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DE60103981T2 - Benzofuran stabilisation von phosphat-estern - Google Patents

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    • C07F9/02Phosphorus compounds
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Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • Alkylphenylester der Phosphorsäure finden eine umfangreiche Anwendung als Weichmacher für Nitrocellulose und Polyvinylchlorid (PVC)-Zusammensetzungen. Zusätzlich dazu dienen sie auch als Additive für Benzin, funktionelle Fluide und Öle und sind auch als Flammverzögerungsmittel in Kunststoffen und dergleichen brauchbar.
  • Die Herstellung von Alkylphenylestern der Phosphorsäure erfolgt im Allgemeinen durch Zugabe von Phosphoroxychlorid (POCl3) zu ausgewählten Phenolen wie Cresolen, Xylenolen und dergleichen und allmähliches Erwärmen der sich ergebenden Reaktionsmischung auf etwa 180 °C. Die Reaktion wird durch das Vorliegen eines Friedel-Crafts-Katalysators wie Aluminiumtrichlorid (AlCl3) beschleunigt. Bei der herkömmlichen Verarbeitung wird das Reaktionsprodukt im Vakuum destilliert, um nicht umgesetzte Phenole als anfängliche Fraktion zu entfernen und die Alkylphenylphosphatester als Produktfraktion zu entfernen, wobei Materialien mit hohem Siedepunkt und der Katalysator im Rückstand verbleiben. Die destillierte Produktfraktion wird dann gründlich mit Natriumhydroxid-Lösung gewaschen, um freies Phenol und saure Materialien zu entfernen, woran sich ein Waschen mit Wasser anschließt. Die Produktfraktion wird dann im Allgemeinen mit Aktivkohle behandelt, um Verunreinigungen zu entfernen, die eine Verfärbung verursachen.
  • Dieses Verfahren, das sehr gut bei Estern funktioniert, die aus konventionellen Nebenprodukt-Alkylphenolen hergestellt werden, erzeugt ein unbefriedigendes Material, wenn es auf Alkylphenol-Gemische angewendet wird, die durch Alkylierung von Phenol mit Olefinen hergestellt werden. Es wurde gefunden, dass die Produkte sich bei der Einwirkung von Luft oder Wärme oder bei der Lagerung im Dunklen verfärben. Die Verfärbung wird auf das Vorliegen von Di(o-Alkyl)phenolen in dem alkylierten Phenol zurückgeführt. Durch eine sterische Hinderung, die durch die doppelte Ortho-Substitution in 2,6-Dialkylphenolen und in 2,4,6-Trialkylphenolen verursacht wird, werden die Phenole für ein Waschen mit Natriumhydroxid-Lösung unempfänglich, so dass sie durch die Laugenwäsche nicht entfernt werden.
  • Diese sogenannten "gehinderten Phenole" können in Gegenwart von Luft oxidiert werden, um stark gefärbte Chinone zu bilden, welche die Quelle einer unerwünschten Verfärbung in dem Produkt sind. Diese Chinone können im Licht etwas ausbleichen, die Farbe erscheint jedoch wieder nach der Lagerung im Dunklen. Die Farbe kann intensiviert werden, wenn der Ester mit Polyvinylchlorid (PVC) unter dem Einfluss von Luft und Wärme vermischt oder gemahlen wird.
  • So ist z.B. im Falle von 2,6-Diisopropylphenol das entsprechende Diphenochinon oder Benzochinon stark gefärbt. Ester, die aus Mischungen von alkylierten Phenolen hergestellt werden, die Di-o-alkylphenole wie 2,6-Diisopropylphenol enthalten, können für viele Anwendungen zu stark gefärbt sein, insbesondere zur Verwendung als Weichmacher. Stark gefärbte Phosphatester haben einen eingeschränkten Nutzen für eine Weichmacher-Anwendung und lassen sich weniger gut vermarkten.
  • Die Farbbildung in Phosphatestern wird im US Patent Nr. 3,681,482 diskutiert, welches den Farbbildungsgrad in Phosphatestern mit dem Grad der Alkylsubstitution des Arylrings in Beziehung setzt. Demgemäß erzeugt Tris(methylphenyl)phosphat eine geringere Verfärbung als Tris(dimethylphenyl)phosphat. Dies kann durch die Tatsache erklärt werden, dass das Tris(methylphenyl)phosphat nur eine Methylgruppe hat, die am Arylring substituiert ist, während Tris(dimethylphenyl)phosphat zwei am Arylring substituierte Methylgruppen aufweist und daher stärker verfärbt ist.
  • Eine Vielzahl von Vorschlägen wurde im Hinblick auf Verfahren gemacht, um das Problem der unerwünschten Farbbildung zu lösen. Z.B. offenbart das US Patent Nr. 1,958,210 die Verwendung von Aktivkohle zum Entfärben und Entfernen oxidierbarer Verunreinigungen aus Phosphatestern. Dieser Versuch ist unbefriedigend, weil Aktivkohle kein wirksames Entfärbungsmittel für Alkylphenylphosphatester ist. In bestimmten Fällen, z.B. bei der Entfärbung von Isopropylphenyldiphenylphosphatester, kann die Verwendung von Aktivkohle die Farbbildung verstärken.
  • Das US Patent Nr. 2,113, 951 offenbart ein Verfahren, in dem ein Alkylphenol wie Cresylsäure in Gegenwart einer Mineralsäure wie Schwefelsäure, Salzsäure oder Phosphorsäure destilliert wird, um dieselbe zu reinigen. Die gereinigte Cresylsäure wird dann bei der Herstellung von Tricresylphosphatestern verwendet, von denen man annimmt, dass sie gegenüber der Einwirkung von Wärme und Licht stabiler sind als die entsprechenden Ester, die aus Alkylphenolen hergestellt werden, welche in Abwesenheit einer anorganischen Säure destilliert wurden. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, dass die phenolischen Rückstände zu gefärbten Chinonen oxidiert werden und gründlich destilliert werden müssen, um sie zu entfernen und eine weitere Farbbildung zu vermeiden.
  • Ein anderes Verfahren zur Farbreduktion wird im US Patent Nr. 3,681,482 vorgeschlagen, in dem Natriumborhydrid verwendet wird, um Tris(alkylphenyl)phosphatester, die 2,6-Diisopropylphenol und das entsprechende Diphenochinon enthalten, permanent zu bleichen und einer Farbstabilisierung zu unterziehen. Das Natriumborhydrid reduziert das Diphenochinon zu dem farblosen 2,6-Diisopropylphenol, das aber in dem Produkt verbleibt und eine mögliche Quelle einer Verfärbung ist, wenn das Produkt oxidierenden Bedingungen ausgesetzt wird. Eine Natriumborhydrid-Behandlung ist auch im Hinblick auf die Materialkosten und die Zeit kostspielig, da Behandlungszeiten von mehreren Stunden bis über Nacht notwendig sind.
  • Somit ist ersichtlich, dass die obigen Verfahren, die gemäß dem Stand der Technik vorgeschlagen werden, kommerziell ineffizient sind, um eine Verfärbung aus Alkylphenolestern der Phosphorsäure zu entfernen, oder dieselben nicht die Stabilität von PVC beim Mahlen verbessern, wenn diese Ester als PVC-Weichmacher verwendet werden.
  • Bei anderen Versuche zum Lösen dieses Problems verwendete man eine Anzahl anderer Substanzen als Additive für das Entfärben einer solchen Zusammensetzung. Beispiele von Additiven schließen die folgenden ein: Hydrazine (US Patent Nr. 3,852,288); lösliche Nitrilotriacetat-Salze (US Patent Nr 3,931,360); bestimmte Natriumsalze (US Patent Nr. 3,931,361); oxidierbare stickstoffhaltige Verbindungen (US Patent Nr. 3,931,362); Triorganoaluminum-Verbindungen und deren Hydride (US Patent Nr. 3,931,363 und EP-A-0005464); Phosphitester (US Patent Nr.3,931,364); ein wasserlösliches Salz einer reduzierten Form von Schwefel (US Patent Nr. 3,931,365); Phosphortrichlorid, in einem in-situ Additionsmodus (US Patent Nr. 3,931,366); Zinn(II)-Fettsäuresalz (US Patent Nr. 3,931,367) und mit Sauerstoff gesättigter Thioharnstoff (US Patent Nr. 4,263,232).
  • Kurzbeschreibung der vorliegenden Erfindung
  • Die Erfindung bezieht sich auf die Stabilisierung und Entfärbung von Phosphatestern unter Verwendung eines Benzofuranon-Additivs, um dies zu erreichen.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Das permanente Entfernen einer Verfärbung von gefärbten Phosphatestern gemäß dem Verfahren der Erfindung wird erreicht, indem man den Phosphatester mit einer wirksamen Menge eines Benzofuranon-Additivs während einer Zeitspanne in Kontakt bringt, die ausreichend ist, um den Phosphatester zu dem gewünschten Grad zu entfärben und ihn gegenüber einer nachfolgenden Farbbildung zu stabilisieren. Das bevorzugte Benzofuranon-Additiv, das hierin verwendet werden soll, ist 5,7-Di-t-butyl-3-(3,4-di-methylphenyl)-3N-benzofuran-2-on, das die CAS-Nummer 164391-52-0 hat. Es ist im Handel von Ciba Additives unter dem Warenzeichen "HP-136" erhältlich.
  • Die Erfindung ist auf alle Phosphatester anwendbar, die aus alkylierten Phenol-Mischungen hergestellt werden, welche gehinderte Phenole enthalten, z.B. Phenole, die Alkylgruppen an beiden o-Positionen zur Hydroxylgruppe enthalten. Die Ester können 0,5 bis 3 Alkylarylgruppen und 0 bis 2,5 Phenylgruppen enthalten.
  • Vorzugsweise sind die Triarylphosphatester, die durch das Verfahren der Erfindung behandelt werden, eine Mischung von Estern, die 1 bis 2 Alkarylgruppen enthalten. Die Ester entsprechen der allgemeinen Formel:
    Figure 00050001
    in der R Alkylaryl ist und R1 und R2 Alkyl, Alkaryl, Aralkyl oder Aryl sein können, und wobei die Alkylgruppen 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten können, mehr bevorzugt 1 bis 12 Kohlenstoffatome. Eine gewisse Menge an Triphenylphosphat kann auch vorliegen.
  • Die alkylierten Phenole, die gehinderte Phenole enthalten, werden üblicherweise durch Alkylierung von Phenol mit ungesättigten C1-C12- Kohlenwasserstoffen, wie Ethylen, Propylen, Isobutylen und dessen Isomere, Amylen und dessen Isomere, Tripropylen, Tetrapropylen, Decen, Dodecen, Diisobutylen und dergleichen hergestellt. Typische Beispiele von Alkylresten sind die folgenden: Methyl, Ethyl, n-Propyl/Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sec-Butyl, tert-Butyl, n-Amyl, Isoamyl, 2-Methylbutyl, 2,2-Dimethylpropyl, 1-Methylbutyl, Diethylmethyl, 1,2-Dimethylpropyl, tert-Amyl, n-Hexyl, 1-Methylamyl, 1-Ethylbutyl, 1,2,2-Trimethylpropyl, 3,3-Dimethylbutyl, 1,1,2-Trimethylpropyl, 2-Methylamyl, 1,1-Dimethylbutyl, 1-Ethyl-2-methylpropyl, 1,3-Dimethylbutyl, Isohexyl, 3-Methylamyl, 1,2-Dimethylbutyl, 1-Methyl-1-ethylpropyl, 2-Ethyl, n-Heptyl, 1,1,2,3-Tetramethylpropyl, 1,2-Dimethyl-1-ethylpropyl, 1,1,2-Trimethylbutyl, 1-Isopropyl-2-methylpropyl, 1-Methyl-2-ethylbutyl, 1,1-Diethylpropyl, 2-Methylhexyl, 1,1-Dimethylbmyl, 1-Isopropylbutyl, 1-Ethyl-3-methylbutyl, 1,4- Dimethylamyl, Isoheptyl, 1-Methyl-1-ethylbutyl, 1-Ethyl-2-methylbutyl, 1-Methylhexyl, 1,1-Propylbutyl, n-Octyl, 1-Methylheptyl, 1,1-Diethyl-2-methylpropyl, 1,1,3,3-Tetramethylbutyl, 1,1-Dethylbutyl, 1,1-Dimethylhexyl, 1-Methyl-1-ethylamyl, 1-Methyl-1-propylbutyl, 2-Ethylhexyl, 6-Methylheptyl, n-Nonyl, 1-Methyloctyl, 1-Ethylheptyl, 1,1-Dimethylheptyl, 1-Ethyl-1-propylbutyl, 1,1-Diethyl-3-methylbutyl, Diisobutylmethyl-3,5,5-trimethylhexyl, 3,5-Dimethylheptyl, n-Decyl, 1-Propylheptyl, 1,1-Diethylhexyl, 1,1-Dipropylbutyl, 2-Isopropyl-5-methylhexyl und C11-C20-Alkylgruppen. Ebenfalls eingeschlossen sind Aralkylgruppen, z.B. Benzyl, α- oder β-Phenylethyl, α,α-Dimethylbenzyl und dergleichen. Ebenfalls eingeschlossen sind Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cyclododecyl und dergleichen. Typische Beispiele von Aryl- und Alkaryl-Resten sind Phenyl, Cresyl, Xylyl, alkoxyliertes Phenyl, Isopropylphenyl, Butylphenyl, α-Alkylbenzylphenyl und α,α-Dialkylbenzylphenyl, z.B. α-Methylbenzylphenyl, α,α-Dimethylbenzylphenyl, tert-Nonylphenylamylphenyl, tert-Butylphenyl, Isooctylphenyl, Dodecylphenyl, tert-Octylphenyl und dergleichen.
  • Die Erfindung kann weiterhin erläutert werden, indem man zuerst die Herstellung eines Esters durch die Alkylierung von Phenol mit einem Olefin und die anschließende Zugabe von POCl3 zeigt. Diese alkylierten Phenole bilden Ester, die denen ähnlich sind, welche mit Cresylsäuren oder Methylphenolen als konventionellen Nebenprodukten des Steinkohleteers hergestellt werden. Die Ester werden im Allgemeinen hergestellt, indem man ein Alkylphenol mit POCl3 in Gegenwart eines Friedel-Crafts-Katalysators bei erhöhter Temperatur, typischerweise etwa 180 °C, umsetzt, bis die Reaktion vervollständigt ist, wie aus dem Nachlassen der HCl-Entwicklung ersichtlich ist. Die Reaktionsmischung wird dann erwärmt, um überschüssige Phenole über Kopf abzudestillieren. Die Temperatur und/oder das Vakuum werden dann erhöht, und das Phosphatester-Produkt wird abdestilliert, wobei der Katalysator und eine geringe Menge eines hochsiedenden Destillationsrückstandes zurückbleiben.
  • Herkömmlicherweise wird das Ester-Produkt mit wässrigem Alkali gewaschen, um freie Phenole zu entfernen, die im Allgemeinen im Bereich von etwa einigen Zehntel eines Prozents vorliegen. Das gewaschene Produkt wird vom Wasser abgetrennt und im Allgemeinen mit Aktivkohle und einem Filterhilfsmittel wie Diatomeenerde behandelt und filtriert. Jedoch kann darauf eine Verfärbung des Produkts folgen, die durch gehinderte Phenole in Gegenwart von Luft und Wärme verursacht wird, wodurch das Produkt ungeeignet wird, um bei Anwendungen verwendet zu werden, bei denen das Nichtvorhandensein einer Verfärbung notwendig ist.
  • Gemäß der Erfindung wird das Phosphatester-Produkt zum Entfernen einer Verfärbung und zur Farbstabilisierung behandelt, indem man das fertige Produkt, den Alkylphenolphosphatester, mit einer wirksamen Menge eines Benzofuranon-Additivs behandelt – wie oben beschrieben wurde -, bis die Farbe in angemessener Weise reduziert ist. Das US Patent Nr. 5,516,920 mit dem Titel "3-Arylbenzofuranones" beschreibt den Typ von Benzofuranon-Additiven, der gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann.
  • Die Behandlungszeiten variieren im Allgemeinen von etwa 5 Minuten bis etwa 24 Stunden, und zwar in Abhängigkeit von der Menge des behandelten Phosphatesters, der Menge und der Konzentration des Benzofuranon-Additivs, das zur Anwendung ausgewählt wird, der Temperatur, dem Rühren und dergleichen. Vorzugsweise werden die Phosphatester während einer Zeitspanne von etwa 1 Stunde bis etwa 5 Stunden bei einer Temperatur von etwa 20 °C bis etwa 100 °C gewaschen. Mehr bevorzugt wird die Behandlung bei Temperaturen von etwa 45 °C bis etwa 70 °C durchgeführt.
  • Die Menge des Benzofuranons, die verwendet wird, kann von etwa 1 ppm bis etwa 2 Gew.-% des behandelten Phosphatesters variieren. Größere Mengen des Benzofuranons können verwendet werden, dadurch wird aber kein zusätzlicher Vorteil erreicht. Es wird bevorzugt, eine Menge zu verwenden, die von etwa 5 ppm bis etwa 0,1 Gew.-% des Phosphatesters reicht. Die bestimmte Menge an löslichem Benzofuranon, die zu irgendeinem gegebenen Zeitpunkt verwendet wird, wird zu einem gewissen Maße durch eine Anzahl von Faktoren beeinflusst, die Folgendes einschließen: die Menge der vorliegenden Verfärbung, den Grad der erwünschten Farbverbesserung, den bestimmten zu behandelnden Phosphatester, die Behandlungszeit und dergleichen.
  • Das Verfahren der Erfindung wird im Allgemeinen unter atmosphärischem Druck durchgeführt. Höhere oder niedrigere Drücke können jedoch verwendet werden. Das Verfahren kann auch unter einer inerten Atmosphäre wie Stickstoff durchgeführt werden, der zur Unterdrückung einer erneuten Oxidation dienen kann.
  • Das Verfahren der Erfindung kann auf diskontinuierliche oder kontinuierliche Weise durchgeführt werden.
  • Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass nach der Behandlung des Phosphatesters mit dem Benzofuranon-Additiv keine zusätzlichen Schritte oder keine spezielle Behandlung notwendig sind, außer einem wahlweisen Waschschritt, der Phasentrennung und dem Trocknen. Spuren von restlichem Benzofuranon, falls vorliegend, scheinen keine schädliche Auswirkung auf die kommerziellen Eigenschaften der Phosphatester zu haben.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der oben offenbarten Verfahren und werden ohne irgendeine Absicht bereitgestellt, dass die Erfindung darauf beschränkt ist. In den Beispielen und in der gesamten Beschreibung sind alle Teile und Prozente auf das Gewicht bezogen, falls nichts Anderweitiges angegeben ist.
  • Beispiel 1
  • In diesem Beispiel wurde eine Phosphatester-Probe (PHOSFLEX 31L) mit variierenden Mengen des Stabilisators auf Lacton-Basis (HP 136) behandelt, um die Farbstabilität des Materials zu bestimmen. Beschleunigte Farbbeständigkeitsmessungen wurden während einer Zeitspanne von 28 Stunden bei 80 °C in einer geschlossenen Probenflasche durchgeführt. Die Ergebnisse dieses Tests sind in der Tabelle 2 zusammengefasst. Aus dieser Messung ist es klar, dass im Konzentrationsbereich von 10 – 50 ppm (pro Gewicht) der Stabilisator zum Entfärben und Stabilisieren der Phosphatester-Probe wirksam ist. Die Probe ohne das Additiv, die unter den gleichen Bedingungen getestet wurde, entwickelte eine signifikante Farbe: APHA von mehr als 300. Die Ausgangsfarbe für diese Probe war etwa 50 APHA.
  • Tabelle 2: Ergebnisse der Stabilitätstests im Konzentrationsbereich des Additivs von 10 – 50 ppm. Die Tests erfolgten während einer Zeitspanne von 28 Stunden bei 80 °C.
    Figure 00090001
  • Beispiel 2
  • In diesem Beispiel wurde eine Phosphatester-Probe (PHOSPHLEX 21L) mit variierenden Mengen des Stabilisators auf Lacton-Basis (HP 136) behandelt, um die Farbstabilität des Materials zu bestimmen. Beschleunigte Farbbeständigkeitsmessungen wurden während einer Zeitspanne von 28 Stunden bei 80 °C in einer geschlossenen Probenflasche durchgeführt. Die Ergebnisse dieses Tests sind in der Tabelle 3 zusammengefasst. Aus dieser Messung ist es klar, dass im Konzentrationsbereich von 10 – 50 ppm (pro Gewicht) der Stabilisator zum Entfärben und Stabilisieren der Phosphatester-Probe wirksam ist. Die gleiche Probe ohne das Additiv, die unter den gleichen Bedingungen getestet wurde, entwickelte eine signifikante Farbe: APHA von mehr als 300. Die Ausgangsfarbe für diese Probe war etwa 50 APHA.
  • Tabelle 3: Ergebnisse der Stabilitätstests im Konzentrationsbereich des Additivs von 10 – 50 ppm (pro Gewicht). Die Tests erfolgten während einer Zeitspanne von 28 Stunden bei 80 °C.
    Figure 00100001
  • Beispiel 3
  • In diesem Beispiel wurde eine Phosphatester-Probe (PNOSFLEX 21L) mit dem Stabilisator auf Lacton-Basis (HP 136) bei Gehalten von etwa 100 ppm behandelt, um die Wirksamkeit der Farbreduktion und die Stabilität des Materials zu bestimmen. Beschleunigte Farbbeständigkeitsmessungen wurden während einer Zeitspanne von 28 Stunden bei 80 °C in einer geschlossenen Probenflasche durchgeführt. Bei diesem Gehalt an Stabilisator wurde die Farbe der Probe von etwa 200 APHA auf etwa 25 APHA reduziert. Das Material war bei dieser Farbstufe während einer ausgedehnten Zeitspanne bei den beschriebenen Testbedingungen stabil. Dies zeigt deutlich, dass das Lacton-Additiv wirksam war, um sowohl die Farbe zu reduzieren als auch das Material gegenüber einer Farbbildung zu stabilisieren.

Claims (8)

  1. Verfahren zum Entfärben von Alkylphenylestern der Phosphorsäure, umfassend das In-Kontakt-Bringen der Ester mit einer wirksamen Menge eines Benzofuranon-Additivs während einer Zeitspanne, die ausreichend ist, um die Farbe auf den erwünschten Grad zu reduzieren, wobei die Ester entfärbt werden und gegen eine nachfolgende Farbbildung stabilisiert werden.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Alkylphenylester der Formel:
    Figure 00110001
    entsprechen, in der R Alkaryl ist, und R1 und R2 aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Alkyl, Aralkyl, Alkaryl und Aryl besteht, und wobei die Alkylgruppen 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei die Alkylgruppen 1 bis 12 Kohlenstoffatome enthalten.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Alkylphenylester nicht umgesetzte, substituierte und nicht substituierte Phenole enthalten.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Benzofuranon 5,7-Di-t-butyl-3-(3,4-di-methylphenyl)-3H-benzofuran-2-on ist.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Entfärben und das Stabilisieren in einer inerten Atmosphäre durchgeführt wird.
  7. Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei die inerte Atmosphäre Stickstoff umfasst.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei der Alkylphenylester der Phosphorsäure ein Isopropylphenylphenylphosphat ist.
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