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DE60102977T2 - Werkzeug für das Montieren und Demontieren von Reifen auf und von Radfelgen - Google Patents

Werkzeug für das Montieren und Demontieren von Reifen auf und von Radfelgen Download PDF

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DE60102977T2
DE60102977T2 DE60102977T DE60102977T DE60102977T2 DE 60102977 T2 DE60102977 T2 DE 60102977T2 DE 60102977 T DE60102977 T DE 60102977T DE 60102977 T DE60102977 T DE 60102977T DE 60102977 T2 DE60102977 T2 DE 60102977T2
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DE
Germany
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hubs
tool
shaft
tool according
sections
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60102977T
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DE60102977D1 (de
Inventor
Giuliano Vignoli
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S I C E SOC IT COSTRUZIONI ELE
Sice Italiana Costruzioni Elettromeccaniche SpA Correggio Emilia Soc
Original Assignee
S I C E SOC IT COSTRUZIONI ELE
Sice Italiana Costruzioni Elettromeccaniche SpA Correggio Emilia Soc
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Publication of DE60102977D1 publication Critical patent/DE60102977D1/de
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Publication of DE60102977T2 publication Critical patent/DE60102977T2/de
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Testing Of Balance (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)
  • Tires In General (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Einsetzen und Abziehen von Reifenwülsten in und von deren Rückhaltesitzen jeweiliger Radfelgen, wobei die Unversehrtheit der Wülste unabhängig von dem Nenndurchmesser der Radfelgen erhalten bleibt.
  • Es ist bekannt, dass moderne Reifendemontagemaschinen, die typischerweise für Auto- und andere Leichtfahrzeugräder und für Motorradräder vorgesehen sind, unter anderem eine zum Arretieren der Radfelgen vorgesehene gewöhnliche horizontale, selbstzentrierende Einheit, und ein darüber liegendes Werkzeug zur Montage und Demontage der jeweiligen Reifen aufweisen, wobei dieses zwischen der Wulstrückhaltekante der Radfelge und dem Reifenwulst wirkt.
  • Das Werkzeug kann sowohl vertikal als auch horizontal reguliert werden, um seine Betriebsposition an Radfelgen mit verschiedenen Breiten und Durchmessern anzupassen.
  • Das Werkzeug wird insbesondere von einer in der Höhe gleitend bewegbaren Vertikalstange getragen, die von einem oben auf einer hinter der selbstzentrierenden Einheit angeordneten Säule gleitend bewegbar angebrachten Horizontalarm getragen wird.
  • Genauer ausgedrückt besteht das Werkzeug aus einem quer zu der Stange zu positionierenden länglichen profilierten, einstückigen Körper, der zwei jeweils beiderseits der Stange positionierte, aktive Abschnitte aufweist.
  • Einer der aktiven Abschnitte ist in der Praxis als Klinge oder Zunge ausgebildet, die praktisch koplanar mit der oberen Wulstrückhaltekante der auf der selbstzentrierenden Einheit arretierten Radfelge verlaufen soll, wobei der andere einen im Wesentlichen halbkugelförmigen Kopf bildet, welcher der Wulstrückhaltekante gegenüberliegen, und einen auf der von der Klinge oder Zunge belegten Seite gegenüberliegenden Seite hervorstehenden Höcker bilden soll.
  • Der Zweck des Höckers besteht darin, den Träger- und Drehbereich für die von Reifenmontagepersonal normalerweise beim Außereingriffbringen der Wülste von den Wulstrückhaltesitzen auf den jeweiligen Radfelgen verwendeten Wulsthebel bereitzustellen.
  • Wie erwähnt, weisen diese bekannten Werkzeuge die Form eines einstückigen Körpers auf, der sich aus den folgenden Gründen als nicht zufriedenstellend erwiesen hat.
  • In dieser Hinsicht bedeutet die einstückige Werkzeugkonstruktion, da Radfelgen von modernen Fahrzeugen und Motorradrädern sehr unterschiedliche Nenndurchmesser aufweisen, dass die Zunge oder der Höcker auf den bekannten Werkzeugen oftmals eine Arbeitsposition im Verhältnis zu der Radfelge einnimmt, die von dem für ein leichtes und korrektes Abziehen und Einsetzen der jeweiligen Reifenwülste erforderlichen Optimum entfernt ist.
  • Unter besonderer Bezugnahme auf das Abziehen eines Wulstes von der jeweiligen Kante seiner Radfelge handelt es sich bei der optimalen Position des Werkzeuges zu der Radfelge um diejenige, in welcher der Trägerhöcker für den Wulsthebel praktisch parallel zu der geraden Linie verläuft, die sich tangential zu dem Bereich der Wulstrückhaltekante erstreckt, und sich in der Nähe des Höckers befindet, wobei die Klinge unter der Wulstrückhaltekante mit einer Distanz in derselben Größenordnung wie die Radialabmessung des Wulstes hindurchgeht.
  • Bekannte Werkzeuge können eine nahe an dem zuvor erwähnten Optimum liegende Arbeitsstellung nur in einem Teilbereich möglicher Radfelgennenndurchmesser, zum Beispiel bei mittelgroßen und großen Durchmessern einnehmen, während ihre Arbeitsposition selbst bei anderen Durchmessern innerhalb des Bereiches, zum Beispiel bei mittleren und kleinen Durchmessern, in großem Umfang von dem Optimum abweicht.
  • Insbesondere dann, wenn das Werkzeug im Verhältnis zu einem Kreis mit relativ kleinem Durchmesser nicht richtig positioniert ist, ist der jeweilige Höcker von der geraden Linie nach außen tangential zu dem Bereich der Wulstrückhaltekante hinter dem Höcker geneigt, und die Klinge erstreckt sich um eine Distanz über das Ende der Wulstrückhaltekante hinaus, die im Vergleich zu derjenigen bei Radfelgen mit mittleren und relativ großen Nenndurchmessern relativ groß ist.
  • Die Neigung des Höckers hat eine entsprechende Beabstandung des jeweiligen Trägerbereiches für den Wulsthebel weg von dem Wulstrückhaltekante der Radfelge zur Folge, wobei hierdurch ein Problem verursacht wird, wenn der Wulst auf den halbkugelförmigen Kopf des Werkzeuges angehoben werden muss, um es zum Abziehen zu positionieren.
  • In dieser Hinsicht muss auf Grund der Tatsache, dass die Neigung des Höckers die Distanz seines freien Endes von der Wulstrückhaltekante erhöht, und dass zum Anheben des Wulstes auf den Kopf durch den Wulsthebel der Wulst jenseits des freien Endes des Höckers hindurchgehen muss, der Wulst in einem größeren Umfang verformt werden, als dies der Fall wäre, wenn der Höcker wie zuvor erwähnt, richtig positioniert wäre.
  • Zusätzlich zu der Tatsache, dass hierfür eine beträchtliche Kraftausübung durch den Reifenmonteur erforderlich ist, kann hierdurch der Wulst Probleme bekommen und/oder übermäßig beansprucht werden, was mög liche Beschädigungen wie zum Beispiel Dehnung, örtliche Schwächung und Rissbildung zum Ergebnis haben kann.
  • Andere mögliche, örtliche Schäden können auch vom Ansetzen des Wulsthebels insbesondere von der Schwingung herrühren, die der Hebel dann ausführt, wenn er ausgehend von seiner Querausrichtung, die durch die Verkeilung seiner Enden zwischen dem Wulst und der jeweiligen Wulstrückhaltekante festgelegt ist, mit Kraft gegen den Höcker gezogen wird, der wie beschrieben in Richtung der Tangente geneigt ist, die durch den Abschnitt der an dem Höcker positionierten Wulstrückhaltekante hindurch verläuft.
  • Diese Probleme legen eine besondere Bedeutung für schlauchlose Reifen nahe.
  • Darüber hinaus kann die freie Kante der Klinge mit der Seitenwand des Reifens in dem Moment kollidieren, in dem der obere Wulst von der jeweiligen Wulstrückhaltekante einer Radfelge mit relativ kleinem Durchmesser abgezogen wird, wobei sich die Klinge, wie beschrieben, um eine relativ große Distanz über das Ende der Wulstrückhaltekante hinaus erstreckt, was ein nachteiliges Reiben zwischen den beiden während der Drehung der selbstzentrierenden Einheit zur Folge hat.
  • Folglich tritt bei einer in Bewegung befindlichen selbstzentrierenden Einheit eine ähnliche Reibung auch zwischen der Seitenwand des Reifens und der Klinge während dem Einsetzen des unteren Wulstes, und zwischen der Seitenwand und dem freien Ende des Höckers während des Abziehens des unteren Wulstes auf.
  • Ein Werkzeug mit den oben erwähnten Merkmalen ist aus der US 5,472,034 bekannt.
  • Bei einem Versuch, dieses Problem zu beseitigen, haben einige Parteien einschließlich des Anmelders Werkzeuge vorgeschlagen, die wiederum aus einem wie in der Einleitung spezifizierten einstückigen Körper bestehen, die dazu bestimmt sind, am Ende einer Vertikalstange so positioniert zu werden, dass ihre Winkelposition reguliert werden kann.
  • Diese Werkzeuge weisen insbesondere ein in genauer Passung auf einem unteren zylindrischen Endschaft der Stange anzubringendes Zwischenrohr auf, welches mittels geeigneter Einrichtungen, wie zum Beispiel einer Ringmutter oder dergleichen, an demselben arretiert wird.
  • Zusätzlich ist der Schaft mit einer Oberflächenabflachung und mit zwei aneinandergrenzenden Querdurchgangsschrauben versehen, deren Spitzen mit der Oberflächenabflachung in Kontakt stehen.
  • Um das Werkzeug in eine oder die andere Richtung zu schwenken, muss zuerst eine der Schrauben gelockert, und dann die andere fest angezogen werden.
  • Diese Lösung hat sich jedoch zumindest aus den folgenden zwei Gründen als nicht zufriedenstellend erwiesen.
  • Der erste besteht in der Tatsache, dass die Lockerungs- und Festschraubvorgänge relativ langwierig und kompliziert sind.
  • Der zweite besteht in der Tatsache, dass wenn das Werkzeug einstückig ausgeführt ist, seine zwei einander gegenüberliegenden aktiven Abschnitte nicht unabhängig voneinander regulierbar sind, was dazu führt, dass wenn eines davon korrekt positioniert ist, das andere eine nachteilige Position einnehmen kann.
  • Im Wesentlichen kann die Klinge übermäßig von dem Ende der Wulstrückhaltekante hervorstehen, wenn der Höcker praktisch parallel zu der Tangente ausgerichtet ist, die durch den Teil des in der Nähe des Höckers liegenden Kreises verläuft, und wenn die Klinge so positioniert ist, dass sie jenseits des Endes in einer Distanz in derselben Größenordnung wie die Radialabmessung des Wulstes hindurchgeht, kann der Höcker nachteilig zu der Tangente geneigt sein, was die zuvor erwähnten Nachteile mit sich bringt.
  • In diesem spezifischen Sektor besteht daher in großen Bereichen ein Bedürfnis nach einem Werkzeug, das in der Lage ist, das zuvor erwähnte Problem zu beseitigen, ohne dass zwei oder mehr Reifendemontagemaschinen verwendet werden müssen, wovon jede ein für einen spe zifischen Teil des Bereiches aktueller Radfelgennenndurchmesser geeignetes Werkzeug aufweist.
  • Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht genau genommen in der Erfüllung dieser Anforderung im Rahmen einer einfachen, rationalen, wirtschaftlichen, zuverlässigen und haltbaren Konstruktion.
  • Die Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen aufgeführten Merkmale gelöst.
  • Allgemein ausgedrückt wird die Aufgabe durch die Bereitstellung eines Werkzeuges in Form eines Systems mit variabler Form gelöst, welches je nach Erfordernis auf der Basis des Nenndurchmessers der Radfelge regulierbar ist, die in dem Moment auf der selbstzentrierenden Einheit einer Reifendemontagemaschine arretiert ist.
  • Sie weist insbesondere, wie nachfolgend offensichtlicher wird, zwei Teile auf, wovon eines die Klinge und das andere den Kopf mit seinem Höcker trägt, wobei diese mit zwei koaxialen ringförmigen Elementen oder Naben versehen sind, die auf dem zylindrischen Endschaft der Werkzeughalterstange angebracht, und so stabil miteinander verbunden sind, das ihre gegenseitige Ausrichtung regulierbar ist.
  • Mindestens eines der zwei Teile kann mit der gewünschten Ausrichtung gegen Drehbewegungen an dem Schaft arretiert werden.
  • Mittels der zuvor erwähnten Lösung werden alle Aufgaben der Erfindung gelöst, wie nachfolgend offensichtlich werden wird.
  • Die baulichen Merkmale und Vorteile der Erfindung werden an Hand der unter Bezugnahme auf die Figuren der dazugehörigen Zeichnungen folgenden detaillierten Beschreibung offensichtlich, die einige besonders bevorzugte Ausführungsformen derselben mittels eines nicht begrenzenden Beispiels veranschaulichen.
  • 1 ist eine perspektivische Explosionsansicht, die eine erste Ausführungsform der Erfindung darstellt.
  • 2 ist eine Schnitt-Hinteransicht (unter Bezugnahme auf ihre aktiven Abschnitte), die das Werkzeug von 3 in montierter Konfiguration darstellt.
  • 3 ist ein Schnitt auf Linie III-III von 2 in einem kleineren Maßstab, die das Werkzeug in einer zur Bearbeitung von Radfelgen mit einem relativ großen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 4 ist eine der vorangegangenen ähnliche Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem mittleren Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 5 ist eine 3 und 4 ähnliche Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ klei nen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 6 ist eine Schnitt-Hinteransicht, die eine zweite Ausführungsform der Erfindung darstellt.
  • 7 ist ein Teil des Schnittes auf der Linie VII-VII von 6.
  • 8 ist ein Schnitt auf Linie VIII-VIII von 6, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ großen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 9 ist eine der vorangegangenen ähnliche Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 10 ist ein Aufriss einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
  • 11 ist ein Schnitt auf der Linie XI-XI von 10.
  • 12 ist ein Schnitt auf Linie XII-XII von 10, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ großen Nenndurchmesser und in der für Radfelgen mit einem relativ kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration jeweils durch Volllinien und gestrichelte und gepunktete Linien darstellt.
  • 13 ist eine Schnitt-Hinteransicht, die eine vierte Ausführungsform der Erfindung darstellt.
  • 14 ist eine Teilansicht in Richtung XIV von 13.
  • 15 ist ein Schnitt auf Linie XV-XV von 13, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ großen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 16 ist eine der vorangegangenen ähnliche Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 17 ist eine 14 ähnliche Ansicht, die eine Variante der in der letzteren Figur dargestellten Ausführungsform darstellt.
  • 18 ist ein Schnitt auf Linie XVIII-XVIII von 17, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ großen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 19 ist eine der vorangegangenen ähnliche Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 20 ist eine 17 ähnliche Ansicht, die eine weitere Variante darstellt.
  • 21 ist ein Schnitt auf Linie XXI-XXI von 17, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ großen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • 22 ist eine der vorangegangenen ähnliche Ansicht, die das Werkzeug in der für Radfelgen mit einem relativ kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration darstellt.
  • Aus den Figuren ist ersichtlich, dass das betroffene Werkzeug auf dem unteren Ende einer gewöhnlichen höhenregulierbaren vertikalen, prismatischen Stange 1 zu positionieren ist, die über einer ebenso gewöhnlichen selbstzentrierenden Einheit (nicht dargestellt) einer Reifendemontagemaschine positioniert ist.
  • Die Stange kann auf bekannte Art und Weise nicht nur in der Höhe, sondern auch radial um die vertikale Achse (in 3 bis 5 mit 100 angegeben) reguliert werden, um welche sich die selbstzentrierende Einheit dreht.
  • An dem unteren Ende der Stange 1 ist ein zylindrischer Schaft 2 zur Aufnahme des Werkzeuges der Erfindung mit genauer Passung vorgesehen.
  • Bei allen veranschaulichten Ausführungsformen weist das Werkzeug zwei Teile 20 und 22 mit zwei auf dem Schaft 2 zu montierenden koaxialen Naben 200 und 220 auf, auf der sie zwischen der Schulter oben auf dem Schaft 2 und einer mittels einer Schraube 4 an dem Ende des Schaftes 2 befestigten Unterlegscheibe 3 liegen.
  • Die zwei Naben 200 und 220 sind zwischen der Schulter und der Unterlegscheibe 3 nicht fest gegeneinander angezogen, sondern werden stattdessen so in gegenseitigem Kontakt gehalten, dass sie um die Längsachse der Stange 1 drehbar sind, ohne dass besonders viel Kraft benötigt wird.
  • Das Teil 20 weist einen ersten aktiven Abschnitt gewöhnlicher Art auf, der in den Figuren mit 5 angegeben, und nachfolgend, wie in der Einleitung erwähnt, als Klinge oder Zunge bekannt ist, und das Teil 22 ist mit einem zweiten aktiven Abschnitt ebenfalls gewöhnlicher Art versehen, der einen auf einer freilaufenden kegelförmigen Rolle 7 ruhenden halbkugelförmigen Kopf 6 aufweist, und einen hervorstehenden Höcker 8 trägt.
  • Die Funktion der Zunge 5, des Kopfes 6, der Rolle 7 und des Höckers 8 ist bekannt. Es reicht aus zu bemerken, dass diese beim Zurückziehen oder Einsetzen eines Reifenwulstes wie in der Einleitung beschrieben, und wie in 3 bis 5 dargestellt positioniert werden, wobei es sich in der Praxis um schematische Draufsich ten einer selbstzentrierenden Einheit mit vertikaler Achse 100 handelt.
  • Gemäß der ersten Ausführungsform können die Winkelpositionen der zwei Teile 20 und 22 des Werkzeuges im Verhältnis zu dem Schaft 2 wie ein Kompass reguliert werden.
  • Zu diesem Zweck erstrecken sich von den einander gegenüberliegenden Umfangskanten der Naben 200 und 220 zwei Abschnitte in Form eines zylindrischen Segmentes mit einer Ausdehnung von weniger als 180°, wobei die Segmente jeweils mit 23 und 24 angegeben sind. Die Abschnitte 23 und 24 weisen dieselbe Höhe auf, so dass zwischen ihren einander gegenüberliegenden Seiten zwei Spalte zur Aufnahme der nachfolgend beschriebenen Regeleinheit festgelegt sind.
  • Diese weist eine Gewindestange 25 auf, die in ein in dem Schaft 2 vorgesehenes Quergewindeloch 250 eingeschraubt wird, und durch die Spalte zwischen den Seiten hindurchgeht.
  • Auf den gegenüberliegenden Enden der Gewindestange 25 sind ein erster 26 und ein zweiter Druckausübungskonus 27 angeordnet, deren kleinere Grundrisse dem Schaft 2 gegenüberliegen, wobei ihre geneigten Flächen ständig mit den vertikalen Kanten der Spalte (siehe 3 bis 5) in Kontakt stehen.
  • Die Stange 25 weist einen gerändelten Betätigungsknauf 28 und eine Klemmmutter 29 auf.
  • Beim Drehen der Stange 25 in einer Richtung oder in die andere, erfährt sie eine entsprechende Axialverschiebung (siehe 3 bis 5), wodurch sich dann, wenn ein Konus wie zum Beispiel 27, zunehmend zwischen den jeweiligen, einander gegenüberliegenden Seiten der Abschnitte 23 und 24 eingefügt wird, der gegenüberliegende Druckausübungskonus, wie zum Beispiel 26, von der ge-genüberliegenden Seite zurückzieht.
  • Gleichzeitig drehen sich die zwei Teile 20 und 22 des Werkzeuges um den Schaft 2 in eine oder die andere Richtung um denselben Winkel, jedoch in entgegengesetzte Richtungen.
  • Durch diese Einrichtung kann der Reifenmonteur die Form des Werkzeuges an den Nenndurchmesser der Radfelge anpassen, auf oder von welcher der Reifen montiert oder demontiert werden muss, wie in 3 bis 5 dargestellt.
  • In 3 geben die Bezugszeichen 70 und 77 eine Radfelge mit relativ großem Nenndurchmesser D3, und die jeweilige obere Wulstrückhaltekante an. In 4 geben die Bezugszeichen 80 und 88 eine Radfelge mit einem mittleren Nenndurchmesser D2, und die jeweilige obere Wulstrückhaltekante an, und in 5 geben die Bezugszeichen 90 und 99 eine Radfelge mit relativ kleinem Nenndurchmesser D1, und die jeweilige obere Wulstrückhaltekante an.
  • Es ist auch eine gebogene Schließplatte 21 (siehe 1 und 35) vorgesehen, die starr mit dem Teil 22 verbunden ist, deren Zweck im Verschließen des zwischen den zwei Teilen 20 und 22 (siehe 4 und 5) ausgebildeten Spaltes besteht, um das Eintreten von Fremdkörpern zwischen dieselben zu verhindern.
  • Mittels dieser Regulierung können die Werkzeugklinge 5 und der Höcker 8 in der zum Abziehen oder Einsetzen eines Wulstes am besten geeigneten Position angeordnet werden, wobei der Höcker 8 insbesondere praktisch tangential zu der Wulstrückhaltekante 77 oder 88 oder 99 angeordnet, und die äußere freie Kante der Klinge 5 so positioniert werden kann, dass sie über das Ende der Wulstrückhaltekante 77 oder 88 oder 99 um eine Distanz in derselben Größenordnung wie die Radialabmessung des Wulstes hinausgeht.
  • Gemäß der in 6 bis 9 dargestellten zweiten Ausführungsform wird die Winkelposition der Werkzeugteile 20 und 22 durch die folgenden Einrichtungen reguliert.
  • Diese umfassen eine Spindel 30, die in einem in dem Schaft 2 vorgesehenen Querdurchgangsloch drehbar angebracht ist, und einen gerändelten End-Bediengriff 280 für dessen Bedienung aufweist.
  • Die Spindel 30 trägt zwei identische elliptische, um 90° versetzte Zapfen 31 und 32, die innerhalb der durch die Paare einander gegenüberliegender Seiten festgelegten Spalte der bereits beschriebenen Abschnitte 23 und 24 aufgenommen sind.
  • Die einander gegenüberliegenden Seiten der zwei Zapfen 31 und 32 sind in einer praktisch dem Durchmesser des Schaftes 2 entsprechenden Distanz voneinander beabstandet, so dass die Spindel 30 in Axialrichtung arretiert ist.
  • Die Drehung der Spindel 30 in einer oder der anderen Richtung hat eine gleichzeitige Drehung der zwei Werkzeugteile 20 und 22 in entgegengesetzten Richtungen zum Ergebnis, die jede beliebige Position zwischen den zwei in 8 und 9 dargestellten Positionen einnehmen können, die jeweils den in 3 und 5 dargestellten entsprechen.
  • Gemäß der in 10, 11 und 12 dargestellten dritten Ausführungsform können die zwei Werkzeugteile 20 und 22 im Verhältnis zueinander, und unabhängig zu der Stange 1 reguliert werden.
  • Wie in 11 dargestellt, ist die mittels einer Schraube 4 befestigte Unterlegscheibe 3 an dem unteren Ende des Schaftes 2 vorgesehen. Die Naben 200 und 220 der Werkzeugteile 20 und 22 sind auf dem Schaft 2 angebracht.
  • In dieser Version fehlen die Abschnitte 23 und 24, während die untere Kante der Stange 1, beide Kanten der Nabe 200 und die obere Kante der Nabe 220 mit jeweils mit 661 und 662 angegebenen, zueinander passenden Zähnen versehen sind.
  • Zur Regulierung der Winkelposition eines oder beider Werkzeugteile 20 und 22 wird die Schraube 4 um einen ausreichenden Betrag gelockert, dann wird eines oder beide Werkzeugteile 20 und 22 um den gewünschten Betrag gedreht, und schließlich wird die Schraube wieder festgezogen.
  • In 12 ist das Werkzeug in seiner Konfiguration für Radfelgen mit einem relativ großen Nenndurchmesser und in seiner für Radfelgen mit einem relativ kleinen Nenndurchmesser geeigneten Konfiguration jeweils durch Volllinien und gestrichelte und gepunktete Linien darstellt.
  • Gemäß der in 13 bis 16 dargestellten vierten Ausführungsform, und gemäß einer ersten (17 bis 19) und einer zweiten (20 bis 22) Variante der vierten Ausführungsform sind die Werkzeugteile 20 und 22 jeweils über die Naben 200 und 220 freilaufend auf dem Schaft 2 angebracht.
  • Entlang der sich gegenseitig berührenden Kanten der Naben 120 und 220 sind zwei beiderseits eines in dem Schaft 2 gefrästen Schlitzes 52 positionierte Aussparungen 50 vorgesehen.
  • In 13 bis 16 weisen die Einrichtungen zur Regulierung der Werkzeugteile 20 und 22 zwei durchlöcherte Ansätze 54 auf, die an den Aussparungen 50 an einer Nabe 200 und der anderen Nabe 220 befestigt sind, und jeweils eine freilaufende Kugel 56 mit einem Gewindedurchgangsloch tragen.
  • Die Gewinde der Löcher sind gegenläufig, wobei in diesen Gewinden die gegenläufigen Gewinde einer tangential zu den Naben 200 und 220 positionierten Gewindestange 58 in Eingriff gehen.
  • Die Gewindestange 58 ist auch mit einem gerändelten, zentralen Betätigungsrad 580 versehen, dessen hinterer Abschnitt teilweise in den Schlitz 52 eingesetzt ist.
  • Bei der Variante von 17 bis 19 stehen die mit gegenläufigen Gewinden versehenen Enden der Stange 58 mit den Gewinden der zwei Gewindequerdurchgangslöcher in Eingriff, die in dem zentralen Teil von zwei Zylindern 62 vorgesehen sind.
  • Die Zylinder 62 sind freilaufend innerhalb jeweils parallel zu den Naben 200 und 220 befestigter Hülsen 64 angeordnet, die beiderseits des gefrästen Schlitzes 52 parallel zu den Naben 200 und 220 angeordnet sind, um die horizontale Kontaktebene der Naben zu spreizen, und weisen geeignete seitliche Schlitze 680 auf, um die Gewindestange 58 zum Drehen zu veranlassen.
  • Schließlich sind bei der Variante von 20 bis 22 zwei beiderseits der Nabenkontaktebene positionierte Hülsen 640 an den Naben 200 und 220 befestigt.
  • Mit jeder Hülse 640 ist ein Zylinder 620 mit zwei Abschnitten mit unterschiedlichem Außendurchmesser ( 22) verbunden, wovon derjenige mit dem geringeren Durchmesser jeweils innerhalb der Hülse 640 untergebracht ist, und dort von einer Endschraube 621 zurückgehalten wird, und wobei der andere ein Gewindequerdurchgangsloch aufweist, mit welchem jeweils der Endabschnitt der Regulierungsschraube 58 in Eingriff geht.
  • Der Betrieb der zuvor beschriebenen vierten Ausführungsform und ihrer zwei Varianten ist an Hand des in den jeweiligen Figuren und des zuvor Beschriebenen ersichtlich.
  • Die Vorzüge und Vorteile der Erfindung gehen klar aus dem Vorangegangenen und aus einer Prüfung der Figuren hervor.

Claims (11)

  1. Werkzeug zur Montage und Demontage von Reifen auf und von deren Radfelgen, mit einem an dem Ende einer mit einer Reifendemontagemaschine verbundenen Werkzeughalterstange (1) vorgesehenen, zylindrischen Schaft (2), wobei der Körper zwei jeweils als Klinge (5) und Kopf (6) bekannte, aktive Abschnitte aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Klinge und der Kopf jeweils von zwei Teilen (20, 22) mit koaxialen Naben (200, 220) erstrecken, die beide auf dem zylindrischen Schaft (2) des Werkzeuges angebracht und so entfernbar miteinander verbunden sind, dass ihre gegenseitige Ausrichtung regulierbar ist, wobei mindestens eine der Naben (200, 220) mit Einrichtungen zum Arretieren derselben gegen Drehbewegungen an dem Schaft versehen ist.
  2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Naben (200, 220) einen ersten, kreisförmigen, zylindrischen Abschnitt aufweist, von welchem ein aus einem sich weniger als um 180° erstreckenden Segment bestehender, zweiter Abschnitt (23, 24) ansteigt, wobei eine der Naben in einer umgekehrten Position mit der anderen Nabe so verbunden ist, dass die jeweiligen zweiten Abschnitte gegenseitig ineinander eingreifen, so dass sich die zwei Naben gegenseitig drehen können, wobei zwischen den zwei Naben Einrichtungen zum Arretieren derselben gegen Drehbewegungen aneinander vorgesehen sind.
  3. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zum Arretieren der zwei Naben (200 und 220) gegen Drehbewegungen aneinander eine mit einem End-Bediengriff (28) versehene Gewindestange (25) umfassen, die in ein in dem zylindrischen Schaft (2), auf welchem die Naben montiert sind, vorgesehenes Quergewindeloch eingeschraubt ist, und die zwei darauf befestigte, identische Konen (26, 27) trägt, deren Scheitel in Richtung des Schaftes ausgerichtet sind, und deren Außenflächen die Seiten der zweiten Abschnitte (23, 24) der Naben berühren.
  4. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zum Arretieren der zwei Naben (200 und 220) gegen Drehbewegungen aneinander eine mit einem End-Bediengriff (280) versehene Spindel (30) umfassen, die in einem in dem zylindrischen Schaft (2), auf welchem die Naben montiert sind, vorgesehenen Querloch drehbar angebracht, jedoch axial arretiert ist, und die zwei um 90° versetzte, identische Zapfen (31 und 32) aufweist, die in genauer Passung zwischen den Seiten der zweiten Abschnitte (23 und 24) der Naben eingesetzt sind.
  5. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zum Arretieren der zwei Naben (200 und 220) gegen Drehbewegungen aneinander ein Paar entlang der einander gegenüberliegenden Kanten der Naben vorgesehener, zusammenpassender Frontalverzahnungen (661) aufweist.
  6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Paar zusammenpassender Frontalverzahnungen (662) zwischen der oberen Nabe (200) und der Basis des zylindrischen Schaftes (2) vorgesehen ist.
  7. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zum Arretieren der zwei Naben (200 und 220) gegen Drehbewegungen aneinander eine drehbare Regelungs-Gewindestange (58) umfassen, die im Verhältnis zu dem Schaft (2) axial unbeweglich ist und zwei Gewindeabschnitte mit gegenläu figen Gewinden aufweist, die in zwei von den Naben abzweigenden Ansätzen (54) in Eingriff stehen.
  8. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindestange (58) durch ein gerändeltes, zentrales Betätigungsrad (580) axial unbeweglich gemacht wird, von welchem der dem Schaft gegenüberliegende Abschnitt zwischen den Seiten der zweiten Abschnitte (23, 24) der Naben eingesetzt ist, und welches in einem Schlitz (52) in dem Schaft untergebracht ist.
  9. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkvorrichtungen in Form eines Kugelgelenkes (56) zwischen den Gewindeabschnitten der Stange (58) und den Ansätzen (54) vorgesehen sind.
  10. Werkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkvorrichtungen jeweils aus einem zylindrischen Gelenk (62, 620) bestehen.
  11. Reifendemontagemaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Werkzeug in Übereinstimmung mit den Ansprüchen 1 bis 10 ausgerüstet ist.
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