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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von elastischen
Bandagen wie etwa Stützkörpern, die
im Inneren von Luftreifen zum Tragen der Last im Falle einer Reifenpanne
verwendet werden. Sie betrifft noch genauer Verfahren und Vorrichtungen
zur Herstellung von Stützkörpern, die
in ihrer Basis einen im Wesentlichen nicht dehnbaren Gürtel aufweisen,
der beispielsweise durch zur Verstärkung dienende Drähte von
der Art realisiert ist, wie sie üblicherweise
zur Verstärkung
von Reifen dienen.
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In
der vorliegenden Beschreibung bezeichnet der Ausdruck "Draht" in seiner allgemeinen
Bedeutung sowohl Monofilamente als auch Multifilamente oder Verbundstrukturen
wie Kabel, Zwirne oder beliebige Typen äquivalenter Verbundstrukturen,
und zwar für
beliebige Materialien und Behandlungen dieser Drähte. So kann es sich zum Beispiel um
Oberflächenbehandlungen, Überzüge oder
Vorschlichtung zur Förderung
der Haftung an den zugeordneten, zur Ausformung verwendeten Materialien handeln.
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Die
Patentanmeldung
EP 0 796 747 beschreibt
solche Stützkörper, und
die Patentanmeldung
EP 1 000
728 beschreibt ein besonderes Verfahren zur Herstellung
solcher Stützkörper.
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Das
in der Patentanmeldung
EP 1 000
728 beschriebene Verfahren besteht in der Ausformung eines
Stützkörpers in
einem Formhohlraum, in dem zuvor ein zur flexiblen Umfangsverstärkung dienender
Gürtel
vorgesehen wurde. Dieser Gürtel
wird so fest mit dem Ausformungsmaterial verbunden und dient dazu,
dem erzeugten Stützkörper bestimmte mechanische
Eigenschaften zu verleihen. Die in dem Dokument
EP 1 000 728 beschriebene Vorrichtung weist
einen Formhohlraum auf, der um einen im Wesentlichen zylindrischen
Kern herum vorgesehen ist, dessen Umfang zwischen einer Formgebungsanordnung,
in welcher der Durchmesser des Kerns dem Be zugsdurchmesser des Stützkörpers entspricht, und
einer kleineren Anordnung (der Entformungsanordnung) variieren kann,
in welcher der Umfang kleiner ist als das Produkt des Bezugsdurchmessers
mit der Zahl π.
Die Haupt-Herstellungsschritte sind wie folgt:
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- – Einsetzten
eines Gürtels
(in irgendeiner geeigneten Weise vorgefertigt), der die zur Verstärkung dienenden
Drähte
enthält,
um den Kern in seiner kleineren Anordnung (Entformungsanordnung) herum,
- – Herstellen
der Formgebungsanordnung des Kerns (Bezugsdurchmesser),
- – Schließen des
Formwerkzeugs,
- – Füllen des
Formwerkzeugs unter Druck (durch Spritzgießen oder Spritzpressen),
- – Öffnen des
Formwerkzeugs,
- – Entnehmen
des ausgeformten Stützkörpers.
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Dieses
Verfahren umfasst mehrere Stufen, die einen relativ langen Herstellungszyklus
bilden. Die zum Füllen
der Form und zur Vernetzung des Ausformungsmaterials erforderliche
Zeit ist variabel und hängt
hauptsächlich
von dem zum Ausformen verwendeten Material, den verschiedenen Regelungstemperaturen,
den allgemeinen Abmessungen des Stützkörpers, aber vor allem von der örtlichen
Dicke der verschiedenen Teile des Stützkörpers ab. Insbesondere die
zu einer ausreichenden Vernetzung des Ausformungsmaterials (für eine mit
den Beanspruchungen beim Entformen und der Handhabung in Einklang
stehende Festigkeit) erforderliche Zeit stellt einen wichtigen und
a priori nicht verkürzbaren
Teil der Zyklusdauer dar. So dauert zum Beispiel im Fall eines aus
Kautschuk hergestellten Stützkörpers seine
Vernetzung mehrere Minuten. Ein weiterer wichtiger Teil der Zyklusdauer
entspricht den Verfahrensschritten der Vorbereitung der Ausformung
und der Entnahme des ausgeformten Stützkörpers. Das Einsetzen des Verstärkungsgürtels vor
der Ausformung ist heikel, da man sich seiner guten Positionierung
in Bezug auf den Formhohlraum vergewissern muss. Ebenso ist die
Entnahme des Stützkörpers nach
dem Ausformen gleichfalls schwierig und verlangt von der Bedienungsperson
eine erhebliche Anstrengung, besonders im Falle großer Abmessungen.
Diese Operationen sind daher relativ langwierig und erfordern demzufolge
einen Stillstand des Produktionswerkzeugs. Darüber hinaus findet, da die Form
während
dieser Manipulationen naturgemäß offen
ist, ein erheblicher Wärmeaustausch
statt, der zu einer Abkühlungstendenz
der Form führt,
was die Vernetzung bei der nachfolgenden Formgebung verlangsamt.
Da diese Verfahrensmaßnahmen
manuell durchgeführt
werden, erfordert dies ferner die Verfügbarkeit einer Arbeitskraft
zu genauen Zeitpunkten des Herstellungszyklus, damit die Produktivität der Einrichtung
nicht auch noch durch zusätzliche
Wartezeit beeinträchtigt
wird. Wenn das Einsetzen des Gürtels
in die Form manuell von der Person vorgenommen wird, die gerade
den ausgeformten Stützkörper des
vorhergehenden Zyklus herausgenommen hat, muss diese Person zunächst den
fertiggestellten Stützkörper ablegen,
bevor sie in der Lage ist, einen Verstärkungsgürtel zu ergreifen und ihn im Inneren
der Form zu positionieren, was wiederum eine nicht produktive Maschinenzeit
darstellt. Die allgemein hohe Temperatur der Formen kompliziert
außerdem
diese Manipulationen ebenfalls.
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Aufgrund
der Dauer und der Variabilität
dieser Stillstandszeit und damit der Zeitdauer, während der
das Formwerkzeug offen ist, wird die Regelung der Temperatur der
verschiedenen Teile der Form kompliziert. Da diese Zeitdauer variabel
ist, wird daher die natürliche
Abkühlung
der Formwände
ebenfalls variabel.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Verringerung der mittleren
Zeitdauer eines Herstellungszyklus gegenüber dem bekannten Ver fahren
zu ermöglichen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, die Abhängigkeit
des Verfahrens hinsichtlich der Verfügbarkeit der Arbeitskraft zu
verringern, um insbesondere den Betrieb des Produktionswerkzeugs wirkungsvoller
und regelmäßiger zu
machen, was ferner eine größere Homogenität der Produktion
und damit potentiell eine bessere Kontrolle der Herstellungsqualität zur Folge
hat. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, zu ermöglichen,
die Verfahrensmaßnahmen
des Füllens
und Entleerens der Presse durchführen
zu können,
ohne das Formwerkzeug oder einen Teil davon von der Presse abzunehmen. Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine möglichst
kompakte Vorrichtung anzugeben, um übliche und nicht speziell für diese
Anwendung dimensionierte Pressen verwenden zu können. Eine weitere Aufgabe
der Erfindung liegt darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben,
die eine bedeutende oder vollständige
Automatisierung der Herstellung ermöglichen.
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Das
Verfahren und die Vorrichtung der Erfindung erlauben die Lösung dieser
verschiedenen Aufgaben sowie anderer Aufgaben, die aus der Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen
hervorgehen.
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Die
Erfindung besteht in einem Verfahren zur Herstellung eines Stützkörpers, der
zur Anbringung auf einer Fahrzeugfelge bestimmt ist, wobei
der
Stützkörper eine
Achse A, eine Basis, die durch eine radial innere, im Wesentlichen
zylindrische Fläche
begrenzt ist und dazu bestimmt ist, um die Felge herum angebracht
zu werden, einen Scheitel, der dazu bestimmt ist, die Last zu tragen,
und einen Körper
aufweist, der die Basis mit dem Scheitel verbindet, die Basis eine
im Wesentlichen nicht dehnbare Umfangsverstärkung aufweist, der Körper eine
Vielzahl von im Wesentlichen axialen Aussparungen aufweist, die
mindestens auf der einen Seite des Stützkörpers münden, bei dem Herstellungsverfahren
ein Formwerkzeug mit einer Achse verwendet wird, die der Achse A
entspricht, wobei das Formwerkzeug aufweist:
- – einen
inneren Kern für
die Ausformung der radial inneren Fläche,
- – einen
Ring für
die Ausformung des Scheitels, wobei der Ring mindestens zwei radial
zueinander bewegliche Bestandteile aufweist, die es gestatten, eine
radial außen
liegende Fläche
des Scheitels auszuformen, und
- – mindesten
eine Formwerkzeugbacke, die eine Vielzahl von axialen Fingern aufweist,
um von der Seite her den Körper
und die Aussparungen auszuformen,
wobei der Kern, der Ring
und die Formwerkzeugbacke so zusammenwirken, dass mindestens teilweise ein
geschlossener Hohlraum zum Ausformen des Stützkörpers vorgegeben wird, der
Kern mindestens zwei Bestandteile umfasst und in der Lage ist, eine Formgebungsanordnung
einzunehmen, in der die Bestandteile eine in Umfangsrichtung durchgehende Abformoberfläche bilden,
um die radial innere Fläche auszuformen,
die Abformoberfläche
durch einen Bezugsdurchmesser Ø definiert
ist, der im Wesentlichen dem Innendurchmesser des Stützkörpers entspricht, der
Kern auch imstande ist, eine Entformungsanordnung einzunehmen, die
definiert ist durch eine Umhüllungslänge E um
die Abformoberfläche
herum, die kleiner ist als das Produkt aus der Zahl π und dem Bezugsdurchmesser Ø, und
das Herstellungsverfahren die folgenden Schritte umfasst: - – Herstellen
der Entformungsanordnung des Kerns,
- – Einsetzen
eines Gürtels
mit der Umfangsverstärkung
um den Kern herum,
- – Herstellen
der Formgebungsanordnung des Kerns,
- – Schließen des
Formwerkzeugs,
- – Einpressen
eines einspritzbaren Materials unter Druck in das Formwerkzeug,
- – Öffnen des
Formwerkzeugs,
- – Herstellen
der Entformungsanordnung des Kerns,
- – Entnehmen
des ausgeformten Stützkörpers,
wobei
das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass während eines bestimmten Herstellungszyklus der
Gürtel
in einen Raum eingebracht wird, der beschrieben ist durch die Öffnungsbewegung
des Formwerkzeugs, bevor ein Stützkörper, der
während eines
vorhergehenden Herstellungszyklus ausgeformt wurde, aus dem Formwerkzeug
entnommen wurde.
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Das
Verfahren der Erfindung ist bevorzugt dadurch gekennzeichnet, dass
während
eines bestimmten Herstellungszyklus der Gürtel um den Kern herum eingesetzt
wird, bevor ein Stützkörper, der während eines
vorhergehenden Herstellungszyklus ausgeformt wurde, aus dem Formwerkzeug
entnommen wird.
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Das
Verfahren der Erfindung ist ferner vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass, während die
Achse des Formwerkzeugs im Wesentlichen vertikal steht und der Kern,
die Formwerkzeugbacke und der Ring beim Öffnen des Formwerkzeugs Relativbewegungen
längs der
Achse durchführen,
der ausgeformte Stützkörper nach
der Formgebung nach dem Öffnen
des Formwerkzeugs und vor der Entnahme im Kontakt mit mindestens
einer Wand des Formhohlraums und in einer vertikal höheren Lage
verbleibt als eine Mittelebene des Raums, der von der Öffnungsbewegung
beschrieben wird.
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Das
Verfahren der Erfindung ist ferner vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass, nachdem der Gürtel
mit Hilfe eines Handhabungswerk zeugs eingesetzt wurde, der während des
vorhergehenden Zyklus ausgeformte Stützkörper mit Hilfe des Handhabungswerkzeugs
entnommen wird.
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Das
Verfahren der Erfindung ist ferner vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt des Einsetzens des Gürtels und der Schritt der Entnahme
des ausgeformten Stützkörpers durch
eine im Wesentlichen horizontale Verlagerung des Handhabungswerkzeugs
durchgeführt
werden.
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Die
Erfindung besteht ferner in einer Vorrichtung zur Herstellung eines
Stützkörpers, der
zur Anbringung auf einer Fahrzeugfelge bestimmtist, wobei der Stützkörper eine
Achse A, eine Basis, die durch eine radial innere, im Wesentlichen
zylindrische Fläche
begrenzt ist und dazu bestimmt ist, um die Felge herum angebracht
zu werden, einen Scheitel, der dazu bestimmt ist, die Last zu tragen,
und einen Körper
aufweist, der die Basis mit dem Scheitel verbindet, die Basis eine
im Wesentlichen nicht dehnbare Umfangsverstärkung aufweist, der Körper eine
Vielzahl von im Wesentlichen axialen Aussparungen aufweist, die
auf mindestens einer Seite des Stützkörpers münden, bei der Vorrichtung ein
Formwerkzeug mit einer Achse verwendet ist, die der Achse A entspricht,
wobei das Formwerkzeug aufweist:
- – einen
inneren Kern zur Ausformung der radial inneren Fläche,
- – einen
Ring zum Ausformen des Scheitels, wobei der Ring mindestens zwei
radial zueinander bewegliche Bestandteile aufweist, die es gestatten, eine
radial außen
liegende Fläche
des Scheitels auszuformen, und
- – mindestens
eine Formwerkzeugbacke, die eine Vielzahl von axialen Fingern aufweist,
um von der Seite her den Körper
und die Aussparungen auszuformen,
wobei der Kern, der Ring
und die Formwerkzeugbacke so zusammenwirken, dass mindestens teilweise ein
geschlossener Hohlraum zum Ausformen des Stützkörpers vorgegeben wird, der
Kern mindestens zwei Bestandteile umfasst und in der Lage ist, eine Formgebungsanordnung
einzunehmen, in der die Bestandteile eine in Umfangsrichtung durchgehende Abformoberfläche bilden,
um die radial innere Fläche auszuformen,
die Abformoberfläche
durch einen Bezugsdurchmesser Ø definiert
ist, der im Wesentlichen dem Innendurchmesser des Stützkörpers entspricht, der
Kern ferner imstande ist, eine Entformungsanordnung einzunehmen,
die definiert ist durch eine Umhüllungslänge E um
die Abformoberfläche
herum, die kleiner ist als das Produkt aus der Zahl π und dem Bezugsdurchmesser Ø, und
die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass jedes der Elemente
einer Einheit, die durch den Ring, die Formwerkzeugbacke und den
Kern gebildet wird, in Bezug auf die anderen Elemente der Anordnung
axial beweglich ist.
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Die
Vorrichtung der Erfindung ist ferner vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass die Achse des Formwerkzeugs im Wesentlichen vertikal ist.
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Die
Vorrichtung der Erfindung ist ferner bevorzugt dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Teil, mit dem das Formwerkzeug aufgebaut ist,
im Wesentlichen fest ist, während
andere Teile, die Bestandteile des Formwerkzeugs bilden, längs der
Achse des Formwerkzeugs beweglich sind, wobei die Vorrichtung eine
nach unten gerichtete Bewegung der beweglichen Teile gestattet,
um das Formwerkzeug zu öffnen.
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Die
Vorrichtung der Erfindung ist ferner bevorzugt dadurch gekennzeichnet,
dass, während
das Formwerkzeug mindestens zwei Formwerkzeugbacken aufweist, die
dazu eingerichtet sind, seitlich axiale, jeweils gegenüberliegende
Flächen
des Körpers auszuformen,
die Formwerkzeugbacken Finger aufweisen, die dazu eingerichtet sind,
die Aussparungen auszuformen, und die Finger einer Formwerkzeugbacke,
die dazu eingerichtet ist, eine Fläche des Körpers auszuformen, in Umfangsrichtung
zwischen die Finger einer Formwerkzeugbacke eingeschaltet sind, die
dazu eingerichtet ist, die entgegengesetzte Fläche abzuformen.
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Die
Vorrichtung der Erfindung ist ferner vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass sie ein Handhabungswerkzeug aufweist, das dazu eingerichtet
ist, sich in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene zu verschieben,
wobei das Handhabungswerkzeug dazu eingerichtet ist, den Gürtel einzusetzen
und den ausgeformten Stützkörper zu
entnehmen.
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Die
Vorrichtung der Erfindung ist ferner bevorzugt dadurch gekennzeichnet,
dass, während
das Handhabungswerkzeug eine Vielzahl von im Wesentlichen vertikalen
und radial beweglichen Kontaktflächen
aufweist, das Handhabungswerkzeug dazu eingerichtet ist, den Gürtel radial
in einer im Wesentlichen zylindrischen Ausbildung zu halten, den
Gürtel in
der Achse des Formwerkzeugs zu positionieren und den ausgeformten
Stützkörper zu
entnehmen.
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Die
Vorrichtung der Erfindung ist ferner bevorzugt dadurch gekennzeichnet,
dass das Handhabungswerkzeug eine Einrichtung zum radialen Gegenhalten
des Gürtels
gegen die Kontaktflächen
aufweist, wobei diese Einrichtung Unterdruckquellen sind, die im
Bereich der Kontaktflächen
angeordnet sind.
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Die
Vorrichtung der Erfindung ist ferner bevorzugt dadurch gekennzeichnet,
dass, während
das Handhabungswerkzeug eine insgesamt horizontale obere Fläche aufweist,
die dazu eingerichtet ist, den ausgeformten Stützkörper zu tragen, der ausgeformte
Stützkörper bei seiner
Entnahme relativ zum Handhabungswerkzeug durch Schwerkraft gehalten wird.
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Das
Verfahren der Erfindung ist zur Herstellung von Stützkörpern aus
beliebigen Materialien anwendbar, die einspritzbar sind, das heißt, die
unter Druck in einen Formhohlraum eingeführt werden können. Ein
solches Material kann aus einer vernetzbaren Kautschukzusammensetzung
oder einer Zusammensetzung auf der Basis eines thermoplastischen
Polymers oder auf der Basis eines wärmehärtbaren Polymers wie etwa eines
wärmehärtbaren
Polyurethans bestehen.
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Als
vernetzbare Kautschukzusammensetzung wird bevorzugt eine Zusammensetzung
auf der Basis mindestens eines Dienelastomers eingesetzt. Unter
einem Dienelastomer wird bekanntermaßen ein Elastomer verstanden,
das mindestens teilweise aus Dienmonomeren (Monomeren mit zwei Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen,
die gegebenenfalls konjugiert sind) erhalten ist (das heißt, ein
Homopolymer oder ein Copolymer ist).
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Nach
dem Einlass in die Form nimmt das einspritzbare Material die für seine
Funktion erforderlichen endgültigen
mechanischen Eigenschaften an. Wenn es sich um ein Elastomer oder
ein wärmehärtbares
Material handelt, wird diese Modifizierung durch eine Vernetzung
erzielt. Im Fall eines thermoplastischen Materials werden die endgültigen mechanischen
Eigenschaften durch Abkühlung
erhalten.
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In
der folgenden Beschreibung wird hauptsächlich der Fall der Herstellung
eines Stützkörpers aus
einer vernetzbaren Kautschukzusammensetzung erläutert.
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Die
Beschreibung der Figuren veranschaulicht bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung. Von den verschiedenen Figuren zeigen:
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1 ein Beispiel eines erfindungsgemäß hergestellten
Stützkörpers,
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2 eine Form nach einer bevorzugten Ausführungsweise
der Erfindung, die in einer Spritzgießmaschine installiert ist,
in geschlossenem Zustand,
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Die 3 bis 14 die verschiedenen Stufen einer bevorzugten
Ausführungsweise
des Verfahrens der Erfindung und
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15 eine perspektivische
Ansicht einer Ausführungsform
des Handhabungswerkzeugs.
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In
1 ist ein Schnitt durch
einen Stützkörper
8 dargestellt,
der nach dem Verfahren der Erfindung oder dem in dem Dokument
EP 1 000 728 beschriebenen
Verfahren hergestellt werden kann. Der Stützkörper
8, der allgemein
ein ringförmiges
Aussehen besitzt und eine Achse A aufweist, besteht aus einer Basis
15 und
einem Scheitel
16, die durch einen Körper
12 verbunden
sind. Die radial innere Fläche
17 der
Basis
15 ist zur Befestigung auf der Felge eines Fahrzeugs
vorgesehen. Die Basis
15 weist einen zur Umfangsverstärkung dienenden
Gürtel
11 auf,
der praktisch nicht dehnbar ist und der dazu dient, den Stützkörper in
fester Anlage auf der Felge zu halten. Der Scheitel
16 des
Stützkörpers
8 weist eine
radial außen
liegende Fläche
18 auf,
die so ausgebildet ist, dass sie am Scheitel eines Luftreifens zur Anlage
kommen kann, um die Last im Falle eines Druckverlusts des Reifens
zu tragen. Diese radial außen
liegende Fläche
18 kann,
wie dies im vorliegenden Beispiel der Fall ist, Rillen und Vorsprünge aufweisen.
Axiale Aussparungen
13,
14 sind im Körper
12 längs seines
Umfangs vorgesehen. Das vorliegend dargestellte Beispiel weist eine
Wechselfolge von Aussparungen
13, die sich in der Figur
nach unten öffnen,
und Aussparungen
14 auf, die sich in der. Figur nach oben öffnen. Somit
ist der hier dargestellte Stützkörper
8 in
Bezug auf seine Medianebene M im Wesentlichen symmetrisch. Andere
Ausbildungen sind möglich,
da alle Eigenschaften des Stützkörpers
8 (wie
aus der Beschreibung der nachfolgenden Figuren hervorgeht) hinsichtlich
des Formgebungsverfahrens nicht entscheidend sind, obgleich die
Formgebung allgemein den Einsatz einer speziellen Form impliziert.
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In 2 ist ein Schnitt durch
eine zur Herstellung des Stützkörpers von 1 nach einer bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung geeignete Form, in geschlossenem Zustand, dargestellt.
Diese Form mit der Achse A eignet sich zur Installation beispielsweise
in einer Vertikalspritzgießmaschine.
Man erkennt den Formhohlraum 1 mit der Form zur Herstellung
des oben dargestellten Stützkörpers 8.
Dieser Formhohlraum 1 ist durch die Abformflächen eines
Kerns 2 und von anderen Teilen definiert, nämlich eine
bewegliche Formwerkzeugbacke 3, eine feste Formwerkzeugbacke 4 und
einen Ring 5 zur Ausformung des Scheitels, der die eigentliche
Anlagefläche 18 ausformt
und radial außen
am Stützkörper 8 angeordnet
ist. Wegen der Rillen und Vorsprünge,
die, im vorliegenden speziellen Beispiel, auf der Auflagefläche 18 ausgeformt
werden sollen, besteht der Ring 5 zum Ausformen des Scheitels
aus mehreren Teilen, die radial auseinanderbewegt werden können, um
die Entformung zu erleichtern. Die feste Formwerkzeugbacke 4 und
die bewegliche Formwerkzeugbacke 3 sind im vorliegenden
Fall in Form von einstückigen
Blöcken
dargestellt, sie können
jedoch in der Praxis aus mehreren Segmenten bestehen.
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Der
Kern
2 besteht aus mehreren Teilen. Bei der vorliegenden
Ansicht sind drei Teile
20,
21,
22 dargestellt,
jedoch können
auch andere Vorrichtungen, die beispielsweise in dem Dokument
EP 1 000 728 beschrieben
sind, verwendet werden, sofern sie eine Änderung des Formumfangs in
einem Verhältnis erlauben,
das gleichermaßen
das Einsetzen der Umfangsverstärkung
und das Entformen des fertigen Produkts ermöglicht. Im vorliegenden Beispiel
kann eine axiale Bewegung des mittleren Teils
20 eine radiale
Bewegung der Teile
21 und
22 steuern, welche die
Formoberfläche
bilden.
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Um
die Aussparungen
12,
14 des Stützkörpers
8 auszuformen,
weist die Form Finger
40, die in Bezug auf die feste Formwerkzeugbacke
4 herausstehen,
und Finger
30 auf, die in Bezug auf die bewegliche Formwerkzeugbacke
3 herausstehen.
Bestimmte dieser Finger können
eine Auswurfeinrichtung aufweisen, das heißt, einen axial beweglichen Teil,
der das Entformen unterstützen
kann, wenn das Herausbewegen angesteuert wird. Aufgrund des Vorliegens
der Finger
30,
40 hat die Basis
15 des
Stützkörpers
8 eine
ziemlich geringe radiale Dicke (typischerweise weniger als 15 mm),
gemessen zwischen der radial inneren Fläche
17 und einer der
Aussparungen. Beim Spritzgießen
(oder Spritzpressen) wird der Strom des eingespritzten Materials
zwischen den Fingern
30,
40 und den längs der
radial inneren Wand des Formhohlraums vorgesehenen, zur Verstärkung dienenden
Drähten
eingeschlossen. Eine bequeme Technik besteht in der Vorfertigung
eines Gürtels
11,
der die Umfangsverstärkungen
enthält, die
in die Basis
15 des Stützkörpers eingebracht
werden müssen
(vergleiche zum Beispiel das Dokument
EP
1 000 728 ). Dieser Gürtel
11 kann
sehr flexibel sein, was sein korrektes Einsetzen in die Form schwierig
macht. Alternativ kann der Gürtel
auch ein in Umfangsrichtung verlaufendes Metallblech aufweisen,
das die Drähte
zur Umfangsverstärkung
vollständig
oder teilweise ersetzt.
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Der
Kern 2 kann eine Formgebungsanordnung annehmen, in der
die Bauteile eine in Umfangsrichtung durchgehende Formoberfläche bilden,
ein genaues Bild der endgültigen
Form bei der Herstellung der radial inneren Fläche 17 der Basis 15 des Stützkörpers 8.
Diese Formgebungsanordnung ist gekennzeichnet durch einen Bezugsdurchmesser Ø, der
dem Innendurchmesser des Stützkörpers entspricht.
Wenn im Gegensatz dazu die Form, zumindest teilweise, offen ist
(vergleiche auch 4),
das heißt,
wenn die feste Formwerkzeugbacke 4 nicht mehr mit den Teilen 21 und 22 des
Kerns in Kontakt steht, kann der Kern 2 auch eine Entformungsanordnung
annehmen, die durch eine Umhüllungslänge der
Teile 21, 22, welche die innere Formfläche bilden, gekennzeichnet
ist, die kleiner ist als das Produkt aus dem Bezugsdurchmesser Ø und der
Zahl π.
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Das
Element 6 kann ein (an sich bekannter) Block mit geregelten
Kanälen
sein, der die Versorgung mit Einspritzmaterial bei einer kontrollierten Temperatur
gewährleistet.
So kann beispielsweise zur Herstellung von Stützkörpern aus Kautschuk das Material
bei einer Temperatur von etwa 80 °C
(Temperatur, bei der das Material ausreichend fließfähig bleibt)
bis zur Form geführt
werden, während
die Temperatur der Form für
eine relativ schnelle Vernetzung im Bereich um 160 °C geregelt
wird. Die Verwendung eines solchen Blocks 6 mit geregelten
Kanälen
ist für
das Verfahren der Erfindung nicht wesentlich, erlaubt aber eine
Verringerung der Materialverluste im Vergleich zur direkten Einspeisung.
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Die
Spritzgießpresse
ist mit einem Mechanismus versehen, der es erlaubt, die feste Formwerkzeugbacke 4 und
die bewegliche Formwerkzeugbacke 3 und den Ring 5 in
Axialrichtung relativ auseinander- und zusammenzubewegen. Diese relative Auseinder-
und Zusammenbewegung erlaubt nicht nur das Schließen und Öffnen der
Form, sondern auch eine Steuerung der spezifischen Bewegungen des Kerns 2 und
das radiale Öffnen
des Rings 5 durch wohlbekannte Übertragungsvorrichtungen.
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Die
radial innere Fläche 17 der
Basis 15 des Stützkörpers 8 kann
eine oder mehrere Verankerungseinrichtungen aufweisen, die vorgesehen
sind, um die Positionierung des Stützkörpers auf der Felge zu gewährleisten.
Diese Einrichtungen können
zum Beispiel die Form eines Reliefs von mehreren Millimetern aufweisen,
das ringförmig
ist oder aus mehreren diskreten Elementen längs des Umfangs der inneren
Fläche 17 besteht.
Diese Formen finden sich entsprechend negativ auf der Formfläche des
Kerns 2 und verlangen spezielle Entformungsbedingungen.
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Die
Figuren erläutern
eine Vorrichtung, deren oberer Teil mit Kanälen zur Zufuhr des einspritzbaren
Materials verbunden ist. Unter diesen Bedingungen ist der obere
Teil der Form vorzugsweise fest und der untere Teil beweglich, um
das Öffnen
der Form in diesem Fall nach unten zu realisieren. Diese Anordnung
ist unter bestimmten speziellen Aspekten wie der Einfachheit der
Handhabung von Interesse, wie aus der späteren Beschreibung hervorgeht.
Das Prinzip der Erfindung steht allerdings einer umgekehrten Anordnung,
bei welcher der untere Teil fest und der obere Teil beweglich ist,
nicht entgegen.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung wird im Folgenden Schritt für Schritt
anhand der 3 bis 14 erläutert.
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In 3 ist das Schema von 2 (vereinfacht) verwendet;
es zeigt die Stufe der Ausformung des Stützkörpers 8, die für die Beschreibung
als Stufe 1 gewählt
ist (die Nummer jeder Stufe ist in sehr lesbarer Form in der rechten
oberen Ecke jeder Figur angegeben).
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Diese
Wahl ist natürlich
willkürlich,
da das zu beschreibende Verfahren bei der kontinuierlichen Produktion
praktisch unendlich wiederholt wird. Bei dieser Stufe ist die Form
geschlossen, das Einspritzmaterial wurde unter Druck in das Innere
der Form eingeführt,
und seine Vernetzung findet statt.
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Stufe
2 (in 4) besteht im
teilweisen Öffnen
der Form. Hierzu wird die feste Formwerkzeugbacke 4 vom
ausgeformten Stützkörper 8 und
den anderen Elementen der Form abgehoben, indem die Einheit aus
dem fertiggestellten Stützkörper 8,
dem Kern 2, dem Ring 5 zum Ausformen des Scheitels und
der beweglichen Formwerkzeugbacke 3 nach unten verfahren
wird. Die senkrechten, nach unten gerichteten Pfeile symbolisieren
diese Bewegung. Die fest mit der festen Formwerkzeugbacke 4 verbundenen
Finger 40 sind in Abhängigkeit
von der Höhe
der Bewegung teilweise oder vollständig herausgezogen. Eine teilweise
Entformung, wie bei dieser Figur, kann die provisorische Halterung
des Stützkörpers im
Ring 5 zur Scheitelausformung verbessern und so den Ablauf
des Verfahrens erleichtern. Diese Stufe 2 kann ausgelöst werden,
sobald der ausgeformte Stützköper 8 in
der Lage ist, dieser ersten Entformungsoperation zu widerstehen,
das heißt,
sobald sein Vernetzungszustand es erlaubt, die mit dem Entformen
verbundenen mechanischen Beanspruchungen auszuhalten.
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Stufe
3 (in
5) besteht in
der Verkleinerung des Kerns für
die nachfolgende Entformung. Die Pfeile zeigen genau, dass eine
vertikale Bewegung des mittleren Elements
20 die Steuerung
einer radialen Bewegung der Bestandteile
21 und
22 der
Formfläche
erlaubt. Typischerweise beträgt
die Verringerung des Durchmessers (genauer der Umhüllungslänge) des
Kerns größenordnungsmäßig 10 mm.
Lediglich ein Teil dieser Verkleinerung kann ausreichend sein, um
eine Entformung zu ermöglichen.
Unter bestimmten Umständen
(vergleiche für
mehr Details das Dokument
EP
1 000 728 ) kann die Entfor mung sogar ohne vorherige Verkleinerung
vorgenommen werden. Dies kann dann ermöglichen, diese Stufe mit der
folgenden Stufe zu kombinieren.
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Stufe
4 (in 6) besteht im
Entformen der beweglichen Formwerkzeugbacke 3 und der mit
ihr verbundenen Finger 30. Hierzu wird die bewegliche Formwerkzeugbacke 3 von
dem ausgeformten Stützkörper und
dem Ring 5 zur Ausformung des Scheitels abgehoben, indem
die Einheit aus dem Kern 2 und der beweglichen Formwerkzeugbacke 3 nach
unten verfahren wird. Die nach unten gerichteten senkrechten Pfeile
symbolisieren diese Bewegung. Die Höhe dieser Bewegung hängt insbesondere
von der für
die nachfolgende Stufe erforderlichen Höhe ab. Der ausgeformte Stützkörper 8 wird
in Bezug auf die feste Formwerkzeugbacke 4 durch den Ring 5 zur
Ausformung des Scheitels festgehalten.
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Stufe
5 (in 7) besteht im
Einsetzen des Gürtels 11 zur
Umfangsverstärkung
in das durch die Öffnung
der Form vorgegebene Volumen. Dieser Gürtel wird durch ein Handhabungswerkzeug 10 (das im
Folgenden näher
beschrieben wird) in einer im Wesentlichen ringförmigen Anordnung gehalten.
Das Werkzeug 10 (und damit der Gürtel 11) wird in der Achse
der Form in einer Ebene positioniert, die sich zwischen dem ausgeformten
Stützkörper 8 und
der Einheit aus dem Kern 2 und der beweglichen Formwerkzeugbacke 3 befindet.
Der ausgeformte Stützkörper 8 bleibt
relativ zu der festen Formwerkzeugbacke 4 durch den Ring
zur Ausformung des Scheitels fest gehaltert.
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Stufe
6 (in 8) besteht im
Einsetzen des Gürtels 11 zur
Umfangsverstärkung,
der noch durch das Handhabungswerkzeug 10 gehalten wird,
in die Form, das heißt,
um den Kern 2 herum. Diese Verfahrensmaßnahme erfolgt, wie die senkrechten
Pfeile zeigen, durch Heben der Einheit aus der beweglichen Formwerkzeugbacke 3 und
dem Kern 2. Der ausgeformte Stützkörper 8 bleibt relativ
zu der festen Formwerkzeugbacke 4 durch den Ring 5 zur
Ausformung des Scheitels fest gehaltert. Das Handhabungswerkzeug 10 kann
dann den Gürtel 11 loslassen,
der darauf unter der Wirkung seines eigenen Gewichts auf der Form
aufliegt.
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Stufe
7 (in 9) besteht in
der radialen Ausdehnung der Teile 21 und 22 des
Kerns 2, um den zur Umfangsverstärkung dienenden Gürtel 11 gegen die
Formwand positionsmäßig zu blockieren.
Beispielsweise wegen seiner geringen Steifigkeit kann alternativ
der Gürtel 11 durch
das Handhabungswerkzeug 10 gehaltert werden, bis der Kern 2 teilweise
oder vollständig
auseinandergefahren ist. Der zuvor ausgeformte Stützkörper 8 bleibt
relativ zu der festen Formwerkzeugbacke 4 durch den Ring 5 zur Ausformung
des Scheitels fest gehaltert.
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Stufe
8 (in 10) besteht im
Lösen des Handhabungswerkzeugs 10.
Dies geschieht durch Hinunterfahren der Einheit aus dem Kern 2 und
der beweglichen Formwerkzeugbacke 3. Der ausgeformte Stützkörper 8 bleibt
relativ zu der festen Formwerkzeugbacke 4 durch den Ring 5 zur
Ausformung des Scheitels fest gehaltert.
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Stufe
9 (in 11) besteht im
Ablegen des ausgeformten Stützkörpers 8 auf
der oberen Fläche des
Handhabungswerkzeugs 10. Dies geschieht durch eine Abwärtsbewegung
des zur Ausformung des Scheitels dienenden Rings 5 (was
gegebenenfalls die Entformung der Finger 40 bewirkt) und
anschließend
radiales Öffnen
des Rings. Im vorliegenden Fall sind zwei trennbare Teile 5a, 5b dargestellt, jedoch
stellt diese Anzahl das für
ein Öffnen
erforderliche Minimum dar; es kann auch eine größere Anzahl gewählt werden,
um zum Beispiel das Entformen zu erleichtern. Die Stufen 8 (10) und 9 (11) können praktisch gleichzeitig
durchgeführt werden,
sofern das Öffnen
des Rings 5 zur Ausformung des Scheitels nur vorgenommen
wird, wenn das Handhabungswerkzeug 10 ausreichend vom Gürtel 11 gelöst ist,
damit dieser nicht durch den Stützkörper 8 oder
eine durch den Stützkörper 8 hervorgerufene
Verschiebung beschädigt
werden kann.
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Stufe
10 (in 12) besteht in
der Rückkehr des
Rings 5 in die Ausformungsstellung, in jedem Fall in eine
Position, welche die Lösung
des den Stützkörper 8 tragenden
Handhabungswerkzeugs 10 erlaubt. Dabei ist festzuhalten,
dass der zur Umfangsverstärkung
dienende Gürtel 11 in
Bereitschaft für
den nächsten
Formgebungszyklus in Position um den Kern herum gehalten bleibt.
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Stufe
11 (in 13) besteht im
Herausfahren des Handhabungswerkzeugs 10, das den fertiggestellten
Stützkörper 8 trägt. Das
Eigengewicht genügt, um
den Stützkörper auf
dem Handhabungswerkzeug 10 an seinem Platz zu halten, insbesondere,
wenn seine obere Fläche
eine Rückhalteeinrichtung
aufweist.
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Stufe
12 (in 14) besteht im
vollständigen Schließen der
Form. Der Formhohlraum 1 ist geschlossen, und die Einführung des
einspritzbaren Materials, mit dem der Stützkörper aufgebaut wird, kann vorgenommen
werden. Wenn die Phase der Materialeinführung durchgeführt ist,
befindet sich der Herstellungszyklus genau in der Situation von
Stufe 1 (3).
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15 zeigt eine Ansicht eines
Handhabungswerkzeugs 10 von unten, das für einen
Einsatz im Inneren der Vorrichtung der Erfindung ausgelegt ist.
Es liegt in Form einer Platte 101 vor, die mit Gleitschienen 102 ausgerüstet ist,
die eine horizontale Verschiebung zwischen ihren beiden Hauptpositionen
erlauben, nämlich
einer Arbeitsposition in dem durch die Öffnung der Form beschriebenen
Volumen und einer Lade-/Entnahmeposition außerhalb der Presse, in welcher
der ausgeformte Stützkörper entnommen
und in der ein zur Verstärkung
dienender Gürtel 11 in
das Handhabungswerkzeug 10 aufgenommen wird, um im nachfolgenden
Herstellungszyklus in die Form eingeführt zu werden. Der Gürtel 11 wird,
in im Wesentlichen zylindrischer Ausbildung, durch die Kontaktflächen der
Schlitten 103 gehalten. Diese Schlitten 103 sind
durch gezinkte Führungen 104 mit
der Platte 101 verbunden, die eine radiale Bewegung erlauben.
Die radiale Position der Schlitten 103 wird durch Stifte
gesteuert, die in Schlitzen einer drehbaren Scheibe 105 gleiten.
Diese drehbare Scheibe 105 wird durch kleine Rollen 107 geführt, und
ihre Winkelposition wird durch einen Druckluftzylinder 106 gesteuert.
Eine einfache Änderung
der Scheibe 105 erlaubt eine Änderung der Herstellungsabmessung
(natürlich
innerhalb der Grenzen des möglichen
Weges der gezinkten Führungen 104)
.
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Es
können
Mittel zur radialen Halterung vorgesehen sein, um die Anlage des
Gürtels 11 gegen die
Kontaktflächen
der Schlitten 103 zu verstärken. So können beispielsweise im Fall
eines durch Kalandrieren von Kautschuk um Verstärkungsdrähte herum vorgefertigten Gürtels, bei
dem die Lage, mit welcher der Gürtel
aufgebaut ist, im Wesentlichen dicht ist, Unterdruckquellen 108 bevorzugt
in den Kontaktflächen
der Schlitten vorgesehen sein. Der Beitrag des Gürtels zu einer guten Halterung
kann es dann erlauben, zum Beispiel die Anzahl der erforderlichen Schlitten
zu verringern. Die Unterdruckquellen 108 können beispielsweise
mit einer Vakuumpumpe verbundene Ansaugöffnungen sein.
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Wenn
im Gegenteil der vorgefertigte Gürtel nur
Verstärkungsdrähte aufweist
(die zum Beispiel durch Schussdrähte
untereinander gehalten werden), ist er somit porös und spricht auf Unterdruck nicht
an.
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In
diesem Fall muss seine Halterung lediglich durch das radiale Einspannen
mit den Schlitten 103 sichergestellt werden.
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Natürlich können auch
andere Mittel zur radialen Halterung eingesetzt werden, um eine
stärkere Halterung
des Gürtels
im Handhabungswerkzeug 10 zu erzielen.
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Die
Kontaktflächen
der Schlitten 103 sind beim vorliegenden Beispiel glatt;
sie können
jedoch auch Rauheit aufweisen, um die Halterung des Gürtels 11 zu
begünstigen.
Alternativ können
die Kontaktflächen
der Schlitten 103 mit Walzen oder Rollen mit vertikaler
Achse versehen sein, um eine bessere Zentrierung des Gürtels 11 zu
erzielen, wenn er im Handhabungswerkzeug 10 eingespannt
gehalten wird.
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In 15 ist das Handhabungswerkzeug 10 zur
besseren Veranschaulichung der Unterdruckquellen 108 in
offener Anordnung dargestellt, was bedeutet, dass unter diesen Bedingungen
kein Gürtel 11 gehaltert
ist. Diese offene Anordnung ist die Anordnung, die das Handhabungswerkzeug 10 ab
der Stufe 8 des oben beschriebenen Verfahrens haben kann.
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Man
erkennt ferner ein Teil 109, das auf der oberen Fläche der
Platte 101 heraussteht. Dieses Teil, das zum Beispiel in
einer der Aussparungen 13 oder außerhalb oder innerhalb des
Stützkörpers zur Anlage
kommt, erlaubt eine Begrenzung der Bewegungen des ausgeformten Stützkörpers 8 insbesondere
beim Öffnen
des Rings 5 zur Ausformung des Scheitels (Stufe 9, 11) und beim Entnehmen des Stützkörpers. Im
vorliegenden Fall ist ein einziges Teil 109 dargestellt,
jedoch kann das Handhabungswerkzeug auch mehrere solcher Teile aufweisen. Das
Vorliegen dieses Teils (oder dieser Teile) ist für die Vorrichtung der Erfindung
nicht wesentlich, erlaubt es aber, eine relativ genaue Position
des Stützkörpers auf
dem Handhabungswerkzeug 10 zu garantieren.
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Wie
aus dem Vergleich der 15 mit
den vorhergehenden Figuren ersichtlich wird, kommen die Schlitten 103 zwischen
den Fingern 30 zu liegen, die mit der beweglichen Formwerkzeugbacke 3 verbunden
sind. Je nach dem Gewicht, dem Oberflächenzustand und der Steifigkeit
der Gürtel
kann der Abstand und damit die Anzahl dieser Schlitten 103 angepasst
werden, um sich auf eine minimale Anzahl zu beschränken, bei
der noch eine gute Halterung eines gegebenen Gürteltyps gewährleistet
ist. Wenn beispielsweise die bewegliche Formwerkzeugbacke 3 20
Finger aufweist, kann das Handhabungswerkzeug 10 ebenfalls
20 Schlitten aufweisen, jedoch auch, je nach Bedarf, 10, 5 oder
4 oder eine beliebige andere Anzahl, die kleiner ist als 20. Die
(zusätzlichen)
Mittel zur radialen Halterung können,
wenn sie vorgesehen sind, an jedem Schlitten 103 oder lediglich
bei einer bestimmten Anzahl von Schlitten vorliegen. Es ist leicht
einzusehen, dass der Fachmann in der Lage ist, diese verschiedenen
Anordnungen für jeden
Herstellungstyp an den jeweiligen konkreten Fall anzupassen (Abmessungen,
Materialien, Einsatzgenauigkeit, etc....).
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Ein
Vorteil der Vorrichtung der Erfindung ist die große Einfachheit
der Bewegung des Handhabungswerkzeugs 10, da es in der
gleichen horizontalen Ebene verbleiben kann. Diese Eigenschaft ist
mit der vertikalen Anordnung der Formachse sowie der Gegebenheit
verknüpft,
dass die bewegliche Formwerkzeugbacke 3 die untere Formwerkzeugbacke ist,
wodurch sie in der Lage ist, den durch das Handhabungswerkzeug 10 in
einer im Wesentlichen festen Ebene gehaltenen Gürtel 11 aufzunehmen.
Es kann allerdings festgestellt werden, dass, wenn der Gürtel 11 ausreichend
starr und gut geführt
ist, seine Positionierung in der Form alternativ auch durch das
Gewicht nach dem Öffnen
des Handhabungswerkzeugs 10 gewährleistet werden kann, das
oberhalb des Kerns zentriert ist (7 und 8). Diese Alternative besteht
in der Tat darin, den Gürtel
um den Kern herum fallen zu lassen, der tiefer liegt, anstatt den
Kern anzuheben, um ihn im Zentrum des Gürtels zu platzieren, der durch
das Handhabungswerkzeug 10 in einer festen Höhe gehalten
wird. Diese Alternative erlaubt somit eine umgekehrte Anordnung
der Form, bei der die untere Formwerkzeugbacke fest und die obere
Formwerkzeugbacke beweglich ist.
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Der
Umstand, dass die Finger 30, 40 auf beide Seiten
des Formhohlraums verteilt sind (vergleiche 2), stellt einen Vorteil im Hinblick
auf die Entformung dar, da die Entformungskraft, wenn sich die Formwerkzeugbacken 3 und 4 voneinander
entfernen, im Wesentlichen symmetrisch ist, was Verformungen des
Stützkörpers begrenzt.
Es sind jedoch durchaus auch andere Anordnungen möglich.
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Ein
Vorteil des vorliegenden Verfahrens in Bezug auf das Verfahren nach
dem Stand der Technik wird aus der Gesamtheit der Figuren klar ersichtlich:
die Handhabungen der 7 bis 10 erfolgen, bevor der fertiggestellte
Stützkörper 8 vollständig entformt
und entnommen ist. Dies bedeutet, dass seine Vernetzung unter günstigen
Bedingungen weitergehen kann, obgleich der nachfolgende Zyklus der Herstellung
eines neuen Stützkörpers bereits
begonnen wurde. Auf diese Weise ist die zum Einsetzten des zur Verstärkung dienenden
Gürtels
erforderliche Stillstandzeit der Presse nicht mehr "verloren", sondern wird im
Gegenteil für
die Vernetzung ausgenutzt. Darüber
hinaus ist der Wärmeaustausch
der Form mit der Umgebungsluft durch den verlängerten Aufenthalt des Stützkörpers in
der Form verringert. Ein weiterer Vorteil betrifft die Abhängigkeit
der Maschine von der Verfügbarkeit
einer Arbeitskraft. Selbst wenn die Entnahme des ausgeformten Stützkörpers aus
dem Handhabungswerkzeug 10 und das Einsetzten eines zur
Verstärkung
dienenden Gürtels in
das Handhabungswerkzeug 10 manuell vorgenommen werden,
können
diese beiden Operationen, die außerhalb des Formwerkzeugs stattfinden,
zu einem beliebigen Zeitpunkt zwischen dem Entfernen und dem Einführen des
Handhabungswerkzeugs in das Öffnungsvolumen
der Form vorgenommen werden, da diese Operationen nicht mit dem
Maschinenzyklus verknüpft
sind. Man kann so über
mehrere Minuten verfügen,
um diese Operationen durchzuführen,
ohne dass der Pressenbetrieb davon betroffen ist. Es können ferner
mehrere Handhabungswerkzeuge vorgesehen werden, die zur Bedienung
von einer oder mehreren Pressen vorgesehen sind und eine große Flexibilität in der
Arbeitsorganisation der Person erlauben, welche die vorgefertigten
Gürtel einzusetzen
und die fertiggestellten Stützkörper zu entnehmen
hat. Da ferner die manuellen Eingriffe außerhalb der Formwerkzeuge stattfinden,
deren Temperatur sehr hoch sein kann, werden der Komfort und die
Sicherheit der Personen verbessert. Diese Arbeit kann ferner auch
von einem Automaten durchgeführt werden.
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Obgleich
die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsweise beschrieben wurde,
die eine bedeutende Automatisierung der Herstellung insbesondere
aufgrund des Einsatzes des Handhabungswerkzeugs 10 erlaubt,
sind das Verfahren und die Vorrichtung der Erfindung auch hinsichtlich
des manuellen Betriebs, das heißt,
ohne Handhabungswerkzeug 10, von großem Interesse. In der Tat werden
die Operationen der Entformung und der Entnahme des ausgeformten
Stützkörpers durch
die Erfindung erheblich erleichtert und beschleunigt. Der Einsatz
des Handhabungswerkzeugs 10 führt ferner, zusätzlich zu
einem Zeitgewinn hinsichtlich der Zyklusdauer, zur Unabhängigkeit
des Pressenzyklus von der unmittelbaren Verfügbarkeit einer Arbeitskraft.
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Die
in den Figuren veranschaulichten Ausführungsweisen betreffen Pressen
mit vertikaler Achse. Die Erfindung betrifft jedoch auch die Anwendung auf
Pressen mit horizontaler Achse, wobei der Unterschied im Wesentlichen
die Möglichkeiten
der Ausnutzung der Schwerkraft betrifft.