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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Kurzmitteilungen
von der Art, wie sie durch ein digitales Funk-Kommunikationsnetz
bereitgestellt werden, in Verbindung mit dem Zugriff auf gespeicherte
digitale Daten über
das digitale Funk-Kommunikationsnetz.
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Hintergrund
der Erfindung
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Es
gibt derzeit verschiedene Mitteilungs-basierte Dienste, die in Übereinstimmung
mit bestimmten Standards in digitalen Kommunikationssystemen bereitgestellt
werden. Beispiele für
derartige Dienste sind SMS (Short Message Service) und USSD (Unstructured
Supplementary Service Data) in dem digitalen Funk-Kommunikationsnetz
GSM. Ähnliche
Mitteilungs-basierte Dienste gibt es oder wird es in anderen bestehenden
oder zukünftigen
digitalen Funk-Kommunikationsnetzen wie etwa GPRS, CDMA, D-AMPS
(IS-136), PDC (Pacific Digital Cellular), W-CDMA (Wideband Code
Division Multiple Access) und UMTS/IMT-2000 geben.
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Diese
Mitteilungs-basierten Dienste von verschiedenen digitalen Funk-Kommunikationsnetzen werden
normalerweise verwendet, um Textinformationen für die Darstellung auf dem Display
einer empfangenden Mobilstation zu übertragen, wobei aber auch
Text oder Daten übertragen
werden können,
die durch eine empfangende Mobilstation auf verschiedene Weise zu
interpretieren sind. Die Mitteilungs-basierten Dienste werden also
als Basis für
die Bereitstellung von verschiedenen neuen Typen von zusätzlichen
Diensten verwendet.
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Ein
Beispiel für
die Verwendung eines Mitteilungs-basierten Dienstes für die Bereiststellung
eines neuen Diensttyps ist in dem internationalen Patentdokument
WO 97/08906 beschrieben. In WO 97/08906 wird beschrieben, wie Nachrichten
eines Mitteilungs-basierten Dienstes wie etwa des SMS-Dienstes in
einem GSM-Netz verwendet werden, um Agenten von einem Server zu
einer mobilen Kommunikationsstation zu übertragen. Der Server sendet
eine SMS-Nachricht mit einem Agenten zu einem mobilen Teilnehmer,
nachdem er eine an diesen Teilnehmer adressierte E-Mail empfangen
hat. Der Agent enthält
codierte Information mit Instruktionen für den mobilen Teilnehmer bzw.
eine durch Software implementierte Client-Funktion in einer Mobilstation oder
dem damit verbundenen Computer, um eine bestimmte Aktion in Bezug
auf die E-Mail einzuleiten, wie etwa um die E-Mail von dem Server
abzurufen und anzuzeigen. Eine übertragene
SMS-Nachricht und ihr Agent sind also mit einer E-Mail assoziiert
und werden verwendet, um einen Benutzer einer mobilen Kommunikationsstation
darüber
zu benachrichtigen, dass eine E-Mail empfangen wurde. Der Dienst
ermöglicht
es einem mobilen Teilnehmer nicht nur, eine E-Mail zu lesen, sondern
bietet auch eine Anzahl von anderen Optionen beim Zugriff auf die
E-Mail wie etwa das Löschen
der E-Mail, das Weiterleiten der E-Mail zu einem Faxgerät oder einem
anderen mobilen Teilnehmern usw.
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Der
oben beschriebene Stand der Technik erfordert, dass eine spezifische
Software wie etwa die Client-Funktion entwickelt wird und in der
Mobilstation oder dem damit verbundenen Computer vorgesehen wird,
um den Dienst implementieren zu können.
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Ein
weiterer Nachteil besteht darin, dass der zu der Client-Funktion übertragene
Agent Raum in der Nutzinformation der SMS-Nachricht einnimmt. Weil
die Nutzinformation einer SMS-Nachricht
gewöhnlich
auf 160 Zeichen beschränkt
ist, wird dadurch der für
andere Informationen wie etwa eine E-Mail-Betreff-Information verfügbare Raum
beschränkt.
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WO
99/52247 gibt die Übertragung
von Information mit Zeigerfeldern unter Verwendung eines bestehenden
Mitteilungs-basierten Dienstes in einem digitalen Mobilnetz an.
Ein Server empfängt
an Mobilstationen adressierte E-Mails. Eine empfangene E-Mail wird
in einer Datenbank gespeichert, und eine SMS-Nachricht einschließlich einer
Kennung für
die empfangene E-Mail in ihrem Benutzertextteil wird erstellt und
an eine Mobilstation gesendet. Mittels der Zeigerfelder decodiert
die Mobilstation die Kennung, über
die sie das Herunterladen der E-Mail einleiten kann, wobei die Kennung
dazu eine Telefonnummer für
den Server enthalten kann.
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WO
98/30051 gibt eine Gateway-Anwendung zum Routen von Kurzmitteilungsantworten
zu Ursprungsquelladressen für
derartige Kurzmitteilungen an. Eine Ursprungsquelladresse und eine
Kennung in einer temporären
Quelladresse einer zu einer Mobilstation übertragenen Kurzmitteilung
werden in einer temporären
Datenbank gespeichert. Wenn eine Antwort-Kurzmitteilung von der Mobilstation
empfangen wird, wird die Kennung in dem Adressfeld der Antwort-Kurzmitteilung
verwendet, um die Ursprungsquelladresse aus der Datenbank abzurufen und
die Antwortmitteilung zu der Ursprungsquelladresse weiterzuleiten.
Auf diese Weise kann in der Gateway-Anwendung auf permanente Datenbanken zum
Routen der Kurzmitteilungs-Antworten verzichtet werden.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, eine vereinfachte Möglichkeit
für einen
mobilen Benutzer zum Zugreifen auf gespeicherte digitale Daten über ein
digitales Funk-Kommunikationsnetz anzugeben.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden diese und andere Aufgaben durch ein Verfahren,
die Verwendung eines Datenraums und ein Computer-lesbares Medium
einschließlich
der Merkmale gemäß den beigefügten Ansprüchen gelöst.
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Die
vorliegende Erfindung basiert auf der Idee, dass der Adressdatenraum
von Kurzmitteilungen zum Übermitteln
von Kennungsinformation zwischen einer Anwendung und einer mobilen
Kommunikationsstation über
ein digitales Funk-Kommunikationsnetz, das für seine mobilen Teilnehmer
einen Kurzmitteilungs-basierten Dienst bereitstellt, verwendet wird.
Kennungsinformation wird zu einer mobilen Kommunikationsstation
in dem Ursprungsadressdatenraum einer Kurzmitteilung übertragen.
Wenn in einer späteren
Stufe die Mobilstation auf die Kurzmitteilung antwortet, bildet
die empfangene Ursprungsadresse die Zieladresse und wird die Kennungsinformation
von der Mobilstation in dem Zieladressdatenraum der antwortenden
Kurzmitteilung zurückgesendet.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren in einem Server in
Zusammenhang damit angegeben, dass eine mobile Kommunikationsstation
Zugriff auf in dem Server gespeicherte digitale Daten erhält. Das
Verfahren umfasst die folgenden Schritte: Zuweisen einer Kennung
zu einem bestimmten Element gespeicherter digitaler Daten; Auslösen des
Sendens einer Kurzmitteilung an die mobile Kommunikationsstation
unter Verwendung eines Kurzmitteilungsdienstes, der von dem digitalen Funk-Kommunikationsnetz
bereitgestellt wird, wobei die Kennung so bereitgestellt wird, dass
sie in einem Ursprungsadressen-Datenraum der Kurzmitteilung enthalten
ist; Abfragen der Kennung aus einem Zieladressen-Datenraum einer
Kurzmitteilung, die von der mobilen Kommunikationsstation empfangen
wird; und Identifizieren auf Basis der abgefragten Kennung, welches
Element gespeicherter digitaler Daten Zugriff angefordert wird.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung gibt die Erfindung die Verwendung eines
Datenraums, der für
Adressinformation in einer Kurzmitteilung vorgesehen ist, für die bidirektionale Übermittlung
von Kennungen von und zu einer mobilen Kommunikationsstation an.
Es wird ein Ursprungsadress-Datenraum eines übertragenen Kurzmitteilung verwendet,
um eine Kennung zu der mobilen Kommunikationsstation zu senden,
wobei die gesendete Kennung die mobile Kommunikationsstation über das
Vorhandensein eines bestimmten Elements gespeicherter digitaler
Daten benachrichtigt, und es wird ein Zieladress-Datenraum einer
empfangenen Kurzmitteilung verwendet, um eine von der mobilen Kommunikationsstation
empfangene Kennung zu extrahieren, wobei die empfangene Kennung
ein bestimmtes Element digitaler Daten identifiziert, auf das die
mobile Kommunikationsstation Zugriff erhalten soll.
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Gemäß einem
dritten Aspekt wird ein Computer-lesbares Medium angegeben, das
Computer-ausführbare
Komponenten enthält,
damit ein Computer die Grundschritte des Verfahrens gemäß dem ersten
Aspekt ausführen
kann.
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Die
Erfindung verwendet eine sogenannte Subadressierung in einem Kurzmitteilungsknoten,
d. h. in dem Knoten, der für
das Senden und Routen von Kurzmitteilungen in dem digitalen Funk-Kommunikationssystem
vorgesehen ist, das den Kurzmitteilungs-basierten Dienst bereitstellt.
Jede Anwendung, die mit diesem Knoten kommuniziert, um den Kurzmitteilungsdienst
zu nutzen, weist in dem Adressraum des Knotens ein Hauptkonto mit
einer einzigartigen Adresse auf. Die Kennung wird durch die Anwendung
zu der mobilen Kommunikationsstation gesendet, indem die Übertragung
einer Kurzmitteilung eingeleitet wird, in welcher die Ursprungsadresse sich
aus der einzigartigen Hauptkonto-Adresse und einem folgenden Suffix
gleich der Kennung zusammensetzt. Eine empfangende mobile Kommunikationsstation
kann dann die Kennung zu der Anwendung zurücksenden, indem es auf die
empfangene Kurzmitteilung antwortet, wobei die Ursprungsadresse,
d. h. die Hauptkontoadresse + das Suffix, die Zieladresse der antwortenden
Kurzmitteilung wird. Der Kurzmitteilungsknoten routet dann die antwortende Kurzmitteilung
zu der Anwendung auf der Basis der Hauptkontoadresse. Bei Empfang
der antwortenden Kurzmitteilung extrahiert die Anwendung das Suffix aus
der Zieladresse der Kurzmitteilung. Weil das Suffix gleich einer
Kennung ist, kann ein entsprechendes Element gespeicherter digitaler
Daten durch die Anwendung identifiziert werden.
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Vorzugsweise
wird die durch eine Anwendung in einem Server an die mobile Kommunikationsstation
gesendete Kurzmitteilung verwendet, um den Benutzer der mobilen
Station über
das Vorhandensein der gespeicherten digitalen Daten zu benachrichtigen.
Typische in dem Server gespeicherte digitale Daten sind von einem
mit dem Server verbundenen Netzwerk wie etwa dem Internet empfangene
Daten.
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Vorzugsweise
ist der Server ein Mail-Server und sind die digitalen Daten eine
durch den Server von einem externen Netzwerk empfangene E-Mail, die
in einer durch den Mail-Server verwalteten Mailbox gespeichert wird.
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Einer
der Vorteile der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass ein
Benutzer auf empfangene Informationen, die einen Raum gespeicherter
Daten identifizieren, unter Verwendung einer einfachen Antwortfunktion
seiner mobilen Kommunikationsstation antworten kann. Der Benutzer
muss keine expliziten Maßnahmen
zum Zurücksenden
dieser Informationen wie etwa das manuelle Eingeben der Kennungsinformation
ergreifen. Der Benutzer muss auch nicht über eine Mobilstation mit einer
spezifischen Hardware oder Software verfügen, die das mehr oder weniger
automatische Zurücksenden
der Kennungsinformation ermöglicht.
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Ein
weiterer Vorteil besteht darin, dass es bei der Erfindung nicht
erforderlich ist, Kennungsinformation in der Nutzinformation der
Kurzmitteilungen zu übermitteln.
Statt dessen wird der für
die Adressinformation vorgesehene Datenraum in einer Kurzmitteilung
für diese Übermittlung
verwendet. So kann der vollständige
Nutzinformations-Datenraum, der in einer Kurzmitteilung eine beschränkte Größe von etwa
140 Byte (entspricht 160 Zeichen bei einer 7-Bit-Codierung) bei
einer SMS-Mitteilung aufweist, für
die Übermittlung
von Benutzerdaten verwendet werden.
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Weil
vorzugsweise gespeicherte digitale Daten auf der Basis einer Kombination
aus einer mobilen Teilnehmernummer, die aus der Ursprungsadresse
einer antwortenden Kurzmitteilung extrahiert wird, und der extrahierten
Kennung identifiziert werden, muss die Kennung nur innerhalb eines
spezifischen Speicherbereichs wie etwa einer Mailbox einzigartig sein,
sodass sie mit einer beschränkten
Größe definiert
werden kann.
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Es
ist zu beachten, dass unter einer mobilen Kommunikationsstation
in diesem Dokument entweder ein Standalone-Hochfrequenz-Sendeempfänger mit
Verarbeitungsfähigkeiten
und einer Anzeigeeinrichtung wie etwa ein Mobiltelefon oder ein
Handheld-PDA (Personal Digital Assistant) oder ein Hochfrequenz-Sendeempfänger in
Verbindung mit einer Art von tragbarer oder stationärer Einrichtung
mit Verarbeitungsfähigkeiten
wie etwa einem tragbaren Laptop-Computer
oder einem stationären
Personal-Computer zu verstehen ist, wobei der Hochfrequenz-Sendeempfänger in
Kommunikation mit der tragbaren oder stationären Einrichtung angeordnet ist.
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In
der folgenden Beschreibung einer beispielhaften Ausführungsform
ist das digitale Funk-Kommunikationsnetz
das GSM-Netz und ist der Mitteilungs-basierte Dienst der durch das GSM-Netz
bereitgestellte SMS-Dienst. Es ist jedoch zu beachten, dass die
Erfindung nicht auf diese Systeme beschränkt ist, sondern auch auf andere
bestehende oder zukünftige
digitale Funk-Kommunikationssysteme mit Mitteilungs-basierte Dienste
einer ähnlichen
Art wie etwa die digitalen Funknetze GPRS, CDMA, D-AMPS (IS-136),
PDC (Pacific Digital Cellular), W-CDMA (Wideband Code Division Multiple
Access) und UMTS/IMT-2000 angewendet werden kann.
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Die
beispielhafte Ausführungsform
nimmt weiterhin auf den Zugriff auf E-Mails Bezug, wobei jedoch
zu beachten ist, dass die vorliegende Erfindung auch in Verbindung
mit dem Zugriff auf eine andere beliebige Art von digitaler Daten,
die in einem Server gespeichert sind, angewendet werden kann. Die
Erfindung kann zum Beispiel auf eine Situation angewendet werden,
in der unterschiedliche digitale Signaldaten identifiziert werden
müssen,
wenn diese zu einem Benutzer ausgegeben werden, wobei der Benutzer
mit seiner mobilen Kommunikationsstation antworten und auf die für ihn relevanten
digitalen Daten zugreifen kann.
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Oben
genannte und andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden durch die folgende Beschreibung verdeutlicht.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Im
Folgenden wird eine beispielhafte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben:
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1 zeigt
ein Blockdiagramm eines Servers, der zur Realisierung der Erfindung
geeignet ist, und
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2 zeigt
einen Server, der mit einem digitalen Funk-Kommunikationsnetz verbunden
ist und in Übereinstimmung
mit der beispielhaften Ausführungsform
betrieben wird.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Das
Blockdiagramm von 1 zeigt ein beispielhaftes System,
das für
die Realisierung der Erfindung geeignet ist. Das abgebildete System
implementiert einen Server 100, der mit einem digitalen Funk-Kommunikationsnetz 180 über eine
geeignete Netzwerk-Schnittstelleneinrichtung 150 verbunden ist.
Vorzugsweise ist das digitale Funk-Kommunikationsnetz 180 ein
GSM-Netz, wobei die Netzwerk-Schnittstelleneinrichtung 150 einen
Hardwareschaltungs aufbau vorsieht, mit dem der Server 100 über ein
Transportprotokoll wie etwa TCP/IP oder X25 mit einem SMS-C (Short
Message Service Switching Center) (nicht gezeigt) des GSM-Netzes kommunizieren
kann. Der Server 100 umfasst weiterhin eine zentrale Verarbeitungseinheit
(CPU) 110, einen Hauptspeicher 120, einen externen
Speicher 160 und einen oder mehrere Eingangs-/Ausgangs-(I/O)-Controller 140 für die Verbindung
der unterschiedlichen Peripheriegeräte mit dem Server 100.
Wie in 1 gezeigt, sind die oben genannten Elemente zusammen
mit der Netzwerk-Schnittstelleneinrichtung an einen Systembus 130 angeschlossen.
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Die
Gesamtfunktion des Servers 100 wird durch die CPU 110 gesteuert.
Die CPU wird unter der Kontrolle von ausgeführten Computerprogrammbefehlen
betrieben, die in dem Hauptspeicher 120 oder in einem externen
Speicher 160 gespeichert sind. Indem diese Programmbefehle
ausgeführt
werden, steuert die CPU 110 den Gesamtserver 100,
um wenigstens die Funktionalität
der vorliegenden Erfindung im Server vorzusehen. Die CPU 110 steuert und
kommuniziert mit den verschiedenen Elementen des Servers über den
Systembus 130, dessen Busstruktur vom Typ Speicherbus,
periphere Bus oder lokaler Bus ist und eine bestimmte Busarchitektur
aufweist.
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Der
Hauptspeicher 120 ist eine Computer-lesbare Speichereinrichtung,
die gewöhnlich durch
einen ROM und/oder einen RAM implementiert wird, um der CPU einen
schnellen Zugriff auf die Computer-lesbaren Programmbefehle und
Informationsdaten im Hauptspeicher zu gewähren. Der externe Speicher 160 ist
ein Computer-lesbares Medium, das einen nichtflüchtigen Speicher für die Computer-lesbaren
Programmbefehle und Informationsdaten vorsieht und gewöhnlich durch
eine magnetische oder optische Platte implementiert wird, die entweder stationär oder entfernbar
ist und mit dem I/O-Controller über
einen entsprechenden Plattenlaufwerk-Schaltungsaufbau verbunden
ist. Es ist zu beachten, dass der Server 100 verschiedene
andere Computer-lesbare Einrichtungen oder Medien, auf die durch
die CPU 110 zugegriffen werden kann und die Computer-lesbare
Computerprogrammbefehle und/oder Informationsdaten speichern können, umfasst
oder mit denselben verbunden ist.
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Mit
Bezug auf 2 wird im Folgenden eine Ausführungsform
der Erfindung ausführlicher
beschrieben. In 2 ist das digitale Funk-Kommunikationsnetz
ein GSM-Mobilfunknetz 200 (GSM = Global System for Mobile
Communication). Zwei der MSC-Switches (Mobile Service Switching
Centre) in dem GSM-Netz sind als MSC 205 und MSC 206 gezeigt.
Der MSC 206 kommuniziert mit einer mobilen Kommunikationsstation 210,
die hier ein mobiles Telefon ist, über ein Basisstationssystem
BSS 208 und eine GPRS- oder GSM-Funkschnittstelle. Der
MSC 206 verwaltet den Verkehr zu/von der mobilen Kommunikationsstation 210,
wobei es sich um eine Gespräch,
die Übertragung
einer Kurzmitteilung wie etwa einer SMS (Short Message Service)
oder einen anderen GSM-Verkehr handeln kann. Die SMS-Mitteilungen,
die bei der mobilen Kommunikationsstation 210 eingehen
und von dieser ausgehen, werden in einem SMS-Zentrum (SMS-C) 207 geschaltet.
Dieses SMS-Zentrum routet die SMS-Mitteilungen zu den entsprechenden Empfängern in Übereinstimmung
mit allgemein bekannten Techniken. Die zwischen dem BSS 208 und
der mobilen Kommunikationsstation 210 übertragenen SMS-Mitteilungen
werden entweder über
GSM-Signalisierungskanäle
oder auf GPRS-Verkehrskanälen übertragen.
Die Signalisierung zwischen dem SMS-C 207 und dem BSS 208 und
die Übertragung
der SMS-Mitteilungen zwischen dem BSS 208 und einem spezifischen
MSC in dem GSM-Netz 200 erfolgen alle in Übereinstimmung
mit dem Stand der Technik.
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In 2 ist
ein Server 250 operativ mit dem GSM-Netz 200 verbunden
und stellt verschiedene Dienste für Benutzer von mobilen Kommunikationsstationen 210 über das
GSM-Netz bereit. Der Server ist mit dem MSC 205 verbunden,
der den GSM-Verkehr zwischen dem Server und dem GSM-Netz verwaltet.
Der Server 250 hat weiterhin Zugriff auf eine Paketdatenverbindung 204,
die ihn mit dem SMS-C 207 verbindet. Eine beispielhafte
Architektur des Servers 250 wurde zuvor mit Bezug auf 1 beschrieben.
Vorzugsweise basiert die Implementierung des Servers 250 auf
der Internet Cellular Smart Access-Plattform (ICSA, die eine Marke
der Microsoft Corporation ist). Die ICSA-Plattform kann kommerziell
von der Microsoft Corporation bezogen werden. ICSA ist eine Systemplattform,
die es einem Betreiber ermöglicht,
eine Anzahl von mobilen Diensten für seine Teilnehmer bereitzustellen.
Zum Beispiel gehören
dazu die Dienste zum Senden und Empfangen von E-Mails unter Verwendung
einer mobilen Kommunikationsstation.
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Zu
den Grundfunktionen der ICSA-Plattform gehört die Fähigkeit, das Senden von SMS-Mitteilungen (Short
Message Service), die Benachrichtigungen in Bezug auf vorübergehend
in der ICSA-Plattform gespeicherte E-Mails enthalten. Wenn ein in
der ICSA-Plattform enthaltener Mail-Server eine an einen bestimmten
Benutzer adressierte E-Mail empfängt,
wird eine SMS-Mitteilung mit einer die E-Mail identifizierenden
Benachrichtigung zu einer mit der E-Mail-Adresse assoziierten mobilen
Kommunikationsstation 210 gesendet. Die SMS-Mitteilung wird über ein
SMS-C 207 in einem GSM-Netz 200 übertragen.
Unter Verwendung der Information in der Benachrichtigung kann der
Benutzer der mobilen Kommunikationsstation 208 die durch
das ICSA-System gespeicherte E-Mail abrufen. Die in der ICSA-Plattform
für das
Senden von Benachrichtigungen verantwortliche Einheit wird als Notification
Engine (NE) 260 bezeichnet. Die NE 260 kommuniziert
mit dem SMS-C 207 über
eine Paketdatenverbindung 204, die die NE 260 mit
der SMS-C 207 verbindet. Die Kommunikation folgt einem
durch das SMS-C 207 verwendeten Kommunikationsprotokoll.
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Weil
der Server 250 eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung implementiert, die auf der oben beschriebenen ICSA-Plattform
basiert, umfasst der Server 250 wie in 2 gezeigt
die oben genannte NE 260, aber auch eine Datenbank 275 in
einer ICSA-Plattform zum Speichern von E-Mails, SMS-Mitteilungen,
Teilnehmerinformation usw. Der Server 250 umfasst weiterhin
einen Mail-Server-Host-Prozess 270 wie etwa einen Prozess
in Übereinstimmung
mit dem SMTP-Protokoll (Simple Mail Transfer Protocol) oder einem
anderen ähnlichen
Protokoll zum Übertragen
von E-Mails zwischen Mail-Server-Hosts über einen Transportdienst wie
etwa TCP (Transmission Control Protocol) oder X.25. Vorzugsweise
umfasst der Server 250 auch einen Mail-Delivery-Prozess 280 wie
etwa einen Prozess in Übereinstimmung
mit den Protokollen POP3 (Post Office Protocol, Version 3) oder
IMAP4 (Internet Message Access Protocol, Version 4) oder einem anderen ähnlichen
Protokoll zum Übermitteln
von in einem Mail-Server gespeicherten E-Mails zu einem Mail-Client.
Der Mail-Server-Host-Prozess 270 und der
Mail-Delivery-Prozess 280 sind vorzugsweise implementiert,
um durch eine Hardware ausgeführt
zu werden, die der Hardware der ICSA-Plattform entspricht oder mit derselben
verbunden ist.
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Es
ist zu beachten, dass die vorliegende Erfindung für die Implementierung
und Verwendung in Verbindung mit einer beliebigen Anwendung angewendet
werden kann, die mit einem SMS-C eines beliebigen Herstellers über eine
Paket-Daten-Verbindung in Übereinstimmung
mit einem durch das SMS-C bereitgestellten Schnittstellenprotokoll
kommuniziert. Allgemein bieten SMS-Cs von verschiedenen Herstellern
dieselben Funktionen über
ihre Schnittstellenprotokolle. Es kann jedoch der Fall sein, das
verschiedene SMS-Cs eine etwas unterschiedliche Syntax in ihren
Schnittstellen für
dieselben Funktionen verwenden. Eine Anwendung dieser Art für die Kommunikation
mit einem SMS-C wird als External Short Message Entity (ESME) bezeichnet. Die
Notification Engine 260 in der Ausführungsform von 2 ist
ein Beispiel für
eine derartige ESME.
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Im
Folgenden wird ein beispielhafter Betriebsmodus für das Gesamtsystem
von 2 beschreiben, der den Betrieb in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst. Der einfacheren Darstellung
halber werden Bezugszeichen in Klammern verwendet, die auf 2 Bezug
nehmen und die in einem bestimmten Informations-/Datenfluss einbezogenen
Elemente angeben.
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Wenn
der SMTP-Prozess 270 eine E-Mail-Nachricht von einem mit
dem Server 250 verbundenen Netzwerk (nicht gezeigt) empfängt (1), wird
die empfangene E-Mail-Nachricht in der Datenbank 275 an
einer mit einer spezifischen Mailbox assoziierten Position gespeichert.
Die Mailbox entspricht der Adresse der empfangenen E-Mail-Nachricht
und nimmt einen Speicherraum in der Datenbank ein. Die Mailbox und
damit der Speicherraum werden einem Benutzer über ein E-Mail-Dienst-Abonnement
zugewiesen, das der Benutzer beim Betreiber des Servers 250 angefordert hat
und das mit einem Mobilfunk-Abonnement des Benutzers verbunden werden
kann. Bei Empfang der neuen E-Mail ruft die NE 260 die
Mobilteilnehmernummer, d. h. die MSISDN (Mobile Station Integrated Services
Digital Network)-Nummer
in Entsprechung zu der E-Mail-Adresse mittels einer in der Datenbank 275 gespeicherten
Nachschlagetabelle ab (3). Alternativ hierzu wird die Mobilteilnehmernummer
direkt aus der E-Mail-Adresse extrahiert, wenn die E-Mail-Adresse
mit der MSISDN als Präfix
zu der Netzwerkadresse des Servers 250 aufgebaut ist. Die NE 260 erstellt
weiterhin eine einzigartige Nummer für die spezifische Mailbox,
die die E-Mail-Nachricht unter allen in der spezifischen Mailbox
gespeicherten Nachrichten identifiziert. Diese einzigartige Nummer, die
mit der empfangenen E-Mail assoziiert ist, wird ebenfalls in der
Datenbank 275 gespeichert (4).
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Optional
umfasst der Server 250 einen POP3-Mail-Delivery-Prozess 280,
der Mailboxen verwaltet und mit dem SMTP-Prozess in Übereinstimmung
mit dem Fachmann bekannten Techniken kommuniziert. Wenn ein derartiger
POP3-Prozess oder sein Äquivalent
in dem Server enthalten ist, kann die normale Erzeugung von einzigartigen
Kennungen durch die vorliegende Erfindung verwendet werden. Jedoch
auch wenn ein POP3-Prozess vorhanden ist, liegt es vorzugsweise
weiterhin in der Verantwortung der NE, die einzigartigen Nummern
zu erzeugen. Der Grund hierfür
ist, dass das Format der einzigartigen Nummern dann die Implementierung
der Erfindung nicht einschränkt.
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Unabhängig davon,
ob die einzigartige Nummer durch die NE 260 erzeugt wird
oder aus einem modifizierten POP3-Prozess 280 stammt, leitet
die NE die Übertragung
einer SMS-Mitteilung
an die mobile Teilnehmernummer ein, die aus der E-Mail-Adresse abgeleitet
wurde. Die NE verwendet das durch das SMS-C 207 definierte
Schnittstellenprotokoll, um eine Anforderung über eine TCP/IP-Verbindung 204 an
den SMS-C-Knoten 207 zu senden und das SMS-C 207 zur
Erzeugung einer mobil terminierten SMS-Mitteilung anzufordern. Unabhängig davon,
welche Syntax dieses Schnittstellenprotokoll verwendet, umfassen
die aufzunehmenden Parameter eine Ursprungsadresse der SMS-Mitteilung,
eine Zieladresse der SMS-Mitteilung und eine Textkette, die durch
die Nutzinformation der SMS-Mitteilung zu übertragen und visuell für einen empfangenen
Benutzer an der Zieladresse anzuzeigen ist.
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Die
NE 260 ist eine ESME, d. h. eine SMS-C-Anwendung, und weist
als solche eine definierte Kontonummer auf, die innerhalb des SMS-C-Adressraums
einzigartig ist. Die erzeugte einzigartige Nummer wird als ein Suffix
an die Kontonummer angehängt,
und die resultierende Nummer wird als die Ursprungsadresse in der
Anforderung für die Übertragung
einer SMS-Mitteilung verwendet. Die Zieladresse der Anforderung
wird zusammen mit der abgerufenen MSISDN-Nummer und der Textkette
mit der für
den Benutzer der mobilen Kommunikationsstation anzuzeigenden Information,
d. h. in dieser Ausführungsform
mit der E-Mail-Betreffsinformation übertragen.
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Bei
Empfang der Anforderung erzeugt die SMS-C 207 eine SMS-Mitteilung
mit den Parametern und Routen (6) der SMS-Mitteilung an
die mobile Kommunikationsstation 210 in Übereinstimmung
mit der MSISDN-Nummer. Wenn der Benutzer der mobilen Kommunikationsstation 210 die
Textkette aus der empfangenen SMS-Mitteilung liest, wird er bemerken,
dass der Text aus einem E-Mail-Betreff besteht, wodurch er darüber benachrichtigt
wird, dass der E-Mail-Server 250 eine neue E-Mail erhalten
und in der Mailbox des Benutzers gespeichert hat.
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Der
Benutzer kann jetzt auf die gespeicherte E-Mail zugreifen, indem
er die Antwortfunktion der mobilen Kommunikationsstation 210 zum
Antworten auf die empfangene SMS-Mitteilung verwendet. Diese Operation
hat zur Folge, dass die Ursprungsadresse der empfangenen SMS-Mitteilung
als die Zieladresse der antwortenden SMS-Mitteilung verwendet wird.
Die antwortende SMS-Mitteilung umfasst eine Ursprungsadresse, die
der MSISDN der mobilen Kommunikationsstation 210 entspricht,
und möglicherweise
eine Textketten-Nutzinformation, die optional durch den Benutzer
unter Verwendung einer Tastatur oder eines Tastenfelds eingegeben
wird. Indem der Benutzer also auf die empfangene SMS-Mitteilung
antwortet, fordert er das SMS-C 207 auf (7), eine entsprechende
SMS-Mitteilung zu senden, indem er dem SMS-C die oben genannten
Parameter gibt. Aus der in dieser Antwort übermittelten Zieladresse schließt das SMS-C,
dass die erstellte SMS-Mitteilung zu der Anwendung geroutet werden
sollte, die eine der Zieladresse entsprechende Kontonummer aufweist.
Das zusätzliche
Suffix hat keinen Einfluss auf diese Operation, weil die aus der
Kontonummer + dem Suffix gebildete Zieladresse durch das SMS-C als
innerhalb des Adressbereichs der Kontonummer befindlich behandelt
wird.
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Das
SMS-C sendet (8) jetzt die erzeugte antwortende SMS-Mitteilung über die
Paketdatenverbindung 204 zu der Anwendung, d. h. zu der
NE 260. Bei Empfang der antwortenden SMS-Mitteilung extrahiert
die NE die MSISDN aus der Ursprungsadresse der SMS-Mitteilung und
die einzigartige Nummer aus dem Suffix der Zieladresse. Mit der
MSISDN identifiziert (9) die NE eine Mailbox in der Datenbank 275 und
mit der einzigartigen Nummer eine spezifische E-Mail in der Mailbox.
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Auf
diese Weise hat der Benutzer der mobilen Kommunikationsstation 210 eine
SMS-Mitteilung empfangen,
die den Benutzer über
eine neu empfangene und im Mail-Server gespeicherte E-Mail benachrichtigt.
Unter Verwendung der Antwortfunktion der mobilen Kommunikationsstation
hat der Benutzer Zugriff auf diese neue E-Mail erhalten.
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Die
NE 250 kann konfiguriert sein, um eine Anzahl von Aktionen
in Reaktion auf die Anforderung des Benutzers für einen Zugriff auf die E-Mail
durchzuführen.
Beispiele für
derartige Aktionen sind:
- – Senden der zugegriffenen
E-Mail in einer Anzahl von SMS-Mitteilungen an die Mobilstation über die
Paketdatenverbindung 204;
- – Erstellen
einer antwortenden E-Mail für
die zugegriffene E-Mail und Ausgeben einer Anforderung an den SMTP-Prozess 270,
um die antwortende E-Mail an den Ersteller der zugegriffenen E-Mail
zu senden;
- – Weiterleiten
der gespeicherten E-Mail an andere mobile Teilnehmer;
- – usw.
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Welche
Aktion die NE durchführt,
ist entweder vordefiniert oder wird durch den Benutzer bestimmt,
indem dieser ein entsprechendes Steuerzeichen in den Benutzertextteil
der antwortenden SMS-Mitteilung einfügt.
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Um
ein illustrierendes Beispiel für
den Gesamtbetrieb des Systems in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform
der Erfindung zu geben, wird im Folgenden ein typisches Beispiel
mit zugewiesenen Parameterwerten dargestellt.
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Es
soll angenommen werden, dass ein Benutzer namens Peter Smith eine
Mobilabonnement bei einem Betreiber namens Compolitan hat. Peters MSISDN
lautet gemäß dem nationalen
Nummerierungsplan 46708123456. Peter hat bei Compolitan außerdem einen
mobilen E-Mail-Dienst abonniert. Compolitan hat deshalb Peter ein
E-Mail-Konto auf seinem Mail-Server
eingerichtet und hat Peters MSISDN mit dem E-Mail-Konto assoziiert.
Weiterhin soll angenommen werden, dass Peters Freund Adam eine E-Mail-Nachricht
an Peter senden möchte.
In Abhängigkeit
von Compolitans Mail-Adressierungsschema adressiert Adam seine E-Mail
an Peter mit peter.smith@compolitan.se oder 46708123456@compolitan.se.
Wenn Adam seine E-Mail gesendet hat, geschieht folgendes:
- 1. Die mit der MSISDN 46708123456 assoziierte Mailbox
von Peter auf dem Server 250 von Compolitan empfängt eine
neue E-Mail.
Von: <adam@microsoft.com>
Betreff: <Heute Abend>
Text: <Bist Du zu Hause?/Adam>
- 2. Die NE 260 erzeugt eine Nummer, wie zum Beispiel
155, die einzigartig in Peters Mailbox ist und die empfangene E-Mail
identifiziert.
- 3. Die NE fügt
die einzigartige Nummer 155 als Suffix zu der Anwendungs-Kontonummer
hinzu, die der NE 260 durch das SMS-C 207 zugewiesen wurde.
Wenn die Kontonummer 332 ist, erzeugt die Hinzufügung des
Suffixes 155 die Nummer 322155. Wenn die NE die Anforderung an das SMS-C übermittelt,
um eine mobil terminierte SMS-Mitteilung zu senden, haben die Parameterfelder
der Anforderung den folgenden Inhalt:
SMS-Ursprungsadressdaten:
322115
SMS-Zieladressdaten: 46708123456
SMS-Textkörper: <adam@microsoft.com;
Heute Abend; Bist Du zu Hause?/Adam>
- 4. Das SMS-C 207 erzeugt die spezifizierte SMS-Mitteilung,
worauf dann die SMS-Mitteilung gesendet
und zu der mobilen Kommunikationsstation 210 in Übereinstimmung
mit der MSISDN des Zieladressdatenfelds der SMS-Mitteilung geroutet
wird.
- 5. Peter, der Benutzer der mobilen Kommunikationsstation 210,
empfängt
die SMS-Mitteilung
und entscheidet sich, diese zu lesen. Die Nutzinformation der SMS-Mitteilung,
d. h. die übermittelten Textdaten,
werden dann wie folgt angezeigt:
<adam@microsoft.com; Heute Abend; Bist
Du zu Hause? /Adam>
- Wenn die mobile Kommunikationsstation die Syntax der empfangenen
Textdaten interpretieren kann, werden diese wie folgt angezeigt:
Von: <adam@microsoft.com>
Betreff: <Heute Abend>
Text: <Bist Du heute Abend
zu Hause?/Adam>
- 6. Peter entscheidet sich, eine Antwort zu schreiben; er wählt deshalb
die Antwortfunktion der mobilen Kommunikationsstation und gibt den
Antworttext ein. Wenn die Station die Anforderung an das SMS-C übermittelt,
um eine antwortende SMS-Mitteilung mobilen Ursprungs zu senden, haben
die Parameterfelder der Anforderung den folgenden Inhalt:
SMS-Ursprungsadressdaten:
46708123456
SMS-Zieladressdaten: 322155
SMS-Textkörper: <Ja, aber nicht vor
9 Uhr>
- 7. Die SMS-C 207 erzeugt die spezifizierte SMS-Mitteilung.
Aus den Zieladressdaten wird geschlossen, dass das Ziel eine Anwendung
mit der Kontonummer 332 ist. Die einzigartige Nummer 155,
die indirekt durch die mobile Kommunikationsstation zurückgegeben
wird, wenn diese auf eine empfangene SMS-Mitteilung antwortet, ist
aus der Sicht der SMS-Cs eine überflüssige Information,
weil sie als innerhalb des Adressbereichs des Kontos 332 behandelt
wird. Diese zurückgegebene
einzigartige Nummer ist jedoch Teil der Zieladressdaten und wird
in die Zieladressdaten der erzeugten SMS-Mitteilung eingefügt, die an
die Anwendung mit der Kontonummer 332 gesendet wird.
- 8. Die NE 260, d. h. die Anwendung mit der Kontonummer 332 auf
dem SMS-C, empfängt
die mobile versandte SMS-Mitteilung. Die NE extrahiert die MSISDN
46708123456 aus dem Ursprungsadressdatenraum der SMS-Mitteilung
und kann so die entsprechende Mailbox in der Datenbank 275 identifizieren.
Die NE extrahiert weiterhin die einzigartige Nummer 155, indem sie
das an die Kontonummer angefügte
Suffix in dem Zieladressdatenraum liest. Mit dieser einzigartigen
Kennung wird die entsprechende E-Mail in der spezifischen Mailbox
identifiziert.
- 9. Die NE 260 erstellt eine E-Mail-Antwort auf die identifizierte
E-Mail. Der Text der antwortenden E-Mail wird aus dem Textteil der
empfangenen SMS-Mitteilung mobilen Ursprungs extrahiert, und der
SMTP-Prozess wir aufgefordert, die folgende E-Mail zu senden:
Von: <peter.smith@compolitan.se>
Betreff: <RE: Heute Abend>
Text: <Ja, aber nicht vor
9 Uhr>
-
Auf
diese Weise hat Peter, der Benutzer der mobilen Kommunikationsstation,
erfolgreich eine E-Mail-Antwort auf eine an ihn über z. B. das Internet adressierte
E-Mail erstellt und gesendet, ohne dass er einen Zugang zum Interne
benötigt
und außerdem mobil
bleiben kann.
-
Die
Erfindung wurde mit Bezug auf eine beispielhaft Ausführungsform
auf der Basis eines GSM-Systems mit einem SMS-Dienst beschrieben, wobei
die beschriebene Ausführungsform
jedoch den durch die beigefügten
Ansprüche
definierten Erfindungsumfang nicht einschränkt. Vielmehr ist die vorliegende
Erfindung gut für
ein beliebiges digitales Funk-Kommunikationsnetz
geeignet, das einen Mitteilungs-basierten Dienst für seine
verbundenen Mobilbenutzer bereitstellt.
-
Der
Fachmann kann also viele Änderungen, Modifikationen
und ähnliches
vornehmen, ohne dass dadurch der Erfindungsumfang verlassen wird.