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Die Erfindung betrifft ein Werkzeug
zum Einsetzen und Abziehen von Reifenwülsten in und von deren Rückhaltesitzen
jeweiliger Radfelgen, wobei die Unversehrtheit der Wülste unabhängig von
dem Nenndurchmesser der Radfelgen erhalten bleibt.
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Es ist bekannt, dass moderne Reifendemontagemaschinen,
die typischerweise für
Auto- und andere Leichtfahrzeugräder
und für
Motorradräder
vorgesehen sind, unter anderem eine zum Arretieren der Radfelgen
vorgesehene gewöhnliche
horizontale, selbstzentrierende Einheit, und ein darüber liegendes
Werkzeug zur Montage und Demontage der jeweiligen Reifen aufweisen,
wobei dieses zwischen der Wulstrückhaltekante
der Radfelge und dem Reifenwulst wirkt.
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Das Werkzeug kann sowohl vertikal
als auch horizontal reguliert werden, um seine Betriebsposition
an Radfelgen mit verschiedenen Breiten und Durchmessern anzupassen.
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Das Werkzeug wird insbesondere von
einer in der Höhe
gleitend bewegbaren Vertikalstange getragen, die von einem oben
auf einer hinter der selbstzentrierenden Einheit angeordneten Säule gleitend
bewegbar angebrachten Horizontalarm getragen wird.
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Genauer ausgedrückt besteht das Werkzeug aus
einem quer zu der Stange zu positionierenden länglichen profilierten, einstückigen Körper, der
zwei jeweils beiderseits der Stange positionierte, aktive Abschnitte
aufweist.
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Einer der aktiven Abschnitte ist
in der Praxis als Klinge oder Zunge ausgebildet, die praktisch koplanar
mit der oberen Wulstrückhaltekante
der auf der selbstzentrierenden Einheit arretierten Radfelge verlaufen
soll, wobei der andere einen im Wesentlichen halbkugelförmigen Kopf
bildet, welcher der Wulstrückhaltekante
gegenüberliegen,
und einen auf der von der Klinge oder Zunge belegten Seite gegenüberliegenden
Seite hervorstehenden Höcker
bilden soll.
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Der Zweck des Höckers besteht darin, den Träger- und
Drehbereich für
die von Reifenmontagepersonal normalerweise beim Außereingriffbringen der
Wülste
von den Wulstrückhaltesitzen
auf den jeweiligen Radfelgen verwendeten Wulsthebel bereitzustellen.
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Wie erwähnt, weisen diese bekannten
Werkzeuge die Form eines einstückigen
Körpers
auf, der sich aus den folgenden Gründen als nicht zufriedenstellend
erwiesen hat.
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In dieser Hinsicht bedeutet die einstückige Werkzeugkonstruktion,
da Radfelgen von modernen Fahrzeugen und Motorradrädern sehr
unterschiedliche Nenndurchmesser aufweisen, dass die Zunge oder
der Höcker
auf den bekannten Werkzeugen oftmals eine Arbeitsposition im Verhältnis zu
der Radfelge einnimmt, die von dem für ein leichtes und korrektes
Abziehen und Einsetzen der jeweiligen Reifenwülste erforderlichen Optimum
entfernt ist.
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Unter besonderer Bezugnahme auf das
Abziehen eines Wulstes von der jeweiligen Kante seiner Radfelge
handelt es sich bei der optimalen Position des Werkzeuges zu der
Radfelge um diejenige, in welcher der Trägerhöcker für den Wulsthebel praktisch
parallel zu der geraden Linie verläuft, die sich tangential zu
dem Bereich der Wulstrückhaltekante erstreckt,
und sich in der Nähe
des Höckers
befindet, wobei die Klinge unter der Wulstrückhaltekante mit einer Distanz
in derselben Größenordnung
wie die Radialabmessung des Wulstes hindurchgeht.
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Bekannte Werkzeuge können eine
nahe an dem zuvor erwähnten
Optimum liegende Arbeitsstellung nur in einem Teilbereich möglicher
Radfelgennenndurchmesser, zum Beispiel bei mittelgroßen und großen Durchmessern
einnehmen, während
ihre Arbeitsposition selbst bei anderen Durchmessern innerhalb des
Bereiches, zum Beispiel bei mittleren und kleinen Durchmessern,
in großem
Umfang von dem Optimum abweicht.
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Insbesondere dann, wenn das Werkzeug
im Verhältnis
zu einem Kreis mit relativ kleinem Durchmesser nicht richtig positioniert
ist, ist der jeweilige Höcker
von der geraden Linie nach außen
tangential zu dem Bereich der Wulstrückhaltekante hinter dem Höcker geneigt,
und die Klinge erstreckt sich um eine Distanz über das Ende der Wulstrückhaltekante
hinaus, die im Vergleich zu derjenigen bei Radfelgen mit mittleren
und relativ großen
Nenndurchmessern relativ groß ist.
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Die Neigung des Höckers hat eine entsprechende
Beabstandung des jeweiligen Trägerbereiches
für den
Wulsthebel weg von dem Wulstrückhaltekante
der Radfelge zur Folge, wobei hierdurch ein Problem verursacht wird,
wenn der Wulst auf den halbkugelförmigen Kopf des Werkzeuges
angehoben werden muss, um es zum Abziehen zu positionieren.
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In dieser Hinsicht muss auf Grund
der Tatsache, dass die Neigung des Höckers die Distanz seines freien
Endes von der Wulstrückhaltekante
erhöht,
und dass zum Anheben des Wulstes auf den Kopf durch den Wulsthebel
der Wulst jenseits des freien Endes des Höckers hindurchgehen muss, der Wulst
in einem größeren Umfang
verformt werden, als dies der Fall wäre, wenn der Höcker wie
zuvor erwähnt,
richtig positioniert wäre.
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Zusätzlich zu der Tatsache, dass
hierfür
eine beträchtliche
Kraftausübung
durch den Reifenmonteur erforderlich ist, kann hierdurch der Wulst
Probleme bekommen und/oder übermäßig beansprucht werden,
was mög liche
Beschädigungen
wie zum Beispiel Dehnung, örtliche
Schwächung
und Rissbildung zum Ergebnis haben kann.
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Andere mögliche, örtliche Schäden können auch vom Ansetzen des
Wulsthebels insbesondere von der Schwingung herrühren, die der Hebel dann ausführt, wenn
er ausgehend von seiner Querausrichtung, die durch die Verkeilung
seiner Enden zwischen dem Wulst und der jeweiligen Wulstrückhaltekante
festgelegt ist, mit Kraft gegen den Höcker gezogen wird, der wie
beschrieben in Richtung der Tangente geneigt ist, die durch den
Abschnitt der an dem Höcker
positionierten Wulstrückhaltekante
hindurch verläuft.
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Diese Probleme legen eine besondere
Bedeutung für
schlauchlose Reifen nahe.
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Darüber hinaus kann die freie Kante
der Klinge mit der Seitenwand des Reifens in dem Moment kollidieren,
in dem der obere Wulst von der jeweiligen Wulstrückhaltekante einer Radfelge
mit relativ kleinem Durchmesser abgezogen wird, wobei sich die Klinge,
wie beschrieben, um eine relativ große Distanz über das Ende der Wulstrückhaltekante
hinaus erstreckt, was ein nachteiliges Reiben zwischen den beiden
während
der Drehung der selbstzentrierenden Einheit zur Folge hat.
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Folglich tritt bei einer in Bewegung
befindlichen selbstzentrierenden Einheit eine ähnliche Reibung auch zwischen
der Seitenwand des Reifens und der Klinge während dem Einsetzen des unteren Wulstes,
und zwischen der Seitenwand und dem freien Ende des Höckers während des
Abziehens des unteren Wulstes auf.
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Ein Werkzeug mit den oben erwähnten Merkmalen
ist aus der
US 5,472,034 bekannt.
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Bei einem Versuch, dieses Problem
zu beseitigen, haben einige Parteien einschließlich des Anmelders Werkzeuge
vorgeschlagen, die wiederum aus einem wie in der Einleitung spezifizierten
einstückigen
Körper
bestehen, die dazu bestimmt sind, am Ende einer Vertikalstange so
positioniert zu werden, dass ihre Winkelposition reguliert werden
kann.
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Diese Werkzeuge weisen insbesondere
ein in genauer Passung auf einem unteren zylindrischen Endschaft
der Stange anzubringendes Zwischenrohr auf, welches mittels geeigneter
Einrichtungen, wie zum Beispiel einer Ringmutter oder dergleichen,
an demselben arretiert wird.
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Zusätzlich ist der Schaft mit einer
Oberflächenabflachung
und mit zwei aneinandergrenzenden Querdurchgangsschrauben versehen,
deren Spitzen mit der Oberflächenabflachung
in Kontakt stehen.
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Um das Werkzeug in eine oder die
andere Richtung zu schwenken, muss zuerst eine der Schrauben gelockert,
und dann die andere fest angezogen werden.
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Diese Lösung hat sich jedoch zumindest
aus den folgenden zwei Gründen
als nicht zufriedenstellend erwiesen.
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Der erste besteht in der Tatsache,
dass die Lockerungs- und Festschraubvorgänge relativ langwierig und
kompliziert sind.
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Der zweite besteht in der Tatsache,
dass wenn das Werkzeug einstückig
ausgeführt
ist, seine zwei einander gegenüberliegenden
aktiven Abschnitte nicht unabhängig
voneinander regulierbar sind, was dazu führt, dass wenn eines davon
korrekt positioniert ist, das andere eine nachteilige Position einnehmen
kann.
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Im Wesentlichen kann die Klinge übermäßig von
dem Ende der Wulstrückhaltekante
hervorstehen, wenn der Höcker
praktisch parallel zu der Tangente ausgerichtet ist, die durch den
Teil des in der Nähe
des Höckers
liegenden Kreises verläuft,
und wenn die Klinge so positioniert ist, dass sie jenseits des Endes
in einer Distanz in derselben Größenordnung
wie die Radialabmessung des Wulstes hindurchgeht, kann der Höcker nachteilig
zu der Tangente geneigt sein, was die zuvor erwähnten Nachteile mit sich bringt.
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In diesem spezifischen Sektor besteht
daher in großen
Bereichen ein Bedürfnis
nach einem Werkzeug, das in der Lage ist, das zuvor erwähnte Problem
zu beseitigen, ohne dass zwei oder mehr Reifendemontagemaschinen
verwendet werden müssen,
wovon jede ein für
einen spe zifischen Teil des Bereiches aktueller Radfelgennenndurchmesser
geeignetes Werkzeug aufweist.
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Die Hauptaufgabe der vorliegenden
Erfindung besteht genau genommen in der Erfüllung dieser Anforderung im
Rahmen einer einfachen, rationalen, wirtschaftlichen, zuverlässigen und
haltbaren Konstruktion.
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Die Aufgabe wird durch die in den
Ansprüchen
aufgeführten
Merkmale gelöst.
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Allgemein ausgedrückt wird die Aufgabe durch
die Bereitstellung eines Werkzeuges in Form eines Systems mit variabler
Form gelöst,
welches je nach Erfordernis auf der Basis des Nenndurchmessers der
Radfelge regulierbar ist, die in dem Moment auf der selbstzentrierenden
Einheit einer Reifendemontagemaschine arretiert ist.
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Sie weist insbesondere, wie nachfolgend
offensichtlicher wird, zwei Teile auf, wovon eines die Klinge und
das andere den Kopf mit seinem Höcker trägt, wobei
diese mit zwei koaxialen ringförmigen Elementen
oder Naben versehen sind, die auf dem zylindrischen Endschaft der
Werkzeughalterstange angebracht, und so stabil miteinander verbunden sind,
das ihre gegenseitige Ausrichtung regulierbar ist.
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Mindestens eines der zwei Teile kann
mit der gewünschten
Ausrichtung gegen Drehbewegungen an dem Schaft arretiert werden.
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Mittels der zuvor erwähnten Lösung werden alle
Aufgaben der Erfindung gelöst,
wie nachfolgend offensichtlich werden wird.
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Die baulichen Merkmale und Vorteile
der Erfindung werden an Hand der unter Bezugnahme auf die Figuren
der dazugehörigen
Zeichnungen folgenden detaillierten Beschreibung offensichtlich,
die einige besonders bevorzugte Ausführungsformen derselben mittels
eines nicht begrenzenden Beispiels veranschaulichen.
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1 ist
eine perspektivische Explosionsansicht, die eine erste Ausführungsform
der Erfindung darstellt.
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2 ist
eine Schnitt-Hinteransicht (unter Bezugnahme auf ihre aktiven Abschnitte),
die das Werkzeug von 3 in
montierter Konfiguration darstellt.
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3 ist
ein Schnitt auf Linie III-III von 2 in
einem kleineren Maßstab,
die das Werkzeug in einer zur Bearbeitung von Radfelgen mit einem
relativ großen
Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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4 ist
eine der vorangegangenen ähnliche
Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem mittleren
Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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5 ist
eine 3 und 4 ähnliche Ansicht, die das Werkzeug
in der für
Radfelgen mit einem relativ klei nen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration
darstellt.
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6 ist
eine Schnitt-Hinteransicht, die eine zweite Ausführungsform der Erfindung darstellt.
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7 ist
ein Teil des Schnittes auf der Linie VII-VII von 6.
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8 ist
ein Schnitt auf Linie VIII-VIII von 6,
die das Werkzeug in der für
Radfelgen mit einem relativ großen
Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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9 ist
eine der vorangegangenen ähnliche
Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ
kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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10 ist
ein Aufriss einer dritten Ausführungsform
der Erfindung.
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11 ist
ein Schnitt auf der Linie XI-XI von 10.
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12 ist
ein Schnitt auf Linie XII-XII von 10,
die das Werkzeug in der für
Radfelgen mit einem relativ großen
Nenndurchmesser und in der für Radfelgen
mit einem relativ kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration
jeweils durch Volllinien und gestrichelte und gepunktete Linien
darstellt.
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13 ist
eine Schnitt-Hinteransicht, die eine vierte Ausführungsform der Erfindung darstellt.
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14 ist
eine Teilansicht in Richtung XIV von 13.
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15 ist
ein Schnitt auf Linie XV-XV von 13,
die das Werkzeug in der für
Radfelgen mit einem relativ großen
Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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16 ist
eine der vorangegangenen ähnliche
Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ
kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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17 ist
eine 14 ähnliche
Ansicht, die eine Variante der in der letzteren Figur dargestellten Ausführungsform
darstellt.
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18 ist
ein Schnitt auf Linie XVIII-XVIII von 17,
die das Werkzeug in der für
Radfelgen mit einem relativ großen
Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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19 ist
eine der vorangegangenen ähnliche
Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ
kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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20 ist
eine 17 ähnliche
Ansicht, die eine weitere Variante darstellt.
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21 ist
ein Schnitt auf Linie XXI-XXI von 17,
die das Werkzeug in der für
Radfelgen mit einem relativ großen
Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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22 ist
eine der vorangegangenen ähnliche
Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ
kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
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Aus den Figuren ist ersichtlich,
dass das betroffene Werkzeug auf dem unteren Ende einer gewöhnlichen
höhenregulierbaren
vertikalen, prismatischen Stange 1 zu positionieren ist,
die über
einer ebenso gewöhnlichen
selbstzentrierenden Einheit (nicht dargestellt) einer Reifendemontagemaschine positioniert
ist.
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Die Stange kann auf bekannte Art
und Weise nicht nur in der Höhe,
sondern auch radial um die vertikale Achse (in 3 bis 5 mit 100 angegeben)
reguliert werden, um welche sich die selbstzentrierende Einheit
dreht.
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An dem unteren Ende der Stange 1 ist
ein zylindrischer Schaft 2 zur Aufnahme des Werkzeuges der
Erfindung mit genauer Passung vorgesehen.
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Bei allen veranschaulichten Ausführungsformen
weist das Werkzeug zwei Teile 20 und 22 mit zwei
auf dem Schaft 2 zu montierenden koaxialen Naben 200 und 220 auf,
auf der sie zwischen der Schulter oben auf dem Schaft 2 und
einer mittels einer Schraube 4 an dem Ende des Schaftes 2 befestigten
Unterlegscheibe 3 liegen.
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Die zwei Naben 200 und 220 sind
zwischen der Schulter und der Unterlegscheibe 3 nicht fest
gegeneinander angezogen, sondern werden stattdessen so in gegenseitigem
Kontakt gehalten, dass sie um die Längsachse der Stange 1 drehbar
sind, ohne dass besonders viel Kraft benötigt wird.
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Das Teil 20 weist einen
ersten aktiven Abschnitt gewöhnlicher
Art auf, der in den Figuren mit 5 angegeben, und nachfolgend,
wie in der Einleitung erwähnt,
als Klinge oder Zunge bekannt ist, und das Teil 22 ist
mit einem zweiten aktiven Abschnitt ebenfalls gewöhnlicher
Art versehen, der einen auf einer freilaufenden kegelförmigen Rolle 7 ruhenden
halbkugelförmigen
Kopf 6 aufweist, und einen hervorstehenden Höcker 8 trägt.
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Die Funktion der Zunge 5,
des Kopfes 6, der Rolle 7 und des Höckers 8 ist
bekannt. Es reicht aus zu bemerken, dass diese beim Zurückziehen
oder Einsetzen eines Reifenwulstes wie in der Einleitung beschrieben,
und wie in 3 bis 5 dargestellt positioniert
werden, wobei es sich in der Praxis um schematische Draufsich ten
einer selbstzentrierenden Einheit mit vertikaler Achse 100 handelt.
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Gemäß der ersten Ausführungsform
können die
Winkelpositionen der zwei Teile 20 und 22 des Werkzeuges
im Verhältnis
zu dem Schaft 2 wie ein Kompass reguliert werden.
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Zu diesem Zweck erstrecken sich von
den einander gegenüberliegenden
Umfangskanten der Naben 200 und 220 zwei Abschnitte
in Form eines zylindrischen Segmentes mit einer Ausdehnung von weniger
als 180°,
wobei die Segmente jeweils mit 23 und 24 angegeben
sind. Die Abschnitte 23 und 24 weisen dieselbe
Höhe auf,
so dass zwischen ihren einander gegenüberliegenden Seiten zwei Spalte
zur Aufnahme der nachfolgend beschriebenen Regeleinheit festgelegt
sind.
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Diese weist eine Gewindestange 25 auf,
die in ein in dem Schaft 2 vorgesehenes Quergewindeloch 250 eingeschraubt
wird, und durch die Spalte zwischen den Seiten hindurchgeht.
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Auf den gegenüberliegenden Enden der Gewindestange 25 sind
ein erster 26 und ein zweiter Druckausübungskonus 27 angeordnet,
deren kleinere Grundrisse dem Schaft 2 gegenüberliegen,
wobei ihre geneigten Flächen
ständig
mit den vertikalen Kanten der Spalte (siehe 3 bis 5)
in Kontakt stehen.
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Die Stange 25 weist einen
gerändelten
Betätigungsknauf 28 und
eine Klemmmutter 29 auf.
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Beim Drehen der Stange 25 in
einer Richtung oder in die andere, erfährt sie eine entsprechende
Axialverschiebung (siehe 3 bis 5), wodurch sich dann, wenn
ein Konus wie zum Beispiel 27, zunehmend zwischen den jeweiligen,
einander gegenüberliegenden
Seiten der Abschnitte 23 und 24 eingefügt wird,
der gegenüberliegende
Druckausübungskonus,
wie zum Beispiel 26, von der ge-genüberliegenden Seite zurückzieht.
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Gleichzeitig drehen sich die zwei
Teile 20 und 22 des Werkzeuges um den Schaft 2 in
eine oder die andere Richtung um denselben Winkel, jedoch in entgegengesetzte
Richtungen.
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Durch diese Einrichtung kann der
Reifenmonteur die Form des Werkzeuges an den Nenndurchmesser der
Radfelge anpassen, auf oder von welcher der Reifen montiert oder
demontiert werden muss, wie in 3 bis 5 dargestellt.
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In 3 geben
die Bezugszeichen 70 und 77 eine Radfelge mit
relativ großem
Nenndurchmesser D3, und die jeweilige obere
Wulstrückhaltekante an.
In 4 geben die Bezugszeichen 80 und 88 eine
Radfelge mit einem mittleren Nenndurchmesser D2,
und die jeweilige obere Wulstrückhaltekante
an, und in 5 geben die
Bezugszeichen 90 und 99 eine Radfelge mit relativ kleinem
Nenndurchmesser D1, und die jeweilige obere
Wulstrückhaltekante
an.
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Es ist auch eine gebogene Schließplatte 21 (siehe 1 und 3–5) vorgesehen, die starr
mit dem Teil 22 verbunden ist, deren Zweck im Verschließen des
zwischen den zwei Teilen 20 und 22 (siehe 4 und 5) ausgebildeten Spaltes besteht, um
das Eintreten von Fremdkörpern
zwischen dieselben zu verhindern.
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Mittels dieser Regulierung können die
Werkzeugklinge 5 und der Höcker 8 in der zum
Abziehen oder Einsetzen eines Wulstes am besten geeigneten Position
angeordnet werden, wobei der Höcker 8 insbesondere
praktisch tangential zu der Wulstrückhaltekante 77 oder 88 oder 99 angeordnet,
und die äußere freie
Kante der Klinge 5 so positioniert werden kann, dass sie über das
Ende der Wulstrückhaltekante 77 oder 88 oder 99 um
eine Distanz in derselben Größenordnung
wie die Radialabmessung des Wulstes hinausgeht.
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Gemäß der in 6 bis 9 dargestellten
zweiten Ausführungsform
wird die Winkelposition der Werkzeugteile 20 und 22 durch
die folgenden Einrichtungen reguliert.
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Diese umfassen eine Spindel 30,
die in einem in dem Schaft 2 vorgesehenen Querdurchgangsloch
drehbar angebracht ist, und einen gerändelten End-Bediengriff 280 für dessen
Bedienung aufweist.
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Die Spindel 30 trägt zwei
identische elliptische, um 90° versetzte
Zapfen 31 und 32, die innerhalb der durch die
Paare einander gegenüberliegender
Seiten festgelegten Spalte der bereits beschriebenen Abschnitte 23 und 24 aufgenommen
sind.
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Die einander gegenüberliegenden
Seiten der zwei Zapfen 31 und 32 sind in einer
praktisch dem Durchmesser des Schaftes 2 entsprechenden
Distanz voneinander beabstandet, so dass die Spindel 30 in
Axialrichtung arretiert ist.
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Die Drehung der Spindel 30 in
einer oder der anderen Richtung hat eine gleichzeitige Drehung der zwei
Werkzeugteile 20 und 22 in entgegengesetzten Richtungen
zum Ergebnis, die jede beliebige Position zwischen den zwei in 8 und 9 dargestellten Positionen einnehmen
können,
die jeweils den in 3 und 5 dargestellten entsprechen.
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Gemäß der in 10, 11 und 12 dargestellten dritten
Ausführungsform
können
die zwei Werkzeugteile 20 und 22 im Verhältnis zueinander,
und unabhängig
zu der Stange 1 reguliert werden.
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Wie in 11 dargestellt,
ist die mittels einer Schraube 4 befestigte Unterlegscheibe 3 an
dem unteren Ende des Schaftes 2 vorgesehen. Die Naben 200 und 220 der
Werkzeugteile 20 und 22 sind auf dem Schaft 2 angebracht.
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In dieser Version fehlen die Abschnitte 23 und 24,
während
die untere Kante der Stange 1, beide Kanten der Nabe 200 und
die obere Kante der Nabe 220 mit jeweils mit 661 und 662 angegebenen, zueinander
passenden Zähnen
versehen sind.
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Zur Regulierung der Winkelposition
eines oder beider Werkzeugteile 20 und 22 wird
die Schraube 4 um einen ausreichenden Betrag gelockert,
dann wird eines oder beide Werkzeugteile 20 und 22 um
den gewünschten
Betrag gedreht, und schließlich
wird die Schraube wieder festgezogen.
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In 12 ist
das Werkzeug in seiner Konfiguration für Radfelgen mit einem relativ
großen Nenndurchmesser
und in seiner für
Radfelgen mit einem relativ kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration
jeweils durch Volllinien und gestrichelte und gepunktete Linien
darstellt.
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Gemäß der in 13 bis 16 dargestellten vierten
Ausführungsform,
und gemäß einer
ersten (17 bis 19) und einer zweiten (20 bis 22) Variante der vierten Ausführungsform
sind die Werkzeugteile 20 und 22 jeweils über die
Naben 200 und 220 freilaufend auf dem Schaft 2 angebracht.
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Entlang der sich gegenseitig berührenden Kanten
der Naben 120 und 220 sind zwei beiderseits eines
in dem Schaft 2 gefrästen
Schlitzes 52 positionierte Aussparungen 50 vorgesehen.
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In 13 bis 16 weisen die Einrichtungen zur
Regulierung der Werkzeugteile 20 und 22 zwei durchlöcherte Ansätze 54 auf,
die an den Aussparungen 50 an einer Nabe 200 und
der anderen Nabe 220 befestigt sind, und jeweils eine freilaufende
Kugel 56 mit einem Gewindedurchgangsloch tragen.
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Die Gewinde der Löcher sind gegenläufig, wobei
in diesen Gewinden die gegenläufigen
Gewinde einer tangential zu den Naben 200 und 220 positionierten
Gewindestange 58 in Eingriff gehen.
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Die Gewindestange 58 ist
auch mit einem gerändelten,
zentralen Betätigungsrad 580 versehen,
dessen hinterer Abschnitt teilweise in den Schlitz 52 eingesetzt
ist.
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Bei der Variante von 17 bis 19 stehen die
mit gegenläufigen
Gewinden versehenen Enden der Stange 58 mit den Gewinden
der zwei Gewindequerdurchgangslöcher
in Eingriff, die in dem zentralen Teil von zwei Zylindern 62 vorgesehen
sind.
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Die Zylinder 62 sind freilaufend
innerhalb jeweils parallel zu den Naben 200 und 220 befestigter Hülsen 64 angeordnet,
die beiderseits des gefrästen Schlitzes 52 parallel
zu den Naben 200 und 220 angeordnet sind, um die
horizontale Kontaktebene der Naben zu spreizen, und weisen geeignete
seitliche Schlitze 680 auf, um die Gewindestange 58 zum
Drehen zu veranlassen.
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Schließlich sind bei der Variante
von 20 bis 22 zwei beiderseits der Nabenkontaktebene
positionierte Hülsen 640 an
den Naben 200 und 220 befestigt.
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Mit jeder Hülse 640 ist ein Zylinder 620 mit zwei
Abschnitten mit unterschiedlichem Außendurchmesser ( 22) verbunden, wovon derjenige
mit dem geringeren Durchmesser jeweils innerhalb der Hülse 640 untergebracht
ist, und dort von einer Endschraube 621 zurückgehalten
wird, und wobei der andere ein Gewindequerdurchgangsloch aufweist, mit
welchem jeweils der Endabschnitt der Regulierungsschraube 58 in
Eingriff geht.
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Der Betrieb der zuvor beschriebenen
vierten Ausführungsform
und ihrer zwei Varianten ist an Hand des in den jeweiligen Figuren
und des zuvor Beschriebenen ersichtlich.
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Die Vorzüge und Vorteile der Erfindung
gehen klar aus dem Vorangegangenen und aus einer Prüfung der
Figuren hervor.