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Technisches
Gebiet
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Die Erfindung betrifft Wandler, Aktuatoren
oder Anreger, insbesondere aber nicht ausschließlich Wandler zur Verwendung
in akustischen Einrichtungen, z. B. Lautsprechern und Mikrofonen,
und geht von der US-A-4,414,436 aus.
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Stand der
Technik
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Eine Reihe von Wandler-, Anreger-
oder Aktuatoreinrichtungen wurde entwickelt, um eine Kraft auf eine
Anordnung, z. B. einen akustischen Abstrahler eines Lautsprechers,
aufzubringen. Es gibt verschiedene Arten dieser Wandlereinrichtungen,
z. B. mit beweglicher Spule, mit beweglichem Magneten sowie piezoelektrische
oder magnetostriktive Typen. Typischerweise verlieren elektrodynamische
Lautsprecher, die Spulen- oder Magnetwandler verwenden, 99% ihrer
Eingangsenergie aufgrund von Wärmeentwicklung,
wohingegen ein piezoelektrischer Wandler nur 1% verlieren kann.
Daher sind piezoelektrische Wandler aufgrund ihrer hohen Effizienz
beliebt.
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Mit piezoelektrischen Wandlern sind
verschiedene Probleme verbunden, beispielsweise sind sie inhärent sehr
steif, beispielsweise vergleichbar mit Messingfolie und daher schwierig
an einen akustischen Abstrahler, insbesondere an Luft anzupassen.
Eine Erhöhung
der Steifigkeit des Wandlers verschiebt die Grundresonanzmode zu
einer höheren
Frequenz. Somit kann davon ausgegangen werden, dass derartige piezoelektrische
Wandler zwei Betriebsbereiche aufweisen. Der erste Betriebsbereich
liegt unter der Grundresonanz des Wandlers. Dies ist der "steifigkeitsgesteuerte" Bereich, in dem
die Geschwindigkeit mit der Frequenz ansteigt und das Ausgabeverhalten üblicherweise
einer Entzerrung bedarf. Dies führt
zu einem Verlust der verfügbaren
Effizienz. Der zweite Bereich ist der jenseits des Steifigkeitsbereichs
liegende Resonanzbereich, der aufgrund der ziemlich starken Resonanzen
allgemein vermieden wird.
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Darüber hinaus besteht die allgemeine
Lehre darin, Resonanzen in einem Wandler zu unterdrücken und
somit werden piezoelektrische Wandler allgemein nur im Frequenzbereich
unter oder bei der Grundresonanz der Wandler eingesetzt. Wo piezoelektrische
Wandler oberhalb der Grundresonanzfrequenz eingesetzt werden, ist
es erforderlich, eine Dämpfung
vorzusehen, um Resonanzspitzen zu unterdrücken.
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Die mit piezoelektrischen Wandlern
verbundenen Probleme gelten in ähnlicher
Weise für
Wandler, die andere "intelligente" Materialien, das
heißt
magnetostriktive und elektrostriktive Materialien sowie Elektretmaterialien
umfassen.
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Aus der
EP 0 993 231 A der Shinsei
Corporation ist die Bereitstellung einer schallerzeugenden Einrichtung
bekannt, bei der eine Antriebseinrichtung einer akustischen Schwingungsplatte
zwischen einem Lautsprecherrahmen und der akustischen Schwingungsplatte
angeordnet ist. Die Antriebseinrichtung umfasst ein Paar piezoelektrischer
Schwingungsplatten, die einander über einen bestimmten Abstand
zugewandt sind. Die äußeren Ränder der
piezoelektrischen Schwingungsplatten sind durch ein ringförmiges Abstandselement
miteinander verbunden. Wenn ein Antriebssignal auf die piezoelektrischen
Schwingungsplatten aufgebracht wird, führen die piezoelektrischen
Schwingungsplatten wiederholt eine Biegebewegung aus, wobei sich
ihre Mittelpunkte abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen biegen.
Zu diesem Zeitpunkt sind die Biegerichtungen der piezoelektrischen
Schwingungsplatten immer entgegengesetzt zueinander.
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Aus der
EP 0 881 856 A der Shinsei
Corporation ist die Bereitstellung einer akustischen piezoelektrischen
Schwingungseinrichtung und eines diese verwendenden Lautsprechers
bekannt, wobei ein schwingungssteuerndes Teil aus Elastomermaterial
am Rand einer piezoelektrischen Schwingungsplatte befestigt ist. Das
schwingungssteuernde Teil ist so geformt, dass ein Abstand zwischen
einer an einem Mittelpunkt der piezoelektrischen Schwingungsplatte
vorbeiführenden
Achse, die senkrecht zu einer einen Mittelpunkt der piezoelektrischen
Schwingungsplatte mit dem Schwerpunkt des schwingungssteuernden
Teils verbindenden geraden Linie ist, und einer Massenschwerpunktslinie
des schwingungssteuernden Teils entlang der Achse variiert, oder
dass eine Masse eines jeden Abschnitts des schwingungssteuernden
Teils, das durch eine Mehrzahl von geraden Linien unterteilt ist,
welche parallel zu einer geraden Linie verlaufen, die einen Mittelpunkt
der piezoelektrischen Schwingungsplatte mit dem Schwerpunkt des
schwingungssteuernden Teils verbindet, entlang einer Achse variiert,
die senkrecht zu der geraden Linie ist und durch den Mittelpunkt
der piezoelektrischen Schwingungsplatte verläuft.
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Die
US
4,593,160 der Murata Manufacturing Co. Limited offenbart
einen piezoelektrischen Lautsprecher mit einer piezoelektrischen
Schwingungseinrichtung, um in einer Biegemode zu schwingen, die
in ihrer in Längsrichtung
mittleren Position durch ein Stützelement
abgestützt
ist, wobei erste und zweite Abschnitte der piezoelektrischen Schwingungseinrichtung
auf beiden Seiten des Stützelements
jeweils freitragend gehalten sind. Die piezoelektrische Schwingungseinrichtung
ist an nahe ihrer beiden Enden angeordneten Abschnitten durch als
Drähte
ausgebildete Kopplungselemente mit einer Membran verbunden, wodurch
eine Biegeschwingung der piezoelektrischen Schwingungseinrichtung
auf die Membran übertragen
wird, um dadurch die Membran anzutreiben. Die Position des Stützelements
bezüglich
der piezoelektrischen Schwingungseinrichtung ist so gewählt, dass
die Resonanzfrequenz des ersten Abschnitts kleiner ist als die entsprechende
Resonanzfrequenz des zweiten Abschnitts, und die primäre Resonanzfrequenz
(f1) des zweiten Abschnitts ist so gewählt, dass sie im Wesentlichen
beim Mittelwert der ersten Resonanzfrequenz (F1) und der zweiten
Resonanzfrequenz (F2) des ersten Abschnitts in logarithmischen Koordinaten
liegt.
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Die
US
4,401,857 der Sanyo Electric Co. Limited offenbart einen
piezoelektrischen Konuslautsprecher mit einer Mehrfachstruktur,
bei der eine Mehrzahl piezoelektrischer Elemente und einzeln damit
verbundener Lautsprechermembranen koaxial oder multiaxial angeordnet
sind. Ein Dämpfungselement
ist zwischen einer und einer weiteren Membran angeordnet, so dass
jedes Element von den Schwingungen des anderen Elements isoliert
ist.
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Die
US
4,481,663 der Altec Corporation offenbart ein Netzwerk
zur Anpassung einer elektrischen Quelle von Audiosignalen an eine
piezokeramische Antriebseinrichtung für einen Hochfrequenzlautsprecher. Das
Netzwerk besteht aus allen Elementen eines Bandpassfilternetzwerks,
wobei jedoch die parallele Kombination eines Induktors und eines
Kondensators in der Ausgangsstufe des Filters durch einen Autotransformator
oder einen Autoinduktor ersetzt ist, der die Eingangsimpedanz des
piezokeramischen Wandlers in eine äquivalente zu einem Widerstand
parallele Kapazität
umwandelt, die gemeinsam mit der Induktivität des Autotransformators den
Lastwiderstand für
den Filter liefert und den aus der Ausgangsstufe des Bandpassnetzwerks
entfernten Kondensator und Induktor ersetzt. Ein zusätzlicher
Parallelwiderstand kann über
den Ausgang des Autotransformators angeordnet werden, um am Eingang
des Autotransformators den gewünschten wirksamen
Lastwiderstand zu erhalten.
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Die britische Patentanmeldung GB
2,166,022 A von Sawafuji offenbart einen piezoelektrischen Lautsprecher
mit einer Mehrzahl von piezoelektrischen Schwingungselementen, von
denen jedes eine piezoelektrische Schwingungsplatte und ein mittels
einer viskoelastischen Schicht nahe ihres Schwerpunkts damit verbundenes
Gewicht umfasst, und die zum Abgeben der Vibrationskraft an ihrem äußeren Rand
kon struiert sind, die an ihren Umfangsenden durch Verbindungseinrichtungen
miteinander verbunden sind, wobei eines der Elemente an seinen Umfangsrand
unmittelbar mit einem akustischen Abstrahler vom Konustyp verbunden
ist, um an diesen eine Vibrationskraft hauptsächlich in einem Hochfrequenzbereich
abzugeben, und die benachbarten verbleibenden Elemente eine Vibrationskraft
erzeugen, die dazu eingerichtet ist, zur Anregung von Mittel- und
Niedrigfrequenzbereichen des akustischen Abstrahlers vom Konustyp
zu dienen.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, einen verbesserten Wandler bereitzustellen.
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Offenbarung
der Erfindung
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Erfindungsgemäß wird ein elektromechanischer
Kraftwandler bereitgestellt, beispielsweise zum Aufbringen einer
Kraft, der einen akustischen Abstrahler zur Erzeugung einer akustischen
Ausgabe anregt, wobei der Wandler einen vorgesehenen Betriebsfrequenzbereich
aufweist und ein Resonanzelement mit einer Frequenzmodenverteilung
in dem Betriebsfrequenzbereich sowie eine Kopplungseinrichtung an
dem Resonanzelement aufweist, um den Wandler an einem Ort zu befestigen,
auf den die Kraft aufgebracht werden soll. Der Wandler kann somit
als ein bewusst modaler Wandler betrachtet werden. Die Kopplungseinrichtung
kann an dem Resonanzelement an einer Position angebracht sein, die
für die
Kopplung modaler Aktivität
des Resonanzelements an den Ort günstig ist.
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Das Resonanzelement kann passiv sein
und durch eine Verbindungseinrichtung an ein aktives Wandlerelement
gekoppelt sein, das eine bewegliche Spule, ein beweglicher Magnet,
eine piezoelektrische Einrichtung, eine magnetostriktive Einrichtung
oder eine Elektreteinrichtung sein kann. Die Verbindungseinrichtung kann
an dem Resonanzelement an einer Stelle angebracht sein, die zur
Verbesserung der modalen Aktivität in
dem Resonanzelement günstig
ist. Das passive Resonanzelement kann als nahezu verlustarme mechanische
Widerstandslast auf das aktive Element wirken und kann die Energieübertragung
und die mechanische Anpassung des aktiven Elements an eine Membran
verbessern, auf die Kraft aufgebracht werden soll. Somit kann das
passive Resonanzelement prinzipiell als Kurzzeitresonanzspeicher
wirken. Das passive Resonanzelement kann niedrige natürliche Resonanzfrequenzen
aufweisen, so dass sein modales Verhalten in dem Bereich, in dem
es seine Last- und Anpassungswirkung für das aktive Element ausübt, ausreichend
dicht ist. Eine Wirkung der gebildeten engen Kopplung eines aktiven
Elements an ein derartiges Resonanzelement be steht darin, die von
dem Wandler erzeugte Kraft gleichmäßiger über den Frequenzbereich zu
verteilen. Dies wird durch eine Überkreuzkopplung
und Steuerung extremer Q-Werte erreicht und das Ergebnis ist ein
gleichmäßigeres
Frequenzverhalten, das potentiell besser ist als bei einfachen Piezoeinrichtungen.
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Alternativ dazu kann das Resonanzelement
aktiv sein und kann eine piezoelektrische Einrichtung, ein magnetostriktive
Einrichtung oder eine Elektreteinrichtung sein. Das piezoelektrische
aktive Element kann, wie z. B. in dem US-Patent 5,632,841 beschrieben,
vorgespannt sein oder kann elektrisch vorgespannt oder vormagnetisiert
sein.
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Das aktive Element kann ein bimorphes
Element, ein bimorphes Element mit einer zentralen Platte oder einem
Substrat oder ein unimorphes Element sein. Das aktive Element kann
an einer Rückenplatte
oder einer Unterlegscheibe befestigt sein, die ein dünnes Metallblech
sein und eine ähnliche
Steifigkeit haben kann wie das aktive Element. Das Rückenblech
ist vorzugsweise größer als
das aktive Element. Das Rückenblech kann
einen Durchmesser oder eine Breite haben, die zwei-, drei- oder
viermal größer ist
als ein Durchmesser oder eine Breite des aktiven Elements. Die Parameter
der Rückenplatte
können
zur Verbesserung der modalen Dichte des Wandlers angepasst werden.
Die Parameter der Rückenplatte
und die Parameter des aktiven Elements können zur Verbesserung der modalen
Dichte in aufeinander abgestimmter Weise angepasst werden.
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Das Resonanzelement kann perforiert
sein, um keinen unerwünschten
Schall abzustrahlen. Alternativ kann das Resonanzelement eine akustische Öffnung aufweisen,
die klein ist, um ihre akustische Abstrahlung zu dämpfen. Das
Resonanzelement kann somit akustisch im Wesentlichen inaktiv sein.
Alternativ kann das Resonanzelement zur Wirkung der Anordnung beitragen.
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Die Größe der Kopplungseinrichtung
kann klein sein, das heißt
sie kann vergleichbar mit der Wellenlänge der Wellen in dem Betriebsfrequenzbereich
sein. Dies kann ihre aktustische Kopplung verbessern. Dies kann
auch die Wirkung der Öffnung
bei höheren
Frequenzen, die mögliche
Abnahme der Kopplung bei hoher Frequenz oder aus der Fläche der
Kopplung resultierende Biegewellen vermindern. Alternativ kann die
Fläche des
Resonanzelements so gewählt
werden, dass sie selektiv die Kopplung bei höherer Frequenz begrenzt, um z.
B. eine Filterwirkung zu erzielen.
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Die Parameter, wie z. B. das Seitenverhältnis, die
Biegesteifigkeitsisotropie, die Dickenisotropie und die Geometrie
des Resonanzelements können
so gewählt
sein, dass die Modenverteilung in dem Resonanzelement in dem Betriebsfrequenzbereich
verbessert wird. Eine Analyse, wie z. B. eine Computersimulation
unter Verwendung von FEA oder eine Modellierung kann zur Auswahl
der Parameter eingesetzt werden.
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Die Verteilung kann verbessert werden,
indem gewährleistet
wird, dass eine erste Mode des aktiven Elements nahe der niedrigsten
interessierenden Betriebsfrequenz liegt. Die Verteilung kann auch
verbessert werden, indem eine zufriedenstellende, z. B. eine hohe
Modendichte in dem Betriebsfrequenzbereich gewährleistet wird. Die Modendichte
reicht vorzugsweise aus, das aktive Element eine über die
Frequenz im Wesentlichen konstante wirksame Durchschnittskraft bereitzustellen
zu lassen. Eine gute Energieübertragung
kann zur einer vorteilhaften Glättung
modaler Resonanzen führen.
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Im Gegensatz dazu nimmt die Abgabeleistung
von aus dem Stand der Technik bekannten Wandlern, die intelligente
Materialien umfassen und die für
den Betrieb unterhalb der Grundresonanz von aus dem Stand der Technik
bekannten Wandlern konstruiert sind, mit abnehmender Frequenz ab.
Dies führt
dazu, dass die Eingangsspannung erhöht werden muss, um die Ausgabe über die
Frequenz konstant zu halten.
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Alternativ oder zusätzlich kann
die Modenverteilung verbessert werden, indem die Resonanzbiegewellenmoden
im Wesentlichen gleichmäßig über die
Frequenz verteilt werden, das heißt auf glatte Peaks im Frequenzgang,
die durch eine "Bündelung" oder eine Anhäufung der
Moden verursacht werden. Ein derartiger Wandler kann somit als Wandler
mit verteilten Moden oder als DMT bezeichnet werden.
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Durch die Modenverteilung wird die üblicherweise
dominante Hochamplituden-Resonanz
des Resonanzelements verringert und folglich wird die Spitzenamplitude
des Resonanzelements ebenfalls verringert. Somit wird die Gefahr
einer Ermüdung
des Wandlers verringert und die Lebensdauer sollte deutlich verlängert sein.
Darüber
hinaus verringert die Möglichkeit
eines gleichförmigen
Frequenzgangs eines Kolbenwandlers die elektrischen Anforderungen
und verringert die Kosten für
das angetriebene System.
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Der Wandler kann eine Mehrzahl von
Resonanzelementen umfassen, von denen jedes eine Modenverteilung
aufweist, wobei die Moden der Resonanzelemente so ge wählt sind,
dass sie in dem Betriebsfrequenzbereich verschachtelt sind und somit
die Modenverteilung in dem Wandler insgesamt verbessern. Die Resonanzelemente
weisen vorzugsweise unterschiedliche Eigenfrequenzen auf. Somit
können
die Parameter, wie z. B. die Last, die Geometrie oder die Biegesteifigkeit
der Resonanzelemente unterschiedlich sein.
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Die Resonanzelemente können durch
eine Verbindungseinrichtung in beliebiger Weise miteinander verbunden
sein, beispielsweise an im allgemeinen steifen Abschnitten zwischen
den Elementen. Die Resonanzelemente sind vorzugsweise an Kopplungspunkten
gekoppelt, die die Modalität
des Wandlers verbessern und/oder die Kopplung an dem Ort verbessern,
auf den die Kraft aufgebracht werden soll. Die Parameter der Verbindungseinrichtung
können
so gewählt
sein, dass die modale Verteilung in dem Resonanzelement verbessert
wird.
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Die Resonanzelemente können in
einem Stapel angeordnet sein. Die Kopplungspunkte können axial fluchten.
Die Resonanzeinrichtungen können
passive oder aktive Einrichtungen oder können zur Bildung eines Hybridwandlers
Kombinationen aus passiven und aktiven Einrichtungen sein.
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Das Resonanzelement kann plattenartig
oder aus der Ebene heraus gekrümmt
sein. Ein plattenartiges Resonanzelement kann zur Bildung eines
Multiresonanzsystems mit Schlitzen oder Unstetigkeiten ausgebildet sein.
Das Resonanzelement kann balkenförmig,
trapezförmig,
hyperelliptisch oder allgemein scheibenförmig ausgebildet sein. Alternativ
kann das Resonanzelement rechteckig und um eine entlang der kurzen
Symmetrieachse verlaufenden Achse aus der Ebene des Rechtecks heraus
gekrümmt
sein. Ein derartiger Wandler mit der Geometrie eines einfachen Streifens
ist aus dem US-Patent 5,632,841 bekannt.
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Das Resonanzelement kann entlang
zweier im Wesentlichen zueinander normaler Achsen modal sein, wobei
jede Achse eine zugehörige
Eigenfrequenz aufweist. Das Verhältnis
der zwei Eigenfrequenzen kann zur Erzielung der besten modalen Verteilung
auf z. B. 9 : 7 (≈ 1,286
: 1) eingestellt sein.
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Der Aufbau eines derartigen modalen
Wandlers kann z. B. wie folgt sein: eine flache piezoelektrische Scheibe;
eine Kombination aus mindestens zwei oder vorzugsweise mindestens
drei flachen piezoelektrischen Scheiben; zwei übereinstimmende piezoelektrische
Balken; eine Kombination aus mehreren übereinstimmenden piezoelektrischen
Balken; eine gekrümmte
piezoelektrische Platte; eine Kombination aus mehre ren gekrümmten piezoelektrischen
Platten oder zwei übereinstimmenden
gekrümmten
piezoelektrischen Balken.
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Die Verschachtelung der Modenverteilung
in jedem Resonanzelement kann verbessert werden, indem das Frequenzverhältnis der
Resonanzelemente, nämlich
das Verhältnis
der Frequenzen einer jeden Grundresonanz eines jeden Resonanzelements
optimiert wird. Somit können
die Parameter eines jeden Resonanzelements relativ zueinander verändert werden,
um die modale Gesamtverteilung des Wandlers zu verbessern.
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Wenn zwei aktive Resonanzelemente
in Form von Balken verwendet werden, können die zwei Balken ein Frequenzverhältnis (das
heißt
ein Eigenfrequenzverhältnis)
von 1,27 : 1 aufweisen. Für
einen Wandler mit drei Balken kann das Frequenzverhältnis 1,315
: 1,147 : 1 betragen. Für
einen Wandler mit zwei Scheiben kann das Frequenzverhältnis 1,1
+/– 0,02
zu 1 betragen, um eine hohe Größenordnung
der modalen Dichte zu optimieren, oder kann 3,2 zu 1 betragen, um
eine niedrige Größenordnung
der modalen Dichte zu optimieren. Für einen Wandler mit drei Scheiben
kann das Frequenzverhältnis
3,03 : 1,63 : 1 oder 8,19 : 3,20 : 1 betragen.
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Der Wandler kann ein elektromechanischer
Initialkraftwandler sein. Der Wandler kann an einen akustischen
Abstrahler gekoppelt sein, um den akustischen Abstrahler zur Erzeugung
einer akustischen Ausgabe anzuregen.
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Somit wird gemäß einem zweiten Aspekt der
Erfindung ein Lautsprecher mit einem akustischen Abstrahler und
einem oben beschriebenen modalen Wandler bereitgestellt, wobei der
Wandler über
eine Kopplungseinrichtung an den akustischen Abstrahler gekoppelt
ist, um den akustischen Abstrahler zur Erzeugung einer akustischen
Ausgabe anzuregen. Die Parameter der Kopplungseinrichtung können so
gewählt
sein, dass die Modenverteilung in dem Resonanzelement in dem Betriebsfrequenzbereich
verbessert wird. Die Kopplungseinrichtung kann spurenartig sein,
z. B. eine kontrollierte Klebstoffschicht.
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Die Kopplungseinrichtung kann bezüglich des
akustischen Abstrahlers asymmetrisch positioniert sein, so dass
der Wandler asymmetrisch an den akustischen Abstrahler gekoppelt
ist. Die Asymmetrie kann auf verschiedene Arten erzielt werden,
beispielsweise indem die Position oder die Ausrichtung des Wandlers
auf dem akustischen Abstrahler bezüglich der Symmetrieachsen in
dem akustischen Abstrahler oder dem Wandlers angepasst wird.
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Die Kopplungseinrichtung kann eine
Befestigungslinie bilden. Alternativ kann die Kopplungseinrichtung
einen Befestigungspunkt oder einen kleinen lokalen Befestigungsbereich
bilden, wobei der Befestigungsbereich im Vergleich zur Größe des Resonanzelements
klein ist. Die Kopplungseinrichtung kann die Form eines Stummels
aufweisen und einen kleinen Durchmesser, beispielsweise 3 bis 4
mm haben. Die Kopplungseinrichtung kann eine geringe Masse aufweisen.
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Die Kopplungseinrichtung kann mehr
als einen Kopplungspunkt zwischen dem Resonanzelement und dem akustischen
Abstrahler umfassen. Die Kopplungseinrichtung kann eine Kombination
aus Befestigungspunkten und/oder Befestigungslinien umfassen. Beispielsweise
können
zwei Befestigungspunkte oder zwei kleine lokale Befestigungsbereiche
verwendet werden, wobei einer in der Nähe des Mittelpunkts und einer
am Rand des aktiven Elements angeordnet ist. Dies kann für plattenartige
Wandler nützlich
sein, die im allgemeinen steif sind und hohe Eigenfrequenzen aufweisen.
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Alternativ kann nur ein einziger
Kopplungspunkt vorhanden sein. Dies kann im Fall einer Multiresonanzelementanordnung
den Vorteil aufweisen, dass die Ausgabe aller Resonanzelemente durch
die einzige Kopplungseinrichtung summiert wird, so dass es nicht
erforderlich ist, dass die Ausgabe durch die Last, z. B. einen Lautsprecherabstrahler
summiert wird. Während
eine derartige Summierung in einem Resonanzpaneelabstrahler möglich sein
kann, muss dies für
eine Kolbenmembran nicht zutreffen.
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Die Kopplungseinrichtung kann an
einem Schwingungsbauch an dem Resonanzelement angeordnet und so
gewählt
sein, dass sie eine über
die Frequenz konstante Durchschnittskraft zuführt. Die Kopplungseinrichtung
kann entfernt vom Mittelpunkt des Resonanzelements positioniert
sein.
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Die Position und/oder die Ausrichtung
der Befestigungslinie kann so gewählt sein, dass die modale Dichte
des Resonanzelements optimiert wird. Die Befestigungslinie fällt vorzugsweise
nicht mit einer Symmetrielinie des Resonanzelements zusammen. Beispielsweise
kann die Befestigungslinie bei einem rechteckigen Resonanzelement
von der kurzen Symmetrieachse (oder Mittellinie) des Resonanzelements
versetzt sein. Die Befestigungslinie kann eine Ausrichtung aufweisen,
die nicht parallel zu einer Symmetrieachse des akustischen Abstrahlers
ist.
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Die Form des Resonanzelements kann
so gewählt
sein, dass eine außermittige
Befestigungslinie bereitgestellt wird, die im allgemeinen im Massenschwerpunkt
des Resonanzelements liegt. Ein Vorteil dieser Ausführungsform
besteht darin, dass der Wandler an seinem Massenschwerpunkt befestigt
ist und somit kein Trägheitsungleichgewicht
auftritt. Dies kann durch ein asymmetrisch geformtes Resonanzelement
erreicht werden, das die Form eines Trapezes oder eines Trapezoids
aufweisen kann.
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Bei einem Wandler mit einem balkenartigen
oder einem allgemein rechteckigen Resonanzelement kann sich die
Befestigungslinie über
die Breite des Resonanzelements erstrecken. Die Fläche des
Resonanzelements kann im Vergleich zu der des akustischen Abstrahlers
klein sein.
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Der Wandler kann zum Antrieb einer
beliebigen Anordnung verwendet werden. Somit kann der Lautsprecher über zumindest
einen Teil seines Betriebsfrequenzbereichs bewusst kolbenartig sein
oder kann ein Biegewellenlautsprecher sein. Die Parameter des akustischen
Abstrahlers können
so gewählt
sein, dass die Modenverteilung in dem Resonanzelement in dem Betriebsfrequenzbereich
verbessert wird.
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Der Lautsprecher kann ein Resonanzbiegewellenmodenlautsprecher
mit einem akustischen Abstrahler und einem Wandler sein, der an
dem akustischen Abstrahler befestigt ist, um Resonanzbiegewellenmoden anzuregen.
Ein derartiger Lautsprecher ist in der internationalen Patentanmeldung
WO 97/09842 und anderen Patentanmeldungen und Veröffentlichungen
beschrieben und kann als Lautsprecher mit verteilten Moden bezeichnet
werden.
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Der akustische Abstrahler kann die
Form eines Paneels aufweisen. Das Paneel kann flach und leichtgewichtig
sein. Das Material des akustischen Abstrahlers kann anisotrop oder
isotrop sein.
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Die Eigenschaften des akustischen
Abstrahlers können
so gewählt
sein, dass die Resonanzbiegewellenmoden im Wesentlichen gleichmäßig über die
Frequenz verteilt sind, das heißt
auf gleichmäßige Peaks
im Frequenzgang, die durch eine "Bündelung" oder eine Anhäufung der
Moden verursacht werden. Insbesondere können die Eigenschaften des
akustischen Abstrahlers so gewählt
sein, dass die Resonanzbiegewellenmoden bei einer niedrigen Frequenz
im Wesentlichen gleichmäßig über die
Frequenz verteilt sind. Die Resonanzbiegewellenmoden bei einer niedrigen
Frequenz sind vorzugsweise die Resonanzbiegewellenmoden des akustischen
Abstrahlers bei den 10 bis 20 niedrigsten Frequenzen.
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Die Position des Wandlers kann so
gewählt
sein, dass er im Wesentlichen gleichmäßig an die Resonanzbiegewellenmoden
in dem akustischen Abstrahler ankoppelt, ins besondere an die Resonanzbiegewellenmoden
bei einer niedrigeren Frequenz. Mit anderen Worten, der Wandler
kann an einer Position befestigt sein, in der die Anzahl schwingungsaktiver
Resonanzschwingungsbäuche
in dem akustischen Abstrahler relativ hoch und im Gegensatz dazu
die Anzahl der Resonanzschwingungstäler relativ gering ist. Jede
derartige Position kann verwendet werden, die vorteilhaftesten Positionen
sind jedoch die in der Nähe
des Mittelpunkts liegenden Positionen, die zwischen 38% bis 62%
der Strecke entlang der Längsachse
und der in Richtung der Breite verlaufenden Achse des akustischen
Abstrahlers aber außermittig
angeordnet sind. Spezifische oder bevorzugte Positionen liegen bei
3/7, 4/9 oder 5/13 der Strecke entlang der Achsen; für die Längsachse
und die in Richtung der Breite verlaufende Achse ist ein unterschiedliches
Verhältnis
zu bevorzugen. Bevorzugt ist 4/9 der Länge, 3/7 der Breite eines isotropen
Paneels mit einem Seitenverhältnis
von 1 : 1,13 oder 1 : 1,41.
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Der Betriebsfrequenzbereich kann über einen
relativ breiten Frequenzbereich reichen und kann im hörbaren Bereich
und/oder im Ultraschallbereich liegen. Durch die Vorzüge des Betriebs
des Wandlers mit verteilten Moden sind auch Sonar- und Schallmessungsanwendungen
sowie Bildgebungsanwendungen denkbar, bei denen eine größere Bandbreite
und/oder eine höhere
mögliche
Energie nützlich
sein kann. Somit kann ein Betrieb über einen Bereich ermöglicht werden,
der größer ist
als der Bereich, der durch eine einzige dominante Eigenresonanz
des Wandlers definiert wird.
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Die niedrigste Frequenz in dem Betriebsfrequenzbereich
liegt vorzugsweise oberhalb einer vorbestimmten unteren Grenze,
die ungefähr
die Eigenresonanz des Wandlers ist.
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Beispielsweise kann die Kraft bei
einem balkenartigen aktiven Resonanzelement vom Mittelpunkt des Balkens
abgenommen werden und an die Modenform in dem akustischen Abstrahler
angepasst sein, an dem es befestigt ist. Auf diese Art und Weise
können
die Aktion und die Reaktion zusammenwirken, um eine über die
Frequenz konstante Ausgabe zu ergeben. Durch die Verbindung des
Resonanzelements mit dem akustischen Abstrahler an einem Schwingungsbauch
des Resonanzelements kann die erste Resonanz des Resonanzelements
als niedrige Impedanz erscheinen. Auf diese Art und Weise sollte
der akustische Abstrahler die Resonanz des Resonanzelements nicht
verstärken.
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Gemäß einer dritten Ausführungsform
der Erfindung wird ein Mikrofon bereitgestellt, das ein Element, welches
eine hörbare
Eingabe zu unterstützen
vermag, und einen oben beschriebenen modalen Wandler umfasst, der
an das Element gekoppelt ist, um in Reaktion auf eine akustische
Eingangsenergie eine elektrische Ausgabe bereitzustellen.
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Gemäß einer vierten Ausführungsform
der Erfindung wird eine Knochenschallleitungs-Hörhilfe
mit einem oben beschriebenen modalen Aktuator bereitgestellt.
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Gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung umfasst
ein Verfahren zur Herstellung eines Lautsprechers mit einem akustischen
Resonanzabstrahler und einem oben beschriebenen modalen Wandler die
Schritte des Untersuchens der mechanischen Impedanzen der Resonanzelemente
und des akustischen Abstrahlers, des Auswählens und/oder des Anpassens
der Parameter des Abstrahlers und/oder des Elements, um die erforderliche
Modalität
des Resonanzelements und/oder des Abstrahlers zu erzielen und um
einen erforderlichen Energietransfer zwischen dem Element und dem
Abstrahler zu erreichen.
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Gemäß einer sechsten Ausführungsform
der Erfindung umfasst ein Verfahren zur Herstellung eines Lautsprechers
mit einem akustischen Resonanzabstrahler und einem oben beschriebenen
Wandler die Schritte des Untersuchens und/oder des Vergleichens
der Geschwindigkeits- und der Kraftänderung für ein gegebenes modal betätigtes akustisches
System und des Auswählens
einer Kombination von Geschwindigkeits- und Kraftwerten, um einen
gewählten
Energietransfer zu erhalten.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Die Erfindung ist beispielhaft schematisch
in beigefügten
Zeichnungen dargestellt, in denen:
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1 eine
schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen paneelförmigen Lautsprechers zeigt;
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1a einen
Schnitt senkrecht zur Linie A-A in 1 zeigt;
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2 eine
schematische Draufsicht des parametrisierten Modells eines erfindungsgemäßen Wandlers
zeigt;
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2a einen
Schnitt senkrecht zu der Befestigungslinie des in 2 dargestellten Wandlers zeigt;
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3 ein
Diagramm eines Qualitätskennwerts
in Abhängigkeit
der Aufhängungslänge (%L)
für den
in 2 dargestellten Wandler
zeigt;
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4 ein
Diagramm eines Qualitätskennwerts
in Abhängigkeit
des Seitenverhältnisses
für einen
in 2 dargestellten Wandler
zeigt, der entlang einer Strecke von 44% seiner Länge befestigt
ist;
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5 ein
Diagramm der FEA-Simulation des Frequenzverhaltens für einen
in 1 dargestellten paneelförmigen Lautsprecher
mit einem Wandler zeigt, der entlang einer Strecke von 44% und 50%
seiner Länge befestigt
ist;
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6a und 6b schematische Draufsichten
eines Wandlers gemäß einer
weiteren Ausführungsform der
Erfindung zeigen;
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7 eine
graphische Auftragung der Qualitätskennwertsfunktion
in Abhängigkeit
von AR und TR für den
in den 6a und 6b dargestellten Wandler
zeigt;
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8 das
Frequenzverhalten für
einen einzigen piezoelektrischen Balkenwandler zeigt;
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9 eine
Seitenansicht eines Doppelbalkenwandlers gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung zeigt;
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10 ein
Diagramm zeigt, in dem das Frequenzverhalten der in der 8 und der 9 dargestellten Wandler aufgetragen ist;
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11a bis 11c Diagramme der Kosten
in Abhängigkeit
von α (Frequenzverhältnis) für einen
Doppelbalkenwandler, einen Dreibalkenwandler bzw. einen Dreischeibenwandler
zeigt;
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11d ein
Diagramm der Qualitätskennwerte
in Abhängigkeit
des Radienverhältnisses
für einen Dreischeibenwandler
gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung zeigen;
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12a eine
Seitenansicht eines Multielementwandlers gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung zeigt;
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12b eine
Draufsicht des in 12a dargestellten
Wandlers zeigt;
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13 ein
Diagramm der Qualitätskennwertsfunktion
in Abhängigkeit
des Seitenverhältnisses
für einen
Wandler mit zwei Platten zeigt;
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14 ein
Frequenzgang (Schalldruck (dB) in Abhängigkeit der Frequenz (Hz))
für drei
auf einem Paneel befestigte Wandler mit verschiedener Dicke ist;
-
15 ein
Frequenzgang (Schalldruck (dB) in Abhängigkeit der Frequenz (Hz))
für einen
auf drei verschiedenen Paneelen befestigten erfindungsgemäßen Wandler
ist;
-
16 ein
Diagramm der Kraft, der Geschwindigkeit und der Energie in Abhängigkeit
einer variierenden Last zeigt;
-
17 ein
Frequenzgang für
einen erfindungsgemäßen Wandler
ist, der mit/ohne zusätzliche
Dämpfungsmassen
an einen Paneel befestigt ist;
-
18 eine
Seitenansicht eines in 17 dargestellten
Wandlers ist;
-
19 eine
Seitenansicht eines Wandlers gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist;
-
20 eine
Draufsicht des in 19 dargestellten
Wandlers ist;
-
21a und 21b eine Seiten- bzw. eine
Draufsicht eines Wandlers gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung sind;
-
22 eine
Seitenansicht eines Wandlers gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist;
-
23 eine
Seitenansicht eines gekapselten Wandlers gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist;
-
24 eine
Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Wandlers ist, der am Konus
eines Kolbenlautsprechers befestigt ist; und
-
25a und 25b eine Seiten- bzw. eine
Draufsicht eines Wandlers gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung sind.
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Beste Art
und Weisen zur Ausführung
der Erfindung
-
1 zeigt
einen paneelförmigen
Lautsprecher (10) mit einem akustischen Abstrahlen in Form
eines Resonanzpaneels (12) und einem an dem Paneel (12)
befestigten Wandler (14), um, wie in der WO 97/09842 beschrieben,
Biegewellenschwingungen in dem Paneel (12) anzuregen. Resonanzbiegewellen-Paneellautsprecher,
wie sie in der WO 97/09842 beschrieben sind, sind als DM- oder DML
Lautsprecher bekannt. Der Wandler (14) ist außermittig
an einer Kopplungseinrichtung (16) an einer Stelle an dem
Paneel befestigt, die bei 4/9 der Paneellänge und 3/7 der Paneelbreite
liegt. Dies ist eine optimale Position zum Aufbringen einer Kraft
auf das Paneel, wie in der WO 97/09842 beschrieben.
-
Der Wandler (14) ist ein
vorgespannter piezoelektrischer Aktuator von der in dem US-Patent
5,632,841 (internationale Patentanmeldung WO 96/31333) offenbarten
Art und wird von PAR Technologies Inc. unter dem Markennamen NASDRIV
produziert. Der Wandler (14) ist somit ein aktives Resonanzelement.
-
Wie in den 1 und 1a gezeigt,
ist der Wandler (14) rechteckig mit einer aus der Ebene
herausragenden Krümmung.
Die Krümmung
des Wandlers (14) bedeutet, dass die Kopplungseinrichtung
(16) die Form einer Befestigungslinie aufweist. Somit ist
der Wandler (14) nur entlang einer Linie A-A an dem Paneel
(12) befestigt. Der Wandler ist mittig angebracht, das
heißt
die Befestigungslinie liegt auf halber Strecke entlang der Länge des
Wandlers entlang der kurzen Symmetrieachse des Wandlers. Die Befestigungslinie
ist asymmetrisch um ungefähr
120° zur
langen Seite des Paneels ausgerichtet. Somit ist die Befestigungslinie
nicht parallel zu den Symmetrieachsen des Paneels.
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Der Ausrichtungswinkel θ der Befestigungslinie
kann durch eine Modellierung eines mittig angebrachten Wandlers
unter Verwendung zweier "Messgrößen der
Schlechtigkeit" ausgewählt werden,
um den optimalen Winkel zu finden. Beispielsweise ist die Standardabweichung
der logarithmischen (dB) Größe des Frequenzgangs
ein Maß für die "Rauhigkeit". Derartige Maßzahlen
der Güte/Schlechtigkeit
sind in der internationalen Anmeldung WO 99/41939 der Anmelder diskutiert.
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Für
die Modellierung wird die Paneelgröße auf 524,0 mm auf 462,0 mm
festgelegt und, um das Modell zu vereinfachen, das Paneelmaterial
so gewählt,
dass es für
die Paneelgröße optimal
ist. Die Ergebnisse der Modellierung zeigen, dass für einen
mittig angebrachten Wandler eine Winkeländerung von 180° keine Wirkung
hat, und dass die Leistung des Lautsprechers nicht übermäßig empfindlich
auf den Winkel reagiert. Jedoch führen Ausrichtungswinkel von
ungefähr
90° bis
120° zu
einer Verbesserung, da sie durch beide Verfahren relativ gut getroffen
werden. Somit sollte der Wandler (14) um bis zu 30° bezüglich der
langen Seite des Paneels (12) ausgerichtet sein.
-
Wenn der Wandler an dem Paneel entlang
einer Befestigungslinie längs
der kurzen Achse durch den Mittelpunkt angebracht ist, fallen die
Resonanzfrequenzen der zwei Arme des Wandlers zusammen.
-
Ein parametrisiertes Modell eines
Wandlers in Form eines aktiven Resonanzelements ist in 2 gezeigt. In dem Modell
können
das Verhältnis
der Breite (W) zur Länge
(L) des aktiven Resonanzelements und die Position (x) des Befestigungspunkts
(16) entlang des Wandlers variiert werden. Das aktive Resonanzelement
ist rechteckig mit einer Länge
von 76 mm. 2a zeigt
den modelllierten Wandler (14), der entlang einer nicht
mittigen Befestigungslinie an einem Paneel (12) befestigt
ist.
-
Die Ergebnisse der Analyse sind in
den 3 und 4 gezeigt. 3 zeigt, dass ein optimaler Aufhängungspunkt
eine bei 43% bis 44% längs
der Länge
des Resonanzelements verlaufende Befestigungslinie aufweist: die
Qualitätskennwertsfunktion
(oder Messgröße der "Schlechtigkeit") wird bei diesem
Wert minimiert; dies entspricht einem geschätzten Befestigungspunkt bei
4/9 der Länge.
Darüber
hinaus zeigt die Computermodellierung, dass dieser Befestigungspunkt
für einen
Bereich von Wandlerbreiten gültig
ist. Ein zweiter Aufhängungspunkt
bei 33% bis 34% längs
der Länge
des Resonanzelements erscheint ebenfalls geeignet.
-
4 zeigt
ein Diagramm der Qualitätskennwerte
(oder des rms Mittenverhältnisses)
in Abhängigkeit des
Seitenverhältnisses
(AR = W/2L) für
ein bei 44% längs
seiner Länge
befestigtes Resonanzelement. Das optimale Seitenverhältnis beträgt 1,06
+/– 0,01
zu 1, da die Qualitätskennwertsfunktion
bei diesem Wert minimiert ist.
-
Wie zuvor kann der optimale Befestigungswinkel θ an dem
Paneel (12) für
einen optimierten Wandler, nämlich
einen mit einem Seitenverhältnis
von 1,06 : 1 und einem Befestigungspunkt bei 44% durch eine Modellierung
bestimmt werden. Bei einem Winkel von 0° zeigt der längere Abschnitt des Wandlers
nach unten. Bei diesem abgewandelten Beispiel hat eine Drehung der
Befestigungslinie (16) eine deutlichere Wirkung, da die
Befestigungsposition nicht länger
symmetrisch ist. Vorzugsweise beträgt der Winkel ungefähr 270°, das heißt das längere Ende
ist nach links gerichtet.
-
Der Vollständigkeit halber wurde das Frequenzverhalten
des sowohl bei 44% als auch bei 50% seiner Länge befestigten Wandlers gemessen,
wie in 5 gezeigt. Der
in der Linie (20) gezeigte 44%-Versatz führt im Vergleich
zu dem in der Linie (22) dargestellten mittig befestigten
Wandler zu einem geringfügig
erweiterten Bass und hat dafür
geringfügig
mehr Wellen bei höheren
Frequenzen.
-
Es scheint, dass die erhöhte modale
Dichte des versetzten Antriebs durch das Trägheitsungleichgewicht gefährdet wird,
das durch eine Befestigungsposition verursacht wird, die nicht länger im
Massenschwerpunkt des rechteckigen Wandlers liegt. Dementsprechend
wurden Untersuchungen durchgeführt,
um herauszufinden, ob das inhärente
Ungleichgewicht verbessert werden kann, ohne die verbesserte Modalität zu verlieren.
-
Die 6a und 6b zeigen ein zweites Beispiel,
nämlich
einen asymmetrisch geformten Wandler (18) in Form eines
Resonanzelements mit einem trapezförmigen Querschnitt. Die Form
des Trapezes wird durch zwei Parameter bestimmt, AR (Seitenverhältnis) und
TR (Neigungsverhältnis).
AR und TR bestimmen einen dritten Parameter, λ derart, dass einige Bedingungen
erfüllt
sind, beispielsweise eine gleiche Masse auf jeder Seite der Linie.
-
Die Bedingungsgleichung für eine gleiche
Masse (oder eine gleiche Fläche)
lautet wie folgt:
-
-
Die obige Gleichung kann ohne weiteres
entweder nach TR oder λ als
abhängige
Variable aufgelöst werden,
um
zu ergeben.
-
Äquivalente
Ausdrücke
sind leicht erhältlich,
um die Trägheitsmomente
auszugleichen oder um das Gesamtträgheitsmoment zu minimieren.
-
Die Bedingungsgleichung für ein gleiches
Trägheitsmoment
(oder ein gleiches zweites Flächenmoment)
lautet wie folgt:
-
-
Die Bedingungsgleichung für ein minimales
Gesamtträgheitsmoment
lautet
-
-
Eine Qualitätskennwertsfunktion (Maßzahl der "Schlechtigkeit") ist für die Ergebnisse
von 40 FEA-Läufen
aufgetragen, wobei AR im Bereich von 0,9 bis 1,25 und TR im Bereich
von 0,1 bis 0,5 lag, und wobei λ auf
gleiche Massen beschränkt
wurde. Der Wandler ist somit im Massenschwerpunkt befestigt. Die Ergebnisse
sind unten tabelliert und in 7 aufgetragen,
die die Qualitätskennwertsfunktion
in Abhängigkeit von
AR und TR zeigt.
-
-
7 und
die tabellierten Ergebnisse zeigen, dass bei Werten von AR = 1 und
TR = 0,3, woraus sich λ als
nahe bei 43% liegend ergibt, eine optimale Form erhältlich ist
(die im Punkt 28 in 7 gekennzeichnet ist).
Ein Vorteil eines trapezoidalen Wandlers besteht somit darin, dass
der Wandler entlang einer Befestigungslinie befestigt werden kann,
die in seinem Schwerpunkt/Massenschwerpunkt liegt, aber keine Symmetrielinie
darstellt. Ein derartiger Wandler würde somit die Vorteile einer
ver besserten modalen Verteilung aufweisen, ohne sich im Trägheitsungleichgewicht
zu befinden.
-
Dementsprechend wurde ein Modell
des optimierten trapezoidalen Wandlers auf das gleiche Paneelmodell
wie oben angewendet, um die beste Ausrichtung zu finden. Somit wurde,
wie oben, die Paneelgröße auf 524,0
mm mal 462,0 mm festgelegt und das Paneelmaterial so gewählt, dass
es für
die Paneelgröße optimal
ist. Die zwei vorher verwendeten Vergleichsverfahren ergeben wiederum
270° bis
300° als
optimalen Ausrichtungswinkel.
-
Eine alternative Möglichkeit
zur Optimierung der Modalität
eines Wandlers besteht darin, einen Wandler mit zwei aktiven Elementen,
wie z. B. zwei übereinstimmenden
piezoelektrischen Balken zu verwenden. Ein Balken weist einen bei
einer Grundmode beginnenden Satz von Moden auf, die durch die Geometrie
und die Materialeigenschaften des Balkens festgelegt sind. Die Moden
sind ziemlich weit voneinander beabstandet und begrenzen die Wiedergabetreue
eines Lautsprechers mit einem oberhalb der Resonanz betriebenen Wandler.
Deshalb wird ein zweiter Balken mit einer Modenverteilung ausgewählt, die
in der Frequenz mit der modalen Verteilung des ersten Balkens verschachtelt
ist.
-
Durch die Verschachtelung der Verteilung
kann die Gesamtausgabe des Wandlers optimiert werden. Das Optimalitätskriterium
wird so gewählt,
dass es für
die beabsichtigte Anwendung geeignet ist. Wenn beispielsweise das
Passband für
die zwei Balkenwandler nur bis zu Moden der zweiten Ordnung reicht,
ist es nicht sinnvoll, die Verschachtelung der ersten zehn Moden
zu optimieren, da dies die Optimalität der ersten 3 oder 4 Moden
nachteilig beeinflussen kann.
-
Beispielhaft wird ein erstes piezoelektrisches
bimorphes Element, 36 mm lang, 12 mm breit und insgesamt 350 μm dick betrachtet,
das eine Grundbiegeresonanz bei ungefähr 960 Hz aufweist. Die ersten
Moden sind in der Tabelle 1 angegeben.
-
-
Der erste Wandler wurde an einem
kleinen Paneel befestigt und das Frequenzverhalten ist in 8 aufgetragen. Es existieren
starke Ausgaben (38) bei 830 Hz und 3880 Hz sowie Senken
(40) bei 1,6 kHz und 7,15 kHz. Die Frequenzen der Resonanzen
liegen niedriger als vorhergesagt, möglicherweise aufgrund der Schwierigkeit,
die mechanischen Eigenschaften des piezoelektrischen Materials genau
vorherzusagen.
-
Das Verhalten weist zu viele breite
Senken auf, um verwendbar zu sein, da die Ausgabe in den Bereichen
um die Senken (40) verstärkt werden muss. Somit wäre ein Balken
mit einem komplementären
Satz von Frequenzen, nämlich
einem Satz, der einen Frequenzgang mit Überhöhungen erzeugt, wo beim ersten
Wandler die Senken liegen, ideal.
-
Ein kürzeres piezoelektrisches Element
hat eine höhere
Eigenfrequenz. Die Moden für
einen derartigen, 28 mm langen Balken sind in der unten angegebenen
Tabelle 2 gezeigt.
-
-
Die zwei Balken können kombiniert werden, um
einen Doppelbalkenwandler (42) zu bilden, wie er in 9 gezeigt ist. Der Wandler
(42) umfasst einen ersten piezoelektrischen Balken (43)
auf dessen Rückseite ein
zweiter piezoelektrischer Balken (51) durch eine Verbindungseinrichtung
in Form eines Stummels (48) befestigt ist, der im Mittelpunkt
beider Balken positioniert ist. Jeder Balken ist ein bimorphes Element.
Der erste Balken (43) umfasst zwei Schichten (44, 46)
aus einem unterschiedlichen piezoelektrischen Material und der zweite
Balken (51) umfasst zwei Schichten (50, 52).
Die Polungen einer jeden Schicht aus piezoelektrischem Material
sind durch Pfeile (49) angegeben. Jede Schicht (44, 50)
weist eine Polung auf, die derjenigen der anderen Schicht (46, 52)
in dem bimorphen Element entgegengerichtet ist.
-
Der erste piezoelektrische Balken
(44, 46) ist durch eine Kopplungseinrichtung in
Form eines Stummels (56), der im Mittelpunkt des ersten
Balkens positioniert ist, an einer Anordnung (54), beispielsweise
einem Biegewellenlautsprecherpaneel befestigt.
-
Die Balken können auf jeder Seite eines
DML-Paneels, eventuell an unterschiedlichen Positionen eingesetzt
werden.
-
Durch die Befestigung des ersten
Balkens an seinem Mittelpunkt erzeugen nur die Moden einer geradzahligen
Ordnung eine Ausgabe. Durch die Anordnung des zweiten Balkens hinter
dem ersten Balken und die mittige Kopplung beider Balken mittels
eines Stummels kann davon ausgegangen werden, dass sie beide die
gleiche axial ausgerichtete oder zusammenfallende Position antreiben.
-
Wenn die Elemente miteinander verbunden
sind, entspricht die resultierende Modenverteilung nicht der Summe
der separaten Sätze
von Frequenzen, da jedes Element die Moden des anderen modifiziert.
Die Frequenz in 10 zeigt
den Unterschied zwischen einem Wandler mit einem einzigen Balken
(60) und einem, der zwei gemeinsam verwendete Balken (62)
aufweist. Die zwei Balken sind so gestaltet, dass ihre individuellen
modalen Verteilungen verschachtelt sind, um die Gesamtmodalität des Wandlers
zu verbessern. Die zwei Balken wirken zusammen, um eine brauchbare
Ausgabe über
einen interessierenden Frequenzbereich zu erzeugen. Lokale schmale
Senken treten aufgrund der Wechselwirkung zwischen den piezoelektrischen Balken
an ihren individuellen Moden geradzahliger Ordnung auf.
-
Der zweite Balken kann unter Verwendung
des Verhältnisses
der Eigenresonanz der zwei Balken ausgewählt werden. Wenn die Materialien
und die Dicken identisch sind, entspricht das Verhältnis der
Frequenzen gerade dem Quadrat des Verhältnisses der Längen. Wenn
die höhere
f0 (Eigenfrequenz) einfach auf die Hälfte zwischen f0 und f1 des
anderen, größeren Balkens
gelegt wird, fallen f3 des kleineren Balkens und f4 des unteren
Balkens zusammen.
-
11a zeigt
ein Diagramm einer Qualitätskennwertsfunktion
in Abhängigkeit
des Frequenzverhältnisses
für zwei
Balken, das zeigt, dass das ideale Verhältnis 1,27 : 1 beträgt, nämlich dort
wo die Qualitätskennwertsfunktion
im Punkt (58) minimiert ist. Dieses Verhältnis ist äquivalent
dem "goldenen" Seitenverhältnis (Verhältnis von
f02 : f20), das in der WO 97/09842 beschrieben ist.
-
Das Verfahren zur Verbesserung der
Modalität
eines Wandlers kann durch die Verwendung dreier piezoelektrischer
Balken in dem Wandler erweitert werden. 11b zeigt einen Ausschnitt eines Diagramms
einer Qualitätskennwertsfunktion
in Abhängigkeit
eines Frequenzverhältnisses
für drei
Balken. Das ideale Verhältnis
beträgt
1,315 : 1,147 : 1.
-
Das Verfahren des Kombinierens von
aktiven Elementen, wie z. B. Balken, kann auf die Verwendung von
piezoelektrischen Scheiben erweitert werden. Bei der Verwendung
von zwei Scheiben hängt
das Verhältnis
der Größen der
zwei Scheiben davon ab, wie viele Moden berücksichtig werden. Für eine modale
Dichte hoher Größenordnung
kann ein Verhältnis
der Grundfrequenzen von ungefähr
1,1 +/– 0,02
zu 1 zu guten Ergebnissen führen.
Für eine
modale Dichte geringer Größenordnung
(das heißt
die ersten paar oder die ersten fünf Moden) ist ein Verhältnis der
Eigenfrequenzen von ungefähr
3,2 : 1 gut. Die erste Lücke
erscheint zwischen den zweiten und den dritten Moden der größeren Scheibe.
-
Da eine große Lücke zwischen den ersten und
den zweiten radialen Moden jeder Scheibe besteht, wird eine sehr
viel bessere Verschachtelung mit drei statt mit zwei Scheiben erzielt.
Wenn eine dritte Scheibe zu dem Doppelscheibenwandler hinzugefügt wird,
besteht das erste ersichtliche Ziel darin, die Lücke zwischen den zweiten und
den dritten Moden der größeren Scheibe
im vorhergehenden Fall zu schließen. Jedoch zeigt der geometrische
Verlauf, dass dies nicht die einzige Lösung ist. Bei der Verwendung
von Eigenfrequenzen von f0, α·f0 und α2·f0 und
der Auftragung von rms (α, α2),
(quadratischer Mittelwert) in 11c existieren
zwei prinzipielle Optima für α. Die Werte
betragen ungefähr
1,72 und 2,90 für
die beiden Minima (65) in dem Diagramm, wobei der letztgenannte
Wert zu dem naheliegenden Lückenfüllungsverfahren
gehört.
-
Bei der Verwendung von Grundfrequenzen
von f0, α·f0 und β·f0, so
dass beide Skalierungen frei sind und bei der Verwendung der obigen
Werte von α als
Ausgangswerte, werden geringfügig
bessere Optima erzielt. Die Parameterpaare (α, β) sind (1,63, 3,03) und (3,20,
8,19). Diese Optima sind relativ flach, was bedeutet, dass Variationen
von 10% oder sogar 20% in den Parameterwerten akzeptabel sind.
-
Ein alternativer Ansatz zur Bestimmung
der zu kombinierenden verschiedenen Scheiben besteht darin, die
Qualitätskennwerte
als eine Funktion des Verhältnisses
der Radien der drei Scheiben zu betrachten. 11d zeigt die Ergebnisse einer FEA-Analyse, in der drei
verschiedene Qualitätskennwertsfunktionen
in Abhängigkeit
des Radienverhältnisses
aufgetragen sind. In 11d sind
die drei Scheiben miteinander verbunden, obwohl zu beachten ist,
dass eine Analyse der drei Scheiben in isolierter Form ähnliche
Ergebnisse erzeugt.
-
Die drei Qualitätskennwertsfunktionen sind
RSCD (Verhältnis
der Summe der Mittendifferenzen), SRCD (Summe des Verhältnisses
der Mittendifferenzen) und SCR (Summe der Mittenverhältnisse),
die durch die Linien (64), (66) bzw. (68)
gezeigt sind. Für
einen Satz modaler Frequenzen f0, f1, fn, ... fN sind diese Funktionen wie folgt definiert:
-
-
Das optimale Radienverhältnis, das
heißt
dort wo die Qualitätskennwertsfunktion
minimiert ist, beträgt 1,3
bei allen drei in der 11d gezeigten
Linien. Da das Quadrat des Radienverhältnisses gleich dem Frequenzverhältnis ist,
stimmen die Ergebnisse von 1,3*1,3 = 1,69 und das analytische Ergebnis
von 1,67 für
diese Scheiben aus einem identischen Material und mit einer identischen
Dicke gut überein.
-
Alternativ oder zusätzlich können passive
Elemente in den Wandler integriert werden, um seine Gesamtmodalität zu verbessern.
Die aktiven und passiven Elemente können in einer Kaskade angeordnet
sein. Die 12a und 12b zeigen einen Mehrscheibenwandler
(70) mit zwei aktiven piezoelektrischen Elementen (72),
die mit zwei passiven Resonanzelementen (74), z. B. dünne Metallplatten
gestapelt sind, so dass die Moden der aktiven und passiven Elemente
verschachtelt sind. Die Elemente sind durch eine Verbindungseinrichtung
in Form von Stümpfen
(78) verbunden, die im Mittelpunkt eines jeden aktiven
und passiven Elements angeordnet sind. Die Elemente sind konzentrisch
angeordnet. Jedes Element weist unterschiedliche Abmessungen auf,
wobei die kleinsten und die größten Scheiben
am oberen bzw. am unteren Ende des Stapels angeordnet sind. Der
Wandler (70) ist durch eine Kopplungseinrichtung in Form
eines Stummels (78), der im Mittelpunkt der ersten, die
größte Scheibe
dar stellenden passiven Einrichtung angeordnet ist, an einer Lasteinrichtung
(76), wie z. B. einem Paneel befestigt.
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Das Verfahren zur Verbesserung der
Modalität
eines Wandlers kann auf einen Wandler mit zwei aktiven Elementen
in Form piezoelektrischer Platten erweitert werden. Zwei Platten
mit Abmessungen (1 auf α) und
(α auf α2)
sind bei (3/7, 4/9) verbunden. 13 zeigt
ein Diagramm der Qualitätskennwertsfunktion
in Abhängigkeit
des Seitenverhältnisses
(α) und
der optimale Wert (75) für α beträgt 1,14.
Das Frequenzverhältnis beträgt daher
ungefähr
1,3 : 1 (1,14 × 1,14
= 1,2996).
-
Zusätzlich oder als Alternative
zur Änderung
der modalen Eigenschaften des Wandlers können die Parameter des Gegenstands
auf dem der Wandler befestigt ist, z. B. des Paneels, verändert werden,
um an die Modalität
des Wandlers angepasst zu werden. Beispielsweise zeigen 14 und 15 unter der Annahme eines in Form eines
aktiven Resonanzelements an einem Paneel befestigten Wandlers, wie
der Frequenzgang in Abhängigkeit
der Dicke des Wandlers bzw. der Dicke des Paneels variiert. Das
aktive Element weist die Form eines piezoelektrischen Balkens auf. 14 zeigt drei Frequenzgänge (84),
(86), (88) für
einen 177 μm,
einen 200 μm
bzw. einen 150 μm
Balken. 15 zeigt drei
Frequenzgänge
(90), (92), (94) für ein 1,1 mm, ein 0,8 mm bzw.
ein 1,5 mm dickes Paneel.
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Die 14 und 15 zeigen, dass der Frequenzgang
für ein
1,1 mm Paneel mit dem Frequenzgang für einen 177 μm dicken
Balken übereinstimmt.
Folglich stimmt die Modalität
eines 1,1 mm Paneels mit der eines 177 μm Balkens überein.
-
Obwohl der Wandler modal ist, kann
eine mittlere Kraft und eine Geschwindigkeit für jede Last oder Paneelimpedanz
abgeschätzt
werden. Die maximale mechanische Energie wird erhalten, wenn das
Produkt der Kraft und der Geschwindigkeit ein Maximum erreicht.
Der Wandler kann dazu verwendet werden, jede Last anzutreiben und
der optimale Lastwert kann, wie in 16 gezeigt
ist, durch eine Auftragung der Geschwindigkeit (170), der
Kraft (172) und der mechanischen Energie (174)
in Abhängigkeit
des Lastwiderstands gefunden werden. Die maximale Energie (176)
tritt auf, wenn der Lastwiderstand ungefähr 12 Ns/m beträgt; für einen geringeren
Lastwiderstand steigt die Geschwindigkeit an und die Kraft nimmt
ab, und für
einen höheren
Lastwiderstand nimmt die Geschwindigkeit ab und die Kraft nimmt
zu.
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17 zeigt
die Ergebnisse des Hinzufügens
kleiner Massen (104) am Ende des piezoelektrischen Wandlers
(106) mit einer Kopplungseinrichtung (105), wie
in 18 gezeigt. In 17 sind die Frequenzgänge (108, 110 und 120)
für einen
Wandler ohne Masse, einen Balken mit zwei 0,67 g Massen bzw. einen
Wandler mit zwei 2 g Massen gezeigt. Ein Balken mit zwei 2 g Massen
ist ideal angepasst, da der Frequenzgang (110) eine geringere
Variation im mittleren Bereich (1 kHz bis 5 kHz) aufweist als die
Frequenzgänge
(108, 112) für
keine Masse oder für
0,67 g Massen.
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In den 19 und 20 ist der Wandler (114)
ein elektrodynamischer Inertialanreger mit beweglicher Spule, wie
er z. B. in der WO 97/09842 beschrieben ist, und weist eine ein
aktives Element (115) bildende Schwingspule und ein passives
Resonanzelement in Form einer modalen Platte (118) auf.
Das aktive Element (115) ist an der modalen Platte (118)
befestigt und bezüglich
der modalen Platte außermittig
angeordnet. Die modale Platte (118) ist durch eine Kopplungseinrichtung
(120) an dem Paneel (116) befestigt. Die Kopplungseinrichtung
fluchtet mit der Achse (Z) des aktiven Elements, nicht aber mit
der zur Ebene des Paneels (116) senkrechten Achse (119).
Somit fällt
der Wandler nicht mit der senkrechten Achse (Z) zusammen. Das aktive Element
ist über
elektrische Kabel (122) mit einem elektrischen Signaleingang
verbunden.
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Wie in 20 gezeigt
ist, ist die modale Platte (118) perforiert, um ihre akustische
Abstrahlung zu verringern. Das aktive Element ist bezüglich der
modalen Platte (118) außermittig, z. B. an der optimalen
Befestigungsposition, das heißt
bei (3/7, 4/9) angeordnet. Darüber
hinaus ist der Wandler (114) bezüglich des Paneels (116)
außermittig,
also beispielsweise an der optimalen Befestigungsposition, das heißt bei (3/7,
4/9) angeordnet. Der Wandler (114) fällt somit nicht mit einer beiden
zueinander normalen Achsen (X, Y) zusammen, die in der Ebene des
Paneels (116) liegen.
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Die 21a und 21b zeigen einen Wandler
(124) mit einem aktiven piezoelektrischen Resonanzelement,
das durch eine Kopplungseinrichtung (126) in Form eines
Stummels an einem Paneel (128) befestigt ist. Sowohl der
Wandler (124) als auch das Paneel (128) weisen
Breiten- zu Längenverhältnisse
von 1 : 1,13 auf. Die Kopplungseinrichtung (126) fluchtet
nicht mit einer der Achsen (130, X, Y, Z) des Wandlers
oder des Paneels. Darüber
hinaus liegt die Position der Kopplungseinrichtung in der optimalen
Position außermittig
bezüglich
des Wandlers (124) und des Paneels (128).
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22 zeigt
einen Wandler (132) in Form eines aktiven piezoelektrischen
Resonanzelements in Gestalt eines Balkens. Der Wandler (132)
ist durch zwei Kopplungseinrichtungen (136) in Form von
Stummeln mit einem Paneel (134) verbunden. Ein Stummel
ist zu einem Ende (138) des Balkens hin angeordnet und
der andere Stummel ist zum Mittelpunkt des Balkens hin angeordnet.
-
23 zeigt
einen Wandler (140) mit zwei aktiven Resonanzelementen
(142, 143), die durch eine Verbindungseinrichtung
(144) verbunden sind, und einem Gehäuse (148), das die
Verbindungseinrichtung (144) und die Resonanzelemente (142)
umgibt. Der Wandler ist somit stoß- und schlagresistent ausgestaltet.
Das Gehäuse
besteht aus Gummi mit einer geringen mechanischen Impedanz oder
einem vergleichbaren Polymer, so dass es die Funktion des Wandlers
nicht negativ beeinflusst. Wenn das Polymer wasserabweisend ist,
kann der Wandler (140) wasserdicht ausgebildet werden.
-
Das obere Resonanzelement (142)
ist größer als
das untere Resonanzelement (143), das über eine Kopplungseinrichtung
in Form eines Stummels mit einem Paneel (145) verbunden
ist. Der Stummel ist im Mittelpunkt des unteren Resonanzelements
(143) angeordnet. Die Energiekopplungen (150)
für jedes
aktive Element erstrecken sich aus dem Gehäuse, um eine gute Audiokopplung
an eine Lasteinrichtung (nicht gezeigt) zu ermöglichen.
-
24 zeigt
einen erfindungsgemäßen Wandler
(152), der eine Kraft auf eine Membran für einen
Kolbenlautsprecher aufbringt. Die Membran hat die Form eines Konus
(154) mit einer Spitze, an der der Wandler befestigt ist.
Der Konus (154) ist durch eine elastische Abschlusseinrichtung
(158) in einer Schallwand (156) gehalten.
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Die 25a und 25b zeigen einen Wandler
(160) in Form eines plattenartigen aktiven Resonanzelements.
Das Resonanzelement ist mit Schlitzen (162) ausgebildet,
die Finger (164) festlegen und somit ein Multiresonanzsystem
bilden. Das Resonanzelement ist durch eine Kopplungseinrichtung
in Form eines Stummels (166) an einem Paneel (168)
befestigt.
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Die vorliegende Erfindung kann dahingehend
als Umkehrung eines Paneels mit verteilten Moden, wie es in z. B.
in der WO 97/09842 beschrieben ist, angesehen werden, dass der Wandler
als ein Gegenstand mit verteilten Moden ausgestaltet ist. Darüber hinaus
wird die Kraft von dem Wandler an einem Punkt abgenommen, der normalerweise
als Antriebspunkt bei verteilten Moden verwendet würde (z.
B. die optimale Position (3/7, 4/9)).
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Industrielle Anwendbarkeit
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Die Erfindung stellt somit einen
Wandler mit verbesserter Leistung sowie einen Lautsprecher oder
ein Mikrofon bereit, bei denen die Einrichtung eingesetzt wird.