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DE60103051T2 - Verfahren zum pressen einer papierbahn und kalander oder presse mit einem bewegbaren schuhelement - Google Patents

Verfahren zum pressen einer papierbahn und kalander oder presse mit einem bewegbaren schuhelement Download PDF

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Publication number
DE60103051T2
DE60103051T2 DE60103051T DE60103051T DE60103051T2 DE 60103051 T2 DE60103051 T2 DE 60103051T2 DE 60103051 T DE60103051 T DE 60103051T DE 60103051 T DE60103051 T DE 60103051T DE 60103051 T2 DE60103051 T2 DE 60103051T2
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DE
Germany
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nip
shoe element
shoe
roller
width
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60103051T
Other languages
English (en)
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DE60103051D1 (de
Inventor
Mika Viljanmaa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Valmet Technologies Oy
Original Assignee
Metso Paper Oy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Metso Paper Oy filed Critical Metso Paper Oy
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Publication of DE60103051D1 publication Critical patent/DE60103051D1/de
Publication of DE60103051T2 publication Critical patent/DE60103051T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus
    • D21G1/006Calenders; Smoothing apparatus with extended nips
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/0209Wet presses with extended press nip
    • D21F3/0218Shoe presses

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  • Paper (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Pressen einer Papierbahn, wobei die Papierbahn durch einen zwischen einem eine Endlosstruktur ausbildenden flexiblen, sich bewegenden Element und einer Gegendruckwalze ausgebildeten Walzenspalt geführt wird, wobei das sich bewegende Element ein flexibler Mantel oder eine Bandschleife ist, wobei das sich bewegende Element in dem Bereich des Walzenspaltes mittels eines die Form des Walzenspaltes festlegenden Schuhelementes gegen die Gegendruckwalze abgestützt wird. Die Erfindung betrifft auch eine Andrückvorrichtung für eine Papierbahn. In diesem Zusammenhang bezieht sich der Begriff Papier auch auf Bahnen, die aus faserigem Zellstoff hergestellt sind, deren Quadratmetergewicht innerhalb eines Bereiches liegt, in dem Produkte normalerweise mit dem Begriff Karton bezeichnet werden.
  • Die in dem Drahtbereich ausgebildete Papierbahn wird an zwei Punkten in der Straße zur Fertigung von Papier oder Karton gepresst: in dem Pressbereich, in dem Wasser durch Pressen aus der nassen Papierbahn entfernt wird, und in dem Kalander, in dem die Oberfläche durch das Aufbringen von Druck auf die bereits relativ trockene Papierbahn fertigbearbeitet wird. Obwohl das Pressen in dem Pressbereich und in dem Kalander einen unterschiedlichen Zweck aufweist, weist die Bahn einen sehr unterschiedlichen Trockensubstanzgehalt auf, wenn sie in diese Bereiche eintritt, und die technische Entwicklung der Bereiche wird durch die das Papier darin beeinflussenden Ereignisse geführt, wobei ein gemeinsames Merkmal beider Bereiche darin besteht, dass sie beide einen Walzenspalt aufweisen, in dem ein bestimmter Druck die Bahn beeinflusst, wobei der Druck von der Kraft abhängig ist, mit der die zwei sich bewegenden Oberflächen, die den Walzenspalt ausbilden, das heißt normalerweise die Mantelflächen von zwei sich drehenden Walzen, von beiden Seiten der Bahn gegeneinander gepresst werden.
  • So wird zum Beispiel in einem Schuhkalander ein Walzenspalt durch die Kombination einer Walze mit einer weichen Oberfläche und einer harten Walze ausgebildet, wobei sich der Walzenspalt in Längsrichtung der Maschine erstreckt, und daher die zu kalandrierende Papierbahn eine lange Verweildauer in dem Kalanderwalzenspalt aufweist. Der Mantel der eine weiche Oberfläche aufweisenden Walze besteht aus einem elastischen flexiblen Band, und die eine harte Oberfläche aufweisende Walze ist eine Metallwalze, bei der es sich um eine beheizte Walze handelt, die als eine Wärme auf die Bahn übertragende Thermowalze wirkt. Der Mantel der weichen Walze wird von der Innenseite der Walze durch einen Belastungsschuh gegen die harte Walze be lastet, wobei die sich an der Oberfläche der harten Walze entlangbewegende Papierbahn als Ergebnis dieses Vorgangs mit einem bestimmten Druck zwischen den Oberflächen des weichen Mantels und der harten Walze über eine lange Distanz in dem Walzenspalt gepresst wird. Gleichzeitig kann der elastische Mantel in Richtung seiner Dicke in dem Bereich des Walzenspaltes zusammengepresst werden. Das den Mantel der weichen Walze ausbildende Band kann aus einem geeigneten flexiblen Polymer, wie zum Beispiel Polyurethan, bestehen, wobei innerhalb des Bandes ein Gewebe vorhanden ist, welches dasselbe verstärkt. Dank der Walzenspaltstruktur ist es möglich, ein gutes Raumgewicht und Steifigkeit des Papiers oder Kartons, sowie eine gleichförmige Glätte der Oberfläche zu erreichen. Zusammengefasst ausgedrückt ist der Kalander insbesondere gut für eine Online-Kalandrierung von bedruckbaren Papier- oder Kartonqualitäten geeignet. Die Kalanderart wird als Schuhkalander bezeichnet, und ist unter dem Warenzeichen „OptiDwell" bekannt. Eine weitere Ausführungsform desselben ist in der Internationalen Veröffentlichung WO 99/28551 beschrieben.
  • Die Oberflächentemperatur der Thermowalze kann sogar 300°C überschreiten. Folglich wird eine Wärmebeanspruchung auf den Mantel der gegenüberliegenden Walze in den Bereichen ausgeübt, in welchen die Bahn nicht zwischen der Oberfläche der Thermowalze und der eine weiche Oberfläche aufweisenden Walze, das heißt außerhalb der Kanten der Bahn positioniert ist. Die Oberfläche des Mantels der Walze heizt sich beträchtlich auf, wenn sie unter Belastung gegen die Thermowalze gepresst wird, ohne dass sich die Papierbahn dazwischen befindet, was im schlimmsten Fall zu einer Beschädigung des Bandes führt. In der Praxis kann dies vermieden werden, indem eine überbreite Bahn durch den Kalanderwalzenspalt hindurchgeführt wird, durch welche die direkte druckbeaufschlagte Berührung der Oberfläche der Thermowalze und der Mantelfläche der gegenüberliegenden Walze auf den Kanten vermieden wird, wobei die Kalanderkantenstreifen danach von der Bahn abgeschnitten werden. Als Vorsichtsmaßnahme ist es auch möglich, die Oberflächentemperatur des Bandes ununterbrochen zu überwachen und das Band bei Notwendigkeit abzukühlen.
  • Der Vorgang der Hindurchführung einer überbreiten Bahn durch den Kalander ist als Prinzip in dem Finnischen Patent 83249 und in der entsprechenden Veröffentlichung GB-2218434 offenbart. Hier ist die Bahn mindestens so breit wie die breiteste Walze mit weicher Oberfläche in dem Kalander, und die Kantenstreifen werden vor dem Aufroller von dieser Bahn abgeschnitten.
  • Die überbreite Bahn verursacht unnötigen Fertigungsausschuss in dem Kalander. Auf ähnliche Weise erfordert die ununterbrochene Überwachung und Kontrolle der Oberflächentemperatur des Bandes getrennte Messeinrichtungen und Kühleinrichtungen sowie ein entsprechendes Kontrollsystem alleine für das Band.
  • Wenn andererseits ein mittels eines Schuhkalanders erreichter langer Walzenspalt zur Kalandrierung von Papier öder Karton verwendet wird, erhält man einen Verarbeitungsvorteil mittels des Walzenspaltes, der länger ist als der mittels einer Walze mit einer weichen Oberfläche und einer harten Walze ausgebildete herkömmliche Walzenspalt. Die optimale Walzenspaltlänge ist u. a. von der verarbeiteten Qualität, der Laufgeschwindigkeit, der Temperatur der Thermowalze und dem über dem Schuhelement aufgebrachten Werkstoff des Bandes und von der verwendeten Linearlast abhängig. Wenn eine Veränderung der Walzenspaltlänge gewünscht wird, zum Beispiel bei einem Wechsel der Qualität, muss das Schuhelement gewechselt werden.
  • Pressen mit langem Walzenspalt, die ein Schuhelement mit einer konkaven Oberfläche in dem Pressbereich aufweisen, sind wiederum in dem Finnischen Patent 98843 und in dem entsprechenden U.S.-Patent 5908536, in den U.S.-Patenten 5084137, 5262011, 5639351 und in der Internationalen Veröffentlichung WO 99/19562 beschrieben. In diesen Veröffentlichungen ist ein Schuhelement innerhalb einer Schlauchwalze angeordnet, wobei das Schuhelement mit einer bestimmten Kraft gegen die Innenfläche eines flexiblen Walzenmantels belastet, und die Bahn gemeinsam mit einer oder zwei Pressfilzen durch einen zwischen der Schlauchwalze und einer Gegendruckwalze ausgebildeten Walzenspalt hindurchgeführt wird.
  • In dem Finnischen Patent 65103 und dem entsprechenden U.S.-Patent 4713147 ist eine Art und Weise offenbart, in welcher die Lage des Schwerpunktes der Stützkraft des Schuhelementes in Maschinenrichtung verändert werden kann, wodurch die Verteilung des Entwässerungsdruckes in Längsrichtung des zu verändernden Walzenspaltes ermöglicht wird. Ein entsprechender Gedanke ist in dem U.S.-Patent 4973384 offenbart, wobei sich die Lage des Schuhs bei einer konkaven Oberfläche auch in Richtung des Umfanges der Presswalze verändert. Entsprechende Gedanken sind in den Deutschen Anmeldungsveröffentlichungen DE-4344165 und DE-3317457 präsentiert. Alle zuvor erwähnten Veröffentlichungen weisen gemeinsam das Merkmal auf, dass ihr Ziel in der Veränderung der Druckkurve in Längsrichtung des Walzenspaltes besteht, wenn die Länge des Walzenspaltes im Wesentlichen gleich bleibt.
  • In dem U.S.-Patent 4705602 ist ein Schuh offenbart, der in dem Pressbereich in der zuvor erwähnten Position verwendet wird, wobei der Belastungsteil des Schuhs in Maschinenrichtung aus zwei getrennten Teilen besteht, wobei die Teile im Verhältnis zueinander bewegbar sind. Zwischen den Teilen ist eine Drucktasche ausgebildet, die dann mit einer Druckmediumkammer verbunden wird. Wenn die Teile von Motoren in Maschinenrichtung verlagert werden, ist es möglich, die Länge der Drucktasche, und dadurch die Verweildauer in dem Walzenspalt zu verlängern. Der zur Veränderung der Länge des Walzenspaltes auf die zuvor erwähnte Art und Weise vorgesehene Schuh wird bei dieser Konstruktion komplex.
  • In der DE 19607144 ist ein Schuh offenbart, bei dem die Walzenspaltlänge in Maschinenrichtung mittels bewegbarer Teile des Schuhs reguliert werden kann, wobei hier dasselbe allgemeine Konzept wie in der US-4705602 dargestellt wird.
  • Ein Ziel der Erfindung besteht in der Beseitigung der zuvor erwähnten Nachteile und in der Präsentation eines Verfahrens und einer Vorrichtung, bei welchen die Verarbeitungsparameter mittels einer einfachen Lösung verändert werden können. Die Erfindung hat ein Kalandrierungsverfahren und einen Kalander zum Ergebnis, mit welchen es möglich ist, die schädlichen Auswirkungen einer heißen Thermowalze auf das Band zu vermeiden, ohne dass eine überbreite Bahn verwendet werden muss. Weiterhin hat die Erfindung ein Kalandrierungsverfahren und einen Kalander zum Ergebnis, bei welchen Kalandrierungsparameter im Allgemeinen mit einfachen baulichen Lösungen vielseitiger verändert werden können. Auf ähnliche Art und Weise besteht ein anderes Ergebnis in einem in dem Pressbereich anzuwendenden Verfahren, wobei bei dem Verfahren die Wirkung des Entwässerungsdruckes vielseitiger reguliert werden kann, sowie in einer Presse, bei der die Verarbeitungsparameter mittels einfacher Lösungen verändert werden können.
  • Um den Zweck der Erfindung zu erreichen, ist das Verfahren in erster Linie dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenspaltlänge durch die Positionierung des Schuhelementes als eine Einheit zumindest in dem Teil reguliert wird, der von der das sich bewegende Element führenden Trägerfläche begrenzt wird. Die Trägerfläche des Schuhelementes, welches das Element in einen Presskontakt mit einer Gegendruckwalze führt, ist so ausgestaltet, dass wenn die Positionen der Führungsfläche und der Gegendruckwalze im Verhältnis zueinander reguliert werden, die Abmessungen des Walzenspaltes verändert werden.
  • Somit ist es gemäß einer Alternative der Erfindung möglich, die Breite der Walzenspaltlinie zu regulieren, das heißt die Breite des Bereiches, in dem das Schuhelement mit seiner Trägerfläche auf den flexiblen Walzenmantel oder das Band einer Bandschleife drückt, und die Bahn durch das Element gegen die eine harte Oberfläche aufweisende Walze geführt wird. Die Regulierung wird durch eine Veränderung der Positionen des Schuhelementes und des Walzenspaltes im Verhältnis zueinander durchgeführt, und die Breite der Walzenspaltlinie verändert sich, da die Breite der druckerzeugenden Oberfläche des Schuhelementes in Maschinenrichtung variiert. Deshalb kann die Wirkung des Schuhelementes genau auf die Breite der Bahn gerichtet werden. Insbesondere wird in dem Kalander der gewünschte Einflussbereich des Schuhelementes ohne das Pressen der freigelegten Bahn gegen die heiße Walze erreicht. Jedoch ist die richtige Walzenspaltbreite auch in dem Press walzenspalt vorteilhaft. Die regulierbare Walzenspaltbreite ist unabhängig von der Verarbeitungsstufe vorteilhaft, wenn die die Papierbahn befördernde Maschine für eine bestimmte Breite konzipiert, die darin verarbeitete Bahn jedoch schmäler ist. Das Schuhelement kann so angeordnet sein, dass es in vielerlei Hinsicht in Maschinenrichtung bewegbar ist, so dass die Walzenspaltlinie an einen anderen Standort in dem Schuhelement verlagert wird, und sich die Breite der Walzenspaltlinie verändert.
  • Als Alternative zu der Veränderung der Walzenspaltlinie kann die Walzenspaltlänge durch die Verlagerung der Walzenspaltlinie an andere Stellen auf der variabel ausgestalteten Trägerfläche verändert werden. Die Trägerfläche weist ein in Maschinenrichtung variables Oberflächenprofil auf, was bedeutet, dass die Trägerfläche in einem vertikalen Querschnitt des Schuhelementes in Maschinenrichtung eine unregelmäßige Form aufweist.
  • Die Trägerfläche des Schuhelementes kann ebenfalls so ausgestaltet sein, dass beide Alternativen bei demselben Schuhelement möglich sind, das heißt durch die Positionierung des Schuhelementes ist es möglich, sowohl die Walzenspaltbreite als auch die Walzenspaltlänge zu regulieren.
  • Bei der Erfindung wird das Schuhelement als eine Einheit zumindest in den Teil verlagert, der von der Trägerfläche begrenzt wird. Daher muss das Schuhelement nicht aus zwei verschiedenen Teilen ausgebildet werden, um die Walzenspaltlänge zu verändern.
  • Die Andruck- bzw. Pressvorrichtung für eine Papierbahn ist wiederum dadurch gekennzeichnet, dass die Breite und/oder das Oberflächenprofil der Trägerfläche des Schuhelementes, welches das sich bewegende Element in die Walzenspaltberührung führt, in Maschinenrichtung variiert, und dass das Schuhelement in Maschinenrichtung als eine Einheit zumindest in dem Teil positionierbar ist, der von der das sich bewegende Element führenden Trägerfläche begrenzt wird, um die Walzenspaltbreite und/oder -länge zu regulieren.
  • Die Lösungen sind sowohl in Presswalzenspalten des Pressbereiches, als auch in den Kalanderwalzenspalten des Kalanders anwendbar, obwohl es in den zuvor erwähnten Bereichen des Papierherstellungsverfahrens Unterschiede gibt. In dem Pressbereich in den Walzenspalten nach dem Drahtbereich erfolgt eine beträchtliche Erhöhung des Trockensubstanzgehaltes typischerweise von dem Niveau von 16 auf 25% auf das Niveau von 42 bis 55%. In einem Kalander, in dem sich der Trockensubstanzgehalt von Papier nicht mehr bedeutend erhöht, beträgt der Trockensubstanzgehalt des Einlaufpapiers typischerweise mindestens 85%.
  • Das flexible, sich bewegende Element, bei dem es sich um einen sogenannten Mantel einer „Schlauchwalze" oder um ein eine Endlosschleife ausbildendes Band handeln kann, ist in der Lage, die Form der führenden Träger fläche des Schuhelementes anzupassen, wenn es sich über die Oberfläche bewegt: Das Konzept eines elastischen, sich bewegenden Elementes bezieht sich dagegen auf einen Mantel oder ein eine Schleife ausbildendes Band, welches in der Lage ist, sich unter der Einwirkung des in den Walzenspalt wirksamen Belastungsdruckes zu verformen, und so einen sich in die Bewegungsrichtung der Bahn erstreckenden Walzenspalt zu erzeugen.
  • Das Schuhelement kann Belastungsvorrichtungen aufweisen, wobei die Last den Schuh gegen die auf der anderen Seite des Walzenspaltes positionierte Gegendruckwalze drückt. Die Belastungsvorrichtungen können regulierbar sein, wobei die Belastung und dadurch auch der Walzenspaltdruck regulierbar sind.
  • Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die dazugehörigen Zeichnungen detaillierter beschrieben, wobei in:
  • 1 eine Seitenansicht eines Kalanders dargestellt ist, in dem die Erfindung verwendbar ist,
  • 2 eine Draufsicht auf eine bevorzugte Ausführungsform zur Regulierung der Position des Walzenspaltes in dem Kalander von 1 dargestellt ist;
  • 2a das Prinzip der Ausführungsform von 2 in einem größeren Maßstab dargestellt ist;
  • 3 eine Seitenansicht der Ausführungsform von 2 dargestellt ist;
  • 4 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform dargestellt ist;
  • 5 eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform insbesondere zur Regulierung der Walzenspaltlänge dargestellt ist;
  • 6 eine Seitenansicht der Ausführungsform von 5 in einer anderen Position dargestellt ist, und
  • 7 die Anwendung der Erfindung in einer Presse dargestellt ist.
  • Alle in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen weisen gemeinsam das Merkmal auf, dass die Trägerfläche des Schuhelementes und der Walzenspalt in der Lage sind, sich im Verhältnis zueinander in Maschinenrichtung zu bewegen, das heißt dass sich der Walzenspalt an verschiedene Stellen der Trägerfläche in Maschinenrichtung bewegt, und dass sich als Ergebnis die Breite und/oder Länge des Walzenspaltes verändert. In diesem Zusammenhang bezieht sich der Begriff Maschine auf die Bewegungsrichtung der Bahn.
  • In 1 ist ein Kalander dargestellt, bei dem die Erfindung verwendbar ist. Die Papierbahn W wird durch einen zwischen zwei Walzen ausgebildeten Kalanderwalzenspalt N geführt. Die untere erste Walze 1 weist einen aus einem elastischen flexiblen Werkstoff hergestellten Mantel 1a auf, der sich um die Drehachse der Kalanderwalze dreht. Bei der oberen zweiten Walze 2 handelt es sich um eine beheizte Kalanderwalze mit einer harten Oberfläche, zum Beispiel um eine mit einem Metallmantel ausgestattete Walze, deren Oberfläche härter als der elastische flexible Werkstoff des Mantels ist. Der in Richtung seiner Dicke elastische Mantel (in Richtung des Radius der Kalanderwalze 1) wird in die von Schuhelement 3, welches den Mantel von der Innenseite her führt, und von der Oberfläche der zweiten Walze 2 festgelegte Form gepresst, wodurch ein langer Walzenspalt N ausgebildet wird, in dem sich die Bahn W zwischen der Oberfläche der zweiten Walze 2 und der Oberfläche des komprimierten Mantels 1a der ersten Walze 1 bewegt. Die Oberfläche des den Mantel führenden Schuhelementes 3 ist konvex, und bildet einen Teil eines sich in Richtung der Drehachse der Walze erstreckenden Zylinders, wobei der Krümmungsradius des Zylinders und der entsprechende Krümmungsmittelpunkt auf der Seite der ersten Walze 1 von dem Walzenspalt N liegen. In 2 ist der Krümmungsradius R gleich dem Innenradius der ersten Walze, das heißt der Krümmungsmittelpunkt und die Drehachse des Zylinders fallen zusammen.
  • Das Schuhelement 3 wird mittels der Belastungsvorrichtungen 4 gegen die Innenfläche des Mantels 1a belastet, die eine regulierbare Belastungskraft bewirken. Es sind mehrere Belastungsvorrichtungen 4 in Querrichtung des Schuhs (in Maschinenrichtung) vorhanden, und wie aus 1 ersichtlich, sind auch zwei davon aufeinanderfolgend in Maschinenrichtung an mehreren Stellen entlang der Maschinenbreite angeordnet. Die Belastungsvorrichtungen 4 werden von dem axialen Trägerelement innerhalb der Walze 1 getragen, welches in der Zeichnung mit einer Schraffur gekennzeichnet ist. Bei den Belastungsvorrichtungen kann es sich zum Beispiel um druckmediumbetätigte Zylinder oder lange, schlauchähnliche Belastungselemente handeln. Die Verbindung der Belastungsvorrichtungen 4 und des Schuhelementes und/oder der Belastungsvorrichtungen 4 und des Trägerelementes ist vorteilhafter so beschaffen, dass das Schuhelement 3 in der Lage ist, sich im Verhältnis zu der Walze 1 zu bewegen.
  • In 2 und 2a ist dargestellt, wie es möglich ist, eine übermäßige Aufheizung des komprimierbaren Mantels der ersten Walze 1 in dem Schuhkalander gemäß 1 zu verhindern. Die zweite obere Walze 2 ist eine beheizte Thermowalze, deren Oberflächentemperatur 200°C, sogar 300°C überschreiten kann. Das den Mantel der ersten Walze 1 ausbildende Band wird daher in den Kantenbereichen sehr eng gegen die Oberfläche der heißen Walze 2 gepresst, in welchen es außerhalb der Kanten der Bahn W positioniert ist. Daher können hohe Temperaturen das Band beschädigen. Wie oben erwähnt, war es bisher allgemein üblich, das Band gegen die heiße Walze zu „isolieren", indem eine überbreite Bahn durch den Kalanderwalzenspalt N hindurchgeführt wurde, wobei die Kantenstreifen von der Bahn abgeschnitten werden können. In 2 ist eine Konstruktion dargestellt, mit der es möglich ist, die Berührung zwischen der weichen Oberfläche der ersten Walze 1 und der eine heiße Oberfläche aufweisenden zweiten Walze 2 genau zu regulieren. Das Schuhelement 3 erstreckt sich als ein gleichförmiges Element in Querrichtung der Maschine, wobei sich die Außenkanten desselben, die in der Nähe der Außenkante der zu kalandrierenden Bahn W angeordnet sind, schräg im Verhältnis zur Maschinenrichtung erstrecken, die auf ihren beiden jeweiligen Seiten mit der Maschinenrichtung einen sich in dieselbe Richtung öffnenden Winkel a ausbilden (2a). Die Kanten sind vorteilhafterweise symmetrisch im Verhältnis zu der Mittellinie der Maschine angeordnet. Daher kann die Breite des in Querrichtung angeordneten Walzenspaltes (in der Zeichnung mit einer gestrichelten Linie markiert), das heißt die Breite des Bereiches, in dem das Schuhelement 3 den komprimierbaren Mantel gegen die zweite Walze presst, durch die Veränderung der Position des Schuhelementes 3 so reguliert werden, dass sich die Walzenspaltlinie von einer Kante des Schuhelementes 3 zu der anderen an einen anderen Punkt als zuvor bewegt. In der Praxis erfolgt dies durch die Verlagerung des Schuhelementes 3 in Maschinenrichtung im Verhältnis zu der zweiten Walze 2. Daher kann die Breite des Walzenspaltes in Querrichtung so reguliert werden, dass sie genau der Bahnbreite entspricht. In
  • 2a ist dargestellt, wie sich während der Verlagerung des Schuhelementes 3 die Kante der Trägerfläche des Schuhelementes an eine andere Stelle entlang der Walzenspaltlinie bewegt, wenn sich die Lage der Außenkante der Papierbahn W verändert (gestrichelte Linien in 2a). Der Kontakt des außerhalb des Walzenspaltes in Querrichtung positionierten Mantels mit der heißen Walze zerstört den Mantel nicht, da die Wirkung der Temperatur bei einer unbelasteten Berührung nicht so stark ist.
  • Wie in der Beschreibung oben erwähnt, ist die Walzenspaltberührung als Ergebnis der Wirkung der Walzen 1 und 2 nicht linear, weist jedoch in Bewegungsrichtung der Bahn eine bestimmte Ausdehnungslänge auf. In dieser Beschreibung wird der Begriff Walzenspaltlinie für den Mittelpunkt des Walzenspaltes verwendet.
  • In 3 ist dargestellt, wie die Position des Schuhelementes 3 durch die Verlagerung des Schuhelementes 3 linear in Maschinenrichtung verändert werden kann. Das Schuhelement 3 kann auf diese Weise innerhalb der ersten Walze 1 verlagert werden, wenn die Walze ortsfest bleibt, wobei das Schuhelement auf diese Weise im Verhältnis zu dem innerhalb der Walze axial positionierten, ortsfest bleibenden Trägerelement verlagert wird. Die Position kann auch so verändert werden, dass die gesamte Walze 1 gemeinsam ihrem Trägerelement und dem Schuhelement 3 in Maschinenrichtung verlagert wird, dass die Position des Schuhelementes 3 im Verhältnis zu der Walze 2 verändert wird. Somit kann es zur Auf rechterhaltung der Walzenspaltberührung und eines ausreichenden Walzenspaltdruckes notwendig sein, die Position des Schuhelementes 3 in Radialrichtung der Walze 1 gleichzeitig zum Beispiel mittels der Belastungsvorrichtungen 4 zu regulieren, oder die gegenseitige Position der Walzen 1 und 2 in Radialrichtung anzupassen. Es ist auch möglich, dass das Schuhelement 3 nicht innerhalb der Walze 1 verlagert wird, sondern die Gegendruckwalze 2 so verlagert wird, dass der Walzenspalt an einem anderen Punkt der Trägerfläche des Schuhelementes 3 in Maschinenrichtung positioniert wird.
  • In 4 ist eine zweite Ausführungsform dargestellt, in der die Verlagerung durch Kippen des Schuhelementes 3 im Verhältnis zu einer parallel zu der Drehachse verlaufenden Achse erfolgt, wobei sich die Position des Schuhelementes auch in Maschinenrichtung verändert. Auch in diesem Fall kann das Schuhelement 3 selbst innerhalb der Walze 1 gekippt werden. Dies kann zum Beispiel so ausgeführt werden, dass es durch die nacheinander in Maschinenrichtung angeordneten Belastungsvorrichtungen 4 möglich ist, das Element zum Bewegen in eine passend gekippte Position zu veranlassen, oder die gesamte Walze 1 und das Trägerelement können gemeinsam mit der Bewegung des Schuhelementes 3 verlagert werden. Auf ähnliche Weise kann der Standort der Walzenspaltlinie durch eine alleinige Verlagerung der Gegendruckwalze 2 verändert werden.
  • Es kann vorteilhaft sein, dass es nicht notwendig ist, die Walzen 1 und 2 zu bewegen, wenn die Breite des Walzenspaltes verändert wird, wobei nur ein Teil, das Schuhelement 3, verlagert werden muss, und die Walzen in derselben Position in dem Rahmen der Maschine verbleiben können. Auf den Bewegungsbahnen des Schuhelementes 3 ist es daher möglich, die Form der Trägerfläche so zu berücksichtigen, dass die Lage der Walzenspaltlinie (der Mittelpunkt des Walzenspaltes) immer gleich bleibt. Die Bewegungsbahn des Schuhelementes kann so angeordnet werden, dass seine Belastungs-Trägerfläche immer demselben Punkt des Umfanges der zweiten Walze 2 gegenüberliegt. Bei einem Schuhelement mit einer konvexen Oberfläche kann das Schuhelement zum Beispiel so gekippt werden, dass sich die Kippachse in dem Mittelpunkt der Krümmung der Trägerfläche befindet. In ähnlicher Weise kann das Schuhelement 3 so angeordnet sein, dass es im Verhältnis zu den Belastungsvorrichtung 4 so verlagert wird, dass sich ihre Wirkungsrichtung nicht verändert.
  • Vorteilhafterweise weist das Schuhelement 3 eine ununterbrochene Trägerfläche auf, wobei keine statische Öltasche oder Drucktasche auf der Außenfläche des Schuhelementes vorhanden ist. Das Schmieröl kann zwischen der Trägerfläche des Schuhelementes 3 und dem Mantel 1a über die Vorderkante des Schuhelementes zugeführt werden, wie durch Pfeil L in 3 und 4 dargestellt.
  • Es sollte darauf hingewiesen werden, dass der flexible Mantel 1a außerhalb der Kanten der Papierbahn W gegen die Oberfläche der Thermowalze positioniert werden kann, wobei das Schuhelement 3 jedoch so positioniert wird, dass die den Druckkontakt in der Walzenspaltlinie bewirkende Trägerfläche höchstens die Kante der Bahn erreicht. Es ist auch möglich, dass das Schuhelement 3 so positioniert wird, dass die druckbeaufschlagte Walzenspaltlinie so innerhalb der Kanten der Bahn positioniert ist, dass ein sehr kleiner unbelasteter Bereich an den Kanten der Bahn verbleibt. Daher besteht der Vorteil der Erfindung darin, dass es je nach Wunsch auch möglich ist, die Breite des Bereiches der Bahn zu regulieren, der außerhalb der Druckwirkung in dem Walzenspalt der Kanten verbleibt, und der durch Abschneiden entfernt werden kann. Wenn zum Beispiel mit der Produktion einer schmäleren Bahn begonnen wird, kann die Walzenspaltbreite so reguliert werden, dass sie mit dieser Breite übereinstimmt, wobei jedoch die durch den Walzenspalt geführte Bahn geringfügig breiter als die Produktionsbreite sein kann.
  • Das Schuhelement 3 kann so angeordnet sein, dass es innerhalb der Walze durch an sich bekannte Stellvorrichtungslösungen verlagert werden kann. Somit ist es bei dem statischen axialen Trägerelement innerhalb der Walze 1, an dem sich die Belastungsvorrichtungen 4 abstützen, auch möglich, das Schuhelement 3 in Maschinenrichtung verlagernde Stelleinrichtungen anzuordnen. Auf ähnliche Weise können die Walze 1 und das Schuhelement 3 so angeordnet werden, dass sie durch die Walze 1 verlagernde Stelleinrichtungslösungen gemeinsam verlagert werden. Es ist auch möglich, innerhalb der Walze 1 Führungen anzuordnen um sicherzustellen, dass das Schuhelement 3 auf einer bestimmten Bewegungsbahn in Maschinenrichtung entlang gleitet. Wenn die Walze 1 und das Schuhelement 3 ortsfest sind, muss die Gegendruckwalze 2 bewegbar angeordnet sein, damit die Walzenspaltlinie an verschiedenen Stellen positionierbar ist. Daher ist es nicht notwendig, Stelleinrichtungen zur Verlagerung des Schuhelementes in Maschinenrichtung innerhalb der Walze 1 anzuordnen.
  • Die Verlagerungsbewegungen des Schuhelementes in die gewünschte Position können mittels der Positionierungsvorrichtungen durchgeführt werden, deren Prinzipien bekannt sind, wobei die notwendige Kraft mittels eines mechanischen Getriebes hydraulisch, elektrisch oder magnetisch erreicht werden kann.
  • Es ist auch möglich, dass das Schuhelement 3 in die Richtung der Walzenspaltlinie, das heißt in Querrichtung der Maschine bewegbar ist, so dass es im Verhältnis zu den Kanten der Bahn W besser positioniert werden kann. Diese Möglichkeit ist mit Querpfeilen in 2 veranschaulicht. Auch hier ist möglich, eine geeignete Positionierungsvorrichtung zu verwenden.
  • Obwohl die den Mantel 1a führende Oberfläche des Schuhelementes 3 dieselbe Krümmung wie der Innenradius des Mantels aufweist, kann sie auch eine andere Krümmung aufweisen oder gerade sein. Es ist auch möglich, dass das Schuhelement 3 eine konkave Oberfläche aufweist. Daher sind die Ausführungsformen von 1 bis 4 nicht auf eine bestimmte Form der Führungsfläche des Schuhelementes 3 begrenzt, sondern der wesentliche Aspekt besteht darin, dass die Fläche zum Zwecke der Regulierung der Breite der Walzenspaltlinie eine variable Breite aufweist.
  • Auf ähnliche Weise genügt es, dass nur eine der Kanten der Trägerfläche des Schuhelementes 3 von der Maschinenrichtung abweicht und die andere Kante gerade ist. Wenn daher die Position des Schuhelementes 3 in Maschinenrichtung verändert wird, kann die Breite der Walzenspaltlinie so verändert werden, dass sie mit der Verlagerung der Kante der Bahn mittels dieser schrägen Kante übereinstimmt. Somit ist es durch die Verlagerung des Schuhelementes 3 in Richtung der Breite immer möglich, die gerade Kante an der zweiten Kante der Bahn W auszurichten.
  • Mindestens eine Kante des Schuhelementes 3 kann auch so schräg verlaufen, dass sie aufeinanderfolgende gerade und schräge Bereiche aufweist, wobei sich die Breite des Elementes schrittweise verändert.
  • In 5 ist ein Schuhelement 3 dargestellt, dessen den Walzenmantel 1a führende Trägerfläche Bereiche mit unterschiedlichen Formen aufweist, wobei dann, wenn das Schuhelement in Maschinenrichtung verlagert wird, verschiedene Bereiche den Mantel 1a so führen, dass er sich in dem Walzenspalt bewegt. Im Querschnitt des Schuhelementes in Maschinenrichtung, welcher in einer senkrecht zu den Drehachsen der Walzen 1, 2 verlaufenden Ebene abgenommen wurde, weist die Trägerfläche ein bestimmtes Profil auf, dessen Form von einer regelmäßigen Form so abweicht, dass nacheinander Bereiche mit verschiedenen Formen in dem Schuhelement erzeugt werden, wobei die Bereiche unterschiedliche Walzenspaltlängen festlegen. Das Profil kann einen geraden und einen gekrümmten Bereich, oder Bereiche mit unterschiedlichen Krümmungen aufweisen. Insbesondere die Krümmung der Trägerfläche des Schuhelementes variiert, und wie in 5 dargestellt, variiert die Krümmung so, dass die Krümmungsradien auf den entgegengesetzten Seiten des Walzenspaltes N liegen, wobei darin ein Bereich 3a, der in Richtung der Gegendruckwalze 2 konkav ist und der Form des Umfanges der Gegendruckwalze folgt, sowie ein Bereich 3b erzeugt wird, der in Richtung der Oberfläche der Gegendruckwalze 2 konvex ist. Bei der Gegendruckwalze 2 kann es sich um eine beheizte Walze mit einer harten Oberfläche handeln, wie oben beschrieben. Die Krümmungsradien der aufeinanderfolgenden Bereiche 3a, 3b der Trägerfläche sind jeweils durch die Symbole R1 und R2 dargestellt. In 5 ist eine Situation dargestellt, in welcher der konkave Bereich, dessen Krümmungsradius annähernd dem Radius der Gegendruckwalze 2 plus der Dicke des Mantels 1a entspricht, mit der Innenfläche des Mantels in Berührung steht, wobei der Mantel 1a zu dem Walzenspalt gepresst wird, und in 6 eine Situation dargestellt ist, in welcher der konvexe Bereich 3b durch Bewegen des Schuhelementes 3, und die Gegendruckwalze 2 im Ver hältnis zueinander in Maschinenrichtung in eine entsprechende Berührung positioniert werden, wobei die Walzenspaltlänge verkürzt wird. In der Praxis wird dies so realisiert, dass die Gegendruckwalze 2 an die Stelle des konvexen Bereiches 3b verlagert wird.
  • Die Dimensionierung der unterschiedlichen Bereiche der Trägerfläche ist nicht notwendigerweise der in 5 und 6 dargestellten ähnlich. Es ist möglich, dass die Trägerfläche vollständig konkav ist, das heißt dass der Krümmungsmittelpunkt auf der Seite der Gegendruckwalze 2 liegt, sich die Krümmung jedoch von dem Krümmungsradius der Gegendruckwalze 2 in einen größeren verändert, wobei es durch das Bewegen des Schuhelementes 3 und der Gegendruckwalze 2 im Verhältnis zueinander in Maschinenrichtung möglich ist, den Bereich annähernd so zu verändern, dass er dem Umfang der Gegendruckwalze 2 zu einem „geraderen", weniger gekrümmten Bereich folgt, wobei die Walzenspaltlänge verkürzt wird.
  • Dementsprechend ist es möglich, dass in der Trägerfläche des Schuhs nur konvexe Bereiche vorhanden sind, wobei sich der Krümmungsradius auch in Maschinenrichtung so verändern kann, dass die Walzenspaltlänge durch Bewegen der Walzenspaltposition an verschiedene Punkte des Schuhelementes 3 in Maschinenrichtung verändert werden kann, wenn die unterschiedlichen Krümmungen entsprechenden Bereiche einander berühren, wobei der Mantel 1a zu dem Walzenspalt N geführt wird. In dem konvexen Schuhelement 3 kann sich der Krüm mungsradius innerhalb einer großen Bandbreite verändern. Es ist zum Beispiel möglich, dass der Krümmungsradius der Führungsfläche des konvexen Schuhs dem Krümmungsradius der Walze 1 in einem Teil entspricht, während der andere Teil einen größeren und/oder kleineren Krümmungsradius aufweisen kann.
  • Die unterschiedliche Formen aufweisenden Bereiche des Schuhelementes können auch durch die Positionierung des Schuhs innerhalb der Walze, oder durch die Verlagerung der gesamten Walze 1 gemeinsam mit dem Schuhelement 3 an die Position des Walzenspaltes an der Position des Walzenspaltes positioniert werden.
  • Bei allen oben erwähnten Formalternativen weisen die Vorder- und Hinterkanten des Schuhelementes eine abgeschrägte oder abgerundete Form auf, wobei die abgeschrägten oder abgerundeten Bereiche nicht als Trägerflächen für die Walzenspaltberührung, sondern zur Sicherstellung eines problemlosen Gleitens des Mantels 1a oben auf der Trägerfläche des Schuhelementes, und von der Trägerfläche hinunter, vorgesehen sind. Auf ähnliche Weise wie oben beschrieben, kann das Schmiermittel in Bewegungsrichtung des Mantels (Pfeil L) gesehen zwischen der Führungsfläche und dem Mantel 1a über die vorderste Kante der Führungsfläche zugeführt werden, wobei eine statische Öltasche nicht notwendig ist.
  • Die Trägerfläche des Schuhelementes 3 ist in dem Sinne ein Teil einer Endlosstruktur, dass sie in Maschinen richtung nicht aus getrennten Blöcken besteht, die näher zueinander und voneinander weg verlagert werden könnten. Auf ähnliche Weise wird die Struktur der Trägerfläche durch das Nichtvorhandensein einer statischen Öltasche zumindest über den Abschnitt endlos, in dem zu der führenden Berührung zu bewegende Bereiche positioniert sind.
  • Die Erfindung ist nicht auf die in 1 bis 6 dargestellte Reihenfolge der Walzen beschränkt. Es ist zum Beispiel möglich, dass sich die mit einem Schuhelement ausgestattete Walze 1 oder dergleichen in der oberen Position, und die Thermowalze 2 in der unteren Position befindet. Das Schuhelement 3 kann gleichzeitig auch zum Zwecke der Veränderung sowohl der Walzenspaltbreite als auch der Walzenspaltlänge ausgestaltet sein, wobei die Trägerfläche in einer senkrecht zu der Trägerfläche verlaufenden Richtung betrachtet eine variierende Breite, und in Maschinenrichtung eine variierende Oberflächenform aufweist.
  • Wie zuvor in diesem Dokument erwähnt, handelt es sich bei dem flexiblen elastischen Element 1a um einen rohrförmigen oder schlauchähnlichen Walzenmantel, der an seinen einander gegenüberliegenden Enden an den auf Zapfen drehbar gelagerten Enden der Walze zum Beispiel gemäß einer in dem U.S.-Patent 5098523 beschrieben Lösung befestigt ist, welches in diesem Dokument per Bezugnahme integriert ist. Der Walzenmantel kann ganz klar breiter als das mittels Belastungsvorrichtungen auf einem statischen Element innerhalb des Mantels ab gestützte Schuhelement sein, so dass es an seinem Befestigungspunkt an den Enden eine kreisförmige Form aufweisen, und sich über die Breite der Walzenspaltlinie entlang einer von der Trägerfläche des Schuhelementes festgelegten Bahn bewegen kann. Es ist jedoch möglich, dass es sich bei dem flexiblen elastischen Element um ein Band anstatt um einen Walzenmantel handelt, wobei das Band eine Endlosbandschleife bildet, wobei das Band über das Schuhelement 3 geführt wird.
  • Zusätzlich zu einem Kalander kann die Erfindung auch in dem Pressbereich verwendet werden, wobei sie dessen spezielle Anforderungen berücksichtigt. In 7 ist die Verwendung der Erfindung in dem Pressbereich dargestellt, wobei ein Presswalzenspalt N mittels eines drehbar angeordneten flexiblen, schlauchähnlichen Mantels 1a und eines denselben auf eine Art führenden Schuhelementes 3, die von sogenannten langen oder breiten Walzenspaltkonstruktionen bekannt ist, ausgebildet wird. Der flexible Mantel 1a ist an der Walzenkonstruktion auf eine Art und Weise befestigt, die der oben in Verbindung mit den Kalanderwalzen beschriebenen ähnlich ist. Die Trägerfläche des Schuhelementes 3 weist eine veränderbare Fläche in Maschinenrichtung ähnlich wie in 5 und 6 auf. Die Walzenspaltlänge kann durch die Verlagerung verschiedener Punkte der Trägerfläche auf der Walzenspaltlinie erfolgen, wodurch es möglich ist, die Länge des Pressbereiches zu regulieren. Wenn der Pressdruck mittels der Belastungsvorrichtungen 4 auf eine an sich bekannte Art und Weise reguliert werden kann, kann die Lösung gemäß
  • 7 sowohl durch die Regulierung der Länge des Be reiches, in dem die Bahn dem Druck ausgesetzt ist, der Wasser aus der Bahn presst, als auch durch die Regulierung des Niveaus des Pressdruckes zur Beeinflussung der Entwässerung in dem Presswalzenspalt N verwendet werden. Zwei Presselemente 5, 6 werden ebenfalls durch den Walzenspalt N geführt, wobei die Presselemente die Form eines Endlosfilzes oder -bandes aufweisen, welches in Form einer Schleife um die entsprechende Presswalze 1, 2 herumgeführt ist. Auf der mit dem Schuhelement 3 versehenen Seite der Presswalze 1 ist das Element 5 ein wasseraufnehmender Pressfilz, und auf der als Gegendruckwalze funktionierenden Seite der Presswalze 2 ist ebenfalls ein wasseraufnehmender Pressfilz als Element 6 vorhanden. Das in 7 dargestellte untere Element 5 kann auch ein Band mit einer geschlossenen Fläche sein, welches im Wesentlichen nicht wasseraufnehmend ist, und im Gegensatz zu dem porösen Pressfilz in der Lage ist, höchstens eine Wassermenge aufzunehmen, die ihrer Oberflächenrauheit entspricht. Das Element 5 kann als ein an sich bekanntes Transportband zum Transportieren der Papierbahn, die sich zwischen den Elementen 5, 6 durch den Presswalzenspalt N bewegt hat, zu dem Trockenabschnitt sein, wobei es sich bei dem in der Figur dargestellten Presswalzenspalt N um den letzen Walzenspalt in dem Pressabschnitt handelt. In 7 ist die mit dem Schuhelement 3 ausgestattete Walze 1 in der unteren Position angeordnet. Sie kann jedoch auch in der oberen Position, und die Gegendruckwalze 2 in der unteren Position angeordnet sein.
  • Weiterhin ist es möglich, dass die Trägerfläche des Schuhelementes 3 in Maschinenrichtung eine variable Breite aufweist, um die Walzenspaltbreite nach demselben Prinzip wie in dem Kalander zu regulieren. Das Schuhelement der Presse kann auch eine solche Form aufweisen, dass es nur eine Möglichkeit zur Regulierung der Walzenspaltbreite aufweist.

Claims (19)

  1. Verfahren zum Pressen einer Papierbahn (W), wobei die Papierbahn durch einen zwischen einem eine Endlosstruktur ausbildenden, flexiblen, sich bewegenden Element (1a) und einer Gegendruckwalze 2 ausgebildeten Walzenspalt (N) geführt wird, wobei das sich bewegende Element ein flexibler Mantel oder eine Bandschleife ist, wobei das sich bewegende Element (1a) in dem Bereich des Walzenspaltes mittels eines die Form des Walzenspaltes festlegenden Schuhelementes (3) gegen die Gegendruckwalze (2) abgestützt wird, dadurch gekennzeichnet , dass die Walzenspaltlänge und/oder -breite durch die Positionierung des Schuhelementes (3) als eine Einheit zumindest in dem Teil reguliert wird, der von der das sich bewegende Element (1a) führenden Trägerfläche begrenzt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der das sich bewegende Element (1a) führenden Trägerfläche in Maschinenrichtung in dem Schuhelement (3) variiert, und dass die Breite des Walzenspaltes (N) durch die Veränderung der gegenseitigen Position des Schuhelementes (3) und des Walzenspaltes (N) in Maschinenrichtung reguliert wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenspaltlänge durch die Verlagerung verschiedener Bereiche der Führungsfläche des Schuhelementes (3) in eine führende Berührung mit dem sich bewegenden Element (1a) verändert wird, wobei , verschiedene Bereiche das Element so führen, dass es in dem Walzenspalt (N) Entfernungen mit unterschiedlicher Länge zurücklegt.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenspaltlänge und/oder -breite durch die Verlagerung des Schuhelementes (3) innerhalb der Endlosstruktur, wie zum Beispiel einem Walzenmantel oder einer Bandschleife, die von dem sich bewegenden Element (1a) ausgebildet werden, verändert wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Regulierung der Walzenspaltbreite das Schuhelement (3) innerhalb des sich bewegenden Elementes auf einem solchen Bewegungspfad entlang verlagert wird, dass sich die Position des Walzenspaltes (N) in Maschinenrichtung nicht verändert.
  6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenspaltbreite und/oder -länge durch die gemeinsame Verlagerung des Schuhelementes (3) und des Walzenmantels (1a) um das Schuhelement herum reguliert wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenspaltlänge und/oder -breite durch die Verlagerung der Gegendruckwalze (2) in Maschinenrichtung an verschiedene Punkte des Schuhelementes (3) reguliert wird.
  8. Andrückvorrichtung für eine Papierbahn, die ein eine Endlosstruktur ausbildendes, flexibles, sich bewegendes Element (1a) und eine Gegendruckwalze (2) aufweist, wobei innerhalb des sich bewegenden Elementes (1a) ein Schuhelement (3) vorhanden ist, welches zum Abstützen des sich bewegenden Elementes (3) gegen die Gegendruckwalze (2) vorgesehen ist, um einen Walzenspalt (N) auszubilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite und/oder das Oberflächenprofil der Trägerfläche des Schuhelementes (3), welches das sich bewegende Element (1a) in eine Walzenspaltberüh rung führt, in Maschinenrichtung variiert, und "dass das Schuhelement (3) in Maschinenrichtung als eine Einheit zumindest in dem Teil positionierbar ist, der von der das sich bewegende Element (1a) führenden Trägerfläche begrenzt wird, um die Walzenspaltbreite und/oder -länge zu regulieren.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich mindestens eine Seitenkante der Trägerfläche des Schuhelementes (3) schräg in Maschinenrichtung erstreckt.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich beide Seitenkanten der Trägerfläche des Schuhelementes (3) schräg in Maschinenrichtung erstrecken.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Seitenkante der Trägerfläche des Schuhelementes (3) geradlinig in Maschinenrichtung verläuft.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkanten im Wesentlichen symmetrisch im Verhältnis zu der Mittellinie der Maschine angeordnet sind.
  13. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trägerfläche des Schuhelementes (3) aufeinanderfolgende Bereiche (3a, 3b) mit unterschiedlichen Krümmungen vorhanden sind.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trägerfläche des Schuhelementes (3) aufeinanderfolgende Bereiche (3a,3b) vorhanden sind, deren Krümmungen sich in verschiedene Richtungen erstrecken. 15. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Schuhelement (3) im Wesentlichen in Richtung der Walzenspaltlinie in Richtung der Breite bewegbar ist.
  15. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegendruckwalze (2) eine härtere Oberfläche als das sich bewegende Element (1a) aufweist.
  16. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass es sich dabei um einen Kalander handelt.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Gegendruckwalze (2) um eine beheizte Thermowalze handelt.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem die Endlosstruktur ausbildenden, sich bewegenden Element (1a) um den Walzenmantel einer Kalanderwalze handelt.
  19. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine Andrückvorrichtung zum Entfernen von Wasser aus einer Papierbahn durch Andrücken handelt.
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