
Volumenteil dem Volumen eines Gewichtsteils Wasser.
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BEISPIEL 1
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6,14-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'-m]triphendioxazin-2,10-dion
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a) 2,5-Dichlor-3,6-bis(1-ethyl-2-oxo-1,3-dihydrobenzimidazol-5-yl)amino-1,4-benzochinon
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In
1000 Teilen Dimethylacetamid werden 90 Teile 5-Amino-1-ethyl-1,3-dihydrobenzimidazol-2-on
und 42 Teile Natriumhydrogencarbonat kalziniert suspendiert und
auf 70°C
erhitzt. Man versetzt mit 62 Teilen Chloranil in 2 h. Es wird 1
h lang unter Rückfluss
erhitzt, auf 100°C
abgekühlt,
bei 100°C
filtriert, mit 1000 Teilen Dimethylacetamid heiss gewaschen und
mit Wasser chloridfrei nachgewaschen. Nach dem Trocknen bei 80°C im Vakuum
erhält
man 105 Teile eines braunen Pulvers der nachstehenden Formel
Schmelzpunkt > 300°C
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b) 614-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'-m]triphendioxazin-2,10-dion durch Luftoxidation
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In
400 Teilen Dimethylacetamid werden 53 Teile 2,5-Dichlor-3,6-bis(1-ethyl-2-oxo-1,3-dihydrobenzimidazol-5-yl)amino-1,4-benzochinon
(aus Beispiel 1a) und 28 Teile Kaliumcarbonat suspendiert und auf
Rückfluss
erhitzt. Unter Zuführung
von Luft (ca. 50 l/h) wird 10 h lang unter Rückfluss erhitzt, bei 100°C filtriert,
mit 400 Teilen Dimethylacetamid heiss gewaschen und mit Wasser chloridfrei
nachgewaschen. Nach dem Trocknen bei 80°C im Vakuum erhält man 21
Teile eines metallischgrünen
Pulvers der nachstehenden Formel
Schmelzpunkt > 300°C
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BEISPIEL 2
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6,14-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'-m]triphendioxazin-2,10-dion (Kondensation mit
Chloranil und anschliessende Oxidation)
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In
1000 Teilen Dimethylacetamid werden 90 Teile 5-Amino-1-ethyl-1,3-dihydrobenzimidazol-2-on
und 43 Teile Natriumhydrogencarbonat kalziniert suspendiert und
auf 70°C
erhitzt. Man versetzt mit 62 Teilen Chloranil in 2 h. Man erhitzt
1 h lang unter Rückfluss,
kühlt ab
auf 100°C,
versetzt mit 40 Teilen Kaliumcarbonat und erhitzt erneut auf Rückfluss.
Unter Zuführung
von Luft (ca. 50 l/h) wird 10 h lang unter Rückfluss erhitzt, bei 100°C filtriert,
mit 1000 Teilen Dimethylacetamid heiss gewaschen und mit Wasser
chloridfrei nachgewaschen. Nach dem Trocknen bei 80°C im Vakuum
erhält
man 46 Teile eines metallischgrünen
Pulvers, identisch mit dem in Beispiel 1b) erhaltenen Material.
Schmelzpunkt > 300°C
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BEISPIEL 3
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6,14-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'-m]triphendioxazin-2,10-dion (Oxidation
mit Natriumchlorat)
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In
400 Teilen Dimethylacetamid werden 53 Teile 2,5-Dichlor-3,6-bis(1-ethyl-2-oxo-1,3-dihydrobenzimidazol-5-yl)amino-1,4-benzochinon
(aus Beispiel 1a), 0,5 Teile Vanadinpentoxid und 28 Teile Kaliumcarbonat suspendiert
und auf 100°C
erhitzt. Bei dieser Temperatur versetzt man innert 2 h mit 21 Teilen
Natriumchlorat, erhitzt anschliessend 12 h lang unter Rückfluss,
filtriert bei 100°C,
wäscht
mit 400 Teilen Dimethylacetamid heiss und mit Wasser chloridfrei
nach. Nach dem Trocknen bei 80°C
im Vakuum erhält
man 41 Teile eines metallischgrünen
Pulvers, identisch mit dem in Beispiel 1b) erhaltenen Material.
Schmelzpunkt > 300°C
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Das
so erhaltene violette bis blaue Pigment zeigt ausgezeichnete Pigmenteigenschaften
wie Dispergierfähigkeit,
Farbstärke,
ausgezeichnete Hitze- und Lichtstabilität in technischen Kunststoffen
oder Lacken.
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BEISPIEL 4
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Oxidation mit Kaliumperoxodisulfat
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a) 6,14-Dichlor-3,11-diethyl-1,3,9,11-tetrahydrodiimidazo[4,5-b:4',5'm]triphendioxazin-2,10-dion
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In
25 Moläquivalenten
N-Methylpyrrolidon werden 1 Moläquivalent
2,5-Dichlor-3,6-bis(1-ethyl-2-oxo-1,3-dihydrobenzimidazol-5-yl)amino-1,4-benzochinon
(aus Beispiel 1a), 1 Moläquivalent
Kaliumcarbonat suspendiert und auf 120°C erhitzt. Bei dieser Temperatur
wird mit 2,5 Moläquivalenten Kaliumperoxodisulfat
innert 5 min versetzt, anschliessend 12 h lang auf 160°C erhitzt,
bei 100°C
filtriert, mit 25 Moläquivalenten
N-Methylpyrrolidon heiss gewaschen und mit Wasser sulfatfrei nachgewaschen.
Nach dem Trocknen bei 80°C
im Vakuum erhält
man 20–30%
eines metallischgrünen
Pulvers, identisch mit dem in Beispiel 1 b erhaltenen Material.
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Analog
erhält
man die folgenden Beispiele:
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ANWENDUNGSBEISPIELE
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Das
in Beispiel 1a erhaltene Pigment wurde vor der Anwendung in einer
PML-Mühle
(Drais Werke Mannheim) 20 Minuten lang in Wasser mit Zirkoniumdioxidkugeln
gemahlen, filtriert und im Vakuum getrocknet.
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ANWENDUNG IN PVC VOLLTON
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Eine
1%ig gefärbte
PVC-Folie wird wie folgt hergestellt:
100 Teile PVC klar werden
mit 0,1 Teilen Pigment 2 Minuten lang gemischt. Das Gemisch wird
in einer Walzenmühle
5 Minuten lang zwischen zwei Walzen ausgerollt. Dabei beträgt die Walzentemperatur
130°C vorne bzw.
135°C hinten.
Das Fell wird zwischen zwei verchromten Stahlplatten 5 Minuten lang
bei 165°C
unter einem Druck von 25 Tonnen verpresst. Die Pressfolie ist rotblau
gefärbt.
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ANWENDUNG IN PVC WEISS
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Eine
0,1%ig gefärbte
PVC-Folie wird wie folgt hergestellt:
100 Teile PVC weiss (0,5%
TiO2) werden mit 0,1 g Pigment 2 Minuten
lang gemischt. Das Gemisch wird in einer Walzenmühle 8 Minuten lang zwischen
zwei Walzen ausgerollt. Dabei beträgt die Walzentemperatur 160°C vorne bzw.
165°C hinten.
Das Fell wird zwischen zwei verchromten Stahlplatten 5 Minuten lang
bei 160°C
unter einem Druck von 25 Tonnen verpresst. Die Pressfolie ist rotblau
gefärbt.
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ANWENDUNG IN LACK VOLLTON
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Der
Alkydmelaminharzlack (AM5) wird wie folgt hergestellt:
3,6
g Pigment, 26,4 g AM5 klar (35%ig) und 85 g Glasperlen werden 30
Minuten lang in dem Rührgerät Skandex
verrührt.
30 g dieser Präparation
werden mit 60 g AM5 klar (55,8%) gemischt. Die Dispersion wird auf
einen Karton aufgesprüht,
15 Minuten lang abgelüftet
und in einem Ofen 30 Minuten lang bei 140°C rotblau eingebrannt.
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ANWENDUNG IN LACK WEISS
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Der
Alkydmelaminharzlack (AM5) wird wie folgt hergestellt:
3,6
g Pigment, 26,4 g AM5 klar (35%ig) und 85 g Glasperlen werden 30
Minuten lang in dem Rührgerät Skandex
verrührt.
7,5 g dieser Präparation
werden mit 20 g AM5 weiss (30% TiO2) gemischt.
Die Dispersion wird auf einen Karton aufgesprüht, 15 Minuten lang abgelüftet und
in einem Ofen 30 Minuten lang bei 140°C rotblau eingebrannt.