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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Ganulierverfahren und insbesonderen
bezieht sie sich auf ein Granulierverfahren zum Herstellen stabilen
Granulaten, die S-Adenosylmethionin enthalten.
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S-Adenosylmethionin,
kurz SAMe, ist eine bekannte Verbindung der Formel
welche
in der Therapie breit verwendet wird, insbesondere wegen ihrer Antientzündungseigenschaften,
sowie bei der Behandlung von chronischen Lebererkrankungen (Merck
Index, 1996, N. 155).
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Sie
wird im allgemeinen durch Fermentation hergestellt und in Form eines
Salzes isoliert, wie z. B. im US-Patent
US 4 562 149 beschrieben.
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Das
Molekül
ist durch eine beträchtliche,
innewohnenden Instabilität
gekennzeichnet, hauptsächlich aufgrund
des intramolekularen Angriffs des Carboxylations auf das Methylen
in der Beta-Position, was zu Homoserin und Methylthioadenosin führt.
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Diese
starke Instabilität,
die sowohl im festen Zustand als auch in wäßriger Lösung bereits bei Raumtemperatur
auftritt, macht die Isolierung, die Lagerung und die Formulierung
des Produkts besonders schwierig.
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Um
diese Probleme der Zersetzung zu umgehen, wurden viele Untersuchungen
unternommen und mehrere Lösungen
vorgeschlagen.
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Zu
allererst wurde gefunden, daß die
Salze von SAMe mit geräumigen
Anionen beträchtlich
stabiler sind. Deshalb sind viele, stabilere Salze von SAMe hergestellt
worden, und zwar sowohl wasserlösliche
wie Sulfate, Tosylate (
US 4 562
149 ) oder polymere Polycarboxylate (
EP 191 133 ), als auch fettlösliche wie
z. B. die in
EP 162 324 beschriebenen
langkettigen Sulfosuccinate.
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Die
wasserlöslichen
Salze von SAMe, die sich derzeit auf dem Markt befinden, wie z.
B. das Disulfattosylat oder das 1,4-Butandisulfonat, sind jedoch extrem
hygroskopisch und/oder gegenüber
Feuchtigkeit empfindlich, weshalb sie unter strikt kontrollierten
Umgebungsbedingungen gelagert und verarbeitet werden müssen, mit
all den nachfolgenden ökonomisch
und technologisch nachteiligen Auswirkungen.
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Derzeit
werden die hygroskopischen Salze von SAMe in Form eines wasserfreien
Pulvers in Masse erhalten und vermarktet, welches zum Beispiel durch
Lyophilisieren oder Sprühtrocknen unter
strikt kontrollierten Temperaturen, wie in
EP 141 914 beschrieben, oder in pharmazeutischer
Form von beschichteten Tabletten hergestellt wurde. Andere pharmazeutische
Formen, wie z. B. Kapseln, obgleich handlicher und billiger, sind
jedoch auf der anderen Seite nicht praktikabel wegen einer raschen
Schädigung
durch die dehydratisierende Wirkung des Salzes selbst.
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Die
Stabilität
von SAMe wird neben einem Erwärmen
ebenfalls durch ein saures Medium beschleunigt, weshalb das Produkt
nach der Verabreichung im Magenbereich eine beachtliche Zersetzung
durchläuft,
mit einer nachfolgenden variablen Darmabsorption und einer ungewissen
therapeutischen Dosierung. Deshalb ist es in diesem Fall entscheidend,
die Tabletten mit einer magenresistenten Beschichtung zu schützen, was
aber die Herstellungskosten und -zeiten erhöht.
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Soweit
uns bekannt, ist aufgrund aller, oben diskutierter Probleme SAMe
niemals als ein Granulat formuliert worden.
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Wir
haben nun überraschenderweise
gefunden, daß wasserlösliche Salze
von SAMe granuliert werden können,
dadurch stabile, nicht-hygroskopische und wahlweise magenresistente
Granulate mit einem einfachen, billigen und industriell anwendbaren
Verfahren bereitstellend.
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Diese
Granulate stellen eine sehr vorteilhafte Form für die Lagerung und die Verabreichung
der hygroskopischen Salze von SAMe dar und können durch direktes Pressen,
wahlweise mit einer Zugabe von geeigneten Arzneimittelträgern, bequem
verwendet werden, zur Herstellung einfacher oder beschichteter,
nicht-hygroskopischer Tabletten, oder zur direkten Verwendung zum
Füllen
von Kapseln.
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Ein
weiterer Vorteil der gegenständlichen
Granulate besteht in der Möglichkeit,
das SAMe zusammen mit anderen wirksamen Arzneimitteln zu formulieren,
um stabile und nicht-hygroskopische pharmazeutische Formen herzustellen.
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Wenn
das magenresistente Granulat während
der Herstellung von Tabletten und Kapseln direkt verwendet wird,
ist es schließlich
möglich,
den Beschichtungsschritt oder die Verwendung von speziellen Kapseln unter
beträchtlicher
Kosten- und Zeitersparnis zu vermeiden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Deshalb
besteht ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung in einem Verfahren
zum Herstellen von Granulaten, die ein wasserlösliches Salz von S-Adenosylmethionin
enthält,
wobei das Verfahren umfaßt:
- a) die gleichzeitige, aufeinanderfolgende oder
alternierende Dispergierung von mindestens einer Lösung eines
wasserlöslichen
Salzes von SAMe (A) und einer Lösung
eines Beschichtungsmittels (B) auf einem Fließbett-Granulierträger (C),
und
- b) die Fließbett-Granulierung
der Mischung.
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Ein
zweiter Gegenstand der Erfindung wird durch die ggf. magenresistenten
Granulate wiedergegeben, die durch das obige Verfahren erhältlich sind.
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Ein
weiterer Gegenstand besteht in festen oralen pharmazeutischen Formen,
die ausgehend von den obigen Granulaten erhält lich sind und das besagte
wasserlösliche
Salz von SAMe, allein oder ggf. mit anderen wirksamen Arzneimitteln,
umfassen.
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Der
letzte Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht schließlich in
der Verwendung der besagten Granulate zur Herstellung von oralen
Zusammensetzungen für
therapeutische oder Futteranwendungen.
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BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Der
Gegenstand des Granulierverfahrens der vorliegenden Erfindung wird
in klassischen Fluidbett-Trocknern durchgeführt, in denen die Lösungen,
welche die wirksamen Arzneimittel und die Arzneimittelträger enthalten,
auf den inerten Träger
gesprüht
und durch einen heißen
Luftstrom getrocknet werden.
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Im
allgemeinen hängt
bei diesen Vorrichtungen die Herstellungsgeschwindigkeit der Granulate
neben der Geschwindigkeit der Zugabe der Lösungen von dem Strom, der Feuchtigkeit
und der Temperatur der in das System eingeführten Luft ab.
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Während es
möglich
ist, sowohl die Menge des Lösungsmittels
als auch den Strom und die Feuchtigkeit der Luft ziemlich frei zu
variieren, ist es statt dessen bevorzugt, die angewandte Temperatur
besonders zu beachten.
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Aufgrund
der beträchtlichen
Thermolabilität
des wirksamen Arzneimittels ist es in der Tat empfehlenswert, das
Produkt nicht über
62°C zu
erhitzen, weiter bevorzugt nicht über 52°C. Im allgemeinen ist es bevorzugt,
bei einer Temperatur zwischen 48 und 52°C zu arbeiten und die Granulierung
durch Abkühlen
der Masse, vorzugsweise mit Luft oder Stickstoff, zu vervollständigen.
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Mit
dem Ziel, das Risiko des Abbaus des wirksamen Produkts weiter zu
vermindern, ist es möglich,
die gesamte Granulierprozedur unter einer inerten Umgebung, z. B.
unter Stickstoffatmosphäre,
auszuführen.
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Verwendbare
wasserlösliche
Salze von SAMe sind wasserlösliche
Salze, die unter den Verfahrensbedingungen stabil genug sind. Sulfate,
Tosylate und 1,4-Butandisulfonate sind unter den wasserlöslichen,
einfachen oder gemischten Salzen, in denen die Anionen besonders
großräumig sind,
bevorzugt. Das Disulfattosylat von SAMe ist aufgrund seiner Löslichkeit
besonders bevorzugt. Zugunsten der Knappheit werden die wasserlöslichen
Salze von SAMe nachfolgend als "Salze
von SAMe" bezeichnet.
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Das
Salz von SAMe gemäß der vorliegenden
Erfindung wird im ausgewählten
Lösungsmittel
aufgelöst und
anschließend
auf dem Träger
dispergiert.
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Als
Produkte zur therapeutischen oder Nahrungsverwendung ist es im allgemeinen
bevorzugt, Wasser als Lieblingslösungsmittel
zu verwenden. Nichtsdestoweniger ist es möglich, das wäßrige Lösungsmittel
teilweise oder vollständig
mit anderen kompatiblen Lösungsmitteln
zu ersetzen, vorausgesetzt, daß eine
gute Auflösung
des wirksamen Arzneimittels erzielt wird.
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Zu
diesem Zweck kann die Zugabe von Solubilisierungsmitteln oder oberflächenaktiven
Mitteln in Betracht gezogen werden.
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Die
Konzentration der Lösung
des Salzes von SAMe, vorzugsweise seiner wäßrigen Lösung, kann gemäß mehreren
Parametern variieren. Einerseits ist die Verwendung von zu stark
verdünnten
Lösungen
nicht ratsam, da es die Trocknungszeit und folglich das Risiko des
Produktabbaus erhöht,
andererseits ist es notwendig, bei der Sprühtemperatur unter der Löslichkeitsgrenze
des Produkts zu bleiben, um die Fällung von Feststoffen zu vermeiden,
was die Düsen
der Vorrichtungen zusetzen könnte.
Die Löslichkeit
des wirksamen Arzneimittels hängt
vom Salz, dem Lösungsmittel,
der Temperatur und der Gegenwart von ggf. aufgelösten weiteren Komponenten ab.
Insbesondere im Fall von wäßrigen Lösungen werden
Konzentrationen des Salzes von SAMe, vorzugsweise des Disulfattosylats,
zwischen 10 und 25 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen 15 und 20 Gew.-%,
verwendet.
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Mit
dem Ziel, den Abbau der Verbindung zu vermeiden, werden diese wäßrigen Lösungen zum
Zeitpunkt des Gebrauchs hergestellt oder hergestellt und bei einer
Temperatur gehalten, die von –15°C bis +4°C reicht,
und unmittelbar vor der Anwendung auf die Anwendungstemperatur gebracht,
gewöhnlicherweise
bei etwa 15°C.
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Das
Granulierverfahren der vorliegenden Erfindung stellt die gleichzeitige,
aufeinanderfolgende oder alternierende Dispergierung der obigen
Lösung
des Salzes von SAMe (A) und einer Lösung eines Beschichtungsmittels
(B) bereit.
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Geeignete
Beschichtungsmittel gemäß der vorliegenden
Erfindung sind organische Polymere, die in der Lage sind, zu quellen
und einen Klebefilm zu bilden, wie z. B. Chitine, Carragenine, Cellulose
sowie chemisch modifizierte Cellulose, Gummi, Xantane sowie andere.
Hyroxypropylmethylcellulosen, insbesondere Hydroxypropylcellulosen,
die bei einer 2 Gew.-%igen wäßrigen Lösung eine
Viskosität
von 4.000 bis 15.000 cPs zeigen, wie z. B. jene, die unter dem Namen
Pharmacoat und Methocel vermarktet werden, sind als Beschichtungsmittel
bevorzugt.
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Die
Konzentration des Beschichtungsmittels in der Lösung, vorzugsweise in der wäßrigen Lösung, reicht
im allgemeinen von 5 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise von 7 bis 10%.
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Das
Granulierverfahren, d. h. der Gegenstand der vorliegenden Erfindung,
sorgt für
die Dispergierung des Salzes von SAMe (A) und des Beschichtungsmittels
(B) auf einem Träger
zur Fließbett-Granulierung
(C).
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Unter
dem Ausdruck "Träger zur
Fließbett-Granulierung" ist ein pharmazeutisch
akzeptabler, inerter Träger
zur Verwendung in Fluidbett-Trocknern gemeint, der die richtige
Granulometrie aufweist, im allgemeinen von 50 bis 500 μm, vorzugsweise
von 100 bis 200 μm,
was die Herstellung von Granulaten gestattet, die zur Lagerung und
Vermarktung des wirksamen Arzneimittels zur direkten Verabreichung
davon oder zur anschließenden
Formulierung in Form von Kapseln oder Tabletten geeignet sind.
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Insbesondere
das Feingranulat soll – je
nach seiner Anwendung – die
richtige Fließfähigkeit
und Massedichte zum Füllen
von Kapseln, oder die idealen mechanischen Erfordernisse, gepreßt zu werden,
aufweisen.
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Unter
den zur Herstellung von Granulaten bei diesem Gegenstand verwendbaren
Träger
können
Stärke,
Cellulose und Maltodextrin als ein Beispiel erwähnt werden. Im vorliegenden
Verfahren ist mikrokristalline Cellulose besonders vorteilhaft,
insbesondere die Cellulose, die unter dem Namen Vivapur 12® oder
PH101 vermarktet wird.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung können
die Träger
zur Granulierung ggf. Wasser in unterschiedlicher Menge enthalten.
Als einem Beispiel beträgt
im Fall der vermarkteten mikrokristallinen Cellulose der Prozentsatz
an Wasser etwa 4%.
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Im
Granulierverfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung sind die Mengen des wasserlöslichen Salzes von SAMe (A),
des Beschichtungsmittels (B) und des Trägers (C) vorzugsweise so, daß ein Endgranulat geliefert
wird, welches bis 60% des wasserlöslichen Salzes von SAMe (A),
von 5 bis 15% des Beschichtungsmittels (B) und 25 bis 45% des Trägers (C)
Gewicht in bezug auf das Gewicht des Granulats selbst, und noch weiter
bevorzugt von 48 bis 55 Gew.-% von (A), umfaßt.
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Neben
den oben erwähnten
Komponenten, d. h. dem Salz von SAMe (A), dem Beschichtungsmittel (B)
und dem Fluidbett-Granulierträger
(C), kann das gegenständliche
Verfahren für
die Zugabe von weiteren pharmazeutischen Arzneimittelträgern sorgen.
Je nach anschließender
Verwendung des Granulats werden tatsächlich die zusätzlichen,
geeigneteren Arzneimittelträger
und die idealen Betriebsbedingungen ausgewählt. Nichtsdestoweniger ist
es wichtig zu unterstreichen, daß jene Arzneimittelträger nicht
direkt für
die Stabilität
und Nicht-Hygroskopizität
der Körnchen,
sondern nur einige besondere technische Eigenschaften des Produkts
verbessern lassen.
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Wenn
das gemäß dem vorliegenden
Verfahren hergestellte Granulat zur Verpressung verwendet wird, kann
es zum Beispiel vorteilhaft sein, ein oberflächenaktives Mittel hinzuzufügen, um
die Zerfallszeit der Endtabletten zu reduzieren. Die Dispergierung
des oberflächenaktiven
Mittels auf das Granulat wird vorzugsweise am Ende des vorliegenden
Granulierprozesses ausgeführt.
Für diese
Verwendung geeignete oberflächenaktive
Mittel sind zum Beispiel die nicht-ionischen oberflächenaktiven
Mittel, die von Sorbitan stammen, oder andere oberflächenakti ve
Mittel, die in der pharmazeutischen Technik gewöhnlich verwendet werden, von
denen Laurylsulfat und Polysorbat 80 für das vorliegende Granulierverfahren
besonders geeignet sind.
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Mit
dem Ziel, das Granulat magenresistent zu machen, können geeignete
Beschichtungsmittel angewandt werden, vorzugsweise am Ende des vorliegenden
Granulierverfahrens. In diesem Fall wird das magenresistente Granulat
vorteilhafterweise komprimiert oder zum Füllen von Kapseln verwendet,
wodurch pharmazeutische Formen, die zur oralen Verabreichung von
SAMe geeignet sind, direkt bereitgestellt werden.
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Geeignete
magenresistente Beschichtungssubstanzen sind zum Beispiel acrylische
Polymere und Lacke vom Shellac-Typ (Merck Index, 13. Ausgabe, Seite
8557). Insbesondere Copolymere von Methacrylsäure mit Ethylacrylat, die gewöhnlicherweise
unter dem Namen Eudragit®, insbesondere Eudragit
L®,
werden bevorzugt verwendet.
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Ein
weiteres Beispiel von zusätzlichen
pharmazeutischen Arzneimittelträgern,
die für
die vorliegende Erfindung verwendbar sind, wird durch Gleitmittel
wie Magnesiumstearat, Sterinsäure, Öle, hydrierte
Fette sowie durch Fließmittel
wie Talcum und Siliziumdioxid wiedergegeben, die gewöhnlicherweise
zur Verbesserung der rheologischen Eigenschaften von Pulvern und
Granulaten bei der Herstellung von festen Formulierungen verwendet
werden.
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Siliziumdioxid,
insbesondere das als Aerosil 200® vermarktete,
kolloidale Siliziumdioxid, ist zur Herstellung gemäß der vorliegenden
Erfindung von Granulaten besonders vorteilhaft, die zur Verpressung
oder zum Füllen
von Kapseln verwendet werden.
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Im
Granulierverfahren der vorliegenden Erfindung können ggf. je nach anschließender Verwendung des
Granulats und der davon erhaltenen pharmazeutischen Form neben den
oben erwähnten
Arzneimittelträgern
andere, gewöhnlich
verwendete Arzneimittelträger
verwendet werden, wie etwa zum Beispiel Süßstoffe, z. B. Saccharin, Aspartam,
Cyclamat oder dergleichen, Farbstoffe, Brausekomponenten, zum Beispiel
Mischungen von Weinsäure
und Natriumbicarbonat, oder Geschmacksmittel.
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Gemäß des Granulierverfahrens
der vorliegenden Erfindung kann die Dispergierung der Lösungen, die
jeweils das Salz von SAMe (A) und das Beschichtungsmittel (B) sowie
ggf. weiterer zusätzlicher
Arzneimittelträger
gleichzeitig, aufeinander folgend oder alternierend sein.
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Die
Bedingungen der Zugabe der Komponenten und die Dauer der Sprühschritte
kann je nach Art des gewünschten
Granulats und seiner anschließenden
Verwendung variieren. Als einem Beispiel vermittelt das gleichzeitige
Sprühen
der Lösung
von SAMe (A) und des Beschichtungsmittels (B) dem Granulat im allgemeinen
einen kapillaren Schutz, der es gegenüber eines Aussetzens gegenüber Luft
widerstandsfähiger
und deshalb zum Füllen
von Kapseln besonders geeignet macht.
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In
einem solchen Fall werden die zwei Komponenten und die wahlweisen
Arzneimittelträger
in getrennten Lösungen
aufgelöst
oder, falls chemisch verträglich,
in derselben wäßrigen Lösung. Im
Fall einer aufeinanderfolgenden Dispergierung wird die Lösung des
Beschichtungsmittels erst gesprüht,
nachdem die Zugabe der Lösung
von SAMe auf den Träger
abgeschlossen ist. Das resultierende Granulat, welches durch eine oberflächliche
Beschichtung, ein schnelleres Einbringen und kostengünstiger gekennzeichnet
ist, besitzt sehr gute Aufbrecheigenschaften, die seine direkte
Verwendung bei der Herstellung von Tabletten gestatten.
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Statt
dessen gestattet die alternierende Zugabe der Lösung von SAMe (A) und des Beschichtungsmittels
(B) die Herstellung eines Granulats mit einer Schichtstruktur.
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In
einem solchen Fall ist es durch passende Auswahl der geeignetsten
zusätzlichen
Arzneimittelträger möglich, ein
Granulat mit langsamer oder gesteuerter Freisetzung herzustellen,
welches direkt oder nach einer zusätzlichen Formulierung für eine weniger
häufige
orale Verabreichung des wirksamen Arzneimittels verwendbar ist.
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Bezüglich der
Bedingungen der Zugabe der wahlweise verwendeten anderen Arzneimittelträger ist
es bevorzugt, das magenresistente Mittel und das oberflächenaktive
Mittel zum Beispiel beim Ende der Sprühung des Salzes von SAMe zu
dispergieren, während
das Gleitmittel undifferenziert zu jedem Schritt des Verfahrens,
sogar zum Anfang, d. h. direkt auf den Granulierträger, zugefügt werden
kann.
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Im
Ergebnis hängt
der Grad des Schutzes des gemäß dem vorliegenden
Verfahren hergestellten Granulats von einem Satz von Faktoren ab,
wie etwa den Bedingungen der Zugabe der Komponenten, der Menge des
verwendeten Beschichtungsmittels, und der Gegenwart von anderen
Arzneimittelträgern.
Die Optimierung des Herstellungsverfahrens des gegenständlichen
Granulats je nach seiner Bestimmung kann erreicht werden durch eine
geeignete Modifikation der Verfahrensparameter, die bisher berücksichtigt
worden sind, und es ohnehin im Umfang der gewöhnlichen Funktionen und Fähigkeiten
des Fachmanns enthalten.
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Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung wird durch die Granulate wiedergegeben,
die durch das vorliegende Verfahren erhältlich sind, sowie durch die
pharmazeutischen Formen, die durch die Granulate selbst erhältlich sind.
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Diese
Granulate können
hohe Mengen des Salzes von SAMe enthalten und umfassen im allgemeinen bis
zu 60% des wasserlöslichen
Salzes von SAMe (A), 5 bis 15% des Beschichtungsmittels (B) und
25 bis 45% des Trägers
(C), bezogen auf das Gewicht des Granulats selbst, und noch weiter
bevorzugt 48 bis 55 Gew.-% von (A).
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Darüber hinaus
können
sie einen Gehalt an Restwasser von im allgemeinen im Bereich von
2 bis 3 Gew.-% zeigen, was normalerweise der Stabilität des enthaltenden
Salzes von SAMe nicht abträglich
ist.
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Das
gemäß dem gegenständlichen
Verfahren hergestellte Granulat ist durch eine Dichte in der Masse im
allgemeinen im Bereich von 330 bis 450 g/l gekennzeichnet, was passenderweise
je nach Bestimmung des Granulats selbst modifizierbar ist.
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Das
Granulat kann einfach zur Lagerung und Vermarktung des wirksamen
Arzneimittels bestimmt sein, oder kann vorteilhafterweise zur Herstellung
von unterschiedlichen pharmazeutischen Formen verwendet werden.
Je nach den ausgewählten
zusätzlichen
Arzneimittelträgern
kann das Granulat zum Beispiel zur Herstellung von aus dem Stehgreif
verwendbaren, oralen Subventionen von ggf. sprudelnden festen oralen
Formen wie etwa Brause-, Kau- oder in der Freisetzung gesteuerten
Tabletten, einschließlich
magenresistenten Tabletten, oder Kapseln verwendet werden. Die Optimierung
solcher Formulierungen gehört
norma lerweise zu den normalen Fähigkeiten
und Kenntnissen des Fachmanns.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird durch pharmazeutische
Zusammensetzungen wiedergegeben, die ein mit dem gegenständlichen
Granulierverfahren hergestelltes Granulat eines hygroskopischen
Salzes von SAMe in Kombination mit einem oder mehreren unterschiedlichen
wirksamen Arzneimitteln umfassen.
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In
der Literatur sind mehrere Beispiele einer verbundenen Verwendung
von SAMe mit anderen wirksamen Arzneimitteln beschrieben, zum Beispiel
bei der Vorbeugung und Behandlung der Entzündung des Bindegewebes (WO
99/62524 und WO 98/48816), des hepathischen Schmerzes (WO 99/4336)
und bei der Hemmung der HIV-Replikation (
EP 827964 und
DE 196 28 514 ).
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Soweit
wir wissen existieren jedoch pharmazeutische Zusammensetzungen von
mit anderen wirksamen Arzneimitteln oder Nährstoffen verbundenem SAMe
nicht auf dem Markt, wahrscheinlich wegen der niedrigen Stabilität der hygroskopischen
Salze von SAMe.
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Solche
Zusammensetzungen können
andererseits vorteilhafterweise durch Verwendung des stabilen und
nicht-hygroskopischen Granulats von SAMe der vorliegenden Erfindung
verwirklicht werden.
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Zu
diesem Zweck können
das Salz von SAMe und jedes, zur Kombination ausgewählte wirksame
Arzneimittel gemäß dem vorliegenden
Verfahren gemeinsam granuliert werden, beginnend mit einer einzigen
Lösung
oder mit getrennten Lösungen.
Im Fall einer chemischen Unverträglichkeit
unter den wirksamen Arzneimitteln ist es alternativ möglich, das
Salz von SAMe gemäß der vorliegenden
Erfindung zuvor zu formulieren und anschließend das so erhaltene Granulat
mit dem anderen wirksamen Arzneimittel unter der geeignetsten Form
zu kombinieren. Als Beispiel werden verschiedene Granulate gemischt,
und die sich ergebende Mischung wird für aus dem Stehgreif verwendbare
orale Zubereitungen, zur Herstellung von Tabletten, oder zum Füllen von
Kapseln verwendet.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
des Granulierverfahrens der vorliegenden Erfindung werden die wäßrigen Lösungen von
SAMe-Disulfattosylat (A), von Pharmacoat 615 und ggf. Aerosil 200
gleichzeitig oder aufeinanderfolgend auf den mikrokristallinen Celluloseträger in einem
Fließbett-Granulierer
gesprüht
und, bei einer Temperatur von nicht größer als 52°C und für eine Dauer, die zum Erhalt
des gewünschten
Granulats erforderlich ist, granuliert. Wahlweise werden zu Ende
dieser vorläufigen
Phase die wäßrigen Lösungen,
die Eudragit L oder Laurylsulfat enthaltend, auf das Granulat dispergiert
und dann die Granulierung bei der idealen Temperatur und Dauer fortgesetzt.
Sobald der Granulierschritt beendet ist, wird schließlich die Luftkühlung des
Granulats ausgeführt.
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Dieser
und weitere Gegenstände
der Erfindung werden durch die folgenden Beispiele besser veranschaulicht.
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BEISPIELE
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HERSTELLUNG
DES GRANULATS
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In
den nachfolgend offenbarten Beispielen wurden die folgenden Materialien
und Vorrichtungen verwendet, die durch gleichwirkende Materialien
oder Vorrichtungen ersetzt werden können:
Fließbett-Trockner:
Hüttlin HKC-50-TJ
Glatt
WST 30, vertikal aufgebaut, mit Obersprühung, ausgestattet mit einer
peristaltischen Pumpe. Bettvolumen: 94l.
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Wasserlösliche Salze
von SAMe:
- – S-Adenosylmethionin-disulfattosylat
(M. W. 766,8, Pliva)
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Beschichtungsmittel:
- – Hydroxypropylmethylcellulose
(Pharmacoat 615, Methocel E4M, Methocel K15M; Premiumqualität)
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Träger zur
Granulierung:
Mikrokristalline Cellulose (Avicel PH101, Vivapur
12®-Typ)
Maltodextrin
(Cerestar)
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Andere
Arzneimittelträger:
- – Gleitmittel:
kolloidales Siliziumdioxid (Aerosil 200-Typ)
- – oberflächenaktive
Mittel: Natriumlaurylsulfat, Polisorbat 80
- – magenresistente
Beschichtungen: acrylische und methacrylische Polymere (Eudragit
L-Typ)
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Beispiel 1
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Herstellung eines Granulats
von SAMe mit der Zugabe eines Gleitmittels (gleichzeitiges Sprühen)
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Eine
10 Gew.-%ige, wäßrige Lösung von
SAMe Disulfattosylat (250 kg, entsprechend 25 kg des Salzes von
SAMe), welches bei +4°C
gehalten und vor der Verwendung auf 15°C erwärmt wurde, wurde in einen rostfreien
300-Liter-Stahlcontainer überführt, der
mit einem Propellermischer ausgestattet war. Hydroxypropylmethylcellulose
(HPMC, Pharmacoat 615) (5 kg) und, nach leichtem Rühren für 25', Siliziumdioxid
(Aerosil 200) wurden zur Lösung
hinzugegeben, und das Rühren
wurde für
weitere 15' bis
zu vollständigen
Auflösung der
Komponenten fortgesetzt.
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Die
Lösung
wurde dann 13 Stunden lang auf Vivapur®12-mikrokristalline
Cellulose (15 kg) in einem Fluidbett-Granulierer Hüttlin HKC-50-TJ
gesprüht,
in dem die höchste
Temperatur der Auslaßluft
49°C betrug. Beim
Ende der Granulierung betrug die Temperatur des Produkts 48°C. Das Granulat
wurde dann für
weitere 10' getrocknet
und 25' lang gekühlt, mit
einer Temperatur der Auslaßluft
von 42°C.
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Das
Endgranulat zeigte die folgende Zusammensetzung in %:
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Mit
einem Wassergehalt von gleich 2,42% w/w (IR-Trocknungsverlust bei
105°C für 15') und einer Dichte
von 420 g/l.
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Die
Ausbeute des Granulierverfahrens betrug 95,43% (theoretisch: 46,00
kg, experimentell: 43,90 kg).
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Beispiel 2
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Herstellung eines Granulats
von SAMe (aufeinanderfolgendes Sprühen)
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Die
20,7 Gew.-%ige wäßrige Lösung von
SAMe-Disulfattosylat (75,7 kg gleich 15,68 kg des Salzes von SAMe),
das bei –15°C gehalten
und vor der Verwendung auf 15°C
erwärmt
wurde, wurde auf mikrokristalline Cellulose (14,852 kg, PH101, Feuchtigkeit
4,25%) in einem Glatt-WST 30-Fließbett-Granulierer gesprüht und für 8 Stunden
und 40 Minuten bei einer maximalen Temperatur der Auslaßluft von
gleich 52°C
granuliert. Die Endtemperatur des Produkts betrug 44°C. Das Granulierte
wurde in der gleichen Vorrichtung mit Pharmacoat 615 (0,632 kg in
einer 7 Gew.-%igen wäßrigen Lösung) für 1 Stunde
und 10 Minuten beschichtet und dann 20' lang mit Luft (Luftauslaß-T nach
dem Abkühlen
46°C) gekühlt.
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Das
Endgranulat zeigte die folgende Zusammensetzung in %:
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Mit
einem Wassergehalt von gleich 2,61% w/w (IR-Trocknungsverlust bei
105°C für 15') und einer Dichte
von gleich 330 g/l.
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Die
Ausbeute des Granulierverfahrens betrug 96,4% (theoretisch: 31,16
kg, experimentell: 30,04 kg).
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Beispiel 3
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Herstellung eines Granulats
von SAMe mit der Zugabe von Gleitmitteln (aufeinanderfolgendes Sprühen)
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In
diesem Beispiel, d. h. einer Variante von Beispiel 2, wurde Aerosil
200 (0,9 kg) direkt mit dem Träger PH101
(13,5 kg) vor der Granulierung vermischt. Die Mischung wurde dann
in den Granulierer eingebracht, und die Fließbett-Granulierung wurde ausgeführt, mit
der aufeinanderfolgenden Zugabe des Salzes von SAMe (15 kg von SAMe-Disulfattosylat)
und des Beschichtungsmittels (0,6 kg) von Pharmacoat 615) unter
den gleichen, in Beispiel 2 beschriebenen Betriebsbedingungen.
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Das
Endgranulat zeigte die folgende Zusammensetzung in %:
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Die
Gegenwart von 3% Aerosil 200 erhöhte
die Fließfähigkeit
des Endgranulats, dadurch die Ausführung bei der Tablettenherstellung
verbessernd.
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Beispiel 4
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Herstellung eines Granulats
in SAMe zum Füllen
von Kapseln
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In
diesem Beispiel wurde anstelle von mikrokristalliner Cellulose Maltodextrin
(12 kg) als einem Träger verwendet,
und dann ging es weiter gemäß den im
Beispiel 2 erwähnten
Betriebsbedingungen, ausgehend von 15 Kg von SAMe-Disulfattosylat
und 0,9 kg von Pharmacoat 615.
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Das
Endgranulat zeigte die folgende Zusammensetzung in %:
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Die
Gegenwart von Maltodextrin verbesserte die Leistungsfähigkeit
des Granulats bei der Herstellung der Kapseln. Das Granulat zeigte
tatsächlich
eine Dichte in der Masse von 370 g/l und könnte eine größere Menge
von aktivem Arzneimittel enthalten.
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Beispiel 5
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Herstellung eines Granulats
zur Verpressung
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Eine
Charge des Endgranulats, das gemäß den in
Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen hergestellt wurde durch Granulierung
einer wäßrigen Lösung von
SAMe-Disulfattosylat (20 kg einer 10 Gew.-%igen wäßrigen Lösung), von
Pharmacoat 615 (4 kg), Aerosil 200 (0,8 kg) und von Vivapur®12
(12 kg), wurde mit einer wäßrigen Lösung von
Laurylsulfat (0,6 kg aufgelöst
in 5 l Wasser) 20' lang
unter den gleichen, für
Beispiel 1 verwendeten Betriebsbedingungen gesprüht.
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Das
Endgranulat zeigte die folgende Zusammensetzung in %:
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Das
so erhaltene Granulat war besonders für die Herstellung von Tabletten
geeignet. Die hier beschriebene Prozedur könnte auf ähnliche Weise wiederholt werden,
ausgehend von den in den Beispielen 2, 3 und 4 hergestellten Endgranulaten.
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Beispiel 6
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Herstellung eines magenresistenten
Granulats
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Eine
Charge eines Endgranulats, welches gemäß den Beispielen 1, 2 oder
4 hergestellt wurde, wurde mit einer magenresistenten Beschichtung
beschichtet.
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Zum
Ende der Granulierung wurde eine wäßrige Lösung von Eudragit L auf das
Granulat dispergiert und unter Bedingungen, die zu jenen, bereits
berichteten ähnlich
waren, eingedampft. Der Prozentsatz an Eugragit, berechnet bezüglich des
Endgranulats, variierte von 1,5 bis 2,5 Gew.-%.
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Das
so erhaltene Granulat war zum Füllen
von Kapseln besonders geeignet.
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STABILITÄTSTEST GEGENÜBER DEM
GRANULAT
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Beispiel 7 (Vergleichsbeispiel)
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Der
Test wurde ausgeführt,
indem die gemäß den Beispielen
1, 2, 3, 4, 5 und 6 hergestellten Granulate mit einer Vergleichsmischung
von Pulvern (Standard), deren Zusammensetzung des gegenwärtig auf
dem Markt befindlichen, SAMe enthaltenden Medizinerzeugnis (SAMYR®-Tabletten
von Knoll Pharmaceuticals, enthaltend 200 mg SAMe-Disulfattosylat)
entsprach.
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Die
Zusammensetzung in Prozent der Vergleichsmischung ist die folgende:
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Proben
der Granulate aus den Experimenten 1, 2, 3, 4, 5 und 6 sowie aus
der Vergleichsmischung wurden hergestellt durch Einbringen von 10
g des Produkts in einem Polyethylen-Zweifachbeutel und durch Abdichten
des Beutels selbst unter normaler Atmosphäre. Für jedes Produkt wurden 12 Proben
hergestellt und bei einer mittleren Temperatur von 25°C und bei
einem relativen Prozentsatz an Feuchtigkeit von gleich 60% gehalten.
Die visuelle und instrumentelle (Karl-Fischer und HPLC)-Analyse der Proben
wurde alle zwei Wochen bei einer Gesamtdauer von 24 Wochen ausgeführt, mit
den folgenden Ergebnissen:
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Nach
nur 3–4
Wochen, in einigen Fällen
sogar weniger, waren die Proben der Vergleichsmischung nicht mehr
vergleichbar. In der Tat bildete das Pulver eine krümelige und
klebrige feste Masse, die durch den typischen unangenehmen Geruch
von Methylthioadenosin gekennzeichnet war.
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Aus
diesem Experiment wird klar, daß die
gemäß dem vorliegenden
Verfahren hergestellten Granulate Eigenschaften der Stabilität und Nicht-Hygroskopizität aufweisen,
die deutlich besser sind als die Zusammensetzungen von SAMe, die
jenen entsprachen, die auf dem Markt verfügbar sind.
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HERSTELLUNG
VON TABLETTEN UND KAPSELN
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Beispiel 8
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Herstellung von Tabletten
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Einer
Probe bezüglich
jeden Granulats, das gemäß den Beispielen
1, 2, 3 und 5 hergestellt wurde, wurden geringe Mengen von D-Mannitol
und Gleitmitteln zugesetzt und zur Beurteilung des Leistungsvermögens der
Mischung gegenüber
einer direkten Verpressung verwendet. Die Zusammensetzung der sich
ergebenden Mischung war wie folgt:
-
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Die
Mischungen wurden unter normaler Atmosphäre bei einer Temperatur von
22–26°C und mit
einer relativen Feuchtigkeit von 50–75% hergestellt und verpreßt.
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Für den Verpressungstest
wurde eine alternative Ronchi-Maschine
mit konvexen runden Stanzen (12,5 mm) unter Anwendung eines Drucks
von 3–4
Tonnen verwendet. Die Tabletten zeigten die folgenden Parameter:
-
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Die
Tabletten wiesen keine magenresistente Beschichtung auf, jedoch
entsprach ihre Leistungsfähigkeit
aufgrund des speziellen Schutzes des Granulats jenen der beschichteten
Tabletten.
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Beispiel 9
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Herstellung von Tabletten
(Vergleichsbeispiele)
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Unter
den gleichen Umgebungsbedingungen und mit der gleichen Maschine
wie in Beispiel 8 wurde ein Verpressungstest ausgeführt unter
Verwendung einer Mischung der Vergleichsmischung von Pulvern, die im
Beispiel 7 beschrieben ist.
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Nach
wenigen Minuten war das Vergleichsprodukt zu klebrig, um gehandhabt
werden zu können,
und die Verpressungsmaschine wurde abgestellt, um Schäden gegenüber den
mechanischen Teilen zu vermeiden. Im Ergebnis ist die Vergleichsmischung,
die den gegenwärtig
auf dem Markt befindlichen Zusammensetzungen von SAMe entsprach,
zu hygroskopisch, um unter Standardatmosphäre gehandhabt zu werden.
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Beispiel 10
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Herstellung von Kapseln
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Einer
Probe bezüglich
jedes Granulats, das gemäß Beispiel
4 und 6 hergestellt wurde, wurden kleine Mengen von Lactose und
Gleitmitteln zugesetzt und zur Beurteilung des Leistungsvermögens der
Mischungen beim Füllen
von Kapseln von der Art einer Schnappeinpassung verwendet.
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Die
Zusammensetzung der resultierenden Mischungen war folgende:
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Die
Mischungen wurden unter Standardatmosphäre bei einer Temperatur von
22–26°C und mit
einer relativen Feuchtigkeit von 50–75% hergestellt und verwendet.
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Zur
Herstellung der Kapseln wurde ein MG2-Einkapselmaschine vom Kompakttyp
verwendet. Die so erhaltenen Kapseln waren aufgrund der Eigenschaften
der gemäß dem vorliegenden
Verfahren hergestellten Granulate stabiler als jene, die durch Verwendung
von Salzen von SAMe hergestellt wurden, die nicht gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung granuliert waren.
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Herstellung von kombinierten
Zusammensetzungen
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Aufgrund
seiner Stabilitätseigenschaften
kann das Granulat von SAMe zusammen mit anderen wirksamen Arzneimitteln
oder Nährstoffen
zur Herstellung von therapeutischen, diethischen und/oder Integrierprodukten,
wie in den folgenden Beispielen veranschaulicht: Beispiel
11
Integrierprodukte für Ältere
500
mg-Tabletten
| SAMe-Granulat
(50% Titer) | 200,0
mg |
| Vitamin
E (50%) | 10,0
mg |
| Trockenextrakt
Ginko biloba | 20,0
mg |
| Lactose | 200,0
mg |
| Mikrokristalline
Cellulose | 50,0
mg |
| Talk | 10,0
mg |
| Magnesiumstearat | 10,0
mg |
Beispiel
12
Integrierprodukt zum Verstärken der hepathischen Leistungsfähigkeit
500
mg-Tabletten
| SAMe-Granulat
(50% Titer) | 200,0
mg |
| Vitamin
B1 | 0,7
mg |
| Distel-Trockenextrakt | 50,0
mg |
| Lactose | 200,0
mg |
| Mikrokristalline
Cellulose | 50,0
mg |
| Talk | 10,0
mg |
| Magnesiumstearat | 10,0
mg |