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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Verdrängungssteuervorrichtung
für einen
Kompressor mit variabler Verdrängung,
ein Verdrängungssteuerverfahren
und einen Kältemittelkreislauf in
einer Kraftfahrzeugklimaanlage.
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Taumelscheibenkompressoren mit variabler Verdrängung werden
in Kraftfahrzeugklimaanlagen weit verbreitet verwendet. Solche Kompressoren
haben einen Verdrängungssteuermechanismus,
der arbeitet, um den Ausgabedruck eines Verdampfers oder den mit
dem Ausgabedruck einhergehenden Ansaugdruck Ps eines Kompressors
bei einem vorbestimmten Zielwert (Stelldruck) beizubehalten. Der Ausgabedruck
eines Verdampfers oder der mit dem Ausgabedruck einhergehende Ansaugdruck
Ps eines Kompressors gibt die Größe der Kühllast wieder. Der
variable Steuermechanismus steuert den Ausgabedruck des Verdampfers
oder den Ansaugdruck Ps, um den Neigungswinkel der Taumelscheibe
des Kompressors einzustellen, was die Verdrängung des Kompressors einstellt.
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Der variable Steuermechanismus hat
ein internes Steuerventil und ein externes Steuerventil. Das interne
Steuerventil hat ein Druckfühlelement, wie
zum Beispiel einen Faltenbalg oder eine Membran. Der Ventilöffnungsgrad
wird durch Fühlen
des Ausgabedruck des Verdampfers oder des Ansaugdrucks Ps des Kompressors
mit dem Druckfühlelement
so eingestellt, dass der Ventilkörper
entsprechend positioniert ist. Der Druck in einer Kurbelkammer,
die die Taumelscheibe aufnimmt, wird durch den Ventilöffnungsgrad
eingestellt. Der Neigungswinkel der Taumelscheiben wird durch den
Druck in der Kurbelkammer bestimmt. Ein einfaches internes Steuerventil
hat nur einen einzigen Stelldruck und ein solches einfaches Steuerventil
kann keine komplexe Steuerung zum Energieverbrauch durchführen.
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Solche Kompressoren werden für gewöhnlich durch
Kraftmaschinen angetrieben. Unter den Hilfsvorrichtungen eines Kraftfahrzeugs
verbraucht der Kompressor die meiste Kraftmaschinenenergie. Dementsprechend
muss unter Ausnahmebedingungen, beispielsweise wenn das Kraftfahrzeug
beschleunigt oder sich bergauf bewegt, alle erhältliche Kraftmaschinenenergie
zum Bewegen des Kraftfahrzeugs verwendet werden. Um die Kraftmaschinenlast
zu verringern, muss die Kompressorverdrängung minimiert werden.
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Die japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. Hei 10-278567
offenbart ein externes Steuerventil, in dem der Ventilöffnungsgrad
durch externe elektrische Signale gesteuert werden kann. Ein Kompressor
mit variabler Verdrängung,
der das externe Steuerventil hat, ist in der Lage, die Auslassverdrängung des
Katalysators durch Änderung
des Öffnungsgrads
des externen Steuerventils zu minimieren.
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Die Energie, die der Kompressor tatsächlich verbraucht,
oder das Lastdrehmoment Tr des Kompressors, variiert in Übereinstimmung
mit Änderungen
des Ansaugdrucks Ps und des Auslassdrucks Pd des Kompressors stark.
Um ein Abwürgen
der Kraftmaschine selbst dann zu verhindern, wenn das erforderliche
Lastdrehmoment Tr des Kompressors erhöht ist, ist es für den Kompressor
notwendig, dass er die gesamte Zeit bei einer hohen Drehzahl (über einen
vorbestimmten Wert) angetrieben wird. Dies erhöht jedoch die Energie, die
der Kompressor verbraucht.
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Um die Energie, die der Kompressor
verbraucht, zu verringern, schätzt
eine Steuereinheit, die die Kraftmaschine steuert, das Lastdrehmoment Tr.
Das Kraftmaschinenausgabedrehmoment Treng, das
das gesamte Drehmoment einer Kraftmaschine ist, ist ein durch addieren
des für
den Kompressor erforderlichen Lastdrehmoment Tr auf das für das Fahren
mit dem Kraftfahrzeug erforderliche Drehmoment erhaltene Wert. Wenn
die gesamte erhältliche
Kraftmaschinenenergie zum Bewegen des Kraftfahrzeugs verwendet werden
muss, ist die Kraftmaschinensteuereinheit in der Lage, dem Bewegen
des Kraftfahrzeugs unter Verwendung dieser Drehmomentdaten eine
Vorrangigkeit zu geben.
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Das Lastdrehmoment Tr des Kompressors wurde
unter Verwendung eines durch Versuche erzeugten Kennfelds abgeschätzt. Da
jedoch das Lastdrehmoment Tr eines Kompressors in Abhängigkeit von
dem Kältemittelkreislauf,
mit dem der Kompressor verbunden ist, unterschiedlich ist, wird
für jede Klimaanlage,
das heißt
für jede
Kraftfahrzeugbauart, ein Kennfeld gebraucht. Dies macht die Vorbereitung von
Kennfeldern komplizierter. Ferner ist das Abschätzen des Lastdrehmoments des
Kompressors aus dem Kennfeld nicht immer erforderlich, um die Effizienz
zu verbessern. Dies ist zudem kompliziert.
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Ferner wird in einer Autoklimaanlage
der Kompressor durch eine Klimasteuereinheit gesteuert. In diesem
Fall wird die Verdrängung
des Kompressors auf Grundlage von externen Informationen, wie zum
Beispiel der Temperatur in der Fahrgastzelle gesteuert und wird
nicht auf der Grundlage des Drehmoments gesteuert.
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Die Druckschrift
US 5 893 272 offenbart ein Verfahren
zum Steuern eines Kompressors einer Kraftfahrzeugklimaanlage, welche
einen variablen Energievorzug ermöglicht und durch die Fahrzeugkraftmaschine
angetrieben ist. Der Energievorzug des Kompressors unterliegt einem
oberen Grenzwert, der als eine Funktion des Unterschieds zwischen
dem maximalen Antriebsdrehmoment, das die Fahrzeugkraftmaschine
erbringen kann und dem zum Antreiben des Kraftfahrzeug erforderlichen
Antriebsdrehmoment variiert werden kann. Während einer Kraftfahrzeugbeschleunigung
wird die Klimaanlagenenergie der Klimaanlage in Übereinstimmung mit der Beschleunigung
des Kraftfahrzeugs auf einen Grad verringert, der erforderlich ist,
um die gewünschte
Beschleunigung zu erreichen.
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Die Druckschrift
US 5 924 296 beschreibt eine Kraftfahrzeugklimaanlage
mit einem Kompressor mit variabler Kapazität. Das Kompressordrehmoment
soll mit hoher Genauigkeit auf Grundlage des hochseitigen Drucks
des Kältemittelkreislaufs
und einem Steuerstromwert, der den Kompressor direkt steuert, abgeschätzt werden.
Das genau geschätzte Kompressordrehmoment
wird dann verwendet, um die Drehzahl der Fahrzeugkraftmaschine,
die den Kompressor antreibt, zu stabilisieren, so dass unnötige Schwankungen
der Antriebsenergie der Fahrzeugkraftmaschine verhindert werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Dementsprechend ist es eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ein Verdrängungssteuerverfahren und einen
Kältemittelkreislauf
einer Kraftfahrzeugklimaanlage zu schaffen, die die Kompressorverdrängung auf
Grundlage des Drehmoments genau steuern. Die vorliegende Erfindung
sieht einen Kältemittelkreislauf
vor, der ein Verdrängungssteuergerät und ein
Verdrängungssteuerverfahren
gemäß Ansprüchen 1,
7 und 11 aufweist, in dem Lastdrehmomentdaten eines Kompressors
zum Steuern der Verdrängung
des Kompressors ebenso zum Steuern einer Kraftmaschine verwendet
werden können
und es nicht notwendig ist, das Lastdrehmoment des Kompressors für jede Kraftfahrzeugbauart
abzuschätzen.
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Zur Lösung der Aufgabe hat ein Verdrängungssteuergerät zum Steuern
der Auslassverdrängung
eines Kompressors mit variabler Verdrängung ein Steuerventil, eine
erste Steuereinheit und eine zweite Steuereinheit. Der Kompressor
ist in einem Kältemittelkreislauf
einer Kraftfahrzeugklimaanlage eingegliedert und hat eine Antriebswelle.
Ein Lastdrehmoment wird auf die Antriebswelle durch Antreiben der
Antriebswelle mit einer externen Antriebsquelle aufgebracht. Eine Änderung
des Lastdrehmoments gibt die Steuerung der Ausgabeverdrängung wider.
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Das Steuerventil ändert die Verdrängung des Kompressors
durch Ändern
des Ventilöffnungsgrads. Die
erste Steuereinheit, die außerhalb
des Kompressors vorgesehen ist, sendet ein Drehmomenteinstellsignal.
Das Drehmomenteinstellsignal zeigt ein Solldrehmoment zum Steuern
der Auslassverdrängung des
Kompressors an. Die zweite Steuereinheit empfängt das von der ersten Steuereinheit
gesendete Drehmomenteinstellsignal. Die zweite Steuereinheit berechnet
einen Index zum Ändern
des Öffnungsgrads
des Steuerventils auf Grundlage des Drehmomenteinstellsignals, sodass
das Lastdrehmoment des Kompressors auf das Solldrehmoment geändert wird.
Als ein Ergebnis, wird der Steuerventilöffnungsgrad gesteuert, um die
Verdrängung
des Kompressors zu ändern.
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Ein Verdrängungssteuerverfahren zum Steuern
der Auslassverdrängung
eines Kompressors mit variabler Verdrängung ist zudem vorgesehen.
Der Kompressor ist in einen Kältemittelkreislauf
einer Kraftmaschinenklimaanlage eingegliedert und hat eine Antriebswelle.
Ein Lastdrehmoment wird durch Antreiben der Antriebswelle mit einer
externen Antriebswelle auf die Antriebswelle aufgebracht. Eine Änderung
des Lastdrehmoments gibt die Steuerung der Auslassverdrängung wieder.
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Das Verfahren weist ein Bestimmen
eines Solldrehmoments zum Steuern der Verdrängung des Kompressors außerhalb
des Kompressors, Übertragen
eines Drehmomenteinstellsignals, das das Solldrehmoment anzeigt,
zu dem Kompressor und Ändern
des Lastdrehmoments auf das Solldrehmoment durch Steuern der Auslassverdrängung des
Kompressors auf.
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Ein Kompressormodul weist einen Kompressor,
ein Steuerventil in dem Kompressor und eine an dem Kompressor montierte
Kompressorsteuereinheit auf.
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Der Kompressor bildet einen Teil
eines Kältemittelkreislaufs
in einer Kraftfahrzeugklimaanlage. Der Kompressor hat eine Antriebswelle,
auf die von einer externen Antriebsquelle ein Lastdrehmoment aufgebracht
wird. Das Steuerventil ändert
die Auslassverdrängung
des Kompressors durch Steuern des Ventilöffnungsgrads. Die Kompressorsteuereinheit
empfängt
ein Drehmomenteinstellsignal, das ein Solldrehmoment anzeigt, von
außerhalb
des Kompressors. Die Kompressorsteuereinheit berechnet einen Index
zum Ändern
des Steuerventilöffnungsgrads
auf Grundlage des Drehmomenteinstellsignals, sodass das Lastdrehmoment
auf das Solldrehmoment geändert
wird. Die Kompressorsteuereinheit sendet einen Befehl zu dem Steuerventil
gemäß dem Index.
Als ein Ergebnis, wird der Steuerventilöffnungsgrad zum Steuern der
Verdrängung
des Kompressors gesteuert.
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Weitere Gesichtspunkte und Vorteile
der Erfindung werden aus der nachstehenden Beschreibung, in Verbindung
mit den beiliegenden Zeichnungen ersichtlicher, die mittels Beispielen
die Prinzipien der Erfindung veranschaulichen.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die Erfindung kann zusammen mit ihren
Aufgaben und Vorteilen am besten unter Bezugnahme auf die nachstehende
Beschreibung des gegenwärtig bevorzugten
Ausführungsbeispiels
zusammen mit den beiliegenden Zeichnungen verstanden werden, in
denen:
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1 ein
Schaltbild einer Kraftfahrzeugklimaanlage ist, in der ein erfindungsgemäßes Verdrängungssteuergerät eingegliedert
ist;
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2 eine
Schnittansicht eines Kompressors mit variabler Verdrängung ist;
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3(a) eine
Schnittansicht eines Steuerventils des ersten Ausführungsbeispiels
ist;
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3(b) eine
schematische Ansicht zum Erklären
der auf eine Betätigungsstange
wirkenden Kräfte
ist;
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4 ein
Ablaufdiagramm ist, das die Hauptroutine für die Verdrängungssteuerung des Kompressors
zeigt;
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5(a) eine
Schnittansicht eines Steuerventils des zweiten Ausführungsbeispiels
ist;
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5(b) eine
schematische Ansicht zum Erklären
der auf eine Betätigungsstange
wirkenden Kräfte
ist.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Unter Bezugnahme auf 1 bis 5(b) werden
das erste und das zweite Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung beschrieben. In dem zweiten Ausführungsbeispiel
sind gleiche oder entsprechende Elemente durch die gleichen Bezugszeichen
bezeichnet und nur die Unterschiede zu dem ersten Ausführungsbeispiel
sind beschrieben.
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Erstes Ausführungsbeispiel
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Wie in 1 gezeigt
ist, hat ein Kältemittelkreislauf
einer Kraftfahrzeugklimaanlage ein Kompressormodul CPM, das einen
Kompressor CP mit variabler Verdrängung und eine mit dem Kompressor CP
verbundene Kompressorsteuereinheit 77 hat, und einen externen
Kältemittelkreislauf 1.
Der externe Kältemittelkreislauf 1 hat
einen Kondensator 2, ein Expansionsventil 3, einen
Verdampfer 4, ein Niederdruckrohr 6 für Kältemittelgas,
das den Auslass des Verdampfers 4 mit einer Ansaugkammer 5 des
Kompressors CP verbindet und ein Hochdruckrohr 8, das eine
Auslasskammer 7 des Kompressors CP mit dem Kondensator 2 verbindet.
In der Mitte des Hochdruckrohrs 8 ist eine feste Drossel 8a vorgesehen.
Die feste Drossel 8a befindet sich zwischen zwei Punkten, an
denen der Druck gemessen wird und sie erhöht den Druckunterschied.
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Das Kältemittelgas betritt die Ansaugkammer 5 von
dem Verdampfer 4 über
das Niederdruckrohr 6. Der Kompressor CP saugt und komprimiert das
Kältemittelgas
von der Ansaugkammer 5 und lässt das komprimierte Kältemittelgas
zu der Auslasskammer 7 aus. Das Hochdruckkältemittelgas
in der Auslasskammer 7 wird zu dem Kondensator 2 über das
Hochdruckrohr 8 zugeführt.
Die Öffnungsgröße des Expansionsventils 3 wird
automatisch auf Grundlage der Temperatur und des Drucks des Kältemittels
geregelt. Ein Temperaturfühlzylinder 9,
der stromaufwärts
des Verdampfers 4 vorgesehen ist, erfasst die Temperatur
des Kältemittels.
Somit stellt das Expansionsventil 3 die Durchflussrate
des zu dem Verdampfer 4 zugeführten Kältemittels ein und stellt zudem
direkt die Durchflussrate des Kältemittels
in dem externen Kältemittelkreislauf 1 ein.
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Wie in 2 gezeigt
ist, hat der Kompressor CP einen Zylinderblock 11, ein
vorderes Gehäuse 12, das
an der vorderen Endfläche
des Zylinders 11 gesichert ist und ein hinteres Gehäuse 14,
das an der hinteren Endfläche
des Zylinderblocks 11 über
eine Ventilplattenanordnung 13 angeschlossen ist.
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Eine Kurbelkammer 15 ist
zwischen dem Zylinderblock 11 und dem vorderen Gehäuse 12 definiert.
Eine Antriebswelle 16 erstreckt sich durch die Kurbelkammer 15 und
ist durch den Zylinderblock 11 und das vordere Gehäuse 12 durch
ein Lager gestützt.
Eine Schleppscheibe 17 befindet sich in der Kurbelkammer 15 und
ist an der Antriebswelle 16 gesichert.
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Eine Taumelscheibe 18, die
in diesem Ausführungsbeispiel
als Steuerscheibe verwendet wird, ist in der Kurbelkammer 15 aufgenommen.
Die Taumelscheibe 18 ist vorgesehen, um entlang der Axialrichtung
der Antriebswelle 16 zu gleiten und sich mit Bezug auf
eine zu der Antriebswelle 16 senkrechten Ebene zu neigen.
Ein Gelenkmechanismus 19 verbindet die Taumelscheibe 17 mit
der Schleppscheibe 18. Der Gelenkmechanismus 19 erlaubt
der Taumelscheibe 18 sich einstückig mit der Schleppscheibe 17 und
der Antriebswelle 16 zu drehen, führt die Bewegung der Schleppscheibe 18 in
der Axialrichtung der Antriebswelle 16 und führt die
Neigung der Taumelscheibe 18 mit Bezug auf die Antriebswelle 16.
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Eine Vielzahl von Zylinderbohrungen 20 (lediglich
eine ist gezeigt) sind um die Achse der Antriebswelle 16 herum
in dem Zylinderblock 11 ausgebildet. Ein einköpfiger Kolben 21 ist
in jeder Zylinderbohrung 20 aufgenommen. Die vorderen und
hinteren Öffnungen
der Zylinderbohrung 20 sind durch die Ventilscheibenanordnung 13 bzw.
den Kolben 21 geschlossen. Jeder Kolben 21 definiert
eine Gaskompressionskammer in der entsprechenden Zylinderbohrung 20.
Jeder Kolben 21 ist über
ein paar Schuhe 23 an die Taumelscheibe 18 gekoppelt.
Die Taumelscheibe 18 wandelt die Drehung der Antriebswelle 16 in
eine Hin- und Herbewegung jedes Kolbens 21 über die
Schuhe 23 um. Die Schleppscheibe 17, die Taumelscheibe 18,
der Gelenkmechanismus 19 und der Schuh 23 wirken
als ein variabler Verdrängungsmechanismus.
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Die Antriebswelle 16 ist über einen
Kraftübertragungsmechanismus 24 an
eine Kraftmaschine, die als eine externe Antriebsquelle dient, gekoppelt. Der
Kraftübertragungsmechanismus 24 hat
einen Riemen und eine Riemenscheibe. Der Kraftübertragungsmechanismus 24 kann
einen Kupplungsmechanismus, wie zum Beispiel eine elektromagnetische
Kupplung haben, die in der Lage ist, den Kompressor durch eine externe
elektrische Steuerung ein- oder auszukuppeln. In diesem Ausführungsbeispiel
hat der Kraftübertragungsmechanismus 24 keinen
Kupplungsmechanismus. Daher wird der Kompressor kontinuierlich angetrieben,
während
die Kraftmaschine 25 läuft.
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Eine Ansaugkammer 5 und
eine Auslasskammer 7 sind zwischen der Ventilscheibenanordnung 13 und
dem hinteren Gehäuse 14 definiert.
Die Ansaugkammer 5 bildet eine Ansaugdruckzone, deren Druck
ein Ansaugdruck Ps ist. Die Auslasskammer 7 bildet eine
Auslassdruckzone, deren Druck ein Auslassdruck Pd ist. Die Ventilscheibenanordnung 13 hat
Ansaugöffnungen 26 und
Ansaugventile 27, die die Öffnungen 26 öffnen und
schließen,
Auslassöffnungen 28 und
Auslassventile 29, die die jeder Zylinderbohrung entsprechenden Öffnungen 28 öffnen und
schließen.
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Der Neigungswinkel der Taumelscheibe 18 ändert sich
entsprechend dem Druck in der Kurbelkammer 15 (Kurbeldruck
Pc). Der Neigungswinkel der Taumelscheibe 18 bestimmt den
Hub des Kolbens 21 oder die Verdrängung des Kompressors.
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Wie in 1 gezeigt
ist, hat der Kompressor CP einen Kurbeldrucksteuermechanismus zum
Steuern des Kurbeldrucks Pc. Der Kurbeldrucksteuermechanismus hat
einen Abführdurchlass 30,
einen Zuführdurchlass 31 und
ein Steuerventil 32. Der Auführdurchlass 30 verbindet
die Kurbelkammer 15 mit der Ansaugkammer 5, um
Kältemittelgas
von der Kurbelkammer 15 abzulassen. Der Zuführdurchlass 31 verbindet
einen zweiten Drucküberwachungspunkt
P2 in dem Hochdruckrohr 8, welcher näher an dem Kondensator 2 als
an der festen Drosselstelle 8a ist, mit der Kurbelkammer 15,
um das Kältemittelgas
zu der Kurbelkammer 15 zu führen. Der Zuführdurchlass 31 hat
einen Druckerfassungsdurchlass 33, der den zweiten Drucküberwachungspunkt
P2 mit dem Steuerventil 33 verbindet und hat einen Kurbeldurchlass 34,
der das Steuerventil 32 mit der Kurbelkammer 15 verbindet.
Der Druckerfassungsdurchlass 33 bildet einen stromaufwärts liegenden
Abschnitt des Zuführdurchlasses 31 und
der Kurbeldurchlass 34 bildet einen stromabwärts liegenden
Abschnitt des Zuführdurchlasses 31.
Das Steuerventil 32 stellt die Durchflussrate des zu der
Kurbelkammer 15 durch den Zuführdurchlass 31 zugeführten Hochdruckkältemittelgases
ein, um den Kurbeldruck Pc zu steuern.
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3(a) zeigt
eine Schnittansicht eines Steuerventils des ersten Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung. Das Steuerventil 32 hat einen
Einlassventilmechanismus 51 und ein Solenoid 52,
das als ein elektromagnetisches Stellglied verwendet wird. Der Einlassventilmechanismus 51 stellt den Öffnungsgrad
des Zuführdurchlasses 31 ein. Das
Solenoid 52 übt
eine dem Niveau eines elektrischen Stroms, der auf den Einlassventilmechanismus 51 aufgebracht
wird, entsprechende Kraft durch eine Betätigungsstange 53 aus.
Die Betätigungsstange 53 ist
zylindrisch und hat einen Teiler 54, ein Koppelelement 55 und
eine Führung 57.
Das Ende der Führung 57,
das zu dem Kopplungselement 55 benachbart ist, funktioniert
als ein Ventilkörper 56.
Die Querschnittsfläche
des Kopplungselements 55 ist kleiner als die Querschnittsfläche S4 des
Ventilkörpers 56.
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Das Ventilgehäuse 58 des Steuerventils 32 hat
einen Stöpsel 58a,
ein oberes Gehäuseelement 58b,
das den Einlassventilmechanismus 51 aufnimmt, und ein unteres
Gehäuseelement 58c,
das das Solenoid 52 aufnimmt. Der Stöpsel 58a ist in das obere
Gehäuseelement 58b geschraubt,
um eine obere Öffnung
zu verschließen.
Eine Ventilkammer 59 und ein damit verbundenes Durchgangsloch 60 sind
in dem oberen Gehäuseelement 58b definiert. Eine
Druckfühlkammer 61 ist
durch das obere Gehäuseelement 58b und
den Stöpsel 58a definiert.
Die Druckfühlkammer 61 hat
eine Hochdruckkammer 65 und eine Kurbeldruckkammer 66.
Das Durchgangsloch 60 verbindet die Druckfühlkammer 61 mit
der Ventilkammer 59. Betätigungsstange 53 erstreckt sich
durch die Ventilkammer 59 und das Durchgangsloch 60 hindurch
zu der Druckfühlkammer 61.
Die Betätigungsstange 53 bewegt
sich axial so, dass der Ventilkörper 56 wahlweise
die Ventilkammer 59 und das Durchgangsloch 60 verbindet.
Die Kurbeldruckkammer 66 ist immer mit dem Durchgangsloch 60 verbunden.
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Eine erste radiale Öffnung 62 ist
in dem oberen Gehäuseelement 58b ausgebildet,
so dass sie mit der Ventilkammer 59 in Verbindung ist.
Die Ventilkammer 59 ist mit dem zweiten Drucküberwachungspunkt
P2 durch die erste Radialöffnung 62 und
den Druckerfassungsdurchlass 33 verbunden. Somit wird der
Druck PdL an dem zweiten Drucküberwachungspunkt
P2 durch den Druckerfassungsdurchlass 33 und die erste Öffnung 62 auf
die Ventilkammer 59 aufgebracht. Eine zweite radiale Öffnung 63 ist
in dem oberen Gehäuseelement 58b ausgebildet,
so dass sie mit der Kurbeldruckkammer 66 in Verbindung
ist. Die zweite Radialöffnung 63 verbindet
die Kurbeldruckkammer 66 mit der Kurbelkammer 15 durch
den Kurbeldurchlass 34. Die erste Radialöffnung 62,
die Ventilkammer 59, das Durchgangsloch 60, die
Kurbeldruckkammer 66 und die zweite Radialöffnung 63 bilden
einen Teil des Zuführdurchlasses 31 innerhalb
des Steuerventils 32.
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Der Ventilkörper 56 der Betätigungsstange 53 befindet
sich in der Ventilkammer 59. Die Querschnittsfläche S3 des
Kuppelelements 55, das sich innerhalb des Durchgangslochs 60 erstreckt,
ist kleiner als die Querschnittsfläche S1 des Durchgangslochs 60.
Die Querschnittsfläche
S1 des Durchgangsloches 60 ist kleiner als die Querschnittsfläche 54 des
Ventilkörpers 56.
Dementsprechend wirkt die Innenwand der Ventilkammer 59,
zu der sich das Durchgangsloch 60 öffnet, als ein Ventilsitz 64 zum Aufnehmen
des Ventilkörpers 56.
Das Durchgangsloch 60 funktioniert als eine Ventilöffnung,
die wahlweise durch den Ventilkörper 56 geöffnet und
geschlossen ist. Wenn der Ventilkörper 56 mit dem Ventilsitz 64 in
Kontakt kommt, ist das Durchgangsloch 60 von der Ventilkammer 59 abgeschlossen.
Wenn, wie in 3 gezeigt
ist, der Ventilkörper
56 von
dem Ventilsitz 64 beabstandet ist, ist das Durchgangsloch 60 mit
der Ventilkammer 59 verbunden.
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Der Teiler 54 der Betätigungsstange 53 ist
in die Druckfühlkammer 61 gepasst.
Der Teiler 54 teilt die Druckfühlkammer 61 in die
Hochdruckkammer 65 und die Kurbeldruckkammer 66.
Der Teiler 54 funktioniert als eine Teilung zwischen der
Hochdruckkammer 65 und der Kurbeldruckkammer 66 und
erlaubt keine direkte Verbindung zwischen beiden Kammern 65 und 66.
Die Querschnittsfläche
S2 des Teilers 54, der als die Teilung dient, ist gleich
wie die Querschnittsfläche
S1 des Durchgangslochs 60. Daher ist der Durchlass innerhalb
der Druckfühlkammer 61, durch
die der Teiler 54 gepasst ist, mit dem Durchgangsloch 60 Kontinuierlich.
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Eine dritte Radialöffnung 67 ist
in dem oberen Gehäuseelement 58b definiert,
so dass sie mit der Hochdruckkammer 56 in Verbindung ist.
Die Hochdruckkammer 65 ist durch die dritte Öffnung 67 und
den Durchlass 68 mit dem ersten Drucküberwachungspunkt P1 oder der
Auslasskammer 7 verbunden. Somit wird der Druck PdH an
dem ersten Drucküberwachungspunkt
P1 durch den Durchlass 68 und die dritte Öffnung 67 auf
die Hochdruckkammer 65 aufgebracht.
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Eine Rückstellfeder 69 ist
in der Hochdruckkammer 65 enthalten. Die Rückstellfeder 69 spannt die
Betätigungsstange 53 vor,
um den Ventilkörper 58 von
dem Ventilsitz 64 weg bewegen zu lassen.
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Das Solenoid 52 ist mit
einem tassenförmigen
Aufnahmezylinder 61 versehen, der in dem unteren Gehäuseelement 58c befestigt
ist. Ein ortsfester Eisenkern 70 ist in die obere Öffnung des
Aufnahmezylinders 71 gepasst. Der ortsfeste Eisenkern 70 ist ein
Teil der Innenwand der Ventilkammer 59 und definiert zudem
eine Plungerkammer 72 in dem Aufnahmezylinder 71.
Ein beweglicher Eisenkern 74 ist in der Plungerkammer 72 enthalten.
Der ortsfeste Eisenkern 70 hat ein Führungsloch 73, das
die Führung
57 aufnimmt.
Ein geringer Spalt (nicht gezeigt) existiert zwischen der Innenwand
des Führungslochs 73 und
der Führung 57.
Die Ventilkammer 59 und die Plungerkammer 72 sind
miteinander durch den Spalt in Verbindung. Somit wird der Druck
in der Ventilkammer 59, oder der Druck PdL an dem zweiten
Drucküberwachungspunkt
P2 im Inneren der Plungerkammer 72 aufgebracht.
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Das untere Ende der Führung 57 erstreckt sich
in die Plungerkammer 72. Der bewegliche Eisenkern 74 ist
an dem unteren Ende der Führung 57 befestigt.
Der bewegliche Eisenkern 74 bewegt sich in der Axialrichtung
einstöckig
mit der Betätigungsstange 53.
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Eine Dämpfungsfeder 75 ist
in der Plungerkammer 72 enthalten. Die Dämpfungsfeder 75 spannt
den beweglichen Eisenkern 74 und die Betätigungsstange 53 in
Richtung des ortsfesten Eisenkerns 70 vor. Die Kraft der
Dämpfungsfeder 75 ist kleiner
als die Kraft der Rückstellfeder 69.
Wenn keine elektrische Energie zu einer Spule 76 nicht
zugeführt
wird, bewegt die Rückstellfeder 69 dementsprechend
den beweglichen Eisenkern 74 und die Betätigungsstange 53 auf
die in 3(a) gezeigte
Ausgangsposition, so dass das Steuerventil 32 vollständig geöffnet ist.
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Die Spule 76 umgibt den
ortsfesten Eisenkern 70 und den beweglichen Eisenkern 74.
Eine Kompressorsteuereinheit 77 führt elektrische Energie durch
eine Treiberschaltung 78 zu der Spule 76 zu. Dann
erzeugt die Spule 76 eine elektromagnetische Energie F,
die dem Niveau der zu der Spule 76 zugeführten elektrischen
Kraft entspricht zwischen dem festen Eisenkern 70 und dem
beweglichen Eisenkern 74. Die elektromagnetische Kraft
F zieht den beweglichen Eisenkern 74 in Richtung des festen
Eisenkerns 70 an und zwingt den Ventilkörper 56 in Richtung
des Ventilsitzes 64.
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Es gibt verschiedene Verfahren zum Ändern der
auf die Spule 76 aufgebrachten Spannung, von denen eines
im Ändern
des Spannungswerts an sich liegt und ein anderes sich auf die Steuerung
der relativen Einschaltdauer bezieht. Eine Steuerung der relativen
Einschaltdauer wird in diesem Ausführungsbeispiel eingesetzt.
Die Steuerung der relativen Einschaltdauer ist ein Verfahren, bei
dem die Einschaltzeit pro Durchlauf einer gepulsten Spannung, die
periodisch an und ausgeschaltet wird, eingestellt wird, um den Durchschnittswert
der aufgebrachten Spannung zu modifizieren. Der Durchschnittswert
der aufgebrachten Spannung kann durch Multiplizieren des Verhältnisses
der Ein-Zeit der gepulsten Spannung deren Kreislaufzeit, d.h, das
relative Anschaltverhältnis
Dt, durch den gepulsten Spannungswert erhalten werden. Je kleiner
das relative Einschaltverhältnis
Dt ist, desto kleiner ist die zwischen dem ortsfesten Eisenkern 70 und
dem beweglichen Eisenkern 74 erzeugte elektromagnetische
Kraft F und desto größer ist
der Öffnungsgrad
des Ventils. Im Gegensatz dazu, ist der Öffnungsgrad des Ventils umso
kleiner, je größer die
relative Anschaltdauer Dt ist.
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Der Öffnungsgrad des Steuerventils 32 hängt von
der Axialstellung der Betätigungsstange 53 ab.
Die Axialstellung der Betätigungsstange 53 wird
auf Grundlage verschiedener Kräfte
bestimmt, die axial auf der Betätigungsstange 53 wirken.
Diese Kräfte
werden unter Bezugnahme auf 3(b) beschrieben.
Die in 3(b) gezeigten
Abwärtskräfte neigen
dazu, den Ventilkörper 56 von
dem Ventilsitz 64 zu beabstanden (die Ventilöffnungsrichtung).
Die in 3(b) gezeigten
Aufwärtskräfte neigen
dazu, den Ventilkörper 53 zu
dem Ventilsitz 64 zu bewegen (die Ventilverschlussrichtung).
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Als erstes werden die auf den Abschnitt
der Betätigungsstange 53 über dem
Kupplungselement 55, d.h. die auf den Teiler 54 wirkenden
verschiedenen Kräfte
beschrieben. Der Teiler 54 empfängt eine abwärtsgerichtete
Kraft f1 von der Rückstellfeder
69. Der
Teiler 54 empfängt
zudem eine abwärtsgerichtete
Kraft auf Grundlage des Drucks PdH in der Hochdruckkammer 65.
Die wirksame Druckaufnahmefläche
des Spitzwinkels 54 mit Bezug auf den Druck PdH der Hochdruckkammer 65 ist
gleich wie die Querschnittsfläche
S2 des Teilers 54. Der Teiler 54 empfängt zudem
eine aufwärtsgerichtet
Kraft auf Grundlage des Drucks in dem Durchgangsloch 60 (Kurbeldruck
Pc). Die wirksame Druckaufnahmefläche des Teilers 54 mit
Bezug auf den Druck Pc in dem Durchgangsloch ist gleich wie die
Querschnittsfläche S2
des Teilers 54 abzüglich
der Querschnittsfläche S3
des Kuppelelements 55. Vorausgesetzt, dass die abwärtsgerichteten
Kräfte
positive Werte haben, kann die Nettokraft ΣF1, die auf den Teiler 54 wirkt, durch
die nachstehende Gleichung 1 ausgedrückt werden.
ΣF1 = PdH·S2-Pc
(S2–S3)+f1
... Gleichung 1
-
Als nächstes werden die auf dem Abschnitt der
Betätigungsstange 53 unterhalb
des Kuppelelements 55, d.h., auf die Führung 57 wirkenden
verschiedenen Kräfte
beschrieben. Die Führung 57 nimmt
eine aufwärtsgerichtet
Kraft f2 von der Dämpfungsfeder 75 und
eine aufwärtsgerichtete
elektromagnetische Kraft F von dem Solenoid 52 auf. Die Führung 57 nimmt
zudem eine aufwärtsgerichtete Kraft
auf der Grundlage des Drucks PdL in der Plungerkammer 52 auf.
Die wirksame Druckaufnahmefläche
der Führung 57 mit
Bezug auf den Druck PdL in der Plungerkammer 72 ist gleich
wie die Querschnittsfläche
S4 der Führung 57.
Die Führung 57 nimmt
zudem eine abwärts
gerichtete Kraft auf der Grundlage des Drucks PdL in der Ventilkammer 59 und
einer abwärts
gerichtete Kraft auf Grundlage des Drucks Pc in dem Durchgangsloch 60 auf.
Die wirksame Druckaufnahmefläche
der Führung 57 mit
Bezug auf den Druck PdL in der Ventilkammer 59 ist gleich
wie die Querschnittsfläche
S4 der Führung 57 abzüglich der
Querschnittsfläche
S1 des Durchgangslochs 60. Die wirksame Druckaufnahmefläche der
Führung 57 mit
Bezug auf den Druck Pc in dem Durchgangsloch 60 ist gleich
wie die Querschnittsfläche
S1 des Durchgangslochs 60 abzüglich dem Querschnittsbereich
S3 des Kuppelelements 55. Vorausgesetzt, dass die aufwärts gerichteten
Kräfte
positive Werte haben, kann die Nettokraft ΣF2, die auf die Führung 57 wirkt,
durch die Gleichung 2 ausgedrückt
werden.
ΣF2
= F+f2-Pc(Sl–S3)-PdL(S4-S1)+PdL·S4 = F+f2+PdL·Sl-Pc(S1–53) ...
Gleichung 2
-
Die Betätigungsstange 53 ist
mit dem Teiler 54, dem Koppelelement 55 und der
Führung 57 einstückig. Somit
ist die Axialstellung der Betätigungsstange 53 eine
Stellung, an der die Kraft ΣF1
aus Gleichung 1 mit der Kraft ΣF2
aus Gleichung 2 ausgeglichen ist. Wenn ΣF1 = ΣF2 ist, wird die nachstehende
Gleichung 3 erhalten.
PdH·S2-PdL·S1-Pc(S2-S1) = F-f1+f2 ...
Gleichung 3
-
Die Querschnittsfläche S1 des
Durchgangslochs 60 ist gleich wie die Querschnittsfläche S2 des Teilers 54.
Daher wird, wenn S2 durch S1 in Gleichung 3 ersetzt wird, die nachstehende
Gleichung 4 erhalten.
PdH–PdL = (F-f1+f2)/S1 ... Gleichung
4
-
In Gleichung 4 entspricht der Ausdruck (PdH–PdL) auf
der linken Seite von Gleichung 4 der Druckunterschied Δ Pd zwischen
den zwei Punkten, das heißt,
dem ersten Drucküberwachungspunkt
P1 und dem zweiten Drucküberwachungspunkt
P2. Zudem sind in Gleichung 4 die Werte f1, f2 und S1 feste Parameter,
die durch die Gestalt der Vorrichtung bestimmt sind. Die elektromagnetische
Kraft F ist jedoch ein variabler Parameter, der sich in Abhängigkeit
von der zu der Spule 76 zugeführten Energie ändert. Die
Gleichung 4 zeigt, dass die Betätigungsstange 53 betätigt wird,
um die Druckdifferenz Δ Pd in Übereinstimmung
mit Änderungen
in der elektromagnetischen Kraft F zu ändern. Mit anderen Worten wird
die Betätigungsstange 53 in Übereinstimmung mit
dem Druck PdH und dem Druck PdL, der auf die Stange 53 wirkt,
betätigt,
sodass die Druckdifferenz Δ Pd,
die durch die elektromagnetische Kraft F bestimmt ist, eine Ziel-
oder Solldruckdifferenz Δ Pdset sucht. Die Betätigungsstange 53 funktioniert
als ein Druckerfassungskörper
zusammen mit der Ventilkammer 59, der Plungerkammer 72 und
der Hochdruckkammer 65 und dergleichen. Die Druckdifferenz Δ Pd ist in
der nachstehenden Gleichung 5 ausgedrückt, die eine Funktion der
Eingabespannung der Spule 76 ist.
Δ Pd = f(I)
... Gleichung 5
-
In dem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist die Stellung der Betätigungsstange 53,
die die Verdrängung
des Kompressors ändert,
durch die Druckdifferenz Δ Pd
bestimmt.
-
Unter nochmaliger Bezugnahme auf 1 hat das Kompressormodul
CPM einen Ansaugdruckfühler 41,
einen Auslassdruckfühler 42 und
einen Drehsensor 43, die als eine Informationserfassungsvorrichtung
funktionieren. Der Ansaugdruckfühler 41 erfasst
den Ansaugdruck Ps des Kompressors CP, der Auslassdruckfühler 42 erfasst
den Auslassdruck Pd des Kompressors CP und der Drehsensor 43 erfasst
die Drehzahl Nc (upm) der Antriebswelle 16. Der Ansaugdruck
Ps und der Auslassdruck Pd des Kompressors CP und die Drehzahl Nc
der Antriebswelle 16 werden zu einer Kompressorsteuereinheit 77 geschickt.
-
In der Kompressorsteuereinheit 77 wird
das Lastdrehmoment Tr des Kompressors CP, das auf die Antriebswelle 16 wirkt,
unter Verwendung des Auslassdrucks Pd, der Drehzahl Nc und der Auslassgasströmungsrate
Qd als Variablen berechnet.
Tr = 60/(2π·NC)·[n/(n-1))·Pd·Qd·{1-(Pd/Ps)(1-n)/n}]
+ Tloss ... Gleichung 6
-
In Gleichung 6 bezeichnet Tloss ein
Verlustdrehmoment, n ist ein spezifisches Wärmeverhältnis (beispielsweise ist für R134a,
n = 1,03) und Ps ist der Ansaugdruck Ps des Kompressors CP.
-
In Gleichung 6 sind der Auslassdruck
Pd die Drehzahl Nc und die Auslassgasdurchflussrate Qd Variablen,
die das Lastdrehmoment Tr stark beeinflussen. In dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel wird,
um das Lastdrehmoment Tr genauer auszudrücken, sogar der Ansaugdruck
Ps, der auf das Lastdrehmoment Tr verglichen mit den anderen Variablen eine
kleine Auswirkung hat, als eine Variable verwendet.
-
Die Auslassgasdurchflussrate Qd des
Kompressors, die die Kühlmittel
Auslassmenge pro Zeiteinheit von dem Kompressor CP zu dem externen Kältemittelkreislauf
ist, wird durch die nachstehende Gleichung 7 berechnet.
Qd
= (Durchflussratenkoeffizient)·(Drosselfläche)·√(2Δ Pd/ρd) ... Gleichung
7,
wobei die Druckdifferenz Δ Pd durch die Verwendung der
Eingabespannung I auf die Spule 76 des Steuerventils 32 berechnet
werden kann, wie in 5 gezeigt
ist. Die Druckdifferenz Δ Pd
hängt von
der Charakteristik des Ventils ab. Die spezifische Wichte ρd des Auslassgases
kann unter Verwendung des Auslassdrucks pd, der durch den Auslassdrucksensor 42 erfasst
wird, angenähert
werden.
-
In dem vorliegendem Ausführungsbeispiel
ist in der Nähe
des Kompressors CP eine feste Drosselstelle 8a vorgesehen.
Daher können
die Druckdifferenz Δ Pd,
die Drosselstellenfläche
und die spezifische Wichte ρd
des Auslassgases verwendet werden, um die Auslassgasdurchflussrate
Qd genau anzunähern.
-
Die Kompressorsteuereinheit 77 ist
eine elektronische Steuereinheit für den Kompressor mit einer
CPU, einem ROM, einem RAM und einer Eingabe-Ausgabeschnittstelle.
Die Kompressorsteuereinheit 77 speichert die Gleichung
6. Eine externe Steuereinheit (beispielsweise eine Klimaanlagensteuereinheit 80)
sendet Drehmomenteinstellsignale zu der Kompressorsteuereinheit 77.
Die Kompressorsteuereinheit 77 berechnet die Solldruckdifferenz Δ Pdset des Steuerventils 32, welche
die Auslassgasdurchflussrate Qd entsprechend dem Solldrehmoment
Trset auf Grundlage der Gleichungen 6 und 7 wiedergibt,
um zu bewirken, dass das Lastdrehmoment Tr, das auf der Antriebswelle 16 wirkt,
und das Solldrehmoment Trset auf Grundlage
der Drehmomenteinstellsignale übereinstimmen.
Ferner berechnet die Kompressorsteuereinheit 77 das relative
Einschaltverhältnis
Dt, das für
zu der Spule 76 geschickte Antriebssignale notwendig ist,
um das Steuerventil 32 so einzustellen, dass es die Solldruckdifferenz Δ Pdset erzeugt. Die Kompressorsteuereinheit 77 herrscht über die
Treiberschaltung 78 und die Treiberschaltung 78 sendet
Antriebssignale zu der Spule 76 bei der relativen Einschaltdauer
Dt. Somit wird die auf die Spule 76 aufgebrachte Spannung
wie erforderlich geändert
und das Steuerventil 32 wird gesteuert, so dass es die
Solldruckdifferenz Δ Pdset
erzeugt. In dieser Beschreibung erzeugt die externe Steuereinheit
Drehmomenteinstellsignale für
das Solldrehmoment Tz zu einer Steuereinheit,
die einen Index berechnet. Der Index steuert das Steuerventil von
den Drehmomenteinstellsignalen. Die externe Steuereinheit befindet
sich außerhalb
des Kompressors.
-
Die Klimaanlagensteuereinheit 80 der
in 1 gezeigten Kraftmaschinenklimaanlage
ist eine elektronische Steuereinheit mit einer CPU 80a,
einem ROM, einem RAM und einer Eingabe-Ausgabeschnittstelle (I/O). Der I/O-Eingabeanschluss
der Klimaanlagensteuereinheit 80 ist mit einer ersten Vorrichtung
zum Erfassen einer externen Information verbunden, die die für den Kältemittelkreislauf
einer Klimaanlage erforderliche Kältemittelleistung wiedergibt.
Die erste Vorrichtung hat einen Klimaanlageneinschalter 81,
der die Klimaanlage ein und ausschaltet, einen Temperaturregler 82,
der eine Solltemperatur in der Fahrgastzelle des Kraftfahrzeugs
einstellt und einen Fahrgastzellentemperaturfühler 83, der die Temperatur
in der Fahrgastzelle erfasst. Der Temperaturregler 82 und
der Temperaturfühler 83 werden durch
einen Fahrgast in dem Kraftfahrzeug betätigt. Die Klimaanlagensteuereinheit 80 berechnet
eine angenäherte
Auslasskühlmittelauslassmenge
für den Kompressor
auf Grundlage des An/Aus-Zustands des Klimaanlageneinschalters 81,
der Solltemperatur in dem Temperaturregler 82 und der Temperatur
in dem Fahrgastzellentemperaturfühler 83 und
berechnet das entsprechende Lastdrehmoment Tr des Kompressors CP
aus der Gleichung 6.
-
Die Klimaanlagensteuereinheit 80 steuert den
entsprechenden Antriebsabschnitt (nicht gezeigt), um eine gewünschte Temperatur
in der Fahrgastzelle bei einer durch den Temperaturregler 82 eingestellten
Solltemperatur beizubehalten. Dann stellt der Antriebsabschnitt
die Temperatur der die Klimaanlage verlassenden Luft, Luftströmung, Luftströmungsmuster
und dergleichen ein. Der Antriebsabschnitt hat einen Servomotor,
einen Gebläsemotor und
einen Luftmischklappenantriebsservomotor, der eine Klappe antreibt,
durch welche interne und externe Luft ausgetauscht wird.
-
Eine Kraftmaschinensteuereinheit 90 ist
eine elektronische Steuereinheit für eine Kraftmaschine mit einer
CPU, einem ROM, einem RAM und einer Eingabe-Ausgabeschnittstelle
(I/O). Der I/O-Eingabeanschluss
der Kraftmaschinensteuereinheit 90 ist mit einer zweiten
Vorrichtung zum Erfassen von externer Information verbunden, die
die Last der Kraftmaschine wiedergibt. Die zweite Vorrichtung hat
einen Kraftfahrzeuggeschwindigkeitssensor 91, einen Drehzahlsensor 92 zum
Erfassen der Drehzahl Ne der Kraftmaschine 25, einen Pedalstellungssensor 93 zum
Erfassen des Niederdrückbetrags
eines Beschleunigungspedals (Gaspedals) des Kraftfahrzeugs und einen
Luftdrucksensor 94 zum Erfassen des Drucks der in die Kraftmaschine
eingesogenen Luft. Mit dem I/O-Ausgabeanschluss
der Kraftmaschinensteuereinheit 90 sind ein stufenloses
Getriebe 95 (CVT-Getriebe), eine elektronische Steuerdrosselvorrichtung 96,
die in dem Einlassdurchlass der Kraftmaschine 25 vorgesehen
ist, und eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung 97 verbunden.
-
Die Kraftmaschinensteuereinheit 90 ist
mit einer Klimaanlagensteuereinheit 80 in Verbindung und
empfängt
und sendet Datensignale von und zu der Klimaanlagensteuereinheit 80.
Die Kraftmaschinensteuereinheit 90 sendet Informationen
bezüglich dessen,
ob sich das Kraftfahrzeug in einem außergewöhnlichem Steuerungsmodus befindet
oder nicht zu der Klimaanlagensteuereinheit 80. In dieser
Beschreibung bezeichnet der Ausdruck "außergewöhnlicher
Steuerungsmodus" die
folgenden Modi: ein Fall, in dem die Kraftmaschine 25 unter
einem Hochlastbetrieb ist, wenn sie zum Beispiel bergauf fährt. Einen
Fall, in dem das Kraftfahrzeug beschleunigt wird, wenn es zum Beispiel
ein anderes Kraftfahrzeug überholt,
und einen Fall, in dem die Kraftmaschine 25 gestartet wird.
Wenn die Klimaanlagensteuereinheit 80 von der Kraftmaschinensteuereinheit 90 die
Information empfängt,
dass sich ein Kraftfahrzeug in einem außergewöhnlichen Modus befindet, setzt
sie den niedrigsten Drehmomentwert als ein Solldrehmoment Trset und zu den anderen Zeitpunkten (dem nicht
außergewöhnlichen
Modus) setzt die Klimaanlagensteuereinheit 80 das Lastdrehmoment
entsprechend der angenäherten
Auslassgasdurchflussrate Qt als das Solldrehmoment Trset.
Die selektive Bestimmung des Solldrehmoments Trset in der
Klimaanlagensteuereinheit 80 wird nun beschrieben.
-
Das Ablaufdiagramm aus 4 zeigt die Hauptroutine
zur Steuerung der Verdrängung
des Kompressors TP. Wenn der Zündschalter
oder der Startschalter angeschaltet ist, startet die Klimaanlagensteuereinheit 80 die
Verarbeitung. Die Klimaanlagensteuereinheit 80 führt in Schritt
S1 verschiedene Anfangseinstellungen durch.
-
In Schritt S2 wartet die Klimaanlagensteuereinheit 80,
bis der Klimaanlageneinschalter 81 eingeschaltet ist. Wenn
der Klimaanlageneinschalter 81 eingeschaltet ist, schreitet
die Klimaanlagensteuereinheit 80 zu Schritt S3 vor.
-
In Schritt S3 bestimmt die Klimaanlagensteuereinheit 80 aus
den Signalen von der Kraftmaschinensteuereinheit 90, ob
sich das Kraftfahrzeug in einem außergewöhnlichen Modus befindet oder
nicht. Wenn das Ergebnis aus Schritt S3 positiv ist, schreitet die
Klimaanlagensteuereinheit 80 zu Schritt S4 vor und führt eine
Ausnahmesteuerprozedur gemäß dem Ausnahmemodus
durch. In der Ausnahmesteuerprozedur befiehlt die Klimaanlagensteuereinheit 80 der
Kompressorsteuereinheit 77 den niedrigsten Drehmomentwert
als das Solldrehmoment Trset einzustellen.
-
Wenn das Ergebnis aus Schritt S3
negativ ist, schreitet die Klimaanlagensteuereinheit 8 zu Schritt
S5 vor und führt
eine normale Steuerprozedur durch. In der normalen Steuerprozedur
berechnet die Klimaanlagensteuereinheit 80 die Kühlmittelauslassmenge,
die für
den Kompressor CP erforderlich ist, auf Grundlage von Information,
wie zum Beispiel der Solltemperatur des Temperaturreglers 82 und
der von dem Fahrgastzellentemperaturfühler 83 erfassten
Temperatur und dergleichen, und die Steuereinheit 80 berechnet
das entsprechende Drehmoment Tr des Kompressors Cp. Dann befiehlt
die Klimaanlagensteuereinheit 80 der Kompressorsteuereinheit 77,
das berechnete Drehmoment Tr als das Solldrehmoment Trset einzustellen.
Ferner sendet die Klimaanlagensteuereinheit 80 das Solldrehmoment
Trset zu der Kraftmaschinensteuereinheit 90.
-
Wie dies vorstehend beschrieben ist,
berechnet die Kompressorsteuereinheit 77 darauffolgend
die Auslassdurchflussrate Qd entsprechend den von der Klimaanlagensteuereinheit 80 befohlenen
Drehmomenteinstellsignalen, berechnet die Druckdifferenz ΔPdset des Steuerventils 32 entsprechend
der Auslassdurchflussrate Qd und berechnet die erforderliche relative
Einschaltdauer Td des Antriebssignals, das zu der Spule 76 ausgegeben
wird, um die Solldruckdifferenz ΔPset zu erhalten. Die Treiberschaltung 78,
die Befehle von der Kompressorsteuereinheit 77 empfangen
hat, sendet zu der Spule 76 ein Antriebssignal gemäß der relativen
Einschaltdauer Dt. Dementsprechend wird die Solldruckdifferenz ΔPdset auf einen geeigneten Wert geändert, so dass
der Kompressor CP bei dem Solldrehmoment Trset betrieben
wird.
-
Die Stellung der Betätigungsstange 53 (des Ventilkörpers 56)
in dem Steuerventil 32, das heißt der Ventilöffnungsgrad
wird folgendermaßen
bestimmt.
-
Wenn zu der Spule 76 keine
Energie zugeführt
wird (relatives Einschaltverhältnis
dt = 0%), wird hauptsächlich
die Wirkung der Rückstellfeder 69 bewirkt
und die Betätigungsstange 53 befindet
sich an der in 3(a) gezeigten
Ausgangsstellung. Zu diesem Zeitpunkt ist der Ventilkörper 56 der
Betätigungsstange 53 am
weitesten von dem Ventilsitz 64 entfernt, so dass der Öffnungsgrad
des Steuerventils 32 maximiert ist.
-
Wenn die Energie zu der Spule 76 zugeführt wird,
ist der Ventilkkörper 56 mit
Bezug auf den Ventilsitz 64 so positioniert, dass die aufwärtsgerichtete Vorspannkraft
(F + f2) und die abwärtsgerichtete
Vorspannkraft f1 ausgeglichen sind und der Öffnungsgrad des Steuerventils 32 ist
bestimmt. Die Menge von zu der Kurbelkammer 15 durch den
Zuführdurchlass 31 geleiteten
Kältemittelgases
wird in Übereinstimmung
mit dem Ventilöffnungsgrad
bestimmt. Der Kurbeldruck Pc wird durch die Beziehung zwischen der
zu der Kurbelkammer 15 durch den Zuführdurchlass 31 eingeführten Kältemittelgasmenge
und der von der Kurbelkammer 18 durch den Ablassdurchlass 30 geleiteten
Kältemittelgasmenge
eingestellt. Die Differenz zwischen dem Kurbeldruck Pc und dem Innendruck
des Kompressors 22 wird gemäß der Änderung in dem Kurbeldruck
Pc geändert
und der Neigungswinkel der Taumelscheibe 18 wird dementsprechend
geändert.
Wenn der Neigungswinkel der Taumelscheibe 18 geändert ist,
wird der Hub des Kolbens 21, das heißt, die Auslassverdrängung des Kompressors
CP eingestellt.
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Wenn beispielsweise der Öffnungsgrad
des Steuerventils 32 klein ist, nimmt der Kurbeldruck Pc ab
und der Neigungswinkel der Taumelscheibe 18 nimmt zu. Folglich
nimmt der Hub des Kolbens 21 zu und der Kompressor CP wird
bei einer großen
Auslassverdrängung
betrieben. Wenn im Gegensatz dazu der Öffnungsgrad des Steuerventils 32 groß ist, nimmt
der Druck Pc in der Kurbelkammer 15 zu und der Neigungswinkel
der Taumelscheibe 18 nimmt ab. Folglich nimmt der Hub des
Kolbens 21 ab und der Kompressor CP wird bei einer kleinen
Auslassverdrängung
betrieben.
-
Die Kraftmaschinensteuereinheit 90 berechnet
das Kraftmaschinenausgabesolldrehmoment Treng unter
Verwendung von Information, wie zum Beispiel dem Niederdrückbetrag
eines Beschleunigungspedals von dem Pedalstellungssensor 93,
der Drehzahl Ne der Kraftmaschine 25 von dem Drehzahlsensor 92 und
dem Solldrehmoment Trset, dass sie von der Klimaanlagensteuereinheit 80 empfangen
hat, und dergleichen. Die Kraftmaschinensteuereinheit 90 steuert
die Kraftmaschine 25, so dass sie das Kraftmaschinenausgabesolldrehmoment
Treng erhält.
-
Genauer gesagt bestimmt die Kraftmaschinensteuereinheit 90 den
Sollöffnungsgrad
oder die Größe des Drosselventils
auf Grundlage des Kraftmaschinenausgabesolldrehmoments Treng und führt einen
Befehl zum Erzeugen des Sollöffnungsgrads einer
Drosselvorrichtung 96 aus. Die Drosselvorrichtung 96 stellt
den Öffnungsgrad
eines Drosselventils (nicht gezeigt) ein und stellt somit die Einlassluftmenge
ein.
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Die Kraftmaschinensteuereinheit 90 berechnet
eine Kraftstoffeinspritzsollmenge auf Grundlage des Ansaugluftdrucks
von dem Luftdrucksensor 94 und des im Vorfeld gespeicherten
theoretischen Luft/Kraftstoff-Verhältnisses und befiehlt der Kraftstoffeinspritzvorrichtung 97,
die Kraftstoffeinspritzsollmenge zu erzeugen. Die Kraftstoffeinspritzvorrichtung 97 spritzt
die Sollmenge des Kraftstoffs entsprechend dem befohlenen theoretischen
Luft/Kraftstoff-Verhältnisses
in die Kraftstoffkammer der Kraftmaschine 25 in dem Ansaugtakt
ein.
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Die Kraftmaschinensteuereinheit 90 bestimmt
einen Sollwert der Solldrehzahl Neset der Kraftmaschine 25 auf
Grundlage des Kraftmaschinenausgabesolldrehmoments Treng. Ferner
berechnet die Kraftmaschinensteuereinheit 90 ein Sollübersetzungsverhältnis auf
Grundlage der Solldrehzahl Neset und der
Kraftfahrzeuggeschwindigkeit von einem Kraftfahrzeuggeschwindigkeitssensor 91 und befiehlt
dem stufenlosen Getriebe 95, das Sollübersetzungsverhältnis zu
erzeugen. Das stufenlosen Getriebe 95 stellt die Drehzahl
Ne der Kraftmaschine 25 auf die Solldrehzahl Neset ein, indem das Zahnriemenverhältnis (wirksames
Durchmesserverhältnis) von
beispielsweise des Antriebszahnriemens zu dem angetriebenen Zahnriemen
eingestellt wird, um das befohlene Sollübersetzungsverhältnis zu
erhalten. Als ein Ergebnis wird die Kraftmaschine 25 bei
der Kombination aus dem Kraftstoffausgabedrehmoment Treng und
der Drehzahl Neset betrieben, aus welcher die
optimale Kraftstoffeffizienz erhalten werden kann.
-
Das erste Ausführungsbeispiel hat die nachstehenden
Vorteile.
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Die Klimaanlagensteuereinheit 80 sendet Drehmomenteinstellsignale
für das
Solldrehmoment Trset zu der Kompressorsteuereinheit 77,
so dass das Drehmoment Tr des Kompressors CP das Solldrehmoment
Trset erzeugt. Daher ist die Klimaanlagensteuereinheit 80 in
der Lage, eine genaue Steuerung der Kompressorverdrängung auf
Grundlage des Drehmoments auszuführen.
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Die Klimaanlagensteuereinheit 80 sendet
zudem die Drehmomentsignale für
das Solldrehmoment Trset zu der Kraftmaschinensteuereinheit 90. Wenn
dementsprechend die Kraftmaschine 25 auf Grundlage des
Werts des Lastdrehmoments Tr des Kompressors CP effizient gesteuert
wird, ist die Kraftmaschinensteuereinheit 90 in der Lage,
das Solldrehmoment Trset von der Klimaanlagensteuereinheit 80 als
das Kompressordrehmoment betreffende Daten zu verwenden und ein
Lastdrehmomentschätzkennfeld
ist nicht erforderlich. Dies vereinfacht die Steuerung der Kraftmaschine 25.
Ferner kann die Kraftfahrzeugklimaanlage einfach auf verschiedene Kraftfahrzeuge
angewendet werden.
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Die Steuereinheiten 77, 80 und 90 tauschen ihre
Drehmomentinformationen untereinander aus. Daher werden Zeit und
Aufwendungen zum Konvertieren anderer Signale in Drehmomentsignale
zwischen den Steuereinheiten 77, 80 und 90 ausgelassen
und die Steuerung der Verdrängung
des Kompressors CP und der Ausgabe der Kraftmaschine 25 wird
einfacher.
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Die Klimaanlagensteuereinheit 80 funktioniert
als eine externe Steuereinheit, die die Kompressorsteuereinheit 77 so
befehligt, dass sie das Solldrehmoment Trset erzeugt.
Somit ist eine spezielle externe Steuereinheit, die sich von der
Klimaanlagensteuereinheit 80 unterscheidet, nicht erforderlich,
wodurch Raum gespart wird.
-
Die Kompressorsteuereinheit 77 berechnet die
Solldruckdifferenz Δ Pdset
des Steuerventils 32, welche dem Solldrehmoment Trset entspricht, aus den Gleichungen 6 und 7 und
steuert dann das Steuerventil 32, so dass die Druckdifferenz Δ Pd des Steuerventils 32 auf
die Solldruckdifferenz Δ Pdset gesteuert wird. Da in der Kompressorsteuereinheit 77 das Lastdrehmoment
Tr ungeachtet der Beschaffenheit des externen Kältemittelkreislaufs 1 der
Kraftmaschinenklimaanlage genau abgeschätzt werden kann, kann die Kraftfahrzeugklimaanlage
auf verschiedene Kraftfahrzeuge angewendet werden.
-
In Gleichung 6 wird der Ansaugdruck
Ps des Kompressors CP als eine Variable verwendet. Daher ist die
Berechnung der Solldruckdifferenz Δ Pdset des Steuerventils 32 höchst genau
und das Kompressorlastdrehmoment Tr wird bei einer hohen Genauigkeit gesteuert.
-
Der Ansaugdruck Ps und der Auslassdruck Pd
des Kompressors CP und die Drehzahl Nc der Antriebswelle 16 werden
jeweils durch die Sensoren 41, 42 und 43,
die in dem Kompressormodul CPM vorgesehen sind, erfasst. Dementsprechend
werden alle zum Steuern der Verdrängung des Kompressors CP notwendigen
Informationen durch eine Informationserfassung in dem Kompressormodul
CPM gesammelt. Als ein Ergebnis ist es nicht notwendig, eine zusätzliche
Informationserfassung außerhalb
des Kompressormoduls CPM vorzusehen. Dementsprechend ist es bei
der Klimaanlage möglich,
ein unterschiedliches Kompressormodul CPM mit einer anderen Bauweise
mit dem Kältemittelkreislauf
zu kombinieren.
-
Das Steuerventil 32 hat
die Betätigungsstange 53,
die die Druckdifferenz Δ Pd über der
festen Drosselstelle 8a mechanisch erfasst. Der Ventilöffnungsgrad
des Steuerventils 32 wird auf Grundlage der Druckdifferenz Δ Pd, die
durch die Betätigungsstange 53 erfasst
wurde, automatisch eingestellt und die Solldruckdifferenz Δ Pdset, die ein Index zum Steuern des automatischen
Ventilöffnungsgrads
ist, wird durch die zu der Spule 76 zugeführten Strommenge
gesteuert. Daher wird die Einstellung des Öffnungsgrads des Steuerventils 32 rasch
ausgeführt.
-
Zweites Ausführungsbeispiel
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Wie in 5 gezeigt
ist, ist ein zylindrischer Faltenbalg mit einem Boden 101,
der als ein Druckfühlelement
funktioniert, in der Hochdruckkammer 65 enthalten. In diesem
Ausführungsbeispiel
funktionieren die Betätigungsstange 53 und
der Faltenbalg 101 als erster bzw. zweiter Druckdifferenzdetektor.
Das obere Ende des Faltenbalgs 101 ist an einem Stöpsel 58a befestigt.
Der Faltenbalg 101 teilt die Hochdruckkammer 65 in
eine erste Druckkammer 102, die sich innerhalb des Faltenbalgs 101 befindet
und in eine zweite Druckkammer 103, die sich außerhalb
des Faltenbalgs 101 befindet.
-
Die Bodenwand des Faltenbalgs 101 ist
mit einem Loch 101a zum Empfangen der Betätigungsstange 53 versehen
und das obere Ende des Teilers 54 der Betätigungsstange 53 ist
in das Loch 101a eingeführt.
Der Faltenbalg 101 ist in der Hochdruckkammer 65 auf
eine elastisch komprimierte Weise montiert. Der Faltenbalg wird
gegen den Teiler 54 durch eine abwärts gerichtete Kraft f3 auf
Grund dieser Kompression durch das Loch 101a gepresst.
-
Die erste Druckkammer 102 ist
durch ein P1-Öffnung 104,
die in dem Stöpsel 58a ausgebildet ist
und einen ersten Druckerfassungsdurchlass 105 mit der Auslasskammer 7 verbunden,
in der sich der erste Drucküberwachungspunkt
P1 befindet. Die zweite Druckkammer 103 ist durch eine
radiale P2-Öffnung 106 und
einen in dem oberen Gehäuseelement 58b des
Ventilgehäuses 58 ausgebildeten zweiten
Druckerfassungsdurchlass 107 mit dem zweiten Drucküberwachungspunkt
P2 verbunden. Der an dem ersten Drucküberwachungspunkt P1 überwachte
Druck PdH wird auf die erste Druckkammer 102 aufgebracht
und der an dem zweiten Drucküberwachungspunkt
P2 überwachte
Druck PdL wird auf die zweite Druckkammer 103 aufgebracht.
-
Ein Zuführdurchlass 31 verbindet
den ersten Drucküberwachungspunkt
P1 mit der Kurbelkammer 15. Ein stromaufwärts liegender
Abschnitt des Zuführdurchlasses 31 verbindet
den ersten Drucküberwachungspunkt
P1 durch die zweite Öffnung 63 mit dem
Steuerventil 32 und ein stromabwärts liegender Abschnitt verbindet
das Steuerventil 32 durch die erste Öffnung 62 mit der
Kurbelkammer 15. Das heißt, in dem zweiten Ausführungsbeispiel
ist die Richtung des Kältemittelgasdurchflusses
durch die erste und zweite Öffnung
von der des ersten Ausführungsbeispiels
unterschiedlich.
-
Zwischen dem ortsfesten Eisenkern 70 und dem
beweglichen Eisenkern 74 in der Plungerkammer 72 ist
eine spulenförmige
Feder 108 aufgenommen. Die Kraft der Feder 108 trennt
den beweglichen Eisenkern 74 von dem ortsfesten Eisenkern 70,
das heißt,
die Feder 108 beabstandet den Ventilkörper von dem Ventilsitz 64.
-
Verschiedene auf den Teiler 54 wirkende Kräfte werden
nun beschrieben. Der Teiler 54 empfängt eine abwärts gerichtete
Kraft f3 von dem Faltenbalg 101. Der Teiler 54 empfängt zudem
eine abwärtsgerichtete
Kraft auf Grundlage der Differenz zwischen der abwärtsgerichteten
Kraft des Drucks PdH in der ersten Druckkammer 102 und
der aufwärtsgerichteten
Kraft des Drucks PdL in der zweiten Druckkammer 103. Die
wirksame Druckaufnahmefläche
des Faltenbalgs 101 mit Bezug auf den Druck PdH in der
ersten Druckkammer 102 ist gleich wie die Querschnittsfläche S5 des
Faltenbalgs. Die wirksame Druckaufnahmefläche des Faltenbalgs 101 mit Bezug
auf den Druck PdL in der zweiten Druckkammer 103 entspricht
der Querschnittsfläche
S5 abzüglich
der Querschnittsfläche
S2 des Teilers 54. Somit empfängt der Teiler 54 eine
Kraft von PdH × S5 – Pd1 (S5 – S2). Wenn
die abwärtsgerichtete
Kraft einen positiven Wert hat, wird die Nettokraft ΣF1 der abwärtsgerichteten
Kräfte,
die auf den Teiler 54 wirken, durch die nachstehende Gleichung
8 ausgedrückt.
ΣF1 = PdH × S5-PdL(S5-S2)-PdH(S2–S3)+f3
= PdH(S5-S2+S3)-PdL(S5-S2)+f3 ... Gleichung 8
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Als nächstes werden verschiedene
auf die Führung 57 wirkende
Kräfte
beschrieben. Die Führung 57 empfängt eine
abwärtsgerichtete
Kraft f4 von der Feder 108. Die Führung 57 empfängt zudem
eine abwärtsgerichtete
Kraft auf Grundlage des Drucks Pd in dem Durchgangsloch 60.
Der Druck PdH der Kurbeldruckkammer 66 wirkt auf der Führung 57.
Die Druckaufnahmefläche
der Führung 57 mit
Bezug auf den Druck PdH in dem Durchgangsloch 60 entspricht der
Querschnittsfläche
S1 des Durchgangslochs 60 abzüglich der Querschnittsfläche S3 des
Koppelelements 55. Die Führung 57 empfängt ferner
eine aufwärts
gerichtete Kraft auf Grundlage des Drucks Pc der Ventilkammer 59.
Die Druckaufnahmefläche
der Führung 57 mit
Bezug auf den Druck Pc in der Ventilkammer 59 ist die Querschnittsfläche S4 der
Führung 57 abzüglich der
Querschnittsfläche
S1 des Durchgangslochs 60. Wenn die aufwärts gerichtete Kraft
einen positiven Wert hat, wird die Nettokraft ΣF2 der auf die Führung 57 wirkenden
aufwärts
gerichteten Kräfte
durch die nachstehende Gleichungen ausgedrückt
ΣF2 = F-f4-PdH(S1–S3)-Pc(S4-S1)+Pc·S4 = F-f4-PdH(S1-S3)+Pc·S1 Gleichung
9
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Wie in dem ersten Ausführungsbeispiel
ist die Axialstellung der Betätigungsstange 53 durch eine
Stellung definiert, an der ΣF1
aus Gleichung 8 gleich zu ΣF2
aus Gleichung 9 ist. Vorausgesetzt, dass ΣF1 = ΣF2 ist, kann die nachstehende
Gleichung 10 erhalten werden.
PdH(S5-52+S1)-PdL(S5-52)-Pc·S1 = F-f3-f4
Gleichung 10
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Die Querschnittsfläche S1 des
Durchgangslochs 60 ist gleich wie die Querschnittsfläche S2 des Teilers 54.
Wenn somit S2 aus Gleichung 10 durch S1 ausgetauscht wird, wie dies
nachstehend der Fall ist, wird die Gleichung 11 erhalten.
(PdH-PdL)S5+(PdL-Pc)S1
= F-f3-f4 Gleichung 11
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Wie aus Gleichung 11 ersichtlich
ist, positioniert das Steuerventil 32 gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel
die Betätigungsstange 53 durch
ein Zusammenwirken einer Kraft auf Grundlage der ersten Druckdifferenz Δ Pd1 (PdH-PdL)
und eine Kraft auf Grundlage der zweiten Druckdifferenz Δ Pd2 (Pd1-Pc).
Das heißt,
die Betätigungsstange 53 wird nicht
nur durch die Variation der ersten Druckdifferenz Δ Pd1 sondern
auch durch die zweite Druckdifferenz Δ Pd2 verschoben. Wie dies vorstehend
beschrieben ist, positioniert das Steuerventil 32 des zweiten
Ausführungsbeispiels
die Betätigungsstange 53,
um ein konstantes Verhältnis
zwischen der ersten Druckdifferenz Δ Pd1 und der zweiten Druckdifferenz Δ Pd2, wie
es durch die elektromagnetische Kraft F bestimmt wurde, zu erhalten.
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Es ist anzumerken, dass in der zweiten Druckdifferenz Δ Pd2 der
Auslassdruck PdL beträchtlich
größer als
der Kurbeldruck PC ist. Daher kann die zweite Druckdifferenz Δ Pd2 auf
den Auslassdruck PdL angenähert
werden. Mit anderen Worten kann die Betätigungsstange 53 durch
den Auslassdruck PdL unter Verwendung des Kurbeldrucks Pc an der
Niedrigdruckseite positioniert. werden.
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Das zweite Ausführungsbeispiel hat die nachstehenden
Vorteile zusätzlich
zu jenen des vorstehend beschriebenen ersten Ausführungsbeispiels.
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Die erste Druckdifferenz Δ Pd1, welche
die Druckdifferenz über
der festen Drosselstelle 8a ist, gibt im Wesentlichen die
Auslassgasdurchflussrate Qd wieder, mit der Ausnahme, wenn die Auslassgasdurchflussrate
Qd klein ist. Wenn die Auslassgasdurchflussrate Qd klein ist, ist
die Kraft der ersten Druckdifferenz Δ Pd1 zu klein, um die Betätigungsstange 53 zu
positionieren. Das Steuerventil 32 in dem zweiten Ausführungsbeispiel
setzt zusätzlich
zu der ersten Druckdifferenz Δ Pd1
die zweite Druckdifferenz ΔP2
ein. Somit wird die Betätigungsstange 53 durch
die zweite Druckdifferenz Δ Pd2
beeinflusst und die Betätigungsstange 53 wird
genau positioniert. Dies verbessert die Einstellung des Ventilöffnungsgrads.
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Es sollt für den Fachmann offensichtlich
sein, dass die vorliegende Erfindung in vielen anderen speziellen
Formen ausgeführt
werden kann, ohne dabei vom Wesen oder Umfang der Erfindung abzuweichen.
Insbesondere sollte verstanden werden, dass die Erfindung in den
folgenden Formen ausgeführt
werden kann.
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Anstelle der getrennten Steuereinheiten 77, 80 und 90 können eine
oder zwei Steuereinheiten vorgesehen werden, welche die Abläufe dieser
Steuereinheiten 77, 80 und 90 durchführen.
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Beispielsweise kann anstelle der
in dem Kompressormodul CPM vorgesehenen Kompressorsteuereinheit 77 die
Klimaanlagensteuereinheit 80 oder die Kraftmaschinensteuereinheit 90 die
Funktionen der Kompressorsteuereinheit 77 durchführen. In diesem
Fall, werden die Drehmomenteinstellsignale in der Klimaanlagensteuereinheit 8 oder
der Kraftmaschinensteuereinheit 90 eingestellt und die
Drehmomenteinstellsignale werden mit dem Index zum Steuern des Steuerventils
in Zusammenhang gebracht. In diesem Fall wird der CPU-Speicher der
Klimaanlagensteuereinheit 80 oder der Kraftmaschinensteuereinheit 90 vergrößert, wie
dies erforderlich ist. Mit einem solchen Aufbau befindet sich die
CPU in der Klimaanlagensteuereinheit 80 oder der Kraftmaschinensteuereinheit 90,
wodurch der Aufbau der Klimaanlage vereinfacht wird.
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Überdies
kann die Kraftmaschinensteuereinheit 90 die Funktion der
Klimaanlagensteuereinheit 80, die die Kraftmaschine steuert,
durchführen.
Somit muss eine separate Klimaanlagensteuereinheit 80 nicht
vorgesehen sein. Zusätzlich
kann die Kraftmaschinensteuereinheit 90 als eine externe
Steuereinheit funktionieren. Wenn die Kraftmaschinensteuereinheit 90 als
die externe Steuereinheit funktioniert, sendet sie Drehmomenteinstellsignale
zu der Kompressorsteuereinheit 77, um das Steuerventil 33 so zu
steuern, dass das Solldrehmoment Trset erhalten wird.
Dies vereinfacht einen Netzwerkaufbau, der die Steuersignale zwischen
den Steuereinheiten übermittelt.
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Die Klimaanlagensteuereinheit 80 speichert das
letzte Solldrehmoment Trset anstelle die Werte des zu der Kompressorsteuereinheit 77 geschickten Solldrehmomente
Trset immer von Anfang an zu berechnen und
sie kann den Wert durch eine vorbestimmten Wert erhöhen oder
verringern, so dass dieser zum nächsten
Solldrehmoment Trset wird. Das heißt, wenn
die Auslassverdrängung
des Kompressors Cp klein ist, wird ein vorbestimmter Wert auf das letzte
Solldrehmoment Trset addiert und wenn die Auslassverdrängung des
Kompressors CP groß ist, wird
ein vorbestimmter Wert von dem letzten Solldrehmoment Trset abgezogen. Dies vereinfacht die Berechnung
des Solldrehmoments Trset Die externe Steuereinheit kann eine einfache
manuelle Einstellvorrichtung sein. In diesem Fall, stellt die externe Steuereinheit
das Solldrehmoment Trset auf eine einfache
Weise ein, anstelle das Solldrehmoment Trset durch
die CPU aus den die Temperatur des Temperaturreglers 82 und
den Fahrgastzellentemperatursensor 83 betreffende Bedingungen
zu berechnen. Beispielsweise wird das Solldrehmoment Trset schrittweise
oder kontinuierlich gewechselt und durch Betätigung eines Einstellknopfs
geschickt, der die Kühlbedingungen
in einer manuellen Klimaanlage einstellt, zu der Kompressorsteuereinheit 77.
In einem außergewöhnlichen
Steuermodus wird ein vorbestimmtes minimales Solldrehmoment Trset
durch den Befehl von der Kraftmaschinensteuereinheit 90 zu
der Kompressorsteuereinheit 77 ausgegeben. Das Solldrehmoment
Trset anzeigende Signale können
zudem zu der Kraftmaschinensteuereinheit 90 zum Berechnen des
Kraftmaschinenausgabesolldrehmoments Treng ausgegeben
werden. Als ein Ergebnis steuert die Kraftmaschinensteuereinheit 90 die
Kraftmaschine 25 auf Grundlage der Betriebsbedingungen
des Kompressors CP effektiv, ohne dass eine CPU an der Klimaanlagensteuereinheit 80 montiert
ist, wenn die externe Steuereinheit die Klimaanlagensteuereinheit 80 ist.
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Die Drehzahl Nc der Antriebswelle 16 kann
in dem Drehzahlsensor 92 berechnet werden, anstelle den
Drehsensor 53 in dem Kompressormodul CPM zu erfassen. Als
ein Ergebnis ist der Drehsensor nicht erforderlich und der Aufbau
des Kompressormoduls wird einfacher und die Kosten werden verringert.
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Die Kraftmaschinensteuereinheit 90 empfängt das
Solldrehmoment Trset betreffende Drehmomentsignale
von der Klimaanlagensteuereinheit 80. Danach entscheidet
die Kraftmaschinensteuereinheit 90, ob sich das Kraftfahrzeug
in einem normalen Modus oder in einem außergewöhnlichen Modus befindet. Dann,
wenn sich das Kraftfahrzeug in einem außergewöhnlichen Modus befindet, wie
dies unter Bezugnahme auf 4 beschrieben
ist, wird das Solldrehmoment Trset geändert, um der Kraftfahrzeugbewegung
einen Vorrang zu geben und das geänderte Solldrehmoment Trset betreffende Drehmomenteinstellsignale
können
zu der Kompressorsteuereinheit 77 gesendet werden. Selbst
wenn sich das Kraftfahrzeug in einem außergewöhnlichen Modus befindet, muss
die Kraftmaschinensteuereinheit 90 nicht notwendigerweise
bei der minimalen Verdrängung
des Kompressors CP betrieben werden und das maximale Drehmoment
in dem zulässigen
Bereich, der auf den Kompressor CP angewandt werden kann, kann das
Solldrehmoment Trset des Kompressors CP
sein. Als ein Ergebnis kann die Steuerzeit verkürzt werden und die Klimaanlage
kann effizient betätigt
werden.
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Die Kompressorsteuereinheit 77 kann
den Lastdrehmomentwert Tr betreffende Signale zu der Kraftmaschinensteuereinheit 90 ausgeben.
In diesem Fall ist das Empfangen des das Solldrehmoment Trset treffende
Drehmomenteinstellsignals durch die Kompressorsteuereinheit 77 und
die Steuerung des Steuerventils 32 verzögert. Allerdings ist die Kraftmaschinensteuereinheit 90 in
der Lage, das Kraftmaschinenausgabesolldrehmoment Treng unter
Verwendung des gegenwärtigen
Lastdrehmoments Tr zu berechnen, welches genauer als das Solldrehmoment Trset ist. Dementsprechend kann die Kraftmaschine 25 noch
effizienter gesteuert werden.
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Eine externe Steuereinheit, die sich
von der Klimaanlagensteuereinheit 80 und der Kraftmaschinensteuereinheit 90 unterscheidet,
kann vorgesehen sein. Die externe Steuereinheit beurteilt, ob irgendeiner
der Betriebsdrehmomentwerte, die sowohl die Klimaanlagensteuereinheit 80 als
auch die Kraftmaschinensteuereinheit 90 des Kompressormoduls TPM
benötigen,
vorausgegangen sind und sendet der Kompressorsteuereinheit 77 das
Solldrehmoment Trset.
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Die Kompressorsteuereinheit 77 befindet sich
an der Ansaugdruckzone oder in der Nähe der Ansaugdruckzone des
Kompressors CP. Als ein Ergebnis wird die Kompressorsteuereinheit 77 durch das
angesogene Kältemittel,
dessen Temperatur vergleichsweise niedrig ist, gekühlt.
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Wenn in der Kompressorsteuereinheit 77 der Ansaugdruck
PS von dem Ansaugdrucksensor 41 unter einen vorbestimmten
Wert fällt,
kann das Lastdrehmoment Tr des Kompressors TP ungeachtet des von
der Klimaanlagensteuereinheit 80 befohlenen Solldrehmoments
Trset verringert werden.
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In dem Steuerventil 32 in
dem zweiten Ausführungsbeispiel
kann an Stelle des Kurbeldrucks Pc der Druck der zweiten Druckdifferenz ΔP2 der Ansaugdruck
Ps sein, der niedriger als der Kurbeldruck Pc ist. In diesem Fall
wird die Wirkung des Auslassdrucks Pd1 vorherrschender und das Einstellen
des Ventilöffnungsgrads
in einem Fall, in dem die Auslassgasdurchflussrate Qd niedrig ist,
wird weiter verbessert.
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In dem zweiten Ausführungsbeispiel
kann der Auslassdrucksensor 42 des Kompressormoduls CPM,
der den Auslassdruck Pd erfasst, entfernt werden, um den Wert des
Auslassdrucks Pd aus Gleichung 6 unveränderlich zu machen. Dies vereinfacht die
Berechnung durch die Kompressorsteuereinheit 77, wodurch
die Kosten des Kompressormoduls CPM verringert werden. Der Grund,
warum der Auslassdruck Pd nicht als eine Variable in Gleichung 6 verwendet
werden muss, liegt daran, dass in dem zweiten Ausführungsbeispiel
der Eingabestromwert I zu der Spule 76 durch ein festes
Verhältnis
zwischen der ersten Druckdifferenz Δ Pd1, die durch die Auslassgasdurchflussrate
Qd wiedergegeben wird, und der zweiten Druckdifferenz Δ Pd2, die
durch den Auslassdruck Pd1 gesteuert wird, ausgedrückt wird.
In diesem Fall sind die Auslassgasdurchflussrate Qd und der Auslassdruck
Pd1 indirekte Variablen in Gleichung 6 (beispielsweise ist Tr =
L/(2π·Nc) und
L = a·I+b;
wobei a und b jeweils konstant sind).
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Das Steuerventil kann auch ein sogenanntes auslassseitiges
Steuerventil sein, das den Öffnungsgrad
des Ablassdurchlasses 30 steuert, anstelle den Öffnungsgrad
des Zuführdurchlasses 31 einzustellen.