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Diese
Erfindung betrifft Sm2Co17-Basismagnete
zur Verwendung in Motoren, die darauf ausgerichtet sind, langfristig
Wasserstoffatmosphäre
ausgesetzt zu sein, und ein Verfahren zur Herstellung dieser.
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Metallverbindungen
von Seltenerdelementen und Übergangsmetallen
haben die Eigenschaft, dass Wasserstoff Kristallgitter penetrieren
kann, das heißt
Wasserstoff wird von der Legierung absorbiert und aus dieser herausgelöst. Diese
Eigenschaft wird in zahlreichen Anwendungen benutzt. Ein Beispiel
hierfür
ist eine Wasserstoffbatterie basierend auf einer wasserstoffspeichernden
Legierung, die als LaNi5 versinnbildlicht
wird. In Verbindung mit Seltenerdmagneten wird Hydrierung als Mittel
zur Pulverisierung von R2Fe14B-Basislegierungen
und ebenso in der Herstellung von gebundenen R2Fe14B-Basismagneten (HDDR-Verfahren, vgl. JP-A 3-129702)
verwendet.
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Jedoch
tritt beim Hydrieren und Dehydrieren von Legierungen oder Magneten
eine Wasserstoffversprödung
auf. Werden Seltenerdmagnete verwendende Motoren unter Wasserstoffatmosphäre verwendet,
so tritt das Problem auf, dass die Magnetblöcke springen, reißen oder
gar pulverisiert werden können.
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Derzeit
erhältliche
gesinterte Seltenerdmagneten umfassen R2F14B-, SmCo5- und
Sm2Co17-Basismagnete.
Im Allgemeinen hat, in Bezug auf Wasserstoff, die 1-5-Kristallstruktur
einen niedrigeren Plateaudruck als die 2-17-Kristallstruktur, und
die 2-7-Kristallstruktur
hat einen niedrigeren Plateaudruck als die 1-5-Kristallstruktur.
Das heißt,
dass seltenerdmetallreiche (hierin in Folge als R-reiche bezeichnet)
Legierungen Wasserstoff eher absorbieren und für Wasserstoffversprödung anfälliger sind.
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Oft
wird der R2Fe14B-Basismagnet
durch Plattieren oder durch Beschichten mit einem Harz oberflächenbehandelt,
um die Korrosionsbeständigkeit
zu verbessern, obwohl die Oberflächenbehandlung
kein wirksames Mittel zur Verhinderung von Wasserstoffversprödung ist.
Als Lösung
für das
Problem der Wasserstoffversprödung
wurde in der JP-A 11-87119 das Inkorporieren einer wasserstoffspeichernden
Legierung in eine oberflächenbehandelnde
Beschichtung eines R2F14B-Basismagneten vorgeschlagen.
Der so behandelte R2F14B-Basismagnet
erfährt
keine Wasserstoffversprödung
unter einer Wasserstoffatmosphäre
mit einem Druck von unter 0,1 MPa wegen einer darin enthaltenen
R-reichen Phase. Unter Wasserstoffatmosphäre mit höherem Druck erfährt der
Magnet jedoch eine Wasserstoffversprödung und kann somit springen,
reißen
oder gar pulverisiert werden.
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Wie
der R2F14B-Basismagnet
enthält
auch der SmCo5-Basismagnet eine R-reiche
Phase und eine SmCo5-Phase, wobei die größere Phase
einen Plateaudruck von ca. 0,3 MPa aufweist. Unter einer Wasserstoffatmosphäre mit einem
Druck von über
0,3 MPa erfährt
der SmCo5-Basismagnet eine Wasserstoffversprödung und
kann somit springen, reißen
oder gar pulverisiert werden.
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Der
Sm2Co17-Basismagnet
ist für
Wasserstoffversprödung
weniger anfällig,
da er eine größere Phase von
2-17-Strukturen aufweist und weniger R-reich als die R2F14B- und SmCo5-Basismagneten
ist und keine R-reiche Phase enthält. Unter einer Wasserstoffatmosphäre mit einem
Druck von über
1 MPa erfährt
jedoch mach der Sm2Co17-Basismagnet,
wie andere Seltenerdmagnete, eine Wasserstoffversprödung und
kann springen, reißen
oder gar pulverisiert werden.
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Ein
Ziel dieser Erfindung ist es, ein oder mehrere der oben beschriebenen
Probleme nach dem Stand der Technik im Bereich von Seltenerdmagneten
zu behandeln. Die vorliegende Erfindung zielt auf die Bereitstellung
eines anderen und/oder verbesserten gesinterten Sm2Co17-Basismagneten und eines Verfahrens zur Herstellung
desselben ab.
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Es
wurde herausgefunden, dass durch Bildung einer Sm2O3 und/oder CoFe2O4 in Co oder Co und Fe enthaltenden Verbundschicht
auf der Oberfläche
eines gesinterten Sm2Co17-Basismagneten
der gesinterte Sm2Co17-Basismagnet
sogar unter Wasserstoffatmosphäre
weniger anfällig
für Wasserstoffversprödung wird und
somit zur Verwendung für
Motoren und andere Gerätschaften,
die dafür
konzipiert sind, langfristig Wasserstoffatmosphäre ausgesetzt zu sein, geeignet
ist. Bei der Herstellung von gesinterten Sm2Co17-Basismagneten kann, durch Unterziehen
des gesinterten Magne ten, nach Sinterung und Alterung, einer mechanischen Behandlung
und daraufhin einer optimalen Wärmehandlung,
eine im Wesentlichen gegen Wasserstoffangriff resistente Schicht
auf der Magnetoberfläche
gebildet werden, wobei die Magneteigenschaften gar nicht oder kaum
beeinträchtigt
werden.
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Der
gesinterte Sm2Co17-Basismagnet
mit der Verbundschicht auf der Oberfläche ist für ein Absplittern anfällig und
muss demzufolge während
des Zusammenbauens des Produkts mit Vorsicht behandelt werden, da
der Magnet sonst splittern könnte.
Ein Splitter auf dem Seltenerdmagneten beeinträchtigt seine magnetischen Eigenschaften
nicht, kann jedoch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Wasserstoffversprödung wesentlich,
bis auf ein dem ohne Beschichtung entsprechendes Niveau, senken.
Das heißt
der gesinterte Sm2Co17-Basismagnet
mit der darauf befindlichen Verbundschicht weist, wenn unter einer
Wasserstoffatmosphäre
mit einem Druck von über
1 MPa gehalten, noch immer eine hohe Wahrscheinlichkeit der Wasserstoffversprödung und
demzufolge des Springens, Reißens
und der Pulverisiert-Werdens
auf. Es wurde herausgefunden, dass durch Aufbringen einer Harzbeschichtung
auf der Oberfläche
der Verbundschicht auf dem gesinterten Sm2Co17-Basismagneten
der Magnet dem Absplittern gegenüber
resistenter wurde. Auf diese Weise kann ein Splittern des Magneten
verhindert werden. Der harzbeschichtete, gesinterte Sm2Co17-Basismagnet ist somit bestens für die Verwendung
in Motoren und in anderen Gerätschaften,
die dafür
konzipiert sind, langfristig Wasserstoffatmosphären ausgesetzt zu sein, geeignet.
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In
einem ersten Aspekt stellt die Erfindung einen gesinterten Seltenerdmagneten
bereit, umfassend oder bestehend im Wesentlichen aus 20 bis 30 Gew.-%
R, worin R Samarium oder zumindest zwei Seltenerdelemente, die zumindest
50 Gew.-% Samarium enthalten, ist, 10 bis 45 Gew.-% Eisen, 1 bis
10 Gew.-% Kupfer, 0,5 bis 5 Gew.-% Zirkonium und als Rest Cobalt
und gelegentliche Verunreinigungen. Der gesinterte Seltenerdmagnet
weist auf seiner Oberfläche
eine Verbundschicht auf, die Sm2O3 oder CoFe2O4 oder beides in Co oder Co und Fe enthält. In einer
bevorzugten Ausführungsform
verfügt
der gesinterte Seltenerdmagnet außerdem über eine Harzbeschichtung auf
der Verbundschicht.
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In
einem zweiten Aspekt stellt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
eines gesinterten Seltenerdmagneten bereit, umfassend die Schritte
des Gießens
einer Legierung derselben Zusammensetzung wie oben definiert; des
Mahlens der Legierung gefolgt von Feinzerkleinerung, Komprimierung
in einem Magnetfeld, Sinterung und Alterung, um einen gesinterten
Magneten zu bilden; des Schneidens und/oder Polierens des Sintermagneten
zur Oberflächenveredelung;
und der Wärmebehandlung
unter einer Atmosphäre
mit einem Sauerstoff-Partialdruck von 1,3 × 10–4 Pa
bis 20,3 kPa (10–6 bis 152 Torr) für etwa 10
Minuten bis 20 Stunden. Das Verfahren kann weiters den Schritt des
Aufbringens einer Harzbeschichtung auf die Oberfläche des
Sintermagneten nach der Wärmebehandlung,
typischerweise durch Sprühbeschichten,
elektrolytisches Abscheiden, Pulverbeschichten oder Eintauchen,
beinhalten.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist eine REM-Mikrofotografie
der Magnetprobe bei der 2-stündigen
Wärmebehandlung
im Vakuum (Sauerstoff-Partialdruck 0,13 Pa (10–3 Torr))
bei 400 °C
aus Beispiel 1.
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2 ist eine REM-Mikrofotografie
der Magnetprobe bei der 2-stündigen
Wärmebehandlung
im Vakuum (Sauerstoff-Partialdruck 0,13 Pa (10–3 Torr))
bei 500 °C
aus Beispiel 2.
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3 ist eine REM-Mikrofotografie
der Magnetprobe aus Vergleichsbeispiel 1.
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4 ist ein XRD-Diagramm von
Beispiel 1.
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5 ist ein XRD-Diagramm von
Vergleichsbeispiel 1.
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6 ist eine REM-Mikrofotografie
des Magneten bei der 2-stündigen
Wärmebehandlung
an Luft bei 500 °C
aus Beispiel 7.
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7 ist eine REM-Mikrofotografie
des Magneten bei der 2-stündigen
Wärmebehandlung
an Luft bei 400 °C
aus Beispiel 8.
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8 ist eine REM-Mikrofotografie
des Magneten aus Vergleichsbeispiel 3.
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9 ist ein XRD-Diagramm des
Magneten von Beispiel 7.
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10 ist ein XRD-Diagramm
des Magneten von Vergleichsbeispiel 7.
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BEVORZUGTE
EIGENSCHAFTEN UND WEITERE DETAILS
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Der
Sm2Co17-Basis-Permanentmagnet
der Erfindung verfügt über eine
Zusammensetzung, die im Wesentlichen aus 20 bis 30 Gew.-% Samarium
oder zumindest zwei Seltenerdelementen, die zumindest 50 Gew.-%
Samarium (Sm) enthalten, 10 bis 45 Gew.-% Eisen (Fe), 1 bis 10 Gew.-%
Kupfer (Cu), 0,5 bis 5 Gew.-% Zirkonium (Zr) und als Rest aus Cobalt
(Co) und gelegentlichen Verunreinigungen besteht. Außer Samarium
schließen
die Seltenerdelemente Neodym (Nd), Cer (Ce), Praseodym (Pr) und
Gadolinium (Gd) ein, was jedoch keiner Einschränkung darauf unterworfen ist.
Zufrieden stellende magnetische Eigenschaften gehen verloren, wenn
der Sm-Gehalt im Seltenerdgemisch unter 50 Gew.% liegt oder wenn
der (Gesamt-)Gehalt des/der Seltenerdelement(e) im Magneten bei
unter 20 Gew.-% oder bei über
30 Gew.-% liegt.
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Der
gesinterte Sm2Co17-Basismagnet
einer Ausführungsform
der Erfindung hat auf der Oberfläche
des gesinterten Magneten der oben definierten Zusammensetzung eine
Verbundschicht, welche Sm2Co3 und/oder CoFe2O4 in Co oder Co
und Fe enthält
und wirksam für
die Verhinderung vom Wasserstoffversprödung ist.
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Die
Verbundschicht weist vorzugsweise eine Dicke von 0,1 μm oder 1 μm bis 3 mm,
noch bevorzugter bis 500 μm,
insbesondere bis 50 μm,
auf. Anders ausgedrückt
hat die Verbundschicht vorzugsweise eine Dicke von 0,01 bis 2 %
der Dicke des Magne ten. Eine Schicht mit einer Dicke von unter 0,1 μm kann gegebenenfalls die
Wasserstoffversprödungsbeständigkeit
nicht bereitstellen, während
eine Schicht dicker als 3 mm zwar den Magneten vor Wasserstoffversprödung schützt, jedoch
den magnetischen Eigenschaften abträglich sein kann.
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Die
Sm2Co3 oder CoFe2O4 in Co oder Co
und Fe enthaltende Schicht bedeutet, dass Teilchen von Sm2Co3 oder CoFe2O4 mit einer Teilchengröße von ca.
1 bis 100 nm in Co oder einem Gemisch aus Co und Fe dispergiert
werden.
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Jedes
gewünschte
Verfahren kann bei der Herstellung des gesinterten Magneten mit
einer Sm2Co3 und/oder
CoFe2O4 enthaltenden
Verbundschicht auf der Oberfläche
verwendet werden. In einer bevorzugten Ausführungsform beinhaltet ein Verfahren
zur Herstellung des gesinterten Magneten die Schritte des Gießens der
Legierung der oben angeführten
Zusammensetzung, des Mahlens der Legierung, der Feinzerkleinerung, des
Komprimierens im Magnetfeld, des Sinterns und des Alterns zur Bildung
eines gesinterten Magneten und darauf folgend der Wärmebehandlung
des Magneten. Alternativ dazu wird das Altern nach der Oberflächenveredelung
vollzogen.
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Unten
wird ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung des Sm2Co17-Basismagneten der Erfindung angeführt. Die
Sm2Co17-Basismagnetlegierung
wird zuerst durch Schmelzen der Rohmaterialien innerhalb des oben
beschriebenen Zusammensetzungsbereichs unter nichtoxidierender Atmosphäre, beispielsweise
durch Hochfrequenzinduktionserwärmung,
und Gießen
der Schmelze hergestellt.
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Die
so gegossene Sm2Co17-Basismagnetlegierung
wird zerkleinert und dann vorzugsweise auf eine mittlere Teilchengröße von 1
bis 10 μm,
insbesondere auf ca. 5 μm,
feinzerkleinert. Das Zerkleinern oder grobe Mahlen kann beispielsweise
unter Inertgasatmosphäre,
etwa unter N2, Ar und dergleichen, mittels
eines Backenbrechers, einer Brown-Mühle oder Stiftmühle oder
durch Hydrierung ausgeführt
werden. Die Feinzerkleinerung oder Feinmahlung kann unter Verwendung
einer Nasskugelmühle
mit Alkohol oder Hexan als Lösungsmittel
oder einer Trockenkugelmühle
un ter Inertgasatmosphäre,
z.B. unter N2, Ar und dergleichen, oder
einer einen Inertgasstrom, z.B. N2, Ar und
dergleichen, verwendenden Strahlmühle durchgeführt werden.
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Das
feinzerkleinerte Pulver wird dann mittels einer magnetischen Formpresse
mit einer Komprimierungsfähigkeit
in einem Magnetfeld von vorzugsweise zumindest 1,0 T (kOe) und vorzugsweise
unter einem Druck von 49,0 MPa (500 kg/cm2)
bis weniger als 196 MPa (2.000 kg/cm2) komprimiert.
Der Pressling wird dann zum Sintern und zur Lösungsbehandlung in einem Glühofen mit
einer nichtoxidierenden Gasatmosphäre, z.B. Argon, vorzugsweise ½ bis 5
Stunden lang vorzugsweise bei Temperaturen von 1.100 °C, noch bevorzugter
von 1.150 °C,
bis 1.300 °C,
noch bevorzugter bis 1.250 °C,
erhitzt. Unmittelbar nach dem Sinterschritt wird der Pressling abgeschreckt.
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Der
gesinterte Magnet wird daraufhin gealtert. Die Alterungsbehandlung
umfasst das Halten unter Argonatmosphäre, vorzugsweise bei Temperaturen
von 700 °C,
noch bevorzugter von 750 °C,
bis 900 °C,
noch bevorzugter bis 850 °C,
vorzugsweise ca. 5 bis 40 Stunden lang, und das langsame Abkühlen, beispielsweise mit
einer Geschwindigkeit von –1,0 °C/min. Der
gealterte Pressling wird geschnitten und/oder zur Oberflächenveredelung
poliert.
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Nach
der Oberflächenveredelung
wird der Magnet unter Inertgas- (Ar, N2 usw.),
Luft- oder Vakuumatmosphäre mit einem
Sauerstoff-Partialdruck von 1,3 × 10–4 bis
20.265 Pa (106 bis 152 Torr), vorzugsweise
von 0,13 bis 20.265 Pa (10–3 bis 152 Torr), noch
bevorzugter von 133 bis 20.265 Pa (10° bis 152 Torr), ca. 10 Minuten
bis 20 Stunden lang und vorzugsweise bei einer Temperatur von 80
bis 850 °C
wärmebehandelt.
Besonders wenn Exposition gegenüber
einer Hochdruck-Wasserstoffatmosphäre geplant ist, wird eine Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 80 bis 600 °C oder 400 bis 850 °C, vorzugsweise
von 400 bis 600 °C,
bevorzugt. Ebenfalls wird das Durchführen der Wärmebehandlung unter einen Sauerstoff-Partialdruck
von 133 Pa bis 20,3 kPa (1 bis 152 Torr) aufweisender und somit
eine relativ große
Sauerstoffmenge enthaltender Atmosphäre bevorzugt. In Bezug auf
Dauer und Temperatur der Wärmebehandlung
ist eine Dauer von weniger 10 Minuten auf grund der vermehrt auftretenden
Veränderungen
nicht angemessen, während
eine Dauer von über
20 Stunden nicht effizient ist und die magnetischen Eigenschaften
verschlechtern kann. Eine Temperatur von unter 80 °C macht eine
längere
Dauer der Wärmebehandlung
erforderlich, bis ein Seltenerdmagnet (mit einer darauf gebildeten
Verbundschicht) mit verbesserter Wasserstoffangriffsbeständigkeit
erhalten wird, und das Verfahren wird ineffizient. Eine Temperatur über 850 °C kann zu
einer Phasentransformation beim Magneten führen und seine magnetischen
Eigenschaften mindern.
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Die
Dauer der Wärmebehandlung
liegt vorzugsweise von ca. 10 Minuten oder bevorzugter von ca. 1 Stunde,
bis 10 Stunden, bevorzugter bis 5 Stunden, während der eine Verbundschicht
mit einer bevorzugten Dicke von 0,1 μm bis 3 mm auf der Oberfläche des
Magneten als wasserstoffversprödungsverhindernde Schicht
gebildet wird. Die Verbundschicht weist feine, hauptsächlich,
wie oben beschrieben, in Co oder Co und Fe dispergierte Teilchen
von Sm2O3 und/oder
CoFe2O4 auf. In
Abwesenheit einer Co-Matrix ist die Verbundschicht für das Verhindern
von Wasserstoffversprödung
wirkungslos und verursacht eine Verschlechterung der magnetischen
Eigenschaften.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird eine Harzbeschichtung auf der Oberfläche des
gesinterten Seltenerdmagneten mit der Sm2O3 und/oder CoFe2O4 in Co oder Co und Fe enthaltenden Verbundschicht
gebildet. Die Harzbeschichtung wird, beispielsweise durch Sprühbeschichten,
elektrolytisches Abscheiden, Pulverbeschichten oder Eintauchen,
auf der Verbundschicht gebildet.
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Das
hierin verwendete Harz ist nicht entscheidend und kann aus hitzehärtbaren
und thermoplastischen Harzen, beispielsweise Acryl-, Epoxid-, Phenol-,
Silikon-, Polyester-, Polyimid-, Polyamid- und Polyurethanharzen,
ausgewählt
werden. Aufgrund der besseren Wärmebeständigkeit
wird die Verwendung von hitzehärtbaren
Harzen bevorzugt. Die hierin verwendeten Harze weisen ein Molekulargewicht
(MG) von ca. 200 bis ca. 100.000 oder mehr, vorzugsweise von ca.
200 bis 10.000, auf. Unter anderem werden Ölharze bevorzugt.
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Das
Harzbeschichtungsverfahren wird aus herkömmlichen Beschichtungsverfahren,
wie Sprühbeschichten,
elektrolytisches Abscheiden, Pulverbeschichten oder Eintauchen,
ausgewählt. Üblicherweise
weist die Harzbeschichtung eine Dicke von 1 μm, vorzugsweise von 10 μm, und noch
bevorzugter von 10 μm,
bis 3 mm, vorzugsweise bis 1 mm, noch bevorzugter bis 500 μm, auf, wobei
die Dicke jedoch von den Maßen
des Magneten abhängt.
Ein gleichmäßiges Auftragen
einer Harzbeschichtung dünner
als 1 μm
ist nur schwer möglich
und ist deshalb manchmal nicht imstande, ein Splittern des Magneten
zu verhindern. Eine Harzbeschichtung dicker als 3 mm kann kosten-
und zeitintensiv sein, was die Herstellung ineffizient macht.
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Der
so erhaltene gesinterte Seltenerdmagnet ist sogar bei der Hydrierung
unter einem Wasserstoffdruck von 1 bis 5 MPa bei 25 °C gegenüber Zersetzung
und Sprüngen
resistent und demzufolge zur Verwendung in Motoren und Ähnlichem
geeignet.
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BEISPIELE
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Die
unten angeführten
Beispiele für
die Erfindung dienen der Illustration und nicht dem Zweck der Einschränkung. Die
Abkürzung
VSM steht für
Schwingprobenmagnetometer, XRD für
Röntgenbeugungsanalyse und
REM für
Rasterelektronenmikroskop.
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Beispiel 1
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Eine
Sm2Co17-Basismagnetlegierung
wurde durch Vermischen der Rohmaterialien, um eine aus 25,5 Gew.-%
Sm, 14,0 Gew.-% Fe, 4,5 Gew.-% Cu, 3,0 Gew.-% Zr und als Rest Co
bestehende Zusammensetzung zu erhalten, durch Schmelzen des Gemischs
in einem Aluminiumoxidtiegel in einem Hochfrequenzofen mit einer
Argongasatmosphäre
und durch Gießen
der Schmelze in eine Form hergestellt.
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Die
Sm2Co17-Basismagnetlegierung
wurde mittels eines Backenbrechers und einer Brown-Mühle auf eine
Größe von unter
ca. 500 μm
zerkleinert, worauf die Feinzerkleinerung mithilfe einer einen Stickstoffstrahl verwendenden
Strahlmühle
auf eine mittlere Teilchengröße von 5 μm folgte.
Unter Verwendung einer magnetischen Formpresse wurde das feinzerkleinerte
Pulver in einem Magnetfeld von 1,5 T (15 kOe) unter einem Druck
von 147 MPa (1,5 t/cm2) komprimiert. Mittels
eines Glühofens
wurde der Pressling unter Argonatmosphäre 2 Stunden lang bei 1.200 °C gesintert
und dann 1 Stunde lang unter Argonatmosphäre bei 1.185 °C einer Lösungsbehandlung
unterzogen. Nach der Lösungsbehandlung
wurde der gesinterte Magnet abgeschreckt. Der gesinterte Magnet
wurde 10 Stunden lang unter Argonatmosphäre bei 800 °C gehalten und mit einer Geschwindigkeit
von –1,0 °C/min langsam
auf 400 °C
abgekühlt
und so gealtert. Aus dem gesinterten Magneten wurde ein Magnetblock
mit den Maßen
5 × 5 × 5 mm maschinell
herausgearbeitet und mit einem VSM auf seine magnetischen Eigenschaften
hin untersucht.
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Der
Magnetblock wurde einer 2-stündigen
Wärmebehandlung
im Vakuum (Sauerstoff-Partialdruck 0,13 Pa (10–3 Torr))
bei 400 °C
unterzogen und dann langsam auf Raumtemperatur abgekühlt. Die
magnetischen Eigenschaften der wärmebehandelten
Probe (für
einen Hydrierungstest) wurden mit einem VSM gemessen, ihre Phase
mittels XRD-Analyse identifiziert und ihre Struktur unter einem
REM betrachtet.
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Die
Probe wurde zur Durchführung
eines Hydrierungstests in ein Druckgefäß gegeben, welches unter folgenden
Bedingungen dicht verschlossen wurde: Wasserstoff, 3 MPa und 25 °C, und die
Probe wurde 24 Stunden lang unter diesen Bedingungen stehen gelassen.
Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen, und
ihre magnetischen Eigenschaften wurden erneut mit einem VSM gemessen.
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Beispiel 2
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Ein
gesinterter Magnet wurde unter Verwendung derselben Zusammensetzung
und desselben Verfahrens wie in Beispiel 1 hergestellt. Entsprechend
wurde ein Magnetblock mit den Maßen 5 × 5 × 5 mm maschinell aus dem gesinterten
Magneten gefertigt und auf seine magnetischen Eigenschaften hin
mit einem VSM untersucht.
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Der
Magnetblock wurde 2 Stunden lang im Vakuum (Sauerstoff-Partialdruck
0,13 Pa (10–3 Torr))
bei 500 °C
wärmebehandelt
und dann langsam auf Raumtemperatur abgekühlt. Die magnetischen Eigenschaften der
wärmebehandelten
Probe (für
einen Hydrierungstest) wurden mit einem VSM gemessen und ihre Struktur unter
einem REM betrachtet.
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Die
Probe wurde demselben Hydrierungstest wie in Beispiel 1 unterzogen.
Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen,
und ihre magnetischen Eigenschaften wurden erneut mit einem VSM
gemessen.
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Vergleichsbeispiel 1
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Ein
gesinterter Magnet wurde unter Verwendung derselben Zusammensetzung
und desselben Verfahrens wie in Beispiel 1 hergestellt. Entsprechend
wurde ein Magnetblock mit den Maßen 5 × 5 × 5 mm maschinell aus dem gesinterten
Magneten gefertigt. Die magnetischen Eigenschaften dieser wärmebehandelten
Probe wurden mit einem VSM gemessen, ihre Phase mittels XRD-Analyse
identifiziert und ihre Struktur unter einem REM betrachtet.
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Die
Magnetprobe wurde demselben Hydrierungstest wie in Beispiel 1 unterzogen.
Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen,
und seine magnetischen Eigenschaften wurden erneut mit einem VSM
gemessen.
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Die 1, 2 und 3 sind
Mikrofotografien, welche die Struktur der Proben aus den Beispielen
1 und 2 bzw. aus dem Vergleichsbeispiel 1 zeigen. Tabelle 1 zeigt
die Bedingungen bei der Wärmehandlung
und beim Hydrierungstest, den Zustand nach dem Hydrierungstest und
die Dicke der Sm2O3 in
Co oder Co + Fe enthaltenden Verbundschicht auf. Die Proben aus
den Beispielen 1 und 2 blieben unverändert, während jene aus Vergleichsbeispiel
1 brüchig
war. Es ist somit klar erkennbar, dass die Proben aus den Beispielen
1 und 2 keine Wasserstoffversprödung
erfuhren. In Tabelle 2 werden die magnetischen Eigenschaften der
Magnete vor und nach der Wärmebehandlung
sowie nach dem Hydrierungstest angeführt. Nach der Wärmebehandlung
und nach dem Hydrierungstest zeigten sich in Beispiel 1 und Beispiel
2 im Wesentlichen keine Veränderungen
der magnetischen Eigenschaften, was darauf hinweist, dass in Beispiel
1 und Beispiel 2 eine Beeinträchtigung
der magnetischen Eigenschaften durch Wärmebehandlung und Wasserstoffversprödung verhindert
werden konnte. Die magnetischen Eigenschaften für Vergleichsbeispiel 1 konnten
aufgrund der durch Hydrieren brüchig
gewordenen Probe nicht gemessen werden.
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Die 4 und 5 sind XRD-Diagramme des Beispiels 1
bzw. des Vergleichsbeispiels 1. Im XRD-Diagramm aus Beispiel 1 treten
Sm2Co17-Reflexe
genauso wie Co- (bcc (kubisch raumzentriert) und fcc (kubisch flächenzentriert))
und Sm2O3-Reflexe
auf. Im XRD-Diagramm aus Vergleichsbeispiel 1 finden sich zwar Sm2Co17-Reflexe, jedoch
keine Co- (bcc und fcc) und Sm2O3-Reflexe.
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Beispiel 3
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Eine
Sm2Co17-Basismagnetlegierung
wurde durch Vermischen der Rohmaterialien, um eine aus 25,5 Gew.-%
Sm, 20,0 Gew.-% Fe, 4,5 Gew.-% Cu, 3,0 Gew.-% Zr und als Rest Co
bestehende Zusammensetzung zu erhalten, durch Schmelzen des Gemischs
in einem Aluminiumoxidtiegel in einem Hochfrequenzofen mit einer
Argongasatmosphäre
und durch Gießen
der Schmelze in eine Form hergestellt.
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Die
Sm2Co17-Basismagnetlegierung
wurde mittels eines Backenbrechers und einer Brown-Mühle auf eine
Größe von unter
ca. 500 μm
zerkleinert, worauf die Feinzerkleinerung mithilfe einer einen Stickstoffstrahl verwendenden
Strahlmühle
auf eine mittlere Teilchengröße von 5 μm folgte.
Unter Verwendung einer magnetischen Formpresse wurde das feinzerkleinerte
Pulver in einem Magnetfeld von 1,5 T (15 kOe) unter einem Druck
von 147 MPa (1,5 t/cm2) komprimiert. Mittels
eines Glühofens
wurde der Pressling unter Argonatmosphäre 2 Stunden lang bei 1.200 °C gesintert
und dann 1 Stunde lang unter Argonatmosphäre bei 1.185 °C einer Lösungsbehandlung
unterzogen. Nach der Lösungsbehandlung
wurde der gesinterte Magnet abgeschreckt. Der gesinterte Magnet
wurde 10 Stunden lang unter Argonatmosphäre bei 800 °C gehalten und mit einer Geschwindigkeit
von –1,0 °C/min langsam
auf 400 °C
abgekühlt
und so gealtert. Aus dem gesinterten Magneten wurde ein Magnetblock
mit den Maßen
5 × 5 × 5 mm maschinell
herausgearbeitet und mit einem VSM auf seine magnetischen Eigenschaften
hin untersucht.
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Der
Magnetblock wurde einer 2-stündigen
Wärmebehandlung
an Luft (Sauerstoff-Partialdruck
20265 Pa (152 Torr)) bei 400 °C
unterzogen und dann langsam auf Raumtemperatur abgekühlt
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Die
Magnetprobe wurde zur Durchführung
eines Hydrierungstests in ein Druckgefäß gegeben, welches unter folgenden
Bedingungen dicht verschlossen wurde: Wasserstoff, 3 MPa und 25 °C, und die
Probe wurde 24 Stunden lang unter diesen Bedingungen stehen gelassen.
Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen
und ihre magnetischen Eigenschaften erneut mit einem VSM gemessen.
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Beispiele 4 und 5
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Ein
gesinterter Magnet wurde unter Verwendung derselben Zusammensetzung
und desselben Verfahrens wie in Beispiel 3 hergestellt. Entsprechend
wurde ein Magnetblock mit den Maßen 5 × 5 × 5 mm maschinell aus dem gesinterten
Magneten gefertigt und auf seine magnetischen Eigenschaften hin
mit einem VSM untersucht.
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Der
Magnetblock wurde in Beispiel 4 2 Stunden lang im Vakuum (Sauerstoff-Partialdruck
0,13 Pa (10–3 Torr))
bei 500 °C
und in Beispiel 5 2 Stunden lang im Vakuum (Sauerstoff-Partialdruck
1,3 × 10–4 Pa
(10–6 Torr)) bei
600 °C wärmebehandelt
und dann langsam auf Raumtemperatur abgekühlt. Die magnetischen Eigenschaften
der wärmebehandelten
Probe (für
einen Hydrierungstest) wurden mit einem VSM gemessen und ihre Struktur
unter einem REM betrachtet.
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Die
Probe wurde demselben Hydrierungstest wie in Beispiel 3 unterzogen.
Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen,
und ihre magnetischen Eigenschaften wurden erneut mit einem VSM
gemessen.
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Vergleichsbeispiel 2
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Ein
gesinterter Magnet wurde unter Verwendung derselben Zusammensetzung
und desselben Verfahrens wie in Beispiel 3 hergestellt. Entsprechend
wurde ein Magnetblock mit den Maßen 5 × 5 × 5 mm maschinell aus dem gesinterten
Magneten gefertigt. Diese Probe wurde auf ihre magnetischen Eigenschaften
hin mit einem VSM untersucht. Die Probe wurde demselben Hydrierungstest
wie in Beispiel 3 unterzogen. Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen,
und ihre magnetischen Eigenschaften wurden erneut mit einem VSM gemessen.
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Tabelle
3 zeigt die Bedingungen bei der Wärmehandlung und beim Hydrierungstest
sowie den Zustand nach dem Hydrierungstest auf. Die Proben aus den
Beispielen 3, 4 und 5 waren nach dem Hydrierungstest unverändert, während die
Probe aus Vergleichsbeispiel 2 brüchig war. Es ist somit klar
erkennbar, dass die Proben aus den Beispielen 3, 4 und 5 keine Wasserstoffversprödung erfuhren.
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In
Tabelle 4 werden die magnetischen Eigenschaften der Magneten vor
und nach der Wärmebehandlung
sowie nach dem Hydrierungstest angeführt. Nach der Wärmebehandlung
und nach dem Hydrierungstest zeigten sich bei den Proben aus den
Beispielen 3, 4 und 5 im Wesentlichen keine Veränderungen der magnetischen
Eigenschaften, was darauf hinweist, dass in den Beispielen 3, 4
und 5 eine Beeinträchtigung
der magnetischen Eigenschaften durch Wärmebehandlung und Wasserstoffversprödung verhindert
werden konnte. Die magnetischen Eigenschaften nach der Hydrierung
für Vergleichsbeispiel
2 konnten aufgrund der durch Hydrieren brüchig gewordenen Probe nicht
gemessen werden.
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Beispiel 6
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Ein
gesinterter Magnet wurde unter Verwendung derselben Zusammensetzung
und desselben Verfahrens wie in Beispiel 3 hergestellt. Entsprechend
wurde ein Magnetblock mit den Maßen 5 × 5 × 5 mm maschinell aus dem gesinterten
Magneten gefertigt.
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Der
Magnet wurde wie in Beispiel 3 erhitzt und dann langsam auf Raumtemperatur
abgekühlt,
wodurch eine Probe für
den Hydrierungstest erhalten wurde.
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Die
Magnetprobe wurde zur Durchführung
eines Hydrierungstests in ein Druckgefäß gegeben, welches unter folgenden
Bedingungen dicht verschlossen wurde: Wasserstoff, 3 MPa und 80 °C, 120 °C bzw. 160 °C, und die
Probe wurde 24 Stunden lang unter diesen Bedingungen stehen gelassen.
Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen.
Die Ergebnisse werden in Tabelle 5 aufgeführt.
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Beispiel 7
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Eine
Sm2Co17-Basismagnetlegierung
wurde durch Vermischen der Rohmaterialien, um eine aus 25,5 Gew.-%
Sm, 16,0 Gew.-% Fe, 4,5 Gew.-% Cu, 3,0 Gew.-% Zr und als Rest Co
bestehende Zusammensetzung zu erhalten, durch Schmelzen des Gemischs
in einem Aluminiumtiegel in einem Hochfrequenzofen mit einer Argongasatmosphäre und durch
Gießen
der Schmelze in eine Form hergestellt.
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Die
Sm2Co17-Basismagnetlegierung
wurde mittels eines Backenbrechers und einer Brown-Mühle auf eine
Größe von unter
ca. 500 μm
zerkleinert, worauf die Feinzerkleinerung mithilfe einer einen Stickstoffstrahl verwendenden
Strahlmühle
auf eine mittlere Teilchengröße von 5 μm folgte.
Unter Verwendung einer magnetischen Formpresse wurde das feinzerkleinerte
Pulver in einem Magnetfeld von 1,5 T (15 kOe) unter einem Druck
von 147 MPa (1,5 t/cm2) komprimiert. Mittels
eines Glühofens
wurde der Pressling unter Argonatmosphäre 2 Stunden lang bei 1.195 °C gesintert
und dann 1 Stunde lang unter Argonatmosphäre bei 1.180 °C einer Lösungsbehandlung
unterzogen. Nach der Lösungsbehandlung
wurde der gesinterte Magnet abgeschreckt. Der gesinterte Magnet
wurde 10 Stunden lang unter Argonatmosphäre bei 800 °C gehalten und mit einer Geschwindigkeit
von –1,0 °C/min langsam
auf 400 °C
abgekühlt
und so gealtert. Aus dem gesinterten Magneten wurde ein Magnet block
mit den Maßen
5 × 5 × 5 mm maschinell
herausgearbeitet und mit einem VSM auf seine magnetischen Eigenschaften
hin untersucht.
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Der
Magnetblock wurde einer 2-stündigen
Wärmebehandlung
an Luft bei 500 °C
unterzogen und dann langsam auf Raumtemperatur abgekühlt. Die
Phase des Magnetblocks wurde mittels XRD-Analyse identifiziert und
ihre Struktur unter einem REM betrachtet.
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6 ist eine REM-Mikrofotografie
des Magneten bei der 2-stündigen
Wärmebehandlung
an Luft bei 500 °C. 9 ist eine XRD-Diagramm
desselben Magneten.
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Eine
Epoxidharzschicht wurde mittels Sprühbeschichtung auf den wärmebehandelten
Magneten aufgebracht. Die magnetischen Eigenschaften der beschichteten
Magnetprobe wurden mit einem VSM gemessen.
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Die
beschichtete Magnetprobe wurde zur Durchführung eines Hydrierungstests
in ein Druckgefäß gegeben,
welches unter folgenden Bedingungen dicht verschlossen wurde: Wasserstoff,
3 MPa und 25 °C,
und die Probe wurde 24 Stunden lang unter diesen Bedingungen stehen
gelassen. Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen und die magnetischen
Eigenschaften erneut mit einem VSM gemessen.
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Beispiel 8
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Ein
gesinterter Magnet wurde unter Verwendung derselben Zusammensetzung
und desselben Verfahrens wie in Beispiel 7 hergestellt. Entsprechend
wurde ein Magnetblock mit den Maßen 5 × 5 × 5 mm maschinell aus dem gesinterten
Magneten gefertigt und seine magnetischen Eigenschaften mittels
VSM gemessen.
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Der
Magnetblock wurde einer 2-stündigen
Wärmebehandlung
an Luft bei 400 °C
unterzogen und dann langsam auf Raumtemperatur abgekühlt. Die
Struktur des Magnetblocks wurde unter einem REM betrachtet.
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7 ist eine REM-Mikrofotografie
des Magneten bei der 2-stündigen
Wärmebehandlung
an Luft bei 400 °C.
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Ein
Epoxidharz wurde mittels Sprühbeschichtung
auf den wärmebehandelten
Magneten aufgebracht. Die magnetischen Eigenschaften der beschichteten
Magnetprobe wurden mit einem VSM gemessen.
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Die
beschichtete Magnetprobe wurde demselben Hydrierungstest wie in
Beispiel 7 unterzogen. Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen
und die magnetischen Eigenschaften erneut mit einem VSM gemessen.
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Beispiel 9
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Ein
gesinterter Magnet wurde unter Verwendung derselben Zusammensetzung
und desselben Verfahrens wie in Beispiel 7 hergestellt. Entsprechend
wurde ein Magnetblock mit den Maßen 5 × 5 × 5 mm maschinell aus dem gesinterten
Magneten gefertigt.
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Wie
in Beispiel 7 wurde der Magnetblock wurde einer 2-stündigen Wärmebehandlung
an Luft bei 500 °C
unterzogen und dann langsam auf Raumtemperatur abgekühlt.
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Wie
in Beispiel 7 wurde ein Epoxidharz mittels Sprühbeschichtung auf den wärmebehandelten
Magneten aufgebracht. Die beschichtete Magnetprobe wurde aus einer
Höhe von
10 cm auf eine Stahlplatte fallen gelassen, bevor er demselben Hydrierungstest
wie in Beispiel 7 unterzogen wurde. Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen.
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Vergleichsbeispiel 3
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Ein
gesinterter Magnet wurde unter Verwendung derselben Zusammensetzung
und desselben Verfahrens wie in Beispiel 7 hergestellt. Entsprechend
wurde ein Magnetblock mit den Maßen 5 × 5 × 5 mm maschinell aus dem gesinterten
Magneten gefertigt und auf ihre magnetischen Eigenschaften hin mit
einem VSM untersucht. Ebenfalls wurde, wie in Beispiel 7, ihre Phase
mittels XRD-Analyse identifiziert und ihre Struktur unter einem
REM betrachtet.
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8 ist eine REM-Mikrofotografie
des Magneten. 10 ist
ein XRD-Diagramm derselben Probe. Ein Vergleich von 9 mit 10 wurde
angestellt. Im XRD-Diagramm des Beispiels 7 finden sich Co- (bcc und
fcc), CoFe2O4- und
Sm2O3-Reflexe. Im
XRD-Diagramm des Vergleichsbeispiels 3 finden sich zwar Sm2Co17-Reflexe, jedoch
keine Co- (bcc und fcc), CoFe2O4-
und Sm2O3-Reflexe.
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Die
Magnetprobe wurde demselben Hydrierungstest wie in Beispiel 7 unterzogen.
Die Magnetprobe wurde dem Gefäß entnommen.
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Tabelle
6 zeigt die Bedingungen bei der Wärmehandlung, die Gegenwart
oder Abwesenheit einer Harzbeschichtung, die Bedingungen beim Hydrierungstest,
den Zustand nach dem Hydrierungstest und die Dicke der Verbundschicht
mit fein in Co oder Co + Fe dispergiertem CoFe2O4 und/oder Sm2O3 auf. Die Proben aus den Beispielen 7 und
8 waren nach dem Hydrierungstest unverändert, während jene aus Vergleichsbeispiel
3 brüchig
war. Es ist somit klar erkennbar, dass die Proben aus den Beispielen
7 und 8 keine Wasserstoffversprödung
erfuhren.
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In
Tabelle 7 werden die magnetischen Eigenschaften der Magneten vor
und nach der Wärmebehandlung
sowie nach dem Hydrierungstest angeführt. Nach der Wärmebehandlung
und nach dem Hydrierungstest zeigten sich in Beispiel 7 und Beispiel
8 im Wesentlichen keine Veränderungen
der magnetischen Eigenschaften, was darauf hinweist, dass in Beispiel
7 und Beispiel 8 eine Beeinträchtigung
der magnetischen Eigenschaften durch Wärmebehandlung und Wasserstoffversprödung verhindert
werden konnte. Die magnetischen Eigenschaften nach dem Hydrieren
für Vergleichsbeispiel
3 konnten aufgrund der durch Hydrieren brüchig gewordenen Probe nicht
gemessen werden.
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Tabelle
8 zeigt die Bedingungen bei der Wärmehandlung, die Gegenwart
oder Abwesenheit einer Harzbeschichtung, die Bedingungen beim Hydrierungstest
und den Zustand nach dem Hydrierungstest. Die Probe aus Beispiel
9 war nach dem Hydrierungstest unverändert. Es ist somit klar erkennbar,
dass die Probe aus Beispiel 8 keine Wasserstoffversprödung erfuhr
und dass zusätzlich
die Harzbeschichtung ein Splittern verhinderte.
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Die
gesinterten Sm2Co17-Basismagnete
der Erfindung sind für
die Verwendung in Motoren geeignete Seltenerdmagnete, da die Magnete
keine Wasserstoffversprödung
erfahren, auch wenn sie lange Zeit Wasserstoffatmosphäre ausgesetzt
sind. Mit dem Verfahren der Erfindung werden sie auf effektive Weise
hergestellt.
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Obwohl
einige bevorzugte Ausführungsformen
beschrieben wurden, können
im Lichte der obigen Lehren zahlreiche Modifikationen und Variationen
daran vorgenommen werden. Es versteht sich daher, dass die Erfindung
anders als hierin spezifisch beschrieben in die Praxis umgesetzt
werden kann, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.